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DE69900393T2 - Glasfaser-Cord zur Verstärkung von Gummi - Google Patents

Glasfaser-Cord zur Verstärkung von Gummi

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Publication number
DE69900393T2
DE69900393T2 DE69900393T DE69900393T DE69900393T2 DE 69900393 T2 DE69900393 T2 DE 69900393T2 DE 69900393 T DE69900393 T DE 69900393T DE 69900393 T DE69900393 T DE 69900393T DE 69900393 T2 DE69900393 T2 DE 69900393T2
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DE
Germany
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latex
glass fiber
rubber
cord
coating
Prior art date
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Expired - Lifetime
Application number
DE69900393T
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English (en)
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DE69900393D1 (de
Inventor
Mitsuharu Akiyama
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Nippon Sheet Glass Co Ltd
Original Assignee
Nippon Sheet Glass Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by Nippon Sheet Glass Co Ltd filed Critical Nippon Sheet Glass Co Ltd
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Publication of DE69900393D1 publication Critical patent/DE69900393D1/de
Publication of DE69900393T2 publication Critical patent/DE69900393T2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J5/00Manufacture of articles or shaped materials containing macromolecular substances
    • C08J5/04Reinforcing macromolecular compounds with loose or coherent fibrous material
    • C08J5/06Reinforcing macromolecular compounds with loose or coherent fibrous material using pretreated fibrous materials
    • C08J5/08Reinforcing macromolecular compounds with loose or coherent fibrous material using pretreated fibrous materials glass fibres
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C03CCHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
    • C03C25/00Surface treatment of fibres or filaments made from glass, minerals or slags
    • C03C25/10Coating
    • C03C25/24Coatings containing organic materials
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    • C03C25/27Rubber latex
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C03C25/32Macromolecular compounds or prepolymers obtained otherwise than by reactions involving only carbon-to-carbon unsaturated bonds
    • C03C25/34Condensation polymers of aldehydes, e.g. with phenols, ureas, melamines, amides or amines
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J2321/00Characterised by the use of unspecified rubbers

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Description

    Gebiet der Erfindung
  • Die Erfindung betrifft eine Glasfaserschnur mit hervorragender Wärmebeständigkeit, Walkbeständigkeit und Wasserbeständigkeit, die zur Verstärkung von Gummiprodukten wie z. B. Gummiriemen und Reifen verwendet wird.
  • Hintergrund der Erfindung
  • Verstärkungsfasern einschließlich Glasfasern werden häufig als Verstärkungsmaterialien für Gummiprodukte wie z. B. Gummiriemen und Reifen verwendet.
  • Gummiprodukte wie z. B. Gummiriemen unterliegen einer Biegeschwingermüdung, weil Dauerbiegebeanspruchungen wiederholt sie belasten, und dies führt zu einer verminderten Leistungsfähigkeit. Die Biegeschwingermüdung bewirkt nämlich leicht eine Verstärkung/Matrixgummi-Entbindung oder einen Verschleiß der Verstärkungsfasern, was in einer verminderten Festigkeit resultiert. Für den Steuerwellenantrieb in Automobilverbrennungsmotoren verwendete Zahnriemen wird in der letzten Zeit auch gefordert, daß sie nicht nur die Steuerwelle antreiben, sondern auch als ein Hilfsmittel zum Antrieb einer Injektionspumpe usw. dienen. Die Zahnriemen benötigen daher eine hohe Festigkeit, so daß sie einer solch hohen Belastung standhalten.
  • Unter diesen Umständen sind hochfeste Glasfasern hauptsächlich für eine Riemenverstärkung verwendet worden. In JP-A-U-1-111848 (der Ausdruck "JP-A-U", wie hier verwendet, bedeutet eine "nicht geprüfte, veröffentlichte japanische Gebrauchsmusteranmeldung") wird ein Zahnriemen mit einem Kern vorgeschlagen, der durch Verbinden von hochfesten Glasfaserfilamenten mit einem Durchmesser von 6 bis 8 um zur Bildung eines Stranges, erstes Verdrehen einer gegebenen Anzahl von solchen Strängen zur Bildung eines Zwirns, umfassend 500 bis 800 Filamente, und zweites Verdrehen von 9 bis 12 solcher Zwirne in der zu der ersten Verdrehrichtung entgegengesetzten Richtung erhalten wird. Ein anderes Dokument betreffend Zahnriemen ist US 5 531 649. Die dort offenbarten Riemen haben einen spezifischen Aufbau und enthalten belastungstragende Schnüre aus Glasfilamenten, die mit einer Gummiverbindung und/oder RTL-Flüssigkeit behandelt werden können.
  • Verschiedene Glasfaserstrangbehandlungen sind auch vorgeschlagen worden, die die verbesserte Fähigkeit aufweisen, die Affinität und Adhäsion zwischen den Verstärkungsfasern und einem Gummi zu verstärken, um so die durch die Biegeschwingermüdung bewirkte Endbindung zu verhindern und somit eine ausreichende Verstärkungswirkung zu erhalten.
  • Z. B. schlägt JP-A-1-221433 (der Ausdruck "JP-A", wie hier verwendet, bedeutet eine "nicht geprüfte, veröffentlichte japanische Patentanmeldung") eine Behandlung vor, umfassend eine Kombination von einem wasserlöslichen Resorcinol/Formaldehyd-Kondensat, einem Vinylpyridin/Butadien/Styrol-Terpolymerlatex, einem dicarboxylierten Butadien/Styrol-Copolymerlatex und einem chlorsulfonierten Polyethylenlatex.
