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GEBIET DER ERFINDUNG
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Die vorliegende Erfindung betrifft
Sojaprotein, Phytoöstrogene
und Diätfasern
sowie Zusammensetzungen davon, die zur Prävention, Linderung oder/oder
Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Arteriosklerose,
Hypercholesterinämie,
Hyperlipidämie,
Hypertriglyceridämie,
Bluthochdruck und ähnlichen Herz-Kreislauf-Erkrankungen nützlich sind.
Insbesondere weist eine erfindungsgemäße Zusammensetzung eine verbesserte
Wirkung bei der Senkung des Gesamtserumcholesterins und LDL-Cholesterins
auf. Eine erfindungsgemäße Zusammensetzung
ist auch besonders nützlich
zur Verringerung der Ansammlung von Cholesterin in der Arterienwand
bei Personen mit einem hohen Risiko der Entwicklung von kardiovaskulären Erkrankungen
oder solchen, die bereits an einer kardiovaskulären Erkrankung wie Atherosklerose
leiden. Eine erfindungsgemäße Zusammensetzung
eignet sich auch gut zur Senkung des Serumgehalts an Gesamtcholesterin
und/oder LDL-Cholesterin und/oder Triglyceriden und/oder Homocystein
und/oder zur Erhöhung
des Serumgehalts an HDL-Cholesterin und/oder zur Verbesserung des
Verhältnisses
von HDL/LDL-Cholesterin bei Personen mit einem Risiko zur Entwicklung
von kardiovaskulären
Erkrankungen und Personen, die bereits an einer arteriosklerotischen
Erkrankung wie z. B. Atherosklerose oder einer ähnlichen Herz-Kreislauf-Erkrankung
leiden. Die vorliegende Erfindung betrifft auch die Verwendung dieser
Zusammensetzungen bei der Herstellung eines Medikaments zur Behandlung
einer an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung, genauer gesagt Arteriosklerose,
Hypercholesterinämie,
Hyperlipidämie,
Hypertriglyceridämie,
Bluthochdruck und/oder einer ähnlichen
Herz-Kreislauf-Erkrankung
leidenden Person. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auch auf
die Verwendung einer erfindungsgemäßen Zusammensetzung bei der
Prävention
und/oder Behandlung dieser Erkrankungen und Störungen und zur Senkung des
Serumgehalts an Gesamtcholesterin und/oder LDL-Cholesterin und/oder
Triglyceriden und/oder des Homocysteingehalts im Serum von Personen.
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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Zum Fettstoffwechsel gehören die
Biosynthese und der Abbau von z. B. Fettsäuren, Triglyceriden und Cholesterin.
Aufgenommene Triglyceride werden im Dünndarm hydrolysiert und die
Hydrolyseprodukte von der Darmschleimwand absorbiert. Aufgrund der
rela tiven Unlöslichkeit
von Diätfetten
in Wasser, wird die Verdauung und Absorption von Lipiden durch die
Wirkung von reinigenden Substanzen wie Gallensäuren erleichtert, die von der
Gallenblase ausgeschieden werden. Gallensäuren sind für die Fettverdauung und -absorption durch
die Darmschleimwand essentiell.
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Triglyceride und Cholesterin, die
in der Leber synthetisiert werden, werden von Transportproteinen, den
so genannten Lipoproteinen, im Blutstrom zu den peripheren Geweben
befördert.
Lipoproteine sind winzige Bläschen
mit einer Hülle
aus Apoproteinen, Phospholipiden und freiem Cholesterin und deren
Inneres aus hydrophoberen Lipiden, Cholesterinestern und Triglyceriden
besteht. Apoproteine und Lipoproteine werden in erster Linie in
der Leber synthetisiert. Lipoproteine können eine Apoprotein-vermittelte
Bindung an einen Rezeptor an der Oberfläche einer Zelle vornehmen,
in der das gesamte Lipoproteinteilchen aufgenommen und weiter metabolisiert
wird.
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Es wurden mehrere verschiedene Familien
von Lipoproteinen charakterisiert und traditionell nach ihrer durch
Zentrifugieren ermittelten Dichte klassifiziert. Ein Standard-Lipoproteinklassifikationsschema
kann entsprechend der Dichte in aufsteigender Reihenfolge Lipoproteine
sehr geringer Dichte (very low-density lipoprotein – VLDL),
Lipoproteine mittlerer Dichte (intermediatedensity lipoprotein – IDL),
Lipoproteine geringer Dichte (lowdensity lipoprotein – LDL) und
Lipoproteine hoher Dichte (highdensity lipoprotein – HDL) umfassen.
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VLDL enthält etwa 60 bis 65% Triglyceride
und 5 bis 10% Cholesterin, Lecithin und Protein. Sie sind relativ
groß und
ermöglichen
den Transport von Triglyceriden aus der Leber ins Gewebe. LDL enthält etwa
40 bis 50% Cholesterin und 10 bis 15% Triglyceride, Lecithin und
Protein. Sie sind etwas kleiner als VLDL und fungieren ebenfalls
als Transportmittel von Cholesterin aus der Leber ins Gewebe. HDL
enthält
grob gesagt 75% Lecithin und Protein, während der Rest aus Cholesterin
und einer kleinen Menge Triglyceriden zusammengesetzt ist. Sie ermöglichen
den Transport von Cholesterin aus dem Gewebe zur Leber und haben
als solche genau die gegenteilige Funktion von LDL. Cholesterinester können Zellmembranen
nicht leicht durchdringen und werden in einem Rezeptor-vermittelten
Prozess von den Zellen aufgenommen. Sobald das LDL-Teilchen am LDL-Rezeptor
gebunden ist, wird es durch Endozytose internalisiert, und Cholesterin
und Fettsäuren werden
freigesetzt und weiter metabolisiert.
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Aufgrund fortlaufender Untersuchungen
der LDL-Rezeptor-vermittelten Internalisierung von Cholesterin wird
die Beziehung zwischen Nahrungscholesterin, Plasmacholesteringehalten
und atherosklerotischen Leiden zusehends besser verstanden. Man
glaubt, dass die weißen
Blutzellen, die Cholesterin an verletzten Arterienstellen anhäufen, einen
Rezeptor namens Scavenger-Rezeptor enthalten. Wie der LDL-Rezeptor
wirkt dieser Scavenger-Rezeptor über
den Mechanismus der Endozytose und vermittelt die Internalisierung
verschiedener extrazellulärer
Materialien. Der Scavenger-Rezeptor macht jedoch keine Unterschiede
und nimmt viele verschiedene Arten von extrazellulären Materialen,
einschließlich
oxidierte LDL-Teilchen mit Cholesterin-Gehalt, auf. Im Gegensatz
zum LDL-Rezeptor wird der Scavenger-Rezeptor durch eine hohe Konzentration an
Cholesterin in der Zelle nicht hinunterreguliert.
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Neben den oben genannten Lipoproteinen
enthält
der Organismus auch eine Art von Lipoproteinen, die als Chylomikronen
bezeichnet werden. Chylomikronen enthalten 90 bis 95% Triglyceride
und nur eine geringe Menge Cholesterin, Lecithin und Protein, und
sie ermöglichen
den Transport von Triglyceriden aus dem Dünndarm beispielsweise zu Muskeln,
zur Leber und zum Herz.
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Der Cholesterinstoffwechsel im menschlichen
Organismus hängt
eng mit der Synthese, dem Transport und dem Abbau von Triglyceriden
zusammen. Cholesterin ist ein essentieller Fettbestandteil in allen
Säugerzellen.
Es kommt bei der Regulierung der Fluidität von Zellmembranen zum Einsatz
und dient als Vorläufer
für bestimmte
Hormone, Vitamin D und Gallensäuren.
Cholesterin wird in der Leber synthetisiert und durch Lipoproteine
zusammen mit dem Blut zu peripheren Geweben transportiert. Die Leber
hat eine Doppelfunktion bei der Metabolisierung von Cholesterin,
da sie sowohl Cholesterin synthetisieren als auch überschüssiges Cholesterin
zu Gallensäuren
umwandeln kann. Sie kann auch Cholesterin in die Galle ausscheiden.
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Gallensäuren haben ampholytischen Charakter
und enthalten sowohl hydrophobe als auch hydrophile Oberflächen. Ein
derartiger ampholytischer Charakter erleichtert eine durch Gallensäure vermittelte
Emulgierung von Lipiden in Mizellen. Die Bildung von Mizellen ermöglicht Verdauungsattacken
durch wasserlösliche Enzyme
und erleichtert die Lipidabsorption durch die Schleimhautzellen
des Darms. Gallensäuren
werden aus der Leber abgeschieden und in der Gallenblase gespeichert,
bevor sie durch den Gallengang in den Darm gelangen. Die Biosynthese
von Gallensäuren
stellt ein bedeutendes metabolisches Schicksal von Cholesterin dar und
ist für
mehr als die Hälfte
der annähernd
800 mg Cholesterin verantwortlich, die bei einem normalen Erwachsenen üblicherweise
pro Tag verstoffwechselt werden. Zwar werden Gallensäuren in
einer Menge von 400 mg pro Tag synthetisiert, doch wird bedeutend
mehr als diese Menge in den Darm ausgeschieden. Der Großteil der
Gallensäuren,
die in den oberen Dünndarm
ausgeschieden werden, wird im unteren Dünndarm aufgenommen und wieder
zur Leber rückgeführt. Der
enterohepatische Kreislaufprozess kann bis zu 20 bis 30 g Gallensäuren pro
Tag ausmachen. Hingegen beträgt
die tägliche
Ausscheidung von Gallensäuren
im Stuhl nur 0,5 g oder weniger.
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Cholesterin wirkt auf drei verschiedenen
Regulationsebenen bei seiner eigenen Synthese. Erstens unterdrückt es die
endogene Cholesterinsynthese durch Hemmung der HMG-CoA-Reductase.
Zweitens aktiviert es die Acyl-CoA-Cholesterinacyltransferase (ACAT),
die an der Synthese von Cholesterinestern aus Cholesterin und Fettsäuren, gebunden
an Acyl-CoA, beteiligt ist. Drittens reguliert Cholesterin die Synthese
des LDL-Rezeptors. Dementsprechend gewährleistet eine reduzierte LDL-Rezeptor-Synthese,
dass eine Zelle, in der bereits eine ausreichende Menge Cholesterin
vorhanden ist, nicht noch mehr Cholesterin aufnimmt. Damit kann
erklärt
werden, warum überschüssiges Nahrungscholesterin
einen raschen Anstieg des Cholesterinspiegels im Blut bewirkt.
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Es ist bekannt, dass die Anwesenheit
von erhöhten
Cholesterinmengen im Blut in positiver Korrelation mit Arteriosklerose
steht, einem Leiden, das im Allgemeinen mit der Ablagerung von Plaque
in Form von Cholesterin und Fetten an der inneren Auskleidung einer
Arterienwand in Zusammenhang gebracht wird. Eine verbreitet auftretende
Arterienerkrankung ist die atherosklerotische Herz-Kreislauferkrankung.
Dieses Leiden kann nach und nach mehrere Stufen durchmachen. Eine
normale Arterienstruktur ist durch eine diskrete fokale Anzahl von
anhaftenden Monozyten, einige Intimale Schaumzellen und einige Intimale
glatte Muskelzellen oder aber Intimale Zellmassen bei Gabelungen
gekennzeichnet. Auf nichtsymptomatische Weise kann ein Fettstreifen
auftreten und eine Schaumzellenschicht mit einschließen. Bei
fortschreitender Arteriosklerose verhärtet sich die Arterienwand
allmählich
aufgrund von Fett- und Kalkablagerungen und der Ausbreitung von glatten
Muskelzellen, und die Zellen können
allmählich
degenerieren. Während
sich die Arterienwand bei Arteriosklerose verdickt, verhärtet und
an Elastizität
verliert, können
an den Blutgefäßen Verwindungen
und Verdrehungen entstehen und zu einer Verengung derselben führen, so
dass das Herz härter
arbeiten muss, um die übliche
Menge Blut durch die Arterien zu pumpen. Dieser Zustand kann beispielsweise
die Bildung von fibrösen
Plaques auslösen.
Fibröse
Plaques bilden einen Zustand, der nur langsam reversibel ist und
zu komplizierten Läsionen
führen
kann.
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Zelldegeneration kann leicht zu einem
Bruch der Arterienwand führen,
was wiederum Kalkablagerungen, Plättchenbildung und eine allmähliche Narbengewebebildung
mit sich bringt, wodurch die Degeneration der Zellen weiter fortschreitet
und die Elastizität
der Arterienwand noch weiter reduziert wird. Atherosklerose, für die ein
beschränkter
Blutfluss durch eine Koronararterie typisch ist, kann zu einer koronaren
Herzerkrankung führen.
Eine komplizierte Arterienläsion
ist oft symptomatisch, kaum heilbar und kann in schweren Fällen, wie
bei Thrombose, letal sein. Ein reduzierter Blutfluss durch eine
Arterie kann die Bildung von Blutgerinnseln bewirken, die gegebenenfalls
eine Thrombose auslösen
können.
Infolge der Bildung eines Blutgerinnsels in einer Koronararterie
kann durch die Unterbrechung des Blutflusses ein Teil des Herzmuskels
absterben, wodurch die mit einem Herzanfall verbundenen, äußerst schmerzhaften
Brustschmerzen herbeigeführt
werden.
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Arteriosklerose-Symptome hängen zu
einem Großteil
von den betroffenen Arterien und Geweben ab. Tritt Arteriosklerose
in den zum Gehirn führenden
Arterien auf, kann der reduzierte Blutfluss und Sauerstoff zu geistiger
Verwirrung und Persönlichkeitsveränderungen
führen.
Es kann zu einem Schlaganfall kommen, wenn eine durch einen Riss
oder ein Blutgerinnsel geschwächte
Gehirnarterie verhindert, dass Blut zum Gehirn strömt. Das
kann zum Beispiel in manchen Fällen
zu einer teilweisen Lähmung,
zu Sprachverlust und manchmal auch zum Tod führen. Ein reduzierter Blutfluss
durch die Koronararterien resultiert in einer mangelnden Sauerstoffzufuhr
zum Herzmuskel und verursacht Brustschmerzen und einen schmerzhaften
Zustand, genannt Angina pectoris. Angina pectoris wird üblicherweise
durch eine Verengung oder Verstopfung einer Koronararterie verursacht.
Ein Anfall von Angina pectoris kann durch Stress ausgelöst oder
durch körperliche
Aktivitäten
verursacht werden, die eine erhöhte
Blutzufuhr zum Herz erfordern.
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Es besteht zwar kein Zweifel darüber, dass
Cholesterin, Lipide und Lipoproteine alle zu diversen arteriosklerotischen
Leiden beitragen, doch weiß man
wenig über
die Ursachen von Arteriosklerose. Erbliche Belastung spielt in manchen
Fällen
klarerweise eine Rolle, und einige sozioökonomische und durch den Lebensstil
bedingte Faktoren wie Rauchen, Bluthochdruck, Ernährungsgewohnheiten
und Dauerstress tragen ebenfalls zum Auftreten von Arteriosklerose
bei.
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Derzeit gibt es keine einfach Heilung
oder medizinische Behandlung von Arteriosklerose, und Ärzte raten
ihren Patienten üblicherweise
zu einer fettarmen Diät,
mit dem Rauchen aufzuhören
und regelmäßig Sport
zu betreiben. Patienten, die an Hypercholesterinämie leiden, können in
vier Risikogruppen eingeteilt werden: (i) manifeste koronare Herzerkrankungen,
(ii) andere Formen von atherosklerotischen Gefäßerkrankungen, (iii) andere
Risikofaktoren für
koronare Herzerkrankungen in Abwesenheit von etablierten atherosklerotischen
Herz-Kreislauf- Erkrankungen, und (iv) isolierte Hypercholesterinämie in Abwesenheit
anderer Risikofaktoren. Die empfoh lene Behandlungsvorschrift für die Risikogruppe
(iv) besteht in einer allgemeinen Beratung anhand der Laborergebnisse
bei Patienten mit einem Gesamtcholesteringehalt von 5,0 bis 6,4
mmol/l ohne weitere Nachbetreuung. Patienten mit Cholesterinwerten
im Bereich von 6,5 bis 7,9 mmol/l und LDL-Gehalten von > 5,0 mmol/l oder einem
LDL/HDL-Verhältnis
von > 5,0 werden nur
nichtpharmakologische Behandlungen angeboten.
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Die medikamentöse Behandlung von kardiovaskulären Erkrankungen
kann unter anderem mit Calciumkanalblockern zur Erweiterung der
Arterien für
einen freieren Blutfluss oder mit Antikoagulantien zur Verhinderung
der Bildung von Blutgerinnseln in den erkrankten Arterien erfolgen.
