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DE69913682T2 - Zweikammer-behälter sowie verfahren zur mischung eines additives in ein getränk - Google Patents

Zweikammer-behälter sowie verfahren zur mischung eines additives in ein getränk Download PDF

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Publication number
DE69913682T2
DE69913682T2 DE69913682T DE69913682T DE69913682T2 DE 69913682 T2 DE69913682 T2 DE 69913682T2 DE 69913682 T DE69913682 T DE 69913682T DE 69913682 T DE69913682 T DE 69913682T DE 69913682 T2 DE69913682 T2 DE 69913682T2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
container
chamber
beverage
side wall
beverage container
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE69913682T
Other languages
English (en)
Other versions
DE69913682D1 (de
Inventor
Richard Reichinger
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Ardagh Metal Packaging Germany GmbH
Original Assignee
Ball Packaging Europe GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ball Packaging Europe GmbH filed Critical Ball Packaging Europe GmbH
Application granted granted Critical
Publication of DE69913682D1 publication Critical patent/DE69913682D1/de
Publication of DE69913682T2 publication Critical patent/DE69913682T2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65DCONTAINERS FOR STORAGE OR TRANSPORT OF ARTICLES OR MATERIALS, e.g. BAGS, BARRELS, BOTTLES, BOXES, CANS, CARTONS, CRATES, DRUMS, JARS, TANKS, HOPPERS, FORWARDING CONTAINERS; ACCESSORIES, CLOSURES, OR FITTINGS THEREFOR; PACKAGING ELEMENTS; PACKAGES
    • B65D85/00Containers, packaging elements or packages, specially adapted for particular articles or materials
    • B65D85/70Containers, packaging elements or packages, specially adapted for particular articles or materials for materials not otherwise provided for
    • B65D85/72Containers, packaging elements or packages, specially adapted for particular articles or materials for materials not otherwise provided for for edible or potable liquids, semiliquids, or plastic or pasty materials
    • B65D85/73Containers, packaging elements or packages, specially adapted for particular articles or materials for materials not otherwise provided for for edible or potable liquids, semiliquids, or plastic or pasty materials with means specially adapted for effervescing the liquids, e.g. for forming bubbles or beer head
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
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    • B65D81/00Containers, packaging elements, or packages, for contents presenting particular transport or storage problems, or adapted to be used for non-packaging purposes after removal of contents
    • B65D81/32Containers, packaging elements, or packages, for contents presenting particular transport or storage problems, or adapted to be used for non-packaging purposes after removal of contents for packaging two or more different materials which must be maintained separate prior to use in admixture
    • B65D81/3216Rigid containers disposed one within the other
    • B65D81/3222Rigid containers disposed one within the other with additional means facilitating admixture

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Package Specialized In Special Use (AREA)
  • Details Of Rigid Or Semi-Rigid Containers (AREA)
  • Non-Alcoholic Beverages (AREA)
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  • Dairy Products (AREA)
  • Beans For Foods Or Fodder (AREA)
  • Containers Having Bodies Formed In One Piece (AREA)
  • Apparatus For Making Beverages (AREA)
  • Beverage Vending Machines With Cups, And Gas Or Electricity Vending Machines (AREA)

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft einen Zwillingskammer-Behälter oder Zwei-Kammer-Behälter zur Verwendung in einem Getränkebehälter, bei dem zwei Produkte bis zu dem Zeitpunkt getrennt bleiben, an dem der Verbraucher die Mischung aus beiden konsumieren möchte. Dies stellt sicher, dass die Mischung frisch ist und sich im idealen Zustand für das Trinken befindet.
  • Es ist eine gut bekannte Technik, kleine Kapseln oder dergleichen zur Initiierung von Blasenbildung in einem Getränk zu verwenden, das Kohlendioxid und fakultativ Stickstoff enthält. Insbesondere sind derartige Kapseln dafür vorgesehen, auf frisch ausgegossenem Bier eine cremige Schaumkrone hervorzurufen. Die Blasenbildung kann wie folgt angeregt werden: Während des Füllverfahrens des Getränkebehälters wird ein Tropfen flüssiger Stickstoff oder dergleichen in den Behälter eingebracht, bevor dieser schnell verschlossen wird. Der flüssige Stickstoff verdampft, und zusammen mit dem vorhandenen Kohlendioxid wird, beispielsweise durch den Stickstoff, ein Überdruck im Behälter erzeugt. Die Kapsel im Inneren des Behälters, die am Boden des Behälters oder in dessen Nähe befestigt ist, besitzt mindestens eine, sehr kleine Öffnung. Direkt nach dem Verschließen des Behälters wird dieser auf den Kopf gestellt, so dass die kleine Öffnung der Kapsel in Verbindung mit dem Gasraum oberhalb des Getränks im Behälter kommt. Nun tritt ein Druckausgleich zwischen dem Inneren der Kapsel und dem Gasraum oberhalb des Getränks ein. Das unter Druck stehende Gas dringt in die Kapsel ein, bis der Innendruck und der Außendruck gleich sind. Anschließend wird der Behälter in seine „normale" aufrechte Stellung gebracht. Aufgrund der Oberflächenspannung des Getränks kann keine oder nur wenig Flüssigkeit in die Kapsel eindringen. Beim Öffnen des Getränkebehälters gibt es einen sofortigen Druckabfall im Behälter auf Umgebungsdruck, wodurch eine Druckdifferenz zwischen dem Inneren der Kapsel und deren Umgebung aufgebaut wird. Dies bewirkt, dass kleine Bläschen durch die kleine(n) Öffnungen) entweichen, die die Bildung der gewünschten Schaumkrone auf dem Getränk unterstützen.
  • Anstelle von kleinen Öffnungen kann die Kapsel mit unterschiedlichen Ventilmitteln versehen sein, die auf die erwähnte Druckdifferenz nach dem Öffnen des Getränkebehälters ansprechen. In solchen Fällen ist es nicht nötig, den Behälter auf den Kopf zu stellen; stattdessen sind allerdings die Herstellungskosten höher. Darüber hinaus müssen diese Kapseln unter Überdruck mit Gas befüllt und verschlossen werden.
