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DE69008653T2 - Verfahren zur Racemisierung von optisch aktiven 4-Phenylbuttersäureestern. - Google Patents

Verfahren zur Racemisierung von optisch aktiven 4-Phenylbuttersäureestern.

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Publication number
DE69008653T2
DE69008653T2 DE69008653T DE69008653T DE69008653T2 DE 69008653 T2 DE69008653 T2 DE 69008653T2 DE 69008653 T DE69008653 T DE 69008653T DE 69008653 T DE69008653 T DE 69008653T DE 69008653 T2 DE69008653 T2 DE 69008653T2
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DE
Germany
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hydroxy
phenylbutyric acid
optically active
group
racemization
Prior art date
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DE69008653T
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Noriaki Kumagai
Hiroyuki Nohira
Takashi Onishi
Kazuo Yamamoto
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Kuraray Co Ltd
Original Assignee
Kuraray Co Ltd
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Publication of DE69008653T2 publication Critical patent/DE69008653T2/de
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C67/00Preparation of carboxylic acid esters
    • C07C67/30Preparation of carboxylic acid esters by modifying the acid moiety of the ester, such modification not being an introduction of an ester group
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07BGENERAL METHODS OF ORGANIC CHEMISTRY; APPARATUS THEREFOR
    • C07B55/00Racemisation; Complete or partial inversion
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C69/00Esters of carboxylic acids; Esters of carbonic or haloformic acids
    • C07C69/66Esters of carboxylic acids having esterified carboxylic groups bound to acyclic carbon atoms and having any of the groups OH, O—metal, —CHO, keto, ether, acyloxy, groups, groups, or in the acid moiety
    • C07C69/73Esters of carboxylic acids having esterified carboxylic groups bound to acyclic carbon atoms and having any of the groups OH, O—metal, —CHO, keto, ether, acyloxy, groups, groups, or in the acid moiety of unsaturated acids

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)

Description

  • Diese Erfindung betrifft ein Verfahren zur Racemisierung von optisch aktiven 4-Phenylbuttersäureestern der allgemeinen Formel (I)
  • in der R¹ eine Hydroxygruppe, eine durch einen Vinylether geschützte Hydroxygruppe, eine Formyloxygruppe oder einen Acyloxyrest mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen in der Alkyleinheit bedeutet und R² einen Alkylrest mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen darstellt.
  • Optisch aktive 2-Hydroxy-4-phenylbuttersäureester oder deren Derivate, die in der vorstehend genannten Formel (I) eingeschlossen sind, sind als Ausgangssubstanzen für die Synthese von Arzneistoffen wie Arzneistoffen, die das Angiotensin umwandelnde Enzym hemmen, z. B. Cilazapril, Quinapril, Enalapril, Indolapril, Ramipril und Lisinopril, nützlich.
  • Über ein Verfahren zur Racemisierung von optisch aktiven 4-Phenylbutansäureestern, bei denen die 2-Position durch eine Hydroxygruppe, eine durch einen Vinylether geschützte Hydroxygruppe oder einen niederen Acyloxyrest ersetzt ist, wurde bis heute nicht berichtet.
  • Wenn optisch inaktive (±)-2-Hydroxy-4-phenylbuttersäureester, die durch das folgende Verfahren synthetisiert werden können, als Ausgangssubstanz für die vorstehend erwähnten Arzneistoffe verwendet werden, muß das Racemat optisch gespalten werden, um in eine Konformation, wie R(-)-2- Hydroxy-4-phenylbuttersäureester, getrennt zu werden, was die Konformation der Hydroxygruppe in der 2-Position betrifft.
  • Bisher wurde über die folgenden zwei Verfahren betreffend das optische Aufspalten von (±)-2-Hydroxy-4-phenylbuttersäure oder ihrer Ester in die jeweiligen optisch aktiven Formen berichtet. Eine Methode besteht aus der Behandlung von (±)-2-Hydroxy-4-phenylbuttersäure mit einem optisch aktiven Menthol, wobei die Menthylester erzeugt werden, und wiederholtes Umkristallisieren aus Petrolether, wobei ein optisch aktiver Menthylester erhalten wird (vgl. "Optical Resolution Procedures for Chemical Compounds" S 476 ff (1986), veröffentlicht vom OPTICAL RESOLUTION INFORMATION CENTER, Manhattan Colledge, Riverdale, New York); und das andere Verfahren besteht aus der Behandlung von (±)-2-Hydroxy-4-phenylbuttersäure mit einem optisch aktiven 1-(p-Tolyl)ethylenamin oder einem optisch aktiven N-(2-Hydroxy)ethyl-α- methylbenzylamin als Spaltmittel (siehe EP 0329156).
  • Da jedoch über ein Verfahren zur Racemisierung von optisch aktiver 2-Hydroxy-4-phenylbuttersäure und optisch aktiven 2-Hydroxy-4-phenylbuttersäureestern bis lang nicht berichtet wurde, wurde die nutzlose optisch aktive Komponente der anderen Form, die bei der optischen Spaltung von (±)-2- Hydroxy-4-phenylbuttersäureestern gewonnen wird, nicht effektiv genutzt.