Einige Studien haben aufgezeigt, dass Verbindungen wie Acetylsalicylsäure und
Sulphinpyrazon, die durch eine Verringerung der Plättchenreaktivität Blutgerinnsel
verringern und/oder hemmen können,
auch die Bildung von Thromben verhindern können. In fortgeschrittenen
Fällen
kann ein Eingriff zum Ersetzen erkrankter Blutgefäße durch
Implantate von gesunden Arterien erforderlich sein.
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Es wurden weiters verschiedene lipidsenkende
Arzneimittel befürwortet,
da einige Studien gezeigt bzw. nachgewiesen haben, dass sogar bei
anderweitig gesunden Patienten, die an leichter oder mäßiger Hypercholesterinämie leiden,
Koronarmorbidität
und -mortalität
zurückgehen,
wenn sie mit solchen lipidsenkenden Arzneimitteln behandelt werden.
Die in den letzten Jahren am häufigsten
eingesetzten lipidsenkenden Arzneimittel waren Statine wie HMG-CoA-Reductase-Hemmer,
Gallensäureharze,
Fibrate, Nicotinsäurederivate
und verschiedene Fischölkonzentrate
mit einem hohen Gehalt an ω-3-Fettsäuren.
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Ein erhöhter Triglyceridgehalt im Serum
wird derzeit als Risikofaktor für
die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen betrachtet. Was wichtig
erscheint, so haben jüngste
Untersuchungen gezeigt, dass Triglyceridgehalte im Serum, die derzeit
als "normal" angesehen werden – 200 mg
pro Deziliter Serum – eigentlich
zu hoch sein könnten.
Es wurde vorgeschlagen, die "Normal"-Grenze für Triglyceride gegenüber der momentan
als "Normal"-Grenze angesehenen
Grenze um 50% zu senken (Yahoo News, 1. Mai 1998).
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Bei einer Gruppe von Patienten, die
fast 20 Jahre lang untersucht wurde, erhöhte ein Triglyceridgehalt im
Serum von über
100 mg pro Deziliter Serum das relative Risiko, ein neues kardiovaskuläres Ereignis
zu erleiden, tatsächlich
um 50% und verringerte die Überlebenschance
dieses Ereignisses. Dabei wurde hervorgehoben, dass bisher in keinen
klinischen Studien untersucht wurde, ob eine Senkung des Triglyceridgehalts die
Häufigkeit
von späteren
kardiovaskulären
Ereignissen beeinflusst, und die Erforschung der Wirkung von Triglyceridgehalten
im Serum auf kardiovaskuläre
Ereignisse hinkt stark hinter der Erforschung der Wirkung von erhöhten Cholesteringehalten
im Serum auf die spätere
Entstehung von kardiovaskulären
Erkrankungen nach.
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Adlercreutz (Finnish Medical Societey,
Ann. Med. 29, 95–120
(1997)) überprüfte die
Phytoöstrogenklassen
von Lignanen und Isoflavonen und beschrieb ihren Einfluss auf eine
Reihe von Zellaktivitäten
und Stoffwechselereignissen. Die Einnahme von Soja soll die Oxidation
von LDL verhindern, bisher wurde aber noch kein oxidationshemmender
Mechanismus nachgewiesen. Auch wenn Isoflavonoide die Entstehung
von Atherosklerose verhindern können,
besteht ein Problem in der Trennung der phytoöstrogenen Wirkung von der Wirkung
anderer Bestandteile in Nahrungsmitteln. Es wird betont, dass in
Phytoöstrogenen,
insbesondere in Verbindung mit der Aufnahme von Soja, offenbar ein
großes
Potential zur Verhinderung kardiovaskulärer Erkrankungen liegt, da
sich das Gebiet aber erst in den Anfängen der Entwicklung befindet,
müssen
noch einige Untersuchungen abgewartet werden, bis die diesbezügliche günstige Wirkung
von Soja und Isoflavonoiden tatsächlich
nachgewiesen wird. Es wird weiters ausgeführt, dass es zwar eine Fülle von
Literatur in diesem frühen Stadium
der diätetischen
Phytoöstrogenforschung
gibt, jedoch noch viel Arbeit notwendig ist, bevor eine Empfehlung über den
Konsum von Phytoöstrogenen
abgegeben werden kann. Experimentelle und epidemiologische Erkenntnisse
unterstützen
aber die Ansicht, dass diese Verbindungen keinerlei nachteilige
Wirkung haben und dass sie eine Gruppe von Substanzen mit einem
großen
Potential für
die Präventivmedizin
darstellen könnten.
Es wird hervorgehoben, dass derzeit keine definitiven Empfehlungen
hinsichtlich dietätischer
Mengen abgegeben werden können,
die zur Prävention
von Krankheiten erforderlich sind. Es wird keine Zusammensetzung
genannt, die eine Kombination aus Sojaprotein, einem hohen Gehalt
einer Phytoöstrogenverbindung und
Diätfasern
umfasst.
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Anderson (N. Eng. J. Med. 333, 276–282 (1995))
analysierte insgesamt 38 klinische Versuche und kam zu dem Schluss,
dass der Konsum von Sojaprotein den Gehalt von Gesamtcholesterin,
LDL-Cholesterin und
Triglyceriden im Serum signifikant senkt. Es wurde gefunden, dass
die Aufnahme von Diätnahrung,
die Sojaprotein enthält,
im Vergleich zu Kontrolldiäten
eine signifikante Reduktion der Serumkonzentrationen an Gesamtcholesterin,
LDL-Cholesterin und Triglyceriden nach sich zog. Die Aufnahme von
Sojaprotein hatte aber keinen signifikanten Einfluss auf HDL-Cholesterin-Konzentrationen
im Serum. Die Wirkung bei der Einnahme von Sojaprotein hing von
der ursprünglichen
Cholesterinkonzentration ab. Personen mit normalen Cholesterinwerten
wiesen eine nicht signifikante Reduktion von 3,3% auf, und auch
Personen mit leichter Hypercholesterinämie zeigten eine nicht signifikante
Reduktion von 4,4%. Nur bei Personen mit mäßiger und schwerer Hypercholesterinämie fand
eine signifikante Senkung des Cholesterigehalts von 7,4% bzw. 19,6%
statt. Das Veränderungsmuster
bei LDL-Cholesterinkonzentrationen
im Serum war ähnlich
dem Muster für
Gesamtcholesterinkonzentrationen. Auch die Veränderungen bei Serumtriglyceridkonzentrationen
standen auffallend in Zusammenhang mit den ursprünglichen Triglyceridkonzentrationen
im Serum. Es wurden verschiedene Arten von Sojaproteinen untersucht,
wie isoliertes Sojaprotein, faseriges Sojaprotein oder eine Kombination
davon, und es wurde gefunden, dass sich die Art des Sojaproteins
nicht merklich auf die Nettoveränderung des
Cholesteringehalts im Serum auswirkte. Bei der Studie wurde die
gleichzeitige Einnahme von verschiedenen Arten von Sojaproteinen
zusammen mit Diätfasern
nicht in Betracht gezogen. Es wird keine Zusammensetzung genannt,
die eine Kombination von Sojaprotein, einem hohen Gehalt einer Phytoöstrogenverbindung und
Diätfasern
umfasst.
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Bakhit (J. Nutr. 124, 213–222 (1993))
untersuchte schwach hypercholisterinämische Männer, die eine Basisdiät erhielten,
und berichtete, dass die Zugabe von 25 g Sojaprotein zu einer fettarmen
Niedrigcholesterindiät
die Gesamtcholesterinkonzentrationen bei Männern mit erhöhten Blutfettwerten
senkt. Bei Personen mit niedrigeren Blutcholesterinkonzentrationen
(< 5,7 mmol/l)
beeinflusste diese aufgenommene Menge an Sojaprotein die Blutfettwerte
nicht, und einiges deutet darauf hin, dass Plasmalipide bei einigen
Personen nach der Aufnahme von Soja sogar ansteigen könnten. Auch
in anderen Studien wurde festgestellt, dass Personen mit bereits
bestehender Hypercholesterinämie
im Allgemeinen auf Sojaprotein ansprechen, wohingegen Personen mit
normalen Cholesterinwerten dies nicht tun. Bakhit et al. beobachteten
keinerlei zusätzliche
Wirkung bei einer gleichzeitigen Einnahme von Sojaprotein und Sojafasern.
Es wird auf keine Zusammensetzung hingewiesen, die eine Kombination
aus Sojaprotein, einem hohen Gehalt einer Phytoöstrogenverbindung und Diätfasern
umfasst.
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Faggiotto (Atherosclerosis Reviews
21, 187–194
(1990)) behauptet, dass Atherosklerose eine äußerst komplizierte Krankheit
ist, bei der verschiedene pathologische Prozesse wie Entzündung und
Degeneration ins Spiel kommen. Der Beginn einer Atherosklerose und
ihr Fortschreiten sind subtile, langsame und ruhige Prozesse, die
oft mit dem normalen Alterungsprozess einhergehen. Es wird hervorgehoben,
dass trotz einer enormen Anzahl von gesammelten Informationen keine
vollständige
Erklärung
darüber
abgegeben werden kann, warum Atherosklerose in der westlichen Zivilisation
so weit verbreitet ist, wie Fettstreifen bei jungen Menschen entstehen,
wie sich Fettstreifen in fibröse
Plaques umwandeln und welche Rolle eine Entzündung z. B. bei Atherosklerose
spielt. Es wird ausgeführt,
dass sogar dann, wenn Atherosklerose symptomatisch wird, die gewählte Behandlung
oft auf chirurgische Verfahren zurückgreift, da ein medikamentöser Eingriff
wenig oder keinen Kurzzeitnutzen bringt, wenn die Patienten nicht
einer relativ langen und aggressiven Therapie unterzogen werden.
Es wird auf keine Zusammensetzung hingewiesen, die eine Kombination
aus Sojaprotein, einem hohen Gehalt einer Phytoöstrogenverbindung und Diätfasern
umfasst.
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Gooderham (J. Nutr. 126(8), 2000–2006 (1996))
schlägt
vor, dass, obwohl eine mit Sojaprotein ergänzte typische westliche Diät die Plasmakonzentration
an Isoflavonen tatsächlich
steigern kann, dies nicht unbedingt ausreicht, um Risikofaktoren
für eine
Herzer krankung, wie hohen Cholesterin- und Triglyceridgehalten im Serum
und Plättchenaggregation,
entgegenzuwirken. Die Erhöhung
des Serumgehalts an Isoflavonen im Anschluss an eine sojareiche
Diät erwies
sich als ziemlich unterschiedlich bei den untersuchten Personen.
Man führte
das z. B. auf den Zeitpunkt des Sojaproteinverzehrs oder die Zusammensetzung
der Darmflora zurück. Der
Metabolismus von Isoflavonen im Darm variiert unter den einzelnen
Personen und muss noch geklärt
werden. Es wird ausgeführt,
dass der Gehalt an Isoflavonen in menschlichem Plasma wahrscheinlich
nicht zur Vermittlung einer signifikanten Hemmung von Plättchenaggregation
ausreicht. Es wird betont, dass Isoflavone in menschlichem Plasma
vorwiegend in inaktiver Glucuronid-konjugierter Form existieren
und nur eine geringe Menge, wie etwa 10%, in der aktiven freien
und Sulphat-konjugierten Form vorkommen. Die mangelnde Wirkung von
Isoflavonen auf den Gesamtcholesteringehalt in einer Studie stimmte
angeblich mit anderen Studien überein,
bei denen auch gefunden wurde, dass Soja wenig Wirkung bei normocholesterinämischen
Individuen zeigte, wohingegen hypercholesterinämische Personen im Allgemeinen
einen reduzierten Gesamt- und LDL-Cholesteringehalt gegenüber normocholesterinämischen
Personen aufwiesen. Es wurde hervorgehoben, dass nur ein paar Studien über eine
HDL-Cholesterin-steigende Wirkung aufgrund des Verzehrs von Sojaprotein
berichteten und die meisten Studien wenig oder keine Wirkung auf
HDL-Cholesteringehalte zeigten. Die berichteten Ergebnisse zeigen
eine ähnliche
fehlende Wirkung von Sojaprotein auf den HDL-Cholesteringehalt bei
Personen mit normalem Cholesterinspiegel. Es wird betont, dass Isoflavone
erst jüngst
separat untersucht wurden, um festzustellen, ob diese Verbindungen
für die
lipidsenkende Wirkung verantwortlich sind, die mit der Einnahme
von Sojaproteinen in Verbindung gebracht wird. Die Verabreichung
von gereinigten Isoflavonen an Tiere lieferte unterschiedliche Ergebnisse
bezüglich
Blutfette. Bei einer Studie, die an hypercholesterinämischen
Menschen durchgeführt
wurde, zeigte sich keine Wirkung von gereinigten Isoflavonen auf
die Blutfettwerte. Es wird auf keine Zusammensetzung hingewiesen,
die eine Kombination aus Sojaprotein, einem hohen Gehalt einer Phytoöstrogenverbindung
und Diätfasern
umfasst.
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Hendrich (J. Nutr. 124(9 Suppl.),
1789S–1792S
(1994)) berichtet, dass Isoflavone ein großes Potential zugunsten der
Gesundheitserhaltung von Menschen haben können und dass Isoflavone in
Mengen, die durch eine menschlichen Diät mit täglicher Soja-Nahrung potentiell
verfügbar
werden, eine gesundheitsschützende Wirkung
haben können.
Der Gehalt an Isoflavonen in Nahrungsmitteln liegt im Bereich von
0,1 bis 1 mg/g bei Sojanahrung. Mehrere Faktoren wie die Sojabohnensorte,
Verarbeitung und Zugabe von anderen Inhaltsstoffen zur Nahrung beeinflussen
den Isoflavongehalt von Nahrungsmitteln. Es wird ausgeführt, dass
menschliche Darmbakterien aufgenommene Isoflavone zu einem Großteil zerstören können, und
dass dies der Grund dafür sein
könnte,
warum laut Berichten nur 15 bis 20% Isoflavone in intakter Form
aus dem Harn und Stuhl gewonnen werden können. Es wird betont, dass
noch viel Arbeit zur Erforschung der Beziehung zwischen der Isoflavonkonzentration
im menschlichen Harn und Plasma und der biologischen Wirkung von
Isoflavonen notwendig ist. Es wird bemerkt, dass, obwohl noch mehr
gesundheitsbezogene Daten über
Tiere benötigt
werden, die Zeit näher
kommt, wo langfristige Ernährungsversuche
an Menschen mit gereinigten Isoflavonen und Isoflavone enthaltenden
Nahrungsmitteln zur Untersuchung von gesundheitsrelevanten Ergebnissen
gerechtfertigt scheinen. Es wird auf keine Zusammensetzung hingewiesen,
die eine Kombination aus Sojaprotein, einem hohen Gehalt einer Phytoöstrogenverbindung
und Diätfasern
umfasst.
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Hunninghake (Am. J. Med. 97, 504–508 (1994))
offenbart eine Auswertung der hypocholesterinämischen Wirkung einer Langzeitbehandlung
mit einer Mischung von Diätfasern,
verabreicht zweimal täglich.
59 Personen mit mäßiger Hypercholesterinämie, die
an einer 15-wöchigen
Placebo-kontrollierten Studie mit Diätfasern teilnahmen, wurden
weitere 36 Wochen mit 20 g Faser pro Tag behandelt. Es zeigte sich
keine signifikante Wirkung auf den Triglyceridgehalt oder den HDL-Gehalt.
Der Gehalt an Gesamtcholesterin und LDL-Cholesterin sowie das HDL/LDL-Verhältnis fielen
während
der Behandlung signifikant ab. Der durchschnittliche Rückgang in
Prozent, ausgehend von einer Basislinie, nach 51 Wochen Behandlung
betrug etwa 5% bei Gesamtcholesterin, 9% bei LDL-Cholesterin und
11% beim LDL/HDL-Verhältnis.
Es wird auf keine Zusammensetzung hingewiesen, die eine Kombination
aus Sojaprotein, einem hohen Gehalt einer Phytoöstrogenverbindung und Diätfasern
umfasst.
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Knight (Maturitas 22, 167–175 (1995))
bietet einen Überblick über jene
Literaturstellen, die sich in erster Linie mit der klinischen Wirkung
von Phytoöstrogenen
auf mit Alterung verbundene Krankheiten beschäftigen. In einer Untersuchung
der Literatur, die sich mit kardiovaskulären Erkrankungen befasst, wird
festgestellt, dass sich die Schutzwirkung von Phytoöstrogenen
in Lipidveränderungen,
einem Abfall des LDL-Cholesterins und einem Anstieg des HDL-Cholesterins sowie
vaskulären
Auswirkungen äußert, sowohl
was Vasomotortonus- als auch Gefäßwand-Compliance
betrifft. Der Verzehr von Sojaprotein verändert laut Bericht den Fettgehalt,
und Diätsojaprotein
scheint im Vergleich zu verschiedenen tierischen Proteinen antiatherogen
zu wirken. Daraus wird geschlossen, dass Isoflavone eine große und spannende
Gruppe von Verbindungen mit einer potentiellen günstigen Wirkung auf viele Krankheiten
darstellen. Es wird betont, dass aufgrund der aktuellen Erkenntnisse
die Schlussfolgerung zulässig
ist, dass Phytoöstrogene
zu jenen Diätfaktoren
gezählt
werden können,
die eine schützende
Wirkung gegen Herzerkrankungen bieten. Weitere klinische Studien
sind jedoch erforderlich, um ihre Wirkung noch deutlicher aufzuzeigen.