  • In der WO 91/07326 ist eine derartige Kapsel offenbart. Sie besitzt die Gestalt eines geschlossenen, hohlen Einsatzes (für das Einsetzen in einen Behälter) mit Mitteln, die auf das Öffnen des Behälters so reagieren, dass eine Verbindung zwischen dem Inneren des Einsatzes und dem im Behälterkörper enthaltenen Getränk entsteht, wenn der Behälter geöffnet wird. Die Öffnung in der Kapselwand befindet sich in der unteren Hälfte der Kapsel und befindet sich in geeigneter Weise im unteren Wandteil, günstiger Weise am oder nahe dem niedrigsten Punkt oder solchen Punkten in der Kapsel. Die Kapsel besitzt ein Verschlussmittel, beispielsweise eine Berstscheibe, die dann, wenn die Berstscheibe der Druckdifferenz zwischen dem Inneren der Kapsel und dem Atmosphärendruck im Behälter bei oder nach dessen Öffnen ausgesetzt wird, abspringt und die Öffnung freilegt. Das Verschlussmittel kann alternativ ein manuell zu öffnendes Ventil oder eine am Behälterverschluss befestigte Einstichvorrichtung sein bzw. umfassen. Alternativ kann das Verschlussmittel ein auf Druck reagierendes Ventil sein, das sich öffnet, wenn es der Druckdifferenz zwischen dem Inneren der Kapsel und dem Atmosphärendruck im Behälter nach dessen Öffnung ausgesetzt wird. Das Ventil kann in geeigneter Weise aus einer Bohrung, die in einer Öffnung endet, und einem Stopfen auf der Außenseite der Kapsel bestehen, der in die Bohrung eingepasst ist und aus der Bohrung herausgeblasen wird, wenn er beim Öffnen des Behälters der Druckdifferenz ausgesetzt wird. Weitere Ausgestaltungen des Ventils sind ebenfalls beschrieben.
  • Kürzlich wurde in der PCT/EP 94/02491 vorgeschlagen, einen solchen Einsatz als Kapsel zur Aufnahme einer zweiten Flüssigkeit zu verwenden, die unmittelbar vor dem Ausgießen oder Verzehren des im Behälter befindlichen Getränks mit der Getränkeflüssigkeit vermischt werden soll. Es wird vorgeschlagen, diese Kapsel teilweise mit der zweiten Flüssigkeit zu befüllen, wobei oberhalb dieser Flüssigkeit ein zweiter Gasraum entsteht. Wenn der Getränkebehälter geöffnet wird und der Druck im Haupt-Gasraum oberhalb der Getränkeflüssigkeit im Getränkebehälter auf Atmosphärendruck absinkt, bewirkt die Druckdifferenz zwischen dem zweiten Gasraum und dem Atmosphärendruck, dass der druckempfindliche Verschluss eine Öffnung in der Wand der Kapsel freilegt, wobei sich diese Öffnung in der Wand der Kapsel in der unteren Hälfte der Kapsel befindet, und die zweite Flüssigkeit aus der Kapsel in die erste Flüssigkeit schließt.
  • Die genannte Kapsel wird vorzugsweise im Vorhinein auf einen Druck oberhalb von Atmosphärendruck beladen. Wenn dies der Fall ist, kann sie unter diesem Druck gehalten werden, während sie in den Behälter eingesetzt wird, und der gesamte Behälter mit Kapsel wird unter diesem Druck gehalten, während er mit einer ersten Flüssigkeit befüllt wird. Wegen des Vorhandenseins eines Ventils, das den Schritt einer vorab erfolgenden Druckbeaufschlagung des Inneren der Kapsel aushält, sind die Kosten für die Herstellung einer solchen Kapsel sehr hoch.
  • Gemäß dieser Anmeldung ist es auch möglich, die Kapsel nicht im Vorhinein unter Druck zu setzen. In diesem Fall muss innerhalb des Getränkebehälters eine Verbindung zwischen dem Inneren der Kapsel und deren Äußeren bestehen, was eine Kontamination bewirken kann (beispielsweise ein Auslaufen der zweiten Flüssigkeit), oder es ist erforderlich, dass physikalische Veränderungen an der Kapsel stattfinden, beispielsweise eine Schrumpfung, Erweichung oder dergleichen. Es ist klar erkennbar, dass derartige zusätzliche Schritte und die Auswahl geeigneter Materialien deshalb ebenfalls eine Quelle für zusätzliche Kosten darstellen.
  • Da Getränkebehälter jedoch in hohen Stückzahlen hergestellt werden, ist es wünschenswert, die Kosten für solche Kapseln zu senken.
  • In der WO 96/24542 wird eine zweikammerige Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 offenbart, die die Gestalt eines starren Behälters besitzt und die Möglichkeit bietet, eine Substanz innerhalb einer unter Druck stehenden Getränkedose getrennt aufzubewahren und sie unmittelbar nach dem Öffnen der Getränkedose freizusetzen. Die Kammern sind mit Hilfe zweier Rippen aneinander befestigt und werden durch eine bewegliche Membran voneinander getrennt, die sich quer zur Achse des Behälters erstreckt: Die Deformation der Membran wird genutzt, um den Behälter auf eine Druckdifferenz hin aufzudrücken.
  • Die vorliegende Erfindung stellt einen Behälter zur Aufnahme eines Zusatzes für dessen Mischung mit einer ersten Getränkeflüssigkeit in einem Getränkebehälter direkt nach dem Öffnen des Getränkebehälters gemäß Anspruch 1 bereit. Es handelt sich um einen Zwei-Kammer-Behälter, der vor dem Einsetzen in den Getränkebehälter nicht vorab unter Druck gesetzt werden muss. Eine der beiden Kammern („erste Kammer") soll vollständig mit dem Zusatz befüllt werden, während die andere („zweite Kammer") nur mit Gas befüllt werden soll. Der Zusatz kann eine zweite Getränkeflüssigkeit, ein Sirup oder ein fester Stoff sein, beispielsweise ein Pulver oder ein Granulat. Diejenige Kammer, die Gas enthält (zweite Kammer) befindet sich in Verbindung mit der Umgebung, das heißt der so genannten Primärkammer des Getränkebehälters. Diese Verbindung wird durch mindestens eine Öffnung hergestellt, die eine beliebige Gestalt besitzen kann, vorausgesetzt, dass der Gasfluss in ausreichendem Maße beschränkt ist, so dass einerseits ein Gasfluss die Druckdifferenz zwischen dem Inneren und dem Äußeren der Kammer nach dem Verschließen des Getränkebehälters innerhalb einer annehmbaren Zeitspanne, beispielsweise im Bereich von einigen Sekunden bis zu einer halben Stunde oder einer Stunde, langsam ausgleicht, während andererseits das Gas bei einem plötzlichen Druckabfall in der Primärkammer des Getränkebehälters (d. h. nach dessen Öffnung) nicht so schnell entweichen kann, dass der Druckabfall in der gleichen Zeit- Größenordnung ausgeglichen wird, wie er beim Öffnen des Getränkebehälters auftritt (d. h. im Bereich von etwa 1/100 bis 1/10 Sekunden.).
