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DE69903914T2 - Herstellung von 3-buten-1-ol aus 3,4-epoxy-1-buten - Google Patents

Herstellung von 3-buten-1-ol aus 3,4-epoxy-1-buten

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DE69903914T2
DE69903914T2 DE69903914T DE69903914T DE69903914T2 DE 69903914 T2 DE69903914 T2 DE 69903914T2 DE 69903914 T DE69903914 T DE 69903914T DE 69903914 T DE69903914 T DE 69903914T DE 69903914 T2 DE69903914 T2 DE 69903914T2
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trialkylamine
thf
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Eastman Chemical Co
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Eastman Chemical Co
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C29/00Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring
    • C07C29/09Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring by hydrolysis
    • C07C29/10Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring by hydrolysis of ethers, including cyclic ethers, e.g. oxiranes
    • C07C29/103Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring by hydrolysis of ethers, including cyclic ethers, e.g. oxiranes of cyclic ethers
    • C07C29/106Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring by hydrolysis of ethers, including cyclic ethers, e.g. oxiranes of cyclic ethers of oxiranes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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  • Catalysts (AREA)
  • Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)

Description

  • Diese Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von 3-Buten-1-ol aus 3,4-Epoxy-1-buten (EpB). Genauer betrifft diese Erfindung die Synthese von 3-Buten-1- ol durch in Kontakt Bringen von EpB und Ameisensäure mit einer Katalysatorlösung, die eine Palladium(0)-Verbindung, ein tertiäres Phosphin und ein Trialkylamin, gelöst in Tetrahydrofuran (THF), umfasst.
  • Das US-Patent 3,574,773 offenbart die Herstellung von 3-Buten-1-ol durch Umsetzen von Propylen mit wässrigem Formaldehyd in Anwesenheit einer Base wie Ammoniak bei einer Temperatur von 235 bis 400ºC und einem Druck von 50 bis 500 Atmosphären. Die US-Patente Nr. 4,261,901 und 4,288,374 beschreiben ebenfalls die Herstellung von 3-Buten-1-ol durch Umsetzen von Propylen und mit einem Alkohol stabilisiertem wässrigem Formaldehyd in Anwesenheit von Quarzsand bei einer Temperatur von 250 bis 350ºC und einem Druck von 50 bis 800 Atmosphären. In einem Beispiel wird von einer 27%-igen Umwandlung von Formaldehyd in 3-Buten-1-ol berichtet.
  • Das US-Patent Nr. 5,406,007 offenbart ein Verfahren zur Herstellung einer Mischung aus 2-Buten-1-ol (Crotylalkohol) und 3-Buten-1-ol durch die Hydrierung von EpB in Anwesenheit eines Schwefelmodifizierten oder sulfidierten Nickelkatalysators. J. Tsuji et al., Chem. Letters, 1017 (1984), offenbaren die Herstellung von 3-Buten-1-ol durch einstündiges Erwärmen einer Mischung von Tris(dibenzylidenaceton)dipalladium(0)-Chloroform-Addukt, Tributylphosphin und Ammoniumformiat und Dioxan- Lösungsmittel bei 100ºC. Die Verwendung des Verfahrens von Tsuji et al., um 3-Buten- 1-d im industriellen Maßstab herzustellen, ist wegen der Toxizität des Chloroforms und Dioxans (das im Verdacht steht, Krebs zu verusachen) und der Erzeugung eines weißen Feststoffs während der Durchführung des Verfahrens nicht praktikabel. Man nimmt an, dass dieser weiße Feststoff eine Mischung aus Ammoniumformiat und einer Carbaminsäure ist, die aus Ammoniak und von Ammoniumformiat abstammendem Kohlendioxid gebildet wird. Der weiße Feststoff kann die Verfahrensausrüstung, beispielsweise Kondensatoren, verschmutzen und verstopfen, was zu gefährlichen Situationen führen kann, die teilweise auf die Erzeugung von Kohlendioxid und Ammoniak aus dem Zerfall des Ammoniumformiats bei der Durchführung des Verfahrens zurückzuführen sind. Da Ammoniak- und Kohlendioxidgase erzeugt werden, kann der Druck innerhalb des Reaktors ansteigen und zu einem katastrophalen Ausfall der Anlage führen. Dieses Verstopfungsproblem ist ein ernstes Sicherheitsproblem, das verhindert, dass das Verfahren von Tsuji et al. in einem Herstellungsverfahren im industriellen Maßstab verwendet werden kann.
