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Fachgebiet
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine mehrschichtige weiche
Kapsel zur Beseitigung von Mundgeruch, die eine Kapsel-in-Kapsel-Struktur
hat (die eine multiple Struktur genannt wird) und Mundgeruch effektiv
beseitigt.
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Technischer
Hintergrund
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Bisher
wurden orale Zusammensetzungen, die (oral) verabreicht werden, um
schlechten Geruch in der Mundhöhle
zu beseitigen, lange Zeit untersucht, wie es zum Beispiel in der
Japanischen Offenlegungsschrift Hei 3(1991)-220117 beschrieben ist,
und einige davon sind kommerziell erhältlich. Unter diesen kann es
eine geben, die effektiv nicht nur normalen üblen Mundgeruch, wie Mercaptangeruch,
sondern auch Geruch, der durch eine bestimmte Nahrung erzeugt wird,
einschließlich
Knoblauchgeruch (insbesondere Diaryldisulfidgeruch) und Alkoholgeruch,
beseitigt, da sie einige Komponenten zur Beseitigung von Mundgeruch
enthält.
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Die
herkömmlicherweise
verfügbaren
oralen Zusammensetzungen beseitigen Mundgeruch, der von der aufgenommenen
Nahrung stammt, jedoch nicht völlig.
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Es
wird allgemein angenommen, dass der Mundgeruch durch ein Gemisch
des Geruchs, der in der Mundhöhle
von aufgenommener Nahrung erzeugt wird, mit Geruch, der nach der
Aufnahme von Nahrung vom Magen in die Mundhöhle zurückkehrt und gewöhnlich "zurückgekehrter
Geruch" genannt
wird, verursacht wird. Daher bleibt der Mundgeruch wegen der Anwesenheit
des im Magen erzeugten zurückgekehrten
Geruchs auch dann erhalten, wenn der erstere Geruch in der Mundhöhle beseitigt
wird.
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Um
Mundgeruch vollständig
zu beseitigen, ist die Verabreichung von wenigstens zwei Arten von
oralen Zusammensetzungen notwendig, zum Beispiel eine zur Beseitigung
des ersteren Geruchs in der Mundhöhle und eine andere zur Beseitigung
des letzteren Geruchs, der von der aufgenommenen Nahrung stammt (d.h.
des "zurückgekehrten
Geruchs"). Dies
war jedoch unbequem und hatte auch den folgenden Nachteil: Da die
letztere Zusammensetzung ebenfalls zusammen mit der ersten Zusammensetzung
in der Mundhöhle
aufgelöst
und gekaut wird, wird sie durch Mischen mit Speichel und anderem
Verdauungssaft verdünnt,
bevor sie den Magen erreicht, und der Gehalt an wirksamen Komponenten
ist zu gering zur Beseitigung.
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Ein
Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, diesen Nachteil zu überwinden
und eine Kapsel zur Beseitigung von Mundgeruch bereitzustellen,
die insbesondere effektiv sowohl auf den Geruch in der Mundhöhle als
auch auf den zurückgekehrten
Geruch aus dem Magen wirkt.
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Offenbarung
der Erfindung
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Wie
in 1 gezeigt ist, umfasst eine mehrschichtige weiche
Kapsel (10) der vorliegenden Erfindung zur Beseitigung
von Mundgeruch eine erste weiche Kapsel, die aus einer ersten weichen
Kapselschicht (1) und einem Inhalt (3) der ersten
weichen Kapsel besteht, und eine zweite, in der ersten weichen Kapsel
enthaltene weiche Kapsel, die aus einer zweiten weichen Kapselschicht
(2) und einem Inhalt (4) der zweiten weichen Kapsel
besteht. Sowohl der Inhalt (3) als auch (4) enthalten
eine Komponente mit der Wirkung der Beseitigung von Mundgeruch.
Die mehrschichtige weiche Kapsel (10) der vorliegenden
Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass eine zweite weiche Kapsel
(2) im Magen gelöst
wird.
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Die
vorliegende Erfindung stellt auch eine mehrschichtige weiche Kapsel
(10) bereit, von der die erste und/oder zweite weiche Kapselschicht
(1) und/oder (2) und/oder die Inhalte (3)
und/oder (4) eine Aromakomponente umfassen.
