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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Übertragen
von Echtzeitinformation, insbesondere von Audioinformation, wobei
dieses Verfahren die nachfolgenden Verfahrensschritte umfasst:
– das Codieren
aufeinander folgender Segmente der Echtzeitinformation in komprimierte
Echtzeitdaten in Frames,
– das Übertragen
eines Signals, das die komprimierten Echtzeitdaten trägt,
– das Empfangen
des Signals und das Erfassen der komprimierten Echtzeitdaten,
– das Speichern
der empfangenen komprimierten Echtzeitdaten in einem Wiedergabepuffer,
und
– das
Decodieren der komprimierten Echtzeitdaten aus dem Wiedergabepuffer.
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich weiterhin auf ein Signal mit
Echtzeitinformation, insbesondere Audioinformation, wobei diese
Echtzeitinformation zu komprimierten Echtzeitdaten in Frames codiert
wird, die sich auf aufeinander folgende Segmente der Echtzeitinformation
beziehen.
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich ebenfalls auf ein Verfahren zum
Aufzeichnen von Audioinformation auf einem Aufzeichnungsträger, wobei
dieses Verfahren die nachfolgenden Verfahrensschritte aufweist:
– das Codieren
aufeinander folgender Segmente der Audioinformation in komprimierte
Audiodaten in Frames, und
– das
Aufzeichnen der komprimierten Audiodaten.
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auch auf eine Aufzeichnungsanordnung
zum Aufzeichnen von Audioinformation auf einem Aufzeichnungsträger, wobei
die Anordnung die nachfolgenden Elemente umfasst:
– Kompressionsmittel
zum Codieren aufeinander folgender Segmente der Audioinformation
in komprimierte Audiodaten in Frames, und
– Aufzeichnungsmittel zum Aufzeichnen
der komprimierten Audiodaten auf dem Aufzeichnungsträger.
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich weiterhin noch auf einen Aufzeichnungsträger mit
Audioinformation, wobei diese Audioinformation in komprimierte Audio daten
in Frames codiert wird, die mit aufeinander folgenden Segmenten
der Audioinformation im Verhältnis
stehen.
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auch noch auf eine Wiedergabeanordnung
zum Erfassen von Audioinformation von einem Aufzeichnungsträger, wobei
diese Anordnung die nachfolgenden Elemente umfasst:
– Lesemittel
zum Erfassen der komprimierten Audiodaten von dem Aufzeichnungsträger,
– einen
Wiedergabepuffer, und
– Dekompressionsmittel
zum Decodieren von Frames mit komprimierten Audiodaten aus dem Wiedergabepuffer
in aufeinander folgende Segmente mit Audioinformation.
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Ein
derartiges Verfahren zum Übertragen von
Echtzeitinformation, insbesondere Audio, ist aus D1 in dem Bezugsmaterial
bekannt. D1 beschreibt ein System zum Übertragen von Audioinformation, insbesondere
das Aufzeichnen von Audio auf einem Aufzeichnungsträger, wie
einer Platte oder einem Band. Kompression der Audio-Information,
insbesondere eine verlustfreie Kompression für einen Audioqualität mit einem
hohen Pegel, wird Angewandt zum Minimieren der erforderlichen Übertragungsrate
und zum Verwirklichen einer hocheffektiven Audioinformationsdichte,
d.h. den Betrag an Audio-Information je
Einheit Aufzeichnungsträgerfläche. Nach
Kompression kann die Datenrate der komprimierten Audiodatenrate
variieren, es sind beispielsweise mehr Bits erforderlich zum Codieren
eines komplexen Audiosegmentes. Die Datenrate des Übertragungssystems
ist aber fest oder kann langsam variieren. Folglich wird der Wiedergabepuffer
in dem Spieler verwendet zum Kompensieren schneller Schwankungen und
zum Wiedergabe eines kontinuierlichen Audiosignals nach Dekompression.
Beim Auslesen des Aufzeichnungsträgers wird das erfasste komprimierte Audio
mit der genannten festen (oder langsam variierenden) Rate dem Wiedergabepuffer
zugeführt.
Zur Vermeidung von Unterfluss oder Überfluss soll der Wiedergabepuffer
im Schnitt halb vol sein, damit die genannte schnelle Schwankung
komprimierter Audiodaten ermöglicht
wird. Das bekannte Verfahren hat das Problem, dass der Wiedergabepuffer
groß sein soll
um eine effiziente Kompression des Audios zu ermöglichen.
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Es
ist nun u. a. eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, Mittel zu
schaffen zum Übertragen von
Echtzeitinformation, was weniger Pufferraum erfordert, während eine
hocheffektive Informationsdichte verwirklicht wird.
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Dazu
weist ein Verfahren zum Übertragen von
Audio der eingangs beschriebenen Art nach der vorliegenden Erfindung
das Kennzeichen auf, dass das Verfahren die nachfolgenden Verfahrensschritte umfasst:
– das vor
der Übertragung
Ermitteln der Pufferbelegung für
wenigstens ein Frame, wobei diese Pufferbelegung eine Anzeige für den Betrag
an komprimierten Echtzeitdaten ist, die am Anfang der Decodierung des
genannten Frames in dem Wiedergabepuffer vorhanden sind,
– das Übertragen
der Pufferbelegung über
das Signal, und
– das
Steuern der Erfassung und/oder der Decodierung in Abhängigkeit
von der genannten Pufferbelegung.
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Dazu
weist ein Signal der eingangs beschriebenen Art das Kennzeichen
auf, dass das Signal eine Pufferbelegung für wenigstens ein Frame aufweist, wobei
diese Pufferbelegung eine Anzeige für den Betrag an komprimierten
Echtzeitdaten ist, die am Anfang der Decodierung des genannten Frames
in dem Wiedergabepuffer vorhanden sind.
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Dazu
weist ein Aufzeichnungsverfahren der eingangs beschriebenen Art
nach der vorliegenden Erfindung das Kennzeichen auf, dass das Verfahren die
nachfolgenden Verfahrensschritte umfasst:
– das Ermitteln einer Pufferbelegung
für wenigstens ein
Frame, wobei diese Pufferbelegung eine Anzeige für den Betrag an komprimierten
Audiodaten ist, die am Anfang der Decodierung des genannten Frames in
einem Wiedergabepuffer vorhanden sind, und
– das Aufzeichnen der Pufferbelegung
auf dem Aufzeichnungsträger.
