-
Die
Erfindung betrifft ein druckabhängiges Faltenbalg-Ventil
und insbesondere das druckabhängige
Faltenbalg-Ventil zur Verwendung als Verdrängungssteuerungs-Ventil, das
in einem Kompressor mit variabler Verdrängung vorgesehen ist.
-
Eine
Verwendung des druckabhängigen
Faltenbalg-Ventils als Verdrängungssteuerungs-Ventil in einem Kompressor
mit variabler Verdrängung
vorzusehen, ist in der Japanischen Veröffentlichung Nr. 58-158382
einer ungeprüften
Patentanmeldung und in der Japanischen Veröffentlichung Nr. 5-52908 einer
ungeprüften
Japanischen Gebrauchsmusteranmeldung offenbart.
-
Das
druckabhängige
Faltenbalg-Ventil weist einen Faltenbalg mit einem geschlossenen
Aufbau als Druckfühlelement
auf und ist so konstruiert, dass Ausdehnungen und Zusammenziehungen
des Faltenbalgs mittels einer Ventilstange auf einen Ventilkörper übertragen
werden, welche in einem Ventilgehäuse in einer Ventilanheberichtung
bewegbar gelagert ist, um eine Öffnungsgröße des Ventils
zu variieren. Das druckabhängige
Faltenbalg -Ventil hat solche Vorteile, wie dass es kompakter ist
und einen längeren
druckabhängigen
Hub ausführen
kann als das druckabhängige
Membran-Ventil.
-
Jedoch
ist es aus Konstruktions- und Fertigungsgründen im Allgemeinen schwierig,
den Faltenbalg in einer geraden Linie zu montieren. In Fällen, in denen
der Faltenbalg in der Ventilanheberichtung pendelt, wird, wenn Ausdehnungen
und Zusammenziehungen des Faltenbalgs in Ventilanheberichtung stattfinden,
eine seitliche Kraft erzeugt und auf die Ventilstange übertragen,
was bei Ventilbewegungen eine Steigerung der Hysterese usw. mit
sich bringt. Dies führt
zu einer schlechten Steuerleistung und Verschlechterung der Genauigkeit
der Ventilbewegungen.
-
In
der zuvor beschriebenen Japanischen Veröffentlichung Nr. 5-52908 einer
ungeprüften
Japanischen Gebrauchsmusteranmeldung wird eine Technik vorgeschlagen,
bei der ein Ende des Faltenbalgs und die Ventilstange in einem seitlich
verschiebbaren Verhältnis
verbunden sind, um eine axiale Verschiebung zwischen den Achsen
des Faltenbalgs und dem Ventilkörper
durch ihre gegenseitige seitliche Verschiebung zu absorbieren. Obwohl
bei dieser Technik die Achse des Faltenbalgs aus der Mitte des Ventilsitzes
versetzt ist, wird die Achse des Ventilkörpers mit der Mitte des Ventilsitzes
zum Fluchten gebracht.
-
Mit
dieser Technik kann jedoch nur der Versatz der Achsen in einer seitlichen
Richtung zwischen dem Ende des Faltenbalgs und dem Ventilkörper ausgeglichen
werden. Wenn der Faltenbalg pendelt oder geneigt ist, kommt es zwischen
dem Ende des Faltenbalgs und dem Ventilkörper zu einem unsymmetrischen
Aneinanderanliegen, das unstabile Ventilbewegungen verursacht. Demzufolge
kann eine Steigerung der Hysterese bei den Ventilbewegungen nicht
verhindert werden, sondern sie steigt vielmehr durch die ungebundene
Bewegung des Endes des Faltenbalgs in den seitlich gleitenden Abschnitten
an.
-
Diese
Erfindung wurde gemacht, um die zuvor beschriebenen Probleme zu
lösen,
und eine der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe ist es, ein druckabhängiges Faltenbalg-Ventil
zu schaffen, das eine geringste Hysterese bei Ventilbewegungen und hohe
Genauigkeit aufweist, auch wenn der Faltenbalg pendelt, geneigt
oder fehlerhaft in seiner Geradlinigkeit ist.
