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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Kautschukzusammensetzung,
spezifischer gesehen bezieht sie sich auf eine Kautschukzusammensetzung,
welche eine Verbesserung erfährt
hinsichtlich der Eigenschaft des hohen Verlustfaktors und hinsichtlich
der Brucheigenschaft, dies auf Grund eines Hinzumischens eines Asphalten
enthaltenden Weichmachermittels in einer spezifischen Menge.
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Asphalt
ist bis jetzt zu Kautschukzusammensetzungen für verschiedene Zwecke hinzu
gegeben worden. Zum Beispiel offenbart die Europäische Patent Veröffentlichung
No. 708137, dass ein Reifen, welcher auf der Oberfläche frei
von schwarzen Flecken ist, dies sogar dann, nachdem man denselben
während
einer langen Zeitdauer stehen und liegen gelassen hat, hergestellt
werden kann, wenn man eine Reifenlauffläche aus einer Asphalt enthaltenden
Kautschukzusammensetzung erzeugt.
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Es
ist bekannt, dass bei einer Kautschukzusammensetzung die Eigenschaft
des hohen Verlustfaktors und die Brucheigenschaft verbessert werden
können,
indem man Asphalt und eine Kautschukzusammensetzung miteinander
verbindet. Da Asphalt jedoch viskos und klebrig ist, haftet und
klebt er an einem Rührmischer oder
an ähnlichen
Vorrichtungen im Verlaufe eines Mischvorganges, und demzufolge gelingt
es nicht den Asphalt in einer vorgeschriebenen Menge hinein in eine
Kautschukzusammensetzung zu mischen. Sogar dann wenn der Asphalt
in einer gewünschten
Menge hinein in eine Kautschukzusammensetzung gemischt werden kann,
dann zeigt sich die Brucheigenschaft gelegentlich nicht in zufrieden
stellender Weise wegen einer nicht ausreichenden Dispersion des
Asphalts in der Kautschukzusammensetzung.
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Als
Ergebnis von intensiven Studien durch den Erfinder mit dem Ziel,
die Eigenschaft des hohen Verlustfaktors und die Brucheigenschaft
einer Kautschukzusammensetzung durch Mischen von Asphalt mit einer Kautschukzusammensetzung
zu vergrößern, ist
es nun herausgefunden worden, dass die physikalischen Eigenschaften
einer Kautschukzusammensetzung wirksamer verbessert werden können, wenn
man ein Weichmachermittel beimischt, welches eine bestimmte Menge
an Asphalten enthält,
insbesondere ein Weichmachermittel, welches eine große Menge
an aromatischen Kohlenwasserstoffatomen enthält. Die vorliegende Erfindung
ist auf der Grundlage dieser ausfindig gemachten Erkenntnis fertig
gestellt worden.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung sind die obigen Probleme vorzugsweise gelöst worden,
indem man ein Weichmachermittel beimischt, in welchem der Asphalt
im voraus hinzu gemischt worden ist oder in welchem eine geeignete
Menge von Hauptkomponenten von Asphalt während des Reinigungsverfahrens
hinzu gefügt
worden ist, anstatt dass der Asphalt direkt hinein in eine Kautschukzusammensetzung
gemischt wird.
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Demgemäß liefert
die vorliegende Erfindung eine Kautschukzusammensetzung, die 100
Gewichtsteile von mindestens einer Kautschukkomponente enthält, welche
ausgewählt
worden ist aus der Gruppe bestehend aus Naturkautschuk und aus synthetischem
Kautschuk, sowie 1 bis 120 Gewichtsteile eines Weichmachermittels,
welches aus einer Mischung aus einem Behandlungsöl und aus Asphalt besteht und
welches 0,1 bis 4 Gew.-% Asphalten aufweist. Man zieht es vor, dass
das Weichmachermittel einen Gehalt an aromatischem Kohlenstoff (%CA) von 18 oder mehr aufweist, wenn man denselben über eine
Ringanalyse misst.
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Um
das Reinigungsverfahren des Weichmachermittels zu erleichtern, zieht
man es vor, dass das Weichmachermittel hergestellt wird, indem man
den Asphalt mit einem Behandlungsöl vermischt, welches üblicherweise
als Weichmachermittel verwendet wird. Der Asphalt, welcher bei der
vorliegenden Erfindung zu verwenden ist, besteht vorzugsweise aus
einem normalen Asphalt.
