[go: up one dir, main page]

DE69003613T2 - Schall- und wärmeisolierendes Produkt, Verfahren zur Herstellung und Verwendung. - Google Patents

Schall- und wärmeisolierendes Produkt, Verfahren zur Herstellung und Verwendung.

Info

Publication number
DE69003613T2
DE69003613T2 DE90401943T DE69003613T DE69003613T2 DE 69003613 T2 DE69003613 T2 DE 69003613T2 DE 90401943 T DE90401943 T DE 90401943T DE 69003613 T DE69003613 T DE 69003613T DE 69003613 T2 DE69003613 T2 DE 69003613T2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
coating
felt
product according
organic
mineral
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Fee Related
Application number
DE90401943T
Other languages
English (en)
Other versions
DE69003613D1 (de
Inventor
Paolo Baracchini
Jean-Pierre Vullieme
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Saint Gobain Isover SA France
Original Assignee
Saint Gobain Isover SA France
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Saint Gobain Isover SA France filed Critical Saint Gobain Isover SA France
Publication of DE69003613D1 publication Critical patent/DE69003613D1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE69003613T2 publication Critical patent/DE69003613T2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Fee Related legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04BGENERAL BUILDING CONSTRUCTIONS; WALLS, e.g. PARTITIONS; ROOFS; FLOORS; CEILINGS; INSULATION OR OTHER PROTECTION OF BUILDINGS
    • E04B1/00Constructions in general; Structures which are not restricted either to walls, e.g. partitions, or floors or ceilings or roofs
    • E04B1/62Insulation or other protection; Elements or use of specified material therefor
    • E04B1/74Heat, sound or noise insulation, absorption, or reflection; Other building methods affording favourable thermal or acoustical conditions, e.g. accumulating of heat within walls
    • E04B1/76Heat, sound or noise insulation, absorption, or reflection; Other building methods affording favourable thermal or acoustical conditions, e.g. accumulating of heat within walls specifically with respect to heat only
    • E04B1/7608Heat, sound or noise insulation, absorption, or reflection; Other building methods affording favourable thermal or acoustical conditions, e.g. accumulating of heat within walls specifically with respect to heat only comprising a prefabricated insulating layer, disposed between two other layers or panels
    • E04B1/7612Heat, sound or noise insulation, absorption, or reflection; Other building methods affording favourable thermal or acoustical conditions, e.g. accumulating of heat within walls specifically with respect to heat only comprising a prefabricated insulating layer, disposed between two other layers or panels in combination with an air space
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B32LAYERED PRODUCTS
    • B32BLAYERED PRODUCTS, i.e. PRODUCTS BUILT-UP OF STRATA OF FLAT OR NON-FLAT, e.g. CELLULAR OR HONEYCOMB, FORM
    • B32B27/00Layered products comprising a layer of synthetic resin

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Building Environments (AREA)
  • Thermal Insulation (AREA)
  • Vehicle Interior And Exterior Ornaments, Soundproofing, And Insulation (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
  • Processing And Handling Of Plastics And Other Materials For Molding In General (AREA)
  • Cookers (AREA)
  • Rod-Shaped Construction Members (AREA)
  • Pressure Welding/Diffusion-Bonding (AREA)
  • Communication Control (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)
  • Confectionery (AREA)
  • Refrigerator Housings (AREA)
  • Application Of Or Painting With Fluid Materials (AREA)
  • Stringed Musical Instruments (AREA)
  • Packages (AREA)

