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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich allgemein auf Verfahren, welche
in Untergrundbohrlöchern
durchgeführt
werden, und bezieht sich insbesondere auf Geräte und Verfahren für das unterbalancierte
Bohren und Komplettieren von Bohrlöchern.
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Es
existieren mehrere anerkannte Vorteile für das Bohren und Komplettieren
eines Bohrlochs in einer unterbalancierten Kondition, d.h. in einer
Kondition, in welcher der Flüssigkeitsdruck
in einem Bohrloch geringer ist als Flüssigkeitsdruck in einer Formation,
welche von dem Bohrloch durchschnitten wird. So verhindert die unterbalancierte
Kondition zum Beispiel einen Flüssigkeitsverlust
aus dem Bohrloch in die Formation, und verhindert einige Arten von
Beschädigung
der Formation, welche durch Infiltration der Bohrlochflüssigkeit
in die Formation verursacht werden können. Eine Übersicht über unterbalancierte Komplettierungspraktiken
und deren Vorteile findet sich in einem Artikel mit dem Titel „Underbalanced Completions
Improve Well Safety and Productivity" von Tim Walker und Mark Hopmann (World
Oil, November 1995).
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Ein
Verrohrungsventileinschlußsystem
nach dem aktuellen Stand der Technik wird in US Patentanmeldung
5,145,005 beschrieben. Dieses Ventilsystem umfasst eine Klappenventileinheit
und eine Verlagerungskopfeinheit mit auswärtig vorgespannten Verlagerungstasten
für das
wahlweise Öffnen und
Schliessen des Ventils durch Eingriff in eine Fließhülse, um
auf diese Weise die Bewegung eines Klappenventilteils zu kontrollieren.
Das System wird mit einem Verfahren gemäß der Präambel der beigefügten unabhängigen Ansprüche angewendet.
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Leider
sind Geräte
und Verfahren, welche bequeme, wirtschaftliche, und sichere unterbalancierte
Bohrlochverfahren ermöglichen,
zurzeit nicht allgemein erhältlich.
So sind zum Beispiel zurzeit erhältliche
Geräte
für das
Ermöglichen
eines sicheren Ein- und Ausklinkens in und aus Bohrgestängen und Fördergestängen entworfen
worden, die sich entweder auf komplizierte, kostspielige und unverläßliche Mechanismen
oder auf adaptierte oberflächenkontrollierte
Geräte
wie zum Beispiel Untergrundsicherheitsventile verlassen, welche
relativ nah unter der Erdoberfläche
installiert werden müssen
oder einem beachtlichen Risiko einer Beschädigung der Kontrollleitungen
ausgesetzt sind, welche daran befestigt sind, wenn diese relativ
tief im Bohrloch installiert sind. Es besteht daher ein Bedarf für ein Gerät, welches
unterbalancierte Bohrlochverfahren sicher und bequem ermöglicht.
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Insbesondere
besteht ein Bedarf für
ein Bohrlochregelventil, welches nach Durchführen eines Werkzeugs durch
dasselbe betrieben werden kann. Das Werkzeug kann an einem Bohrgestänge, einem
Fördergestänge, oder
einem anderen Beförderungsmittel
befestigt werden. Auf diese Weise kann das Ventil eine Formation, welche
von einem Bohrloch in einer unterbalancierten Kondition durchschnitten
wird, von dem Rest des Bohrlochs isolieren, während die Rohranordnung in
oder aus das Bohrloch hinein oder heraus geklinkt wird. Das Ventil
sollte in der Nähe
der Formation installiert werden können, ohne die Betriebsfähigkeit
oder Verläßlichkeit
zu kompromieren.
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Wenn
das Ventil durch Auferlegen einer Vorspannkraft auf das Ventil über eine
Rohranordnung betrieben wird, und die Rohranordnung einen Packer umfasst,
sollte der Packer an einem vorzeitigen Feststellen innerhalb des
Bohrlochs aufgrund der Anwendung der Vorspannkraft gehindert werden.
Es wäre daher
besonders wünschenswert,
ein Packerfeststellwerkzeug bieten zu können, welches ein vorzeitiges
Feststellen des Packers verhindert und gleichzeitig das Anwenden
des Packers während
eines unterbalancierten Bohrlochverfahrens ermöglicht.
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Ein
erster Aspekt der vorliegenden Erfindung bietet ein Verfahren gemäß der in
dem unabhängigen Anspruch
1 aufgeführten
Beschreibung. Ein weitere neuartige und vorteilhafte Eigenschaften
umfassendes Verfahren wird in einem jeden der beigefügten abhängigen Ansprüche 2 bis
5 beschrieben.
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Ein
Bohrlochregelventil und ein Packerfeststellwerkzeug werden hierfolgend
beschrieben. Das Bohrlochregelventil isoliert einen Abschnitt eines Bohrlochs
von dem Rest des Bohrlochs und fordert keine Erdoberflächenkontrolle.
Das Packerfeststellwerkzeug wird hydraulisch aktiviert und verhindert ein
vorzeitiges Feststellen eines daran befestigten, mechanisch feststellbaren
Packers. Verfahren für das
unterbalancierte Bohren und Komplettieren von Bohrlöchern werden
auch beschrieben.
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Das
Bohrlochregelventil verwendet eine mit Spannfingern ausgestattete
Verriegelungshülseneinheit,
welche innerhalb des Ventils verdrängt werden kann, um das Öffnen und
Schliessen der Schließeinheit
zu kontrollieren. Wenn ein Werkzeug wie zum Beispiel eine Bohrkrone
in das Ventil eingeführt
wird, greift eine lösbar
an dem Werkzeug befestigte Verlagerungsvorrichtung in die Verriegelungshülseneinheit
ein. Ein weiteres Verdrängen
des Werkzeugs verursacht ein Verdrängen der Verriegelungshülseneinheit
für den
Betrieb der Schließeinheit.
Wenn die Schließeinheit
betrieben worden ist, wird die Verlagerungsvorrichtung von dem Werkzeug
gelöst
und innerhalb des Ventils positioniert.
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Das
Packerfeststellwerkzeug umfasst eine Isolierhülse, welche eine Flüssigkeitsverbindung
zwischen einem internen Fließdurchgang
des Feststellwerkzeugs und einer Kammer in Flüssigkeitsverbindung mit einem
Feststellkolben verhindert. Das Packerfeststellwerkzeug umfasst
außerdem
eine Umlaufhülse,
welche eine Flüssigkeitsverbindung
zwischen dem Fließdurchgang
und der Außenseite
des Feststellwerkzeugs erlaubt, und auf diese Weise einen Umlauf
durch das Feststellwerkzeug erlaubt, wenn dieses innerhalb einer
Rohranordnung angeschlossen wird. Ein Plugging-Gerät kann in
dem Feststellwerkzeug installiert werden, wenn es erwünscht ist,
einen an dem Feststellwerkzeug befestigten Packer festzustellen.
Ein auf das Plugging-Gerät
auferlegter Flüssigkeitsdruck
verdrängt
die Isolierhülse,
und erlaubt auf diese Weise eine Flüssigkeitsverbindung zwischen
dem Fließdurchgang
und der Kammer, und erlaubt daher ein Feststellen des Packers und
ein Verdrängen
der Umlaufhülse
und verhindert einen Umlauf durch das Feststellwerkzeug und erlaubt
ein Testen des Packers nach dem Feststellen desselben.
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Es
wird hierfolgend ein Verfahren für
das Bohren eines Bohrlochs in einem Untergrundbohrloch beschrieben,
wobei dasselbe Verfahren die folgenden Schritte umfasst: das Positionieren
eines Ventils in dem Bohrloch; das Einführen eines Bohrgestänges in
das Bohrloch, wobei das Bohrgestänge eine
lösbar
an demselben befestigte Verlagerungsvorrichtung umfasst; das Öffnen des
Ventils durch Eingreifen der Verlagerungsvorrichtung in das Ventil; das
Positionieren der Verlagerungsvorrichtung in dem Ventil, und das
Einführen
des Bohrgestänges durch
das geöffnete
Ventil in eine erste Richtung, wobei die Verlagerungsvorrichtung
in dem Ventil verbleibt.
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Der
Positionierschritt kann weiter das Verbinden des Ventils mit einer
Rohranordnung umfassen. Der Positionierschritt kann weiter das Einzementieren
der Rohranordnung in das Bohrloch umfassen.
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Das
Verfahren kann weiter außerdem
den Schritt des Bohrens eines Bohrlochs umfassen, welches sich nach
dem Positionierschritt von der Rohranordnung hinweg nach außen erstreckt.
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Das
Verfahren kann weiter den Schritt des Erhaltens des Bohrlochs in
einer unterbalancierten Kondition während des Ventilöffnungsschritts
umfassen.
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Das
Verfahren umfasst idealerweise außerdem den Schritt des Einführens des
Bohrgestänges von
einem Bohrloch, welches mittels des Bohrgestänges gebohrt wurde, durch das
geöffnete
Ventil in eine zweite, der ersten Richtung gegenüber liegende Richtung, wobei
das Bohrgestänge
in die Verlagerungsvorrichtung eingreift und die Verlagerungsvorrichtung
damit verdrängt.
Das Verfahren kann weiter den Schritt des Schliessens des Ventils
durch Auferlegen einer Vorspannkraft auf die Verlagerungsvorrichtung
mit dem Bohrgestänge
in die zweite Richtung umfassen. Das Verfahren kann weiter den Schritt
des Erhaltens des Bohrlochs in einer unterbalancierten Kondition
während
des Ventilschließschritts
umfassen.
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Der
Schritt des Einführens
des Bohrgestänges
durch das geöffnete
Ventil kann weiter das Einführen
des Bohrgestänges
durch die Verlagerungsvorrichtung umfassen.
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Außerdem kann
der Positionierschritt weiter das Halten der Verlagerungsvorrichtung
relativ zu einem Behälter
in dem Ventil umfassen. Der Halteschritt kann weiter das radiale
Einfahren eines Abschnitts des Behälters umfassen.
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Auch
weiter unten beschrieben ist ein Verfahren für das Komplettieren eines Untergrundbohrlochs,
wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst: das Trennen
von ersten und zweiten Bohrlochabschnitten des Bohrlochs durch Positionieren eines
ersten Ventils zwischen denselben, wobei das erste Ventil wahlweise
einen Flüssigkeitsfluß zwischen
den ersten und zweiten Bohrlochabschnitten erlaubt und verhindert;
und das Einführen
einer Fördereinheit
in das Bohrloch, wobei zumindest ein Abschnitt der Fördereinheit
durch das erste Ventil geführt
wird und das erste Ventil automatisch öffnet, wenn die Fördereinheit
durch dasselbe hindurch fährt.
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Der
Einführschritt
kann weiter das Positionieren einer Verlagerungsvorrichtung in das
erste Ventil umfassen. Der Positionierschritt kann weiter das Halten
der Verlagerungsvorrichtung relativ zu einem Behälter innerhalb des ersten Ventils
umfassen. Der Positionierschritt kann weiter das radiale Einfahren
eines Abschnitts des ersten Ventils relativ zu der Verlagerungsvorrichtung
umfassen.
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Vorzugsweise
umfasst die Fördereinheit
einen Packer und eine erste Rohranordnung, welche an dem Packer
befestigt ist, und der Einführschritt umfasst
weiter das Verlängern
der ersten Rohranordnung durch das erste Ventil und in den zweiten
Bohrlochabschnitt hinein. Das Verfahren kann weiter den Schritt
des Feststellens des Packers in dem zweiten Bohrlochabschnitt umfassen.
Das Verfahren kann weiter den Schritt des Feststellens des Packers
in dem ersten Bohrlochabschnitt umfassen. Die Fördereinheit kann weiter ein
zweites Ventil umfassen, welches mit der ersten Rohranordnung verbunden
ist, wobei das zweite Ventil einen Flüssigkeitsfluß durch die
erste Rohranordnung wahlweise erlaubt und verhindert. Die Fördereinheit
kann weiter eine zweite Rohranordnung umfassen, welche sich durch
das zweite Ventil hindurch erstreckt und einen Flüssigkeitsfluß radial
durch die erste Rohranordnung verhindert.
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Das
Verfahren kann weiter den Schritt des Entfernens der zweiten Rohranordnung
aus der ersten Rohranordnung umfassen, und damit einen Flüssigkeitsfluß radial
durch die erste Rohranordnung und ein Schliessen des zweiten Ventils
erlauben. Das Verfahren kann weiter den Schritt des Haltens des zweiten Bohrlochabschnitts
in einer unterbalancierten Kondition während des Entfernungsschritts
umfassen.
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Die
Fördereinheit
kann weiter einen Nippel umfassen, welcher mit der ersten Rohranordnung verbunden
ist. Das Verfahren kann weiter den Schritt des Positionierens eines
Plugging-Geräts
in dem Nippel umfassen, und damit einen Flüssigkeitsfluß durch
die erste Rohranordnung verhindern. Das Verfahren kann weiter den
Schritt des Haltens des zweiten Bohrlochabschnitts in einer unterbalancierten Kondition
während
des Positonierschritts für
das Plugging-Gerät
umfassen.
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Die
Fördereinheit
kann auch ein rohrförmiges
Teil umfassen, welches einen Flüssigkeitsfluß radial
durch dasselbe erlauben kann, und der Einführschritt kann weiter das Einführen des
rohrförmigen Teils
durch das erste Ventil und in den zweiten Bohrlochabschnitt umfassen.
Das Verfahren kann weiter den Schritt des Positionierens des rohrförmigen Ventils
relativ zu einer Rohranordnung einschließlich des ersten Ventils umfassen.
Der Positionierschritt kann weiter das axial von der Rohranordnung
getrennte Positionieren der Fördereinheit
in dem zweiten Bohrlochabschnitt umfassen. Der Positionierschritt
kann weiter das Positionieren der Fördereinheit in dem zweiten
Bohrlochabschnitt umfassen, wobei die Fördereinheit sich zumindest
zum Teil in die Rohranordnung hinein erstreckt.