-
Zur
Lösung
der zuvor beschriebenen Aufgabe ist gemäß einer Erfindung des Anspruchs
1 ein druckabhängiges
Faltenbalg-Ventil vorgesehen, mit einem einen geschlossenen Aufbau
besitzenden Faltenbalg als Druckfühlelement, durch den eine Öffnungsgröße des Ventils
durch Übertragung
von Ausdehnungen und Zusammenziehungen des Faltenbalgs auf einen
Ventilkörper
mittels einer Ventilstange variierbar ist, welche in einem Ventilgehäuse in einer
Ventilanheberichtung bewegbar gelagert ist, dadurch gekennzeichnet,
dass ein erster sphärischer Kupplungsaufbau
an einem Verbindungsabschnitt des Faltenbalgs und der Ventilstange
eingebaut ist, wobei der Faltenbalg und die Ventilstange sphärisch mittels
des ersten sphärischen
Kupplungsaufbaus verbunden sind.
-
In
der Zeichnung zeigen:
-
1 eine
Schnittansicht eines Kompressors mit variabler Verdrängung vom
Taumelscheibentyp, in den ein druckabhängiges Faltenbalg-Ventil als
Verdrängungssteuerungs-Ventil eingebaut
ist, das ein Beispiel einer Anwendung des erfindungsgemäßen druckabhängigen Faltenbalg-Ventils
darstellt; und
-
2 eine
Querschnittsansicht einer Ausführungsform
des erfindungsgemäßen druckabhängigen Faltenbalg-Ventils.
-
Nun
wird unter Bezugnahme auf die Zeichnung eine Ausführungsform
der Erfindung im Einzelnen beschrieben.
-
1 stellt
einen Kompressor mit variabler Verdrängung vom Taumelscheibentyp
dar, in den ein druckabhängiges
Faltenbalg-Ventil als Verdrängungssteuerungs-Ventil
als Anwendungsbeispiel des erfindungsgemäßen druckabhängigen Faltenbalg-Ventils
eingebaut ist.
-
Der
Kompressor 1 mit variabler Verdrängung vom Taumelscheibentyp
weist eine durch ein Kompressorgehäuse 2 begrenzte Kurbelkammer 3 und eine
Mehrzahl von Zylinderbohrungen 4 auf, die mit der Kurbelkammer 3 an
ihren entsprechenden Endabschnitten ihres Hubes in Verbindung stehen.
Mit jeder der Zylinderbohrungen 4 steht ein Kolben 5 verschiebbar
in Eingriff. Eine Kolbenstange 6 ist mit ihrem einen Ende
auf der Seite der Kurbelkammer mit dem Kolben 5 verbunden.
-
Im
Kompressorgehäuse 2 ist
eine Antriebswelle 7 drehbar gelagert, die mit einem nicht
dargestellten Motor mittels eines um eine Riemenscheibe 8 gelegten
nicht dargestellten Treibriemens verbunden ist, damit sie durch
den Motor angetrieben werden kann.
-
Mit
der Antriebswelle 7 ist eine Taumelscheibe 9 so
mittels eines bekannten Gelenkmechanismus mit veränderlichen
Anpassungswinkeln verbunden, dass ein Drehmoment übertragen
werden kann. Die Kolbenstange 6 steht an einer Seite der
Zylinderbohrung 4 so mit einer Fläche der Taumelscheibe 9 in
Eingriff, dass eine axiale Kraft übertragen werden kann.
-
In
dem Kompressor 1 mit variabler Verdrängung vom Taumelscheibentyp
wird die Taumelscheibe 9 durch die Antriebswelle 7 in
einer schrägen
Stellung gedreht und die Kolben 5 in jeder der Zylinderbohrungen 4 bewegen
sich mit einem Hub gemäß einem
schiefen Winkel der Taumelscheibe 9 hin und her. Die Neigung
des Winkels wird automatisch im Verhältnis zu einem Differentialdruck
zwischen einem Druck Pc in der Kurbelkammer 3 und einem
Saugdruck Ps (Saugdruck des Kompressors) in der Zylinderbohrung 4 eingestellt.
-
In
diesem Fall verringert der Kompressor 1 seine Verdrängung gemäß einer
Verkleinerung der Hübe
des Kolbens 5, wenn mit einem Anstieg des Druckes Pc in
der Kurbelkammer 3 die Neigung der Taumelscheibe 9 abnimmt.
