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Die vorliegende Erfindung betrifft
eine Vorrichtung zum Teilen von Teig mit einem Teigtrichter, einem
hin und her beweglichen Teilschieber zum Abschließen der
untersten Öffnung
des Teigtrichters, einem unter dem Teilschieber hin und her beweglichen Kolben
zum Verschieben von Teig, einer hoch und tief beweglichen Abmeßkammer
mit zumindest zwei nebeneinander gelegenen gegenseitig durch eine Scheidewand
getrennten Abmeßräumen zum
Empfangen des durch den beweglichen Kolben verschobenen Teigs, wobei
die Abmeßkammer
zu einer untersten Position beweglich ist und einen Abmeßkammerboden
und Abmeßkolben
zum aus den Abmeßräumen Schieben
von Teigstücken
hat, und einem Messer zum von dem Abmeßkolben Schaben von Teigstücken.
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In bekannten Vorrichtungen zum Verteilen von
Teig der weiter oben beschriebenen Art ist es wünschenswert, die Scheidewände zwischen
den Abmeßräumen so
dünn wie
möglich
zu konstruieren, weil nicht nur das Füllen der Abmeßräume mit
Teig mit relativ wenig Druck stattfinden kann und damit eine teigfreundlichere
das Endprodukt verbessernde Behandlung zur Verfügung gestellt wird, sondern auch
eine hohe Genauigkeit der Menge und des Gewichts der Teigstücke erzielt
werden kann. Als eine Folge des kleinen Abstands zwischen den benachbarten
Abmeßräumen kann
es jedoch passieren, daß die
aus den Abmeßräumen geschobenen
Teigstücke sich
gegenseitig berühren,
was eine nachteilige Wirkung auf den weiteren Verlauf der Teigverarbeitung hat.
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Um dieses Problem, daß aus dem
Abmeßraum
geschobene Teigstücke
zusammenkleben, zu lösen,
ist in der deutschen Patentbeschreibung 474 276 eine Vorrichtung
beschrieben, in der Teigstücke nicht
gleichzeitig, sondern mit einer derartigen Zeitdifferenz aus den
Abmeßräumen geschoben
werden, daß das
Problem des Zusammenklebens nicht mehr auftritt. Zu diesem Zweck
wird nicht nur ein komplizierter Aufbau benötigt, sondern die Anzahl der
pro Zeit gelieferten Teigstücke
wird auch verringert. Außerdem
ist aus der deutschen Auslegeschrift 1 258 811 eine Vorrichtung
zum Verteilen von Teig bekannt, die mit einer Gießwalze versehen
ist, wobei die Gießwalze
mit zu den verschiedenen Abmeßräumen gehörenden Unterbereichen
mit verschiedener Form versehen ist, als deren Folge jedes gleichzeitig
herausgeschobene Teigstück
in Beziehung zu den anderen Teigstücken eine andere Gießbewegung
ausführt,
so daß das
Problem des Zusammenklebens nicht auftritt. Diese zusätzliche
Gießwalze
erfordert nicht nur regelmäßige zusätzliche
Reinigung und Wartung, sondern gießt die Teigstücke in einigen Ausführungsformen
nicht in einer Position auf das Förderband, die für die weitere
Teigverarbeitung optimal ist.
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Es ist eine Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, eine Vorrichtung zum Verteilen von Teig zur Verfügung zu
stellen, in der die Anzahl der pro Zeiteinheit gelieferten Teigstücke relativ
groß ist,
in der keine nachteilige zusätzliche
Wartung notwendig ist und in der die weitere Teigverarbeitung nicht
nachteilig beeinflußt
wird.
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Zu diesem Zweck ist eine erfindungsgemäße Vorrichtung
der weiter oben beschriebenen Art dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung
mit einer Anzahl von Sprinklern versehen ist, wobei die Anzahl zumindest
gleich der Anzahl der Scheidewände
ist, um Flüssigkeit
auf die einander zugewandten Teile der Teigstücke zu sprengen, die aus den
Abmeßräumen geschoben
werden. Da die Sprinkler Flüssigkeit auf
die einander zugewandten Teile der Teigstücke sprengen, die aus den Abmeßräumen geschoben werden,
kleben die sich berührenden
Teigstücke,
abhängig
von der Art der verwendeten Flüssigkeit,
nicht oder kaum aneinander. So können
die Teigstücke gleichzeitig
aus den Abmeßräumen geschoben
werden, wobei als Folge dessen die Kapazität nicht nachteilig beeinflußt wird
und wobei die Sprinkler auch im Vergleich zu den anderen Teilen
der Vorrichtung keine zusätzliche
Wartung brauchen. Außerdem können die
Sprinkler auf einfache Weise in vorhandenen Vorrichtungen zum Verteilen
von Teig angeordnet werden.