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Idealerweise
umfasst das Verfahren weiter den Schritt des Verankerns des rohrförmigen Teils
an der Rohranordnung.
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Wir
beziehen uns nun auf die beiliegenden Zeichnungen, wobei:
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1A–I Querschnittsansichten
aufeinander folgender axialer Abschnitte eines Bohrlochregelventils
für die
Anwendung gemäß der vorliegenden Erfindung
darstellen, wobei das Ventil in seiner geöffneten und geschlossenen Konfiguration
gezeigt wird;
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2 eine
Teilquerschnittsansicht und eine zum Teil gehobene Draufsicht auf
einen Verlagerungsring darstellt, welcher für die Anwendung in einem Bohrverfahren
gemäß der vorliegenden
Erfindung lösbar
an einer Bohrkrone befestigt ist;
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3 eine
Querschnittsansicht eines Werkzeugs darstellt, welches für das Schliessen
des Bohrlochregelventils von 1A–I angewendet
wird, wobei das Werkzeug in einer verlagerten und einer nicht verlagerten
Konfiguration desselben gezeigt wird;
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4 eine
Querschnittsansicht eines Werkzeugs darstellt, welches für das Öffnen des
Bohrlochregelventils von 1A–I angewendet
wird, wobei das Werkzeug in einer verlagerten und einer nicht verlagerten
Konfiguration desselben gezeigt wird;
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5A–E Querschnittsansichten
aufeinander folgender axialer Abschnitte des Bohrlochregelventils
von 1A–I
darstellen, wobei das Ventil in einer entriegelten Konfiguration
gezeigt wird, in welcher dasselbe in das Bohrloch eingeführt wird;
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6A–E Querschnittsansichten
aufeinander folgender axialer Abschnitte des Bohrlochregelventils
von 1A–I
darstellen, wobei das Ventil in einer geöffneten Konfiguration gezeigt
wird, nachdem eine darin befindliche Verriegelungshülseneinheit
verschoben wurde;
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7A–E Querschnittsansichten
aufeinander folgender axialer Abschnitte des Bohrlochregelventils
von 1A–I
darstellen, wobei das Ventil in einer geschlossenen Konfiguration
desselben gezeigt wird;
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8A–E Querschnittsansichten
aufeinander folgender axialer Abschnitte des Bohrlochregelventils
von 1A–I
darstellen, wobei das Ventil in einer erneut geöffneten Konfiguration desselben
gezeigt wird;
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9A–F Viertelquerschnittsansichten
aufeinander folgender axialer Abschnitte eines Packerfeststellwerkzeugs
darstellen; und
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10A–M
schematische Bohrlochdiagramme darstellen, welche ein Verfahren
für das
Bohren und Komplettieren eines Untergrundbohrlochs veranschaulichen.
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In 1A–I wird
ein Bohrlochregelventil 10 repräsentativ dargestellt. In der
hierfolgenden Beschreibung des Ventils 10 und anderen beschriebenen
Geräten
und Verfahren werden Richtungsbeschreibungen wie zum Beispiel „über", „unter", „obere", „untere", „aufwärts", „abwärts", usw. aus Einfachheitsgründen angewendet
und beziehen sich auf die beiliegenden Zeichnungen. Außerdem sollte
verstanden werden, dass die vorliegende hierfolgend beschriebene
Erfindung in verschiedenen Orientierungen, wie zum Beispiel schräg, umgekehrt,
horizontal, vertikal, usw. angewendet werden kann, ohne von den
Prinzipen der Erfindung abzuweichen.
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Die
linke Seite der 1A–I veranschaulicht das Ventil 10 in
einer geschlossenen Konfiguration, und die rechte Seite der 1A–I veranschaulicht das
Ventil in einer geöffneten
Konfiguration. In der geschlossenen Konfiguration verhindert eine Schließeinheit 12 des
Ventils 10 einen Flüssigkeitsfluß durch
einen darin geformten internen axialen Fließdurchgang 14. In
der geöffneten
Konfiguration erlaubt die Schließeinheit 12 einen
solchen Flüssigkeitsfluß durch
den Fließdurchgang 14.
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Die
Schließeinheit 12 ist
einer herkömmlichen
Klappenschließeinheit ähnlich,
welche in Untergrundsicherheitsventilen angewendet wird. Ein Klappenventil 16 wird
drehbar relativ zu einem Sitz 18, welcher den Fließdurchgang 14 umläuft, montiert. Eine Spannungsfeder 20 spannt
das Klappenventil 16 in Richtung des Sitzes 18 vor.
Das Klappenventil 16 wird in 1I mittels
der ununterbrochenen Linie in seiner geöffneten Position, und mittels
der gebrochenen Linie in seiner geschlossenen Position gezeigt.
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Das
Klappenventil 16 wird durch Verdrängen einer Betriebshülseneinheit 22 relativ
zu demselben zwischen seinen offenen und geschlossenen Positionen
verdrängt.
Um das Ventil 10 zu öffnen,
wird die Betriebshülseneinheit 22 relativ
zu einer äußeren Gehäuseeinheit 24 nach
unten verdrängt
und dreht das Klappenventil 16 von dem Sitz 18 weg
gegen die Vorspannkraft der Feder 20. Die Betriebshülseneinheit 22 wird
auf der rechten Seite von 1A–I in ihrer
nach unten verdrängten
Position gezeigt. Die Betriebshülseneinheit 22 wird
relativ zu der Gehäuseeinheit 24 nach
oben verdrängt,
um es der Feder 20 zu erlauben, das Klappenventil 16 gegen
den Sitz 18 zu schliessen, um das Ventil 10 zu
schliessen. Die Betriebshülseneinheit 22 wird
auf der linken Seite von 1A–I in ihrer
nach oben verdrängten
Position gezeigt.
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Ein
Verdrängen
der Betriebshülseneinheit 22 zwischen
ihren aufwärts
und abwärts
verdrängten Positionen
wird mittels einer Spannfingerverriegelungshülseneinheit 26 kontrolliert.
Wie hierfolgend eingehender beschrieben wird, befindet sich die
Verriegelungshülseneinheit 26 anfänglich in
einer nach oben verdrängten
Position relativ zu der Betriebshülseneinheit 22, wenn
das Ventil 10 in ein Bohrloch eingeführt wird, wobei ein allgemein
C-förmiger
Sprengring 28, welcher an einem oberen Abschnitt der Betriebshülseneinheit
geführt
wird, in eine untere ringförmige
Aussparung 30 eingreift, welche außenseitig an der Verriegelungshülseneinheit
geformt ist. Wenn die Verriegelungshülseneinheit 26 jedoch
relativ zu der Betriebshülseneinheit 22 nach
unten verdrängt wird,
wird es dem Sprengring 28 erlaubt, sich radial auszudehnen
und sich aus der Aussparung 30 zu lösen und in eine obere ringförmige Aussparung 32 einzugreifen,
welche außenseitig
an der Verriegelungshülseneinheit
geformt ist. Danach verdrängen sich
die Verriegelungshülseneinheit 26 und
die Betriebshülseneinheit 22 gegenseitig.
Zu diesem Zeitpunkt greift die Verriegelungshülseneinheit 26 operativ
in die Betriebshülseneinheit 22 ein,
wobei das Verdrängen
der Verriegelungshülseneinheit
ein Verdrängen
der Betriebshülseneinheit
verursacht.
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Ein
Verdrängen
der Verriegelungshülseneinheit 26 relativ
zu der Gehäuseeinheit 24 wird
durch das Auferlegen einer Kraft auf eine allgemein ringförmige Verlagerungsvorrichtung 34 durchgeführt. Wie hierfolgend
eingehender beschrieben werden soll wird der Ring 34, welcher
anfänglich
lösbar
an einem Werkzeug wie zum Beispiel einer Bohrkrone befestigt in
das Ventil 10 eingeführt
wird, in einen Ansatz 36 eingreifen, welcher intern in
der Verriegelungshülseneinheit 26 geformt
ist, wobei eine nach unten ausgerichtete Vorspannkraft auf den Ring
auferlegt wird, um die Verriegelungshülseneinheit relativ zu der
Gehäuseeinheit 24 nach
unten zu verlagern, so dass der Sprengring 28 in die obere
Aussparung 32 eingreift, wonach eine nach unten ausgerichtete
Vorspannkraft auferlegt wird, um den Ring von dem Werkzeug zu lösen und
den Ring wie in 1C und D dargestellt in der
Verriegelungshülseneinheit 26 zu
positionieren. Wenn das Werkzeug später durch das Ventil 10 nach oben
geführt
wird, greift das Werkzeug in den Ring 34 ein und verdrängt denselben
so nach oben, wobei der Ring in einen sich radial erstreckenden
Ansatz 38 eingreift, welcher intern in der Verriegelungshülseneinheit 26 geformt
ist, wonach eine nach oben ausgerichtete Kraft auf den Ring auferlegt
wird, um die Verriegelungshülseneinheit
und die Betriebshülseneinheit 22 relativ
zu der Gehäuseeinheit 24 nach
oben zu verlagern, und sich der Ansatz 38 dann ausdehnt, um
ein Entfernen des Rings mit dem Werkzeug zu erlauben.
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Der
Ansatz 38 kann sich aufgrund der Spannfingerkonstruktion
der Verriegelungshülseneinheit 26 und
deren Verdrängung
in verschiedenen Durchmessern der Gehäuseeinheit 24 radial
ausdehnen. Aus Veranschaulichungsgründen ist die Spannfingerkonstruktion
der Verriegelungshülseneinheit 26 in 1A–I nicht
vollständig
dargestellt, sondern wird in 5A und
B, 6A und B, 7A und
B, und 8A und B veranschaulicht. Auf
der linken Seite der 1B und C ist ersichtlich, dass
ein äußerer, an
der Verriegelungshülseneinheit 26 geformter radial
vergrößerter Abschnitt 40 in
eine Bohrung 42 mit einem etwas größeren Durchmesser empfangen wird,
welcher in der Gehäuseeinheit 24 geformt
ist, wenn sich das Ventil 10 in seiner geschlossenen Konfiguration
befindet, und dass der Ansatz 38 sich in einer radial vergrößerten Konfiguration
befindet, in welcher der Ring 34 axial durch denselben
hindurch fahren kann. Auf der rechten Seite von 1C und
D ist ersichtlich, dass der radial vergrößerte Abschnitt 40 in
eine radial reduzierte Bohrung 44 empfangen wird, welche
in der Gehäuseeinheit 24 geformt
ist, wenn sich das Ventil 10 in seiner geöffneten
Konfiguration befindet, und dass der Ansatz 38 radial eingefahren
wird, so dass der Ring 34 auf diese Weise axial in einem
Behälter
zwischen den Ansätzen 36, 38 gehalten
wird.
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Die
Betriebshülseneinheit 22 wird
anfänglich durch
ein Eingreifen des Sprengrings 28 in die Aussparung 30 und
aufgrund der Wischerringe 46 resultierenden Reibungskräfte daran
gehindert, relativ zu der Gehäuseeinheit 24 nach
oben verdrängt
zu werden. Die Verriegelungshülseneinheit 26 ist
in ihrer nach oben verdrängten
Position durch Eingriff eines allgemein C-förmigen Sprengrings 48 in
eine ringförmige Aussparung 50,
welche außenseitig
an der Verriegelungshülseneinheit
geformt ist, und durch den Eingriff des radial vergrößerten Abschnitts 40 in
einen interenen Ansatz 52 zwischen den Bohrungen 42, 44 lösbar befestigt.
Für ein
abwärtiges
Verdrängen
der Verriegelungshülseneinheit 26 relativ
zu der Gehäuseeinheit 24 wird
mittels des Rings 34 eine nach unten ausgerichtete Vorspannkraft
auf den Ansatz 36 auferlegt, wobei der Sprengring 48 aus
der Aussparung 50 entfernt, und der radial vergrößerte Abschnitt 40 radial
in die Bohrung 44 eingefahren wird. Ein an der Betriebshülseneinheit 22 geformter externer
Ansatz 54 kontaktiert einen internen Ansatz 56,
welcher in der Gehäuseeinheit 24 geformt
ist, um ein weiteres Verdrängen
der Verriegelungshülseneinheit 26 und
der Betriebshülseneinheit
nach unten zu verhindern.
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Die
Verriegelungshülseneinheit 26 wird durch
ein Eingreifen des Sprengrings 48 in einen radial vergrößerten Abschnitt 58,
welcher außenseitig an
der Verriegelungshülseneinheit
geformt ist, in ihrer nach unten verdrängten Position gehalten, wobei der
radial vergrößerte Abschnitt
wie auf der rechten Seite von 1C dargestellt
zwischen dem Sprengring und dem Ansatz 52 positioniert
ist. Es sollte beachtet werden, dass der radial vergrößerte Abschnitt 58 durch
den Sprengring 48 hindurch fährt, wenn die Verriegelungshülseneinheit 26 nach
unten verdrängt wird,
und sich der Sprengring radial ausdehnt, um ein Durchführen des
radial vergrößerten Abschnitts durch
denselben zu erlauben. Wenn die Verriegelungshülseneinheit 26 dann
jedoch relativ zu der Gehäuseeinheit 24 nach
oben verdrängt
wird, wird der Sprengring 48 mit dem radial vergrößerten Abschnitt 58 nach
oben und in eine radial reduzierte Bohrung 60 geführt, welche
in der Gehäuseeinheit
geformt ist, und der Sprengring wird in einen Ansatz 62 eingreifen,
welcher innerhalb der Gehäuseeinheit
geformt ist, und wird ein weiteres Verdrängen des Sprengrings nach oben
verhindern.