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Dazu
weist ein Aufzeichnungsträger
der eingangs beschriebenen Art nach der vorliegenden Erfindung das
Kennzeichen auf, dass die Anordnung Ermittlungsmittel aufweist zum
Ermitteln der Pufferbelegung für
wenigstens ein Frame, wobei diese Pufferbelegung eine Anzeige für den Betrag
an komprimierten Audiodaten ist, die am Anfang der Decodierung des
genannten Frames in einem Wiedergabepuffer vorhanden sind, und dass
die Aufzeichnungsmittel vorgesehen sind zum Aufzeichnen der Pufferbelegung
auf dem Aufzeichnungsträger.
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Dazu
weist ein Aufzeichnungsträger
der eingangs beschriebenen Art nach der vorliegenden Erfindung das
Kennzeichen auf, dass der Aufzeichnungsträger eine Pufferbelegung für wenigstens
ein Frame aufweist, wobei diese Pufferbelegung eine An zeige für den Betrag
an komprimierten Audiodaten ist, die am Anfang der Decodierung des
genannten Frames in einem Wiedergabepuffer vorhanden sind.
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Dazu
weist eine Wiedergabeanordnung der eingangs beschriebenen Art nach
der vorliegenden Erfindung das Kennzeichen auf, dass die Anordnung Mittel
aufweist zum Ermitteln der Pufferbelegung für wenigstens ein Frame von
dem Aufzeichnungsträger, und
Steuermittel zum Steuern der Auslesemittel und/oder der Dekompressionsmittel
in Abhängigkeit von
der genannten ermittelten Pufferbelegung.
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Die
oben genannten Mittel nach der vorliegenden Erfindung ermöglichen
eine Übertragung
von Audio-Information über
ein Signal oder einen Aufzeichnungsträger wie folgt. Die Pufferbelegung
wird während
der Codierung ermittelt und deswegen ist der Betrag an Pufferraum,
erforderlich für
ein bestimmtes Übertragungssystem
zu jeder Zeit während der
Decodierung eines Audio-Items bekannt. Über den Aufzeichnungsträger wird
die Pufferbelegung für ein
Frame zu der Wiedergabeanordnung übertragen. Der Ermittlungs-
und Decodierungsprozess kann nun in Abhängigkeit von der Pufferbelegung
gesteuert werden, so wird beispielsweise die Decodierung eines Frames
gestartet, wenn der Betrag an Daten in dem Wiedergabepuffer der
Pufferbelegung des genannten Frames im Wesentlichen entspricht.
Dies hat den Vorteil, dass ein Wiedergabepuffer einer vorbestimmten
Größe benutzt
werden kann, bis er im Wesentlichen leer oder voll ist zum Kompensieren von
Spitzen und Senken in der Datenrate der komprimierten Audiodaten
ohne die Gefahr von Unterfluss oder Überfluss. Bisher war ein Wiedergabepuffer
mit einer etwa doppelten vorbestimmten Größe erforderlich um die gleichen
Variationen in der Datenrate zu ermöglichen und dieser große Puffer
sollte beim Start der Decodierung halb voll sein. Die Verwendung
des kleines Puffers und der Pufferbelegungssteuerung nach der vorliegenden
Erfindung hat auch den Vorteil, dass Wiedergabe des Audios mit weniger
Verzögerung
gestartet werden kann nach Eintreffen der entsprechenden komprimierten
Audiodaten. Dies ist besonders vorteilhaft zum Erzielen eines schnellen Starts
der Audiowiedergabe nach einem Sprung zu einer neuen Zielposition
auf einem Aufzeichnungsträger.
Die vorliegende Erfindung eignet sich insbesondere für einen
scheibenförmigen
Aufzeichnungsträger
von einem optisch auslesbaren Typ, wie eine CD.
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Die
vorliegende Erfindung ist insbesondere relevant, wenn ein verlustfreier
Kompressor angewandt wird zum Erzielen einer einwandfreien Audioqualität bei einer
akzeptierbaren Audio-Informationsdichte. In einem verlustfreien
Kompressor variiert die re sultierende Bitrate stark mit dem Audio-Inhalt
und es gibt keine Option zum Glätten
von Spitzen in Bezug auf etwaige Überfluss- oder Unterflussprobleme in
dem Wiedergabepuffer durch Verringerung des Betrags an erzeugten
Bits, verursacht durch Steigerung der Kompressionsrate, beispielsweise
durch eine vorübergehende
Verringerung der gewollten Bildqualität, wie dies bei MPEG-Videokompression angewandt
wird.
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Weitere
vorteilhafte, bevorzugte Ausführungsformen
nach der vorliegenden Erfindung werden in den Unteransprüchen gegeben.
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Ausführungsbeispiele
der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im vorliegenden
Fall näher
beschrieben. Es zeigen:
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1 einen Aufzeichnungsträger,
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2 eine
Wiedergabeanordnung,
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3 eine
Aufzeichnungsanordnung,
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4 den
Betrag an Daten in dem Wiedergabepuffer,
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5 den
Aufzeichnungsprozess,
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6 Frame-Steuerungsinformation,
und
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7 eine Übertragungsgeschwindigkeitsänderung
in einem Pausengebiet. Entsprechende Element in verschiedenen Figuren
haben identische Bezugszeichen.
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1a zeigt
einen scheibenförmigen
Aufzeichnungsträger 11 mit
einer Spur 19 und einer zentralen Öffnung 10. Die Spur 19 ist
entsprechend einem spiralförmigen
Muster von Windungen vorgesehen, die im Wesentlichen parallele Spuren
auf einer Informationsschicht bilden. Der Aufzeichnungsträger kann
eine optische Scheibe mit einer Informationsschicht von einem aufzeichenbaren
oder einem voraufgezeichneten Typ sein. Beispiele einer aufzeichenbaren
Scheibe sind die CD-R und CD-RW und der DVD-RAM, während die
Audio-CD ein Beispiel einer voraufgezeichneten Scheibe ist. Der
voraufgezeichnete Typ kann auf bekannte An und Weise dadurch hergestellt
werden, dass zunächst
eine Masterplatte und danach die Konsumentenplatten gepresst werden.
Die Spur 19 von dem aufzeichenbaren Typ des Aufzeichnungsträgers wird
durch eine vorgeprägte
Spurstruktur gekennzeichnet, die während der Herstellung des jungfräulichen
Aufzeichnungsträgers
vorgesehen ist. Die Spurstruktur wird beispielsweise durch eine
Vorrille 14 gebildet, die es ermöglicht, dass ein Lese/Schreibkopf
der Spur 19 beim Abtasten folgt. Die Information wird an
der Informationsschicht durch optisch detektierbare Merkzeichen,
die in der Spur aufgezeichnet sind, beispielsweise, durch Löcher und
Hügeln.