  • Zwischen der den Zusatz enthaltenden, ersten Kammer des Zwei-Kammer-Behälters und der Primärkammer des Getränkebehälters besteht keine Verbindung. Die erste Kammer ist dicht verschlossen. Vorzugsweise ist sie mit der zweiten Flüssigkeit, dem Pulver, dem Granulat oder dergleichen vollständig gefüllt.
  • Der Zwei-Kammer-Behälter ist dadurch gekennzeichnet, dass er eine umgebende äußere Seitenwand und eine innere Seitenwand besitzt und einen Bodenteil und einen oberen Teil umfasst, von denen mindestens einer Seitenwände aufweist, die sich derart erstrecken, dass
    • (a) nach dem Verbinden des oberen Teils mit dem Bodenteil eine erste Kammer, die vom inneren Teil des Bodens, der inneren Seitenwand, bei der es sich um eine umgebende innere Seitenwand handelt, und vom inneren Teil des oberen Teils begrenzt wird, und eine zweite Kammer, die von einem äußeren Teil des Bodens, der inneren Seitenwand, der äußeren Seitenwand und einem äußeren Teil des oberen Teils begrenzt wird, gebildet werden; wobei das Oberteil und/oder die äußere Seitenwand der zweiten Kammer mindestens eine gering dimensionierte Öffnung besitzt, oder
    • (b) der Zwei-Kammer-Behälter eine im wesentlichen zylindrische Form besitzt, worin die umgebende äußere Seitenwand kreisförmig ist, während sich die innere Seitenwand gerade erstreckt und das Innere in zwei Kammern teilt, die jeweils die Form eines Halbkreises als Basis haben.
  • In einer Ausgestaltung der Erfindung besteht der zweikammerige Behälter der vorliegenden Erfindung aus mindestens zwei Teilen, einem oberen Teil und einem Bodenteil, von denen mindestens einer Seitenwände besitzt, die sich zum anderen Teil hin erstrecken, derart, dass auf das Verbinden beider Teile hin die genannten beiden Kammern zur Verfügung stehen. Es existieren zwei verschiedene Arten von Seitenwänden.
  • Die umgebende äußere Seitenwand des Zwei-Kammer-Behälters begrenzt zumindest teilweise die äußere Wand der das Gas beherbergenden Kammer (der zweiten Kammer) und ist über (ein) Verschlussmittel mit dem gegenüberliegenden Bodenteil oder oberen Teil verbindbar oder verbunden. Dieses Verschlussmittel muss derart sein, dass es sich auf die plötzliche Druckdifferenz hin öffnet oder bricht, die in dem Moment auftritt, wenn der Verschluss des Getränkebehälters geöffnet wird und der Behälter belüftet wird, wobei der Überdruck auf Umgebungsdruck abfällt. Die Öffnung(en) in der das Gas beherbergenden Kammer, die für den langsamen Druckausgleich vorgesehen ist/sind, ist/sind verengt, so dass das Gas während des plötzlichen Druckabfalls nicht aus dieser Öffnung bzw. diesen Öffnungen austreten kann, um den Druck auszugleichen. Demzufolge lastet die Druckdifferenz beim Öffnen des Getränkebehälters vollständig auf dem Verschlussmittel. Da dieses der von der Druckdifferenz verursachten Kraft nicht widerstehen kann, öffnet sich oder bricht der Verschluss.
  • Die innere Seitenwand, die die beiden unterschiedlichen Kammern innerhalb des Zwei-Kammer-Behälters trennt, ist eine durchgehende Wand, die dichtend am gegenüberliegenden Teil (dem Bodenteil oder dem oberen Teil) anliegt, solange beide Teile des Zwei-Kammer-Behälters miteinander verbunden sind. Aus diesem Grunde sind die beiden Kammern vollständig voneinander getrennt, ohne die Möglichkeit, dass Gas oder ein anderes Fluid aus seiner Kammer entweicht und in die andere Kammer eintritt. Dagegen ist zwischen dieser inneren Seitenwand und dem entsprechenden, gegenüberliegenden Teil des Zwei-Kammer-Behälters kein Verschlussmittel oder nur ein relativ schwaches vorhanden, so dass die innere Seitenwand nach dem Öffnen oder Brechen der Verbindung zwischen der äußeren Seitenwand und dem gegenüberliegenden Bodenteil oder oberen Teil nicht länger dichtend am gegenüberliegenden Teil des Behälters anliegt, sondern sich davon löst. Dies führt dazu, dass der Zusatz aus seiner Kammer ohne Behinderung entweichen kann.