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Das
Positionieren des Sprengrings 48 in der radial reduzierten
Bohrung 60 verhindert außerdem eine wesentliche radiale
Ausdehnung des Sprengrings. Damit fordert ein weiteres Verdrängen der
Verriegelungshülseneinheit 26 relativ
zu der Gehäuseeinheit 24 nach
oben, dass eine ausreichend große aufwärtige Vorspannkraft
auf die Verriegelungshülseneinheit
auferlegt wird, um ein radiales Einfahren des radial vergrößerten Abschnitts 58 und
ein axiales Durchführen
desselben durch den Sprengring zu verursachen, nachdem der Sprengring 48 in
den Ansatz 62 eingegriffen hat. Diese aufwärtige Vorspannkraft wird
dem Ring 34 mittels des oben beschriebenen Werkzeugs wie
zum Beispiel einer Bohrkrone auferlegt, wobei der Ring in den Ansatz 38 eingreift,
um die Vorspannkraft auf die Verriegelungshülseneinheit 26 zu übertragen.
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Wenn
die Verriegelungshülseneinheit 26 nach
oben verdrängt
wird, wird der radial vergrößerte Abschnitt 40 letztendlich
innerhalb der radial vergrößerten Bohrung 42 empfangen
und der Ansatz 38 dehnt sich radial aus, um dem Ring 34 ein
aufwärtiges
Durchfahren desselben zu erlauben. Der Ring 34 kann dann
mit dem Werkzeug entfernt werden.
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Die
Gehäuseeinheit 24 wird
für das
Verbinden mit dem Ventil 10 in einer Rohranordnung wie zum
Beispiel einer Verrohrung oder einem Futterrohr konfiguriert. Für diesen
Zweck ist die Gehäuseeinheit 24 mit
inneren und äußeren Gewindeendverbindungen 64, 66 ausgestattet.
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Unter
zusätzlicher
Bezugnahme auf 2 wird der Ring 34 hier
repräsentativ
lösbar
an einer Bohrkrone 68 befestigt illustriert. Es sollte
dabei deutlich verstanden werden, dass es nicht notwendig ist, dass
der Ring 34 oder andere Verlagerungsvorrichtungen an einer
Bohrkrone oder an einem anderen bestimmten Geräteteil befestigt sind, um die
Prinzipen der vorliegenden Erfindung aufrecht zu erhalten. Eine
solche Platzierung des Rings 34 ermöglicht jedoch einen bequemen
Betrieb des Ventils 10 während Bohrverfahren.
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Der
Ring 34 ist mit drei Abscherschrauben 70, von
welchen in 2 nur eine sichtbar ist, lösbar an
der Bohrkrone 68 befestigt. Wenn die Bohrkrone 68 an
dem unteren Ende eines Bohrgestänges
in das Ventil 10 eingeführt
wird, wird der Ring 34 in den Ansatz 36 eingreifen,
wenn die Bohrkrone durch das Ventil hindurch fährt. Eine abwärtige Vorspannkraft wird
mittels der Bohrkrone und dem assoziierten Bohrgestänge auf
den Ring 34 auferlegt, um ein abwärtiges Verdrängen der
Verriegelungshülseneinheit 26 wie
oben beschrieben zu verursachen, und damit das Ventil 10 zu öffnen, wenn
dieses vorher geschlossen war. Nach dem abwärtigen Verdrängen der
Verriegelungshülseneinheit 26 wird
eine etwas größere abwärtige Vorspannkraft
mittels der Bohrkrone 68 und das assoziierte Bohrgestänge auf
den Ring 34 auferlegt, um die Abscherschrauben 70 abzuscheren
und den Ring von der Bohrkrone zu lösen. Der Ring 34 wird
auf diese Weise in dem Behälter zwischen
den Ansätzen 36, 38 in
der Verriegelungshülseneinheit 26 positioniert.
Es wird deutlich verstanden werden, dass ein abwärtiges Befördern der Bohrkrone 68 durch
das Ventil 10 dasselbe Ventil auf diese Weise automatisch öffnen wird,
wenn dieses vorher geschlossen war, ohne irgendwelche Kontrolle über das
Ventil von der Erdoberfläche
oder einem anderen entfernt gelegenen Standort aus zu fordern.
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Es
sollte berücksichtigt
werden, dass die Bohrkrone 68 einen äußeren Durchmesser D aufweist,
welcher mit seinem maximalen äußeren lateralen
Ausmaß oder seinem
doppelten maximalen radialen Ausmaß korrespondiert. Wenn der
Ring 34 für den
Vertrieb des Ventils 10 in die Ansätze 36, 38 eingreifen
soll, ohne dass die Bohrkrone 68 auch in die Ansätze eingreift,
sollte der Kronendurchmesser D kleiner sein als ein Außendurchmesser
O des Rings 34. Auf eine ähnliche Weise ist ein Innendurchmesser
I des Rings 34 kleiner als der Kronendurchmesser D, um
den Ring 34 aus dem Ventil 10 zu entfernen, wenn
die Krone 68 durch denselben hindurch nach oben geführt wird.
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Wenn
die Krone 68 durch das Ventil 10 hindurch nach
unten geführt
worden ist und der Ring 34 in der Verriegelungshülseneinheit 26 positioniert
wurde kann es notwendig sein, die Bohrkrone aus dem Bohrloch zu
entfernen, oder zumindest das Bohrgestänge anzuheben, so dass die
Bohrkrone durch das Ventil hindurch nach oben geführt werden
kann. Wenn die Krone 68 durch das Ventil 10 hindurch nach
oben geführt
wird, greift der Ring 34 in einen Ansatz 72 ein,
welcher außenseitig
an der Krone geformt ist. Die Krone 68 legt dann eine aufwärtige Vorspannkraft
auf den Ring 34 auf, welche auf den Ansatz 38 übertragen
wird und den radial vergrößerten Abschnitt 58 radial
einfährt,
die Verriegelungshülseneinheit 26 nach
oben verdrängt,
und das Ventil 10 schließt. Es ist damit deutlich erkennbar,
dass ein Führen
der Krone 68 nach oben durch das Ventil 10 hindurch
dasselbe Ventil automatisch schließt, ohne irgendwelche Kontrolle
von der Erdoberfläche
oder einem anderen entfernt gelegenen Standort aus zu fordern.
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Unter
zusätzlicher
Bezugnahme auf 3 wird hier ein Werkzeug 74 für das Schliessen
des Ventils 10 repräsentativ
illustriert. Die rechte Seite von 3 zeigt
das Werkzeug 74, während
dieses anfänglich
durch das Ventil 10 eingeführt wird, und die linke Seite
von 3 zeigt das Werkzeug, nachdem es dazu angewendet
wurde, das Ventil zu schliessen. Das hiernach beschriebene Verfahren des
Anwendens des Werkzeugs 74 repräsentiert nicht in sich selber
ein Verfahren gemäß der vorliegenden
Erfindung.
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Das
Werkzeug 74 umfasst eine Reihe von umlaufend getrennt angeordneten
Nasen oder Klinken 76, welche sich durch eine korrespondierende Reihe
von durch eine Hülse 78,
welche verschiebbar auf einer rohrförmigen inneren Spindel 80 positioniert ist,
geformten Öffnungen
radial nach außen
erstrecken. Die Hülse 78 ist
mittels einer Reihe von Abscherschrauben 82 lösbar gegen
ein Verdrängen
relativ zu der Spindel 80 befestigt, wenn das Werkzeug anfänglich in
ein Bohrloch eingeführt
wird. Auf der linken Seite von 3 ist ersichtlich,
dass die Hülse 78 durch
Abscheren der Abscherschrauben 82 relativ zu der Spindel 80 nach
oben verschoben werden kann.
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Es
sollte beachtet werden, dass die Klinken 76 aufgrund einer
Vergrößerung des
Außendurchmessers
der Spindel, welche unter den Klinken liegt, radial nach außen verdrängt werden,
wenn die Hülse 78 relativ
zu der Spindel 80 nach oben verdrängt wird. Es sollte außerdem beachtet
werden, dass die Klinken 76 aufgrund einer Verkleinerung
des Außendurchmessers
der Spindel nach innen eingefahren werden können, wenn die Hülse 78 relativ
zu der Spindel 80 nach unten verdrängt wird. Ein solches abwärtiges Verdrängen der
Hülse 78 relativ
zu der Spindel 80 tritt normalerweise während der Anwendung des Werkzeugs 74 nicht
auf, kann jedoch für das
Entfernen des Werkzeugs nützlich
sein, wenn die Klinken 76 sich in einer Verengung des Bohrlochs festsetzen
sollten.
-
Ein
allgemein C-förmiger
Sprengring 84 wird anfänglich
in einer ringförmigen
Aussparung 86 positioniert, welche außenseitig an der Spindel 80 geformt
ist. Wenn die Hülse 78 relativ
zu der Spindel 80 nach oben verdrängt wird, wird der Sprengring 84 zwangsweise
radial ausgedehnt und zusammen mit der Hülse nach oben verdrängt, bis
derselbe in eine andere ringförmige
Aussparung oder eine außenseitig
an der Spindel 80 geformte radial reduzierte Aussparung 88 empfangen
wird, wobei diese Aussparung 88 einen Ansatz 90 umfasst,
welcher ein darauffolgendes abwärtiges
Verdrängen
des Sprengrings relativ zu der Spindel verhindert.
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Wenn
es erwünscht
ist, dass die Hülse
relativ zu der Spindel nach unten verdrängt werden soll, nachdem dieselbe
Hülse 78 wie
auf der linken Seite von 3 dargestellt relativ zu der
Spindel 80 nach oben verdrängt wurde, zum Beispiel wenn
die Klinken 76 während
des Entfernens derselben in eine Verengung eines Bohrlochs eingreifen,
kann eine aufwärtige
Vorspannkraft an dessen oberer Innengewindeverbindung 92 auf
das Werkzeug 74 auferlegt werden, was in dem Auferlegen
einer korrigierenden abwärtigen
Vorspannkraft auf die Hülse
resultieren würde.
Wenn diese abwärtige
Vorspannkraft auf die Hülse 78 ausreichend
groß ist,
wird dieselbe eine Reihe von Abscherschrauben 94 abscheren,
welche einen Sprengringbehälter 96 an
der Hülse
befestigen. Wenn die Abscherschrauben 94 abgeschert sind,
wird die Hülse 78 relativ
zu der Spindel 80 nach unten verdrängt, so dass die Klinken 76 wie
oben beschrieben radial nach innen eingefahren werden können.
-
Das
Werkzeug 74 kann mittels einer Rohranordnung wie zum Beispiel
einer segmentierten oder Spulenrohranordnung, welche an die Verbindung 92 angeschlossen
ist, oder auf eine andere Weise, zum Beispiel mittels einer Drahtleitung,
Slickleitung, usw. in das Ventil 10 eingeführt werden.
Das Werkzeug 74 wird angewendet, um das Ventil 10 zu
schliessen, wenn der Ring 34 nicht in dem Ventil vorhanden
ist, obwohl geeignete Modifizierungen des Werkzeugs durchgeführt werden
können,
um dessen Anwendung zu ermöglichen,
wenn der Ring in demselben vorhanden ist. So kann zum Beispiel ein
unterer Ansatz 98 an jeder der Klinken 76 geformt
werden, um den Ring 34 aufzunehmen, und Verriegelungsteile können an
dem Werkzeug 74 angebracht werden, um in den Ring einzugreifen
und denselben zu entfernen, wenn das Ventil mittels des Werkzeugs
geschlossen wird, so dass der Ring zusammen mit dem Werkzeug entfernt
wird.
-
Wenn
das Ventil 10 wie auf der rechten Seite von 1A–I geöffnet und
der Ring 34 nicht in dem Ventil vorhanden ist, kann das
Werkzeug 74 in das Ventil eingeführt werden, bis die Ansätze 98 an
den Klinken 76 den Ansatz 36 in der Verriegelungshülseneinheit 26 kontaktieren.
Wenn die Verriegelungshülseneinheit 26 noch
nicht relativ zu der Gehäuseeinheit 24 nach
unten verdrängt
wurde und wie oben beschrieben in die Betriebshülseneinheit 22 eingegriffen
hat, kann eine abwärtige
Vorspannkraft auf das Werkzeug 74 auferlegt werden, um
die Verriegelungshülseneinheit
wie gewünscht
nach unten zu verdrängen,
bis der Sprengring 28 in die Aussparung 32 eingreift.
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Wenn
die Ansätze 98 in
den Ansatz 36 eingegriffen haben und die Verriegelungshülseneinheit 26 mit
der Betriebshülseneinheit 22 verriegelt
ist, wird eine abwärtige
Vorspannkraft auf das Werkzeug 74 auferlegt, um die Abscherschrauben 82 wie
oben beschrieben abzuscheren. Zu diesem Zeitpunkt werden die Spindel 80 und
die obere Verbindung 92 relativ zu der Hülse 78,
den Klinken 76, und dem Sprengring 84 nach unten
verdrängt.
Die Klinken 76 werden sich radial nach außen erstrecken,
und der Sprengring 84 wird wie auf der linken Seite von 3 dargestellt
in die Aussparung 88 positioniert.
-
Eine
solche radiale Erstreckung der Klinken 76 nach außen positioniert
die Klinken so, dass obere Ansätze 100 in
die Ansätze 38 der
Verriegelungshülseneinheit 26 eingreifen
können.
Auf diese Weise können
die Klinken 76 durch den Ansatz 38 hindurch nach
unten fahren, wenn das Werkzeug 74 anfänglich in das Ventil 10 eingeführt wird.
Wenn die Klinken 76 jedoch durch Abscheren der Abscherschrauben 82 radial
ausgefahren worden sind und die Spindel 80 relativ zu der
Hülse 78 nach
unten verdrängt
haben, können
die Klinken nicht durch den Ansatz 38 hindurch nach oben
fahren.
-
Nachdem
die Klinken 76 wie auf der linken Seite von 3 radial
nach außen
ausgefahren worden sind, wird eine aufwärtige Vorspannkraft auf das Werkzeug 74 auferlegt,
um die Klinken in Kontakt mit dem Ansatz 38 zu bringen.
Diese aufwärtige Vorspannkraft
verdrängt
die Verriegelungshülseneinheit 26 und
Betriebshülseneinheit 22 zusammen
mit dem Werkzeug 74 relativ zu der Gehäuseeinheit 24 nach oben.
