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TECHNISCHER
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Die
Erfindung betrifft das Gebiet der mikrobiologischen Tests.
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Für die Durchführung von
Tests an mikrobiologischen Proben im Zusammenhang mit der Diagnose
und Therapie von Patienten existieren viele herkömmliche Systeme. Die Proben
von Mikroorganismen können
von verschiedenen Quellen herrühren, zu
denen infizierte Wunden, Genitalinfektionen, Zerebrospinalflüssigkeiten,
Blut und Abszesse gehören. Aus
diesen Mikroorganismenproben wird nach feststehenden Verfahren,
die eine Bakterien- oder Zellsuspension von vorgegebener Konzentration
erzeugen, eine Impfkultur hergestellt. Die Weiterverarbeitung der
Suspension kann vom angewandten Testverfahren abhängen.
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Diese
Systeme werden beispielsweise eingesetzt, um festzustellen, welche
Mikroorganismen in einer Patientenprobe vorhanden sind. Typischerweise
werden bei derartigen Systemen in Vertiefungen oder Testkavitäten von
Identifikationsschalen Reagenzien eingebracht, die in Gegenwart
einer aktiv wachsenden Mikroorganismenkultur die Farbe ändern. Aufgrund
des Farbumschlags oder des nicht auftretenden Farbumschlags kann
der Mikroorganismus unter Verwendung von Nachschlagetabellen identifiziert
werden.
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Andere
Systeme sind für
die Empfindlichkeits- bzw. Resistenzprüfung von Mikroorganismen entwickelt
worden. Diese Systeme werden eingesetzt, um die Empfindlichkeit
eines Mikroorganismus in einer Probe gegen verschiedene Therapeutika
zu bestimmen, wie zum Beispiel Antibiotika. Aufgrund dieser Testergebnisse
können Ärzte dann
beispielsweise ein antimikrobielles Produkt verschreiben, das die
Mikroorganismen erfolgreich abtötet
oder ihre Entwicklung hemmt. Insbesondere liefert die qualitative
Empfindlichkeitsprüfung
einen Hinweis darauf, ob ein Mikroorganismus gegen ein bestimmtes
Antibiotikum resistent oder empfindlich ist, gibt aber keinen Hinweis
auf den Grad der Empfindlichkeit oder Resistenz des Mikroorganismus.
Andererseits liefert die quantitative Empfindlichkeitsprüfung einen
Hinweis auf die Konzentration des antimikrobiellen Mittels, die
zur Wachstumshemmung des Mikroorganismus benötigt wird. Der Begriff "minimale Hemmkonzentration" (MHK) wird benutzt,
um die minimale Konzentration des antimikrobiellen Mittels zu bezeichnen,
die erforderlich ist, um das Wachstum des Mikroorganismus zu hemmen.
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Die
Systeme haben gewisse Nachteile. Zum Beispiel werden bei der Durchführung von
Identifikations- und Empfindlichkeitstests die Testplatten bei einer
kontrollierten Temperatur über
längere
Zeit inkubiert. In vorgegebenen Zeitintervallen werden die Kavitäten der
Testplatten einzeln auf ein Anzeichen von Farbumschlag oder andere
Testkriterien untersucht. Dies kann ein langer und zeitraubender
Prozeß sein,
wenn er von einem Techniker manuell ausgeführt wird. Außerdem können die
Inkubationszeiten für
Identifikations- und Empfindlichkeitstestplatten unterschiedlich
sein, oder die optimale Zeit zum Ablesen eines Testergebnisses ist
unter Umständen vorher
nicht bekannt. Daher würde
ein Techniker Ergebnisse für
eine Probe zu verschiedenen, manchmal weit auseinanderliegenden
Zeitpunkten ablesen und aufzeichnen müssen, wodurch Zuordnungs- oder
Korrelationsfehler entstehen können.
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Automatisierte
Systeme sind bei der Durchführung
dieser Tests wünschenswert,
um die Handhabungszeit durch den Techniker sowie die Möglichkeit
eines menschlichen Fehlers zu minimieren. Außerdem werden automatisierte
Systeme bevorzugt, die Ergebnisse schnell und genau ermitteln.
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In
dieser Hinsicht ist eine mikrobiologische Testvorrichtung zur automatischen
Inkubation und Ablesung von mikrobiologischen Testplatten bekannt.
Die Testplatten dieser Vorrichtung weisen mehrere Kavitäten auf,
welche die zu testenden Proben oder Agenzien enthalten. Die Schalen
werden zunächst
für eine
vorgegebene Zeitspanne in einen Inkubator eingebracht. Dann werden
die Schalen zu einer Prüfstation
transportiert. Über
der Schale ist eine Lichtquelle angeordnet, und unter der Schale sind
an der Prüfstation
ein Paar Videokameras angeordnet. Jede Videokamera nimmt ein Videobild
einer gesamten Schale auf. Das Videobildsignal der gesamten Schale
wird zur Analyse zu einem Bildprozessor übermittelt.
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Der
Bildprozessor erfordert gleichmäßige Beleuchtung über der
Kontrollstation. Infolgedessen zeichnet der Prozessor den Hintergrundlichtpegel
jedes Pixels innerhalb eines interessierenden Bereichs auf, der
jeder Kavität
der Schale entspricht, um die Streuung in der Lichtquelle zu berücksichtigen.
Der Bildprozessor verarbeitet das Videobild der Schale und ermittelt
die Anzahl der Pixel für
eine bestimmte Kavität,
deren Intensität
einen vorgegebenen Schwellwert für
diesen interessierenden Bereich übersteigt.
Wenn die Pixelzahl eine vorgegebene Zahl übersteigt, wird dieser Kavität ein positives
Ergebnis zugewiesen. Der Bildprozessor analysiert die binären Teilergebnisse
von den Kavitäten,
um die mögliche
Identität
der Mikroorganismen zu ermitteln. Die binären Teilergebnisse werden mit
vorher aufgezeichneten Ergebnismustern für jeden Testplattentyp verglichen,
um die fragliche Probe zu identifizieren.
