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DE69920182T2 - Korpuskularstrahloptisches gerät mit auger-elektronendetektion - Google Patents

Korpuskularstrahloptisches gerät mit auger-elektronendetektion Download PDF

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Publication number
DE69920182T2
DE69920182T2 DE69920182T DE69920182T DE69920182T2 DE 69920182 T2 DE69920182 T2 DE 69920182T2 DE 69920182 T DE69920182 T DE 69920182T DE 69920182 T DE69920182 T DE 69920182T DE 69920182 T2 DE69920182 T2 DE 69920182T2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
particle
primary beam
filter
wien
wien filter
Prior art date
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Expired - Lifetime
Application number
DE69920182T
Other languages
English (en)
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DE69920182D1 (de
Inventor
P. Marcellinus KRIJN
Alexander Henstra
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FEI Co
Original Assignee
FEI Co
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Filing date
Publication date
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Application granted granted Critical
Publication of DE69920182T2 publication Critical patent/DE69920182T2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J37/00Discharge tubes with provision for introducing objects or material to be exposed to the discharge, e.g. for the purpose of examination or processing thereof
    • H01J37/02Details
    • H01J37/04Arrangements of electrodes and associated parts for generating or controlling the discharge, e.g. electron-optical arrangement or ion-optical arrangement
    • H01J37/05Electron or ion-optical arrangements for separating electrons or ions according to their energy or mass
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J2237/00Discharge tubes exposing object to beam, e.g. for analysis treatment, etching, imaging
    • H01J2237/25Tubes for localised analysis using electron or ion beams
    • H01J2237/2505Tubes for localised analysis using electron or ion beams characterised by their application
    • H01J2237/2511Auger spectrometers

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Electron Tubes For Measurement (AREA)
  • Analysing Materials By The Use Of Radiation (AREA)

Description

  • Die Erfindung betrifft eine teilchenoptische Vorrichtung, die aufweist:
    • – eine Teilchenquelle zur Erzeugung eines Primärstrahls elektrisch geladener Teilchen, die sich längs einer optischen Achse der Vorrichtung bewegen,
    • – einen Probenhalter für eine Probe, die mittels der Vorrichtung bestrahlt werden soll,
    • – eine Fokussiervorrichtung zur Bildung eines Brennpunkts des Primärstrahls in der Nähe des Probenhalters,
    • – mindestens zwei Wien-Filter, die zwischen der Teilchenquelle und der Fokussiervorrichtung angeordnet sind,
  • Die Erfindung betrifft außerdem ein Verfahren zum Trennen elektrisch geladener Teilchen nach der Bewegungsrichtung in einer solchen teilchenoptischen Vorrichtung, wie es im Detail im folgenden beschrieben wird.
  • Eine teilchenoptische Vorrichtung dieser Art ist aus dem US-Patent Nr. 5,422,486 bekannt.
  • Vorrichtungen, in denen ein fokussierter Primärelektronenstrahl über die zu untersuchende Probe bewegt wird, sind als Rasterelektronenmikroskope (SEM) bekannt. In einem SEM wird ein zu untersuchender Bereich einer Probe mittels eines fokussierten Primärstrahls elektrisch geladener Teilchen abgetastet, die im allgemeinen Elektronen sind, die sich längs einer optischen Achse der Vorrichtung bewegen. Die Energie des Primärelektronenstrahls im SEM kann innerhalb eines weiten Bereichs in Abhängigkeit von der Anwendung variieren. Dieser Wert kann zwischen Grenzen der Größenordnung von 1 kV und 30 kV liegen, jedoch sind höhere oder niedrigere Werte nicht ausgeschlossen.
  • Während der Bestrahlung der zu untersuchenden Probe werden elektrisch geladene Teilchen (üblicherweise Elektronen) in der Probe freigesetzt. Diese Elektronen können eine Energie aufwei sen, die von einem sehr niedrigen Wert zu einem Wert variiert, der von derselben Größenordnung wie die Energie des Primärstrahls ist, zum Beispiel von 10% bis praktisch 100% davon. Die Energie der freigesetzten Niederenergie-Elektronen weist einen Wert in der Größenordnung von 1 bis 50 eV auf; in diesem Fall werden sie Sekundärelektronen genannt. Die Energie der freigesetzten Hochenergie-Elektronen weist einen Wert in der Größenordnung von 50 eV bis zum Energiewert des Primärstrahls auf; in diesem Fall werden sie Rückstreuelektronen genannt. Der Bereich der Auger-Elektronen, deren Energiewerte zwischen annähernd 50 eV und 5 keV liegen, liegt in dem sich allmählich ändernden Energiespektrum der Rückstreuelektronen und ist ihm überlagert. Im Energiespektrum der Rückstreuelektronen verursachen solche Auger-Elektronen eine leichte Intensitätsvariation im relevanten Energiebereich; diese Variation kann als eine Welligkeit betrachtet werden, die dem sich allmählich ändernden Hintergrund der Rückstreuelektronen überlagert ist. Der Ort und die Größe der Maximalwerte in der Welligkeit sind für das Material in der Probe charakteristisch. Um die Energievariation der Auger-Elektronen zu detektieren, kann von speziellen, bekannten Auger-Detektoren Gebrauch gemacht werden, die imstande sind, das Spektrum der Auger-Elektronen vom Spektrum der Rückstreuelektronen zu trennen.
