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DE69920302T2 - Kautschukzusammensetzung - Google Patents

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DE69920302T2
DE69920302T2 DE69920302T DE69920302T DE69920302T2 DE 69920302 T2 DE69920302 T2 DE 69920302T2 DE 69920302 T DE69920302 T DE 69920302T DE 69920302 T DE69920302 T DE 69920302T DE 69920302 T2 DE69920302 T2 DE 69920302T2
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DE
Germany
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asphalt
rubber
rubber composition
weight
softening agent
Prior art date
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DE69920302T
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Takatsugu Hashimoto
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Bridgestone Corp
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Bridgestone Corp
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Description

  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Kautschukzusammensetzung, spezifischer gesehen bezieht sie sich auf eine Kautschukzusammensetzung, welche eine Verbesserung erfährt hinsichtlich der Eigenschaft des hohen Verlustfaktors und hinsichtlich der Brucheigenschaft, dies auf Grund eines Hinzumischens eines Asphalten enthaltenden Weichmachermittels in einer spezifischen Menge.
  • Asphalt ist bis jetzt zu Kautschukzusammensetzungen für verschiedene Zwecke hinzu gegeben worden. Zum Beispiel offenbart die Europäische Patent Veröffentlichung No. 708137, dass ein Reifen, welcher auf der Oberfläche frei von schwarzen Flecken ist, dies sogar dann, nachdem man denselben während einer langen Zeitdauer stehen und liegen gelassen hat, hergestellt werden kann, wenn man eine Reifenlauffläche aus einer Asphalt enthaltenden Kautschukzusammensetzung erzeugt.
  • Es ist bekannt, dass bei einer Kautschukzusammensetzung die Eigenschaft des hohen Verlustfaktors und die Brucheigenschaft verbessert werden können, indem man Asphalt und eine Kautschukzusammensetzung miteinander verbindet. Da Asphalt jedoch viskos und klebrig ist, haftet und klebt er an einem Rührmischer oder an ähnlichen Vorrichtungen im Verlaufe eines Mischvorganges, und demzufolge gelingt es nicht den Asphalt in einer vorgeschriebenen Menge hinein in eine Kautschukzusammensetzung zu mischen. Sogar dann wenn der Asphalt in einer gewünschten Menge hinein in eine Kautschukzusammensetzung gemischt werden kann, dann zeigt sich die Brucheigenschaft gelegentlich nicht in zufrieden stellender Weise wegen einer nicht ausreichenden Dispersion des Asphalts in der Kautschukzusammensetzung.
  • Als Ergebnis von intensiven Studien durch den Erfinder mit dem Ziel, die Eigenschaft des hohen Verlustfaktors und die Brucheigenschaft einer Kautschukzusammensetzung durch Mischen von Asphalt mit einer Kautschukzusammensetzung zu vergrößern, ist es nun herausgefunden worden, dass die physikalischen Eigenschaften einer Kautschukzusammensetzung wirksamer verbessert werden können, wenn man ein Weichmachermittel beimischt, welches eine bestimmte Menge an Asphalten enthält, insbesondere ein Weichmachermittel, welches eine große Menge an aromatischen Kohlenwasserstoffatomen enthält. Die vorliegende Erfindung ist auf der Grundlage dieser ausfindig gemachten Erkenntnis fertig gestellt worden.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung sind die obigen Probleme vorzugsweise gelöst worden, indem man ein Weichmachermittel beimischt, in welchem der Asphalt im voraus hinzu gemischt worden ist oder in welchem eine geeignete Menge von Hauptkomponenten von Asphalt während des Reinigungsverfahrens hinzu gefügt worden ist, anstatt dass der Asphalt direkt hinein in eine Kautschukzusammensetzung gemischt wird.
