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Diese
Erfindung betrifft das Gebiet atmosphärischer Rasterelektronenmikroskope
(„ESEM") und insbesondere
einen Gas-Rückstreuelektronendetektor
für ein
atmosphärisches
Rasterelektronenmikroskop, der dazu bestimmt ist, in der gasförmigen Umgebung
des ESEM nur ein Rückstreuelektronensignal
zu sammeln.
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Als
Hintergrund, die Vorteile eines atmosphärischen Rasterelektronenmikroskops
liegen gegenüber dem
Standard-Rasterelektronenmikroskop („SEM") in seiner Fähigkeit, Bilder mit hoher Auflösung von
feuchten oder nichtleitenden Proben (z.B. biologischen Materialien,
Kunststoffen, Keramiken, Fasern) zu erzeugen, die in der üblichen
Vakuumumgebung des SEM äußerst schwierig
abzubilden sind. Das atmosphärische
Rasterelektronenmikroskop läßt es zu,
daß die
Probe in ihrem „natürlichen" Zustand gehalten
wird, ohne sie Störungen
auszusetzen, die durch Trocknen, Einfrieren oder Vakuumbeschichtung
verursacht werden, die normalerweise für eine Hochvakuum-Elektronenstrahluntersuchung
erforderlich sind. Außerdem
dient der verhältnismäßig hohe
Gasdruck, der in der ESEM-Probenkammer leicht toleriert wird, effektiv
dazu, die Oberflächenladung
abzuleiten, die sich normalerweise auf einer nichtleitenden Probe
aufbauen würde,
wobei sie eine Bilderfassung mit hoher Qualität blokkiert. Das atmosphärische Rasterelektronenmikroskop
läßt außerdem eine
direkte Echtzeituntersuchung eines Flüssigkeitstransportes, einer
chemischen Reaktion, einer Lösung,
einer Hydratation, einer Kristallisation und anderer Prozesse zu,
die bei verhältnismäßig hohen
Dampfdrücken
stattfinden, die weit über denen
liegen, die in der normalen SEM-Probenkammer zugelassen werden können.
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Typischerweise
wird in einem ESEM der Elektronenstrahl durch eine Elektronenkanone
emittiert und geht durch eine elektronenoptische Säule mit
einem Objektivlinsenaufbau, die eine Enddruckbegrenzungsöffnung an
ihrem unteren Ende aufweist. In der elektronenoptischen Säule geht
der Elektronenstrahl durch Magnetlinsen, die verwendet werden, um
den Strahl zu fokussieren und auf die Enddruckbegrenzungsöffnung zu richten.
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Der
Strahl wird anschließend
durch die Enddruckbegrenzungsöffnung
in eine Probenkammer geführt, wobei
er auf eine Probe auftrifft, die auf dem Probentisch gehalten wird.
Der Probentisch ist angeordnet, um die Probe annähernd 1 bis 25 mm unter der
Enddruckbegrenzungsöffnung
zu halten, um den Elektronenstrahl mit der Probe wechselwirken zu
lassen. Die Probenkammer ist unter der optischen Vakuumsäule angeordnet und
ist imstande, die Probe, die von Gas, typischerweise Wasserdampf
mit einem Druck von annähernd
zwischen 1,3 N/m2 und 6,6 kN/m2 (10-2 und 50 Torr), umgeben ist, mit der Enddruckbegrenzungsöffnung ausgerichtet
zu halten, so daß eine
Oberfläche
der Probe dem Ladungsteilchenstrahl ausgesetzt werden kann, der aus
der Elektronenkanone emittiert wird und durch die Enddruckbegrenzungsöffnung geführt wird.
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Wie
im US-Patent Nr. 4,992,662 angegeben, war es das ursprüngliche
Konzept eines atmosphärischen
Rasterelektronenmikroskops, wie es im US-Patent Nr. 4,596,928 vorgeschlagen
wird, die Probenkammer in einer gasförmigen Umgebung zu halten,
so daß die
gasförmige
Umgebung als ein Konditionierungsmedium diente, um die Probe in
einem flüssigen
oder natürlichen
Zustand zu halten. Zusätzlich
wird die Nutzung der gasförmigen
Umgebung der Probenkammer als Medium zur Verstärkung der Sekundärelektronensignale im
US-Patent Nr. 4,785,182 beschrieben.
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In
dem atmosphärischen
SEM des US-Patents Nr. 4,823,006 wurde eine Elektronenstrahluntersuchung
von nicht präparierten
Proben in voller Größe bei Hochvakuum-Druck
möglich
gemacht, infolge der Kombination einer Drucksteuerung und einer
Signaldetektionseinrichtung, die vollständig in der Magnetobjektivlinse
der Elektronenstrahlsäule
eingebaut ist. Die Gestaltung des atmosphärischen SEM des US-Patents
Nr. 4,823,006 erfüllte
die gleichzeitigen Anforderungen nach einer Drucksteuerung, Elektronenstrahlfokussierung und
Signalverstärkung,
während
sie keine praktischen Begrenzungen für die Probenbehandlung oder
das mikroskopische Auflösungsvermögen lieferte.
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Das
US-Patent Nr. 4,880,976 beschreibt die Gestaltung und den Notwendigkeit
eines Gas-Sekundärelektronendetektors
für ein
ESEM. Der nachfolgende Stand der Technik beschreibt verbesserte
Sekundärelektronendetektoren
und Detektoren, die Rückstreuelektronen
detektieren, wie im US-Patent Nr. 4,897,545.