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Außerdem gibt
die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung einer mehrschichtigen
weichen Kapsel zur Beseitigung von Mundgeruch an, das Folgendes
umfasst: das gleichzeitige Extrudieren eines Verbund-Strahlstroms
in eine Kühllösung, wobei
der Verbund-Strahlstrom aus einer die zweite weiche Kapsel füllenden
Lösung,
die durch eine erste Düse
extrudiert wird, einer die zweite weiche Kapselschicht bildenden Lösung durch
eine zweite Düse,
einer die erste weiche Kapsel füllenden
Lösung,
die durch eine dritte Düse extrudiert
wird, und einer die erste weiche Kapselschicht bildenden Lösung, die
durch eine vierte Düse
extrudiert wird, besteht, wobei die erste, die zweite, die dritte
und die vierte Düse
konzentrisch angeordnet sind und die Durchmesser der Düsen sich
graduell in numerischer Reihenfolge vergrößern.
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Dementsprechend
hat die mehrschichtige weiche Kapsel (10) der vorliegenden
Erfindung bei (oraler) Verabreichung einer einzigen Kapsel zwei
Wirkungen der Beseitigung von Mundgeruch einschließlich einer
sofortigen Wirkung (a) und einer nachhaltigen Wirkung (b), wie es
im Folgenden erklärt
wird.
- (a) Die Komponente mit einer Wirkung
der Beseitigung von Geruch in der Mundhöhle, die im Inhalt der ersten
weichen Kapsel enthalten ist, kann den Geruch nach oraler Verabreichung
sofort beseitigen (die sofortige Wirkung der Beseitigung von Mundgeruch).
Die erste weiche Kapselschicht und/oder der darin eingekapselte
Inhalt können
auch eine Aromakomponente enthalten, so dass ein bitterer Geschmack
und dergleichen gemildert wird, wenn die Kapsel in der Mundhöhle aufgelöst und gekaut
wird, und daher hat die mehrschichtige weiche Kapsel einen ausgezeichneten
Geschmack.
- (b) Die Komponente, die in der zweiten weichen Kapsel eingekapselt
ist, erreicht den Magen ohne Auflösung und Kauen in der Mundhöhle sowie
ohne Mischen mit Speichel, anderem Verdauungssaft und dergleichen
und löst
sich dann im Magen und bewirkt eine Beseitigung des "zurückgekehrten
Geruchs" (die nachhaltige
Wirkung der Beseitigung von Mundgeruch).
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Bester Modus
der Durchführung
der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung wird wie folgt kurz erklärt.
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Wie
in 1 gezeigt ist, umfasst eine mehrschichtige weiche
Kapsel (10) der vorliegenden Erfindung zur Beseitigung
von Mundgeruch eine erste weiche Kapsel und eine zweite, in der
ersten weichen Kapsel eingekapselte weiche Kapsel. Die erste weiche
Kapsel besteht aus einer ersten weichen Kapselschicht (1)
und einem Inhalt (3) der ersten weichen Kapsel, der eine
Komponente enthält,
die die Beseitigung von Mundgeruch bewirkt, wobei der Inhalt (3)
der ersten weichen Kapsel in der ersten weichen Kapselschicht (1)
eingekapselt ist. Die zweite weiche Kapsel besteht aus einer zweiten
weichen Kapselschicht (2) und einem Inhalt (4)
der zweiten weichen Kapsel, der eine Komponente enthält, die
die Beseitigung von Mundgeruch bewirkt, wobei der Inhalt (4)
der zweiten weichen Kapsel in der zweiten weichen Kapselschicht
(2) eingekapselt ist.
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Das
Grundmaterial für
die Bildung der ersten und der zweiten weichen Kapselschicht unterliegt
keiner speziellen Einschränkung,
solange es eine weiche Kapselschicht bildet, und umfasst Gelatine,
Agar oder ein Gemisch davon.
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Außer dem
oben genannten Grundmaterial kann das Material zur Bildung der ersten
und der zweiten weichen Kapselschicht einer mehrschichtigen weichen
Kapsel gemäß der vorliegenden
Erfindung auch ein wasserlösliches
Polyol, wie Sorbit, Glycerin und dergleichen, Natriumalginat oder
niedermethoxyliertes Pektin, oder eines, das durch Gelieren einer
wässrigen
Lösung
von Natriumalginat oder niedermethoxyliertem Pektin mit einem mehrwertigen
Ion, vorzugsweise einem zwei- oder mehrwertigen Ion, oder dergleichen
erhalten wird, enthalten. Das mehrwertige Ion kann ein Salz eines
mehrwertigen Metalls, wie eines zwei- oder mehrwertigen Metalls,
sein, und insbesondere wird beim Gelieren der wässrigen Lösung von Natriumalginat zweckmäßigerweise
ein wasserlösliches Calciumsalz,
wie Calciumchlorat, Calciumphosphat und dergleichen, verwendet,
oder beim Gelieren von niedermethoxyliertem Pektin wird zweckmäßigerweise
ein wasserlösliches Salz,
wie ein Calcium-, Magnesiumsalz oder dergleichen, verwendet.