Das Ventil 10 wird geöffnet,
wenn die Betriebshülseneinheit 22 ausreichend
weit nach oben verdrängt
worden ist, so dass das Klappenventil 16 abdichtend in
den Sitz 18 eingreifen kann.
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Es
sollte beachtet werden, dass der Ansatz 38 sich ausdehnt,
wenn der radial vergrößerte Abschnitt 40 der
Verriegelungshülseneinheit 26 wie
auf der linken Seite von 1B und
C dargestellt in der Bohrung 42 positioniert wird. Auf
diese Weise können die
Ansätze 100 der
Klinken 76 aus ihrem Eingriff mit dem Ansatz 38 gelöst werden,
wenn der Ansatz 38 sich radial ausdehnt, wobei das Werkzeug 74 dann nach
oben durch den Ansatz 38 hindurch fahren kann. Alternativ
können
die Ansätze 100 in
Eingriff mit dem Ansatz 38 verbleiben, wenn der Abschnitt 40 in
der Bohrung 42 positioniert wird und der Ansatz 38 sich
radial ausdehnt, und eine weitere aufwärtige Vorspannkraft kann auf
das Werkzeug 74 auferlegt werden, um die Abscherschrauben 94 abzuscheren und
ein wie oben beschriebenes radiales Einfahren der Klinken 76 nach
innen zu erlauben.
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Wenn
daher das Werkzeug 74 anfänglich in das Ventil 10 eingeführt wird
und die Verriegelungshülseneinheit 26 sich
in ihrer auf der rechten Seite von 1A–I dargestellten
abwärts
positionierten Position befindet, können die Klinken 76 durch
den Ansatz 38 hindurch nach unten fahren und in den Ansatz 36 eingreifen.
Wenn eine abwärtige
Vorspannkraft auf das Werkzeug 74 auferlegt wird, um die
Abscherschrauben 82 abzuscheren, werden sich die Klinken 76 radial
nach außen
erstrecken, so dass diese nicht länger durch den Ansatz 38 hindurch nach
oben fahren können.
Eine aufwärtige
Vorspannkraft wird dann auf das Werkzeug 74 auferlegt,
um die Verriegelungshülseneinheit 26 nach
oben zu verlagern, woraufhin sich das Ventil 10 schließt und der Ansatz 38 sich
radial ausdehnt. Die Klinken 76 können dann durch den Ansatz 38 hindurch
nach oben fahren, oder eine weitere aufwärtige Vorspannkraft kann auf
das Werkzeug 74 auferlegt werden, um die Abscherschrauben 94 abzuscheren
und die Klinken radial einzufahren, so dass dieselben durch den
Ansatz 38 hindurch nach oben fahren können.
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Unter
zusätzlicher
Bezugnahme auf 4 wird hier ein Werkzeug 102 für das Öffnen des
Ventils 10 repräsentativ
illustriert. Das Werkzeug 102 kann angewendet werden, um
die Verriegelungshülseneinheit 26 nach
unten in einen wie auf der rechten Seite von 1A–I dargestellten
operativen Eingriff mit der Betriebshülseneinheit 22 zu
verdrängen
oder das Ventil 10 zu öffnen,
wenn der Sprengring 28 schon in die Aussparung 32 empfangen
wurde. Das hiernach beschriebene Verfahren des Anwendens des Werkzeugs 102 ist
nicht in sich selber ein Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung.
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Wenn
sich das Ventil 10 in seiner auf der linken Seite von 1A–I dargestellten
geschlossenen Konfiguration befindet, wird das Werkzeug 102 in
das Ventil eingeführt,
zum Beispiel mittels einer Rohranordnung wie zum Beispiel einer
segmentierten oder Spulenrohranordnung, welche an einer oberen Innengewindeverbindung 104 des
Werkzeugs befestigt ist. Das Werkzeug 102 kann auch mittels
anderer Vorrichtungen eingeführt
werden, wie zum Beispiel einer Drahtleitung, Slickleitung usw.
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Wenn
diese anfänglich
in das Ventil 10 eingeführt
wird, ist eine Reihe von umlaufend getrennt angeordneten Nasen oder
Klinken 106 wie auf der rechten Seite von 4 dargestellt
radial außenseitig
ausgefahren. Die Klinken 106 werden mittels einer allgemein
rohrförmigen
inneren Spindel 108 in ihrer radial außenseitig ausgefahrenen Position
gehalten. Die Klinken 106 erstrecken sich durch Öffnungen, welche
durch eine Hülse 110 geformt
sind, die verschiebbar auf der Spindel 108 positioniert
ist. Die Hülse 110 ist
mittels einer Reihe von Abscherschrauben 112 lösbar gegen
ein radiales Verdrängen
relativ zu der Spindel 108 befestigt.
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Die
Klinken 106 greifen in die Ansätze 36 in der Verriegelungshülseneinheit 26 ein,
wenn das Werkzeug 102 durch das Ventil 10 hindurch
fährt. Eine
abwärtige
Vorspannkraft wird dann auf das Werkzeug 102 auferlegt,
wodurch die Verriegelungshülseneinheit
und die Betriebshülseneinheit 22 wie auf
der rechten Seite von 1A–I nach unten in die geöffnete Konfiguration
verdrängt
werden. Eine weitere abwärtige
Vorspannkraft kann dann auf das Werkzeug 102 auferlegt
werden, um die Abscherschrauben 112 abzuscheren und die
Spindel 108 relativ zu der Hülse 110 und den Klinken 106 nach
unten zu verdrängen.
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Wenn
die Spindel 108 relativ zu der Hülse 110 nach unten
verdrängt
wird, können
die Klinken 106 radial nach innen in eine ringförmige Aussparung 114 eingefahren
werden, welche außenseitig
an der Spindel 108 geformt ist. Ein solches radiales Einfahren
der Klinken 106 erlaubt es denselben Klinken, aufwärts durch
den radial innenseitig eingefahrenen Ansatz 38 zu fahren.
Das Werkzeug 102 kann dann nach oben durch das Ventil 10 hindurch
entfernt werden.
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Es
sollte beachtet werden, dass die Klinken 106 durch das
Auferlegen einer aufwärtigen
Vorspannkraft auf das Werkzeug innenseitig eingefahren können, bevor
die Hülse 110 relativ
zu der Spindel 108 nach oben verdrängt wird, zum Beispiel wenn die Klinken
sich in einer Verengung in einem Bohrloch festsetzen sollten, während das
Werkzeug 102 darin aufwärts
gezogen wird. Diese aufwärtige
Vorspannkraft wird die Abscherschrauben 112 abscheren und
die Hülse 110 relativ
zu der Spindel 108 abwärts
verdrängen,
wobei die Klinken dann einen radial reduzierten Abschnitt 116 der
Spindel überliegen und
radial nach innen eingefahren werden können.
-
Wenn
die Hülse 110 wie
auf der linken Seite von 4 nach dem Öffnen des Ventils 10 relativ
zu der Spindel 108 nach oben verdrängt worden ist wird die Hülse daran
gehindert, darauffolgend durch Eingriff eines Sprengrings 118 in
eine ringförmige
Aussparung oder einen radial reduzierten Abschnitt 120, welcher
außenseitig
an der Spindel 108 geformt ist, relativ zu der Spindel
nach unten verdrängt
zu werden. Der Sprengring 118 wird anfänglich in eine ringförmige Aussparung 122 empfangen,
welche wie auf der rechten Seite von 4 dargestellt
außenseitig an
der Spindel 108 geformt ist, wird aber nach oben in Eingriff
mit der Aussparung 120 verdrängt, wenn die Hülse 110 relativ
zu der Spindel 108 nach oben verdrängt wird. Da die Klinken 106 nach
dem Anwenden des Werkzeugs 102 für das Öffnen des Ventils 10 wie
oben beschrieben radial eingefahren werden, dürfte es nicht notwendig sein,
die Hülse 110 weiter zu
verdrängen.
Wenn es jedoch erwünscht
ist, die Hülse 110 weiter
zu verdrängen,
nachdem dieselbe ausreichend weit nach oben verdrängt wurde,
um den Sprengring 118 in die Aussparung 120 einzugreifen
zu lassen, kann eine Reihe von Abscherschrauben 124, welche
einen Sprengring 126 relativ zu der Hülse halten, abgeschert werden,
was ein abwärtiges
Verdrängen
der Hülse
relativ zu der Spindel 108 erlaubt.
-
Unter
zusätzlicher
Bezugnahme auf 5A–E, 6A–E, 7A–E, und 8A–E ist das
Ventil 10 hier in einem etwas reduzierten Maßstab mittels
einer Sequenz von Konfigurationen während des Betriebs desselben
in einem Bohrloch repräsentativ
dargestellt. 5A–E zeigen das Ventil 10 während des
anfänglichen
Einführens
in ein Bohrloch. 6A–E zeigen das Ventil 10,
nachdem die Verriegelungshülseneinheit 26 nach
unten in operativen Eingriff mit der Betriebshülseneinheit 22 verdrängt worden
ist. 7A–E
zeigen das Ventil 10, nachdem dasselbe durch das aufwärtige Verdrängen der
Verriegelungshülseneinheit 26 und
der Betriebshülseneinheit 22 geschlossen
wurde. 8A–E zeigen das Ventil, nachdem
dasselbe durch das abwärtige
Verdrängen
der Verrieglungshülseneinheit 26 und
der Betriebshülseneinheit 22 geöffnet worden
ist.
-
In 5A–E ist erkennbar,
dass die Verriegelungshülseneinheit 26 sich
in ihrer aufwärtig
positionieren Position, und die Betriebshülseneinheit 22 sich
in ihrer abwärtig
positionierten Position befindet, wobei der Sprengring 28 in
die untere Einsparung 30 der Verriegelungshülseneinheit
eingreift. Die Betriebshülseneinheit 22 hält die Schließeinheit 12 in
ihrer geöffneten
Konfiguration und erlaubt einen Flüssigkeitsfluß durch
den Fließdurchgang 14.
Der Ansatz 38 befindet sich in seiner radial ausgedehnten Konfiguration,
wobei der radial vergrößerte Abschnitt 40 in
die Bohrung 42 empfangen wird.
-
In 6A–E ist ersichtlich,
dass die Verriegelungshülseneinheit 26 nach
unten verdrängt
wurde, so dass der Sprengring 28 nun in die obere Aussparung 32 der
Verriegelungshülsenaussparung
eingreift, und die Verriegelungshülseneinheit greift nun operativ
in die Betriebshülseneinheit 22 ein.
Der radial vergrößerte Abschnitt 40 wird
nun in die Bohrung 44 empfangen, und der Ansatz 38 befindet
sich in seiner radial eingefahrenen Konfiguration. Die Schließeinheit 12 bleibt
für einen
Flüssigkeitsdurchfluß durch
dieselbe hindurch geöffnet.
-
Die
Verriegelungshülseneinheit 26 kann
gemäß der vorliegenden
Erfindung mittels des Rings 34, welcher an der Krone 68 oder
einem anderen Geräteteil
(siehe 2) geführt
wird, nach unten auf die in 6A–E dargestellte
Position verdrängt
werden, in welchem Fall der Ring 34 wie in 1C und
D in dem Ventil 10 positioniert werden könnte.
-
In 7A–E ist ersichtlich,
dass die Verriegelungshülseneinheit 26 und
die Betriebshülseneinheit 22 von
ihren in 6A–E dargestellten Positionen
nach oben verdrängt
worden sind, auf diese Weise die Schließeinheit 12 geschlossen,
und einen Flüssigkeitsfluß durch
den Fließdurchgang 14 verhindert
haben. Der Ansatz 38 befindet sich nun in seiner radial
ausgedehnten Konfiguration, in welcher der radial vergrößerte Abschnitt 40 nun
in die Bohrung 42 empfangen wird.
-
Die
Verriegelungshülseneinheit 26 und
die Betriebshülseneinheit 22 können gemäß der vorliegenden
Erfindung mittels des Rings 34 an der Krone 68 oder
einem anderen Geräteteil
(siehe 2) nach oben auf die in 7A–E dargestellten
Positionen verdrängt
werden, in welchem Fall der Ring 34 aus dem Ventil 10 entfernt
wird, wenn die Krone durch die Verriegelungshülseneinheit nach oben geführt wird, wobei
der Fing in die Ansätze 38 und 72 eingreift,
um ein aufwärtiges
Verdrängen
der Verriegelungshülseneinheit
zu verursachen.
-
In 8A–E ist ersichtlich,
dass die Verriegelungshülseneinheit 26 und
die Betriebshülseneinheit 22 von
ihrer in 7A–E dargestellten Position nach
unten verdrängt
worden sind und die Betriebshülseneinheit
nun die Schließeinheit 12 in
ihrer geöffneten
Konfiguration hält,
so dass ein Flüssigkeitsfluß durch
dieselbe nun wieder erlaubt ist. Der radial vergrößerte Abschnitt 40 wird
nun in die Bohrung 44 empfangen, und der Ansatz 38 befindet
sich in seiner radial eingefahrenen Konfiguration. Die Verriegelungshülseneinheit 26 und
die Betriebshülseneinheit 22 können gemäß der vorliegenden
Erfindung mittels des Rings 34, welcher an der Krone 68 oder
einem anderen Geräteteil
(siehe 2) geführt
wird, nach unten auf die in 8A–E dargestellte
Position verdrängt
werden, in welchem Fall der Ring 34 wie in 1C und
D dargestellt in dem Ventil 10 positioniert wird.
