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GEBIET DER ERFINDUNG
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Die vorliegende Erfindung betrifft
Artikel, die Körperausscheidungen
absorbieren und/oder einschließen,
die absorbierende Einwegartikel, wie Windeln, Inkontinenzprodukte
für Erwachsene,
Damenbinden und dergleichen einschließen. Insbesondere betrifft
die Erfindung absorbierende Einwegartikel, die ein oder mehrere
ionische komplexbildende Mittel einschließen, die wirken, um die physikalischen
Eigenschaften der Fäkalien
oder anderer Körperausscheidungen,
die im Artikel abgelagert sein können,
zu modifizieren.
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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Die Hauptfunktion absorbierender
Artikel, wie Windeln und Inkontinenzeinlagen für Erwachsene, besteht darin,
zu verhindern, dass Körperausscheidungen
die Kleidung oder andere Artikel, wie Bettwäsche, die in Kontakt mit dem
Träger
kommen, verschmutzen, benässen
oder ansonsten verunreinigen. In den letzten Jahren sind Einwegwindeln,
wie sie im US-Patent 5,151,092, das an Buell et al. erteilt wurde,
beschrieben sind, sehr populär
geworden und haben im allgemeinen dauerhafte absorbierende Kleidungsartikel
durch ihre Bequemlichkeit und Zuverlässigkeit ersetzt. Trotz der
Wirksamkeit solcher absorbierender Einwegartikel laufen Körperausscheidungen
dennoch oft aus oder werden so in der Windel gelagert, dass die
Ausscheidungen die Haut des Trägers
verunreinigen und/oder reizen. Zusätzlich haften Körperausscheidung
oft aggressiv an der Haut, was die Schwierigkeit der Reinigung erhöht und was
auch die Wahrscheinlichkeit einer chronischen Restverschmutzung
erhöht.
Die fundamentalen Gründe
für dieses
Problem und andere Schlüsselprobleme
bei absorbierenden Artikeln des Stands der Technik liegen in der
Mobilität
unter aufgebrachter Scherbelastung und der Haftfähigkeit der Fäkalien.
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Die unerwünschten Wirkungen des Auslaufens
und/oder eines nicht passenden Einschlusses, des schwierigen gründlichen
Reinigens und/oder einer Verunreinigung der restlichen Haut sind
insbesondere im Hinblick auf Fäkalmaterial,
das in der Windel abgelagert ist, evident. Fäkalien, die in der Windel enthalten
sind, können
die Haut des Trägers über der
Zeit beschädigen
und Fäkalien,
die aus der Windel auslaufen, führen unvermeidlich
zu unschönen
und mühsamen
Reinigungsaktionen. Somit sind verschiedene Versuche gemacht worden,
Elemente, Barrieren, Taschen, Abstandselemente, Querbarrieren, mit Öffnungen
versehene Oberschichten und dergleichen zur Windel hinzuzufügen, um
die Bewegung des Fäkalmaterials über der Oberschicht
zu begrenzen und/oder um das Fäkalmaterial
besser in der Windel einzuschließen. Solche Versuche sind im
allgemeinen nicht erfolgreich gewesen, da sie nicht die fundamentalen
Gründe
dieser Probleme (das sind die Eigenschaften der Fäkalien)
angehen, und da sie teuer und komplex sind. Weiterhin sind viele der
Mittel für
das Isolieren oder Einschließen
von Fäkalien
auf Fäkalmaterial
mit gewissen physikalischen Eigenschaften gerichtet (beispielsweise
der Viskosität,
des freien Wassergehalts und der Teilchengröße) und sie sind nicht wirksam
bei Ausscheidungen, deren physikalische Eigenschaften außerhalb
eines sehr schmalen Bereichs liegen.
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Chemische Mittel wurden in superabsorbierenden
Polymerteilchen verwendet, um zu versuchen, das Osmosepotential
des Polymers für
die Zwecke der Erhö hung
der wirksamen Kapazität
des Superabsorptionsmittels für
Urin zu erhöhen.
Beispielsweise beschreibt die
EP 0420248 A1 die Verwendung osmotischen
Materials, das in Kammern innerhalb der superabsorbierenden Polymerteilchen
eingeschlossen ist, um die Absorptionskapazität zu erhöhen. In solchen Fällen ist
das osmotische Material jedoch nicht verfügbar, um das umgebende Fäkalmaterial
zu kontaktieren und wirkt somit nicht als die Fäkalien modifizierendes Mittel,
wie es hier beschrieben ist.
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Das US-Patent 4,556,560 lehrt die
Verwendung gewisser Metallsalze, wie Lipaseinhibitoren. Diese Mittel
werden an der Oberschicht über
einer Ablagerung unter Verwendung eines flüchtigen Lösungsmittels befestigt. Wie
dort angegeben ist, ist eine Urinentleerung notwendig, um die Oberschicht
zu benetzen und das Lipaseinhibitormittel freizugeben. Die Lipaseinhibitoren
können
auch in den absorbierenden Kern als Teil des Urinschwalls gespült werden.
Diese Faktoren begrenzen klar die Zugänglichkeit des Mittels durch
das Fäkalmaterial.
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Das US-Patent 4,790,863 beschreibt
eine Windel, die eine Schicht eines medizinischen Puders, der zwischen
dem absorbierenden Kern und einem wasserlöslichen Film angeordnet ist,
umfasst. Der medizinische Puder wird verwendet, um das Trocknen
der Haut des Kindes zu fördern,
nachdem der Träger
die Windel nass gemacht hat. Wie in Tabelle II unten gezeigt ist,
dienen die Ausführungsformen,
die in diesem Patent beschrieben sind, nicht dazu, den Vorteil der
Fäkalmodifikation
der vorliegenden Erfindung zu liefern.
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Somit würde es wünschenswert sein, einen absorbierenden
Artikel mit verbesserten Fäkalhandhabungseigenschaften
zu liefern. Weiterhin würde
es vorteil haft sein, einen ökonomischen
Einwegartikel bereit zu stellen, der die Fähigkeit aufweist, die negativen
Wirkungen des Stuhlgangs oder anderer viskosen Körperausscheidungen auf den
Träger
oder die Pflegeperson zu minimieren. Es würde auch vorteilhaft sein,
einen Artikel zu liefern, der gestaltet ist, um chemisch oder physikalisch
mit diesen Fäkalien
zu interagieren und die Eigenschaften der Fäkalien zu ändern, um die Annahme der Fäkalien im
Artikel und/oder die Immobilisierung der Fäkalien im Artikel zu verbessern
und/oder die Verschmutzung der Haut des Trägers mit Fäkalien zu reduzieren. Es würde auch
wünschenswert
sein, einen Artikel bereit zu stellen, der eine ausreichende wirksame Kapazität und eine
Haltekraft aufweist, um die physikalisch oder chemisch modifizieren
Fäkalien
sicher und sauber weg von der Haut des Trägers und/oder der Kleidung
während
der erwarteten Gebrauchsdauer zu speichern.
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Um mindestens einige der oben beschrieben
Probleme und der Probleme, die man sonst in absorbierenden Artikeln
des Stands der Technik findet, zu lösen, liefert die vorliegende
Erfindung einen Artikel, der ein ionisches, komplexbildendes Fäkalien modifizierendes
Mittel einschließt,
das in einer wirksamen Konzentration verfügbar ist, um physikalisch oder
chemisch einen Teil oder das Ganze des Fäkalmaterials oder anderer Körperausscheidungen,
die im Artikel abgelagert werden, zu modifizieren. Die Modifikation
der Fäkalien
kann die Annahme und/oder das Halten der Ausscheidungen im Artikel
verbessern, um das Verbreiten des Fäkalmaterials in der Windel
zu reduzieren und/oder um die Tendenz des Fäkalmaterials, an der Haut des
Trägers zu
haften zu reduzie ren. Die vorliegende Erfindung kann auch einen
absorbierenden Artikel liefern, der die Ausscheidungen in ihrer
modifizierten Form annehmen, speichern und/oder immobilisieren kann,
um die Wahrscheinlichkeit zu verringern, dass die Ausscheidungen
zurück
zur Haut des Trägers
wandern, wenn die Ausscheidungen vom Artikel aufgesogen wurden.
Somit kann der absorbierende Artikel der vorliegenden Erfindung
die Wahrscheinlichkeit einer Verletzung der Haut des Trägers und/oder
der Unbequemlichkeit, die für eine
Pflegeperson normalerweise mit der Darmentleerung verbunden ist,
reduzieren.
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KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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Während
die Beschreibung mit den Ansprüchen
schließt,
die den Gegenstand, der als die vorliegende Erfindung angesehen
wird, speziell angeben und genau beanspruchen, wird angenommen,
dass die Erfindung aus der folgenden Beschreibung in Verbindung
mit den begleitenden Zeichnungen, in denen gleiche Bezeichnungen
verwendet werden, um im wesentlichen identische Elemente zu bezeichnen,
besser verständlich
wird.
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1 ist
eine Aufsicht auf eine Ausführungsform
eines absorbierenden Artikels der vorliegenden Erfindung, wobei
Teile weggeschnitten sind, um die darunter liegende Struktur zu
zeigen, wobei die zum Körper weisende
Oberfläche
der Windel zum Betrachter zeigt.
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2 ist
eine Aufsicht auf eine Ausführungsform
eines absorbierenden Artikels der vorliegenden Erfindung, wobei
Teile weggeschnitten sind, um die dar unter liegende Struktur zu
zeigen, wobei die zum Körper weisende
Oberfläche
der Windel zum Betrachter zeigt.
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3 ist
eine Querschnittsansicht einer Ausführungsform eines absorbierenden
Artikels der vorliegenden Erfindung entlang der Schnittlinien 3-3.
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4 ist
eine Querschnittsansicht einer alternativen Ausführungsform eines absorbierenden
Artikels der vorliegenden Erfindung.
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5 ist
eine Aufsicht auf eine Ausführungsform
einer Damenbinde der vorliegenden Erfindung, wobei Teile weggeschnitten
sind, um die darunter liegende Struktur zu zeigen.
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6 ist
eine Aufsicht auf eine alternative Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung.
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7 ist
eine vergrößerte Querschnittsansicht
einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
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8 ist
eine Aufsicht auf eine Ausführungsform
eines absorbierenden Artikels der vorliegenden Erfindung, wobei
Teile weggeschnitten wurden, um die darunter liegende Struktur zu
zeigen, wobei die zum Körper
weisende Oberfläche
der Windel zum Betrachter zeigt.
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9 ist
eine schematische Frontansicht einer Vorrichtung, die verwendet
werden kann, um die unter Druck ermittelten Annahmeeigenschaften
gewisser Strukturen zu messen.
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10 ist
eine Aufsicht auf ein Stück
der in 9 gezeigten Vorrichtung.
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DETAILLIERTE
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Der Ausdruck "absorbierender Artikel",
wie er hier verwendet wird, bezieht sich auf Vorrichtungen, die Körperausscheidungen
absorbieren und enthalten und insbesondere auf Vorrichtungen, die
am oder in der Nähe
des Trägers
platziert werden, um die verschiedenen Ausscheidungen, die vom Körper abgegeben
werden, zu absorbieren und einzuschließen. Der Ausdruck "Einweg-"
wird hier verwendet, um absorbierende Artikel zu beschreiben, die
im allgemeinen nicht gewaschen oder sonst wie wieder hergestellt
oder erneut als ein absorbierender Artikel verwendet werden sollen
(das heißt,
sie sollen nach einem einmaligen Gebrauch weggeworfen und vorzugsweise
recycelt, kompostiert oder ansonsten in einer umweltverträglichen
Weise entsorgt werden). (Der Ausdruck "angeordnet", wie er hier
verwendet wird, wird verwendet, um anzugeben, dass ein oder mehrere
Elemente der Windel an einem speziellen Platz oder einer Position
als eine einstückige
Struktur mit anderen Elementen der Windel oder als ein getrenntes
Element, das mit einem anderen Element der Windel verbunden ist,
angeordnet (verbunden oder positioniert) sind. Der Ausdruck "verbunden",
wie er hier verwendet wird, umfasst Konfigurationen, bei denen ein
Element direkt am anderen Element befestigt ist, indem das Element
direkt am anderen Element befestigt wird, und Konfigurationen, bei
denen ein Element indirekt am anderen Element befestigt wird, indem
das Element an einem oder mehreren dazwischen liegenden Elementen,
die wiederum am anderen Element befestigt sind, befestigt wird).
Ein "einstückiger"
absorbierender Artikel bezeichnet einen absorbieren Artikel, der
aus getrennten Teilen, die miteinander vereinigt sind, um eine koordinierte
Einheit zu bilden, geformt sind, so dass keine getrennten Handhabungsteile
wie ein getrennter Halter und eine Einlage notwendig sind.
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Eine bevorzugte Ausführungsform
des absorbierenden Artikels der vorliegenden Erfindung ist der einstückige absorbierende
Artikel, die Windel 20, die in 1 gezeigt ist. (Der Ausdruck "Windel",
wie er hier verwendet wird, bezieht sich auf einen absorbierenden
Artikel, der gemeinhin von Kindern und anderen inkontinenten Personen
um den unteren Rumpf getragen wird). Die vorliegende Erfindung ist
jedoch auch auf andere absorbierende Artikel, wie Inkontinenzeinlagen,
Inkontinenzunterwäsche,
absorbierende Einlagen, Windelhalter und Einlagen, weibliche Hygienewäsche, Wischtücher, Mops,
Bandagen und dergleichen anwendbar. Die vorliegende Erfindung ist
auch auf absorbierende oder nicht absorbierende Fäkaliensammelvorrichtungen,
die getrennt in der perianalen Region des Trägers angewandt werden können, anwendbar.
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1 ist
eine Aufsicht auf die Windel 20 der vorliegenden Erfindung
in ihrem ausgebreiteten Zustand, wobei Teile der Struktur weggeschnitten
sind, um die Konstruktion der Windel 20 klarer zu zeigen.
Der Teile der Windel 20, der zum Träger zeigt, ist zum Betrachter
gewandt. Wie in 1 gezeigt
ist, so umfasst die Windel 20 vorzugsweise eine flüssigkeitsdurchlässige Oberschicht 24,
eine flüssigkeitsundurchlässige Unterschicht 26,
einen absorbierenden Kern 28, der vorzugsweise zwischen
mindestens einem Teil der Oberschicht 24 und der Unterschicht 26 angeordnet
ist, Seitenfelder 30, elastische Beinaufschläge 32,
ein elastisches Taillenelement 34 und ein Befestigungssystem,
das allgemein mit 40 bezeichnet ist. Die Windel 20 ist
in 1 so gezeigt, dass
sie eine erste Taillenregion 36, eine zweite Taillenregion 38 entgegengesetzt
zur ersten Taillenregion 36 und eine Schrittregion 37,
die zwischen der ersten Taillenregion und der zweiten Taillenregion
angeordnet ist, umfasst. Der Umfang der Windel 20 wird
durch die äußeren Ränder der
Windel 20 definiert, in dem die Längsränder 50 im allgemeinen
parallel zur Längszentrallinie 100 der
Windel 20 verlaufen, und in dem die Endränder 52 zwischen
den Längsrändern 50 im
allgemeinen parallel zur seitlichen Zentrallinie 110 der
Windel 20 verlaufen.
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Der Grundkörper 22 der Windel 20 umfasst
den Hauptkörper
der Windel 20. Der Grundkörper 22 umfasst mindestens
einen Teil des absorbierenden Kerns 28 und vorzugsweise
eine äußere Abdeckschicht,
die die Oberschicht 24 und die Unterschicht 26 einschließt. Wenn
der absorbierende Artikel einen getrennten Halter und eine Einlage
umfasst, so umfasst der Grundkörper 22 im
allgemeinen den Halter und die Einlage. (Beispielsweise kann der
Halter eine oder mehrere Lagen eines Materials umfassen, um die äußere Abdeckung des
Artikels zu bilden, und die Einlage kann einen absorbierenden Aufbau,
der eine Oberschicht, eine Unterschicht und einen absorbierenden
Kern einschließt,
umfassen. In solchen Fällen
können
der Halter und/oder die Einlage ein Befestigungselement einschließen, das
verwendet wird, um während
der Nutzungszeit die Einlage an ihrem Platz zu halten). Bei einstückigen absorbierenden
Artikeln umfasst der Grundkörper 22 die Hauptstruktur
der Windel, wobei andere Elemente hinzugefügt werden, um die zusammengesetzte
Windelstruktur auszubilden.
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Während
die Oberschicht 24, die Unterschicht 26 und der
absorbierende Kern 28 in einer Vielzahl wohl bekannter
Konfigurationen zusammengefügt
sein können,
sind bevorzugte Windelkonfigurationen im allgemeinen im US-Patent
3,860,003 mit dem Titel "Contractible Side Portions for Disposable
Diaper", das an Kenneth B. Buell am 14. Januar 1975 erteilt wurde,
im US-Patent 5,151,092, das an Buell am 9. September 1992 erteilt wurde,
im US-Patent 5,221,274, das an Buell am 22. Juni 1993 erteilt wurde,
und im US-Patent 5,554,145 mit dem Titel "Absorbent Article With
Multiple Zone Structural Elastic-Like Film Web Extensible Waist
Feature", das an Roe et al. am 10. September 1996 erteilt wurde,
im US-Patent 5,569,234 mit dem Titel "Disposable Pull-On Pant",
das an Buell et al. am 29. Oktober 1996 erteilt wurde, und im US-Patent
5,580,411 mit dem Titel "Zero Scrap Method For Manufacturing Side
Panels For Absorbent Articles", das an Nease et al. am 3. Dezember erteilt
wurde, beschrieben, wobei alle hiermit durch Bezugnahme eingeschlossen
werden.
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Die Unterschicht 26 ist
allgemein der Teil der Windel 20, der neben der zur Kleidung
weisenden Oberfläche 45 des
absorbierenden Kern 28 angeordnet ist, die verhindert,
dass Ausscheidungen, die darin absorbiert und enthalten sind, Artikel,
die die Windel 20 berühren
können,
wie Bettwäsche
und Unterwäsche,
verschmutzen. In bevorzugten Ausführungsformen ist die Unterschicht 26 undurchlässig gegenüber Flüssigkeiten (beispielsweise
Urin) und umfasst einen dünnen
Kunststofffilm, wie einen thermoplastischen Film, der eine Dicke
von ungefähr
0,012 mm (0,5 Milliinch) bis ungefähr 0,051 mm (2,0 Milliinch)
aufweist. Geeignete Unterschichtfilme umfassen solche, die von Tredegar
Industries Inc. aus Terre Haute, IN hergestellt und unter den Markennamen
X15306, X10962 und X10964 verkauft werden. Andere geeignete Unterschichtmaterialien
können
atmungsfähige
Materialien einschließen,
die es Dämpfen
ermögliche,
aus der Windel 20 zu entweichen, während sie dennoch verhindern,
dass Ausscheidungen durch die Unterschicht 26 hindurch
gehen. Beispielhafte atmungsfähige
Materialien können
Materialien wie gewobene Stoffe, Vliesstoffe, zusammengesetzte Materialien,
wie mit einem Film beschichtete Vliesstoffe und Mikroporenfilme,
wie sie von Mitsui Toatsu Co. aus Japan unter der Bezeichnung ESPOIR
NO und von der Exxon Chemical Co. aus Bay City, TX unter der Bezeichnung
EXXAIRE hergestellt werden, umfassen. Geeignete atmungsfähige zusammengesetzte
Materialien, die Polymermischungen umfassen, sind von der Clopay
Corporation, Cincinnati, OH unter dem Namen HYTREL Mischung P18-3097
erhältlich.