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In
der vorliegenden Erfindung kann das Material zur Bildung der ersten
und der zweiten weichen Kapselschicht weiterhin eine Aromakomponente
enthalten. Die Aromakomponente umfasst ein Süßungsmittel, ein Säuerungsmittel
und ein bitteres Aroma. Beispiele für das Süßungsmittel sind Aspartam,
Stevia, Saccharin-Natrium und Thaumatin. Beispiele für das Säuerungsmittel
sind Zitronensäure, Äpfelsäure, Weinsäure und Fumarsäure. Beispiele
für das
bittere Aroma sind Coffein, Naringin. Wenigstens eines, das aus
dem Süßungsmittel,
dem Säuerungsmittel
und dem bitteren Aroma ausgewählt
ist, kann in der Schicht der ersten und der zweiten weichen Kapsel
als Aromakomponente eingesetzt werden.
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Das
Material zur Bildung der ersten und der zweiten weichen Kapselschicht
der mehrschichtigen weichen Kapsel gemäß der vorliegenden Erfindung
kann weiterhin einen Hilfsstoff, wie einen Weichmacher, einen Konservierungsstoff,
ein Färbemittel
und einen Duftstoff, enthalten.
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Die
Gesamtmenge des Hilfsstoffs und der Aromakomponente, die in dem
Material zur Bildung der ersten und der zweiten weichen Kapselschicht
zubereitet werden, kann 0,1 bis 50 Gewichtsteile betragen, bezogen
auf 100 Gewichtsteile des Materials zur Bildung der ersten und der
zweiten weichen Kapselschicht. Vorzugsweise kann die Aromakomponente
in einer Menge von 0,1 bis 30 Gewichtsteile vorliegen, bezogen auf 100
Gewichtsteile des Materials.
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Um
die zweite weiche Kapsel in der Mundhöhle unlöslich und im Magen löslich zu
machen, kann das Material zur Bildung der ersten und der zweiten
weichen Kapselschicht weiterhin eine Substanz wie Agar oder Gummi
arabicum in einer Menge von 0,01 bis 10 Gew.-% enthalten, bezogen
auf die Gesamtmenge des Hilfsstoffs.
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In
der mehrschichtigen weichen Kapsel der vorliegenden Erfindung enthält der Inhalt
der ersten weichen Kapsel, der in der ersten weichen Kapsel eingeschlossen
ist, ein pflanzliches Speiseöl
und eine Komponente, die die Beseitigung von schlechtem Geruch in
der Mundhöhle
bewirkt. Das pflanzliche Speiseöl
wird hinzugefügt,
um das Aroma zu steuern und die Stabilität der mehrschichtigen weichen
Kapsel zu verbessern; es umfasst Palmöl, Sonnenblumenöl, Färberdistelöl, Sesamöl, Rapsöl, Traubenkernöl und ein
Gemisch davon. Die Komponente, die die Beseitigung von schlechtem
Geruch in der Mundhöhle
bewirkt, wird ausgewählt aus
Zitronenöl,
Pfefferminzöl,
Petersilienöl,
Champignonessenz, Extrakt von grünem
Tee, Extrakt von Oolong-Tee, Beifuß-Auszugsextrakt, Apfelextrakt,
Kakifrucht-Extrakt, Ingweressenz und einer Mischung davon.
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Im
Inhalt der ersten weichen Kapsel kann das pflanzliche Speiseöl in einer
Menge von 0 bis 99 Gewichtsteilen zubereitet sein, bezogen auf 100
Gewichtsteile des Inhalts, und die Komponente, die die Beseitigung
von schlechtem Geruch in der Mundhöhle bewirkt, kann in einer
Menge von 1 bis 100 Gewichtsteilen zubereitet sein, bezogen auf
100 Gewichtsteile des Inhalts. Insbesondere ist das pflanzliche
Speiseöl
oberhalb von 99 Gewichtsteilen nicht zu bevorzugen, da die zweite
weiche Kapsel dann keine Beseitigung von schlechtem Geruch bewirkt.