  • Folglich ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur effektiven und leichten Racemisierung optisch aktiver 4-Phenylbuttersäureester zu schaffen.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung wurde die vorstehend genannte Aufgabe durch ein Verfahren gelöst, bei dem ein optisch aktiver 4-Phenylbuttersäureester, wie in der folgenden allgemeinen Formel (I) gezeigt,
  • in der R¹ eine Hydroxygruppe, eine durch einen Vinylether geschützte Hydroxygruppe, eine Formyloxygruppe oder einen Acyloxyrest mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen in der Alkyleinheit bedeutet, und R² einen Alkylrest mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen darstellt, mit einer Base aus der Gruppe Alkalimetallalkoholate, Alkalimetallhydride und Alkalimetallamide behandelt wird.
  • Das heißt, es würde die Tatsache festgestellt, daß geringe oder keine Racemisierungsreaktion von optisch aktiven 2-Hydroxy-4-phenylbuttersäuren durchgeführt werden kann, aber optisch aktive 2-Hydroxy-4-phenylbuttersäureester leicht durch Behandlung mit einer speziellen Base, wie vorstehend beschrieben, racemisiert werden können, und die vorliegende Erfindung wurde vervollständigt.
  • R¹ und R² in der vorstehenden allgemeinen Formel (I) werden im Detail beschrieben. Beispiele für R¹ schließen eine Hydroxygruppe, eine sogenannte Hydroxygruppe, die durch einen Vinylether wie eine (Tetrahydrofuran-2-yl)oxygruppe, eine (Tetrahydropyran-2-yl)oxygruppe, eine (3-Methyltetrahydropyran-2-yl)oxygruppe, eine (1-Ethoxy)ethoxygruppe, eine (1- propoxy)ethoxygruppe und eine (1-Butoxy)ethoxygruppe geschützt ist; und einen Acyloxyrest, wie eine Formyloxygruppe, eine Acetoxygruppe, eine Propionyloxygruppe, eine Butyloxygruppe, eine i-Butyloxygruppe, eine Valeryloxygruppe und eine i-Valeryloxygruppe, ein.
  • Optisch aktive 2-Hydroxy-4-phenylbuttersäureester, die eine Hydroxylgruppe als R¹ haben, sind besonders nützlich als Ausgangsmaterial zur Synthese von Arzneistoffen wie Arzneistoffen, die das Angiotensin umwandelnde Enzym hemmen.
  • Auch Beispiele von R² schließen einen Alkylrest mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen wie eine Methylgruppe, eine Ethylgruppe, eine Propylgruppe, eine i-Propylgruppe, eine Butylgruppe, eine s-Butylgruppe, eine t-Butylgruppe, eine Pentylgruppe und eine Neopentylgruppe ein.
  • Beispiele für optisch aktive 4-Phenylbuttersäureester, wie in der allgemeinen Formel (I) wiedergegeben, schließen S(+)-2-Hydroxy-4-phenylbuttersäuremethylester, S(+ )-2-Hydroxy-4-phenylbuttersäureethylester, S(+ )-2-Hydroxy-4-phenylbuttersäurepropylester, S(+)-2-Hydroxy-4-phenylbuttersäure-i- propylester, S(+)-2-Hydroxy-4-phenylbuttersäurebutylester, S(+)-2-Acetoxy-4-phenylbuttersäureethylester, S(+ )-2-(Tetrahydropyran-2-yl)oxy-4-phenylbuttersäureethylester und S(+)-2- (1-Ethoxy)ethoxy-4-phenylbuttersäureethylester sowie ihre optischen Antipoden, R(-)-4-Phenylbuttersäureester, ein.
  • Ein Verfahren zu Herstellung optisch aktiver 4-Phenylbuttersäureester, die als Ausgangsmaterial gemäß der vorliegenden Erfindung nützlich sind, ist im folgenden dargestellt. Cyanhydrinbildung Hydrolyse Optische Spaltung Veresterung (1) Acetalbildung
  • 1) Cyanhydrinbildung
  • 3-phenylpropanal (1) und Blausäure werden mit einer 10%igen wäßrigen Natriumacetatlösung als Katalysator bei einer Temperatur von 20 bis 25ºC 30 min. umgesetzt, was das Cyanhydrin (2) ergibt.
  • 2) Hydrolyse
  • Das Cyanhydrin (2) und konzentrierte Salzsäure werden bei einer inneren Temperatur von 70º bis 120ºC für 3 bis 5 Stunden umgesetzt, was (±)-2-Hydroxy-4-phenylbuttersäure (3) ergibt.
  • 3) Optische Spaltung (vgl. EP 0329156)
  • (±)-2-Hydroxy-4-phenylbuttersäure (3) wird mit optisch aktivem 1-(p-Tolyl)ethylamin oder optisch aktivem N-(2- Hydroxy)ethyl-α-methylbenzylamin in einer Menge von 0,4 bis 1 Äquivalent behandelt, wobei das entsprechende diastereomere Salz gebildet wird.