  • Es wurde nun ein Verfahren entwickelt, das die sichere Herstellung von 3-Buten-1- ol aus EpB im industriellen Maßstab erlaubt. Im Verfahren der vorliegenden Erfindung wird EpB durch in Kontakt Bringen von EpB und Ameisensäure mit einer Katalysatorlösung, die eine Palladium(0)-Verbindung, ein tertiäres Phosphin und ein Trialkylamin, gelöst in THF, umfasst, in 3-Buten-1-ol umgewandelt. Der Ersatz des von Tsuji et al. verwendeten Ammoniumformiats durch eine Mischung aus einem hochsiedenden Amin, wie Tri-n-butylamin, und Ameisensäure beseitigt das Verstopfungsproblem und bewirkt, dass die Reaktionsmischung homogen wird. Das Verfahren von Tsuji et al. ist aufgrund der beschränkten Löslichkeit von Ammoniumformiat in Dioxan heterogen. Die am Verfahren der vorliegenden Erfindung beteiligte homogene Reaktionsmischung bewirkt, dass die Reaktionsgeschwindigkeit deutlich beschleunigt wird. Diese Geschwindigkeitsbeschleunigung ermöglicht, (1) dass das Trialkylamin in katalytischen Mengen verwendet werdrn kann, (2) eine wesentliche Verringerung der Menge des Palladiumkatalysators und (3), dass die vierfache EpB-Menge zugegeben werden kann (bezogen auf das Verfahren von Tsuji et al.), um 3-Buten-1-ol zu erzeugen, vorausgesetzt, es ist genügend Ameisensäure vorhanden, wobei 22% weniger Palladiumkatalysator verwendet wird. Daher stellt die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung von 3-Buten-1-ol durch in Kontakt Bringen von EpB und Ameisensäure in einer homogenen Katalysatorlösung bereit, welche eine Palladium(0)- Verbindung, ein tertiäres Phosphin und ein Trialkylamin, gelöst in THF, umfasst.
  • Es ist nicht kritisch, welche spezielle THF-lösliche Palladium(0)-Verbindung verwendet wird, und diese kann aus verschiedenen Palladium(0)-Komplexen, wie Tris(dibenzylidenaceton)dipalladium(0) und Tetrakis(trialkylphosphin)palladium(0) ausgewählt werden. Das Palladium(0) liegt in der THF-Katalysatorlösung in katalytischer Menge vor, z. B. von 0,005 bis 0,5 Gewichtsprozent Pd. Palladiumkonzentrationen von 0,01 bis 0,1 Gewichtsprozent sind bevorzugt.
  • Das tertiäre (dreifach substituierte) Phosphin kann aus einer großen Vielfalt von Trihydrocarbylphosphinen gewählt werden, in denen der Gesamt-Kohlenstoffgehalt der 3 Hydrocarbyl- (oder Kohlenwasserstoff-) Gruppen, z. B. Alkyl-, Cycloalkyl- und Arylgruppen, im Bereich von etwa 3 bis 30 Kohlenstoffatomen liegt. Das tertiäre Phosphin wird vorzugsweise aus Trialkylphosphinen gewählt, in denen der Gesamt-Kohlenstoffgehalt der 3 Alkylgruppen im Bereich von etwa 8 bis 15 liegt. Tri-n-butylphosphin ist das in den hierin angegebenen Beispielen verwendete Phosphin und ist deshalb besonders bevorzugt. Die im Verfahren der vorliegenden Erfindung verwendete Phosphinmenge sollte eine Menge sein, die ein P : Pd-Atomverhältnis von mindestens 1,00, vorzugsweise mindestens 3,00 ergibt. Bevorzugte Phosphinkonzentrationen liefern P : Pd- Atomverhältnisse im Bereich von etwa 1,80 bis 1,95.
  • Das normalerweise im Verfahren verwendete Trialkylamin wird aus Trialkylaminen gewählt, die insgesamt etwa 3 bis 30 Kohlenstoffatome (Gesamtmenge der Kohlenstoffatome der 3 Alkylgruppen), vorzugsweise etwa 12 bis 15 enthalten. Außerdem kann das Trialkylamin, um die Destillation des Produkts zu vereinfachen, einen Siedepunkt von mindestens 180ºC aufweisen. Spezielle Beispiele für Trialkylamine, die in dem Verfahren verwendet werden können, schließen Tri-n-butylamin, Dioctyl(methyl)amin, Dimethyl(octyl)amin, Tri-n-octylamin und Dicyclohexyl(ethyl)amin ein. Die Konzentration des Trialkylamins in der THF-Katalysatorlösung kann, bezogen auf das Gesamtgewicht der Katalysatorlösung, im Bereich von 10 bis 50 Gewichtsprozent, bevorzugt 20 bis 25 Gewichtsprozent liegen.