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Eine
mikrobiologische Testvorrichtung zur Erfassung der Gegenwart einer
aus der Wechselwirkung eines Reaktionspartners und einer Probe entstehenden
fluoreszenzemittierenden Reaktion zum Nachweis, Empfindlichkeits-
und Identifikationstest ist gleichfalls bekannt. In dieser Vorrichtung
sind innerhalb eine Karussells mehrere Testplatten mit mehreren
Testkammern enthalten. Dieses Karussell wird gedreht, um eine der
Platten in die Nähe
eines Nachweisbereichs zu bewegen. Eine Positioniervorrichtung bewegt
diese Platte dann in radialer Richtung aus dem Karussell heraus
und in den Nachweisbereich hinein. In unmittelbarer Nähe der so
positionierten Platte ist eine Hochenergielichtquelle angeordnet.
Die Lichtquelle liefert schmalbandiges Licht, um von der Reaktion
innerhalb von Testkammern eine Fluoreszenzemission zu erzeugen,
die ihrerseits durch eine gegenüber
der Lichtquelle und hinter der positionierten Platte angeordnete
Videovorrichtung erfaßt
wird. Die Videovorrichtung erzeugt ein Bild auf der Basis der Emissionswellenlänge.
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Zur
Identifikation von Bakterien ist ein weiteres Testsystem bekannt,
das Signale nutzt, die auf der Intensität von monochromatischem Licht
basieren, das von Proben reflektiert wird, die in eine Kulturplatte
mit mehreren Zellen bzw. Kavitäten
eingebracht werden. Eine Drehscheibe, die sechs Interferenzfilter
enthält,
wird zwischen einer Lampe und einer Lichtleitergruppe eingefügt. Das
Licht von der Lampe passiert ein bestimmtes Interferenzfilter, um monochromatisches
Licht einer bestimmten Wellenlänge
zu erzeugen. Das gefilterte monochromatische Licht wird durch die
Lichtleiter so gelenkt, daß es
auf entsprechende Kavitäten
der Kulturplatte auftrifft. Die Scheibe wird so gedreht, daß die sechs
unterschiedlichen monochromatischen Lichtwellenlängen nacheinander auf die Kavitäten auftreffen.
Das von den Proben reflektierte Licht wird durch zusätzliche
Lichtleiter zu entsprechenden Phototransistoren geleitet. Für jede Probe
wird ein auf der Intensität
des reflektierten monochromatischen Lichts basierendes Signal abgeleitet.
Diese Signale werden dann analysiert, um durch Berechnung der Differenz
oder des Verhältnisses
zwischen den Signalen und durch Vergleich dieses Ergebnisses mit
einem Bezugswert die Identität
der Probe zu ermitteln.
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Die
oben beschriebenen Vorrichtungen genügen jedoch nicht allen Anforderungen
einer vollautomatisierten mikrobiologischen Testvorrichtung. Insbesondere
können
sie nicht gleichzeitig Tests vom kolorimetrischen und vom fluorimetrischen
Typ an Testplatten mit mehreren Kavitäten ausführen, die benötigt werden,
um genauere Testergebnisse zu erhalten. Ferner sind diese Vorrichtungen
im allgemeinen nicht dafür
ausgelegt, kontinuierlich Testdaten von mehreren Testplatten mit
jeweils einer Vielzahl von Kavitäten
auf schnelle und zuverlässige
Weise zu erfassen. Darüberhinaus
ist die automatisierte Verarbeitung dieser Systeme beschränkt.
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EP
0-576291, erteilt an Biorad Laboratories, Inc. beschreibt ein automatisiertes
Gerät für die Durchführung klinischer
Assays bzw. Analysen, das Reaktionsbehälter mit mehreren Kavitäten auf
einem Karussell und Aufnahmegefäße für Assay-Reagenzien
und Patientenproben auf einem anderen Karussell aufweist. Die beiden
Karussells haben eine gemeinsame Achse und werden unabhängig voneinander
angetrieben. Die beiden Karussells rotieren auf eine solche Weise,
daß sie
die verschiedenen Aufnahmegefäße und Behälter in
einer vorgegebenen, durch eine programmierte Steuereinheit bestimmten Reihenfolge
auf Arbeitsstationen ausrichten.
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EP
0-353592, erteilt an Abbott Laboratories, beschreibt eine Testvorrichtung
mit einem Karussell, das eine Vielzahl von Reaktionspatronen aufnimmt, wobei
das Karussell in der Lage ist, die Patronen präzise in jeder von drei getrennten
Dimensionen zu positionieren, in Kombination mit einem optischen
Lesegerät,
das die Testergebnisse von jedem Testort jeder Patrone abliest.
Außerdem
wird ein Eichuntersystem bereitgestellt.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung ist in den Ansprüchen 1 und 34 definiert und
stellt ein System bereit, das die oben beschriebenen Probleme löst. Insbesondere
bietet die vorliegende Erfindung eine automatisierte mikrobiologische
Testvorrichtung, die mehrere Testplatten mit jeweils mehreren Kavitäten auf
Identifikation und Empfindlichkeit bei minimalem menschlichem Eingriff
während
des Testvorgangs prüft.
Außerdem
führt dieses
System Tests sowohl vom kolorimetrischen als auch vom fluorimetrischen Typ
aus. Überdies
analysiert dieses System schnell die erfaßten Testdaten, um genaue Identifikations- und/oder Empfindlichkeitstestergebnisse
zu erzeugen.
