DE69907473T2 - Hauptzylinder mit druckabhängiger, fortschreitender, hydraulischer reaktion - Google Patents
Hauptzylinder mit druckabhängiger, fortschreitender, hydraulischer reaktion Download PDFInfo
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Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft einen Hauptzylinder mit hydraulischer Reaktion mit: einem zylindrischen Körper, der eine Arbeitskammer mit variablem Volumen, die mit einem Bremsfluid gefüllt ist, begrenzt; einem Hauptkolben, der in der Arbeitskammer in einer ersten axialen Richtung selektiv verschiebbar montiert ist, um das Volumen dieser Arbeitskammer zu verringern; einer axialen Bohrung, die im Hauptkolben ausgebildet ist und eine Reaktionskammer mit variablem Fassungsvermögen begrenzt, die einem variablen Druck ausgesetzt wird; einem Reaktionskolben, der die Reaktionskammer verschließt und in der axialen Bohrung in der ersten axialen Richtung selektiv verschiebbar montiert ist, um das Fassungsvermögen der Reaktionskammer zu verringern; und einem Rückschlagventil, das selektiv ein Strömen von Fluid von der Reaktionskammer zur Arbeitskammer gestattet.
- Ein Hauptzylinder dieser Art ist in die Bremsvorrichtung integriert, die im Stand der Technik durch das Patent EP – 0 662 894 beschrieben ist.
- Eine derartige Bremsvorrichtung weist den Vorteil auf, daß sie die Intensität der Bremskraft im Fall eines plötzlichen Bremsstoßes, insbesondere durch Verlangsamen des Anstiegs der Reaktionskraft, die dieser Bremskraft entgegenwirkt, optimiert.
- In jüngerer Zeit hat sich bei der Gestaltung der Bremssysteme die Besorgnis entwickelt, daß man die Reaktionskraft in der entgegengesetzten Richtung zur Bremskraft variieren lassen kann, um die Nutzung der Bremsenergie, die vom Fahrer im Fall von starkem Bremsen ausgeübt wird, zu optimieren.
- Die vorliegende Erfindung liegt in diesem Zusammenhang und hat das Ziel, einen Hauptzylinder mit hydraulischer Reaktion mit einfacher Struktur, der diese Funktionalität bietet, vorzuschlagen.
- Dazu ist der Hauptzylinder der vorliegenden Erfindung, der außerdem der Gattungsdefinition entspricht, die der obige Oberbegriff gibt, im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, daß er einen abgestuften Kolben aufweist, der schwimmend in der axialen Bohrung zwischen der Reaktionskammer und der Arbeitskammer angebracht ist und entlang der ersten axialen Richtung gegen eine Feder mit abnehmender Länge gleitet, je weiter der variable Druck zunimmt, daß der abgestufte Kolben in dichter Weise in der axialen Bohrung eine ringförmige Kammer begrenzt, die einem niedrigen Druck ausgesetzt wird, und daß das Rückschlagventil in einer axialen Bohrung installiert ist, die den abgestuften Kolben durchquert, wobei dieses Ventil offen oder geschlossen ist, je nachdem ob die Länge der Feder zumindest gleich einem vorbestimmten minimalen Abstand oder geringer als dieser minimale Abstand ist.
- Der abgestufte Kolben weist vorzugsweise einen Abschnitt mit kleinerem relativem Durchmesser, der zur Arbeitskammer gerichtet ist, und einen Abschnitt mit größerem relativem Durchmesser, der zur Reaktionskammer gerichtet ist, auf.
- In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung weist das Rückschlagventil einen Ventilsitz, der auf einem Absatz der axialen Bohrung des abgestuften Kolbens definiert ist, eine Absperreinrichtung, die elastisch zum Sitz in einer zweiten axialen Richtung beaufschlagt wird, die zur ersten axialen Richtung entgegengesetzt ist, und die Nadel auf, die bezüglich des Hauptkolbens fest ist und von welcher ein Ende in die erste axiale Richtung zeigt, um selektiv die Absperreinrichtung vom Ventilsitz zu entfernen, wenn die Länge der Feder zumindest gleich dem vorbestimmten minimalen Abstand ist.
- Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung gehen deutlich aus der Beschreibung hervor, die nachstehend und keineswegs zur Begrenzung mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen durchgeführt wird, in denen gilt:
-
1 ist eine Schnittansicht der bekannten Bremsvorrichtung, die im vorstehend genannten Patent EP – 0 662 894 beschrieben ist; -
2 ist eine Schnittansicht der speziellen Einrichtungen des Hauptzylinders der Erfindung; und -
3 ist ein Diagramm, das die Entwicklung des hydraulischen Drucks, der von einem erfindungsgemäßen Hauptzylinder geliefert wird, welcher in einen pneumatischen Bremskraftverstärker integriert ist, in Abhängigkeit von der Eingangskraft, die auf den Reaktionskolben aufgebracht wird, darstellt. - Das frühere Patent EP – 0 662 894 beschreibt ein Bremssystem, das schematisch einen pneumatischen Unterstützungsservomotor
1 und einen Hauptzylinder2 aufweist. - Der Servomotor weist selbst ein starres Gehäuse
3 auf, das durch eine bewegliche Trennwand4 mit einer Membran4a und einem starren Mantel4b in dichter Weise in zwei Kammern3a und3b aufgeteilt ist, welche einen pneumatischen Kolben5 mitnehmen kann, der im Inneren des Gehäuses3 beweglich ist. - Die vordere Kammer
3a , deren Vorderseite in dichter Weise durch den Hauptzylinder2 geschlossen ist, ist stets durch ein Verbindungsstück6 mit einer Niederdruckquelle (nicht dargestellt) verbunden. - Der Druck in der hinteren Kammer
3b wird durch ein pneumatisches Ventil7 gesteuert, das durch eine Steuerstange8 gesteuert wird, die mit einem Bremspedal (nicht dargestellt) verbunden ist. - Wenn sich die Steuerstange
8 in der Ruhestellung befindet, im vorliegenden Fall nach rechts gezogen ist, stellt das pneumatische Ventil7 eine Verbindung zwischen den zwei Kammer3a und3b des Servomotors her. - Wenn die hintere Kammer
3b folglich dem gleichen Niederdruck ausgesetzt wird wie die vordere Kammer3a , wird der Kolben5 nach rechts, in die Ruhestellung durch eine Feder9 zurückgeschoben. - Die Betätigung der Steuerstange
8 nach links hat die Wirkung, in einer ersten Zeit, das pneumatische Ventil7 so zu verschieben, daß es die Kammern3a und3b voneinander isoliert, dann in einer zweiten Zeit dieses pneumatische Ventil so zu verschieben, daß es die hintere Kammer3b zum Atmosphärendruck öffnet. - Die Druckdifferenz zwischen den zwei Kammern, die folglich von der Membran
4a wahrgenommen wird, übt auf die bewegliche Trennwand4 einen Schub aus, der danach strebt, diese nach links zu verschieben und ihr zu ermöglichen, den Kolben5 mitzunehmen, der sich seinerseits durch Zusammendrücken der Feder9 verschiebt. - Die Bremskraft, die auf die Steuerstange
8 ausgeübt wird, oder die "Eingangskraft" und die Bremsunterstützungskraft oder "Unterstützungskraft", die sich aus dem Schub der beweglichen Trennwand4e ergeben, werden folglich gemeinsam in der axialen Richtung X-X+ der Schubstange8 in der Richtung des Hauptzylinders2 aufgebracht und vereinigen sich, um die Betätigungskraft dieses letzteren zu bilden. - Genauer wird die Betätigungskraft auf die Kolbenbaugruppe
11 des Hauptzylinders aufgebracht und ruft deren Verschiebung nach links (in1 ) in der axialen Richtung X-X+ hervor, was zu einer Druckerhöhung der Bremsflüssigkeit, die in der Arbeitskammer12 des Hauptzylinders vorhanden ist, und zu einer Betätigung der mit dieser letzteren verbundenen Bremse führt. - Die Kolbenbaugruppe