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf einen Filz auf der Basis von Mineralwolle, insbesondere Glaswolle, für die äußere Wärme- und Schalldämmung von Mauern, hinter zusammengesetzten Fassadenverkleidungen.
  • Die Außendämmung von Mauern wird üblicherweise mit Hilfe von Platten oder Rollen erreicht, welche auf das gemauerte oder betonierte Mauerwerk aufgeklebt oder mit mechanischen Mitteln befestigt, oder auch auf das Traggerüst einer Fassadenverkleidung gebunden oder gesteckt werden, wobei die Platten oder Rollen in der Folge mit einer zusammengesetzten Fassadenverkleidung verkleidet werden, bevorzugt in einem bestimmten Abstand von dem Dämmittel plaziert, um so eine gute Hinterlüftung zu erreichen, welche die Gefahren der Kondensation von Wasserdampf und die Schäden, welche diese Kondensation mit sich bringen könnte, vermeidet.
  • Diese Methode ist besonders aufgrund der verschiedenen Arten von Fassadenverkleidungen (Eternitplatten, Schiefern, Ziegein, Verblendstein, Holzschindeln, metallischen Klinkern oder PVC, etc.) und aufgrund der Möglichkeit, an alten wie neuen Gebäuden zu arbeiten, sehr vorteilhaft.
  • Für diese Verwendung sind die Dämmprodukte ganz besonders vorteilhaft aufgrund ihres geringen Gewichts, ihrer guten mechanischen Widerstandsfähigkeit, und insbesondere der Qualität der Wärme- und Schalldämmung, welche insbesondere auf ihrer Elastizität und Porosität beruht. Diese Produkte bestehen tpyischerweise aus Mineralfasern, welche durch ein organisches Bindemittel (Phenol-Formaldehydharz vom Typ Resol, welches mit Harnstoff modifiziert sein kann) zusammengehalten werden. Das Bindemittel wird bei der Ablage der Fasern in Form einer wäßrigen Schlichte aufgesprüht, und die Matte aus gebundenen Fasern wird anschließend in einen Trokkenofen geleitet, wo die Polymerisation des Bindemittels vor sich geht, so daß der so hergestellte Filz für diesen Anwendungsbereich eine Dichte von beispielsweise zwischen 10 und 40 kg/m³ aufweist und in Form von Platten oder Rollen konditioniert ist.
  • Die Außendämmung ist freilich mit dem Problem ungünstiger Witterungseinflüsse bei der Anbringung auf der Baustelle konfrontiert, wobei die letztendliche Fassadenverkleidung in der Regel nicht installiert wird, bis die Dämmung vollständig abgeschlossen ist. Um diesem Problem zu begegnen, ist es bekannt, den Filz mit einer Glasbahn zu kaschieren, welche die mechanische Widerstandsfähigkeit verbessert und den Dämmstoff vor ungünstiger Witterung schützt. Dennoch ist dieser Schutz nur zeitlich beschränkt (höchstens einige Wochen) und also nur zufriedenstellend, wenn die Arbeiten auf der Baustelle in einem normalen Rhythmus vorangehen.
  • In der Praxis werden zahlreiche Baustellen aber aus technischen Gründen, oder einfach aus Gründen einer unterbrochenen Materialversorgung für die Verblendung, während sehr langer Perioden, häufig 3 bis 5 Monate lang, unverändert gelassen. Der so auf den Fassaden angebrachte Filz bleibt somit eine sehr lange Zeit an der offenen Luft und sieht seine Außenfläche verschiedenen Angriffen, wie der Sonneneinstrahlung, insbesondere ultravioletter Strahlung, Regen, Wind, Staub, schroffen Temperaturwechseln aller Art ausgesetzt. Man beobachtet daher schnell eine fortschreitende Verschlechterung der Oberflächenstruktur des Filzes: Verfärbung oder zumindest Farbänderung, Zerreiben der der Luft ausgesetzten Oberfläche, sogar Ausreißen von Faserfetzen.
  • Abgesehen von dem unansehnlichen Äußeren, welches der Bau insgesamt erhält und welches an sich oft schon unakzeptabel ist, führt diese Verschlechterung der Oberflächenstruktur ebenfalls zu einem starken Abbau des organischen Bindemittels, welches durch die ultraviolette Strahlung geschwächt und an der Oberfläche durch das Rieseln des Regenwassers im wahrsten Sinne des Wortes abgewaschen wird. Wenn die Arbeiten nach mehrmonatiger Unterbrechung endlich wieder aufgenommen werden, erscheint der Filz einfach an seiner Oberfläche verschlechtert, aber wenn man nach einigen Jahren den äußeren Schutz entfernt, kann man feststellen, daß die Fasern, oder zumindest ein Teil davon, mangels Bindemittel abgefallen sind und sich in der unteren Partie des Gebäudes angesammelt haben.
  • Es wurde vorgeschlagen, die Dämmplatten mit einem widerstandsfähigen Anstrichmittel aus Latex zu versehen, welches auf die Außenfläche der Platten aufgesprüht wird. Dieses Verfahren befriedigt jedoch nicht mit den leichtesten Produkten, welche sich wie ein Schwamm verhalten und aus diesem Grund sehr große Mengen von Anstrichmittel erfordern, falls man einen zufriedenstellenden Widerstand gegen Wasserdampf wünscht. Das finnische Patent 70 286 schlägt vor, diesem letzteren Problem mit Hilfe einer zwischen die Dämmschicht und die Anstrichschicht eingebrachten Glasfaserbahn zu begegnen, welche die Möglichkeit der Imprägnierung der Dämmschicht mit dem Latexanstrichmittel verringert.