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1b ist
ein Querschnitt gemäß der Linie b-b
durch den Aufzeichnungsträger 11 vom
aufzeichenbaren Typ, worin ein transparentes Substrat 15 mit
einer Aufzeichnungsschicht 16 und einer Schutzschicht 17 versehen
ist. Die Vorrille 14 kann als eine Kerbe oder als eine
Erhöhung
vorgesehen sein, oder als eine Materialeigenschaft, die von der
Umgebung abweicht.
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Der
Aufzeichnungsträger
trägt Audio-Information,
wobei diese Audio-Information
zur Bequemlichkeit des Benutzers in Items aufgeteilt ist, wobei das
Item meistens einige Minuten dauert, beispielsweise Musikstücke eines
Albums oder Bewegungen einer Symphonie. Meistens ist auch Zugriffsinformation
zum Identifizieren der Items auf dem Aufzeichnungsträger vorgesehen,
beispielsweise in einer sog "Table
Of Contents" (TOC)
oder in einem Dateisystem ISO 9660 für CD-ROM. Die Zugriffsinformation kann
eine Spieldauer und eine Startadresse für jedes Item enthalten und
auch weitere Information, wie den Titel eines Musikstücks.
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Die
Audio-Information wird in einer digitalen Darstellung nach einer
Analog-Digital-Umwandlung aufgezeichnet. Beispiele einer Analog-Digital-Umwandlung
sind PCM 16 Bit je Abtastwert bei 44,1 kHz, wie aus CD-Audio bekannt
und 1 Bit Sigma-Delta-Modulation
mit einer hohen Überabtastungsrate, beispielsweise
64 × Fs,
meistens als Bitstrom bezeichnet. Umwandlung eines Audiosignals
in ein 1-Bit Bitstromsignal hat eine Anzahl Vorteile. Bitstromumwandlung
ist ein Codierungsverfahren hoher Qualität, mit der Möglichkeit
einer Decodierung hoher oder niedriger Qualität mit dem weiteren Vorteil
einer einfacheren Decodierschaltung. In dieser Hinsicht wird auf
die Veröffentlichungen: "A digital decimating filter
for analog-to-digital conversion of hi-fi audio signals" von J.J. van der
Kam, Dokument D5 im Bezugsmaterial, und "A higher order topology for interpolative
modulators for oversampling A/D converters" von Kirk C.H. Chao u. a., Dokument
D6 im Bezugsmaterial. Nach der A/D-Umwandlung wird das digitale
Signal zu komprimierten Audio-Daten komprimiert, die eine variable
Bitrate haben und auf der Aufzeichnungsschicht aufgezeichnet werden.
Audio-Kompression und -Dekompression eines geeigneten Typs ist bekannt.
Audio wird nach Digitalisierung durch Analyse der Korrelation in
dem Signal komprimiert und durch Erzeugung von Parametern für Fragmente einer
bestimmten Größe. Während der
Dekomprimierung wird ein inverser Prozess angewandt zum Rekonstruieren
des ursprünglichen
Signals. Wenn das ursprüngliche,
digitalisierte Signal genau rekonstruiert wird, wird die (De)Kompression
als verlustfrei bezeichnet, während
bei einer als verlustbehaftet bezeichneten (De)Kompression einige
Einzelheiten des ursprünglichen
Signals nicht wiedergegeben werden, wobei die weggelassenen Einzelheiten
mit dem menschlichen Ohr (Auge) im Wesentlichen nicht detektierbar
sind. Bekannte Systeme, wie DOC oder MPEG, oder wie in D4 beschrieben,
benutzen eine verlustbehaftete Kompression für Audio (und/oder Video), während verlustfreie
Kompression aus der Speicherung von Computerdaten bekannt ist. Beispiele
von verlustfreier Kompression und Dekompression von Audio hoher
Qualität
kann in D1, D2 und D3 des Bezugsmaterials gefunden werden. Beim Kompressionsvorgang
wird die Audioinformation in aufeinander folgenden Frames aufgeteilt,
wobei jedes Frame zu einem variierenden Betrag an komprimierten
Audiodaten führt.
Die komprimierten Audiodaten sollen mit einer derartigen Geschwindigkeit aus
dem Aufzeichnungsträger
ausgelesen werden, dass nach Dekompression die ursprüngliche
Zeitskala im Wesentlichen wiederhergestellt wird, wenn die Audioinformation
kontinuierlich wiedergegeben wird. Folglich müssen die komprimierten Daten
von dem Aufzeichnungsträger
mit einer Geschwindigkeit erfasst werden, die abhängig ist
von der variierenden Bitrate, oder die Kompression und die Aufzeichnung muss
angepasst werden um eine feste Bitrate zu erzielen, beispielsweise
durch Verwendung von Stopfbits. Die Geschwindigkeit der Erfassung
von Daten von dem Aufzeichnungsträger wird als Übertragungsgeschwindigkeit
bezeichnet, d.h. die Geschwindigkeit der Übertragung von Datenbytes von dem
Aufzeichnungsträger
zu einem Expander. Vorzugsweise hat der Aufzeichnungsträger eine
konstante räumliche
Datendichte, welche die höchste Datenspeicherkapazität je Aufzeichnungsträger gibt. In
einem derartigen System ist die Übertragungsgeschwindigkeit
proportional zu der relativen linearen Geschwindigkeit zwischen
dem Medium und dem Schreib/Lesekopf, und eine konstante Übertragungsgeschwindigkeit
führt zu
einer variierenden Drehgeschwindigkeit ("Constant Linear Velocity"-System, CLV). Vor
dem Expander ist ein Wiedergabepuffer vorgesehen und die Übertragungsgeschwindigkeit
ist die Geschwindigkeit vor diesem Puffer.
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Nach
der vorliegenden Erfindung umfasst der Aufzeichnungsträger eine
Pufferbelegung für
wenigstens ein Frame und vorzugsweise für jedes Frame oder für ein regelmäßiges Muster
von Frames, beispielsweise alle vier Frames. Die Pufferbelegung wird
während
der Aufzeichnung bestimmt und kann zur Steuerung des Erfassungs-
und Decodierungsprozesses in der Wiedergabeanordnung verwendet werden.