  • Danach wird das diastereomere Salz unter Ausnutzung der Unterschiede ihrer Löslichkeiten im Lösungsmittel in die entsprechende optisch aktive R(-)- oder S(+)-2-Hydroxy-4- phenylbuttersäure (4) getrennt.
  • 4) Veresterung (1)
  • Optisch aktive 2-Hydroxy-4-phenylbuttersäure (4) und ein niederer Alkohol werden mit einem sauren Katalysator umgesetzt, was den optisch aktiven 2-Hydroxy-4-phenylbuttersäureester (5) ergibt. Beispiele für den in der Reaktion verwendeten niederen Alkohol schließen Methylalkohol, Ethylalkohol, Propylalkohol, i-propylalkohol, Butylalkohol, i-Butylalkohol, s-Butylalkohol und Amylalkohol ein.
  • Beispiele für den bei der Veresterungsreaktion eingesetzten Katalysator schließen Mineralsäuren, wie Schwefelsäure und Phosphorsäure, ein. Unter diesen ist Schwefelsäure besonders bevorzugt.
  • Die bevorzugte Menge des bei der Reaktion eingesetzten Katalysators ist äquivalent oder weniger, mehr bevorzugt sind 3 bis 10 Molprozent, basierend auf der optisch aktiven 2- Hydroxy-4-phenylbuttersäure.
  • Die bevorzugte Reaktionstemperatur für die Reaktion liegt, in Abhängigkeit von der Art und Menge des Katalysators sowie des niederen Alkohols, für gewöhnlich im Bereich von 50º bis 150ºC.
  • Je größer die Menge des bei der Reaktion eingesetzten niederen Alkohols ist, basierend auf der optisch aktiven 2- Hydroxy-4-phenylbuttersäure, desto besser kann die Veresterungsreaktion gleichmäßig vorangetrieben werden, jedoch sind in der Praxis verwendete Mengen vorzugsweise 1 bis 5 Moläquivalent der Säure.
  • Der optisch aktive 2-Hydroxy-4-phenylbuttersäureester (5) kann isoliert werden, indem man das Reaktionsgemisch in Wasser gießt und es mit einem Lösungsmittel extrahiert, welches dann entfernt wird.
  • 5) Veresterung (2)
  • Der optisch aktive 2-Hydroxy-4-phenylbuttersäureester (5) und ein Säureanhydrid werden mit Dimethylaminopyridin als Katalysator bei Raumtemperatur umgesetzt, wobei der optisch aktiven 2-Hydroxy-4-phenylbuttersäureester (6) erhalten wird.
  • 6) Acetalbildung
  • Der optisch aktive 2-Hydroxy-4-phenylbuttersäureester (5) und der Vinylether werden mit dem Pyridinsalz von p-Toluolsulfonsäure als Katalysator in Methylenchlorid als Lösungsmittel bei Raumtemperatur umgesetzt, wobei der optisch aktiven 2-(1-Alkoxy)ethoxy-4-phenylbuttersäureester (7) erhalten wird.
  • Im folgenden werden nun die Racemisierungsbedingungen gemäß der vorliegenden Erfindung erläutert.
  • Die Racemisierung der optisch aktiven 4-Phenylbuttersäureesterderivate der allgemeinen Formel (I) wird in Gegenwart einer Base durchgeführt.
  • Beispiele für die in der Praxis in der Erfindung verwendete Base schließen Alkalimetallalkoholate, wie Natriummethylat, Natriumethylat, Kaliummethylat, Kaliumethylat und Natrium-t-butylat, Alkalimetallhydride, wie Natriumhydrid und Kaliumhydrid, und Alkalimetallamide, wie Natriumamid, Kaliumamid und Lithiumamid ein. Dabei sind Alkalimetallalkoholate und Alkalimetallhydride bevorzugte Basen.
  • Die Menge der zur Racemisierung eingesetzten Basen hängt von der Temperatur und der Dauer der Racemisierungsreaktion ab, aber für gewöhnlich werden mindestens 0,5 Molprozent, basierend auf dem optisch aktiven 4-Phenylbuttersäureester, wie in der allgemeinen Formel (I) gezeigt, eingesetzt. Vom Blickwinkel der Reaktivität und Wirtschaftlichkeit aus liegt die bevorzugte Basenmenge im Bereich von 1 bis 10 Molprozent.
  • Die Anwesenheit von Wasser im Reaktionssystem erniedrigt dessen Reaktivität wegen der Reaktion der Base mit Wasser, deshalb muß Kontamination mit Wasser mit ausreichender Sorgfalt vermieden werden.
  • Die Racemisierungsreaktion kann ohne jegliches Lösungsmittel durchgeführt werden. Jedoch können organische, gegenüber der Base inaktive Lösungsmittel wie Kohlenwasserstoffe, wie Benzol, Toluol, Xylol, p-Cumol, Oktan, Decan und Cyclohexan, Ether, wie Butylether, i-Butylether und Anisol, sowie Dimethylsulfoxid und Hexamethylphosphoryltriamid als Lösungsmittel bei der Racemisierung eingesetzt werden.
