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GEBIET DER
ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Solenoidventil zum Steuern beispielsweise
der Zuführung des
Kühlfluids
in Mehrfachabteil-Kühlschränken mit beispielsweise
einem Kühlfach
und einem Gefrierfach unter Verwendung lediglich eines einzelnen Kompressors.
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TECHNISCHER
HINTERGRUND
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Kühlschränke entweder
für Haushalts-
oder kommerzielle Anwendungen sind sehr oft so entworfen, dass sie
für dieselbe
Anwendung ein Gefrierfach und ein Kühlfach bereitstellen. Dies
wird entweder durch Einsatz zweier unabhängiger Kühlkreise mit zwei Kompressoren
erzielt, oder durch einen einzigen Kühlkreis mit einem Kompressor,
der im Zusammenhang mit einem Solenoidventil arbeitet, mit der Funktion
zum Aufteilen des Kühlmittels
auf das eine Kühlung
erfordernde Abteil. Zum Einsparen von Raum, zum Begrenzen des Energieverbrauchs
und zum Verringern der Gerätekosten
ist die Lösung
mit einem Kompressor mit einem Aufteilventil die bevorzugte Lösung, obgleich
sie, wie später
erläutert
wird, eine Einschränkung
im Hinblick auf ein System mit zwei Kompressoren hat.
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Die 1 beschreibt
ein typisches Kühlsystem,
bestehend aus einem einzelnen Kompressor 100, einem Kondensor 102,
einem ersten Verdampfer 104, beispielsweise platziert in
dem Gefrierfach, und einem zweiten Verdampfer 106, beispielsweise platziert
in dem Kühlfach.
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Wie
in 1 gezeigt, bewirkt ein Solenoidventil 108 ein
Aufteilen des Kühlfluids
von dem Kondensor 102 Ausgang zu entweder dem Gefrierverdampfer 104 oder
dem Kühlverdampfer 106 über jeweils
Kapillarrestriktionen 110 oder 112. Das Solenoidventil 108 wird über ein
Betätigungselement 114, wie
einer Magnetspule, betätigt,
und die Stromzufuhr zu der Spule wird durch eine Steuereinheit 116 gesteuert.
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Die
erste Betriebsposition des Ventils 108 liegt bei einer
ersten Arbeitsposition, angezeigt in 1 durch
eine durchgezogene Linie (a), wo der Ausgang des Kondensors 102 verbunden
ist mit dem ersten Verdampfer 104. Eine weitere gestrichelte
Linie (b) nach 1 betrifft eine zweite Arbeitsposition, wo
der Ausgang des Kondensors 102 mit dem zweiten Verdampfer 106 verbunden
ist.
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Die 1 repräsentiert
eine Anwendung, bei der zwei Verdampfer 104, 106 unabhängig mit
Kühlmittel
gespeist werden, abhängig
von der Solenoidventil-Arbeitsposition.
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Wie
in 1 gezeigt, erstreckt sich bei der ersten Arbeitsposition
das Kühlfluid
in den ersten Verdampfer 104 über Leitungen 108, 118 und
es kehrt zu dem Kompressor 100 über Pfade 120, 122 zurück. In der
zweiten Arbeitsposition erstreckt sich das Fluid in den zweiten
Verdampfer 106 über
Leitungen 112, 124, und es kehrt zu dem Kompressor über Pfade 126, 122 zurück.
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Eine
alternative Anwendung, die in 1 nicht
explizit gezeigt ist, ist eine, wobei die Verdampfer 104 und 106 mit
Kühlmittel
in Kaskade in der ersten Arbeitsposition gespeist werden. Hier können beide
Verdampfer nicht unabhängig
betrieben werden.
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Jedoch
besteht bei dem in 1 gezeigten Kühlsystem
der Nachteil, dass nicht das gleichzeitige Zuführen des Kühlmittels sowohl zu dem ersten
als auch dem zweiten Verdampfer 104 und 106 zugelassen
ist. Die Anforderung für
ein gleichzeitiges Kühlen beider
Gefrier- und Kühlfächer und demnach
der für die
gleichzeitige Zuführung
des Kühlmittels
ist oft für Anwendungen
gefordert. Dies stellt eine Begrenzung für das Kompressorsystem dar.
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Weiter
ist in der US-A-5 394 131 eine bi-stabile magnetische Ansteuerung
mit einem zusammengesetzten Beschlag mit einem hochgradigen plattenförmigen Permanentmagnet
mit zwei geeignet geformten Polstücken beschrieben, von der Spule
seitlich transversal zur Achse verschiebbar, innerhalb eines elektromagnetischen
ringförmigen
Polstücks zwischen
zwei elektromagnetischen Stopp-Polstücken.
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Zudem
ist in
DE 41 17 958
A1 ein Magnetventil beschrieben, mit einer Ventilkammer
und einem Ventilkolben, der zwischen zwei Stoppelementen zum Öffnen und/oder
Schließen
zumindest einer Ventilöffnung
beweglich ist.