  • Die Energie und/oder die Energieverteilung der freigesetzten Elektronen liefert eine Information hinsichtlich der Beschaffenheit und Zusammensetzung der Probe. Diese Elektronen werden auf der Seite der Probe freigesetzt, auf die der Primärstrahl auftrifft, wonach sie sich gegen die Richtung des Auftreffens der Primärelektronen bewegen. Wenn ein oder mehrere Wien-Filter im Weg der Sekundärelektronen angeordnet sind, die sich so zurück bewegen, gehen diese Elektronen dann durch diese Filter in eine Richtung, die der Richtung des Primärstrahls entgegengesetzt ist; außerdem wird die Energie dieser freigesetzten Elektronen von der Energie des Primärstrahls abweichen. Folglich werden die freigesetzten Elektronen von der optischen Achse weg abgelenkt, also weg vom Primärstrahl, so daß weitere Ablenkeinrichtungen diese Elektronen zu einem Detektor leiten können, ohne den Primärstrahl merklich zu beeinträchtigen. Die weiteren Ablenkeinrichtungen gemäß dem zitierten US-Patentdokument bestehen aus einem Elektronenspiegel, der zwischen der Elektronenquelle und der Fokussiervorrichtung und zur Seite der optischen Achse angeordnet ist. Es wird so ein energieselektiertes Bild der Probe in einer bekannten Weise verwirklicht. In Hinblick auf die Qualität der Abbildung der Elektronenquelle auf einen Abtastpunkt ist es notwendig, daß die Wien-Filter den Primärstrahl nicht merklich stören; es ist insbesondere notwendig, daß die Dispersion dieser Wien-Filter nicht den Abtastpunkt des Primärstrahls vergrößert (in dem die Elektronen unvermeidlich eine gegebene Energiespreizung zeigen), der auf der Probe fokussiert wird. In dem zitierten Patentdokument wird dies durch Nutzung zweier Wien-Filter erreicht, wobei der zweite Wien-Filter die Dispersion aufhebt, die durch den ersten Wien-Filter verursacht wird.
  • Die bekannte teilchenoptische Vorrichtung ist dazu eingerichtet, Bilder mittels Sekundärelektronen zu erzeugen, d.h. Elektronen, die aus der Probe freigesetzt werden und deren Energie zwischen annährend 1 eV und 50 eV liegt. Jedoch ist es häufig außerdem wünschenswert, ein Bild mittels freigesetzter Elektronen einer anderen Energie zu bilden, zum Beispiel Auger-Elektronen, deren Energie zum Beispiel um einen Faktor von einhundert höher als die Energie der Sekundärelektronen sein kann. In diesem Fall müssen die elektrischen und magnetischen Felder des Wien-Filters proportional stärker werden; eine solche größere Stärke ist unvermeidlich mit Abbildungsfehlern verbunden, die unzulässigerweise die Punktgröße des Brennpunkts des Primärstrahls beeinflussen und folglich die Auflösung des Bildes verschlechtern würden.
  • Es ist eine Aufgabe der Erfindung, eine teilchenoptische Vorrichtung der im einleitenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen Art bereitzustellen, in der Auger-Bilder der Probe gebildet werden können, ohne die räumliche Auflösung durch die Auswahl des Auger-Energiebereichs ernsthaft zu verschlechtern. Zu diesem Zweck ist die erfindungsgemäße teilchenoptische Vorrichtung dadurch gekennzeichnet, daß für jeden Wien-Filter Polflächen zum Erzeugen eines Quadrupolfelds vorgesehen sind, wobei die Polflächen in dem Bereich jedes jeweiligen Wien-Filters in einer solchen Weise angeordnet sind, daß mindestens ein Teil jedes der Quadrupolfelder mit den homogenen Feldern des zugehörigen Wien-Filters zusammenfällt.
  • Es wird angemerkt, daß die Polflächen verwendet werden, um entweder magnetische oder elektrostatische Felder oder deren Mischungen zu erzeugen.
  • Es kann so ein scharfer Punkt des Primärstrahls erhalten werden, so daß die gewünschte Auflösung beibehalten wird. Insbesondere der Astigmatismus, der durch die Wien-Filter verursacht wird, wird so reduziert. Aufgrund der beschriebenen Situation der Quadrupolfelder kann die Quadrupolstärke variiert werden, ohne gleichzeitig eine Einstellung der Stärke eines oder beider Felder der Wien-Filter zu erfordern.
  • Es wäre im Prinzip machbar, die gewünschte Korrektur der Abbildungsfehler der Wien-Filter mittels der Stigmatoren zu versuchen und zu verwirklichen, die schon in einem Elektronenmikroskop enthalten sind, um den Astigmatismus der Elektronenlinsen zu korrigieren, die im Grunde ebenfalls eine Art Quadrupolfeld erzeugen. Jedoch sind diese Stigmatoren dazu bestimmt, kleine Korrekturen vorzunehmen, so daß sie keine geeignet definierte Poloberfläche aufweisen. Dies bedeutet, daß der korrekte Ort relativ zur optischen Achse der relevanten Stigmatorfelder nicht gut genug definiert ist, so daß die Korrekturwirkung in Kombination mit den Wien-Filtern nicht geeignet vorhergesagt werden kann, und außerdem das Bild bei einer Variation der Stigmatorerregung weit von der optischen Achse wegwandern kann („Wegdriften" des Bildes). Ein ernsterer Nachteil ist es jedoch, daß eine Differenz der Vergrößerung zwischen der x-z-Ebene und der y-z-Ebene auftritt, da die Position des Stigmators längs der optischen Achse von jener des Wien-Filters abweicht; bei der Bildung des Abtastpunktes durch die Abbildung der Elektronenquelle kann diese Differenz ohne weiteres zu einem Verhältnis von 2:3 des Öffnungswinkels des Primärstrahls auf der Fläche der Probe führen. Dies bedeutet zum Beispiel, daß der Bildfehler infolge sphärischer Aberration des Objektivs (von dem bekannt ist, daß er zur dritten Potenz des Öffnungswinkels proportional ist) ein Verhältnis von 8:27 der x-z-Ebenen und der y-z-Ebenen zeigt, so daß die Kreissymmetrie des Abtastpunktes und folglich die Auflösung des Mikroskops ernsthaft gestört würden.