  • Die Menge des bei der Racemisierungsreaktion eingesetzten Lösungsmittels beträgt in der Praxis aus ökonomischer Betrachtung 1 bis 10 Äquivalente, basierend auf dem Substrat.
  • Die Racemisierungsreaktion kann bei mindestens 50ºC, vorzugsweise im Bereich von 70 bis 150ºC, durchgeführt werden.
  • Die zur Racemisierung benötigte Zeitspanne hängt von der Temperatur und der Art der verwendeten Base ab. Beispielsweise beträgt die Racemisierungsdauer ungefähr 1 Stunde, wenn Natriumhydrid als Base in einer Menge von 2,5 Molprozent, basierend auf dem Substrat, unter Rückfluß von Tolual eingesetzt wird.
  • Die Nachbehandlung des Reaktionsgemisches der Racemisierungsreaktion ist wie folgt. Nachdem das Reaktionsgemisch in eine große Menge Wasser oder wäßrige Salzsäure gegossen und mit dem zur Racemisierung verwendeten Lösungsmittel oder i- Propylether extrahiert wurde, wird die extrahierte Lösung mit Wasser gewaschen, gefolgt vom Entfernen des Lösungsmittels. Der erhaltene (±)-4-phenylbuttersäureester wird durch Destillation gereinigt. (±)-4-phenylbuttersäureester kann auch durch ein herkömmliches chemisches Verfahren zu (±)-2- Hydroxy-4-phenylbuttersäureester umgesetzt werden, gefolgt von Reinigen oder Umkristallisieren. Beispiele für Verfahren zur Umsetzung sind wie folgt beschrieben.
  • (1) Die Umsetzung von 2-Hydroxy-4-phenylbuttersäureester oder 2-Acyloxy-4-phenylbuttersäureester zu 2-Hydroxy-4- phenylbuttersäure.
  • Nachdem ein 2-Hydroxy-4-phenylbuttersäureester oder ein 2-Acyloxy-4-phenylbuttersäureester und Natriumhydroxid (5- 10fache Molmenge) in Ethanol als Lösungsmittel 3 Stunden lang unter Rückfluß erhitzt wurden, wird das Ethanol entfernt, gefolgt vom Ansäuern des Systems mit wäßriger Salzsäure, wobei 2-Hydroxy-4-phenylbuttersäure erhalten wird, die durch Umkristallisieren aus einer wäßrigen Lösung hoch aufgereinigt werden kann.
  • (2) Die Umsetzung von 2-(1-Alkoxy)ethoxy-4-phenylbuttersäureester zu 2-Hydroxy-4-phenylbuttersäure
  • In nassem Tetrahydrofuran als Lösungsmittel wird 2-(1- Alkoxy)ethoxy-4-phenylbuttersäureester 3 Stunden lang bei Raumtemperatur mit verdünnter Salzsäure behandelt, was eine Reaktion zur Entfernung der Schutzgruppe verursacht, die 2- Hydroxy-4-phenylbuttersäureester ergibt. Ferner kann die Substanz durch dasselbe Vorgehen (1) wie vorstehend beschrieben zu 2-Hydroxy-4-phenylbuttersäure umgesetzt werden.
  • Die so erhaltene (±)-2-Hydroxy-4-phenylbuttersäure kann optischer Spaltung wie in Vorgehensweise 3), unterworfen werden, wobei auf der einen Seite die optisch aktive 2- Hydroxy-4-phenylbuttersäure erhalten wird. Auch der nutzlose optische Antipode auf der anderen Seite wird durch die vorstehend erwähnte Vorgehensweise 4) verestert, gefolgt von Racemisierung, wobei er in (±)-2-Hydroxy-4-phenylbuttersäure umgewandelt wird. Der gewünschte optisch aktive Stoff allein kann durch Wiederholung dieser Verfahren produziert werden.
  • Die vorliegende Erfindung wird durch die folgenden Beispiele genauer beschrieben, die nicht als Einschränkung für die vorliegende Erfindung ausgelegt werden sollten.
  • Beispiel 1
  • In einen 300 ml Kolben wurden 50 g S(+)-2-Hydroxy-4- phenylbuttersäureethylester, 0,24 g Natriumhydrid (Reinheit 60%) und 150 ml getrocknetes Toluol gegeben und unter Rückfluß 1 Stunde lang erhitzt. Das Reaktionsgemisch wurde auf Raumtemperatur abgekühlt und in 200 ml einer 1%igen wäßrigen Salzsäure gegossen, um die Reaktion zu stoppen, gefolgt vom Abtrennen der oberen Toluolschicht. Weiter wurde die untere Schicht mit 100 ml Toluol gewaschen, und das extrahierte Toluol wurde mit dem zuvor abgetrennten Toluol vereinigt, gefolgt von Waschen mit 200 ml Wasser in zwei Schritten. Das Toluol wurde unter vermindertem Druck entfernt, was 50,8 g einer hellgelben öligen Substanz ergab.
  • Es wurde durch flüssigkeitschromatographische Analyse unter folgenden Bedingungen nachgewiesen, daß diese ölige Substanz S(+)-2-Hydroxy-4-phenylbuttersäureethylester und R(-)-2-Hydroxy-4-phenylbuttersäureethylester mit einem Flächenverhältnis von 49,5:50,0 war.