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Insbesondere
betrifft ein Aspekt der vorliegenden Erfindung eine diagnostische
mikrobiologische Testvorrichtung mit einer Karusselleinheit, die für die Montage
mehrerer Testplatten eingerichtet ist, die jeweils eine Vielzahl
von Kavitäten
zur Aufnahme einer Testimpfkulturflüssigkeit aufweisen, um eine Reaktion
hervorzurufen. Mehrere Lichtquellen lenken Licht von vorgegebenen
Wellenlängen
auf die Kavitäten
der Testplatten, um zu bewirken, daß die Kavitäten Licht emittieren oder absorbieren,
das auf der Reaktion der Testimpfkulturflüssigkeit basiert. Ein Lichtnachweisgerät, das ein
lineares CCD aufweisen kann, ist gegenüber den Lichtquellen angeordnet, wobei
zwischen den Lichtquellen und dem Lichtnachweisgerät mindestens
eine Testplatte angeordnet ist. Das Lichtnachweisgerät erfaßt das von
den Kavitäten
der Testplatten emittierte oder absorbierte Licht, während die
Karussellbaugruppe kontinuierlich jede der Testplatten zwischen
den Lichtquellen und dem Lichtnachweisgerät rotieren läßt, um den
Nachweis von Licht, das durch die Kavitäten der Testplatten emittiert
oder absorbiert wird, durch das Lichtnachweisgerät zu ermöglichen. Ein Steuerprozessor
empfängt
eine Vielzahl von durch das Lichtnachweisgerät erzeugten Signalen, die jeweils
dem Fluoreszenz- oder Nichtfluoreszenzlicht entsprechen, das von
jeder Kavität
erfaßt
wird. Der Steuerprozessor ermittelt dann auf der Basis der empfangenen
Signale ein Testergebnis für
jede Kavität.
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KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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Diese
und andere Aspekte, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung
werden am besten unter Bezugnahme auf die ausführliche Beschreibung der bevorzugten
Ausführungsformen
ersichtlich, die nachstehend in Verbindung mit den Zeichnungen gegeben
wird. Dabei zeigen:
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1 eine
perspektivische Vorderansicht einer erfindungsgemäßen Testvorrichtung
mit geschlossener Gehäusetür;
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Fig.
eine perspektivische Vorderansicht der erfindungsgemäßen Testvorrichtung
mit offener Gehäusetür;
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3A eine
perspektivische Ansicht einer ID/AST-Testplatte.
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3B eine
Draufsicht einer ID/AST-Testplatte.
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3C eine
Ansicht einer ID/AST-Testplatte von unten.
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4 eine
schematische Draufsicht der inneren Komponenten der Vorrichtung
von 1;
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5 eine
schematische perspektivische Ansicht der Karussellbaugruppe;
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6 eine
perspektivische Ansicht der Plattenträgers;
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7 eine
schematische perspektivische Ansicht des Meßsystemträgermasts;
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8 eine
schematische perspektivische Ansicht des CCD-Nachweismoduls;
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9 eine
Ausführungsform,
in der Halbleiter-LEDs und dichroitische Farbtrennfilter verwendet werden.
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10A bzw. 10B Vorder-
bzw. Seitenansichten einer weiteren Ausführungsform, in der oberflächenmontierte
LEDs und Farbtrennfilter verwendet werden;
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11 eine
schematische Ansicht der Konfiguration der Lichtquellenbaugruppen;
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12A ein Lichtausstrahlungsdiagramm von einem Lichtquellenmodul;
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12B ein Diagramm eines Beleuchtungsprofils das
zur Ansteuerung des Lichtquellenmoduls verwendet wird;
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12C ein Lichtausstrahlungsdiagramm von einem Lichtquellenmodul,
das sich aus dem Beleuchtungsprofil von 12B ergibt;
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13 eine
Schaltung zur Steuerung eines Lichtquellenmoduls;
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14 eine
Ausführungsform
eines Lichtquellenmoduls;
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15 eine
schematische perspektivische Ansicht eines Teils des Plattenträgers und
der Testvorrichtung.
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AUSFÜHRLICHE
BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
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Die
vorliegende Erfindung bietet ein System und ein Verfahren zur Durchführung hochzuverlässiger Identifikations-(ID-)
und antimikrobieller Empfindlichkeits-(AST-) Bestimmungen für Mikroorganismen. Die
vorliegende Erfindung ermittelt die Identität und die Empfindlichkeit auf
der Basis von Anzeigewerten von Kavitäten 31, die in ID/AST-Platten 30 enthalten sind
(siehe die 3A und 3B). Zum
Beispiel enthalten in einer Ausführungsform
die Kavitäten 31 unterschiedliche
Reagens-Substrate und/oder unterschiedliche antimikrobielle Verdünnungen,
die einige Zeit nach dem Beimpfen mit dem Organismus ihren optischen
Charakter ändern.
Das im folgenden beschriebene Nachweisverfahren mißt Änderungen
der Absorption, Streuung und/oder Fluoreszenz. Es kann auch die
Lumineszenz messen. Diese Änderungen werden
verarbeitet, um die Identität
und die Empfindlichkeit von Mikroorganismen zu ermitteln.
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Die
vorliegende Erfindung gestattet einem Techniker beispielsweise,
nach dem Beimpfen der Kavitäten 31 der
ID/AST-Platte 30 mit einem unbekannten Mikroorganismus
die Platte in ein Gerät 20 (dargestellt
in 1) einzusetzen, wo sie bei einer eingestellten
Temperatur inkubiert wird, periodisch nach Veränderungen abgefragt und zur
Identifikation des Mikroorganismus und auf antimikrobielle Empfindlichkeit
analysiert wird. Das Gerät 20 nimmt
mehrere ID/AST-Platten 30 auf und liefert dem Techniker die
Analysenergebnisse zur Positivität,
wie weiter unten beschrieben.
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Wie
in den 3A–3C dargestellt,
sind die ID/AST-Platten 30 Einwegelemente, die mit Reagenzien
beimpft werden, die sowohl für
ID- als auch für
AST-Tests benötigt
werden. Die Tests werden an Reaktionen ausgeführt, die durch die Proben und
Reagenzien hervorgerufen werden, die in einzelne Kavitäten 31 auf
jeder ID/AST-Platte 30 eingebracht werden. Die Kavitäten 31 sind
auf den ID/AST-Platten 30 als
zweidimensionale Matrix mit Zeilen und Spalten angeordnet.
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Das
Gerät 20 ist
in sich abgeschlossen und ausreichend autonom, um die ID/AST-Platten 30 zu testen
und die entsprechenden Testergebnisse zu liefern. Das Gerät 20 speichert,
inkubiert und liest die ID/AST-Platten 30 ab. Das Gerät 20 hat
eine in l geschlossen und in 2 geöffnet dargestellte
Tür 21,
um den Zugang zum Inneren des Geräts 20 zu ermöglichen.