  • Die beim Verfahren verwendete Ameisensäure kann als wässrige Ameisensäure- Lösung oder als im Wesentlichen reine Ameisensäure, z. B. etwa 70 bis 100 Gewichtsprozent Ameisensäure, bereitgestellt werden. Das Wasser, das dem System zugeführt wird, wenn eine wässrige Ameisensäure-Lösung verwendet wird, beeinträchtigt nicht das Katalysatorsystem oder dessen Aktiviät. Jedoch wird aus Gründen der Produktreinigung und der Vermeidung oder Minimierung der Bildung von Produkt/Wasser-Azeotropen die Wassermenge, die in der Reaktionsmischung vorhanden ist, vorzugsweise minimiert, z. B. durch Verwenden einer wässrigen Ameisensäure-Lösung, die mindestens 90, vorzugsweise mindestens 95 Gewichtsprozent Ameisensäure umfasst.
  • Das Verfahren wird bei erhöhten Temperaturen, typisch mindestens 55ºC und bevorzugt bis zum Siedepunkt der Reaktionsmischung durchgeführt. Das Verfahren kann bei Drücken, die mäßig über oder unter Atmosphärendruck liegen, durchgeführt werden, wird aber üblicherweise bei Umgebungsdruck oder dem autogenen Druck durchgeführt, der innerhalb der Verfahrensanlage entsteht.
  • Das erfindungsgemäß bereitgestellte Verfahren kann durchgeführt werden, indem man zuerst eine Lösung bildet, welche die Katalysatorkomponente (Palladium, Trialkylphosphin und Trialkylamin), Ameisensäure und THF umfasst, und dann das EpB entweder langsam und/oder schrittweise zu der Lösung hinzufügt. Alternativ und bevorzugt werden das EpB und die Ameisensäure getrennt, langsam und/oder schrittweise einer Lösung der Katalysatorkomponente in THF zugesetzt. Normalerweise sind die Mengen an EpB und Ameisensäure, die im Verlauf des Verfahrens verbraucht werden, ungefähr äquimolar.
  • Das aus dem Verfahren dieser Erfindung erhaltene Produkt ist 3-Buten-1-ol und 2- Buten-1-ol (cis und trans), die in einem Verhältnis von 90 : 10 erzeugt werden. Crotonaldehyd, der aus der Isomerisierung von EpB entsteht, ist die Haupt-Produktverunreinigung (10-20%), zusammen mit geringen Mengen an n-Butanol und Butenylformiat. Obwohl Tsuji et al. über die Anwesenheit von Crotonaldehyd in dem Produkt, das sie erhielten, nicht berichten, ist es wahrscheinlich, dass Crotonaldehyd von Tsuji et al. gebildet wurde, aber schnell mit Ammoniak reagierte, wodurch Imine gebildet wurden. Ein Hinweis auf eine solche Iminbildung ist die Anwesenheit von Hochsiedern im von Tsuji et al. erhaltenen Produkt. Im Verfahren der Erfindung kann das tertiäre Trialkylamin nicht mit Crotonaldehyd reagieren, und somit wird Crotonaldehyd im Produkt beobachtet. Diese Schlussfolgerung kann durch Durchführen meines neuen Verfahrens unter Verwendung eines primären oder sekundären Amins statt eines Trialkylamins demonstriert werden. Primäre und sekundäre Amine können mit Crotonaldehyd ein Imin bilden und, wie erwartet, wurde Crotonaldehyd nicht als Reaktionsprodukt nachgewiesen und es waren Hochsieder anwesend.