  • Flüssigkeitschromatographische Analysebedingungen:
  • Säule: Chiracel OD, 4,6 x 250 mm
  • Eluent: Hexan/i-Propanol (Volumenverhältnis: 9/1)
  • Fließgeschwindigkeit: 0,5 ml/min
  • Detektor: UV (254 nm)
  • Zudem wurde durch quantitative gaschromatographische Analyse unter folgenden Bedingungen gefunden, daß die ölige Substanz insgesamt 43,6 g S(+ )-2-Hydroxy-4-phenylbuttersäureethylester und R(-)-2-Hydroxy-4-phenylbuttersäureethylester enthielt:
  • Gaschromatographische Analysebedingungen:
  • Säule: Silicon OV-17, 2m
  • Säulentemperatur: 150ºC
  • Injektionstemperatur: 230ºC
  • Beispiele 2-4
  • Dieselben Bedingungen wie in Beispiel 1 wurden wiederholt, mit der Ausnahme, daß anstelle von Natriumhydrid verschiedene basische Verbindungen zur Racemisierung von S(+)-2-Hydroxy-4-phenylbuttersäureethylester eingesetzt wurden. Die erhaltenen Ergebnisse sind in Tabelle 1 gezeigt. Tabelle 1 Beispiel Nr. Base (Menge auf dem Substrat basierend) Flächenverhältnis von1) S(+)/R(-) Kaliumhydrid (2,5 Mol%) Natriumamid (5 Mol%) Kaliummethylat (3 Mol%) 1) S(+): S(+)-2-Hydroxy-4-phenylbuttersäureethylester R(-): R(-)-2-Hydroxy-4-phenylbuttersäureethylester Flächenverhältnis durch flüssigkeitschromatographische Analyse 2) Xylol wurde anstelle von Toluol als Lösungsmittel verwendet.
  • Beispiele 5-11
  • Dieselben Bedingungen wie in Beispiel 1 wurden wiederholt mit der Ausnahme, daß anstelle von Toluol verschiedene Lösungsmittel zur Racemisierung von S(+ )-2-Hydroxy-4-phenylbuttersäureethylester verwendet wurden. Die erhaltenen Ergebnisse sind in Tabelle 2 gezeigt. Tabelle 2 Beispiel Nr. Lösungsmittel Flächenverhältnis3) S((+)/R(-) Butylether Cyclohexan Oktan p-Cymol Dimethylsulfoxid Hexamethylphosphoryltriamid 1) kein Lösungsmittel; Temperaturbedingung: 120ºC 2) Temperaturbedingung: Innentemperatur: 80º bis 90ºC 3) S(+): S(+)-2-Hydroxy-4-phenylbuttersäureethylester R(-): R(-)-2-Hydroxy-4-phenylbuttersäureethylester Flächenverhältnis durch flüssigkeitschromatographische Analyse
  • Beispiele 12-14
  • Dieselben Bedingungen wie in Beispiel 1 wurden wiederholt, mit der Ausnahme, daß unterschiedliche optisch aktive 2-Hydroxy-4-phenylbuttersäureester anstelle von S(+)-2- Hydroxy-4-phenylbuttersäureethylester zur Racemisierung verwendet wurden.
  • Die erhaltenen Ergebnisse sind in Tabelle 3 gezeigt. Die Analyse der Reaktionsprodukte wurde unter denselben Bedingungen wie in Beispiel 1 durchgeführt. Tabelle 3 Beispiel Nr. optisch aktive 2-Hydroxy-4-phenylbuttersäureester1) Flächenverhältnis2) S(+)/R(-) S(+)-2-Hydroxy-4-phenylbuttersäuremethylester S(+)-2-Hydroxy-4-phenylbuttersäure-i-propylester R(-)-2-Hydroxy-4-phenylbuttersäureethylester 1) Die optische Reinheit des Rohmaterials beträgt 99% oder mehr. 2) S(+): S(+)-2-Hydroxy-4-phenylbuttersäureester R(-): R(-)-2-Hydroxy-4-phenylbuttersäureester Flächenverhältnis durch flüssigkeitschromatographische Analyse
  • Beispiel 15 < Herstellung von S(+ )-2-Hydroxy-4-phenylbuttersäureethylester>
  • In einen 1000 ml Kolben wurden 88,2 g S(+)-2-Hydroxy-4- phenylbuttersäure, 352 g Ethylalkohol, 200 g Hexan und 2 g konzentrierte Schwefelsäure gegeben, und das bei der Reaktion erzeugte Wasser wurde durch azeotrope Destillation entfernt. Die Reaktion war beendet, als die Wasserabscheidung aufhörte.
  • Danach wurden 400 ml Wasser und 400 ml i-Propylether zum Reaktionsgemisch zugegeben, gefolgt vom Abtrennen der organischen Schicht. Nachdem die abgetrennt organische Schicht mit 1%iger wäßriger Natriumcarbonatlösung gewaschen worden war, wurde der i-Propylether unter vermindertem Druck entfernt, was 110,2 g einer hellgelben, öligen Substanz ergab.