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Bei
der vorliegenden Erfindung können
ein Naturkautschuk und ein synthetischer Kautschuk alleine oder
in Verbindung als die Kautschukkomponente verwendet werden. Der
synthetische Kautschuk unterliegt keinen besonderen Begrenzungen
und er kann beispielsweise bestehen aus Butadienkautschuk (BR =
Butadiene Rubber), Isoprenkautschuk (IR = Isoprene Rubber), Styrolbutadiencopolymeren
(SBR), Butylkautschuk (IIR) und Ethylenpropylendien-terpolymeren
(EPDM) usw. Die Kautschukkomponente kann leicht entsprechend der
Anwendung ausgewählt
werden.
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Es
ist notwendig, dass das im Rahmen der vorliegenden Erfindung verwendete
Weichmachermittel das Asphalten in einer Menge von 0,1 bis 4 Gew.-%
und vorzugsweise von 0,3 bis 3 Gew.-% enthält, bezogen auf das Gesamtgewicht
des Weichmachermittels. Wenn der Gehalt an Asphalten kleiner als
0,1 Gew.-% ist, dann wird die Eigenschaft des hohen Verlustfaktors
nicht ausreichend ausgewiesen. Wenn der Gehalt an Asphalten 4 Gew.-% überschreitet,
dann steigt die Haftwirkung der sich daraus ergebenden Kautschukzusammensetzung übermäßig an,
um die Verarbeitungsfähigkeit
extrem zu verschlechtern.
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Das
durch die vorliegenden Erfindung verwendete Weichmachermittel weist
vorzugsweise einen %CA Wert von 18 oder
mehr auf, mit einem größeren Vorzug
einen Wert von 23 oder mehr und mit dem größten Vorzug einen Wert von
25 oder mehr, wenn man denselben über eine Ringanalyse misst.
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Wenn
der %CA Wert kleiner als 18 ist, dann ist
die Eigenschaft des hohen Verlustfaktors gelegentlich nicht ausreichend
ausgewiesen, sogar dann nicht, wenn eine geeignete Menge an Asphalten
in dem Weichmacher enthalten ist.
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Im
Hinblick auf die Verarbeitungsfähigkeit
während
des Verfahrensschrittes des Mischens zur Herstellung der Kautschukzusammensetzung
(Leichtigkeit der Einführung
des Weichmachermittels in einer Knetmachine), weist das bei der
vorliegenden Erfindung verwendete Weichmachermittel vorzugsweise
eine kinematische Viskosität
von 100 mm2/sec oder weniger auf, mit einem
größeren Vorzug
für einen
Wert von 90 mm2/sec oder weniger und mit
dem größten Vorzug
für einen
solchen von 80 mm2/sec oder weniger bei
100 °C.
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Um
die Umweltbelastung zu verhindern, ist der Gehalt an den Substanzen,
welche durch Dimethylsulfoxid (DMSO) extrahiert werden können, in
dem gemäß der vorliegenden
Erfindung verwendeten Weichmachermittel vorzugsweise kleiner als
3 Gew.-%. Dieser Gehalt wird gemäß dem IP346
Verfahren bestimmt und er wird als polyzyklische Aromate angegeben
(nachfolgend abgekürzt
als PCA).
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Das
Verfahren zur Herstellung des im Rahmen der vorliegenden Erfindung
verwendeten Weichmachermittels ist nicht besonders begrenzt. Der
Asphalt kann im voraus mit anderen Materialien für das Weichmachermittel vermischt
werden. Alternativ kann ein bekanntes Weichmachermittel gereinigt
werden in Anwesenheit einer geeigneten Menge von Hauptkomponenten
des Asphalts, um das Weichmachermittel für den Einsatz bei der vorliegenden
Erfindung zu ergeben. Im Hinblick darauf, die Herstellung des Weichmachermittels
zu erleichtern und die Produktionskosten zu vermindern, zieht man
es vor, dass das Weichmachermittel hergestellt wird, indem man den
Asphalt in einem Behandlungsöl
auflöst.
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Der
hier verwendete Ausdruck "Behandlungsöl" kann ein Strecköl und ein
Mischöl
mit einschließen. Die
Typen und Arten des Asphalts und des Behandlungsöls, welche im voraus vermischt
werden können,
sind nicht begrenzt.
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Als
das Behandlungsöl
können
solche Öle
alleine oder in Verbindung verwendet werden, welche im Allgemeinen
in der Kautschukindustrie verwendet werden, wie etwa ein hoch aromatisches Öl, ein naphtenisches Öl und ein
paraffinisches Öl.