Es wird auf keine Zusammensetzung hingewiesen, die eine Kombination
aus Sojaprotein, einem hohen Gehalt einer Phytoöstrogenverbindung und Diätfasern umfasst.
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Knight (Obstet. Gynecol. 87, 897–904 (1996))
befasste sich mit den Quellen, dem Stoffwechsel, der Potenz und
den klinischen Auswirkungen von Phytoöstrogenen auf den Menschen.
In seinem Bericht weist er darauf hin, dass Phytoöstrogene
zu jenen Diätfaktoren
gehören,
die einen Schutz gegen Herzerkrankungen bei Vegetariern bieten.
Anhand von epidemiologischen Studien sowie Studien über Zelllinien
wird betont, dass Interventionsstudien heute ein probates Mittel
zur Beurteilung der klinischen Wirkung von Phytoöstrogenen darstellen, u. zw.
aufgrund des potentiell wichtigen gesundheitlichen Nutzens, der
mit dem Verzehr von diese Verbindungen enthaltenden Nahrungsmitteln
assoziiert wird. Der Schluss liegt nahe, dass klinische Anwendungen
von Phytoöstrogenen
nach wie vor in den Kinderschuhen stecken. Es wird auf keine Zusammen setzung
hingewiesen, die eine Kombination aus Sojaprotein, einem hohen Gehalt
einer Phytoöstrogenverbindung und
Diätfasern
umfasst.
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Packard (Arterioscler. Thromb. Vasc.
Biol. 17, 3542–3556
(1997)) untersuchte die Heterogenität in den apoB enthaltenden
Lipoprotein-Klassen und bietet eine Interpretation von kinetischen
Studien des apoB-Stoffwechsels auf der Basis von strukturellen und
funktionellen Veränderungen.
Die Untersuchung beruht auf der Tatsache, dass Lipoprotein-Klassen
aus einer begrenzten Anzahl von Bestandteilen mit unterschiedlichen
Eigenschaften zusammengesetzt sind. Die Basis für diese Heterogenität und die
Krankheitsfolgen sind jedoch nicht ganz klar. Die LDL-Fraktion besteht
aus einer kleinen Anzahl von Teilchen-Unterarten mit relativ diskreter Größe und Dichte.
Personen mit einer überwiegenden
Mehrheit von kleinteiligem LDL haben das dreifache Risiko, einen
Herzinfarkt zu erleiden, unabhängig
von der vorhandenen LDL-Gesamtkonzentration. Es wird auf keine Zusammensetzung
hingewiesen, die eine Kombination aus Sojaprotein, einem hohen Gehalt
einer Phytoöstrogenverbindung
und Diätfasern
umfasst.
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Potter (Am. J. Clin. Nutr. 58, 501–506 (1993))
studierte die Wirkungen des Konsums von Sojaprotein mit und ohne
Sojafasern auf Plasmalipide bei schwach hypercholesterinämischen
Männern.
Es wird berichtet, dass Konzentrationen an Gesamt- und LDL-Cholesterin
bei schwach hypercholesterinämischen
Männern
signifikant gesenkt werden konnten, wie sich bei einem Ersatz von
50% des Nahrungsproteins durch Sojaprotein zeigte. Ähnliche
Reduktionen der Blutfette wurden bei isoliertem Sojaprotein beobachtet,
unabhängig
davon, ob es in Verbindung mit Sojakotyledonfasern oder Cellulosefasern
verzehrt wurde. Die Konzentrationen an Triglyceriden im Plasma blieben
von den verschiedenen in diesem Artikel beschriebenen Diätbehandlungen
unbeeinflusst. Die Studie zeigte keine zusätzliche Cholesterin senkende
Wirkung bei der gleichzeitigen Einnahme von Sojakotyledonfasern
mit isoliertem Sojaprotein, und es wurde ausgeführt, dass es nicht bekannt
wäre, ob
sich bei einer erhöhten
gleichzeitigen Einnahme von Sojaprotein und Fasern beim Menschen
der zusätzliche
Nutzen einer Senkung der Cholesterinkonzentrationen im Blut einstellte
oder nicht. Es wird auf keine Zusammensetzung hingewiesen, die eine
Kombination aus Sojaprotein, einem hohen Gehalt einer Phytoöstrogenverbindung
und Diätfasern
umfasst.
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Reinli (Nutr. Cancer 26, 123–148 (1996))
untersuchte die Literatur auf quantitative Daten über den
Gehalt bekannter Phytoöstrogene
(Daidzein, Genistein, Coumestrin, Formononetin und Biochanin A)
in Nahrungspflanzen. Es wird berichtet, dass die Isoflavone Daidzein
und Genistein in vier verwandten chemischen Strukturen vorkommen
können,
nämlich
einer Aglyconstruktur (Daidzein und Genistein), einer 7-O-Glucosidstruktur
(Daidzin und Genistin), einer 6'-O-Acetylgluosidstruktur
(6'-O-Acetyldaidzin
und 6'-O-Acetylgenistin) und
einer 6'-O-Malonylglucosidstruktur
(6'-O-Malonyldaidzin
und 6'-O-Malonylgenistin).
Die Konjugate (7-O-Glucoside, 6'-O-Acetylglucoside und
6'-O-Malonylglucoside)
werden durch Hydrolyse mit den β-Glucosidaseenzymen
von Darmbakterien im Darmtrakt zu Aglyconen übergeführt, die manchmal auch freie
Isoflavone genannt werden. Eine saure Hydrolyse im Magen kann ebenfalls
zur Bildung von freien Isoflavonen beitragen. Es ist unklar, wie
leicht Konjugate im Darm hydrolysiert und anschließend absorbiert
werden. Es wird betont, dass Isoflavone von verschiedenen Tieren
und Menschen unterschiedlich metabolisiert werden. Es wird auf keine
Zusammensetzung hingewiesen, die eine Kombination aus Sojaprotein,
einem hohen Gehalt einer Phytoöstrogenverbindung
und Diätfasern
umfasst.
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Sniderman (Am. J. Cardiol. 79, 64–67 (1997))
präsentiert
eine Risikofaktor-Hypothese mit Betonung auf die integrale Rolle
von LDL bei der Atherogenese. Es wird hervorgehoben, dass eine Messung
des LDL-Cholesterins eine unvollständige Abschätzung des Risikos ist, welches
LDL zugeschrieben werden kann, und dass andere klassische Risikofaktoren
wie z. B. Bluthochdruck, Diabetes und Rauchen ihr proatherogenes Potential
weitgehend oder ausschließlich
durch Multiplizieren der bösartigen
Einflüsse
von LDL auf die Arterienwand ausüben.
Es wird eingeräumt,
dass kleine, dichte LDL-Teilchen
zu den am häufigsten
auftretenden Dyslipoproteinämien
in Verbindung mit koronaren Herzerkrankungen gehören. Es wird berichtet, dass
erhöhte Lipoprotein-A-Werte
mit einem erhöhten
koronaren Risiko Hand in Hand gehen, die Grundlage dafür ist aber nach
wie vor unklar. Es wird auf keine Zusammensetzung hingewiesen, die eine
Kombination aus Sojaprotein, einem hohen Gehalt einer Phytoöstrogenverbindung
und Diätfasern
umfasst.
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Die WO 95/10512 betrifft ein Verfahren
zur Herstellung einer mit Agluconisoflavonen angereicherten pflanzlichen
Proteinmolke und offenbart in einer Ausführungsform eine Molke mit einem
Genisteingehalt von etwa 2,6 bis etwa 8,7 mg/g auf Trockenbasis
und einem Daidzeingehalt von etwa 2,5 bis etwa 6,0 mg/g auf Trockenbasis.
Es wird auf keine Zusammensetzung hingewiesen, die eine Kombination
aus Sojaprotein, einem hohen Gehalt einer Phytoöstrogenverbindung und Diätfasern
umfasst.
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Die WO 95/10529 betrifft ein Verfahren
zur Herstellung eines mit Agluconisoflavonen angereicherten Proteinkonzentrats
und offenbart in einer Ausführungsform
ein Konzentrat mit einem Genisteingehalt von etwa 1,0 bis etwa 2,0
mg/g auf Trockenbasis und einem Daidzeingehalt von etwa 0,7 bis
etwa 1,5 mg/g auf Trockenbasis. Es wird auf keine Zusammensetzung
hingewiesen, die eine Kombination aus Sojaprotein, einem hohen Gehalt
einer Phytoöstrogenverbindung
und Diätfasern
umfasst.
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Die WO 95/10530 betrifft ein Verfahren
zur Herstellung eines wässerigen
Extrakts mit Protein und Gluconisoflavonen und offenbart in einer
Ausführungsform
ein pflanzliches Proteinisolat mit einem Genisteingehalt von etwa
1,5 bis etwa 3,5 mg/g auf Trockenbasis und einem Daidzeingehalt
von etwa 1,0 bis etwa 3,0 mg/g auf Trockenbasis. Es wird auf keine
Zusammensetzung hingewiesen, die eine Kombination aus Sojaprotein, einem
hohen Gehalt einer Phytoöstrogenverbindung
und Diätfasern
umfasst.
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Die WO 97/31546 präsentiert
Daten aus Totalersatzprogrammen (sechs Wochen lang) bei Gewichtsreduktionsstudien,
die vom Karolinska-Spital
in Schweden durchgeführt
wurden. Es wird gezeigt, dass Produkte mit isoliertem Sojaprotein
und Sojakotyledonfasern bei einer Patientenpopulation mit einem
mittleren Anfangscholesteringehalt von 5,6 mmol/l den Serum-Triglyceridgehalt
um maximal 44% und den Cholesteringehalt um maximal 27% senken.
Ein mittlerer Wert von 6,25 mmol/l wurde für alle Patienten mit Serum-Cholesterinwerten über 6 mmol/l
festgestellt, und bei dieser Gruppe von Patienten wurde eine Senkung
des Serum-Cholesteringehalts von 33% beobachtet. Da die berichteten
Daten Teil eines Gewichtsreduktionsprogramms waren, hätten ein
Diäteffekt
und/oder ein auf Gewichtsverlust bezogener Effekt zu den beobachteten Cholesterin-
und/oder Triglyceridabsenkungen beigetragen. Es wird auf keine Zusammensetzung
hingewiesen, die eine Kombination aus Sojaprotein, einem hohen Gehalt
einer Phytoöstrogenverbindung
und Diätfasern
umfasst.
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Die WO 97/37547 offenbart ein mit
Isoflavonen angereichertes Sojaprodukt mit einem Proteingehalt von über 60%
der Gesamttrockenmasse, einem Diätfasergesamtgehalt
von weniger als 4% der Gesamttrockenmasse, einem Saccharosegehalt
von über
10% der Gesamttrockenmasse, einem Gesamtgehalt an schwefelhaltigen
Aminosäuren
von über
2,2% des Aminosäuregesamtgehalts,
einem Stachyosegehalt von weniger als 1,5% der Gesamttrockenmasse
und einem Isoflavon-Gesamtgehalt
von über
2,5 mg/g, was 0,25% entspricht. Die Verwendung von Sojakotyledonfasern
wird nicht vorweggenommen und die beanspruchte Erfindung bezieht
sich auf die Verwendung als Inhaltsstoff für die Herstellung eines essbaren
Produkts und nicht für
die Behandlung von Arteriosklerose. Auch unterscheidet sich das
Produkt von der erfindungsgemäßen Zusammensetzung,
indem es Diätfasern
in einer Gesamtmenge von weniger als 4% der Gesamttrockenmasse, eine
unüblich
kleine Menge an Stachyose und eine große Menge an schwefelhaltigen
Aminosäuren
enthält.
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Die US-5 320 949 offenbart ein Verfahren
zur Herstellung eines mit Agluconisoflavonen angereicherten Faserprodukts
aus einem pflanzlichen Proteinmaterial in Form eines Schlamms und
offenbart in einer Ausführungsform
ein mit Aglucon angereichertes Faserprodukt, das direkt durch dieses
Verfahren erhalten werden kann und einen Genisteingehalt von etwa
1,0 bis 2,0 mg/g und einen Daidzeingehalt von etwa 0,7 bis 1,7 mg/g aufweist.
Keine Erwähnung
wird von einer Zusammensetzung gemacht, die eine Kombination von
Sojaprotein, einem hohen Gehalt an Phytoöstrogenverbindungen und Diätfasern
umfasst. Ebenso wird keine Erwähnung von
einer Zusammensetzung mit Sojakotyledonfasern und einer Phytoöstrogenverbindung
gemacht.
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Die US-5 352 384 offenbart ein mit
Aglucon angereichertes Faserprodukt mit einem Genisteingehalt von
etwa 1,0 bis 2,0 mg/g und einem Daidzeingehalt von etwa 0,7 bis
1,7 mg/g. Keine Erwähnung
wird von einer Zusammensetzung gemacht, die eine Kombination von
Sojaprotein, einem hohen Gehalt an Phytoöstrogenverbindungen und Diätfasern
umfasst.
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Die
EP 827 698 A2 und
EP 827 698 A3 offenbaren
ein Verfahren zur Herstellung eines mit Agluconisoflavonen angereicherten
Extrakts aus pflanzlichem Material, das Isoflavonkonjugate und Protein
enthält. Keine
Erwähnung
wird von einer Zusammensetzung gemacht, die eine Kombination von
Sojaprotein, einem hohen Gehalt an Phytoöstrogenverbindungen und Diätfasern
umfasst.
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Ein anlässlich der im März 1998
stattgefundenen 38. Jahreskonferenz der American Heart Association zum
Thema "Epidemiologie
und Prävention
von kardiovaskulären
Erkrankungen" präsentiertes
Abstract offenbarte eine Reduktion des Gehalts an Gesamt- und LDL-Cholesterin bei einer
Person nach einer Diät,
die mit 25 g Sojaprotein enthaltend 4 mg, 25 mg, 42 mg bzw. 58 mg
Isoflavone supplementiert wurde. Es wurde von einem "Wirkungsbereich" berichtet, so dass
zunehmende Isoflavonmengen mit einer zunehmenden Cholesterinsenkung
in Beziehung gebracht wurden. Eine maximale Reduktion des Gesamt-
und des LDL-Cholesteringehalts im Serum von 4% bzw. 7% wurde für das Produkt
genannt, welches 58 mg Isoflavon enthielt. Keine Erwähnung wird
von einer Zusammensetzung gemacht, die eine Kombination von Sojaprotein,
einem hohen Gehalt an Phytoöstrogenverbindungen
und Diätfasern
umfasst.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Die vorliegende Erfindung schafft
eine Nahrungszusammensetzung mit einer hohen, festgesetzten Menge
einer Phytoöstrogenverbindung
wie z. B. natürlich
vorkommender Isoflavone. Genauer gesagt schafft die vorliegende
Erfindung eine Nahrungszusammensetzung von aus Soja extrahierbaren
Inhaltsstoffen mit einer hohen, festgesetzten Menge einer Phytoöstrogenverbindung
wie z. B. natürlich
vorkommender Isoflavone.
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Noch genauer betrifft die vorliegende
Erfindung eine Kombination umfassend (a) Sojaprotein, vorzugsweise
isoliertes Sojaprotein, (b) einen hohen Gehalt eines Pflanzenhormons
in Form einer Phytoöstrogenverbindung,
vorzugsweise natürlich
vorkommender Isoflavone, und (c) Diätfasern, vorzugsweise Sojafasern,
noch bevorzugter aus Sojakotyledon hergestellte Sojafasern, im folgenden
Sojakotyledonfasern genannt.
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Die vorliegende Erfindung ist nützlich bei
der Behandlung, inklusive der prophylaktischen Behandlung, von kardiovaskulären Erkrankungen
wie Hypercholesterinämie,
Hypertriglyceridämie,
Hyperlipidämie
und anderen kardiovaskulären
Erkrankungen wie z. B. Arteriosklerose. Ein Ziel der vorliegenden
Erfindung besteht in der signifikanten Senkung des Gehalts an Gesamtserumcholesterin
und LDL-Cholesterin sowie Triglyceriden bei einer schwach hypercholesterinämischen
Person. Ein anderes Ziel der vorliegenden Erfindung besteht in der
signifikanten Senkung des Gehalts an Gesamtserumcholesterin und
LDL-Cholesterin sowie Triglyceriden bei einer an Hypercholesterinämie und/oder
Hyperlipidämie
leidenden Person. Es ist ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung,
die Arterienwand resistenter gegen die Ansammlung von Lipoproteinen
zu machen. Noch ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung besteht
in der Schaffung einer Zusammensetzung, die bei der Behandlung und/oder
prophylaktischen Behandlung und/oder Prävention und/oder Linderung
eines arteriosklerotischen Zustands wirksam ist, indem sie das Eindringen
von Cholesterin und/oder Triglyceriden in das Endothelium der Arterienwand
verringert. Ein noch anderes Ziel der vorliegenden Erfindung liegt
in der Reduktion der Lipid-Plaquebildung. Eine erfindungsgemäße Zusammensetzung
kann aus einem Mikronährstoff
wie nachstehend definiert gebildet sein.