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Der
Inhalt der ersten weichen Kapsel kann auch dieselbe Aromakomponente
enthalten, wie sie bei dem Material zur Bildung der Kapselschichten
beschrieben ist. Die Aromakomponente kann in einer Menge von 0,01
bis 50 Gewichtsteilen zubereitet sein, bezogen auf 100 Gewichtsteile
des Inhalts der ersten weichen Kapsel.
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Der
Inhalt der ersten weichen Kapsel kann weiterhin ein Färbemittel
und einen Duftstoff enthalten, die in der Technik normalerweise
verwendet werden. Die Menge des Färbemittels und des Duftstoffs,
die im Inhalt der ersten weichen Kapsel zubereitet ist, kann vorzugsweise
nicht mehr als 80 Gewichtsteile betragen, bezogen auf 100 Gewichtsteile
des Inhalts der ersten weichen Kapsel.
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Der
Inhalt der zweiten weichen Kapsel kann dieselbe Art von pflanzlichem
Speiseöl
und der Komponente, die die Beseitigung von schlechtem Geruch in
der Mundhöhle
bewirkt, enthalten, wie sie oben genannt wurden, und das Färbemittel
und der Duftstoff können,
falls notwendig, darin zubereitet werden.
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Im
Inhalt der zweiten weichen Kapsel kann das pflanzliche Speiseöl in einer
Menge von 0 bis 99 Gewichtsteilen zubereitet sein, bezogen auf 100
Gewichtsteile des Inhalts der zweiten weichen Kapsel, und die Komponente,
die die Beseitigung von schlechtem Geruch in der Mundhöhle bewirkt,
kann in einer Menge von 1 bis 100 Gewichtsteilen zubereitet sein,
bezogen auf 100 Gewichtsteile des Inhalts der zweiten weichen Kapsel.
Die Gesamtmenge des Färbemittels
und des Duftstoffs, die im Inhalt der zweiten weichen Kapsel zubereitet
ist, kann vorzugsweise nicht mehr als 80 Gewichtsteile betragen,
bezogen auf 100 Gewichtsteile des Inhalts der zweiten weichen Kapsel.
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In
der mehrschichtigen weichen Kapsel der vorliegenden Erfindung kann
die Gesamtmenge der Inhalte der ersten und der zweiten weichen Kapsel
10 bis 95 Gew.-%, vorzugsweise 50 bis 90 Gew.-%, betragen, bezogen
auf die Gesamtmenge der mehrschichtigen weichen Kapsel.
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Ein
Beispiel für
ein Verfahren zur Herstellung der mehrschichtigen weichen Kapsel
der vorliegenden Erfindung sind ein Verfahren zum Formen einer Nahtkapsel
und ein Verfahren zur Herstellung einer nahtlosen Kapsel durch Verwendung
einiger Düsen,
die konzentrisch angeordnet sind. Im ersteren Verfahren kann die Nahtkapsel
hergestellt werden durch Herstellen einer Platte für die zweite
weiche Kapselschicht mit Gelatine und dergleichen als Grundstoff
und Trocknen unter Bildung einer getrockneten Platte; Einkapseln
des Inhalts der zweiten weichen Kapsel, der die Komponente, welche
eine Beseitigung von Mundgeruch bewirkt, enthält, mit der getrockneten Platte
auf einem Rotationsfüllgerät unter
Bildung der zweiten weichen Kapsel; und auf einem Rotationsfüllgerät gleichzeitiges
Einkapseln sowohl der zweiten weichen Kapsel als auch des Inhalts der
ersten weichen Kapsel, der die Komponente, welche eine Beseitigung von
Mundgeruch bewirkt, enthält, mit
einer Platte für
die erste weiche Kapselschicht, die zuvor hergestellt und getrocknet
wurde.
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Ein
besonders zu bevorzugendes Verfahren zur Herstellung der mehrschichtigen
weichen Kapsel der vorliegenden Erfindung ist das letztere Verfahren
unter Verwendung einer mehrfachen Düse, am meisten bevorzugt einer
konzentrisch angeordneten Vierfachdüse, auf die zum Beispiel in
der Europäischen
Patentanmeldung
EP 0 116 311 Bezug
genommen wird. Unter Bezugnahme auf
2 wird ein
bester Modus zur Durchführung
des Verfahrens zur Herstellung der nahtlosen Kapsel in Form einer
vierfachen Struktur (die normalerweise als Kapsel-in-Kapsel-Struktur
bezeichnet wird) unter Verwendung der konzentrisch angeordneten
Vierfachdüse
wird wie folgt erläutert.
