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DE69922293T2 - Verfahren zur Kontrolle der Produktion einer mit einer Linse versehenen Photofilmeinheit - Google Patents

Verfahren zur Kontrolle der Produktion einer mit einer Linse versehenen Photofilmeinheit Download PDF

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Publication number
DE69922293T2
DE69922293T2 DE69922293T DE69922293T DE69922293T2 DE 69922293 T2 DE69922293 T2 DE 69922293T2 DE 69922293 T DE69922293 T DE 69922293T DE 69922293 T DE69922293 T DE 69922293T DE 69922293 T2 DE69922293 T2 DE 69922293T2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
data
film
memory
unit
photo film
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE69922293T
Other languages
English (en)
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DE69922293D1 (de
Inventor
Akihiro Minami-Ashigara-shi Sanda
Hiroshi Minami-Ashigara-shi Hara
Shoichi Minami-Ashigara-shi Uchida
Kazuhito Minami-Ashigara-shi Iwase
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Fujifilm Corp
Original Assignee
Fuji Photo Film Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
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Priority claimed from JP11154686A external-priority patent/JP2000347356A/ja
Priority claimed from JP11156172A external-priority patent/JP2000347353A/ja
Application filed by Fuji Photo Film Co Ltd filed Critical Fuji Photo Film Co Ltd
Application granted granted Critical
Publication of DE69922293D1 publication Critical patent/DE69922293D1/de
Publication of DE69922293T2 publication Critical patent/DE69922293T2/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Description

  • Hintergrund der Erfindung
  • 1. Gebiet der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Steuern der Herstellung oder des Recyclings von Fotofilmpatronen oder mit einem Objektiv ausgerüsteten Fotofilmeinheiten, insbesondere auf ein Verfahren zur Verwaltung von Information unter Verwendung von IS-Speichern, die auf der Fotofilmpatrone oder der Filmeinheit befestigt sind, und das zur Verwendung bei der Kontrolle des Herstellungsprozesses, des Recyclingprozesses und der Qualität der Fotofilmpatronen oder der mit einem Objektiv ausgerüsteten Fotofilmeinheiten bestimmt ist.
  • 2. Technischer Hintergrund
  • JPB Nr. 4-59627 offenbart ein Fertigungssteuerungsverfahren zum Steuern der Herstellung und Verpackung von Fotofilmpatronen, bei dem halbfertige Produkte, Produkte oder Bauteile jeweils einzeln mit einem optisch lesbaren Kennzeichen, etwa einem Barcode, ausgestattet werden, das in geeigneten Stadien der Herstellung von einem optischen Sensor zu Unterscheidungszwecken ausgelesen wird. Ein allgemeines Fertigungssteuerungsverfahren, in dem Barcodes als Kennzeichen verwendet werden, wobei die Barcodes zur Unterscheidung zwischen Bauteilen, halbfertigen Produkten, Produkten und Verpackungsmaterialien verwendet werden, um eine Verwechslung zwischen verschiedenen Arten von Bauteilen zu verhindern und den Fluss verpackter Produkte zu steuern, ist in JPB Nr. 57-28131 offenbart.
  • Diese Fertigungssteuerungsanlagen, in denen Kennzeichen oder Barcodes verwendet werden, können keine zum Verfolgen der Herstellungsgeschichte von Produkten ausreichende Datenmenge bearbeiten. Da eine Fotofilmpatrone eines neuen Typs, der als Typ IX 240 bezeichnet wird, im Vergleich zu einer konventionellen Fotofilmpatrone, wie etwa einer Fotofilmpatrone vom Typ 135, aus vielen Komponenten oder Teilen besteht, ist es wünschenswert, für jedes Bauteil Daten zu speichern, und zwar nicht nur, um eine Verwechslung zwischen verschiedenen Arten von Teilen zu verhindern, sondern auch, um die Verfolgbarkeit der Herstellungsgeschichte der Fotofilmpatrone zu verbessern.
  • US-Patent Nr. 5,896,293 offenbart ein Verfahren zur Verwaltung von Informationen für die Herstellung von Fotofilmpatronen, in dem die Herstellungsprozesse der Fotofilmpatronen von Computern überwacht werden. Daten, die von den jeweiligen Prozessen, einschließlich Zufuhrprozessen der Rohmaterialien, erhalten werden, werden von lokalen Computern in einem Echtzeitverfahren gesammelt und zu einem Hauptrechner, der als Computer zur Überwachung von Herstellungsinformationen bezeichnet wird, übertragen, um sie zu einer Datenbank zusammenzufassen, so dass die Datenbank für viele Zwecke, wie etwa die Fertigungssteuerung, die Prozesssteuerung und die Qualitätskontrolle, verwendet werden kann.
  • In Fertigungsstraßen und Verpackungsstraßen für die Fotofilmpatronen des Typs IX 240 werden alle halbfertigen Produkte, Produkte oder Verpackungsmaterialien, oder Stichproben davon, Prüfungen unterzogen. Um das meiste aus den während der Prüfungen erhaltenen Daten zu machen, ist es notwendig, die Prüfdaten auf einzelne halbfertige Produkte oder Produkte oder auf Herstellungslose zu beziehen. Um all die Daten, die sich auf die Herstellung beziehen, einschließlich der Prüfdaten, zum Erstellen der Datenbank auf den Computer zur Überwachung der Herstellungsinformation zu übertragen, ist jedoch eine sehr große Speicherkapazität erforderlich. Deshalb ist es unvermeidlich, dass die Kosten für die Verwaltung der Informationen zunehmen.
  • Eine mit einem Objektiv ausgestattete Fotofilmeinheit, der Einfachheit halber als Filmeinheit bezeichnet, ist als Produkt, das eine Fotofilmpatrone enthält und einfache Mechanismen für die Fotografie aufweist, bekannt. Nach dem Aufnehmen aller verfügbaren fotografischen Bilder wird die gesamte Filmeinheit zu einer Fotofertigungsanlage befördert. Die Fotofertigungsanlage entfernt die Fotofilmpatrone, die einen Streifen belichteten Film enthält, zum Entwickeln und Abziehen aus einem Einheitsgehäuse. Der entwickelte Filmstreifen und die abgezogenen Fotos werden dem Fotografen zurückgegeben.
  • Da die konventionelle Filmeinheit nur eine Losnummer aufweist, ist es anhand der Losnummer lediglich möglich, das Herstellungsdatum, die Fließbandnummer und andere eingeschränkte Herstellungsdaten zu erfahren. Wenn nach der Auslieferung ein Problem mit der Filmeinheit auftritt, ist es deshalb schwierig, die Ursache des Problems zu verfolgen und somit eine vorbeugende Maßnahme gegen das Problem zu ergreifen.
  • Es ist in der Technik bekannt, auf dem Filmstreifen einer begrenzten Anzahl von Filmeinheiten vorher ein Servicebild oder Servicebilder, etwa eine Abbildung oder ein Titelblatt, aufzuzeichnen. Die Gestaltung des Servicebildes variiert, je nachdem, wo man erwartet, dass die Filmeinheit verkauft oder ausgeliefert wird. Üblicherweise werden die Gestaltung einer äußeren Abdeckung, die am Gehäuse der Filmeinheit befestigt wird, und die eines Verpackungsmaterials oder eines Beipackzettels der Filmeinheit entsprechend dem Servicebild geändert. Selbst bei solchen Filmeinheiten, die kein Servicebild aufweisen, liegen die Gestaltungen der äußeren Abdeckung und des Verpackungsmaterials üblicherweise in vielen Varianten vor. Um solche speziellen Filmeinheiten herzustellen, werden in der konventionellen Fertigungssteuerungsanlage spezielle äußere Abdeckungen und spezielle Verpackungsmaterialien anstelle der standardmäßigen äußeren Abdeckungen und der standardmäßigen Verpackungsmaterialien eingesetzt, nachdem eine Anzahl standardmäßiger Filmeinheiten hergestellt wurde, um standardmäßige äußere Abdeckungen und standardmäßige Verpackungsmaterialien, die zuvor in die Fertigungsstraße eingesetzt wurden, aufzubrauchen.
  • Da es notwendig ist, abzuwarten, bis die Fertigungsstraße die Herstellung einer vorbestimmten Anzahl standardmäßiger oder anderer Filmeinheiten abgeschlossen hat, und die äußeren Abdeckungen und Verpackungsmaterialien mit solchen eines anderen Typs zu ersetzen, verringert die Herstellung einer großen Vielfalt von Filmeinheiten die Herstellungseffizienz. Außerdem ist es notwendig, zu überprüfen, ob die Kombination aus der äußeren Abdeckung, dem Verpackungsmaterial, dem Einheitsgehäuse und der Filmpatrone stimmt. Dies führt zu einem Anstieg der gesamten Herstellungskosten.
  • Um industriellen Abfall zu verringern und Umweltverschmutzungen zu verhindern, ist es erforderlich, aufgebrauchte Industrieprodukte für das Recycling wiederzugewinnen. Das Recycling eines Produkts kann darin bestehen, die Bauteile so wiederzuverwenden, wie sie sind oder Materialien der Bauteile zum Ausbilden der gleichen oder anderer Bauteile wiederzuverwenden. Im Folgenden wird eine Wiederverwendung des Materials als Materialrecycling bezeichnet, während eine Wiederverwendung von Bauteilen einfach als Wiederverwendung bezeichnet wird. JPA Nr. 5-93950 offenbart ein Verfahren, anzuzeigen und zu erkennen, wie oft und wann die Filmeinheit recycelt wurde.
  • Ferner offenbart JPA Nr. 6-161042 eine automatische Demontagestraße für gebrauchte Filmeinheiten, in der Schnappverbindungen zwischen Teilen der Filmeinheiten gelöst werden, um wiederverwendbare Teile und solche für das Recycling von der gebrauchten Filmeinheit zu trennen. Da die verbindenden Teile je nach Typ der Filmeinheit unterschiedlich angeordnet sind, ist es notwendig, die gebrauchten Filmeinheiten nach Typ zu sortieren, bevor sie der automatischen Demontagestraße zugeführt werden. Für das Sortieren ist in JPA Nr. 6-160048 eine Anlage zum Unterscheiden eines Typs der Filmeinheit, in der die Filmeinheit in einer vorbestimmten Stellung positioniert und von einer CCD-Kamera fotografiert wird, offenbart. Der Typ der Filmeinheit wird bestimmt, indem Bilddaten von der CCD-Kamera mit zuvor abgespeicherten Bilddaten verglichen werden.
  • Die wiederverwendbaren Bauteile müssen überprüft werden, ob sie tatsächlich wiederverwendbar sind oder nicht. US-Patent Nr. 5,659,491 offenbart eine Prüfvorrichtung für eine Blitzeinheit, die in der Filmeinheit verwendet wird, und eine Anlage zum Unterscheiden zwischen wiederverwendbaren Blitzeinheiten, reparierbaren Blitzeinheiten und anderen. Die Prüfvorrichtung führt einen Test des Erscheinungsbilds und Prüfungen mechanischer und elektrischer Funktionen durch. Jede Blitzeinheit wird auf einer Palette platziert und der Reihe nach zu verschiedenen Prüfstufen befördert. Die Palette ist mit einer ID-Einheit zum Abspeichern von Daten, die bei den jeweiligen Prüfungen erhalten wurden, ausgestattet. Die ID-Einheit besteht aus einem Abschnitt zum Senden und Empfangen von Infrarotlicht, einer Kommunikationsschnittstelle, einer CPU und einem Speicher. Nach Abschluss aller Prüfungen werden Daten, die in der ID-Einheit jeder Palette gespeichert sind, zur Beurteilung jeweiliger Prüfpunkte und zur Gesamtprüfung ausgelesen.
  • Da die CCD-Kamera und das Gerät zum Unterscheiden von Bildern zum Unterscheiden des Typs von Filmeinheiten auf Grundlage von Bilddaten teuer sind, ist die Anlage zur Unterscheidung von Typen, die in dem obengenannten Stand der Technik offenbart wird, teuer. Außerdem kann die Anlage zum Unterscheiden von Typen nicht zwischen solchen Typen, die das gleiche äußere Erscheinungsbild haben, unterscheiden. Außerdem ist die Unterscheidungsanlage des obengenannten US-Patents teuer, da viele Pa letten mit ID-Einheiten, von denen jede eine CPU enthält, verwendet werden. Außerdem müssen die Paletten geprüft werden, was die Anzahl von Prozessen, die für die Unterscheidung notwendig sind, erhöht.
  • Weitere Beispiele von Verfahren für die Herstellung und das Recycling sind in JP-A-09 197539, JP-A-08 069091 und JP-A-08 334866 offenbart.
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Im Hinblick auf das Vorhergehende ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zum Steuern der Herstellung von Fotofilmpatronen oder Filmeinheiten bereitzustellen, das eine große Menge von Informationen, die für die Herstellung notwendig ist, mit hoher Effizienz verwaltet, eine geringere Speicherkapazität des Informationsüberwachungscomputers erfordert und die Kosten der Verwaltung der Information senkt.
  • Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zum Steuern der Herstellung von Fotofilmpatronen oder Filmeinheiten bereitzustellen, das es ermöglicht, den Typ jedes Produkts, halbfertigen Produkts oder Bauteils während der Herstellung effizient und mit geringen Kosten zu unterscheiden.
  • Noch eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zum Verwalten von Informationen über Fotofilmpatronen oder Filmeinheiten bereitzustellen, das die Zurückverfolgbarkeit der Fotofilmpatronen oder Filmeinheiten während der Herstellung und der Wartungsdienste verbessert.
  • Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zum Recycling von Filmeinheiten bereitzustellen, das es ermöglicht, effizient und mit geringen Kosten den Typ jeder Filmeinheit zu unterscheiden und die Qualität der recycelten Filmeinheiten zu kontrollieren.
  • Um die obigen Aufgaben zu lösen, stellt die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Steuern der Herstellung einer mit einem Objektiv ausgestatteten Fotofilmeinheit nach Anspruch 1 zur Verfügung.
  • Das Verfahren zum Steuern der Herstellung einer mit einer Linse ausgestatteten Fotofilmeinheit umfasst die in Anspruch 1 definierten Schritte.
  • Da in dem IS-Speicher jeden Produkts Daten, die für die Herstellung der Fotofilmpatrone benötigt werden, gespeichert werden, ist es möglich, Information mit hoher Effizienz zu verwalten, ohne dass eine sehr große Speicherkapazität des Informationsüberwachungscomputers notwendig wäre. Indem die während des Herstellungsprozesses erhalten Daten im IS-Speicher jeden Produkts gespeichert werden, ist es möglich, in jedem Stadium des Herstellungsprozesses und sogar nach der Auslieferung die Daten aus dem IS-Speicher abzurufen. Deshalb wird die Zurückverfolgbarkeit der Fotofilmpatronen oder Filmeinheiten während der Herstellung und bei dem Wartungsdienst deutlich verbessert.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • Die obigen und weitere Aufgaben und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden anhand der folgenden ausführlichen Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen sichtbar, wenn diese zusammen mit den beigefügten Zeichnungen, die lediglich Zwecken der Veranschaulichung dienen und somit die vorliegende Erfindung nicht einschränken, gelesen wird, wobei in den verschiedenen Ansichten gleiche Bezugszeichen gleiche oder entsprechende Teile kennzeichnen und wobei:
  • 1 eine perspektivische Ansicht einer Fotofilmpatrone, die gemäß einem Fertigungssteuerungsverfahren nach der vorliegenden Erfindung hergestellt wurde, ist;
  • 2 ein Funktionsblockdiagramm ist, das den gesamten Produktionsprozess der Fotofilmpatrone veranschaulicht;
  • 3 eine erklärende Ansicht ist, die Datenformate von Daten, die in einen Computer zur Überwachung von Herstellungsinformationen eingegeben und von einem solchen ausgegeben werden, veranschaulicht;
  • 4 ein Funktionsblockdiagramm ist, das eine Montagestraße für Patronen, eine Filmaufwickelstraße und eine Verpackungsstraße veranschaulicht;
  • 5 ein Funktionsblockdiagramm ist, das den Arbeitsgang und den Datenfluss in der Filmaufwickelstraße veranschaulicht;
  • 6 eine perspektivische Ansicht einer mit einem Objektiv ausgestatteten Fotofilmeinheit, die gemäß einem Fertigungssteuerungsverfahren der vorliegenden Erfindung hergestellt wurde, ist;
  • 7 eine perspektivische Explosionsansicht eines Einheitsgehäuses der Filmeinheit der 6 ist;
  • 8 ein Funktionsblockdiagramm ist, das den Arbeitsgang und den Datenfluss in den Fertigungsstraßen für Filmeinheiten veranschaulicht;
  • 9 eine perspektivische Ansicht eines Einheitsgehäuses und einer äußeren Abdeckung einer mit einem Objektiv ausgestatteten Fotofilmeinheit, die gemäß einem Recyclingverfahren der vorliegenden Erfindung recycelt werden soll, ist;
  • 10 eine perspektivische Explosionszeichnung der Gehäuseeinheit der 9 ist;
  • 11 ein Funktionsblockdiagramm ist, das den gesamten Recyclingprozess der Filmeinheit veranschaulicht;
  • 12 ein schematisches Schaubild ist, das eine Stufe zur Unterscheidung des Typs einer Einheit und zum Sortieren in einer Sortierstraße veranschaulicht;
  • 13 ein Flussdiagramm ist, das den Prüfprozess in einer Prüfstraße für wiederverwendbare Blitzeinheiten veranschaulicht; und
  • 14 ein Flussdiagramm ist, das einen elektrischen Prüfprozess für wiederverwendbare Blitzeinheiten veranschaulicht.
  • Ausführliche Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform
  • 1 zeigt eine Fotofilmpatrone, die mit einem Fertigungssteuerungsverfahren gemäß der Erfindung hergestellt wurde. Die Fotofilmpatrone 2 besteht aus einer Patronenhülse 3 und einer darin enthaltenen Rolle eines Fotofilmstreifens 4. Die Fotofilmpatrone 2 hat im Wesentlichen den gleichen Aufbau wie eine vom so genannten Typ IX 240, abgesehen davon, dass die Fotofilmpatrone 2 mit einem IS-Speicher 8 ausgestattet ist. Die Patronenhülse 3 besteht aus einem Paar Hülsenhälften 3a und 3b, die aus einem Plastikmaterial gebildet sind und eine Spule 5 ist drehbar zwischen den Hülsenhälften 3a und 3b angebracht. Ein Licht abschirmendes Türbauteil 6 ist in einer Filmöffnung 3d der Patronenhülse 3 befestigt. Das Türbauteil 6 wird von einem Türbetätigungsbauteil, das durch eine Öffnung 3c der Patronenhülse 3 mit dem Türbauteil 6 gekoppelt ist, gedreht, um die Filmöffnung 3d zu öffnen und zu schließen.
  • Wenn die Fotofilmpatrone 2 nicht benutzt wird, befindet sich die gesamte Länge des Filmstreifens 4 in der Patronenhülse 3 und das Türbauteil 6 ist geschlossen. Bei der Verwendung der Fotofilmpatrone wird das Türbauteil 6 geöffnet und anschließend die Spule 5 in einer Abwickelrichtung gedreht, um ein Vorspannband des Filmstreifens 4 durch die Filmöffnung 3d heraus vorzuschieben. Um zu verhindern, dass sich die Spule 5 dreht, während das Türbauteil 6 geschlossen ist, ist ein nicht gezeigter Spulenblockiermechanismus zwischen der Spule 5 und dem Türbauteil 6 verbunden.
  • Eine Datenscheibe 7 ist fest an der Spule 5 befestigt und liegt durch eine Öffnung der Patronenhülse 3 teilweise frei. Auf der Datenscheibe 7 befindet sich ein Barcode, der den Typ des Filmstreifens 4, wie etwa Farbfilm oder Schwarz-Weiß-Film, Negativfilm oder Positivfilm, die Größe des Filmstreifens 4, d.h. die Anzahl verfügbarer Aufnahmen, die Filmempfindlichkeit und andere Filmdaten repräsentiert.
  • Der IS-Speicher 8 besteht aus Speicherchips und einem Substrat, auf dem mehrere Kontakte und ein Steuerschaltkreis zur Steuerung der Ein- und Ausgabe ausgebildet sind. Die Speicherchips sind ein nicht flüchtiger Speicher, der in der Lage ist, Daten zu schreiben, zu löschen und zu überschreiben, beispielsweise ein EEPROM. Die sechs Kontakte in dieser Ausführungsform liegen an der Außenseite der Patronenhülse 3 frei und werden als Stromquellenanschluss, als Masseanschluss, als Anschluss zur seriel len Dateneingabe, als Anschluss zur seriellen Datenausgabe, als Taktanschluss bzw. als Anschluss zum Auswählen eines Chips verwendet.
  • Ein Etikett 9 wird über die Hülsenhälften 3a und 3b um die Patronenhülse 3 gelegt. Auf das Etikett 9 sind geschriebene Informationen 9a über den Typ, die Größe und die Empfindlichkeit des Filmstreifens 4, eine Identifikationsnummer 9b der Patronenhülse 3 und ein Barcode 9c gedruckt. Der Barcode 9c ist für die Identifikationsnummer 9b, den Filmtyp, die Filmgröße und die Filmempfindlichkeit repräsentativ.
  • Der Filmstreifen 4 weist auf seiner Rückseite eine durchsichtige magnetische Aufzeichnungsschicht auf. Ferner sind auf seitlichen Bereichen des Filmstreifens Bildnummern und Informationen über den Filmstreifen 4, die den Typ, die Größe, die Empfindlichkeit, den Namen des Herstellers und eine Identifikationsnummer des Filmstreifens 4 enthalten, in Form latenter Bilder aufgezeichnet.
  • Da die Fotofilmpatrone vom Typ IX 240 aus mehr Einzelteilen besteht als eine konventionelle Fotofilmpatrone vom Typ 135, werden Daten, die für die Herstellung der Fotofilmpatrone vom Typ IX 240 notwendig sind und während dieser erhalten werden, von einem Computer zur Überwachung von Herstellungsinformationen überwacht, um eine Verwechslung zwischen verschiedenen Bauteilen zu verhindern und die Identifikationsnummer der Patronenhülse 3 mit der des Filmstreifens 4 zu vereinigen.
  • 2 zeigt eine Übersicht über den Herstellungsprozess der Fotofilmpatrone 2. Eine Hauptrolle wird hergestellt, indem auf einer Fläche einer breiten Bahn eines Filmgrundmaterials eine Emulsionsschicht ausgebildet wird und eine der Emulsionsschicht gegenüberliegende Fläche mit der durchsichtigen Magnetschicht beschichtet wird. Auf einer Spule der Hauptrolle oder auf dem äußeren Ende der Hauptrolle werden eine Herstellungslosnummer und die Nummer der Emulsion in Form eines Barcodes oder in Form von magnetischen Daten bereitgestellt. Die Hauptrolle wird in zusammenhängende Streifen mit der gleichen Breite wie der Filmstreifen 4 geschnitten. Die zusammenhängenden Streifen werden jeweils auf Spulen zu Rollen gewickelt, die im Folgenden als geschnittene Rollen bezeichnet werden.
  • Ein Etikett, auf dem sowohl eine Schnittnummer, auf der sowohl die ursprüngliche Position der geschnittenen Rolle auf der Hauptrolle in Querrichtung als auch die Herstellungslosnummer und die Emulsionsnummer der Ausgangsrolle aufgezeichnet sind, wird an der Spule und/oder dem äußeren Ende jeder Rolle des zusammenhängenden Streifens angebracht. Die geschnittenen Rollen, die aus der gleichen Hauptrolle hergestellt wurden, werden lichtdicht in ein automatisches Fahrzeug eingeladen und diese Fahrzeuge werden in einem Lagerraum gelagert. Sowohl die Daten der Hauptrollen und der geschnittenen Rollen, als auch die Anzahl der geschnittenen Rollen in einem Lager werden von dem Computer zur Überwachung von Herstellungsinformation überwacht, so dass es möglich ist, eine geeignete Anzahl gekennzeichneter, geschnittener Rollen zur Herstellung von Patronen aus dem Lagerraum zu nehmen.
  • Kunstharzkügelchen aus einem Rohmaterial werden Spritzgussmaschinen zugeführt, um die Hülsenhälften 3a und 3b auszubilden. Die ausgebildeten Hülsenhälften 3a und 3b sowie andere Bauteile, einschließlich der Spule 5, des Türbauteils 6, der Datenscheibe 7 und des IS-Speichers 8, werden nacheinander einem Fliessband zum Zusammenbau von Patronen zugeführt. Diese Bauteile werden auf Bauteiltabletts in den Fertigungslosen geladen und die Tabletts werden nacheinander der Montagestraße für Patronen zugeführt. Jedes einzelne Tablett hat eine Tablettidentifikationsnummer, mit der die Fertigungslose der jeweiligen Bauteile auf Grundlage der Tablettidentifikationsnummem, genauso wie in US-Patent Nr. 5,896,293 offenbart, identifiziert werden.
  • Das heißt, die Tablettidentifikationsnummer wird mit der Fertigungslosnummer der Bauteile auf dem Tablett in Beziehung gesetzt und Daten, die die Tablettidentifikationsnummem mit den Fertigungslosnummern der jeweiligen Bauteile in Beziehung setzen, werden von den Computern zur Überwachung der Herstellungsinformation gesteuert als eine Datenbank in einem Speicher abgespeichert. Deshalb ist es möglich, auf Grundlage der Tablettidentifikationsnummem die Produktionsgeschichtsdaten der Patronenhülsen 3, d.h. die Fertigungslosnummern der jeweiligen Bauteile jeder Patronenhülse 3 zu verfolgen, indem die Tablettidentifikationsnummer des Tabletts jedes Mal, wenn das Tablett der Montagestraße für Patronen zugeführt wird, in den Speicher übertragen wird. Wie später genauer ausgeführt, enthält die Montagestraße für Patronen einen Prozess zum Schreiben von Daten in den IS-Speicher. Nachdem der IS-Speicher 8 in die Patro nenhülse 3 eingebaut wurde, ist es möglich, einige der Herstellungsinformationen durch jede einzelne Patronenhülse 3 verwalten zu lassen.