  • Demgemäß liefert die vorliegende Erfindung eine Kautschukzusammensetzung, die 100 Gewichtsteile von mindestens einer Kautschukkomponente enthält, welche ausgewählt worden ist aus der Gruppe bestehend aus Naturkautschuk und aus synthetischem Kautschuk, sowie 1 bis 120 Gewichtsteile eines Weichmachermittels, welches aus einer Mischung aus einem Behandlungsöl und aus Asphalt besteht und welches 0,1 bis 4 Gew.-% Asphalten aufweist. Man zieht es vor, dass das Weichmachermittel einen Gehalt an aromatischem Kohlenstoff (%CA) von 18 oder mehr aufweist, wenn man denselben über eine Ringanalyse misst.
  • Um das Reinigungsverfahren des Weichmachermittels zu erleichtern, zieht man es vor, dass das Weichmachermittel hergestellt wird, indem man den Asphalt mit einem Behandlungsöl vermischt, welches üblicherweise als Weichmachermittel verwendet wird. Der Asphalt, welcher bei der vorliegenden Erfindung zu verwenden ist, besteht vorzugsweise aus einem normalen Asphalt.
  • Bei der vorliegenden Erfindung können ein Naturkautschuk und ein synthetischer Kautschuk alleine oder in Verbindung als die Kautschukkomponente verwendet werden. Der synthetische Kautschuk unterliegt keinen besonderen Begrenzungen und er kann beispielsweise bestehen aus Butadienkautschuk (BR = Butadiene Rubber), Isoprenkautschuk (IR = Isoprene Rubber), Styrolbutadiencopolymeren (SBR), Butylkautschuk (IIR) und Ethylenpropylendien-terpolymeren (EPDM) usw. Die Kautschukkomponente kann leicht entsprechend der Anwendung ausgewählt werden.
  • Es ist notwendig, dass das im Rahmen der vorliegenden Erfindung verwendete Weichmachermittel das Asphalten in einer Menge von 0,1 bis 4 Gew.-% und vorzugsweise von 0,3 bis 3 Gew.-% enthält, bezogen auf das Gesamtgewicht des Weichmachermittels. Wenn der Gehalt an Asphalten kleiner als 0,1 Gew.-% ist, dann wird die Eigenschaft des hohen Verlustfaktors nicht ausreichend ausgewiesen. Wenn der Gehalt an Asphalten 4 Gew.-% überschreitet, dann steigt die Haftwirkung der sich daraus ergebenden Kautschukzusammensetzung übermäßig an, um die Verarbeitungsfähigkeit extrem zu verschlechtern.
  • Das durch die vorliegenden Erfindung verwendete Weichmachermittel weist vorzugsweise einen %CA Wert von 18 oder mehr auf, mit einem größeren Vorzug einen Wert von 23 oder mehr und mit dem größten Vorzug einen Wert von 25 oder mehr, wenn man denselben über eine Ringanalyse misst.
  • Wenn der %CA Wert kleiner als 18 ist, dann ist die Eigenschaft des hohen Verlustfaktors gelegentlich nicht ausreichend ausgewiesen, sogar dann nicht, wenn eine geeignete Menge an Asphalten in dem Weichmacher enthalten ist.
  • Im Hinblick auf die Verarbeitungsfähigkeit während des Verfahrensschrittes des Mischens zur Herstellung der Kautschukzusammensetzung (Leichtigkeit der Einführung des Weichmachermittels in einer Knetmachine), weist das bei der vorliegenden Erfindung verwendete Weichmachermittel vorzugsweise eine kinematische Viskosität von 100 mm2/sec oder weniger auf, mit einem größeren Vorzug für einen Wert von 90 mm2/sec oder weniger und mit dem größten Vorzug für einen solchen von 80 mm2/sec oder weniger bei 100 °C.
  • Um die Umweltbelastung zu verhindern, ist der Gehalt an den Substanzen, welche durch Dimethylsulfoxid (DMSO) extrahiert werden können, in dem gemäß der vorliegenden Erfindung verwendeten Weichmachermittel vorzugsweise kleiner als 3 Gew.-%. Dieser Gehalt wird gemäß dem IP346 Verfahren bestimmt und er wird als polyzyklische Aromate angegeben (nachfolgend abgekürzt als PCA).