Die Pufferbelegung gibt einen Betrag an komprimierten Audiodaten
an, der in dem Wiedergabepuffer beim Anfang der Decodierung des
entsprechenden Frames angegeben werden soll. Eine Wiedergabeanordnung,
die ein Audio-Item wiedergibt, die mit einer vorbestimmten Übertragungsgeschwindigkeit
arbeitet und mit einem Wiedergabepuffer einer vorbestimmten Größe versehen
ist, steuert den Decodierungsprozess zu starten, wenn der durch
die Pufferbelegung angegebene Betrag in dem Puffer vorhanden ist.
Wenn zu dem betreffenden Zeitpunkt gestartet wird, wird kein Überfluss
oder Unterfluss des Wiedergabepuffers während der weiteren Decodierung
des Audio-Items auftreten, weil während der Decodierung, d.h.
wenn das ganze Audio-Item bekannt ist, die Pufferbelegung für die weitere
Wiedergabezeit des Items berecht worden ist, wobei die vorbestimmte Übertragungsgeschwindigkeit
und die Puffergröße sowie
die Beträge
der komprimierten Audiodaten jedes Frames berücksichtig werden.
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4 zeigt
den Betrag an Daten in dem Wiedergabepuffer. Der Pufferpegel BL
ist auf der vertikalen Achse angegeben und die vorbestimmte Größe des Wiedergabepuffers
ist durch eine gestrichelte Linie auf dem Pegel PS angegeben. Die
Zeit T steht auf der horizontalen Achse in Zeiteinheiten eines Frames
(beispielsweise 1/75 Sekunde). Der Einstrom neuer Daten, ausgelesen
aus dem Aufzeichnungsträger
trifft mit einer festen Datenübertragungsgeschwindigkeit
ein, angegeben durch die schräg
laufenden Linien 42 zwischen den Frame-Decodierzeiten.
Bei T = 3 wird das erste Frame decodiert und die entsprechenden
komprimierten Audiodaten werden dem Wiedergabepuffer entnommen,
angegeben durch den vertikalen Pfeil 43. Die Audioframes
haben eine feste Zeitdauer (nach Decodierung), so dass bei T = 4,
5, 6, ... weitere Frames 44, 45, 46 decodiert werden.
Während
der Wiedergabe eines Frames wird der Wiedergabepuffer allmählich mit
neu erfassten Daten gefüllt.
Nach der vorliegenden Erfindung ist der Start der Decodierung des
ersten Frames 43 bis T = 3 verschoben, wobei zu diesem
Zeitpunkt der erreichte Pufferpegel, der durch die Pufferbelegung BO1
des ersten Frames angegeben ist. Wenn die Decodierung des ersten
Frames bei T = 2 gestartet wird, würde später bei T = 6 ein Unterfluss
auftreten, wenn das vierte Frame 46 decodiert wird. Eine
gleiche Situation, die zu einem Überfluss
resultiert könnte
an einer Reihe von einfach codierbaren Frames auftreten, wenn die
Decodierung zu spät
startete. Weitere Frames können
auch eine Pufferbelegung haben, beispielsweise BO3, gegeben für das dritte Frame 45.
Vorzugsweise hat jedes Frame eine Pufferbelegung.
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Bei
einer Ausführungsform
des Aufzeichnungsverfahrens ist die Übertragungsgeschwindigkeit
nicht als ein fester Wert vorbestimmt, sondern als ein Bereich mit
einer minimal und/oder maximal erlaubten Geschwindigkeit und/oder
einer maximalen Geschwindigkeitsänderungsrate.
Die zu jedem Zeitpunkt der Aufzeichnung wirklich verwendete Geschwindigkeit
kann durch ein einzelnes Übertragungsgeschwindigkeitsprofil,
wie in D7 beschrieben, angegeben werden. Die Pufferbelegung wird
berechnet unter Berücksichtigung
der Übertragungsgeschwindigkeit,
eingestellt für
das betreffende Frame durch das Übertragungsgeschwindigkeitsprofil.
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Bei
einer Ausführungsform
des Aufzeichnungsträgers
ist eine Folge von Pufferbelegungen eine Angabe des Übertragungsprofils
und kann benutzt werden zur Steuerung der Lesegeschwindigkeit, wie
nachstehend anhand der 2 beschrieben. Insbesondere
wenn zwei Audio-Items, beispielsweise t1 und t2, eine andere Übertragungsgeschwindigkeit
erfordern, sagen wir r1 und r2 und r2 > r1 ist, kann das Übertragungsgeschwindigkeitsprofil zum Ändern von
r1 zu r2 wie folgt erhalten werden. Die erste Option ist ein Gebiet
am Rand von t1 und t2 als Verbindungsgebiet zuzuordnen und die Pufferbelegungen
aufeinander folgender Frames auf einem Wert zu setzen, und zwar
unter Verwendung einer Zwischenübertragungsgeschwindigkeit
zwischen r1 und r2. Die Wiedergabeanordnung wird bei jedem Frame
bemerken, dass der aktuelle Pufferpegel niedriger ist als die gegebene
Pufferbelegung und die Wiedergabeanordnung wird die Auslesegeschwindigkeit
steigern. Bei einer alternativen Ausführungsform liegt zwischen zwei
Audio-Items ein Pause-Gebiet
und die Pufferbelegung während
der Pause wird auf steigende Werte gesetzt und es werden komprimierte
Pause-Frames einer festen Größe verwendet. Eine
gleiche Änderung
in der Übertragungsgeschwindigkeit
wird erreicht, wenn die Pufferbelegung auf einen festen Wert gesetzt
wird und die Größe der Pause-Frames
zunimmt, beispielsweise durch Addierung eines steigenden Betrags
an Stopfdaten. Eine Kombination der beiden Zunahmen ist ebenfalls möglich. Die
genannte Zunahme wird berechnet um mit einer Steigung der Übertragungsgeschwindigkeit je
Zeiteinheit, d.h. je Framedauer, überein zu stimmen. Die Verwendung
eines Pausengebietes zur Änderung
der Übertragungsgeschwindigkeit
hat den Vorteil, dass jede Änderung
in der Lesegeschwindigkeit (beispielsweise in der Drehgeschwindigkeit
einer Platte) während
einer Pause durchgeführt
wird und während
der Audiowiedergabe ist die Übertragungsgeschwindigkeit
konstant. Folglich können
die Geschwindigkeitsänderungen
die Audioqualität überhaupt
nicht beeinflussen. Auf alternative Weise zu der Hinzufügung eines
Pausegebietes kann jedes Audio-Item selber mit einem Kopf- und Schwanzgebiet
versehen werden, in dem die Übertragungsgeschwindigkeit
mit einem Standardwert startet bzw. endet. In dem Kopfgebiet wird
die Übertragungsgeschwindigkeit
von der Standardgeschwindigkeit in die Geschwindigkeit gesteigert
(oder verringert) wird, die für
das Item erforderlich ist. Dies hat den Vorteil, dass Audio-Items
auf einfache Art und Weise für Edit-Zwecke
an den Schwanz- oder Kopfpunkt angehängt werden können, weil
die Übertragungsgeschwindigkeit
die Standard-Übertragungsgeschwindigkeit
an dieser Stelle ist.
