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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Glas, das als ein Substrat für einen
Flachbildschirm wie einen Feldemissionsbildschirm (FED), einen Plasmabildschirm
(PDP) oder dergleichen oder ebenso als ein Substrat für eine Solarzelle
verwendet wird.
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Im
Hinblick auf einen Flachbildschirm sind verschiedene Anzeigesysteme
entwickelt worden, und ein bedeutendes unter ihnen ist eine selbstleuchtende
Systemanzeige, in der Elektroden auf einem vorderen Glassubstrat
und einem hinteren Glassubstrat gebildet werden und ein Phosphor
angeregt wird, um unter Verwendung eines Elektronenstrahls oder
einer Entladung die zwischen zwei Substraten erzeugt wird, Licht
zu emittieren. Typische Beispiele umfassen FED und PDP.
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Im
Hinblick auf FED sind verschiedene Systeme vorgeschlagen worden
und alle von ihnen setzen ein System ein, bei dem ein Elektronenstrahl,
der an einer Elektrode auf dem hinteren Glassubstrat erzeugt wurde in
Richtung einer transparenten Elektrode auf dem vorderen Glassubstrat
gestrahlt wird, und ein Phosphor, der auf der transparenten Elektrode
gebildet wurde, angeregt wird, um Licht zu emittieren. Da es notwendig
ist, den Strahlungsraum in einem Vakuum zu halten, auf dieselbe
Weise wie in einer Kathodenstrahlröhre, werden das vordere Glassubstrat
und das hintere Glassubstrat so fixiert, daß sie sich gegenüberliegen,
und ihre Umgebung wird schmelz-versiegelt und mit einem Vakuum versehen
und ein gemischtes Gas aus Xe-Ne wird hierin eingebracht.
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In
beiden Systemen von FED und PDP ist es üblich (1) eine transparente
Elektrode direkt auf einem vorderen Glassubstrat zu bilden und (2)
die Umgebung eines vorderen Glassubstrates und eines hinteren Glassubstrates,
die so fixiert sind, daß sie sich
gegenüberliegen,
Schmelz-zu-versiegeln. Als die transparente Elektrode wird normalerweise
ITO (In2O3 : Sn)
oder SnO2 verwendet.
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Überdies
wird stark angenommen, daß eine
Solarzelle, die eine reine Energiequelle ist, eine Energiequelle
der nächsten
Generation ist. Insbesondere ist vor kurzem eine Solarzelle als
ein dünner
Film erwähnenswert
geworden, die amorphes Silicium einsetzt, da eine Solarzelle mit
relativ niedrigen Kosten hergestellt werden kann.
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Da
eine Solarzelle oft draußen
verwendet wird, muß ihr
Substrat für
Licht transparent und abriebbeständig
sein, und derzeit wird Natron-Kalk-Kieselsäureglas mit diesen hervorragenden
Eigenschaften verwendet. In diesem Fall wird ebenso eine transparente
Elektrode wie SnO2 auf einem Glassubstrat
gebildet.
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Im
Hinblick auf Glas, das als ein Substrat für einen Flachbildschirm wie
FED, PDP oder dergleichen verwendet wird, ist zusätzlich zu
einem Natron-Kalk-Kieselsäureglas
mit einem durchschnittlichen Wärmeausdehnungskoeffizient
(nachstehend einfach „Wärmeausdehnungskoeffizient" genannt) von 85 × 10–7/°C bei 50 bis
350°C ein
Glas mit einem hohen unteren Kühlpunkt
und einer verbesserten Hitzebeständigkeit
bekannt. Beispielsweise offenbart JP-A-7-257937 eine Glaszusammensetzung,
die im wesentlichen aus 56 bis 60 Gew.-% SiO2,
10 bis 16 Gew.-% Al2O3,
1 bis 4 Gew.-% ZrO2, 0 bis 3 Gew.-% TiO2, 0 bis 4 Gew.-% MgO, 3 bis 9 Gew.-% CaO,
0 bis 4 Gew.-% SrO, 2 bis 8 Gew.-% BaO, 0 bis 3 Gew.-% ZnO, 3 bis
7 Gew.-% Na2O, 5 bis 10 Gew.-% K2O und höchstens
16 Gew.-% MgO + CaO + SrO + BaO + ZnO besteht und das in dem Beispiel veranschaulichte
Glas weist einen Wärmeausdehnungskoeffizienten
von 77,3 × 10–7 bis
87,3 × 10–7/°C auf.
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Jedoch
weisen ITO oder SnO2, die als eine transparente
Elektrode verwendet werden, einen Wärmeausdehnungskoeffizienten
von etwa 40 × 10–7/°C auf, während Glas
einen Wärmeausdehnungskoeffizienten von
zumindest 77 × 10–7/°C aufweist.