Einige atmungsfähige
zusammengesetzte Materialien sind detaillierter in der PCT-Anmeldung
WO 95/16746, die am 22. Juni 1995 im Namen von E. I. DuPont veröffentlicht
wurde, und in der parallelen US-Patentanmeldung mit der Seriennummer
08/744,487, die am 6. November 1996 im Namen von Curro eingereicht
wurde, beschrieben. Andere atmungsfähige Unterschichten, die Vliesstoffe
und mit Öffnungen
ausgebildete Filme umfassen, sind im US-Patent 5,571,096, das an
Dobrin et al. am 5. November 1996 erteilt wurde, beschrieben. Jede
dieser Veröffentlichungen
wird hiermit durch Bezugnahme eingeschlossen.
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Die Unterschicht 26 oder
irgend ein Teil davon kann elastisch in einer oder mehreren Richtungen
dehnbar sein. In einer Ausführungsform
kann die Unterschicht 26 einen strukturelastischen Film
(SELF), wie er im US-Patent 5,518,801 mit dem Titel "Web Materials
Exhibiting Elastic-Like Behavior", das an Chappell et al. am 21.
Mai 1996 erteilt wurde und das hiermit durch Bezugnahme eingeschlossen
wird, beschrieben ist. In alternativen Ausführungsformen kann die Unterschicht 26 elastische
Filme, Schäume,
Stränge
oder Kombinationen dieser oder anderer geeigneter Materialien mit
Vliesstoffen oder synthetischen Filmen umfassen.
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Die Unterschicht 26 kann
mit der Oberschicht 24, dem absorbierenden Kern 28 oder
irgend einem anderen Element der Windel 20 durch Befestigungsmittel,
die aus dem Stand der Technik bekannt sind, verbunden werden. Beispielsweise
können
die Befestigungsmittel eine gleichförmige kontinuierliche Schicht
eines Haftmittels, eine gemusterte Schicht eines Haftmittels oder
eine Anordnung von getrennten Linien, Spiralen oder Punkten des
Haftmittels einschließen.
Alternativ können
die Befestigungsmittel Hitzebindungen, Druckverbindungen, Ultraschallverbindungen,
dynamisch mechanische Verbindungen oder irgendwelche andere geeignete
Befestigungsmittel oder Kombinationen dieser Befestigungsmittel,
wie sie aus dem Stand der Technik bekannt sind, umfassen.
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Die Oberschicht 24 ist vorzugsweise
nachgiebig, fühlt
sich weich an und reizt die Haut des Trägers nicht. Weiterhin ist mindestens
ein Teil der Oberschicht 24 flüssigkeitsdurchlässig und
ermöglicht
es Flüssigkeiten,
leicht durch seine Dicke hindurch zu gehen. Eine geeignete Oberschicht 24 kann
aus einem großen Bereich
von Materialien, wie porösen
Schäumen,
vernetzten Schäumen,
mit Öffnungen
versehenen Kunststofffilmen oder gewobenen oder nicht gewobenen
Stoffen aus natürlichen
Fasern (beispielsweise Holz- oder Baumwollfasern), synthetischen
Fasern (beispielsweise Polyester- oder Polypropylenfasern) oder
einer Kombination aus natürlichen
und synthetischen Fasern bestehen. Wenn die Oberschicht Fasern einschließt, so können die
Fasern als Spinnvlies ausgebildet, kardiert, nass gelegt, schmelzgeblasen,
hydroverfitzt oder anderswie verarbeitet werden, wie das aus dem
Stand der Technik bekannt ist. Eine geeignete Oberschicht 24 kann
einen Stoff Polypropylenfasern mit Stapellänge, der von Veratec Inc.,
a Division of International Paper Company, aus Walpole, MA unter
der Bezeichnung P-8 hergestellt wird, umfassen.
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Geeignete Vliesstoffoberschichten
sind im US-Patent 3,929,135 mit dem Titel "Absorptive Structures Having
Tapered Capillaries", das an Thompson am 30. Dezember 1975 erteilt
wurde, im US-Patent 4,324,246 mit dem Titel "Disposable Absorbent
Article Having A Stain Resistant Topsheet", das an Mullane et al.
am 13. April 1982 erteilt wurde, im US-Patent 4,342,314 mit dem
Titel "Resilient Plastic Web Exhibiting Fiber-Like Properties",
das an Radel et al. am 3. August 1982 erteilt wurde, im US-Patent
4,463,045 mit dem Titel "Macroscopically Expanded Three-Dimensional
Plastic Web Exhibiting Non-Glossy Visible Surface and Cloth-Like Tactile
Impression", das an Ahr et al. am 31. Juli 1984 erteilt wurde, und
im US-Patent 5,006,394 mit dem Titel "Multilayer Polymeric Film",
das an Baird am 9. April 1991 erteilt wurde, beschrieben. Andere
geeignete Oberschichten 30 sind gemäß den US-Patenten 4,609,518
und 5,629,643, die an Curro et al. am 2. September 1986 beziehungsweise
am 16. Dezember 1986 erteilt wurden, beschrieben, wobei beide Patente
hiermit durch Bezugnahme eingeschlossen werden. Solche Vliesstoffe
sind von der Procter & Gamble
Company aus Cincinnati, Ohio als "DRI-WEAVE" und von der Tredegar
Corporation aus Terre Haute, Indiana als "CLITT-T" erhältlich.
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Die Oberschicht 24 kann
aus einem hydrophoben Material hergestellt sein oder sie kann so
behandelt werden, dass sie hydrophob ist, um die Haut des Trägers von
Flüssigkeiten,
die im absorbierenden Kern 28 enthalten sind, zu isolieren.
Wenn die Oberschicht 24 aus einem hydrophoben Material
hergestellt ist, so wird vorzugsweise mindestens die obere Oberfläche der
Oberschicht 24 behandelt, so dass sie hydrophil ist, so dass
Flüssigkeiten
durch die Oberschicht schneller hindurch gehen. Dies vermindert
die Wahrscheinlichkeit, dass Körperausscheidungen
von der Oberschicht 24 herabfließen, statt dass sie durch die
Oberschicht 24 gezogen und durch den absorbierenden Kern 28 absorbiert
werden. Die Oberschicht 24 kann hydrophil gemacht werden,
indem sie mit einem grenzflächenaktiven
Stoff behandelt oder ein grenzflächenaktiver
Stoff in die Oberschicht eingeschlossen wird. Geeignete Verfahren
für das
Behandeln der Oberschicht 24 mit einem grenzflächenaktiven
Stoff oder dem Einschließen
eines grenzflächenaktiven
Stoffs in eine Oberschicht sind im US-Patent 4,988,344 mit dem Titel
"Absorbent Articles with Multiple Layer Absorbent Layers", das an
Reising et al. am 29. Januar 1991 erteilt wurde, und im US-Patent
4,988,345 mit dem Titel "Absorbent Articles with Rapid Acquiring
Absorbent Cores", das an Reising am 29. Januar 1991 erteilt wurde,
und in der U.S. Statuatory Invention Registration Nr. H1670, die
am 1. Juli 1997 im Namen von Aziz et al. veröffentlicht wurde, beschrieben.
Jede dieser Referenzen wir hiermit durch Bezugnahme eingeschlossen.
Alternativ kann die Oberschicht 24 einen mit Öffnungen
versehenen Stoff oder Film, der hydrophob ist, umfassen. Dies kann
durch das Eliminieren des Schritts der Hydrophiliebehandlung aus
dem Produktionsverfahren und/oder dem Anwenden einer hydrophoben
Behandlung auf die Oberschicht 24 erzielt werden, wie einer
Behandlung mit einer Polytetrafluorethylenverbindung wie SCOTCHGUARD
oder einer hydrophobe Lotionsverbindung, wie sie unten beschrieben
ist. In solchen Ausführungsformen
sind die Öffnungen
vorzugsweise groß genug,
um das Hindurchdringen wässriger
Fluide, wie Urin, ohne wesentlichen Widerstand zu ermöglichen.
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Jeder Teil der Oberschicht 24 kann
mit einer Lotion beschichtet werden, wie das aus dem Stand der Technik
bekannt ist. Beispiele geeigneter Lotionen um fassen solche, die
im US-Patent 5,607,760 mit dem Titel "Disposable Absorbent Article
Having A Lotioned Topsheet Containing an Emollient and a Polyol
Polyester Immobilizing Agent", das an Roe am 4. März 1997
erteilt wurde, im US-Patent 5,609,587 mit dem Titel "Diaper Having
A Lotion Topsheet Comprising A Liquid Polyol Polyester Emollient
And An Immobilizing Agent", das an Roe am 11. März 1997 erteilt wurde, im US-Patent
5,635,191 mit dem Titel "Diaper Having A Lotioned Topsheet Containing
A Polysiloxane Emollient", das an Roe et al. am 3. Juni 1997 erteilt
wurde, und im US-Patent 5,643,588 mit dem Titel "Diaper Having A
Lotioned Topsheet", das an Roe et al. am 1. Juli 1997 erteilt wurde, beschrieben.
Die Lotion kann alleine oder in Kombination mit einem anderen Mittel,
wie der oben beschriebenen Hydrophobiebehandlung, funktionieren.
Die Oberschicht kann auch antibakterielle Mittel einschließen oder
mit diesen behandelt sein, wobei einige Beispiele in der PCT-Veröffentlichung
Nr. WO 95/24173 mit dem Titel "Absorbent Articles Containing Antibacterial
Agents in the Topsheet For Odor Control", die am 14. September 1995
im Namen von Theresa Johnson veröffentlicht
wurde, beschrieben sind. Weiterhin können die Oberschicht 24,
die Unterschicht 26 oder irgend ein Teil der Oberschicht
oder der Unterschicht geprägt und/oder
filzartig ausgebildet sein, um einen kleiderartigeren Eindruck zu
liefern.
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Die Oberschicht 24 ist vorzugsweise
neben der Körperoberfläche 47 des
absorbierenden Kerns 28 angeordnet und sie kann damit und/oder
mit der Unterschicht 26 durch irgendwelche Befestigungsmittel,
die aus dem Stand der Technik bekannt sind, verbunden sein. Geeignete
Befestigungsmittel sind oben in Bezug auf Mittel für das Verbinden
der Unterschicht 26 mit anderen Elementen der Windel 20 beschrieben.
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Der absorbierende Kern 28 kann
jedes absorbierende Material, das aus dem Stand der Technik bekannt
ist, umfassen. Der absorbierende Kern 28 kann in einer
Vielzahl von Größen und
Formen (beispielsweise rechteckig, sanduhrförmig, T-förmig, asymmetrisch etc.) hergestellt
werden und er kann eine Vielzahl von Flüssigkeit absorbierenden Materialien,
die gemeinhin in Einwegwindeln und anderen absorbierenden Artikeln verwendet
werden, wie zerkleinerten Holzzellstoff, der allgemein als Luftfilz
bezeichnet wird, umfassen. Beispiele anderer geeigneter absorbierender
Materialien umfassen gekreppte Zellulosewatte, schmelzgeblasene Polymere,
die Coform einschließen,
chemisch versteifte, modifizierte oder vernetzte Zellulosefasern,
Tissue, das Tissuehüllen
und Tissuelaminate einschließt,
absorbierende Schäume,
absorbierende Schwämme,
superabsorbierende Polymere, absorbierende Geliermaterialien oder
irgend ein anderes bekanntes absorbierendes Material oder Kombinationen
dieser Materialien.
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Die Konfiguration und Konstruktion
des absorbierenden Kerns 28 kann auch variiert werden (beispielsweise
kann der oder die absorbierenden Kerne oder andere absorbierende
Strukturen Zonen variierender Dicke, einen Hydrophiliegradienten,
einen Superabsorptionsgradienten oder Annahmezonen mit geringerer
mittlerer Dichte und geringerem mittleren Basisgewicht aufweisen,
oder sie können
eine oder mehrere Schichten oder Strukturen umfassen). Die gesamte
Absorptionskapazität
des absorbierenden Kerns 28 sollte jedoch mit der vorgesehenen
Beladung und der beabsichtigten Verwendung der Windel 20 kompatibel
sein.
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Beispielhafte absorbierende Strukturen
für eine
Verwendung als absorbierender Kern sind im US-Patent 4,610,678 mit
dem Titel "High-Density Absorbent Structures", das an Weisman et
al. am 9. September 1986 erteilt wurde, im US-Patent 4,673,402 mit dem Titel "Absorbent
Articles With Dual-Layered Cores", das an Weisman et al. am 16.
Juni 1987 erteilt wurde, im US-Patent 4,834,735 mit dem Titel "High
Density Absorbent Members Having Lower Density and Lower Basis Weight
Acquisition Zones", das an Alemany et al. am 20. Mai 1989 erteilt
wurde, im US-Patent 4,888,231 mit dem Titel "Absorbent Core Having
A Dusting Layer", das an Angstadt am 19. Dezember 1989 erteilt wurde,
im US-Patent 5,137,537 mit dem Titel "Absorbent Structure Containing
Individualized Polycarboxylic Acid Crosslinked Wood Pulp Cellulose
Fibers", das an Herron et al. am 11. August 1992 erteilt wurde,
im US-Patent 5,147,345 mit dem Titel "High Efficiency Absorbent
Articles For Incontinence Management", das an Young et al. am 15.
September 1992 erteilt wurde, im US-Patent 5,342,338 mit dem Titel
"Disposable Absorbent Article For Low-Viscosity Fecal Material",
das an Roe am 30. August 1994 erteilt wurde, im US-Patent 5,260,345
mit dem Titel "Absorbent Foam Materials For Aqueous Body Fluids
and Absorbent Articles Containing Such Materials", das an DesMarais
et al. am 9. November 1993 erteilt wurde, im US-Patent 5,387,207
mit dem Titel "Thin-Until-Wet
Absorbent Foam Materials For Aqueous Body Fluids And Process For
Making Same", das an Dyer et al. am 7. Februar 1995 erteilt wurde,
und im US-Patent 5,625,222 mit dem Titel "Absorbent Foam Materials
For Aqueous Fluids Made From high Internal Phase Emulsions Having
Very High Water-To-Oil-Ratios",
das an DesMarais et al. am 22. Juli 1997 erteilt wurde, beschrieben.
Jedes dieser Patente wird hiermit durch Bezugnahme eingeschlossen.
-
Die Windel 20 kann auch
ein oder mehrere Taillenelemente 34 umfassen, um einen
verbesserten Sitz und Einschluss zu liefern. Das elastische Taillenele ment 34 kann
in einer Anzahl unterschiedlicher Konfigurationen konstruiert werden,
wobei solche eingeschlossen sind, die im US-Patent 4,515,595, das
an Kievit et al. am 7. Mai 1995 erteilt wurde, im US-Patent 4,710,189,
das an Lash am 1. Dezember 1987 eingereicht wurde, im US-Patent
5,151,092, das an Buell am 9. September 1992 erteilt wurde, und
im US-Patent 5,221,274, das an Buell am 22. Juni 1993 erteilt wurde,
beschrieben sind. Andere geeignete Taillenkonfiguration können Taillenverschlusselemente,
wie sie im US-Patent 5,026,364, das an Robertson am 25. Juni 1991
erteilt wurde, und im US-Patent 4,816,025, das an Foreman am 28.
März 1989
erteilt wurde, beschrieben sind, umfassen. Alle oben erwähnten Referenzen
werden hier durch Bezugnahme eingeschlossen.
-
Die Windel 20 kann auch
ein Befestigungssystem 40 einschließen. Das Befestigungssystem 40 hält vorzugsweise
die ersten Taillenregion 26 und die zweite Taillenregion 38 in
einer überlappenden
Konfiguration, um seitliche Spannungen um den Umfang der Windel 20 zu
liefern, um die Windel 20 auf dem Träger zu halten. Das Befestigungssystem 40 umfasst
vorzugsweise Bandstreifen und/oder Haken- und Schlaufenbefestigungskomponenten,
obwohl andere bekannte Befestigungsmittel im allgemeinen akzeptabel
sind. Einige beispielhaften Befestigungssysteme sind im US-Patent
3,848,594 mit dem Titel "Tape Fastening System for Disposable Diaper",
das an Buell am 19. November 1974 erteilt wurde, im US-Patent B1
4,662,875 mit dem Titel "Absorbent Article", das an Hirotsu et al.
am 5. Mai 1987 erteilt wurde, im US-Patent 4,846,815 mit dem Titel
"Disposable Diaper Having An Improved Fastening Device", das an
Scripps am 11. Juli 1989 erteilt wurde, im US-Patent 4,894,060 mit
dem Titel "Disposable Diaper with Improved Hook Fastener Portion",
das an Nestegard am 16. Januar 1990 erteilt wurde, im US-Patent
4,946,527 mit dem Titel "Pres sure-Sensitive Adhesive Fastener And
Method of Making Same", das an Battrell am 7. August 1990 erteilt
wurde, und den hier vorher schon angegebenen US-Patenten 5,151,092,
das an Buell am 9. September 1992 erteilt wurde, und 5,221,274,
das an Buell am 22. Juni 1993 erteilt wurde, beschrieben. Das Befestigungssystem
kann auch ein Mittel für
das Halten des Artikels in einer Wegwerfkonfiguration, wie das im
US-Patent 4,963,140, das an Robertson et al. am 16. Oktober 1990
erteilt wurde, beschrieben ist, umfassen. Jedes dieser Patente wird
hiermit durch Bezugnahme eingeschlossen. Einige beispielhafte Haken
sind von Aplix unter den Handelsnamen 960E und 960D erhältlich.
Beispielhafte Schlaufen sind von 3M unter dem Handelsnamen EBL und
von Fuilford unter der Handelsbezeichnung 18904 erhältlich.
In alternativen Ausführungsformen
können
gegenüber
liegende Seiten des Kleidungsstücks
vernäht
oder verschweißt
werden, um eine Hose auszubilden, so dass der Artikel als ein überziehbare
Windel, wie eine Trainingshose verwendet werden kann.
-
Die Windel 20 kann auch
Seitenfelder 30 einschließen, die in jeder geeigneten
Konfiguration konstruiert und mit dem Grundkörper verbunden sein können. Beispiele
von Windeln mit elastischen Seitenfeldern sind im US-Patent 4,857,067
mit dem Titel "Disposable Diaper Having Shirred Ears", das an Wood
et al. am 15. August 1989 erteilt wurde, im US-Patent 4,381,781,
das an Sciaraffa et al. am 3. Mai 1983 erteilt wurde, im US-Patent
4,938,753, das an Van Gompel et al. am 3. Juli 1990 erteilt wurde,
und im vorher angegebenen US-Patent 5,151,092, das an Buell am 9.
September 1992 erteilt wurde, und im US-Patent 5,221,274, das an Buell
am 22. Juni 1993 erteilt wurde, im US-Patent 5,669,897, das an LaVon
et al. am 23. September 1997 erteilt wurde und den Titel "Absorbent
Articles Providing Sustained Dynamic Fit" trägt, in der EPO-Veröffentlichung
Nr. WO 95/13775 A1, mit dem Titel "Absorbent Article With Multi-Directional
Extensible Side Panels", die am 26. Mai 1995 veröffentlicht wurde, beschrieben,
wobei alle Referenzen hiermit durch Bezugnahme eingeschlossen werden.