  • Die mindestens eine gering dimensionierte Öffnung für einen ausschließlich langsamen Druckausgleich zwischen dem Inneren der das Gas aufnehmenden Kammer des Zwei-Kammer-Behälters und deren Umgebung kann eine einzige, obere Öffnung mit beschränktem Durchmesser sein, die in einem oberen Teil der Außenwand oder auf seiner Oberseite vorhanden ist. Diese Öffnung mit beschränktem Durchmesser besitzt eine solche Größe, dass keine oder nur wenig Flüssigkeit eindringen kann, wenn sie in Kontakt mit der Flüssigkeit im Behälter steht. Dies ist eine Folge des „Blasenpunkt-Effekts" (bubble point eftect), der von Oberflächenspannungs-Kräften verursacht wird. Die Öffnung mit beschränktem Durchmesser erlaubt jedoch einen langsamen Druckausgleich zwischen ihrem Inneren und der Außenseite, wie oben näher erläutert. „Langsamer Ausgleich" bedeutet einen Ausgleich im Verlauf eines Zeitraums von etwa einer Sekunde bis zu etwa einer halben Stunde oder einer Stunde: Man darf annehmen, dass ein Tropfen flüssiger Stickstoff, der unmittelbar vor dem Verschließen des Getränkebehälters zugegeben wurde, innerhalb von etwa 15 Sekunden verdampft. Es kann nun beispielsweise etwa die gleiche Zeit dauern, um etwa 80% der Druckdifferenz auszugleichen, wenn die Öffnung mit beschränktem Durchmesser in Kontakt mit dem gashaltigen Kopfraum des Getränkebehälters steht (beispielsweise in einer Stellung, bei der der Getränkebehälter auf den Kopf gestellt ist, wenn der Zwei-Kammer-Behälter auf dessen Boden aufgesiegelt ist). Ein voller Druckausgleich wird normaler Weise beinahe oder vollständig abgeschlossen sein, wenn die – optionale – Pasteurisierung beendet ist (z. B. innerhalb von 0,5 bis 1 Stunde).
  • Die Öffnung mit beschränktem Durchmesser kann ein kleines Loch sein, das sich durch die Wand oder Oberseite des entsprechenden Teils des Zwei-Kammer-Behälters erstreckt. Alternativ kann sie beispielsweise aus den folgenden Elementen bestehen: Rund um die Öffnung ist die Außenseite der Oberfläche eingezogen, wobei eine beinahe zylindrische Vertiefung oder Aussparung gebildet wird, von deren Basis aus sich der kegelstumpfförmig geneigte Teil aufwärts in Richtung der Höhe der Außenfläche des Oberteils erstreckt oder diese erreicht. Die verengte Öffnung befindet sich an der Spitze des kegelstumpfförmig geneigten Teils. In einer anderen beispielhaften Ausführungsform ist die Innenseite des oberen Teils mit einem kleinen zylindrischen Körper versehen, der aus demselben Material besteht. Ein kleines Loch erstreckt sich durch diesen Zylinder und durch den oberen Teil hindurch und bildet dabei die Öffnung an der Außenfläche des oberen Teils.
  • Das Verschlussmittel der umgebenden äußeren Wand kann beispielsweise eine Schnappverbindung, eine reibschlüssige Verbindung oder eine Membran sein. Die Schnappverbindung muss dichtend sein; sie muss jedoch ausreichend schwach sein, so dass die beim Öffnen der Schnappverbindung zu überwindenden Kräfte (d. h. Reibkräfte und formverändernde Kräfte) geringer sind als die Kräfte, die von der Druckdifferenz beim Öffnen des Getränkebehälters verursacht werden. Idealer Weise ist der zweikammerige Behälter aus einem Material hergestellt, das ausreichend biegsam ist, damit die formverändernden Kräfte gering sind, beispielsweise ein Polyalkylen, vorzugsweise Polypropylen. Dieses Material kann in vorteilhafter Weise zur Herstellung des ganzen Zwei-Kammer-Behälters eingesetzt werden, da es hydrophob ist und damit die gewünschten Oberflächenspannungs-Eigenschaften liefert. In einer spezifischen Ausgestaltung ist die Oberfläche derjenigen Teile des Zwei-Kammer-Behälters, die den Schnappverschluss ergeben, mit einem reibungsvermindernden Mittel oder einem Gleitmittel beschichtet. Wenn das Verschlussmittel eine reibschlüssige Verbindung ist, umfasst der Bodenteil des Zwei-Kammer-Behälters einen unteren Teil der äußeren Seitenwand (d. h. integral oder untrennbar daran befestigt oder damit verbunden), und auch der obere Teil des Behälters umfasst einen oberen Teil der äußeren Seitenwand. Die Verbindung kommt durch die Überdeckung des oberen und des unteren Seitenwand-Teils zustande. Die Kräfte für das Öffnen der reibschlüssigen Verbindung zwischen beiden Seitenwand-Teilen müssen ausreichend schwach und geringer als die Kräfte sein, die von der vorgenannten Druckdifferenz beim Öffnen des Getränkebehälters ausgehen. Die Abdichtung der reibschlüssigen Verbindung kann entweder ausschließlich durch den Bereich der überlappenden Wände oder zusätzlich durch ein Dichtprofil oder eine Dichtungsscheibe erfolgen. In einer andern Ausgestaltung ist das Verschlussmittel eine dünne Membran. Diese Membran kann beispielsweise den oberen Teil oder den Bodenteil des Zwei-Kammer-Behälters darstellen und schwach auf die entsprechenden Außenwand-Enden aufgesiegelt sein. Sie muss ausreichend fest sein, so dass dann, wenn die Abdichtung zu den Außenwand-Enden in Folge der plötzlichen Druckdifferenz birst oder bricht, auch die Verbindung mit der Innenwand geöffnet wird.
  • Die Innenwand, die dichtend am gegenüberliegenden Teil des Zwei-Kammer-Behälters anliegt, kann ohne jedes Verschlussmittel sein. Beim Öffnen der Verbindung zwischen der äußeren Seitenwand und dem gegenüberliegenden Teil kann deshalb Flüssigkeit oder Pulver oder dergleichen ungehindert aus ihrer/seiner Kammer entweichen. In einer anderen Ausgestaltung der Erfinder sind Verschlussmittel zur Ausbildung der dichtenden Verbindung vorgesehen. Diese Verschlussmittel müssen jedoch schwach sein und müssen sich zusammen mit der Trennung der Verschlussmittel der äußeren Seitenwand öffnen. Beispielsweise kann es sich dabei um eine reibschlüssige Verbindung handeln, deren Überlappungsbereich geringer ist als der einer reibschlüssigen Verbindung zwischen Teilen der umgebenden äußeren Seitenwand. Wenn die Kräfte der beim Öffnen des Getränkebehälters entstehenden Druckdifferenz die reibschlüssige Verbindung zwischen den Außenwand-Teilen aufdrücken, bewirkt die geringere Länge der Überlappung der Innenwand notwendiger Weise auch deren Öffnung.