Daher ist der Unterschied des Wärmeausdehnungskoeffizienten
zwischen den beiden Materialien enorm. Aus diesem Grund gibt es
dahingehend Probleme, daß die
transparente Elektrode, die auf dem Glassubstrat gebildet wurde,
abgetrennt (abge löst)
wird oder aufgrund der Ausdehnung oder Schrumpfen, hervorgerufen
durch Temperaturveränderungen,
Risse verursacht.
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Andererseits
ist ein sich wenig ausdehnendes Glas mit einem Wärmeausdehnungskoeffizienten
von höchstens
50 × 10–7/°C bekannt,
das als ein Substrat für
eine Flüssigkristallanzeige
verwendet wird. Beispielsweise offenbart US-Patent Nr. 5,348,916
ein alkali-freies Glas, umfassend SiO2,
Al2O3, B2O3, MgO, CaO, SrO und
BaO als die wesentlichen Komponenten, und das in dem hierin offenbarten
Beispiel veranschaulichte Glas weist einen Wärmeausdehnungskoeffizienten
von 34 × 10–7 bis
49 × 10–7/°C auf. In
diesem Fall ist der Unterschied der Ausdehnungskoeffizienten zwischen
dem Glas und einer transparenten Elektrode klein und es werden weniger
Probleme hervorgerufen wie die Abtrennung der transparenten Elektrode
oder Risse in der transparenten Elektrode.
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Jedoch
ist ein Frittenmaterial, das dafür
geeignet ist, zwei Schichten von Substraten aus einem sich so gering
ausdehnenden Glas schmelz-zu-versiegeln beispielsweise ein Frittenmaterial
zum Versiegeln eines Aluminiumoxid-Keramiksubstrates, aber ein solches
Frittenmaterial erfordert eine hohe Einbrenntemperatur, bei der
die Gefahr besteht, daß ein
Material zur Bildung von Bildelementen einer chemischen Veränderung
unterzogen wird oder erweicht wird und fließt.
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Außerdem ist
ein Glas mit einem Wärmeausdehnungskoeffizienten
von 60 × 10–7 bis
75 × 10–7/°C bekannt,
das als ein Substrat für
PDP oder dergleichen verwendet wird.
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JP-A-3-170343
offenbart eine Glaszusammensetzung mit einem unteren Kühlungspunkt
von zumindest 680°C,
einem Glaserweichungspunkt von zumindest 900°C und einem Wärmeausdehnungskoeffizienten von
60 × 10–7 bis
75 × 10–7/°C, die im
wesentlichen aus 52 bis 65 Gew.-% SnO2,
1 bis 10 Gew.-% Al2O3,
30 bis 45 Gew.-% MgO + CaC + SrO + BaO, 0,5 bis 6 Gew.-% ZrO2, 0 bis 3 Gew.-% SnO2 +
TiO2, 0 bis 0,5 Gew.-% SO3 +
As2O3 + Sb2O3 und 0 bis 5 Gew.-%
La2O3 besteht.
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JP-A-9-249430
offenbart eine Glaszusammensetzung für ein Substrat, die im wesentlichen
aus 56 bis 65 Gew.-% SiO2, mehr als 15 bis
23 Gew.-% Al2O3,
0 bis 7 Gew.-% MgO, 0 bis 8 Gew.-% CaO, 4 bis 15 Gew.-% MgO + CaO,
0 bis 9 Gew.-% Na2O; 0 bis 11 Gew.-% K2O, 8 bis weniger als 12 Gew.-% Na2O + K2O und 0 bis 2
Gew.-% ZrO2 besteht.
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Ferner
sind D263 von Schott und #0211 von Corning Incorporated als ein
Glas mit einem Wärmeausdehnungskoeffizienten
von etwa 72 × 10–7/°C für ein Substrat
bekannt.
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Werden
diese Gläser
als ein Substrat verwendet, besteht weniger die Gefahr, daß Probleme
auftreten, wie die Abtrennung einer transparenten Elektrode oder
Risse in der transparenten Elektrode, da der Unterschied im Wärmeausdehnungskoeffizienten
der Gläser
und der transparenten Elektrode relativ klein ist. Im Falle der
Verwendung dieser Gläser
ist es ebenso möglich,
das Schmelzversiegeln ohne die Anwendung eines Frittenmaterials,
das eine hohe Einbrenntemperatur erfordert, durchzuführen. Das
in JP-A-3-170343 offenbarte Glas weist jedoch eine hohe relative
Dichte auf und hellt Elemente nur schwer auf. Im Übrigen weisen
alle Gläser,
die in den hierin offenbarten Beispielen veranschaulicht werden
relative Dichten von zumindest 2,9 auf, berechnet durch ein mathematisches
Modell von Glaszusammensetzung – physikalische
Eigenschaft, die den oberen Grenzwert 2,6 einer bevorzugten relativen
Dichte übersteigt.
