DE69000314T2 - Bewegliche verkleidung fuer ein flugzeugtriebwerk. - Google Patents
Bewegliche verkleidung fuer ein flugzeugtriebwerk.Info
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Description
- Diese Erfindung betrifft eine bewegliche Verkleidung für ein Flugzeugtriebwerk gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.
- Es ist im Flugzeugbau üblich, das Triebwerk bzw. den Motor über eine Strebe oder eine andere, ähnliche Haltekonstruktion mit der Zelle zu verbinden, ob nun das Triebwerk am Heck des Rumpfs oder unter dem Tragflügel des Flugzeugs montiert ist. Bei diesen Anwendungen ist das Triebwerk mit einem eine Ausrundung bildenden Triebwerksrumpf verbunden, der eine Schutzfunktion hat, die Ausführung einer Außenfläche mit stromlinienförmigem Profil mit minimalem Luftwiderstand ermöglicht und möglicherweise dazu benutzt wird, einen Luftzirkulationskanal zu bilden. Der Triebwerksrumpf besitzt insbesondere zum Heck hin eine bewegliche Verkleidung, deren Verschieben den Zugang zu verschiedenen Teilen des Triebwerks ermöglicht, wodurch insbesondere die Wartungsarbeiten erleichtert werden.
- Eine derartige in einen Triebwerksrumpf integrierte Verkleidung wird beispielsweise in US-A-4 549 708 beschrieben, bei der die genannte Verkleidung sich durch Schwenken um Scharniere in zwei Teilen öffnet.
- Diese Erfindung hat die Aufgabe, im Vergleich zu den bekannten Lösungen die Zugänglichkeit durch ein völliges Entfernen der Abdeckung zu verbessern, den Einsatz von Hilfsmitteln, ob nun mechanischer, hydraulischer oder pneumatischer Art, sowohl für das Öffnen als auch für das Schließen zu vermeiden, da diese Mittel sowohl hinsichtlich der Masse als auch des Platzbedarfs nachteilig sind und Ursache für Funktionsstörungen sein können.
- Ferner ist es ebenfalls bekannt, an einem TL-Triebwerks-Schubumlenkungssystem eine bewegliche, insbesondere verschiebbare Ausrundung anzubringen. EP-A-0 055 163 beispielsweise beschreibt eine Schienenführungsvorrichtung, die für diese Art der Anwendung geeignet ist. Eine Aufgabe der Erfindung ist es jedoch, eine bewegliche Abdeckung zu schaffen, die von dem Schubumlenker getrennt ist.
- Eine C-förmige, bewegliche Verkleidung gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1, die mit einer unbeweglichen Ausrundung verbunden ist und diesen Bedingungen entspricht, ist dadurch gekennzeichnet, daß die genannte Verkleidung mit einer Gleitvorrichtung verbunden ist, die auf dem Triebwerk befestigt ist und ein Verschieben der genannten Verkleidung etwa parallel zur Längsachse des Triebwerks ermöglicht, und dadurch, daß die genannte Verkleidung an jedem Rand des C Verriegelungselemente aufweist, die mit Riegelelementen zusammenwirken, die von einer an genannter unbeweglicher Ausrundung befestigten Verbindungsstange gehalten werden.
- Vorteilhafterweise weist die Verriegelungsvorrichtung, die von Verriegelungselementen und Riegelelementen gebildet wird und sich in einer Ebene quer zum Triebwerk befindet, auf einer Seite des C ein Metallstück auf, das mit einer Buchse zusammenwirkt, und auf der anderen Seite des C einen Haken, der mit einem Ring zusammenwirkt. Des weiteren weist die Gleitvorrichtung, die vorteilhaft auf der der unbeweglichen Ausrundung gegenüberliegenden Seite angeordnet ist, einen mit genannter Verkleidung fest verbundenen Teleskopträger mit polygonalem Querschnitt auf, der mit Befestigungspunkten auf dem Triebwerk verbunden ist und mit Schienen zusammenwirkt, die sich auf den Spitzen des genannten Polygons befinden und mit dem Triebwerk fest verbunden sind.
- Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden aus der folgenden Beschreibung einer Ausführungsform der Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen besser verständlich, wobei
- Fig. 1 in einer perspektivischen, schematischen Ansicht ein Flugzeugtriebwerk darstellt, das beispielhaft von einem hinter den Tragflügeln liegenden TL-Triebwerk mit Schnellaufschrauben gebildet wird, das seitlich an einer Flugzeugstrebe befestigt ist und mit einer erfindungsgemäßen beweglichen Verkleidung ausgestattet ist, die in einer nach vorne ausgefahrenen Position gezeigt wird;
- Fig. 2 ein vergrößertes Detail der in Fig. 1 dargestellten Verkleidung zeigt;
- Fig. 3 in einer Schnittansicht in einer querliegenden Ebene, die senkrecht zur Achse des Triebwerks auf Höhe der Verbindungsebene der geschlossenen Verkleidung mit dem unbeweglichen Mantel des Triebwerks verläuft, die in Fig. 1 und Fig. 2 dargestellte bewegliche Verkleidung und ihre Verbindungen zum Triebwerk und zu der mit ihm verbundenen unbeweglichen Ausrundung darstellt.