  • In einer bevorzugten Ausgestaltung besteht der Zwei-Kammer-Behälter aus dem oberen Teil, das die Oberseite, die Innenwand und die umgebende äußere Seitenwand umfasst. Die unteren Enden der Wände passen mit dem Bodenteil zusammen, und seine umgebende äußere Seitenwand umfasst Mittel für eine Schnappverbindung, desgleichen der Bodenteil des Zwei-Kammer-Behälters. Um einen solchen Behälter zu füllen, wird er auf den Kopf gestellt.
  • In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform besitzt der Zwei-Kammer-Behälter eine im Wesentlichen zylindrische Form, wobei der Boden die Gestalt einer kreisförmigen Platte (oder einer entsprechend domartig gewölbten Struktur) besitzt, die sich nach außen erstreckt. Die Außenwand und der Boden (oder in einer anderen Ausführungsform die Oberseite) sind mit Verschlussmitteln ausgestattet, und der Verschluss erstreckt sich rund um den Boden des Zwei-Kammer-Behälters. Die erste Kammer des Zwei-Kammer-Behälters, die mit einem Aromastoff befällt werden soll, kann sich innerhalb der zweiten Kammer befinden. In diesem Fall ist eine Innenwand (die aus vier rechtwinklig oder ähnlich angeordneten Wänden bestehen kann, vorzugsweise aber kreisförmig ist) vorgesehen. Damit erstreckt sich die Innenwand, die eine erste und eine zweite Kammer voneinander trennt, nicht bis zur Außenwand, so dass die zweite Kammer, die für die Aufnahme von Gas vorgesehen ist, die erste Kammer vollständig umgibt. Diese letztere Ausgestaltung ist bevorzugt, und insbesondere ist eine Ausführungsform bevorzugt, die kreisförmige Innen- und Außenwände besitzt. Solche Behälter können vorteilhaft unter niedrigem Kosteneinsatz hergestellt werden. Es ist nicht notwendig, dass die äußere oder zweite Kammer dieselbe Höhe besitzt wie die Innenkammer. Es kann vorteilhaft sein, wenn sie niedriger ist. In diesem Fall sind die Oberseiten der beiden Kammern durch eine Stufe oder Schulter voneinander getrennt.
  • Die Erfindung soll nachstehend unter Bezugnahme auf die Figuren ausschließlich zur weiteren Erläuterung beschrieben werden.
  • 1a ist eine Schnitt-Darstellung eines Zwei-Kammer-Behälters der vorliegenden Erfindung mit einer Schnappverbindung als Verschlussmittel der Außenwand.
  • 1b ist eine schematische Darstellung, die die Anordnung der Wände und das Verschlussmittel zeigt.
  • 2 zeigt denselben Behälter, nachdem sich dessen Verschluss geöffnet hat oder gebrochen ist.
  • Die 3a und 3b zeigen eine andere Ausgestaltung des Zwei-Kammer-Behälters der vorliegenden Erfindung, bei dem das Verschlussmittel der umgebenden äußeren Seitenwand eine reibschlüssige Verbindung ist und die innere Seitenwand ebenfalls über eine reibschlüssige Verbindung dichtend am Boden der Kammer anliegt, wobei die letztgenannte reibschlüssige Verbindung jedoch einen geringeren Überlappungsbereich im Vergleich zu dem der Außenwand besitzt. Auch diese Figuren sind Querschnitte.
  • Die 4a und 4b, bei denen es sich ebenfalls um Querschnitte handelt, zeigen weitere Ausgestaltungen des Zwei-Kammer-Behälters, in denen die Oberseite aus einer Membran besteht.
  • 5 zeigt eine andere Ausgestaltung eines Zwei-Kammer-Behälters, in der die innere und die äußere Kammer unterschiedlich hoch sind.
  • In 1a sieht man einen Bodenteil 1 eines Zwei-Kammer-Behälters, der mit dessen oberem Teil 10 verbunden ist, welcher eine Oberseite 2, Außenwände 3 und Innenwände 4 besitzt. Verschlussmittel 5 sind in Form einer Schnappverbindung vorhanden. Der Bodenteil ist leicht gewölbt, damit er an den Boden des entsprechenden Getränkebehälters passt. Die Wände 4 trennen eine erste Kammer 6 ab, die mit dem Aromastoff befüllt werden soll. Die dunklen Streifen sollen diesen Aromastoff darstellen. Die zweite oder äußere Kammer 7, die die erste oder innere Kammer umgibt, ist für die Befüllung mit Gas vorgesehen. Derjenige Teil des oberen Teils, der die Oberseite der äußeren, zweiten Kammer ist, weist eine Öffnung 8 mit verengtem Durchmesser auf, über die ein Druckausgleich zwischen dem Inneren und dem Äußeren erfolgen kann. 9 stellt eine umgebogene Kante dar, wobei es sich um ein Merkmal handelt, das für die Ausführung der vorliegenden Erfindung nicht notwendig ist. In 1b ist die kreisförmige Form der Innenwand 4 und der Außenwand 3 dargestellt. Es sei angemerkt, dass die Außenwand 3 nur als kreisförmige Linie angedeutet ist.
  • 2 zeigt denselben Zwei-Kammer-Behälter, nachdem ein plötzlicher Druckabfall im Getränkebehälter als Folge der Öffnung von dessen Verschluss aufgetreten ist. Das Verschlussmittel in Gestalt der Schnappverbindung zwischen dem Ende der Wand 3 (5a) und entsprechenden, am Bodenteil 1 des Zwei-Kammer-Behälters angeordneten Teilen (5b) hat sich geöffnet. Da zwischen der Innenwand 4 und dem Bodenteil 1 weder eine Abdichtung noch ein Verschluss angeordnet ist, kann der Aromastoff ungehindert in die Getränkeumgebung entweichen.