  • Das Verfahren zur Herstellung des im Rahmen der vorliegenden Erfindung verwendeten Weichmachermittels ist nicht besonders begrenzt. Der Asphalt kann im voraus mit anderen Materialien für das Weichmachermittel vermischt werden. Alternativ kann ein bekanntes Weichmachermittel gereinigt werden in Anwesenheit einer geeigneten Menge von Hauptkomponenten des Asphalts, um das Weichmachermittel für den Einsatz bei der vorliegenden Erfindung zu ergeben. Im Hinblick darauf, die Herstellung des Weichmachermittels zu erleichtern und die Produktionskosten zu vermindern, zieht man es vor, dass das Weichmachermittel hergestellt wird, indem man den Asphalt in einem Behandlungsöl auflöst.
  • Der hier verwendete Ausdruck "Behandlungsöl" kann ein Strecköl und ein Mischöl mit einschließen. Die Typen und Arten des Asphalts und des Behandlungsöls, welche im voraus vermischt werden können, sind nicht begrenzt.
  • Als das Behandlungsöl können solche Öle alleine oder in Verbindung verwendet werden, welche im Allgemeinen in der Kautschukindustrie verwendet werden, wie etwa ein hoch aromatisches Öl, ein naphtenisches Öl und ein paraffinisches Öl. Das hoch aromatische Öl wird vorgezogen auf Grund seines hohen %CA Wertes und seiner Fähigkeit, die resultierende Kautschukzusammensetzung mit der Eigenschaft eines ausgeprägt hohen Verlustfaktors zu liefern.
  • Was den Asphalt betrifft, so wird vorzugsweise ein normaler Asphalt verwendet, weil der hohe Verlustfaktor dann wirkungsvoll geliefert wird.
  • Der Asphalt weist vorzugsweise eine Penetration von 20 bis 100 auf, mit einem größeren Vorzug in dem Bereich von 40 bis 90 und mit dem größten Vorzug in dem Bereich von 60 bis 80. Wenn der verwendete Asphalt eine Penetration von weniger als 20 aufweist, dann ist die Dispersion des Asphalts in dem Behandlungsöl schlecht, um so wahrscheinlich eine Veränderung hinsichtlich der physikalischen Eigenschaften der resultierenden Kautschukzusammensetzung zu verursachen und die Viskosität des sich ergebenden Weichmachermittels zu erhöhen, wodurch die Verarbeitungsfähigkeit verschlechtert wird. Wenn die Penetration des Asphalts 100 übersteigt, dann kann die Eigenschaft des hohen Verlustfaktors der erhaltenen Kautschukzusammensetzung nicht ausreichend sein.
  • Die Menge des dem Behandlungsöl hinzugefügten Asphalts ist nicht besonders begrenzt. Um die Eigenschaft eines ausgeprägt hohen Verlustfaktors und eine geeignete Verarbeitungsfähigkeit zu erhalten, indem man einen nachteiligen Anstieg der Viskosität vermeidet, und um eine ungleichmäßige Dispersion des Asphaltens zu verhindern, liegt die Menge des Asphalts, die zu dem Behandlungsöl hinzu gegeben werden soll, vorzugsweise bei 8 bis 40 Gew.-%, bezogen auf die Menge des Behandlungsöls.
  • Das den Asphalt enthaltende Weichmachermittel kann während des Verfahrens des Mischens der Kautschukkomponenten als ein Mischöl hinzugefügt werden oder es kann bei der Herstellung eines synthetischen Kautschuks als ein Strecköl hinzugefügt werden.
  • Die Zugabemenge des den Asphalt enthaltenden Weichmachermittels zu der Kautschukzusammensetzung liegt vorzugsweise bei 1 bis 120 Gewichtsteilen, und mit einem größeren Vorzug bei 1 bis 100 Gewichtsteilen pro 100 Gewichtsteile der Kautschukkomponente angesichts des Ausgleichs zwischen der Eigenschaft eines ausgeprägt hohen Verlustfaktors und der Verarbeitungsfähigkeit. Die obige Zugabemenge schließt die Menge des Weichmachermittels mit ein, welche als ein Strecköl bei der Herstellung eines synthetischen Kautschuks hinzugefügt worden ist, und die Menge des Weichmachermittels, welche als ein Mischöl bei dem Verfahren des Mischens der Kautschukkomponenten hinzugefügt worden ist.