  • JP-A-63-270877 schlägt eine Zusammensetzung vor, bestehend hauptsächlich aus einem wasserlöslichen Resorcinol/Formaldehyd-Kondensat und einem hochgesättigtem Polymerkautschuk, enthaltend Nitril-Gruppen mit einem Jodwert von 120 oder weniger.
  • Weiterhin schlägt JP-A-63-126975 ein Behandlungsverfahren vor, das die Behandlung von Glasfasersträngen mit einem ersten Fluid umfassend ein Vinylpyridin/Styrol/Butadien- Terpolymerlatex, ein Kautschuklatex und ein wasserlösliches Resorcinol/Formaldehyd-Kondensat und dann die Behandlung der Stränge mit einer zweiten Flüssigkeit umfassend ein halogenhaltiges Polymer und Isocyanat umfaßt. EP 0 575 088 schlägt auch Flüssigkeiten auf Wasserbasis zur Behandlung und zum Imprägnieren von Glasfasern vor, die für die Verstärkung von Gummiprodukten verwendet werden können. Diese Gummiprodukte weisen einen hervorragenden Ermüdungswiderstand unter Wärme und eine Biegeschwingkraft wie auch eine Kältebeständigkeit auf.
  • Wenn solche herkömmlichen Behandlungen und Behandlungsverfahren bei einem Alkali-freien Glas (normalerweise E-Glas) bei der Herstellung einer Schnur angewendet werden, tritt das Problem auf, daß die Schnur einen erhöhten Kerndurchmesser zur Erhöhung seiner Anfangsstärke aufweisen sollte, was in einer beeinträchtigten Widerstandsfähigkeit gegenüber einer Biegeschwingermüdung resultiert.
  • Wenn hochfeste Glasfilamente mit einem Durchmesser von 6 bis 8 um verwendet werden, tritt das Problem auf, daß die Kosten für die Glasfilamentbildung hoch sind aufgrund des kleinen Filamentdurchmessers, obwohl die erwünschte Stärke und Widerstandsfähigkeit gegenüber Biegeschwingermüdung erhältlich sind.
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Ein erfindungsgemäßes Ziel ist die Bereitstellung von gummiverstärkenden, hochfesten Glasfasern, für die die Kosten der Filamentbildung relativ gering sind und die eine Beschichtung einer Behandlung mit ausreichender Wärme- und Wasserbeständigkeit aufweisen und die die oben beschriebenen Nachteile der Techniken des Standes der Technik überwinden. Die Bindungsstärke zwischen den Verstärkungsfasern und einem Matrixgummi ist so hoch, daß selbst wenn das verstärkte Gummiprodukt unter solchen Bedingungen verwendet wird, daß Dauerbiegebeanspruchungen wiederholt diesen unter hohen Belastungen bei hohen Temperaturen auferlegt werden, die Verstärkungsfasern weder eine Verminderung in ihrer Festigkeit erfahren noch sich von dem Matrixgummi trennen.
  • Insbesondere ist es das erfindungsgemäße Ziel, die Produktivität bei der Filamentbildung durch Verwenden von hochfesten Glasfaserfilamenten mit einem Durchmesser von über 8 um, aber nicht größer als 10 um zu verbessern und als ein Endprodukt eine kostengünstige Glasfaserschnur zur Verstärkung eines Gummis bereitzustellen, die eine ausreichende Wärme- und Wasserbeständigkeit und eine ausreichende Walkbeständigkeit aufweist.
  • Wenn jedoch Filamente mit einem solch relativ großen Durchmesser zur Bildung eines Garnes miteinander kombiniert werden, besteht das Problem, daß dieses Garn in bezug auf die Widerstandsfähigkeit gegenüber einer Biegeschwingermüdung gegenüber einem Garn umfassend die gleiche Anzahl von dünneren Filamenten verschlechtert ist. Die Erfinder haben gefunden, daß eine kostengünstige Glasfaserschnur zur Verstärkung eines Gummis, die in bezug auf die Beständigkeit gegenüber Biegeschwingermüdung gegenüber herkömmlichen Glasfaserschnüren umfassend dünnere hochfeste Glasfaserfilamente gleichwertig ist und die eine hohe Festigkeit und Wärme- und Wasserbeständigkeit aufweist, durch Bilden einer Beschichtung, umfassend ein Resorcinol/Formaldehyd-Kondensat und einen Kautschuklatex, auf einem Strang, umfassend gebundene hochfeste Glasfaserfilamente mit einem Durchmesser von größer als 8 um, aber nicht größer als 10 um, gemeinsames Verdrehen von zwei oder mehreren solcher beschichteter Stränge und wahlweise Bilden einer zweiten Beschichtung hierauf, wobei eine Schnur mit einem Durchmesser von 0,8 bis 1,1 um gebildet wird, erhalten wird.
  • Genaue Beschreibung der Erfindung
  • Erfindungsgemäß verwendbare hochfeste Gläser sind solche mit einer Zugfestigkeit von 300 kg/cm² oder mehr. Insbesondere bevorzugt sind Glasfasern mit einer in Tabelle 1 gezeigten Zusammensetzung, die später gezeigt wird. Zu Vergleichszwecken ist die Zusammensetzung von E-Glas auch in der Tabelle 1 gezeigt. Beispiele solcher hochfester Glasfasern schließen K-Glasfasern und U-Glasfasern (beide von Nippon Glas Fiber Co., Ltd. hergestellt), T-Glasfasern (hergestellt von Nitto Boseki Co., Ltd.), R-Glasfasern (hergestellt von Vetrotex Co.) und S-Glasfasern, S-2- Glasfasern und ZENTRON-Glasfasern (alle von Owens Corning Fiberglass Corp. hergestellt) ein.