  • Die geschnittenen Rollen, die Patronenhülsen 3 und die Etiketten 9 werden einer Filmaufwickelstraße zugeführt. In der Filmaufwickelstraße wird zuerst das Etikett 9 auf der Patronenhülse 3 angebracht. Vor dem Anbringen des Etiketts 9 wird der Barcode 9c auf dem Etikett 9 ausgelesen, um zu überprüfen, ob der Filmtyp und die Filmgröße, die durch den Barcode 9c angegeben werden, mit denen der hergestellten Fotofilmpatronen 2 übereinstimmen. Falls nicht, wird dem Bediener eine Warnung ausgegeben. In der Filmaufwickelstraße werden Perforationen durch den zusammenhängenden Streifen gebildet, Daten als latentes Bild auf den Seitenteilen des zusammenhängenden Streifens aufgezeichnet und anschließend der zusammenhängende Streifen in eine bestimmte Länge geschnitten, um den Filmstreifen 4 bereitzustellen. Anschließend wird der Filmstreifen 4 zu der Patronenhülse 3, die an einer vorbestimmten Position platziert ist, gebracht und ein hinteres Ende des Filmstreifens 4 wird unter Verwendung einer Filmeinsetzvorrichtung durch die Filmöffnung 3d in die Patronenhülse 3 eingesetzt, um das hintere Ende an der Spule 5 zu befestigen. Daraufhin wird die Spule 5 so angetrieben, dass sie sich in einer Aufwickelrichtung dreht, um die gesamte Länge des Filmstreifens 4 in die Patronenhülse 3 hinein aufzuwickeln. Anschließend wird das Türbauteil 6 geschlossen. Die Details des Verfahrens zum Aufwickeln des Films sind in JPA 7-120889 und JPA 7-325366 offenbart. Die fertigen Fotofilmpatronen 2 werden zu einer Verpackungsstraße geschickt, in der die Fotofilmpatronen 2 in eine Plastikhülle und eine Pappschachtel verpackt, mit einer Cellophanfolie umhüllt und zum Versand in eine Wellpappschachtel gepackt werden. Die Wellpappschachtel wird mit einer Verpackungsidentifikationsnummer ausgestattet, die ausgelesen und an den Computer zur Überwachung der Herstellungsinformationen übertragen wird. Die Verpackungsidentifikationsnummern werden zur Verwendung in der Lagerverwaltung als Datenbank abgespeichert.
  • Produktionseinrichtungen, die in den obengenannten Straßen verwendet werden, werden von lokalen Computern, die in den jeweiligen Straßen installiert sind, gesteuert und die lokalen Computer werden von dem Computer zur Überwachung der Herstellungsinformationen überwacht. Wie in 3 gezeigt, erstellt der Computer 10 zur Überwachung der Herstellungsinformation beim Empfang von Produktionsplandaten eine gemeinsame Produktionsauftragstabelle. Die Produktionsplandaten enthalten eine Auftragsnummer, eine Produktkurzbezeichnung des herzustellenden Filmpatronentyps, die Bestellnummer der herzustellenden Patronen und dergleichen. Der Computer 10 zur Überwachung von Herstellungsinformationen holt aus der Vorschriftstabelle auf Grundlage der Produktkurzbezeichnung, beispielsweise "AAAA", die in den Produktionsplandaten enthalten ist, Vorschriftsdaten heraus. Dadurch werden der Vorschriftstyp oder die Vorschriftsnummer, die Typen und Namen der Materialien und Bauteile, Herstellungsbedingungen und Prüfbedingungen, die zum Herstellen des Fotofilmpatronentyps "AAAA" notwendig sind, bestimmt.
  • Nachdem die Typen und Namen der notwendigen Materialien und Bauteile bestimmt wurden, greift der Computer 10 zur Überwachung von Herstellungsinformationen auf die Materialvorratsdaten zu, um Vorratsdaten auf einem Bildschirm anzuzeigen und so eine Prüfung zu ermöglichen, ob genug Materialien auf Lager sind, um die vom Produktionsplan bezeichnete notwendige herzustellende Anzahl von Fotofilmpatronen des bezeichneten Typs herzustellen. Wenn die Vorräte eines der benötigten Materialien knapp werden, zeigt der Bildschirm zusammen mit den Produktionsplandaten die Namen der knappen Materialien, den Fehlbetrag im Vergleich zum Produktionsplan und die maximale Anzahl von Fotofilmpatronen, die im Moment hergestellt werden können, an. Die Vorschriftstabelle speichert auch Kennsatzdaten als Ergänzungsdaten, beispielsweise die notwendige Erhöhung der tatsächlichen Stückzahl über die benötigte Stückzahl hinaus, die das Risiko oder die geschätzte Ausschussrate und den Funktionsfaktor berücksichtigen soll.
  • Wenn bestätigt ist, dass der Vorrat aller benötigten Materialien ausreicht, erstellt der Computer 10 zur Überwachung der Herstellungsinformationen die gemeinsame Produktionsauftragstabelle. In der gemeinsamen Produktionsauftragstabelle sind die Art der Vorschrift, die Stückzahl, die Namen der zu verwendenden Materialien, die Produktionsbedingungen und die Prüfbedingungen einer Auftragsnummer und der Produktkurzbezeichnung des Filmpatronentyps zugewiesen. Einige Einträge sind entsprechend dem Filmpatronentyp fest bestimmt und andere Einträge sind variabel. Beispielsweise sind der Name und die Bestellnummer jeden Materials automatisch durch den Filmpatronentyp bestimmt. Die Fertigungslosnummern der jeweiligen Materialien und einige der Herstellungs- und Prüfbedingungen können frei eingestellt werden.
  • Auch die Identifikationsnummern sind in den festen Einträgen enthalten. Dementsprechend bezieht sich der Computer 10 zur Überwachung der Herstellungsinformationen auf den Bereich der Identifikationsnummern, die der Reihe nach auf den bereits vorbereiteten Etiketten 9 aufgezeichnet sind, und vergleicht ihn mit der Anzahl von Fotofilmpatronen 2, deren Herstellung geplant ist, um den Bereich verwendbarer Identifikationsnummern zu bestimmen. Der Bereich verwendbarer Identifikationsnummern wird in der Produktionsauftragstabelle angezeigt.
  • Dadurch ist es möglich, diejenigen Materialien auszuwählen, die im Hinblick auf ihre Produktionsgeschichten als optimal festgelegt werden, indem ihre Fertigungslosnummern bezeichnet werden, so dass eine flexible Maßnahme zur Stabilisierung der Qualität ergriffen werden kann. Diese frei variablen Einträge können nicht nur durch den Computer 10 zur Überwachung von Herstellungsinformationen eingestellt werden, sondern auch durch die lokalen Computer. Wenn die wahlfreien Einträge durch die lokalen Computer eingestellt werden, werden die eingestellten Daten zu dem Computer 10 zur Überwachung der Herstellungsinformation zurückgeführt.
  • Alle gemeinsamen Produktionsauftragstabellen werden in einem Speicher 11 des Computers 10 zur Überwachung von Herstellungsinformationen gespeichert. Der Computer 10 zur Überwachung von Herstellungsinformationen sucht für die jeweiligen Fertigungsstraßen verschiedene Arten von Daten aus der gemeinsamen Produktionsauftragstabelle heraus, etwa die Namen der ausgewählten Materialien und deren Fertigungslosnummern, die Produktionsbedingungen und die Prüfbedingungen und schickt sie zusammen mit der Auftragsnummer, der Produktkurzbezeichnung, dem Vorschriftstyp und der Stückzahl an die lokalen Computer für die jeweiligen Fertigungsstraßen. Beispielsweise empfängt der lokale Computer zur Steuerung der Montagestraße für Patronen die Namen der Materialien oder Bauteile zum Zusammenbau der Patronenhülse 3 und ihre Fertigungslosnummern, sowie die Produktionsbedingungen und die Prüfbedingungen für die Montagestraße für Patronen in Form einer einzelnen Produktionsauftragstabelle. Anschließend zeigt der lokale Computer die einzelne Produktionsauftragstabelle auf seinem Bildschirm an und schickt an die jeweiligen Abschnitte der Montagestraße für Patronen Befehle, um diese an die bestimmten Produktions- und Prüfbedingungen anzupassen.
  • Wie oben beschrieben, steuert der Computer 10 zur Überwachung von Herstellungsinformationen die jeweiligen lokalen Computer über das fabrikinterne Netzwerk, erstellt und speichert gemeinsame Produktionsauftragstabellen entsprechend den Produktionsplandaten, erstellt einzelne Produktionsauftragstabellen für die jeweiligen Fertigungsstraßen und schickt sie an die entsprechenden lokalen Computer. Nachdem die Fertigungsstraßen den Betrieb aufgenommen haben, werden Leistungsdaten von den Fertigungsstraßen an den Computer 10 zur Überwachung von Herstellungsinformationen zurückgeführt, der die Leistungsdaten anschließend zusammen mit der gemeinsamen Produktionsauftragstabelle abspeichert.
  • 4 zeigt die Produktionseinrichtungen der Montagestraße für Patronen, der Filmaufwickelstraße und der Verpackungsstraße, wobei Pfeile, die durch durchgezogene Linien gezeigt sind, den Arbeitsfluss oder den Fluss von Teilen der Fotofilmpatrone 2 zeigen, während Pfeile, die durch gestrichelte Linien gezeigt sind, den Fluss von Daten, die als elektrische Signale zwischen den Einrichtungen übertragen werden, anzeigen. In dem Fließband zum Zusammenbau von Patronen befestigt eine Vorrichtung 13 zum Befestigen von IS-Speichern den IS-Speicher 8 an der Hülsenhälfte 3a. Die Vorrichtung 13 zum Befestigen von IS-Speichern empfängt über einen lokalen Computer 12 die Produktionsauftragstabelle von dem Computer 10 zur Überwachung von Herstellungsinformationen, so dass die Vorrichtung 13 zum Befestigen von IS-Speichern die IS-Speicher aus einem von der Produktionsauftragstabelle zugewiesenen Fertigungslos auswählt. Anschließend wird die Hülsenhälfte 3a zusammen mit der anderen Hülsenhälfte 3b und weiteren Bauteilen zu einer Maschine 14 zum Zusammenbau von Patronenhülsen geschickt, die sie automatisch zu der Patronenhülse 3 zusammenbaut.
  • Die Maschine 14 zum Zusammenbau von Patronenhülsen empfängt ebenfalls die Produktionsauftragstabelle von dem Computer 10 zur Überwachung von Herstellungsinformationen und bezieht sich auf diese Tabelle, um zu überprüfen, ob die der Maschine 14 zum Zusammenbau von Patronenhülsen zugeführten Bauteile dem Produktionsplan entsprechen. Die Maschine 14 zum Zusammenbau von Patronenhülsen weist einen Fotosensor auf, um den Barcode auf der Datenscheibe 7 auszulesen, bevor diese in die Patronenhülse 3 eingebaut wird, um zu überprüfen, ob der von dem Barcode repräsentierte Patronentyp mit dem in der Produktionsauftragstabelle bestimmten übereinstimmt.
  • Die so zusammengebauten Patronenhülsen 3 werden einzeln zu einem Patronenprüfer 15 geschickt, um die Funktionen jeder der Patronenhülsen 3 zu überprüfen. Beispielsweise misst der Patronenprüfer die Drehmomente der Spule 5 und des Türbauteils 615 in jeder Drehrichtung, genauso wie dies in JPA 8-220701 offenbart ist. Es ist vorzuziehen, die Blockierkraft des Spulenblockiermechanismus, der zwischen der Spule 5 und dem Türbauteil 6 verbunden ist, zu messen.
  • Daten der von dem Patronenprüfer 15 gemessenen Drehmomente werden an den lokalen Computer 12 zurückgeführt und mit normalen Werten, die in der Produktionsauftragstabelle angegeben sind, verglichen. Wenn die Ergebnisse des Vergleichs zeigen, dass sich die gemessenen Drehmomente in einem vorbestimmten Qualifikationsbereich befinden, wird die Patronenhülse 3 für gut befunden und zum nächsten Prozess geschickt. Falls nicht, wird die Patronenhülse 3 vom Fließband entfernt. Die Drehmomentdaten vom Patronenprüfer 15 werden für einen begrenzten Zeitraum im lokalen Computer 12 abgespeichert. Es ist möglich, neben dem Patronenprüfer 17 einen Bildprüfer mit einer CCD-Kamera bereitzustellen, um Bilddaten von der Patronenhülse 3 aufzunehmen. Auf Grundlage der Bilddaten werden Abmessungen geeigneter Teile der Patronenhülsen 3 ermittelt und mit normalen Werten verglichen. In diesem Fall können die ermittelten Abmessungsdaten und die Ergebnisse des Vergleichs in den IS-Speicher 8 geschrieben werden.
  • Die Patronenhülse 3, die die Prüfung bestanden hat, wird zu einem ersten Datenschreiber 16 geschickt. Der erste Datenschreiber 18 besteht aus einer Positioniervorrichtung zum Positionieren der Patronenhülse 3 und sechs Kontaktanschlüssen zum Schreiben von Daten in den IS-Speicher 8. Der erste Datenschreiber 16 befindet sich unter Kontrolle des lokalen Computers 12. Die sechs Kontaktanschlüsse werden in engen Kontakt mit den sechs Kontakten des IS-Speichers 8 der Patronenhülse 3, die von der Positioniervorrichtung in einer Stellung positioniert wird, gebracht und die gemessenen und im lokalen Computer 12 abgespeicherten Drehmomente werden an den ersten Datenschreiber 16 übertragen, um sie in den IS-Speicher 8 zu schreiben.
  • Der erste Datenschreiber 16 schreibt neben den Daten, die während des Produktionsprozesses erhalten wurden, auch grundlegende Filmdaten, etwa den Filmtyp, die Film größe und die Filmempfindlichkeit der herzustellenden Fotofilmpatronen 2 in den IS-Speicher 8. Der lokale Computer 12 liest die wesentlichen Filmdaten aus der vom Computer 10 zur Überwachung der Herstellungsinformation geschickten Produktionsauftragstabelle und schickt sie an den ersten Datenschreiber 16.
  • Es ist möglich, die unbrauchbaren Patronenhülsen 3 vor dem Entfernen der unbrauchbaren Patronenhülsen 3 aus den Fertigungsstraßen dem ersten Datenschreiber 16 zuzuführen und ihre gemessenen Drehmomente in ihre IS-Speicher 8 zu schreiben. Die in die IS-Speicher 8 der ungeeigneten Patronenhülsen 3 geschriebenen Daten können verwendet werden, um die Ursachen ihrer Fehler zu analysieren.