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Jedoch
ist festgestellt worden, daß es
wünschenswert
ist, einen zweckbestimmten Gasdetektor bereitzustellen, der dazu
bestimmt ist, nur ein Rückstreuelektronensignal
zu sammeln. Außerdem
ist festgestellt worden, daß es
wünschenswert
ist, einen Doppelelektronendetektor bereitzustellen, der zwischen
den Sekundär-
und Rückstreuelektronendetektion-Betriebsarten
umgeschaltet werden kann.
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Es
werden viele unterschiedliche Arten von Signalen in einem herkömmlichen
Rasterelektronenmikroskop („SEM") erzeugt, wenn der
Primärelektronenstrahl
die Probe trifft. Die beiden wichtigsten Elektronensignale sind:
- a) Sekundärelektronen
(„SE"), die die Bilder
mit der höchsten
Auflösung
erzeugen, die die Topographie der Oberfläche der Probe zeigen; und
- b) Rückstreuelektronen
(„BSE"), die ein Bild mit
einer niedrigeren Auflösung
erzeugen, wobei jedoch das Signal sehr empfindlich für Änderungen
der Dichte des Probenmaterials ist. Die BSE-Bilder werden auch häufig verwendet,
um die Verteilung unterschiedlicher Materialkomponenten der Probe
zu zeigen.
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Das
herkömmliche
Hochvakuum-SEM weist als Standard einen SE-Detektor auf, und die
meisten Benutzer erwerben außerdem
einen getrennten BSE-Detektor.
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Zusätzlich ist
ein grundlegender Aspekt eines ESEM-Detektors die Verstärkung des Elektronensignals in
der gasförmigen
Umgebung der Probenkammer. Dies ist wichtig, da die in einem SEM
verwendeten Elektronensignalpegel normalerweise zu klein sind, um
direkt an einen Verstärker
angeschlossen zu werden. Das Rauschen aus dem Verstärker wäre zu groß, um das
SEM zu einem praktischen Instrument zu machen. Im herkömmlichen
Hochvakuum- SEM wird das Sekundärelektronensignal
(mit einem vernachlässigbaren
zusätzlichen
Rauschen) durch einen Sekundärelektronenvervielfacher
als Teil einer komplexen Anordnung verstärkt, die ursprünglich durch
Everhart und Thornley beschrieben wurde. Folglich wird dieser Typ
Detektor für gewöhnlich als
der Everhart-Thornley-(E-T)-Detektor bezeichnet. Der E-T-Detektor wird im
ESEM nicht funktionieren, da sich die verwendete Hochspannung in
der Gasumgebung des ESEM entladen wird.
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Folglich
ist es äußerst wünschenswert,
einen Gasdetektor bereitzustellen, der in einem ESEM verwendet wird,
der dazu bestimmt ist, eine Verstärkung der Signale auf einen
ausreichend hohen Pegel zu bewirken, um das Rauschen der folgenden
Elektronik niedrig zu machen.
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Die
Signalverstärkung
in der gasförmigen
Umgebung eines ESEM wird in 1 schematisch
dargestellt. Wie darin gezeigt, stellt ein atmosphärisches
Rasterelektronenmikroskop eine Vorrichtung zur Erzeugung, Verstärkung und
Detektion von Sekundär- und Rückstreuelektronen
bereit, die von einer Oberfläche
einer Probe ausgehen, die untersucht wird. Ein Elektronenstrahl 10 wird
durch eine (nicht gezeigte) Elektronenkanone durch eine elektronenoptische
Säule eines
Objektivlinsenaufbaus 11 emittiert. Die optische Vakuumsäule weist
eine Enddruckbegrenzungsöffnung 14 an
ihrem unteren Ende auf. Ein Strahl 10 wird in eine Probenkammer 16 gerichtet,
wobei er auf eine Probe 18 trifft, die auf einem Probentisch 20 gehalten
wird. Der Probenträger
oder Tisch 20 ist innerhalb der Probenkammer 16 angeordnet
und ist so angeordnet, daß er
die Probe 18 annähernd
1 bis 25 mm und vorzugsweise 1 bis 10 mm unter der Enddruckbegrenzungsöffnung 14 hält, um den
Elektronenstrahl mit der Probe wechselwirken zu lassen. Die Probenkammer
ist unter der optischen Vakuumsäule
angeordnet und ist imstande, die Probe 18, die von Gas,
vorzugsweise Stickstoff oder Wasserdampf, mit einem Druck von annähernd zwischen
1,3 N/m2 und 6,6 kN/m2 (10-2 bis 50 Torr) umgeben ist, mit der Druckbegrenzungsöffnung ausgerichtet
zu halten, so daß eine
Oberfläche
der Probe dem Ladungsteilchenstrahl ausgesetzt werden kann, der
von der Elektronenkanone emittiert und durch die Druckbegrenzungsöffnung 14 emittiert
wird.
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Die
ESEM-Detektoren verwenden ein elektrisches Feld im Gas, um ein Elektronensignal
zu verstärken.
Wenn der Primärstrahl 10 die
Probe 18 trifft, werden Elektronen freigesetzt. Das Elektronenfeld
zwischen der Probe 18 und der Detektorelektrode 22,
die auf einer positiven Spannung gehalten wird, beschleunigt ein Signalelektron,
wie bei 24, bis es ausreichend Energie hat, um ein Gasmolekül zu ionisieren,
das ebenfalls ein weiteres Elektron freisetzt, wie durch die Bezugsziffer 27 in 1 dargestellt.