-
Es
ist eindeutig ersichtlich, dass das in 8A–E dargestellte
Ventil 10 dem in 6A–E dargestellten
Ventil ähnlich
ist, wobei das Ventil sich in jedem Fall in einer geöffneten
Konfiguration desselben befindet. Das Ventil 10 wird jedoch
durch Verdrängen
der Verriegelungshülseneinheit 26 nach
unten von der in 5A–E dargestellten geöffneten Konfiguration
auf die in 6A–E dargestellte geöffnete Konfiguration
umgestellt, um operativ in die Betriebshülseneinheit 22 einzugreifen,
obwohl das Ventil durch das Verdrängen der Verriegelungshülseneinheit
sowohl wie der Betriebshülseneinheit
nach unten von der in 7A–E dargestellten geschlossenen Konfiguration
auf die in 8A–E dargestellte geöffnete Konfiguration
umgestellt wird. Es ist außerdem deutlich
erkennbar, dass das Ventil 10 durch ein wiederholtes Einführen der
Krone 68 und des Rings 34 nach unten in das Ventil,
und das darauffolgende Entfernen der Krone und des Rings wie oben
beschrieben wiederholt zwischen der in 7A–E dargstellten
geschlossenen und geöffneten
Position geschaltet werden kann. Auf diese Weise wird die Schließeinheit 12 automatisch
geöffnet,
wenn die Krone 68 durch das Ventil 10 nach unten
befördert
wird, und wird automatisch geschlossen, wenn die Krone nach oben
durch das Ventil entfernt wird.
-
Unter
zusätzlicher
Bezugnahme auf 9A–F wird hier nun ein Packerfeststellwerkzeug 130 repräsentativ
dargestellt. Das Feststellwerkzeug 130 ist wie weiter unten
beschrieben nützlich
für Verfahren
für das
Komplettieren eines Bohrlochs in einer unterbalancierten Kondition.
Das Werkzeug 130 ist jedoch hiernach nicht während der
Anwendung mit einem Verfahren der vorliegenden Erfindung beschrieben.
Insbesondere umfasst das Feststellwerkzeug 130 ein Isolierventil 132,
welches einen Flüssigkeitsdruck
in einem inneren axialen Fließdurchgang 134,
welcher durch das Feststellwerkzeug geformt ist, daran hindert,
vorzeitig das Feststellen eines Packers zu verursachen; ein Umlaufventil 136,
welches einen Umlauf von Flüssigkeit
zwischen dem Fließdurchgang 134 und
der Außenseite
des Feststellwerkzeugs erlaubt; ein Feststellhülsenhaltemechanismus 138,
welcher ein vorzeitiges Feststellen des Packers aufgrund von mechanischen
Lasten verhindert; und verschiedene andere Vorteile werden weiter
unten eingehender beschrieben. Natürlich kann das Packerfestellwerkzeug
auch für
andere Verfahren als das unterbalancierte Bohren und Komplettieren
von Bohrlöchern
angewendet werden.
-
Das
Isolierventil 132 umfasst eine innere Isolierhülse 140,
welche verschiebbar in dem Fließdurchgang 134 positioniert
ist. Die Isolierhülse 140 führt Dichtungen 142 außenseitig
auf derselben, welche über
eine Reihe von umlaufend getrennt angeordneten Öffnungen 144 gespreizt
sind (nur eine derselben ist in 9A sichtbar),
welche durch eine Seitenwand einer allgemein rohrförmigen Spindeleinheit 146 geformt
sind. Das Isolierventil 140 ist mittels einem oder mehreren
Abscherstiften, welche durch einen Ring 150 hindurch in
die Isolierhülse
installiert sind, lösbar
in dieser Position befestigt und verhindert einen Flüssigkeitsfluß durch
die Öffnungen 144. Wenn
jedoch eine Kugel 152 oder ein anderes Plugging-Gerät abdichtend
in die Isolierhülse 140 eingreift
und ein ausreichend. großer
Flüssigkeitsdruck von
oben auf die Kugel auferlegt wird, werden die Abscherstifte abscheren
und das Isolierventil nach unten verdrängt, wobei die Öffnungen 144 aufgedeckt und
ein Flüssigkeitsfluß durch
dieselben erlaubt wird.
-
Ein
Packer 154 wird in 9E durch
gebrochene Linien repräsentiert.
Insbesondere wird hier ein oberer Abschnitt des Packers 154 dargestellt, welcher
eine Spindel 156 oder einen oberen Behälterkopfabschnitt des Packers
repräsentiert.
Das in 9A–F dargestellte Feststellwerkzeug 130 ist
für die
Anwendung mit einem Packer des Modells TWR konfiguriert, welcher
von Halliburton Energy Services Inc. in Duncan, Oklahoma, erhältlich ist,
wobei jedoch darauf hingewiesen werden soll, dass der Packer 154 auch
aus einem anderen Packertyp bestehen kann, und dass das Feststellwerkzeug
für die
Anwendung mit solchen anderen Packern konfiguriert werden kann.
-
Es
ist Fachleuten auf diesem Gebiet sehr wohl bekannt, dass der Packer
des Modells TWR und auch viele andere Packer durch das Verdrängen der Spindel 156 relativ
zu einer äußeren Schieber-
und Dichtungselementeinheit (in 9A–F nicht
dargestellt) des Packers 154 festgestellt werden kann.
Normalerweise wird dabei eine Feststellhülse 158 (in 9C durch
gestrichelte Linien angedeutet) angewendet, um eine Vorspannkraft
auf die äußere Schieber-
und Dichtungselementeinheit aufzulegen, während eine entgegen gesetzt
ausgerichtete Vorspannkraft auf die Spindel 156 auferlegt
wird, um den Packer 154 festzustellen. Auf diese Weise
wird für
das Feststellen des Packers 154 eine aufwärtige Vorspannkraft
auf die Spindel 156 auferlegt, während eine abwärtige Vorspannkraft
auf die Feststellhülse 158 auferlegt
wird.
-
Wenn
das Isolierventil 140 wie oben beschrieben nach unten verdrängt wird,
kann ein Flüsigkeitsdruck
in dem Fließdurchgang 134 in
eine ringförmige
Kammer 160 eintreten und eine abwärtige Vorspannkraft auf einen
ringförmigen
Kolben 162 auflegen, welcher abdichtend und verschiebbar
zwischen der Spindeleinheit 146 und einer äußeren Hülse 164 positioniert
ist. Die Hülse 164 ist
mittels einer Reihe von Feststellschrauben 168, welche
durch die Hülse
hindurch in die obere Verbindung installiert werden, an einer oberen
Innengewindeverbindung 166 befestigt. Die obere Verbindung 166 wird über ein
Gewinde abdichtend an der Spindeleinheit 146 befestigt
und erlaubt das Befestigen des Feststellwerkzeugs 130 an
einer Rohranordnung, wie zum Beispiel einer Arbeitskette einer segmentierten
Rohranordnung.
-
Für das Feststellen
des Packers 154 wird der Kolben 162 nach unten
in Kontakt mit einer Kraftübertragungsstruktur
oder Hülseneinheit 170 vorgespannt,
welche verschiebbar an der Spindeleinheit 146 positioniert
ist. Die Hülseneinheit 170 ist
mittels einer oder mehrerer Abscherschrauben 172, welche durch
die Hülseneinheit
hindurch in die Spindeleinheit 146 installiert werden,
lösbar
gegen ein Verdrängen
relativ zu der Spindeleinheit 146 befestigt. Der Kolben 162 ist
einem Flüssigkeitsdruck
in der Kammer 160 und einem Flüssigkeitsdruck außerhalb
des Feststellwerkzeugs 130 ausgesetzt. Wenn der Flüssigkeitsdruck
in der Kammer 160 ausreichend größer ist als der Flüssigkeitsdruck
außerhalb
des Feststellwerkzeugs 130 spannt der Kolben 162 die
Hülseneinheit 170 mit
ausreichend großer
Kraft nach unten vor, um die Abscherstifte 172 nach unten
abzuscheren und die Hülseneinheit
relativ zu der Spindeleinheit 146 zu verdrängen.
-
Wenn
die Hülseneinheit 170 ausreichend weit
nach unten verdrängt
wird, kontaktiert dieselbe die Packerfeststellhülse 158 und legt eine
abwärtige Vorspannkraft
auf die Feststellhülse
auf, wodurch die Feststellhülse
relativ zu der Spindeleinheit 146 nach unten verdrängt wird.
Die Feststellhülse 158 wird
anfänglich
mittels einer Reihe von Nasen oder Klinken 178, welche
sich radial nach außen
in Eingriff mit einer innenseitig auf der Feststellhülse geformten
ringförmigen
Aussparung 180 erstrecken, gegen eine Verdrängung relativ
zu der Spindeleinheit 146 befestigt. Jede dieser Nasen 178 ist
mittels einer Feder 182 radial innenseitig vorgespannt,
aber die Nasen werden mittels einem auf der Spindeleinheit 146 geformten
Außendurchmesser 184 in
ihren radial außenseitigen
ausgefahrenen Position gehalten.
-
Die
Nasen 178 erstrecken sich durch Öffnungen, welche durch ein
Teil 186 mit daran geformten, sich aufwärts erstreckenden Spannfingern 188 geformt
sind, nach außen.
Die Spannfinger 188 werden anfänglich in eine radial reduzierte
ringförmige
Aussparung 190 empfangen, welche außenseitig auf der Spindeleinheit 146 geformt
ist. Die Spannfinger 188 werden von der Hülseneinheit 170,
welche die Spannfinger außenseitig überliegt
und deren radiale Ausdehnung aus der Aussparung heraus verhindert, an
einer Verdrängung
relativ zu der Aussparung 190 gehindert. Auf diese Weise
wird die Feststellhülse 158 mittels
der Nasen 178 relativ zu dem Teil 186 befestigt,
und das Teil 186 wird mittels der Spannfinger 188 relativ
zu der Spindeleinheit 146 befestigt und hindert die Feststellhülse auf
diese Weise daran, relativ zu der Spindeleinheit verdrängt zu werden.
-
Wenn
die Hülseneinheit 170 jedoch
wie oben beschrieben relativ zu der Spindeleinheit 146 nach unten
verdrängt
wird, hält
die Hülseneinheit
nicht länger
die Spannfinger 188 in der Aussparung 190, und die
Feststellhülse 158 kann
dann relativ zu der Spindeleinheit 146 verdrängt werden.
Ein abwärtiges
Verdrängen
der Hülseneinheit 170 relativ
zu der Spindeleinheit 146 bringt die Hülseneinheit letztendlich in Kontakt
mit der Feststellhülse 158.
Die Hülseneinheit 170 kann
daher eine abwärtige
Vorspannkraft auf die Feststellhülse 158 auflegen.
Diese abwärtige
Vorspannkraft ist gleich groß wie
diejenige, die von dem Kolben 162 auf die Hülseneinheit 170 auferlegt
wird, und wird aufgrund des Druckdifferentials zwischen der Kammer 160 (oder
dem Fließdurchgang 134)
und der Außenseite
des Feststellwerkzeugs 130 erzeugt, welches auf den Kolbenbereich
des Kolbens einwirkt.
-
Es
sollte beachtet werden, dass das Teil 186 anfänglich zusammen
mit der Feststellhülse
nach unten verdrängt
wird, wenn die Spannfinger 188 für ein Verdrängen relativ zu der Aussparung 190 gelöst werden
und die Hülseneinheit 170 die
Feststellhülse 158 kontaktiert
und relativ zu der Spindeleinheit 146 nach unten verdrängt, da
die Nasen 178 in die Aussparung 180 eingreifen.
Wenn das Teil 186 jedoch nach unten verdrängt wird
werden die Nasen 178 letztendlich nicht länger radial
außenseitig
von dem Durchmesser 184 gestützt. Zu diesem Zeitpunkt können die
Nasen 178 aus ihrem Eingriff mit der Aussparung 180 radial
nach innen eingefahren werden, und die Federn 182 halten
die Nasen danach in ihrer radial innenseitig eingefahrenen Position.
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Die
Spindeleinheit 146 ist mittels eines Befestigungsmechanismus,
welcher dem Fachmann als ein Ratch-Latch® 174 bekannt
ist, über
ein Gewinde an der Packerspindel 156 befestigt. Das Ratch-Latch® 174 umfasst
eine Reihe von Gewindespannfingern 176, welche wie in 9E dargestellt über ein
Gewinde an der Packerspindel 156 befestigt sind. Diese
Gewindeverbindung der Packerspindel 156 mit der Spindeleinheit 146 erlaubt
das Auferlegen einer aufwärtigen
Vorspannkraft mittels der Spindeleinheit auf die Packerspindel,
während
mittels der Hülseneinheit 170 wie
oben beschrieben eine abwärtige
Vorspannkraft auf die Packerfeststellhülse 158 auferlegt
wird.
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Der
Packer 154 wird festgestellt, wenn die Feststellhülse 158 aufgrund
eines Auferlegens einer ausreichend großen Vorspannkraft abwärts auf
die Feststellhülse
und aufwärts
auf die Spindel relativ zu der Packerspindel 156 nach unten
verdrängt
wird. Ein Fachmann wird daher sofort erkennen, dass der Feststellhülsenhaltemechanismus 138 das
Feststellen des Packers 154 verhindert, indem derselbe
ein Verdrängen
der Feststellhülse 158 relativ
zu der Spindeleinheit 146 verhindert, bis die Hülseneinheit 170 nach
unten verdrängt
wird, und es den Spannfingern 188 daher erlaubt, aus der
Aussparung 190 gelöst
zu werden. Außerdem
wird die Hülseneinheit 170 nicht
nach unten verdrängt,
bis ein Flüssigkeitsdruck auf
die Kammer 160 auferlegt wird, wobei derselbe Flüssigkeitsdruck
ausreichend größer sein
muß als der
Druck außerhalb
des Feststellwerkzeugs 130, um die Abscherschrauben 172 abzuscheren.
Und da der Flüssigkeitsdruck
nicht auf die Kammer 160 aufgelegt werden kann, bis die
Isolierhülse 140 relativ
zu der Spindeleinheit 146 nach unten verdrängt wird, wird
der Fachmann sofort erkennen, dass der Packer 154 nicht
festgestellt werden kann, bis die Kugel 152 abdichtend
in die Isolierhülse
eingreift und ein Flüssigkeitsdruckdifferential über die
Kugel auflegt, um die Abscherstifte 148 abzuscheren.