  • Die Patronenhülse 3 wird von dem ersten Datenschreiber 16 einer Filmaufwickelmaschine 18 der Filmaufwickelstraße zugeführt, in der der Filmstreifen 4 in die Patronenhülse 3 gespult und so die Fotofilmpatrone 2 fertiggestellt wird. Von dem Fließband zum Aufspulen von Filmen aus wird die Fotofilmpatrone 2 der Verpackungsstraße zugeführt, nachdem ein zweiter Datenschreiber 19 Daten in den IS-Speicher 8 geschrieben hat. In der Verpackungsstraße packt eine Plastikdosenmaschine 21 die Fotofilmpatrone 2 in eine Plastikdose ein, eine Verpackungs- und Umhüllungsmaschine 22 setzt die in der Plastikdose enthaltene Fotofilmpatrone 2 in eine Schachtel ein und umhüllt die Schachtel mit einer Cellophanfolie und anschließend packt eine Verpackungsmaschine 23 die Schachteln in eine Wellpappschachtel ein. Die Filmaufwickelstraße wird von einem lokalen Computer 17 gesteuert, während die Verpackungsstraße von einem lokalen Computer 20 gesteuert wird.
  • 5 zeigt die Filmaufwickelstraße im Detail, wobei Pfeile, die durch durchgezogene Linien gezeigt werden, den Arbeitsfluss oder den Fluss der Bauteile anzeigen, während Pfeile, die durch gestrichelte Linien gezeigt werden, den Datenfluss anzeigen. Ein Etikettenzuführer 25 führt die Etiketten 9, wie in 1 gezeigt, nacheinander von einem Etikettenband aus, das eine Reihe von Klebeetiketten 9 entlang eines langen Streifens aus Releasepapier aufweist, einer Etikettiermaschine 27 zu. Auf einem Weg des Etikettenbands von dem Etikettenzuführer 25 zur Etikettiermaschine 27 befindet sich ein erster Identifikationsnummernleser 26, um den Barcode 9c auf dem Etikett 9 auszulesen und die ausgelesenen Barcodedaten dem lokalen Computer 17 zuzuführen. Die Barcodedaten bestehen aus wesentlichen Filmdaten, einschließlich eines Filmtyps, einer Filmgröße und einer Filmempfindlichkeit des mit der Patronenhülse 3 zu verbindenden Filmstreifens 4 sowie eine Identifikationsnummer.
  • Der lokale Computer 17 überprüft, ob die von dem ersten Identifikationsnummernleser 26 ausgelesenen Filmdaten mit den Daten eines von der Produktkurzbezeichnung in der Produktionsauftragstabelle angegebenen Films übereinstimmen und ob sich die vom ersten Identifikationsnummernleser 26 ausgelesene Identifikationsnummer innerhalb eines Bereichs verwendbarer Identifikationsnummern, der durch die Produktionsauftragstabelle bezeichnet wird, befindet. Wenn irgendeine Abweichung der wesentlichen Filmdaten oder der Identifikationsnummer besteht, hält der lokale Computer 17 die Etikettiermaschine 27 an und gibt einen Alarm an den Bediener aus.
  • Wenn keine Abweichung der wesentlichen Filmdaten und der Identifikationsnummer besteht, bringt die Etikettiermaschine 27 das Etikett 9 auf der Patronenhülse 3 an. Der Etikettenzuführer 25 und die Etikettiermaschine 26 können die in US-Patent Nr. 5,714,028 offenbarten sein.
  • Die Patronenhülse 3, auf der sich das Etikett 9 befindet, wird in einem Filmaufspuler 29 platziert, nachdem sie einen zweiten Identifikationsnummernleser 28 passiert hat. Der Filmaufspuler 29 kann die gleiche Struktur haben wie der in US-Patent Nr. 5,647,113 offenbarte. Das heißt, der Filmaufspuler 29 weist eine rotierende Trommel an einem Ende eines Zufuhrwegs des Filmstreifens 4 von einem Filmzuführer 30 zum Filmaufspuler 29 auf, und die rotierende Trommel weist zwei Halter, jeweils zum Festhalten einer Patronenhülse 3, auf. Die rotierende Trommel wird schrittweise um 180° gedreht, so dass einer der beiden Halter in eine Einspannposition gebracht wird, während der andere in eine Filmaufspulposition gebracht wird.
  • An der Einspannposition wird eine leere Patronenhülse 3 in den Halter eingespannt, nachdem eine andere Patronenhülse 3, in der sich ein Filmstreifen 4 befindet, aus dem Halter entfernt wurde. An der Filmaufspulposition wird das Türbauteil 6 der leeren Patronenhülse 3 geöffnet und das hintere Ende des Filmstreifens 4, das der Einspannposition zugeführt wird, wird durch die Filmöffnung 3d eingeführt und mit der Spule 5 verbunden. Anschließend wird die Spule 5 in der Aufwickelrichtung gedreht, um die ge samte Länge des Filmstreifens 4 in die Patronenhülse 3 aufzuwickeln. Danach wird das Türbauteil 6 geschlossen und die rotierende Trommel um 180° gedreht.
  • Während der Filmstreifen 4 dem Filmaufspuler 29 zugeführt wird, führt ein Seitenbelichter 31 eine Seitenbelichtung aus, d.h., er zeichnet fotografisch den Filmtyp, die Filmgröße, die Filmempfindlichkeit, die Bildnummern, den Namen des Herstellers, die Identifikationsnummer und einen Barcode, der diesen Filmdaten entspricht, auf den Seitenbereichen des Filmstreifens 4 auf. Vor dem Beginn der Seitenbelichtung liest der zweite Identifikationsnummernleser 28 den Barcode 9c auf dem Etikett 9 der leeren Patronenhülse 3 an der Einspannposition aus und schickt die im Barcode enthaltene Identifikationsnummer an den Seitenbelichter 31. Deshalb belichtet der Seitenbelichter 31 die Identifikationsnummer entsprechend den Identifikationsnummerndaten vom zweiten Identifikationsnummernleser 28, so dass die auf den Filmstreifen 4 belichtete Identifikationsnummer mit der Identifikationsnummer 9b und dem Barcode 9c auf dem Etikett 9 der Patronenhülse 3, die den Filmstreifen 4 enthalten soll, übereinstimmt.
  • Es ist möglich, neben der Identifikationsnummer weitere Filmdaten von dem zweiten Identifikationsnummernleser 28 an den Seitenbelichter zu senden, um die Filmdaten ebenso wie die Identifikationsnummer entsprechend dem Barcode 9c auf dem Etikett 9 auf dem Filmstreifen 4 aufzuzeichnen, obwohl die Filmdaten von dem Computer 10 zur Überwachung der Herstellungsinformationen über den lokalen Computer 17 an den Seitenbelichter 31 gesendet werden. Es ist auch möglich, die auf dem Filmstreifen 4 aufgezeichneten Daten in den IS-Speicher 8 zu schreiben.
  • Während der Filmstreifen 4 in die Patronenhülse 3 aufgewickelt wird, wird das Drehmoment der Spule 5 an der Filmaufspulposition gemessen und die gemessenen Werte werden an den lokalen Computer 17 gesendet. Auch das Drehmoment des Türbauteils 6 wird gemessen, während das Türbauteil 6 vor und nach dem Aufwickeln des Films geöffnet und anschließend geschlossen wird. Die Drehmomentdaten des Türbauteils 6 werden ebenfalls an den lokalen Computer 17 gesendet und im lokalen Computer 17 zusammen mit den Drehmomentdaten der Spule 5 zeitweise gespeichert. Als Vorrichtung zum Messen von Drehmomenten der Spule 5 und des Türbauteils 6 können die in JPA 8-220701 offenbarten verwendet werden. Es ist möglich, in dem Zustand, in dem der Filmstreifen 4 in die Patronenhülse 3 aufgewickelt wird, Daten über die Blockierkraft des Spulenblockiermechanismus zu ermitteln und zu speichern.
  • Der lokale Computer 17 vergleicht die Drehmomentdaten mit normalen Werten. Wenn sich die Drehmomentdaten in einem Standardbereich befinden, wird die Fotofilmpatrone 2 von der Einspannposition aus an eine Förderanlage für gute Produkte übertragen. Falls nicht, wird die Fotofilmpatrone 2 aus der Fertigungsstraße entfernt. Bevor die Fotofilmpatrone 2 an der Einspannposition vom Halter der rotierenden Trommel entfernt wird, liest der zweite Identifikationsnummernleser 28 noch einmal der Barcode 9c, um die Identifikationsnummer mit Unterscheidungsdaten zwischen den guten Produkten und den fehlerhaften Produkten zu korrelieren. Die Korrelationsdaten werden als Leistungsdaten über den lokalen Computer 17 an den Computer 10 zur Überwachung von Herstellungsinformationen übertragen.
  • Die Fotofilmpatrone 2, die als gut qualifiziert wurde, wird zu dem zweiten Datenschreiber 19 geschickt. Der zweite Datenschreiber 19 hat die gleiche Funktion wie der erste Datenschreiber 16 und beschreibt den IS-Speicher 8 mit den im lokalen Computer 17 gespeicherten Drehmomentdaten und der vom zweiten Identifikationsnummernleser 28 von dem Etikett 9 abgelesenen Identifikationsnummer. Fertigungssteuerungsdaten, einschließlich Maschinentyp und Maschinennummer des in der Filmaufwickelstraße verwendeten Filmaufspulers 29 sowie Datum und Zeit des Aufspulens werden von dem Computer zum Überwachen von Herstellungsinformationen an den zweiten Datenschreiber 19 gesendet, so dass der zweite Datenschreiber die Fertigungssteuerungsdaten in den IS-Speicher 8 schreibt.
  • Anschließend wird die Fotofilmpatrone 2 zur Verpackungsstraße gebracht, um in der oben beschriebenen Art verpackt und versandt zu werden. Beim Verpacken in der Wellpappschachtel wird ein auf der Schachtel bereitgestellter Barcode ausgelesen und zur Verwendung als Versanddaten an den Computer zur Überwachung von Herstellungsinformationen geschickt.
  • Wie bisher beschrieben, speichert der IS-Speicher 8 der Fotofilmpatrone 2 die Filmdaten des darin enthaltenen Filmstreifens 4, die Drehmomentdaten der Spule 5 und des Türbauteils 6, die von dem Patronenprüfer 15 in der Montagestraße für Patronen und eben so in der Filmaufwickelstraße gemessen werden, den Maschinentyp und die Nummer des Filmaufspulers 29 sowie das Datum und den Zeitpunkt des Filmaufspulens. Es ist möglich, den Typ und die Maschinennummer der Maschine 14 zum Zusammenbau von Patronenhülsen, die zum Zusammenbau der Patronenhülse 3 verwendet wurde, in den IS-Speicher 8 zu schreiben.
  • Dementsprechend ist es möglich, die Produktionsgeschichte der Fotofilmpatrone 2 auf Grundlage der im IS-Speicher 8 gespeicherten Daten nach dem Versand der Fotofilmpatrone 2, beispielsweise wenn während der Verwendung der Fotofilmpatrone 2 irgendein Problem auftritt, grob zu verfolgen. Deshalb ist es nicht immer notwendig, Daten aus der im Computer zur Überwachung der Herstellungsinformationen gespeicherten riesigen Datenbank abzurufen, weswegen mit dem Problem schneller als üblich umgegangen werden kann.
  • Da es zum Lesen von Daten aus dem IS-Speicher 8 ausreicht, einen kleinen Mikrocomputer eines selbständigen Typs und eine Datenauslesevorrichtung zu installieren, können Filialen des Herstellers die Fotofilmpatrone 2 selbst untersuchen. Obwohl es zum Abrufen genauerer Herstellungsdaten, wie etwa der Emulsionsnummer und der Losnummern der verwendeten Bauteile erforderlich ist, auf den Computer zur Überwachung von Herstellungsinformationen zuzugreifen, wird das Abrufen der genauen Herstellungsdaten durch die Verwendung der aus dem IS-Speicher 8 ausgelesenen Daten als Schlüsselworte schneller und genauer.
  • Durch das Speichern von Daten, die für jede einzelne Fotofilmpatrone 2 spezifisch sind, wie etwa der Drehmomentdaten der Spule 5 und des Türbauteils 6 sowie weiterer Messdaten im IS-Speicher 8 wird es unnötig, die spezifischen Daten in der Datenbank des Computers zur Überwachung von Herstellungsinformationen zu speichern. Dies trägt zur Vereinfachung der Hardware-Konstruktion des Computers zur Überwachung von Herstellungsinformationen und zur Verringerung von Kosten, wie etwa Verwaltungskosten und Wartungskosten, bei. Der IS-Speicher 8 kann mehr Daten als oben beschrieben speichern, wenn der IS-Speicher 8 eine Speicherkapazität von zehn bis einigen zehn Kbit aufweist. Dann wird eine genauere Fertigungssteuerung und Qualitätskontrolle erreicht.
  • Der IS-Speicher 8 wird vorzugsweise mit Namen von Rohmaterialien, Herstellungslosnummern, Datum und Zeit der Herstellung und Prüfergebnissen der jeweiligen Teile der Patronenhülse 3 beschrieben. Was die von anderen Herstellern produzierten Teile betrifft, ist es nützlich, den Namen des Herstellers, das Datum der Lieferung und Prüfergebnisse bei der Lieferung in den IS-Speicher 8 zu schreiben. Die Daten der jeweiligen Teile sind zum Verfolgen der Herstellungsgeschichte von jedem Teil jeder Fotofilmpatrone 2 nach dem Versand brauchbar. Die Daten der jeweiligen Teile können in geeigneten Fertigungsstraßen oder außerhalb der Fertigungsstraßen in den IS-Speicher geschrieben werden, indem die Daten aus dem Computer zur Überwachung von Herstellungsinformationen übertragen werden.