  • Die Glasfaserfilamente zur erfindungsgemäßen Verwendung weisen einen Durchmesser von mehr als 8 um, aber nicht mehr als 10 um auf, wobei der Durchmesser für hochfeste Glasfilamente relativ groß ist. Der Durchmesser der Filamente beträgt vorzugsweise 9 um. So wird die Produktivität bei der Filamentbildung stark verbessert im Vergleich mit der Bildung von Filamenten mit einem Durchmesser von 6 bis 8 um.
  • Eine Beschichtung (erste Beschichtung) umfassend ein Resorcinol/Formaldehyd-Kondensat und einen Kautschuklatex wird auf einem durch Verbinden der Filamente erhaltenen Strang gebildet.
  • Das Resorcinol/Formaldehyd-Kondensat (hiernach als "RF- Flüssigkeit" bezeichnet) ist in seiner Art nicht beschränkt, und es können z. B. solche vom Novolac-Typ, Resol-Typ oder ein Mischtyp derselben verwendet werden. Das molare Verhältnis von Resorcinol (R) zu Formaldehyd (F) beträgt vorzugsweise 1/1 bis 1/3. Der Feststoffgehalt des Kondensates beträgt vorzugsweise 5 bis 10 Gew.-%.
  • Beispiele des Kautschuklatex schließen ein Vinylpyridin/Styrol/Butadien-Terpolymer (hiernach als "VP" bezeichnet)-Latex, ein Styrol/Butadien-Copolymerlatex, ein Acrylnitril/Butadien-Copolymerlatex, ein Butadien- Kautschuklatex, ein chlorsulfoniertes Polyethylen (hiernach als "CSM" bezeichnet)-Latex, ein alkyliertes chlorsulfoniertes Polyethylen-Latex, und Latex eines hochgesättigten Polymers mit Nitril-Gruppen ein. Diese Latexe können allein oder in Kombination von zwei oder mehreren hiervon verwendet werden.
  • Von diesen Latexen insbesondere bevorzugt ist entweder eine Mischung eines VP-Latex und eines CSM-Latex oder ein Latex eines hochgesättigten Polymers mit Nitril-Gruppen, weil eine Glasfaserschnur mit hervorragender Wärmebeständigkeit und Wasserbeständigkeit durch die Verwendung hiervon erhalten werden kann.
  • Die VP-Latex/CSM-Latexmischung kann vorteilhafterweise verwendet werden, wenn das Verhältnis zwischen den zwei Latexen und der RF-Flüssigkeit in einem solchen Gewichtsprozentbereich liegt, daß das RF-Flüssigkeit/VP- Latex/CSM-Latex-Verhältnis vorzugsweise (2-15)/(15-80)/(15-70) beträgt, bevorzugter (5-10)/(35-70)/(20-55).
  • Viele Terpolymere dieser Art, die dem Fachmann bekannt sind, können als VP verwendet werden. Beispiele des Terpolymers schließen Terpolymere, umfassend 20 bis 85 Gew.-% Butadien, 5 bis 70 Gew.-% Styrol, und 5 bis 30 Gew.-% Vinylpyridin, und Terpolymere umfassend ungefähr 70 Gew.-% Butadien, ungefähr 15 Gew.-% Styrol, und ungefähr 15 Gew.-% Vinylpyridin ein. Typische VP-Produkte, die im Handel erhältlich sind, schließen "Nipol 2518FS", Marke von Nippon Zeon Co., Ltd., "JSR0650", Marke von JSR Corporation INC. und "PyratexJ-1904", Marke von Sumika A & L INC. ein. Diese werden vorzugsweise als ein Latex mit einem Feststoffgehalt von ungefähr 40 Gew.-% verwendet.
  • CSM wird durch Chlorieren von Polyethylen in Anwesenheit von Schwefeldioxid hergestellt, wobei ein Teil der Wasserstoffatome in der Hauptkette des Polyethylens durch Chlorsulfonyl-Gruppen (ClSO&sub2;-) und Chloratome ersetzt wird.
  • Bevorzugte Beispiele von CSM für die erfindungsgemäße Verwendung schließen solche ein mit einem Chlor-Gehalt von 25 bis 43 Gew.-% und einem Schwefel-Gehalt von 1,0 bis 1,5 Gew.-% ein. Diese CSM können vorteilhafterweise als ein Latex bei einem Feststoffgehalt von z. B. 30 bis 60 Gew.-% und vorzugsweise ungefähr 40 Gew.-% verwendet werden. Ein typisches, im Handel erhältliches Produkt eines solchen Latex ist "Esprene", hergestellt von Sumitomo Chemical Co., Ltd.
  • Ein Latex eines hochgesättigten Polymers mit Nitril-Gruppen kann vorteilhafterweise verwendet werden, wenn das Verhältnis zwischen dem Latex und der RF-Flüssigkeit in einem solchen Gewichtsprozentbereich liegt, daß das Verhältnis der RF- Flüssigkeit zu dem Latex eines hochgesättigten Polymers mit Nitril-Gruppen vorzugsweise (6-17)/(83-94) und bevorzugter (7-11)/(89-93) beträgt. Das hochgesättigte Polymergummi mit Nitril-Gruppen sollte einen Jodwert von 120 oder weniger im Hinblick auf die Gummifilmstärke und die Adhäsion an wärmeresistente Gummis aufweisen. Der Jodwert hiervon beträgt vorzugsweise 0 bis 100 und bevorzugter 0 bis 50. Der Jodwert wird gemäß JIS K0070 bestimmt.