  • Da Crotonaldehyd von 3-Buten-1-ol nicht leicht durch eine Destillation abgetrennt werden kann, kann die Produktisolierung durch die Zugabe eines primären oder sekundären Amins zur Reaktionsmischung nach Beendigung des Verfahrens unterstützt werden. Solch ein primäres oder sekundäres Amin reagiert mit Crotonaldehyd, wodurch eine hochsiedende Iminverbindung gebildet wird, die leicht vom Butenolprodukt getrennt werden kann. Es wurde gefunden, dass Morpholin besonders wirksam ist, um ein Crotonaldehyd-Nebenprodukt in ein hochsiedendes Amin umzuwandeln. Die Crotonaldehyd-Abtrennung kann auch durch die Zugabe eines Alkalimetallhydroxids oder -carbonats, z. B. Natriumhydroxid, zur Reaktionsmischung erreicht werden, um den Crotonaldehyd über eine Aldol-Kondensationsreaktion in sein Dimer umzuwandeln. Jedoch ist diese Reaktion langsamer als die Reaktion mit Morpholin, und die Zugabe eines Alkalimetallhydroxids oder -carbonats kann Probleme mit der Produktqualität verursachen.
  • Am Ende des Verfahrens kann der Katalysator, falls gewünscht, z. B. für die Gewinnung des 3-Buten-1-ol-Produkts, durch die Zugabe von 30% Wasserstoffperoxid und/oder Kupfer(II)-chlorid inaktiviert werden, um die Isomerisierung von 3-Buten-1-ol zu 2-Buten-1-ol zu minimieren. Die Zugabe jedes der Materialien ermöglicht die Abdestillation des Produkts von Hochsiedern und dem Palladiumkatalysator ohne weitere Isomerisierung zu 2-Buten-1-ol. Wenn das Verfahren im größeren Maßstab durchgeführt wird, ist Kupfer(II)-chlorid die bevorzugte Methode, da es den Palladiumkatalysator oxidiert und inaktiviert.
  • Das Verfahren der vorliegenden Erfindung wird durch die folgenden Beispiele weiter erläutert. Die Analyseergebnisse wurden mittels herkömmlicher Gaschromatographie-Verfahren bestimmt.
  • BEISPIEL 1
  • Tributylamin (78 ml, 0,37 Mol) und Ameisensäure (70 g 88%-ige reine Ameisensäure, 1,339 Mol) werden bei Raumtemperatur zu 300 ml THF-Lösungsmittel gegeben. Tris(dibenzylidenaceton)dipalladium(0) (0,32 g, 0,35 Millimol) und Tributylphosphin (0,9 ml, 3,6 mMol) werden zu der obigen Mischung gegeben und die Temperatur wird auf 60ºC erhöht. EpB (105 ml, 1,257 Mol) wird über einen Zeitraum von etwa 2 Stunden tropfenweise dazugegeben, und die Mischung erwärmt sich schnell auf Rückflusstemperatur (ungefähr 72ºC).
  • Nach etwa 3 bis 3,5 h ist die Reaktion beendet, und die Farbe der Reaktionsmischung ändert sich zu hellgrün. Wasserstoffperoxid (0,25 ml 35%-iges H&sub2;O&sub2;) wird zugegeben, um den Katalysator zu desaktivieren, und die Mischung wird auf ihren Crotonaldehyd-Gehalt untersucht. Auf Grundlage dieses Test wird eine äquivalente Menge Morpholin zugesetzt, und das THF und das Produkt werden von der Reaktionsmischung abdestilliert. Das Lösungsmittel wird durch eine Fraktionierkolonne entfernt, und das Produkt siedet bei 112-113ºC. Das Produkt ist eine Mischung aus 3-Buten-1-ol und 2- Buten-1-ol, das nach der Destillation mit einer Ausbeute von 65 bis 75% isoliert wird. Das Hauptprodukt ist 3-Buten-1-ol mit einer Selektivität von 88-93%.
  • BEISPIEL 2
  • Tributylamin (78 ml) und Ameisensäure (30 ml einer 96%-igen wässrigen Ameisensäure-Lösung) werden zu 300 ml THF-Lösungsmittel in einem 1 Liter-Dreihalskolben gegeben, der mit einem mechanischen Rührer und einem Rückflusskühler mit einer Trockeneisfalle über dem Kühler ausgerüstet ist. Die Zugabe von Ameisensäure verursacht eine exotherme Reaktion, und die erzeugte Wärme wird verwendet, um die Reaktionsmischung auf die Reaktionstemperatur zu erwärmen. Tributylphosphin (0,90 ml) und butyliertes Hydroxytoluol (0,10 g) werden dazugegeben, gefolgt von der Zugabe des Tris(dibenzylidenaceton)dipalladium(0)-Katalysators (0,26 g), um das Katalysatorsystem zu erzeugen. EpB (75 ml) wird im Verlauf von 1,5 Stunden tropfenweise dazugegeben, wobei man beginnt, wenn die Temperatur 60ºC erreicht hat. Die Reaktionsmischung wird 30-40 Minuten lang refluxiert, um das EpB zu verbrauchen.
