DE69901943T2 - Verfahren und vorrichtung zum zerteilen von walzgut - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum zerteilen von walzgutInfo
- Publication number
- DE69901943T2 DE69901943T2 DE69901943T DE69901943T DE69901943T2 DE 69901943 T2 DE69901943 T2 DE 69901943T2 DE 69901943 T DE69901943 T DE 69901943T DE 69901943 T DE69901943 T DE 69901943T DE 69901943 T2 DE69901943 T2 DE 69901943T2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- cutting
- blades
- drums
- cut
- zone
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims abstract description 24
- 238000005520 cutting process Methods 0.000 claims description 138
- 238000005096 rolling process Methods 0.000 claims description 71
- 230000007704 transition Effects 0.000 claims description 20
- 238000011144 upstream manufacturing Methods 0.000 claims description 8
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 claims description 6
- 238000010008 shearing Methods 0.000 abstract description 9
- 238000005259 measurement Methods 0.000 abstract description 4
- 239000000463 material Substances 0.000 description 17
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 description 5
- 238000005755 formation reaction Methods 0.000 description 4
- 238000013461 design Methods 0.000 description 3
- JTJMJGYZQZDUJJ-UHFFFAOYSA-N phencyclidine Chemical class C1CCCCN1C1(C=2C=CC=CC=2)CCCCC1 JTJMJGYZQZDUJJ-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 3
- 238000012360 testing method Methods 0.000 description 3
- 239000003638 chemical reducing agent Substances 0.000 description 2
- 230000008878 coupling Effects 0.000 description 2
- 238000010168 coupling process Methods 0.000 description 2
- 238000005859 coupling reaction Methods 0.000 description 2
- 238000005265 energy consumption Methods 0.000 description 2
- 238000005098 hot rolling Methods 0.000 description 2
- 238000012423 maintenance Methods 0.000 description 2
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 2
- 238000012544 monitoring process Methods 0.000 description 2
- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 description 1
- 238000010521 absorption reaction Methods 0.000 description 1
- 230000001133 acceleration Effects 0.000 description 1
- 230000009471 action Effects 0.000 description 1
- 230000008859 change Effects 0.000 description 1
- 230000001427 coherent effect Effects 0.000 description 1
- 239000000356 contaminant Substances 0.000 description 1
- 230000001419 dependent effect Effects 0.000 description 1
- 238000010586 diagram Methods 0.000 description 1
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 description 1
- 238000007689 inspection Methods 0.000 description 1
- 230000003993 interaction Effects 0.000 description 1
- 230000007257 malfunction Effects 0.000 description 1
- 230000007246 mechanism Effects 0.000 description 1
- 238000005272 metallurgy Methods 0.000 description 1
- 239000002245 particle Substances 0.000 description 1
- 230000002093 peripheral effect Effects 0.000 description 1
- 230000008569 process Effects 0.000 description 1
- 238000011084 recovery Methods 0.000 description 1
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 1
- 239000010959 steel Substances 0.000 description 1
- 230000001360 synchronised effect Effects 0.000 description 1
- 238000009966 trimming Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23D—PLANING; SLOTTING; SHEARING; BROACHING; SAWING; FILING; SCRAPING; LIKE OPERATIONS FOR WORKING METAL BY REMOVING MATERIAL, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23D33/00—Accessories for shearing machines or shearing devices
- B23D33/02—Arrangements for holding, guiding, and/or feeding work during the operation
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23D—PLANING; SLOTTING; SHEARING; BROACHING; SAWING; FILING; SCRAPING; LIKE OPERATIONS FOR WORKING METAL BY REMOVING MATERIAL, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23D23/00—Machines or devices for shearing or cutting profiled stock
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Metal Rolling (AREA)
- Shearing Machines (AREA)
- Debarking, Splitting, And Disintegration Of Timber (AREA)
- Vending Machines For Individual Products (AREA)
- Fish Paste Products (AREA)
- Nonmetal Cutting Devices (AREA)
- Accessories And Tools For Shearing Machines (AREA)
Description
- Diese Erfindung betrifft ein Verfahren zum Zuschneiden von Walzgut sowie entsprechende Scheren zum Zuschneiden, wie in den jeweiligen Hauptansprüchen festgelegt.
- Die Erfindung wird auf dem Gebiet der Stahlproduktion zum Zuschneiden von Walzgut angewendet, nämlich von Rundstücken oder anderen Querschnitten, die in Barren erhalten werden und von einer Walzstraße mit einer Geschwindigkeit von 100 m/Sekunde und mehr austreten.
- Nach dem Stand der Technik gibt es verschiedene Vorschläge für fliegende Scheren, die auf dem Gebiet der Metallurgie zum Zuschneiden von aus einer Walzstraße austretenden Barren verwendet werden.
- Bei diesen fliegenden Scheren ist vorgesehen, dass vor dem kontinuierlichen Zuschneiden das Kopfende des Walzgutes eliminiert wird und, am Ende des kontinuierlichen Zuschneideschrittes auch das Schwanzende des Walzgutes eliminiert wird, da nämlich diese beiden Enden üblicherweise nicht annehmbare geometrische Deformationen aufweisen und/oder Verunreinigungspartikel enthalten.
- Nach dem Stand der Technik wird auch der erste oder letzte Barren in Abschnitte geschnitten, um Proben zum Testen und Untersuchen zu erhalten.
- Unter diesen nach dem Stand der Technik bekannten Scheren haben sich fliegende Scheren als am zweckmäßigsten erwiesen, welche gegenläufig rotierende Klingen auf Klingen- tragenden Trommeln besitzen, auch zum Schneiden von Walzgut, das mit hoher Geschwindigkeit läuft.
- Diese Scheren besitzen zumindest ein gegenüberliegendes Paar von gegenläufigen Trommeln, von welchen jede eine gleiche Anzahl von Klingen besitzt, die in gleichmäßigen Winkelabständen voneinander auf ihren Umfängen montiert sind.
- Ein Beispiel dieser Art einer fliegenden Schere ist in der EP-A-0 618 033 angegeben.
- Stromauf und stromab der Klingen-tragenden Trommeln gibt es Umlenkeinrichtungen, welche das Walzgut in Längsrichtung fördern können. Die Umlenkeinrichtungen können üblicherweise auf einer horizontalen Ebene versetzt werden, damit das Walzgut zwischen den gegenläufigen Klingen im Augenblick des Schneidens durch läuft.
- Die Geschwindigkeit, mit welcher die Umlenkeinrichtungen seitlich versetzt werden, steht mit der Umfangsposition und der Geschwindigkeit, mit welcher die Trommeln rotieren, in Zusammenhang, nämlich so, dass der Augenblick, in dem das Walzgut zwischen den Klingen durch läuft, mit einer gewünschten Schneideposition der Klingen zusammen fällt.
- Gegenwärtig werden bei sogenannten Start-Stop-Scheren die Trommeln von einer stationären Lage einige Sekunden vor dem Schneiden auf ihre Arbeits-Umfangs- Geschwindigkeit gebracht, und sie werden, nachdem das Scheren vollendet ist, gestoppt.
- Dies setzt das Motormittel der Trommeln hohen Kräften aus, mit Beschleunigungs- und Verzögerungsrampen, deren Steigung proportional jener Zeit ist, in welcher sie die Arbeitsgeschwindigkeit erreichen müssen.
- Vorteilhafterweise ist die Arbeitsgeschwindigkeit gleich der Walzgeschwindigkeit, um zu vermeiden, dass das durchlaufende Walzgut gezogen oder geklemmt wird.
- Das Motormittel wird daher extrem veränderlichen und diskontinuierlichen dynamischen Kräften ausgesetzt, welche dessen Aufnahme merklich erhöhen und somit den Gesamtverbrauch der Schere.
- Weiters muss das Motormittel notwendigerweise eine große Leistung aufweisen, um die hohen Arbeitsgeschwindigkeiten so rasch als möglich zu erreichen.
- Die Scheren nach dem Stand der Technik erlauben weiters keine genauen Schnitte hinsichtlich der Länge des Walzgutes aus folgendem Grund: Da die Klingen-tragenden Trommeln einige Sekunden bevor das Schneiden stattfindet auf die gewünschte Geschwindigkeit gebracht werden, ist es schwierig, die Rotationsgeschwindigkeit der Trommeln und die Lage ihrer Schneiden mit der Geschwindigkeit des Walzgutes abzustimmen.