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Zudem
ist in US-A-5 226 627 ein Magnetventil beschrieben, mit einer Ventilkammer
mit zumindest einer Ventilöffnung,
und einem Ventilelement ausgebildet zum Schließen und Freigeben der zumindest einen Öffnung in
seiner Anlageposition. Das Magnetventil enthält ferner ein Betätigungselement,
verstellbar zwischen zwei Endpositionen in der Ventilkammer und
betätigend
das Ventilelement, sowie einen Permanentmagnet in Zuordnung zu dem
Betätigungselement
und zum Halten des Betätigungselements
in den Endpositionen.
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In
US-A-3 379 214 ist eine Ventilanordnung beschrieben, enthaltend
einen Körper
mit einem Einlass und einem Auslass, und eine Strömungspassage
mit einer Ventilkammer hierzwischen. Es wird ein einzelner Elektromagnet
an dem Körper
gehalten, und ein Ventilelement der Ventilkammer ist zwischen einer
ersten und einer zweiten Strömungssteuerposition
zum Steuern der Fluidströmung
beweglich.
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In
U5-A-4 577 832 ist ein Drehantriebsgerät mit einem röhrenartigen
Gehäuse
gezeigt, in dem ein Stator ein Paar von am Umfang beabstandeten
Polabschnitten aufweist, und ein Rotor hat ein Paar radial beabstandetet
Polabschnitte. Eine Einheit von dem Rotor und dem Stator ist aus
einem Permanentmagneten ausgebildet. Das Gerät hat eine Spule zum Magnetisieren
der anderen Einheit des Rotors und des Stators.
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Zudem
ist in der US-A-4 546 338 eine Drehantriebsvorrichtung beschrieben,
geeignet zur Verwendung für
ein Fluidsteuerventil mit einem Drehventil, das drehbar in einem
Gehäuse
angeordnet ist. Das Drehventil ist mit einem Permanentmagnetbauteil
verbunden. Eine Stopp-Einrichtung ist bereitgestellt, um eine begrenzte
Drehbewegung des Rotors zwischen einer ersten Position und einer
zweiten Position zu ermöglichen.
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Weiter
ist in der US-A-4,647,009 eine elektromagnetische Drehantriebsvorrichtung
beschrieben, mit einem Rotor aus einem Permanentmagnet, der in einem
Loch angeordnet ist, in einem aufgebohrten Statorkernblock eines
Statorkerns gebildet, erstellt aus magnetischem Material.
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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In
Hinblick auf das Obige besteht die Aufgabe der Erfindung in der
Schaffung eines Solenoidventils, das das Speisen unterschiedlicher
Verdampfer entweder individuell oder gleichzeitig zulässt.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird diese Aufgabe mittels eines Drei-Zustands Solenoidventil
mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
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Demnach
ist gemäß der vorliegenden
Erfindung ein Mehrfachzustand-Solenoidventil implementiert, unter
Verwendung eines Kernelements mit einer Spule zum Magnetisieren
des Kernelements. Ferner ist ein Element mit zumindest einem Permanentmagneten
zum Definieren eines ersten und eines zweiten Magnetpolgebiets im
Hinblick auf das Kernelement so ausgebildet, dass eine Relativbewegung
zwischen einem Element mit dem Permanentmagnet und dem Kernelement
möglich
ist.
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Zusätzlich enthält das Solenoidventil
eine Stoppervorrichtung zum Begrenzen der Relativbewegung des Kernelements
und des Elements mit dem zumindest einen Permanentmagneten zwischen
einer ersten und einer zweiten Grenzstoppposition. Gemäß der vorliegenden
Erfindung werden unterschiedliche Arbeitspositionen in dem Solenoidventil stabil
gehalten, ohne weitere Zufuhr an Energie zu der Spule in dem Kernelement,
das, in anderen Worten, lediglich zum Bewegen des Elements mit dem zumindest
einen Permanentmagneten erregt wird.
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Es
ist keine Energiezufuhr zum Beibehalten dieses Elements in einer
der Vielzahl der Arbeitspositionen erforderlich. Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird dies dadurch gezielt, dass in jeder der unterschiedlichen
Arbeitspositionen der magnetische Feldfluss des Permanentmagneten
sich über
das Kernelement schließt,
das hierdurch in einem stabilen Zustand gehalten wird.
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Ferner
begrenzt die Stoppervorrichtung die Relativbewegung des Kernelements
und des Elements zwischen einer ersten und einer zweiten Grenzstoppposition.
In jeder Stoppposition wird das Element mit dem zumindest einen
Permanentmagneten geringfügig
aus einer entsprechenden Gleichgewichtsposition bewegt, wo sich
sein Magnetfluss vollständig über das
Kernelement schließt.
Demnach gibt es eine Tendenz des Elements mit dem zumindest einen
Permanentmagneten, sich in diese Gleichgewichtsposition zu bewegen.
Jedoch wird bei Anlage des Elements mit dem zumindest einen Permanentmagneten
an die Stoppvorrichtung eine Kraft oder ein Drehmoment bei entweder
der ersten oder der zweiten Grenzstoppposition erzeugt.