  • Es wurde durch gaschromatographische Analyse nachgewiesen, daß die ölige Substanz 102,0 g 2-Hydroxy-4-phenylbuttersäureethylester enthielt. Zudem wurde durch flüssigkeitschromatographische Analyse nachgewiesen, daß die ölige Substanz S(+)-2-Hydroxy-4-phenylbuttersäureethylester und R(-)-2-Hydroxy-4-phenylbuttersäureethylester in einem Verhältnis von 99,5/0,5 enthielt, was zeigte, daß unter den Bedingungen der Ethylesterbildung keine Racemisierung auftrat. Die gaschromatographischen und flüssigkeitschromatographischen Bedingungen waren dieselben wie in Beispiel 1.
  • < Racemisierung>
  • In einen 2000 ml Kolben wurden 100 g S(+)-2-Hydroxy-4- phenylbuttersäureethylester, 0,48 g Natriumhydrid (Reinheit 60%, ölig) und 300 ml Toluol gegeben und unter Rückfluß 1 Stunde lang umgesetzt.
  • < Hydrolyse>
  • Nachdem das Toluol unter vermindertem Druck vom vorstehend beschriebenen Reaktionsgemisch abdestilliert worden war, wurden 1000 ml Ethylalkohol und 288 g 20%ige wäßrige Natriumhydroxidlösung zugegeben und unter Rückfluß 2,5 Stunden lang umgesetzt. Nach vollständigem Ablauf der Reaktion wurde der Ethylalkohol unter vermindertem Druck abdestilliert, danach wurden 300 g Wasser zugegeben, gefolgt vom Einstellen des pH- Werts des Systems auf den Bereich von 1 - 2 durch Zugabe von konzentrierter Salzsäure. Danach wurde das Reaktionsgemisch 5 Stunden lang bei 5 bis 10ºC stehengelassen, das Reaktionsgemisch wurde filtriert, und das Filtrat wurde getrocknet, was 73,0 g weißer Kristalle ergab.
  • Es wurde nachgewiesen, daß das NMR-Spektrum der weißen Kristalle das gleiche wie das von 2-Hydroxy-4-phenylbuttersäure war. Es wurde zudem durch flüssigkeitschromatographische Analyse gefunden, daß die weißen Kristalle S(+)-2- Hydroxy-4-phenylbuttersäure und R(-)-2-Hydroxy-4-phenylbuttersäure in einem Verhältnis von 50,1 zu 49,9 enthielten.
  • Flüssigkeitschromatographische Analysebedingungen:
  • Säule: CHIRALPAK WH, 4,6 x 250 mm
  • Eluent: H&sub2;O, 0,25 mM CuSO&sub4;
  • Fließgeschwindigkeit: 0,5 ml/min.
  • Detektor: UV (254 nm)
  • Beispiel 16 < Acetalbildung>
  • In einen 200 ml Kolben wurden 10,97 g S(+)-2-Hydroxy-4- phenylbuttersäureethylester, 20 ml Ethylvinylether und 40 ml Methylenchlorid gegeben, zu denen weiter 0,1 g des Pyridinsalzes der p-Toluolsulfonsäure gegeben wurde.
  • Das Gemisch wurde bei einer Innentemperatur von 10º bis 15ºC 2 Stunden lang umgesetzt. Nach Ablauf der Reaktion wurde das Reaktionsgemisch mit 2%iger wäßriger Natriumcarbonatlösung gewaschen, gefolgt vom Entfernen des Methylenchlorids, was 14,75 g hellgelben, rohen 2-(1-Ethoxy)ethoxy-4-phenylbuttersäureethylester ergab. Des weiteren wurde bei einem sehr kleinen Teil der erhaltenen Verbindung die Schutzgruppe durch Säure entfernt, was 2-Hydroxy-4-phenylbuttersäure ergab. Die Verbindung ohne Schutzgruppe wurde unter denselben Bedingungen wie in Beispiel 1 mit Flüssigkeitschromatographie untersucht, die zeigte, daß keine Racemisierung aufgetreten war.
  • < Racemisierung>
  • Das Reaktionsprodukt wurde, wie vorstehend erhalten, in 50 ml Toluol gelöst, zu dem anschließend 0,25 g Natriumhydrid (Reinheit 60%, ölig) zugegeben wurden. Das Gemisch wurde 1 Stunde lang unter Rückfluß umgesetzt. Das erhaltene Reaktionsgemisch wurde mit 100 ml Wasser gewaschen und Toluol wurde unter vermindertem Druck abdestilliert, was 14,30 g einer gelben, öligen Substanz ergab.
  • < Entfernen der Schutzgruppe>
  • Zu der vorstehend erwähnten öligen Substanz wurden 70 ml Tetrahydrofuran und 10 ml 5%iger wäßriger Salzsäure gegeben. Das Gemisch wurde bei Raumtemperatur 2 Stunden lang umgesetzt. Nach Ablauf der Reaktion wurden 200 ml Wasser zum Reaktionsgemisch zugegeben, gefolgt von Extrahieren mit 200 ml i-Propylether, was 10,98 g einer gelben, öligen Substanz ergab.