Das hoch aromatische Öl
wird vorgezogen auf Grund seines hohen %CA Wertes
und seiner Fähigkeit,
die resultierende Kautschukzusammensetzung mit der Eigenschaft eines
ausgeprägt
hohen Verlustfaktors zu liefern.
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Was
den Asphalt betrifft, so wird vorzugsweise ein normaler Asphalt
verwendet, weil der hohe Verlustfaktor dann wirkungsvoll geliefert
wird.
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Der
Asphalt weist vorzugsweise eine Penetration von 20 bis 100 auf,
mit einem größeren Vorzug
in dem Bereich von 40 bis 90 und mit dem größten Vorzug in dem Bereich
von 60 bis 80. Wenn der verwendete Asphalt eine Penetration von
weniger als 20 aufweist, dann ist die Dispersion des Asphalts in
dem Behandlungsöl
schlecht, um so wahrscheinlich eine Veränderung hinsichtlich der physikalischen
Eigenschaften der resultierenden Kautschukzusammensetzung zu verursachen
und die Viskosität
des sich ergebenden Weichmachermittels zu erhöhen, wodurch die Verarbeitungsfähigkeit
verschlechtert wird. Wenn die Penetration des Asphalts 100 übersteigt,
dann kann die Eigenschaft des hohen Verlustfaktors der erhaltenen
Kautschukzusammensetzung nicht ausreichend sein.
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Die
Menge des dem Behandlungsöl
hinzugefügten
Asphalts ist nicht besonders begrenzt. Um die Eigenschaft eines
ausgeprägt
hohen Verlustfaktors und eine geeignete Verarbeitungsfähigkeit
zu erhalten, indem man einen nachteiligen Anstieg der Viskosität vermeidet,
und um eine ungleichmäßige Dispersion
des Asphaltens zu verhindern, liegt die Menge des Asphalts, die
zu dem Behandlungsöl
hinzu gegeben werden soll, vorzugsweise bei 8 bis 40 Gew.-%, bezogen
auf die Menge des Behandlungsöls.
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Das
den Asphalt enthaltende Weichmachermittel kann während des Verfahrens des Mischens
der Kautschukkomponenten als ein Mischöl hinzugefügt werden oder es kann bei
der Herstellung eines synthetischen Kautschuks als ein Strecköl hinzugefügt werden.
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Die
Zugabemenge des den Asphalt enthaltenden Weichmachermittels zu der
Kautschukzusammensetzung liegt vorzugsweise bei 1 bis 120 Gewichtsteilen,
und mit einem größeren Vorzug
bei 1 bis 100 Gewichtsteilen pro 100 Gewichtsteile der Kautschukkomponente
angesichts des Ausgleichs zwischen der Eigenschaft eines ausgeprägt hohen
Verlustfaktors und der Verarbeitungsfähigkeit. Die obige Zugabemenge schließt die Menge
des Weichmachermittels mit ein, welche als ein Strecköl bei der
Herstellung eines synthetischen Kautschuks hinzugefügt worden
ist, und die Menge des Weichmachermittels, welche als ein Mischöl bei dem
Verfahren des Mischens der Kautschukkomponenten hinzugefügt worden
ist.
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Die
Zugabemenge liegt, wenn sie als ein Strecköl bei der Herstellung eines
synthetischen Kautschuks verwendet wird, vorzugsweise bei 5 bis
45 Gew.-%, mit einem größeren Vorzug
bei 10 bis 40 Gew.-% und mit dem größten Vorzug bei 12 bis 38 Gew.-%,
bezogen auf das Gesamtgewicht der Kautschukkomponente in dem synthetischen
Kautschuk. Die zusätzliche
Menge liegt, wenn sie als ein Mischöl bei dem Verfahren des Mischens
der Kautschukkomponente hinzugefügt
wird, vorzugsweise bei 0,2 bis 45 Gew.-%, mit einem größeren Vorzug
bei 0,5 bis 40 Gew.-% und mit dem größten Vorzug bei 1 bis 35 Gew.-%,
bezogen auf das Gesamtgewicht der Kautschukzusammensetzung.