11 ist tatsächlich zusammengesetzt und weist einen Hauptkolben13 auf, der mit einer axialen Bohrung130 versehen ist, die in dichter Weise durch einen Reaktionskolben14 und eine ringförmige Dichtung19 verschlossen ist. - Der Reaktionskolben
14 ist in der Bohrung130 in der axialen Richtung X-X+ und gegen die von einer Feder24 ausgeübte Kraft verschiebbar angebracht. Dieser Kolben14 begrenzt in der Bohrung130 eine Reaktionskammer15 , die mit der Arbeitskammer12 durch ein Rückschlagventil22 und eventuell. in der in2 dargestellten Ausführungsform durch einen Kanal120 , der durch einen vorderen Teil der Bohrung130 ausgebildet ist, in Verbindung steht. - Wie im Patent EP – 0 662 894 beschrieben, hat das Rückschlagventil 22 die Funktion, selektiv eine Strömung von Bremsfluid von der Reaktionskammer
15 zur Arbeitskammer12 zu gestatten. - Außerhalb des Durchgangs des Fluids, den das Rückschlagventil
22 zwischen der Arbeitskammer12 des Hauptzylinders2 und der Reaktionskammer15 ermöglicht, gleitet der Hauptkolben13 in dichter Weise im Hauptzylinder2 , wobei die Dichtheit durch mindestens eine ringförmige Dichtung18 erhalten wird (1 ). - Der Hauptkolben
13 ist durch den Ring20 mit dem starren Mantel4b verbunden, um zumindest einen Teil der Unterstützungskraft zu empfangen, die durch diesen Mantel ausgeübt wird. - Der Reaktionskolben
14 ist seinerseits axial gegenüber einer Schubstange21 angeordnet, die auf diesen zumindest die Eingangskraft übertragen kann, die auf die Steuerstange8 in den1 und2 nach links ausgeübt wird. - Der erfindungsgemäße Hauptzylinder weist außerdem einen abgestuften Kolben
23 auf, der schwimmend in der axialen Bohrung130 zwischen der Reaktionskammer15 und der Arbeitskammer12 angebracht ist und in einer Richtung gleitet, die eine Feder26 bei der Betätigung der Bremse zusammendrücken kann, anders gesagt in der axialen Richtung X-X+. - Der abgestufte Kolben
23 begrenzt in dichter Weise in der axialen Bohrung130 eine ringförmige Kammer27 , die einem niedrigen Druck ausgesetzt wird und beispielsweise mit dem Inneren des Servomotors durch einen Kanal28 in Verbindung gebracht wird. - Das Rückschlagventil
22 ist an einer axialen Bohrung230 installiert, die den abgestuften Kolben23 durchquert, wobei dieses Rückschlagventil22 in Abhängigkeit vom Zustand der Dehnung der Feder26 offen oder geschlossen ist. - Wie die
2 zeigt, weist der abgestufte Kolben23 einen Abschnitt231 mit kleinerem relativem Durchmesser, der zur Arbeitskammer12 gerichtet ist und durch eine ringförmige Dichtung25 in dichter Weise in der Bohrung130 gleitet, und einen Abschnitt232 mit größerem relativem Durchmesser auf, der zur Reaktionskammer15 gerichtet ist und durch eine ringförmige Dichtung29 in dichter Weise in der Bohrung130 gleitet. - Das Rückschlagventil weist beispielsweise einen Ventilsitz
221 , der an einem Absatz der axialen Bohrung230 des abgestuften Kolbens23 definiert ist, eine Kugel222 , die elastisch zum Sitz in der axialen Richtung X+X- beaufschlagt wird, die zur axialen Betätigungsrichtung X-X+ entgegengesetzt ist, und eine Nadel223 auf, die bezüglich des Hauptkolbens13 fest ist und von welcher ein Ende224 in die axiale Betätigungsrichtung X-X+ zeigt, um die Kugel222 von ihrem Sitz221 zu entfernen, wenn die Länge der Feder26 ausreicht, um die Verschiebung der Kugel durch das Ende der Nadel zu ermöglichen, das heißt solange wie der Druck in der Reaktionskammer15 relativ mäßig bleibt. - Die Funktion des Hauptzylinders der Erfindung ist folgendermaßen.