  • Ein Wien-Filter ist ein Geschwindigkeitstyp eines Filters mit gegenseitig senkrechten homogenen elektrostatischen und magnetischen Feldern.
  • Es wird angemerkt, daß die europäische Patentanmeldung EP0989584A1 im Abschnitt [0030] (Spalte 5 Zeilen 24-29) offenbart, daß ein „Wien-Filter aus einem Quadrupolfilter oder einer Anordnung einer noch höherer Ordnung bestehen kann", jedoch unterscheidet sich diese Definition für ein Wien-Filter vom normalen Gebrauch. Obwohl das elektrostatische und magnetische Feld der Struktur, die in diesem europäischen Patent beschrieben werden, gegenseitig senkrecht sind, ist die Struktur kein Geschwindigkeitsfilter, da ein Quadrupolfilter oder eine Anordnung noch höherer Ordnung keine Energiedispersion für Teilchen zeigt, die über die Mittelachse der Struktur gehen, und im allgemeinen ist die Energiedispersion eine Funktion des Abstandes der Teilchen von der Achse. Die Energiedispersion auf der Achse ist null, da auf der Achse sowohl die elektrostatischen als auch magnetischen Felder der Quadrupolfelder oder der Felder noch höherer Ordnung null sind.
  • In einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen teilchenoptischen Vorrichtung sind drei Wien-Filter zwischen der Elektronenquelle und der Fokussiervorrichtung angeordnet. In dieser Anordnung wird die Winkelspreizung, die durch die Dispersion des (von der Elektronenquelle gesehen) ersten Wien-Filters verursacht wird, durch den nachfolgenden zweiten Wien-Filter aufgehoben. Infolge des Abstands zwischen dem ersten und dem zweiten Filter unterliegen jedoch die Elektronen mit anderer Energie im Primärstrahl dann einer gegebenen lateralen Verschiebung, so daß unter den gegebenen Umständen die gewünschte Bildauflösung nicht mehr erzielt werden kann. Falls dies unerwünscht ist, kann ein dritter Wien-Filter hinter dem zweiten Wien-Filter angeordnet werden. Der zweite Wien-Filter wird dann in einem geringfügig höheren Maß erregt, so daß die Elektronen anderer Energie wieder mit dem dritten Wien-Filter zusammenfallen. Infolge der Dispersionswirkung des dritten Filters werden diese Elektronen durch solche andere Winkel abgelenkt, daß sie keine resultierende Winkelvariation zeigen, und folglich keine resultierende Querverschiebung beim Verlassen des Filters zeigen.
  • In einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen teilchenoptischen Vorrichtung werden die Polflächen zum Erzeugen eines Quadrupolfelds durch zwei zusätzliche Elektroden gebildet, die parallel zur optischen Achse angeordnet sind und sich senkrecht zu den Elektroden zum Erzeugen des elektrische Felds im Wien-Filter erstrecken.
  • Die beiden Elektroden, die sich senkrecht zu den elektrostatischen Elektroden und parallel zur optischen Achse erstrecken, können durch die Polflächen zum Erzeugen des magnetischen Felds gebildet werden, vorausgesetzt, daß diese Flächen vom Rest der Vorrichtung elektrisch isoliert sind. Es ist alternativ möglich, getrennte elektrisch leitfähige Elektroden an diesen Polflächen vorzusehen; diese Elektroden sind in diesem Fall an den Polflächen befestigt; diese Elektroden sind in diesem Fall über eine elektrisch isolierende Zwischenschicht an den Polflächen befestigt. Die obigen Schritte können in dieser Ausführungsform zum Beispiel leicht implementiert werden, indem die Stromversorgungsquelle(-Quellen) des relevanten Wien-Filters in einer solchen Weise eingestellt wird, daß zusätzlich zur Zufuhr einer reinen Spannungsdifferenz relativ zu einem gemeinsamen Nullpegel zu den Feldelektroden (+V und –V relativ zu null Volt) die beiden zusätzlichen Elektroden mit einer gemeinsamen Spannung verbunden werden. Als Ergebnis dieses Schritts wird keine zusätzliche physikalische Einrichtung erforderlich sein, um das gewünschte Quadrupolfeld zu erzeugen, und außerdem wird die Mitte des Quadrupolfelds immer mit der Mitte des Wien-Filterfelds zusammenfallen. Unter diesen Umständen wird die Korrektur der Linsenfehler am Filter optimal sein.
  • Eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen teilchenoptischen Vorrichtung ist mit Ablenkeinrichtungen zur Ab lenkung elektrisch geladener Teilchen aus der Probe weiter weg von der optischen Achse versehen, wobei die Ablenkeinrichtungen zwischen die Elektronenquelle und die Fokussiervorrichtung und zur Seite der optischen Achse geschaltet sind, und eingerichtet sind, ein im wesentlichen radiales elektrisches Ablenkfeld zu erzeugen. Dieser Schritt ermöglicht einen vergleichsweise einfachen Aufbau des Ablenksystems; außerdem ist folglich nicht nur ein zylindersymmetrisches Ablenkfeld, sondern auch ein kugelsymmetrisches Ablenkfeld möglich. Dies bietet den Vorteil, daß von vergleichsweise langen Ablenkelektroden mit einem vergleichsweise kleinen Abstand Gebrauch gemacht werden kann, ohne daß der Elektronenstrahl die Platten trifft. Für einen gegebenen Ablenkwinkel reicht dann eine vergleichsweise niedrige Spannung an den Elektroden aus.
  • In einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen teilchenoptischen Vorrichtung sind die Ablenkeinrichtungen außerdem dazu eingerichtet, ein magnetisches Ablenkfeld zu erzeugen und das magnetische Ablenkfeld und das elektrische Ablenkfeld unabhängig voneinander einzustellen. Diese Schritte ergeben ein flexibles Instrument, das abhängig von dieser Einstellung Fokussiereigenschaften aufweist. Ein Punkt der Probe, der Auger-Elektronen emittiert, kann folglich so gut wie möglich auf die Eintrittsfläche des Detektors abgebildet werden, so daß der Auger-Detektor eine vorteilhafte spektrale Auflösung bieten kann.
  • Die Erfindung betrifft außerdem ein Verfahren zum Trennen elektrisch geladener Teilchen in einer teilchenoptischen Vorrichtung nach der Bewegungsrichtung, wobei in der Vorrichtung
    • – ein Primärstrahl elektrisch geladener Teilchen erzeugt wird, die sich längs einer optischen Achse der Vorrichtung bewegen,
    • – der Primärstrahl durch ein Wien-Filter geht, das zwischen der Teilchenquelle und der Fokussiervorrichtung angeordnet ist,
    • – die Fokussiervorrichtung einen Endbrennpunkt des Primärstrahls in der Nähe eines Probenhalters für eine Probe bildet, die mittels der Vorrichtung bestrahlt werden,
    • – als Reaktion auf das Auftreffen des Primärstrahls elektrisch geladene Teilchen aus der Probe freigesetzt werden, wobei sich die freigesetzten Teilchen in die zur Bewegungsrichtung des Primärstrahls entgegengesetzte Richtung bewegen
    • – die freigesetzten Teilchen im Wien-Filter weg vom Primärstrahl abgelenkt werden.
  • Gemäß eines weiteren Aspekts der Erfindung kann die erwünschte Bildung von Auger-Bildern der Probe, ohne die räumliche Auflösung infolge der Wahl des Auger-Energiebereichs ernstlich zu verschlechtern, auch mittels nur eines Wien-Filters erreicht werden; dies hat den Vorteil der Einfachheit der teilchenoptischen Vorrichtung.
  • Um die vorhergehende Aufgabe zu lösen, ist das Verfahren erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß ein Zwischenbrennpunkt des Primärstrahls im wesentlichen in der Mitte des Wien-Filters gebildet wird, und daß in einem Bereich des Wien-Filters ein Quadrupolfeld erzeugt wird, von dem mindestens ein Teil mit dem Feld des Wien-Filters zusammenfällt.
  • Die Wirkung des Wien-Filters auf den Primärstrahl ist, daß ein Strahl in diesem Primärstrahl, der eine andere Energie als die Nennenergie (d.h. die Energie, bei der keine resultierende Ablenkung durch das Filter verursacht wird) aufweist, durch das Filter abgelenkt wird. Dieser abgelenkte Strahl scheint vom Ausgang des Filters aus gesehen im wesentlichen von einem Punkt in der Mitte des Filters auszugehen, so daß dieser Punkt zu einem virtuellen Gegenstandspunkt für die Abbildungselemente wird, die dem Filter folgen, insbesondere das Objektiv, das den Strahl auf die Probe fokussiert. Wenn der Zwischenbrennpunkt des Primärstrahls in dem virtuellen Gegenstandspunkt positioniert wird, vereinigt das Objektiv alle Strahlen, die vom Gegenstandspunkt ausgehen, wieder im zugehörigen Bildpunkt, unabhängig vom Winkel, der durch die Strahlen, die vom Gegenstandspunkt ausgehen, relativ zur optischen Achse eingeschlossen wird. Irgendeine Winkelvariation des Gegenstandspunkts infolge der Energiedispersion des Filters erzeugt daher keine Variation im Bildpunkt, also auch keine Variation der Größe des Elektronenpunkts des Primärstrahls, der auf der Probe gebildet wird.
  • Infolge der Wahl des Ortes des Zwischenbrennpunkts bildet der Elektronenpunkt daher ein dispersionsfreies Bild des Zwischenbrennpunkts. Diese Wahl des Ortes des Zwischenbrennpunkts bietet außerdem den Vorteil, daß auf irgendwelche zweite und dritte Wien-Filter verzichtet werden kann, da offensichtlich keine Dispersion im ersten Filter verursacht wird, so daß auch kein Wien-Filter zu deren Korrektur erforderlich sein wird.
  • Vorteilhafte Ausführungen dieses Verfahrens werden in den abhängigen Ansprüchen definiert.