Das in JP-A-9-249430 offenbarte Glas weist ebenso einen hohen Al2O3-Gehalt auf, der
15 Gew.-% übersteigt,
was dahingehend zu einem Problem führt, daß ein schmelzgeformter Stein
vom Al2O3-ZrO2-SiO2-Typ oder ein
schmelzgeformter Stein vom Al2O3-Typ,
der zum Teil mit einem geschmolzenen Glas in einem Glasschmelzofen
in direkten Kontakt kommt, korrodiert. Ferner weist sowohl das D263
von Schott und das #211 von Corning Incorporated einen hohen ZnO-Gehalt
von zumindest 6 Gew.-% auf, und demzufolge besteht die Gefahr, daß im Falle
der Formung durch ein Floatverfahren, Entglasung auftritt.
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Andererseits
wird herkömmlich
Natron-Kalk-Kieselsäureglas
als ein Substrat für
eine Solarzelle verwendet. Natron-Kalk-Kieselsäureglas enthält jedoch
Alkalioxide wie Na2O, K2O
und dergleichen in einer Gesamtmenge von 14,5 Gew.-% und diese Alkalikomponenten
werden durch die transparente Elektrode in eine transparente Elektrode
oder in amorphes Silicium diffundieren, wobei sich die Leistungen
einer Solarzelle verschlechtern. Wird ein Natron-Kalk-Kieselsäureglas
ferner für
einen TEXT FÄHLT
larzelle verschlechtern. Wird ein Natron-Kalk-Kieselsäureglas
ferner für
einen langen Zeitraum draußen
eingesetzt, verursachen die Alkalikomponenten in dem Glas und die
Luftfeuchtigkeit das „Fleckenphänomen", wobei die Transparenz
verringert wird und ein Problem dahingehend erwächst, daß die Abtrennung der transparenten
Elektrode verursacht wird. Weiterhin wird die transparente Elektrode
aufgrund des enormen Unterschiedes der Wärmeausdehnungskoeffizienten
zwischen dem Glas und der transparenten Elektrode, abgetrennt (abgelöst) oder
es treten Risse in der transparenten Elektrode auf.
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Ein
Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, die oben genannten Probleme
zu lösen
und ein Glas für
ein Substrat bereitzustellen, das fließ-formbar ist; und das einen
schmelzgeformten Stein zum Glasschmelzen nicht korrodiert.
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Daher
liefert die vorliegende Erfindung ein Glas für ein Substrat mit einem durchschnittlichen
Wärmeausdehnungskoeffizienten
im Bereich von 60 × 10
–7 bis
74 × 10
–7/°C bei 50
bis 350°C,
das im wesentlichen aus der folgenden Zusammensetzung, ausgedrückt in Gew.-%,
besteht:
| | Gew.-% |
| SiO2 | mehr
als 62 bis 74, |
| Al2O3 | 1
bis höchstens
12, |
| MgO | 0
bis 9, |
| CaO | 0
bis 14, |
| Na2O | 0
bis 12, |
| K2O | 0
bis 13, |
| SiO2 + Al2O3 | 72
bis 82, |
| MgO
+ CaO | 5
bis 24, |
| Na2O + K2O | 1
bis 15, |
| MgO
+ CaO + Na2O + K2O | 18
bis 25. |
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Das
Glas der vorliegenden Erfindung wird normalerweise als ein Substrat
für einen
Flachbildschirm wie FED, PDP oder dergleichen verwendet. Eine transparente
Elektrode wird auf dem Substrat gebildet, und die transparente Elektrode
wird mit einem niedrigschmelzenden Glas beschichtet. Die Beschichtung
mit dem niedrigschmelzenden Glas wird normalerweise durch die Herstellung
einer Paste aus einer niedrigschmelzenden Glasfritte, Beschichtung
der Paste und dann Einbrennen, durchgeführt.