Die beiden Elektronen werden weiter beschleunigt, um dadurch mehr
Elektronen freizusetzen, wie bei 28. Dieser Prozeß kann eine
ausreichende Verstärkung
für den
Elektronen strom erzeugen, damit er direkt zu einem rauscharmen Verstärker 30 geschickt
werden kann. Die Verstärkung
liegt typischerweise im Bereich von 100 bis 2000. Das Verstärkungsprinzip
trifft auf jedes Elektron zu, das sich im Gas befindet. 1 veranschaulicht
die Verstärkung
der energiearmen „Sekundärelektronen", die auf der Oberfläche der
Probe erzeugt werden.
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Elektronen
können
im Gas auch durch Rückstreuelektronen
(„BSE") erzeugt werden.
Dies sind Hochenergie-Elektronen aus dem Primärstrahl, die von der Probe
reflektiert werden. Die BSEs weisen eine hohe Geschwindigkeit auf
und diese hohe Geschwindigkeit reduziert die Wahrscheinlichkeit,
daß die
BSE ein Molekül
im Gas zwischen der Probe und dem Detektor treffen werden. Folglich
ist festgestellt worden, daß nur
ein kleiner Bruchteil der BSE eine nützliche Gaswechselwirkung erzeugen
werden. Folglich wird der größte Teil der
Signale, die durch die Detektorelektrode gesammelt werden, durch
Verstärkung
der Sekundärelektronen erzeugt.
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Das
US-Patent Nr. 5,362,964 beschreibt Verbesserungen der Gestaltung
eines Gasdetektors für
ein ESEM, um die SE-Sammlung zu maximieren, während die Sammlung von Signalen
minimiert wird, die durch andere Quellen, wie z.B. BSE erzeugt werden.
Es ist daher wünschenswert,
eine Detektoranordnung für
ein ESEM bereitzustellen, die dazu bestimmt ist, nur Signale zu
sammeln, die durch die BSE erzeugt werden.
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Das
US-Patent 4,897,545 von Danilatos beschreibt eine Mehrelektrodenstruktur,
wobei die unterschiedlichen Elektroden unterschiedliche Anteile
der SE- und BSE-Information sammeln. Einige Elektroden sammeln ein
Signal, das reich an SE ist, und einige sammeln ein Signal, das
reich an BSE ist. Das 545-Patent jedoch
betrifft keinen Elektrodendetektor, der nur das BSE-Signal sammelt.
Außerdem
existiert ein Stand der Technik, der Rückstreuelektronen (BSE) in
Sekundärelektronen
(SE) umwan delt und dann das resultierende SE-Signal sammelt – aber nur
in Hochvakuum-SEMs. Jedoch ist die Nutzung dieses Umwandlungsprinzips, um
einen BSE-Signaldetektor in einer gasförmigen Umgebung zu erzeugen,
nicht vorhanden.
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Daher
ist es eine Aufgabe der Erfindung, einen verbesserten Elektronendetektor
für ein
atmosphärisches
Rasterelektronenmikroskop bereitzustellen, der die obenerwähnten Mängel des
Stands der Technik vermeidet.
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Es
ist außerdem
eine Aufgabe dieser Erfindung, einen verbesserten Elektronendetektor
für ein
atmosphärisches
Rasterelektronenmikroskop bereitzustellen, der in der Form eines
zweckbestimmten Gas-Elektronendetektors vorliegt, der dazu bestimmt
ist, nur Rückstreuelektronensignale
zu sammeln.
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Es
ist ferner eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein atmosphärisches
Rasterelektronenmikroskop bereitzustellen, das eine Verstärkung der
Elektronensignale auf einen ausreichend hohen Pegel bewirkt, um
das Rauschen der folgenden Elektronik niedrig zu machen.
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Es
ist noch eine andere Aufgabe dieser Erfindung, ein atmosphärisches
Rasterelektronenmikroskop bereitzustellen, das das Umwandlungsprinzip
verwendet, um einen BSE-Signaldetektor in einer gasförmigen Umgebung
bereitzustellen.
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Verschiedene
andere Aufgaben, Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung
werden aus der folgenden detaillierten Beschreibung ohne weiteres
verständlich
werden, und die neuartigen Merkmale werden insbesondere in den beigefügten Ansprüchen dargelegt
werden.
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Gemäß einem
ersten Aspekt der Erfindung, wie im Anspruch 1, betrifft sie einen
zweckbestimmten Gas-Elektronendetektor für ein atmosphärisches
Rasterelektronenmikroskop, das dazu bestimmt ist, nur Rückstreuelektronensignale
zu sammeln.
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In
einem atmosphärisches
Rasterelektronenmikroskop, das diese Erfindung nutzt, wird ein Elektronendetektor
eingesetzt, und es wird ein Elektronenstrahl durch eine Elektronenkanone
erzeugt, der durch eine elektronenoptische Säule geht, bis der Elektronenstrahl
fokussiert und über
den Durchmesser der Enddruckbegrenzungsöffnung abgetastet wird, die
am unteren Ende der elektronenoptischen Säule vorgesehen ist. Die Enddruckbegrenzungsöffnung trennt
das verhältnismäßige hohe
Vakuum der elektronenoptischen Säule
von dem verhältnismäßig niedrigen
Vakuum der Probenkammer.