-
Die Windel 20 umfasst vorzugsweise
weiter Beinaufschläge 32,
um einen verbesserten Einschluss von Flüssigkeiten und anderen Körperausscheidungen
zu erreichen. Die Beinaufschläge
können
auch als Beinbänder,
Seiteklappen, Barriereaufschläge
oder elastische Aufschläge
bezeichnet werden. Das US-Patent 3,860,003 beschreibt eine Einwegwindel,
die eine kontrahierbare Beinöffnung
liefert, die eine Seitenklappe und eines oder mehrere elastische
Elemente, um einen elastischen Beinaufschlag (Dichtungsaufschlag
(zu liefern) aufweist. Die US-Patente 4,808,178 und 4,909,803, die
an Aziz et al. am 28. Februar 1989 beziehungsweise am 20. März 1990
erteilt wurden, beschreiben Einwegwindeln, die "hoch stehende" elastische
Klappen (Barriereklappen) haben, die den Einschluss in den Beinregionen
verbessern. Die US-Patente 4,695,278 und 4,795,454, die an Lawson
am 22. September 1987 beziehungsweise an Dragoo am 3. Januar 1989
erteilt wurden, beschreiben Einwegwindeln, die doppelte Aufschläge, die
Dichtungsaufschläge
und Barriereaufschläge einschließen, aufweisen.
In einigen Ausführungsformen
kann es wünschenswert
sein, das Ganze oder einen Teil der Beinaufschläge mit einer Lotion zu behandeln,
wie das oben beschrieben wurde.
-
Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung können
auch Taschen für
das Aufnehmen und Enthalten von Ausscheidungen, Abstandselemente,
die Hohlräume
für die
Ausscheidungen liefern, Barrieren für das Begrenzen der Bewegung
der Ausscheidungen im Artikel, Abteile oder Hohlräume, die
Ausscheidungsmaterialien, die in der Windel abgelagert werden, annehmen
und ein schließen
und dergleichen oder irgend eine Kombination daraus enthalten. Beispiele
von Taschen und Abstandselementen für eine Verwendung in absorbierenden
Produkten sind im US-Patent 5,514,121 mit dem Titel "Diaper Having
Expulsive Spacer", das an Roe et al. am 7. Mai 1996 erteilt wurde,
im US-Patent 5,171,236 mit dem Titel "Disposable Absorbent Article Havin
Core Spacers", das an Dreier et al. am 15. Dezember 1992 erteilt
wurde, im US-Patent 5,397,318 mit dem Titel "Absorbent Article having
A Pocket Cuff, das an Dreier am 14. März 1995 erteilt wurde, im US-Patent 5,540,671
mit dem Titel "Absorbent Article Having A Pocket Cuff With An Apex",
das an Dreier am 30. Juli 1996 erteilt wurde, und in der PCT-Anmeldung
WO 93/25172 mit dem Titel "Spacers For Use In Hygienic Absorbenrt Articles
And Disposable Absorbent Articles Having Such Spacer", die am 3.
Dezember 1993 erteilt wurde, und im US-Patent 5,306,266 mit dem
Titel "Flexible Spacers For Use In Disposable Absorbent Articles",
das an Freeland am 26. April 1994 erteilt wurde, beschrieben. Beispiele
von Abteilen oder Hohlräumen
sind im US-Patent 4,968,312 mit dem Titel "Disposable Fecal Compartmenting
Diaper", das an Khan am 6. November 1990 erteilt wurde, im US-Patent
4,990,147 mit dem Titel "Absorbent Article With Elastic Liner For
Waste Material Isolation", das an Freeland am 5. Februar 1991 erteilt
wurde, im US-Patent 5,621,840 mit dem Titel "Disposable Diapers",
das an Holt et al. am 5. November 1991 erteilt wurde, und im US-Patent
5,269,755 mit dem Titel "Trisection Topsheets For Disposable Absorbent
Articles And Disposable Absorbent Articles Having Such Trisection
Topsheets", das an Freeland et al. am 14. Dezember 1993 erteilt
wurde, beschrieben. Beispiele geeigneter Querbarrieren sind im US-Patent
5,554,142 mit dem Titel "Absorbent Article Having Multiple Efffective
Height Transverse Partition", das am 10. September 1996 im Namen
von Dreier et al. eingereicht wurde, in der PCT-Patentanmeldung
WO 94/14395 mit dem Titel "Absorbent Article Having An Upstanding
Transverse Partition", die am 7. Juli 1994 im Namen von Freeland
et al. veröffentlicht
wurde, und im US-Patent 5,653,703 mit dem Titel "Absorbent Article
Having Angular Upstanding Transverse Partition", das am 5. August
1997 an Roe et al. erteilt wurde, beschrieben. Alle oben angegebenen
Referenzen werden hiermit durch Bezugnahme eingeschlossen.
-
Der Artikel der vorliegenden Erfindung
kann auch ein oder mehrere Fäkalien
modifizierende Mittel ("FMAs", "Modifizierungsmittel" oder "Mittel")
in einer wirksamen Konzentration, die die chemischen oder physikalischen
Eigenschaften viskoser Körperausscheidungen,
wie Fäkalien
und Menses, modifizieren können, einschließen. Der
Ausdruck "Fäkalien
modifizierendes Mittel" oder (FMA) bezieht sich auf jede chemische
Zusammensetzung, die die Härte
vorgegebener analoger Fäkalien
oder vorzugsweise tatsächlicher
Fäkalien
um mindestens ungefähr
100% erhöhen
kann, oder die Härte
analoger Fäkalien
oder vorzugsweise tatsächlicher Fäkalien um
mindestens ungefähr
25% erniedrigen kann, wie das durch das unten beschriebene Härteverfahren
gemessen wird. In Abhängigkeit
von der speziellen Gestaltung des Artikels und dem Typ der Fäkalien werden
Ausführungsformen
betrachtet, die die wirksame Viskosität der Fäkalien erhöhen oder erniedrigen, die die Leichtigkeit,
mit der diese Fäkalien
entwässert
werden können,
erhöhen
oder erniedrigen, die die Klebrigkeit oder Anhaftungseigenschaften
der Fäkalien
erniedrigen oder irgend eine Kombination dieser Dinge. Obwohl die
die Fäkalien
modifizierenden Mittel der vorliegenden Erfindung die Eigenschaften
fester Fäkalien
modifizieren können,
sind die FMAs im allgemeinen beim Ändern der Eigenschaften der
viskosen fluiden Fäkalien, die
allgemein eine Viskosität
von mehr als ungefähr
10 cP und weniger als ungefähr
107 cP bei einer Scherrate von 1/sec (bei
unge fähr
35 Grad Celsius) und insbesondere zwischen ungefähr 102 cP
und 107 cP bei einer Scherrate von 1/sec
in einem gesteuerten Belastungsströmungstest, der parallele Platte
eines gesteuerten Belastungsströmungsmessers
verwendet, aufweisen, verwendbar. (Als Bezug sei angegeben, dass
Wasser 1,0 cP bei 20 Grad Celsius aufweist, und dass Jif Creamy
Erdnussbutter (erhältlich
von der Procter & Gamble
Co., Cinti, OH) ungefähr
4 × 105 cP bei 25 Grad Celsius bei derselben Scherrate
aufweist). Die Verfahren zur Bestimmung der Viskosität, wie sie
hier verwendet werden, sind im Detail in den Abschnitten "Testverfahren"
weiter unten beschrieben.
-
Unabhängig von der spezifischen Wirkung
des chemisches Mittels auf die Fäkalien
muss das Mittel für
die Fäkalien
verfügbar
sein, um seine Funktion auszuführen.
Im Kontext der FMAs bezeichnet der Ausdruck "verfügbar", wie
er hier verwendet wird, dass das Mittel innerhalb des Artikels positioniert
oder durch den Artikel oder eine Komponente des Artikels während des
normalen Tragens des Artikels präsentiert
wird, um direkt zumindest einen Teil der Fäkalien, die im Artikel oder
auf der Haut des Trägers
abgelagert sind, zu berühren. Wenn
das Mittel innerhalb einer Struktur (beispielsweise in einer absorbierende
Schicht unter einer Oberschicht) positioniert ist, so muss die Struktur
im wesentlichen von den Fäkalien
durchdringbar sein. In solchen Fällen
ist das Mittel "verfügbar",
wenn die Struktur eine Annahme unter Druck von mehr als ungefähr 0,50 g/cm2/J und vorzugsweise von mehr als ungefähr 1,0 g/cm2/J aufweist, wie das durch die Annahmemessung, die
im Abschnitt "Testverfahren" weiter unten beschrieben ist, gemessen
wird. Wenn das Mittel eingekapselt ist, so sollte es durch den Artikel
zur Zeit oder ungefähr
zur Zeit, wenn die Fäkalien
auf den Artikel treffen, freigegeben werden. Beispielsweise kann
das FMA durch einen wasserlöslichen
Film gehalten werden, der beim Kontakt mit Urin oder Fäkalwasser
sich löst
und das FMA freigibt, damit es die Fäkalien berührt.
-
Eine "wirksame Konzentration" eines
FMA, wie sie hier verwendet wird, bezieht sich auf die relative Menge
des Mittels, die erforderlich ist, um eine messbare Wirkung auf
die Härte
(wie sie durch das unten beschriebene Härteverfahren gemessen wird)
auf mindestens einen Teil der Fäkalien
im Artikel oder auf der Haut des Trägers zu haben. Daten, die eine
"wirksame Konzentration" zeigen, werden unten angegeben. Vorzugsweise
ist eine Konzentration eines FMA von mindestens ungefähr 0,01
Gewichtsprozent der zu behandelnden Fäkalien wünschenswert, wobei sie noch
typischer zwischen ungefähr
0,1 und ungefähr
50 Gewichtsprozent der Fäkalien
liegt und sie für
die Fäkalien
verfügbar
ist. Beispielsweise müssen,
um insgesamt 25 Gramm Fäkalien
in einer Windel (das ist eine "Massenbehandlung") mit einem Pegel
von 5 Gewichtsprozent zu behandeln, 1,25 Gramm des FMA für die Fäkalmasse
verfügbar
sein (wenn man annimmt, dass das spezifische Gewicht der Fäkalien 1,0
beträgt).
Somit ist das FMA im Artikel vorzugsweise in Konzentrationen im
Bereich von 0,001 bis ungefähr
50 Gewichtsprozent des Artikels vorhanden. Typischerweise liegt
die Konzentration jedoch zwischen ungefähr 0,01 und ungefähr 20 Gewichtsprozent
des Artikels.
-
Das FMA kann die Härte analoger
Fäkalien
oder tatsächlicher
Fäkalien
um ungefähr
100% (vorzugsweise ungefähr
200%, noch besser ungefähr
400%) bei einer Konzentration von nicht mehr als ungefähr 5 Gewichtsprozent
der zu behandelnden Fäkalien
erhöhen.
In anderen bevorzugten Ausführungsformen
kann das FMA die Härte
analoger Fäkalien
oder tatsächlicher
Fäkalien
um ungefähr
100% (vorzugsweise ungefähr 200%,
noch besser ungefähr
400%) bei einer Konzentration von nicht mehr als ungefähr 1 Gewichtsprozent der
zu behandelnden Fäkalien
erhöhen.
In nochmals anderen bevorzugten Ausführungsformen kann das FMA die
Härte analoger
Fäkalien
oder tatsächlicher
Fäkalien
um ungefähr
100% (vorzugsweise ungefähr
200%, noch besser ungefähr
400%) bei einer Konzentration von nicht mehr als ungefähr 0,5 Gewichtsprozent
der zu behandelnden Fäkalien
erhöhen.
Typischerweise kann das FMA die Härte analoger Fäkalien oder
tatsächlicher
Fäkalien
um ungefähr
100% (vorzugsweise ungefähr
200%, noch besser ungefähr
400%) bei einer Konzentration von ungefähr 0,1 bis ungefähr 10 Gewichtsprozent
der zu behandelnden Fäkalien
erhöhen.
-
Vorzugsweise wird die definierte
Erhöhung
der Härte
im Bereich von ungefähr
30 Minuten, noch besser innerhalb von ungefähr 15 Minuten und noch besser
innerhalb von ungefähr
5 Minuten, noch besser innerhalb von ungefähr 3 Minuten und am besten
innerhalb von ungefähr
1 Minute nach dem Kontakt mit den Fäkalien erzielt. Typischerweise
wird die gewünschte Änderung
der Härte
innerhalb von ungefähr
1 Minute bis ungefähr
10 Minuten erreicht. In stärker
bevorzugten Ausführungsformen
wird die definierte Erhöhung
der Härte
innerhalb von ungefähr
3 Minuten bei einer FMA-Konzentration von nicht mehr als ungefähr 5 Gewichtsprozent
der zu behandelnden Fäkalien
oder innerhalb von 3 Minuten bei einer FMA-Konzentration von ungefähr 1,5 Gewichtsprozent
der zu behandelnden Fäkalien
erreicht. In anderen bevorzugten Ausführungsformen kann das FMA die
Härte analoger
Fäkalien
oder tatsächlicher
Fäkalien
um ungefähr
200% innerhalb von ungefähr
3 Minuten bei einer Konzentration von nicht mehr als ungefähr 5 Gewichtsprozent
der zu behandelnden Fäkalien
erhöhen.
In nochmals anderen bevorzugten Ausführungsformen kann das FMA die
Härte analoger Fäkalien oder
tatsächlicher
Fäkalien
um ungefähr
400% innerhalb von ungefähr
3 Minuten bei einer Konzentration von nicht mehr als ungefähr 5 Gewichtsprozent
der zu behandelnden Fäkalien
erhöhen.
-
Die Referenzhärtewerte zweier synthetischer
analoger Fäkalmaterialien
sind in Tabelle 1 angegeben. (Es hat sich herausgestellt, dass die
Härte in
engem Bezug zum Komplexmodul der Fäkalien steht). Das Analogon
A stellt den Wassergehalt, die Härte
und die Hafteigenschaften typischer "wässriger" Fäkalien dar, während das
Analogon B typische "pastenartige" Fäkalien darstellt. Die zwei
Konsistenzen der Fäkalien
werden simuliert, um somit besser die Aktivität der FMAs darzustellen. Die
Verfahren zur Herstellung der Analogons A und B werden im Abschnitt
"Testverfahren" weiter unten beschrieben. Tabelle
1
| Fäkalanlogon | Härte
des Fäkalanalogons
(g) |
| A | 8,6 |
| B | 620 |
-
Die Fäkalanalogons A und B liefern
ein robustes und wiederholbares Mittel, um die FMA-Leistung auszuwerten.
Tatsächliche
Fäkalien
stellen jedoch ein sehr komplexes Material dar. Bei gewissen chemischen
Behandlungen kann die FMA-Wirkung für tatsächliche Fäkalien größer als bei allen oben beschriebenen
Analogons sein. Für
eines der ausgewerteten Mittel werden die Härtedaten in Ausdrücken einer
Härteänderung
für Fäkalanlogons
und tatsächliche
Fäkalien
präsentiert,
um ihre Ähnlichkeit
bei der relativen Reaktion auf die Behandlung zu zeigen. Die tatsächlichen
Fäkalien,
die in diesen Experimenten verwendet werden, bestehen aus einer
zusammengesetzten "wässrigen"
Fäkalprobe
und einer zusammengesetzten "pastenartigen" Fäkalprobe. Die zusam mengesetzte
wässrige
Fäkalprobe
wurde unter Verwendung mehrerer Darmentleerungen (nicht durch Urin
verunreinigt), die von zwei amerikanischen, gestillten, vier Monate
alten männlichen
Kindern erzeugt wurden, vereinigt. Die zusammengesetzte "pastenartige"
Probe wurde unter Verwendung mehrerer Darmentleerungen (nicht durch
Urin verunreinigt), die von zwei amerikanischen Kindern, einem vier
Monate alten gefütterten
(formula-fed) Jungen, und einem 12 Monate alten Jungen, der eine
"Übergangskost"
zwischen Muttermilch und normalen Essen isst, vereinigt. Die Vereinigung
der Fäkalien
wurde über
ein Seward Stomacher 400 Lab System von Seward Medical Ltd. aus
London, UK. erzielt. Die Härte
der nicht behandelten vereinigten wässrigen Fäkalienprobe (so wie sie gesammelt
wurde) beträgt
zum Vergleich 28 Gramm und die Härte
der nicht behandelten vereinigten pastenförmigen Fäkalprobe beträgt 297 Gramm.
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Die Wirkungen des Mischens mehrerer
Vergleichsbeispiele mit Fäkalanalogons
sind in der nachfolgenden Tabelle II gezeigt. Alle Vergleichsmaterialien
wurden mit dem Fäkalanalogon
gemischt, wie das unten im Probenherstellungsverfahren beschrieben
ist. Wie es aus den unten stehenden Daten offensichtlich ist, wurden
die gewünschten Änderungen
in der Härte
durch die Vergleichsmaterialien nicht erreicht.
-
-
In bevorzugten Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung werden Modifizierungsmittel, die die Struktur
der Fäkalien
durch das Erhöhen
der Wasserbindung unter ionischer Komplexbildung verwenden, um die
Viskosität
zu erhöhen
und die Mobilität
der Fäkalien
zu reduzieren, verwendet. Dies kann durch die Verwendung von ionischen
komplexbildenden Mitteln in den passenden Konzentrationen erreicht
werden. Einige FMAs können
eine verschie dene Reaktion bei verschiedenen Typen von Fäkalien zeigen,
durch die Varianz im strukturellen Charakter des spezifischen Typs
der Fäkalien.
Ein Beispiel ist Kalziumhydroxyd, das als ein die Viskosität erniedrigendes
Mittel für
ein wässriges
Fäkalanalogon
dient, aber als ein Verdickungsmittel (über eine ionische Komplexbildung)
bei pastenförmigen
Fäkalien
in denselben Konzentrationen.
-
Ionische komplexbildende Mittel können jede
einzelne Komponente, die mit sich selbst oder mit Wasser oder mit
anderen chemischen Einheiten in den Fäkalien Komplexe bildet, um
Regionen einer erhöhten Struktur
und Steifigkeit innerhalb der Fäkalien
auszubilden, einschließen.
Der sich ergebende Komplex dient dazu, das Wasser fester in den
Fäkalien
zu stabilisieren oder zu binden. Beispielhafte ionische komplexbildende
Mittel umfassen ZnO, MgO, MnO CaO, Kalziumhydroxyd, Al2O3, Aluminiumsalze, Zinksalze wie Zinkacetat und
Zinkglucanat, Gelatin, quartäre
Ammoniumsalze, Ethanolamine, Alginsäure, Cetyltrimethylammoniumbromid
und dergleichen. Alternativ kann das ionische komplexbildende Mittel
ein Zweikomponentensystem (oder Mehrkomponentensystem) umfassen,
bei dem der Komplex (das ist die weitreichendere Struktur) durch
die Interaktion der zwei hinzugefügten Komponenten (beispielsweise
Aluminium, Kalzium, oder Zinksalzen plus Alginsäure und/oder Salzen daraus)
geschaffen wird. Die ionischen komplexbildenden Mittel können alternativ Kristallhydrate
ausbilden, wenn sie einen Komplex mit Wasser bilden. Im allgemeinen
sind Kalzium enthaltende Verbindungen oder Systeme (beispielsweise
CaO, Kalziumhydroxid und Kalziumalginat etc.) einige der wirksamsten
Fäkalien
modifizierenden Mittel.