  • In der Praxis haben die Erfinder der vorliegenden Erfindung festgestellt, daß die Latexanstrichmittel weniger widerstandsfähig gegen ultraviolette Strahlen sind als erwünscht, wenn ihnen das Dämmprodukt über eine längere Zeit ausgesetzt ist. Andererseits erzeugt die Bahn, vor allem, wenn sie durch eine Anstrichschicht verstärkt und verdickt ist, einen "Matratzen"-Effekt, wenn die Platte durch Aufstecken auf mechanische Halterungen befestigt wird, welche Sicherungsscheiben oder -rosetten aufweisen. Dieses Matratzenphänomen beeinträchtigt die Qualität der Dämmung ein wenig und weist des weiteren den Nachteil auf, daß es von der Mehrzahl der Baufachleute als unästhetisch beurteilt wird.
  • Aus der Schrift WO-A-82/01024 ist es bekannt, eine zu renovierende Fassade zu dämmen, indem man sie mit Dämmplatten vorzugsweise aus Mineralwolle abdeckt, und dann über die vier Ecken der zu dämmenden Wand eine Glasbahn zieht, die anschließend einen Überzug erhält, welcher zwar dicht gegen Wasser ist, nicht aber gegen Diffusion, vorzugsweise vom Typ Vinylacrylat als wäßrige Dispersion mit grobgemahlenem Marmor, Sand o.ä. als Streckmittel. Die Anbringung einer solchen Bahn und des Überzugs ist ein langwieriger Arbeitsgang, der für einen einfachen, vorläufigen Schutz nicht durchgeführt werden kann. Des weiteren ist eine Anbringung in zwei zusätzlichen Stufen noch viel aufwendiger.
  • Die Erfindung hat ein Dämmprodukt auf der Basis einer mit einem organischen Harz konsolidierten Mineralwolle für Dämmzwecke am Äußeren von Gebäuden zur Aufgabe und ist dazu geeignet, eine längerdauernde Aussetzung an Witterungseinflüsse auszuhalten.
  • In Übereinstimmung mit Anspruch 1 wird diese Aufgabe durch ein wärme- und schalldämmendes Produkt für die äußere Dämmung von Fassaden erreicht, welches einen Filz aus mit einem organischen Bindemittel gebundenen Mineralfasern aufweist und auf derjenigen Oberfläche, welche dazu vorgesehen ist, nach außen gekehrt zu werden, mit einem porösen Vinylüberzug direkt kaschiert ist, welcher beständig gegen ultraviolette Strahlung, dicht gegen Rieselwasser, und durchlässig gegen Gase und Dämpfe ist.
  • Vorzugsweise besteht der Überzug aus einem Anstrich vom Typ Polyvinylacetat, welcher in einem nach dem Trocknen 50 bis 70 g/m² betragenden Flächengewicht auf der Oberfläche aufgebracht wird. Der Anstrich, vorzugsweise flammhemmend, kann farbig sein, beispielsweise im Farbton des organischen Bindemittels. Die sehr geringe Dicke der Anstrichschicht reicht überraschenderweise aus, den erforderlichen Schutz gegen ungünstige Witterung mitzuteilen, und führt nicht zu einer Veränderung des Aussehens der Platte vor ihrer Anbringung.
  • Das erfindungsgemäße Produkt kann vorteilhaft hergestellt werden, indem eine wäßrige oder organische Dispersion für die Erzeugung des porösen vinylischen Überzugs, welche durch Trocknung bei einer Temperatur von ca. 150ºC mittels eines Heißluftstroms oder infraroter Bestrahlung polymerisiert, auf die Oberfläche einer Bahn eines Filzes aus Mineralfasern, welche mit einem polymerisierten Bindemittel gebunden sind, versprüht wird.
  • Andere vorteilhafte Einzelheiten und Eigenschaften der Erfindung sind im nachfolgenden mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen angegeben. Es zeigt:
  • Fig. 1 eine Schnittansicht eines erfindungsgemäßen Produkts,
  • Fig. 2 eine schematische Darstellung der Anwendung des Materials.
  • Die vorliegende Erfindung hat insbesondere auch ein wärme- und schalldämmendes Material aus Mineralfaserfilz 1 zur Aufgabe, welches zur äußeren Dämmung von Fassaden vorgesehen ist und an seiner den Unwettern ausgesetzten Oberfläche einen porösen Überzug auf der Basis von polymerisiertem Material aufweist, welcher beständig gegen ultraviolette Strahlung, dicht gegen Rieselwasser, und durchlässig gegenüber Gasen und Dämpfen ist.
  • Dieser Überzug 3 ist nämlich in einer solchen Menge aufgetragen, daß er porös bleibt, wodurch auf die Struktur des Mineralfaserfilzes selbst Rücksicht genommen wird. Diese Porosität ist notwendig, denn um seine Funktion voll erfüllen zu können, muß das Dämmaterial Luft und Dämpfe durch seine Masse hindurchlassen können, vor allem, wenn es nicht durch eine äußere Verkleidung geschützt ist. Wenn es im trockenen Zustand bleibt, ist sein Wärmedämmvermögen noch höher.
  • Um seine mechanische Schutzfunktion (Festigkeit gegen Wind- oder Regendruck, Festigkeit gegen Zerreißen der Fasern) wirksam erfüllen zu können, muß der Überzug 3 eine ausreichend solide Struktur aufweisen, welche man gut mit Hilfe von geeigneten polymerisierten Stoffen herstellen kann. Als polymerisierte Stoffe verwendet man gemäß der Erfindung vinylische Polymere oder Kopolymere vom Typ Polyvinylacetat, Polyvinylchlorid. Um außerdem die Dauerhaftigkeit des Materials zu gewährleisten, muß der Überzug 3 gegen ultraviolette Strahlen beständig sein, welche nach gewisser Zeit und in großer Menge das "Cracking" der polymeren Ketten hervorrufen, ein Phänomen, vor dem man im übrigen das Harz zu bewahren versucht, das für die Bindung der Fasern verwendet wird und sich im Lauf der Zeit an der Oberfläche depolymerisiert, was unrettbar zum Ausreißen von Faserfetzen führt.
  • Die Beständigkeit des Überzugs 3 gegen den Einfluß der ultravioletten Strahlen ergibt sich durch geeignete, an sich bekannte Zusätze. Die Beschaffenheit der polymerisierten Stoffe kann bei diesem Phänomen ebenfalls eine Rolle spielen.