  • Eine weitere 32 ml-Portion Ameisensäure wird tropfenweise schnell, aber nicht auf einmal zugegeben. Eine weitere 60 ml-Portion EpB wird tropfenweise im Verlauf von 1 Stunde dazugegeben, und man läßt die Reaktion über einen Zeitraum von 30-40 Minuten ablaufen, um das EpB zu verbrauchen. Diese aufeinanderfolgende Zugabe von 32 ml Ameisensäure und 60 ml EpB, gefolgt von einer Reaktionsperiode, um das EpB zu verbrauchen, wird noch dreimal wiederholt. Wenn die Reaktion beendet ist und während die Reaktionsmischung noch heiß ist, werden Kupfer(11)-chlorid (0,30 g) und die erforderliche Menge Morpholin zugesetzt. Die Reaktionsmischung wird durch eine Fraktionierkolonne destilliert, um THF und Wasser zu entfernen. Die Destillation kann unmittelbar nach der Morpholinzugabe beginnen. Tributylamin und Tributylphosphin werden nicht aus dem Kolben destilliert.
  • Das Anfangsprodukt der Destillation ist das THF/Wasser-Azeotrop (Siedep. = 62ºC), das etwa 3% Wasser enthält. Vorzugsweise wird sämtliches im Reaktionskolben vorhandene Wasser als Bestandteil des THF/Wasser-Azeotrops entfernt, um die Bildung des 3-Buten-1-ol/Wasser-Azeotrops (Siedep. = 91ºC) zu vermeiden. Eine Vorfraktion wird typisch zwischen 70 und 112ºC gesammelt, und das Produkt wird als konstant siedende Fraktion erhalten, die bei 112ºC siedet. Das Produkt ist eine Mischung aus 3- Buten-1-ol und 2-Buten-1-ol, das in einer Ausbeute von etwa 60-70% isoliert wird.
  • VERGLEICHSBEISPIEL 1
  • EpB (6,0 ml), Ammoniumformiat (6,7 g), Tris(dibenzylidenaceton)dipalladium(0) (0,10 g), Trioctylphosphin (0,10 ml) wurden zu 50 ml THF-Lösungsmittel gegeben. Diese Mischung wurde 1 Stunde lang am Rückfluss gerührt und dann durch Silicagel filtriert, um den Palladiumkatalysator zu entfernen. Nach dem Entfernen des Tetrahydrofuran-Lösungsmittels bestand das Produkt aus 3-Buten-1-ol/2-Buten-1-ol in einem Molverhältnis von > 98 : 2), einer kleinen Menge Crotonaldehyd und einer großen Menge an Hochsiedern.
  • VERGLEICHSBEISPIEL 2
  • EpB (30,0 ml), Ammoniumformiat (24 g), Tris(dibenzylidenaceton)dipalladium(0) (0,15 g) und Tributylphosphin (0,50 ml) wurden zu 50 ml THF-Lösungsmittel gegeben. Diese Mischung wurde 1 Stunde lang am Rückfluss gerührt und dann durch Silicagel filtriert, um den Palladiumkatalysator zu entfernen. Das Produkt wurde mittels GC analysiert und es wurde gefunden, dass es mit dem in Vergleichsbeispiel 1 unter Verwendung von Trioctylphosphin erhaltenen Produkt, das aus 3-Buten-1-ol/2-Buten-1-ol in einem Molverhältnis von > 98 : 2, einer kleinen Menge Crotonaldehyd und einer großen Menge Hochsiedern bestand, fast identisch war. Dieses Produkt wurde durch eine Vigreux-Kolonne destilliert, wodurch man eine Produktfraktion mit 97,2% Selektivität erhielt. Die isolierte Ausbeute betrug 62%. Die Bildung eines weißen Feststoffs während dieser Reaktion hatte einen Druckanstieg und die Freisetzung von Dampf zur Folge.

Claims (7)

1. Verfahren zur Herstellung von 3-Buten-1-ol, welches umfasst, dass man 3,4-Epoxy-1-buten und Ameisensäure in einer homogenen Katalysatorlösung in Kontakt bringt, welche eine Palladium(0)-Verbindung, ein tertiäres Phosphin und ein Trialkylamin, gelöst in Tetrahydrofuran (THF), umfasst.