- Auf diesem Gebiet arbeitende Kaufleute beklagen dieses Problem besonders für sehr hohe Walzgeschwindigkeiten, beispielsweise von etwa 100 m/Sekunde und mehr.
- Tatsächlich ist es oft der Fall, dass in dem Augenblick, in dem das Walzgut zugeschnitten wird, oder wenn eine gewünschte Länge des Walzgutes durchgelaufen ist, nachdem das Kopfende abgeschnitten wurde, sich die Schneiden nicht mehr in der korrekten Schneideposition befinden. Dies führt zu Schneidfehlern, sogar von mehreren Metern, besonders bei hohen Geschwindigkeiten.
- Bei den Scheren nach dem Stand der Technik gibt es weiters Probleme hinsichtlich des korrekten Ausrichtens, des Abführens, des Abschrottens und des Wiedergewinnens der abgeschnittenen Endabschnitte.
- Die DE-A-41 198 43, auf welcher die Oberbegriffe der Ansprüche 1 und 12 basieren, beschreibt eine Schere zum Abkappen des Kopf- und Schwanzendes eines Walzgutes, welche aus einem Paar von gegenüberliegenden, Klingen-tragenden Köpfen besteht, von welchen jeder ein Paar von zusammenwirkenden Klingen besitzt, die zumindest drei benachbarte Schneidebenen definieren.
- Diese Schere besitzt auch eine Umlenkeinrichtung, welche auf einer horizontalen Ebene verschwenken kann. Ihre Funktion liegt darin, das Walzgut, das zugeschnitten werden soll, in Zusammenwirken mit den von den Schneiden definierten Schneidebenen zu bringen.
- Zwischen zwei benachbarten Schneidebenen befindet sich ein Raum ohne Klingen, welcher im wesentlichen jenen Raum definiert, durch welchen der brauchbare Teil des Barrens durch läuft.
- Im Falle eines einfachen Abschneidens der Kopf- und Schwanzenden führt die Umlenkeinrichtung eine in eine Richtung gehende Bewegung zwischen den unterschiedlichen Schneidebenen durch, mit einer Geschwindigkeit, die mit der Breite des klingenlosen Raums zwischen den Klingen-tragenden Köpfen in Beziehung steht.
- Im Falle des Zuschneidens bewegt sich die Umlenkeinrichtung abwechselnd zwischen den verschiedenen Schneidebenen, in welchen sich die Klingen befinden, mit einer Geschwindigkeit, die mit der Länge des zuzuschneidenden Abschnittes in Beziehung steht.
- Auch die FR-A-1 430 004 bezieht sich auf eine Schere für Walzgut, welche Klingen-tragende Trommeln besitzt, die bei konstanter Winkelgeschwindigkeit kontinuierlich rotieren und mit einer Zuführeinrichtung für das Walzgut zusammenwirken, welche mit der Rotationsgeschwindigkeit der Trommeln synchronisiert ist, sodass das Walzgut zwischen · den Klingen in dem genauen Schneidemoment durch läuft.
- Die in diesen Dokumenten vorgeschlagenen Lösungen sind infofern nicht zufriedenstellend, als die Drehzahl der Klingen-tragenden Trommeln lediglich auf die Zuführgeschwindigkeit des Walzgutes abgestimmt ist, jedoch nicht auf die Länge der zu schneidenden Abschnitte, sodass daher für jeden Zuschneidevorgang der Synchronismus wieder in Phase gebracht werden muss, um den korrekten Schneideaugenblick festzulegen.
- Die Lösungen nach dem Stand der Technik berücksichtigen weiters nicht die Tatsache, dass bei dem Abschneiden des Schwanzendes der letzte Abschnitt des zuzuschneidenden Abschnittes oft nicht eine Abmessung besitzt, die mit den Produktionsanforderungen kompatibel ist und daher ausgesondert werden muss, was einen großen Materialverlust verursacht.
- Die Anmelderin hat diese Erfindung entworfen und ausgeführt, um die Nachteile der Scheren nach dem Stand der Technik zu beseitigen, den Energieverbrauch und die Kräfte auf die Motoren zu reduzieren, um die Genauigkeit des Schneidevorganges zu erhöhen und um weitere Vorteile zu erreichen, was im Folgenden gezeigt wird.
- Die Erfindung wird in den entsprechenden Hauptansprüchen festgelegt und charakterisiert, wogegen die abhängigen Ansprüche andere Eigenschaften der Hauptausführungsform beschreiben.
- Eine Aufgabe der Erfindung liegt darin, ein Verfahren zum Zuschneiden von Walzgut bei einer Geschwindigkeit von 100 m/Sekunde und mehr zu bieten und ebenso die entsprechende fliegende Schere zum Zuschneiden, welche dieses Verfahren verwirklicht. Das Verfahren und die Schere erlauben es, den Energieverbrauch zu reduzieren, die Menge von wegzuwerfendem Material zu reduzieren und extrem genaue Schneidevorgänge zu erhalten.
- Die Erfindung regt weiters an, die Schere zum Schneiden bei Geschwindigkeit zu vereinfachen, ein Weniger an Ausrüstung zum Zuschneiden und zum Abschrotten zu verwenden, das Programmieren der Überwachung, des Regelns und der Steuerung zu vereinfachen, das selbständige Positionieren des Walzgutes in dem gewünschten Abfuhrkanal zu ermöglichen, ein Deformieren des heißen, zu schneidenden Walzgutes zu verringern, da nämlich der Durchmesser der Klingen-tragenden Trommel reduziert werden kann und dementsprechend der nicht abgestützte Abschnitt des Walzgutes verringert werden kann, und weitere Vorteile zu erhalten, was aus der folgenden Beschreibung klar werden wird.
- Das Verfahren nach der Erfindung sieht vor, dass die Klingen-tragenden Trommeln während jenes Zyklus in kontinuierlicher Drehung verbleiben, in welchen von dem von der Walzstraße einlangenden Walzgut die Barren abgeschnitten werden.
- Dies ermöglicht es, die Kräfte auf das Motormittel der Klingen-tragenden Trommeln zu reduzieren und dadurch auch die installierte Leistung zu reduzieren, ebenso die Abnutzung der mechanischen Teile und des Start-Stop-Antriebsmechanismus. Auch kann man die Möglichkeit von Stillständen und Fehlfunktionen reduzieren und eine extrem hohe Genauigkeit beim Abschneiden der gewünschten Länge eines Barrens erreichen.
- Um die gewünschte Länge des Barrens zu erhalten, welche sich von Fall zu Fall ändert, sieht die Erfindung vor, dass die Drehzahl der Klingen-tragenden Trommeln proportional zu der Zuführgeschwindigkeit des Walzgutes und zu der Länge des zu schneidenden Barrens ist.
- Es liegt somit im Einklang mit der Erfindung, jedes Mal die richtige Drehzahl der Klingen- tragenden Trommeln entsprechend der Zuführgeschwindigkeit des jeweiligen zuzuschneidenden Walzgutes sowie die Grundabmessung, die durch den Barren gegeben ist, zu berechnen, sodass man bei einer beschränkten Anzahl von Rotationsdurchgängen der Klingen-tragenden Trommeln eine Mehrzahl aufeinander folgender Schnitte der gewünschten Länge erhalten kann.
- Unter "Grundabmessung" soll die Fertiglänge verstanden werden, die dann als Vielfaches in allen abgeschnittenen Barren in jedem speziellen Schneidezyklus zu finden ist.
- So wird beispielsweise für eine Grundabmessung von sechs Metern die Länge der abgeschnittenen Barren ein Vielfaches dieser Grundabmessung sein, und die Anzahl von Rotationsdurchgängen der Klingen-tragenden Trommeln für jede Barrenlänge wird immer eine endliche ganze Zahl sein.
- Somit liegt es im Sinne der Erfindung, dass, bei gegebener Grundabmessung, für jedes neu abzuschneidende Walzgut die Rotationsgeschwindigkeit der Klingen-tragenden Trommeln wieder in Phase gebracht wird, um sie korrekt auf die tatsächliche Zuführgeschwindigkeit des Walzgutes zu beziehen. Ebenso entspricht eine Wiedereinstellung der Drehgeschwindigkeit der Klingen-tragenden Trommeln einer Änderung der Basisabmessung bei gegebener gleicher Vorrückgeschwindigkeit des Walzgutes.