  • Vor Ort werden die Filzbahnen oder -platten 1 vertikal angeordnet. Der Überzug 3 stellt in einer solchen Situation die Undurchlässigkeit gegen Rieselwasser, Regen oder Flüsse aller Art sicher. Wenn der Regen hingegen vom Wind getrieben wird, ist die Dichtigkeit nicht mehr mit der gleichen Wirksamkeit gewährleistet, aber die poröse Beschaffenheit des Überzugs erfüllt dann ihre Rolle, indem sie die im Inneren der Masse vorhandenen Dämpfe durchläßt, sobald der Regen aufgehört hat.
  • Unter Mineralfasern versteht man im Rahmen der vorliegenden Erfindung z.B. Glaswolle oder Steinwolle.
  • Im Hinblick auf seinen Anwendungszweck (Dämmung der Fassaden von Gebäuden) ist das erfindungsgemäße Material vorzugsweise flammhemmend ausgerüstet: die flammhemmende Behandlung wird mit Hilfe geeigneter Stoffe, z.B. Aluminiumhydroxyd, durchgeführt, welche normalerweise im Inneren des Überzugs 3 verteilt sind. Die Mengen der flammhemmenden Stoffe werden in Abhängigkeit von den einzuhaltenden Normen bestimmt.
  • Da man, wie oben angedeutet, den ästhetischen Aspekt des Problems nicht vernachlässigen kann, kann der Überzug 3 vorteilhaft mit Hilfe organischer und/oder mineralischer Pigmente, welche gegen ultraviolette Strahlen beständig sind, eingefärbt werden. Solche Pigmente sind dem Experten vertraut und gewöhnlich im Handel erhältlich.
  • Was die Mengen des an der äußeren Oberfläche 2 des Filzes 1 befindlichen Überzugs 3 betrifft, so erhält man gute Resultate mit Mengen zwischen 50 bis 70 g/m², wobei es sich versteht, daß solche Werte in Abhängigkeit von den angestrebten Zielen überschritten werden können. Eine zu feine Schicht wäre hingegen der erwarteten mechanischen Festigkeit abträglich, während ein übermäßiger Auftrag deutlich über 70 g/m² die Qualität des ganzen in Frage stellen würde, da die gewünschte Porosität nicht erreicht wäre.
  • Die Erfindung hat gleichfalls ein Verfahren zur Herstellung des oben beschriebenen Dämmaterials zur Aufgabe. Dieses Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß die äußere Oberfläche 2 eines Mineralfaserfilzes 1 in vorbestimmter Menge mittels einer wäßrigen oder organischen Dispersion zur Herstellung eines polymerisierten Stoffes beschichtet wird, welcher gegen ultraviolette Strahlen beständig ist, und daß die auf diese Weise beschichtete Oberfläche dann getrocknet wird.
  • Diese Beschichtung wird mit Hilfe jeglicher angemessenen Vorrichtung, z.B Auftragswalze oder Spritzpistole, am Ende des Herstellungsablaufs des Mineralfaserfilzes in der Fertigungsanlage durchgeführt. Die verwendete Dispersion beinhaltet Mischungen zur Erzeugung der gewünschten Polymere oder Kopolymere, das gegen ultraviolette Strahlung stabilisierende Mittel, und gegebenenfalls das oder die ausgewählten Pigmente. Die Dispersion kann wäßrig, organisch oder aber auch organisch-wäßrig sein; sie wird in solchen Mengen auf die Oberfläche 2 des Filzes aufgetragen, daß nach dem Trocknen ein Überzug verbleibt, der das angemessene Flächengewicht von vorzugsweise 50 bis 70 g/m² aufweist. Die eigentliche Polymerisation vollzieht sich in aller Regel durch Trocknen bei einer Temperatur in der Größenordnung von ca. 150ºC mittels eines Warmluftstroms oder infraroter Strahlung.
  • Sobald der Filz 1 auf diese Weise hergerichtet und getrocknet ist, wird er in Bahnen oder Platten mit den gewählten Abmessungen geschnitten. Diese Filzbahnen oder -platten sind anschließend fertig zum Gebrauch.
  • Sie werden bevorzugt folgendermaßen verwendet: der Filz 1 wird beispielsweise auf einer betonierten Fassade 4 angeordnet, wobei die den Überzug 3 aufweisende Oberfläche wohlgemerkt an der freien Luft ist. Die Filzbahnen oder -platten werden beispielsweise durch Kleben oder beispielsweise mittels Stiften, Plättchen oder Ansätzen an der Fassade 4 befestigt. Für die Herstellung der eigentlichen hinterlüfteten Fassen geht man so vor, daß man Haltestifte 6 bis in die Betonmasse 4 versenkt; Abstandhalterelemente 7 sind auf den Stiften 6 angebracht, welche die Platten 5 halten, um die Regelmäßigkeit des so geschaffenen Raums zu gewährleisten.
  • Die folgende Ausführungsform ist rein als Beispiel gegeben:
  • * Glasfaserfilz, Dichte in der Größenordnung von 30 bis 36 kg/m³, Phenol-Formaldehydharz (8%),
  • * organische Dispersion mit ca. 60% Polyvinylacetat, Polyvinylchlorid und Polyethylen, beständig gegen ultraviolette Strahlung und flammhemmend ausgerüstet durch Zugabe von Al(OH)&sub3; - Dichte 1,40 bis 1,42 - Viskosität 720 mPas
  • * Auftrag mit Pistole, gefolgt von Trocknen bei 150ºC während ca. 15 Minuten. Wenn diese Dispersion des weiteren mit Hilfe eines Pigments eingefärbt wird, erkennt man nach dem Trocknen keine Farbänderung
  • * erhaltenes Produkt Filz als Platte oder Bahn mit ca. 30 mm Dicke - Beschichtung: 60 g/m².
  • Versuche unter Anwendungsbedingungen (Regen, Wind, Sonne) zeigten, daß ein solches Dämmaterial nach 6 Monaten Bewitterung überhaupt keine feststellbare Verschlechterung ihrer Oberfläche erfahren hatte. In der Regel reicht eine solche Zeitdauer bei weitem aus für die Anbringung der äußeren Verblendung, welche die hinterlüftete Fassade darstellt.