-
Die Tabelle III zeigt die Wirkung
verschiedener ionischer komplexbildender Mittel auf das Fäkalanalogon
oder die Fäkalhärte. (Das
Mischen des Fäkalanalogons
und/oder der Fäkalien
wurde durchgeführt,
wie das im Probenherstellungsverfahren unten spezifiziert ist).
-
-
-
Während
es in gewissen Ausführungsformen
wünschenswert
ist, die gesamte Masse der Fäkalien
im Artikel zu behandeln (das ist eine "Massenbehandlung"), wird
in einigen bevorzugten Ausführungsformen
nur ein Teil der Fäkalien
mit dem FMA behandelt. In diesen Ausführungsformen kann das FMA nur
eine relativ kleine Distanz in die Fäkalien eindringen, um somit
eine modifizierte äußere Schicht
auszubilden, die relativ steif und nicht klebrig ist. Dies kann
vom Standpunkt der FMA-Verwendung oder im Hinblick, dass die Notwendigkeit
des Mischens des FMA in die Fäkalmasse
eliminiert werden kann, vorteilhaft sein. Die modifizierte äußere Schicht
ist eine Region oder eine Schicht von Fäkalien an oder nahe der Oberfläche der
Fäkalmasse
mit anderen physikalischen Eigenschaften als der Rest der Fäkalmasse.
Vorzugsweise ist die modifizierte Schicht härter (das heißt sie hat
eine höhere
Endbelastung), weniger klebrig und/oder sie hat einen höheren Widerstand
gegenüber
einer Diffusion flüchtiger
Moleküle,
die in den Fäkalien
enthalten sind, als dies bei den verbleibenden Fäkalien der Fall ist, was zu
einer erniedrigten Verbreitung/Mobilität der Fäkalmasse und/oder einer erniedrigten
Anhaftung der Fäkalmasse
an der Haut des Trägers
und/oder zu einem reduzierten Fäkalgeruch führen kann.
Vorzugsweise weist die modifizierte äußere Schichtregion eine Dicke
von ungefähr
1 bis ungefähr 1000
Mikrometer auf und sie kann Alles oder einen beliebigen Teil der
Fäkalmasse
bedecken. Beispielsweise kann es geeignet sein, nur die Fäkalien an
der Schnittfläche
Haut/Fäkalien
zu behandeln (beispielsweise um die Haftung zu reduzieren und/oder
das Reinigen zu fördern
oder die Verbreitung über
die Haut des Trägers zu
reduzieren oder die Absorption zu fördern oder die Verbreitung
innerhalb des Artikels zu reduzieren). Somit müssen, um eine 1 Millimeter
dicke Schicht einer Fäkalmasse über einem
Gebiet von 30 Quadratzentimetern der Haut oder der Oberschicht des
Artikels in einem Pegel von 10 Gewichtsprozent zu behandeln, 0,30
Gramm des FMA für
die Fäkalien
in der Kontaktregion mit den Fäkalien
verfügbar
sein (wenn man annimmt, dass das spezifische Gewicht der Fäkalien 1,0
beträgt).
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In verschiedenen Ausführungsformen
kann das FMA organisch oder anorganisch sein, ein Molekül mit einem
geringen Molekulargewicht aufweisen oder von Natur aus polymerisch
sein, und/oder es kann eine Flüssigkeit,
einen Feststoff (Pulver, Faser, Film, Stoff) oder einen halbfesten
Stoff oder Kombinationen daraus umfassen. Das FMA kann in einer
Wasser/Öl-Emulsion
oder Öl/Wasser-Emulsion,
einer Suspension oder einer Mischung präsentiert werden. Das FMA kann
im Artikel als einzelne diskrete Elemente (beispielsweise als ein Faserballen
oder eine Schicht im Artikel oder am Artikel befestigt) vorgesehen
sein, oder es kann in oder auf einem Trägerstoff, wie einer Lotion
oder einer Hautpflegeverbindung (die unten beschrieben ist), gehalten
werden, oder es kann lösbar
unter einem Film oder in einem Paket, einer Zelle oder einer Einhüllstruktur
eingekapselt sein.
-
In Ausführungsformen, bei denen das
FMA über
eine Hautpflegeverbindung geliefert wird, kann es in der Hautpflegeverbindung
löslich
sein oder es kann in Suspension gehalten werden oder als einfache
Mischung vorliegen. Größere FMA-Teilchen
(beispielsweise vorzugsweise größer als
ungefähr
250 Mikrometer in der größten Abmessung)
können
zumindest teilweise in der Hautpflegeverbindung eingebettet oder
haftend gehalten werden. Einige beispielhafte Materialien, die in
Hautpflegeverbindungen verwendet werden können, die in Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung verwendet werden können, umfassen aktive Mittel
der Kategorie I, wie sie von der U.S. Federal Food and Drug Administrations
(FDA) Tentative Final Monograph on Skin Protectant Drug Products
for Over-the-Counter Human Use definiert sind, umfassen, wobei diese
aktuell folgendes umfassen: Alantoin, Aluminiumhydroxidgel, Clamin,
Kakaobutter, Dimethicon, Lebertranöl (in Kombination), Glycerin,
Kaolin, Petrolat, Lanolin, Mineralöl, Haileberöl, weißes Petrolat, Talk, topische
Stärke
(topical starch), Zinkacetat, Zinkcarbonat, Zinkoxyd, und dergleichen.
Andere möglicherweise
verwendbare Materialien sind aktive Stoffe der Kategorie III, wie
sie von der U.S. Federal Food and Drug Administrations (FDA) Tentative
Final Monograph on Skin Protectant Drug Products for Over-the-Counter Human Use
definiert sind, wobei diese aktuell folgendes umfassen: Derivate
lebender Hefezellen, Aldioxa, Aluminiumacetat, mikroporöse Zellulose,
Cholecalciferol, kolloidales Hafermehl, Cysteinhydrochlorid, Dexpantha nol,
Peruanisches Balsamöl,
Proteinhydrolysate, Racemethionin, Natriumbicarbonat, Vitamin A
und dergleichen. Viele der einzeln dargestellten FDA Hautpflegeinhaltsstoffe
werden aktuell in kommerziell erhältlichen Hautpflegeprodukten,
wie A und D® Salbe,
VASELINE® Petrolat,
DESITIN® Windelausschlagssalbe
und Tagepflegesalbe, GOLD BOND® medizinischer
Babypuder, AQUAPHOR® Heilsalbe,
BABY MAGIC® Babylotion,
JOHNSON'S ULTRA SENSITIVE® Babycreme,
Johnsons Babylotion, Lippenbalsam etc. verwendet. Andere geeignete
Hautpflegezusammensetzungen sind im Detail im US-Patent 5,643,588,
im US-Patent 5,607,760, im US-Patent 5,609,587 und im US-Patent
5,635,191 beschrieben. Der Inhalt dieser Patente wird hiermit durch
Bezugnahme eingeschlossen.
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Die in der vorliegenden Erfindung
verwendbaren Hautpflegezusammensetzungen weisen vorzugsweise ein
Schmelzprofil auf, so dass sie bei Raumtemperatur relativ unbeweglich
und auf der den Träger
berührenden
Oberfläche
des Artikels bleiben, sie leicht auf den Träger bei Körpertemperatur übertragbar
sind und dass sie auch unter extremen Lagerbedingungen nicht vollständig flüssig sind.
Vorzugsweise werden die Zusammensetzungen durch einen normalen Kontakt,
eine Bewegung des Trägers
und/oder die Körperwärme leicht
auf die Haut übertragen.
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In bevorzugten Ausführungsformen
sind die hier verwendbare Hautpflegezusammensetzungen fest oder
noch öfter
halb fest bei 20°C,
das heißt
bei Umgebungstemperaturen. Mit "halbfest" ist gemeint, dass die Zusammensetzung
eine Rheologie aufweist, die typisch für pseudoplastische oder plastische
Flüssigkeiten
ist. Wenn keine Scherkraft aufgebracht wird, können die Zusammensetzungen
das Aussehen eines halb festen Stoffs haben, aber sie können zum
Flie ßen
gebracht werden, wenn die Scherrate erhöht wird. Das ergibt sich durch
die Tatsache, dass währen
die Zusammensetzungen primär
feste Komponenten enthalten können,
sie auch in geringer Menge flüssige
Komponenten enthalten. Vorzugsweise haben die Zusammensetzungen
der vorliegenden Erfindung eine Viskosität ohne Scherung zwischen ungefähr 1,0 × 106 Zentipoise und ungefähr 1,0 × 108 Zentipoise.
Noch besser ist es, wenn die Viskosität ohne Scherung zwischen ungefähr 5,0 × 106 und ungefähr 5,0 × 107 Zentipoise
liegt. Der Ausdruck "Viskosität
ohne Scherung oder Nullviskosität",
wie er hier verwendet wird, bezieht sich auf eine Viskosität, die bei
sehr geringen Scherraten (beispielsweise 1/sec) unter Verwendung
eines Platten- und Kegelviskosimeters gemessen wurde (ein geeignetes
Instrument ist von TA Instruments aus New Castle, DE als Modellnummer
CSL 100 erhältlich).
Ein Fachmann würde
erkennen, dass die Verwendung von Mitteln, bei denen es sich nicht
um die Komponenten mit hohem Schmelzpunkt handelt, vergleichbare
Viskositäten
liefern können.
Beispielsweise könnte
die Lotion mit einer Struktur versehen werden, die eine hohe Nullviskosität aufweist,
wobei aber bei der Aufbringung einer Scherkraft eine solche Struktur zusammenbricht,
was zu einer Viskositätsreduktion
führt (Es
wird gesagt, dass Zusammensetzungen dieses Typs eine untere Fließgrenze
aufweisen). Eine solche Struktur kann durch gewisse Tonmaterialien,
wie Bentonittone oder Montmorillonittone und durch geräucherte
Silika (fumed silica) ausgebildet werden. Speziell bevorzugt werden
die geräucherten
Silika, wie sie von der Cabot Corp., Cab-O-Sil Div. aus Tuscola,
IL als CAB-O-SIL erhältlich
sind. Ein Fachmann würde
auch erkennen, dass die Nullviskosität solcher Zusammensetzungen
durch das Extrapolieren einer Kurve der Viskosität über der Scherrate auf eine
Scherrate von Null gemessen werden kann. Solche Viskositätsmessungen
sollten bei einer Temperatur von ungefähr 20°C durchgeführt werden.
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Der Träger der Hautpflegezusammensetzung
kann einen verwendbaren aktiven Inhaltsstoff, wie einen oder mehrere
Hautschutzmittel oder Weichmacher einschließen. Der Ausdruck "Weichmacher",
wie er hier verwendet wird, bezieht sich auf ein Material, das gegen
eine Nässe
oder Reizung schützt,
die Haut weich macht, beruhigt, geschmeidig macht, bedeckt, schmiert,
befeuchtet, schützt
und/oder reinigt. (Es wird erkennbar, dass mehrere der einzeln aufgeführten aktiven
Stoffe, die oben angegeben wurden, "Weichmacher" sind, so wie der
Ausdruck hier verwendet wird). In einer bevorzugten Ausführungsform
werden die Weichmacher eine plastische oder flüssige Konsistenz bei Umgebungstemperaturen,
das heißt
bei ungefähr
20°C aufweisen. Eine
solche Konsistenz ermöglicht
es, der Zusammensetzung, ein weiches, öliges, lotionsartiges Gefühl zu verursachen.
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Repräsentative Weichmacher, die
in der vorliegenden Erfindung verwendbar sind, umfassen in nicht einschränkender
Weise Weichmacher auf Erdölbasis,
Saccharoseesterfettsäuren,
Polyethylenglycol und Derivate davon, Benetzungsmittel, Fettsäureestertypen,
Alkylethoxylattypen, Fettsäueesterethoxylate,
Fettalkoholtypen, Polysiloxantypen, Propylenglycol und Derivate
davon, Glycerin und Derivate davon, die Glyceride, Acetoglyceride
und ethoxylierte Glyceride von C12-C28 Fettsäuren
einschließen,
Triethylenglycol und Derivate davon, Walratwachs oder andere Wachse,
Fettsäuren,
Fettalkoholether, insbesondere solche, die 12 bis 28 Kohlenstoffatome
in ihrer Fettkette aufweisen, wie Stearinsäure, propoxylierte Fettalkohole,
andere Fettester der mehrwertigen Alkohole, Lanolin und seine Derivate,
Kaolin und seine Derivate, irgend welche der einzeln oben aufgelisteten
Hautpflegemittel oder Mischungen dieser Weichmacher.
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Eine andere bevorzugte Komponente
der Träger
der Hautpflegezusammensetzung, die in der vorliegenden Erfindung
verwendet werden können,
ist ein Mittel, das die Zusammensetzung am gewünschten Ort in oder auf dem
behandelten Artikel immobilisieren kann (das den bevorzugten Weichmacher
und/oder andere Hautpflegemittel, therapeutische Mittel oder Schutzmittel
und/oder die FMA(s), die in der Zusammensetzung vorhanden sind,
einschließt).
Das Immobilisierungsmittel kann der Tendenz eines Weichmachers,
zu wandern oder zu fließen,
entgegenwirken, in dem es den Weichmacher primär auf der Oberfläche oder
in der Region des Artikels, auf den die Zusammensetzung aufgebracht
wurde, hält.
Es wird angenommen, dass sich das zum Teil dadurch ergibt, dass
das Immobilisierungsmittel den Schmelzpunkt und/oder die Viskosität der Zusammensetzung über den
des Weichmachers anhebt. Da das Immobilisierungsmittel vorzugsweise
mit dem Weichmacher mischbar ist (oder im Weichmacher mit der Hilfe
eines passenden Emulgators darin gelöst oder dispergiert wird),
fängt es
den Weichmacher auf der Oberfläche
der den Träger
berührenden
Oberfläche
des Artikels oder in der Region, auf der es aufgebracht wurde, ein.
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Es ist auch vorteilhaft, das Immobilisierungsmittel
auf der den Träger
berührenden
Oberfläche
oder der Region des Artikels, auf die es aufgebracht wurde, zu "verriegeln".
Dies kann durch die Verwendung von Immobilisierungsmitteln, die
nach der Anwendung auf den Artikel schnell abbinden (das heißt verfestigen)
erreicht werden. Zusätzlich
kann das äußere Kühlen des
behandelten Artikels über
Gebläse,
Lüfter,
Kühlwalzen etc.
die Kristallisierung des Immobilisierungsmittels beschleunigen.
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Zusätzlich zur Eigenschaft, dass
es mit dem Weichmacher mischbar (oder in ihm lösbar) ist, weist das Immobilisierungsmittel
vorzugsweise ein Schmelzprofil auf, das eine Zusammensetzung liefert,
die bei Umgebungstemperatur fest oder halbfest ist. In dieser Hinsicht
bevorzugte Immobilisierungsmittel weisen einen Schmelzpunkt von
mindestens ungefähr
35°C auf.
Dies verhindert, dass das Immobilisierungsmittel eine Tendenz aufweist,
zu wandern oder zu fließen.
Bevorzugte Immobilisierungsmittel werden Schmelzpunkte von mindestens
ungefähr
40°C und
noch typischer im Bereich von ungefähr 50°C bis ungefähr 150°C aufweisen.
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Immobilisierungsmittel, die für eine Verwendung
in der vorliegenden Erfindung geeignet sind, können aus einer Anzahl von Mitteln
ausgewählt
werden, so lange wie die bevorzugten Eigenschaften der Hautpflegezusammensetzung
die hier beschriebenen Vorteile für die Haut liefern. Bevorzugte
Immobilisierungsmittel umfassen im allgemeinen ein Element, das
aus der Gruppe ausgewählt
wurde, die aus C14-C22 Fettalkoholen, C12-C22 Fettsäuren und
C12-C22 Fettalkoholethoxylaten,
die einen mittleren Grad der Ethoxylierung aufweisen, der von 2
bis ungefähr
30 reicht, und Mischungen daraus ausgewählt wird. Bevorzugte Immobilisierungsmittelumfassen
C16-C18 Fettalkohole,
vorzugsweise kristalline, hoch schmelzende Materialien, die aus
der Gruppe ausgewählt
werden, die besteht aus Cetylalkohol, Stearylalkohol, Behenylalkohol
und Mischungen daraus. (Die lineare Struktur dieser Materialien
kann die Verfestigung auf dem behandelten absorbierenden Artikel
beschleunigen). Andere bevorzugte Immobilisierungsmittelumfassen
C16-C18 Fettsäuren, die
vorzugsweise aus der Gruppe ausgewählt werden, die aus Palminsäure, Stearinsäure und
Mischungen daraus besteht. Mischungen der Palminsäure und
der Stearinsäure
werden speziell bevorzugt. Nochmals andere bevorzugte Immobilisie rungsmittel
umfassen C16-C18 Fettalkoholethoxylate,
die einen mittleren Grad der Ethoxylierung aufweisen, der von ungefähr 5 bis
ungefähr
20 reicht. Vorzugsweise sind die Fettalkohole und die Fettsäuren linear.
Es ist wichtig, dass diese bevorzugten Immobilisierungsmittel, wie
die C16-C18 Fettalkohole,
die Rate der Kristallisierung der Zusammensetzung erhöhen, was
bewirkt, dass die Zusammensetzung schnell auf der Oberfläche des
Substrats kristallisiert. Nochmals andere Typen von Inhaltsstoffen,
die für
eine Verwendung als Immobilisierungsmittel entweder allein oder
in Kombination mit den oben erwähnten
Immobilisierungsmitteln geeignet sind, umfassen Wachse, Carnauba,
Ozokerit, Bienenwachs, Candelilla, Paraffin, Ceresin, Esparto, Ouricuri, Rezowachs,
Isoparaffin und andere bekannten gewonnene Wachse und Mineralwachse.
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Das die Fäkalien modifizierende Mittel
kann auf die Fäkalien
direkt über
den Transfer des FMA auf diese Fäkalien
geliefert werden, oder es kann anfänglich auf die Haut des Trägers oder
ein anderes Element des Artikels vor der Überführung auf die Fäkalien transferiert
werden. Der Träger
kann einen getrennten Artikel bilden oder eine Komponente dieses
Artikels darstellen, der auf den Träger angewandt wird (vorzugsweise
in mindestens der perianalen Region) vor oder anstatt der Windel,
der Trainingshose, der Unterwäsche
oder eines anderen Artikels.