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Betriebsgemäß wird das
Element des Permanentmagneten relativ zu dem Kernelement in die erste
Grenzstoppposition durch Zufuhr eines Strompulses mit einer ersten
geeigneten Polarität
zu der Spule des Kernelements bewegt. Ferner wird das Element mit
dem Permanentmagneten betriebsgemäß in die zweite Grenzstoppposition über die
Zufuhr eines Stromimpulses mit einer Polarität entgegengesetzt zu der Polarität, zugewiesen
zu der ersten Grenzstoppposition, bewegt. In dem Fall, in dem das Element
mit dem Permanentmagneten in eine dritte Position zu bewegen ist,
die zwischen der ersten und der zweiten Grenzstoppposition liegt,
wird dies durch Zufuhr einer Folge von Impulsen mit abwechselnden Polaritäten zu der
Spule erzielt.
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Demnach
werden, in anderen Worten ausgedrückt, die zahlreichen Arbeitspositionen
allgemein durch Erregen der Spule mit kurzen positiven oder negativen
Pulsen ausgewählt,
erzeugt in einer Steuerschaltung, um das Ventilelement in die erste
bis dritte Arbeitsposition zu bringen. Insbesondere wird die dritte
Arbeitsposition durch Zufuhr einer kurzen Folge wechselnder Pulse
mit kalibrierter Energie zu der Spule erhalten. Hier wird die Energiemenge
zum Erzielen der dritten Arbeitsposition bestimmt als eine Funktion
der Trägheit
und der Eigenresonanz-Charakteristiken des Solenoidventils.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung ist das Element mit den Permanentmagnet versehen
mit Polerstreckung in Kontakt zu den Polen des Permanentmagneten
zum Erzielen einer optimierten Wechselwirkung zwischen dem Permanentmagneten
und dem Kernelement.
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Gemäß einer
zusätzlichen,
anderen bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung nützt
das Solenoidventil einen Rotor als Element mit einem Permanentmagneten,
und Kernelemente mit zwei getrennten Polstücken liegen einander gegenüber, zum
Bilden eines Rotorrands für
die Aufnahme des Rotors. Bevorzugt erstrecken sich die Polerstreckungen
in Kontakt mit den Polen des Permanentmagneten über den Permanentmagneten entlang
einer Radialrichtung des Rotors.
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Die
bevorzugte Ausführungsform
der Erfindung ermöglicht
das Anwenden des Grundprinzips, wie es oben herausgestellt ist,
auf eine Drehanordnung des Solenoidventils. Insbesondere ist die
Geometrie der Polstücke
und der Polerstreckungen wichtig, um die Richtung und den Umfang
eines Drehmoments zu bestimmen, das an dem Rotor durch die Polstücke erzeugt
wird, unter stationären
Bedingungen und im Fall der Erregung der Spule.
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Ferner
ist typischerweise in einer zu dem zylindrischen Rotor eine stabförmige Welle
vorgesehen, für
eine Drehung mit dem Rotor derart, dass sich die Welle in die Ventilkammer
erstreckt, und ein Abdichtelement zum Schließen zumindest eines der Auslässe in der
Ventilkammer in Übereinstimmung mit
der Position des Rotors aufweist.
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Eine
Charakteristik dieser bevorzugten Ausführungsform zum Implementieren
eines Solenoidventils vom Drehtyp ist die geringe Reibung während der
Bewegung und demnach die Reduktion der Möglichkeit eines "Anhaftens" oder, in anderen
Worten ausgedrückt,
der Möglichkeit,
dass nicht eine Bewegung zu der gewünschten Arbeitsposition aufgrund einer übermäßigen Reibung
erzielt wird.
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Gemäß einer
zusätzlichen,
anderen bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist das Element als Gleitelement implementiert,
ausgebildet zum Ausführen
einer linearen Hin- und
Herbewegung relativ zu dem Kernelement. Hier enthalten die Polerstreckungen
des Gleitelements beispielsweise einen ersten U-förmigen Teil
und einen zweiten U-förmigen
Teil enthalten in dem ersten U-förmigen
Teil, die U-förmigen
Teile sind ausgebildet in Kontakt zu entsprechenden Polflächen des Permanentmagneten.
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Ferner
erlaubt diese weitere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung eine
lineare anstelle einer Drehbewegung in dem Solenoidventil.
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Gemäß einer
zusätzlichen,
anderen bevorzugten Ausführungsform
ist, unabhängig
von der Dreh- oder Linearbewegung des Elements mit dem Permanentmagneten,
dieses Permanentmagnetelement ein gesintertes Teil, hergestellt
aus Ne-Fe-B (Neodym-Eisen-Bor). Bevorzugt könnte man in ein einziges Teil
die Funktion des Permanentmagneten, der Polerstreckung, des Rotors
und der Welle, angebracht an dem Rotor, kombinieren, unter Ermöglichung
einer Reduktion der Zahl der Teile von beispielsweise vier zu eins.
Dies kann unter Verwendung von Plastikmaterial belegt mit Ferrit
erzielt werden, das im wesentlichen magnetisiert ist. Bei diesem Typ
einer kombinierten Funktionalität
ist zu achten auf die chemische Kompatibilität der Speisung, beispielsweise
der in dem System verwendeten Kühl- und/oder
Schmierfluide, zum Vermeiden von deren Verunreinigung und/oder der
Verschlechterung des Ventilplastikmaterials.
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Gemäß einer
zusätzlichen,
anderen bevorzugten Ausführungsform
sind geeignete Materialien für
das einzige Teil mit einer Vielzahl von Funktionen Plastikmaterialien
der Poly-Oxy-Methylen
(POM) oder der Poly-Aryl-Etherketonmaterial-Familien.