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Ein
Teil des den Asphalt enthaltenden Weichmachermittels, welches in
der Kautschukzusammensetzung der vorliegenden Erfindung verwendet
wird, kann ausgetauscht werden gegen ein anderes, herkömmlicherweise
verwendetes Weichmachermittel. Wenn ein anderes Weichmachermittel
verwendet wird, dann zieht man es vor, dass die Gesamtmenge der
Weichmachermittel innerhalb des obigen, bevorzugten Bereiches liegt.
Um ausreichend die Wirkung der vorliegenden Erfindung zu zeigen,
wendet man das den Asphalt enthaltende Weichmachermittel vorzugsweise
in einer Menge von 50 Gew.-% oder mehr des Gesamtgewichts des das
Asphalten enthaltenden Weichmachermittels und anderer Weichmachermittel
an.
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Die
Kautschukzusammensetzung der vorliegenden Erfindung kann einen verstärkenden
Füllstoff
wie etwa Ruß (carbon
black) und Silikon enthalten, vorzugsweise in einer Menge von 20
bis 150 Gewichtsteilen, mit einem größeren Vorzug von 25 bis 120
Gewichtsteilen und mit dem größten Vorzug
von 30 bis 105 Gewichtsteilen pro 100 Gewichtsteile der Kautschukkomponente.
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Ein
Vernetzungsmittel wird zu der Kautschukzusanmensetzung der vorliegenden
Erfindung in einer Menge hinzugefügt, welche gewöhnlich nach
dem Stand der Technik auf diesem Gebiet eingesetzt wird, und die
sich daraus ergebende Mischung wird in einer Art und Weise erwärmt, wie
sie auf diesem Gebiet bekannt ist, um ein Kautschukprodukt zu ergeben.
Was das Vernetzungsmittel betrifft, so kann irgendein Vernetzungsmittel
eingesetzt werden, welches allgemein in der Kautschukindustrie verwendet
wird, wie etwa ein organisches Peroxid, Schwefel und eine organische
Schwefelverbindung. Wenn Schwefel oder eine organische Schwefelverbindung
verwendet wird, dann kann ein Mittel zur Beschleunigung der Vulkanisation,
wie es allgemein in der Kautschukindustie verwendet wird, in der üblichen
Art und Weise eingesetzt werden.
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Die
Kautschukzusamnensetzung der vorliegenden Erfindung kann weiterhin
allgemein in der Kautschukindustrie verwendete, anorganische Füllmittel
enthalten in einer Menge von 5 bis 200 Gewichtsteilen, vorzugsweise
von 25 bis 120 Gewichtsteilen und mit einem größeren Vorzug von 32 bis 105
Gewichtsteilen pro 100 Gewichtsteile der Kautschukkomponente zusätzlich zu
den obigen Komponenten.
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Die
Kautschukzusammensetzung der vorliegenden Erfindung kann weiterhin
andere, allgemein in der Kautschukindustrie verwendete Ingredienzien
enthalten, wie etwa Antioxidantien, zusätzlich zu den obigen Komponenten.
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Wie
im Detail beschrieben zeigt die Kautschukzusammensetzung der vorliegenden
Erfindung eine ausreichende Eigenschaft eines ausgeprägt hohen
Verlustfaktors und eine ausgezeichnete Brucheigenschaft ohne irgendeine
Abnahme bei der Verarbeitungsfähigkeit,
weil das Weichmachermittel verwendet wird, welches eine spezifische
Menge von Asphalten enthält.
Daher kann die Kautschukzusammensetzung vorteihaft verwendet werden
für verschiedene
Kautschukprodukte wie etwa Reifen, Kautschuk zur Schwingungsdämpfung und
Dockfender.
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BEISPIELE
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Die
vorliegende Erfindung wird nun spezifischer beschrieben unter Bezugnahme
auf die folgenden Beispiele und vergleichenden Beispiele.
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Die
Eigenschaften des Asphalts, der Weichmachermittel und der Kautschukzusammensetzungen
wurden gemäß den folgenden
Verfahren gemessen.
- (1) Asphalt
(a) Penetration
Die
Penetration des Asphalts wurde bei 25 °C gemäß dem Verfahren JIS K2207 gemessen.
- (2) Weichmachermittel
(a) Ringanalyse
Der Gehalt an
aromatischen Kohlenstoffen (%CA), der Gehalt
an naphtenischen Ringkohlenstoffen (%CN) und
der Gehalt an paraffinischen Kettenkohlenstoffen (%Cp),
ein jeder ausgedrückt
in Gew.-%, in einem Weichmachermittel wurden gemessen gemäß dem Verfahren
von ASTM D-2140.