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Um die Vorrichtung zum Verteilen
von Teig kompakt zu halten, ist ein Sprinkler in jeder Scheidewand
integriert. Alternativ oder zusätzlich
ist zumindest ein Teil der Sprinkler in dem Messer integriert.
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Obwohl die Sprinkler nahrungsmittelfreundliches Öl als Flüssigkeit
sprengen können,
hatte es den Anschein, daß,
wenn die Sprinkler Wassersprinkler sind, bereits ein ausreichender
Grad an Nichtzusammenkleben der Teigstücke erzielt wird, wobei das
von den Sprinklern verwendete Wasser relativ billig ist.
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Einige Ausführungsformen einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
zum Verteilen von Teig werden beispielhaft auf der Grundlage der
Zeichnungen beschrieben.
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1–3 erklären schematisch die Arbeitsweise
einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
zum Verteilen von Teig.
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4 zeigt
einen schematischen Querschnitt eines Teils der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
in der Sprinkler in den Scheidewänden
der Abmeßkammer
integriert sind.
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5 zeigt
schematisch eine Ansicht eines Messers einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
mit integrierten Sprinklern; und
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6 zeigt
schematisch einen Querschnitt eines Teils von 5.
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Da Vorrichtungen zum Verteilen von
Teig, auch Waagen oder Abmeßvorrichtungen
genannt, seit langer Zeit verwendet werden, werden nur die Teile
der Vorrichtung in Kürze
beschrieben, die für das
Verständnis
der Erfindung notwendig sind.
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Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Verteilen
von Teig, wie schematisch als Seitenansicht in den Figuren gezeigt,
ist mit einem Teigtrichter 1 zum Aufnehmen des zu teilenden
Teigs versehen, wobei dieser Teigtrichter 1 eine unterste Öffnung 2 hat.
Ein Teilschieber 3, der sich hin und her bewegen kann, schließt die unterste Öffnung 2 des
Teigtrichters 1 in der gezeigten Position ab, und wenn
er zurückgezogen
ist, ermöglicht
er dem Teig, aus dem Teigtrichter 1 in einem Teigbett 4 zu
landen. Der Teilschieber 3 hat auch die Funktion, den Teig
in dem Teigbett 4 von dem Teig in dem Teigtrichter 1 zu
trennen. Ein unter dem Teilschieber 3 plazierter Kolben 5,
der sich hin und her bewegt, bewegt den Teig in dem Teigbett 4, bis
er in einer Abmeßkammer
mit mindestens zwei nebeneinander angeordneten Abmeßräumen ist,
von denen einer 6 in der Figur zu sehen ist, wobei die
Abmeßkammer
hoch und tief bewegt werden kann. In 1 nimmt
die Abmeßkammer
ihre oberste Position und in 2 ihre
unterste Position ein. Die Abmeßkammer
weist ferner einen Abmeßkammerboden 7 und
einen Abmeßkolben 8 zum
Schieben der Teigstücke
aus den Abmeßräumen auf.
Benachbarte Abmeßräume sind
durch eine Scheidewand voneinander getrennt.
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Die Vorrichtung zum Verteilen von
Teig weist gewöhnlich
ein Förderband 9 mit
einer Transportoberfläche 12 und
einem Aufnahmeende 11 zum Aufnehmen der aus den Meßräumen geschobenen
Teigstücke
auf. Dem Förderband 9 folgt
gewöhnlich
eine Anzahl von Abstandskorrekturbändern, um die Teigstücke für die weitere
Teigverarbeitung in einem gewünschten
Abstand voneinander zu plazieren.
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In der gezeigten Ausführungsform
(siehe 2) ist das Aufnahmeende 11 neben
der Abmeßkammer
angeordnet, die in ihrer untersten Position ist, wobei die Trägeroberfläche 12 des
Förderbands 9 auf
der Höhe
des Abmeßkammerbodens 7 angeordnet
ist. Auf diese Weise können
die Teigstücke aus
den Abmeßräumen geschoben
werden und, ohne zu fallen, auf der Transportoberfläche 12 des Förderbands 9 landen,
was zu einer gleichmäßigen Form
der auf dem Förderband 9 plazierten
Teigstücke
führt.