- Als Anwendungsbeispiel einer erfindungsgemäßen beweglichen Verkleidung ist in Fig. 1 ein Flugzeugtriebwerk 1 von der Art eines hinter den Tragflügeln liegenden TL-Triebwerks mit Schnellaufschrauben dargestellt. Bei dem dargestellten Beispiel wird das genannte Triebwerk 1 seitlich von einer Verbindungsstrebe 2 gestützt, die zur Verbindung mit der Flugzeugzelle dient. An der genannten Strebe 2 ist das Triebwerk 1 von einer unbeweglichen Ausrundung 3 ummantelt, die die Strebe 2 umgibt. Der übrige sich anschließende Mantel des Triebwerks 1 wird von einer beweglichen Verkleidung 4 gebildet, die in Fig. 1 in ausgefahrener Position dargestellt ist. Wie in Fig. 2 auch detaillierter dargestellt, besitzt die genannte bewegliche Verkleidung 4, die gemäß der Erfindung ausgeführt ist, an ihrem freien Ende eine ringförmige Gestalt 5, die sich zum Triebwerk 1 hin in einer Konstruktion 6 mit C-förmigem Querschnitt fortsetzt. An der Innenseite der genannten beweglichen Verkleidung 4 ist gegenüber der Öffnung des C ein Gleitsystem 7 angeordnet, das das Verschieben der genannten Verkleidung 4 etwa parallel zur Längsachse des Triebwerks 1 ermöglicht. Wie dies in Fig. 1 zu sehen ist, erlaubt dieses Verschieben der beweglichen Verkleidung 4 durch Gleiten in Längsrichtung ein völliges Lösen der Verkleidung und bietet gute Zugänglichkeit für Eingriffe - insbesondere bei der Wartung - am Triebwerk 1 oder an seinen Zubehörteilen. Wie in Fig. 3 detaillierter dargestellt, besteht das genannte Gleitsystem 7 aus einem Teleskopträger 8 mit polygonalem Querschnitt, der mit Schienen 9 zusammenwirkt, die sich auf den Spitzen des genannten Polygons befinden. Mit 10 ist die Sekundärschiene zur Aufnahme von Belastungskräften in Verbindung mit genanntem Gleitsystem 7 dargestellt. Das Triebwerk 1 weist Befestigungsmittel wie Gabelstücke 11 auf, die durch Stangen 12 mit dem Gleitsystem 7 verbunden sind. Das Gleiten des Trägers 8 kann erleichtert werden, indem zwischen die Elemente, die an den Spitzen des Trägers 8 in Kontakt sind, ein Material mit niedrigem Reibungskoeffizient wie etwa PTFE eingefügt wird. Die durch das Gewicht der Verkleidung 4 in ausgefahrener Position und durch die Kraft des Windes entstehenden Kräfte werden durch den Träger 8 und die Verbindungsstangen 12 an die Befestigungspunkte 11 am Triebwerk 1 übertragen. Das Verschieben der beweglichen Verkleidung geschieht horizontal oder in einer leichten Neigung zur Waagrechten, die im allgemeinen mehr oder weniger innerhalb von 5º liegt, und das Verschieben muß, ebenfalls unter normalen Bedingungen, senkrecht zum Wind stattfinden. Hieraus ergibt sich, daß das soeben beschriebene Gleitsystem 7 sowohl beim Öffnen wie auch beim Schließen der beweglichen Verkleidung 4 keinerlei Hilfsmittel, ob mechanischer, hydraulischer oder pneumatischer Art, erfordert.
- Die genannte bewegliche Verkleidung 4 ist gemäß der Erfindung ferner mit einem Verriegelungssystem 13 verbunden, das in der Fig. 3 schematisch dargestellt ist. Am oberen Rand der beweglichen Verkleidung 4, an der dem Triebwerk 1 zugewandten Grenzlinie des C bei Schließ-Endstellung der genannten beweglichen Verkleidung 4, greifen in Verriegelungsstellung Riegel ineinander, die einerseits an der unbeweglichen Ausrundung 3, andererseits an der Verkleidung 4 angeordnet sind und von einem Metallstück 14 und einer Buchse 15 gebildet werden. In ähnlicher Weise greifen ebenfalls zur Verriegelung am unteren Rand der beweglichen Verkleidung 4, an der dem Triebwerk 1 zugewandten Grenzlinie des C, Riegel ineinander, die von einem Haken 16 und einem kooperierenden Ring 17 oder einem entsprechenden Mittel wie einem Bolzen und seinem Sitz gebildet werden. Eine Verbindungsstange 18, deren Befestigungen an der unbeweglichen Ausrundung 3 mit 19 dargestellt sind, verbindet die beiderseits befindlichen Riegelanordnungen untereinander und trägt sie. Das genannte Verriegelungssystem 13 gewährleistet die Verriegelung zwischen der beweglichen Verkleidung 4 und der unbeweglichen Ausrundung 3 sowohl in axialer Richtung als auch in radialer Richtung. Dieses System gewährleistet eine Vorbelastung der Konstruktion der Verkleidung 4, und da die Vorrichtung in der gleichen Ebene quer zur Längsachse des Triebwerks liegt, werden die Vorbelastungskräfte und die aufgrund des Innendrucks entstehenden Kräfte von der Verbindungsstange 18 aufgenommen.