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Phytoöstrogenverbindungen sind natürlich vorkommende
Pflanzenhormone, die eine strukturelle Ähnlichkeit mit 17β-Östradiol
aufweisen. Phytoöstrogene
bestehen aus einer Anzahl von Klassen einschließlich Isoflavonen, Coumestanen,
Lignanen und Resorcylsäurelactonen.
Die Klasse der Isoflavone besteht unter Anderem aus Genistein, Daidzein,
Equol, Glycitein, Biochanin A, Formononetin und O-Desmethylangolesin.
Die Isoflavone Genistein und Daidzein finden sich fast ausschließlich in
Sojabohnen. Wenn sie in Pflanzen vorhanden sind, dann vorwiegend
in Glucosidform, d. h. an ein Zuckermolekül gebunden. Isoflavone in dieser
Glucosidform können
dekonjugiert werden, um Isoflavone in so genannter Aglyconform zu
liefern, was die biologisch aktivere Form der Isoflavone ist, die
im menschlichen Darm rascher und in einer größeren Menge absorbiert wird
als Isoflavone in Glucosidform. Im Zuge von invitro-Studien wurde
die relative Östrogenwirkung
untersucht, die von verschiedenen Phytoöstrogenen einschließlich Isoflavonen
ausgeübt
wird. Über
die resultierenden Potenzen im Vergleich zu Östradiol (mit einer relativen
Potenz von 100) berichtet Knight (Maturitas 22, 167–175 (1995))
unter Anderem für
Genistein (0,084) und Daidzein (0,013). Die Ergebnisse zeigten aber
auch, dass die Östrogenezeptorkomplexe,
die durch Östradiol
und Isoflavone wie Genistein und Daidzein gebildet werden, funktionell äquivalent
sind. Es wurde gefunden, dass die in kompetitiven Bindungsversuchen
ermittelte vergleichbare Dissoziationskonstante von Genistein für den Östrogenrezeptor
100 bis 10.000 Mal höher
als jene von Östradiol
ist.
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Der Ausdruck "natürlich
vorkommende" Substanz,
wie er in der vorliegenden Beschreibung und den angeschlossenen
Ansprüchen
verwendet wird, bezieht sich auf eine ursprünglich aus einer natürlichen
Quelle wie einem Tier oder einer Pflanze, beispielsweise einer Sojapflanze,
isolierte Substanz oder auf modifizierte Formen einer solchen Substanz.
Die natürlich
vorkommende Substanz zur Verwendung in einer erfindungsgemäßen Zusammensetzung
kann in einer erfindungsgemäßen Zusammensetzung
als Teil der natürlichen
Quelle oder in jeder anderen Art von Extrakt, Isolat od. dgl. enthalten
sein, oder sie kann aus einer Pflanzenquelle isoliert oder biologisch,
mikrobiologisch oder chemisch durch jedes andere Mittel synthetisiert
worden sein.
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Sojaproteine sind an der Reduktion
von Cholesterin- und Triglyceridgehalten beteiligt, sind leicht
verdaulich und stellen eine wirksame alleinige Proteinquelle zur
Aufrechterhaltung des Stickstoffhaushalts dar. Soja-Isoflavone in
hohen Einnahmen verstärken
diesen Effekt. Es zeigte sich, dass Diätfasern wie Sojafasern, insbesondere
Sojakotyledonfasern, den Gesamtcholesteringehalt im Serum senken,
die Magen-Darm-Funktion normalisieren und keinerlei Einfluss auf
die Aufnahme essentieller Mineralstoffe ausüben.
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Demgemäß schafft die vorliegende Erfindung
gemäß einem
Aspekt eine Zusammensetzung umfassend
- (a) eine
Sojaproteinquelle ausgewählt
aus isoliertem Sojaprotein, Sojaproteinkonzentrat oder Sojamehl, wobei
die Sojaproteinquelle eine Menge an Sojaprotein liefert, die mindestens
45 Gew.-% des Gesamtproteingehalts der Zusammensetzung ausmacht,
und der Gesamtproteingehalt mindestens 15% des gesamten Energiegehalts
der Zusammensetzung ausmacht,
- (b) mindestens eine Phytoöstrogenverbindung
in einer Menge von über
0,16 Gew.-% des Sojaproteingehalts der Zusammensetzung und
- (c) Diätfasern
in einer Menge von über
6 Gew.-% des Gesamtgewichts der Zusammensetzung auf Trockenbasis.
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Gemäß einem mehr bevorzugten Aspekt
schafft die vorliegende Erfindung eine Zusammensetzung umfassend
- (a) isoliertes Sojaprotein in einer Menge von
mindestens 50 Gew.-% des Gesamtproteingehalts der Zusammensetzung,
wobei der Gesamtproteingehalt mindestens 15% des Gesamtenergiegehalts
der Zusammensetzung liefert,
- (b) mindestens eine Phytoöstrogenverbindung
in einer Menge von über
0,16 Gew.-% des Sojaproteingehalts der Zusammensetzung und
- (c) Sojafasern in einer Menge von über 6 Gew.-% des Gesamtgewichts
der Zusammensetzung auf Trockenbasis.
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Gemäß einem am meisten bevorzugten
Aspekt schafft die vorliegende Erfindung eine Zusammensetzung umfassend
- (a) isoliertes Sojaprotein in einer Menge von
mindestens 50 Gew.-% des Gesamtproteingehalts der Zusammensetzung,
wobei der Gesamtproteingehalt mindestens 15% des Gesamtenergiegehalts
der Zusammensetzung liefert,
- (b) mindestens eine Phytoöstrogenverbindung
in einer Menge von über
0,16 Gew.-% des Sojaproteingehalts der Zusammensetzung und
- (c) Sojakotyledonfasern in einer Menge von über 6 Gew.-% des Gesamtgewichts
der Zusammensetzung auf Trockenbasis.
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Phytoöstrogenverbindungen sind natürlich vorkommende
Pflanzensubstanzen, die entweder strukturell oder funktionell ähnlich 17β-Östradiol sind oder östrogene
Wirkungen hervorrufen. Phytoöstrogene
bestehen aus einer Anzahl von Klassen einschließlich Isoflavonen, Coumestanen,
Lignanen und Resorcylsäurelactonen.
Beispiele für
erfindungsgemäße Isoflavone
sind Genistein, Daidzein, Equol, Glycitein, Biochanin A, Formononetin
und O-Desmethylangolesin. Die Phytoöstrogenverbindungen einer erfindungsgemäßen Zusammensetzung
sind vorzugsweise Isoflavone, bevorzugter Genistein, Daidzein, Glycitein
und/oder Equol, aber noch bevorzugter Genistein und/oder Daidzein
und am meisten bevorzugt Genistein. Genistein und Daidzein finden
sich fast ausschließlich
in Sojabohnen. Eine bevorzugte erfindungsgemäße Zusammensetzung kann daher
ein einziges Isoflavon wie Genistein, Daidzein, Glycitein oder Equol
umfassen, oder sie kann mindestens ein Isoflavon, ausgewählt aus
der Gruppe bestehend aus mindestens Genistein, Daidzein, Glycitein
und Equol, umfassen.
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Mit einer erfindungsgemäßen Zusammensetzung
kann ein arteriosklerotisches Leiden verhindert und/oder gelindert
und/oder behandelt und/oder prophylaktisch behandelt werden, indem
die Ansammlung von Cholesterin in der Arterienwand reduziert wird.
Diese Hemmwirkung kann durch Binden natürlich vorkommender Isoflavone
und/oder Sojapeptide an einen im Endothelium einer Arterie vorhandenen Östrogenrezeptor oder östrogenartigen
Rezeptor vermittelt werden. Die Sojapeptide werden vorzugsweise
durch teilweise Hydrolyse von Sojaprotein zur Verfügung gestellt.
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Bei Individuen, die wegen einer kardiovaskulären Erkrankung
behandelt werden, ist üblicherweise
sowohl der Cholesterin- als auch der Triglyceridgehalt im Plasma
erhöht,
und diese erhöhten
Gehalte führen leicht
zu Atherosklerose und/oder koronaren Herzerkrankungen (CHD), wenn
sie nicht durch entsprechende Behandlung reduziert werden. Beta-2-Rezeptoren
sind in vielen verschiedenen Arten von Zellen, einschließlich Fettzellen
und Zellen der Arterienwand, anwesend. Beta-2-adrenerge Rezeptoren
spielen bei der Regulierung der Triglyceridsynthese in Fettzellen
eine Rolle, und gemäß einer
derzeit bevorzugten Hypothese ist die Bindung von Sojapeptiden und/oder
einer Phytoöstrogenverbindung
wie z. B. eines natürlich vorkommenden Isoflavons
an einen in einer Fettzelle oder einer Arterienwand vorhandenen
Beta-2-Rezeptor wirksam bei der Reduktion z. B. der Synthese von
Triglyceriden in Fettzellen und/oder der Freigabe von Triglyceriden
in den Blutstrom und/oder bei der Reduktion des Eindringens von
Cholesterin und/oder Triglyceriden in die Arterienwand. Die Sojapeptide
werden vorzugsweise durch teilweise Hydrolyse von Sojaprotein zur
Verfügung
gestellt.
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Gemäß einer bevorzugten Hypothese
reduziert und/oder eliminiert eine erfindungsgemäße Zusammensetzung einen oder
mehr Risikofaktoren für
kardiovaskuläre
Erkrankungen. Demgemäß kann eine
erfindungsgemäße Zusammensetzung
wirksam bei der bei der Prävention
und/oder prophylaktischen Behandlung und/oder Linderung und/oder
Behandlung eines Leidens wie z. B. Hypercholesterinämie, Hypertriglyceridiämie, Bluthochdruck
und Hyperglycämie
wirksam sein. Eine erfindungsgemäße Zusammensetzung
kann auch die Bildung von Fettstreifen und/oder das Auftreten von
fibrösen
Plaques reduzieren, verhindern und/oder eliminieren und/oder einen
Rückgang
eines oder beider dieser arteriosklerotischen Zustände wirksam
vermitteln.
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Gemäß einer bevorzugten Hypothese
führt eine
erfindungsgemäße Zusammensetzung
zu einer Senkung des Serumgehalts an Gesamtcholesterin und/oder
einer Senkung des Serumgehalts an LDL-Cholesterin und/oder einer Senkung des
Serumgehalts an Triglyceriden und/oder zu einer wirksamen Erhöhung des
Verhältnisses
von HDL/LDL-Cholesterin und/oder zu einer wirksamen Erhöhung des
Serumgehalts an Lipoproteinen hoher Dichte (HDL) und/oder zu einer
Senkung des Serumgehalts von Lipoproteinen geringer Dichte (LDL).
Es ist wünschenswert,
ein erhöhtes
Verhältnis
von HDL/LDL-Cholesterin
zu erreichen, da dieses einen erhöhten Rücktransport von Cholesterin
und in der Folge die Ausscheidung desselben bewirken kann.
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Man glaubt auch, dass eine erfindungsgemäße Zusammensetzung
den ApoB-Lipoproteinstoffwechsel einschließlich des Stoffwechsels einer
kürzlich
entdeckten Klasse von ApoB-umfassenden Lipoproteinteilchen, genannt
kleine, dichte LDL-Teilchen, beeinflusst. Die LDL-Klasse von Lipoproteinen
besteht nämlich
aus mehreren Kompo nenten mit unterschiedlichen Eigenschaften. Die
Basis für
diese Heterogenität
und die Krankheitsfolgen sind zurzeit noch nicht ganz erforscht.
Ein erhöhter
Gehalt an kleinen, dichten LDL-Teilchen ist eine der häufigsten
Dyslipoproteinämien
in Verbindung mit koronaren Arterienerkrankungen, und die Serumgehalte an
ApoB sind bei Dyslipoprotein-Patienten oft unverhältnismäßig erhöht gegenüber LDL-Cholesterin.
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Die Heterogenität bei Lipoproteinklassen kann
auf einen unterschiedlichen Lipidgehalt, eine unterschiedliche Apoproteinzusammensetzung,
eine veränderte
Proteinstruktur oder eine bisher nicht identifizierte strukturelle
Abweichung zurückgehen.
Personen mit vorwiegend kleinen, dichten LDL haben ein erhöhtes Risiko,
einen Myokardinfarkt zu erleiden, unabhängig von der LDL-Gesamtkonzentration
im Serum. Demgemäß kann eine
erfindungsgemäße Zusammensetzung
wirksam bei der Senkung erhöhter
Gehalte an kleinen, dichten LDL sein.
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Hypertriglyceridämie steht mit einem Anstieg
der Gerinnungsaktivität
von thrombogenen Faktoren wie z. B. Faktor VII und/oder Faktor X
und/oder Faktor XII und einem Anstieg des Gehalts an Gewebeplasminogenaktivators-Inhibitor,
PAI-1, in Zusammenhang. Die erhöhte
Inhibitorkonzentration resultiert aus einem Rückgang der Plasminogensynthese
und somit einem Rückgang
der Plasminogenstimulierten Gerinnungslyse. Diese Veränderungen
bei der Gerinnungsaktivität
fördern
einen Prokoagulationszustand. Gemäß einer derzeit bevorzugten
Hypothese schafft die vorliegende Erfindung auch eine Zusammensetzung,
die wirksam ist bei der Normalisierung von Homocysteingehalten und/oder
der Gerinnungsaktivitäten
mindestens eines thrombogenen Faktors wie z. B. Faktor VII und/oder
Faktor X und/oder Faktor XII z. B. durch Senkung der gesteigerten
Aktivität
derselben. Eine erfindungsgemäße Zusammensetzung
kann auch wirksam bei der Förderung
einer Senkung des Gehalts an Gewebeplasminogenaktivator-Inhibitor,
PAI-1, sein, der seinerseits zu einer gesteigerten Plasminogen-stimulierten
Gerinnungslyse führt.
Eine erfindungsgemäße Zusammensetzung kann
auch wirksam bei der Senkung eines erhöhten Plättchenaggregationsvermögens und/oder
der direkten oder indirekten Vermittlung einer Reduktion eines erhöhten Gehalts
an Lipoprotein (a) in Verbindung mit einem Prokoagulationszustand
bei einem arteriosklerotischen Leiden sein.
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Dementsprechend schafft die vorliegende
Erfindung gemäß einer
Ausführungsform
eine Zusammensetzung, die wirksam bei der Reduktion und/oder Elimination
von Risikofaktoren für
koronare Herzerkrankungen (CHD) bei Fettleibigkeit ist. Eine erfindungsgemäße Zusammensetzung
kann daher Hypertriglyceridämie und/oder
Hypercholesterinämie
und/oder Hyperglycämie
und/oder Bluthochdruck verhindern und/oder lindern und/oder behandeln
und/oder prophylaktisch behandeln und/oder eliminieren und/oder
wirksam bei der Vermittlung eines erhöhten Verhältnisses von HDL/LDL-Cholesterin
sein.
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Eine erfindungsgemäße Zusammensetzung
kann auch wirksam bei der Behandlung von Dyslipidämien wie
z. B. Hypertriglyceridämie
und/oder Hypercholesterinämie
in Verbindung mit erhöhten
VLDL, reduzierten und veränderten
HDL sowie kleinen, dichten LDL und Bluthochdruck sein, die alle
Risikofaktoren für
Atherosklerose darstellen. Dementsprechend kann eine erfindungsgemäße Zusammensetzung
gemäß einer
Ausführungsform
einen erhöhten
Serumgehalt an VLDL wirkungsvoll senken und/oder eliminieren und/oder
einen reduzierten Serumgehalt an HDL wirkungsvoll erhöhen und/oder
einen Serumgehalt an LDL, einschließlich einen Serumgehalt an
kleinen, dichten LDL, wirkungsvoll senken. Eine erfindungsgemäße Zusammensetzung kann
zur Prävention
und/oder Behandlung und/oder prophylaktischen Behandlung und/oder
Linderung von Bluthochdruck geeignet sein.
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Eine erfindungsgemäße Zusammensetzung
kann auch wirksam bei der Unterdrückung jeder Wirkung sein, die
andernfalls einen erhöhten
Umsatz von arteriellen glatten Muskelzellen bewirken und/oder eine
erhöhte
Anhäufung
von Cholesterinester in der Arterienwand herbeiführen würde.