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Die
Probenkammer ist unter der elektronenoptischen Säule angeordnet und ist imstande,
die von Gas umgebene Probe mit der Enddruckbegrenzungsöffnung ausgerichtet
zu halten, so daß eine
Oberfläche
der Probe dem fokussierten Elektronenstrahl ausgesetzt ist. Ein
Probentisch ist innerhalb der Probenkammer angeordnet und ist so
angeordnet, daß die
Probe annähernd
1 bis 10 mm unter der Enddruckbegrenzungsöffnung gehalten wird, um den
fokussierten Elektronenstrahl mit der Probe wechselwirken zu lassen.
In der Probenkammer wird die Probe auf einem Druck zwischen etwa
1,3 N/m2 und 6,6 kN/m2 (10-2 und 50 Torr) und vorzugsweise annähernd 0,13
bis 1,3 kN/m2 (1 bis 10 Torr) gehalten.
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Um
einen zweckbestimmten Gasdetektor bereitzustellen, der dazu bestimmt
ist, nur Rückstreuelektronensignale
zu sammeln, weist die vorliegende Erfindung einen Detektoraufbau
auf, der eine negativ vorgespannte Wandlerplatte aufweist, auf die
Rückstreuelektronen
auftreffen, die von der Oberfläche
der Probe ausgehen, um dadurch Sekundärelektronen auf deren Oberfläche zu erzeugen.
Diese Sekundärelektronen
werden als „umgewandelte
Rückstreuelektronen" bezeichnet. Die
Wandlerplatte dient außerdem
als die Enddruckbegrenzungsöffnung
zwischen der Probenkammer und der Elektronensäule.
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Außerdem weist
der Detektoraufbau ferner ein Detektorglied auf, das nur die umgewandelten
Rückstreuelektronen
sammelt, die durch die Wandlerplatte erzeugt werden. Wie unten detaillierter
erläutert
wird, kann dieses Detektorglied in der Form eines Sammelgitters,
einer Sammelplatte oder eines Kollektorrings vorliegen.
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Im
Betrieb geht der Elektronenstrahl durch eine zentrale Öffnung in
der Wandlerplatte und dann durch eine Öffnung im Detektorglied, bevor
er die Probe in der Probenkammer trifft. Das Detektorglied wird
auf einem Potential von null gehalten und sammelt folglich das an
der Probe erzeugte Sekundärelektronensignal
nicht. Die Rückstreuelektronen
werden durch eine Öffnungsanordnung
im Detektorglied gehen und die Wandlerplatte treffen. Als Ergebnis
davon werden Sekundärelektronen
an der Oberfläche
der Wandlerplatte erzeugt (die „umgewandelten Rückstreuelektronen"). Die umgewandelten
Rückstreuelektronen
werden dann im Gas der Probenkammer durch das elektrische Feld,
das zwischen der Wandlerplatte und dem Detektorglied erzeugt wird,
auf dieselbe Weise verstärkt,
in der die Sekundärelektronen
in den herkömmlichen
Gas-Sekundärelektronendetektoren
verstärkt
werden. Um eine ausreichende Verstärkung des umgewandelten Rückstreuelektronensignals
im Gas zu erhalten, liegt der Abstand zwischen der Wandlerplatte
und dem Kollektor-Gitter/Platte/Ring vorzugsweise im Bereich von
annähernd
1 bis 5 mm. Daher sammelt die Detektorgliedanordnung (d.h. das Sammelgitter,
die Sammelplatte oder der Kollektorring) kein Sekundärelektronensignal
von der Probe, sondern sammelt nur ein verstärktes umgewandeltes Rückstreuelektronensignal
ein.
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Der
Wirkungsgrad der Wandlerplatte kann erhöht werden, indem die Wandlerplatte
aus einem Material hergestellt wird, das die Rückstreuelektronen wirksam in
Sekundärelektronen
umwandelt. Daher besteht in den bevorzugten Ausführungsformen die Wandlerplatte
vorzugsweise aus Gold oder ist mit Magnesium oder anderen Materialien überzogen,
von denen bekannt ist, daß sie
eine hohe Ausbeute von Sekundärelektronen aus
den Rückstreuelektronen
erzeugen.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft außerdem ein atmosphärisches
Rasterelektronenmikroskop, das aufweist: eine Einrichtung zum Erzeugen
und Richten eines Elektronenstrahls aus einer Elektronensäule auf eine
Probe, die von einer gasförmigen
Umgebung einer Probenkammer umgeben ist, und eine Doppeldetektor-Einrichtung zur Detektion
von sowohl Sekundärelektronensignalen
als auch Rückstreuelektronensignalen, die
von der Probe ausgehen, und die zum Umschalten zwischen der Detektion
von Sekundärelektronensignalen
und Rückstreuelektronensignalen
imstande ist, wobei die Detektoreinrichtung in der gasförmigen Umgebung
der Probe angeordnet ist.
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Ein
ESEM dieser Art ist aus dem US-Patent Nr. 5,250,808 bekannt. In
diesem Patent wird ein Doppeldetektor offenbart, wo durch Änderung
der Spannungszustände
ein SE-, ein BSD- oder ein Mischsignal detektiert wird. Für die Sekundärelektronen
findet eine Gasverstärkung
durch das elektrische Feld zwischen der Probe und der Detektorplatte
statt, für
die Rückstreuelektronen
findet keine solche Verstärkung
statt.