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Nachfolgend
werden bevorzugte Ausführungsformen,
die nicht als den Schutzbereich der vorliegenden Erfindung eingrenzend
zu interpretieren sind, unter Bezug auf die beiliegende Zeichnung
beschrieben; es zeigen:
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1 ein
schematisches Diagramm eines Kühlsystems
mit einem Kompressor mit zwei Verdampfern, die unabhängig voneinander
versorgt werden;
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2 das
Grundprinzip der unterschiedlichen Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung;
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3 eine
Grundkonstruktion für
ein Solenoidventil vom Drehtyp gemäß einer ersten bevorzugten
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
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4 eine
erste stabile Arbeitsposition in dem Solenoidventil vom Drehtyp,
gezeigt in 3;
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5 eine
zweite stabile Arbeitsposition in dem Solenoidventil von dem Drehtyp,
gezeigt in 3;
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6 eine
dritte stabile Arbeitsposition in dem Solenoidventil von dem Drehtyp,
gezeigt in 3;
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7 eine
Grundstruktur eines Solenoidventils des Linearbewegungstyps gemäß einer
zweiten bevorzugten Ausführungsform
und ferner eine erste stabile Arbeitsposition dieses Solenoidventils des
Linearbewegungstyps;
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8 eine
zweite stabile Arbeitsposition des Solenoidventils des Linearbewegungstyps,
gezeigt in 7;
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9 eine
dritte stabile Arbeitsposition des Solenoidventils des Linearbewegungstyps,
gezeigt in 7;
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10 eine
erste Schaltung zum Bereitstellen des abwechselnden Pulses kalibrierter
Energie für
die Aktivierung des Solenoidventile gemäß der vorliegenden Erfindung;
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11 eine
zweite Steuerschaltung für
das Zuführen
von Wechselströmen
für das
Aktivieren des Solenoidventile gemäß der vorliegenden Erfindung; und
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12 eine
dritte Steuerschaltung für
das Zuführen
wechselnder Pulse für
das Aktivieren der Solenoidventile gemäß der vorliegenden Erfindung.
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GRUNDLEGENDES
PRINZIP DER VORLIEGENDEN ERFINDUNG
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Die 2 zeigt
das Grundprinzip der Solenoidventile gemäß der unterschiedlichen Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung; es ist zu erwähnen, dass obgleich 2 einen
Drehtyp eines Solenoidventils betrifft, das im Hinblick hierauf
beschriebene Grundprinzip ebenso leicht auf ein Solenoidventil des
Linearbewegungstyps angewandt werden kann, wie hier nachfolgend
weiter herausgestellt wird.
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Wie
in 2 gezeigt, betrifft die Vorgehensweise der vorliegenden
Erfindung drei stabile Positionen oder Gleichgewichtszustände einer
Anordnung, enthaltend zumindest ein Kernelement 10 mit
einer Spule 12 und ein Element 14 mit einem Permanentmagneten 16.
Der Permanentmagnet definiert jeweils ein erstes und zweites Magnetpolgebiet
N und S des Elements 14. Zusätzlich sind das Element 14 und
der Kernelement 10 so ausgebildet, dass eine Relativbewegung
zwischen dem Element 14 und dem Kernelement 10 möglich ist.
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Wie
in 2 gezeigt, ermöglicht
diese Anordnung drei stabile Arbeitspositionen. In der in der linken
Seite gezeigten ersten Position ist der Magnetfeldfluss des Permanentmagneten 16 über den
unteren Teil des Kernelements 10 geschlossen, während die
Polgebiete N und S des Permanentmagneten symmetrisch im Hinblick
auf die Mittenachse des Kernelements angeordnet sind.
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Ferner
ist in der in dem Mittelteil von 2 gezeigten
zweiten Arbeitsposition der Magnetfeldfluss des Permanentmagneten 16 so
geschlossen, dass er erneut über
das Kernelement geschlossen ist, wobei jedoch beispielsweise ein
erstes Polgebiet, z.B. der N-Pol, die Tendenz für eine Ausrichtung mit der
Mittenachse des Kernelements 10 hat.
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Weiterhin
ist in der in dem rechten Teil der 2 gezeigten
dritten stabilen Arbeitsposition der Magnetfeldfluss wiederum über das
Kernelement 10 geschlossen, jedoch dieses Mal mit dem anderen Magnetpolstück, z.B.
dem S-Pol, der eine Tendenz für
eine Ausrichtung mit der Mittenachse des Kernelements hat.
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Es
ist wichtig zu erwähnen,
dass alle diese drei Arbeitspositionen ohne fortlaufende Zufuhr
von Energie zur Spule 12 gehalten werden. Der Grund für die Spule 12 besteht
zum Erzielen eines Übergangs zwischen
unterschiedlichen Arbeitspositionen. Jedoch ist es erforderlich,
zeitweise die Spule so zu erregen, dass eine Magnetisierung des
Kernelements 10 erreicht wird, die nicht permanent gehalten
wird.