Entgegengesetzt nimmt die Verdrängung
gemäß einer
Vergrößerung der Hübe des Kolbens 5 zu,
wenn die Neigung der Taumelscheibe 9 mit einem Abfallen
des Druckes Pc in der Kurbelkammer 3 zunimmt. Wenn der
Kurbelkammerdruck Pc im Wesentlichen gleich dem Saugdruck Ps wird,
ist der Kompressor in einen Volllastbetrieb versetzt.
-
Der
Kurbelkammerdruck Pc wird durch eine eingeführte Größe eines Auslassdruckes Pd
mittels eines im Folgenden beschriebenen Verdrängungssteuerungs-Ventils, einer
Menge eines Durchblasegases bei einem Verdichtungshub und einer
gedrosselten Menge bestimmt, die mittels einer Öffnung 11 erhalten
wird, die in einer mit einem Bereich des Saugdruckes Ps verbundenen
Ablassleitung 10 ausgebildet ist.
-
Jede
der Zylinderbohrungen 4 im Kompressorgehäuse 2 weist
eine Saugöffnung 14 beziehungsweise
eine Auslassöffnung 15 auf,
die mit einem Saugventil 12 und einem Auslassventil 13 ausgestattet
sind, die Einwegventile sind. Die Saugöffnung 14 ist über eine
Saugleitung 16 mit einer Sauganschlussöffnung 17 verbunden,
während
die Auslassöffnung 15 durch
eine Auslassleitung 18 mit einer Auslassanschlussöffnung 19 verbunden
ist. Eine Kreislaufrohrleitung für
einen Gefrierkreislauf einschließlich eines Verdampfers 20,
eines Entspannungsventils 21 und eines Kondensators 22 ist
mit der Sauganschlussöffnung 17 und
der Auslassanschlussöffnung 19 verbunden.
-
Im
Kompressorgehäuse 2 ist
eine Bohrung 23 ausgebildet, wobei das druckabhängige Faltenbalg-Ventil 50 als
Verdrängungssteuerungs-Ventil dafür bestimmt
ist in die Bohrung eingefügt
und darin befestigt zu werden.
-
Unter
Bezugnahme auf 2 wird nun das druckabhängige Faltenbalg-Ventil 50 beschrieben. 2 stellt
eine vollständig
geöffnete
Stellung dar.
-
Das
druckabhängige
Faltenbalg-Ventil 50 weist ein Ventilgehäuse 51,
eine an einem Ende des Ventilgehäuses 51 befestigte
Endkappe 52 und ein Faltenbalggehäuse 53 auf, das mit
dem anderen Ende des Ventilgehäuses
dichtend verbunden ist.
-
Ein
Zusammenbau des Ventilgehäuses 51 und
der Endkappe 52 schließt
eine Ventilkammer 54, eine durch einen Ventilsitz 55 definierte
Ventilöffnung 56,
eine erste Öffnung 57,
die an einer Seite der Ventilöffnung 56 ausgebildet
ist, eine zweite Öffnung 58, die
an der anderen Seite der Ventilöffnung 56 angeordnet
ist, wobei die Ventilkammer 54 dazwischengeschaltet ist,
und eine Ventilstangenhaltebohrung 59 ein. Ein Filter 60 für die zweite Öffnung 58 ist
an der Endkappe 52 befestigt.
-
Innerhalb
der Ventilkammer 54 ist ein Kugelventil 61 bzw.
ein Ventilkörper
vorgesehen. Eine Bewegung des Kugelventils 61 in einer
vertikalen Richtung in 2, der Ventilanheberichtung,
variiert einen Abstand zwischen dem Kugelventil 61 und
dem Ventilsitz 55 und bestimmt den Öffnungsgrad des Ventils.
-
Zwischen
einem Kugelaufnahmeteil 62 und einem Federaufnahmesitz 63 in
der Ventilkammer 54 ist eine Schraubendruckfeder 64 vorgesehen,
die das Kugelventil 61 normalerweise in Ventilschließrichtung
vorspannt.
-
Die
Ventilstangenhaltebohrung 59 ist im Ventilgehäuse 51 unter
dem Kugelventil 61 an einer der Schraubendruckfeder 64 gegenüberliegenden
Seite konzentrisch zum Ventilsitz 55 ausgebildet. Eine Ventilstange 65 in
Form einer runden Stange ist in die Ventilstangenhaltebohrung 59 so
eingefügt,
dass sie in Ventilanheberichtung bewegbar ist, d. h. in axialer Richtung
der Ventilstangenhaltebohrung 59. Die Ventilstange 65 trifft
an ihrem einen Ende auf das Kugelventil 61, um das Kugelventil 61 gegen
eine Federkraft der Schraubendruckfeder 64 zum Öffnen zu zwingen.