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Es
ist außerdem
eine Aufgabe der Erfindung, ein atmosphärisches Rasterelektronenmikroskop
mit einem Doppeldetektor bereitzustellen, in dem eine Gasverstärkung für die Signale,
die durch Sekundärelektronen
verursacht werden, und das Signal, das durch Rückstreuelektronen verursacht
wird, verwendet wird.
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Zu
diesem Zweck ist die Erfindung gemäß einem zweiten Aspekt dadurch
gekennzeichnet, daß die Doppeldetektor-Einrichtung eine
Wandlerplatte aufweist, die auf eine Spannung V2 vorgespannt ist,
auf die Rückstreuelektronen
auftreffen, die von der Oberfläche
der Probe ausgehen, um dadurch umgewandelte Rückstreuelektronen zu erzeugen,
und ferner eine Einrichtung zur Sammlung von Sekundär- und Rückstreuelektronensignalen
aufweist, die auf eine Spannung V1 vorgespannt ist und unter der
Wandlerplatte in der Probenkammer angeordnet ist, und wobei Vg die
Spannung ist, um die erforderliche Verstärkung der Elektronensignale
in der gasförmigen
Umgebung der Probenkammer zu erhalten, so daß Sekundärelektronensignale nur dann
durch die Doppeldetektor-Einrichtung detektiert werden, wenn V1
gleich +Vg ist und V2 gleich +Vg ist, Rückstreuelektronensignale nur
dann detektiert werden, wenn V1 0 V und V2 -Vg ist, und sowohl Sekundär- als auch
Rückstreuelektronensignale
detektiert werden, wenn V1 +Vg ist und V2 zwischen -Vg und +Vg liegt.
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Auf
diese Weise wird eine einfache, kostengünstige Elektronendetektor-Anordnung
erhalten, die leicht zwischen einer Sekundärelektronendetektion, einer
Rückstreuelektronendetektion
oder beiden zusammen umgeschaltet werden kann, und in der das Signal,
das durch Rückstreuelektronen
verursacht wird, verstärkt wird
infolge der Umwandlung der Rückstreuelektronen
in umgewandelte Rückstreuelektronen
durch die Wandlerplatte und die anschließende Verstärkung dieser umgewandelten
Rückstreuelektronen
im Gas der Probenkammer durch das elektrische Feld, das zwischen
der Wandlerplatte und dem Sammelgitter erzeugt wird. Dieser Doppelelektroden-Detektoraufbau
nutzt die Wandlerplatte und eine der Detektorglied-Anordnungen (d.h. das
Sammelgitter, die Sammelplatte oder den Sammelring), die oben erläutert wurden.
Jedoch werden in der Doppeldetektoranordnung vorbestimmte Spannungen
an die Wandlerplatte und das Detektorglied angelegt, um nur Sekundärelektronensignale,
Rückstreuelektronensignale
oder beides zu sammeln.
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Wenn
daher Vg die Spannung ist, um die erforderliche Verstärkung des
Elektronensignals zu erhalten, werden Sekundärelektronensignale durch den
Doppeldetektor nur detektiert, wenn die Wandlerplatte auf die Spannung
von +Vg vorgespannt ist und das Detektorglied auf eine Spannung
von +Vg vorgespannt ist. Mit dieser Doppeldetektoranordnung werden
Rückstreuelektronensignale
nur detektiert, wenn die Wandlerplatte auf eine Spannung von -Vg
vorgespannt ist und das Detektorglied auf 0 V vorgespannt ist. Zusätzlich können sowohl
Sekundär-
als auch Rückstreuelektronensignale
detektiert werden, wenn die an das Detektorglied angelegte Spannung
+Vg ist und die an die Wandlerplatte angelegte Spannung zwischen
-Vg und +Vg liegt. Folglich ist eine Doppelelektronendetektor-Anordnung
entworfen worden, die leicht zwischen einer Sekundärelektronendetektion,
einer Rückstreuelektronendetektion
oder beiden zusammen umgeschaltet werden kann.
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Um
den Doppeldetektoraufbau für
einen kürzeren
Gasweg zu verbessern, ist ein Isolierkegel unter der Wandlerplatte
abgedichtet. Die Öffnung
des Isolierkegels bildet die Druckbegrenzungsöffnung, die daher der Probe
sehr viel näher
liegt.
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Um
ein „topographisches" oder Rückstreuelektronenbild
zu zeigen, ist das Detektorglied zusätzlich so ausgebildet, daß es um
die Elektronenstrahlachse symmetrisch ist. Daher liegt das Detektorglied
in der Form einer geteilten Sammelvorrichtung vor. Die Signale von
den beiden Segmenten der geteilten Sammelvorrichtung werden addiert,
um den normalen Materialkontrast zu ergeben, und subtrahiert, um
ein topographisches Bild zu erhalten.
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Die
folgende detaillierte Beschreibung, die beispielhaft gegeben wird,
jedoch nicht dazu bestimmt ist, die Erfindung nur auf die spezifischen
beschriebenen Ausführungsformen
zu begrenzen, kann am besten in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen
verstanden werden. Es zeigen:
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1 eine
schematische Darstellung, die eine Gas-Signalverstärkung in der Probenkammer eines herkömmlichen
atmosphärischen
Rasterelektronenmikroskops zeigt.
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2 eine
schematische Darstellung der Elektronensäule und der Probenkammer in
einem herkömmlichen
ESEM.
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3A eine
schematische Darstellung einer bevorzugten Ausführungsform für einen
zweckbestimmten Gas-Rückstreuelektronendetektor
für ein
atmosphärisches
Rasterelektronenmikroskop gemäß den Lehren der
vorliegenden Erfindung.