-
Das
Umlaufventil 136 ist anfänglich für einen Flüssigkeitsfluß durch
dasselbe geöffnet,
bevor der Packer 154 wie oben beschrieben festgestellt
wird. Eine Reihe von Öffnungen 192 ist
durch die Spindeleinheit 146 geformt und steht in Flüssigkeitsverbindung
mit einer oder mehreren Öffnungen 194,
welche durch eine Umlaufhülse 196 geformt
sind, die verschiebbar innerhalb des Fließdurchgangs 134 positioniert
ist. Die Umlaufhülse 196 ist
mittels von einem oder mehreren Abscherstiften 198, welche
durch eine Hülse 200 hindurch
in die Umlaufhülse
hinein installiert sind, lösbar
gegen ein Verdrängen
relativ zu der Spindeleinheit 146 befestigt.
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In
seiner in 9D illustrativ dargestellten offenen
Position erlaubt das Umlaufventil 136 einen Flüssigkeitsfluß durch
das Feststellwerkzeug 130. Diese Eigenschaft ist von besonderem
Vorteil, wenn das Feststellwerkzeug 130 an einem Packer
mit einem vorübergehend
darin installierten Plug befestigt ist oder auf eine andere Weise
einen Flüssigkeitsfluß durch
dasselbe verhindert und das Bohrloch relativ schweren Schlamm enthält. Das
offene Umlaufventil 136 erlaubt ein automatisches Füllen der
Arbeitskette, an welcher das Feststellwerkzeug 130 und
der Packer 154 eingeführt
werden, wenn die Arbeitskette in das Bohrloch eingeführt wird,
ohne dass die Rohranordnung periodisch von der Erdoberfläche aus
gefüllt
werden muß.
Das offene Umlaufventil 136 erlaubt außerdem ein periodisches Umlaufen
des Schlamms durch das Feststellwerkzeug 130, wenn die
Arbeitskette in das Bohrloch herabgelassen wird, um ein Ablagern
von Schlammpartikeln und Schutt innerhalb des Feststellwerkzeugs
und des Packers 154 zu verhindern. Außerdem verhindert das offene Umlaufventil 136 ein
Einschliessen von Flüssigkeit zwischen
der Kugel 152 und des vorübergehenden Plugs und verhindert
einen Flüssigkeitsfluß durch den
Packer 154, wenn die Isolierhülse 140 nach unten
verdrängt
wird, um den Packer festzustellen. Eine solche eingeschlossene Flüssigkeit
könnte
ein ausreichend weites Verdrängen
der Isolierhülse 140 nach
unten verhindern und damit das Feststellen des Packers 154 verhindern,
oder die eingeschlossene Flüssigkeit
könnte
ein vorzeitiges Ausstoßen
des vorübergehenden
Plugs verursachen.
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Das
Umlaufventil 136 wird von der Isolierhülse 140 geschlossen,
wenn die Isolierhülse
relativ zu der Spindeleinheit 146 nach unten verdrängt wird. Die
Isolierhülse 140 kontaktiert
die Umlaufhülse 196, legt
eine ausreichend große
abwärtige
Vorspannkraft auf die Umlaufhülse
auf, um die Abscherstifte 198 abzuscheren, und verdrängt die
Umlaufhülse
relativ zu der Spindeleinheit 146 nach unten. Das abwärtige Verdrängen der
Umlaufhülse 196 bringt
letztendlich einen externen Ansatz 202, welcher an der
Umlaufhülse
geformt ist, mit einem an der Hülse 200 geformten
internen Ansatz 204 in Kontakt und verhindert ein weiteres
abwärtiges
Verdrängen
der Umlaufhülse
relativ zu der Spindeleinheit 146.
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Wenn
die Ansätze 202, 204 sich
gegenseitig kontaktieren werden die Dichtungen 206 sich über die Öffnungen 192 spreizen
und somit einen Flüssigkeitsfluß durch
die Öffnungen 192 verhindern.
Das Umlaufventil 136 wird daher geschlossen, wenn die Isolierhülse 140 relativ
zu der Spindeleinheit 146 nach unten verdrängt wird.
Dies erlaubt das Drucktesten des Packers 154 durch Auferlegen
eines Flüssigkeitsdrucks
von der Erdoberfläche
aus auf einen Ringraum, welcher zwischen der Arbeitskette und dem
Bohrloch geformt ist, nachdem derselbe in einem Bohrloch festgestellt
wurde.
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Es
sollte beachtet werden, dass die Isolierhülse 140 die Umlaufhülse 196 kontaktiert
und dieselbe nach unten verdrängt
hat, um das Umlaufventil 136 zu schliessen, wobei die Dichtungen 142 an
der Isolierhülse
in eine vergrößerte Bohrung 208 eingeführt werden,
welche in der Spindeleinheit 146 geformt ist, und einen
Fluß von
Flüssigkeit
von über
der Kugel 152 außenseitig
um die Isolierhülse
herum unter die Kugel, und zwischen der Isolierhülse und der Bohrung 208 erlauben,
welcher zum Teil von einer Öffnung 210 unterstützt wird,
welche durch die Isolierhülse
unter den Dichtungen geformt ist. Dies beruht auf der Tatsache,
dass die Dichtungen 142 nicht abdichtend in die Bohrung 208 eingreifen.
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Die
Dichtungen 142 sind jedoch ausreichend eng in die Bohrung 208 eingepaßt, und
die Kugel 152 greift weiterhin abdichtend in die Isolierhülse ein
und verhindert einen Flüssigkeitsfluß axial
durch dieselbe hindurch, so dass mittels des Fliessens von Flüssigkeit
von über
der Kugel 152 in den Fließdurchgang 134 ein
Flüssigkeitsdruckdifferential
einfach über
der Isolierhülse
erzeugt werden kann. Auf diese Weise kann der Packer 154 immer
noch durch Auferlegen eines Flüssigkeitsdrucks
auf den Fließdurchgang 134 über der
Kugel 152 festgestellt werden, nachdem die Isolierhülse 140 ausreichend
weit nach unten verdrängt
wurde, um das Umlaufventil 136 zu schliessen, obwohl die
Dichtungen 142 nicht abdichtend in die Bohrung 208 eingreifen.
Ein solcher abdichtender Eingriff der Dichtungen 142 wird
bevorzugt, so dass die Isolierhülse 140 druckbalanciert
wird, nachdem dieselbe nach unten verdrängt wurde, und so dass weder
die Isolierhülse
noch die Umlaufhülse 196 durch
ein Auferlegen eines Flüssigkeitsdrucks
auf einen beliebigen Abschnitt des Feststellwerkzeugs 130 (die
Umlaufhülse
ist auch druckbalanciert) weiter verdrängt werden können. Es
sollte jedoch deutlich verstanden werden, dass es nicht notwenig
ist, dass die Dichtungen 140 abdichtend aus ihrem Eingriff
in die Spindeleinheit 146 gelöst werden, oder dass die Isolierhülse 140 oder
die Umlaufhülse 196 druckbalanciert
werden.
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Nachdem
der Packer 154 wie oben beschrieben festgestellt worden
ist, wird das Feststellwerkzeug 130 von dem Packer abgelöst und mittels
der Arbeitskette an die Erdoberfläche heraufgezogen. Das Lösen des
Feststellwerkzeugs 130 von dem Packer 154 kann
mittels eines Rotierens der Arbeitskette und des Feststellwerkzeugs
von der Erdoberfläche aus
durchgeführt
werden, um die Spannfinger 176 von der Packerspindel 156 abzuschrauben.
Es sollte beachtet werden, dass die Spannfinger 176 von Strukturen 212,
welche sich von der Spindeleinheit zwischen jedem nebeneinander
liegenden Paar von Spannfingern radial nach außen erstrecken, am Rotieren
relativ zu der Spindeleinheit 146 gehindert werden. Ein
aufwärtiges
Verdrängen
der Spannfinger 176 wenn dieselben von der Packerspindel 156 abgeschraubt
werden veranlaßt,
dass einer oder mehrere der Abscherstifte 214, welche die
Spannfinger lösbar
gegen ein axiales Verdrängen
relativ zu der Spindeleinheit 146 befestigen, abscheren
und ein aufwärtiges
Verdrängen
der Spannfinger relativ zu der Spindeleinheit erlauben.
-
Wenn
es aus irgendeinem Grund nicht möglich
ist, die Spannfinger 176 von der Packerspindel 156 abzuschrauben,
kann mittels der Arbeitskette eine aufwärtige Vorspannkraft auf das
Feststellwerkzeug 130 auferlegt werden, welche die Abscherstifte 214 abschert
und die Spannfinger 176 mit einem Ring 216 in
Kontakt bringt, welcher außenseitig
an der Spindeleinheit 146 positioniert ist. Der Ring 216 wird
mittels einer Reihe von Abscherschrauben 218, welche durch
den Ring hindurch in die Spindeleinheit installiert wird, lösbar gegen
ein Verdrängen
relativ zu der Spindeleinheit 146 befestigt.
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Wenn
eine ausreichend große
aufwärtige Vorspannkraft
auf die Spindeleinheit 146 auferlegt wird, werden die Abscherschrauben 218 abscheren und
ein abwärtiges
Verdrängen
des Rings 216 und der Spannfinger 176 relativ
zu der Spindeleinheit 146 erlauben. Letztendlich werden
die Spannfinger 176 nicht länger radial außenseitig
von einem an der Spindeleinheit 146 geformten Außendurchmesser 220 gestützt, und
werden sich radial nach außen
biegen und aus dem Eingriff mit der Packerspindel 156 lösen. Die
Spindeleinheit 146 kann dann relativ zu der Packerspindel 156 nach
oben verdrängt
werden, und löst
auf diese Weise das Feststellwerkzeug 130 von dem Packer 154.
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Wenn
die Hülseneinheit 170 relativ
zu der Spindeleinheit 146 nach unten verdrängt wird,
um den Packer 154 wie oben beschrieben festzustellen, kontaktiert
oder betätigt
ein interner Ansatz 226 derselben vorzugsweise nicht eine
Ablaßventileinheit 228 des
Feststellwerkzeugs 130. Die Ablaßventileinheit 228 umfasst
eine Hülse 230,
welche verschiebbar an der Spindeleinheit 146 positioniert
ist, dieselbe außenseitig überliegt,
und einen Flüssigkeitsfluß durch
eine Reihe von Öffnungen 232 verhindert,
welche durch die Spindeleinheit geformt sind. Die Hülse 230 wird
mittels einer oder mehrerer Abscherschrauben 234, welche
durch die Hülse
hindurch in die Spindeleinheit installiert sind, lösbar gegen
ein Verdrängen
relativ zu der Spindeleinheit 146 befestigt.
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Dichtungen 236 werden
an der Spindeleinheit 146 geführt und greifen abdichtend
zwischen der Spindeleinheit und der Hülse 230 ein, und spreizen sich über die Öffnungen 232.
Eine oder mehrere Öffnungen 238 sind
durch die Hülse 230 geformt.
Wenn die Hülse 230 wie
weiter unten noch eingehender beschrieben relativ zu der Spindeleinheit 146 nach
unten verdrängt
wird, werden die Öffnungen 238 mit den Öffnungen 232 in
Flüssigkeitsverbindung
gestellt und erlauben damit eine Flüssigkeitsverbindung zwischen
dem Fließdurchgang 134 und
der Außenseite des
Feststellwerkzeugs 130.
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Nachdem
der Packer 154 festgestellt und das Feststellwerkzeug 130 wie
oben beschrieben von dem Packer gelöst worden ist, kann die Hülseneinheit 170 weiter
relativ zu der Spindeleinheit 146 nach unten verdrängt werden,
so dass der Ansatz 226 einen Sprengringhalter 242 kontaktiert,
welcher über
ein Gewinde an der Hülse 230 befestigt
ist. Ein Flüssigkeitsdruck
in dem Fließdurchgang 134 (und daher
auch in der Kammer 160), welcher ausreichend viel größer ist
als der Flüssigkeitsdruck
außerhalb
des Feststellwerkzeugs 130, wird den Kolben 162 dazu
veranlassen, eine abwärtige
Vorspannkraft auf die Hülseneinheit 170 und
die Hülse 230 aufzuerlegen
und dadurch die Abscherschrauben 234 abzuscheren. Die Hülse 230 wird
von der Vorspannkraft nach unten verdrängt, bis die Öffnungen 238 in
Flüssigkeitsverbindung
mit den Öffnungen 232 gestellt werden
und ein zwischen der Hülse 230 und
dem Sprengringhalter 242 geführter Sprengring 240 in eine
ringförmige
Aussparung 244 empfangen wird, welche außenseitig
an der Spindeleinheit 146 geformt ist, und ein weiteres
Verdrängen
der Hülse
relativ zu der Spindeleinheit verhindert. Eine solche Flüssigkeitsverbindung
zwischen dem Fließdurchgang 134 und
der Außenseite
des Feststellwerkzeugs 130 durch die Öffnungen 232, 238 erlaubt
ein Entleeren der Arbeitskette, wenn das Feststellwerkzeug nach
Feststellen des Packers 154 an die Erdoberfläche heraufgezogen
wird.
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Dichtungen 222 werden
für ein
abdichtendes Eingreifen in die Packerspindel 156 an einem
unteren Abschnitt der Spindeleinheit 146 geführt. Die
Packereinheit 146 ist für
das Befestigen zusätzlicher
Werkzeuge, Geräte
usw., welche sich abwärts
in oder durch die Packerspindel 156 erstrecken können, an derselben
mit einer unteren Innengewindeendverbindung 224 ausgestattet.
An der Endverbindung 224 befestigte rohrförmige Teile
können
als Erweiterungen der Spindeleinheit 146 angesehen werden.
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Unter
zusätzlicher
Bezugnahme auf 10A–M wird hier ein Verfahren 250 gemäß der vorliegenden
Erfindung für
das unterbalancierte Bohren und Komplettieren eines Bohrlochs repräsentativ und
schematisch illustriert. Das Verfahren 250 erlaubt das
wahlweise Isolieren eines unteren Abschnitts eines Bohrlochs von
einem oberen Abschnitt des Bohrlochs, während Bohrgestänge und
Fördergestänge in das
Bohrloch eingeführt
und/oder aus demselben entfernt werden, und ermöglicht daher ein sicheres Durchführen dieser
Verfahren. Außerdem
können
diese Verfahren bequem und wirtschaftlich durchgeführt werden,
ohne eine direkte Kontrolle der wahlweisen Isolierung des Bohrlochabschnitts von
der Erdoberfläche
aus zu fordern.