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Das
Glas der vorliegenden Erfindung weist einen durchschnittlichen Wärmeausdehnungskoeffizienten (nachstehend
einfach „Wärmeausdehnungskoeffizient" genannt) im Bereich
von 60 × 10–7 bis
74 × 10–7/°C bei 50
bis 350°C
auf. Ist der Wärmeausdehnungskoeffizient
kleiner als 60 × 10–7/°C, wird der
Unterschied der Wärmeausdehnungskoeffizienten
zwischen einer transparenten Elektrode und einer niedrigschmelzenden
Glasfritte, die beschichtet werden soll, zu groß und es besteht die Gefahr,
daß Risse
oder die Abtrennung der Schicht, die das niedrigschmelzende Glas
enthält,
verursacht werden. Daher beträgt
der Wärmeausdehnungskoeffizient
vorzugsweise zumindest 61 × 10–7/°C. Ist der
Wärmeausdehnungskoeffizient
größer als
75 × 10–7/°C, wird der
Unterschied der Wärmeausdehnungskoeffizienten
zwischen dem Glas und der transparenten Elektrode zu groß, wobei
die Gefahr besteht, daß Risse
oder die Abtrennung der transparenten Elektrode verursacht werden.
Daher beträgt
der Wärmeausdehnungskoeffizient
höchstens
74 × 10–7/°C.
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Das
Glas der vorliegenden Erfindung weist vorzugsweise eine relative
Dichte von weniger als 2,6 auf. Beträgt die relative Dichte nicht
weniger als 2,6, wird es schwierig, die Elemente des Flachbildschirms
aufzuhellen. Daher beträgt
die relative Dichte stärker
bevorzugt höchstens
2,55.
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Das
Glas der vorliegenden Erfindung weist vorzugsweise eine Temperatur
(nachstehend als „Bildungstemperatur" bezeichnet) von
höchstens
1.300°C
auf, bei der die Viskosität
103 Pa·s
(104 P) beträgt. Übersteigt die Bildungstemperatur
1.300°C,
wird die Temperatur zur Bildung des Glases der vorliegenden Erfindung zu
hoch und es wird schwierig das Glas zu bilden. Auch wenn das Glas
der Erfindung durch ein Floatverfahren gebildet wird, wird die Floatbadtemperatur
zu hoch und die Verdampfung von geschmolzenem Zinn in dem Floatbad
wird zu hoch. Im Ergebnis wird die Zinnkonzentration in der Atmosphäre in dem
Floatbad zu hoch und das Zinn in der Atmosphäre wird kondensiert und die
Zinndeffekte, die auf der Glasbandoberfläche in dem Floatbad erzeugt
werden, nehmen zu. Daher beträgt
die Bildungstemperatur vorzugsweise höchstens 1.270°C, stärker bevorzugt
höchstens
1.250°C.
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Das
Glas der vorliegenden Erfindung weist vorzugsweise eine Glasübergangstemperatur
von zumindest 620°C
auf. Ist die Glasübergangstemperatur
kleiner als 620°C,
verursacht ein Substrat, das dieses Glas einsetzt, Verformung, Schrumpfen
und dergleichen, wenn es einer warmen Umgebung ausgesetzt wird und kann
nur schwer mit einer transparenten Elektrode, die auf einem gegenüberliegenden
Substrat gebildet wurde, bei einer genauen Position genau kombiniert
werden. Daher beträgt
die Glasübergangstemperatur
vorzugsweise zumindest 630°C.
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Andererseits
weist das Glas der vorliegenden Erfindung vorzugsweise eine Glasübergangstemperatur von
höchstens
700°C auf.
Ist die Glasübergangstemperatur
größer als
700°C wird
die Glasbandtemperatur am Auslaß des
Floatbades zu hoch, wenn das Glas der vorliegenden Erfindung durch
ein Floatverfahren gebildet wird, und es tritt das Problem auf,
daß sich
die Menge an geschmolzenem Zinn, das von dem Glasband auf eine Transportwalze
abgeschieden wird, die nach dem Floatbad angeordnet ist, erhöht. Im Ergebnis
besteht die Gefahr, daß das
geschmolzene Zinn, das auf der Transportwalze abgeschieden wurde,
die Qualität
des so erhaltenen Produktes schädigt.
Daher beträgt
die Glasübergangstemperatur
des Glases der Erfindung vorzugsweise höchstens 690°C, stärker bevorzugt höchstens
680°C.
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Die
Liquidustemperatur des Glases der vorliegenden Erfindung ist bevorzugt
nicht höher
als die Bildungstemperatur. Ist die Liquidustemperatur des Glases
der vorliegenden Erfindung höher
als die Bildungstemperatur, besteht die Gefahr, daß das Glas
in dem Glasschmelzofen oder bei der Bildung durch ein Floatverfahren
entglast. Die Liquidustemperatur ist vorzugsweise 20°C geringer
als die Bildungstemperatur, stärker bevorzugt
40°C geringer
als die Bildungstemperatur.