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3B ein
der schematischen Darstellung der 3A entsprechendes
Diagramm, das insbesondere die Wandlerplatte und das Sammelgitter
in einer isometrischen Ansicht zeigt.
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4 eine
schematische Darstellung, die eine andere bevorzugte Ausführungsform
eines zweckbestimmten Gas-Rückstreuelektronendetektors
für ein
atmosphärisches
Rasterelektronenmikroskop gemäß den Lehren
der vorliegenden Erfindung zeigt.
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5 eine
schematische Darstellung noch einer anderen bevorzugten Ausführungsform
eines zweckbestimmten Gas-Rückstreuelektronendetektors
für ein
atmosphärisches
Rasterelektronenmikroskop gemäß den Lehren
der vorliegenden Erfindung.
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6 eine
Draufsicht einer bevorzugten Ausführungsform eines mehrfach segmentierten
Elektronendetektors zur Verwendung in Verbindung mit den zweckbestimmten
Gas-Rückstreuelektronendetektoren
der 3 bis 5.
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7 eine
schematische Darstellung einer bevorzugten Ausführungsform eines Doppelelektronendetektors
für ein
ESEM gemäß den Lehren
der vorliegenden Erfindung, der sowohl Sekundärelektronen- als auch Rückstreuelektronensignale
sammelt.
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8 eine
schematische Darstellung des Doppelelektronendetektoraufbaus der 7,
die einen verhältnismäßig langen
Gasweg für
den Primärstrahl
zeigt.
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9 eine
schematische Darstellung einer Verbesserung im Doppelelektronendetektor
der 7, die insbesondere die Hinzufügung eines Isolierkegels zum
Doppelelektronendetektor zeigt, um einen kürzeren Gasweg für den Elektronenstrahl
bereitzustellen.
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Nun
auf 2 bezugnehmend, wird das frühere atmosphärische Rasterelektronenmikroskop
der US-Patente Nr. 5,362,964 und 5,412,211 dargestellt. In diesem
atmosphärischen
Rasterelektronenmikroskop ist eine Vorrichtung zur Erzeugung, Verstärkung und
Detektion von Sekundär-
und Rückstreuelektronen
vorgesehen, die von einer Oberfläche
einer Probe ausgehen, die untersucht wird. Insbesondere wird ein
Elektronenstrahl 32 durch eine (nicht gezeigte) Elektronenkanone
durch eine elektronenoptische Säule 34 und
den Objektivlinsenaufbau 31 emittiert. Innerhalb der elektronenoptischen
Säule 34 wird
der Elektronenstrahl einer Differentialpumpanlage ausgesetzt, wie
in den US-Patenten Nr. 4,823,006 und 5,250,808 offenbart. Die elektronenoptische
Säule 34 weist
eine Enddruckbegrenzungsöffnung 36 an
ihrem unteren Ende auf. Die Enddruckbegrenzungsöffnung 36 ist im unteren
Ende eines Öffnungsträgers 35 ausgebildet.
Dieser Öffnungsträger 35 wird
im US-Patent Nr. 4,823,006 offenbart. Der Elektronenstrahl geht
durch Magnetlinsen 37 und 39, die verwendet werden,
um die Intensität
des Elektronenstrahls zu steuern. Eine Fokussiereinrichtung 40,
die innerhalb des Objektivlinsenaufbaus 31 benachbart zur
Vakuumsäule
angeordnet ist, ist zum Richten des Elektronenstrahls durch die
Enddruckbegrenzungsöffnung 36 imstande.
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In
der früheren
ESEM-Konstruktion der 2 wird der Strahl anschließend durch
eine Enddruckbegrenzungsöffnung 36 in
eine Probenkammer 42 gerichtet, wobei er auf eine Probe 44 auftrifft,
die auf einem Probentisch 46 gehalten wird. Der Probenträger oder
Tisch 46 ist innerhalb der Probenkammer 42 angeordnet und
ist positioniert, um die Probe 44 annähernd 1 bis 25 mm und vorzugsweise
1 bis 10 mm unter der Enddruckbegrenzungsöffnung 36 zu halten,
um den Elektronenstrahl mit der Probe wechselwirken zu lassen. Die Probenkammer 42 ist
unter der elektronenoptische Säule 34 angeordnet
und ist imstande, die Probe 44, die von Gas, vorzugsweise
Stickstoff oder Wasserdampf, mit einem Druck von annähernd zwischen
1,3 N/m2 und 6,6 kN/m2 (10-2 bis 50 Torr) umgeben ist, mit der Enddruckbegrenzungsöffnung 36 ausgerichtet
zu halten, so daß eine
Oberfläche
der Probe dem Ladungsteilchenstrahl ausgesetzt werden kann, der
von der Elektronenkanone ausgeht und durch die Enddruckbegrenzungsöffnung 36 geführt wird.
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Eine
bevorzugte Ausführungsform
eines zweckbestimmten Gas-Rückstreuelektronendetektors,
der nur Rückstreuelektronensignale
sammelt, wird in 3A dargestellt. In diesem Elektronendetektor
geht der Elektronenstrahl von der elektronenoptischen Säule durch
eine zentrale Öffnung 50 einer
Wandlerplatte 52 und dann durch eine zentrale Öffnung 54 eines
Detektorglieds 56 vor der Probe 58. Die Wandlerplatte 52 dient auch
als die Druckbegrenzungsöffnung
(die 36 in 2 entspricht) zwischen der Probenkammer
und der Elektronensäule.