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Eine
Option bestünde
beispielsweise für
einen Übergang
für die
am weitesten links liegenden Arbeitsposition zu der mittleren Arbeitsposition
darin, dass das Polstück
des Kernelements 10 zeitweise zu dem S-Pol so geändert wird,
dass das N-Magnetpolgebiet des Permanentmagneten 16 angezogen
wird.
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In äquivalenter
Weise würde
zum Erzielen eines Übergangs
für die
am weitesten links zu der am weitesten rechts liegenden Arbeitsposition,
gezeigt in 2, der untere Teil des Kernelements 10 zeitweise in
einen magnetischen N-Pol magnetisiert, zum Anziehen des Magnetpolgebiets
S des Permanentmagneten 16.
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Weiterhin
ist zu erwähnen,
dass die drei in 2 gezeigten unterschiedlichen
Arbeitspositionen eine natürliche
Tendenz zum Erzielen einer stabilen Position haben, in der keine
weitere Kräfte
oder Drehmomente auf das Element mit dem Permanentmagneten ausgeübt werden.
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Dennoch
könnte
es für
Anwendungen, die oben im Zusammenhang mit dem technischen Hintergrund
der vorliegenden Erfindung herausgestellt sind, erforderlich sein,
dass insbesondere bei der mittleren und der am weitesten rechts
liegenden Arbeitsposition das Element mit dem Permanentmagneten
nicht nur in einem stabilen Zustand gehalten wird, sondern dass
ebenso eine bestimmte Kraft und ein bestimmtes Drehmoment auf andere
Konstruktionselemente des Solenoidventils ausgeübt werden.
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Aus
diesem Grund kann ein linker oder erster Stopper 18 und
ein rechter oder zweiter Stopper 20 vorgesehen sein. Diese
Stopper 18, 20 ermöglichen das Einschränken der
Bewegung des Elements 14 mit dem Permanentmagneten, so
dass in der Mitten- und
am weitesten rechts liegenden Arbeitsposition das Element 14 nicht
in den tatsächlichen
Gleichgewichtszustand bewegt wird, sondern kurz vor Erreichen dieses
Zustands gestoppt wird.
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Weiterhin
gibt es eine Tendenz des Elements 14, sich weiter in den
Gleichgewichtszustand zu bewegen, der in 2 in der
Mitte und an der am weitesten rechts liegenden Position gezeigt
ist. Diese Tendenz für
eine weitergehende Bewegung führt
im Ergebnis zu einem Drehmoment, das über das Element 14 auf
diese Konstruktionselemente ausgeübt wird, die hiermit verbunden
sind.
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BESCHREIBUNG
BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN
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Im
folgenden wird das Grundprinzip, das mit Bezug auf die 2 herausgestellt
ist, detaillierter für ein
Solenoidventil des Rotortyps und des Linearbewegungstyps beschrieben. Über die
folgende Beschreibung werden diejenigen Elemente, die mit den im
Zusammenhang mit der 2 beschriebenen im Zusammenhang
stehen, unter Verwendung derselben Bezugszeichen für eine einfache
Beschreibung bezeichnet.
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Wie
in 3 weiter gezeigt, enthält das Solenoidventil des Rotortyps
ein Kernelement 10 und die Spule 12 zum Erregen
des Kernelements 10. Ferner ist eine Ventilkammer 22 vorgesehen,
in die Fluid über
einen Einlass 24 zugeführt
wird. Das Fluid kann dann die Ventilkammer 22 über einen
ersten Auslass 26 und einen zweiten Ventilauslass (in 3 nicht explizit
gezeigt) verlassen.
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Wie
in 3 ebenso gezeigt, ist das Element 14 mit
dem Permanentmagneten 16 (sichtbar in 4) über eine
Welle 28 mit einem Abdichtelement 30 verbunden,
das hieran zum Schließen
der Auslässe
der Ventilkammer angebracht ist, in Übereinstimmung mit der Arbeitsposition
des Rotors 14.
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Schließlich wird
zum Ändern
der unterschiedlichen Arbeitspositionen das Kernelement über die
Spule 12 jeweils über
die Zufuhr eines Stroms über
die Anschlüsse 32, 33 erregt.
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Die 4 bis 5 zeigt
weitere Details des Solenoidventils des Rotortyps mit einer Querschnittsansicht
durch das Solenoidventil. Ferner betreffen die 4 bis 6 die
unterschiedlichen Arbeitspositionen des Elements 14 mit
dem Permanentmagneten 16.
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Wie
in den 4 bis 6 für das Solenoidventil vom Rotortyp
gezeigt, hat das Kernelement 10 eine spezifische Struktur
mit zwei getrennten Polstücken,
die einander gegenüberliegen,
zum Bilden eines Rotorraums hierzwischen, zum Aufnehmen des Elements 14 mit
dem Permanentmagneten.
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Hier
ist das Element 14 ein Rotor mit dem Permanentmagneten 16.
Ferner enthält
der Rotor 14 Polerstreckungen 34, 36 in
Kontakt mit den Polen des Permanentmagneten 16 zum Erzielen
einer optimierten Wechselwirkung zwischen dem Permanentmagneten 16 und
dem Kernelement 10.
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Das
Kernelement 10 hat zwei getrennte Polstücke 10-1, 10-2,
die einander gegenüberliegen, zum
Bilden eines Rotorraums hierzwischen, zum Aufnehmen des Rotors.