  • Es wurde durch gaschromatographische Analyse nachgewiesen, daß die ölige Substanz 10,30 g 2-Hydroxy-4-phenylbuttersäureethylester enthielt. Zudem wurde durch flüssigkeitschromatographische Analyse unter denselben Bedingungen wie in Beispiel 1 nachgewiesen, daß die ölige Substanz S(+)-2- Hydroxy-4-phenylbuttersäureethylester und R(-)-2-Hydroxy-4- phenylbuttersäureethylester in einem Flächenverhältnis von 50,0 zu 50,0 enthielt.
  • Beispiel 17
  • Dieselben Verfahren wie in Beispiel 16 (Acetalbildung, Racemisierung und Entfernen der Schutzgruppe) wurden wiederholt, mit der Ausnahme, daß anstelle von 10,97 g S(+)-2- Hydroxy-4-phenylbuttersäureethylester und 20 ml Ethylvinylether 10,97 g R(-)-2-Hydroxy-4-phenylbuttersäure ethylester und 30 ml 3,4-Dihydro-2H-pyran eingesetzt wurden, wobei 10,75 g einer gelben, öligen Substanz erhalten wurde.
  • Es wurde durch gaschromatographische Analyse nachgewiesen, daß die ölige Substanz 10,15 g 2-Hydroxy-4-phenylbuttersäureethylester enthielt. Zudem wurde durch flüssigkeitschromatographische Analyse unter denselben Bedingungen wie in Beispiel 16 nachgewiesen, daß die ölige Substanz S(+)-2- Hydroxy-4-phenylbuttersäureethylester und R(-)-2-Hydroxy-4- phenylbuttersäureethylester in einem Flächenverhältnis von 49,8 zu 50,2 enthielt.
  • Beispiel 18 < Acetalbildung>
  • In einen 50 ml Kolben wurden 2,08 g S(+)-2-Hydroxy-4- phenylbuttersäureethylester, 3 g Essigsäureanhydrid und 0,05 g Dimethylaminopyridin gegeben, und die Reaktion wurde bei 40 bis 50ºC 5 Stunden lang durchgeführt. Nach Ablauf der Reaktion wurde das Reaktionsgemisch in 50 ml 5%iger wäßriger Natriumcarbonatlösung gegossen, gefolgt von Extrahieren mit 50 ml i-Propylether. Die extrahierte Lösung wurde mit 5 ml 1%iger wäßriger Natriumcarbonatlösung gewaschen, gefolgt vom Entfernen des i-Propylethers unter vermindertem Druck, was 2,55 g einer hellgelben, öligen Substanz ergab.
  • Zudem wurde ein sehr kleiner Teil dieser öligen Substanz hydrolysiert und unter denselben Bedingungen wie in Beispiel 15 beschrieben, analysiert, was zeigte, daß keine Racemisierung stattgefunden hatte.
  • < Racemisierung>
  • Die erhaltene ölige Substanz wurde in 10 ml Toluol gelöst, zu dem weitere 0,05 g Natriumhydrid (Reinheit 60%, ölig) gegeben wurden. Das Gemisch wurde unter Rückfluß 0,5 Stunden lang umgesetzt. Nach Ablauf der Reaktion wurde das Toluol unter vermindertem Druck abdestilliert, was 2,50 g eines gelben Öls ergab.
  • < Hydrolyse>
  • Zu der öligen Substanz wurden 40 ml Ethanol und 10 g 20%iger wäßriger Natriumhydroxidlösung gegeben. Das Gemisch wurde unter Rückfluß umgesetzt. Nach Ablauf der Reaktion wurde das Ethanol unter vermindertem Druck entfernt, und der pH-Wert des Systems wurde durch Zugabe 10%iger wäßriger Salzsäure auf 1-2 eingestellt.
  • Die ausgefällten Kristalle wurden durch Filtrieren abgetrennt und getrocknet, was 1,61 g 2-Hydroxy-4-phenylbuttersäure ergab. Unter denselben analytischen Bedingungen wie in Beispiel 15 wurde nachgewiesen, daß die erhaltenen Kristalle S(+)-2-Hydroxy-4-phenylbuttersäure und R(-)-2-Hydroxy-4- phenylbuttersäure in einem Flächenverhältnis von 50,4 zu 49,6 enthielten.
  • Vergleichsbeispiel 1
  • Beispiele für Herstellungsverfahren optisch aktiver 2- Hydroxy-4-phenylbuttersäureester, die als Ausgangsmaterialie für die vorliegende Erfindung eingesetzt werden können, werden wie folgt beschrieben.
  • < Synthese von 2-Hydroxy-4-phenylbuttersäurenitril>
  • In einen 300 ml Kolben wurden 134 g 3-Phenylpropanal und 1,4 g 10%iger wäßriger Natriumacetatlösung gegeben, zu der tropfenweise 27 g Blausäure zugegeben wurden, wobei die Reaktionstemperatur auf 20 bis 25ºC gehalten wurde, wonach das Reaktionsgemisch 30 min. stehengelassen wurde.