  • Die Zugabemenge liegt, wenn sie als ein Strecköl bei der Herstellung eines synthetischen Kautschuks verwendet wird, vorzugsweise bei 5 bis 45 Gew.-%, mit einem größeren Vorzug bei 10 bis 40 Gew.-% und mit dem größten Vorzug bei 12 bis 38 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Kautschukkomponente in dem synthetischen Kautschuk. Die zusätzliche Menge liegt, wenn sie als ein Mischöl bei dem Verfahren des Mischens der Kautschukkomponente hinzugefügt wird, vorzugsweise bei 0,2 bis 45 Gew.-%, mit einem größeren Vorzug bei 0,5 bis 40 Gew.-% und mit dem größten Vorzug bei 1 bis 35 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Kautschukzusammensetzung.
  • Ein Teil des den Asphalt enthaltenden Weichmachermittels, welches in der Kautschukzusammensetzung der vorliegenden Erfindung verwendet wird, kann ausgetauscht werden gegen ein anderes, herkömmlicherweise verwendetes Weichmachermittel. Wenn ein anderes Weichmachermittel verwendet wird, dann zieht man es vor, dass die Gesamtmenge der Weichmachermittel innerhalb des obigen, bevorzugten Bereiches liegt. Um ausreichend die Wirkung der vorliegenden Erfindung zu zeigen, wendet man das den Asphalt enthaltende Weichmachermittel vorzugsweise in einer Menge von 50 Gew.-% oder mehr des Gesamtgewichts des das Asphalten enthaltenden Weichmachermittels und anderer Weichmachermittel an.
  • Die Kautschukzusammensetzung der vorliegenden Erfindung kann einen verstärkenden Füllstoff wie etwa Ruß (carbon black) und Silikon enthalten, vorzugsweise in einer Menge von 20 bis 150 Gewichtsteilen, mit einem größeren Vorzug von 25 bis 120 Gewichtsteilen und mit dem größten Vorzug von 30 bis 105 Gewichtsteilen pro 100 Gewichtsteile der Kautschukkomponente.
  • Ein Vernetzungsmittel wird zu der Kautschukzusanmensetzung der vorliegenden Erfindung in einer Menge hinzugefügt, welche gewöhnlich nach dem Stand der Technik auf diesem Gebiet eingesetzt wird, und die sich daraus ergebende Mischung wird in einer Art und Weise erwärmt, wie sie auf diesem Gebiet bekannt ist, um ein Kautschukprodukt zu ergeben. Was das Vernetzungsmittel betrifft, so kann irgendein Vernetzungsmittel eingesetzt werden, welches allgemein in der Kautschukindustrie verwendet wird, wie etwa ein organisches Peroxid, Schwefel und eine organische Schwefelverbindung. Wenn Schwefel oder eine organische Schwefelverbindung verwendet wird, dann kann ein Mittel zur Beschleunigung der Vulkanisation, wie es allgemein in der Kautschukindustie verwendet wird, in der üblichen Art und Weise eingesetzt werden.
  • Die Kautschukzusamnensetzung der vorliegenden Erfindung kann weiterhin allgemein in der Kautschukindustrie verwendete, anorganische Füllmittel enthalten in einer Menge von 5 bis 200 Gewichtsteilen, vorzugsweise von 25 bis 120 Gewichtsteilen und mit einem größeren Vorzug von 32 bis 105 Gewichtsteilen pro 100 Gewichtsteile der Kautschukkomponente zusätzlich zu den obigen Komponenten.
  • Die Kautschukzusammensetzung der vorliegenden Erfindung kann weiterhin andere, allgemein in der Kautschukindustrie verwendete Ingredienzien enthalten, wie etwa Antioxidantien, zusätzlich zu den obigen Komponenten.