Weiterhin erstrecken sich die Polerstreckungen 34, 36 hinter
den Permanentmagneten, und sie weisen zwei konkave Vertiefungen auf,
die einander diametral gegenüberliegen.
Die Form der Vertiefungen und der Polerstreckungen ist so gewählt, dass
das Solenoidventil im Hinblick auf bestimmte Betriebsbedingungen
optimiert ist, beispielsweise das Drehmoment, das auf das Abdichtelement
zum Fließen
irgendeiner der Kammerauslässe
auszuüben
ist.
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Betriebsgemäß hat das
Solenoidventil des Rotortyps mit der in 3 gezeigten
Struktur drei stabile Arbeitspositionen, die in den 4 bis 6 gezeigt
sind. Insbesondere entspricht jede der in den 4 bis 6 gezeigten
Arbeitspositionen der am weitesten links vorliegenden, der mittleren,
und der am weitesten rechts vorliegenden Arbeitsposition, wie in 2 gezeigt.
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Während jedoch
in 2 das Grundprinzip der vorliegenden Erfindung
erläutert
wurde, wobei das Kernelement lediglich einen Pol gemäß dem Solenoidventil
vom Rotortyp aufwies, sind zwei Polstücke vorgesehen, zum Erhöhen des
Umfangs an Drehmoment, das über
das Element mit dem Permanentmagneten ausgeübt werden kann.
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Wie
bereits oben im Hinblick auf die 2 herausgestellt,
unterscheiden sich die unterschiedlichen Arbeitspositionen, gezeigt
in den 4 bis 6, in der Weise, wie der magnetische
Feldfluss in dem magnetischen Kreis concateniert bzw. zusammengefügt ist.
Zum besseren Identifizieren der zahlreichen Arbeitspositionen ist
ein schwarzer Punkt an einem Ende des Permanentmagneten 16 ergänzt.
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Die
erste Arbeitsposition betrifft die in 2 gezeigte
am weitesten links liegende Arbeitsposition, wo sich der magnetische
Fluss des Permanentmagneten 16 über die einzelnen Pole des
Kernelements schließt,
d.h. über 10-1 und 10-2.
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Ferner
ist gemäß der in 5 gezeigten
Arbeitsposition die Drehung im Uhrzeigersinn des Elements begrenzt
durch das Abdichtelement 30, das gegen einen der Ventilkammerauslässe anliegt,
der in 3 gezeigt ist. Wenn die Spule nicht erregt ist, fließt der Fluss
des Permanentmagneten 16 von der unteren zu der oberen
Seite, wie anhand der Pfeile in 5 gezeigt,
d.h. in der Richtung Süd/Nord.
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Da
der Rotor durch das Dichtelement 30 zum Stoppen bei einem
Winkel α1
im Hinblick auf die Vertikalachse gezwungen wird, ist der Magnetfluss
geringfügig
gegenüber
dem Gleichgewichtspunkt verzerrt, was Magnetflusslinien entspricht,
die entlang einer geraden Linie von Norden nach Süden verlaufen.
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Dies
ist ein absichtliches Mittel zum Erzeugen eines Drehmoments im Uhrzeigersinn
zum Gewährleisten,
dass das Dichtelement 30 den entsprechenden Auslass mit
einem vorgegebenen Kraftumfang geschlossen hält. Ferner kann in dem Fall
der Erregung der Spule, z.B. durch einen Strom zum Erzeugen eines
oberen Polstücks
mit Südpolarität und eines unteren
Polstücks
mit Nordpolarität,
ein noch stärkeres
Drehmoment im Uhrzeigersinn erzeugt werden, unter Haltung des Elements 14 in
der in 5 gezeigten Position.
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Die 6 zeigt
die Situation entsprechend der in 2 gezeigten
mittleren Arbeitsposition, wobei hier die einzige Differenz darin
besteht, dass das Drehmoment in einer Richtung entgegen dem Uhrzeigersinn
erzeugt wird, zum Schließen
des anderen den Auslässe
der in 3 gezeigten Ventilkammer.
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Durch
Invertieren der Strompolarität
in der Spule 12 invertieren auch die oberen und unteren Polstücke des
Kernelements 12 ihre Magnetpolarität, wodurch das Element mit
dem Permanentmagneten einer Drehung im oder entgegen dem Uhrzeigersinn unterzogen
wird, aufgrund der anziehenden/abstoßenden Wirkung, die die Polstücke 10-1, 10-2 auf
die Polerstreckungen 34, 36 ausüben.
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Im
Ergebnis nimmt der Rotor 14 die entweder in der 5 oder 6 dargestellte
Position ein, und zu diesem Punkt kann die Spulenerregung beendet
werden. In beiden Positionen ruht das Dichtelement 30 gegen
die Ventilauslässe
zum Stoppen bei einem Winkel von entweder α1 oder α2 relativ zu der Vertikalachse.
In beiden Positionen wird eine Kraft des Dichtelements 30 gegen
jeden Auslass der Ventilkammer erzielt durch absichtliches Halten
des Flusses der Magnetflusslinien in verzerrter Weise zum Erzeugen
eines Drehmoments im Uhrzeigersinn oder entgegen dem Uhrzeigersinn
auf das Abdichtelement.