-
Ein
Faltenbalg 66 mit einem geschlossenen Aufbau ist im Faltenbalggehäuse 53 angeordnet.
Der Faltenbalg 66 weist im Inneren ein Vakuum auf und besteht
aus einem Faltenbalghauptteil 67 und Endplatten 68, 69,
welche die offenen Enden des Faltenbalghauptteils 67 verschließen.
-
Innerhalb
des Faltenbalghauptteils 67 ist zwischen den Endplatten 68, 69 eine
Schraubendruckfeder 70 so angeordnet, dass der Faltenbalg 66 in
Ausdehnungsrichtung vorgespannt wird. Die Endplatte 69 im
Faltenbalghauptteil 67 ist mit einem Verbindungsteil 71 zur
Aufnahme eines Endes der Schraubendruckfeder 70 versehen,
während
die Endplatte 68 mit einer Anschlagfläche 68a ausgebildet
ist, die zur Endplatte 69 hin vorsteht. Die maximale Zusammenziehungsgröße des Faltenbalgs 66 wird durch
ein Auftreffen einer Anschlagfläche 71a des Verbindungsteils 71 auf
die Anschlagfläche 68a der Endplatte 68 bestimmt.
-
Im
Faltenbalggehäuse 53 ist
eine Öffnung 72 ausgebildet.
Der Faltenbalg 66 ist so dafür angepasst, sich ansprechend
auf einen Differentialdruck zwischen einem durch die Öffnung 72 in
das Faltenbalggehäuse 53 eingebrachten
Druck und einem Innendruck des Faltenbalgs auszudehnen und zusammenzuziehen.
-
Eine
Stellschraube 73 ist in das Faltenbalggehäuse 53 geschraubt.
Die Stellschraube 73 hält
ein Ende des Faltenbalgs 66 mittels eines zweiten sphärischen
Kupplungsaufbaus, der aus einer in der axialen Mitte der Stellschraube 73 angeordneten
Kugel 74 und einer sphärischen
Ausnehmung 75 besteht, die in der axialen Mitte der Endplatte 68,
der Mitte des Faltenbalgs, ausgebildet ist. Mit anderen Worten sind
der Faltenbalg 66 und das Ventilgehäuse 51 mittels des
zweiten sphärischen
Kupplungsaufbaus durch die Stellschraube 73 und das Faltenbalggehäuse 53 sphärisch miteinander
verbunden.
-
Der
Faltenbalg 66 wird mittels einer Schraubendruckfeder 76,
die zwischen das Ventilgehäuse 51 und
eine geschlossene Endfläche 67a des
Faltenbalghauptteils 67 (einen Endabschnitt des Faltenbalgs
in den Ansprüchen)
zwischengeschaltet ist, in Richtung des zweiten sphärischen
Kupplungsaufbaus vorgespannt, um einen sphärischen Kontakt zwischen der
Kugel 74 und der sphärischen
Ausnehmung 75 aufrechtzuerhalten.
-
In
einen Verbindungsabschnitt zwischen dem Faltenbalg 66 und
der Ventilstange 65 ist auf der Seite der geschlossenen
Endfläche 67a ein
erster sphärischer
Kupplungsaufbau eingebaut, der aus einer Kugel 77, die
in die Ventilstangenhaltebohrung 59 eingefügt ist,
um sich koaxial zur Ventilstange 65 zu drehen, und einer
sphärischen
Ausnehmung 78 besteht, die in der Mitte der geschlossenen
Endfläche 67a des
Faltenbalghauptteils 67 ausgebildet ist. Der Faltenbalg 66 und
die Ventilstange 65 sind so mittels des ersten sphärischen
Kupplungsaufbaus sphärisch miteinander
verbunden.
-
Die
Ausdehnungen und Zusammenziehungen des Faltenbalgs 66 werden
auf die Ventilstange 65 und das Kugelventil 61 mittels
des ersten sphärischen
Kupplungsaufbaus übertragen,
der aus der Kugel 77 und der sphärischen Ausnehmung 78 besteht.