Claims (9)

1. Wärme- und schalldämmendes Produkt zur äußeren Dämmung von Fassaden, welches einen Filz aus mit einem organischen Bindemittel gebundenen Mineralfasern aufweist und auf derjenigen Oberfläche, welche dazu vorgesehen ist, nach außen gekehrt zu werden, mit einem porösen Vinylüberzug direkt kaschiert ist, welcher beständig gegen ultraviolette Strahlung, dicht gegen Rieselwasser, und durchlässig gegen Gase und Dämpfe ist.
2. Produkt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Überzug (3) ein Polymer vom Typ Polyvinylacetat oder Polyvinylchlorid (PVC) ist.
3. Produkt nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Überzug (3) flammhemmend ausgerüstet ist.
4. Produkt nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Überzug (3) mittels organischer und/oder mineralischer Pigmente gefärbt ist.
5. Produkt nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Überzug (3) in einem nach dem Trocknen 50 bis 70 g/m² betragenden Flächengewicht auf der Außenfläche (2) des Filzes (1) aufgebracht wird.
6. Verfahren zur Herstellung eines Dämmprodukts nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenfläche (2) eines Mineralfaserfilzes (1) mittels einer wäßrigen oder organischen Dispersion für die Erzeugung eines polymerisierten Stoffes beschichtet wird, welcher gegen ultraviolette Strahlung beständig ist, und daß die auf diese Weise beschichtete Oberfläche dann getrocknet wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschichtung in einer solchen Menge durchgeführt wird, daß nach dem Trocknen der Dispersion ein Überzug (3) verbleibt, welcher in einem Flächengewicht von 50 bis 70 g/m² verteilt ist.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Dispersion flammhemmende Stoffe und gegebenenfalls organische und/oder mineralische Pigmente enthält.
9. Verwendung eines wärme- und schalldämmenden Materials nach einem der Ansprüche 1 bis 5 für die Errichtung von hinterlüfteten Fassaden.
DE90401943T 1989-07-14 1990-07-05 Schall- und wärmeisolierendes Produkt, Verfahren zur Herstellung und Verwendung. Expired - Fee Related DE69003613T2 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH2658/89A CH678709A5 (de) 1989-07-14 1989-07-14