  • Wie im Detail beschrieben zeigt die Kautschukzusammensetzung der vorliegenden Erfindung eine ausreichende Eigenschaft eines ausgeprägt hohen Verlustfaktors und eine ausgezeichnete Brucheigenschaft ohne irgendeine Abnahme bei der Verarbeitungsfähigkeit, weil das Weichmachermittel verwendet wird, welches eine spezifische Menge von Asphalten enthält. Daher kann die Kautschukzusammensetzung vorteihaft verwendet werden für verschiedene Kautschukprodukte wie etwa Reifen, Kautschuk zur Schwingungsdämpfung und Dockfender.
  • BEISPIELE
  • Die vorliegende Erfindung wird nun spezifischer beschrieben unter Bezugnahme auf die folgenden Beispiele und vergleichenden Beispiele.
  • Die Eigenschaften des Asphalts, der Weichmachermittel und der Kautschukzusammensetzungen wurden gemäß den folgenden Verfahren gemessen.
    • (1) Asphalt (a) Penetration Die Penetration des Asphalts wurde bei 25 °C gemäß dem Verfahren JIS K2207 gemessen.
    • (2) Weichmachermittel (a) Ringanalyse Der Gehalt an aromatischen Kohlenstoffen (%CA), der Gehalt an naphtenischen Ringkohlenstoffen (%CN) und der Gehalt an paraffinischen Kettenkohlenstoffen (%Cp), ein jeder ausgedrückt in Gew.-%, in einem Weichmachermittel wurden gemessen gemäß dem Verfahren von ASTM D-2140. (b) Kinematische Viskosität Die kinematische Viskosität wurde gemessen bei 100 °C gemäß dem Verfahren von JIS K2283-1993. (c) Anilinpunkt Der Anilinpunkt wurde gemessen gemäß dem Verfahren von JIS K2256-1985. (d) PCA PCA wurde dargestellt durch die Menge (Gew.-%) von DMSO Extrakt gemäß dem Verfahren von IP346.
    • (3) Eigenschaften der Kautschukzusammensetzung (a) Eigenschaft der Erweichung Die Mooney Viskosität MLI+4 einer nicht vulkanisierten Kautschukzusammensetzung wurde bei 130 °C gemäß dem Verfahren JIS K6300-1994 gemessen unter Verwendung eines Mooney Viskosimeters, hergestellt von TOYO SEIKI Co., Ltd. Die Ergebnisse der Messung wurden nach den folgenden Bewertungsstufen ausgewertet:
      Gut: gute Eigenschaft der Erweichung
      Annehmbar: übermäßige Erweichung
      Schlecht: schlechte Erweichung
      (b) Brucheigenschaften Teststücke wurden aus vulkanisierten Kautschukstreifen (150 mm × 150 mm × 2mm) hergestellt unter Verwendung eines Schneidblattes nach JIS No.3 in Übereinstimmung mit dem Verfahren des Japanischen Industrienorm K6301-1995. Die Dehnung bis zum Bruch und die Zugfestigkeit bis zum Zerreißpunkt der Teststücke wurden mittels einem Testgerät zur Messung der Zugfestigkeit gemessen (STROGRAPH AR-1, hergestellt von TOYO SEIKI Co., Ltd.). Die Ergebnisse der Messung wurden nach den folgenden Bewertungsstufen ausgewertet:
      Gut: große Dehnung und hohe Festigkeit beim Bruch
      Annehmbar-a: große Dehnung, aber geringe Festigkeit beim Bruch
      Annehmbar-b: kleine Dehnung, aber hohe Festigkeit beim Bruch
      Schlecht: kleine Dehnung und geringe Festigkeit beim Bruch
      (c) Eigenschaft eines hohen Verlustfaktors Die Werte von tan δ eines vulkanisierten Kautschukstreifens (5 mm × 45 mm × 2mm) wurden bei 0°C und 25°C unter Verwendung eines Viskoseelastometers gemessen (RHEOGRAPHSOLID L 1R, hergestellt von TOYO SEIKI Co., Ltd.). Die Ergebnisse der Messung wurden nach den folgenden Bewertungsstufen ausgewertet:
      Ausgezeichnet: ausreichend hohe Eigenschaft eines hohen Verlustfaktors
      Annehmbar: Eigenschaft eines hohen Verlustfaktors, welche ausreichend für den praktischen Gebrauch ist
      Schlecht: schlechte Eigenschaft eines hohen Verlustfaktors
      (d) Verarbeitungsfähigkeit beim Mischen Die Verarbeitungsfähigkeit beim Mischen wurde bewertet durch das Ausmaß der Haftwirkung der Zusammensetzung an den Rollen der Knetmachine. Wenn keine Haftung an den Rollen auftrat und das Mischen ohne irgendein Problem ausgeführt werden konnte, dann wurde die Verarbeitungsfähigkeit als ausgezeichnet bewertet. Wenn etwas Haftung beobachtet wurde, aber das Mischen ohne viel Störung und Probleme ausgeführt werden konnte, dann wurde die Verarbeitungsfähigkeit als gut bewertet. Wenn eine beträchtliche Haftung an den Rollen auftrat, dann wurde die Verarbeitungsfähigkeit als schlecht bewertet. (e) Verarbeitungsfähigkeit beim Längen Die Verarbeitungsfähigkeit beim Längen eines Weichmachermittels durch die ganze Kautschukkomponente hindurch wurde bewertet in Funktion der Haftung des Weichmachermittels an einem Gefäß. Die Ergebnisse wurden ausgedrückt entweder als gut für weniger Haftung oder als schlecht für eine beträchtliche Haftung.
  • Die Teststücke wurden nach der unten gezeigten Art und Weise hergestellt.
  • (A) Herstellung der Weichmachermittel
  • Eine sorgfältig abgewogene Menge eines im Handel erhältlichen hoch aromatischen Öls (AROMACS 3, hergestellt von FUJI KOSAN Co., Ltd.) wurde bei 70 °C erwärmt, zu welcher Menge eine sorgfältig abgewogene Menge eines normalen Asphalts hinzugefügt wurde, während man das Ganze bei etwa 70 °C aufrechterhielt. Als der normale Asphalt gewogen wurde, wurde er auf 85 °C erwärmt, um seine Viskosität zu senken. Danach wurde die Mischung kontinuierlich während einer Zeitdauer von 5 Minuten umgerührt, um ein Weichmachermittel herzustellen, welches in der vorliegenden Erfindung verwendet wird. Die Eigenschaften der hoch aromatischen Öle sind in der Tabelle 1 gezeigt.
  • Tabelle 1
    Figure 00070001
  • (B) Herstellung eines ölgestreckten synthetischen Kautschuks
  • In einen 5-Liter druckresistenten Reaktor wurden 1200 g eines trockenen Cyclohexans, 80 g von Styrol und 120 g Butadien hineingetan und der Inhalt wurde auf 50 °C eingestellt. Nachdem 60 mMol Tetrahydrofuran als ein stochastisches Mittel hinzugefügt worden waren, wurde eine 1,6-N n-Hexanlösung eines n-Butyllithiums hinzugefügt, so dass 1,6 mMol n-Butyllithium als ein Polymerisationsinitiator zu der resultierenden Lösung hinzugefügt wurde. Die Polymerisation wurde dann bei 50 °C während einer Zeitdauer von 2 Stunden durchgeführt. Nachdem die Polymerisation vollendet war, wurde eine Lösung von 0,5 g von 2,6-di-t-Butyl-p-cresol (BHT) in 5 ml eines Isopropylalkohols zu dem Polymerisationssystem hinzugefügt, um die Polymerisation zu beenden. Nach der Beendigung der Polymerisation wurde ein Weichmachermittel hinzugefügt gemäß der in der Tabelle 2 gezeigten Formulierung und das erhaltene Produkt wurde in einem herkömmlichen Verfahren getrocknet, um einen ölgestreckten synthetischen Kautschuk zu erhalten.