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Das
Glas der vorliegenden Erfindung besteht im wesentlichen aus der
folgenden Zusammensetzung, ausgedrückt in Gew.-%:
| SiO2 | mehr
als 62 bis 74, |
| Al2O3 | 1
bis höchstens
12, |
| MgO | 0
bis 9, |
| CaO | 0
bis 14, |
| Na2O | 0
bis 12, |
| K2O | 0
bis 13, |
| SiO2 + Al2O3 | 72
bis 82, |
| MgO
+ CaO | 5
bis 24, |
| Na2O + K2O | 1
bis 15, |
| MgO
+ CaO + Na2O + K2O | 18
bis 25. |
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Das
Glas der vorliegenden Erfindung besteht im wesentlichen vorzugsweise
aus der folgenden Zusammensetzung, ausgedrückt in Gew.-%:
| SiO2 | mehr
als 62 bis 74, |
| Al2O3 | 3
bis höchstens
12, |
| MgO | 0
bis 7, |
| CaO | 0
bis 13, |
| Na2O | 0
bis 10, |
| K2O | 0
bis 11, |
| SiO2 + Al2O3 | 72
bis 82, |
| MgO
+ CaO | 5
bis 20, |
| Na2O + K2O | 3
bis 14, |
| MgO
+ CaO + Na2O + K2O | 18
bis 25. |
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Das
Glas der vorliegenden Erfindung besteht stärker bevorzugt im wesentlichen
aus der folgenden Zusammensetzung, ausgedrückt in Gew.-%:
| SiO2 | 65
bis 73, |
| Al2O3 | 5
bis 12, |
| MgO | 1
bis 5, |
| CaO | 2
bis 11, |
| Na2O | 2
bis 8, |
| K2O | 2
bis 10, |
| SiO2 + Al2O3 | 74
bis 81, |
| MgO
+ CaO | 6
bis 15, |
| Na2O + K2O | 5
bis 13,5, |
| MgO
+ CaO + Na2O + K2O | 18,5
bis 25. |
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Das
Glas der vorliegenden Erfindung besteht am stärksten bevorzugt im wesentlichen
aus der folgenden Zusammensetzung, ausgedrückt in Gew.-%:
| SiO2 | 68
bis 72, |
| Al2O3 | 6
bis 10, |
| MgO | 2
bis 4, |
| CaO | 4
bis 10, |
| Na2O | 4
bis 6, |
| K2O | 4
bis 9, |
| SiO2 + Al2O3 | 76
bis 80, |
| MgO
+ CaO | 7
bis 13, |
| Na2O + K2O | 7
bis 13, |
| MgO
+ CaO + Na2O + K2O | 19
bis 23. |
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Die
Gründe
der Einschränkung
der Zusammensetzung des Glases der vorliegenden Erfindung werden nachstehend
beschrieben und „Gew.-%" wird nachstehend
einfach als „%" ausgedrückt.
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SiO2 ist eine wesentliche Komponente zur Bildung
der grundlegenden Struktur des Glases. Ist die Menge an SiO2 kleiner ist als 62% werden die Hitzebeständigkeit
und die chemische Haltbarkeit verringert. Daher beträgt die Menge
an SiO2 vorzugsweise zumindest 65%, stärker bevorzugt
zumindest 68%. Wenn die Menge an SiO2 ande rerseits
74% übersteigt,
wird der Wärmeausdehnungskoeffizient
verringert. Daher beträgt die
Menge an SiO2 vorzugsweise höchstens
73%, stärker
bevorzugt höchstens
72%.
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Al2O3 verbessert die
chemische Haltbarkeit und ist eine wichtige Komponente zur Reduzierung
von „Flecken". Ist die Menge an
Al2O3 kleiner als
1%, ist seine Wirkung klein. Daher beträgt die Menge an Al2O3 vorzugsweise zumindest 3%, stärker bevorzugt
zumindest 5%, am stärksten
bevorzugt zumindest 6%. Wenn die Menge an Al2O3 15% übersteigt,
besteht die Gefahr, daß die
Korrosion eines schmelzgeformten Steins vom Al2O3-ZrO2-SiO2-Typ oder eines schmelzgeformten Steins
vom Al2O3-Typ heftig
wird und die Bildungstemperatur zu hoch wird, um die Floatbildung
zufriedenstellend durchzuführen.
Daher beträgt
die Menge an Al2O3 höchstens
12%, stärker
bevorzugt höchstens
10%.