- Um das Schwanzende abzuschneiden, wird gemäß der Erfindung die verbleibende Länge des abzuschneidenden Walzgutes mit einem Telemetriesensor gemessen und es wird berechnet, wie viele Grundeinheiten in dieser verbleibenden Länge enthalten sind, und es wird die Länge des Endabschnittes des Walzgutes, welches dem Schwanzende vorausgeht mit der Messung der verbleibenden Länge in Beziehung gebracht, sodass in jedem Fall zugeschnittene Barren erhalten werden, welche ein Vielfaches der Grundabmessung sind.
- Auf diese Weise verhindern wir vor dem Schwanzende die Bildung von Abschnitten, die zu kurz sind oder auf jeden Fall entsorgt werden müssen, da sie nicht verwendet werden können.
- Die Erfindung sieht eine Schere mit zwei Trommeln vor, die einander gegenüber liegen und sich kontinuierlich gegenläufig drehen, die mit speziellen Klingen zum Zuschneiden ausgerüstet sind und bei welchen an den beiden Seiten der Klingen für das Zuschneiden besondere Klingen zum Abschrotten der Kopf- und Schwanzenden des Walzgutes vorgesehen sind.
- Bei einer Ausführungsform der Erfindung sind auch spezielle Klingen vorgesehen, welche zum Abschneiden der Kopf- und Schwanzenden des Walzgutes verwendet werden.
- Unter Abschneiden des Kopfendes und Abschneiden des Schwanzendes soll der erste und er letzte nutzbare Schnitt des brauchbaren Teils des zuzuschneidenden Walzgutes verstanden werden.
- Gemäß einer Variante befinden sich die Klingen zum Schneiden der Kopf- und Schwanzenden benachbart zu den Abschrottklingen.
- Gemäß einer anderen Variante werden das Kopfende und das Schwanzende von den selben Klingen geschnitten, welche zuschneiden.
- Gemäß einer weiteren Variante werden die speziellen Klingen zum Schneiden des Kopf- und Schwanzendes des Walzgutes auch zum Schneiden von Probenabschnitten in Entsprechung mit den Kopf- und/oder Schwanzenden des Walzgutes verwendet, welche dann zum Testen und zur Inspektion dienen.
- Gemäß der Erfindung sind die Klingen zum Zuschneiden bezüglich der Walzachse nicht ausgerichtet. Genauer gesagt sind die in Paaren auf den entsprechenden Trommeln vorgesehenen Klingen zum Zuschneiden mit den entsprechenden Klingen der anderen Trommeln ausgerichtet, nämlich an einer Seite bzw. an der anderen Seite der Walzachse. Gemäß einer Variante der Erfindung sind die Klingen zum Zuschneiden und/oder die Klingen zum Schneiden des Kopf- und Schwanzendes so ausgebildet und geometrisch angeordnet, dass sie das abgeschrittene Ende des Walzgutes nach oben oder nach unten lenken.
- Dies macht es beispielsweise möglich, die zugeschnittenen Barren korrekt in Richtung von zwei oder mehr Abfuhrkanälen oder dgl. zu richten, welche dem gewünschten Sammelmittel zugeordnet sind.
- Gemäß der Erfindung sind an den Seiten der Klingen zum Zuschneiden zwei diese von den Abschrottklingen trennende Räume ohne Klingen vorgesehen, welche dazu dienen, das Walzgut durchlaufen zu lassen, nämlich an der linken und an der rechten Seite der Zuschneideklingen während des Schrittes, in dem der brauchbare Abschnitt des Walzgutes durch läuft.
- Das Walzgut wird von einer einkanaligen Umlenkeinrichtung erfasst, welche wechselweise von einem klingenfreien Raum zu dem anderen verschwenkt werden kann, sodass bei jedem Durchgang entsprechend den Klingen zum Zuschneiden ein Barren der gewünschten Länge erhalten wird, welche in jedem Fall ein Vielfaches der Grundabmessung beträgt.
- Wenn der brauchbare Abschnitt des Walzgutes zugeschnitten wurde, wird das verbleibende Schwanzende von der einkanaligen Umlenkeinrichtung in Ausrichtung mit der Abschrottschere erfasst.
- Gemäß einer Variante ist die Abschrottschere so ausgerichtet und geometrisch angeordnet, dass sie die abzuschrottenden Abschnitte nach oben oder unten lenkt, um sie korrekt in Richtung von Abführkanälen oder dgl. zu lenken, welche dem gewünschten Sammelmittel zugeordnet sind, wie beispielsweise zylindrische Sammeltrommeln, bekannt als "Cyclones".
- Gemäß einer Variante besitzen die Klingen-tragenden Trommeln zumindest in Zuordnung mit den Klingen eine Nockenausbildung, gegebenenfalls mit Vertiefungen oder dgl., welche dazu beitragen, die abgeschnittenen Barren oder Schrottabschnitte korrekt in die zugehörigen Abfuhrkanäle zu richten.
- Entsprechend einer anderen Variante befindet sich stromauf der Klingen-tragenden Trommeln zumindest eine Platte mit einer Ausbildung, welche dazu beiträgt, das Walzgut in die am besten geeignete Richtung zu führen, die in jedem Fall in dem Schneidezyklus benötigt wird.
- Es liegt auch innerhalb des Erfindungsgedankens, zwei oder mehrere parallele Scheren so zu verwenden, dass ein gleichzeitiges Schneiden von einem oder mehreren Walzgütern möglich ist, die von der selben Mehrfachwalzstraße oder auch von zwei verschiedenen Walzstraßen einlangen.
- Es ist somit möglich, die Kosten und die Gesamtabmessung der Anlagen zu verringern, und es ist auch möglich, das selbe Motormittel für alle parallelen Scheren zu verwenden.
- Gemäß einer Variante können zumindest einige der parallelen Scheren, wenn sie nicht in Betrieb sind oder zu Wartungszwecken aus der Scherenstraße herausgenommen werden.
- Die beigefügten Figuren sind als nicht einschränkendes Beispiel gegeben und zeigen einige bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung wie folgt:
- Fig. 1 zeigt eine Ansicht einer Schere nach der Erfindung mit Sicht von oben;
- Fig. 2 zeigt einen Teil und eine vergrößerte Ansicht aus "A" bis "A" der Fig. 1;
- Fig. 3a zeigt einen Teil und eine vergrößerte Ansicht aus "B" bis "B" der Fig. 1;
- Fig. 3b zeigt in einem Diagramm einen Schneidezyklus der Schere nach Fig. 1;
- Fig. 4 zeigt eine dreidimensionale Ansicht des vergrößerten Details "C" der Fig. 1;
- Fig. 5a bis 5f zeigen quergeführte Schnitte der Klingen-tragenden Trommeln nach Fig. 2 in vier unterschiedlichen Arbeitssituationen;
- Fig. 6 zeigt eine Variante der Fig. 5a;
- Fig. 7 zeigt eine Variante der Fig. 3b;
- Fig. 8a bis 8b zeigen von oben in einer teilweisen Ansicht die in der Ausführung nach den Fig. 6 und 7 gezeigten Scheren in zwei unterschiedlichen Arbeitsschritten;
- Fig. 9a zeigt eine Variante der Fig. 2;
- Fig. 9b zeigt eine Ansicht einer Variante der Fig. 9a von oben;
- Fig. 10a zeigt eine Variante der Fig. 9b; und
- Fig. 10b zeigt eine Variante der Fig. 10a.
- Gemäß der Erfindung besitzt die in den Fig. 1 und 2 gezeigte Schere 10 zwei Klingen- tragenden Trommeln 11, nämlich die obere Trommel 11a und die untere Trommel 11b, welche übereinander gelegen sind und über eine einem Motor 34 zugeordnete Transmissionseinheit 12 gegenläufig in Drehung versetzt werden. Die Klingen-tragenden Trommeln 11 befinden sich in kontinuierlicher Drehung mit im Wesentlichen konstanter Winkelgeschwindigkeit.
- Die Schere 10 dient dazu, ein von einer Warmwalzstraße (hier nicht gezeigt) austretendes Walzgut zuzuschneiden, wobei das Walzgut ein Barren, Grobdraht oder ähnliches ist.
- Im Einklang mit der Erfindung sind zumindest erste Klingen 17 zum Zuschneiden zentral auf der Klingen-tragenden Trommel 11 montiert und an den Seiten zweite Klingen 18 zum Abschrotten.