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In
einer Ausführungsform,
wie auch in 1 dargestellt, ist eine Personalcomputer-
(PC)Workstation 40 kommunikativ mit dem Gerät 20 verbunden. Die
PC-Workstation ergänzt
die Berichts- und
Datenverwaltungsmerkmale des mikrobiologischen Informationssystems
des Geräts 20,
die weiter unten diskutiert werden. Die PC-Workstation 40 bietet
Werkzeuge, um die empirische Therapieentscheidung zu verbessern
und Fälle
für einen
Therapieeingriff zu kennzeichnen. Die PC-Workstation 40 schließt außerdem Berichtswerkzeuge
ein, um die Infektionsbekämpfung
und Epidemiologie zu unterstützen.
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Zusätzlich enthält die PC-Workstation 40 eine
relationale Datenbank (nicht dargestellt) auf einer Festplatte.
Ergebnisse von abgeschlossenen AST- und ID-Tests werden mindestens
52 Wochen in der Datenbank aufbewahrt. Statistisch zusammengefasste
Daten werden über
einen längeren
Zeitraum aufbewahrt. Patienten- und Probeninformationen können über eine
elektronische Schnittstelle mit dem Gerät 20 (nicht dargestellt)
gesammelt oder von Hand in die PC-Workstation 40 eingegeben
werden.
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Das
Gerät 20 enthält ein Karussell 50,
wie in 2 dargestellt. Das Karussell 50 enthält eine
Baugruppe 51, die aus Ringen und Rippen besteht, die an
einen Antriebsring 52 angeschraubt sind und einen zylinderförmigen Käfig bilden,
wie in 5 dargestellt. Das Karussell 50 ist vertikal
in einem Gerätegehäuse 60 montiert
(dargestellt in 1). Das Gerätegehäuse 60 definiert die
Karussellkammer 61 und eine Elektronikkammer 62 (dargestellt
in 4). Die Karussellkammer 61 ist isoliert,
um ein Inkubationsmilieu mit im wesentlichen gleichmäßiger Temperatur
bereitzustellen, und ist bei normalem Betrieb lichtdicht, um den
Eintritt vom Umgebungslicht zu verhindern.
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In
der Baugruppe 51 sind Plattenträger 53 (in 6 dargestellt)
montiert, die vier horizontale Etagen bilden, wobei jede Etage sechsundzwanzig
Plattenpositionen aufweist. Insgesamt sind hundertvier Plattenpositionen
vorgesehen. Natürlich
sind diese Anzahlen von Etagen und Plattenpositionen lediglich ein
Beispiel und können
verändert
werden, um sie an die Anforderungen irgendeiner spezifizierten Anwendung
anzupassen, wie der Fachmann erkennen wird. Die Plattenträger 53 werden
verwendet, um die ID/AST-Platten 30 sowie
andere, weiter unten diskutierte Plattentypen zu montieren. Die
Plattenträger 53 sind
so konstruiert, daß nicht
richtig sitzende Platten durch die Plattenträger 53 nicht zurückgehalten
werden. Wenn die ID/AST-Platten 30 in den vier Etagen der
Baugruppe 51 montiert werden, dann werden sie so angeordnet,
daß sie
im wesentlichen kreisförmige Reihen
und vertikale Spalten von Kavitäten 31 bilden. Innerhalb
jeder Etage sind die Plattenpositionen von 0 bis 25 durchnumeriert.
Die Plattenposition 0 ist für eine
Normierungsplatte reserviert und ist bei normalem Betrieb des Geräts 20 für einen
Bediener nicht zugänglich.
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Wie
in 15 dargestellt, werden Anzeige-Leuchtdioden (LED) 54 benutzt,
um anzuzeigen, welche ID/AST-Platten 30 zu entfernen sind
(d. h. wenn der Test abgeschlossen ist), und welche Plattenpositionen
für neue,
ungeprüfte
ID/AST-Platten 30 verfügbar
sind. Die Anzeige-LEDs 54 können vor oder hinter jedem
Plattenträger 53 angeordnet
sein. Wie z. B. in 15 dargestellt, ist die Anzeige-LED 54 in
einer Leiterplatte 57 hinter dem Plattenträger 53 montiert,
der an einer Karussellrippe 58 angeordnet ist. Es kann
auch ein Lichtleiter 59 benutzt werden, um das Licht von
den Anzeige-LEDs 54 durch eine konvexe Anzeigefläche zu fokussieren.
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Die
Anzeige-LED 54 kann eine dreifarbige LED sein, in der verschiedene
Farben zur Anzeige von Zustands-/Testinformationen benutzt werden. Zum
Beispiel kann rot anzeigen, daß ein
Test im Gange ist, grün
kann anzeigen, daß ein
Test abgeschlossen ist; und gelb kann anzeigen, daß eine Plattenposition
für eine
neue, ungeprüfte
ID/AST-Platte 30 verfügbar
ist.
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Das
Karussell 50 enthält
außerdem
ein Antriebssystem 56. Das Antriebssystem 56 ist
innerhalb des Gerätegehäuses 60 und
außerhalb
des zylinderförmigen
Käfigs
montiert, der durch die Baugruppe 51 gebildet wird, wie
in 4 dargestellt. Das Antriebssystem 56 treibt
die Baugruppe 51 über
den Antriebsring 52 mit einer vorgegebenen und steuerbaren
Winkelgeschwindigkeit an. Eine vollständige Rotation des Karussells 50 (d.
h. ein Datenakkumulationszyklus) dient dazu, von jeder innerhalb
der Baugruppe 51 montierten ID/AST-Platte 30 Testdaten von
nur einer Lichtfrequenz zu erfassen und zu akkumulieren.
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Vorzugsweise
wird ein Präzisionsschrittmotor
benutzt, um für
eine genaue Rotationssteuerung der Baugruppe 51 zu sorgen.
Natürlich
können
auch andere Motortypen verwendet werden, zu denen beispielsweise
Servomotoren, Synchronmotoren und Gleichstrommotoren gehören.