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Ist
die Gesamtmenge an SiO2 und Al2O3 kleiner als 72%, werden die Hitzebeständigkeit
und die chemische Haltbarkeit verringert. Daher beträgt die Gesamtmenge
an SiO2 und Al2O3 bevorzugt zumindest 74%, stärker bevorzugt
zumindest 76%. Wenn die Gesamtmenge an SiO2 und
Al2O3 andererseits
82% übersteigt, wird
der Wärmeausdehnungskoeffizient
verringert und die Bildungstemperatur wird zu hoch. Daher beträgt die Gesamtmenge
an SiO2 und Al2O3 bevorzugt höchstens 81%, stärker bevorzugt
höchstens
80%.
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MgO
und CaO sind jeweils keine wichtigen Komponenten, im Hinblick auf
die Verringerung der Viskosität
des geschmolzenen Glases zur Erleichterung des Schmelzens, kann
MgO jedoch in einer Menge von höchstens
9% und CaO in einer Menge von höchstens
14% enthalten sein. Übersteigen
die Mengen an MgO und CaO diese oberen Grenzen, wird der Wärmeausdehnungskoeffizient
des Glases zu hoch und die Liquidustemperatur wird ebenso zu hoch.
Daher beträgt
die Menge an MgO vorzugsweise höchstens
7%, stärker
bevorzugt höchstens
5%, am stärksten
bevorzugt höchstens
4% und die Menge an CaO beträgt
vorzugsweise höchstens
13%, stärker
bevorzugt höchstens
11%, am stärksten
bevorzugt höchstens
10%. Ferner ist es im Hinblick auf die Verringerung der Viskosität das geschmolzenen
Glases zur Erleichterung des Schmelzens bevorzugt, MgO und CaO in
jeweiligen Mengen von zumindest 1% und zumindest 2%, stärker bevorzugt
jeweils zumindest 2% und zumindest 4% zuzugeben.
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Ist
die Gesamtmenge an MgO und CaO kleiner als 5%, wird die Viskosität des geschmolzenen
Glases zu hoch und das Glas ist schwer schmelzbar. Daher beträgt die Gesamtmenge
an MgO und CaO vorzugsweise zumindest 6%, stärker bevorzugt zumindest 7%. Übersteigt
die Gesamtmenge an MgO und CaO andererseits 24%, wird der Wärmeausdehnungskoeffizient
zu groß und
die Liquidustemperatur wird zu hoch. Daher beträgt die Gesamtmenge an MgO und
CaO vorzugsweise höchstens
20%, stärker
bevorzugt höchstens
15%.
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Na2O und K2O sind jeweils
keine wichtigen Komponenten, können
aber jeweils in Mengen von höchstens
12% und höchstens
13% enthalten sein, um die Viskosität des geschmolzenen Glases
zur Erleichterung des Schmelzens zu verringern. Übersteigen die Mengen dieser
Komponenten die oben genannten oberen Grenzen, wird der Wärmeausdehnungskoeffizient
zu groß und
die chemische Haltbarkeit wird verringert. Daher betragen die Mengen
an diesen Komponenten vorzugsweise jeweils höchstens 10% und höchstens
11%, stärker
bevorzugt höchstens
8% und höchstens
10%. Ebenso sind Na2O und K2O
in jeweiligen Mengen von vorzugsweise zumindest 2%, stärker bevorzugt
zumindest 4% enthalten.
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Ist
die Gesamtenge an Na2O und K2O
kleiner als 1%, wird die Viskosität des geschmolzenen Glases zu
hoch, und das Glas wird schwer schmelzbar. Daher beträgt die Gesamtmenge
an Na2O und K2O
vorzugsweise zumindest 3%, stärker
bevorzugt zumindest 5%, am stärksten
bevorzugt zumindest 7%. Wenn die Gesamtmenge an Na2O
und K2O andererseits jedoch 15% beträgt, wird
der Wärmeausdehnungskoeffizient
zu groß und
die chemische Haltbarkeit wird verringert. Daher beträgt die Gesamtmenge
an Na2O und K2O
vorzugsweise höchstens
14%, stärker
bevorzugt höchstens
13,5%.
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Ist
die Menge an MgO, CaO, Na2O und K2O kleiner als 18%, wird die Viskosität des geschmolzenen Glases
zu hoch, und das Glas kann nur schwer geschmolzen werden. Daher
beträgt
die Gesamtmenge vorzugsweise zumindest 18,5%, stärker be vorzugt zumindest 19%. Übersteigt
die Gesamtmenge auf der anderen Seite jedoch 28%, wird der Wärmeausdehnungskoeffizient
des Glases zu hoch und die Liquidustemperatur wird zu hoch und die
chemische Haltbarkeit wird verringert. Daher beträgt die Gesamtmenge
höchstens
25%, stärker
bevorzugt höchstens
23%.