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7 zeigt
die Pufferbelegung für
eine Änderung
der Übertragungsgeschwindigkeit.
Die Zeit T steht auf der horizontalen Achse und der Pfeil 70 bezeichnet
die Übertragung
eines ersten Audio-Items t1, wonach eine Pause p und ein zweites
Audio-Item t2 folgt. Die untere Graphik zeigt das wiedergegebene
Audio A des ersten Items t1 durch die Kurve 75, die Stille
während
der Pause p durch die Kurve 76 und das Audio des Items
t2 durch die Kurve 77. Die mittlere Graphik zeigt den Pufferpegel
BL des Wiedergabepuffers während
der Wiedergabe der genannten Items. Das erste Item wird durch die
Kurve 72 gegeben, die mit einem leeren Puffer bei Te endet. Die
Wiedergabe des zweiten Audio-Items
t2, wie durch die Kurve 74 angegeben, startet bei Transistors
auf einem Pufferpegel BO2. Die Übertragungsgeschwindigkeit
für das
Item t1 ist r1, und für
Item t2 wird eine höhere
Geschwindigkeit r2 verwendet als durch die Neigung des Wiedergabepuffers
dargestellt, füllend
bei r2 für
die Kurve 72 und bei r2 für die Kurve 74. In
dem Pausengebiet p ist keine oder nur wenig Toninformation erforderlich
(stille Periodenkurve 76). Während der Pause p wird jedes
Frame definiert um den Wiedergabepuffer bei einem zunehmenden Betrag
je Frame völlig
zu leeren, startend bei einem Wert entsprechend r1 um BOp1 und am Ende der Pause, wobei ein Wert
BOpn erreicht wird entsprechend r2. In Reaktion
darauf nimmt die Übertragungsgeschwindigkeit
R von r1 zu r2 zu, wie in der oberen Graphik durch die Kurve 71 angegeben
ist. Die verwendeten Daten zum Bilden der Pausenframes können Stopfdaten
oder andere zusätzliche
Daten sein, wie Bild- oder Textdaten, beispielsweise Titel und Interpret
eines Musikstücks.
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2 zeigt
eine Wiedergabeanordnung nach der vorliegenden Erfindung zum Auslesen
eines Aufzeichnungsträgers 11,
wobei dieser Aufzeichnungsträger
dem Aufzeichnungsträger
aus 1 entspricht. Die Anordnung ist
mit Antriebsmitteln 21 zum Drehen des Aufzeichnungsträgers 1 versehen, sowie
mit einem Lesekopf 22 zum Abtasten der Spur auf dem Aufzeichnungsträger. Die
Anordnung ist mit Positionierungsmitteln 25 versehen zum
groben Positionieren des Lesekopfes 22 in der radialen
Richtung auf die Spur. Der Lesekopf umfasst ein optisches System
eines bekannten Typs zum Erzeugen eines Strahlungsbündels 24,
das durch optische Elemente geführt
wird, die auf einen Strahlungspunkt 23 in einer Spur der
Informationsschicht des Aufzeichnungsträgers fokussiert sind. Das Strahlungsbündel 24 wird
von einer Strahlungsquelle, beispielsweise einer Laserdiode, erzeugt.
Der Lesekopf umfasst weiterhin ein Fokussierungsglied zum Verlagern
des Fokus des Strahlungsbündels 24 über die
optische Achse des genannten Bündels
und ein Spurfolgeglied zum feinen Positionieren des Punktes 23 in
einer radialen Richtung zu der Mitte der Spur. Das Spurfolgeglied
kann Spulen enthalten zum radialen Verlagern eines optischen Elementes
oder kann vorgesehen sein zum Ändern
des Winkels eines reflektierenden Elementes. Die an der Informationsschicht reflektierte
Strahlung wird von einem Detektor eines üblichen Typs detektiert, beispielsweise
von einer Vier-Quadranten-Diode, in dem Lesekopf 22 zum
Erzeugen eines Lesesignals und von weiteren Detektorsignalen mit
einem Spurfolgefehler und einem Fokussierungsfehlersignal, das den
genannten Spurfolge- und Fokussierungsgliedern zugeführt werden. Das
Lesesignal wird von Lesemitteln 27 verarbeitet zum Erfassen
der Daten, wobei diese Lesemittel von einem üblichen Typ sind, beispielsweise
mit einem Kanaldecoder und einem Fehlerkorrekturglied. Im Betrieb
wird der Aufzeichnungsträger
in Drehung versetzt und der Lesekopf wird positioniert, was dazu führt, dass
die Daten mit einer Übertragungsgeschwindigkeit
erfasst werden. Die erfassten Daten werden einem Datenselektionsmittel 28 zugeführt. Das
Datenselektionsmittel selektiert die komprimierten Audiodaten aus
allen gelesenen Daten und führt die
komprimierten Audiodaten dem Wiedergabepuffer 29 zu. Die
Selektion basiert auf Datentypindikatoren, die auch auf dem Aufzeichnungsträger aufgezeichnet
sind, beispielsweise Köπfe in einem
mit einem Frame versehenen Format. Die komprimierten Audiodaten
werden aus dem Wiedergabepuffer 29 über das Signal 30 einem
Expandierer 31 zugeführt. Das
Signal kann auch als Ausgangssignal zu einem externen Expandierer
verfügbar
sein. Der Expandierer 31 decodiert die komprimierten Audiodaten
zum Wiedergaben der ursprünglichen
Audio-Information an
dem Ausgang 32. Es sei bemerkt, dass der Expandierer in
einem separaten Gehäuse
untergebracht werden kann, beispielsweise in einem einzelnen Digital-Analog-Wandler hoher digitaler
Qualität untergebracht
werden kann, wie durch das gestrichelte Dreieck 33 in 2 angegeben.