  • Die Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf die Figuren im Detail beschrieben, in denen entsprechende Bezugsziffern entsprechende Elemente bezeichnen. Es zeigen:
  • 1 schematisch einen relevanten Teil eines erfindungsgemäßen teilchenoptischen Instruments;
  • 2a, 2b, 2c den Verlauf einiger Elektronenwege in einem oder mehreren Wien-Filtern, die in einem erfindungsgemäßen Elektronenmikroskop verwendet werden;
  • 3 den Verlauf einiger Elektronenwege in einem Wien-Filter und einer Objektivlinse, indem ein Zwischenbrennpunkt im erfindungsgemäßen Wien-Filter eingesetzt wird;
  • 4 den Weg eines Primärelektrons und eines Elektrons, das aus der Probe freigesetzt wird, in einem System von Wien-Filtern und einer Objektivlinse;
  • 5a eine schematische Schnittansicht, die teilweise in der x-z-Ebene und teilweise in der y-z-Ebene vorgenommen ist, einer erfindungsgemäßen Kombination, die aus einem Wien-Filter und Einrichtungen zum Erzeugen eines Quadrupolfelds besteht;
  • 5b eine detailliertere (Teil-) Schnittansicht, die längs der Linie A–A in 5a vorgenommen ist, der erfindungsgemäßen Korrekturvorrichtung.
  • 1 zeigt ein teilchenoptisches Instrument in der Form eines Teils einer Säule 2 eines Rasterelektronenmikroskops (SEM). Wie es üblich ist, wird in diesem Instrument ein Strahl von Elektronen (der Primärstrahl) durch eine (in der Figur nicht gezeigte) Elektronenquelle erzeugt; dieser Strahl bewegt sich längs der optischen Achse 4 des Instruments. Der Elektro nenstrahl kann durch eine oder mehrere elektromagnetische Linsen gehen, wie eine Kondensorlinse 6, und erreicht schließlich die Objektivlinse 8. Diese Linse, die eine sogenannte Monopollinse ist, bildet einen Teil eines magnetischen Kreises, der außerdem aus der Wand 10 der Probenkammer 12 besteht . Die Objektivlinse 8 wird verwendet, um mittels des Primärelektronenstrahls einen Brennpunkt zu bilden, um die Probe 14 abzutasten. Die Probe wird abgetastet, indem der Elektronenstrahl mittels Ablenkspulen 16, die in der Objektivlinse 8 untergebracht wird, in die x-Richtung ebenso wie in die y-Richtung über die Probe bewegt wird. Die Probe 14 ist auf einem Probenhalter 18 angeordnet, der einen Träger 20 für die x-Verschiebung und einen Träger 22 für die y-Verschiebung aufweist. Diese beiden Träger ermöglichen die Auswahl eines gewünschten Bereichs der Probe zur Untersuchung. Das Objektiv 8 dient auch als eine Fokussiervorrichtung zur Erzielung eines Brennpunkts des Primärstrahls in der Nähe des Probenhalters 18. Im vorliegenden Mikroskop wird die Abbildung dadurch erzielt, daß Elektronen aus der Probe herausgeschlagen werden und sich in die Richtung der Objektivlinse 8 zurückbewegen. Da die Objektivlinse als eine Monopollinse aufgebaut ist, bewegen sich die freigesetzten Elektronen in das magnetische Feld des Objektivs, so daß sie sich in die Richtung des spitzen, nach unten zeigenden Endes des Objektivs bewegen, wo sie in die Bohrung des Objektivs eintreten. Diese Elektronen werden anschließend vom Primärstrahl in einer Wien-Filtereinheit 28 getrennt, die noch beschrieben werden soll, wonach die freigesetzten Elektronen mittels Ablenkeinrichtungen 26, die noch beschrieben werden sollen, weiter weg von der optischen Achse 4 und zu einem Detektor 24 abgelenkt werden. Die Ablenkeinrichtungen 26 sind zwischen der Elektronenquelle und der Objektivlinse 8, die als die Fokussiervorrichtung dient, und zur Seite der optischen Achse 4 angeordnet. Eine (nicht gezeigte) Steuereinrichtung ist mit dem Detektor verbunden, um den Detektor zu aktiveren und um den Fluß der detektierten Elektronen in ein Signal umzuwandeln, das zum Beispiel mittels einer (nicht gezeigten) Kathodenstrahlröhre zur Bildung eines energieselektierten Bildes der Probe verwendet werden kann.
  • Die 2a, 2b und 2c veranschaulichen die Wirkung eines oder mehrerer Wien-Filter auf den Primärstrahl. Wie bekannt ist, ist die Wirkung eines Wien-Filters auf einen Elektronenstrahl derart, daß der Weg von Elektronen mit einer Energie, die mit der Einstellung des Filters verbunden ist, (der Nennenergie) nicht durch das Filter abgelenkt wird, wohingegen der Weg von Elektronen mit einer Energie, die höher als die Nennenergie ist, in eine Richtung abgelenkt wird, und jener von Elektronen mit einer Energie, die niedriger als die Nennenergie ist, in die andere Richtung abgelenkt wird. Diese Wirkung wird in 2a veranschaulicht, in der der Primärelektronenstrahl 30 längs der optischen Achse 4 auf ein schematisch dargestelltes Wien-Filter 32 auftrifft. Es wird vorausgesetzt, daß der Elektronenstrahl 30 aus Elektronen dreier unterschiedlicher Energien besteht, d.h. der Nennenergie En, einer niedrigeren Energie El und einer höheren Energie Eh. Pfeile, die angrenzend an das Wien-Filter gezeichnet sind, zeigen die Richtung des magnetischen Felds B (senkrecht zur Zeichenebene) und des elektrischen Felds E (in der Zeichenebene) im Wien-Filter 32 an. Es stellt sich heraus, daß der Primärstrahl, nachdem er das Wien-Filter 32 passiert hat, in einen Teilstrahl 30a der niedrigeren Energie, einen Teilstrahl 30b der Nennenergie und einen Teilstrahl 30c der höheren Energie ausgespalten ist.