  • Beispiele des hochgesättigten Polymerkautschuks mit Nitril- Gruppen schließen ein: Kautschuke, die aus ungesättigten Nitril/konjugierten Dien-Copolymerkautschuken durch Hydrieren des konjugierten Dien-Strukturteils erhalten werden; ungesättigte Nitril/konjugiertes Dien/ethylenisch ungesättigte Monomer-Terpolymerkautschuke und Kautschuke, die aus den Terpolymerkautschuken durch Hydrieren der konjugierten Dien-Strukturteils erhalten werden; und ungesättigte Nitril/ethylenisch ungesättigte Monomer- Copolymerkautschuke. Die ungesättigten Nitril/ethylenisch ungesättigten Monomer-Copolymerkautschuke können solche sein, in denen ein unkonjugiertes Dien wie z. B. Vinylnorbornen, Dicyclopentadien oder 1,4-Hexadien anstelle eines Teils der ungesättigten Monomere copolymerisiert worden ist.
  • Spezifische Beispiele des hochgesättigten Polymerkautschuks mit Nitril-Gruppen schließen ein: Kautschuke, die durch Hydrieren von Butadien/Acrylnitril-Copolymerkautschuken erhalten werden, Isopren/Butadien/Acrylnitril- Copolymerkautschuke, oder Isopren/Acrylnitril- Copolymerkautschuke; Kautschuke wie z. B. Butadien/Methylacrylat/Acetonitril-Copolymerkautschuke und Butadien/Acrylsäure/Acrylnitril-Copolymerkautschuke, und Kautschuke, die durch Hydrieren dieser Kautschuke erhalten werden; und Butadien/Ethylen/Acrylnitril-Copolymerkautschuke, Butylacrylat/Ethoxyethylacrylat/Vinylchloracetat/Acrylnitril- Copolymerkautschuke, und Butylacrylat/Ethoxyethylacrylat/Vinylnorbornen/Acrylnitril- Copolymer-Kautschuke. Diese Kautschuke werden durch herkömmliche Polymerisationsverfahren und herkömmliche Hydrierungsverfahren erhalten.
  • Ein bevorzugtes Beispiel des obigen Latex ist "Zetpol Latex 2020" (Handelsname; hergestellt von Nippon Zeon Co. Ltd.) (Latex eines Kautschuks, erhalten durch Hydrieren eines Butadien/Acrylnitril-Copolymerkautschuks; Jodwert 28).
  • Das oben beschriebene Beschichtungsmaterial weist eine Feststoff-Konzentration von vorzugsweise 10 bis 40 Gew.-% und bevorzugter 25 bis 35 Gew.-% auf. Wenn die Feststoffgehaltkonzentration zu gering ist, werden die Glasfaserstränge unzureichend hiermit beschichtet. Andererseits, wenn die Feststoffgehaltkonzentration zu hoch ist, ist es schwierig, die Beschichtungsmenge zu kontrollieren und somit ist es schwierig, gleichförmig beschichtete Stränge zu erhalten.
  • Das Beschichtungsmaterial, das die RF-Flüssigkeit und den Kautschuklatex, wie oben beschrieben, als Hauptkomponenten umfaßt, kann wahlweise eine Base zur pH-Kontrolle, z. B. Ammoniak enthalten. Das Beschichtungsmaterial kann weiterhin einen Stabilisator, ein Antioxidans usw. enthalten.
  • Das Behandlungsverfahren mit dem Beschichtungsmaterial (erstes Beschichtungsmaterial) ist erfindungsgemäß nicht beschränkt, und herkömmliche Verfahren können verwendet werden. Im allgemeinen werden Glasfaserstränge, jeweils umfassend 200 bis 2 000 hochfeste Glasfaserfilamente, die mit einem Schlichtemittel bei der Stufe des Spinnens verbunden worden sind, kontinuierlich in das Beschichtungsmaterial eingetaucht. Bei diesem Eintauchen werden die Stränge getrennt in das Beschichtungsmaterial eingeführt, oder 2 bis 10 Stränge werden angeordnet und in das Beschichtungsmaterial eingeführt. Die eingetauchten Stränge werden herausgezogen, und überschüssiges Beschichtungsmaterial wird entfernt. Falls erwünscht und erforderlich, werden die Stränge dann getrocknet und aufgewickelt. Zwei oder mehr der so erhaltenen beschichteten Glasfaserstränge werden normalerweise zusammen verdreht, um eine Glasfaserschnur zu erhalten.
  • Eine zweite Beschichtung kann auf der Glasfaserschnur gebildet werden, falls erwünscht. Diese zweite Beschichtung wird normalerweise gebildet, wenn die Adhäsionsstärke zwischen der ersten Beschichtung und einem Matrixgummi unzureichend ist.
  • Die zweite Beschichtung wird aus einem Beschichtungsmaterial, umfassend eine Kautschuk-Verbindung und ein Vulkanisierungsmittel, gebildet. Verschiedene Kautschuke können als die Kautschuk-Verbindung in dem zweiten Beschichtungsmaterial verwendet werden, entweder allein oder in Kombination von zwei oder mehreren hiervon gemäß der Art des Matrixkautschuks. Wenn z. B. der Matrixkautschuk ein hochgesättigtes Polymer mit Nitril-Gruppen ist, ist CSM wirksam. Weiterhin, wenn der Matrixkautschuk ein Mischkautschuk, umfassend ein hochgesättigtes Polymer mit Nitril-Gruppen und ein hochgesättigtes Polymer mit Nitril- Gruppen, das hierin feindispergiert Poly(zinkmethacrylat) enthält, sind ein hochgesättigter Polymerkautschuk mit Nitril-Gruppen und ein Mischkautschuk mit der gleichen Zusammensetzung wirksam. Das CSM und der hochgesättigte Polymerkautschuk mit Nitril-Gruppen werden im allgemeinen in der Form einer Lösung in einem aromatischen Kohlenwasserstoff, wie z. B. Benzol, Toluol oder Xylol, einem halogenierten Kohlenwasserstoff, wie z. B. Trichlorethylen, Methylethylketon (hiernach als MEK bezeichnet), Ethylacetat oder dgl. verwendet.