- Die Klingen 17 und 18 sind unter gleichem Abstand an dem Umfang der zugehörigen Klingen-tragenden Trommel 11 angeordnet, wobei in diesem Fall zwei Klingen 17 zum Zuschneiden unter 180º gegeneinander angeordnet sind, und vier Abschrottklingen 18 unter 90º gegeneinander an jeder der beiden Trommeln 11 angeordnet sind.
- Bei der in Fig. 1 und 2 gezeigten Ausführungsform sind weiters benachbart zu den Abschrottklingen 18 dritte Klingen 25, in diesem Fall zwei für jede Trommel 11, angeordnet, die zum Schneiden des Kopf- und Schwanzendes des Walzgutes verwendet werden.
- Wie weiter unten näher beschrieben, werden darüber hinaus die dritten Klingen 25 zum Abschneiden von Abschnitten für Proben verwendet, die für Tests und Kontrollen gebraucht werden.
- Gemäß der Erfindung sind die Probenabschnitte länger als die Schrottstücke.
- Auf diese Art ist es möglich, die Probenabschnitte leicht zu identifizieren, auch dann, wenn sie, wie dies bei der hier beschriebenen bevorzugten Ausführungsform geschieht, zu dem gleichen Sammelmittel gefördert werden, das für die abgeschrotteten Abschnitte verwendet wird.
- Die Klingen 17 zum Zuschneiden sind in Schneideklingen 17a und Schneideklingen 17b eingeteilt, wobei diese Klingen 17a und 17b in einer abgestimmten Position auf den entsprechenden Trommeln 11 angeordnet sind und eine unterschiedliche Ausbildung besitzen, welche beabsichtigt, das Kopfende des zuzuschneidenden Barrens nach oben bzw. nach unten zu lenken.
- Die Schneideklingen 17a definieren eine Schneideachse 20a, wogegen die Schneideklingen 17b eine Schneideachse 20b definieren und die Achsen 20a und 20b symmetrisch an einer bzw. an der anderen Seite der zentralen Walzachse 120 angeordnet sind (Fig. 2, 3a-3b).
- Zwischen dem zylindrischen Ring, welcher die Enden der Klingen 17 festlegt, und den zylindrischen Ringen, welche die Enden der an den beiden Seiten angeordneten Klingen 18 und 25 festlegen, befindet sich ein Raum 19 ohne Klingen, durch welchen das Walzgut 13 für den gesamten brauchbaren Abschnitt des zuzuschneidenden Walzgutes durchläuft, ohne dass es in Kontakt mit den Klingen 17, 18 und 25 gelangt.
- Genauer gesagt und wie in Fig. 2 und 3b gezeigt, sind die Klingen an den Trommeln 11a und 11b so angeordnet, dass sie eine zentrale Zone 20 zum Zuschneiden auf der Walzachse 120 definieren, weiters zwei seitliche Zonen 22, durch welche das Walzgut 13 durch läuft, und zwei Zonen 21 zum Schneiden der Kopf- und Schwanzenden und zum Abschrotten.
- Die Mittelachsen 22a der beiden seitlichen Übergangszonen 22 geben im wesentlichen die Nominallage des Walzgutes 13 während des Durchganges des brauchbaren Teils des Walzgutes an, wogegen die Achsen 20a, 20b im wesentlichen die Lagen zum Zuschneiden angeben, die Achsen 21b im wesentlichen die Lagen zum Schneiden der Kopf und Schwanzenden und zum Schneiden der Proben angeben und die Achsen 21a die Mittelachsen der Zonen zum Abschrotten der Kopf- und Schwanzenden angeben.
- Das Walzgut 13 langt mit Walzgeschwindigkeit von dem letzten Walzgerüst der Walzstraße auf einer Achse 120 ein und wird innerhalb einer einkanaligen Umlenkeinrichtung 14 geführt, die stromauf der Klingen-tragenden Trommeln 11 gelegen ist.
- Die einkanalige Umlenkeinrichtung 14 schwenkt seitlich um eine Gelenkverbindung 15 in einer Bewegung, die ihr mittels eines Antriebsmittels 16 auferlegt wird.
- Die Querbewegung entsprechend den Schritten des Schneidezyklus bringt das Ende 114 der einkanaligen Umlenkeinrichtung 14 und damit das Walzgut 13 in Ausrichtung mit einer der zuvor genannten Zonen 20, 21 oder 22 und genau in die entsprechenden Achsen 20a, 20b, 21a, 21b und 22a.
- Der schematisch in Fig. 3b gezeigte Schneidezyklus sieht vor, dass das Walzgut 13, wenn es aus der Walzstraße austritt, zunächst von der einkanaligen Umlenkeinrichtung 14 in Ausrichtung mit einer der beiden Zonen 21 erfasst wird, z. B. mit jener an der linken Seite, zwischen den Abschrottklingen 18 (Fig. 5e, 5f), um eine gewisse Länge des Kopfendes abzuschrotten, sodann in Ausrichtung mit den Probeklingen 25, um einen Probenabschnitt des Kopfendes (Fig. 5d) abzuschneiden und sodann in Ausrichtung mit der benachbarten Übergangszone 22.
- Sobald das Walzgut 13 die gewünschte Länge gelaufen ist, wird es in Ausrichtung mit der zentralen Zone 20 für das erste Zuschneiden (Fig. 5a) und sodann zu der gegenüberliegenden Übergangszone 22 gebracht.
- Das Walzgut 13 wird dann abwechselnd von einer Übergangszone 20 zu der anderen gebracht, sodass es bei jedem Durchgang durch die zentrale Zone 20 (Fig. 5a und 5b) in Barren 113 der benötigten Länge geschnitten wird.
- Gemäß der Erfindung bewegt sich das Walzgut 13 in einer kontinuierlichen Bewegung von einer Zone in die andere.
- Bevor das Walzgut 13 die Schere 10 erreicht, teilen Steuer- und Überwachungsmittel 32, die stromauf gelegen sind und/oder dem letzten Walzgerüst zugeordnet sind, die Zuführgeschwindigkeit des Walzgutes 13 der Regel- und Steuereinheit 33 mit.
- Die Regel- und Steuereinheit 33 bestimmt die Drehzahl der Trommeln 11 entsprechend der Grundlänge, welche sich dann als Vielfaches in den Barren 113, die zugeschnitten werden sollen, findet, sowie entsprechend dem Umfangsabstand der Schneideklingen 17.
- Dies bedeutet, dass sobald das Walzgut 13 die Schere 10 erreicht, die Drehzahl der Trommeln 11 mit der Zuführgeschwindigkeit des Walzgutes 13 entsprechend der Grundlänge, die sodann als Vielfaches die Länge der Barren 113 bestimmt, in Zusammenhang steht.
- Wegen dieser Festlegung der Drehzahl der Trommeln 11 und entsprechend der Zuführgeschwindigkeit des Walzgutes 13 und der Länge der zu schneidenden Barren, ist die Anzahl der Durchgänge der Klingen 17 für jeden Schneidezyklus immer eine ganze Zahl.
- Daraufhin wird der verbleibende Teil, d. h. das Schwanzende des Walzgutes 13, in Ausrichtung mit der Zone 21 und kohärent mit der speziellen Richtung der seitlichen Versetzung des Walzgutes 13 genommen, sodass die Klingen 25 einen Abschnitt des Schwanzendes für Proben (Fig. 5c) schneiden können und die Abschrottklingen 18 den verbleibenden Teil abschrotten.
- Die Zone 21 zum Abschrotten des Schwanzendes des Walzgutes 13 ist mit anderen Worten abhängig von der Position, welche von der einkanaligen Umschalteinrichtung 14 eingenommen wird, links oder rechts der Schneideklingen 17 nach dem letzten Zuschneiden.
- Der Einschluss der beiden Zonen 21 vermeidet Rückwärtsbewegungen oder Richtungsumkehrungen und somit unnötige Durchgänge des Walzgutes 13 durch die zentrale Zone 20 zum Zweck des Abschrottens der Schwanzenden.
- Bei der hier gezeigten Ausführungsform verläuft das Ende 114 der einkanaligen Umschalteinrichtung 14 während der Querbewegung innerhalb einer linearen Führung 23, die im Detail in Fig. 3a gezeigt ist und eine horizontale Schneidebene 24 festlegt.