  • In 2b ist ein zweiter Wien-Filter 34 zum Filter 32 hinzugefügt. Es ist zu beachten, daß die Felder E und B im Filter 32 zu den entsprechenden Feldern im in 2a gezeigten Filter 32 entgegengesetzt sind, wohingegen die Felder des Filters 34 gleich groß sind, jedoch zu jenen des Filters 32 entgegengesetzt sind. Folglich werden die Teilstrahlen 30a, 30b und 30c durch das Filter 34 in einer solchen Weise abgelenkt, daß sie wieder parallel zur ursprünglichen Richtung des Auftreffens des Strahls 30 ausgehen, das heißt, wie die Strahlen 30d, 30e und 30f.
  • In 2c ist ein drittes Wien-Filter 36 zu den Filtern 32 und 34 hinzugefügt. Es ist zu beachten, daß die Felder E und B im Filter 32 dieselbe Richtung wie die entsprechenden Felder im in 2a gezeigten Filter 32 aufweisen, wohingegen die Feldrichtungen des Filters 34 jenen des Filters 32 entgegengesetzt sind. In 2c sind im Vergleich zu 2b geringfügig stärkere Felder für das Filter 34 eingestellt. Folglich werden die Teilstrahlen 30a, 30b und 30c durch das Filter 34 in einer solchen Weise abgelenkt, daß sie als Teilstrahlen 30d, 30e und 30f wieder zur Mitte des Filters 36 geleitet werden. Im letzteren Filter werden die Teilstrahlen einer Ablenkung ausgesetzt, die der des Filters 34 entgegengesetzt ist, so daß die so vereinigten Teilstrahlen vom Filter 36 wieder als ein Strahl ausgehen.
  • 3 zeigt den Verlauf eines konvergierenden Elektronenstrahls 30, der sich längs der optischen Achse bewegt und auf das Wien-Filter 36 auftrifft. Die Konvergenz dieses Strahls ist so gewählt worden, daß sich der Vereinigungspunkt 40 dieses Strahls (der Zwischenbrennpunkt) auf halbem Wege im Filter befindet. Elektronen im Primärstrahl, die eine Energie aufweisen, die von der Nennenergie abweicht, werden durch das Filter abgelenkt und verlassen das Filter als Teilstrahl 30c. Vom Ausgang des Filters gesehen, scheint dieser Teilstrahl vom Zwischenbrennpunkt 40 auszugehen, so daß dieser Punkt ein Gegenstandspunkt für die Objektivlinse 8 wird, die dem Filter folgt und den Strahl auf der Probe fokussiert. Als Ergebnis werden alle Strahlen, die vom Zwischenbrennpunkt ausgehen, wieder im zugehörigen Bildpunkt 38 durch das Objektiv vereinigt, unabhängig vom Winkel, der relativ zur optischen Achse durch die Strahlen eingeschlossen wird, die vom Zwischenbrennpunkt ausgehen. Irgendeine Winkelvariation im Zwischenbrennpunkt infolge der ablenkenden Wirkung des Filters ändert daher nicht den Ort, des Bildpunkts und also auch nicht die Größe des Elektronenpunkts, der auf der Probe durch den Primärstrahl gebildet wird. Als Ergebnis dieser Wahl des Ortes des Zwischenbrennpunkts bildet der Elektronenpunkt ein dispersionsfreies Bild des Zwischenbrennpunkts.
  • 4 zeigt den Verlauf des Weges 30 eines Primärelektrons durch ein System 28, das aus Wien-Filtern 32, 34 und 36 und einer Objektivlinse 8 besteht. Diese Figur zeigt auch den Weg 42 eines Elektrons, das aus der Probe freigesetzt wird und nachfolgend die Objektivlinse 8, den unteren Wien-Filter 36 des Systems 28 und die Ablenkeinrichtungen 26 durchquert.
  • Wie schon unter Bezugnahme auf 2c beschrieben worden ist, wird der Primärelektronenstrahl 30 insgesamt durch das Wien-Filter im System 28 nicht beeinflußt. Infolge das Auftreffens des durch das Objektiv 8 fokussierten Primärstrahls 30 auf der Probe 14, werden Elektronen verschiedener Energien in der Probe freigesetzt, die insbesondere Auger-Elektronen aufweisen, deren Energie in der Größenordnung von 50 eV bis 5 keV liegt. Diese Auger-Elektronen sind imstande, sich in die Richtung des Objektivs zu bewegen, insbesondere wenn das Objektiv als eine Immersionslinse aufgebaut ist, d.h. eine Linse, wo sich die Probe im magnetischen Feld der Linse befindet. In diesem Fall bewegen sich praktisch alle Auger-Elektronen über die (in 4 nicht gezeigte) Bohrung des Objektivs 8 entgegen der Bewegungsrichtung des Primärstrahls, d.h, in die Richtung des unteren Wien-Filters 36. Da sich die Auger-Elektronen entgegen der Richtung des Primärstrahls bewegen und außerdem im allgemeinen eine Energie aufweisen, die niedriger als die des Primärstrahls ist, erfüllen diese Elektronen nicht die Wien-Bedingung für einen nicht-abgelenkten Durchgang des Filters, so daß das Wien-Filter 36 diese Elektronen in Abhängigkeit von ihrer Energie mehr oder weniger von der optischen Achse weg längs eines Weges 42 ablenkt. Nachdem diese Auger-Elektronen räumlich vom Primärstrahl 30 getrennt worden sind, werden sie durch die Ablenkeinrichtungen 26 weiter in die Richtung eines (nicht gezeigten) Auger-Detektors geleitet.