(b) Kinematische Viskosität
Die kinematische Viskosität wurde
gemessen bei 100 °C
gemäß dem Verfahren
von JIS K2283-1993.
(c)
Anilinpunkt
Der Anilinpunkt wurde gemessen gemäß dem Verfahren
von JIS K2256-1985.
(d) PCA
PCA wurde dargestellt durch
die Menge (Gew.-%) von DMSO Extrakt gemäß dem Verfahren von IP346.
- (3) Eigenschaften der Kautschukzusammensetzung
(a) Eigenschaft
der Erweichung
Die Mooney Viskosität MLI+4 einer
nicht vulkanisierten Kautschukzusammensetzung wurde bei 130 °C gemäß dem Verfahren
JIS K6300-1994 gemessen unter Verwendung eines Mooney Viskosimeters,
hergestellt von TOYO SEIKI Co., Ltd. Die Ergebnisse der Messung
wurden nach den folgenden Bewertungsstufen ausgewertet:
| Gut: | gute
Eigenschaft der Erweichung |
| Annehmbar: | übermäßige Erweichung |
| Schlecht: | schlechte
Erweichung |
(b) Brucheigenschaften
Teststücke wurden
aus vulkanisierten Kautschukstreifen (150 mm × 150 mm × 2mm) hergestellt unter Verwendung
eines Schneidblattes nach JIS No.3 in Übereinstimmung mit dem Verfahren
des Japanischen Industrienorm K6301-1995. Die Dehnung bis zum Bruch
und die Zugfestigkeit bis zum Zerreißpunkt der Teststücke wurden
mittels einem Testgerät
zur Messung der Zugfestigkeit gemessen (STROGRAPH AR-1, hergestellt
von TOYO SEIKI Co., Ltd.). Die Ergebnisse der Messung wurden nach
den folgenden Bewertungsstufen ausgewertet: | Gut: | große Dehnung
und hohe Festigkeit beim Bruch |
| Annehmbar-a: | große Dehnung,
aber geringe Festigkeit beim Bruch |
| Annehmbar-b: | kleine
Dehnung, aber hohe Festigkeit beim Bruch |
| Schlecht: | kleine
Dehnung und geringe Festigkeit beim Bruch |
(c) Eigenschaft eines hohen Verlustfaktors
Die
Werte von tan δ eines
vulkanisierten Kautschukstreifens (5 mm × 45 mm × 2mm) wurden bei 0°C und 25°C unter Verwendung
eines Viskoseelastometers gemessen (RHEOGRAPHSOLID L 1R, hergestellt
von TOYO SEIKI Co., Ltd.). Die Ergebnisse der Messung wurden nach
den folgenden Bewertungsstufen ausgewertet: | Ausgezeichnet: | ausreichend
hohe Eigenschaft eines hohen Verlustfaktors |
| Annehmbar: | Eigenschaft
eines hohen Verlustfaktors, welche ausreichend für den praktischen Gebrauch
ist |
| Schlecht: | schlechte
Eigenschaft eines hohen Verlustfaktors |
(d) Verarbeitungsfähigkeit beim Mischen
Die
Verarbeitungsfähigkeit
beim Mischen wurde bewertet durch das Ausmaß der Haftwirkung der Zusammensetzung
an den Rollen der Knetmachine. Wenn keine Haftung an den Rollen
auftrat und das Mischen ohne irgendein Problem ausgeführt werden
konnte, dann wurde die Verarbeitungsfähigkeit als ausgezeichnet bewertet.
Wenn etwas Haftung beobachtet wurde, aber das Mischen ohne viel
Störung
und Probleme ausgeführt
werden konnte, dann wurde die Verarbeitungsfähigkeit als gut bewertet. Wenn
eine beträchtliche
Haftung an den Rollen auftrat, dann wurde die Verarbeitungsfähigkeit
als schlecht bewertet.
(e) Verarbeitungsfähigkeit beim Längen
Die
Verarbeitungsfähigkeit
beim Längen
eines Weichmachermittels durch die ganze Kautschukkomponente hindurch
wurde bewertet in Funktion der Haftung des Weichmachermittels an
einem Gefäß. Die Ergebnisse
wurden ausgedrückt
entweder als gut für
weniger Haftung oder als schlecht für eine beträchtliche Haftung.
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Die
Teststücke
wurden nach der unten gezeigten Art und Weise hergestellt.