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Wie
in 4 gezeigt und bereits oben herausgestellt, kann
er Rotor 14 auch eine dritte Arbeitsposition einnehmen,
entsprechend der in 2 gezeigten am weitesten links
liegenden Position, und diese liegt zwischen denjenigen, die in
der 4 und 6 gezeigt sind. In dieser mittleren
Arbeitsposition ist der Permanentmagnet 16 im wesentlichen vertikal orientiert,
und die Magnetflusslinien schließen sich um angrenzende Polstücke 10-1, 10-2.
In dieser Arbeitsposition sind beide Ventilauslässe geöffnet, wodurch das Fluid in
die Ventilkammer zugeführt
werden kann und dann über
beide Ventilauslässe
zu derselben Zeit ausströmen
kann.
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Nachfolgend
wird ein Solenoidventil gemäß dem Linearbewegungstyp
und der zweiten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung im Hinblick auf die 7 bis 9 beschrieben.
In diesen 7 bis 9 sind Funktionseinheiten
mit derselben Funktion, wie oben herausgestellt, unter Verwendung
derselben Bezugszeichen bezeichnet.
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Wie
in 7 gezeigt, ist das Ventilelement 14 ein
Gleitelement ausgebildet zum Ausführen einer linearen Hin- und Herbewegung
relativ zu dem Kernelement 10 in der Ventilkammer 22.
Für das
Solenoidventil des Linearbewegungstyps enthält die Polerstreckung des Gleitelements
einen ersten U-förmigen
Teil 38 und einen zweiten U-förmigen Teil 40, vorstehend
zur Außenseite
des ersten U-förmigen
Teils 38. Die U-förmigen
Teile 38, 40 sind in Kontakt mit den Polflächen des
Permanentmagneten 16. Das Kernelement 10 enthält ein U-förmiges Joch 10 zum Führen der
Spule 12, und das Ende des U-förmigen Jochs liegt dem Ende
der U-förmigen
Teile 38, 40 des Elements mit dem Permanentmagneten
gegenüber.
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Wie
in 7 gezeigt, wird in der Mittenposition des Solenoidventils
der durch den Permanentmagneten erzeugte Magnetfluss zu dem Polstück des Jochs 10 jeweils über die
U-förmigen Teile 38, 40 geführt, und
er schließt
sich über
die einzelnen Polstücke 10-1, 10-2 des
Jochs ohne Zuführen
von Energie zu der Spule 12.
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Wie
in 8 gezeigt, wird, um das Solenoidventil und das
hierin enthaltende Ventilelement in die Position zu bringen, in
der der linke Auslass der Ventilkammer 22 geschlossen ist, das
Joch so magnetisiert, dass das Polstück 10-1 beispielsweise
S-Polarität
hat und das Polstück 10-2 N-Polarität hat. Demnach
wird bei der linken Seite eine Anziehungskraft auf den oberen U-förmigen Teil 38 und
eine abstoßende
Kraft auf den unteren U-förmigen
Teil 40 ausgeübt.
Demnach wird bei der rechten Seite eine abstoßende Kraft zwischen dem Polstück 10-1 und
dem Joch 10 und dem entsprechenden oberen U-förmigen Teil 38 ausgeübt, und
ferner eine anziehende Kraft auf den unteren U-förmigen Teil 40. Sobald
das Ventilelement in eine Position bewegt ist, wo der linke Auslass
geschlossen ist, wird keine weitere Energie der Spule 12 zugeführt, und
der Magnetfluss schließt sich
entlang der in 8 gezeigten strichlierten Linie zum
Halten dieser Position als stabiler Arbeitsposition.
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Dieselben
Prinzipien, wie sie oben im Hinblick auf die 8 herausgestellt
sind, gelten für
die 9 im Zusammenhang mit dem geschlossenen rechten
Auslassventil 22. Die einzige Differenz besteht darin,
dass hier Polstücke 10-1 und 10-2 umgekehrte
magnetische Polaritäten
haben, für
eine Bewegung des Elements 14 zu der rechthändigen Seite.
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Wiederum
schließt,
sobald der rechte Ventilauslass Geschwindigkeit ist, der durch den
Permanentmagneten 16 erzeugte Magnetfeldfluss sich entlang
der in 9 gezeigten strichlierten Linie zum Halten der
Arbeitsposition ohne weiterer Zufuhr der Energie zu der Spule 12.
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Nachfolgend
werden unterschiedliche Vorgehensweisen zum Steuern der Zufuhr von
Pulsen zu der Spule 12 erläutert, für einen Übergang des Elements 14 zwischen
den unterschiedlichen Arbeitspositionen, sowohl für das Solenoidventil
des Rotortyps als auch des Linearbewegungstyps.
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Es
wird ein Wechselstrompuls zu der Spule 12 gesendet, um
das Element 14 mit dem Permanentmagneten 16 in
die mittlere Arbeitsposition gemäß der linken
Seite der 2 zu bringen, Starten von einer
dieser stabilen Positionen, die in dem mittleren Teil und dem rechten
Teil der 2 gezeigt sind. Die Energie
des Wechselpulses ist so kalibriert, dass er stark genug ist, um
das Element 14 weg von einer seiner stabilen Positionen
zu bewegen, gezeigt in der Mitte und der rechten Seite der 2 (oder äquivalent
jeweils in 5, 6 und 8, 9), jedoch
schwach genug, um ein vollständiges Übergehen
von einer der linken oder rechten Arbeitspositionen und umgekehrt
auszuschließen.