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In 10A wird eine Verrohrung 252 oder ein
Futterrohr dargestellt, welches in einem Bohrloch 254 installiert
ist, wobei sich dieses von einer anderen, in ein oberes Bohrloch 258 einzementierten
Verrohrung 256 mit einem größeren Durchmesser abwärts erstreckt.
Die Verrohrung 252 erstreckt sich somit abwärts in das
untere Bohrloch 154 und aufwärts in die Verrohrung 256.
Die Verrohrung 252 umfasst ein Ventil 260, eine
herkömmliche
Schwimmmanschette 262, und einen herkömmlichen Schwimmschuh 264.
Die Verrohrung 252 kann mittels eines herkömmlichen
Hängers
oder einer anderen Verankerungsvorrichtung (nicht dargestellt) von
der Verrohrung 256 suspendiert werden und/oder die Verrohrung 252 kann
am Boden des Bohrlochs 254 befestigt werden.
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Das
Ventil 260 erlaubt und verhindert wahlweise einen Flüssigkeitsfluß durch
dasselbe, und kann aus dem oben beschriebenen Bohrlochregelventil 10 bestehen.
Ein die Prinzipen der vorliegenden Erfindung umfassendes Verfahren
kann jedoch auch mit einem anderen Ventil als dem oben beschriebenen
Bohrlochregelventil 10 durchgeführt werden. Das in 10A dargestellte Ventil 260 umfasst ein
Schließelement 266,
welches hier repräsentativ
aus einem Klappenventilschließelement
besteht, für
das Verhindern eines Flüssigkeitsflusses durch
einen Fließdurchgang 268,
welcher sich axial durch die Verrohrung 252 erstreckt.
Andere Typen von Schließelementen
können
innerhalb des Ventils 260 angewendet werden, ohne von den
Prinzipen der vorliegenden Erfindung abzuweichen. Wie in 10A dargestellt befindet sich das Ventil 260 hier in
einer geöffneten
Konfiguration, in welcher das Klappenventil 266 einen Flüssigkeitsfluß durch
den Fließdurchgang 268 erlaubt.
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In 10B ist ersichtlich, dass die Verrohrung 252 in
dem Bohrloch 254 und der Verrohrung 256 einzementiert
ist. Der Zement 270 wird vorzugsweise durch die Verrohrung 252 nach
unten, nach außen
in das Bohrloch 254 und die Verrohrung 252 umgebend,
und aufwärts
in den ringförmigen
Bereich zwischen den Verrohrungen 252, 256 eingeführt. Zusätzlich wird
bevorzugt, dass der Zement 270 an dem Innenraum des Ventils 260 vorbei
eingeführt
wird, wobei ein herkömmlicher
Zementwischerplug (nicht dargestellt) durch das Ventil hindurch
fährt und
in der Schwimmmanschette 262 landet, um die Zementsäule durch
das Ventil hindurch zu verdrängen.
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Die
Schwimmmanschette 262 und der Schwimmschuh 264 werden
dann durchbohrt oder durchfräst,
wobei der darin und zwischen denselben enthaltene Zement entfernt
wird. Die Schwimmmanschette 262 und der Schwimmschuh 264 sind
daher in 10B als rohrförmige Abschnitte
der Verrohrung 252 dargestellt, und werden hier außer mit
Bezug auf die Verrohrung 252 als Teil der Beschreibung des
Verfahrens 250 weiter unten nicht weiter beschrieben.
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Ein
Bohrgestänge 272 mit
einer Bohrkrone 274 wird dann in die Verrohrung 252 herabgelassen. Das
Bohrgestänge 272 wird
angewendet, um ein sich von der Verrohrung 252 nach außen erstreckendes Bohrloch 276 zu
bohren. Die Bohrkrone 274 oder ein anderer Abschnitt des
Bohrgestänges 272 kann
eine Verlagerungsvorrichtung für
den Betrieb des Ventils 260 mit sich führen. Die Verlagerungsvorrichtung kann
dem Ring 34 ähnlich
sein und kann auf eine ähnliche
Weise wie diejenige, auf welche der in 2 dargestellte
Ring 34 an der Bohrkrone 68 geführt wird,
an der Bohrkrone 274 geführt werden. Die Verlagerungsvorrichtung
kann das Ventil 260 auf eine Weise betreiben, die der Weise ähnlich ist,
auf welche der Ring 34 wie oben beschrieben für das Betreiben
des Ventils 10 angewendet wird, wobei der Ring nach Auferlegen
einer ausreichend großen
abwärtigen
Vorspannkraft auf denselben ein operatives Eingreifen der Verriegelungshülseneinheit 26 in
die Betriebshülseneinheit
verursacht, und wobei der Ring in der Verriegelungshülseneinheit
positioniert wird, wenn die Bohrkette 272 durch das Ventil
nach unten geführt
wird, wobei eine ausreichend große abwärtige Vorspannkraft auf das
Bohrgestänge
auferlegt wird, um den Ring von der Krone 274 zu lösen. Es
sollte jedoch eindeutig verstanden werden, dass auch andere Vorrichtungen
für das
Betreiben des Ventils 260 gemäß der Methode 250 angewendet werden
können,
ohne von den Prinzipen der vorliegenden Erfindung abzuweichen.
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Wenn
die Krone 274 ausgewechselt werden muß, das Bohrloch 276 vollständig gebohrt
worden ist, oder das Bohrgestänge 272 aus
einem anderen Grund aus dem Bohrloch entfernt werden soll, wird das
Bohrgestänge
wie in 10C dargestellt durch das Ventil 260 hindurch
nach oben angehoben. Es sollte beachtet werden, dass zu diesem Zeitpunkt und
bei vorhergehenden und nachfolgenden Verfahren in dem Bohrloch 276 in
demselben Bohrloch 276 eine unterbalancierte Kondition
existiert, zum Beispiel um eine Beschädigung einer oder mehrerer Erdformationen
und einen Flüssigkeitsverlust
in dieselben zu verhindern, wenn diese von dem Bohrloch durchschnitten
werden. Auf diese Weise ist es wünschenswert,
das Ventil 260 zu schliessen, um einen Fluß irgendwelcher
Flüssigkeiten
aus der/den Formationen) zu verhindern, welche von dem Bohrloch 276 aufwärts durch
den Fließdurchgang 268 durchschnitten
werden, wenn das Bohrgestänge 272 aus dem
Bohrloch entfernt wird, da dies einen Verlust der Kontrolle über das
Bohrloch verursachen würde.
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Wenn
das Ventil 260 aus dem oben beschriebenen Ventil 10 besteht,
wird sich dieses automatisch schliessen, wenn das Bohrgestänge 272 durch
dasselbe hindurch nach oben angehoben wird. Insbesondere greift
die Krone 274 in den Ring 34 oder eine andere
Verlagerungsvorrichtung ein und legt eine ausreichend große aufwärtige Vorspannkraft
auf, um die Verriegelungshülseneinheit 26 und die
Betriebshülseneinheit 22 nach
oben zu verdrängen,
und der Ring wird zusammen mit dem Bohrgestänge 272 an die Erdoberfläche heraufgezogen. Das
Ventil 260 ist in 10C in
seiner geschlossenen Position dargestellt, wobei das Schließelement 266 einen
Flüssigkeitsfluß aus dem
Bohrloch 276 durch den Fließdurchgang 268 nach
oben verhindert.
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In 10D ist das Bohrgestänge 272 während des
wiederholten Einführens
desselben in das Bohrloch 276 für weitere Bohrverfahren nach
Auswechseln der Krone 274 dargestellt. Wenn das Ventil 260 aus
dem oben beschriebenen Ventil 10 besteht, führt die
Krone 274 oder ein anderer Abschnitt des Bohrgestänges 272 eine
Verlagerungsvorrichtung wie zum Beispiel den Ring 34 in
das Ventil ein, für
das Öffnen
des Ventils, wenn das Bohrgestänge
durch dasselbe hindurch geführt
wird. Der Ring 34 greift in die Verriegelungshülseneinheit 26 ein,
und eine ausreichend große
abwärtige
Vorspannkraft wird auf den Ring auferlegt, um die Verriegelungshülseneinheit und
die Betriebshülseneinheit 22 nach
unten zu verdrängen,
wobei eine ausreichend große
abwärtige Vorspannkraft
auf den Ring auferlegt wird, um den Ring von der Bohrkrone 274 zu
lösen,
und der Ring wird in dem Ventil 260 positioniert. Ein solches
abwärtiges
Verdrängen
der Betriebshülseneinheit 22 verursacht
ein Öffnen
des Ventils 260 und erlaubt ein abwärtiges Befördern des Bohrgestänges 272 durch dasselbe
hindurch.
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In 10E ist das Bohrgestänge 272 als aus dem
Bohrloch entfernt dargestellt, nachdem dieses das Bohrloch 276 weiter
vergrößert hat.
Das Ventil 260 wurde geschlossen, als das Bohrgestänge 272 wie
oben beschrieben durch dasselbe nach oben verdrängt wurde. Es ist daher deutlich
verständlich,
dass das Verfahren 250 ein wiederholtes Einführen des Bohrgestänges 272 in
das Bohrloch 276 hinein und aus demselben heraus erlaubt,
und dass sich das Ventil 260 automatisch öffnet, wenn
das Bohrgestänge
durch dasselbe hindurch nach unten geführt wird, und dass das Ventil
sich automatisch schließt,
wenn das Bohrgestänge
durch dasselbe hindurch nach oben geführt wird. Auf diese Weise kann
das Bohrloch 276 in einer unterbalancierten Kondition gehalten
werden, während
das Bohrgestänge 272 in
das Bohrloch eingeführt
und aus demselben entfernt wird, ohne dass aufgrund eines Flüssigkeitsflusses aus
dem Bohrloch 276 durch das Ventil 260 nach oben
ein Risiko eines Verlustes der Kontrolle über das Bohrloch auftritt.
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Das
vergrößerte Bohrloch 276 wird
in 10E–M
als anfänglich
im Wesentlichen vertikal dargestellt, wonach sich dasselbe in eine
im Wesentlichen horizontale Orientierung krümmt, wobei jedoch deutlich
verstanden werden sollte, dass sich das Bohrloch 276 in
verschiedene Orientierungen erstrecken kann, und auch im Wesentlichen
vollständig vertikal
oder im Wesentlichen vollständig
horizontal verlaufen kann usw., ohne von den Prinzipen der vorliegenden
Erfindung abzuweichen.
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10F zeigt anfängliche
Schritte für
das Komplettieren des Bohrlochs, nachdem das Bohrloch 276,
welches eine Formation 278, aus welcher Flüssigkeiten
gefördert
werden sollen, durchschneidet, gebohrt wurde. Dieses Komplettierungsverfahren und
die danach folgend beschriebenen kann nach einem Bohrverfahren gemäß der vorliegenden
Erfindung angewendet werden. Natürlich
kann ein Komplettierungsverfahren auch praktiziert werden, wenn Flüssigkeiten
in die Formation 278 injiziert werden sollen.
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Eine
Fördereinheit 280 wird
an einer rohrförmigen
Arbeitskette 282 suspendiert in die Verrohrung 252 eingeführt. Die
Fördereinheit 280 umfasst
einen Packer 284 und ein Plugging-Gerät 286. Das Plugging-Gerät 286 besteht
aus einem herkömmlichen Gerät, welches
mittels eines darin enthaltenen Rückschlagventils vom Typ eines
Fließventils
einen Flüssigkeitsfluß aus einem
inneren axialen Fließdurchgang 288 der
Fördereinheit 280 nach
außen
durch das Gerät
erlaubt, aber durch das Installieren eines Teils wie zum Beispiel
einer Kugel für
einen uneingeschränkten
Fluß durch
dasselbe in eine beliebige Richtung geöffnet werden kann und einen
Flüssigkeitsdruck
auf den Fließdurchgang 288 auflegt,
um das Rückschlagventil
zu öffnen.
Ein Plugging-Gerät dieses
Typs ist von Halliburton Energy Services Inc. mit der Teilnummer
212007534 erhältlich.
Es sollte jedoch deutlich verstanden werden, dass auch andere Plugging-Geräte und andere
Typen von Plugging-Geräten
innerhalb der Fördereinheit 280 angewendet
werden können.
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Ein
Packerfeststellwerkzeug 290 ist an der Arbeitskette 282 befestigt
und mit dem Packer 284 verbunden. Das Feststellwerkzeug 290 kann
aus dem oben beschriebenen Feststellwerkzeug 130 bestehen,
oder es kann aus einem anderen Feststellwerkzeug bestehen. Das Anwenden
des Feststellwerkzeugs 130 für das Feststellwerkzeug 290 gemäß des Verfahrens 250 wird
aufgrund der Eigenschaften desselben bevorzugt, welche das Verhindern
eines vorzeitigen Feststellens des Packers 284 und die
Fähigkeit,
vor dem Feststellen des Packers einen Durchfluß durch denselben zu erlauben,
einschliessen.
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Das
Plugging-Gerät 286 oder
ein anderer Abschnitt der Fördereinheit 280 führt eine
Verlagerungsvorrichtung für
das Betreiben des Ventils 260 mit sich. Wenn das Ventil 260 zum
Beispiel aus dem oben beschriebenen Ventil 10 besteht kann
der Ring 34 auf eine ähnliche
Weise an dem Plugging-Gerät 286 geführt werden,
auf welche auch der in 2 dargestellte Ring an der Krone 68 geführt wird.