  • Die Ablenkeinrichtungen 26 bestehen aus Elektroden 44 und 46 zum Erzeugen eines elektrischen Felds und Magnetpolen 48 und 50 zum Erzeugen eines magnetischen Felds. Die Elektroden 44 und 46 erstrecken sich senkrecht zur Zeichenebene. Sie weisen eine im wesentlichen kreiszylindrische Form auf, so daß die Schnittlinie mit der Zeichenebene einen Kreis bildet. Die Ablenkeinrichtungen 26 sind folglich eingerichtet, ein im wesentlichen radiales elektrisches Ablenkfeld zu erzeugen. Die Polflächen der Magnetpole 48 und 50 erstrecken sich parallel zur Zeichen ebene, so daß sich das magnetische Feld der Ablenkeinrichtungen 26 im wesentlichen senkrecht zur Zeichenebene erstreckt. Das elektrische Ablenkfeld und das magnetische Ablenkfeld sind vorzugsweise gegenseitig unabhängig einstellbar, so daß eine Auswahl jeder der Feldstärken die Auswahl eines gewünschten Energiebereichs aus den Auger-Elektronen für eine gewünschte Ablenkungsrichtung ermöglicht.
  • 5a ist eine Schnittansicht, die teilweise in der x-z-Ebene und teilweise in der y-z-Ebene aufgenommen ist, die sich senkrecht dazu erstreckt, der Kombination eines Wien-Filters und einer Einrichtung zum Erzeugen eines Quadrupolfelds, wie es in der erfindungsgemäßen Wien-Filtereinheit 28 verwendet werden soll. Das Wien-Filter besteht aus zwei Polschuhen 52 (von denen nur einer in 5a gezeigt wird), die aus Nickeleisen bestehen, um ein homogenes magnetisches Feld zu erzeugen; eine Spule 54 ist an jedem Polschuh vorgesehen. Das magnetische Feld, das durch die Spulen 54 und die Polschuhe 52 erzeugt wird, wird durch einen magnetischen Kreis 56 aus Nickeleisen geleitet. Dieser Kreis ist als ein Zylinder geformt, dessen Achse mit der optischen Achse 4 zusammenfällt. Es sind zwischen den Magnetpolen 52 zwei Elektroden 58 (von denen nur eine in 5a gezeigt wird) in einer solchen Weise vorgesehen, daß sich die Polflächen der Elektroden 58 senkrecht zu den Polflächen der magnetischen Polschuhe 52 erstrecken. Alle der Polflächen erstrecken sich parallel zur optischen Achse 4. Die Elektroden 58 sind von den anderen Metallteilen des Wien-Filters durch einen Isolator 57 elektrisch isoliert.
  • Am oberen Teil ebenso wie am unteren Teil des Wien-Filters ist ein Leiter (60 bzw. 61) in der Form einer kreisförmigen Platte vorgesehen, die mit einer mittleren Bohrung versehen ist. Da diese Platten 60 und 61 aus Nickeleisen bestehen, können sie für das elektrische Feld ebenso wie für das magnetische Feld des Wien-Filters als ein Feldabschluß dienen.
  • Die Elektroden 58 weisen sowohl an ihrem oberen Teil als auch an ihrem unteren Teil einen abgerundeten Abschnitt auf. Folglich wird die Variation des elektrischen Felds und des magnetischen Felds des Wien-Filters auch an seinen Enden in einem hohen Maße dieselbe werden, so daß die Wien-Bedingung für eine Nicht-Ablenkung der Elektronen mit Nennenergie auch an den Enden der Felder erfüllt sein wird.
  • 5b ist eine detaillierte Darstellung einer teilweisen Schnittansicht des Wien-Filters, die längs der Linie A–A vorgenommen ist. Die Elektroden 58 sind zwischen den beiden Magnetpolen 52 in einer solchen Weise angeordnet, daß sich die Polflächen dieser Elektroden senkrecht zu den Polflächen der magnetischen Polschuhe 52 erstrecken. In der Mitte jeder der Elektroden 58 ist eine V-förmige Nut vorgesehen, die sich parallel zur optischen Achse erstreckt. Eine solche Nut erhöht die Homogenität des elektrischen Felds. Es sind an jeder der Polflächen der magnetischen Polschuhe 52 über eine Substratschicht 62 bzw. 64 eines elektrisch isolierenden Materials elektrische Elektroden 66 und 68 vorgesehen. Jede der beiden Elektroden kann mit ihrer eigenen Spannung versorgt werden. Das gewünschte elektrostatische Quadrupolfeld kann durch eine geeignete Wahl dieser Spannungen erzeugt werden. Das gewünschte homogene elektrische Feld für die Wien-Filterwirkung wird gebildet, indem eine gegebene Potentialdifferenz an die Elektroden 58 angelegt wird und die Elektroden 66 und 68 auf dem Potential null gehalten werden. Dasselbe, von null verschiedene Potential kann nun an die beiden Elektroden 66 und 68 angelegt werden. Die Wirkung dieses, von null verschiedenen Potentials ist, daß das gezeigte Wien-Filter zusätzlich zur Wien-Filterwirkung die Wirkung einer elektrostatischen Linse und eines Quadrupolfelds zeigt. Falls notwendig, kann diese (schwache) Linsenwirkung leicht kompensiert werden, indem die Stärke des Objektivs geringfügig angepaßt wird.