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Bei Hypercholesterinämie, die
durch einen erhöhten
Gehalt an intrazellulärem
Cholesterin aufgrund von beispielsweise erhöhter LDL-Cholesterin-Abgabe über den
LDL-Rezeptor gekennzeichnet ist, kann eine erfindungsgemäße Zusammensetzung
bei der Verringerung einer erhöhten
Aktivität
des LDL-Rezeptors wirksam sein. Eine erfindungsgemäße Zusammensetzung
kann auch jeden Abfall des HDL-Rezeptor-vermittelten Cholesterinabflusses
lindern, eliminieren und/oder behandeln. Dementsprechend kann eine
erfindungsgemäße Zusammensetzung
jede gesteigerte Retention von intrazellulärem Cholesterin, die durch
einen abnehmenden HDL-Rezeptor-vermittelten Cholesterinabfluss bedingt
ist, reduzieren und/oder eliminieren.
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Lipoproteinmodifikationen stellen
einen weiteren Risikofaktor für
kardiovaskuläre
Erkrankungen dar. Die durch Proteinglycosylierung gekennzeichnete
Modifikation hängt
z. B. mit Arteriosklerose zusammen, und es kann erwartet werden,
dass glycosylierte Lipoproteine wie z. B. LDL, IDL, VLDL und HDL
funktionell abnormal sind. Dementsprechend kann die Ansammlung von
glycosyliertem LDL im Plasma zur Erhöhung der Ansammlung von Cholesterinester
wahrgenommen werden. Auch kann die Glycosylierung von HDL erwartungsgemäß das Bindevermögen von
HDL an den HDL-Rezeptor beeinträchtigen.
Diese beeinträchtigte
Bindung verringert wahrscheinlich den intrazellulären Cholesterinabfluss.
Dementsprechend können
glycosylierte HDL einen weiteren Faktor darstellen, der potentiell
zur Ansammlung von Cholesterin in der Arterienwand beiträgt. Eine
erfindungsgemäße Zusammensetzung
kann wirksam bei der Prävention,
Linderung, Behandlung, Reduktion und/oder Elimination von Lipoproteinglycosylierung
im Serum von Personen sein. Darüber
hinaus kann eine erfindungsgemäße Zusammensetzung
auch wirksam bei der Prävention
einer Lipoproteinmodifikation sein, die beispielsweise durch Oxidation,
chemische Modifikation wie chemische Vernetzung oder durch Modifikationen
bewirkt wird, die auf eine Veränderung
der Lipidzusammensetzung des Lipoproteins, wie eine Erhöhung oder
Senkung des Gehalts an Triglyceriden, Cholesterinestern, freiem
Cholesterin und Apolipoproteinen zurückgehen.
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Es wurde vorgeschlagen, glycosylierte
Lipoproteine einer Weiterverarbeitung zu unterziehen, die zur Bildung
von hyperglycosylierten Verbindungen führt. Die Glycosylierung und
Hyperglycosylierung von Proteinen einschließlich Lipoproteinen sowohl
im Plasma als auch in der Arterienwand kann ebenso als Risikofaktor für kardiovaskuläre Erkrankungen
einschließlich
Arteriosklerose angesehen werden. Dementsprechend kann eine erfindungs gemäße Zusammensetzung
die Ansammlung von hyperglycosylierten Proteinen sowohl in Serum
als auch in Zellen der Arterienwand verhindern, behandeln, reduzieren,
lindern und/oder eliminieren. Dabei wirkt die Zusammensetzung zur
Senkung der Menge an LDL, die in der Arterienwand aufgrund des hohen Glycosylierungsgrades
von Proteinen der Arterienwand "gefangen" werden. Eine erfindungsgemäße Zusammensetzung
kann auch wirksam bei der Linderung und/oder Prävention von endothelen Zellwandveränderungen
sein, die einen gesteigerten LDL-"Einfang" herbeiführen, und sie kann bei der
Wiederherstellung der Bildung von Zellen mit normalen Durchlässigkeits-
und Adhäsionsparametern
wirksam sein.
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Lipoproteinglycosylierung, Hyperglycosylierung,
Oxidation und/oder autooxidative Glycosylierung sind Risikofaktoren
für kardiovaskuläre Erkrankungen
wie Arteriosklerose. Demgemäß kann eine
erfindungsgemäße Zusammensetzung
wirksam bei der Elimination, Prävention,
Linderung, Behandlung und/oder Reduktion jedes Auftretens von Lipoproteinglycosylierung,
Hyperglycosylierung, Oxidation und/oder autooxidativer Glycosylierung
sein. Gemäß einer
derzeit bevorzugten Hypothese ist die Phytoöstrogenverbindung einer erfindungsgemäßen Zusammensetzung
in der Lage, solchen Inzidenzen entgegenzuwirken. Die Phytoöstrogenverbindung
kann auch die Bildung von beispielsweise in solchen Prozessen möglicherweise
zum Tragen kommenden freien Radikalen verhindern, reduzieren und/oder
ausschalten, und eine erfindungsgemäße Zusammensetzung kann wirksam
bei der Förderung
und/oder Erleichterung der Bildung eines wirksamen oxidationshemmenden
Abwehrsystems zur Gegenwirkung gegen Glycosylierung, Hyperglycosylierung,
Oxidation und/oder autooxidative Glycosylierung von Serumproteinen
und Proteinen einschließlich
Lipoproteinen der Arterienzellwand sein.
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Eine erfindungsgemäße Zusammensetzung
kann effizient als Antioxidans bei der Verhinderung von Lipoproteinoxidation
und/oder -glycosylierung wirken. Unter dem Ausdruck autooxidative
Glycosylierung oder Glycoxidation wird eine Reaktion verstanden,
die zu einer oxidativen Veränderung
und/oder Vernetzung von Proteinen führt. Eine erhöhte Produktion
freier Radikale und Lipidperoxidation können ebenfalls zur Bildung von
autooxidativ glycosylierten Lipoproteinen beitragen, und dieser
Beitrag kann mit einer erfindungsgemäßen Zusammensetzung wirkungsvoll
verhindert und/oder ausgeschaltet werden.
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Gemäß einer weiteren derzeit bevorzugten
Hypothese ist die Bindung einer Phytoöstrogenverbindung wie z. B.
eines Isoflavons, gegebenenfalls in Kombination mit Sojapeptiden,
die vorzugsweise durch Hydrolyse von Sojaprotein gebildet werden,
an einen Rezeptor in der Arterienwand wie z. B. den Östrogenrezeptor
oder östrogenartigen
Rezeptor an der Kontrolle der Ansammlung von Lipoproteinen in der
Arterienwand, eventuell durch Regulierung der Durchlässigkeit
dieser Wand und/oder des Mechanismus des Lipoproteintransports durch
Zellmembranen, beteiligt oder dabei wirksam. Infolgedessen kann
die Bindung von Isoflavonen wie z. B. Genistein und/oder Daidzein
an einen Rezeptor in der Arterienwand den Lipoproteinfluss in die
Arterienwand verringern. Die Bindung von Isoflavonen an einen Rezeptor
in der Arterienwand ist besonders wirksam bei der Kontrolle, Verhinderung
und/oder Ausschaltung der Bildung von Fettstreifen und/oder fibrösen Plaques und/oder
wirksam bei der Vermittlung eines Rückgangs zumindest eines dieser
beiden arteriosklerotischen Leiden.
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Gemäß einer besonders bevorzugten
Hypothese führt
die Bindung von Isoflavonen wie z. B. Genistein und/oder Daidzein
an einen Rezeptor in der Arterienwand, vorzugsweise einen Östrogenrezeptor
oder östrogenartigen
Rezeptor, zu einer erhöhten
Stickoxidsynthese in den Endothelzellen der Arterienwand. Man weiß, dass
Stickoxide arteriosklerosehemmend wirken und auch die Plättchenadhäsion und
-aggregation sowie die Wucherung von glatten Muskelzellen hemmen.
Sojapeptide, die durch Hydrolyse von Sojaprotein erhalten werden,
können
an der Bindung von Isoflavonen an einen Östrogenrezeptor oder östrogenartigen
Rezeptor teilhaben, oder die Sojapeptide können selbst an diesen Rezeptor
binden und eine Wirkung ausüben,
die zu einer verstärkten
Stickoxidsynthese führt.
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Gemäß einer anderen derzeit bevorzugten
Hypothese erfolgt die Etablierung eines oxidativen Potentials zur
Förderung
der Lipoproteinoxidation und/oder autooxidativen Lipoproteinglycosylierung
gleichzeitig mit einem Rückgang
des zellulären
antioxidativen Abwehrsystems bzw. wird höchstwahrscheinlich durch diesen verur sacht.
Dementsprechend kann eine erfindungsgemäße Zusammensetzung bei der
Wirkung als Antioxidans effizient sein. Durch diese Wirkung werden
die leicht oxidierbaren LDL, VLDL, IDL und/oder HDL reduziert und/oder
eliminiert.
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Weiters kann eine erfindungsgemäße Zusammensetzung
bei der Reduktion einer gesteigerten Anfälligkeit für eine Endothelverletzung und/oder
zur Linderung und/oder Wiederherstellung und/oder Verbesserung eines
ineffizienten Endothelzellen-Reparaturmechanismus, der zu einer
endothelialen Dysfunktion führt,
wirksam sein. Ein Effekt einer derartigen durch eine erfindungsgemäße Zusammensetzung
ausgeübten
Wirkung liegt darin, dass die Makrophagenentwicklung von der Schaumzellenbildung
weg gelenkt und das Potential zur Erzeugung von glatten arteriellen
Muskelzellen erhöht
wird.
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Gemäß einer anderen derzeit bevorzugten
Hypothese fördert
und/oder vermittelt eine erfindungsgemäße Zusammensetzung eine Reduktion
der Dicke der Arterienwand und bewirkt eine Reduktion der in die Wand
eindringenden Menge an LDL. Man glaubt, dass eine erhöhte Dicke
der Arterienwand in einem positiven Zusammenhang mit einer erhöhten Aufnahme
von LDL-Teilchen steht, die innerhalb der Zellen der Arterienwand
leicht aggregieren oder oxidieren können.
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Auch kann eine erfindungsgemäße Zusammensetzung
die Bildung eines erhöhten
Serumgehalts an Lipoprotein (a) bei einer Person ausschalten und/oder
verhindern. Der Gehalt an Lipoprotein (a) kann in erster Linie genetisch
bedingt sein, und es gibt derzeit keine kardiovaskulären Medikationen,
die für
wirksam zur Senkung des Serumgehalts an Lipoprotein (a) gehalten
werden.
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KURZE BESCHREIBUNG DER
ZEICHNUNGEN
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1 zeigt
den Gehalt an Gesamtcholesterin (mM) für die vier Gruppen von Patienten
aus Beispiel 2 (A: Patienten der Gruppe I; B: Patienten, die bei
gleicher Protein- und Faseraufnahme wie Gruppe I ein Placebo erhalten;
C: Patienten der Gruppe II; D: Patienten, die bei gleicher Protein-
und Faseraufnahme wie Gruppe II ein Placebo erhalten) bei jeder
der 8 Visiten. TC = Gesamtcholesterin.
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2 zeigt
den Gehalt an LDL-Cholesterin (mM) für die vier Gruppen von Patienten
aus Beispiel 2 (A: Patienten der Gruppe I; B: Patienten, die bei
gleicher Protein- und Faseraufnahme wie Gruppe I ein Placebo erhalten;
C: Patienten der Gruppe II; D: Patienten, die bei gleicher Protein-
und Faseraufnahme wie Gruppe II ein Placebo erhalten) bei jeder
der 8 Visiten. LDL-chol = LDL-Cholesterin.
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3 zeigt
den Gehalt an HDL-Cholesterin (mM) für die vier Gruppen von Patienten
aus Beispiel 2 (A: Patienten der Gruppe I; B: Patienten, die bei
gleicher Protein- und Faseraufnahme wie Gruppe I ein Placebo erhalten;
C: Patienten der Gruppe II; D: Patienten, die bei gleicher Protein-
und Faseraufnahme wie Gruppe II ein Placebo erhalten) bei jeder
der 8 Visiten. HDL-chol = HDL-Cholesterin.
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4 zeigt
den Gehalt an Triglyceriden (mM) für die vier Gruppen von Patienten
aus Beispiel 2 (A: Patienten der Gruppe I; B: Patienten, die bei
gleicher Protein- und Faseraufnahme wie Gruppe I ein Placebo erhalten;
C: Patienten der Gruppe II; D: Patienten, die bei gleicher Protein-
und Faseraufnahme wie Gruppe II ein Placebo erhalten) bei jeder
der 8 Visiten.
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5 zeigt
das durchschnittliche Verhältnis
von HDL/LDL-Cholesterin
für die
vier Gruppen von Patienten aus Beispiel 2 (A: Patienten der Gruppe
I; B: Patienten, die bei gleicher Protein- und Faseraufnahme wie Gruppe I ein
Placebo erhalten; C: Patienten der Gruppe I; D: Patienten, die bei
gleicher Protein- und Faseraufnahme wie Gruppe II ein Placebo erhalten)
bei jeder der 8 Visiten.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
DER ERFINDUNG
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Eine erfindungsgemäße Zusammensetzung
umfasst eine neue Kombination von Sojaprotein, vorzugsweise isoliertem
Sojaprotein, einer Phytoöstrogenverbindung,
vorzugsweise natürlich
vorkommenden Isoflavonen, und Diätfasern,
vorzugsweise Sojafasern, noch bevorzugter Sojakotyledonfasern.
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Das Sojaprotein kann durch isoliertes
Sojaprotein, ein Sojaproteinkonzentrat, Sojamehl od. dgl. oder jede
Kombination davon zur Verfügung
gestellt werden. Isoliertes Sojaprotein wird bevorzugt.
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Isoliertes Sojaprotein ist die wichtigste
proteinhaltige Sojafraktion. Es wird aus hochwertigen, enthülsten, entfetteten
Sojabohnen hergestellt, indem die überwiegende Mehrheit von Nichtproteinbestandteilen
entfernt wird, was zu einer isolierten Sojaproteinfraktion führt, die
mindestens 90% Protein (N × 6,25)
auf feuchtigkeitsfreier Basis enthalten soll. Die Herstellung erfolgt
in mehreren Schritten, wobei der Sojaproteinanteil von der restlichen
Sojabohne getrennt wird. Die Entfernung von Kohlenhydraten liefert
ein Produkt, das im Wesentlichen wenig Geschmack hat und daher besonders
nützlich
in einer Nahrungszusammensetzung für den Menschen ist.
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Sojaproteinkonzentrate werden durch
Entfernen der meisten in Öl
und Wasser löslichen
Nichtprotein-Bestandteile aus entfetteten und enthülsten Sojabohnen
hergestellt. In vorliegenden Kontext soll ein Sojaproteinkonzentrat
vorzugsweise mindestens 65% Protein auf feuchtigkeitsfreier Basis
enthalten.
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Das Sojaprotein kann auch über Sojamehl,
u. zw. sowohl Sojamehl mit vollem Fettgehalt als auch entfettetes
Sojamehl, zur Verfügung
gestellt werden. Sojamehl mit vollem Fettgehalt stammt von ganzen
enthülsten
Sojabohnen, die zu feinem Pulver gemahlen werden und, wie der Name
schon sagt, den natürlich
in Sojabohnen vorkommenden Fettgehalt nach wie vor aufweisen. Entfettetes
Sojamehl stammt von ganzen enthülsten
und entfetteten Sojabohnen, die zu feinem Pulver gemahlen werden.
Im vorliegenden Kontext macht Sojamehl etwa 505 Sojaprotein auf
Trockengewichtsbasis aus.
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Das in einer erfindungsgemäßen Zusammensetzung
verwendete Sojaprotein sollte vorzugsweise sämtliche essentielle Aminosäuren in
den für
Menschen notwendigen Mengen liefern. Vorzugsweise sollte das Sojaprotein
auch dem von der Food and Agricultural Organisation, World Health
Organisation und United Nations University (FAO/WHO, UNU) erstellten
Anforderungsprofil an essentielle Aminosäuren für Kinder und Erwachsene entsprechen
bzw. über
dieses hinausgehen. Weiters sollte das bevorzugte Sojaprotein hinsichtlich Verdaulichkeit
mit Milch, Fleisch, Fisch und Eiprotein vergleichbar sein. Schließlich soll
das bevorzugte Sojaprotein bei Einnahme in den empfohlenen Mengen
wirksam zur Aufrechterhaltung des Stickstoffhaushalts sein.
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Bevorzugte Produkte aus isoliertem
Sojaprotein, die den vorstehenden Anforderungen entsprechen, gibt
es bei Protein Technologies International, Inc. unter dem Markennamen
SUPRO®.
SUPRO® isolierte
Sojaproteine werden in vielen verschiedenen Qualitäten geliefert,
und SUPRO® XT
12C ist eine besonders bevorzugte Qualität. Die derzeit am meisten bevorzugte
Qualität
trägt die
Bezeichnung SUPRO® FXP-HO159.