  • Es ist möglich, den IS-Speicher 8 mit Daten der Herstellungsgeschichte der Emulsion und des Filmgrundmaterials, dem Maschinentyp und der Maschinennummer einer Maschine zur Beschichtung mit einer Emulsion, denjenigen einer Schneidemaschine, die zum Schneiden der Hauptrolle verwendet wurde, der Schnittnummer, dem Herstellungsdatum und der Herstellungszeit des Filmstreifens 4 und mit Prüfergebnissen des Filmstreifens 4 zu beschreiben. Außerdem kann der IS-Speicher 8 beliebige Daten über die Herstellungsbedingungen speichern, beispielsweise Feuchtigkeit und Temperatur der Fertigungsstraßen, Betriebsbedingungen der jeweiligen Fertigungseinrichtungen, den Namen des Bedieners, Ergebnisse diverser Prüfungen, die außerhalb der Fertigungsstraßen durchgeführt wurden, Ergebnisse von Prüfungen beim Versand, den Name des Prüfers und den Typ und Hersteller des Etiketts 9.
  • Es ist auch möglich, Versanddaten, wie etwa die Adresse des Empfängers und das Fälligkeitsdatum des Versands innerhalb oder außerhalb der Fertigungsstraße in den IS-Speicher 8 zu schreiben, da der Empfänger oft bezeichnet wird, wenn die Produktionsplandaten vorbereitet werden. Wenn die Fotofilmpatrone 2 in einer mit einer Linse ausgestatteten Fotofilmeinheit verwendet werden soll, können der Typ der Filmeinheit und der Objektivtyp ihres Aufnahmeobjektivs, der durch den Typ der Filmeinheit bestimmt ist, vorzugsweise in den IS-Speicher 8 geschrieben werden.
  • Von den Fertigungssteuerungsdaten, die in den IS-Speicher 8 geschrieben werden, können diejenigen Daten, die nach dem Versand und ebenso für das Verfolgen der Herstellungsgeschichte unnötig werden, am Ende des Filmaufwickelprozesses gelöscht werden. Es ist vorzuziehen, diejenigen Daten, die zum Prüfen der Qualität und zum Verfolgen der Herstellungsgeschichte nützlich sind, aber vertraulich bleiben sollen, beim Schreiben in den IS-Speicher 8 zu verschlüsseln. Von den bekannten kryptographischen Verfahren ist "RSA", ein offenbartes Verschlüsselungsverfahren, bei dem ein Schlüssel verwendet wird und das als ein mit dem ISO-Standard 9796 kompatibler Verschlüsselungsalgorithmus empfohlen wird, für den IS-Speicher 8 nützlich.
  • Um die Datenschreibvorgänge in den Fertigungsstraßen zu verringern, ist es vorzuziehen, in eine Anzahl von IS-Speichern 8, die der erforderlichen Anzahl herzustellender Fotofilmpatronen 2 entspricht und gemäß den Produktionsplandaten bestimmt wird, die wesentlichen Filmdaten zu schreiben, bevor die IS-Speicher 8 in die Patronenhülsen 3 eingebaut werden. Indem an geeigneten Stufen der Fertigungsstraßen Daten aus dem IS-Speicher 8 ausgelesen werden, können die Daten aus dem IS-Speicher 8 zum Steuern des Produktionsprozesses verwendet werden. Dies trägt zuverlässig zum Verhindern einer Verwechslung verschiedener Typen von Bauteilen bei.
  • Obwohl der IS-Speicher 8 der obigen Ausführungsform Kontakte, die mit den Kontaktanschlüssen der Datenschreiber in Kontakt gebracht werden, aufweist, ist es möglich, einen IS-Speicher eines kontaktlosen Typs, beispielsweise einen IS-Speicher gemäß ISO 14443 in die Fotofilmpatrone einzubauen. In diesem Fall sollten Datenschreibvorrichtungen für den IS-Speicher vom kontaktlosen Typ in den Fertigungsstraßen installiert werden. Gemäß dieser Ausführungsform ist es nicht notwendig, zum Schreiben der Daten das Befördern der Werkstücke zu unterbrechen, so dass die Herstellungseffizienz verbessert wird.
  • Das Fertigungssteuerungsverfahren gemäß der Erfindung kann nicht nur für Fotofilmpatronen vom Typ IX 240, sondern auch für Fotofilmpatronen vom Typ 135 und andere Vorratsbehälter für beliebige Arten fotografischer Materialien, wie beispielsweise Sofortbildfilm und Farbfotopapier verwendet werden. Wenn erwartet wird, dass die Vorratsbehälter oder Patronen wiederverwendet oder als Materialien recycelt werden, ist es bevorzugt, Daten für die Wiederverwendung oder das Recycling in den IS-Speicher zu schreiben. Die Daten für die Wiederverwendung oder das Recycling können Informationen darüber, wie recycelt werden soll, oder wie oft die jeweiligen Bauteile wiederverwendet werden, enthalten. Dadurch wird die Eignung für das Recycling verbessert.
  • Wenn sie entsorgt werden sollen, ist es bevorzugt, Daten über die richtige Entsorgung in den IS-Speicher zu schreiben, um nicht die Umwelt zu verschmutzen. Da die Daten für die Wiederverwendung oder das Recycling oder die Entsorgung zusammen mit den Fertigungssteuerungsdaten und den wesentlichen Filmdaten in den IS-Speicher geschrieben werden können, beeinträchtigen sie die Herstellungseffizienz nicht.
  • 6 zeigt eine mit einer Linse ausgestattete Fotofilmeinheit 32, die gemäß einem Fertigungssteuerungsverfahren nach der vorliegenden Erfindung hergestellt wurde. Die mit einer Linse ausgestattete Fotofilmeinheit 32, im Folgenden als Filmeinheit bezeichnet, weist ein Einheitsgehäuse 33 auf, das mit einer äußeren Abdeckung 34 aus Karton oder einer Plastikfolie umhüllt ist. Ein Aufnahmeobjektiv 35, ein Sucherobjektivfenster 36, ein Blitzprojektor 37 und ein Blitzschalterknopf 38 sind auf einer Vorderseite des Einheitsgehäuses 33 vorgesehen und ein Verschlussknopf 39, ein Bildzählfenster 40 und ein Blitzladungsanzeiger 41 sind auf einer Oberseite des Einheitsgehäuses 33 vorgesehen. Ein Filmaufziehrad 42 ragt teilweise aus einer Rückseite des Einheitsgehäuses 33 hervor. Eine Fotofilmpatrone 2, in deren Patronenhülse 3 ein IS-Speicher 8 eingebaut ist, ist in das Einheitsgehäuse 33 eingelegt, wie in 7 gezeigt.
  • Das Einheitsgehäuse 33 besteht aus einem vorderen Gehäuseteil 44, einem Basisteil 45, einer Blitzeinheit 46, einer Belichtungseinheit 47 und einem hinteren Gehäuseteil 48. Eine Batterie 49 ist an der Blitzeinheit 46 befestigt. Eine Schalterplatte 50, auf der der Blitzschalterknopf 38 ausgebildet ist, und eine Halteplatte 51 für die Schalterplatte 51 werden zwischen der Blitzeinheit 46 und dem vorderen Gehäuseteil 44 festgehalten. Der vordere und der hintere Gehäuseteil 44 und 48 sind jeweils als einstückiges Bauteil aus einem Plastikharzmaterial ausgebildet.
  • Der Basisteil 45 ist als einstückiges Bauteil aus einem Plastikharzmaterial ausgebildet und weist eine Patronenkammer 60 und eine Filmrollenkammer 61 auf. Die Fotofilmpatrone 2 hat den gleichen Aufbau wie in 1 gezeigt, aber der IS-Speicher 8 ist in dieser Ausführungsform ein IS-Speicher eines kontaktlosen Typs. Ein aus der Patronenhülse 3 herausgezogener Filmstreifen 4 ist zu einer Rolle 4a aufgewickelt und die leere Patronenhülse 3 und die Filmrolle 4a sind in eine Patronenkammer 60 bzw. eine Filmrollenkammer 61 des Basisteils 45 eingelegt. Daraufhin wird der hintere Gehäuseteil 68 an der Rückseite des Basisteils 45 befestigt. Die Kammern 60 und 61 haben offene Rück seiten und offene Unterseiten, die durch den hinteren Gehäuseteil 48 und Bodenklappen 48a und 48b in lichtdichter Weise verschlossen werden.
  • Die Belichtungseinheit 47 ist an einem vorderen Teil des Basisteils 45 zwischen den Kammern 60 und 61 befestigt und das Aufnahmeobjektiv 5 ist an einem vorderen Teil der Belichtungseinheit 47 angebracht. Die Belichtungseinheit 47 weist außerdem einen Verschlussmechanismus, einen Filmzählmechanismus, einen Filmtransportmechanismus, ein optisches Suchersystem 62 und die Blitzladungsanzeige 41 auf.
  • Die Blitzeinheit 46 weist den Blitzprojektor 37 und weitere Blitzschaltkreiselemente, etwa einen Hauptkondensator und einen Auslöseschalter, auf, die an einer Leiterplatte angebracht sind. Die Blitzeinheit 46 wird durch Betätigen des Blitzschalterknopfs 38 ein- und ausgeschaltet. Eine nicht gezeigte Anzeigelampe, die den Abschluss des Aufladens des Hauptkondensators anzeigt, beispielsweise eine Neonlampe oder eine Leuchtdiode, ist als ein Blitzschaltkreiselement angeschlossen, und das Licht von der Indikatorlampe wird durch die Blitzladungsanzeige 41 nach außen projiziert.
  • Auf einer Außenwand der Patronenkammer 60 ist ein Steckverbinder 65 vorgesehen und elektrisch mit nicht gezeigten Anschlüssen, die sich innerhalb der Patronenkammer 60 befinden, verbunden. Die Anschlüsse liegen dem IS-Speicher 8 der Fotofilmpatrone 2 gegenüber. Passend zu dem Steckverbinder 65 ist ein Stecker 66 an einem hinteren Teil des vorderen Gehäuseteils 44 befestigt. Der Stecker 66 ist durch ein biegsames Substrat 67 mit einem Anschlusschip 68 verbunden. Der Anschlusschip 68 liegt durch eine Öffnung 44a, die durch den vorderen Gehäuseteil 44 ausgebildet ist, frei, so dass es möglich ist, über den Anschlusschip 68 Daten in den IS-Speicher 8 zu schreiben und aus diesem auszulesen, nachdem die Fotofilmpatrone 2 in das Einheitsgehäuse 33 eingelegt wurde.
  • 8 zeigt einen Herstellungsprozess einer Filmeinheit gemäß der vorliegenden Erfindung, wobei Pfeile, die durch durchgezogene Linien gezeigt sind, den Fluss von Werkstücken anzeigen, während Pfeile, die durch gestrichelte Linien gezeigt sind, den Datenfluss anzeigen.
  • In einer Montagestraße für Filmpatronen wird der Filmstreifen 4 in die Patronenhülse 3 aufgespult, nachdem der IS-Speicher 8 in der Patronenhülse 3 befestigt wurde. Dann wird DATA-D in den IS-Speicher 8 geschrieben. DATA-D enthält die Filmempfindlichkeit, Emulsionsdaten, Losdaten, Beschichtungsdaten, Vorbelichtungsdaten usw. Beispielsweise zeigen die Beschichtungsdaten an, dass es eine Hauptrolle gibt, auf der sich wegen einer ungleichmäßigen Beschichtung der Emulsion oder wegen eines während ihrer Trocknung aufgetretenen Problems ein schadhafter Bereich befindet. Die Vorbelichtungsdaten beziehen sich auf Werbebilder, die in der Fabrik im voraus auf einem oder mehreren Bildern auf den Filmstreifen 4 aufgezeichnet oder fotografiert wurden.
  • Nach dem Schreiben von Daten in den IS-Speicher 8 wird ein Etikett um die Patronenhülse 3 gelegt, um die Fotofilmpatrone 2 fertig zu stellen. Anschließend wird eine vorbestimmte Anzahl fertiger Fotofilmpatronen 2 auf ein Tablett geladen und zu einer Montagestraße für Filmeinheiten gebracht.
  • In der Montagestraße für Filmeinheiten werden DATA-A der jeweiligen Teile des Einheitsgehäuses 33 zeitweise auf ein Speichermedium des Computers 10 zur Überwachung von Herstellungsinformationen, etwa eine Festplatte, geschrieben, während diese Bauteile der Montagestraße für Filmeinheiten zugeführt werden. DATA-A enthält Objektivdaten, etwa Material, Zusammensetzung, Brennweite und Lichtstärke des Aufnahmeobjektivs sowie Rohmaterialien und Farben des vorderen und hinteren Gehäuseteils 44 und 48 und des Basisteils 45.
  • In einer Stufe des Zusammenbaus und der Prüfung des Einheitsgehäuses 33 wird DATA-B zeitweise in das Speichermedium des Computers 10 zur Überwachung von Herstellungsinformationen geschrieben. DATA-B enthält die Verschlussgeschwindigkeit der Belichtungseinheit 37, Blitzcharakteristika der Blitzeinheit 46, etwa eine Leitzahl, eine Spannung der Batterie 49, festgelegte Werte und Messwerte physikalischer Eigenschaften der Mechanismen, Namen der Montagemaschinen und der Prüfmaschinen, eine Palettennummer usw.