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Wenn die Abmeßkammer ihre unterste Position
einnimmt, schieben die Abmeßkolben 8 die
Teigstücke
aus den Abmeßräumen, woraufhin
ein von einem Aktuator 14 gesteuertes Messer 13 die
Teigstücke
von den Abmeßkolben 8 schabt.
Obwohl in den Figuren ein Messer gezeigt ist, das hoch und tief
bewegt werden kann, kann, wie in der deutschen Auslegeschrift 1
258 811 beschrieben, auch ein ortsfestes Messer verwendet werden,
das die Teigstücke von
den Abmeßkolben
schabt, wenn die Abmeßkammer
sich zu ihrer obersten Position bewegt.
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Gemäß der Erfindung weist die Vorrichtung zum
Verteilen von Teig eine Anzahl von Sprinklern auf, wobei die Anzahl
der Sprinkler zumindest gleich der Anzahl der Scheidewände ist.
Die Sprinkler sprengen Flüssigkeit
auf die einander zugewandten Teile der Teigstücke, die aus den Abmeßräumen geschoben
werden, so daß die
Teigstücke,
die, wenn sie aus dem Abmeßraum
kommen, dazu neigen, sich ein wenig auszudehnen, nicht zusammenkleben, wenn
sie aneinander stoßen.
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Eine beispielhafte Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
ist in 4 schematisch
gezeigt. In dieser beispielhaften Ausführungsform wurden die Sprinkler
in die Scheidewände 15 und 15' der Abmeßkammer
integriert. Die Sprinkler werden durch die Kanäle 19 und 19' gebildet, die
in den Scheidewänden 15 und 15' angeordnet
sind, wobei die Kanäle
mit Hilfe flexibler Flüssigkeitsleitungen 17, 17' mit einem Flüssigkeitsspeicher
und zum Beispiel einer Drucklufteinrichtung verbunden sind, die in
ihrer Gesamtheit mit 18 bezeichnet sind. Wenn die Abmeßkolben 8, 8', 8'' die Teigstücke 16, 16' 16'' aus den Meßräumen 6, 6', 6'' schieben, wird die Flüssigkeit
durch die Flüssigkeitsleitungen 17, 17' und die Kanäle 19, 19' gespritzt und
landet auf den einander zugewandten Teilen der Teigstücke 16, 16', 16'', so daß sie nicht zusammenkleben.
Da die Flüssigkeit zum
Beispiel durch Druckluft durch die Leitungen und Kanäle geführt wird,
werden diese automatisch gereinigt.
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Alternativ oder zusätzlich können die
Sprinkler, wie schematisch in 5 und 6 gezeigt, auf dem Messer 13 angeordnet
sein. Zu diesem Zweck ist das Messer 13 mit Aussparungen 20, 20' versehen, in
denen die äußersten
Enden der flexiblen Flüssigkeitsleitungen 21, 21' befestigt sind,
die mit einem Flüssigkeitsspeicher
und zum Beispiel einer Druck lufteinrichtung verbunden sind, welche
in ihrer Gesamtheit mit 22 bezeichnet sind. Wenn das Messer 13 entlang der
Abmeßkolben 13 schabt,
welche die Teigstücke aus
den Abmeßräumen geschoben
haben, laufen die äußersten
Enden der Flüssigkeitsleitungen 21, 21' entlang den
betroffenen Scheidewänden
und sprengen Flüssigkeit
auf die einander zugewandten Teile der Teigstücke. Obwohl die Teigstücke bereits
aneinander stoßen
können,
landet als eine Folge der Kapillarwirkung auch Flüssigkeit
zwischen den aneinander stoßenden
Teilen der Teigstücke,
in deren Folge das Aneinanderkleben beendet oder verhindert wird. Da
die äußersten
Enden der Flüssigkeitsleitungen 21, 21' in den Aussparungen 20, 20' des Messers 13 liegen,
wird die relative Bewegung des Messers relativ zu den Abmeßkolben
nicht nachteilig beeinflußt.
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In der Praxis hatte es den Anschein,
daß Sprinkler,
die lebensmittelfreundliches Öl
sprengen, äußerst geeignet
sind, wenngleich Öl
unter anderem den Nachteil hat, daß es relativ teuer ist. Dem
Zusammenkleben der Teigstücke
scheint in vielen Fällen
ausreichend entgegengewirkt zu werden, wenn die Sprinkler Wassersprinkler
sind.