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Sojaprotein ist vorzugsweise die
Haupt- oder alleinige Proteinquelle in einer erfindungsgemäßen Nahrungszusammensetzung.
Teile der Proteinquelle können
jedoch durch andere Proteine wie z. B. entrahmte Milch, vorzugsweise
in Pulverform, und andere pflanzliche oder tierische Proteine, einschließlich Molkereiproteinen,
zur Verfügung
gestellt werden. Vorzugsweise sind mindestens 45 Gew.-%, wie 50
Gew.-%, beispielsweise mindestens 60 Gew.-%, wie mindestens 70 Gew.-%,
beispielsweise mindestens 75 Gew.-%, wie mindestens 80 Gew.-%, beispielsweise
mindestens 85 Gew.-%, wie mindestens 90 Gew.-%, beispielsweise mindestens
95 Gew.-%, wie mindestens 98 Gew.-%, des gesamten Proteingehalts
der Zusammensetzung Sojaprotein, und noch bevorzugter ist im Wesentlichen
das gesamte Protein Sojaprotein.
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In einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung wird das Sojaprotein durch isoliertes Sojaprotein zur
Verfügung
gestellt. In dieser Ausführungsform
sind mindestens 50 Gew.-%, beispielsweise mindestens 60 Gew.-%,
wie mindestens 70 Gew.-%, beispielsweise mindestens 75 Gew.-%, wie
mindestens 80 Gew.-%, beispielsweise mindestens 85 Gew.-%, wie mindestens
90 Gew.-%, beispielsweise mindestens 95 Gew.-%, wie mindestens 98
Gew.-%, des gesamten Proteingehalts der Zusammensetzung isoliertes
Sojaprotein, und noch bevorzugter ist im Wesentlichen das gesamte
Protein isoliertes Sojaprotein.
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Der Gesamtproteingehalt einer erfindungsgemäßen Zusammensetzung
liefert mindestens 15% des gesamten Energiegehalts der Zusammensetzung,
beispielsweise 18%, wie mindestens 20%, beispielsweise mindestens
22%, wie mindestens 25%, beispielsweise mindestens 28%, wie mindestens
30%, beispielsweise mindestens 32%, wie mindestens 35%, beispielsweise
mindestens 38%, wie mindestens 40%, beispielsweise mindestens 42%,
wie mindestens 45%, beispielsweise mindestens 48%, wie mindestens
50% des gesamten Energiegehalts der Zusammensetzung, und vorzugsweise
weniger als 90% des gesamten Energiegehalts der Zusammensetzung.
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Phytoöstrogenverbindungen werden
gemäß der vorliegenden
Erfindung als natürlich
vorkommende pflanzliche Substanzen definiert, wobei diese Substanzen
entweder strukturell oder funktionell ähnlich 17β-Östradiol sind oder östrogene
Wirkungen hervorrufen. Phytoöstrogene
bestehen aus einer Anzahl von Klassen einschließlich Isoflavonen, Coumestanen,
Lignanen und Resorcylsäurelactonen.
Beispiele für
erfindungsgemäße Isoflavone
sind Genistein, Daidzein, Equol, Glycitein, Biochanin A, Formononetin
und O-Desmethylangolesin.
Die Phytoöstrogenverbindungen
einer erfindungsgemäßen Zusammensetzung
sind vorzugsweise Isoflavone, bevorzugter Genistein, Daidzein, Glycitein
und/oder Equol, aber noch bevorzugter Genistein und/oder Daidzein,
und am meisten bevorzugt Genistein. Eine bevorzugte erfindungsgemäße Zusammensetzung
kann daher ein einziges Isoflavon wie Genistein, Daidzein, Glycitein
oder Equol umfassen, oder sie kann mindestens ein Isoflavon, ausgewählt aus
der Gruppe bestehend aus mindestens Genistein, Daidzein, Glycitein
und Equol, umfassen. Wenn die Isoflavone in Pflanzen vorhanden sind,
dann vorwiegend in Glucosidform, d. h. an ein Zuckermolekül gebunden.
Diese Glucosidform kann zur Lieferung der so genannten Aglyconform, der
biologisch aktiven Art, dekonjugiert werden. Eine erfindungsgemäße Zusammensetzung
kann Isoflavone in Glucosid- und/oder Aglyconform enthalten, unabhängig davon,
ob die Dekonjugation zur Aglyconform biologisch, in vitro oder auf
irgendeine andere Weise stattgefunden hat, wodurch die Isoflavone
in eine erfindungsgemäße Zusammensetzung
inkorporiert wurden, oder ob die Aglyconform die native Form der
Isoflavone ist.
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Die Phytoöstrogenverbindung ist vorzugsweise
in einer Menge von mindestens etwa 0,16 Gew.-% des Sojaproteingehalts,
wie mindestens etwa 0,18 Gew.-%, beispielsweise mindestens etwa
0,20 Gew.-%, wie mindestens etwa 0,22 Gew.-%, beispielsweise mindestens
etwa 0,24 Gew.-%, wie beispielsweise mindestens etwa 0,25 Gew.-%,
beispielsweise über
etwa 0,25 Gew.-%, wie mindestens etwa 0,28 Gew.-%, beispielsweise etwa
0,28 Gew.-%, wie mindestens etwa 0,30 Gew.-%, beispielsweise mindestens
etwa 0,32 Gew.-%, wie mindestens etwa 0,33 Gew.-%, beispielsweise über etwa
0,33 Gew.-%, wie mindestens etwa 0,35 Gew.-%, beispielsweise mindestens
etwa 0,40 Gew.-%, wie mindestens etwa 0,45 Gew.-%, beispielsweise
mindestens etwa 0,50 Gew.-%, wie mindestens etwa 0,55 Gew.-%, beispielsweise
mindestens etwa 0,60 Gew.-%, wie mindestens etwa 0,65 Gew.-%, beispielsweise
mindestens etwa 0,70 Gew.-%, wie mindestens etwa 0,75 Gew.-%, beispielsweise
mindestens etwa 0,80 Gew.-%, wie mindestens etwa 0,85 Gew.-%, beispielsweise
mindestens etwa 0,90 Gew.-%, wie mindestens etwa 1,0 Gew.-% des
Sojaproteingehalts und vorzugsweise weniger als 2,50 Gew.-% des
Sojaproteingehalts anwesend.
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In der Vergangenheit umfassten zur
Herstellung von Sojaproteinen eingesetzte Nachbearbeitungstechniken
Schritte zur Entfernung und/oder Zerstörung von Isoflavonen. Heute
gibt es Verfahren, die Sojaproteinprodukte mit einem hohen, festgesetzten
Gehalt an natürlich
vorkommenden Isoflavonen liefern. Die erfindungsgemäßen Isoflavone
in Glucosid- und/oder Aglyconform können in einer erfindungsgemäßen Zusammensetzung
als Teil solcher Sojaproteinprodukte und/oder als solche und/oder
als Teil irgendeiner anderen Isoflavone enthaltenden Zusammensetzung
inkludiert werden.
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Die in der vorliegenden Erfindung
verwendeten Diätfasern
sollten vorzugsweise eine Mischung von unlöslichen Fasern und wasserlöslichen
Fasern, auch als lösliche
Fasern bezeichnet, umfassen. Lösliche
Fasern haben eine senkende Wirkung auf den Cholesterinspiegel im
Blut. Beispiele für
Diätfasern,
die lösliche Fasern
umfassen, sind Fasern aus Äpfeln,
Bananen, Orangen, Karotten, Hafer und Sojabohnen. Die Diätfasern
umfassen vorzugsweise lösliche
Fasern in einer Menge von etwa 5 Gew.-%, wie etwa 10 Gew.-%, beispielsweise
etwa 15 Gew.-%, wie etwa 20 Gew.-%, beispielsweise etwa 25 Gew.-%,
wie etwa 30 Gew.-%, beispielsweise etwa 35 Gew.-%, wie etwa 40 Gew.-%,
beispielsweise etwa 45 Gew.-%, wie etwa 50 Gew.-%, beispielsweise
etwa 55 Gew.-%, wie etwa 60 Gew.-%, beispielsweise etwa 65 Gew.-%,
wie etwa 70 Gew.-%, beispielsweise etwa 75 Gew.-%, wie etwa 80 Gew.-%,
beispielsweise etwa 85 Gew.-%, wie etwa 90 Gew.-%, beispielsweise
etwa 95 Gew.-%. Die in der vorliegenden Erfindung verwendeten Diätfasern
sind vorzugsweise Sojafasern, noch bevorzugter Sojakotyledonfasern.
Solche Fasern stammen von enthülsten
und entfetteten Sojakotyledonen und bestehen aus einer Mischung
von löslichen
und unlöslichen
Fasern. Sojakotyledonfasern unterscheiden sich stark von Sojafasern,
die von Sojahülsen
sowie anderen Faserquellen stammen. Sojakotyledonfasern schmecken
kaum, enthalten kein Cholesterin, sind arm an Fett und Natrium und
haben gute Wasserbindungseigenschaften und wenig Kalorien.
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Es ist bekannt, dass Sojakotyledonfasern,
die in einer fettmodifizierten und cholesterinarmen Diät verabreicht
werden, den Serum-Cholesterinspiegel
bei einer an leichter bis schwerer Hypercholesterinämie leidenden
Person weiter senken. Die Wirkung besteht in einer Senkung des Serumgehalts
an Gesamtcholesterin, einschließlich
einer Reduktion des LDL-Cholesterins. HDL-Cholesterin und die Gesamttriglyceride
werden von Sojakotyledonfasern jedoch nicht signifikant beeinflusst.
Man nimmt an, dass Sojafasern, insbesondere Sojakotyledonfasern,
in Kombination mit Sojaprotein und/oder einer Phytoöstrogenverbindung,
wie natürlich vorkommenden
Isoflavonen, eine synergistische oder auf das Sojaprotein und/oder
die Phytoöstrogenverbindung
potenzierende Wirkung ausüben,
wobei die synergistische bzw. potenzierende Wirkung zur Senkung
der Lipid- und Cholesteringehalte bei Personen mit normalen sowie
erhöhten
Werten an Gesamtcholesterin und Gesamttriglyceriden im Serum wirksam
sind.
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Ohne sich an irgendeine spezielle
Theorie binden zu wollen, besteht derzeit die Ansicht, dass sowohl lösliche Diätfasern
(die als Nährstoffe
fungieren) als auch unlösliche
Diätfasern
(die als Ballaststoffe fungieren), insbesondere aus Sojafasern,
ganz besonders Sojakotyledonfasern, günstige Wachstumsbedingungen für die Mikroflora
im menschlichen Darm schaffen, wodurch die Mikroflora bei der Dekonjugation
von in Glucuosidform vorliegenden Isoflavonen zur Aglyconform wirksamer
wird. Isoflavone in der Aglyconform werden schneller und in größerer Menge
im menschlichen Darm absorbiert als Isoflavone in Glucosidform,
und Isoflavone in Aglyconform sind die biologisch aktivere Art hinsichtlich
der Absenkung des Lipidgehalts im Serum und der Verringerung von
Atherosklerose. So ist es zu verstehen, dass die Verabreichung einer
Kombination von Sojaproteinen, einem hohen, festgesetzten Gehalt
an Isoflavonen und einer Kombination aus löslichen und unlöslichen
Fasern eine erhöhte
Aufnahme von Isoflavonen ermöglicht.
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Die Menge an Diätfasern, bezogen auf das Gesamtgewicht
einer erfindungsgemäßen Zusammensetzung
auf Trockenbasis, beträgt
vorzugsweise über
6 Gew.-%, beispielsweise mindestens 7 Gew.-%, wie mindestens 8 Gew.-%,
beispielsweise mindestens 9 Gew.-%, wie mindestens 10 Gew.-%, beispielsweise
mindestens 11 Gew.-%, wie mindestens 12 Gew.-%, beispielsweise mindestens
13 Gew.-%, wie mindestens 14 Gew.-%, beispielsweise mindestens 15
Gew.-%, wie mindestens 16 Gew.-%, beispielsweise mindestens 17 Gew.-%,
wie mindestens 18 Gew.-%, beispielsweise mindestens 19 Gew.-%, wie
mindestens 20 Gew.-% und vorzugsweise weniger als 50 Gew.-%.
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Bevorzugte Mengen an Diätfasern
in Gewichtsprozent des Sojaproteingehalts sollen im Bereich von etwa
10 bis 100 Gew.-% liegen, und bevorzugte Mengen liegen im Bereich
von 15 bis 90 Gew.-%, wie 20 bis 80 Gew.-%, beispielsweise 25 Gew.-%,
wie 30 Gew.-%, beispielsweise 33 Gew.-%, wie 35 Gew.-%, beispielsweise
40 Gew.-%, wie 50 Gew.-%, beispielsweise 60 Gew.-%, wie 70 Gew.-%,
beispielsweise 75 Gew.-%.
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Dementsprechend beträgt das Gewichtsverhältnis von
Sojaprotein zu Diätfasern
etwa 1,0 bis etwa 10,0, vorzugsweise über 1,0, beispielsweise etwa
1,25, wie mindestens etwa 1,5, beispielsweise mindestens etwa 1,75,
wie mindestens etwa 2,0, beispielsweise mindestens etwa 2,25, wie
mindestens etwa 2,5, beispielsweise mindestens etwa 2,75, wie mindestens
etwa 3,0, beispielsweise mindestens etwa 3,25, wie mindestens etwa
3,5, beispielsweise mindestens etwa 3,75, wie mindestens etwa 4,0,
beispielsweise mindestens etwa 4,25, wie mindestens etwa 4,5, beispielsweise mindestens
etwa 4,75, wie mindestens etwa 5,0, beispielsweise mindestens etwa
5,5, wie mindestens etwa 6,0, beispielsweise mindestens etwa 7,5.
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Die bevorzugte tägliche Dosis an Sojafasern
beträgt
mindestens 1 g bis etwa 100 g Sojafasern, beispielsweise mindestens
2 bis etwa 75 g Sojafasern, wie mindestens 3 g bis etwa 50 g, beispielsweise
mindestens 4 g bis etwa 40 g, wie mindestens 5 bis etwa 30 g, wie
mindestens 10 g bis etwa 20 g Sojafasern.
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Bevorzugte Sojakotyledonfaserprodukte,
die von Protein Technologies International, Inc. hergestellt werden,
sind unter dem Markennamen FIBRIM® erhältlich.
von den verschiedenen unter der Marke FIBRIM® erzeugten
Sojafasern wird FIBRIM® 1020 besonders bevorzugt,
weil es sich besonders angenehm im Mund anfühlt und für trocken gemischte Trinkanwendungen
leicht dispergierbar ist. FIBRIM® 2000
wird derzeit zur Verwendung in Fertigflüssigkeiten bevorzugt.
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Zur Maximierung des Gehalts an Sojaprotein
und darin enthaltenen Isoflavonen werden zwei Zusammensetzungen
aus isoliertem Sojaprotein und Sojakotyledonfasern bevorzugt, nämlich SUPRO® FXP-HO159 und FIBRIM® 1020
für trocken
gemischte Trinkanwendungen sowie SUPRO® FXP-HO159
und FIBRIM® 2000 zur
Verwendung in Fertigflüssigkeiten.
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Eine erfindungsgemäße Zusammensetzung
kann gegebenenfalls eine Kohlenhydratquelle, eine Fettquelle, Geschmacksstoffe,
Vitamine, Mineralstoffe, Elektrolyte, Spurenelemente und andere
konventionelle Zusatzstoffe umfassen. Die erfindungsgemäße Nahrungszusammensetzung
kann in einer Ausführungsform auch
ein oder mehr Geschmacksstoffe wie Kakao, Vanille, Limone, Erdbeeren
oder Suppenaromen wie Pilz-, Tomaten- oder Bouillongeschmack und
Süßstoffe
wie Aspartam sowie andere Zusatzstoffe wie Xanthangummi enthalten.
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Befindet sich eine Kohlenhydratquelle
in einer erfindungsgemäßen Zusammensetzung,
dann ist sie vorzugsweise in einer Menge von weniger als 30 Gew.-%,
wie weniger als 25 Gew.-%, der Zusammen setzung anwesend. Vorzugsweise
beträgt
die Menge an Kohlenhydraten mindestens 5 Gew.-%, bevorzugter mindestens
10 Gew.-%, am meisten bevorzugt mindestens 15 Gew.-%, der Zusammensetzung.
Die bevorzugten Kohlenhydrate zur Verwendung in einer erfindungsgemäßen Zusammensetzung
sind Dextrose, Fructose und/oder Maltodextrin, oder Glucose. Entrahmte
Milch und lecithinierter, fettarmer Kakao sind weitere mögliche Kohlenhydratquellen.
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Befindet sich eine Fettquelle in
einer erfindungsgemäßen Zusammensetzung,
dann ist diese üblicherweise
in einer Menge von 0,5 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise 1 bis 9 Gew.-%,
wie 1, 5 bis 8 Gew.-%, beispielsweise 2 bis 7 Gew.-%, wie 2,5 bis
6 Gew.-%, der Zusammensetzung anwesend. Die Fettquelle umfasst vorzugsweise
mehrfach ungesättigte
Fettsäuren
und einfach ungesättigte
Fettsäuren
und gegebenenfalls auch gesättigte
Fettsäuren.