- Gemäß einer Variante, die mit Klingen unterschiedlicher Höhen oder besonderer Ausbildungen verwendet wird, ist die Führung 23 so geformt, dass sie eine Schneidebene mit gewünschter Ausbildung festlegt, beispielsweise eine Zick-Zack-Ausbildung, die es ermöglicht, das Walzgut 13 in der am meisten geeigneten vertikalen Position für den Eingriff der Klingen 17, 18 oder 25 anzuordnen und die geschnittenen Barren 113, die Probenabschnitte und die Schrottabschnitte 213 korrekt zu führen.
- Wir werden nun unter Zuhilfenahme der Fig. 5a bis 5f sehen, wie es die spezielle Ausbildung der Klingen 17, 18 und 25 möglich macht, die zugeschnittenen Barren 113, die Schrottabschnitte 213 und die Probenabschnitte korrekt zu den entsprechenden Aufnahmekanälen 30, 31 und 28 zu führen, welchen gewünschte Sammelmittel zugeordnet sind.
- Genauer gesagt werden die zugeschnittenen Barren 113 durch die Aufnahmekanäle 30 und 31 in Richtung eines Schleifen-formenden Kopfes, zu einer Wickeleinrichtung oder zu anderen Sammeleinrichtungen gesandt, und die Probenabschnitte und die Schrottabschnitte 213 werden durch Aufnahmekanäle 28 zu Sammel-Zyklonen 27 gesandt.
- Gemäß der Erfindung ist es durch Verwendung von zwei oder mehr Sammelkanälen für die zugeschnittenen Barren 113 möglich, die Sammelvorgänge zu erleichtern und zu beschleunigen, ohne jedoch dadurch die Walzgeschwindigkeit zu beeinträchtigen.
- Wie in Fig. 5a gezeigt, sind die Klingen 17a auf solche Weise ausgebildet, dass nachdem das Schneiden durchgeführt wurde, die Spitze des Walzgutes 13 angehoben und dementsprechend nach oben in das Innere des Aufnahmekanals 30 gerichtet wird.
- Andererseits sind die Klingen 17b, wie in Fig. 5b gezeigt, auf solche Weise ausgebildet, dass nachdem das Schneiden durchgeführt wurde, die Spitze des Walzgutes 13 abgesenkt und dementsprechend nach unten in das Innere des Aufnahmekanals 31 gerichtet wird.
- Auf diese Weise werden die zugeschnittenen Barren 113 abwechselnd in den Aufnahmekanal 30 oder in den Aufnahmekanal 31 geführt, je nachdem, ob die einkanalige Umschalteinrichtung 14 in der zentralen Zone 20 von links oder von rechts einlangt.
- Die Abschrottklingen 18 sind auf den Klingen-tragenden Trommeln 11 auf solche Weise angeordnet, dass sie das abgeschnittene Ende der Schrottabschnitte 213 nach unten (Fig. 5e) oder nach oben (Fig. 5f) richten.
- Genauer gesagt sind die Abschrottklingen 18 entsprechend der rechten Zone 21 so ausgebildet wie in Fig. 5f gezeigt, da sich der Aufnahmekanal 28 im wesentlichen oberhalb der Schneidebene 24 erstreckt, und es dementsprechend notwendig ist, den Schrottabschnitt 213 nach oben zu lenken. Entsprechend der linken Zone 21 sind die Abschrottklingen 18 so wie in Fig. 5e gezeigt ausgebildet, da sich der Aufnahmekanal 28 im wesentlichen unterhalb der Schneidebene 24 erstreckt, und es dementsprechend notwendig ist, den Schrottabschnitt 213 nach unten zu lenken.
- Die Klingen zum Schneiden der Kopf- und Schwanzenden und zum Probenbilden 25 sind eingeteilt in Klingen 25 zum Schneiden der Schwanzenden (Fig. 5c), die ausgebildet sind um das abgeschnittene Ende des Walzgutes 13 nach unten zu richten, und in Klingen 25b zum Schneiden der Kopfenden (Fig. 5d), welche ausgebildet sind, um das abgeschnittene Ende des Walzgutes 13 nach oben zu richten.
- Auf diese Weise ist es möglich, das Walzgut 13 korrekt nach oben zu richten, nachdem das Kopfende abgeschnitten wurde, sodass das darauffolgende Zuschneiden zu Barren 113 ermöglicht ist, oder nach unten zu richten, nachdem das Schwanzende geschnitten wurde, sodass das darauffolgende Abschneiden von Schrottabschnitten 213 ermöglicht ist.
- Das korrekte Lenken der zugeschnittenen Barren 113 und der Abschnitte 213 wird nicht nur durch die besondere wechselseitige Anordnung der Klingen 17a, 17b, 18, 25a und 25b auf den oberen 11a und unteren 11b Klingen-tragenden Trommeln erleichtert, sondern auch durch die besondere Ausbildung der Klingen-tragenden Trommeln 11 und der stationären, stromab der Trommeln 11 gelegenen Platte 26.
- Wie in den Fig. 3b und 4 gesehen werden kann, ist die Platte 25 geeignet geformt, sodass sie die abgeschnittenen Enden nach oben oder nach unten lenkt, je nachdem, ob der Schneidevorgang durch die Klingen 17a, 17b, 25a, 25b oder 18 durchgeführt wird.
- Genauer gesagt legt, wie in Fig. 4 gezeigt, die Platte 26 vier im wesentlichen U-förmige Übergangsführungen fest, nämlich die erste 26a, die zweite 26b, die dritte 26c und die vierte 26d, wobei die zweite 26b und die vierte 26d nach unten gerichtet sind.
- Die erste 26a und die zweite 26d der Übergangsführungen sind im wesentlichen mit den zugeordneten Empfangskanälen 28 ausgerichtet und die zweite 26b und die dritte 26c der Übergangsführungen sind im wesentlichen jeweils mit den Aufnahmekanälen 31 und 30 ausgerichtet.
- Genauer gesagt sind die Mittelseiten 126 der von den zweiten 26b und den dritten 26c Übergangsführungen gebildeten U-Formen der Platte 26 oberhalb bzw. unterhalb der Schneidebene 24 vorgesehen.
- Bei diesem Fall ist weiters die gemeinsame Seite 226 der U-Formen, die von der zweiten 26b und der dritten 26c Übergangsführung definiert sind, geneigt und ihr Zentrum fällt im wesentlichen mit der Walzachse 120 zusammen.
- Die Klingen-tragenden Trommeln 11a und 11b haben in Übereinstimmung mit den Schneidklingen 17 Nockenausbildungen, die im wesentlichen zueinander passen. Sie erlauben, dass das abgeschnittene Ende gehoben (Fig. 5a) oder abgesenkt (Fig. 5b) wird.
- Im Zusammenhang mit den Klingen zum Schneiden des Kopfendes 25b und des Schwanzendes 25a ist die Nockenausbildung ähnlich jener im Zusammenhang mit den Klingen zum Zuschneiden 17a und 176, ausgenommen dass sie in diesem Fall der Notwendigkeit angepasst ist, die Probenabschnitte korrekt in die Aufnahmekanäle 28 zu lenken.
- Wie in Fig. 5c gezeigt befindet sich tatsächlich auf der oberen Trommel 11a im Zusammenhang mit den Klingen 25 ein halber Umfang, der es ermöglicht, nachdem die Klingen 25a ihren Schneidevorgang beendet haben, das Walzgut nach unten zu lenken, bis die Klingen 25b eingreifen.
- Jener Abschnitt des Walzgutes, der zwischen dem Schneidevorgang durch die Klingen 25a und dem durch die Klingen 25b eingeschlossen ist, entspricht einem Probeabschnitt, der länger als die Schrottabschnitte 213 ist und daher leicht identifiziert werden kann.
- Auf diese Weise verläuft der so abgeschnittene Probenabschnitt unter der Mittelseite 126 der dritten Übergangsführungen 26c und wird sodann in den Aufnahmekanal 28 statt in den Aufnahmekanal 30 befördert.
- Wenn der zuvor genannte halbe Umfang vorbei ist, wird das Walzgut 13 oberhalb der Mittelseite der von den dritten Übergangsführungen 26c der Platte 26 festgelegten U-Form erfasst, sodass die zugeschnittenen Barren 113 wechselweise in die Aufnahmekanäle 30 und 31 befördert werden.