  • Flüssigkeitschromatographische Analysebedingungen:
  • Säule: Lichrosorb RP-18, 4,6 x 250 mm
  • Eluent: MeOH/H&sub2;O in einem Verhältnis von 6/4, H&sub3;PO&sub4; 2 mmol/Liter
  • Fließgeschwindigkeit: 0,5 ml/min.
  • Detektor: UV (254 nm)
  • < Herstellung von 2-Hydroxy-4-phenylbuttersäure>
  • In einen 1000 ml Kolben wurden 135,6 g konzentrierte Salzsäure gegeben, zu der tropfenweise das vorstehend erwähnte Reaktionsgemisch gegeben wurde, wobei die Innentemperatur auf 50 bis 55ºC gehalten wurde. Nach Ablauf der tropfenweisen Zugabe wurde die Reaktion fortgesetzt, wobei die Innentemperatur 3 Stunden lang auf 90ºC gehalten wurde, danach wurde das Reaktionsgemisch auf eine Innentemperatur von 15 bis 20ºC abgekühlt. 2-Hydroxy-4-phenylbuttersäure fiel in weißen Kristallen aus. Die Kristalle wurden durch Filtrieren abgetrennt und getrocknet, was 126 g 2-Hydroxy-4- phenylbuttersäure ergab. Die flüssigkeitschromatographischen Analysebedingungen waren dieselben wie die von 2-Hydroxy-4- phenylbuttersäurenitril.
  • < Herstellung von S(+)-2-Hydroxy-4-phenylbuttersäure>
  • In 350 g Wasser wurden 126 g 2-Hydroxy-4-phenylbuttersäure, hergestellt wie vorstehend beschrieben, 56,7 g (-)-1- (p-Tolyl)ethylamin und 11,2 g Natriumhydroxid gelöst. Nach Stehenlassen über Nacht zum Abkühlen wurden die gefällten Kristalle durch Filtrieren abgetrennt, was 83,3 g S(+)-2- Hydroxy-4-phenylbuttersäure (-)-1-(p-Tolyl)ethylaminsalz ergab. Zu den so erhaltenen Kristallen wurden 280 ml 1N wäßriger Natriumhydroxidlösung gegeben, gefolgt von Extrahieren mit Ether.
  • Die Etherschicht wurde abgetrennt und mit wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet. Das Lösungsmittel des Extrakts wurde unter vermindertem Druck abdestilliert, was 44,1 g S(+)-2-Hydroxy-4-phenylbuttersäure in weißen Kristallen ergab. Es wurde durch flüssigkeitschromatographische Analyse nachgewiesen, daß die Kristalle S(+ )-2-Hydroxy-4-phenylbuttersäure und R(-)-2-Hydroxy-4-phenylbuttersäure in einem Verhältnis von 99,5 zu 0,5 enthielten. Die flüssigkeitschromatographischen Analysebedingungen waren dieselben wie in Beispiel 15.
  • Vergleichsbeispiele 2-3
  • Gemäß den folgenden Bedingungen wurden Racemisierungsreaktionen von S(+)-2-Hydroxy-4-phenylbuttersäure durchgeführt, aber es trat wenig oder keine Racemisierung auf. Vergleichs-Beispiel Nr Base (Menge basierend auf Substrat, Mol mal) Lösungsmittel Bedingungen S/R 1)2) Natriummethylat Natriumhydrid Methanol Toluol unter Rückfluß 95/5 1) S/R Verhältnis von S(+)-2-Hydroxy-4-phenylbuttersäure zu R(-)-2-Hydroxy-4-phenylbuttersäure. Ausgangsverhältnis: S/R=95/5 2 ) Die flüssigkeitschromatographischen Analysebedingungen waren dieselben wie in Beispiel 15.

Claims (6)

1. Verfahren zur Racemisierung von optisch aktiven 4-Phenylbuttersäureestern, umfassend die Behandlung von optisch aktiven 4-Phenylbuttersäureestern der allgemeinen Formel (I)
in der R¹ eine Hydroxygruppe, eine durch einen Vinylether geschützte Hydroxygruppe, eine Formyloxygruppe oder einen Acyloxyrest mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen in der Alkyleinheit bedeutet und R² einen Alkylrest mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen darstellt, mit einer Base aus der Gruppe Alkalimetallalkoholate, Alkalimetallhydride und Alkalimetallamide.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die optisch aktiven 4- Phenylbuttersäureester S(+ )-2-Hydroxy-4-phenylbuttersäureester sind.
3. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Menge der verwendeten Base mindestens 0,5 Mol-%, bezogen auf den optisch aktiven 4-Phenylbuttersäureester, beträgt.
4. Verfahren nach Anspruch 3, wobei die Menge der verwendeten Base 1 bis 10 Mol-%, bezogen auf den optisch aktiven 4-Phenylbuttersäureester, beträgt.
5. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Umsetzung bei mindestens 50ºC durchgeführt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, wobei die Umsetzung bei einer Temperatur im Bereich von 70 bis 150ºC durchgeführt wird.
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