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(A) Herstellung der Weichmachermittel
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Eine
sorgfältig
abgewogene Menge eines im Handel erhältlichen hoch aromatischen Öls (AROMACS 3,
hergestellt von FUJI KOSAN Co., Ltd.) wurde bei 70 °C erwärmt, zu
welcher Menge eine sorgfältig
abgewogene Menge eines normalen Asphalts hinzugefügt wurde,
während
man das Ganze bei etwa 70 °C
aufrechterhielt. Als der normale Asphalt gewogen wurde, wurde er
auf 85 °C
erwärmt,
um seine Viskosität
zu senken. Danach wurde die Mischung kontinuierlich während einer
Zeitdauer von 5 Minuten umgerührt,
um ein Weichmachermittel herzustellen, welches in der vorliegenden
Erfindung verwendet wird. Die Eigenschaften der hoch aromatischen Öle sind
in der Tabelle 1 gezeigt.
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(B) Herstellung eines ölgestreckten
synthetischen Kautschuks
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In
einen 5-Liter druckresistenten Reaktor wurden 1200 g eines trockenen
Cyclohexans, 80 g von Styrol und 120 g Butadien hineingetan und
der Inhalt wurde auf 50 °C
eingestellt. Nachdem 60 mMol Tetrahydrofuran als ein stochastisches
Mittel hinzugefügt
worden waren, wurde eine 1,6-N n-Hexanlösung eines n-Butyllithiums hinzugefügt, so dass
1,6 mMol n-Butyllithium als ein Polymerisationsinitiator zu der
resultierenden Lösung
hinzugefügt
wurde. Die Polymerisation wurde dann bei 50 °C während einer Zeitdauer von 2
Stunden durchgeführt.
Nachdem die Polymerisation vollendet war, wurde eine Lösung von
0,5 g von 2,6-di-t-Butyl-p-cresol (BHT) in 5 ml eines Isopropylalkohols
zu dem Polymerisationssystem hinzugefügt, um die Polymerisation zu beenden.
Nach der Beendigung der Polymerisation wurde ein Weichmachermittel
hinzugefügt
gemäß der in der
Tabelle 2 gezeigten Formulierung und das erhaltene Produkt wurde
in einem herkömmlichen
Verfahren getrocknet, um einen ölgestreckten
synthetischen Kautschuk zu erhalten.
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(C) Herstellung von Teststücken
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Komponenten
einer Muttercharge mit der in der Tabelle 2 gezeigten Formulierung
wurden zusammengemischt in einer Knetmachine und das gemischte Produkt
wurde in eine Folie geformt durch Rollen, welche eine Oberflächentemperatur
von 70 °C
aufwiesen. Die somit erhaltene Muttercharge und andere Komponenten
für die
abschließende
Mischung wurden zusammengemischt in einer Knetmachine und das gemischte
Produkt wurde in eine Folie geformt durch Rollen, welche eine Oberflächentemperatur
von 70 °C
aufwiesen. Die damit erhaltene Folie wurde in ein geeignetes Formwerkzeug
geladen und bei 160 °C
unter einem Druck von 30 kg/cm2 vulkanisiert
während
einer Zeitdauer der Erwärmung
von 15 Minuten. Das vulkanisierte Produkt wurde aus dem Formwerkzeug
herausgenommen und die Teststücke
wurden mit einer vorgeschriebenen Größe aus dem erhaltenen Produkt
herausgenommen.
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Bemerkung:
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- *1: Emulsion-polymerisiertes
SBR, #1500, Handelsname, hergestellt bei JSR Corporation.
- *2: N220 ISAF, SIEST 6, Handelsname,
hergestellt von TOKAI CARBON Co., Ltd.
- *3: Weichmachermittel, hergestellt unter
Verwendung der jeweiligen in der Tabelle 1 gezeigten, hoch aromatischen Öle. Das
Weichmachermittel wurde als ein Mischöl in der Formulierung (1) und
als ein Strecköl in
der Formulierung (2) verwendet.
- *4: NOCCELER D., Handelsname, hergestellt
von OUCHI SHINKO KAGAKU KOGYO Co., Ltd.
- *5: NOCCELER DM., Handelsname, hergestellt
von OUCHI SHINKO KAGAKU KOGYO Co., Ltd.
- *6: NOCCELER NS., Handelsname, hergestellt
von OUCHI SHINKO KAGAKU KOGYO Co., Ltd.