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Die Mittel für das Verbinden des FMA mit
einem Träger
können
alle bekannten Mittel, die aus dem Stand der Technik bekannt sind,
wie Haftmittel (insbesondere in Wasser lösliche Haftmittel), Wasserstoffbindungen,
eine freigebbare Einkapselung, ein Sprühen, ein Beschichten und dergleichen
umfassen. Die Wasserstoffbindung des FMA an ein Substrat kann durch
das leichte Benetzen entweder des FMA oder mindestens eines Teils
des Substrats mit Wasser erreicht werden. Beim Trocknen wird das
FMA lösbar
am Substrat befestigt (das heißt
ein nachfolgender Kontakt mit flüssigem
Wasser wird die Verbindung aufbrechen). Diese Wirkung wird bei solchen
FMAs verbessert, die "gelförmig"
und klebrig werden, wenn sie nass sind (beispielsweise Alginsäure und
Derivate etc.). Das Benetzen kann entweder dadurch erreicht werden,
dass entweder das FMA, das Substrat oder beide einer Umgebung mit
hoher Feuchtigkeit (beispielsweise eine relative Feuchtigkeit von
80% oder mehr) vor der Zeit des Kontakts unterworfen werden. Alternativ
kann Wasser über
mindestens einen Teil entweder des Mittels oder der Substrate zur
Zeit ihres Kontakts oder davor gesprüht, zerstäubt oder atomisiert werden.
In solchen Fällen
wird die Struktur vorzugsweise vor dem Einschluss in den Artikel
getrocknet.
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In anderen bevorzugten Ausführungsformen
kann das FMA mit einer Dichtung wie einen Beinaufschlag, einer Taillenbarriere,
einem Taillenband, einer Ausscheidungstasche oder mit einem Fäkalienabstandselement,
verbunden werden. In Ausführungsformen,
bei denen das FMA mit einem Dichtungselement, wie einem Beinaufschlag,
einer Taillenbarriere oder einer Taillentasche, verbunden ist, ist
es vorteilhaft, wenn das FMA mit dem Teil der Dichtung verbunden
wird, der am dichtesten am Ausgabepunkt der Ausscheidungen vom Träger (beispielsweise
dem Anus für
Fäkalien)
angeordnet ist. In gewissen bevorzugten Ausführungsformen wird das FMA lösbar an
der Oberfläche
des Dichtungsmaterials befestigt, um somit die Behandlung der Fäkalien,
die die Dichtung berühren,
zu fördern.
Das FMA kann lösbar
an der Dichtungsoberfläche über irgend
eines der oben beschriebenen Mittel oder irgend anderer Mittel,
die aus dem Stand der Technik bekannt sind, befestigt werden. In
anderen Ausführungsformen
wird das FMA lösbar
an oder nahe zumindest einem Teil der Dichtungsoberfläche eingekapselt.
In Ausführungsformen,
die Fäkalabstandselemente
einschließen,
kann jeder Teil des Abstandselement ein oder mehrere FMAs umfassen.
Das Abstandselement kann lösbar
mit dem Mittel beschichtet sein, wie das oben beschrieben wurde,
oder es kann Zellen, Pakete, oder Taschen des Mittels, die zumindest
zum Teil mit einem in Wasser oder Fäkalien lösbaren Film bedeckt sind, umfassen
(wie das oben beschrieben wurde).
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Das FMA kann die Fäkalien an
oder nahe der Oberfläche
des Artikels berühren
(beispielsweise an der Schnittfläche
zwischen der Oberschicht und den Fäkalien) innerhalb des Artikels
(wie in einem Ausscheidungshandhabungselement 120, wie
es unten beschrieben wird) oder an der zum Körper weisenden Oberfläche der
Fäkalmasse
(das heißt,
diese wurde zuerst zur Haut oder einer andere Oberfläche über der
Ebene des Artikels transferiert). Typischerweise wird das FMA die
Fäkalien
in der Region des Artikels, die mit dem Anus des Trägers verbunden
ist (das ist bei einer Windel die Schrittregion), kontaktierten.
Die Fäkalien
können
alternativ die FMA kontaktieren, wenn sie durch eine Öffnung,
einen Flansch, ein Ventil oder dergleichen bei oder nahe dem Anus
des Trägers
hindurch gehen. In solchen Fällen
kann das FMA von der Öffnung
oder dem Ventil ausgedrückt
oder gezogen werden (beispielsweise aus Reservoiren) durch den Druck
des Hindurchgehens der Fäkalien,
wenn diese aus dem Körper
austreten. Die Öffnung
kann einen Schlitz, einen Spalt oder eine Perforation in einer Schicht,
einer Hülle,
einem Paket oder einer anderen Struktur, die das FMA oder die Zusammensetzung,
die ein FMA einschließt,
die in der Nähe
des Ausgangspunktes der Fäkalien
aus dem Körper angeordnet
ist, sein. Die Öffnung
kann anfänglich
durch einen löslichen
Film versiegelt sein, wobei dieser beim Kontakt mit den Fäkalien gelöst wird,
um das Mittel oder die Zusammensetzung freizugeben. Alternativ kann die Öffnung geöffnet werden,
wenn die Struktur durch das Hindurchgehen oder den Druck der Fäkalien verformt
wird. Der Fäkaliendruck
kann zusätzlich
zum Körperdruck
und der Bewegung beim Herausdrücken
des FMA durch die Öffnung
auf die Fäkalien
helfen.
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Das FMA kann passiv geliefert werden
(beispielsweise fließen
die Fäkalien
und berühren
es während den
normalen Tragebedingungen), aktiv (beispielsweise reagiert ein Element
im Artikel auf ein Signal und liefert das FMA an die Fäkalien/gibt
es an die Fäkalien
frei) oder über
einen zweiten Träger
(beispielsweise einen Puder oder eine andere Hautpflegezusammensetzung,
die anfänglich
auf die Haut des Trägers
aufgebracht wurde). Das Liefern des FMA zu den Fäkalien kann als ein Ergebnis
des Drucks beim Ausdrücken
der Fäkalien,
des Gewichts, der Temperatur, der Enzymaktivität, des Wassergehalts und/oder
des pH-Werts, des Vorhandenseins von Urin (beispielsweise ein durch
Urin bewirkte Freigabe des Mittels in Erwiderung oder in Vorwegnahme
auf eine Stuhlentleerung), bei Körperbewegungen,
Druck oder Wärme
oder irgend einem anderen Auslöser
oder Ereignis während
des Tragezyklus des Artikels, erfolgen.
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Das FMA kann anfänglich in oder auf dem Artikel
oder einem Teil davon gelagert und nachfolgend durch irgend eines
der auslösenden
Ereignisse, die hier beschrieben wurden, freigegeben werden. In
gewissen bevorzugten Ausführungsformen
wird das FMA lösbar
unter einem Film, in Zellen, Paketen, Hüllen und dergleichen eingekapselt,
um ein Wandern und/oder Verlust des Mittels zu verhindern, bevor
der Artikel mit den Fäkalien
in Berührung
kommt, und/oder um die Positionierung des FMA für einen Kontakt mit den Fäkalien während des
Gebrauchs zu unterstützen.
Die Filmabdeckung, die Zellen, Pa kete oder andere "Behälter" für das Mittel
können
einen wasserlöslichen
Film über
mindestens dem die Fäkalien
berührenden
Oberflächengebiet
des Behälters
umfassen. Das Wasser vom Urin, den Fäkalien oder anderen Fäkalien löst den Film
und gibt das Mittel frei (das ist eine ausgelöste Freigabe), um die Fäkalien zu
kontaktieren und zu behandeln. Ein Beispiel eines wasserlöslichen
Films, der in der vorliegenden Erfindung verwendet werden kann,
ist ein Polyvinylalkoholfilm, der als MONOSOL M7031 von den Chris
Craft Industrial Products aus South Holland, IL erhältlich ist,
oder HL1636 von der H. B. Fuller Co. aus St. Paul, MN. Alternativ
kann es sein, dass der Film nur beim Vorhandensein gewisser Fäkalenzyme
(wie Trypsin) oder bei gewissen Bereichen des pH-Werts löslich ist.
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Das Freigeben des Mittels kann schnell
erfolgen (wie durch eine explosive Gasfreigabe, die durch das Kontaktieren
von Urin oder Fäkalwasser
mit einer Gas freigebenden Zusammensetzung), um die Fäkalien mit dem
Mittel einzubetten oder zu beschichten. Die Gas entwickelnde Zusammensetzung
kann Teilchen, Kügelchen
etc. einer oder mehrerer Substanzen, die Gas freigeben, wenn sie
mit Wasser gemischt werden oder mit diesem zusammenkommen (beispielsweise
Natriumbicarbonat oder Natriumbicarbonat und Zitronensäure) umfassen.
Die Teilchen können
in einer in Wasser löslichen
Matrix (beispielsweise PVA) eingebettet sein. Das FMA kann an der
die Ausscheidungen berührenden
Oberfläche
des Films angeordnet oder befestigt sein, oder es kann im wasserlöslichen
Film zwischen der Gas freisetzenden Zusammensetzung und der Fäkalien berührenden
Oberfläche
eingebettet sein. Somit wird beispielsweise, wenn Wasser, das in
den Fäkalien
vorhanden ist, den wasserlöslichen
Film löst,
die Gas entwickelnde Zusammensetzung aktiviert (das heißt die Komponenten
werden mit dem Wasser gemischt) und Gas wird schnell freige geben,
was ein Mischen des FMA und der Fäkalien forciert. Die Teilchen
können
Kombinationen, wie Zitronensäure
und Natriumbicarbonat umfassen, und geben, wenn sie mit Wasser gemischt
werden, schnell das Kohlendioxydgas frei. Alternativ kann die das Gas
freisetzenden Zusammensetzung wasserlösliche Kapseln umfassen, die
das komprimierte Gas und das FMA enthalten. Wasser von den Fäkalien,
das die Kapseln berührt,
kann wirken, um den Film zu lösen
und das Gas explosiv freizugeben, um weiter ein Mischen/Einbetten
des Mittels in den Fäkalien
zu forcieren. Andere Zusammensetzungen und Gas entwickelnde oder
freigebende Systeme können
erwogen werden und sollen im Umfang der vorliegenden Erfindung enthalten
sein.
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Der Artikel der vorliegenden Erfindung
kann auch ein reagierendes System 65, das einen Sensor 66, einen
Auslöser 67 und
gespeicherte Energie, die verwendet wird, um das FMA zu den Fäkalien zu
transportieren, das Mittel mit den Fäkalien zu mischen oder zu bewirken,
dass das Mittel ausgedrückt
wird, um die Fäkalien
zu berühren,
umfasst, aufweisen. Eine bevorzugte Ausführungsform umfasst einen geformten,
komprimierten, Makroporenschaum 68, der in einer Vakuumkomprimierung
unter einem in Wasser löslichen
Polyvinylalkoholfilm gehalten wird, wie das in 8 gezeigt ist. Der Schaum 68 umfasst
zusätzlich
auch ein FMA 75. Der Kontakt mit dem Fäkalwasser führt zu einer Lösung von
mindestens einem Teil des PVA-Films, was zu einer Freigabe der gespeicherten
mechanischen Energie im Schaum und dem mechanischen Transport des Mittels
zu und in die Fäkalmasse
führt.
In gewissen Ausführungsformen
kann das Mischen über
einen Mechanismus erfolgen, der im Artikel eingefügt ist,
wie das oben beschrieben ist (beispielsweise das reagierende System),
eine mechanische Aktion durch das Gewicht des Trägers und/oder die Bewegung
und/oder durch einen Fluss der Fäkalien
während
oder nach der Entleerung (insbesondere bei Fäkalien mit niedriger Viskosität), um die
Behandlung eines größeren Teils
der Fäkalmasse
zu erleichtern. Andere reagierende Systeme, die für eine Verwendung
mit der vorliegenden Erfindung geeignet sind, sind detaillierter
in der US-Patentanmeldung mit der Seriennummer ... mit dem Titel
"Disposable Article Having A Disontinuous Responsive System" (P&G Case 7197),
die im Namen von Donald C. Roe et al. am 29. Juni 1998 eingereicht
wurde und die hiermit durch Bezugnahme eingeschlossen wird, beschrieben.
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In alternativen Ausführungsformen
kann das FMA auf dreidimensionalen Strukturen, die mit anderen Elemente
des absorbierenden Artikels verbunden oder von diesen getrennt sind,
angeordnet oder mit diesen verbunden werden. Beispielsweise kann
der absorbierende Artikel ein Element mit Vorsprüngen, Buckeln, Schlaufen oder
dergleichen einschließen,
was hilft das FMA für
einen Kontakt mit den Fäkalien
verfügbar
zu machen. In einer bevorzugten Ausführungsform werden "Haare" oder
Stränge
eines heiß schmelzenden
Harzes, das das die Fäkalien
modifizierende Mittel einschließt,
auf ein Substrat 82 gedruckt. (Ein Beispiel eines Substrats,
das ein Haar 80 einschließt, das ein Fäkalien modifizierendes
Mittel enthält,
ist in 7 gezeigt). Das
Mittel kann so in das Harz eingeschlossen sein, dass es sich zur
Oberfläche
der Haare bewegt und für
die Fäkalien
verfügbar
ist. Alternativ kann das Mittel lösbar mit den Haaren über irgend
eine der Techniken, die oben beschrieben sind, verbunden sein. Beispiele
geeigneter Haare und Haken sind detaillierter im US-Patent 5,058,247,
das an Thomas et al. am 22. Oktober 1991 erteilt wurde, im US-Patent
5,116,563, das an Thomas et al. am 26. Mai 1992 erteilt wurde, im
US-Patent 5,326,415,
das an Thomas et al. am 5. Juli 1994 erteilt wurde, und im US-Patent
5,762,645, das an Peck et al. am 9. Juni 1998 erteilt wurde, be schrieben.
Jedes dieser Patente wird hiermit durch Bezugnahme eingeschlossen.
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In einer nochmals anderen Ausführungsform
kann das FMA zu den Fäkalien über eine
Bürstenstruktur 60 geliefert
wird, wobei ein Beispiel dafür
in 6 gezeigt ist. Eine
Bürstenstruktur 60 kann
eine Vielzahl im wesentlichen ausgerichteter Stränge, Fasern, verdrehter Garne,
Stränge
oder anderer Filamentmaterialien, die an einem Substrat befestigt
sind, umfassen. Das Substrat kann eben, gekrümmt, bandartig sein oder eine zusammengesetzte
Krümmung
aufweisen und es kann porös
oder nicht porös
sein. Die Bürstenfilamente 62 sind
vorzugsweise unter den Kräften,
die durch die Fäkalien
während
der Abgabe ausgeübt
werden, biegbar, um es den Fäkalien
zu ermöglichen,
leicht durch oder zwischen den Filamenten 62 hindurch zu
gehen. Die Bürstenfilamente 62 können permanent
oder lösbar
am Substrat befestigt sein. Die Filamente 62 können pflanzlichen
oder tierischen Ursprungs (beispielsweise Baumwolle etc.) zellulös oder synthetisch
sein und sie können
verschiedene oder ähnliche
Längen
aufweisen. Das FMA ist lösbar
an den Filamenten 62 der Bürstenstruktur 60 befestigt,
so dass, wenn die Fäkalien
hinter die Bürstenfilamente 62 gedrückt werden,
das Mittel freigegeben und mit den Fäkalien gemischt wird. Die Bürstenstruktur 60 kann
integral mit dem Artikel ausgebildet sein oder sie kann getrennt
auf die perianale Region des Trägers
angewandt werden und sie kann wahlweise ein Haftmittel oder ein
anderes Verbindungsmittel für
das Anhaften am Träger
oder Artikel umfassen. Die Bürstenstruktur 60 kann über einem
Abstandselement montiert werden (wie das oben beschrieben ist),
wobei sie einen Hohlraum unter den Filamenten 62 aufweist,
um somit einen Raum für
die behandelten Fäkalien, den
sie belegen können,
zu schaffen.
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Die FMAs können auch unter Verwendung
"smarter" Gele, die einer Phasenumwandlung oder einer geometrischen Änderung
oder einer Volumenänderung
in Erwiderung auf gewisse Änderungen
des pH-Werts, des Wassergehalts und/oder einiger anderer Auslöser unterliegen,
geliefert werden. Formgedächtnismaterialien
(das sind Metalllegierungen oder Kunststoffe, die zu einer voreingestellten
Geometrie oder Form zurückkehren,
wenn die Temperatur einen vorbestimmten Schwellwert erreicht) können auch
verwendet werden, um das Mittel in eine Kontaktposition oder eine
Mischposition mit den Fäkalien
zu bringen, wenn die passende Temperaturänderung auftritt. Zusätzlich können quellbare
Materialien, wie superabsorbierende Polymere oder Schäume, verwendet
werden, um den Fäkalkontakt
mit dem FMA zu fördern.
Eine Struktur, die quellbare Materialien enthält, saugt Wasser auf, ob es
nun von den Fäkalien
oder vom Urin kommt, sie kann ein FMA, das mit der zum Körper weisenden
Oberfläche
der Struktur verbunden ist, zu einer Fäkalmasse transportieren und/oder
das Mischen mit den Fäkalien
fördern.
Schaumbildende Materialien können
auch das FMA transportieren und den Kontakt mit den Fäkalien im
Artikel fördern.
In diesem Fall umfasst das schaumbildende Material das FMA (oder
ist mit dem Mittel verbunden) und bedeckt die Fäkalmasse, wenn der Schaum erzeugt
wird und sein Volumen zunimmt.
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Die FMAs können auch auf oder in makrokorpuskularen
Elementen gehalten werden, wie das nachfolgend beschrieben wird.
Diese makrokorpuskularen Elemente können in einem Ausscheidungshandhabungselement 120,
das an einer Oberschicht, einem Aufschlag oder einem anderen Element
des Artikels (lösbar
oder nicht) befestigt ist, oder lose in einem getrennten Artikel,
der unabhängig
am Körper
befestigt wird, enthalten sein. (Einige beispielhafte makrokorpuskulare
Strukturen sind in den 2–4 gezeigt). Weiterhin können alle
Strukturen, die das FMA halten, tragen, liefern oder mischen, Vorsprünge oder
andere dreidimensionale Geometrien aufweisen, die gestaltet sind,
um die Kontaktfläche
des FMA und der Fäkalien
zu erhöhen und/oder
das Mischen zu fördern.
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In bevorzugten Ausführungsformen
wird das FMA mit der Oberschicht der absorbierenden Struktur oder
des Artikels verbunden. Das FMA kann jedoch mit einer Schicht unterhalb
der Oberschicht, wie einer Annahmeschicht, verbunden sein. In Ausführungsformen,
bei denen das FMA in einer Unterschicht unter einer Oberschicht
in einem Ausscheidungshandhabungselement 120 angeordnet
ist, müssen
die Fäkalien
leicht durch die Oberschicht, die Unterschicht und alle anderen
darüber
liegenden Strukturen dringen, damit das Mittel verfügbar ist.
Somit wird bevorzugt, dass solche Strukturen eine unter Druck ermittelte
Annahme von mindestens ungefähr
0,50 g/cm2/J und vorzugsweise von mindestens
1,0 g/cm2/J aufweisen, wie das im Abschnitt "Testverfahren"
weiter unten angegeben ist. In jedem Fall ist das Mittel vorzugsweise
nahe der Region des Artikels, die im allgemeinen mit der perianalen
Region des Trägers
verbunden ist, angeordnet.