- Die gleichen Überlegungen gelten für Fig. 5d, ausgenommen dass in diesem Fall der halbe Umfang im Zusammenhang mit den Klingen 25 auf der unteren Trommel 11b ausgebildet ist, sodass der Probenabschnitt oberhalb der Mittelseite 126 der zweiten Übergangsführungen 26b vorbeigehen muss, sodass er in den Aufnahmekanal 28 statt in den Aufnahmekanal 31 geführt wird.
- Andererseits besitzt die obere Klingen-tragende Trommel 11a in Zuordnung mit den Abschrottklingen 18 Vertiefungen 29 für jede Klinge 18, welche, was in den Fig. 5e und 5f gesehen werden kann, das Abführen der Schrottabschnitte 213 nach unten oder oben und ihre korrekte Anordnung in den Aufnahmekanälen 28 erleichtert.
- Es liegt im Rahmen der Erfindung, Klingen-tragende Trommeln 11 mit einer beliebigen Anzahl von Klingen 17, 18 und 25 und in jeder anderen geometrischen Anordnung zu verwenden.
- Bei der in Fig. 6 gezeigten Variante, die vorzugsweise, wenn nicht ausschließlich, zum Schneiden von Walzgut bei hoher Temperatur bzw. einem einer Temperaturbehandlung ausgesetzten verwendet wird, gibt es drei Klingen 117 zum Zuschneiden, die unter 120º gegeneinander auf dem Umfang der entsprechenden Klingen-tragenden Trommel 11 angeordnet sind.
- Wie in Fig. 7 gezeigt, ist die Mittellinie der Klingen 117 im wesentlichen mit der Walzachse 120 ausgerichtet. Wie in den oben erläuterten Ausführungsformen findet das Zuschneiden des Walzgutes 13 in Barren 113 in Ausrichtung mit der zentralen Zone 20 mit jedem Durchgang des Walzgutes 13 von einer Übergangszone 22 zu der anderen aufgrund des Effektes der Querbewegungen der einkanaligen Umlenkeinrichtung 14 (Fig. 8a bis 8b) statt.
- Im vorliegenden Fall gibt es zwei Aufnahmekanäle 28 zum Fördern der Schrottabschnitte 213 oder der Probenabschnitte zu den Sammelzyklonen 27 und zwei Aufnahmekanäle 30 bzw. 31 zum Fördern der zugeschnittenen Barren 113 zu den gewünschten Sammeleinrichtungen.
- Bei dieser Ausführungsform befindet sich stromauf der Klingen-tragenden Trommeln 11 eine stationäre Platte 26 mit einer so gewählten Ausbildung, dass sie an die Kanäle 28, 30 und 31 angepasst ist, welche unterschiedlich von den vorgehenden Ausführungsformen angeordnet sind.
- Genauer gesagt besitzt die Platte 26 ein vertikales Umlenkblech 326 in der Mitte, das mit der Walzachse 120 ausgerichtet ist, um die Aufnahmekanäle 30 und 31 zu trennen.
- Aus dem gleichen Grund sind die Abschrottklingen 18 und die Klingen 25 zum Abschneiden des Kopf- und Schwanzendes und zum Schneiden von Proben auch so ausgebildet, dass sie an die Anordnung der Aufnahmekanäle 28, 30 und 31 angepasst sind.
- Genauer gesagt sind die Abschrottklingen 18, beide an der linken und an der rechten Seite sowie in Fig. 5e gezeigt ausgebildet, insofern als beide Aufnahmekanäle 28 einen Querschnitt besitzen, der sich im wesentlichen unterhalb der Schneidebene 24 erstreckt, und es daher nicht notwendig ist, die Schrottabschnitte 213 nach unten zu lenken.
- Bei der in den Fig. 6 und 7 gezeigten Variante können zwei oder mehrere Schneidklingen 117 vorgesehen sein, die in gleichen Abständen auf der gleichen Schneidachse montiert sind, wodurch die Genauigkeit des Schneidens erhöht wird.
- Bei der in Fig. 9a gezeigten Variante liegt eine Schneidestraße vor, die aus zwei parallelen Scheren 10, nämlich 10a und 10b besteht.
- Mit dieser Ausführungsform ist es möglich, gleichzeitig zwei Walzprodukte 13 zu schneiden, welche von der gleichen mehrabschnittigen Walzstraße oder von zwei getrennten Walzstraßen ankommen.
- Im vorliegenden Fall sind die Scheren 10a und 10b von einem einzigen Motor 34 angetrieben, dessen Ausgang ein Drehzahlreduzierer 35 zugeordnet ist. Die Bewegung wird von dem Drehzahlreduzierer 35 an die Transmissionseinheiten 12 der beiden Scheren 10 über Wellen 36 übertragen.
- Die Transmissionswelle 36 der Schere 10b besitzt eine lösbare Kupplung 37, was erlaubt, dass die für diesen Zweck mit Bewegungsmitteln 38 ausgestattete Schere 10b aus der Schneidestraße für Wartungszwecke, oder wenn sie nicht benutzt wird, herausgenommen wird.
- Bei der in Fig. 9b gezeigten Variante werden die beiden Scheren 10a und 10b von zugehörigen Motoren 34a und 34b angetrieben. Auch bei dieser Ausführungsform besitzt die Transmissionswelle 36 der Schere 10b eine lösbare Kupplung 37, welche ein Herausnehmen der Schere 10b aus der Scherenstraße ermöglicht.
- Bei der in Fig. 10a gezeigten Variante liegen drei Scheren 10, nämlich 10a, 10b und 10c vor, was das gleichzeitige Schneiden von drei Walzprodukten 13 ermöglicht, die von der selben, mehr abschnittigen Walzstraße oder von drei verschiedenen Walzstraßen einlangen.
- Jede Schere 10a, 10b, 10c ist durch eine zugehörige Transmissionseinheit 12 angetrieben, welcher, ebenso wie bei den in den Fig. 9a bis 9b gezeigten Ausführungsformen, ein eigener Motor zugeordnet sein kann oder ein Motor, der allen drei Scheren 10a bis 10c gemeinsam ist.
- Die in Fig. 10a gezeigte Variante kann verwendet werden, falls die drei Walzstraßen, deren Achsen jeweils mit 120a, 120b und 120c gezeigt sind, einen großen Achsabstand "i' besitzen.
- Die in Fig. 10b gezeigte Variante kann dann verwendet werden, wenn die drei Walzstraßen, deren Achsen jeweils mit 120a, 120b und 120c gezeigt sind, einen geringen Achsabstand "i" besitzen, was beispielsweise bei mehrabschnittigen Walzstraßen der Fall ist.
- Bei dieser Ausführungsform besitzt die Schere 10 zwei übereinander liegende Trommeln 111 von größerer Länge und mit drei Gruppen von Klingen ausgestattet, von welchen jede mit einer entsprechenden Walzachse 120a, 120b und 120c zusammenarbeitet.