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Eine
die erste und die zweite weiche Kapsel füllende Lösung für den Inhalt der ersten und
der zweiten weichen Kapsel sowie eine die erste und die zweite weiche
Kapselschicht bildende Lösung
für die
erste bzw. die zweite weiche Kapselschicht werden jeweils hergestellt.
Wie in 2 gezeigt ist, wird die die zweite weiche Kapsel
füllende
Lösung
(11') aus
einer Richtung C einer ersten Düse
(11) zugeführt,
die die zweite weiche Kapselschicht bildende Lösung (12') wird aus einer
Richtung D einer zweiten Düse
(12) zugeführt,
die die erste weiche Kapsel füllende
Lösung
(13') wird
aus einer Richtung A einer dritten Düse (13) zugeführt, und
dann wird die die erste weiche Kapselschicht bildende Lösung (14') aus einer
Richtung B einer äußersten
vierten Düse (14)
zugeführt.
Die mehrschichtige weiche Kapsel (20) der vorliegenden
Erfindung kann hergestellt werden, indem man die Lösungen jeweils
gleichzeitig durch ringförmige
Enden der Düsen
extrudiert, so dass ein vierphasiger Verbund-Strahlstrom entsteht,
der dann in eine Kühllösung (15)
freigesetzt wird.
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Da
bei dem Verfahren zur Herstellung der Kapsel der vorliegenden Erfindung
alle Beschickungsmaterialien flüssig
sind, kann der Einkapselungsvorgang leicht durchgeführt werden,
indem man den Verbund-Strahlstrom mit einem Vibrationsmittel ausreichend
vibrieren lässt,
so dass der Strahlstrom leicht freigesetzt wird, und dadurch kann
die Teilchengröße der resultierenden
Kapseln gleichmäßig gesteuert
werden.
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Bei
der mehrschichtigen weichen Kapsel der vorliegenden Erfindung kann
die erste weiche Kapsel zu einer Teilchengröße mit einem Durchmesser von
2,0 bis 20 mm, vorzugsweise 3,0 bis 10 mm, und einer Bedeckungspopulation,
d.h. einer Population des Gewichts der ersten weichen Kapselschicht,
bezogen auf das Gesamtgewicht der ersten weichen Kapsel, von 5 bis
50%, vorzugsweise 8 bis 30%, geformt werden. Die zweite weiche Kapsel
kann zu einer Teilchengröße mit einem
Durchmesser von 0,5 bis 18 mm, vorzugsweise 1,0 bis 9 mm, und einer
Bedeckungspopulation von 5 bis 100%, vorzugsweise 8 bis 50%, geformt
werden.
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In
der vorliegenden Erfindung kann eine mehrschichtige weiche Kapsel
als Endprodukt erhalten werden, indem man die nach dem obigen Verfahren
hergestellte resultierende Kapsel trocknet.
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Beispiele
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Beispiel
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Eine
die erste weiche Kapselschicht bildende Lösung, eine die erste weiche
Kapsel füllende
Lösung, eine
die zweite weiche Kapselschicht bildende Lösung und eine die zweite weiche
Kapsel füllende
Lösung
wurden hergestellt, indem man Materialien jeweils in der in Tabelle
1 gezeigten Zubereitung miteinander mischte. Dann wurden die resultierenden
Lösungen
in eine Apparatur für
die Bildung von nahtlosen Kapseln, die von der Morishita Jintan
Co. Ltd. hergestellt wurde, eingefüllt und gleichzeitig durch
eine Vierfachdüse
extrudiert, d.h. vier Düsen
waren in der Apparatur jeweils konzentrisch angeordnet, wobei ein
vierphasiger Strahlstrom entstand, und dann wurde der Strahlstrom
in eine Kühllösung freigesetzt,
wobei man eine mehrschichtige weiche Kapsel der vorliegenden Erfindung
in Form einer Vierfachstruktur erhält.
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Vergleichsbeispiel
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Eine
kommerziell erhältliche
Kapsel ohne Kapsel-in-Kapsel-Struktur (d.h. nicht in Form einer
Vierfachstruktur), die aber Petersilienöl als Komponente, die die Beseitigung
von Mundgeruch bewirkt, enthielt, wurde erhalten (von Breath Asure,
Inc., in den USA, Handelsname "BREATH
ASURE").
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Bewertung der den Mundgeruch
beseitigenden Wirkung
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Für die mehrschichtige
weiche Kapsel aus dem Beispiel und die Kapsel aus dem Vergleichsbeispiel wurde
die den Mundgeruch beseitigende Wirkung nach den folgenden Verfahren
getestet.