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Wie in 2 gezeigt
ist, so kann die vorliegende Erfindung ein Ausscheidungshandhabungselement 120 einschließen. Das
Ausscheidungshandhabungselement 120 ist gestaltet, um das
Handhaben, die Annahme, das Speichern und/oder die Immobilisierung
der viskosen fluiden Körperausscheidungen
zu unterstützen. Das
Ausscheidungshandhabungselement 120 kann irgendwo im Artikel
angeordnet sein, wobei die Schrittregion oder jede Taillenregion
eingeschlossen sind, oder es kann mit jeder Struktur oder jedem
Element, wie dem Kern 28, einem Beinaufschlag etc., verbunden
oder in diesen enthalten sein. In bevorzugten Ausführungsformen
ist das Ausscheidungshandhabungselement 120 in der Region
des Artikels, die sich in der Nähe
der perianalen Region befindet, wenn der Artikel getragen wird,
angeordnet. Dies hilft zu gewährleisten,
dass alle Ausscheidungen, die abgegeben werden, auf oder nahe dem
Ausscheidungshandhabungselement 120 abgelagert werden.
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Obwohl Strukturen, die viskose fluide
Körperausscheidungen
annehmen, Speichern und immobilisieren, bevorzugt werden, kann in
gewissen Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung das Ausscheidungshandhabungselement 120 nur
ein Annahmeelement, ein Speicherelement oder ein Immobilisierungselement umfassen
oder es kann eine Kombination von zwei dieser Elemente aber nicht
dem dritten Element umfassen. In gewissen Ausführungsformen kann auch ein
Element mehr als eine Funktion ausführen (beispielsweise kann ein
Speicherelement sowohl die Speicher- als auch die Immobilisierungsfunktionen
durchführen).
Beispielsweise kann der absorbierende Artikel der vorliegenden Erfindung
ein Annahme- und ein Speicherelement einschließen, um viskose fluide Körperausscheidungen
ohne ein getrenntes Immobilisierungselement zu handhaben.
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Das Annahmeelement 150 kann
jedes Material oder jede Struktur sein, die Körperausscheidungen annehmen
kann. (Die Ausdrücke
"annehmen" oder "Annahme" beziehen sich auf das Durchdringen einer
Struktur durch Materialien, die auf ihr abgelagert wurden. Die Durchdringung
wird durch das Hindurchgehen der Materialien durch die Oberfläche der
Struktur, auf der das Material abgelagert wurde, definiert. Die
Durchdringung nicht gleichförmiger
Strukturen kann als das Hindurchgehen eines Materials durch eine
Ebene, die die Oberfläche
bildet, auf der das Material abgesetzt wurde, definiert werden).
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Das Annahmeelement 150 kann
ein einziges Material oder einer Anzahl von Materialien, die operativ miteinander
verbunden sind, umfassen. Weiterhin kann das Annahmeelement 150 integral
mit einem anderen Element der Windel 20 ausgebildet sein,
oder es kann eines oder mehrere getrennte Elemente, die direkt oder indirekt
mit einem oder mehreren Elementen der Windel 20 verbunden
sind, umfassen. Weiter kann ein Teil oder das ganze Annahmeelement 150 entfernbar
vom absorbierenden Artikel sein, um ein getrenntes Entsorgen, wenn
dies wünschenswert
ist, zu ermöglichen.
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Das Annahmeelement 150 ist
vorzugsweise zumindest teilweise in der Schrittregion 37 der
Windel 20 neben der Körperoberfläche 47 des
Kerns 28 angeordnet, obwohl in einigen alternativen Ausführungsformen das
Annahmeelement 150 mindestens einen Teil eines Beinaufschlags,
eines Taillenbandes, einer Fäkalausscheidungseinschlusstasche
oder dergleichen einschließen
kann oder operativ mit einem solchen Element verbunden sein kann.
Vorzugsweise ist mindestens der Teil des Annahmeelements 150,
der in der Region der Windel 20 angeordnet ist, die sich
nahe dem Anus des Trägers
während
des Gebrauchs befindet, durch darüber liegende Schichten oder
Strukturen, wie der Oberschicht 24, nicht behindert. Somit
kann es wünschenswert
sein, einen Teil der Oberschicht 24 in der Region des Artikels
auszuschneiden, die nahe dem Anus des Trägers angeordnet werden soll,
und ein Annahmeelement 150 als körperseitige Einlage in dieser
Region zu liefern. Alternativ kann ein Teil oder das Ganze der Oberschicht 24 so
hergestellt oder behandelt werden, dass es als Annahmeelement 150 wirkt.
In einer Ausführungsform
umfasst, wie das in 2 gezeigt
ist, das Annahmeelement 150 mindestens einen Teil der Oberschicht 24.
In anderen Ausführungsformen
kann das Annahmeelement 150 mindestens einen Teil anderer
Elemente der Windel, wie des absorbierenden Kerns 28 oder des
Speicherelements (das unten beschrieben ist) umfassen.
-
In einigen Ausführungsformen kann es wünschenswert
sein, die Windel 20 mit einer unterschiedlichen Annahmefähigkeit
in verschiedenen Teilen der Windel zu versehen. Dies kann durch
das Vorsehen verschiedener Annahmeelemente in den verschiedenen
Regionen der Windel 20 oder durch das Bereitstellen eines einzigen
Annahmeelements 150, das hergestellt oder behandelt wurde,
um Regionen verschiedener Annahmeeigenschaften zu zeigen, erzielt
werden. Weiterhin kann das Annahmeelement 150 über der
Ebene der zum Körper
weisenden Oberfläche
des Artikels erhaben sein, so dass eine bessere Steuerungen der
abgegebenen viskosen fluiden Körperausscheidungen
ermöglicht
wird. In einigen Ausführungsformen
kann es sogar wünschenswert
sein, dass sich das Annahmeelement 150 in Kontakt mit der
Haut des Trägers
in der Nähe
der Quelle der viskosen Körperausscheidungen
befindet (beispielsweise in der perianalen Region).
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Geeignete Materialien und Strukturen
für die
Verwendung als Annahmeelement 150 können absorbierend oder nicht
absorbierend sein und sie können
mit Öffnungen
versehende Vliesstoffe, mit Öffnungen
versehene Filme, mit Öffnungen
ersehene geformte Filme, Mulle, gewobene Stoffe, Mull, Netze, dünne Makroporenschäume und
dergleichen einschließen.
Ein speziell bevorzugtes Material ist ein gewobenes Netz, das als ein
Toy Tub Bag von Dollar Tree Dist., aus Norfolk, VA erhältlich ist.
Weiter kann das Annahmeelement 150 oder irgend ein Teil
davon mit einer Lotion oder anderen bekannten Substanzen beschichtet
sein, um die Leistung oder andere Eigenschaften des Elements zu
verbessern, zu ändern
oder zu ergänzen.
Beispielsweise kann das Annahme element 150 hydrophob oder
hydrophil sein, oder es kann behandelt werden, damit es eine solche
Eigenschaft aufweist.
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Wie oben beschrieben wurde, so kann
das FMA mit dem Annahmeelement vorzugsweise in der perianalen Region
des Trägers
verbunden sein. In gewissen bevorzugten Ausführungsformen ist das FMA durch die
oben beschriebenen Mittel lösbar
am Annahmeelement befestigt. In alternativen Ausführungsformen
ist das Mittel lösbar
in einer Struktur eingeschlossen, die mit mindestens einem Teil
des Annahmeelements 150 verbunden ist. Das Mittel kann
beim Kontakt mit Wasser, Wärme
oder einem Druck/einer Bewegung des Trägers zu den Fäkalien freigegeben
werden. Das Mittel kann alternativ zuerst auf die Haut des Trägers oder
einen anderen Teil des Artikels (beispielsweise einen Beinaufschlag)
vor der Ablagerung auf den Fäkalien übertragen
werden. Beispielsweise kann das Urin die Freigabe eines freigebbaren
eingekapselten Mittels oder einer Zusammensetzung bewirken. Das
Mittel kann auf die Haut des Trägers
durch einen Körperkontakt und/oder
Druck übertragen
werden. Nach dem nachfolgenden Kontakt mit den Fäkalien wird das Mittel von
der Haut auf die Oberfläche
der Fäkalien überführt.
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Wenn viskose Körperausscheidungen in das Ausscheidungshandhabungselement 120 eingedrungen sind,
ist es wünschenswert,
die Ausscheidung weg vom Träger
während
des Rest des Tragezyklus und weg von der Pflegeperson während des
Wechselns zu speichern und zu halten. Der Ausdruck "speichern",
wie er hier verwendet wird, bezieht sich auf die physikalische Trennung
des Materials, das in einer Windel abgelagert ist, von der zum Körper weisenden
Oberfläche
des Artikels, so dass das Material, das in der Windel abgelagert ist,
sich nicht in direktem Kontakt mit der Haut des Trägers befindet
oder Zugang zu dieser erlangt. Eine passende Speicherkapazität ist wesentlich,
um die Wahrscheinlichkeit eines Auslaufens und das Gebiet der Haut, das
durch viskose Körperausscheidungen
beschmutzt wird, zu reduzieren, da die viskosen Körperausscheidungen,
die gespeichert wurden, mit geringerer Wahrscheinlichkeit für die zum
Körper
weisende Oberfläche der
Struktur für
ein Auslaufen und ein Wandern im Artikel zur Verfügung stehen.
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Das Speicherelement 152 kann
irgendwo in der Windel 20 angeordnet werden. Vorzugsweise
ist das Speicherelement 152 jedoch operativ mit dem Annahmeelement 150 und/oder
der Oberschicht 24, wenn eine solche vorhanden ist, verbunden,
so dass viskose Körperausscheidungen,
die durch das Annahmeelement 150 angenommen wurden, in
das Speicherelement 152 eintreten können. (Es werden hier Ausführungsformen erwogen,
bei denen die Windel 20 keine Oberschicht 24 oder
kein Annahmeelement 150 aufweist. In solchen Fällen können die
Körperausscheidungen
direkt in das Speicherelement 152 eintreten, ohne durch
irgend eine darüber
liegende Struktur hindurch zu gehen). In jedem Fall ist es vorteilhaft,
wenn das Speicherelement 152 sich in der Region der Windel 20 befindet,
die sich nahe dem Anus des Trägers
befindet, wenn die Windel 20 getragen wird. Somit ist es
vorteilhaft, wenn mindestens ein Teil des Speicherelements 152 in
der Schrittregion 37 des absorbierenden Artikels angeordnet
ist. In einigen alternativen Ausführungsformen kann das Speicherelement 152 jedoch
mindestens einen Teil der Taillenregion, eines Beinaufschlags, des
Taillenbands, einer Fäkalausscheidungseinschlusstasche
oder dergleichen einschließen
oder operativ mit solchen Elementen verbunden sein. Weiterhin kann
das Speicherelement 152 über der Ebene der zum Körper weisenden
Oberfläche
des Artikels erhaben sein, um so eine bessere Steuerung der ausgeschiedenen
viskosen Körperausscheidungen
zu haben. In einigen Ausfüh rungsformen
kann es sogar wünschenswert
sein, dass sich das Speicherelement 152 in Kontakt mit
der Haut des Trägers
in der Nähe
der Quelle der viskosen Körperausscheidungen
(beispielsweise der perianalen Region) befindet.
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Die Speicherfähigkeit des Speicherelements 152 kann
gleichförmig
sein oder sie kann in der Windel 20 variieren. Solche Variationen
können
durch das Verwenden mehrerer Speicherelemente 152 in der
Windel 20 oder durch das Bereistellen eines einzigen Speicherelements 152 innerhalb
den Regionen unterschiedlicher Speichereigenschaften erzielt werden.
Weiterhin kann ein Teil oder das ganze Speicherelement 152 vom absorbierenden
Artikel entfernbar sein, um ein getrenntes Entsorgen, sofern es
gewünscht
wird, zu ermöglichen.
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Das Speicherelement 152 kann
jedes Material oder jede Struktur, die Körperausscheidungen speichern
kann, umfassen, wie das oben beschrieben wurde. Somit kann das Speicherelement 152 ein
einziges Material oder eine Anzahl von Materialien, die operativ
miteinander verbunden sind, umfassen. Weiterhin kann das Speicherelement 152 integral
mit einem anderen Element der Windel 20 ausgebildet sein
oder es kann als ein oder mehrere getrennte Elemente, die direkt
oder indirekt mit einem oder mehreren Elementen der Windel 20 verbunden
sind, ausgebildet sein. In einer Ausführungsform, wie sie in 2 gezeigt ist, umfasst das
Speicherelement 152 eine Struktur, die getrennt vom Kern 28 ist.
Es können
jedoch Ausführungsformen
erwogen werden, bei denen das Speicherelement 152 mindestens
ein Teil des Kerns 28 einschließt.
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Für
die Verwendung als Speicherelement 152 geeignete Materialein
umfassen Schäume
mit großen offenen
Zellen, makroporöse,
einer Kompression widerstehende voluminöse Vliesstoffe, Teilchen großer Größe aus offenzelligen
und geschlossenzelligen Schäumen
(makro- und/oder mikroporös),
sehr lockere Vliesstoffe, Polyolefin-, Polystyrol- und Polyurethanschäume oder
Teilchen, Strukturen, die eine Vielzahl vertikal ausgerichteter
Schlaufenstränge
von Fasern umfassen, absorbierende Kernstrukturen, die oben beschrieben wurden,
die gestanzte Löcher
oder Vertiefungen aufweisen und dergleichen. (Der Ausdruck "mikroporös", wie er
hier verwendet wird, bezieht sich auf Materialien, die Fluide durch
Kapillarwirkung transportieren können. Der
Ausdruck "makroporös"
bezieht sich auf Materialien, die Poren aufweisen, die zu groß sind,
um einen kapillaren Transport eines Fluids zu ermöglichen,
wobei sie im allgemeinen Poren von mehr als 0,5 mm Durchmesser und
noch spezifischer Poren von mehr als ungefähr 1,0 mm Durchmesser aufweisen).
Eine Ausführungsform
umfasst ein mechanisches Befestigungsschlaufenaufsetzelement, das
eine unkomprimierte Dicke von ungefähr 1,5 Millimetern aufweise,
das als XPL-7124 von der 3M Corporation aus Minneapolis, Minnesota erhältlich ist.
Eine andere Ausführungsform
umfasst einen gekrimpten und mit Harz verbundenen 6 Denier stark
lockeren Stoff, der ein Basisgewicht von 110 Gramm pro Quadratmeter
und eine unkomprimierte Dicke von 7,9 Millimeter aufweist, der von
der Glit Company aus Wrens, Georgia erhältlich ist. Das Speicherelement 152 oder
irgend ein Teil davon kann eine Lotion oder andere bekannte Substanzen
einschließen
oder mit diesen beschichtet sein, um die Leistung oder andere Eigenschaften
des Elements zu ergänzen,
zu verbessern oder zu ändern.
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Eine alternative Ausführungsform
des Speicherelements 152 umfasst eine makrokorpuskulare
Struktur 170, die eine Vielzahl diskreter Teilchen 172 umfasst,
wobei nicht einschränkende
Beispiele davon in den 2 bis 4 gezeigt sind. Die Makroteilchen 172 haben
vorzugsweise eine Nenngröße, die
vorzugsweise zwischen ungefähr
1,0 mm und ungefähr
25,4 mm und noch bes ser zwischen ungefähr 2 mm und ungefähr 16 mm
liegt. Es können
jedoch auch Teilchen, die nur 0,5 mm und weniger aufweisen, und
Teilchen, die größer als
ungefähr
25,4 mm sind, erwogen werden. Teilchen, die eine Nenngröße von ungefähr 1,0 mm
oder größer aufweisen,
sind solche die im allgemeinen auf der Oberfläche eines US-Standardsiebes
Nr. 18 zurückgehalten werden.
Teilchen, die eine Nenngröße von weniger
als ungefähr
25,4 mm aufweisen, sind solche, die im allgemeinen durch ein US-Standardsieb
mit 25,4 mm hindurch gehen.
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Teilchen, die eine Nenngröße von 16
mm oder mehr aufweisen, sind solche, die allgemein auf der Oberfläche eines
US-Standardsiebs Nr. 16 gehalten werden. Die Nennteilchengröße wird
gemessen, bevor die Teilchen in ein Speicherelement 152 für ein Testen
oder einen Gebrauch eingefügt
werden. Teilchen, die eine Nenngröße von 8 mm oder mehr aufweisen,
sind solche, die allgemein auf der Oberfläche eines US-Standardsiebs
von 8 mm gehalten werden.
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Die makrokorpuskulare Struktur 170 kann
eine beliebige Anzahl von Teilchen 172 aufweisen. Weiterhin
können
die Teilchen 172 nicht verbunden und frei, um sich innerhalb
der Struktur 170 zu bewegen, sein, oder sie können miteinander
durch irgend welche bekannten Mittel verbunden sein. Alternativ
kann die Struktur 170 eine externe Abstützung, wie einen schmelzgeblasenen
Heißschmelzkleber,
einen Stoff, ein Netz, einen Mull, ein Gewebe oder ein anderes Haftmittel
oder eine Vliesstoffverfitzstützstrukturumfassen.
Jedes der Teilchen 172 kann auch mit jedem anderen Teil
der Windelstruktur, wie der Oberschicht oder dem Kern, verbunden sein.
Die Teilchen 172 können
auch in gemusterten, dreidimensionalen Regionen, wie Lagen, "Kissen"
und Taschen eingeschlossen sein.
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Die einzelnen Teilchen 172 können aus
jedem Material, das für
die Verwendung in absorbierenden Artikeln geeignet ist, wobei die
oben in Bezug auf den absorbierenden Kern 28 und das Speicherelement 152 beschriebenen
Materialien eingeschlossen sind, hergestellt werden. Die Materialien,
die in den Teilchen 172 verwendet werden, können absorbierend,
nicht absorbierend, mikroporös,
makroporös,
nachgiebig, nicht nachgiebig etc. sein, oder sie können irgend
welche andere erwünschten
Eigenschaften aufweisen. Beispiele von makroporösen absorbierenden Materialien,
die für
eine Verwendung in den Teilchen 172 geeignet sind, umfassen
sehr luftige Vliesstoffe, offenzellige Schäume, Bündeln von Fasern, Schwämmen und
dergleichen. Andere absorbierende Materialien umfassen Zelluloseflor,
Kapillarkanalfasern, osmotische Speichermaterialien, wie superabsorbierende
Polymere etc. Nicht absorbierende Teilchen 172 können Geruchsabsorptionsmittel,
Lotionen, Hautpflegeformulierungen, antimikrobielle Mittel, pH-Puffer,
Enzymhemmer und dergleichen umfassen.
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Das Speicherelement 152 kann
einen einzigen Typ des Teilchens 172 (Größe, Form,
Material etc.) umfassen, oder es kann eine Mischung aus verschiedenen
Teilchen 172 einschließen.
Die Mischung kann homogen, heterogen, wenn die Teilchen 172,
die verschiedene Eigenschaften aufweisen, in gewissen Gebieten des Speicherelements 152 angeordnet
sind, oder geschichtet sein oder sie kann jede andere gewünschte Konfiguration
aufweisen. In einigen Ausführungsformen
kann mehr als ein Typ der Mischung verwendet werden (beispielsweise
können
makroporöse
und nicht absorbierende Teilchen 172 homogen in einer Schicht
gemischt sein, während
andere Schichten nur absorbierende Teilchen einschließen). Verschiedene
Schichten der Teilchen können
direkt nebeneinan der liegen, oder sie können durch ein oder mehrere
Materialien, wie ein Netz, ein Mull, gewobene oder nicht gewobene
Stoffe, einen Film, einen Schaum, ein Haftmittel und dergleichen,
voneinander getrennt sein.