- Solange die Eingangskraft F, die auf den Reaktionskolben
14 aufgebracht wird, relativ gering ist, bleibt das Rückschlagventil22 offen, so daß sich der Druck in der Reaktionskammer15 wie der Druck in der Arbeitskammer12 entwickelt, wobei diese Situation durch den BereichR1 in3 dargestellt ist. - Insofern als sich der Druck in der Reaktionskammer
15 erhöht, nimmt die Kraft hydraulischen Ursprungs, die auf den abgestuften Kolben23 wirkt, zu, so daß sich dieser Kolben in der axialen Betätigungsrichtung X-X+ durch Zusammendrücken der Feder26 verschiebt. - Wenn die Feder
26 einen vorbestimmten Druck erreicht hat, hört das Ende224 der Nadel223 auf, an der Kugel222 zu ruhen, so daß sich das Rückschlagventil 22 schließt. Diese Situation ist in3 durch den BereichR2 dargestellt, der sich vom BereichR1 durch die Tatsache unterscheidet, daß eine sehr geringe Steigerung der Eingangskraft F eine beträchtliche Steigerung des Drucks P des Bremsfluids erzeugt.
Claims (3)
- Hauptzylinder mit hydraulischer Reaktion mit: einem zylindrischen Körper (
2 ), der eine Arbeitskammer (12 ) mit variablem Volumen, die mit einem Bremsfluid gefüllt ist, begrenzt; einem Hauptkolben (13 ), deir in der Arbeitskammer (12 ) in einer ersten axialen Richtung (X-X+) selektiv verschiebbar montiert ist, um das Volumen dieser Arbeitskammer zu verringern; einer axialen Bohrung (130 ), die im Hauptkolben (13 ) ausgebildet ist und eine Reaktionskammer (15 ) mit variablem Fassungsvermögen begrenzt, die einem variablen Druck ausgesetzt wird; einem Reaktionskolben (14 ), der die Reaktionskammer (15 ) verschließt und in der axialen Bohrung (130 ) in der ersten axialen Richtung (X-X+) selektiv verschiebbar montiert ist, um das Fassungsvermögen der Reaktionskammer (15 ) zu verringern; und einem Rückschlagventil (22 ), das selektiv ein Strömen von Fluid von der Reaktionskammer (15 ) zur Arbeitskammer (12 ) gestattet, dadurch gekennzeichnet, daß er einen abgestuften Kolben (23 ) aufweist, der schwimmend in der axialen Bohrung (130 ) zwischen der Reaktionskammer (15 ) und der Arbeitskammer angebracht ist (12 ) und entlang der ersten axialen Richtung (X-X+) gegen eine Feder (26 ) mit abnehmender Länge gleitet, je weiter der variable Druck zunimmt, daß der abgestufte Kolben (23 ) in dichter Weise in der axialen Bohrung (130 ) eine ringförmige Kammer (27 ) begrenzt, die einem niedrigen Druck ausgesetzt wird, und daß das Rückschlagventil (22 ) in einer axialen Bohrung (230 ) installiert ist, die den abgestuften Kolben (23 ) durchquert, wobei dieses Rückschlagventil (22 ) offen oder geschlossen ist, je nachdem ob die Länge der Feder, die die Position des abgestuften Kolbens (23 ) bezüglich einer Nadel (223 ) umsetzt, die bezüglich des Hauptkolbens (13 ) fest ist, zumindest gleich einem vorbestimmten minimalen Abstand oder geringer als dieser minimale Abstand ist. - Hauptzylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der abgestufte Kolben (
23 ) einen Abschnitt (231 ) mit kleinerem relativem Durchmesser, der zur Arbeitskammer (12 ) gerichtet ist, und einen Abschnitt (232 ) mit größerem relativem Durchmesser, der zur Reaktionskammer (15 ) gerichtet ist, aufweist. - Hauptzylinder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Rückschlagventil (
22 ) einen Ventilsitz (221 ), der auf einem Absatz der axialen Bohrung (230 ) des abgestuften Kolbens (23 ) definiert ist, eine Absperreinrichtung (222 ), die elastisch zum Sitz (221 ) in einer zweiten axialen Richtung (X+X-) beaufschlagt wird, die zur ersten axialen Richtung entgegengesetzt ist, und die Nadel (223 ) aufweist, von welcher ein Ende (224 ) in die erste axiale Richtung (X-X+) zeigt, um selektiv die Absperreinrichtung (222 ) vom Ventilsitz (221 ) zu entfernen, wenn die Länge der Feder zumindest gleich dem vorbestimmten minimalen Abstand ist.
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