-
In
einem Zustand wo das druckabhängige Faltenbalg-Ventil 50 mit
dem zuvor beschriebenen Aufbau in den Kompressor 1 mit
variabler Verdrängung
vom Taumelscheibentyp eingebaut ist, wie in 1 dargestellt
ist, steht die erste Öffnung 57 mit der
Kurbelkammer 3 durch den Kanal 24 im Kompressorgehäuse 2 in
Verbindung und die zweite Öffnung 58 steht
mit der Auslassöffnung 15 durch
den Kanal 25 im Kompressorgehäuse 2 in Verbindung. Der
Saugdruck Ps wird durch einen Kanal 26 im Kompressorgehäuse 2 in
die Öffnung 72 eingeleitet. Das
Ventil arbeitet entsprechend dem Differenzdruck zwischen dem Saugdruck
Ps und dem Innendruck des Faltenbalgs, um dadurch den Verbindungsgrad zwischen
der Auslassöffnung 15 und
der Kurbelkammer 3 einzustellen.
-
Wenn
im in den Kompressor 1 mit variabler Verdrängung vom
Taumelscheibentyp eingebauten druckabhängigen Faltenbalg-Ventil 50 die
Federkraft der Schraubendruckfeder 70 im Faltenbalghauptteil 67 den
durch den Kanal 26 im Kompressorgehäuse 2 eingeleiteten
Saugdruck Ps überwindet,
wird demzufolge die Kugel 77 durch die Endplatte 69 des
ausgedehnten Faltenbalgs 66 auf die Endkappe 52 zu geschoben.
-
Dann
drückt
die durch die Kugel 77 geschobene Ventilstange 65 das
Kugelventil 61 gegen die Federkraft der Schraubendruckfeder 64 auf
die Endkappe 52 zu, um das Ventil 61 von der Ventilöffnung 56 weg
zu bewegen. Dadurch wird ermöglicht,
dass das druckabhängige
Faltenbalg-Ventil 50 geöffnet wird.
-
Mit
einem solchen ersten sphärischen
Kupplungsaufbau, wie er zuvor beschrieben wurde, wird die Mitte
der der geschlossenen Endfläche 67a mittels
der sphärischen
Kupplung zwischen dem Faltenbalg 66 und der Ventilstange 65,
welche die Kugel 77 und die sphärische Ausnehmung 78 einschließt, automatisch
mit der Achse der Ventilstange 65 ausgerichtet bzw. auf
eine gemeinsame Mitte gebracht. Auch wenn der Faltenbalg 66 pendelt
oder geneigt ist, kann daher das unsymmetrische Aneinanderanliegen
zwischen dem Faltenbalg 66 und der Ventilstange 65 vermieden
werden.
-
Wenn
aufgrund des Pendelns des Faltenbalgs 66 seitliche Kräfte auftreten,
werden ferner durch die sphärische
Bewegung des ersten sphärischen
Kupplungsaufbaus, der die Kugel 77 und die sphärische Ausnehmung 78 einschließt, die
Kräfte
in Richtungen, welche die Ventilanheberichtung schneiden, d. h.
in anderen Richtungen als der Ventilanheberichtung, absorbiert.
So werden keine seitlichen Kräfte
auf die Ventilstange 65 aufgebracht.
-
Besonders
weil die Kugel 77 drehbar ist, wird bei der sphärischen
Bewegung des zuvor beschriebenen sphärischen Kupplungsaufbaus durch
die Kräfte
in anderen Richtungen als der Ventilanheberichtung aufgrund der
Zentripetalbewegungen des Faltenbalgs 66 und der Ventilstange 65 und
des Pendelns des Faltenbalgs 66 die Kugel 77 gedreht,
um zuverlässig
die sphärische
Bewegung mit geringerem Widerstand zu bewirken.
-
Wegen
des zuvor beschriebenen Aufbaus werden sogar im Fall, wo der Faltenbalg
pendelt, geneigt oder etwas schlecht in seiner Geradlinigkeit ist, die
Kräfte
in den anderen Richtungen als der Ventilanheberichtung nicht auf
die Ventilstange 65 übertragen.
So wird die Hysterese bei den Ventilbewegungen minimiert und es
kann eine hohe Steuerungsgenauigkeit erhalten werden.