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An
dem Antriebsring 52 ist eine ölbehandelte Filzunterlage angebracht,
um seine richtige Schmierung sicherzustellen. Um Ölnebel und
Kriechen des Öls
zu minimieren, kann ein Poly-α-olefinöl oder ein ähnliches Öl verwendet
werden. In einer bevorzugten Ausführungsform kann ein schmierungsfreies
Lagersystem verwendet werden.
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An
der Innenfläche
des Antriebsrings 52 ist ein Markierungsmagnet für die Ausgangsstellung
befestigt, welcher der Nullstellung der Baugruppe 51 entspricht.
Bei der Drehung der Baugruppe 51 wird durch einen innerhalb
des Karussells 50 montierten Hallsensor 55 bei
jedem Durchgang des Markierungsmagneten durch die Ausgangsstellung
ein Signal erzeugt. Dieses Signal wird durch das Gerät 20 benutzt,
um während
der Drehung der Baugruppe 51 die Plattenposition zu verfolgen.
Natürlich
können
für diesen
Zweck auch andere Sensortypen eingesetzt werden. Zum Beispiel können statt
dessen Infrarot- und
optische Sensoren benutzt werden.
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Die
Temperatur innerhalb der Karussellkammer 61 wird mittels
einer Inkubationsheizung, eines Gebläses und eines dazugehörigen Kanalsystems (nichts
davon ist dargestellt), welche die Inkubationsluft verteilen und
umwälzen,
in genauen Toleranzgrenzen gehalten. Die Inkubationsheizung enthält einen
oder mehrere Sensoren 63 (dargestellt in 11)
zur Überwachung
der Temperatur innerhalb der Karussellkammer 61.
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Die
Inkubationsheizvorrichtung enthält
zwei Heizelemente, die in einer Anordnung mit drei Anschlüssen (nicht
dargestellt) verdrahtet sind. In der dritten, an Masse gelegten
Zuleitung ist zum Schutz gegen Übertemperatur-Bedingungen
der Heizvorrichtung ein selbstrücksetzender
Thermoausschalter vorgesehen. Sollte die Temperatur der Karussellkammer 61 über einen
ersten vorgegebenen Sollwert ansteigen, wird die Stromversorgung
zu der Heizvorrichtung unterbrochen. Wenn die Temperatur unter einen
zweiten vorgegebenen Sollwert abfällt, wird der Strom wieder
zugeschaltet. Die Stromzufuhr zur Heizvorrichtung wird durch einen
Steuerprozessor 70 gesteuert.
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Vorzugsweise
wird die Karussellkammer 61 kontinuierlich auf einer Temperatur
von 35°C
gehalten, wobei der erste bzw. der zweite vorgegebene Sollwert auf
39°C bzw.
33°C eingestellt
werden. Wie jedoch der Fachmann erkennen wird, können auch andere Temperatureinstellungen
benutzt werden, um die jeweiligen Testanforderungen zu erfüllen.
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In
einer Ausführungsform
sind an einem innerhalb der Karussellkammer 61 angeordneten Scanner-Mast
(nicht dargestellt) vier Strichcode-Scanner (nicht dargestellt)
montiert, entweder innerhalb oder außerhalb des äußeren Umfangs
der Baugruppe 51. Für
jede Etage der Baugruppe 51 ist ein Strichcode-Scanner
vorgesehen. Die Strichcode-Scanner können an jeder ID/AST-Platte 30 befestigte
Strichcode-Etiketten (nicht dargestellt) lesen, während die
Platten durch die Baugruppe 51 in Drehung versetzt werden.
Die Strichcode-Scanner werden durch den Scanner-Mast in der richtigen
Beziehung zu den auf der Baugruppe 51 montierten ID/AST-Platten 30 unterstützt und
im richtigen Abtastungs-Abstand gehalten.
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Die
durch die Strichcode-Scanner gelesenen Informationen werden durch
das Gerät 20 verwendet,
um bestimmte Plattennummern mit von den Platten erfaßten Testdaten
zu korrelieren. Vorzugsweise sind die Strichcode-Scanner in der
Lage, numerische Code-128-Informationen zu lesen. Statt dessen können jedoch
auch andere herkömmliche
Strichcode-Formate zum Etikettieren der ID/AST-Platten 30 verwendet
werden.
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In
einer anderen Ausführungsform
ist ein Strichcode-Lesegerät
(nicht dargestellt) hinter der Gerätefrontplatte 71 installiert.
Der Strichcodelaser wird zum Scannen von Strichcode-Etiketten benutzt, die
an jeder der beiden Seiten der ID/AST-Platten 30 angebracht
werden, bevor die ID/AST-Platten 30 in der Karussellkammer 61 montiert
werden. Dies ermöglicht
beispielsweise, daß der
Bediener ergänzende
strichcodierte Informationen an jeder ID/AST-Platte 30 anbringt.
Die ergänzenden
strichcodierten Informationen könnten
zum Beispiel ein von der Klinik angebrachtes Bewertungsetikett sein.
In dieser Ausführungsform
können
die Strichcode-Etiketten gescannt werden, und die jeweilige ID/AST-Platte
kann dann umgedreht werden, um die ergänzende Strichcode-Information
abzutasten, wodurch dann die ID/AST-Platte 30 mit den ergänzenden
Strichcode-Informationen verknüpft
wird. Herkömmliche Strichcode-Formate werden durch
den Strichcode-Leser unterstützt.
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In
einer weiteren Ausführungsform
ist ein Handstrichcodelesestift 72, wie in 1 dargestellt, funktionsfähig mit
dem Gerät 20 verbunden.
Der Strichcodelesestift 72 kann auf die gleiche Weise benutzt
werden wie das Strichcodelesegerät
(zum Beispiel um vom Bediener generierte Zugangsverknüpfungen
zu scannen, oder um Strichcodes zu scannen, die zu groß sind,
um an den ID/AST-Platten 30 befestigt zu werden). Herkömmliche
Strichcode-Formate werden durch den Strichcodelesestift 72 unterstützt.