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE69003613D1 DE69003613D1 (de) 1993-11-04
DE69003613T2 true DE69003613T2 (de) 1994-05-11

Family

ID=4238690

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE90401943T Expired - Fee Related DE69003613T2 (de) 1989-07-14 1990-07-05 Schall- und wärmeisolierendes Produkt, Verfahren zur Herstellung und Verwendung.

Country Status (16)

Country Link
EP (1) EP0408428B1 (de)
JP (1) JPH03114826A (de)
KR (1) KR910002600A (de)
AT (1) ATE95260T1 (de)
CH (1) CH678709A5 (de)
CZ (1) CZ281335B6 (de)
DD (1) DD296729A5 (de)
DE (1) DE69003613T2 (de)
DK (1) DK0408428T3 (de)
ES (1) ES2046734T3 (de)
FI (1) FI903572A7 (de)
HU (1) HU212331B (de)
IE (1) IE64217B1 (de)
NO (1) NO903063L (de)
PL (1) PL166494B1 (de)
SI (1) SI9011280A (de)

Families Citing this family (8)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US6346494B1 (en) 1995-11-08 2002-02-12 Rockwool International A/S Man-made vitreous fibres
DE29616962U1 (de) 1996-09-28 1996-12-19 Deutsche Rockwool Mineralwoll-Gmbh, 45966 Gladbeck Dämmstoffelement
GB9717484D0 (en) * 1997-08-18 1997-10-22 Rockwool Int Roof and wall cladding
GB9717482D0 (en) * 1997-08-18 1997-10-22 Rockwool Int Roof and wall cladding
DK2033664T3 (en) 2000-05-18 2015-01-12 Sharp Kk sterilization process
HU2173U (en) * 2000-10-13 2001-11-28 Zsolt Nagy Patterned heat-insulating panel for postinsulation and ornamentation
CN105715049B (zh) * 2016-03-03 2018-11-13 中天联合节能建设发展(天津)股份有限公司 一种外墙保温施工阳角pvc护角工艺
EP3416160A1 (de) 2017-06-15 2018-12-19 Tonucci S.N.C. Di Tonucci Andrea, Giacomo & C. Verbesserte schallabsorbierende tafel