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Das
Glas der vorliegenden Erfindung besteht im wesentlichen aus den
oben genannten Komponenten, kann jedoch ferner die folgenden Komponenten
in einer Gesamtmenge von höchstens
5% enthalten.
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Daher
kann das Glas der vorliegenden Erfindung ferner ein Läuterungsmittel
wie SO3, As2O3, Sb2O3 und
dergleichen in einer Gesamtmenge von höchstens 1%, ein Färbemittel
wie Fe2O3, NiO,
CoO und dergleichen in einer Gesamtmenge von höchstens 2% und TiO2,
CeO2 oder dergleichen zur Verhinderung der
Elektronenstrahlenbräunung
in einer Gesamtmenge von höchstens
2% enthalten. Ebenso können
SrO, BaO und ZnO jeweils in einer Menge von höchstens 2% und in einer Gesamtmenge
von höchstens
2% enthalten sein, um die gleiche Wirkung wie mit CaO und MgO zu
erzielen. Wenn die jeweilige Menge von SrO und BaO 2% übersteigt,
besteht die Gefahr, daß die
relative Dichte des Glases zu groß wird. Wenn die Menge an ZnO
2% übersteigt,
besteht ebenso die Gefahr, daß die
Liquidustemperatur zu hoch wird.
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Ebenso
kann Li2O in einer Menge von höchstens
1% enthalten sein, um die gleiche Wirkung wie mit Na2O
und K2O zu erzielen. Wenn die Menge an Li2O jedoch 1% übersteigt, besteht die Gefahr,
daß die
Glasübergangstemperatur
zu gering wird.
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Um
ebenso die Viskosität
des geschmolzenen Glases zur Erleichterung des Schmelzens zu verringern,
kann B2O3 in einer
Menge von höchstens
1% enthalten sein. Übersteigt
die Menge an B2O3 1%,
besteht die Gefahr, daß die
Glasübergangstemperatur
zu gering wird.
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Um
ferner die Glasübergangstemperatur
zu erhöhen,
kann ZrO2 in einer Menge von höchstens
2% enthalten sein. Wenn die Menge an ZrO2 2% übersteigt,
besteht die Gefahr, daß die
relative Dichte des Glases zu hoch wird.
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Das
Verfahren zur Herstellung des Glases der vorliegenden Erfindung
ist nicht besonders eingeschränkt,
und es können
verschiedene Herstellungsverfahren eingesetzt werden. Zum Beispiel
werden üblicherweise
verwendete Rohmaterialien vermischt, um so die Zielzusammensetzung
zu erhalten und die Zusammensetzung wird erwärmt und in einem Glasschmelzofen
geschmolzen. Das Glas wird durch Blasenbildung, Zugabe eines Läuterungsmittels,
Rühren
oder andere Mittel, homogenisiert und das Glas wird durch ein allgemein
bekanntes Verfahren wie ein Preßverfahren,
ein Streckverfahren, ein Floatverfahren oder dergleichen in eine
vorbestimmte Plattendicke geformt und wird langsam abgekühlt und
Verarbeitungsbehandlungen unterzogen wie Schleifen, Glätten und
dergleichen, um ein Substrat mit einer vorbestimmten Größe und Form zu
erhalten.
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Beispiele
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In
bezug auf die Beispiele 1 bis 4 wurden Ausgangsmaterialien aus den
jeweiligen Materialien gemischt, um so derartige Zielzusammensetzungen
zu erhalten, wie sie in Gew.-% in der folgenden Tabelle gezeigt
werden, und wurden in einem Platin-Schmelztiegel bei 1.550 bis 1.650°C 4 Stunden
geschmolzen und das geschmolzene Glas wurde zu einem plattenförmigen Produkt
gegossen und dann stufenweise abgekühlt. Während des Schmelzens für 4 h wurde
das geschmolzene Glas durch einen Platinrührer gerührt, um das Glas zu homogenisieren.
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In
bezug auf die Bespiele 1 und 2 wurden die jeweiligen physikalischen
Eigenschaften, wie in der folgenden Tabelle gezeigt, gemessen. In
bezug auf die Beispiele 3 und 4 wurde nur die Liquidustemperatur
gemessen und andere jeweilige physikalische Eigenschaften wurden
gemäß einem
mathematischen Modell von Glaszusammensetzung – physikalische Eigenschaft
berechnet. Die Liquidustemperaturen der Beispiele 3 und 4 waren
geringer als 1.200°C.
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In
bezug auf die Beispiele 5 bis 19 wurden die jeweiligen physikalischen
Eigenschaften gemäß einem mathematischen
Modell von Glaszusammensetzung – physikalische
Eigenschaft berechnet.