  • Obwohl Details von CSM und hochgesättigtem Polymerkautschuk mit Nitril-Gruppen wie oben beschrieben sind, ist ein hochgesättigtes Polymer mit Nitril-Gruppen und dispergiert hierin enthaltend feine Partikel von Poly(zinkmethacrylat) auf dem Markt unter dem Handelsnamen "ZSC", das ein Produkt von Nippon Zeon Co., Ltd. ist.
  • Beispiele des in dem zweiten Beschichtungsmaterial enthaltenen Vulkanisierungsmittels schließen Schwefel, organische Peroxide wie z. B. Ducumylperoxid und 1,3-Bis(t- butylperoxy-m-isopropyl)benzol, und aromatische Nitroso- Verbindungen wie z. B. p-Dinitronaphthalin und p-Dinitrosobenzol ein.
  • Obwohl das zweite Beschichtungsmaterial eine Kautschukverbindung und ein Vulkanisierungsmittel als Hauptkomponenten umfaßt, kann es ein organisches Diisocyant, anorganische Füllstoffe, Antioxidantien, Vulkanisierungshilfsstoffe, Weichmacher, usw. nach Bedarf enthalten.
  • Bevorzugte Beispiele des organischen Diisocyanats schließen Hexamethylendiisocyanat, Isophorondiisocyanat, Methylbis(4- cyclohexylisocyanat), Toluoldiisocyanat, Xyloldiisocyanat, Naphthalindiisocyanat und Methylenbis(phenylisocyanat) ein. Diese Diisocyanate können allein oder in Kombination von zwei oder mehreren hiervon verwendet werden. Im Falle eines Diisocyanates, für das Isomere in bezug auf die Substituenten existieren, wie z. B. Toluoldiisocyanat oder Methylenbis(phenyldiisocyanat), kann eine Mischung dieser Isomeren verwendet werden. Die organischen Diisocyanate können in einer geschützten Form verwendet werden, in der die Isocyanat-Gruppen mit Phenol oder einem Lactam geschützt worden sind. Ein solches organisches Diisocyanat in geschützter Form wird vorteilhafterweise verwendet, wenn das zweite Beschichtungsmaterial als eine Mischung in einem wäßrigen Medium, wie z. B. einer wäßrigen Emulsion, hergestellt wird.
  • Das zweite Beschichtungsmaterial wird als eine Lösung oder Dispersion mit einem Feststoffgehalt von 3 bis 25 Gew.-% und vorzugsweise 5 bis 15 Gew.-% hergestellt. Die Kautschukverbindung und das Vulkanisierungsmittel tragen hierzu jeweils vorzugsweise 20 bis 60 Gew.-% bzw. 0 bis 30 Gew.-% des Beschichtungsmaterials auf Feststoffbasis bei. Das Vulkanisierungsmittel wird, sofern erwünscht und erforderlich, hinzugefügt, weil die Kautschukverbindung selbst im allgemeinen ein Vulkanisierungsmittel enthält.
  • Die Glasfaserschnur mit einem ersten Beschichtungsmaterial wird mit dem zweiten Beschichtungsmaterial in einer flüssigen Form im allgemeinen in einer Abscheidemenge von 1 bis 10 Gew.-% (vorzugsweise 2 bis 6 Gew.-%) als Feststoffgehaltsmenge hiervon in bezug auf die Glasfaserschnur beschichtet. Das abgeschiedene zweite Beschichtungsmaterial wird getrocknet, wobei eine Glasfaserschnur mit einer zweiten Beschichtung erhalten wird.
  • Ein besonders wichtiger Punkt der Erfindung ist, daß eine Mehrzahl von Strängen mit jeweils einer ersten Beschichtung in einer solchen Weise verdreht werden, daß die letztlich erhaltene Glasfaserschnur mit der ersten Schicht oder die letztlich erhaltene Glasfaserschnur mit der ersten Schicht und der zweiten Beschichtung einen Durchmesser von 0,8 bis 1,1 mm aufweist. Wenn der Schnurdurchmesser zu klein ist, kann die Schnur keine zufriedenstellende Zugfestigkeit aufgrund einer zu geringen Anzahl von vereinten Strängen aufweisen, wenn sie unter hoher Belastung verwendet wird. Andererseits, wenn der Schnurdurchmesser zu groß ist, kann sich die Schnur leicht verschlechtern, wenn Dauerbiegebeanspruchungen wiederholt ihr auferlegt werden, obwohl die Schnur eine erhöhte Zugfestigkeit aufweist.
  • Die Erfindung wird detaillierter unter Bezugnahme auf die folgenden Beispiele erklärt werden, aber es sollte verstanden werden, daß die Erfindung nicht auf diese beschränkt erachtet werden sollte.
  • Beispiel 1
  • Hochfeste Glasfilamente mit jeweils einem Durchmesser von 9 um (Zusammensetzung von U-Glasfaser: 64,4 Gew.-% SiO&sub2;, 24,9 Gew.-% Al&sub2;O&sub3;, 9,7 Gew.-% MgO, 0,2 Gew.-% CaO, 0,2 Gew.-% Na&sub2;O, 0,4 Gew.-% K&sub2;O, 0,2 Gew.-% Fe&sub2;O&sub3;) wurden durch Spinnen gebildet. 200 solcher Glasfilamente wurden mit einem Elastomer-Schlichtemittel verbunden, wobei ein Glasstrang von 22,5 tex erhalten wurde. Drei solcher Stränge wurden miteinander vereint und mit einem ersten Beschichtungsmaterial mit der in (i) von Tabelle 2 unten gezeigten Zusammensetzung in einem Aufnahmegewicht von 20 Gew.-% in bezug auf das Gewicht der Glasfaserstränge beschichtet. Das beschichtete Glasfaserbündel wurde bei 280ºC 2 min lang erhitzt.