Claims (22)
1. Verfahren zum Zuschneiden von Walzgut, wobei das Verfahren eine Schere
verwendet, die aus einem Paar gegenüberliegender und gegenläufig rotierender
Trommeln (11) besteht, an deren Umfang in einer zueinander passenden Position
Klingen (17, 18) angeordnet sind, die Schere zumindest eine, stromauf der Trommeln
(11) gelegene Umlenkeinrichtung (14) besitzt, welche auf einer im wesentlichen
horizontalen Ebene schwenken kann, um von einer Walzstraße austretendes Walzgut
(13) in Längsrichtung zu fördern, die Umlenkeinrichtung (14) veranlassen kann, dass
das Walzgut (13) zumindest einer Schneidezone (20) bzw. zumindest einer Schrottzone
(21), welche seitlich der Schneidezone gelegen ist, zugeordnet durchläuft, stromab der
Trommel (11) ein erstes Mittel (30, 31) zur Aufnahme des zugeschnittenen Walzgutes
und ein zweites Mittel (28) zur Aufnahme der abgeschrotteten Kopf- und
Schwanzenden vorgesehen ist, das erste Mittel (30, 31) stromab mit einem Mittel zum
Aufnehmen des Produkts zusammenarbeitet und das zweite Mittel stromab mit einem
Bremsmittel zum Abbremsen der Schrottabschnitte (213) zusammenwirkt und die
Klingen-tragenden Trommeln (11) während der gesamten Dauer des Schneidzyklus in
kontinuierlicher Drehung gehalten werden und das Verfahren dadurch
gekennzeichnet ist, dass für jeden Schneidzyklus die Drehzahl der Klingen-tragenden
Trommeln (11) berechnet wird, um mit der spezifischen Zuführgeschwindigkeit des
Walzgutes (13), dem Abstand der Klingen (17) längs des Umfangs der Trommeln (11)
und mit einer gewünschten Grundabmessung in Beziehung zu stehen, wobei die
Grundabmessung eine Länge ist, welche ein Bruchteil der gewünschten Länge jedes
Barren ist, der von dem Walzgut (13) zugeschnitten werden soll, und die
Winkelgeschwindigkeit der Trommeln (11) konstant und so gehalten wird, dass in
einer endlichen Zahl von Rotationsdurchgängen der Schneideklingen (17) bei der
spezifischen Zuführgeschwindigkeit des Walzguts (13) eine Mehrzahl von Abschnitten
des Walzguts (13) erhalten wird, die ein Vielfaches der Grundabmessung sind.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zum Abschneiden des
Schwanzendes des Walzgutes (13) an einem bestimmten Punkt stromauf der Schere
(10) eine Restlänge des Walzgues (13) gemessen wird, und die Anzahl der in dieser
Restlänge enthaltenen Grundabmessungen berechnet wird, wobei die Länge
zumindest eines Endabschnitts des zugeschnittenen Walzgutes durch die in dem
Endabschnitt ohne das Schwanzende enthaltene aktuelle Länge bestimmt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlenkeinrichtung (14)
dazu eingerichtet ist, der Reihe nach mit einer Zone zum Abschrotten des Kopfendes
(21), mit einer ersten Übergangszone (22), mit einer Zone (20) zum Zuschneiden, mit
einer zweiten Übergangszone (22) gegenüber der ersten Übergangszone (22) und mit
einer Zone (21) zum Abschrotten des Schwanzendes zusammenzuarbeiten, wobei der
Übergang in die Zuschneidezone (20) für die Anzahl der von dem Walzgut (13) zu
erhaltenden zugeschnittenen Barren wiederholt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Schwanzende in
derselben Zone abgeschrottet wird, in welcher das Kopfende (21) abgeschrottet wird.
5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Schwanzende in einer
eigenen Zone (21) zum Abschrotten des Schwanzendes abgeschrottet wird, die -
bezogen auf die Zuschneidezone (20) - an der gegenüberliegenden Seite der
Verschrottungszone (21) für das Kopfende liegt.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Lage des
Abschrottens des Schwanzendes eine Funktion der besonderen Übergangszone (22) -
entweder links oder rechts von der Zuschneidezone (20) - des letzten von dem
Walzgut (13) abgeschnittenen Barrens ist.
7. Verfahren nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
zwischen dem Abschneiden des Kopf- und/oder Schwanzendes und dem Beginn des
Zuschneidens ein Vorgang zur Probengewinnung vorgeschrieben ist.
8. Verfahren nach einem der vorgehenden Ansprüche, welches zwei oder mehr parallele
Scheren (10) für dieselbe oder für mehrere Walzstraßen verwendet.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Scheren (10) von einem
einzigen Motormittel (34) angetrieben sind.
10. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass jede Schere (10) von einem
zugehörigen Motormittel (34) angetrieben ist.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, welches Trommeln (111) verwendet, die
mit zwei oder mehr Gruppen identischer Klingen versehen sind, wobei jede Gruppe
von Klingen für eine zugehörige Walzstraße dient.
12. Schere zum Zuschneiden von Walzgut, mit an dem Umfang gegenüberliegender und
gegensinnig rotierender Trommeln (11) angeordneten Klingen (17, 18), wobei die
Schere zumindest eine stromauf der Trommel (11) gelegene Umlenkeinrichtung (14)
und bewegbare Seitengänge auf der Zuführebene des Walzguts (13) aufweist, welche
ein von einer Walzstraße austretendes Walzgut (13) in Längsrichtung fördern, die
Umlenkeinrichtung (14) zumindest entsprechend einer Schneidachse (20a) versetzt
werden kann, stromab der Trommeln (11) ein erstes Mittel (30, 31) zur Aufnahme der
zugeschnittenen Barren (113) und ein zweites Mittel (28) zur Aufnahme der
abgeschrotteten Kopf- und Schwanzenden vorgesehen sind, das erste Mittel (30, 31)
stromab mit einem Mittel zum Aufnehmen des Produktes zusammenarbeitet und das
zweite Mittel (28) stromab mit einem Bremsmittel zum Abbremsen der
Schrottabschnitte (213) zusammenarbeitet, die Klingen-tragenden kontinuierlich
rotierenden Trommeln (11) in der Mitte Schneideklingen (17) zum Zuschneiden der
Barren (113), an beiden Seiten Klingen (25) zum Abschneiden der Kopf- und
Schwanzenden sowie von Proben und Abschrottklingen (18) aufweisen, und zwischen
den Schneideklingen (17) und den Klingen (18, 25) zum Abschrotten und zum
Abschneiden der Kopf- und Schwanzenden für Schneidproben entsprechende
Freiräume (19) ohne Klingen vorgesehen sind, durch welche der brauchbare Teil des
Walzguts (13) hindurchläuft, wobei die Schere dadurch gekennzeichnet ist, dass die
Trommeln (11) für jeden Schneidezyklus mit konstanter Winkelgeschwindigkeit
rotieren können und ein Mittel (33) vorgesehen ist, um den Drehzahlwert dieser
Trommeln (11) so zu berechnen, dass er mit der Zuführgeschwindigkeit des Walzguts
(13), dem Abstand der Schneideklingen (17) längs des Umfanges der Trommeln (11)
und einer gewünschten Grundabmessung betreffend den Schnitt der von dem Walzgut
(13) zu erhaltenden Barren in Beziehung steht, sodass man in einer endlichen Zahl von
Rotationsdurchgängen der Schneideklingen (17) bei der spezifischen
Zuführgeschwindigkeit des Walzguts (13) eine Mehrzahl von Abschnitten des
Walzguts erhält, die ein Vielfaches der Grundabmessung sind.
13. Schere nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneideklingen (27) so
ausgebildet sind, dass sie den zugeschnittenen Barren (113) in Richtung des
zugehörigen ersten Aufnahmemittels (30, 31) richten und die Abschrottklingen (18) so
ausgebildet sind, dass sie die Schrottabschnitte (213) in Richtung des zugehörigen
zweiten Aufnahmemittels (28) lenken.
14. Schere nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Klingen (25) zum
Abschneiden der Kopf- und Schwanzenden für Schneidproben so ausgebildet sind,
dass sie das abgeschnittene Ende nach oben oder nach unten lenken, je nachdem ob
das Kopf- oder das Schwanzende abgeschnitten wurde.
15. Schere nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Klingen (25) zum
Abschneiden der Kopf- und Schwanzenden für Schneidproben so ausgebildet sind,
dass sie die Probenabschnitte in Richtung des zugehörigen zweiten Aufnahmemittels
(28) lenken.
16. Schere nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Trommeln (11),
zumindest in Abstimmung mit den Schneideklingen (17) eine äußere
Nockenausbildung haben, um die zugeschnittenen Barren (113) in Richtung der
zugehörigen ersten Aufnahmemittel (30, 31) zu führen.
17. Schere nach einem der Ansprüche 12 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die
Trommeln (11) an dem Außenumfang zumindest in Abstimmung mit den
Abschrottklingen (18) Vertiefungen (29) aufweisen, um die Schrottabschnitte (213) in
Richtung des zugehörigen zweiten Aufnahmemittels (28) zu führen.
18. Schere nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Trommeln (11)
zumindest in Ausrichtung mit den Klingen (25) zum Abschneiden der Kopf- und
Schwanzenden und zum Probeschneiden eine äußere Nockenausbildung haben, um
die Probenabschnitte in Richtung des zugehörigen zweiten Aufnahmemittels (28) zu
führen.
19. Schere nach einem der Ansprüche 12 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass stromab der
Klingen-tragenden Trommeln (11) eine stationäre Platte (26) vorgesehen ist, welche
zumindest Übergangsführungen (26b, 26c) festlegt, um die zugeschnittenen Barren
(113) in Richtung der zugehörigen Aufnahmemittel (30, 31) zu führen und zu fördern,
sowie zumindest Übergangsführungen (26a, 26d), um die Schrottabschnitte (213) in
Richtung des zugehörigen zweiten Aufnahmemittels (28) zu führen und zu fördern.