Es sei bemerkt, dass auf alternative Weise ein Puffer vor den Datenselektionsmitteln
vorgesehen werden kann. Der Wiedergabepuffer 29 kann auch
in dem separaten Gehäuse
untergebracht werden, oder er kann mit einem Puffer in dem Expandierer
kombiniert werden. Die Anordnung ist weiterhin mit einer Steuereinheit 20 versehen
zum Empfangen von Befehlen von einem Benutzer oder von einem Gastgebercomputer zur
Steuerung der Anordnung über
Steuerleitungen 26, beispielsweise einen Systembus, der
mit den Antriebsmitteln 21, den Positionierungsmitteln 25,
den Lesemitteln 27 und den Datenselektionsmitteln 28 und
mit dem Wiedergabepuffer 29 zum Füllen der Pegelsteuerung versehen
ist. Dazu umfasst die Steuereinheit 20 eine Steuerschaltung,
beispielsweise einen Mikroprozessor, einen Programmspeicher und Steuerschaltungen,
zum Durchführen
der nachstehend beschriebenen Prozeduren. Die Steuereinheit 20 kann
auf alternative Weise als eine Zustandsmaschine in logischen Schaltungen
implementiert werden.
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Nach
der vorliegenden Erfindung sind die Datenselektionsmittel 28 vorgesehen
zum Erfassen von Steuerinformation aus den ausgelesenen Daten, insbesondere
der Pufferbelegungsinformation. Die Datenselektionsmittel 28 sind
ebenfalls vorgesehen zum Ausschalten von Stopfdaten, wobei diese
Stopfdaten beim Aufzeichnen entsprechend der erforderlichen Bitrate
des Aufzeichnungsträgersystems
hinzugefügt
werden. Wenn die Steuereinheit 20 den Befehl erhält, ein
Audio-Item von dem Aufzeichnungsträger wiederzugeben, werden die
Positionierungsmittel 25 gesteuert, den Lesekopf auf denjenigen
Teil der Spur mit der TOC zu positionieren. Die Startadresse für dieses
Item wird über
die Datenselektionsmittel 28 aus der TOC erhalten. Auf
alternative Weise kann der Inhalt der TOC einmal ausgelesen und
in einem Speicher gespeichert werden, wenn die Platte in die Anordnung
eingegeben wird.
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Zum
Schaffen einer kontinuierlichen Wiedergabe ohne Wiedergabepuffer
wird der Unterfluss- oder Überflussfüllpegel
des Wiedergabepuffers mit der erfassten Pufferbelegung verglichen.
Die Decodierung eines Frames wird gestartet, wenn der genannte Vergleich
angibt, dass der Füllpegel
der Pufferbelegung im Wesentlichen entspricht. Die Pufferbelegung
kann als den erforderlichen Pegel vor oder nach der Entfernung der
komprimierten Audiodaten aus dem Wiedergabepuffer definiert werden.
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Bei
einer anderen Ausführungsform
ist die Wiedergabeanordnung mit einem Wiedergabepuffer einer Größe versehen,
die größer ist
als der maximale Betrag an Daten, die in einer einzigen Windung
der Spur auf einem scheibenförmigen
Aufzeichnungsträger vorhanden
sind. Die Platte wird mit einer Geschwindigkeit gedreht, die wesentlich
höher ist
als die beabsichtigte Lesegeschwindigkeit, beispielsweise wie für CLV oben
beschrieben. Wenn der Wiedergabepuffer voll ist, wird das Auslesen
angehalten, der Leskopf wird in radialer Richtung zurück zu der
vorhergehenden Windung der Spur gebracht (Rücksprung). Das Auslesen wird
nach wenigstens einer Drehung der Scheibe neu gestartet, wenn Raum
in dem Wiedergabepuffer verfügbar
ist. Im Schnitt wird die erforderliche Übertragungsgeschwindigkeit
dadurch erreicht, dass mit der genannten hohen Geschwindigkeit ausgelesen
wird, wenn der Wiedergabepuffer voll ist. Die Pufferbelegung wird
von der Platte ausgelesen und die Audiowiedergabe wird gestartet,
wenn der Wiedergabepuffer wenigstens den angegebenen Betrag an Daten
enthält,
wodurch gewährleistet
wird, dass kein Unterfluss auftritt. Auf alternative Weise kann
der Prozess des Rücksprungs dadurch
gesteuert werden, dass die Pufferbelegung des aktuellen und/oder
des weiteren Frames, die bereits verfügbar sind, von dem Daten in
dem Wiedergabepuffer benutzt werden. Diese Information kann u. a.
verwendet werden um zu berechnen, wann das Auslesen fortgesetzt
werden soll.
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Bei
einer Ausführungsform
der Wiedergabeanordnung wird die Lesegeschwindigkeit in Abhängigkeit
von der Wiedergabegeschwindigkeit des Audios aus dem Digital-Analog-Wandler
gesteuert, und zwar zu der Bitrate nach der Expansion. Dazu umfasst
die Anordnung eine Bezugsfrequenzquelle zur Steuerung der Ausgangsdatenrate.
Folglich ist die Datenrate des nicht komprimierten Audios fest und die
Lesegeschwindigkeit muss gesteuert werden zum Liefern des entsprechenden
Betrags an komprimierten Audiodaten. Jeweils, wenn eine Pufferbelegung
verfügbar
ist, wird diese mit dem wirklichen Füllgrad des Wiedergabepuffers
verglichen. Die Differenz ist eine Anzeige der erforderlichen Korrektur
der Lesegeschwindigkeit. Der Mittelwert der genannten Differenzen
kann benutzt werden zum Einstellen der Lesegeschwindigkeit, beispielsweise
der Drehgeschwindigkeit des scheibenförmigen Aufzeichnungsträgers oder
der Transportgeschwindigkeit eines Bandes. Vorzugsweise ist der
Wiedergabepuffer etwas größer als
die vorbestimmte Größe, wie
diese für das
Decodiersystem erforderlich ist, beispielsweise um einen Betrag δ, damit vorübergehende
Schwankungen von der optimalen Lesegeschwindigkeit ohne Gefahr von
Interfluss oder Überfluss
möglich
sind. Der optimale Pufferpegel wird danach durch die Pufferbelegung,
die zu einer Marge hinzu gegeben ist, beispielsweise 0,5 ·δ.
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Eine
Ausführungsform
des Systems erfordert eine Wiedergabeanordnung zum Einstellen der Lesegeschwindigkeit
innerhalb vorbestimmter Grenzen, wie durch Änderung der Drehgeschwindigkeit eines
scheibenförmigen
Aufzeichnungsträgers.