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In
der in 3A gezeigten Ausführungsform
liegt das Detektorglied 56 in der Form eines Sammelgitters
vor, das eine Drahtgeflechtstruktur aufweist. Die Wandlerplatte 52 und
das Sammelgitter 56 werden in der gasförmigen Umgebung der ESEM-Probenkammer 60 gehalten.
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Das
Sammelgitter 56 wird auf Massepotential gehalten und sammelt
folglich das Sekundärelektronensignal
nicht, das an der Probe erzeugt wird. Die Wandlerplatte 52 wird
durch eine Stromversorgung 62 auf einer negativen Spannung
gehalten.
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Wie
in den 3A und 3B schematisch
dargestellt, werden die Rückstreuelektronen
(oder BSE) 63 durch Perforationen 64 gehen, die
in der Drahtgeflechtstruktur des Sammelgitters 56 vorgesehen
sind, und die Wandlerplatte 52 treffen. Dies wird Sekundärelektronen
an der Oberfläche
der Wandlerplatte 52 erzeugen. Der Vereinfachung halber
werden diese Sekundärelektronen,
die an der Oberfläche
der Wandlerplatte 52 erzeugt werden, hierin als „umgewandelte
Rückstreuelektronen" bezeichnet. Diese
umgewandelten Rückstreuelektronen
werden im Gas der Probenkammer durch das elektrische Feld verstärkt, das
zwischen der Wandlerplatte 52 und dem Sammelgitter 56 in
derselben Weise erzeugt wird, in der in den herkömmlichen Gas-Sekundärelektronendetektoren
Sekundärelektronen
verstärkt
werden, die von der Oberfläche
der Probe ausgehen.
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Außerdem ist
es bekannt, daß eine
Signalverstärkung
in der gasförmigen
Umgebung der ESEM-Probenkammer einen Abstand von annähernd 1
bis 5 mm erfordert, um eine ausreichende Verstärkung des Elektronensignals
zu erhalten. Folglich sollten die Wandlerplatte 52 und
das Detektorglied, wie das Sammelgitter 56 ebenso annähernd 1
bis 5 mm beabstandet sein.
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Diese
umgewandelten Rückstreuelektronensignale
werden dann durch das Sammelgitter 56 zur weiteren Verstärkung durch
den Signalverstärker 55 gesammelt.
Folglich wird eine Elektronendetektor-Anordnung entworfen, die überhaupt
keine Sekundärelektronensignale
sammelt, sondern statt dessen nur ein verstärktes umgewandeltes BSE-Signal
sammelt.
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In
der alternativen Ausführungsform
der 4 wird das Sammelgitter 56 durch eine
Sammelplatte 66 ersetzt. Die Sammelplatte 66 weist
eine verhältnismäßig große zentrale Öffnung 68 auf,
um die BSE dort hindurch gehen zu lassen, ist jedoch klein genug,
so daß die
umgewandelten BSE adäquat
gesammelt werden.
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5 stellt
einen alternativen zweckbestimmten Gas-Elektronendetektor dar, wobei ein Kollektorring 70 genutzt
wird, um die verstärkten
umgewandelten BSE-Signale sammeln. Der Kollektorring 70 ist
vorzugsweise kreisförmig
und dessen Fläche
ist klein genug, um es zuzulassen, das der größte Teil der Rückstreuelektronen
unbehindert zur Wandlerplatte 52 geht.
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In
vielen Anwendungen der ESEM ist es möglich, daß die Signalelektroden (Gitter,
Platten oder Ringe) durch das Material verschmutzt werden können, das
durch Experimente mit der Probe erzeugt wird. Es ist daher wünschenswert,
daß die
Signalelektroden ohne Beschädigung
gereinigt werden können.
Daher sind die Sammelplatte der 3A und
der Kollektorring der 4 in dieser Hinsicht vorteilhaft,
da es schwierig ist, das Sammelgitter zu reinigen und die offene
Struktur für
eine hohe Transmission der BSE aufrechtzuerhalten.
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Das
durch die Sammelelektrode gesammelte Signal kann vergrößert werden,
indem die Wandlerplatte 52 aus einem Material hergestellt
wird, das die Rückstreuelektronen
wirksam in Sekundärelektronen
umwandelt. Es ist bekannt, daß Gold
eine hohe Ausbeute von SE aus den BSE erzeugt, und es können bestimmte andere
Materialien, wie Magnesiumoxid verwendet werden.
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Ferner
besteht die vorherrschende Verwendung für eine Rückstreuelektronendetektorabbildung
darin, Bilder zu erzeugen, die einen Materialkontrast mit minimaler
topographischen Information zeigen. In diesem Fall muß der Detektor
symmetrisch um die Primärstrahlachse
sein, wie oben gezeigt.
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Jedoch
gibt es einen Bedarf nach der Fähigkeit,
ein „topographisches" BSE-Bild zu zeigen,
was im allgemeinen durch Verwendung einer geteilten Sammelvorrichtung 72,
wie der in 6 gezeigten, zur Sammlung des
Elektronensignals geschieht. Die geteilte Sammelvorrichtung 72 weist
zwei Segmente 72a und 72b auf, deren Signale addiert
werden, um einen normalen Materialkontrast zu erhalten, und subtrahiert
werden, um ein topographisches Bild zu erhalten.