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Die makrokorpuskulare Struktur 170 umfasst
vorzugsweise einen kontinuierlichen Porenleerraum 174, der
durch den Raum zwischen den Teilchen 172 gebildet wird.
Durch das Variieren der Größe und/oder
der Form der Teilchen 172 kann der Porenleerraum 174 gesteuert
werden. Die Teilchen können
jede bekannte Form aufweisen, wobei sie Kugeln, abgeflachte Kugeln,
rechteckige und polygonale Feststoffe und dergleichen einschließen.
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Zusätzlich zu seiner Speicherfunktion
kann das Speicherelement 152 viskose Körperausscheidungen im absorbierenden
Artikel 20 in Richtungen, die im allgemeinen parallel zur
Ebene der Unterschicht 26 verlaufen, transportieren. Der
Transport kann aktiv sein, wie durch Kapillarkräfte oder andere Kräfte, die
zur Bewegung der viskosen Körperausscheidungen
oder Komponenten davon (beispielsweise des freien Wassers) führen. In
anderen Ausführungsformen
kann der Transport passiv sein, wodurch viskose fluide Körperausscheidungen
oder Komponenten davon sich durch die Struktur unter dem Einfluss
extern aufgebrachter Kräfte,
wie der Schwerkraft, dem Druck des Trägers oder der Bewegung des
Trägers,
bewegen. Im Fall des passiven Transports sollte das Speicherelement 152 relativ
große,
miteinander verbundene Kanäle
oder dergleichen aufweisen, so dass die viskosen Körperausscheidungen
mit einem minimalen Energieeintrag leicht durch die Struktur hindurch
gehen.
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Das FMA der vorliegenden Erfindung
kann mit jedem Teil des Speicherelements 152, das die makrokorpuskularen
Strukturen einschließt,
verbunden sein.
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In gewissen bevorzugten Ausführungsformen,
bei denen das Speicherelement 152 erhabene Regionen aufweist,
ist das FMA mit den erhabenen Regionen des Elements verbunden. Viskose
Körperausscheidungen,
die in das Annahmeelement eindringen, können das FMA kontaktieren und
es zu den "niedrigeren" Regionen des Speicherelements 152 tragen,
was ein verbessertes Mischen liefert. Beispielsweise können die erhabenen
Gipfel der schlaufenähnlichen
Speicherelemente leicht benetzt oder bedampft und dann mit dem FMA
in Kontakt gebracht werden, um das FMA lösbar an den erhabenen Teilen
zu befestigen, wobei sie dann anschließend getrocknet werden. Die
lösbare
Befestigung kann auch über
wasserlösliche
Haftmittel erreicht werden. In makrokorpuskularen Ausführungsformen
kann das Mittel innerhalb eines makroporösen Teilchens gehalten werden.
In alternativen Ausführungsformen
kann das Mittel lösbar
an der äußeren Oberfläche der Teilchenelemente
befestigt werden. Ein Fäkalkontakt
mit dem FMA bewirkt vorzugsweise eine Freigabe des Mittels vom Speicherelement
und erlaubt ein Mischen mit den Fäkalien.
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Viskose Körperausscheidungen, die vom
absorbierenden Artikel angenommen werden oder in ihn eindringen,
werden vorzugsweise auch in der Windel weg vom Träger gehalten.
Ein bevorzugter Weg, um die Körperausscheidungen,
insbesondere viskose Körperausscheidungen
zu halten, besteht darin, die Ausscheidungen an einem Ort entfernt
vom Träger
zu immobilisieren. Der Ausdruck "immobilisieren", wie er hier verwendet wird,
bezieht sich auf die Fähigkeit
des Materials oder der Struktur, gespeicherte viskose Körperausscheidungen
unter einem aufgebrachten Druck und/oder dem Einfluss von Gravitationskräften zu
halten.
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Das Immobilisierungselement 154 kann
jedes Material oder jede Struktur sein, das oder die die Vorliebe
der viskosen Körperausscheidungen,
die in das Immobilisierungselement 154 eingedrungen sind,
die Struktur zu verlassen, reduzieren kann. Somit kann das Immobilisierungselement 154 ein
einziges Material oder eine Anzahl von Materialien, die operativ
miteinander verbunden sind, sein. Weiterhin kann das Immobilisierungselement 154 integral
mit dem anderen Element der Windel 20 ausgebildet sein,
oder es kann ein oder mehrere Elemente, die direkt oder indirekt
mit einem oder mehreren Elementen der Windel 20 verbunden
sind, umfassen. Beispielsweise kann das Immobilisierungselement 154 eine
nicht verbundene Schicht eines Materials, das unter dem Speicherelement 152 angeordnet
ist, sein, oder es kann das Ganze oder einen Teil des Speicherelements 152 einschließen, das
fähig ist,
viskose Körperausscheidungen,
zu immobilisieren und zu halten, wie das oben beschrieben ist. In
jedem Fall ist das Immobilisierungselement 154 vorzugsweise
operativ mit dem Speicherelement 152 und dem Annahmeelement 150 verbunden.
Dies ist notwendig, um zu gewährleisten,
dass viskose Körperausscheidungen,
die durch den Artikel angenommen und/oder gespeichert sind, in Kontakt
mit dem Immobilisierungselement 154 kommen. Somit kann
es wünschenswert
sein, das Immobilisierungselement 154 unter dem Speicherelement 152 und
dem Annahmeelement 150 in mindestens einem Teil der Schrittregion 37 des
Artikels anzuordnen. Wie oben angegeben ist, kann jedoch, wenn das
Speicherelement 152 Transporteigenschaften aufweist, das
Immobilisierungselement 154 irgendwo in der Windel 20 angeordnet
sein, so dass die viskosen fluiden Körperausscheidungen, die angenommen
und/oder gespeichert wurden, zum Immobilisierungselement 154 transportiert
werden können.
Weiterhin kann, wie bei den Annahme- und Speicherelementen 150 und 152 die
Windel 20 eine gleichförmige
oder nicht gleichförmige
Immobilisierungsfähigkeit
aufweisen.
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Somit können ein oder mehrere Immobilisierungselemente 154 in
den Artikel eingefügt
werden, der Regionen verschiedener Immobilisierung und/oder Halteleistung
zeigt. Weiterhin kann ein Teil oder das Ganze des Immobilisierungselements 154 vom
absorbierenden Artikel entfernbar sein, um eine getrennte Entsorgung,
sofern diese gewünscht
ist, zu ermöglichen.
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Geeignete Materialien für eine Verwendung
im Immobilisierungsmittel 154 umfassen Mikroporenschäume, superabsorbierende
Polymerteilchen oder Fasern, Zellulosefasern, Kapillarkanalfasern,
verfitzte synthetische Faserballen und dergleichen. Einige bevorzugte
Materialien umfassen schaumabsorbierende Materialien, wie sie in
den US-Patenten 5,260,345, 5,387,207 und 5,625,222 beschrieben sind.
Andere bevorzugte Materialien umfassen absorbierende Geliermaterialien,
wie sie im US-Patent 5,147,345 mit dem Titel "High Efficiency Absorbent
Articles For Incontinence Management", das an Young et al. am 15.
September 1992 erteilt wurde, beschrieben sind. Jedes dieser Patente
wird hiermit durch Bezugnahme eingeschlossen.
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Das FMA kann mit dem Immobilisierungselement 154 verbunden
werden. In diesen Ausführungsformen
kann das Modifizierungsmittel wirken, um die Leistungsfähigkeit
und Effizienz des Immobilisierungselements 154 durch das
Erleichtern des Entfernens des Wasser aus den Fäkalien zu verbessern, und um
somit die Geschwindigkeit des Immobilisierungsverfahrens zu erhöhen und/oder
die endgültige
Mobilität
des verbleibenden festen Bruchteils der Fäkalien zu reduzieren. Das FMA
kann alternativ dazu dienen, die Viskosität der Fäkalien bei der Immobilsierung über einen
direkten Verdichtungsmechanismus zu erhöhen. Das FMA kann lose mit
dem Immobilisierungselement ver bunden oder lösbar (so dass das Fäkalwasser
seine Lösung
bewirken kann) am Immobilisierungselement 154 befestigt
sein.
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Bevorzugte Ausführungsformen
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Wie oben angegeben ist, so ist die
vorliegende Erfindung auf viele Typen absorbierender Artikel, wie Windeln,
Trainingshosen, Inkontinenzeinlagen, Inkontinenzunterwäsche oder
Pads, absorbierende Einlagen, Windelhalter und Einlagen, weibliche
Hygienekleidungsstücke,
Wischtücher,
Einwegmops, Bandagen und dergleichen und getrennte Artikel, die
an einem Träger über der
perianalen Region befestigt werden, anwendbar. Somit sollen die
folgenden Beispiele bevorzugter Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung nicht den Umfang der Erfindung einschränken.
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Eine bevorzugte Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist der absorbierende Artikel 20,
der in 2 gezeigt ist.
Der absorbierende Artikel 20 weist eine erste Taillenregion 36,
eine zweite Taillenregion 38 und eine Schrittregion 37,
die zwischen der ersten Taillenregion 36 und der zweiten
Taillenregion 38 angeordnet ist, auf. Die Windel 20 umfasst
eine Oberschicht 24, eine Unterschicht 26 und
einen absorbierenden Kern 28, der zwischen der Oberschicht 24 und
der Unterschicht 26 angeordnet ist. Die Oberschicht 24 ist
in mindestens einem Teil der ersten Taillenregion 36 neben
der zum Körper
weisenden Oberfläche 47 des
Kerns 28 angeordnet. Die Windel 20 umfasst auch
ein Annahmeelement 150, das mit der Oberschicht 24 verbunden
ist und sich längs
weg von der Oberschicht 24 durch mindestens einen Teil
der Schrittregion 37 und mindestens einen Teil der zweiten
Taillenregion 38 erstreckt. Das Annahmeele ment 150 umfasst
ein gewobenes Netz, das als ein Tub Toy Bag von Dollar Tree Dist.,
aus Norfolk, VA erhältlich
ist.
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Die Windel 20 umfasst vorzugsweise
weiter ein Speicherelement 152, das zwischen dem Annahmeelement 150 und
der Unterschicht 26 angeordnet ist. Das Speicherelement 152 ist
in mindestens einem Teil der Schrittregion 37 und mindestens
einem Teil der zweiten Taillenregion 38 angeordnet. In
dieser Ausführungsform
umfasst das Speicherelement 152 eine makrokorpuskulare
Struktur 170, die Teilchen 172 umfasst. Insbesondere
umfasst die makrokorpuskulare Struktur 170 ungefähr zwei
Gramm Nassreinigerteilchen, die mit ungefähr 0,35 Gramm von Streifen
eines schaumabsorbierenden Materials, das ein Basisgewicht von 45 Gramm
pro Quadratmeter aufweist, gemischt sind, wie das im US-Patent 5,260,345
beschrieben ist. (Die Nassreinigerteilchen können durch das Schneiden der
scheuernden Seite eines sehr lockeren Vlieses eines Scheuerpads
(wie es beispielsweise als Light Duty Scrubbers #00065 von der Libman
Company aus Arcola, IL erhältlich
ist) in Teilchen von ungefähr
8 mm auf ungefähr
7 mm auf ungefähr
5 mm hergestellt werden). Die Streifen haben Abmessungen von ungefähr 19 Millimeter
in der Länge,
6,4 Millimeter in der Breite und 2 Millimeter in der Dicke. Die
Nassreinigerteilchen werden über
einem Gebiet von 2,5 Inch × 6,4
Inch (16 Quadratinch), das entlang der Längsachse des Artikels angeordnet
ist, eines ungefähr
0,8 mm dicken "dünn
bis zum nassen Zustand" schaumabsorbierenden Materials (das im US-Patent
5,387,207 beschrieben ist, das hiermit durch Bezugnahme eingeschlossen
wird), das ein Basisgewicht von 126 Gramm pro Quadratmeter aufweist, verteilt.
Die Nassreinigerteilchen werden relativ homogen mit den absorbierenden
Schaumstreifen gemischt und können
sich frei in dem Gebiet bewegen, das durch die Schicht des absorbierenden
Schaummaterials "dünn
bis zum nassen Zustand" umschrieben wird. Die Teilchen und Streifen
werden vorzugsweise nicht mit der gewobenen Netzoberschicht oder
irgend einer anderen Schicht verbunden. Ein FMA ist vorzugsweise
mit den Teilchenelementen der Speicherschicht über irgendwelche der hier beschriebenen
Mittel verbunden. Das Annahmeelement 150 ist mit den darunter
liegenden Schichten außerhalb
des Umfangs der Schicht des absorbierenden Schaums "dünn bis zum
nassen Zustand" verbunden.
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In einer anderen Ausführungsform,
die in 5 gezeigt ist,
kann der absorbierende Artikel der vorliegenden Erfindung eine Einlage 21 oder
eine Damenbinde sein, die getrennt am Träger angewandt oder in der Unterwäsche des
Trägers,
einer äußeren Abdeckung
oder dergleichen platziert werden soll, sein. Somit soll die Einlage 21 im
allgemeinen nicht die Form einer Hose annehmen, sondern sie soll
vielmehr in Verbindung mit einer Hose oder einer anderen Struktur,
die die Einlage 21 an ihrem Platz um den Träger hält, verwendet werden.
Die absorbierende Einlage 21 weist ein Paar entgegengesetzter
Endregionen 135, die durch eine zentrale Region 137 getrennt
sind, auf und umfasst einen Absorptionsaufbau 27, der einen
absorbierenden Kern 28, ein Annahmeelement 150,
ein Speicherelement 152 und/oder ein Immobilisierungselement 154 einschließt. Die
Einlage 21 kann auch ein oder mehrere Befestigungselemente 41 umfassen,
um die Einlage 21 an ihrem Platz in der Hose oder der äußeren Abdeckung 29 während des
Gebrauchs zu halten. Das Befestigungselement 41 kann ein
Haftmittel, ein Kohäsionsmittel,
Druckknöpfe,
Buckel, Knöpfe,
Schnüre,
magnetische, elektronische und/oder irgend andere bekannte Mittel
für das
Befestigen von absorbierenden Artikeln an der Unterwäsche umfassen.
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Testverfahren
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Viskosität
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Die Viskosität kann durch einen gesteuerten
Belastungsströmungsmesser
bestimmt werden. Ein geeigneter Strömungsmesser ist von T. A. Instruments
Inc. aus New Castle, DE als Modellnummer SC2100
erhältlich.
Der Strömungsmesser
verwendet eine parallele Plattenbefestigung aus rostfreiem Stahl.
Der Strömungsmesser
weist eine starre horizontale erste Platte, auf der die Probe platziert
wird, und eine zweiten Platte, die über der ersten Platte montiert
ist, so dass die Achse der zweiten Platte rechtwinklig zur ersten
Platte verläuft,
auf. Die zweite Platte weist einen Durchmesser von 2 oder 4 Zentimeter
auf. Eine parallele Platte von 2 Zentimeter (2 cm) wird für feste,
pastenförmige
oder sehr schleimige Proben verwendet, während die parallele Platte
mit dem Durchmesser von 4 Zentimeter (4 cm) für sehr wässrige oder "wasserartige"
Fäkalproben verwendet
wird. Die ersten und zweiten Platten sind während des Messverfahrens bis
zu 2000 Mikrometer voneinander entfernt. Die zweite Platte ist mit
einer Antriebswelle für
eine axiale Rotation verbunden. Der Antriebsmotor und der Belastungssensor
sind auch auf der Antriebswelle montiert.
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Eine geeignete Probe (typischerweise
von 2 bis 3 Gramm) eines zu testenden Analogons wird auf der ersten
Platte zentriert und im allgemeinen unterhalb der Achse der zweiten
Platte zentriert. Vor dem Test werden alle großen Stücke unverdauter Lebensmittel
(beispielsweise Samenkörner)
entfernt. Die erste Platte wird in ihre Position angehoben. Überschüssige Mengen
der Probe, die jenseits des Durchmessers der zweiten Platte verschoben
werden, werden mit einem Spatel entfernt. Wasser wird dann um die
Ränder
der Probe zerstäubt,
um Randeffekte durch einen Feuchtigkeitsverlust während des
Messverfahrens zu verhindern. Eine programmierte Anwendung einer
Scherbelastung von 50 bis 50000 Dynes/cm2 für pastenförmige und
feste Proben wird auf die Probe durch den Strömungsmesser angelegt. Bei flüssigen und
wässrigen
Proben wurde stattdessen ein Scherbelastungsbereich von 5 bis 5000
Dynes/cm2 verwendet. Die Daten werden an
eine Leistungsgesetzfunktion angepasst, wobei die scheinbare Viskosität = kj(n–1),
k = Konsistenz (Einheiten von cp × sec(n–1),
j = Scherrate (Einheiten von 1/sec), und n = Scherindex (dimensionslos).
Somit gilt, wenn j = ein 1/sec, dann ist die Viskosität = k. (die
Platten werden während
des Test auf einer Temperatur von 35°C gehalten.
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Härteverfahren
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Die Härte wird unter Verwendung eines
Stevens-Farnell QTS-25 Texture Analyzer, Modell 7113-5 kg und zugehöriger Software
auf einer Intel basierenden Maschine, die einen 486 Prozessor oder
einen besseren Prozessor aufweist, gemessen. Ein sphärischer ½ Inch
Messfühler
aus rostfreiem Stahl und eine Analogonaufnahme werden vorgesehen.
Ein geeigneter Messfühler
ist der Messfühler
TA18, der von Leonard Farnell Co. aus Hatfield, England erhältlich ist.
Die Analogonaufnahme kann durch das Schneiden eines 7 Millimeter linearen
Polyethylenszintillationsglasfläschchen
(das einen inneren Durchmesser von 0,55 Inch +/– 0,005 Inch aufweist) auf
eine Länge
von ungefähr
16 Millimeter hergestellt werden. Geeignete Glasfläschchen
sind von der Kimble Glass Company aus Vineland, New Jersey als #58503-7
Glasfläschchen
erhältlich.
Die Analogonaufnahme wird bis zum oberen Rand (Pegel) mit dem Analogon (Analogon
A oder B, wie das unten beschrieben ist) oder den zu testenden Fäkalien gefüllt. Wenn
ein Modifikationsmittel ausgewertet werden soll, wird die Probe über das
Probenherstellungsverfahren, das unten beschrieben ist, hergestellt.
Das Glasfläschchen
wird unter dem sphärischen ½ Inch
Messfühler
aus rostfreiem Stahl zentriert. Der Messfühler wird abgesenkt, so dass
er gerade die Oberfläche
des Analogons im Glasfläschchen
berührt.
Der Messfühler 162 wird
um 7 Millimeter mit einer Geschwindigkeit von 100 Millimeter pro
Minute nach unten bewegt und dann gestoppt. Die Härte ist
die maximal aufgezeichnete Widerstandskraft, auf die der Messfühler auf
seinem Hub von 7 Millimetern stößt. (Die
Temperatur des Raums und des Analogons sollte während der Messung zwischen
ungefähr
65 und 75 Grad Fahrenheit liegen). Für einen Bezug hat sich herausgestellt,
dass die Härte
recht eng mit dem Komplexmodul des Material verbunden ist, wobei
dies eine Kombination des Viskositätsmoduls und des Elastizitätsmoduls
des Materials darstellt.