  • (C) Herstellung von Teststücken
  • Komponenten einer Muttercharge mit der in der Tabelle 2 gezeigten Formulierung wurden zusammengemischt in einer Knetmachine und das gemischte Produkt wurde in eine Folie geformt durch Rollen, welche eine Oberflächentemperatur von 70 °C aufwiesen. Die somit erhaltene Muttercharge und andere Komponenten für die abschließende Mischung wurden zusammengemischt in einer Knetmachine und das gemischte Produkt wurde in eine Folie geformt durch Rollen, welche eine Oberflächentemperatur von 70 °C aufwiesen. Die damit erhaltene Folie wurde in ein geeignetes Formwerkzeug geladen und bei 160 °C unter einem Druck von 30 kg/cm2 vulkanisiert während einer Zeitdauer der Erwärmung von 15 Minuten. Das vulkanisierte Produkt wurde aus dem Formwerkzeug herausgenommen und die Teststücke wurden mit einer vorgeschriebenen Größe aus dem erhaltenen Produkt herausgenommen.
  • Tabelle 2
    Figure 00080001
  • Bemerkung:
    • *1: Emulsion-polymerisiertes SBR, #1500, Handelsname, hergestellt bei JSR Corporation.
    • *2: N220 ISAF, SIEST 6, Handelsname, hergestellt von TOKAI CARBON Co., Ltd.
    • *3: Weichmachermittel, hergestellt unter Verwendung der jeweiligen in der Tabelle 1 gezeigten, hoch aromatischen Öle. Das Weichmachermittel wurde als ein Mischöl in der Formulierung (1) und als ein Strecköl in der Formulierung (2) verwendet.
    • *4: NOCCELER D., Handelsname, hergestellt von OUCHI SHINKO KAGAKU KOGYO Co., Ltd.
    • *5: NOCCELER DM., Handelsname, hergestellt von OUCHI SHINKO KAGAKU KOGYO Co., Ltd.
    • *6: NOCCELER NS., Handelsname, hergestellt von OUCHI SHINKO KAGAKU KOGYO Co., Ltd.
    • *7: NOCCELER 6C., Handelsname, hergestellt von OUCHI SHINKO KAGAKU KOGYO Co., Ltd.
  • Die unter Verwendung der Kautschukkomponenten mit der in der Tabelle 2 gezeigten Formulierung (1) erzielten Resultate sind in den Tabellen 3A bis 3D gezeigt.
  • Tabelle 3A
    Figure 00080002
  • Figure 00090001
  • Tabelle 3B
    Figure 00090002
  • Tabelle 3C
    Figure 00100001
  • Tabelle 3D
    Figure 00100002
  • Figure 00110001
  • Bemerkung:
    • *1: Gewichtsteil pro 100 Gewichtsteile einer Kautschukkomponente.
    • *2: Asphalt wurde im voraus mit Öl gemischt, um ein Weichmachermittel herzustellen.
    • *4: Normaler Asphalt
  • Im Vergleichenden Beispiel 1 enthielt das Weichmachermittel überhaupt kein Asphalten. Das Ergebnis des Vergleichenden Beispiels 1 wurde als das Kontrollergebnis verwendet.
  • Die Ergebnisse der Beispiele 1 bis 3 und der Vergleichenden Beispiele 2 und 3 zeigen, dass die Kautschukzusammensetzung keine ausreichend ausgeprägt hohe Eigenschaft eines hohen Verlustfaktors ausweist, wenn der Gehalt an Asphalten kleiner als 0,1 Gew.-% war und die Verarbeitungsfähigkeit war schlecht, wenn der Gehalt an Asphalten 4 Gew.-% überstieg. Es ist auch gezeigt, dass eine Kautschukzusammensetzung mit der Eigenschaft eines ausgeprägt hohen Verlustfaktors leicht gewonnen werden konnte, wenn der Gehalt an Asphalten innerhalb des in der vorliegenden Erfindung spezifizierten Bereichs lag. Diese Wirkung wurde noch bemerkenswerter ausgewiesen, wenn der Gehalt an Asphalten bei 0,3 bis 3,0 Gew.-% lag.