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Die
zweckbestimmte Gas-Rückstreuelektronendetektor-Anordnung
der 3A, 3B, 4 und 5 kann
auch verwendet werden, um einen einfachen kostengünstigen
Detektor zu schaffen, der leicht zwischen einer Sekundärelektronendetektion,
Rückstreuelektronendetektion
oder beidem zusammen umgeschaltet werden kann. Dieser Doppeldetektor
zur Sammlung von Sekundärelektronen-
und Rückstreuelektronensignalen
wird in 7 dargestellt.
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Im
Vergleich zu den Detektoranordnungen, die in den
3A,
3B,
4 und
5 dargestellt werden,
ist die/das Kollektor-Platte/Gitter/Gitter
in
7 auf eine Spannung von V1 vorgespannt. Die Wandlerplatte
52 ist
auf eine Spannung von V2 vorgespannt. Wenn Vg die Spannung ist,
die benötigt
wird, um die erforderliche Verstärkung
des Elektronensignals zu erhalten, gibt die folgende Tabelle die
Elektronensignale, die auf dem/der Sammelgitter/Sammelplatte/Kollektorring
gesammelt werden, wie folgt an:
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Um
die erforderliche Verstärkung
des Elektronensignals zu erhalten, liegt Vg typischerweise im Bereich
von annähernd
100 bis 500 Volt.
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8 veranschaulicht
den Doppelelektronendetektor mit einem verhältnismäßig langen Gasweg für den Primärstrahl.
Die Probe 58 muß annähernd 1
bis 5 mm unter dem Kollektorring 70 angeordnet sein, um eine
adäquate
Verstärkung
der Sekundärelektronensignale
zu erzeugen. Außerdem
ist der Kollektorring 70 annähernd 1 bis 5 mm von der Wandlerplatte 52 angeordnet,
um eine ausreichende Verstärkung
des Rückstreuelektronensignals
zu erhalten. Folglich muß sich
in der Doppeldetektoranordnung der 8 der Primärelektronenstrahl
durch annähernd
2-10 mm Gas bewegen. Dies kann einen beträchtlichen Strahlverlust erzeugen und
zu einer reduzierten Leistung führen.
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Folglich
ist ein verbesserter Doppelelektronendetektor entworfen worden,
der den Gasweg für
den Primärstrahl
verkürzt.
Diese verbesserte Doppeldetektoranordnung wird in 9 dargestellt.
Wie darin gezeigt wird, ist ein isolierter Kegel 80 unter
der Wandlerplatte 52 abgedichtet. Die untere Öffnung 81 des
Isolierkegels 80 bildet die Druckbegrenzungsöffnung,
die der Probe sehr viel näher
liegt. Der Kegel 80 muß aufgrund
der Hochspannungen, die zwischen dem Detektorring 70 und
der Wandlerplatte 52 vorhanden sein können, elektrisch isoliert sein.
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Die
vorliegende Erfindung richtet sich auch auf die Wirkung des Gaswegs
auf den Primärstrahl.
Zu diesem Zweck beschreibt das US-Patent Nr. 5,250,808 früher die
Integration des Gasdetektors mit einer Differentialpumpanlage, um
selbst bei einem hohen Gasdruck in der Probenkammer ein Hochvakuum
in der Elektronensäule
zuzulassen.
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In
früheren
Gas-Sekundärelektronendetektoren,
die in atmosphärischen
Rasterelektronenmikroskopen verwendet wurden, geht der Primärstrahl
durch dieselbe Hochdruckgaszone, die zur Ver stärkung verwendet wird. Dies
bewirkt infolge der Wechselwirkung zwischen dem Primärstrahl
und dem Gas einen gewissen Verlust des Primärstrahls. Mit einem Abstand
von 1 bis 5 mm ist der Verlust üblicherweise
akzeptabel.
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Jedoch
muß sich
bei der Verwendung der zweckbestimmten Gas-Rückstreuelektronendetektoren
der vorliegenden Erfindung der Primärstrahl durch das Gas zwischen
der Wandlerplatte und der/dem Sammelplatte/-Gitter/-Ring bewegen.
Die Probe kann vorteilhafterweise für die Rückstreuelektronendetektion
nahe dem Kollektorgitter angeordnet werden, da sich der Kollektorring
auf einer Spannung von null befindet. Um daher den Gasweg für den Primärstrahl
im Gas-Rückstreuelektronendetektor
der vorliegenden Erfindung zu minimieren, kann die Probe nahe dem
Sammelgitter angeordnet werden, und es kann immer noch die erforderliche Gasverstärkung erhalten
werden.
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Folglich
ist gemäß den allgemeinen
Aufgaben der vorliegenden Erfindung ein verbesserter Elektronendetektor
für ein
atmosphärisches
Rasterelektronenmikroskop bereitgestellt worden, der in der Form
eines zweckbestimmten Gasdetektors vorliegt, der dazu bestimmt ist,
nur Rückstreuelektronensignale
zu sammeln. Dieser zweckbestimmte Gasdetektor bewirkt außerdem eine
Verstärkung
der Signale auf einen ausreichend hohen Pegel, um das Rauschen der
folgenden elektronischen Detektoren niedrig zu machen. Außerdem läßt die vorliegende
Erfindung auch einen einfachen, kostengünstigen Elektronendetektor
zu, der leicht zwischen einer Sekundärelektronendetektion, Rückstreuelektronendetektion
oder beiden zusammen umgeschaltet werden kann.