  • Wenn die Fotofilmpatronen 2 von der Montagestraße für Filmpatronen der Montagestraße für Filmeinheiten zugeführt werden, liest der Computer 10 zur Überwachung von Herstellungsinformationen zuerst DATA-D aus dem IS-Speicher 8 jeder Fotofilmpatrone 2 aus und prüft, ob DATA-A, B und C den Produktionsplandaten, die zuvor in den Computer 10 zur Überwachung von Herstellungsinformationen geschrieben wurden, entsprechen. Falls nicht, gibt der Computer 10 zur Überwachung von Herstellungsinformationen eine Warnung aus. Wenn DATA-A, B und C den Produktionsplandaten entsprechen, wird die Fotofilmpatrone 2 zu einer Patroneneinlegestufe geschickt.
  • In der Patroneneinlegestufe werden die Patronenhülse 3 und die Filmrolle 4a jeweils in die Patronenkammer 60 und die Filmrollenkammer 61 gelegt und die Kammern 60 und 61 werden mit dem hinteren Gehäuseteil 48 lichtdicht verschlossen. Dieser Patroneneinlegevorgang wird in einer Dunkelkammer durchgeführt. Anschließend werden DATA-A und B aus dem Speichermedium des Computers 10 zur Überwachung von Herstellungsinformationen ausgelesen und durch den Anschlusschip 68 in den IS-Speicher 8 geschrieben. Auch DATA-C, die sich auf den Patroneneinlegevorgang bezieht, wird in den IS-Speicher 8 geschrieben. DATA-C enthält Datum und Zeit des Einlegens der Patronen, eine Fertigungsstraßennummer, eine Maschinennummer einer verwendeten Patroneneinlegemaschine, eine Palettennummer und Patroneneinlegebedingungen. Es ist möglich, DATA-A, DATA-B und DATA-C in den IS-Speicher 8 zu schreiben, bevor die Fotofilmpatrone 2 in das Einheitsgehäuse 33 eingelegt wird.
  • In der nächsten Stufe wird das Einheitsgehäuse 33 verschiedenen Arten von Prüfungen unterzogen und DATA-E in den IS-Speicher 8 geschrieben. DATA-E enthält Messwerte, die während der Prüfungen erhalten wurden, beispielsweise eine tatsächliche Verschlussgeschindigkeit, Daten über Blitzcharakteristika der Blitzeinheit 46, physikalische Eigenschaften der Mechanismen, eine zum Aufziehen des Filmstreifens notwendige Kraft, eine Prüfstraßennummer, die Palettennummer, eine Messkopfnummer usw.
  • Nach Bestehen der Prüfungen wird die Fotofilmpatrone 2 zu einer Verpackungsstufe geschickt, in der DATA-A, DATA-B, DATA-C, DATA-D und DATA-E aus dem IS-Speicher 8 ausgelesen werden. Der Computer 10 zur Überwachung von Herstellungsinformationen bestimmt auf Grundlage der aus dem IS-Speicher 8 angelesenen Daten den Typ des Einheitsgehäuses 33. In der Verpackungsstufe sind für verschiedene Typen von Einheitsgehäusen mehrere Umhüllungsstraßen, um das Einheitsgehäuse 33 mit der äußeren Abdeckung 34 zu umhüllen, sowie Verpackungsstraßen zum Verpacken der Filmeinheit 32 in bedrucktes Papier, vorgesehen. Der Computer 10 zur Überwachung von Herstellungsinformationen vergleicht den Typ des Einheitsgehäuses 33 mit dem, der auf äußere Abdeckmaterialien und Verpackungsmaterialien, die in die Umhüllungsmaschinen und Verpackungsmaschinen der verschiedenen Straßen eingelegt werden, gedruckt ist. Um den auf die Umhüllungsmaterialien und die Verpackungsmaterialien gedruckten Typ des Einheitsgehäuses zu identifizieren, liest der Computer 10 zur Überwachung von Herstellungsinformationen Barcodes auf den Etiketten und den Verpackungsmaterialien aus. Dadurch wird entsprechend dem Typ des Einheitsgehäuses 33, das von der Prüfstufe zugeführt wird, eine geeignete der Etikettierungs- und Verpackungsstraßen automatisch ausgewählt und der Vorgang des Etikettierens und Verpackens wird ohne Unterbrechung durchgeführt, selbst wenn der herzustellende Typ Filmeinheit umgestellt wird. Dies trägt zur Herstellung einer großen Vielfalt von Filmeinheiten unter geringeren Kosten bei.
  • Bevor die Öffnung 44a zum Zugriff auf den Anschlusschip 68 durch die äußere Abdeckung 34 verschlossen wird, wird DATA-F in den IS-Speicher 8 geschrieben. DATA-F enthält Datum und Zeit des Verpackens, eine Verpackungslosnummer, Daten über die Maschinen in der Verpackungsstraße, Daten über die Verpackungsbedingungen usw. Daraufhin wird die äußere Abdeckung 34 an das Einheitsgehäuse 33 geklebt, um die Filmeinheit 32 fertig zu stellen. Eine vorbestimmte Anzahl in das gedruckte Papier verpackter Filmeinheiten 32 wird in eine Wellpappschachtel verpackt und versandt.
  • Wenn nach dem Versand ein Benutzer der Fotofilmpatrone 2 eine Beanstandung einreicht, etwa dass zu viel Kraft erforderlich ist, um den Film in der Fotofilmpatrone 2 aufzuziehen, wird die Fotofilmpatrone 2 wiedergewonnen und geprüft. Bevor das Einheitsgehäuse 33 zur Prüfung auseinandergebaut wird, wird die äußere Abdeckung 34 entfernt, um den Anschlusschip 68 durch die Öffnung 44a freizulegen und den IS-Speicher 8 der Fotofilmpatrone 2 über den Anschlusschip 68, das biegsame Substrat 67, den Stecker 66 und den Steckverbinder 65 mit einem Computer zu verbinden. Dadurch werden die in den IS-Speicher 8 geschriebenen Daten ausgelesen und zum Verfolgen der Herstellungsgeschichte der Filmeinheit 32 verwendet, um herauszufinden, was an der Filmeinheit 32 nicht stimmt. Wenn aufgrund der Herstellungsgeschichte die Ursache des Problems vermutet wird, wird das Einheitsgehäuse 33 auseinandergebaut, um den verdächtigen Teil zu untersuchen, wobei auf die aus dem IS-Speicher 8 ausgelesenen Daten Bezug genommen wird. Deshalb ist es nicht immer notwendig, Daten aus einer rie sigen Datenbank des Computers 10 zur Überwachung von Herstellungsinformationen abzurufen, um ein Problem zu lokalisieren.
  • Obwohl in der in 8 gezeigten Ausführungsform der IS-Speicher 8 der Fotofilmpatrone 2 zum Aufzeichnen von Fertigungssteuerungsdaten der Filmeinheit 32 verwendet wird, ist es möglich, einen IS-Speicher in einen Teil oder Bauteil des Einheitsgehäuses, beispielsweise auf der Leiterplatte der Blitzeinheit, zu befestigen. In diesem Fall können DATA-A und DATA-B in den IS-Speicher geschrieben werden, während das Bauteil mit dem IS-Speicher der Zusammenbau- und Prüfstufe zugeführt wird bzw. in der Zusammenbau- und Prüfstufe. DATA-D, die sich auf die Fotofilmpatrone 2 bezieht, kann in der Patroneneinlegestufe in den IS-Speicher geschrieben werden.
  • Die Struktur des Zugriffs auf den IS-Speicher von außerhalb der Filmeinheit 32 ist nicht auf die in den Zeichnungen gezeigte beschränkt. Beispielsweise ist es möglich, für einen direkten Zugriff auf den Steckverbinder 65 eine Öffnung mit einem Deckel an einer Stelle auf dem vorderen Gehäuseteil, die dem Steckverbinder 65 gegenüberliegt, bereitzustellen. In diesem Fall werden der Stecker 66, das biegsame Substrat 67 und der Anschlusschip 68 weggelassen.
  • 9 zeigt eine Filmeinheit 32 gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, die zum Verbessern der Effizienz des Recyclings und der Wiederverwendung der Filmeinheit 32 nützlich ist. Die in 9 gezeigte Filmeinheit 32 hat im Wesentlichen den gleichen Aufbau wie die Filmeinheit 32 der 6. Deshalb werden gleiche oder entsprechende Elemente durch gleiche Bezugszeichen bezeichnet und die folgende Beschreibung wird sich auf die in dieser Ausführungsform wesentlichen Strukturen beziehen.
  • Wie in 10 gezeigt, sind IS-Speicher 70, 71 und 72 auf einer Belichtungseinheit 47, einer Blitzeinheit 46 bzw. einem vorderen Gehäuseteil 44 vorgesehen. Kontakte der IS-Speicher 70 und 71 liegen zur Außenseite der Belichtungseinheit 47 und der Blitzeinheit 46 hin frei, sind aber in der zusammengebauten Filmeinheit 32 durch den vorderen Gehäuseteil 44 geschützt. Daten von Teilen oder Bauteilen der Belichtungseinheit 47 und der Blitzeinheit 46, wie etwa Herstellungsdatum und Name des Herstellers, werden während der Herstellung jeweils in den IS-Speicher 70 und den IS-Speicher 71 ge schrieben. Wie später genauer ausgeführt, werden Qualitätskontrolldaten, die ermittelt werden, um die Belichtungseinheit 47 und die Blitzeinheit 46 zu recyceln oder wiederzuverwenden, in die IS-Speicher 70 und 71 geschrieben. Die Qualitätskontrolldaten enthalten Daten, die anzeigen, wie oft sie wiederverwendet wurde, wann sie für die Wiederverwendung zugelassen wurde und dergleichen, Prüfdaten, die Ergebnisse von Prüfungen anzeigen, welche Teile repariert wurden und dergleichen.
  • Der IS-Speicher 72 ist abnehmbar an der Rückseite des vorderen Gehäuseteils befestigt und seine Kontakte liegen durch eine Öffnung 44b, die durch den vorderen Gehäuseteil 44 ausgebildet ist, frei. Daten über den Typ der Filmeinheit werden über die Kontakte in den IS-Speicher 72 geschrieben und die Öffnung 44b wird durch eine äußere Abdeckung 34 verschlossen.
  • Die Filmeinheit 32 weist ein Einheitsgehäuse 33 mit einer im Wesentlichen rechtwinkeligen Kastenform auf, aber entsprechend dem Typ der Filmeinheit gibt es verschiedene Formen von Einheitsgehäusen. Es gibt viele Abwandlungen der Formen und Positionen der nach außen freiliegenden Elemente, etwa des Aufnahmeobjektivs 35, eines Auslöseknopfs 39, eines Filmaufzugsrads 32 und eines Blitzschalterknopfs 38. Die Filmempfindlichkeit und die Anzahl verfügbarer Belichtungen des in der Filmeinheit enthaltenen Filmstreifens unterscheiden sich in verschiedenen Typen von Filmeinheiten. Es gibt auch unterschiedliche Typen von Blitzeinheiten und Belichtungseinheiten. Diejenigen Filmeinheiten, deren innere Strukturen sich voneinander unterscheiden, können das gleiche äußere Erscheinungsbild haben.
  • Nachdem alle verfügbaren Bilder fotografiert wurden, wird die Filmeinheit 32 als Ganzes zu einem Fotolabor geschickt. Nachdem eine Fotofilmpatrone, die eine Rolle eines belichteten Filmstreifens 4 enthält, zum Entwickeln und Anfertigen von Abzügen entfernt wurde, wird die leere Filmeinheit 32 für ein Zentrum zum Wiederverwenden oder recyceln der Teile des Einheitsgehäuses 33 gesammelt. Bei der Übergabe an das Zentrum sind unterschiedliche Typen von Filmeinheiten im gleichen Behälter gesammelt.
  • 11 zeigt schematisch Prozesse für die Wiederverwendung und das Recycling der Filmeinheiten. Die Filmeinheit 32 wird zuerst einer Sortierstraße 82 zugeführt, in der eine Unterscheidung zwischen verschiedenen Typen von Filmeinheiten sowie zwischen wiederverwendbaren und nicht wiederverwendbaren ausgeführt wird. Die wiederverwendbaren Filmeinheiten werden einer Demontagestraße 83 zugeführt und Teile oder Bauteile der Filmeinheiten werden entweder einer Prüfstraße 84, die für jede Art wiederverwendbarer Bauteile vorgesehen ist, oder einer Straße 85 für das Recycling von Materialien zugeführt, um einige Teile, in diesem Beispiel den vorderen und den hinteren Gehäuseteil 44 und 48, in ihre Rohmaterialien zu zerlegen und neue Teile aus dem Rohmaterial herzustellen.
  • Die Sortierstraße besteht aus einer Stufe zum Ausrichten gebrauchter Filmeinheiten in einer Reihe, einer Stufe zum Entfernen der äußeren Abdeckung 34, einer Stufe für die Unterscheidung zwischen verschiedenen Typen von Filmeinheiten und einer Stufe zum Sortieren der Filmeinheiten, die in dieser Reihenfolge angeordnet sind. In der Stufe zum Ausrichten werden Filmeinheiten, die der Sortierstraße 82 in verschiedenen Stellungen zugeführt wurden, in einer Reihe ausgerichtet und in die gleiche Stellung gebracht. Beispielsweise wird zum Ausrichten der Filmeinheiten in einer Reihe eine in US-Patent Nr. 5,427,224 offenbarte Vorrichtung verwendet. Die Stellung jeder Filmeinheit wird mit einem Fensterfestlegungsverfahren unterschieden, in dem das Profil der Filmeinheit auf Grundlage eines von der Filmeinheit reflektierten und von einer Bildaufnahmevorrichtung empfangenen Lichts als ein Schwarz-Weiß-Bild auf einem Bildschirm ermittelt wird. Nachdem die Stellung ermittelt wurde, werden die Filmeinheiten in vier Bahnen sortiert, die für vier verschiedene Stellungen vorbereitet wurden: eine vorbestimmte richtige Stellung, eine Stellung mit der Oberseite nach unten, eine Stellung mit der Vorderseite nach hinten und eine Stellung mit der Oberseite nach unten und der Vorderseite nach hinten, und anschließend werden in den jeweiligen Bahnen diejenigen Filmeinheiten, die sich in einer anderen als der richtigen Stellung befinden, in die richtige Stellung zurechtgelegt, genauso wie das in JPA 8-282837 offenbart ist.