Sojalecithine und α-Linolensäure sind
besonders bevorzugt. Die Menge an mehrfach ungesättigten Fettsäuren und
einfach ungesättigten
Fettsäuren,
einschließlich
der essentiellen Fettsäuren, kann
von 35 bis 50, vorzugsweise 38 bis 44 Gew.-%, der Gesamtmenge der
Fettquelle variieren. Die essentiellen Fettsäuren werden auch als Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren bezeichnet
und schließen
Linolsäure und/oder
Linolensäure
(α-Linolensäure) ein.
Die Menge an gesättigten
Fettsäuren
kann von 20 bis 30 Gew.-%, vorzugsweise 22 bis 26 Gew.-%, der Gesamtmenge
an Fett reichen.
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Vitamine und Mineralstoffe können gegebenenfalls
zu einer erfindungsgemäßen Zusammensetzung innerhalb
der von Gesundheitsbehörden
festgelegten Grenzen zugesetzt werden. Vorzugsweise umfasst eine erfindungsgemäße Zusammensetzung
alle empfohlenen Vitamine und Mineralstoffe. Zu den Vitaminen gehören typischerweise
A, B1, B2, B12, Folsäure,
Niacin, Panthotensäure,
Biotin, C, D, E und K. Zu den Mineralstoffen zählen typischerweise Eisen,
Zink, Iod, Kupfer, Mangan, Chrom und Selen. Elektrolyte wie Natrium,
Kalium und Chloride, Spurenelemente und andere herkömmliche
Additive können
ebenfalls in empfohlenen Mengen zugesetzt werden.
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Eine bevorzugte Zusammensetzung kann
erhalten werden, indem folgendes gemischt wird:
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Die oben genannte Zusammensetzung
in einer Menge von vorzugsweise etwa 37 g entspricht einer Portion
einer Tagesdiät.
Die Zusammensetzung hat einen Brennwert von etwa 339 kcal (1.437
kJ) pro 100 g.
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Eine erfindungsgemäße Zusammensetzung
kann für
spezielle Diätzwecke
verwendet werden, vorzugsweise zur Senkung des Serumgehalts an Cholesterin
und/oder LDL-Cholesterin und/oder Triglyceriden bei hyperlipidämischen
Patienten oder normocholesterinämischen
Patienten, die an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung leiden. Beispielsweise
können
ein bis drei tägliche
Mahlzeiten mit normalem Essen durch eine erfindungsgemäße Zusammensetzung
ergänzt
oder ersetzt werden. Dabei sind eine signifikante Senkung des Serumgehalts
an Cholesterin und/oder LDL-Cholesterin und/oder Triglyceriden sowie
eine Verbesserung des Verhältnisses
von HDL/LDL-Cholesterin und/oder eine Erhöhung des HDL-Cholesteringehalts
im Serum möglich.
Die Zusammensetzung kann etwa 50 bis etwa 250 kcal pro Portion enthalten.
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Die tägliche Dosis einer erfindungsgemäßen Zusammensetzung
kann einen Brennwert von 400 bis 800, insbesondere 450 bis 800 kcal/Tag
aufweisen, was als sehr kalorienarme Diät (VLCD) gilt, oder sie kann einen
Brennwert von 800 bis 1200 kcal/Tag aufweisen, was als kalorienarme
Diät (LCD)
angesehen wird. In einer anderen medizinischen Ausführungsform
der Erfindung kann der Brennwert dem täglichen Energiebedarf einer
normalen Person entsprechen.
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Die vorliegende Erfindung schafft
auch eine erfindungsgemäße Zusammensetzung
in Form eines Mikronährstoffs.
In diesem Zusammenhang ist ein Mikronährstoff eine Nahrungsergänzung und/oder
pharmakologische Zusammensetzung und/oder Arznei umfassend i) eine
synthetische phytoöstrogenartige
Verbindung, die an einen Östrogenrezeptor
oder einen östrogenartigen
Rezeptor binden kann, und ii) eine natürlich vorkommende, aus Pflanzen
extrahierbare Verbindung in einer gewichtsmäßigen Menge, die über die
Menge an besagter Verbindung hinausgeht, wenn sie in einem natürlichen
Wirt wie einer Pflanzenzelle vorhanden ist, aus welcher die Verbindung
extrahiert oder isoliert werden kann, und gegebenenfalls iii) Sojapeptide,
die durch teilweise Hydrolyse von Sojaprotein erhalten werden.
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Die natürlich vorkommende, aus Pflanzen
extrahierbare Verbindung ist vorzugsweise, aber nicht ausschließlich eine
Verbindung, die an einen Östrogenrezeptor,
einen östrogenartigen
Rezeptor, einen Beta-2-adrenergen Rezeptor oder einen zur Klasse
der Beta-2-adrenergen
Rezeptoren gehörenden
Rezeptor binden kann. Werden die natürlich vorkommenden Verbindungen
aus Pflanzen wie Sojabohnen extrahiert, dann können sie aus einer Gruppe ausgewählt werden,
die zumindest Phytoöstrogene
wie Soja-Phytoöstrogene
wie Soja-Isoflavone,
Sojaprotein oder Fragmente davon, z. B. Peptide oder Aminosäuresequenzen,
Sojafasern, Lecithin, Linolensäure,
ein Antioxidans, ein Saponin, ein Lignan, einen Protease-Inhibitor,
einen Trypsin-Inhibitor und einen Tyrosinkinase-Inhibitor umfasst.
Weitere Bestandteile des Mikronährstoffs
können
vorzugsweise aus einem DNA-Topoisomerase-Inhibitor, einem Ribosomkinase-Inhibitor,
einem Wachstumsteuerungsfaktor wie z. B. dem epidermalen Wachstumsfaktor,
dem Transformationswachstumsfaktor Alpha, dem Plättchen-Wachstumsfaktor und vorzugsweise jedem
Wachstumssteuerungsfaktor ausgewählt
werden, der über
Tyrosinkinase-Aktivität
steuerbar ist. Der Mikronährstoff
kann auch Ormeloxifen und/oder Levormeloxifen umfassen, wie unter
Anderem von Holm et al. (1997) in Arteriosclerosis, Thrombosis and
Vascular Biology 17 (10), 2264– 2272,
und in Clinical Investigation, 100(4), 821–828, beschrieben ist. Wenn
die natürlich
vorkommende Verbindung ein Isoflavon ist, dann kann das Isoflavon
vor der Einarbeitung in den Mikronährstoff entweder biologisch
oder in vitro zur Aglyconform dekonjugiert werden.
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In einer besonders bevorzugten Ausführungsform
schafft die vorliegende Erfindung eine erfindungsgemäße Zusammensetzung
oder einen erfindungsgemäßen Mikronährstoff
in Kombination mit einem funktionellen Nahrungsmittelinhaltsstoff
umfassend ein Sterin, vorzugsweise einem Inhaltsstoff ausgewählt aus
der Gruppe bestehend aus Stanolester, Tocotrienol, Mevinolin, und
einer Phytosterinverbindung wie Campesterin, Sitosterin oder Stigmasterin,
oder einer Kombination davon.
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Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform
ist eine erfindungsgemäße Zusammensetzung
oder ein erfindungsgemäßer Mikronährstoff
zur Verwendung als Inhaltsstoff für funktionelle Nahrung gedacht.
Eine erfindungsgemäße Zusammensetzung
oder ein erfindungsgemäßer Mikronährstoff
kann auch als Sonde oder intravenös oder in Tabletten- oder Kapselform
verabreicht werden. Die vorliegende Erfindung betrifft weiters eine
pharmazeutische Zusammensetzung umfassend eine Zusammensetzung oder
einen Mikronährstoff
gemäß der Erfindung,
die Verwendung einer Zusammensetzung oder eines Mikronährstoffs
gemäß der Erfindung in
der Therapie, die Verwendung einer Zusammensetzung oder eines Mikronährstoffs
gemäß der Erfindung bei
der Herstellung eines Medikaments und die Verwendung einer Zusammensetzung
oder eines Mikronährstoffs
gemäß der Erfindung
bei der Herstellung eines Medikaments zur Behandlung einer an einer
Herz-Kreislauf-Erkrankung
leidenden Person.
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In einer Ausführungsform sieht die vorliegende
Erfindung eine erfindungsgemäße Zusammensetzung zur
Verwendung als Medikament vor. Eine erfindungsgemäße Zusammensetzung
zur Verwendung als Medikament kann vorzugsweise zur Verhinderung
und/oder Behandlung und/oder prophylaktischen Behandlung und/oder
Linderung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen
wie z. B. einer Erkrankung, ausgewählt aus der Gruppe bestehend
aus Arteriosklerose, Atherosklerose, Arteriolosklerose, koronarer
Herzerkrankung, Angina pectoris, Thrombose, Myokardinfarkt und Bluthochdruck,
verwendet werden. Arteriosklerose ist ein allgemeiner Ausdruck für eine Gruppe
von Leiden, die mit dem Arteriensystem in Zusammenhang stehen und
zu einer Verdickung der Arterienwand mit anschließendem Elastizitätsverlust
führen.
Die drei Hauptgruppen von Arteriosklerose, die häufig genannt werden, sind Atherosklerose,
Mönckeberg-Sklerose
und Arteriolosklerose. Atherosklerose wird am häufigsten bei der Aorta und
den an diese angeschlossenen Hauptarterien, bei den Koronararterien
und den Hirnarterien beobachtet. Mönckeberg-Sklerose führt zu einer Verengung der
Arterien der Extremitäten,
und Arteriolosklerose bezieht sich auf eine Verengung der kleinen
Arterien und Arteriolen, verursacht durch Bluthochdruck.
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Die erfindungsgemäße Zusammensetzung wirkt zur
Senkung des Cholesteringehalts bei normocholesterinämischen
Patienten um mindestens 2%, beispielsweise mindestens 5%, wie mindestens
8%, beispielsweise mindestens 10%, wie mindestens 12%, beispielsweise
mindestens 14%, wie mindestens 16%, beispielsweise mindestens 18%,
wie mindestens 20%, beispielsweise mindestens 25%, wie mindestens
30%. Die erfindungsgemäße Zusammensetzung
wirkt zur Senkung des Triglyceridgehalts bei normocholesterinämischen
Patienten um mindestens 10%, wie mindestens 12%, beispielsweise
mindestens 14%, wie mindestens 16%, beispielsweise mindestens 18%,
wie mindestens 20%, beispielsweise mindestens 25%, wie mindestens 30%.
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Die erfindungsgemäße Zusammensetzung wirkt zur
Senkung des Cholesteringehalts bei schwach hypercholesterinämischen
Patienten um mindestens 3%, beispielsweise mindestens 5%, wie mindestens
8%, beispielsweise mindestens 10%, wie mindestens 12%, beispielsweise
mindestens 15%, wie mindestens 20%, beispielsweise mindestens 25%,
wie mindestens 30%, beispielsweise mindestens 35%, wie mindestens
40%, beispielsweise mindestens 45%. Die erfindungsgemäße Zusammensetzung
wirkt zur Senkung des Triglyceridgehalts bei schwach hypercholesterinämischen
Patienten um mindestens 15%, wie mindestens 20%, beispielsweise
mindestens 25%, wie mindestens 30%, beispielsweise mindestens 35%,
wie mindestens 40%, beispielsweise mindestens 45%.
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Die erfindungsgemäße Zusammensetzung wirkt zur
Senkung des Cholesteringehalts bei schwer hypercholesterinämischen
Patienten um mindestens 3%, beispielsweise mindestens 5%, wie mindestens 8%, beispielsweise
mindestens 10%, wie mindestens 12%, beispielsweise mindestens 15%,
wie mindestens 20%, beispielsweise mindestens 25%, wie mindestens
30%, beispielsweise mindestens 35%, wie mindestens 40%, beispielsweise
mindestens 45%, wie mindestens 50%, beispielsweise mindestens 55%,
wie mindestens 60%. Die erfindungsgemäße Zusammensetzung wirkt zur
Senkung des Triglyceridgehalts bei schwer hypercholesterinämischen
Patienten um mindestens 20%, beispielsweise mindestens 25%, wie
mindestens 30%, beispielsweise mindestens 35%, wie mindestens 40%,
beispielsweise mindestens 45%, wie mindestens 50%, beispielsweise
mindestens 55%, wie mindestens 60%.
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Eine erfindungsgemäße Zusammensetzung
zur Verwendung als Medikament kann auch wirksam bei der Reduktion
des Eindringens von Cholesterin und/oder Triglyceriden in die Arterienwand
und/oder zur Reduktion der Menge an in der Arterienwand vorhandenem
oxidiertem LDL-Cholesterin und/oder zur Senkung des Serumgehalts
von Cholesterin und/oder LDL-Cholesterin und/oder Homocystein und/oder
Triglyceriden und/oder zur Erhöhung
des Verhältnisses
von HDL/LDL-Cholesterin
im Serum und/oder des HDL-Cholesteringehalts im Serum sein.
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In einer anderen Ausführungsform
sieht die vorliegende Erfindung die Verwendung einer erfindungsgemäßen Zusammensetzung
bei der Behandlung von kardiovaskulären Erkrankungen, z. B. Arteriosklerose, vor.
Die Verwendung einer erfindungsgemäßen Zusammensetzung als Medikament
und/oder bei der Herstellung eines Medikaments zur Behandlung einer
an einer kardiovaskulären
Erkrankung leidenden Person stellt eine weitere Ausführungsform
der Erfindung dar. Die Verwendung einer erfindungsgemäßen Zusammensetzung
als Medikament und/oder bei der Herstellung eines Medikaments zur
Behandlung einer an Arteriosklerose leidenden Person stellt eine
noch andere Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung dar. Ein solches Medikament kann z. B.
wirksam bei der Prävention
und/oder Behandlung und/oder prophylaktischen Behandlung und/oder
Linderung z. B. einer Herz-Kreislauf-Erkrankung, ausgewählt aus
der Gruppe bestehend aus Hypercholesterinämie, Hypertriglyceridämie, anderen
Hyperlipidämien,
Arteriosklerose, Atherosklerose, Arteriolosklerose, Angina pectoris,
Thrombose, Myokardinfarkt und Bluthochdruck, bei einer Person sein,
wobei Medikamente, die wirksam bei der Prävention und/oder Behandlung
und/oder prophylaktischen Behandlung und/oder Linderung von Arteriosklerose
und/oder Atherosklerose bei einer Person bevorzugter sind. Das Medikament
kann auch bei der Senkung des Gesamtserumcholesteringehalts und/oder
des LDL-Cholesteringehalts und/oder des Gesamtserumtriglyceridgehalts
und/oder des Gesamtserumhomocysteingehalts einer Person und/oder
zur Reduktion des Eindringens von Cholesterin und/oder Triglyceriden
in die Arterienwand und/oder zur Reduktion der Menge an oxidiertem
LDL-Cholesterin
in der Arterienwand sein. Das Medikament kann auch wirksam bei der
Erhöhung
des Verhältnisses
von HDL/LDL-Cholesterin im Serum einer Person und/oder bei der Erhöhung des
HDL-Cholesteringehalts
einer Person sein. Das Medikament kann auch wirksam bei der Verhinderung,
Reduktion oder Elimination von Fettstreifenbildung und/oder bei
der Prävention, Reduktion
oder Elimination von fibröser
Plaquebildung und/oder bei der Prävention, Reduktion oder Elimination
einer komplizierten Läsionsbildung
sein. Das Medikament kann auch wirksam bei der Reduktion oder Elimination
eines Angina-pectoris-Risikos und/oder bei der Reduktion oder Elimination
eines Myokardinfarkt-Risikos bei einer Person sein.
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Die Behandlungsdauer liegt vorzugsweise
im Bereich von 1 bis 12 Monaten oder mehr, wie 2 Wochen bis 9 Monaten,
beispielsweise 3 Wochen bis 6 Monaten, wie 4 Wochen bis 4 Monaten,
wie 6 Wochen bis 3 Monaten. Die Behandlungsdauer soll jedoch nicht
auf diese Zeiträume
beschränkt
sein und kann z. B. länger als
12 Monate, wie z. B. ein ganzes Leben lang, dauern, um kardiovaskulären Erkrankungen
vorzubeugen.
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In einer Ausführungsform sieht die vorliegende
Erfindung eine pharmazeutische Präparation umfassend eine erfindungsgemäße Zusammensetzung
vor. Die pharmazeutische Präparation
kann auf jede dem Fachmann bekannte Weise hergestellt werden.