  • Das Glasfaserbündel wurde zuerst um 2,1 Drehungen pro inch in der Z-Richtung (S-Richtung) verdreht. Acht solcher primär verdrehter Glasfaserbündel wurden miteinander vereint und ein zweites Mal um 2,1 Drehungen pro inch in der S-Richtung (Z- Richtung) verdreht, wobei eine Glasfaserschnur mit einer ersten Beschichtung erhalten wurde.
  • Ein zweites Beschichtungsmaterial mit der in (a) von Tabelle 3 unten gezeigten Zusammensetzung wurde hergestellt. Die Glasfaserschnur mit der ersten Beschichtung wurde mit diesem zweiten Beschichtungsmaterial in einer solchen Menge beschichtet, daß das Aufnahmegewicht von nicht-flüchtigem Gehalt 3,0 Gew.-% betrug. Das organische Lösungsmittel wurde abgedampft, wobei eine Glasfaserschnur mit einem Durchmesser von 1,0 mm erhalten wurde.
  • Die Zugfestigkeit dieser Schnur wurde gemessen. Hiernach wurde die Schnur in Stücke jeweils einer Länge von 40 mm geschnitten, und die resultierenden Schnurstücke wurden parallel über eine Breite von 25 mm auf jeweils Lagen (30 mm · 40 mm · 1 mm) von Matrixkautschuken A und B, in Tabelle 4 unten gezeigt, angeordnet. Diese Lagen wurden 30 min lang druckvulkanisiert, wobei sowohl die Vorder- wie auch die Rückseite hiervon bei 150ºC für Lage A und bei 160ºC für Lage B erhitzt wurde. In bezug auf jede druckvulkanisierte Lage wurden ein Ende der Glasfaserschnur und ein Ende der Gummilage getrennt mit Klemmen gegriffen und in vertikaler Richtung auseinandergezogen, um die so getrennten Oberflächen in bezug auf den Adhäsionszustand zu untersuchen.
  • Weiterhin wurden Zahnriemen mit einer Breite von 19 mm und einer Länge von 980 mm unter Verwendung derselben Matrixkautschuke A und B hergestellt. Jeder der Zahnriemen wurden an ein Betriebsprüfgerät, ausgestattet mit einem 6 000 U/min Antriebsmotor angepaßt. Ein 400-Stunden- Hochtemperatur-Betriebstest wurde in einer 120ºC Atmosphäre durchgeführt. Die Zugfestigkeit jedes Riemens wurde nach dem Test gemessen, und das Verhältnis dieses gefundenen Zugfestigkeitswertes zu der Zugfestigkeit vor dem Test, mit anderen Worten die Beibehaltung der Zugfestigkeit, wurde bestimmt.
  • Der Durchmesser und die Zugfestigkeit der Schnur und die Bewertungsergebnisse bezüglich des Adhäsionszustandes zu den Matrixkautschuken und die Beibehaltung der Zugfestigkeit nach dem Betriebstest sind in den Tabellen 5 und 6 unten gezeigt.
  • Die Tabelle 5 zeigt die Bewertungsergebnisse für die Verwendung von Matrixkautschuk A und die Tabelle 6 zeigt die Bewertungsergebnisse für die Verwendung des Matrixkautschuks B.
  • Beispiel 2
  • Eine Glasfaserschnur mit einer ersten Beschichtung wurde unter Verwendung eines Beschichtungsmaterials mit der in Tabelle 2 (ii) gezeigten Zusammensetzung anstelle des in Beispiel 1 verwendeten ersten Beschichtungsmaterials hergestellt. Diese Glasfaserschnur wurde den gleichen Bewertungen wie in Beispiel 1 ohne Bilden einer zweiten Beschichtung hierauf unterworfen. Die erhaltenen Bewertungsergebnisse sind in den Tabellen 5 und 6 unten bezeigt.
  • Beispiel 3
  • Die in Beispiel 2 hergestellte Glasfaserschnur mit einer ersten Beschichtung wurde mit dem gleichen zweiten Beschichtungsmaterial wie in Beispiel 1 beschichtet, um eine Glasfaserschnur herzustellen. Diese Schnur wurde den gleichen Bewertungen wie in Beispiel 1 unterworfen. Die erhaltenen Bewertungsergebnisse sind in den Tabellen 5 und 6 unten gezeigt.
  • Beispiel 4
  • Eine Glasfaserschnur wurde in der gleichen Weise wie in Beispiel 1 hergestellt, nur daß ein zweites Beschichtungsmaterial mit der in Tabelle 3 (b) gezeigten Zusammensetzung anstelle des in Beispiel 1 verwendeten zweiten Beschichtungsmaterials aufgetragen wurde. Diese Schnur wurde den gleichen Bewertungen wie in Beispiel 1 unterworfen. Die erhaltenen Bewertungsergebnisse sind in den Tabellen 5 und 6 unten gezeigt.
  • Beispiel 5
  • Eine Glasfaserschnur wurde in der gleichen Weise wie in Beispiel 3 hergestellt, nur daß das in Beispiel 4 hergestellte zweite Beschichtungsmaterial anstelle des in Beispiel 3 verwendeten zweiten Beschichtungsmaterials aufgetragen wurde. Diese Schnur wurde den gleichen Bewertungen wie in Beispiel 1 unterworfen. Die erhaltenen Bewertungsergebnisse sind in den Tabellen 5 und 6 unten gezeigt.