Wenn die Fördereinheit 280 durch
das Ventil 260 hindurch eingeführt wird, greift die Verlagerungsvorrichtung
in das Ventil ein und öffnet
dasselbe, so dass mindestens ein unterer Abschnitt der Fördereinheit
einschließlich
des Plugging-Geräts 286 durch
dasselbe geführt
werden kann. Wenn das Ventil 260 zum Beispiel aus dem Ventil 10 besteht,
greift der Ring 34 in die Verriegelungshülseneinheit 26 ein
und eine ausreichend große
abwärtige
Vorspannkraft wird auf den Ring auferlegt, um die Verriegelungshülseneinheit und
die Betriebshülseneinheit 22 nach
unten zu verdrängen
und dadurch das Klappenventil 266 zu öffnen, und eine ausreichend
große
abwärtige
Vorspannkraft wird dann auf die Fördereinheit auferlegt, um den
Ring von dem Plugging-Gerät
zu lösen,
wobei der Ring auf diese Weise in dem Ventil positioniert wird.
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Alternativ
kann die Fördereinheit 280 das oben
beschriebene Öffnungswerkzeug 102 oder
ein anderes Werkzeug für
das Öffnen
des Ventils 260 umfassen, wenn die Fördereinheit in das Bohrloch
installiert wird. Wenn das Öffnungswerkzeug 102 angewendet
wird, wird eine Verlagerungsvorrichtung wie zum Beispiel der Ring 34 nicht
angewendet, und daher nicht in dem Ventil 260 positioniert.
Das Öffnungswerkzeug 102 kann
unter dem Plugging-Gerät 286 mit
der Fördereinheit 280 verbunden
werden.
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Der
Packer 284 wird dann mit Hilfe des Feststellwerkzeugs 290 in
der Verrohrung 252 festgestellt. Wenn das Feststellwerkzeug 290 aus
dem oben beschriebenen Feststellwerkzeug 130 besteht, wird
die Kugel 152 fallen gelassen und/oder in die Arbeitskette 282 bis
an das Feststellwerkzeug heruntergelassen, und ein ausreichend großes Flüssigkeitsdruckdifferential
wird auferlegt, um den Packer 284 wie oben beschrieben
festzustellen. So kann zum Beispiel an der Erdoberfläche ein
Flüssigkeitsdruck
auf die Arbeitskette 282 auferlegt werden, um ein Druckdifferential
zwischen dem Fließdurchgang 288 und
einem Ringraum 300 zu erzeugen, welcher zwischen der Arbeitskette
und dem Bohrloch 258 geformt ist.
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Wenn
der Packer 284 festgestellt worden ist, werden die Arbeitskette 282 und
das Feststellwerkzeug 290 aus dem Bohrloch entfernt. Eine
herkömmliche
Förderrohranordnung
(nicht dargestellt) kann dann in das Bohrloch eingeführt werden
und greift abdichtend in den Packer 284 ein und/oder wird
mit demselben auf eine herkömmliche
Weise verriegelt. Das Plugging-Gerät 286 kann dann geöffnet werden, um
einen Fluß aus
der Formation 278 durch das Bohrloch 276 nach
oben und durch den Fließdurchgang 288 hindurch
in die Förderrohranordnung
hinein für
den Transport an die Erdoberfläche
zu erlauben. Es sollte beachtet werden, dass das Verfahren 250 das
automatische Öffnen
des Ventils 260 für
das Fördern
von Flüssigkeit
durch dasselbe erlaubt, wenn die Fördereinheit 280 installiert
wird.
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In 10G ist eine alternative Fördereinheit 302 in
dem Bohrloch installiert. Die Fördereinheit 302 umfasst
ein geschlitztes Futterrohr 304 und einen Schwimmschuh 306.
Der Schwimmschuh 306 verhindert einen Flüssigkeitsfluß in einen
inneren axialen Fließdurchgang 308 der
Fördereinheit 302,
während
die Fördereinheit
installiert wird, erlaubt jedoch ein Umlaufen von Flüssigkeit
durch dieselbe aus dem Fließdurchgang 308 in
den Fließdurchgang 268.
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Die
Fördereinheit 302 wird
an einer rohrförmigen
Arbeitskette 310 suspendiert in die Verrohrung 252 eingeführt, wobei
dieselbe ein herkömmliches mechanisches
oder hydraulisches Lösewerkzeug 312 für das Lösen des
geschlitzten Futterrohrs 304 von der Arbeitskette 310 umfasst.
Ein Waschrohr 314 erstreckt sich innerhalb des geschlitzten
Futterrohrs 304 von dem Lösewerkzeug 312 hinweg
nach unten und greift unter dem geschlitzten Futterrohr abdichtend
in die Fördereinheit 302 ein.
Das Waschrohr 314 verhindert einen Flüssigkeitsfluß radial
durch das geschlitzte Futterrohr 304 während der Installation der Fördereinheit 302.
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Der
Schwimmschuh 306, oder ein anderer Abschnitt der Fördereinheit 302,
kann eine Verlagerungsvorrichtung für das Eingreifen in und Betreiben des
Ventils 260 oder ein Öffnungswerkzeug
wie zum Beispiel das oben beschriebene Öffnungswerkzeug 102 mit
sich führen,
und kann unter dem Schwimmschuh 306 innerhalb der Fördereinheit
angeschlossen werden. Wenn die Fördereinheit 302 nach
unten in das Ventil 260 hinein verdrängt wird, öffnet sich das Ventil wie oben
beschrieben, und die Fördereinheit
wird durch das Ventil hindurch nach unten verdrängt. Die Fördereinheit 302 wird
dann durch Betätigen
des Lösewerkzeugs 312 von
der Arbeitskette 310 gelöst. Die Arbeitskette 310 einschließlich des Lösewerkzeugs 312 und
des Waschrohrs wird dann aus dem Bohrloch entfernt.
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10I veranschaulicht das Verfahren 250, nachdem
die Fördereinheit 302 von
der Arbeitskette 310 gelöst wurde. Es sollte beachtet
werden, dass ein oberer Abschnitt des geschlitzten Futterrohrs 304 unter
der Verrohrung 252 in dem Bohrloch 276 positioniert
werden kann, oder derselbe kann wie in 10I mittels
der gestrichelten Linie dargestellt aufwärts in die Verrohrung hinein
erstreckt werden. Flüssigkeit
kann nun von der Formation 278 in das geschlitzte Futterrohr 304,
in die Verrohrung 252, und durch das geöffnete Ventil 260 fliessen.
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Als
eine weitere Alternative kann die Fördereinheit 302 einen
Futterrohrhänger 316 oder
eine andere Verankerungsvorrichtung umfassen, welche wie in 10H dargestellt an dem geschlitzten Futterrohr 304 befestigt
ist. Der Futterrohrhänger 316 wird nach
dem Öffnen
des Ventils wie oben beschrieben über oder unter dem Ventil 260 in
der Verrohrung 252 festgestellt. 10M zeigt
die Fördereinheit 302 einschließlich des
Futterrohrhängers 316,
nachdem der Futterrohrhänger
unter dem geöffneten
Ventil 260 in der Verrohrung 252 festgestellt
worden ist, und nachdem die Arbeitskette 310 von der Fördereinheit
gelöst
worden ist. Es sollte beachtet werden, dass das Ventil durch Feststellen
des Futterrohrhängers 316 unter
dem Ventil 260 weiter betrieben werden kann, um wahlweise
einen Flüssigkeitsfluß durch
den Fließdurchgang 268 zu
erlauben und zu verhindern. Wenn es jedoch erwünscht ist, einen darauffolgenden
Betrieb des Ventils 260 zu verhindern, zum Beispiel um
einen unbeabsichtigten Betrieb des Ventils zu verhindern, könnte der
Futterrohrhänger 316 über dem
Ventil in der Verrohrung 252 festgestellt werden.
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Wenn
die Fördereinheit 302 wie
in 10I oder M dargestellt installiert worden ist,
kann eine herkömmliche
Förderrohranordnung
(nicht dargestellt) installiert werden. So kann zum Beispiel eine Förderrohranordnung
mit einem Packer in die Verrohrung 252 eingeführt, und
der Packer entweder über
oder unter dem Ventil 260 in der Verrohrung festgestellt
werden. Wenn der Packer über
dem Ventil 260 in der Verrohrung 252 festgestellt
wird, kann das Ventil weiter betrieben werden. So kann das Ventil
zum Beispiel geschlossen werden, wenn es notwendig ist, die Förderrohranordnung
aus dem Bohrloch zu entfernen, oder wenn es anderweitig erwünscht ist,
das Bohrloch 276 von dem Rest des Bohrlochs zu isolieren.
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Eine
weitere alternative Fördereinheit 318 für die Anwendung
gemäß der Methode 250 ist
in 10J dargestellt. Die Fördereinheit 318 umfasst einen
Packer 320, ein herkömmliches
Klappenventil 322, ein Futterrohr mit einem geschlitzten
Futterrohrabschnitt 324, und einen Schwimmschuh 326.
Die Fördereinheit 318 wird
an einer Arbeitskette 328 suspendiert in das Bohrloch eingeführt, wobei
dieselbe ein Packerfeststellwerkzeug 330 und ein Waschrohr 332 umfasst.
Das Waschrohr 332 erstreckt sich durch die Fördereinheit 318 hindurch
nach unten und greift abdichtend unter dem geschlitzten Futterrohrabschnitt 324 ein,
und verhindert auf diese Weise einen Flüssigkeitsfluß radial
durch den geschlitzten Futterrohrabschnitt. Das Waschrohr 332 hält auch das
Klappenventil 322 offen, während die Fördereinheit 318 in
das Bohrloch installiert wird.
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Die
Fördereinheit 318 wird
durch Verdrängen des
geschlitzten Futterrohrabschnitts 324 und des Schwimmschuhs 326 in
das Bohrloch 276 und das Feststellen des Packers 320 in
der Verrohrung 252 über
dem geöffneten
Ventil 260 installiert. Das Ventil 260 kann mittels
einer Verlagerungsvorrichtung geöffnet
werden, welche an der Fördereinheit 318 geführt wird,
oder mittels eines Öffnungswerkzeugs, welches
wie oben beschrieben innerhalb der Fördereinheit angeschlossen ist.
Der Packer 320 könnte
unter dem Ventil 260 festgestellt werden, wenn es erwünscht ist,
das Ventil 260 nach Installation der Fördereinheit 318 zu
betreiben.
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Der
Packer 320 wird mittels des Feststellwerkzeugs 330 festgestellt,
welches aus dem oben beschriebenen Feststellwerkzeug 130 bestehen kann.
Die Arbeitskette 328 mit dem Feststellwerkzeug 330 und
dem Waschrohr 332 wird dann aus dem Bohrloch entfernt.
Es sollte dabei beachtet werden, dass sich das Klappenventil schließt, wenn
das Waschrohr 332 aus dem Klappenventil 322 entfernt wird,
und auf diese Weise einen Flüssigkeitsfluß durch
dasselbe hindurch nach oben verhindert. Dies ermöglicht ein sicheres Entfernen
der Arbeitskette 328 aus dem Bohrloch ohne das Risiko eines
Flüssigkeitsflusses
durch die Fördereinheit 318 nach oben.
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Um
Flüssigkeiten
aus der Formation 278 zu fördern, nachdem die Fördereinheit 318 installiert worden
ist, greift eine Förderrohranordnung 334 mit einer
herkömmlichen
Dichtungseinheit 336 wie in 10L dargestellt
in die Fördereinheit 318 ein.
Die Dichtungseinheit 336 greift abdichtend in den Packer 320 ein,
so dass Flüssigkeit
für den
Transport an die Erdoberfläche
aus der Formation 278 nach oben durch die Fördereinheit 318,
und in die Förderrohranordnung 334 fliessen
kann.
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Eine
rohrförmige
Erweiterung 338 (in 10L mittels
der gebrochenen Linien angedeutet) kann sich von der Dichtungseinheit 336 nach
unten und in das Klappenventil 322 hinein erstrecken, um das
Klappenventil zu öffnen,
wenn die Dichtungseinheit in den Packer 320 installiert
wird. Alternativ könnte
das Klappenventil 322 aus einem anderen Ventiltyp bestehen,
wie zum Beispiel aus einem Kugelventil, in welchem Fall es mittels
einer andere Vorrichtung geöffnet
werden kann. Wenn das Ventil 332 ein Klappenventil ist,
kann es die Teilnummer 7800415 aufweisen, und wenn es ein Kugelventil
ist, kann es die Teilnummer 12001394 aufweisen; beide dieser Ventile
sind von Halliburton Energy Services Inc. erhältlich. Es sollte jedoch deutlich
verstanden werden, dass das Ventil 322 auch aus einem anderen
Typ von Ventil bestehen kann. Wenn das Ventil 322 ein Kugelventil
ist, wird die Erweiterung 338 für dieses Verfahren 250 möglicherweise
nicht angewendet.
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In 10K ist die Fördereinheit 318 als
im Bohrloch installiert dargestellt, wobei die Förderrohranordnung 334 ähnlich wie
die in 10L dargestellte abdichtend
in dieselbe eingreift. In 10K wurde das
Klappenventil 322 jedoch durch einen oder mehrere herkömmliche
Nippel 340 ersetzt. Die Nippel 340 erlauben eine
herkömmliche
Installation des Plugging-Geräts
oder anderer, den Durchfluß kontrollierende
Geräte.
So kann zum Beispiel eine mittels des Plugging-Geräts (nicht
dargestellt) eingeführte
herkömmliche
Slickleitung oder eine gespulte Rohranordnung in einen der Nippel 340 installiert
werden, wenn es notwendig ist, die Förderrohranordnung 334 aus
dem Bohrloch zu entfernen.
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Ein
Fachmann auf diesem Gebiet wird sofort erkennen, dass das Verfahren 250,
welches das Ventil 260 anwendet, das Bohren und Komplettieren
des Bohrlochs in einer unterbalancierten Kondition 276 erlaubt.
So kann zum Beispiel das Bohrloch 276 während des oben im Zusammenhang
mit dem Verfahren 250 beschriebenen Öffnungs- und Schliessverfahrens eines jeden
Ventils in einer unterbalancierten Kondition gehalten werden, wobei
ein Flüssigkeitsfluß aus dem
Bohrloch in die das Bohrloch umgebenden Formationen) verhindert
wird.