20. Schere nach einem der Ansprüche 12 bis 19, welche ein Führungsmittel (23) für die
einkanalige Umlenkeinrichtung (14) besitzt.
21. Schere nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungsmittel (23) eine
horizontale Schneidebene (24) festgelegt.
22. Schere nach Anspruch 20, dass das Führungsmittel (23) eine Schneidebene (24) festlegt,
die zumindest teilweise zickzackförmig oder ähnlich ist.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| IT98UD000048A IT1299762B1 (it) | 1998-03-25 | 1998-03-25 | Procedimento per il taglio a misura di barre laminate e relativa cesoia per il taglio a misura |
| PCT/IB1999/000490 WO1999048638A1 (en) | 1998-03-25 | 1999-03-23 | Method for shearing to size rolled bars and relative shears for shearing to size |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE69901943D1 DE69901943D1 (de) | 2002-08-01 |
| DE69901943T2 true DE69901943T2 (de) | 2002-10-10 |
Family
ID=11422627
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE69901943T Expired - Lifetime DE69901943T2 (de) | 1998-03-25 | 1999-03-23 | Verfahren und vorrichtung zum zerteilen von walzgut |
Country Status (9)
| Country | Link |
|---|---|
| EP (1) | EP1066129B1 (de) |
| JP (1) | JP2002507490A (de) |
| AT (1) | ATE219710T1 (de) |
| AU (1) | AU744306B2 (de) |
| CA (1) | CA2325486C (de) |
| DE (1) | DE69901943T2 (de) |
| ES (1) | ES2175952T3 (de) |
| IT (1) | IT1299762B1 (de) |
| WO (1) | WO1999048638A1 (de) |
Families Citing this family (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102005045507B3 (de) * | 2005-09-23 | 2006-11-30 | Audi Ag | Fliegende Abtrennvorrichtung zur spanenden Abtrennung eines Strangprofilabschnitts von einem im kontinuierlichen Strangzieh-/Stranggussprozess gebogenen Strangprofil |
| ITMI20130107A1 (it) | 2013-01-24 | 2014-07-25 | Danieli Off Mecc | Dispositivo di convogliamento di barre laminate in uscita da una cesoia di taglio, relativa macchina di taglio e relativo processo di taglio |
| CN111805001B (zh) * | 2019-04-12 | 2025-01-24 | 上海佳冷冷弯科技股份有限公司 | 一种自动剪切系统、及自动剪切方法 |
| CN110696153B (zh) * | 2019-11-13 | 2024-07-26 | 福州大学 | 一种挤出瓦片分剪与堆垒机构及其工作方法 |
| CN113083898A (zh) * | 2019-12-23 | 2021-07-09 | 北京京诚瑞信长材工程技术有限公司 | 倍尺飞剪出轧件取样装置 |
Family Cites Families (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR1129372A (fr) * | 1954-08-13 | 1957-01-21 | Morgan Construction Co | Appareil de cisaillement |
| FR1430009A (fr) * | 1965-04-20 | 1966-02-25 | Demag Ag | Cisailles à ébouter et à tronçonner |
| DE4119843A1 (de) * | 1991-06-13 | 1992-12-17 | Thaelmann Schwermaschbau Veb | Universelle rotierende schere |
| DE4119842A1 (de) * | 1991-06-13 | 1992-12-17 | Thaelmann Schwermaschbau Veb | Rotierende schere mit einer schwenkeinrichtung |
| DE4418917A1 (de) * | 1994-05-31 | 1995-12-07 | Schloemann Siemag Ag | Verfahren und Vorrichtung zum Abtrennen und kontrollierten Abkühlen von Einzelstäben aus einem Walzprofil |
| AT406555B (de) * | 1996-01-22 | 2000-06-26 | Evg Entwicklung Verwert Ges | Anlage zum abschneiden mehrerer drahtlängen von einem drahtmaterialstrang |
-
1998
- 1998-03-25 IT IT98UD000048A patent/IT1299762B1/it active IP Right Grant
-
1999
- 1999-03-23 ES ES99907789T patent/ES2175952T3/es not_active Expired - Lifetime
- 1999-03-23 CA CA002325486A patent/CA2325486C/en not_active Expired - Fee Related
- 1999-03-23 JP JP2000537670A patent/JP2002507490A/ja active Pending
- 1999-03-23 AT AT99907789T patent/ATE219710T1/de active
- 1999-03-23 WO PCT/IB1999/000490 patent/WO1999048638A1/en not_active Ceased
- 1999-03-23 AU AU27415/99A patent/AU744306B2/en not_active Ceased
- 1999-03-23 DE DE69901943T patent/DE69901943T2/de not_active Expired - Lifetime
- 1999-03-23 EP EP99907789A patent/EP1066129B1/de not_active Expired - Lifetime
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| EP1066129A1 (de) | 2001-01-10 |
| CA2325486C (en) | 2007-03-20 |
| CA2325486A1 (en) | 1999-09-30 |
| IT1299762B1 (it) | 2000-04-04 |
| AU744306B2 (en) | 2002-02-21 |
| ATE219710T1 (de) | 2002-07-15 |
| EP1066129B1 (de) | 2002-06-26 |
| WO1999048638A1 (en) | 1999-09-30 |
| AU2741599A (en) | 1999-10-18 |
| DE69901943D1 (de) | 2002-08-01 |
| ES2175952T3 (es) | 2002-11-16 |
| JP2002507490A (ja) | 2002-03-12 |
| ITUD980048A0 (it) | 1998-03-25 |
| ITUD980048A1 (it) | 1999-09-25 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2720136A1 (de) | Einrichtung zum schopfen, teilen und zerkleinern von schnell laufendem walzgut | |
| DE2654866A1 (de) | Fliegende schermaschine der drehtrommelbauart fuer strangfoermiges walzgut | |
| EP0829322B1 (de) | Hochgeschwindigkeitsschere zum Querteilen von Walzband | |
| EP1330324A1 (de) | Kompakte kreismesserschere | |
| DE69408104T2 (de) | Hochgeschwindigkeits-Schopfschere und Verfahren zum Anwenden dieser Schopfschere zum Scheren der Anfangs- und Endstücke einer gewalzten Stange | |
| DE69901943T2 (de) | Verfahren und vorrichtung zum zerteilen von walzgut | |
| DE69424817T2 (de) | Fliegende Schere | |
| DE1901999A1 (de) | Kreismesserschere | |
| DE4418917A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Abtrennen und kontrollierten Abkühlen von Einzelstäben aus einem Walzprofil | |
| EP0169350A2 (de) | Vorrichtung zur Einstellung des Messerspaltes an Trommelscheren | |
| DE3824276C2 (de) | Verfahren zum Trennen von aus einer Walzstraße kontinuierlich herangeförderten, zu Gruppen gesammelten Walzstäben und Trenneinrichtung zur Durchführung des Verfahrens | |
| EP3681662B1 (de) | Vorrichtung und verfahren zum querteilen eines warmbands | |
| DE69300944T2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von einzelnen runden Stangen im warmen Zustand aus warmen Mehrfachelementen. | |
| DE2908409C2 (de) | Walzstraße zum Walzen von Stäben oder Draht | |
| EP1211212A2 (de) | Falzschwertsteuerung | |
| DE10126220C2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Betreiben einer Drahtwalzstraße | |
| EP0743109A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum bündigen Abbremsen des Restendes einer Walzlänge beim Transport auf ein Kühlbett | |
| DE3832853C2 (de) | ||
| WO2019215114A1 (de) | GIEß-WALZ-ANLAGE, UND VERFAHREN ZU DEREN BETRIEB | |
| AT397480B (de) | Walzgutschere | |
| EP1183117A1 (de) | Verfahren zum herstellen eines bandförmigen vormaterials aus metall, insbesondere eines solchen vormaterials welches in regelmässig wiederkehrenden abschnitten profiliert ist, und die verwendung einer vorrichtung dafür | |
| DE482393C (de) | Rotierende Walzgutschere | |
| EP3854507A1 (de) | Vorrichtung und verfahren zum querteilen eines metallbandes in einer walzstrasse | |
| EP0924007A2 (de) | Verfahren zum Abscheiden von Drahtstücken vorgegebener Länge von einem Draht sowie Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens | |
| DE2410905C3 (de) | Vorrichtung zum Anspitzen von Drahtenden |