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Die
Beispiele 1 bis 4, 6, 9 bis 12 und 15 bis 19 veranschaulichen Beispiele
der vorliegenden Erfindung und die Beispiele 20 bis 24 veranschaulichen
Vergleichsbeispiele. Beispiel 20 veranschaulicht Natron-Kalk-Kieselsäureglas,
Beispiel 21 veranschaulicht das in JP-A-3-170343 offenbarte Glas
und die Beispiele 22 bis 24 veranschaulichen die in JP-A-9-249430
offenbarten Gläser.
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Die
jeweiligen physikalischen Eigenschaften, die in der folgenden Tabelle
gezeigt werden, wurden gemäß der folgenden
Verfahren gemessen.
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Relative Dichte
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Unter
Verwendung eines Glasblocks von etwa 20 g, der keine Blasen enthält, wurde
die relative Dichte durch das Archimedesverfahren gemessen.
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Wärmeausdehnungskoeffizient (Einheit: × 10–7/°C)
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Mittels
eines Differentialwärmeausdehnungsmeßgerätes und
unter Verwendung eines Quarzglases als eine Referenzprobe, wurde
die Dehnung eines Glases gemessen, wenn es von Raumtemperatur bei
einer Geschwindigkeit von 5°C/min
erwärmt
wurde. Die Messung wurde bis zu einer Temperatur durchgeführt (Fließgrenze)
bei der nicht länger
eine Dehnung beobachtet wurde, selbst wenn das Glas erweicht wurde,
und ein durchschnittlicher linearer Wärmeausdehnungskoeffizient im
Bereich von 50 bis 350°C
wurde berechnet.
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Glasübergangstemperatur (Einheit: °C)
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Der
Biegepunkt in der Wärmeausdehnungskurve,
die durch die Messung des obigen Wärmeausdehnungskoeffizienten
erhalten wurde, wurde als die Glasübergangstemperatur genommen.
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Bildungstemperatur (Einheit: °C)
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Die
Temperatur, bei der die Viskosität
von geschmolzenem Glas 103 Pa·s (104 Poise) erreicht, wurde durch ein Rotationsviskosimeter
gemessen.
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Liquidustemperatur (Einheit: °C)
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Glas
wurde in einem Mörser
zu Glasteilchen mit einer Teilchengröße von etwa 2 mm pulverisiert
und die Glasteilchen wurden in ein Platinschiffchen eingebracht
und wurden für
24 Stunden in einem Temperaturgradientenofen wärmebehandelt. Die Maximaltemperatur
der Glasteilchen, die einen Kristall ausfällten, wurde als die Liquidustemperatur
genommen.
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Unter
Verwendung des Glases der vorliegenden Erfindung als ein Substrat,
trennt sich eine auf dem Substrat gebildete transparente Elektrode
kaum ab oder bekommt Risse, und demzufolge wird die Zuverlässigkeit
eines Flachbildschirms, einer Solarzelle oder dergleichen verbessert.
Da das Glas der vorliegenden Erfindung eine kleine relative Dichte
aufweist, ist es möglich
das Aufhellen von Elementen eines Flachbildschirms, einer Solarzelle
oder dergleichen, zu erreichen. Ferner verändert ein Substrat während der
Wärmebehandlung
kaum seine Größe und kann
leicht mit einer entgegenwirkenden transparenten Elektrode an einer genauen
Position kombiniert werden. Weiterhin wird ein Glas der vorliegenden
Erfindung kaum „Flecken" bilden und das Substrat,
das aus dem Glas der Erfindung hergestellt wurde, erhält die Leistungen
einer Solarzelle für
einen langen Zeitraum zufriedenstellend.
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Ebenso
erreicht das Glas der vorliegenden Erfindung für ein Substrat verschiedene
Wirkungen in dem Herstellungsverfahren, zum Beispiel verlängert es
die Lebensdauer eines Glasschmelzofens, da das Glas der vorliegenden
Erfindung gegenüber
einem schmelzgeformten Stein weniger korrosiv ist, ermöglicht es
Massenproduktion durch ein Floatverfahren, verhindert das Auftreten
von Zinndefekten, da es nicht notwenig ist, das Floatbad übermäßig auf
eine hohe Temperatur zu erwärmen,
es verhindert, daß das
Zinn auf der Transportwalze, die nach dem Floatbad positioniert
ist, abgeschieden wird, wobei das Auftreten von Zinndefekten verhindert
wird, und es verhindert Produktschädigungen, die durch entglastes
Material hervorgerufen werden, da das Glas der vorliegenden Erfindung
kaum entglast.