  • 3a zeigt einen Zwei-Kammer-Behälter, der aus zwei Kunststoffteilen, vorzugsweise aus Polypropylen, hergestellt ist. Der obere Teil 10 besteht aus einer Oberseite 2, die integral mit der inneren Seitenwand 4 und dem oberen Teil der äußeren Seitenwand 3 verbunden ist. Der Bodenteil 1 besteht aus einem Boden 12, der im Bereich der inneren (ersten) Kammer dicker ist, wodurch eine entsprechende Stufe 13 gebildet wird, und unteren äußeren Seitenwänden 3'. Die Enden der umgebenden äußeren Seitenwand-Teile 3 und 3' überlappen bei 11, wodurch eine reibschlüssige Verbindung hergestellt wird. Reibkräfte sind die einzigen Kräfte, die den Reibverschluss im überlappenden Bereich halten. Die innere Seitenwand 4 reicht über die Stufe 13 des Bodenteils, so dass die innere Seitenwand dichtend am Boden 12 befestigt ist, wobei sie eine reibschlüssige Verbindung mit etwa 1/3 der Länge derjenigen der äußeren Wandteile bildet. Deshalb kann dann, wenn die reibschlüssige Verbindung zwischen den äußeren Wandteilen 3, 3' geöffnet wird, der Aromastoff innerhalb der inneren Kammer ungehindert entweichen. In einem oberen Teil der Außenwand 3 lässt sich die Öffnung 8 mit beschränktem Durchmesser erkennen.
  • 3b unterscheidet sich von 3a dadurch, dass ein zusätzlicher O-Ring 16 innerhalb der reibschlüssigen Verbindung angeordnet ist. Dieser Ring kann beispielsweise aus Gummi oder Teflon hergestellt sein.
  • 4a zeigt eine Ausgestaltung der Erfindung, in der der obere Teil 10 des Zwei-Kammer-Behälters aus einer Membran besteht, die dichtend auf die oberen Enden der Seitenwand 3 und der äußeren Seitenwand 4 aufgebracht ist, so dass die Oberseite 2 eine kegelstumpfförmige Gestalt besitzt. Aufgrund dieser Form sitzt die Membran dichtend auf den Enden der inneren Wand 3 auf, ohne dass eine zusätzliche Abdichtung notwendig ist. Die Membran wird beispielsweise mit Hilfe eines Dichtungsprofils oder einer anderen Art von Dichtung an der äußeren Seitenwand 4 befestigt. Die Membran kann eine biegsame oder eine harte Membran sein.
  • 4b zeigt einen anderen Zwei-Kammer-Behälter mit Membran, in der die Länge der Seitenwände 3 und 4 gleich ist. Die Membran sollte ausreichend steif sein, so dass ein Aufreißen der Dichtung 14 auch zum Öffnen der inneren Kammer 6 führt. Vorzugsweise wird die Membran an beiden Wandenden 3 und 4 aufgesiegelt.
  • 5 zeigt wie 1 einen zweikammerigen Behälter, der aus einem Bodenteil 1 und einem oberen Teil 10 besteht. Im Vergleich zum Behälter der 1 ist die innere oder erste Kammer 6 vergrößert, die zweite oder äußere Kammer 7 verkleinert. Die Seitenwand der inneren Kammer ist teilweise die innere Seitenwand 4, die die beiden Kammern trennt, und teilweise eine äußere Seitenwand 3 (in ihrem oberen Teil). Der Bodenteil 1 besitzt einen eingezogenen Mittelteil, wobei die Verbindung des Bodens 12 zum Boden des Getränkebehälters 13 über dessen äußere Teile 13 bewerkstelligt wird. Die durch den Rücksprung gebildete Stufe 14 liegt dichtend an der Innenwand 4 an, wodurch eine reibschlüssige Verbindung entsteht. Eine äußere reibschlüssige Verbindung 15 besteht aus dem unteren Ende der Außenwand 3 und einer entsprechenden Struktur am Boden 12. Die Länge des Reibschlusses der Verbindung 15 ist im Vergleich zu der der Verbindung 14 größer.
  • Ein beliebiger Aromastoff, der zum Mischen mit der umgebenden oder Hauptflüssigkeit direkt vor dem Verzehr des Getränks vorgesehen ist, kann in die innere Kammer des zweikammerigen Behälters gefüllt werden. Das Hauptgetränk kann Bier, Wasser mit oder ohne Kohlendioxid, fakultativ mit Kohlendioxid versetzter Saft oder dergleichen sein. In einer bevorzugten Ausgestaltung ist das Hauptgetränk Bier, beispielsweise deutsches „Weißbier" und der Aromastoff kann ein aromatisierter Sirup sein, beispielsweise ein Sirup mit Waldmeister- oder Himbeer-Geschmack. In solch einem Fall ist der zweikammerige Behälter derart geformt, dass die übliche Menge dieses Aromastoffs enthalten sein kann. Die vorliegende Erfindung ist aber auch dazu geeignet, um beispielsweise konzentrierten Fruchtsaft oder einen anderen, fakultativ stark gefärbten, aromatisierten Sirup in Wasser einzumischen. Dies kann in solchen Fällen vorteilhaft sein, in denen ein verdünnter Fruchtsaft-Sirup nicht stabil ist. Darüber hinaus kann im Falle der Verwendung eines durchsichtigen Getränkebehälters die Vermischung der beiden Flüssigkeiten vom Konsumenten beobachtet und außerdem in Hinblick auf eine stabile Trennung der beiden Getränkeflüssigkeiten bewertet werden. Die Vollständigkeit der Vermischung wird von der Viskosität beider Flüssigkeiten abhängen. Es kann jedoch vorteilhaft sein, kein vollständiges Vermischen vorzusehen. So wird beispielsweise in der vorgenannten Kombination aus Weißbier und Aromastoff das erhaltene Getränk mit „Berliner Weiße" bezeichnet, die dadurch gekennzeichnet ist, dass Teile des Getränks fast ausschließlich nach Bier schmecken, während andere Teile durch das Waldmeister- oder Himbeeraroma stark gesüßt sind. In anderen Ausgestaltungen wird die erste Kammer mit einem aromatisierenden Pulver oder Granulat oder dergleichen gefüllt.