- Bei einer Anwendung der Erfindung, die sich von der soeben unter Bezugnahme auf die Fig. 1 bis 3 beschriebenen unterscheidet, und die bei einem weiteren Typ von Flugzeugtriebwerk, einem Turbogebläse- oder Turboprop- oder Turbotriebwerk mit unterschiedlich angeordneten Schnellaufschrauben stattfinden kann, kann die Erfindung Modifikationen in der Ausführung erfahren. Insbesondere können bei einem Triebwerk, das unter einer vertikalen Strebe aufgehängt ist oder von einer unteren, vertikalen Strebe getragen wird, zwei Schienen mit geeignetem Querschnitt, die längs der Strebe und parallel zur Längsachse des Triebwerks angeordnet sind, verwendet werden, um das Gleiten der beweglichen Verkleidung gemäß der Erfindung zu gewährleisten.
- Zusätzlich zu den vorstehend erläuterten Vorteilen der Erfindung ist noch die erhöhte Sicherheit zu bemerken, die durch die verringerte Anzahl von Gelenk- oder Verriegelungselementen erzielt wird, die möglicherweise während des Fluges brechen können, sowie eine bessere Verteilung der Spannungen in der Konstruktion, wodurch das Entstehen von Spannungskonzentrationszonen in der Nähe der Gelenke oder der Riegel vermieden wird. Es ist ebenfalls zu beobachten, daß das Gleitsystem 7 der beweglichen Verkleidung 4 während des Fluges geringen Belastungen ausgesetzt ist, da die genannte bewegliche Verkleidung 4 triebwerkseitig auf angrenzenden festen Konstruktionen ruht, wie dem festen Ring 20 zur Verbindung mit dem Mantel des Triebwerks 1, der insbesondere in Fig. 2 zu sehen ist.
Claims (3)
1. Bewegliche Verkleidung für ein Flugzeugtriebwerk bzw. einen
Flugzeugmotor wie ein TL-Triebwerk mit Schnellaufschrauben, die
einen Teil des genannten Triebwerks (1) in Verbindung mit einem
Teil einer mit einer Strebe (2) zur Befestigung an der Zelle des
Flugzeugs zusammenwirkenden unbeweglichen Ausrundung (3)
ummantelt und an ihrem freien Ende eine ringförmige Gestalt (5) von
geringer Breite aufweist, die sich zum Triebwerk hin über den
größten Teil der genannten Verkleidung in einer Konstruktion mit
C-förmigem Querschnitt (6) fortsetzt, deren Grenzen sich an
genannte unbewegliche Ausrundung (3) anschließen,
dadurch gekennzeichnet,
daß die genannte Verkleidung (4) mit einer Gleitvorrichtung
(7) verbunden ist, die am Triebwerk (1) befestigt ist und ein
Verschieben der genannten Verkleidung etwa parallel zur
Längsachse des Triebwerks (1) ermöglicht,
und daß die genannte Verkleidung (4) an jedem Rand des C
Verriegelungselemente (14, 17) aufweist, die mit Riegelelementen
(15, 16) zusammenwirken, die von einer an genannter unbeweglicher
Ausrundung (3) befestigten Verbindungsstange (18) gehalten
werden.
2. Bewegliche Verkleidung nach Anspruch 1, wobei die
Verriegelungsvorrichtung (13), die von Verriegelungselementen und
Riegelelementen gebildet wird, auf einer Seite des C ein Metallstück
(14) aufweist, das mit einer Buchse (15) zusammenwirkt, und auf
der anderen Seite des C einen Haken (16), der mit einem Ring (17)
zusammenwirkt, dergestalt daß die Aufnahme der axialen und
radialen Beanspruchung gewährleistet wird und daß die auf die
Konstruktion der Verkleidung ausgeübten Vorbelastungskräfte und
die aufgrund des Innendrucks entstehenden Kräfte von der
genannten Verbindungsstange (18) aufgenommen werden, da die Vorrichtung
in der gleichen Ebene quer zum Triebwerk (1) liegt.
3. Bewegliche Verkleidung nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
wobei das genannte Gleitsystem (7) auf der der unbeweglichen
Ausrundung (3) gegenüberliegenden Seite angeordnet ist und aus
einem Teleskopträger (8) mit polygonalem Querschnitt besteht, der
mit genannter Verkleidung (4) fest verbunden ist, mit
Befestigungspunkten (11) verbunden ist, die sich am Triebwerk (1)
befinden, und mit Schienen (9) zusammenwirkt, die sich an den
Spitzen des genannten Polygons befinden und mit dem Triebwerk (1)
fest verbunden sind.
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