Dies bedeutet, dass die Energie schwach genug ist, dass ein Oszillieren
um die Mittelposition zugelassen ist, und bei diesem Punkt wird
die Zufuhr der abwechselnden Pulse terminiert, wobei sich das Element 14 in
der in den 4 und 7 gezeigten
Mittelposition stabilisiert.
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Ferner
ist eine Dauer der Leistung und Energie der Wechselpulse eine Funktion
der Trägheit
des Elements 14, d.h. des Rotors oder des Gleitelements, und
ebenso der Eigenresonanz des Solenoidventils. Da der Rotor und das
Gleitelement die Tendenz haben, sich bei der mittleren Arbeitsposition
zu stabilisieren, können
die Parameter der Wechselpulse relativ große Toleranzen aufweisen. Ein
zusätzlicher
Positionsstabilisierungsfaktor ist die dynamische Wirkung des Fluids,
das in der Mittelposition gleichzeitig über beide Auslässe fließt, mit
der Wirkung als Dämpfer
zum Abdämpfen
von Restschwingungen, wenn sie immer noch vorliegen.
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Beispiele
von Wechselpulsen mit kalibrierter Energie und einer entsprechenden
Steuerschaltung für
deren Erzeugung werden unter Bezug auf die 10 bis 12 erläutert.
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Die 10 zeigt
eine Steuerschaltung, ausgebildet für das Bereistellen einer üblichen
Auswahlvorrichtung, die das Erzielen von fortlaufend abnehmenden
Spannungs- oder Strompulsen in einer Vollwelle zulässt. Bei
einer Position A wird ein einzelner positiver Puls über die
Diode D1 geführt, und
er geht über
den Kondensator C1 und ferner werden weitere Strompulse verhindert,
während
der Kondensator C1 geladen ist. Ferner kann in einer Position B
ein einziger negativer Puls über
die Diode D2 gehen und dann über
den Kondensator C2. wiederum werden weitere Strompulse bei Laden
des Kondensators C2 verhindert. Schließlich werden in der Position
C Wechselstrompulse zum Erregen der Spule gesendet. Die Dämpfung der
Amplituden der Wechselstrompulse wird durch einen PTC-Thermistor
erzielt, der sich aufwärmt
und den Strom zu einem vernachlässigten
Wert nach einer kurzen Zeit reduziert. Dies führt im Ergebnis zu einer sich
fortschreitend reduzierenden Tendenz für eine Schwingung um die Mittenposition.
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Eine
andere Option, die in 11 gezeigt ist, betrifft einen
elektronischen Controller, wo eine Spule L mit einem Wechselstrom über Thyristoren
T1 und T2 getrieben ist. Gemäß der Position
A wird eine einzige positive Halbwelle durch die Steuereinheit getriggert.
In der Position B wird eine einzige negative Halbwelle durch eine
Steuereinheit getriggert. In einer Position C werden abwechselnde
aufgeteilte Halbwellen durch Triggern der Thyristoren T1, T2 in Folge
so gesendet, dass die Energie kalibriert ist, durch die Auswahl
der zeitlichen Einteilung, mit der die Thyristoren T1, T2 getriggert
sind.
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Eine
andere Option für
die elektronische Steuerung ist in 12 gezeigt,
und sie betrifft eine Spule L, getrieben mit Gleichstrom über eine
Feldeffekttransistor-FET-Brücke.
In einer Position A wird ein positiver Puls erzeugt, durch Triggern
der Feldeffekttransistoren A und D. Hier wird die Pulslänge selektiv über die
Logik bestimmt. Weiterhin wird in einer Position B ein negativer
Puls erzeugt, durch Triggern der Feldeffekttransistoren B und C.
Wiederum wird die Pulslänge
selektiv über
die Logik bestimmt. Schließlich
werden in einer Position C abwechselnde positive/negative Pulse
in Folge getriggert. Wiederum wird die Pulslänge, die Frequenz und die Dauer durch
die Logik so bestimmt, dass eine kalibrierte Menge an Energie gesendet
wird.
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Unabhängig von
den zahlreichen, oben herausgestellten Ausführungsformen, kann er Permanentmagnet
ein gesintertes Teil sein, beispielsweise hergestellt aus Ne-Fe-B
(Neodym-Eisen-Bor)
oder einem einzigen Plastikteil belegt mit Ferrit zum Kombinieren
der Funktionen des Permanentmagneten und zugewiesener Magentpolerweiterungen.
Ferrit-beschlagene Materialien, die für ihre chemische Stabilität bekannt
sind, sind beispielsweise Plastikmaterialien der Poly-Oxy-Methylen
(POM) oder Poly-Aryl-Etherketon-Familien.
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Weiterhin
wird, unabhängig
von den oben herausgestellten zahlreichen Ausführungsformen, der Betrieb des
Solenoidventils durch Erregen der Spule mit kurzen Strompulsen bewirkt,
deren positive, negative und abwechselnde Natur die Position des
Ventilelements definiert, sobald die Spule entregt ist.