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Außerdem ist
an dem Scanner-Mast ein Plattenpositionssensor für jede Etage montiert. Durch
die Plattenpositionssensoren werden Plattenpositionsmarkierungen
gelesen, die in die Plattenträger 53 integriert
sind. Beim Scannen der Vorderkante der Plattenpositionsmarkierungen
erzeugen die Plattenpositionssensoren ein Signal, das benutzt wird,
um für
die Zeitsteuerung der Testdatenerfassung für jede ID/AST-Platte 30 zu
sorgen.
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Wie
in 4 dargestellt, sind innerhalb der Karussellkammer 61 und
außerhalb
des Umfangs der Baugruppe 51 mehrere Lichtquelleneinheiten montiert.
In einer bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung weisen die Lichtquelleneinheiten eine
Lichtquelleneinheit 80 für sichtbares Licht und eine
Lichtquelleneinheit 81 für Ultraviolettlicht (UV) auf
(dargestellt in 11).
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Die
Lichtquelleneinheit 80 für sichtbares Licht enthält vier
Lichtquellenmodule für
sichtbares Licht und einen Stützmast.
Der Stützmast
richtet einen Lichtquellenmodul für sichtbares Licht auf jede Etage
der Baugruppe 51 aus. Zu jedem gegebenen Zeitpunkt kann
eine Spalte von Kavitäten
von den ID/AST-Platten 30 durch die Lichtquellenmodule
für sichtbares
Licht beleuchtet werden.
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In
einer Ausführungsform
enthält
jeder Lichtquellenmodul für
sichtbares Licht drei parallele vertikale Spalten von je 16 LED
(LED). Die erste Spalte besteht aus drei roten LEDs, die zweite
aus grünen LEDs
und die dritte aus blauen LEDs. In unmittelbarer Nähe zu den
in der Baugruppe 51 montierten ID/AST-Platten 30 ist
eine holographische Streuscheibe 82 montiert. Die holographische
Streuscheibe 82 streut die Beleuchtungsenergie von jeder LED-Spalte
(wenn diese eingeschaltet ist). Jede LED-Spalte ist so in den Lichtquellenmodulen
für sichtbares
Licht montiert, daß ein
fester Abstand von der Streuscheibe 82 aufrechterhalten
wird. Zur Fokussierung der Beleuchtungsenergie von jeder LED-Spalte
auf die vertikalen Kavitätenspalten
der ID/AST-Platten 30 können
Zylinderlinsen benutzt werden. Die Beleuchtungsachsen für jede LED-Spalte
werden für
die rote, grüne
und blaue Beleuchtung in Deckung miteinander gebracht. Folglich
sieht jede Kavitätenspalte
einen einheitlichen Streifen einer roten, grünen oder blauen Beleuchtung,
je nachdem, welche LED-Spalte eingeschaltet ist.
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Jeder
Lichtquellenmodul für
sichtbares Licht kann außerdem
mit einem teilreflektierenden Strahlteiler ausgestattet werden.
Der Strahlteiler bewirkt, daß ein
Teil der Beleuchtungsenergie von den LEDs auf eine Lichtquellenmonitor-Photodiode 84 auffällt. Das
Signal von der Lichtquellenmonitor-Photodiode 84 wird dann verwendet,
um die Lichtintensität
jeder der LED-Spalten nötigenfalls
zu korrigieren. Zum Beispiel kann das Signal von der Lichtquellenmonitor-Photodiode 84 benutzt
werden, um Schwankungen in der Lichtleistung während des Aufwärmens der
LEDs in der Anlaufzeit über
ein weiter unten diskutiertes Beleuchtungsprofil zu kompensieren. Dadurch
wird ermöglicht,
daß das
Gerät 20 die Prüfung schneller
beginnt, weil die Prüfung
das Aufwärmen
der LEDs (d. h. das Erreichen der stationären Lichtleistung) nicht abzuwarten
braucht.
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Die
Lichtquellenmodule für
sichtbares Licht sind vertikal beabstandet und werden durch den Stützmast bezüglich der
in jeder Etage der Baugruppe 51 montierten ID/AST-Platten 30 richtig
angeordnet. Der Stützmast
kann außerdem
Halterungen für die
Strahlteiler, die holographischen Streuscheiben 82 und
die Zylinderlinsen aufweisen.
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In
einer weiteren, in 9 dargestellten Ausführungsform
sind andere Anordnungen für
die bei der vorliegenden Erfindung eingesetzten Lichtquellen für sichtbares
Licht möglich. 9 zeigt
eine Ansicht von oben einer Drei-Spektren-Anordnung (z. B. rot,
grün und
blau) mit Verwendung von drei LEDs (215, 216, 217).
In jeder einzelnen Position auf der Z-Achse kann ein Satz von mehr
oder weniger als drei LEDs verwendet werden. Gruppen der LED-Sätze können so
tief wie nötig
in der Z-Achsenrichtung gestapelt werden, um die Gesamtlänge der ID/AST-Platten 30 zu
erfassen.
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Licht
von der LED 216 wird durch einen ersten Oberflächenspiegel 218 im
Winkel von 90° in Richtung
der Beleuchtungsachse reflektiert. Ein Teil dieses Lichts passiert
die dichroitischen Filter 220 und 219 und zweigt
in X-Richtung ab zu einem holographischen Streukörper 221. Ein Teil
des Lichts wird von jedem Filter nicht durchgelassen und breitet
sich weiter in Y-Richtung aus. Der holographische Streukörper 221 bewirkt
eine Homogenisierung des Lichts auf eine definierte Weise. Das gefilterte,
homogenisierte Licht gelangt durch eine Zylinderlinse 222,
die es zu einem homogenen Lichtstreifen von vorgeschriebener Breite
an der ID/AST-Platte 30 konzentriert.
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Ein
Teil des an der ID/AST-Platte 30 fokussierten Lichts wird
durch eine Planglasplatte 223 um 90° in einen Lichtleiter 224 umgelenkt,
der es auf einen Lichtquellenmonitor 225 konzentriert.
Ein durch den Lichtquellenmonitor 225 erzeugtes Signal
dient dazu, die Lichtintensität
von jeder der Gruppen der LED-Sätze
nötigenfalls
zu korrigieren.