  • Das Verfahren zum Durchführen der vorliegenden Erfindung ist wird folgendermaßen durchgeführt:
  • Der zweikammerige Behälter wird normaler Weise aus zwei Teilen hergestellt, nämlich dem oberen Teil und dem Bodenteil. In einigen Fällen besitzt nur einer dieser Teile die inneren und äußeren Wände (d. h. die Wände sind integral oder untrennbar damit verbunden oder daran befestigt). Stattdessen ist es möglich, dass einer dieser Teile die Außenwand aufweist, während der andere die Innenwand aufweist. Im Allgemeinen kann der obere Teil, wie im Einzelnen oben für die reibschlüssige Verbindung beschrieben, den oberen Teil entweder von einer oder von beiden der Innen- und/oder Außen-Seitenwände besitzen, und der Bodenteil kann die ergänzenden unteren Wandteile besitzen. Der entsprechend geeignete Teil wird mit dem Aromastoff befüllt, worauf die beiden Teile über das/die Verschlussmittel miteinander verbunden werden. Dies kann unter einer Stickstoff- oder anderen Schutzgasatmosphäre erfolgen, wodurch die zweite oder äußere Kammer mit diesem Gas befüllt zur Verfügung steht. Anschließend kann der Zwei-Kammer-Behälter in den Getränkebehälter eingesetzt werden. Er kann eingebracht werden, bevor der Behälter mit der ersten Getränkeflüssigkeit befüllt wird, und kann aufgeklebt oder auf andere Art und Weise im Inneren, beispielsweise auf dem Boden des Behälters, befestigt werden. Die Befestigung kann unter Verwendung entsprechender Strukturen im Boden des Getränkebehälters und im Bodenteil des Zwei-Kammer-Behälters erfolgen, beispielsweise über einen Schnappverschluss oder dergleichen. Anschließend wird der Behälter mit dem Getränk befüllt. In einer anderen Ausgestaltung wird der Getränkebehälter zuerst mit der Getränkeflüssigkeit befüllt, und anschließend wird der Zwei-Kammer-Behälter eingebracht. In diesem Fall kann er frei auf dem Getränk schwimmen oder sich darin bewegen und in Abhängigkeit von beispielsweise seinem spezifischen Gewicht sinken oder schwimmen.
  • Anschließend wird der Getränkebehälter verschlossen. Dies kann auf bekannte Art erfolgen, beispielsweise durch das Auffalzen eines Doppelfalzes, nachdem ein Tropfen flüssiger Stickstoff oder ein anderes Mittel zum Anheben des Drucks innerhalb des Getränkebehälters eingebracht wurde. Nach dem Falzen sollte die zweite oder äußere Kammer des zweikammerigen Behälters in Kontakt mit dem gashaltigen Kopfraum des Getränkebehälters gebracht werden, beispielsweise indem der Getränkebehälter auf den Kopf gestellt wird, wenn der zweikammerige Behälter an seinem Boden befestigt ist. Als Folge davon wird Gas aus dem Kopfraum in die zweite oder äußere Kammer des zweikammerigen Behälters wandern. Das Gas dringt durch die Öffnung mit beschränktem Durchmesser ein. Der Druckausgleich zwischen dem Inneren und dem Äußeren ist, wie oben beschrieben, in Folge der verengten Öffnung langsam. Flüssigkeit wird jedoch in Folge der Oberflächenspannung und der Gestalt der Öffnung zumindest größtenteils am Eindringen gehindert. Nach Ausgleichen des Drucks ist der Druck innerhalb der äußeren Kammer des zweikammerigen Behälters höher als der natürliche Umgebungsdruck. Auf diese Art und Weise wird der Behälter „vorgespannt" („geprimed"). Dies erfolgt ähnlich dem Befüllen eines Gasbehälters zum Induzieren einer Schaumkrone in einem Bierbehälter. In Folge der Tatsache, dass die Innenwand dicht am gegenüberliegenden Bodenteil oder oberen Teil anliegt, sind die innere und die äußere Kammer vollständig voneinander getrennt, ohne dass Flüssigkeit oder Gas aus der einen in die andere wandern könnte, was den Aromastoff getrennt vom Produkt innerhalb des Behälters hält.
  • Unmittelbar nach dem Öffnen wird der Getränkebehälter belüftet, und der Druck im Behälter sinkt plötzlich auf (den natürlichen) Umgebungsdruck. Der Druck innerhalb des zweikammerigen Behälters bleibt jedoch auf Höhe oder nahe demjenigen des Behälters vor dem Öffnen, da das Gas mit aller Macht, aber vergeblich durch die verengte Öffnung zu entweichen versucht. Dieser Druck erzeugt eine ausreichende Kraft, um den mechanischen Verschluss, beispielsweise den Schnappverschluss, den Reibverschluss oder die Membran-Wand-Verbindung, zu brechen oder zu öffnen. Nach dem Öffnen, Bersten oder Brechen sind die beiden Teile des Behälters getrennt. Da zwischen der inneren Seitenwand und dem gegenüberliegenden oberen Teil oder Bodenteil kein oder nur ein schwacher Verschluss existiert, kann das Aromamittel ungehindert aus der entsprechenden Kammer entweichen und in das erste flüssige Getränk eindringen.
  • Da sowohl der Bodenteil als auch der obere Teil des Behälters, unabhängig davon, welcher von ihnen die Wände aufweist, größer sein sollte als die Deckelöffnung des Getränkebehälters, ist es nicht möglich, dass irgendein Behälterteil vom Konsumenten verschluckt wird.
  • Falls der zweikammerige Behälter am Boden oder einer Seitenwand des Behälters befestigt ist, wird dessen oberer Teil beim Aufbrechen oder Öffnen des Verschlusses in Reaktion auf das Öffnen der Getränkebehälter-Öffnung frei. Dies könnte als hörbares Signal für den Konsumenten verwendet werden, dass das Mischen erfolgreich war.

Claims (12)

  1. Zwei-Kammer-Behälter zur Aufnahme eines Zusatzes zu dessen Einmischung in eine Hauptgetränkeflüssigkeit in einem Getränkebehälter direkt nach Öffnen des Getränkebehälters, dessen eine Kammer (7) eine gering dimensionierte Öffnung (8) besitzt, die für einen ausschließlich langsamen Druckausgleich zwischen ihrem Inneren und dem Äußeren des Zwei-Kammer-Behälters vorgesehen ist, worin die beiden Kammern (6, 7) durch eine Innenwand (4) voneinander getrennt sind, die einen Austausch von Gas oder Flüssigkeit zwischen den beiden Kammern nicht gestattet, dadurch gekennzeichnet, dass der Zwei-Kammer-Behälter eine umgebende äußere Seitenwand (3) und eine innere Seitenwand (4) besitzt und einen Bodenteil (1) und einen oberen Teil (10) umfaßt, von denen mindestens einer Seitenwände aufweist, die sich derart erstrecken, dass (a) nach dem Verbinden des oberen Teils (10 ) mit dem Bodenteil (1) eine erste Kammer (6), die vom inneren Teil des Bodens (11), der inneren Seitenwand (4), bei der es sich um eine umgebende innere Seitenwand handelt, und vom inneren Teil des oberen Teils (10) begrenzt wird, und eine zweite Kammer (7), die von einem äußeren Teil des Bodens (1), der inneren Seitenwand (4), der äußeren Seitenwand (3) und einem äußeren Teil des oberen Teils (10) begrenzt wird, gebildet werden; wobei die zweite Kammer mindestens eine gering dimensionierte Öffnung (8) besitzt oder (b) der Zwei-Kammer-Behälter eine im wesentlichen zylindrische Form besitzt, worin die umgebende äußere Seitenwand kreisförmig ist, während sich die innere Seitenwand gerade erstreckt und das Innere in zwei Kammern teilt, die jeweils die Form eines Halbkreises als Basis haben.