2. Verfahren nach Anspruch 1, in dem 3,4-Epoxy-1-buten langsam oder schrittweise zu einer Lösung von Ameisensäure in einer homogenen Katalysatorlösung, die eine Palladium(0)-Verbindung, ein tertiäres Phosphin und ein Trialkylamin, gelöst in THF, umfasst, bei einer Temperatur von 55ºC bis zum Siedepunkt der Reaktionsmischung gegeben wird, wobei der Gesamt-Kohlenstoffgehalt des tertiären Phosphins 3 bis 30 Kohlenstoffatome ist und der Gesamt-Kohlenstoffgehalt des Trialkylamins 3 bis 30 beträgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, in dem 3,4-Epoxy-1-buten und Ameisensäure getrennt, langsam oder schrittweise zu einer homogenen Katalysatorlösung, die eine Palladium(0)-Verbindung, ein tertiäres Phosphin und ein Trialkylamin, gelöst in THF, umfasst, bei einer Temperatur von 55ºC bis zum Siedepunkt der Reaktionsmischung gegeben werden; wobei der Gesamt-Kohlenstoffgehalt des tertiären Phosphins 3 bis 30 Kohlenstoffatome beträgt und der Gesamt-Kohlenstoffgehalt des Trialkylamins 3 bis 30 beträgt.
4. Verfahren zur Herstellung von 3-Buten-1-ol, welches umfasst, dass man 3,4- Epoxy-1-buten langsam oder schrittweise zu einer Lösung von Ameisensäure in einer homogenen Katalysatorlösung, die eine Palladium(0)-Verbindung, ein Trialkylphosphin und ein Trialkylamin, gelöst in Tetrahydrofuran (THF), umfasst, bei einer Temperatur von 55ºC bis zum Siedepunkt der Reaktionsmischung gibt; wobei (1) die Menge an anwesendem Trialkylphosphin ein P : Pd-Atomverhältnis von mindestens 1,00 ergibt, (2) der Gesamt-Kohlenstoffgehalt des Trialkylphosphins 8 bis 15 Kohlenstoffatome ist, (3) die Konzentration des Trialkylamins in der THF- Katalysatorlösung 10 bis 50 Gew.-% beträgt und (4) der Gesamt- Kohlenstoffgehalt des Trialkylamins 3 bis 30 beträgt.
5. Verfahren nach Anspruch 4, in dem (1) die Menge an anwesendem Trialkylphosphin ein P : Pd-Atomverhältnis von 1, 80 bis 1, 95 ergibt, (2) die Konzentration des Trialkylamins in der THF-Katalysatorlösung 20 bis 25 Gew.-% beträgt, (3) der Gesamt-Kohlenstoffgehalt des Trialkylamis 12 bis beträgt und (4) die Konzentration des Palladium(0) in der THF- Katalysatorlösung 0,01 bis 0,1 Gew.-% Pd beträgt.
6. Verfahren zur Herstellung von 3-Buten-1-ol, welches umfasst, dass man 3,4-Epoxy-1-buten und Ameisensäure getrennt, langsam oder schrittweise zu einer homogenen Katalysatorlösung, die eine Palladium(0)-Verbindung, ein Trialkylphosphin und ein Trialkylamin, gelöst in Tetrahydrofuran (THF), umfasst, bei einer Temperatur von 55ºC bis zum Siedepunkt der Reaktionsmischung gibt; wobei (1) die Menge an vorhandenem Trialkylphosphin ein P : Pd-Atomverhältnis von mindestens 1,00 ergibt, (2) der Gesamt-Kohlenstoffgehalt des Trialkylphosphins 8 bis 15 Kohlenstoffatome beträgt, (3) die Konzentration des Trialkylamins in der THF-Katalysatorlösung 10 bis 50 Gew.-% beträgt und (4) der Gesamt- Kohlenstoffgehalt des Trialkylamis 3 bis 30 beträgt.
7. Verfahren nach Anspruch 6, in dem (1) die Menge an vorhandenem Trialkylphosphin ein P : Pd-Atomverhältnis von 1, 80 bis 1, 95 ergibt, (2) die Konzentration des Trialkylamins in der THF-Katalysatorlösung 20 bis 25 Gew.-% beträgt, (3) der Gesamt-Kohlenstoffgehalt des Trialkylamins 12 bis 15 beträgt und (4) die Konzentration des Palladium(0) in der THF- Katalysatorlösung 0,01 bis 0,1 Gew.-% Pd beträgt.
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