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Entsprechend
wird ein Teil des Lichts von der LED 217 durch das dichroitische
Filter 219 um 90° reflektiert,
und diese gefilterte Energie wird auf die oben beschriebene Weise
verarbeitet. Außerdem wird
ein Teil des Lichts von der LED 215 durch das dichroitische
Filter 220 um 90° reflektiert,
und diese gefilterte Energie wird durch die übrigen Komponenten in dem optischen
System verarbeitet, wie oben beschrieben.
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In
einer weiteren Ausführungsform
ist in 10A eine Festkörper-Lichtquelleneinheit
für sichtbares
Licht dargestellt. Mehrere oberflächenmontierte LEDs 300 (SMLEDs)
sind in einer Anordnung angebracht, die mit einer Spalte von Kavitäten 31 der
ID/AST-Platten 30 übereinstimmt.
Die SMLEDs sind in der Anordnung in einem sich wiederholenden Muster
angeordnet. Zum Beispiel kann die erste SMLED rot sein, die zweite
kann eine grüne SMLED
und die dritte eine blaue SMLED sein. Dieses Muster wiederholt sich
dann entlang der Anordnung. Es können
so viele SMLED-Sätze
wie nötig
angeordnet werden, um die gewünschte
Fläche
richtig auszuleuchten.
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In
dieser Ausführungsform
ist die Beleuchtungsachse der SMLED-Reihe in der gleichen Linie mit
den Kavitäten 31 angeordnet.
Infolgedessen werden die SMLEDs 300 auf der Basis ihres
jeweiligen Spektralgehalts (d. h. rote, grüne oder blaue Beleuchtung)
eingeschaltet. Wie zuvor wird dieses Licht weiter aufbereitet, um
es unter Verwendung eines holographischen Streukörpers 301 und einer
Sammellinse 302 zu homogenisieren und auf das Target zu konzentrieren,
wie in 10B dargestellt. Wie oben beschrieben,
werden auch in dieser Ausführungsform
ein Strahlteiler und ein Lichtquellenmonitor verwendet.
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Da
die Tendenz besteht, daß die
Beleuchtungsstärke
an den Enden abfällt,
können
jede LED-Spalte,
die holographische Streuscheibe 82 und die Zylinderlinsen
physikalisch länger
ausgeführt werden
als die aktive Fläche
der ID/AST-Platten 30. Um den durch die optischen Leistungsverluste
an den äußersten
Enden der ID/AST-Platte 30 verursachten Lichtabfall zu
kompensieren, wird die Beleuchtungsstärke in der Nähe der Enden
jeder LED-Spalte verstärkt,
um die Gleichmäßigkeit
zu verbessern. Eine Möglichkeit,
dies zu bewerkstelligen, besteht darin, die LEDs in der Nähe der Enden
jeder Spalte mit höheren
Strömen
anzusteuern, wodurch die Lichtintensität an diesen Enden erhöht wird.
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Der
zur Ansteuerung der oben diskutierten LEDs oder SMLEDs benutzte Übergangsstrom
kann mit Hilfe eines Computerprogramms gesteuert werden, das im
Steuerprozessor 70 gespeichert ist, wie in 13 dargestellt.
Zur dynamischen Ansteuerung der LEDs können Beleuchtungsprofile verwendet werden,
um einen optischen Leistungsverlust zu kompensieren. Wenn die LEDs
einer Spalte alle mit dem gleichen Steuerstrom angesteuert werden,
dann ist, wie in 12A dargestellt, die Lichtausgangsleistung
von den LEDs an den Enden (d. h. oben und unten) der Spalten, gemessen
durch ein optisches Detektionssystem 100, kleiner als die
Lichtleistung von den LEDs in der Nähe der Spaltenmitte. 12B zeigt ein Beleuchtungsprofil, bei dem LEDs
an den Enden der Spalte mit einem höheren Strom angesteuert werden.
Dieser erzeugt eine größere Lichtleistung
von den LEDs an den Enden der Spalte im Vergleich zu den LEDs in
der Nähe
der Spaltenmitte. 12C zeigt die resultierende,
durch das optische Detektionssystem 100 gemessene Lichtleistung
der LED-Spalte bei Ansteuerung durch das Beleuchtungsprofil gemäß 12B.
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Das
Beleuchtungsprofil gemäß 12B stellt zwar ein komplementäres Profil dar, das benutzt wird,
um eine gleichmäßige Lichtleistung
zu erzeugen, aber es können
verschiedene Beleuchtungsprofile verwendet werden. Diese Profile
können
auf der Basis unterschiedlicher Kriterien gewählt werden, wie z. B. des Typs
der verwendeten Testplatte, der Art des durchzuführenden Tests oder der Rückkopplungssignale.
Zum Beispiel kann ein Regelkreis mit proportionaler Rückführung, der
Signale von der Lichtquellenmonitor-Photodiode 84 verwendet, Änderungen
der Lichtintensität
während
der Prüfung, während des
Aufwärmens
der LED oder eine langfristige Verschlechterung des LED-Übergangsstroms korrigieren.
Andere Typen von Korrektursystemen mit Rückführung können auf Temperaturänderungen innerhalb
des Geräts 20 oder
auf Signalen von einer weiter unten diskutierten Normierungsplatte
basieren.
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Eine
weitere Möglichkeit
der Kompensation des Intensitätsabfalls
an den Spaltenenden besteht darin, die Abstände von LEDs oder SMLEDs an
den Enden jeder Spalte geometrisch zu komprimieren, d. h. in einer
gestapelten LED-Konfiguration an den Enden. Wie in 14 dargestellt,
sind LEDs 90 an den Enden der linearen Anordnung geometrisch
komprimiert. Dieser Konfigurationstyp kompensiert die Verschlechterung
des optischen Wirkungsgrads an den Spaltenenden. Wenn die LEDs dichter
zusammen angeordnet werden, erhöht
sich die Beleuchtungsstärke.