Die Pufferbelegung kann benutzt werden zum Übertragen einer Geschwindigkeitseinstellung,
beispielsweise durch Verwendung einer höheren Übertragungsgeschwindigkeit,
wenn die Pufferbelegung des nächsten
Frames berechnet wird, wird die Wiedergabeanordnung bemerken, dass
der wirkliche Pufferpegel niedriger ist als die Pufferbelegung und
wird die Lesegeschwindigkeit steigern.
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Bei
einer anderen Ausführungsform
der Wiedergabeanordnung wird die Lesegeschwindigkeit in diskreten
Schritten statt eines kontinuierlichen Bereichs gesteuert. Durch
die diskreten Schritte in der verfügbaren Geschwindigkeit führt der
resultierende Geschwindigkeitswert niemals zu einem Pufferpegel, der
genau so ist wie durch die Pufferbelegung angegeben. Auf diese Weise
führt eine
Geschwindigkeit, die etwas höher
oder etwas niedriger ist, zu einem Überschuss oder Defizit in dem
Pufferpegel. Der Geschwindigkeitssteuermechanismus ist vorgesehen zum
schrittweisen Erhöhen
der Geschwindigkeit sobald das Defizit gröber ist als ein vorbestimmter
Wert, und/oder zum schrittweisen Verringern der Geschwindigkeit,
sobald der Überschuss
größer ist
als ein vorbestimmter Wert. Die vorbestimmten Werte können einander
gleich sein, oder einer derselben kann Null sein. Der Wiedergabepuffer
hat einen zusätzlichen
Pufferraum neben der oben genannten Größe, wobei der zusätzliche
Pufferraum die Größe des Defizits
und/oder des Überschusses
es ermöglicht,
dass diskrete Schwankungen der Übertragungsgeschwindigkeit
aufreten.
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3 zeigt
eine Aufzeichnungsanordnung zum Schreiben von Information auf einem
Aufzeichnungsträger 11 nach
der vorliegenden Erfindung von einem Typ, der (neu)beschreibbar
ist. Beim Schreibvorgang werden auf dem Aufzeichnungsträger Markierungen
gebildet, welche die Information darstellen. Die Markierungen können in
jeder beliebigen optisch auslesbaren Form sein, beispielsweise in
Form von Gebieten mit einem Reflexionskoeffizienten, der anders
ist als der der Umgebung, erhalten beim Aufzeichnen in Material,
wie Farbstoff-, Legierungs- oder Phasenänderung, oder in Form von Gebieten
mit einer Magnetisierungsrichtung anders als die der Umgebung, erhalten
beim Aufzeichnen in magnetooptischem Material. Das Schreiben und
Lesen von Information zur Aufzeichnung auf optischen Platten und das übliche Formatieren,
die Fehlerkorrektur und die Kanalcodierungsregeln sind im Stand
der Technik durchaus bekannt, beispielsweise aus dem CD-System.
Die Markierungen können
mit Hilfe eines auf der Aufzeichnungsschicht über ein Bündel 24 elektromagnetischer
Strahlung, meistens von einer Laserdiode, erzeugten Punktes 23 gebildet
werden. Die Aufzeichnungsanordnung umfasst ähnliche Basiselemente wie die
Anordnung zum Auslesen, wie diese oben anhand der 2 beschrieben
worden ist, beispielsweise eine Steuereinheit 20, Ein Antriebsmittel 21 und
ein Positionierungsmittel 25, aber sie hat einen Schreibkopf 39.
Audioinformation wird dem Eingang von Kompressionsmitteln 35 zugeführt, die
in einem einzelnen Gehäuse
untergebracht sein können.
In D1, D2, D3 und D4 werden geeignete Kompressionsmittel beschrieben.
Das komprimierte Audio mit variabler Bitrate an dem Ausgang der
Kompressionsmittel 35 wird einem Aufzeichnungspuffer 36 zugeführt. Von
dem Aufzeichnungspuffer 36 werden die Daten den Datenkombiniermitteln 37 zugeführt zum
Hinzufügen
von Stopfdaten und weiterer Steuerdaten. Der gesamte aufzuzeichnende
Datenstrom wird Schreibmitteln 38 zugeführt. Der Schreibkopf 39 ist
mit den Schreibmitteln 38 gekoppelt, die beispielsweise
einen Formatierer, einen Fehlercodierer und einen Kanalcodierer
enthalten. Die dem Eingang der Schreibmittel 38 zugeführten Daten
werden über
logische und physikalische Sektoren entsprechend den Formatierungs-
und Codierungsregeln verteilt und in ein Schreibsignal für den Schreibkopf 39 umgewandelt.
Die Steuereinheit 20 ist vorgesehen zum Steuern des Puffers 36,
der Datenkombiniermittel 37 und der Schreibmittel 38 über Steuerleitungen 26 und
zum Durchführen
der Positionierungsprozedur, wie oben für die Leseanordnung beschrieben.
Auf alternative Weise wird die Aufzeichnungsanordnung auch zum Lesen
vorgesehen mit den Merkmalen der Wiedergabeanordnung und mit einem kombinierten
Schreib/Lesekopf.
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Nach
der vorliegenden Erfindung ist die Steuereinheit 20 der
Aufzeichnungsanordnung vorgesehen zum Ermitteln der Pufferbelegung.
Der Betrag an komprimierten erzeugten Audiodaten für eine Reihe
von Frames wird analysiert und eine Pufferbelegung für das erste
Frame der Reihe wird auf einem derartigen Pegel gewählt, dass
während
der Reihen der maximale Pegel einen Wiedergabepuffer einer vorbestimmten
Größe nicht überfließt, beispielsweise wie
in einem Standard für
die Wiedergabeanordnung definiert. Offenbar kann auch kein Unterfluss
auftreten. Die Aufzeichnungsanordnung kann zur vorübergehenden
Speicherung der genannten Reihe einen Aufzeichnungspuffer verwenden,
der größer ist
als der Wiedergabepuffer oder die Pufferbelegung kann separat bestimmt
werden, und zwar in einem Aufzeichnungsverfahren, wie anhand der 5 beschrieben wird.
Bei Ausführungsformen
der Aufzeichnungsanordnung werden die wirklichen Werte für die Pufferbelegung
entsprechend der Übertragungsgeschwindigkeit
und/oder Übertragungsgeschwindigkeitsprofile
berechnet, wie oben anhand der 2, 4 und 7 beschrieben.