-
Ferner
kann durch die Benutzung der Kugel 77, die weithin gebraucht
wird und vorteilhaft im Preis, der Genauigkeit, der Größe usw.
ist, das eine hohe Genauigkeit aufweisende druckabhängige Faltenbalg-Ventil
mit niedrigen Kosten erhalten werden.
-
Überdies
sind der Faltenbalg 66 und die Stellschraube 73 mittels
des zweiten sphärischen Kupplungsaufbaus,
der die Kugel 74 und die sphärische Ausnehmung 75 einschließt, sphärisch verbunden.
Daher wird, auch wenn der Faltenbalg 66 am Verbindungsabschnitt
mit der Stellschraube 73 im Ventilgehäuse 51 geneigt ist,
keine irreguläre
Kraft auf den Verbindungsabschnitt aufgebracht. Dies behindert nicht
sondern fördert
vielmehr die Zentripetalwirkung des ersten sphärischen Kupplungsaufbaus mit
der Kugel 77 und der sphärischen Ausnehmung 78 und
steigert gleichzeitig die Lebensdauer des Faltenbalgs 66.
-
Wie
aus der vorhergehenden Beschreibung der Ausführungsform offenbar ist, werden
bei dem erfindungsgemäßen druckabhängigen Faltenbalg-Ventil
die Zentripetalbewegungen des Faltenbalgs und der Ventilstange 65 mittels
der sphärischen
Kupplung zwischen dem Faltenbalg und der Ventilstange automatisch
ausgeführt.
Dadurch kann, sogar wenn der Faltenbalg pendelt oder geneigt ist,
das unsymmetrische Aneinanderanliegen zwischen dem Faltenbalg und
der Ventilstange vermieden werden. Ferner werden die auf dem Pendeln
des Faltenbalgs basierenden Kräfte
in Richtungen, welche die Ventilanheberichtung schneiden, d. h.
in anderen Richtungen als der Ventilanheberichtung, durch die sphärische Bewegung
des ersten sphärischen
Kupplungsaufbaus absorbiert. So werden die Kräfte in anderen Richtungen als
der Ventilanheberichtung nicht auf die Ventilstange übertragen,
die Hysterese der Ventilbewegungen wird minimiert und es kann eine
hohe Steuerungsgenauigkeit erreicht werden.
-
Ferner
dreht sich bei dem erfindungsgemäßen druckabhängigen Faltenbalg-Ventil
durch Konstruieren des ersten sphärischen Kupplungsaufbaus in
der Weise, dass er einschließt,
dass die Kugel koaxial zu der Ventilstange und der sphärischen
Ausnehmung angeordnet ist, die am Endabschnitt des Faltenbalgs an
dessen mittiger Stelle ausgebildet ist, bei der sphärischen
Bewegung des ersten sphärischen
Kupplungsaufbaus durch die Kräfte
in den anderen Richtungen als der Ventilanheberichtung aufgrund
der sphärischen
Bewegung des ersten sphärischen
Kupplungsaufbaus für
Zentripetalbewegungen des Faltenbalgs und der Ventilstange oder
des Pendelns des Faltenbalgs, die Kugel, um die sphärischen Bewegungen
mit weniger Widerstand zuverlässig auszuführen. Die
Kräfte
in den anderen Richtungen als der Ventilanheberichtung werden nicht
auf die Ventilstange übertragen.
So wird die Hysterese der Ventilbewegungen minimiert und es kann
eine hohe Steuerungsgenauigkeit erreicht werden.
-
Weiter
ist bei dem erfindungsgemäßen druckabhängigen Faltenbalg-Ventil
noch ein zweiter sphärischer
Kupplungsaufbau in den Verbindungsabschnitt des Faltenbalgs und
des Ventilgehäuses
auf der dem Verbindungsabschnitt des Faltenbalgs und der Ventilstange
gegenüber
liegenden Seite eingebaut, wodurch der Faltenbalg und das Gehäuse mittels
des zweiten sphärischen
Kupplungsaufbaus sphärisch
verbunden sind. Auf diese Weise sind der Faltenbalg und das Gehäuse durch
den zweiten sphärischen
Kupplungsaufbau sphärisch
verbunden und, sogar wenn der Faltenbalg an dem Verbindungsabschnitt
mit dem Gehäuse
geneigt ist, wird keine irreguläre
Kraft auf den Verbindungsabschnitt aufgebracht und die Lebensdauer
des Faltenbalgs kann sichergestellt werden.