- 1. Sieben Probanden und drei Juroren
wurden jeweils ausgewählt.
Die Probanden reinigten ihre Zähne ohne
Zahnpasta.
- 2. Es wurde jeweils der anfängliche
Atem der Probanden aufgefangen (Atem A).
- 3. Alle Probanden aßen
Häppchen,
die Knoblauch enthielten.
- 4. Es wurde jeweils erneut der Atem der Probanden aufgefangen
(Atem B).
- 5. Die Kapseln mit der den Mundgeruch beseitigenden Wirkung,
die im Beispiel und Vergleichsbeispiel erhalten wurden, wurden dem
Probanden getrennt, nicht gleichzeitig, oral verabreicht.
- 6. Der endgültige
Atem der Probanden wurde jeweils 0 Minuten, 30 Minuten, 60 Minuten
und 180 Minuten nach der Verabreichung aufgefangen, und dann bewerteten
die Juroren den endgültigen
Atem im Vergleich zu Atem A und B gemäß den folgenden Kriterien.
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Kriterien:
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- 0: geruchlos
- 1: genauso übel
wie Atem A wahrgenommen
- 2: übler
als Atem A wahrgenommen
- 3: nicht so übel
wie Atem B wahrgenommen
- 4: genauso übel
wie Atem B wahrgenommen
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Nach
dem Beenden der Verfahren 1 bis 5 führten die (sieben) Probanden
dieselben Prozeduren erneut durch, mit der Ausnahme, dass die Kapseln
zur Beseitigung des Mundgeruchs nicht verabreicht wurden. Dann bewerteten
die Juroren den von den Probanden aufgefangenen Atem in Bezug auf
die den Mundgeruch beseitigende Wirkung nach denselben Kriterien,
wie sie oben beschrieben sind.
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Die
Ergebnisse sind in 3 in einer Graphik gezeigt.
In 3 ist der Zeitraum nach der Verabreichung der
Kapsel zur Beseitigung des Mundgeruchs auf der Abszisse aufgetragen,
und der Mittelwert der Ergebnisse der Bewertung durch die Juroren
ist auf der Ordinate aufgetragen. In 3 zeigt
Linie a Ergebnisse nach der Verabreichung der mehrschichtigen weichen
Kapsel des Beispiels gemäß der vorliegenden
Erfindung; Linie b zeigt die Ergebnisse, die nach der Verabreichung
der Kapsel des Vergleichsbeispiels erhalten wurden; und Linie c
zeigt Ergebnisse ohne Verabreichung der Kapsel.
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Die
Ergebnisse in 3 zeigen, dass der Mittelwert
der Bewertungen in Bezug auf die den Mundgeruch beseitigende Wirkung
60 Minuten nach der Verabreichung der Kapsel des Vergleichsbeispiels
(Linie b) oder ohne Kapseln (Linie c) auf einen Wert von 2 abgenommen
hat. Ohne Verabreichung (Linie c) wurde der endgültige Atem jedoch durch zurückgekehrten
Geruch aus dem Magen wieder übler
wahrgenommen. Wenn bei der Kapsel des Vergleichsbeispiels die Zeit
nach der Verabreichung über
60 Minuten liegt, war es bei dem endgültigen Atem einschließlich des
zurückgekehrten
Atems unmöglich,
den Mundgeruch auf das Niveau des anfänglichen Atems unmittelbar
nach der Reinigung der Zähne
zu bringen.
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Dagegen
zeigt sich ebenfalls in 3, dass die mehrschichtige weiche
Kapsel der vorliegenden Erfindung direkt nach der Verabreichung
eine unmittelbare, Mundgeruch beseitigende Wirkung zeigt, und die
Wirkung dauert auch 180 Minuten nach der Verabreichung noch an.
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Kurzbeschreibung
der Zeichnungen
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1 zeigt
schematisch eine vertikale Schnittansicht einer mehrschichtigen
weichen Kapsel zur Beseitigung von Mundgeruch gemäß der vorliegenden
Erfindung.
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2 zeigt
schematisch eine vertikale Schnittansicht einer Ausführungsform
von Düsen
in einer geeigneten Apparatur zur Herstellung der mehrschichtigen weichen
Kapsel zur Beseitigung von Mundgeruch gemäß der vorliegenden Erfindung.
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3 ist
eine Graphik, die die Ergebnisse in Bezug auf die den Mundgeruch
beseitigende Wirkung auf Probanden zeigt.