  • Beispiel 6
  • Eine Glasfaserschnur wurde in der gleichen Weise wie in Beispiel 1 hergestellt, nur daß ein zweites Beschichtungsmaterial mit der in Tabelle 3 (c) gezeigten Zusammensetzung anstelle des in Beispiel 1 verwendeten Beschichtungsmaterials verwendet wurde. Diese Schnur wurde den gleichen Bewertungen wie in Beispiel 1 unterworfen. Die erhaltenen Bewertungsergebnisse sind in den Tabellen 5 und 6 unten gezeigt.
  • Beispiel 7
  • Eine Glasfaserschnur wurde in der gleichen Weise wie in Beispiel 3 hergestellt, nur daß das in Beispiel 6 hergestellte zweite Beschichtungsmaterial anstelle des in Beispiel 3 verwendeten Beschichtungsmaterials aufgetragen wurde. Die Schnur wurde den gleichen Bewertungen wie in Beispiel 1 unterworfen. Die erhaltenen Bewertungsergebnisse sind in den Tabellen 5 und 6 unten gezeigt.
  • Vergleichsbeispiel 1
  • Das gleiche Glasfaserbündel mit einer ersten Beschichtung, das in Beispiel 1 verwendet wurde, wurde einmal in der gleichen Weise wie in Beispiel 1 verdreht. Elf solcher einfach verdrehter Bündel wurden miteinander vereint und zweites Mal verdreht. Die anderen Bedingungen waren die gleichen wie in Beispiel 1. Die erhaltenen Bewertungsergebnisse sind in den Tabellen 5 und 6 unten gezeigt.
  • Vergleichsbeispiel 2
  • Das gleiche Glasfaserbündel mit einer ersten Beschichtung, das in Beispiel 2 verwendet wurde, wurde einmal in der gleichen Weise wie in Beispiel 2 verdreht. Elf solcher einfach verdrehter Bündel wurden miteinander vereint und zweites Mal verdreht. Die anderen Bedingungen waren die gleichen wie in Beispiel 2. Die erhaltenen Bewertungsergebnisse sind in den Tabellen 5 und 6 unten gezeigt.
  • Vergleichsbeispiel 3
  • Das gleiche Glasfaserbündel mit einer ersten Beschichtung, das in Beispiel 3 verwendet wurde, wurde einmal in der gleichen Weise wie in Beispiel 3 verdreht. Elf solcher einfach verdrehter Bündel wurden miteinander vereint und zweites Mal verdreht. Die anderen Bedingungen waren die gleichen wie in Beispiel 3. Die erhaltenen Bewertungsergebnisse sind in den Tabellen 5 und 6 unten gezeigt.
  • Vergleichsbeispiel 4
  • Das gleiche Glasfaserbündel mit einer ersten Beschichtung, das in Beispiel 4 verwendet wurde, wurde einmal in der gleichen Weise wie in Beispiel 4 verdreht. Elf solcher einfach verdrehter Bündel wurden miteinander vereint und zweites Mal verdreht. Die anderen Bedingungen waren die gleichen wie in Beispiel 4. Die erhaltenen Bewertungsergebnisse sind in den Tabellen 5 und 6 unten gezeigt.
  • Vergleichsbeispiel 5
  • Das gleiche Glasfaserbündel mit einer ersten Beschichtung, das in Beispiel 5 verwendet wurde, wurde einmal in der gleichen Weise wie in Beispiel 5 verdreht. Elf solcher einfach verdrehter Bündel wurden miteinander vereint und zweites Mal verdreht. Die anderen Bedingungen waren die gleichen wie in Beispiel 5. Die erhaltenen Bewertungsergebnisse sind in den Tabellen 5 und 6 unten gezeigt.
  • Vergleichsbeispiel 6
  • Das gleiche Glasfaserbündel mit einer ersten Beschichtung, das in Beispiel 6 verwendet wurde, wurde einmal in der gleichen Weise wie in Beispiel 6 verdreht. Elf solcher einfach verdrehter Bündel wurden miteinander vereint und zweites Mal verdreht. Die anderen Bedingungen waren die gleichen wie in Beispiel 6. Die erhaltenen Bewertungsergebnisse sind in den Tabellen 5 und 6 unten gezeigt.
  • Vergleichsbeispiel 7
  • Das gleiche Glasfaserbündel mit einer ersten Beschichtung, das in Beispiel 7 verwendet wurde, wurde einmal in der gleichen Weise wie in Beispiel 7 verdreht. Elf solcher einfach verdrehter Bündel wurden miteinander vereint und zweites Mal verdreht. Die anderen Bedingungen waren die gleichen wie in Beispiel 7. Die erhaltenen Bewertungsergebnisse sind in den Tabellen 5 und 6 unten gezeigt.
  • Vergleichsbeispiel 8
  • Hochfeste Glasfilamente mit einem Durchmesser von 7 um und der gleichen Zusammensetzung wurden anstelle der hochfesten Glasfilamente mit einem Durchmesser von 9 um, die in Beispiel 1 verwendet wurden, verwendet. Ein Glasfaserbündel mit der gleichen ersten Beschichtung wie in Beispiel 1 wurde hergestellt und einmal in der gleichen Weise wie in Beispiel 1 verdreht. Elf solcher einfach verdrehter Bündel wurden miteinander vereint und ein zweites Mal miteinander verdreht. Die anderen Bedingungen waren die gleich wie in Beispiel 1. Die erhaltenen Bewertungsergebnisse sind in den Tabellen 5 und 6 unten gezeigt.