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5 zeigt
ein Aufzeichnungsverfahren, das von einer Aufzeichnungsanordnung
nach der vorliegenden Erfindung durchgeführt werden soll. Nach dem Start 50 einer
Aufzeichnungssession wird in einem ersten Schritt 51 die
Audioinformation in einem Item mit Audioinformation in komprimierte
Audiodaten mit einer variablen Bitrate codiert. Die komprimierten
Daten werden in einem Editpuffer einer ausreichenden Größe gespeichert,
der durch vorübergehende
Speicherung von Daten auf einem weiteren Aufzeichnungsträger implementiert
werden kann, der eine nachher aufzuzeichnende Datei bildet. In einem zweiten
Schritt 52 wird die Pufferbelegung für die Frames in dem Item bestimmt,
und zwar auf Basis des Betrags an komprimierten Audiodaten und den Spitzen/Senken
darin. Die Berechnung der Pufferbelegung berücksichtigt eine vorbestimmte
Größe des Wiedergabepuffers,
wie oben bei 4 dargestellt. In einem dritten
Schritt 53 werden den komprimierten Audiodaten entsprechend
der erforderlichen Übertragungsgeschwindigkeit
Stopfdaten hinzugefügt
zum Füllen
der Überschussdatenübertragungskapazität während der
genannten einfachen Teile. In einem vierten Schritt 54 werden
die Daten auf dem Aufzeichnungsträger aufgezeichnet. Die Aufzeichnung kann
in Echtzeit gemacht werden, wenn der einstweilige Speicher ein Speicher
mit beliebigem Zugriff ist, beispielsweise ein RAM-Speicher. Der Speicher
soll wesentlich größer sein
als der Wiedergabepuffer, weil die Pufferbelegung nur dann bestimmt
werden kann, wenn wenigstens ein wesentlicher Teil des Audio-Items
codiert worden ist, und Aufzeichnung in Echtzeit nur dann starten
kann, wenn wenigstens die Pufferbelegung am Anfang des Items bestimmt
worden ist. Zur Echtzeitaufzeichnung können die Stopfdaten während der
Aufzeichnung in Echtzeit hinzugefügt werden. Auf alternative
Weise wird (werden) das (die) Item(s) nicht in Echtzeit aufgezeichnet,
sondern werden zunächst
komplett als eine Datei in dem Editpuffer gespeichert und nachher
aufgezeichnet. Die Stopfdaten und die weiteren Steuerdaten können in
dieser Datei zu den komprimierten Daten hinzugefügt werden, wobei diese Datei
meistens als Bilddatei bezeichnet wird. Die Übertragung der Datei von dem Editpuffer
zu dem Aufzeichnungsträger
kann mit einer konstanten und meistens hohen Geschwindigkeit gemacht
werden, beispielsweise so hoch, wie das Aufzeichnungssystem bewältigen kann
In einem fünften
Schritt 55 wird nach der Aufzeichnung des Items bestimmt,
ob dieses Item das letzte Item war. Sollte das nicht der Fall sein,
so wird der Prozess von dem Schritt 51 an wiederholt, aber
nach dem letzten Item in einem sechsten Schritt 56 wird
Steuerinformation für
alle Items aufgezeichnet, beispielsweise in einem TOC, und der Aufzeichnungsträger ist
am Ende 57 verfügbar.
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6 zeigt
Framesteuerinformation für
ein Frame mit komprimierten Audiodaten. Die komprimierten Audiodaten
für ein
Frame werden über
ein Signal übertragen
oder auf einem Aufzeichnungsträger
in ein Übertragungsformat
verpackt, wobei den komprimierten Audiodaten meistens ein Kopf vorhergeht,
und die Daten mit anderen Daten gemultiplext sind. Der (gemultiplexte)
Datenstrom wird in Blöcken oder
Sektoren zur Übertragung
auf eine übliche
An und Weise abgebildet. Nach der vorliegenden Erfindung wird dem
Frame Framesteuerinformation hinzugefügt, beispielsweise aufgezeichnet
in einem Kopf des entsprechenden Audioframes auf dem Aufzeichnungsträger. Das
erste Item in der Framesteuerinformation Frame_Info()[f) für das Frame
f ist Time_Code, was eine Spielzeit des Audioframes in 24 Bits angibt.
Die weitere Framesteuerinformation ist nur für verlustfrei codierte Frames,
angegeben durch einen Systemparameter Frame_Format = LLC. In dem
Fall wird nach 2 reservierten Bits die Länge des komprimierten Frames
f durch N_Sectors[f] in 4 Bits angegeben. Und zum Schluss ist die Buffer_Occupancy[f]
in 18 Bits angegeben.
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Obschon
die vorliegende Erfindung durch Ausführungsformen erläutert worden
ist, wobei Audioinformation verwendet worden ist, dürfte es
einleuchten, dass die vorliegende Erfindung auch zum Speichern jedes
beliebigen Informationstyp mit einem Echtzeitcharakter angewandt
werden kann, der zu Daten mit einer variablen Bitrate komprimiert
werden soll, wie Videoinformation. Weiterhin kann Audioinformation
in Kombination mit anderer Information gespeichert werden, und zwar
unter Verwendung der Pufferbelegung nach der vorliegenden Erfindung. Weiterhin
liegt die vorliegende Erfindung in jedem neunen Merkmal oder in
Kombinationen von Merkmalen. So zeigen beispielsweise die Ausführungsformen
einen scheibenförmigen
Aufzeichnungsträger, aber
die vorliegende Erfindung kann auch auf andere Aufzeichnungsträger mit
einer anderen Form, wie ein band, angewandt werden.
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Bezugsmaterial
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- (D1) "Improved
Lossless Coding of 1-bit Audio Signals" von F. Bruekers u.a. Präsentiert
bei der 103. AES Konvention am 26. – 29. September 1997. "Audio Engineering
Society preprint 4563 (I-6).
- (D2) PCT/IB97/01156 (PHN 16.452) 1Bit ADC and lossless compression
of audio
- (D3) PCT/IB97/01303 (PHN 16.405) Audio compressor
- (D4) EP-A 402.973 (PHN 13.241) Audio compression
- (D5) "A digital
decimating filter for analog-to-digital conversion of hi-fi audio
signals", von J.J.
van der Kam in "Philips
Techn. Rev." 42,
Nr. 6/7, April 1986, Seiten 230–8.
- (D6) "A higher
order topology for interpolativ modulators for oversampling A/D
converters" von
Kirk C.H. Chao u.a. in "IEEE
Trans. On Circuits and Systems" Heft
37, Nr. 3, März
1990, Seiten 309–18.
- (D7) EP 97203743.6 (gleichzeitig
eingereichte Patentanmeldung PHN 16.648, Einreichungsdatum 29.11.1997) Übertragung
von Audio unter Verwendung eines Übertragungsgeschwindigkeitsprofils.