- *7: NOCCELER 6C., Handelsname, hergestellt
von OUCHI SHINKO KAGAKU KOGYO Co., Ltd.
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Die
unter Verwendung der Kautschukkomponenten mit der in der Tabelle
2 gezeigten Formulierung (1) erzielten Resultate sind in den Tabellen
3A bis 3D gezeigt.
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Bemerkung:
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- *1: Gewichtsteil pro
100 Gewichtsteile einer Kautschukkomponente.
- *2: Asphalt wurde im voraus mit Öl gemischt,
um ein Weichmachermittel herzustellen.
- *4: Normaler Asphalt
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Im
Vergleichenden Beispiel 1 enthielt das Weichmachermittel überhaupt
kein Asphalten. Das Ergebnis des Vergleichenden Beispiels 1 wurde
als das Kontrollergebnis verwendet.
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Die
Ergebnisse der Beispiele 1 bis 3 und der Vergleichenden Beispiele
2 und 3 zeigen, dass die Kautschukzusammensetzung keine ausreichend
ausgeprägt
hohe Eigenschaft eines hohen Verlustfaktors ausweist, wenn der Gehalt
an Asphalten kleiner als 0,1 Gew.-% war und die Verarbeitungsfähigkeit
war schlecht, wenn der Gehalt an Asphalten 4 Gew.-% überstieg.
Es ist auch gezeigt, dass eine Kautschukzusammensetzung mit der
Eigenschaft eines ausgeprägt
hohen Verlustfaktors leicht gewonnen werden konnte, wenn der Gehalt
an Asphalten innerhalb des in der vorliegenden Erfindung spezifizierten
Bereichs lag. Diese Wirkung wurde noch bemerkenswerter ausgewiesen,
wenn der Gehalt an Asphalten bei 0,3 bis 3,0 Gew.-% lag.
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Die
Ergebnisse der Beispiele 2 und 4 bis 6 zeigen, dass die Eigenschaft
eines hohen Verlustfaktors der Kautschukzusammensetzung bemerkenswert
hoch war, wenn der %CA Wert bei 18 oder
höher lag.
Die Wirkung des %CA Wertes auf die Eigenschaft
eines hohen Verlustfaktors wurde umso bemerkenswerter, wenn der
%CA Wert bei 23 oder höher lag, und er wurde noch
bemerkenswerter, wenn der %CA Wert bei 25
oder höher
lag.
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Die
Ergebnisse der Beispiele 3 und 7 zeigen, dass die Verarbeitungsfähigkeit
verbessert wurde, wenn das Weichmachermittel eine kinematische Viskosität von 100
mm2/sec oder weniger aufwies.
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Die
Ergebnisse der Vergleichenden Beispiele 4 und 5 und des Beispiels
1 zeigen, dass die Wirkung eines Weichmachermittels sich nicht zeigte,
wenn die Menge des Weichmachermittels kleiner als 1 Gewichtsteil
pro 100 Gewichtsteile der Kautschukkomponente war und dass die Verarbeitungsfähigkeit
beim Mischen geringer wurde, wenn die Menge des Weichmachermittels
120 Gewichtsteile überstieg.
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Die
Ergebnisse, welche unter Verwendung der Kautschukzusammensetzungen
erzielt wurden, die gemäß der in
der Tabelle 2 gezeigten Formulierung (2) hergestellt worden sind,
sind in der Tabelle 4 gezeigt.
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Bemerkung:
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- *1: Gewichtsteil pro
100 Gewichtsteile einer Kautschukkomponente.
- *2: Asphalt wurde im voraus mit Öl gemischt,
um ein Weichmachermittel herzustellen.
- *4: Normaler Asphalt
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Im
Vergleichenden Beispiel 6 wurde ein Weichmachermittel, welches überhaupt
kein Asphalten enthielt, als das Strecköl der Kautschukkomponente verwendet
(der ölgestreckte
synthetische Kautschuk, welcher im Verfahrensschritt (B) gewonnen
wurde). Das Ergebnis des Vergleichenden Beispiels 6 wurde als das Kontrollergebnis
verwendet.
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Die
Ergebnisse des Vergleichenden Beispiels 6 und der Beispiele 8 und
9 zeigen, dass, wenn ein das Asphalten enthaltende Weichmachermittel
als das Strecköl
verwendet wurde, dieselbe Wirkung erzielt werden konnte wie jene,
die man durch Verwendung des Weichmachermittels als das Mischöl erzielte.