  2. Zwei-Kammer-Behälter nach Anspruch 1, worin die umgebende äußere Seitenwand (3) über Verschlussmittel (11) mit dem gegenüberliegenden Bodenteil (1) oder oberen Teil (10) verbindbar ist, wobei die genannten Verschlussmittel sich infolge eines plötzlichen Druckunterschieds zwischen dem Inneren der genannten Kammer (7) und der Umgebung des Zwei-Kammer-Behälters öffnen oder trennen/brechen, und worin sich die innere Seitenwand (4) derart erstreckt, dass durch das Verbinden der genannten Teile die innere Seitenwand einen dichten Sitz bzw. eine feste Passung mit dem gegenüberliegenden Bodenteil oder oberen Teil besitzt.
  3. Zwei-Kammer-Behälter nach einem der voranstehenden Ansprüche, worin der obere Teil (10) mit den Seitenwänden (3, 4) versehen ist.
  4. Zwei-Kammer-Behälter nach einem der voranstehenden Ansprüche, worin die Verschlussmittel eine Schnappverbindung, eine reibschlüssige Verbindung (11, 15) oder eine Membran (10) aufweisen.
  5. Zwei-Kammer-Behälter nach einem der voranstehenden Ansprüche, worin die Verschlussmittel eine reibschlüssige Verbindung (15) aufweisen und außerdem die innere Seitenwand (4) über eine reibschlüssige Verbindung (14) fest mit dem gegenüberliegenden Bodenteil oder oberen Teil verbunden ist, wobei die letztere reibschlüssige Verbindung jedoch einen geringeren Überlappungsbereich besitzt.
  6. Zwei-Kammer-Behälter nach einem der voranstehenden Ansprüche, worin sowohl der Bodenteil (10) als der obere Teil (1) aus Kunststoff hergestellt sind, vorzugsweise ausgewählt unter Polyalkylenen, und stärker bevorzugt aus Polypropylen hergestellt sind.
  7. Getränke-Behälter mit einem öffnungsfähigen Verschluss in einem oberen Wandbereich, umfassend einen inneren Zwei-Kammer-Behälter gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6 zur Aufnahme eines Zusatzes zum Einmischen desselben in eine Hauptgetränkeflüssigkeit im Behälter, worin die Teile des genannten Zwei-Kammer-Behälters miteinander verbunden sind und eine seiner Kammern mit dem Zusatz befüllt ist, während die andere oder zweite Kammer hauptsächlich oder ausschließlich Gas enthält.
  8. Getränkebehälter nach Anspruch 7, worin der Zwei-Kammer-Behälter am Boden des Getränkebehälters befestigt ist, vorzugsweise mit Hilfe eines Klebstoffs oder einer mechanischen Befestigung.
  9. Getränkebehälter nach Anspruch 7, worin der Zwei-Kammer-Behälter frei schwimmt oder sich frei innerhalb des Getränkebehälters bewegen kann.
  10. Getränkebehälter nach einem der Ansprüche 7 bis 9, worin der Bodenteil und der obere Teil des Zwei-Kammer-Behälters eine solche Größe aufweisen, dass sie nicht aus der (Öffnung herausgelangen können, wenn der Getränkebehälter zum Zwecke der Abgabe des Getränkes daraus geöffnet wurde.
  11. Getränkebehälter nach einem der Ansprüche 7 bis 10, der eine Getränkedose ist.
  12. Verfahren zum Einmischen eines Zusatzes in eine Hauptgetränkeflüssigkeit in einem Getränkebehälter kurz bevor das Getränk verzehrt wird, umfassend die folgenden Schritte: (a) Befüllen der ersten Kammer eines Zwei-Kammer-Behälters nach einem der Ansprüche 1 bis 6 mit einem Zusatz, (b) auf Wunsch Spülen der zweiten Kammer des Zwei-Kammer-Behälters mit einem Gas, vorzugsweise mit Stickstoff und (c) Verschließen der beiden Teile (10, 1) des genannten Behälters mittels der Verschlussmittel, (d) Einbringen des Zwei-Kammer-Behälters in den Getränkebehälter und ggf. Befestigen des erstgenannten Behälters am Boden des zweitgenannten, nach oder vor dem (e) Befüllen des Behälters mit der Getränkeflüssigkeit, (f) Verschließen des Getränkebehälters mit einem Falz, während ein Kopfraum oberhalb der Getränkeflüssigkeit im Getränkebehälter unter Druck gesetzt ist, um einen Druck innerhalb des Getränkebehälters über Umgebungsdruck zu erzielen; (g) Ermöglichen eines langsamen Druckausgleichs zwischen dem Inneren der zweiten Kammer des Zwei-Kammer-Behälters und der Hauptkammer des Getränkebehälters, (h) Öffnen des Getränkebehälters durch Öffnen eines öffnungsfähigen Verschlusses, wodurch ein plötzlicher Druckabfall auf Umgebungsdruck im Getränkebehälter induziert wird, (i) Trennen der Verschlussmittel (11, 15) über eine plötzliche Druckdifferenz zwischen dem Inneren und dem Äußeren der zweiten Kammer im Zwei-Kammer-Behälter, wodurch sich der obere Teil und der Bodenteil des Zwei-Kammer-Behälters voneinander trennen und der Zusatz in der Getränkeflüssigkeit freigegeben wird.
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