  • Die Ergebnisse der Beispiele 2 und 4 bis 6 zeigen, dass die Eigenschaft eines hohen Verlustfaktors der Kautschukzusammensetzung bemerkenswert hoch war, wenn der %CA Wert bei 18 oder höher lag. Die Wirkung des %CA Wertes auf die Eigenschaft eines hohen Verlustfaktors wurde umso bemerkenswerter, wenn der %CA Wert bei 23 oder höher lag, und er wurde noch bemerkenswerter, wenn der %CA Wert bei 25 oder höher lag.
  • Die Ergebnisse der Beispiele 3 und 7 zeigen, dass die Verarbeitungsfähigkeit verbessert wurde, wenn das Weichmachermittel eine kinematische Viskosität von 100 mm2/sec oder weniger aufwies.
  • Die Ergebnisse der Vergleichenden Beispiele 4 und 5 und des Beispiels 1 zeigen, dass die Wirkung eines Weichmachermittels sich nicht zeigte, wenn die Menge des Weichmachermittels kleiner als 1 Gewichtsteil pro 100 Gewichtsteile der Kautschukkomponente war und dass die Verarbeitungsfähigkeit beim Mischen geringer wurde, wenn die Menge des Weichmachermittels 120 Gewichtsteile überstieg.
  • Die Ergebnisse, welche unter Verwendung der Kautschukzusammensetzungen erzielt wurden, die gemäß der in der Tabelle 2 gezeigten Formulierung (2) hergestellt worden sind, sind in der Tabelle 4 gezeigt.
  • Tabelle 4
    Figure 00120001
  • Bemerkung:
    • *1: Gewichtsteil pro 100 Gewichtsteile einer Kautschukkomponente.
    • *2: Asphalt wurde im voraus mit Öl gemischt, um ein Weichmachermittel herzustellen.
    • *4: Normaler Asphalt
  • Im Vergleichenden Beispiel 6 wurde ein Weichmachermittel, welches überhaupt kein Asphalten enthielt, als das Strecköl der Kautschukkomponente verwendet (der ölgestreckte synthetische Kautschuk, welcher im Verfahrensschritt (B) gewonnen wurde). Das Ergebnis des Vergleichenden Beispiels 6 wurde als das Kontrollergebnis verwendet.
  • Die Ergebnisse des Vergleichenden Beispiels 6 und der Beispiele 8 und 9 zeigen, dass, wenn ein das Asphalten enthaltende Weichmachermittel als das Strecköl verwendet wurde, dieselbe Wirkung erzielt werden konnte wie jene, die man durch Verwendung des Weichmachermittels als das Mischöl erzielte.

Claims (3)

  1. Kautschukzusammensetzung, die 100 Gewichtsteile von mindestens einer Kautschukkomponente enthält, welche ausgewählt wird unter Naturkautschuk und unter synthetischen Kautschuks, sowie 1 bis 120 Gewichtsteile eines Weichmachermittels, welches aus einer Mischung aus einem Behandlungsöl und aus Asphalt besteht und welches 0,1 bis 4 Gew.-% Asphalten aufweist.
  2. Kautschukzusammensetzung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Weichmachermittel einen Gehalt an aromatischem Kohlenstoff (%CA) von 18 oder mehr aufweist, wenn man denselben über eine Ringanalyse gemäß ASTM D-2140 misst.
  3. Kautschukzusammensetzung gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Asphalt ein normaler Asphalt ist.
DE69920302T 1998-02-23 1999-02-22 Kautschukzusammensetzung Expired - Lifetime DE69920302T2 (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
JP4018498 1998-02-23
JP4018498 1998-02-23

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US (1) US5998513A (de)
EP (1) EP0939104B1 (de)
DE (1) DE69920302T2 (de)
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