Family Cites Families (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3590540A (en) * 1968-09-04 1971-07-06 Foster Wheeler Corp Prefabricated laminated insulated wall panels
US3899855A (en) * 1972-02-11 1975-08-19 Kanrich Nathaniel G Peaked roof structure of polyurethane molded building panels with integral, bonded, low-density urethane insulation backing
SE430706B (sv) * 1980-09-16 1983-12-05 Byggutveckling Ab Forfarande att bekleda hus samt fasadbeklednadselement for utforande av forfarandet
FR2520406A1 (fr) * 1982-01-22 1983-07-29 Gachot Jean Revetement thermiquement isolant applique sur les murs de batiments et son procede d'utilisation

Also Published As

Publication number Publication date
CZ281335B6 (cs) 1996-08-14
DE69003613D1 (de) 1993-11-04
KR910002600A (ko) 1991-02-25
NO903063L (no) 1991-01-15
HU212331B (en) 1996-05-28
EP0408428B1 (de) 1993-09-29
JPH03114826A (ja) 1991-05-16
EP0408428A3 (en) 1991-04-03
IE64217B1 (en) 1995-07-26
FI903572A7 (fi) 1991-01-15
ATE95260T1 (de) 1993-10-15
NO903063D0 (no) 1990-07-09
SI9011280A (en) 1994-12-31
HUT59460A (en) 1992-05-28
CS9003491A2 (en) 1991-09-15
CH678709A5 (de) 1991-10-31
DK0408428T3 (da) 1993-12-06
IE902524A1 (en) 1991-02-13
PL166494B1 (pl) 1995-05-31
FI903572A0 (fi) 1990-07-13
DD296729A5 (de) 1991-12-12
HU904200D0 (en) 1990-12-28
EP0408428A2 (de) 1991-01-16
PL286009A1 (en) 1991-03-25
ES2046734T3 (es) 1994-02-01

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2710784A1 (de) Waermeisolierendes rohrfutter
DE69003613T2 (de) Schall- und wärmeisolierendes Produkt, Verfahren zur Herstellung und Verwendung.
EP0004628B1 (de) Zusatzmittel für Entfeuchtungsputz auf Zementbasis und seine Verwendung
DE202020005905U1 (de) Zementfolien und -beschichtungen für den Hochbau
DE1471005B2 (de) Brandschutzplatten
DE60029736T2 (de) Anstrichmittel für Bauzwecke, Platte für Bauzwecke und Verfahren zu deren Herstellung
EP0829588A2 (de) Halbzeug, nämlich Dämmplatte, insbesondere für einen Fussboden-, Decken- oder Wandaufbau
DE102004059812A1 (de) Dampfbremse zum Einsatz in Gebäuden
WO1996037667A1 (de) Unterspannbahn und verwendung derselben
DE10305431A1 (de) Gebäudeaußenwand mit verringerter Bewuchsneigung
DE2321408A1 (de) Selbstverlaufender und selbstnivellierender kunststoff/zement-moertel
DE19908235C2 (de) Dekorative Wand-, Decken- oder Fassadenbeschichtung mit strukturierter, aufgerauhter Oberfläche und Verfahren zu deren Herstellung
EP2706158B1 (de) Biozidhaltiges Verkleidungssystem
EP3318538B1 (de) Putzmasse, wärmedämmverbundsystem sowie verfahren zur herstellung eines wärmedämmverbundsystems
EP0438799B1 (de) Verputzte Gebäudewand
DE102016101669A1 (de) Holzweichfaserdämmplatte für Wärme- und/oder Schalldämmung
EP1321595A2 (de) Verfahren zur Wärme- und/oder Schalldämmung einer Gebäudewand und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
WO2000050703A1 (de) Naturdämmfassade
AT402068B (de) Brandschutzbeschichtung
DE2747892B1 (de) Beschichtungsmasse
WO1997043226A1 (de) Fassadenplatte oder fassadenstrukturelement
DE202025106575U1 (de) Auf einem Acrylat basierender Lack oder Farbe zur Auftragung auf Oberflächen
DE2051755A1 (en) Plaster - made from hard synthetic foam base
EP4419747A1 (de) Tapete mit mineralischer oberfläche und verfahren zu deren herstellung
EP4201673A1 (de) Dachbahn

Legal Events

Date Code Title Description
8364 No opposition during term of opposition
8339 Ceased/non-payment of the annual fee