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In einer anderen Ausführungsform
sieht die vorliegende Erfindung die Verwendung einer erfindungsgemäßen Zusammensetzung
als Nahrungspräparation
und/oder bei der Herstellung einer Nahrungs präparation zur Senkung des Cholesteringehalts
im Serum und/oder des LDL-Cholesteringehalts im Serum und/oder des
Triglyceridgehalts im Serum und/oder des Homocysteingehalts im Serum
und/oder zur Erhöhung
des Verhältnisses
von HDL/LDL-Cholesterin im Serum und/oder zur Erhöhung des
HDL-Cholesterin-Gehalts im Serum einer Person vor. Die Nahrungspräparation
kann jede Form haben, die sich für
menschlichen oder tierischen Verzehr eignet. In einer bevorzugten
Ausführungsform
ist die Zusammensetzung eine Pulvermischung, die für den menschlichen
oder tierischen Verzehr in einer Flüssigkeit suspendiert, dispergiert
oder emulgiert werden kann. Die Flüssigkeit ist vorzugsweise eine
wasserhaltige Flüssigkeit
wie z. B. Wasser, Kaffee, Tee oder Fruchtsaft. Für diesen Zweck kann die Zusammensetzung
in einem Päckchen
verpackt sein, das zur Abdeckung eines Teils oder des gesamten Nahrungsbedarfs über einen
bestimmten Zeitraum gedacht ist. Die vorliegende Erfindung sieht
auch die Nahrungspräparation
in Form eines diätetischen
Zusatzes vor.
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Die Nahrungspräparation ist gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung vorzugsweise ein funktionelles Nahrungsmittel
oder Getränk,
d. h. eine leicht erhältliche
essbare bzw. trinkbare Substanz, die durch eine erfindungsgemäße Zusammensetzung
ergänzt
ist, um eine medizinische oder pharmazeutische Wirkung auszuüben. Dementsprechend
sieht die vorliegende Erfindung eine erfindungsgemäße Zusammensetzung
zur Verwendung als Inhaltsstoff eines funktionellen Nahrungsmittels
vor. Funktionelle Nahrungsmittel und Getränke sind vorzugsweise ausgewählt aus
der Gruppe bestehend aus Molkereiprodukten wie Joghurt und Joghurteis,
Säften
wie Orangensaft oder Tomatensaft, Fertigdrinks, streichfähigen Produkte
wie Margarine oder aus Gemüse
oder Pflanzen extrahierten Ölen,
Getreideprodukten wie traditionellen Frühstücksgetreideprodukten, Nahrungsriegeln,
Keksen, Broten, Suppen wie Tomatensuppe, Fleischprodukten wie Hamburger, Fleischersatzprodukten
und Gemüseprodukten.
In einer weiteren Ausführungsform
kann eine erfindungsgemäße Nahrungspräparation
in Form einer Fertigflüssigkeit
oder in Pulverform oder in Pastillenform, in Form einer festen Zusammensetzung
wie eines Nahrungsriegels, eines Fruchtriegels, eines Plätzchens,
eines Kuchens, eines Brots oder eines Muffins vorliegen.
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In einer anderen Ausführungsform
ist eine erfindungsgemäße Zusammensetzung
eine flüssige
Nahrungspräparation
in einer wasserhaltigen Flüssigkeit,
in der die festen Inhaltsstoffe in einer Menge von 10 bis 25 Gew.-%
suspendiert, dispergiert oder emulgiert sind. Ist die flüssige Nahrungspräparation
als Getränk
gedacht, dann umfasst sie üblicherweise
ein Geschmacksmittel, wie oben ausgeführt. Die flüssige Nahrungspräparation
kann jedoch auch zur Verabreichung mittels Sonde geeignet sein.
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In einer anderen Ausführungsform
bezieht sich die vorliegende Erfindung auf die Verwendung einer erfindungsgemäßen Zusammensetzung
als Teil- oder Gesamtdiät
für eine übergewichtige
Person mit einem Arterioskleroseleiden. Übergewichtige Personen haben
oft einen erhöhten
Serumcholesterinspiegel und einen erhöhten Triglyceridspiegel und
sind daher anfälliger
für kardiovaskuläre Erkrankungen.
Die vorliegende Erfindung ist jedoch nicht auf die Behandlung von
Personen mit erhöhtem
Arterioskleroserisiko, d. h. Personen mit wahrscheinlich erhöhtem Cholesterin-
und/oder Triglyceridspiegel im Serum, beschränkt. Eine erfindungsgemäße Zusammensetzung
besitzt auch eine substantiell senkende Wirkung auf das Serumcholesterin, LDL-Cholesterin
und die Serumtriglyceride bei Personen mit eher normalem Lipidprofil.
Die medizinische Verwendung einer erfindungsgemäßen Zusammensetzung ist nicht
auf übergewichtige
oder an Fettleibigkeit leidende Personen beschränkt, sondern kann für normalgewichtige
Personen mit erhöhtem
Cholesterin- und/oder LDL-Cholesterin- und/oder Triglyceridgehalt
im Serum oder für
Personen mit einem Herz-Kreislauf-Leiden wie z. B. Arteriosklerose
oder einem damit verbundenen Leiden verwendet werden, die normale Serumwerte
an Cholesterin und/oder LDL-Cholesterin
und/oder Triglyceriden aufweisen. Erhöhte Serumgehalte an Cholesterin
und/oder LDL-Cholesterin und/oder Triglyceriden können durch
fettreiche Nahrung entstehen oder genetisch bedingt sein.
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Für
den Zweck der vorliegenden Erfindung werden Personen mit einem anfänglichen
Gesamtserumcholesterinspiegel von höchstens 5,7 mmol/l als normal
bzw. hypocholesterinämisch
angesehen, während Personen
mit einem Gesamtserumcholesterinspiegel von über 5,7 mmol/l als hypercholesterinämisch eingestuft
werden. Dementsprechend ist es bei Behandlung von normocholesterinämischen
Personen möglich,
die Entstehung von kardiovaskulären
Erkrankungen aufgrund von Serumcholesterispiegeln unterhalb einer
Konzentration von 5,7 mmol/l bei Personen, die besonders anfällig für z. B.
Arteriosklerose sind, hintan zu halten oder ein Fortschreiten von
kardiovaskulären
Erkrankungen bei Patienten mit vorangegangenen kardiovaskulären Ereignissen
zu verhindern.
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Durch die Behandlung von hypercholesterinämischen
Personen ist es möglich,
das Entstehen von kardiovaskulären
Erkrankungen aufgrund von Serumcholesterinspiegeln oberhalb einer
Konzentration von 5,7 mmol/l bei Personen, die unter solchen Bedingungen
besonders anfällig
für z.
B. Arteriosklerose sind, hintan zu halten.
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Genauer gesagt gelten Personen mit
einem Gesamtserumcholesterinwert von 5,7 mmol/l bis 7,9 mmol/l als
schwach hypercholesterinämisch.
Daher ist es bei Behandlung solcher hypercholesterinämischer Personen
möglich,
das Entstehen von kardiovaskulären
Erkrankungen aufgrund von Serumcholesterinwerten von 5,7 bis 7,9
mmol/l hintan zu halten. Personen mit einem Gesamtserumcholesterinspiegel
von über
7,9 mmol/l werden als schwer hypercholesterinämisch eingestuft. Dementsprechend
ist es bei Behandlung dieser hypercholesterinämischen Personen möglich, die
Entstehung von kardiovaskulären
Erkrankungen aufgrund von Serumcholesterinwerten über 7,9
mmol/l hintan zu halten.
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Es hat sich auch gezeigt, dass eine
erfindungsgemäße Zusammensetzung
eine potenzierende Wirkung auf die Wirksamkeit von Arzneimitteln
wie z. B. Statinen aufweist. Durch die Kombination einer erfindungsgemäßen Zusammensetzung
mit z. B. Statinen wie HMG-CoA-Reductase-Inhibitoren,
Gallensäureharzen,
Fibraten, Nicotinsäurederivaten,
Haferprodukten wie Hafermehl, Gerstenprodukte wie Gerstenmehl und verschiedene
Fischölkonzentrate
mit einem hohen Gehalt an ω-3-Fettsäuren ist
es möglich,
eine weitere 5- bis 15-%ige
Reduktion des Gesamtcholesterin- und/oder LDL-Cholesterin- und/oder Triglyceridspiegels
zu erreichen. Die vorliegende Erfindung sieht auch eine erfindungsgemäße Kombination
in Kombination mit einem Statin, vorzugsweise einem HMG-CoA-Reductase-Inhibitor, Gallensäureharzen,
Fibraten, Haferprodukten, Gersteprodukten, Nicotinsäurederivaten
und verschiedenen Fischölkonzentraten
mit einem hohen Gehalt an ω-3-Fettsäuren vor.
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BEISPIEL 1
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Ziel der vorliegenden Studie war
es zu prüfen,
ob ein Produkt, das isoliertes Sojaprotein, Sojafasern, und einen
hohen, festgesetzten Gehalt an Isoflavonen umfasst, bei der Senkung
von LDL-Cholesterin und Gesamtcholesterin im Serum signifikant wirksamer
ist als ein Placebo. Die Studie wurde als randomisierter Doppelblindversuch
mit Placebokontrolle durchgeführt.
52 Patienten mit einem mittleren Ausgangscholesterinspiegel von
7,6 mmol/l wurden sechs Wochen lang einer Behandlung unterzogen.
24 von ihnen erhielten eine erfindungsgemäße Zusammensetzung (Abacor®,
Nutri Pharma ASA, Oslo), enthaltend isoliertes Sojaprotein mit einem
hohen, festgesetzten Gehalt an Isoflavonen und Sojakotedylenfasern
(52 g Sojaprotein, 230 mg Soja-Isoflavone und 15,5 g Sojakotyledonfasern
pro Tag). 28 konsumierten ein Produkt mit derselben Zufuhr von Protein
und Fasern, basierend auf Kasein und Cellulose (Placebo). Die Präparationen
wurden zweimal am Tag als flüssige
Zusätze
zur normalen Diät
der Patienten verabreicht. Beide Gruppen wurden einen Monat nach Ende
der Einnahme der Präparationen
kontrolliert.
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Die mittlere Reduktion von LDL-Cholesterin
bei der mit Abacor® behandelten Gruppe nach
sechs Wochen betrug 13,1%, während
sie bei der Placebo-Gruppe 7,8% ausmachte (p = 0,014). Auch die
Reduktion an Gesamtcholesterin war bei der aktiven Gruppe größer als
bei der Placebo-Gruppe (8,4% vs. 5,1%, p = 0,049), ohne Korrektur
wegen Mehrfachprüfung.
HDL-Cholesterin zeigte eine Erhöhung
sowohl in der aktiven als auch in der Placebo-Gruppe (6,2% vs. 5,8%).
Während
der einmonatigen Nachbetreuung erreichten beide Gruppen wieder den
Cholesterinspiegel wie vor der Behandlung.
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Die Ergebnisse zeigen, dass die Einnahme
eines Produkts umfassend isoliertes Sojaprotein mit einem hohen,
festgesetzten Gehalt an Isoflavonen sowie Sojakotyledonfasern Serum-LDL-Cholesterin
und Gesamtcholesterin signifikant verringert und das Verhältnis von
HDL/LDL-Cholesterin verbessert. Die positiven Ergebnisse wurden
in dieser Gruppe von Patienten nach sechs Wochen Behandlung erzielt.
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BEISPIEL 2
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Ziel der vorliegenden Studie war
es zu prüfen,
ob ein Produkt, das isoliertes Sojaprotein, Sojafasern, und einen
hohen, festgesetzten Gehalt an Isoflavonen umfasst, bei der Senkung
der Serumgehalte von LDL-Cholesterin, HDL-Cholesterin und Gesamtcholesterin
signifikant wirksamer ist als ein Placebo. Die Studie wurde als
randomisierter Doppelblindversuch mit Placebokontrolle durchgeführt. 160
Patienten mit einem Plasmagehalt an LDL-Cholesterin von ≥ 4 mM, Gesamtcholesterin
von 5,8–7,9
mM und Triglyceriden von < 4,5
mM wurden sechzehn Wochen lang einer Behandlung unterzogen. 80 Patienten,
aufgeteilt auf zwei Gruppen derselben Größe nahmen ein Produkt auf Sojabasis
(Abacor®,
Nutri Pharma ASA, Oslo), enthaltend isoliertes Sojaprotein mit einem
hohen, festgesetzten Gehalt an Isoflavonen und Sojakotedylenfasern,
ein. Die Gruppe I (40 Patienten) erhielt Abacor® I:
18,5 g Sojaprotein (SUPRO® FXP-HO159), 4,63 g Sojafasern (FIBRIM® 1020),
3,44 g lecithinierten, fettarmen Kakao und 1,31 g Sojalecithin auf
einer täglichen
Basis; die Gruppe II (40 Patienten) erhielt Abacor® II:
31 g Sojaprotein (SUPRO® FXP-HO159), 7,75 g Sojafasern
(FIBRIM® 1020),
5,77 g lecithinierten, fettarmen Kakao und 2,2 g Sojalecithin auf
einer täglichen
Basis. 80 Patienten, aufgeteilt auf zwei Gruppen, konsumierten ein
Produkt mit derselben Zufuhr von Protein und Fasern, basierend auf
Kasein, Vollmilchpulver und Cellulose (Placebo). Die Präparationen
wurden als tägliches
Supplement zur normalen Diät
der Patienten eingenommen.
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Die Studie begann mit einem standardisierten
Diätprogramm
durchschnittlich vier Monate hindurch für sämtliche Teilnehmer an der Studie
(Visiten 1–4,
durchschnittlich während
4 Monaten) unter intensiver Beratung über Diätumstellungen und Diätanleitungen.
Danach erhielten die Teilnehmer an der Studie Abacor® bzw. Placebo
wie oben beschrieben (Visiten 4–8,
dazwischen je ein Monat). Bei sämtlichen
Visiten während
des gesamten Zeitraums wurden der Serumgehalt an Gesamtcholesterin
(Tabelle I und 1), der
Serumgehalt an LDL-Cholesterin (Tabelle II und 2), der Serumgehalt an HDL-Cholesterin
(Tabelle III und 3)
sowie der Serumgehalt an Triglyceriden (Tabelle IV und 4) gemessen. Das mittlere
Verhältnis
von HDL/LDL-Cholesterin wurde berechnet (5).
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In den nachstehenden Tabellen sind
die folgenden Bezeichnungen verwendet:
A: Patienten in Gruppe
I
B: Patienten, die ein Placebo bei gleicher Aufnahme von Protein
und Fasern wie Gruppe I erhalten
C: Patienten in Gruppe II
D:
Patienten, die ein Placebo bei gleicher Aufnahme von Protein und
Fasern wie Gruppe II erhalten
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TABELLE
I
Gesamtcholesterin (mM)
-
TABELLE
II
LDL-Cholesterin (mM)
-
TABELLE
III
HDL-Cholesterin (mM)
-
TABELLE
IV
Triglyceride (mM)
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Diese Ergebnisse zeigen, dass die
Aufnahme einer erfindungsgemäßen Zusammensetzung
in den vorgenannten Mengen den Serumgehalt an Gesamtcholesterin
mit Abacor® I
und Abacor® II
um mehr als 11% senkt (Tabelle I und 1).
Noch auffälliger
senkt die Einnahme einer erfindungsgemäßen Zusammensetzung mit Abacor® II
den Serumgehalt an LDL-Cholesterin um 18,2% nach einer anfänglichen
Reduktion von etwa 5% augrund einer Änderung der Diät, was zu
einer Gesamtreduktion an LDL-Cholesterin um etwa 23% bei der Einnahme
einer erfindungsgemäßen Zusammensetzung
und einer Umstellung der Diät
führte
(Tabelle II und 2).
Das gehört
zu den größten Reduktionen
des Serumgehalts an LDL-Cholesterin, die bei Nahrungsmitteln beobachtet
wurden. Überraschenderweise
reduziert die Einnahme von Abacor® I
(mit einem Proteingehalt von nur 60% im Vergleich zu Abacor® II)
den Serumgehalt an LDL-Cholesterin um 16,0% nach der anfänglichen
Reduktion, was dem mit Abacor® II beobachteten Ergebnis
sehr nahe kommt. Die Ergebnisse zeigen weiters, dass der Serumgehalt
an HDL-Cholesterin mit Abacor® II um etwa 10% steigt
(Tabelle III und 3),
dass der Serumgehalt an Tri glyceriden sowohl mit Abacor® I
als auch mit Abacor® II um mehr als 10% sinkt
(Tabelle IV und 4) und
dass das HDL/LDL-Verhältnis mit
Abacor® II
um etwa 33% und mit Abacor® I um etwa 25% verbessert
wird (5).
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Überraschenderweise
hört die
durch anhaltende Einnahme von Abacor® bewirkte
Reduktion des Cholesterinspiegels nach etwa zwei Monaten nicht auf,
wie zu erwarten wäre,
da der Umsatz von Cholesterin im Körper 2 bis 3 Wochen beträgt, sondern
die Cholesterinwerte sinken über
einen Zeitraum von vier Monaten kontinuierlich (siehe 1 und 2).