  • Es ist auch möglich, die Isolatoren 62 und 64 und die Elektroden 66 und 68 vollständig wegzulassen und die gewünschten elektrischen Potentiale statt dessen an die Polschuhe 52 anzulegen. In diesem Fall sollten die Polschuhe von ihrer Umgebung elektrisch isoliert sein.

Claims (8)

  1. Teilchenoptische Vorrichtung, die aufweist: – eine Teilchenquelle zur Erzeugung eines Primärstrahls elektrisch geladener Teilchen, die sich längs einer optischen Achse (4) der Vorrichtung bewegen, – einen Probenhalter (20) für eine Probe (14), die mittels der Vorrichtung bestrahlt werden soll, – eine Fokussiervorrichtung (8) zur Bildung eines Brennpunkts des Primärstrahls in der Nähe des Probenhalters (20), – mindestens zwei Wien-Filter (34, 36) mit gegenseitig senkrechten homogenen elektrostatischen und magnetischen Feldern, wobei die Wien-Filter zwischen der Teilchenquelle und der Fokussiervorrichtung (8) angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß – für jeden Wien-Filter Polflächen (58, 66, 68) zum Erzeugen eines Quadrupolfelds vorgesehen sind, wobei die Polflächen in dem Bereich jedes jeweiligen Wien-Filters in einer solchen Weise angeordnet sind, daß mindestens ein Teil jedes der Quadrupolfelder mit den homogenen Feldern des zugehörigen Wien-Filters zusammenfällt.
  2. Teilchenoptische Vorrichtung nach Anspruch 1, in der drei Wien-Filter (32, 34, 36) zwischen der Teilchenquelle und der Fokussiervorrichtung (8) vorgesehen sind.
  3. Teilchenoptische Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, in der die Polflächen zum Erzeugen eines Quadrupolfelds durch zwei zusätzliche Elektroden (66, 68) gebildet werden, die parallel zur optischen Achse angeordnet sind und sich zum Erzeu gen des elektrischen Felds im Wien-Filter senkrecht zu den Elektroden (58) erstrecken.
  4. Teilchenoptische Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, die mit Ablenkeinrichtungen (26) zur Ablenkung elektrisch geladener Teilchen aus der Probe (14) weiter weg von der optischen Achse (4) versehen ist, wobei die Ablenkeinrichtungen zwischen die Elektronenquelle und die Fokussiervorrichtung (8) und zur Seite der optischen Achse (4) geschaltet sind, und eingerichtet sind, ein im wesentlichen radiales elektrisches Ablenkfeld zu erzeugen.
  5. Teilchenoptische Vorrichtung nach Anspruch 4, in der die Ablenkeinrichtungen (26) ebenfalls eingerichtet sind, ein magnetisches Ablenkfeld zu erzeugen und das magnetische Ablenkfeld und das elektrische Ablenkfeld unabhängig voneinander einzustellen.
  6. Verfahren zum Trennen elektrisch geladener Teilchen in einer teilchenoptische Vorrichtung nach der Bewegungsrichtung, wobei in der Vorrichtung – ein Primärstrahl elektrisch geladener Teilchen erzeugt wird, die sich längs einer optischen Achse (4) der Vorrichtung bewegen, – der Primärstrahl durch ein Wien-Filter (36) mit gegenseitig senkrechten homogenen elektrostatischen und magnetischen Feldern geht, wobei das Wien-Filter zwischen der Teilchen-Elektronenquelle und einer Fokussiervorrichtung (8) angeordnet ist, – die Fokussiervorrichtung (8) einen Endbrennpunkt des Primärstrahls in der Nähe eines Probenhalters (20) für eine Probe (14) bildet, die mittels der Vorrichtung bestrahlt werden soll, – als Reaktion auf das Auftreffen des Primärstrahls elektrisch geladene Teilchen aus der Probe (14) freigesetzt werden, wobei sich die freigesetzten Teilchen in die zur Bewegungsrichtung des Primärstrahls entgegengesetzte Richtung bewegen, – die freigesetzten Teilchen im Wien-Filter (36) vom Primärstrahl weg abgelenkt werden, dadurch gekennzeichnet, daß – ein Zwischenbrennpunkt (40) des Primärstrahls im wesentlichen in der Mitte des Wien-Filters (36) gebildet wird, und daß Polflächen zum Erzeugen eines Quadrupolfelds vorgesehen sind, wobei mindestens ein Teil des Quadrupolfelds mit den homogenen Feldern des Wien-Filters zusammenfällt.
  7. Verfahren nach Anspruch 6, in dem die freigesetzten Teilchen durch Ablenkeinrichtungen (26), die zwischen der Teilchenquelle und der Fokussiervorrichtung (8) und zur Seite der optischen Achse (4) angeordnet sind, weiter weg von der optischen Achse (4) abgelenkt werden, wobei die Ablenkung in den Ablenkeinrichtungen unter dem Einfluß eines im wesentlichen radialen elektrischen Ablenkfelds stattfindet.
  8. Verfahren nach Anspruch 7, in dem die Ablenkung der freigesetzten Teilchen weg vom Primärstrahl ebenfalls mittels eines magnetischen Ablenkfelds durchgeführt wird, und in dem das magnetische Ablenkfeld und das elektrische Ablenkfeld unabhängig voneinander einstellbar sind.
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