  • Anschließend werden die Filmeinheiten in der richtigen Stellung wieder in einer Reihe ausgerichtet und zu der Stufe zum Entfernen der äußeren Abdeckung transportiert, um die äußere Abdeckung 34 durch Abheben der äußeren Abdeckung von dem Einheitsgehäuse 33 zu entfernen. Anschließend wird das Einheitsgehäuse 33 zu der Stufe zum Unterscheiden und Sortierens des Typs der Einheit geschickt. Die von dem Einheitsgehäuse 33 entfernte äußere Abdeckung wird einer Recyclingstraße zugeführt, in der die äußere Abdeckung 34 in ein Rohmaterial zerlegt und eine neue äußere Abdeckung aus dem Rohmaterial gebildet und in einer Fertigungsstraße 86 verwendet wird.
  • In der Stufe zum Unterscheiden und Sortieren des Typs der Einheit werden die in den IS-Speicher 42 geschriebenen Daten zum Typ der Einheit ausgelesen, um sie zum Unterscheiden des Typs der Filmeinheit 32 zu verwenden. Wie ausführlich in 12 gezeigt, sind in dieser Stufe ein IS-Speicherleser 90, ein Abschnitt 91 zum Sortieren von Einheiten und eine Steuerung 92 vorgesehen. Die Filmeinheiten 32 werden dem IS-Speicherleser 90 einzeln mit ihren Aufnahmeobjektiven 35 nach oben zugeführt und in einer Leseposition, in der Anschlüsse 90a des IS-Speicherlesers 90 durch die Öffnung 44b mit den Kontakten des IS-Speichers 72 in Kontakt gebracht werden, festgehalten. Die vom IS-Speicherleser 90 gelesenen Daten zum Typ der Einheit werden an die Steuerung 92 geschickt.
  • Der Abschnitt 91 zum Sortieren von Einheiten besteht aus mehreren Entladevorrichtungen 93 und einer entsprechenden Anzahl von Lagerräumen 94. Die Entladevorrichtungen 93 sind Seite an Seite entlang eines Förderbands 95 angeordnet. Die Entladevorrichtung 93 weist einen Aktuator, beispielsweise eine Spule, einen Zylinder oder einen Motor auf, und ist jeweils einzeln in einer Querrichtung des Förderbands 95 beweglich, um die Filmeinheit 32 aus dem Förderband 95 zu schieben. Die Lagerräume 95 sind gegenüber den jeweiligen Entladevorrichtungen 93 auf der anderen Seite des Förderbands 95 angeordnet. Jede Entladevorrichtung 93 ist einem Typ Filmeinheit zugeordnet, so dass in jedem Lagerraum 94 Filmeinheiten vom gleichen Typ gesammelt werden.
  • Die Steuereinheit 92 ordnet jede Filmeinheit 32 auf dem Förderband 95 entsprechend den aus dem IS-Speicher 72 der Filmeinheit ausgelesenen Daten zum Typ der Einheit einer der Entladevorrichtungen 93 zu, verfolgt die Filmeinheiten 32 mit Hilfe von Sensoren 97, etwa Fotosensoren, die entlang des Förderbands 95 angeordnet sind, und betätigt mit Hilfe eines Antriebs 96 eine Entladevorrichtung 93, wenn die der Entladevorrichtung 93 zugeordnete Filmeinheit 32 zu der Entladevorrichtung 93 kommt. Nachdem eine vorbestimmte Anzahl von Filmeinheiten 32 in dem zugewiesenen Lagerraum 94 gesammelt ist, werden die Filmeinheiten 32 zu einem Behälter gebracht, wobei sie die gleiche Stellung beibehalten und der für jeden Typ Einheit vorgesehenen Demontagestraße zugeführt werden.
  • Durch die Demontagestraße, die aus einer Stufe zum Entfernen von vorderen Gehäuseteilen, einer Stufe zum Entfernen von Aufnahmeobjektiven, einer Stufe zum Entfernen von Batterien, einer Stufe zum Entfernen von Blitzeinheiten, einer Stufe zum Entfernen von Hauptteilen und einer Stufe zum Entladen von hinteren Gehäuseteilen besteht, wird die Filmeinheit 32 in den vorderen Gehäuseteil 44, das Aufnahmeobjektiv 35, die Batterie 49, die Blitzeinheit 46, Hauptteile, die aus dem Basisteil 45 und der Belichtungseinheit 47 bestehen, und den hinteren Gehäuseteil 48 zerlegt.
  • Der vordere Gehäuseteil 44 wird der Recyclingstraße 85 zugeführt, um das Kunstharzmaterial zu recyceln, nachdem der IS-Speicher 42 entfernt wurde. Auch der hintere Gehäuseteil 48 wird dem Recyclingfließband 85 zugeführt. Im Recyclingfließband 85 werden die vorderen und hinteren Gehäuseteile 44 und 48 zu Pellets zerkleinert und neue vordere und hintere Gehäuseteile 44 und 48 werden durch Metallformpressen aus den Pellets hergestellt. Der aus dem vorderen Gehäuseteil 44 entfernte IS-Speicher 42 wird wiederverwendet, nachdem die in ihn geschriebenen Daten gelöscht und er initialisiert und geprüft wurde, ob er wiederverwendbar ist oder nicht.
  • Die recycelten vorderen und hinteren Gehäuseteile 44 und 48 werden der Fertigungsstraße 86 zugeführt. In den vorderen Gehäuseteilen 44 wird ein neuer oder initialisierter IS-Speicher 72 eingebaut, und neue Daten zum Typ der Einheit werden in den IS-Speicher 72 geschrieben.
  • Die Batterie 49 wird für das Materialrecycling oder eine geeignete Entsorgung gesammelt. Die Blitzeinheit 46, das Aufnahmeobjektiv 35 und die Hauptteile, die aus dem Basisteil 45 und der Belichtungseinheit 46 bestehen, werden den jeweiligen Prüfstraßen 84 zugeführt. Diejenigen Teile, die die Prüfstraßen 84 passieren, werden der Fertigungsstraße 86 zugeführt.
  • 13 zeigt den gesamten Prüfprozess für die Blitzeinheit 46 in den Prüfstraßen 84. Die Blitzeinheit 46 wird auf einer Palette durch die Prüfeinrichtungen befördert. Bevor sie geprüft wird, werden die in den IS-Speicher 71 geschriebenen Daten von einem IS-Speicherleser, der die gleiche Struktur wie der mit Bezug auf 12 beschriebene hat, ausgelesen. Die Blitzeinheit 46 wird mit ihrer Vorderseite nach oben auf einer Palette platziert, so dass die Kontakte des IS-Speichers 71 nach oben orientiert sind. Der IS-Speicherleser liest die Daten zum Typ der Einheit, die während der Herstellung geschriebenen Bauteildaten, etwa das Datum der Herstellung und den Namen des Herstellers der jeweiligen Bauteile, die während der früheren Prüfungen ermittelten und geschriebenen Qualitätskontrolldaten, einschließlich der Gebrauchsdaten und der Prüfdaten, aus. Die aus dem IS-Speicher 71 ausgelesenen Daten werden in einer Speichervorrichtung gespeichert und zur Verwendung bei der Verwaltung von Informationen über die jeweiligen Teile der Blitzeinheit 46 und bei der Kontrolle der Qualität der Blitzeinheit und für andere Zwecke statistisch zusammengefasst. Diejenigen Blitzeinheiten 46, deren IS-Speicher 71 nicht gelesen werden kann, werden weggeworfen, nachdem die IS-Speicher 71 entfernt wurden.
  • Um zu ermitteln, ob die Blitzeinheit 46 wiederverwendbar ist oder nicht, wird auf die Gebrauchsdaten Bezug genommen. Diejenigen Blitzeinheiten 46, die nach den Gebrauchsdaten für eine Wiederverwendung ungeeignet sind, werden weggeworfen, nachdem die IS-Speicher 71 entfernt wurden. Die entfernten IS-Speicher 71 werden wiederverwendet, nachdem die darin geschriebenen Daten gelöscht und sie initialisiert und geprüft wurden, ob sie wiederverwendbar sind oder nicht.
  • Diejenigen Blitzeinheiten 46, die als wiederverwendbar bestimmt wurden, werden einer Reinigung mit einem Luftstrahl, bei der Staub auf den Blitzeinheiten 46 mit Luftstrahlen weggeblasen wird und anschließend einer Projektorreinigung, in der eine äußere Fläche einer auf der Vorderseite eines Blitzprojektors 37 der Blitzeinheit 46 befestigten Schutzeinrichtung durch Aufsprühen eines Reinigungsmittels auf den Projektor und Abwischen mit einem Reinigungskopf gereinigt wird, unterzogen. Anschließend wird die Blitzeinheit 46 einer Prüfung des Erscheinungsbilds unterzogen, in der Stellungen der jeweiligen elektrischen Elemente, Kratzer und Flecken auf der Oberfläche der Schutzeinrichtung, Flecken auf einem Reflektor des Blitzprojektors 37 und eine Verformung des Auslöseschalters, der Anzeigelampe, des Hauptkondensators und der Batterie-Elektrodenplatten geprüft werden.
  • Anschließend werden die elektrischen Funktionen der Blitzeinheit 46 gemäß einer Abfolge, die in 14 gezeigt ist, geprüft. Diese Abfolge ist der in der oben erwähnten US-Patentschrift 5,659,491 offenbarten im Wesentlichen gleich. Zuerst wird der Hauptkon densator entladen, während seine Spannung gemessen wird. Wenn die Spannung des Hauptkondensators während einer vorbestimmten Zeit nach dem Anfang der Entladung nicht unter ein vorbestimmtes Niveau, beispielsweise 2 V, abfällt, wird er als unbrauchbar beurteilt. Anschließend wird der Kontaktwiderstand des Auslöseschalters gemessen, indem der Auslöseschalter unter Verwendung eines Aktuators eingeschaltet wird. Wenn der Kontaktwiderstand über einem vorbestimmten Niveau, beispielsweise 2 Ω liegt, wird er als unannehmbar beurteilt. Als Nächstes wird ein Leckstrom zwischen den Batterie-Elektrodenplatten gemessen, während eine Testspannung, beispielsweise 1,6 V, angelegt wird. Wenn der Leckstrom 1 μA oder mehr ist, wird er als unannehmbar beurteilt.
  • Daraufhin wird während eines vorgegebenen Zeitraums, beispielsweise 500 ms, eine Anfangsaufladung des Hauptkondensators mit 1,6 V durchgeführt, und die Spannung des Hauptkondensators gemessen. Wenn die gemessene Spannung zu diesem Zeitpunkt nicht mehr als 30 V beträgt, wird die Blitzeinheit 46 ausgesondert. Unmittelbar nach der Anfangsaufladung wird für eine schnelle Aufladung eine hohe Gleichspannung von 350 V direkt an den Hauptkondensator angelegt, um sowohl die Zeit vom Beginn der schnellen Aufladung bis zum Beginn der Emission der Indikatorlampe als auch die Spannung des Hauptkondensators beim Beginn der Emission zu messen. Wenn danach die Anschlussspannung des Hauptkondensators gleich einem festgelegten Wert, beispielsweise 270 V ist, wird die schnelle Aufladung beendet und eine Aufladung mit 1,6 V 2 Sekunden lang fortgesetzt, um zu bestimmen, ob die Indikatorlampe weiterhin Licht ausstrahlt. Als Nächstes wird der Hauptkondensator 100 ms lang entladen und dann die Spannung des Hauptkondensators gemessen. Wenn der Messwert nicht kleiner als ein vorbestimmtes Niveau, beispielsweise 230 V ist, wird die Blitzeinheit 46 ausgesondert. Danach wird der Hauptkondensator mit der hohen Gleichspannung aufgeladen, um die Zeit vom Beginn der Aufladung bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Spannung des Hauptkondensators eine vorbestimmte Spannung, beispielsweise 220 V erreicht, zu messen. Wenn diese nicht kleiner als 8 Sekunden ist, wird sie als unannehmbar beurteilt.
  • Daraufhin wird der Auslöseschalter 10 ms lang eingeschaltet, um die vom Blitzprojektor 37 projizierte Lichtmenge zu messen und zu ermitteln, ob sie ein vorbestimmtes Niveau erreicht. Die Spannung des Hauptkondensators nach der Lichtprojektion wird gemessen und die Blitzeinheit 46 ausgesondert, wenn diese nicht kleiner als 70 V ist. Anschließend beginnt wieder eine Aufladung des Hauptkondensators mit 1,6 V, um zu überprüfen, ob die Indikatorlampe innerhalb einer vorbestimmten Zeit, beispielsweise 8 Sekunden, beginnt, Licht auszusenden. Falls nicht, wird die Blitzeinheit 46 ausgesondert. Wenn sich die Spannung des Hauptkondensators beim Beginn der Emission der Indikatorlampe nicht innerhalb eines bestimmten Bereichs, beispielsweise 280 V bis 310 V, befindet, wird die Blitzeinheit 46 ausgesondert. Die Aufladung mit 1,6 V wird fortgesetzt, um zu überprüfen, ob die Spannung des Hauptkondensators in einer vorgegebenen Zeit nach dem Beginn des Aufladens, beispielsweise 10 Sekunden, eine vorgegebene Spannung, beispielsweise 310 V, erreicht. Gleichzeitig dazu wird die Anzahl der EIN-AUS-Zyklen der Indikatorlampe gezählt. Wenn die Periodendauer nicht kleiner als 17 Zählungen pro Sekunde ist, wird die Blitzeinheit 46 ausgesondert.