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Verfahren für das Herstellen
von Analogon A
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1,5 Gramm einer Spülmittelflüssigkeit
Ultra Dawn (erhältlich
von der Procter & Gamble
Company, Cincinnati, OH) wird einer leeren Metallmischschale hinzugegeben.
10 Gramm von Feclone FPS-2 und Feclone FPS-4 werden der Schale,
die das Dawn enthält
zugegeben. (Beide Feclone Materialien sind von Siliclone Studios,
Valley Forge, PA erhältlich).
Dann werden 200 Milliliter destillierten Wasser, die auf 200°F erhitzt
wurden, der Mischschale hinzugegeben. Die sich ergebende Mischung
wird dann sorgfältig
von Hand umgerührt,
um ein Einführen
von Luftblasen in die Mischung zu verhindern, unter Verwendung eines
Gummi- oder Plastikspatels, bis sie homogen ist (gewöhnlich erweise
ungefähr
3 bis 5 Minuten). Wenn das Analogon A passend hergestellt ist, so
wird es eine Härte
zwischen ungefähr
7 und ungefähr
10 Gramm aufweisen, wie das durch das obige Härteverfahren gemessen wird.
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Verfahren für das Herstellen
von Analogon B
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5 Gramm von Feclone FPS-4, Feclone
FPS-6 und Feclone FPS-7 werden einer leeren Metallmischschale zugegeben.
(Beide Feclone Materialien sind von Siliclone Studios, Valley Forge,
PA erhältlich).
Dann werden 0,67 Gramm Carbopol 941 (erhältlich von der B. F. Goodrich
Corp. Aus Brecksville, OH) der Schale hinzugegeben, und diese vier
Inhaltsstoffe werden umgerührt,
bis sie homogen gemischt sind, unter Verwendung eines Gummi- oder
Plastikspatels, um eine passende Dispersion der Pulvermaterialien
beim Mischen in Wasser zu gewährleisten.
Als nächstes
werden 60 Milliliter destillierten Wassers, die auf 200°F erhitzt
wurden, der Mischschale hinzugegeben. Die sich ergebende Mischung
wird dann sorgfältig
von Hand umgerührt,
um ein Einführen
von Luftblasen in die Mischung zu verhindern, unter Verwendung eines
Gummi- oder Plastikspatels, bis sie homogen ist (gewöhnlicherweise
ungefähr
3 bis 5 Minuten). Wenn das Analogon B passend hergestellt ist, so
wird es eine Härte
zwischen ungefähr
600 und ungefähr
650 Gramm aufweisen.
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Verfahren für das Herstellen
von Analogon C
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Analogon C ist ein Fäkalmaterial,
das analog durch das Mischen von 10 Gramm Carbopol 941, das von
der B. F. Goodrich Corporation aus Brecks vielle, OH erhältlich ist,
oder einem äquivalenten
Acrylpolymer in 900 Milliliter destillierten Wasser hergestellt
wird. Das Carpobol 941 und das destillierte Wasser werden getrennt
gewogen und gemessen. Ein dreiflügeliger
Propeller des Marinetyps, der einen Flügel mit einem Durchmesser von
2 Inch aufweist (erhältlich
von VWR Scientific Products Corp. Aus Cincinnati, Ohio, Katalog# BR4553-64
wird an einer 3/8'' Rührwelle
BR4553.52 befestigt), wird verwendet, um das destillierte Wasser
umzurühren.
Die Propellergeschwindigkeit sollte während des Mischens konstant
450 U/min betragen. Der Mixer sollte einen Wirbel ohne ein Spritzen
bilden. Das Carpobol wird langsam in das Wasser eingesiebt, so dass
es in den Wirbel gezogen wird und gemischt wird, ohne weise Klumpen
oder "Fischaugen" auszubilden. Die Mischung wird gerührt, bis
alles Carbopol hinzugefügt
wurde, und danach noch für
eine Zeitdauer von 2 Minuten. Die Seiten der Schale, die die Mischung
enthalten, sollten abgekratzt werden, und die Schale sollte, so
wie es notwendig ist, gedreht werden, um eine homogene Mischung
zu erzielen. (Die Mischung wird leicht wolkig sein und Luftblasen
enthalten). Hundert Gramm einer 1,0 N volumentrischen NaOH Lösung, die
von J. T. Baker Co., Phillipsburg, NJ erhältlich ist, wird dann langsam
in die Mischung abgemessen und die Mischung wird umgerührt, bis
sie homogen ist. Die Mischung sollte dick und klar werden. Die Mischung
sollte für
2 Minuten, nach dem Hinzufügen
der Alkalilösung
gerührt
werden. Die neutralisierte Mischung sollte während mindest 12 Stunden ins
Gleichgewicht gelangen und sie sollte für den Annahmetest unter Druck
innerhalb von 96 Stunden verwendet werden. Bevor die Carbopol-Mischung
verwendet wird, sollte sie im Behälter mit einer geringen Geschwindigkeit
(ungefähr
50 U/min) während
1 Minute umgerührt
werden, um zu gewährleisten,
dass die Mischung homogen ist.
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Das Analogon C sollte, wenn es korrekt
hergestellt wurde, einen Härtewert
zwischen 55 und 65 Gramm aufweisen. Die Härte wird unter Verwendung eines
Stevens-Farnell QTS-25 Texture Analyzer, Modell 7113-5 kg und zugehöriger Software
auf einer Intel basierenden Maschine, die einen 486 Prozessor oder
einen besseren Prozessor aufweist, gemessen. Ein sphärischer ½ Inch
Messfühler
aus rostfreiem Stahl und eine Analogonaufnahme werden vorgesehen.
Ein geeigneter Messfühler
ist der Messfühler
TA18, der von Leonard Farnell Co. aus Hatfield, England erhältlich ist.
Die Analogaufnahme kann durch das Schneiden eines 7 Millimeter linearen
Polyethylenszintillationsglasfläschchen
(das einen inneren Durchmesser von 0,55 Inch +/– 0,005 Inch aufweist) auf
eine Länge
von 15 Millimeter hergestellt werden. Geeignete Glasfläschchen
sind von der Kimble Glass Company aus Vineland, New Jersey als #58503-7
Glasfläschchen
erhältlich.
Die Analogaufnahme wird bis zu 2 Millimeter vom oberen Rand (Pegel)
mit dem zu testenden Analogon gefüllt. Das Glasfläschchen
wird unter dem sphärischen ½ Inch
Messfühler
aus rostfreiem Stahl zentriert. Der Messfühler wird auf eine Distanz
von ungefähr
1 Millimeter über
der Oberfläche
des Analogons im Glasfläschchen
abgesenkt. Der Messfühler 162 wird
um 7 Millimeter mit einer Geschwindigkeit von 100 Millimeter pro
Minute nach unten bewegt und dann gestoppt. Die Härte ist
die maximal aufgezeichnete Widerstandskraft, auf die der Messfühler auf
seinem Hub von 7 Millimetern stößt. (Die
Temperatur des Raums und des Analogons sollte während der Messung zwischen
ungefähr
65 und 75 Grad Fahrenheit liegen).
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Probenherstellungsverfahren
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Eine vorgereinigte Glasschale von
250 ml VWRbrand TraceClean (VWR # 15900-196) wird auf einer Waage
platziert und das Tara hergestellt. Die gewünschte Menge des chemischen
Mittels wird in die Glasschale abgemessen und ihr exaktes Gewicht
wird aufgezeichnet. Nachdem das chemische Gewicht aufgezeichnet wurde,
wird wieder bei der Waage das Tara hergestellt. Die gewünschte Menge
der Fäkalien
oder des Fäkalienanalogons
wird in die Schale, die das chemische Mittel enthält, abgemessen.
Die exakte Menge der Fäkalien
oder des Fäkalanalogons
wird aufgezeichnet und das chemische Mittel und die Fäkalien oder
das Fäkalanalogon
werden unter Verwendung des Spatelendes eines Standard Ayre Cervi-Scraper
(VWR # 15620-009) heftig umgerührt,
bis sie homogen sind (die gesamte Rührzeit beträgt ungefähr 2 Minuten). Für die Zwecke dieses
Verfahrens wird der Beginn des Rührverfahrens
als t = 0 Minuten definiert. Nachdem die Probe gemischt wurde, kann
sie sich für
den Rest der gewünschten
Reaktionszeit setzen. Für
die hier präsentierten
Daten wird diese Reaktionszeit auf t = drei Minuten, vergangen vom
Beginn des Rührverfahrens,
festgesetzt. Sie wird dann in die 16 mm Aufnahme, die oben im Härteverfahren
beschrieben wurde, gefüllt,
wobei das Spatelende eines Standard Ayre Crevi-Scraper verwendet
wird, und der Härtetest
wird durchgeführt
(beginnend bei t = 3 Minuten vom Beginn des Rührverfahrens, wie das oben
beschrieben ist).
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Annahme unter
Druck
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Die Annahme unter Druck wird durch
den folgenden Test, der die in 9 gezeigte
Vorrichtung 139 verwendet, gemessen. Ein hohler Plexiglaszylinder 140 wird
vorgesehen, wobei er an einer Platte 142 aus rostfreiem
Stahl mit ei ner Dicke von ungefähr
9,5 mm befestigt ist. Die Platte 142 ist ein Quadrat von
ungefähr 10,16
cm × 10,16
cm (ungefähr
4 Inch × 4
Inch). Die Kombination aus dem Zylinder 140 und der Platte
weist eine Höhe
von 7,6 Zentimeter (ungefähr
3,0 Inch), einen inneren Durchmesser von 5,08 Zentimeter (ungefähr 2,0 Inch)
und einen äußeren Durchmesser
von 6,3 Zentimeter (ungefähr
2,48 Inch) auf. Der Boden des Zylinders 140 erstreckt sich
unter die Platte 142 in einer Distanz von ungefähr 3,5 Millimeter.
Der Rand 143 verhindert, dass das Testfluid 166 aus
dem bezeichneten Testgebiet austritt. Zwei Gewichte 156 mit
625 Gramm sind auch vorgesehen, wobei jedes einen Durchmesser von
5,08 cm (ungefähr
2,0 Inch) aufweist.
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Ein zylindrisch geformtes Plexiglasgewicht 144 von
24,6 Gramm wird vorgesehen. Das Gewicht 144 weist einen
Durchmesser von 5,08 Zentimeter (ungefähr 2,0 Inch) auf, so dass das
Gewicht mit enger Toleranz in den Zylinder 140 passt, aber
frei durch das Loch 141 im Zylinder 140 gleiten
kann. Diese Anordnung liefert einen Druck von ungefähr 119 Pascal
(Pa) (ungefähr
0,017 Pfund pro Quadratinch) und ein Testgebiet von ungefähr 20,27
Quadratzentimeter (ungefähr
3,142 Quadratinch). Wenn es gewünscht
wird, so kann das Gewicht 144 einen Handgriff 145 aufweisen,
so dass es leichter in den Zylinder 140 eingeführt und
aus ihm entfernt werden kann. In solchen Fällen sollte die kombinierte
Masse des Handgriffs 145 und des zylindrischen Gewichts 144 24,6
Gramm betragen.
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Eine Probe 146 der in Bezug
auf ihre Eigenschaften der Annahme unter Druck zu testenden Struktur wird
vorgesehen. Die Probe 146 kann aus einer existierenden
Windel geschnitten werden, oder sie kann aus einem Material konstruiert
werden, das noch nicht in eine Windel geformt wurde. Die Probe 146 umfasst
die gesamte Struktur, die für
die Verwendung in einem Artikel vorgesehen ist, oder die gesamte
Struktur des auszuwertenden Artikels, einschließlich der oberen Schicht 161.
(Um die Annahme unter Druckleistung diskreter Annahmeelemente zu
messen, wie das im Abschnitt Annahmeelement oben beschrieben wurde,
wird der Test der Annahme unter Druck unter Verwendung eines Standardspeicherelements 147 statt
der darunter liegenden Struktur oder den Schichten verwendet. Das
Standardspeicherelement 147, das hier verwendet wird, umfasst
eine quadratische Aluminiumplatte mit einer Abmessung von 4 Inch
und einer Dicke von 1,6 mm, die ein Muster 153 regelmäßig beabstandeter
Löcher 168 mit
einem Durchmesser von 4,3 mm aufweist, wie das in 10 gezeigt ist. Die Löcher sind so angeordnet, dass
es ungefähr
26 Löcher
pro Quadratinch gibt. Die Probe 146 sollte in ein Quadrat
von 10,16 Zentimeter auf 10,16 Zentimeter (ungefähr 4 Inch auf 4 Inch) geschnitten werden.
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Fünf
Schichten eines Löschblatts 149 mit
hohem Basisgewicht, das 4 Inch auf 4 Inch groß ist, werden bereitgestellt.
Die obere Schicht 161 der Probe 146 wird entfernt,
und die verbleibenden Komponenten oder Schichten der Probe 146 (wenn
es mehrere Komponenten oder Schichten gibt) und die fünf Blätter des
Löschpapiermaterials 149 werden
auf 0,01 Gramm genau gewogen. Wenn somit die Probe 146 von
einer Windel genommen werden soll, sollten die Schichten der Windel,
wie die Oberschichten, die sekundären Oberschichten, die Annahmeschichten,
die absorbierenden Kerne etc. vor dem Wiegen getrennt werden. (In
einigen Fällen
kann eine einzige Schicht zwei oder mehr permanent verbundene Komponenten
enthalten). Dabei muss darauf geachtet werden, die Probe 146 nicht
zu zerstören
oder eine unbeabsichtigte große
Verformung irgendwelcher Teile der Probe 146 zu verursachen.
Die Schichten der Probe 146 können gefroren werden, um ihre Trennung
von benachbarten Schichten der Probe 146 zu erleichtern.
Das Gefrieren kann unter Verwendung einer PH100-15 Gefrierschaltung,
die von Philips ECG, Inc. aus Waltham, Massachusetts hergestellt
wird, erfolgen.
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Die Probe 146 sollte oben
auf den 5 gestapelten Schichten des Löschpapiermaterials 149 wieder
so zusammengebaut werden, wie sie ursprünglich konfiguriert war, wobei
die Seite der Probe 146, die zum Träger zeigen soll, nach oben
und weg vom Löschpapiermaterial 149 zeigt.
Das Löschpapiermaterial 149 ist
vorzugsweise ein Filterpapier, das von Ahlstrom Filtration, Inc.
aus Mt. Holly Springs, Pennsylvania als #632-025 erhältlich ist,
und das ein Basisgewicht von ungefähr 90 Gramm pro Meter aufweist.
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Der kombinierte Aufbau aus der Probe 146 und
dem Löschpapiermaterial 149 wird
auf der Arbeitsoberfläche 164 des
Stevens-Farnell QTS-25 Modell 7113-5kg Textur Analyser 160 (erhältlich von
Leonard Farnell Co. aus Hatfield, England) unter dem Messfühler 162 zentriert.
Ein geeigneter Messfühler 162 ist
ein 100 cm zylindrischer Aluminiumstab mit flachem Ende "QTSM3100",
erhältlich
von Leonard Farnell Co. aus Hatfield England. Der Zylinder 140 wird
auf der Probe zentriert. Die beiden Gewichte 156 mit 625
Gramm werden auf entgegengesetzten Ecken (diagonal) auf der Platte 142 platziert,
um diese zu stabilisieren. Eine Spritze, die eine Öffnung von
ungefähr
4 bis 6 Millimeter aufweist, wird verwendet, um ungefähr 10 Kubikzentimeter eines
viskosen fluiden Körperausscheidungsanalgons 166 (Analogon
C, wie es oben beschrieben wurde) durch das Loch 141 im
Zylinder 140 oben auf die Probe 146 abzugeben.
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Wenn die passende Menge des Fäkalienanalogons 166 (Analogon
C) in den Zylinder 140 abgemessen wurde, so wird das Gewicht 144 mit
24,6 Gramm langsam und sanft in das Loch 140 im Zylinder 140 eingeschoben,
bis es auf der Oberfläche
des Analogons ruht, und es wird nachfolgend sachte um eine Drehung im
Uhrzeigersinn, gefolgt von einer Drehung im Gegenuhrzeigersinn gedreht,
wobei beide Drehungen durchgeführt
werden, während
sorgfältig
jede Aufbringung einer Kraft nach unten auf das Gewicht vermieden
wird. Die Texturanalysiervorrichtung 160 wird aktiviert,
so dass der Messfühler 162 das
zylindrische Gewicht 144 mit einer Rate von 10 Millimeter
pro Minute nach unten drückt,
bis eine Widerstandskraft von ungefähr 144,6 Gramm erreicht wird.
Die Texturanalysiervorrichtung 160 wird so eingestellt,
dass sie den Abwärtshub
stoppt, wenn die Widerstandskraft von 144,6 Gramm erreicht wird.
Die Aufzeichnungsvorrichtung wird eingestellt, um bei einer Widerstandskraft
von 5 Gramm auszulösen.
(Die maximale Widerstandskraft von 144,6 Gramm entspricht einem
aufgebrachten Druck von 700 Pascal oder 0,1 Pfund pro Quadratinch).
Wenn eine Widerstandskraft von 144,6 Gramm erreicht ist, so wird
der Messfühler 162 wieder
in seine Startposition zurückgeführt.
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Das Gewicht 144 wird aus
dem Zylinder 140 entfernt, und dann wird der Zylinder 140 von
der Oberfläche
der Probe 146 entfernt, wobei man darauf achtet, kein Analogon
C, das im Zylinder 140 verbleibt, auf die Probe zu tropfen.
Die obere Schicht 161 der Probe 146 wird dann
von den darunter liegenden Schichten der Probe 146 entfernt,
indem man die obere Schicht 161 parallel zur Oberfläche der
darunter liegenden Schichten zieht, wobei möglichst darauf geachtet wird,
kein Analogon C auf das Löschpapier
zu tropfen. Bei gewissen Strukturen, bei denen die obere Schicht 161 schwierig
durch das Ziehen parallel zu den darunter liegenden Schichten zu
entfernen ist, kann die obere Schicht
161 von den darunter
liegenden Schichten der Probe 146 abgeschält oder
weggehoben werden. Wenn die Probe 146 nur eine einzige
Schicht umfasst, so wird das Standardannahmeelement 151,
das unten beschrieben wird, als die obere Schicht 161 der
Probe 146 verwendet. Die darunter liegenden Schichten der
Probe 146 und des Löschpapiermaterials 149 werden
dann gewogen. Die Menge des Testanalogons C, die durch die Probe 146 angenommen
wird, ist gleich der Zunahme des kombinierten Gewichts der darunter
liegenden Schichten der Probe 146 und des Löschpapiermaterials 149,
die durch das Testanalogon C, das durch die obere Oberflächenschicht
der Probe 146 pro ausgeführter Arbeitseinheit (in Millijoule)
auf einer Einheitsflächenbasis
dringt. Die Fläche
unter der Kurve der Kraft über
der Distanz, die für
die Berechnung der Einheitsarbeit (unit work) verwendet wird, wird
durch das Integrieren der Kraft, die dem Messfühler auf seinem Abwärtshub über der
gesamten zurückgelegten
Distanz entgegensteht, bis die maximale Kraft von 144,6 Gramm registriert
wird, berechnet. Die Einheitsarbeit wird unter Verwendung der folgenden
Gleichung berechnet:
Einheitsarbeit (mJ) = Fläche unter
der Kurve der Kraft über
der Distanz (g/mm) (9,81 m/s2)/(1000 mm/m).