  • Vergleichsbeispiel 9
  • Alkali-freie Glasfilamente mit einem Durchmesser von 9 um (Zusammensetzung von E-Glasfaser: 54,9 Gew.-.% SiO&sub2;, 14,2 Gew.-% Al&sub2;O&sub3;, 2,0 Gew.-% MgO, 23,0 Gew-% CaO, 0,44 Gew.-% Na&sub2;O, 0,18 Gew.-% K&sub2;O, 5,89 Gew.-% B&sub2;O&sub3;, 0,19 Gew.-% Fe&sub2;O&sub3;) wurden anstelle der in Beispiel 1 verwendeten hochfesten Glasfilamente mit einem Durchmesser von 9 um verwendet. Ein Glasfaserbündel mit der gleichen ersten Beschichtung wie in Beispiel 1 wurde hergestellt und einmal in der gleichen Weise wie in Beispiel 1 verdreht. Elf solcher einfach verdrehter Bündel wurden miteinander vereint und ein zweites Mal verdreht. Die anderen Bedingungen waren die gleichen wie in Beispiel 1. Die erhaltenen Bewertungsergebnisse sind in den Tabellen 5 und 6 unten gezeigt. Tabelle 1 Tabelle 2
  • *1: Feststoffgehalt Tabelle 3 Tabelle 4
  • *1): Hergestellt von Nippon Zeon Co. Ltd.
  • *2): Hergestellt von Nippon Zeon Co. Ltd.
  • *3): 1,3-Bis(t-butylperoxyisopropyl)benzol, hergestellt von Hercules Inc. Tabelle 5 Bewertungsergebnisse für die Verwendung von Matrixkautschuk A Tabelle 5 (Fortsetzung) Tabelle 6 Bewertungsergebnisse für die Verwendung von Matrixkautschuk B Tabelle 6 (Fortsetzung)
  • Die erfindungsgemäße Glasfaserschnur weist Vorteile auf, daß die Produktivität beim Spinnen hoch ist aufgrund der Verwendung von hochfesten Glasfaserfilamenten mit einem Durchmesser von mehr als 8 bis 10 um, und daß die erhaltene Glasfaserschnur nach dem Verdrehen eine hervorragende Walkbeständigkeit aufgrund ihres Durchmessers von 0,8 bis 1,1 mm aufweist. Durch Auftragen einer Kombination von einer ersten und einer zweiten Beschichtung auf einen solchen Schnuraufbau kann eine hochfeste Glasfaserschnur zum Verstärken eines Gummis bereitgestellt werden, die, selbst wenn sie unter solchen Bedingungen verwendet wird, daß Dauerbiegebeanspruchungen ihr wiederholt unter hoher Belastung bei hohen Temperaturen auferlegt werden, einer geringen Verminderung in ihrer Festigkeit unterliegt und sich nicht von dem Matrixgummi trennt, und die eine hohe Festigkeit und ausreichende Wärme- und Wasserbeständigkeit aufweist.

Claims (6)

1. Glasfaserschnur zum Verstärken eines Gummis mit einem Schnurdurchmesser von 0,8 bis 1,1 mm, wobei die Schnur erhalten wird durch Verbinden einer Mehrzahl von hochfesten Glasfaserfilamenten mit jeweils einem Durchmesser von größer als 8 um, aber nicht größer als 10 um, wobei ein Strang erhalten wird, Bilden auf dem Strang einer Beschichtung umfassend ein Resorcinol/Formaldehyd-Kondensat und einen Kautschuklatex, und gemeinsames Verdrehen von zwei oder mehreren solcher beschichteter Stränge.
2. Glasfaserschnur zum Verstärken eines Gummis mit einem Schnurdurchmesser von 0,8 bis 1,1 mm, wobei die Schnur erhalten wird durch Verbinden einer Mehrzahl von hochfesten Glasfaserfilamenten mit jeweils einem Durchmesser von größer als 8 um, aber nicht größer als 10 um, wobei ein Strang erhalten wird, Bilden auf dem Strang einer Beschichtung umfassend ein Resorcinol/Formaldehyd-Kondensat und einen Kautschuklatex, und gemeinsames Verdrehen von zwei oder mehreren solcher beschichteten Stränge, wobei eine Schnur erhalten wird, und Bilden auf der resultierenden Schnur einer zweiten Beschichtung umfassend eine Kautschukverbindung und ein Vulkanisierungsmittel.
3. Glasfaserschnur gemäß Anspruch 1 oder 2, wobei der Kautschuklatex mindestens ein Vertreter, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Vinylpyridin/Styrol/Butadien- Terpolymerlatex, Styrol/Butadien-Copolymerlatex, Acrylnitril/Butadien-Copolymerlatex, Butadienkautschuklatex, chlorsulfoniertes Polyethylenlatex, alkyliertes chlorsulfoniertes Polyethylenlatex, und Latex eines hochgesättigten Polymers mit Nitril-Gruppen ist.
4. Glasfaserschnur gemäß Anspruch 3, wobei der Kautschuklatex eine Mischung von Vinylpyridin/Styrol/Butadien-Terpolymerlatex und einem chlorsulfonierten Polyethylenlatex ist.
5. Glasfaserschnur gemäß Anspruch 3, wobei der Kautschuklatex ein Latex eines hochgesättigten Polymers mit Nitril-Gruppen ist.
6. Glasfaserschnur nach Anspruch 2, wobei die Kautschukverbindung in der zweiten Beschichtung ein hochgesättigtes Polymer mit Nitril-Gruppen, eine hochgesättigtes Polymer mit Nitril-Gruppen, das hierin feindispergiert Poly(methacrylsäure) enthält, oder ein chlorsulfoniertes Polyethylen ist.
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