  • Danach wird der Auslöseschalter noch einmal eingeschaltet, um ein Blitzen zu bewirken, und die Spannung des Hauptkondensators nach dem Blitzen wird gemessen. Wenn sie nicht kleiner als 70 V ist, wird die Blitzeinheit ausgesondert. Abschließend wird der Hauptkondensator während einer vorgegebenen Zeit, beispielsweise 2 Sekunden, entladen. Wenn die Spannung danach nicht kleiner als ein vorgegebenes Niveau, beispielsweise 5 V ist, wird die Blitzeinheit 46 ausgesondert. In einem Zyklus der elektrischen Überprüfungen geht die Blitzeinheit 46 nacheinander durch die oben beschriebenen Prozesse hindurch.
  • Messdaten und Beurteilungsdaten, die während der Erscheinungsbildprüfung und diesen elektrischen Überprüfungen erhalten wurden, werden übertragen und als Überprüfungsdaten in einer Speichervorrichtung einer Stufe zur Überarbeitung von Prüfdaten gespeichert. Die Speichervorrichtung speichert für jede Blitzeinheit 46 die Prüfdaten der jeweiligen Prüfungspunkte. In der Stufe zur Überarbeitung von Prüfdaten ist ein IS-Speicherschreiber vorgesehen, um die Prüfdaten jeder Blitzeinheit 46 auszulesen und sie in den IS-Speicher 71 der entsprechenden Blitzeinheit 46 zu schreiben. Alternativ ist es möglich, in jedem Prüfprozess einen IS-Speicherschreiber bereitzustellen, und die neuen Prüfdaten jedes Mal, wenn sie erhalten werden, in den IS-Speicher 71 zu schreiben.
  • Danach wird die Blitzeinheit 46 zu einer Stufe zum Entladen wiederverwendbarer Einheiten geschickt, in der alle Prüfdaten aus dem IS-Speicher 71 ausgelesen werden, um sie dazu zu verwenden, zu beurteilen, ob die Blitzeinheit 46 für die Wiederverwendung geeignet ist. Diejenigen Blitzeinheiten 46, die für die Wiederverwendung geeignet sind, werden entladen. Daten, die angeben, wie oft die Blitzeinheit 46 wiederverwendet wurde, werden in den IS-Speicher 71 der entladenen Blitzeinheit 46 geschrieben. Es ist möglich, anstelle der Anzahl der Wiederverwendungen den Zeitraum der Benutzung in den IS-Speicher 71 zu schreiben. Es ist möglich, die Zeitdauer der Benutzung anhand der Prüfdaten zu bestimmen. Anschließend wird die geeignete Blitzeinheit 46 der Fertigungsstraße 86 zugeführt.
  • Diejenigen Blitzeinheiten 46, die nicht in der Stufe zum Entladen wiederverwendbarer Einheiten entladen werden, werden zu einer Stufe zum Entladen reparierbarer Einheiten geschickt, in der die Prüfdaten aus dem IS-Speicher 71 ausgelesen werden, um sie dafür zu verwenden, zu bestimmen, ob der unbrauchbare Teil bzw. die unbrauchbaren Teile oder Funktionen der Blitzeinheit 46 reparierbar sind oder nicht. Falls ja, wird die Blitzeinheit 46 als eine reparierbare entladen. Falls nicht, wird die Blitzeinheit 46 zu einer Stufe zum Entladen abgelehnter Einheiten geschickt. Die reparierbaren Blitzeinheiten 46 werden den notwendigen Reparaturprozessen unterzogen, und anschließend nochmals den Prüfprozessen unterzogen.
  • Die in der Stufe zum Entladen abgelehnter Einheiten entladenen Blitzeinheiten 46 werden weggeworfen, nachdem die IS-Speicher 71 entfernt wurden. Die entfernten IS-Speicher 71 werden initialisiert und wiederverwendet, nachdem sie den Schreibetest bestanden haben.
  • Die Hauptteile, die aus dem Basisteil 45 und der Belichtungseinheit 47 bestehen, werden in 12 Stufen überprüft. In der ersten Stufe werden sowohl die Daten zum Typ der Einheit und die während der Herstellung geschriebenen Daten der Teile als auch die während der vorangehenden Prüfungen ermittelten und geschriebenen Prüfdaten aus dem IS-Speicher, der in die Belichtungseinheit 46 eingebaut ist, ausgelesen und in einer Speichervorrichtung abgespeichert. Die in einer Speichervorrichtung gespeicherten Daten werden statistisch zusammengefasst, um sie bei der Verwaltung von Informationen über die jeweiligen Teile der Hauptteile und für die Kontrolle der Qualität der Hauptteile zu verwenden. Diejenigen Hauptteile, deren IS-Speicher 70 nicht ausgelesen werden kann, werden weggeworfen, nachdem die IS-Speicher 70 entfernt wurden.
  • Auf die Gebrauchsdaten wird Bezug genommen, um zu bestimmen, ob die Hauptteile wiederverwendbar sind oder nicht. Diejenigen Hauptteile, die nach den Gebrauchsdaten für die Wiederverwendung ungeeignet sind, werden weggeworfen, nachdem die IS-Speicher 70 entfernt wurden. Die entfernten IS-Speicher 70 werden wiederverwendet, nachdem die darin geschriebenen Daten gelöst und sie initialisiert und überprüft wurden, ob sie wiederverwendbar sind oder nicht.
  • In der zweiten Stufe werden Staub und statische Elektrizität auf den Hauptteilen durch eine Reinigung mit einem Luftstrahl und eine antistatische Behandlung entfernt. In der dritten Stufe wird ein Türbauteil-Betätigungsmechanismus zum Öffnen und Schließen des Türelements der Filmeinheit 2 in eine Ausgangsposition gesetzt und die Funktion des Türelement-Betätigungsmechanismus wird in der vierten Stufe geprüft. In der fünften Stufe wird der Türelement-Betätigungsmechanismus in die Ausgangsposition zurückgesetzt. Das optische System des Suchers wird in der sechsten Stufe abgewaschen und der Verschlussmechanismus wird in der siebten Stufe gespannt. In der achten Stufe wird der Bildzählmechanismus in eine Ausgangsposition gesetzt. Der Verschlussmechanismus und der Bildzählmechanismus werden in der neunten bzw. zehnten Stufe überprüft. In jeder Stufe werden Prüfdaten über jeden Punkt anstelle der zuvor geschriebenen Daten in den IS-Speicher 70 geschrieben.
  • In der elften Stufe werden die in den IS-Speicher 70 geschriebenen Prüfdaten ausgelesen, um sie bei einer Beurteilung, ob die Hauptteile wiederverwendbar sind oder nicht, zu verwenden. Wenn es irgendwelche Daten gibt, die ein inakzeptables Ergebnis unter den Prüfungspunkten anzeigen, werden die Hauptteile ausgesondert. Nur diejenigen Hauptteile, die als brauchbar qualifiziert sind, werden in der elften Stufe entladen. Die ausgesonderten Hauptteile werden in der zwölften Stufe entladen. Die Anzahl der Wiederverwendungen oder die Zeitdauer der Benutzung werden anstelle der vorherigen Prüfdaten in den IS-Speicher 70 der brauchbaren Hauptteile geschrieben. Danach werden die brauchbaren Hauptteile gesammelt und der Fertigungsstrasse 86 zugeführt. Die ausgesonderten Hauptteile werden den notwendigen Reparaturen unterzogen und nochmals genauso geprüft.
  • Obwohl in der obigen Ausführungsform das Basisteil 45 und die Belichtungseinheit 47 nicht getrennt werden und in Form der Hauptteile der Prüfstraße zugeführt werden, ist es möglich, die Belichtungseinheit 47 von dem Basisteil 45 zu trennen und nur die Belichtungseinheit 47 für die Wiederverwendung zu prüfen. Die Teile für die Wiederverwendung oder das Recycling sind nicht auf die der obigen Ausführungsform beschränkt.
  • Auch die Teile, in denen IS-Speicher bereitgestellt werden, sind insofern nicht auf die der obigen Ausführungsform beschränkt, als die IS-Speicher vor der Umgebung der Filmeinheit 32 geschützt sind. Beispielsweise kann der IS-Speicher 72, der die Daten zum Typ der Einheit speichert, an dem hinteren Gehäuseteil 48 angebracht werden. Obwohl die während der vorangegangenen Prüfung in die IS-Speicher 70 und 71 geschriebenen Prüfdaten nach dem Zerlegen ausgelesen werden, ist es möglich, die IS-Speicher auf den inneren Bauteilen auszulesen, wenn die äußere Abdeckung 34 entfernt wurde, wenn nur entsprechend den Positionen der auf den inneren Bauteilen vorgesehenen IS-Speicher Öffnungen zum Zugriff auf diese IS-Speicher durch den vorderen Gehäuseteil 44 oder den hinteren Gehäuseteil 48 vorgesehen sind. Es ist überflüssig zu sagen, dass solche Öffnungen durch die äußere Abdeckung 34 verschlossen werden. Zusätzlich zu den Daten zum Typ der Einheit können Typdaten einer Einheit oder eines Elements, wie etwa der Typ der Belichtungseinheit 47, in den auf der Einheit oder dem Element vorgesehenen IS-Speicher geschrieben werden.
  • Die IS-Speicher können von einem berührungsfreien Typ sein. In diesem Fall ist es nicht notwendig, eine Öffnung, wie die Öffnung 44b, zum Freilegen der Kontakte des IS-Speichers bereitzustellen, und die Geschwindigkeit des Auslesens und Schreibens kann erhöht werden. In der obigen Ausführungsform sind in den IS-Speicherlesern Stromquellen für die IS-Speicher vorgesehen. Aber es ist möglich, IS-Speicher, die ihre eigenen Stromquellen in Form von Batterien enthalten, zu verwenden. In diesem Fall sollte eine Prüfstufe zum Überprüfen des Zustands der Batterien der IS-Speicher vorgesehen sein, um diejenigen Batterien, die leer werden, mit neuen auszutauschen.
  • Somit ist die vorliegende Erfindung nicht auf die obige Ausführungsform zu beschränken, sondern vielmehr sind verschiedenartige Abwandlungen möglich, ohne vom Umfang der beigefügten Patentansprüche abzuweichen.

Claims (4)

  1. Verfahren zum Steuern der Herstellung einer mit einer Linse ausgestatteten Fotofilmeinheit (32) mit einem Einheitsgehäuse (33), in dem eine Fotofilmpatrone (2) enthalten ist, und einer äußeren Abdeckung (34), die das Einheitsgehäuse (33) umhüllt, wobei das Verfahren folgende Schritte umfasst: Befestigen eines IS-Speichers (8) an der Fotofilmpatrone (2), bevor diese in die mit einer Linse ausgestattete Fotofilmeinheit (32) eingelegt wird; Schreiben von Daten, die bei einem Herstellungsprozess der Fotofilmpatrone (2) erhalten wurden, in den IS-Speicher (8); gekennzeichnet durch folgende Schritte: Schreiben von Daten, die bei einem Herstellungsprozess der mit einer Linse ausgestatteten Fotofilmeinheit (32) erhalten wurden, in den IS-Speicher (8) nachdem die Fotofilmpatrone (2) in die mit einer Linse ausgestattete Fotofilmeinheit (32) eingelegt wurde, mittels einer Zugriffsvorrichtung (65-68), die in dem Einheitsgehäuse (33) vorgesehen ist, um einen Zugriff auf den IS-Speicher (8) von außerhalb des Einheitsgehäuses (33) zu ermöglichen; und Auslesen von Daten aus dem IS-Speicher (8) in späteren Stadien des Herstellungsprozesses der mit einer Linse ausgestatteten Fotofilmeinheit (32), um diese bei der Steuerung der Herstellung der mit einer Linse ausgestatteten Fotofilmeinheit (32) zu verwenden.
  2. Verfahren zum Steuern der Herstellung einer mit einer Linse ausgestatteten Fotofilmeinheit nach Anspruch 1, in dem die Zugriffsvorrichtung (65-68) durch die äußere Abdeckung (34), die das Einheitsgehäuse (33) umhüllt, vor dem Äußeren geschützt wird.
  3. Verfahren zum Steuern der Herstellung einer mit einer Linse ausgestatteten Fotofilmeinheit nach Anspruch 2, das zusätzlich einen Schritt des Auslesens von Daten aus dem IS-Speicher (8) mittels der Zugriffsvorrichtung (65-68) umfasst, um diese beim Verfolgen eines Fehlers zu verwenden.
  4. Verfahren zum Steuern der Herstellung einer mit einer Linse ausgestatteten Fotofilmeinheit nach Anspruch 1, in dem die Daten, die in den IS-Speicher (8) geschrieben werden, Daten zum Typ der Einheit umfassen, die für einen Typ des Einheitsgehäuses (33) repräsentativ sind, wobei die Daten zum Typ der Einheit ausgelesen werden, bevor das Einheitsgehäuse (33) in Verpackungsmaterialien, die die äußere Abdeckung (34) umfassen, verpackt wird, um den Typ der Verpackungsmaterialien mit dem Typ des Einheitsgehäuses (33) zu vergleichen.
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