Vorzugsweise sollten die LEDs so komprimiert werden, daß eine zu
dem Abfall inverse Intensität
erzeugt wird. Zum Beispiel kann ein Abfall der optischen Kopplung
von 90% an den Spaltenenden (bezüglich
der Spaltenmitte) durch Verminderung des Mittenabstands der LED
an den Spaltenenden um einen Faktor zehn kompensiert werden.
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Wie
wieder aus 11 erkennbar, weist die Lichtquelleneinheit 81 für UV-Licht
zwei röhrenförmige UV-Kaltkathodenlampen
auf. Es können
auch Glühkathodenlampen
verwendet werden. Geeignete Lampen sind beziehbar von Voltarc (VTI
Waterbury, CT 06705). Die Strahlung gelangt durch Erregerfilter 85.
Die Erregerfilter 85 eliminieren unerwünschte Spektralkomponenten,
die in dem von den Lampen ausgestrahlten Licht enthalten sind.
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Wie
in 11 dargestellt, sind die Lampen auf beiden Seiten
der Hauptbeleuchtungsachse angeordnet, so daß eine Spalte von vertikal
ausgerichteten ID/AST-Platten 30 gleichzeitig ausgeleuchtet wird.
Die UV-Lichtquellen brauchen nicht entlang der Hauptbeleuchtungsachse
ausgerichtet zu werden. Die Einstellung der Beleuchtungsstärke wird
durch Änderung
der Hochfrequenzleistung durchgeführt, die an die Lampe und ihre
Reiheninduktivität
angelegt wird. Das wird durch einen Steuerprozessor 70 gesteuert.
Zu einem Zeitpunkt wird nur eine Lampe beleuchtet. Die andere Lampe
wird in Reserve gehalten.
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In
dieser Ausführungsform
wird die Fluoreszenzreaktion durch einen direkten Durchstrahlungsmodus
des Lichts durch die Kavitäten 31 angeregt. Es
kann jedoch auch ein Reflexionsmodus angewandt werden, der eine
Neueinstellung der UV-Lichtquellen erfordern würde.
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Eine
UV-Lichtquellenüberwachungs-Photodiode 86 für jede Lampe
ist so angeordnet, daß sie einen
kleinen Anteil der aus der Lampe austretenden Strahlung erfaßt. Das
resultierende Signal wird benutzt, um die Intensität der Lampe
zu überwachen. Dieses
Signal ermöglicht
außerdem,
daß der
Steuerprozessor 70 eine Intensitätsabnahme der Lampe erfaßt, so daß die andere
Reservelampe nötigenfalls aktiviert
werden kann.
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Die
aktive Lampe wird nur dann mit voller Leistung betrieben, wenn UV-Anregungsmessungen durchgeführt werden.
Andernfalls wird die Lampe auf niedrige Leistung abgedunkelt, um
die Lebensdauer der Lampe zu bewahren, oder abgeschaltet, um eine optische
Interferenz mit Anzeigewerten zu verhindern, die unter Verwendung
der oben diskutierten Anregungslichtquellen für sichtbares Licht aufgenommen
werden. Außerdem
wird ein Emissionsfilter 83 (dargestellt in 11)
benutzt, um etwaige unerwünschte
Spektralkomponenten zu eliminieren, die durch die Lampen eingebracht
werden können.
Zum Beispiel filtert das Emissionsfilter 83 die UV-Lichtwellenlängen der
Lampe aus. Der Lampenstrom wird mittels einer Signalleitung, die
durch den Steuerprozessor 70 gesteuert wird, für die Erfassung
von Prüfdaten
auf Betriebsniveau erhöht
(d. h. die Lampe wird vom Betrieb mit niedriger Intensität auf Betrieb
mit hoher Intensität
umgeschaltet).
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Die
aktive Lampe wird durch eine Stromversorgung 92 für UV-Lichtquellen
betrieben. Wie oben diskutiert, wird die Intensitätseinstellung
der Lampe durch Verändern
der Frequenz der Hochspannungsanregung durchgeführt, die an die Lampe und ihre Serieninduktivität angelegt
wird. Eine Erhöhung
der Frequenz verursacht eine Abnahme des Lampenstroms, da der induktive
Blindwiderstand ansteigt, der wiederum eine Verminderung der Lampenintensität bewirkt.
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Die
Stromversorgung 92 für
UV-Lichtquellen enthält
außerdem
Hochspannungs-Zungenrelais (nicht dargestellt), um nach Anweisung
durch den Steuerprozessor 70 die Stromversorgung von der
aktiven Lampe auf die Reservelampe umzuschalten. Wie oben diskutiert,
erfolgt die Lampenumschaltung, wenn die Lichtquellenüberwachungs-Photodiode eine
wesentliche Intensitätsabnahme
der aktiven Lampe feststellt.
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Im
Betrieb werden die Lichtquelleneinheit 80 für sichtbares
Licht und die Lichtquelleneinheit 81 für UV-Licht nacheinander eingeschaltet.
Nach einer vollen Umdrehung des Karussells 50 (d. h. nach einem Datenakkumulationszyklus)
wird eine Beleuchtung mit einem anderen Wellenlängentyp eingeschaltet. Zum
Beispiel werden in einer Anordnung jede in den Lichtquellenmodulen
für sichtbares
Licht enthaltene LED-Spalte (d. h. rot, grün und blau) nacheinander eingeschaltet,
dann wird der UV-Lichtquellenmodul auf
volle Leistung geschaltet, wobei jede Lichtquelle während einer
vollen Umdrehung des Karussells 50 aktiv ist. Dadurch wird
das Gerät 20 in
die Lage versetzt, Prüfdaten
von jeder ID/AST-Platte 30 auf
der Basis verschiedener Lichtwellenlängentypen zu erfassen. In einer
bevorzugten Ausführungsform
ist die Reihenfolge: UV-Aufwärmen,
Ablesen der UV-Meßwerte,
und anschließend
Ablesen der Rot-, Grün-
und Blau-Meßwerte.
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Wie
in 4 dargestellt, ist das optische Meßsystem 100 annähernd in
der Mitte der Baugruppe 51 so angeordnet, daß es auf
das sichtbare Licht ausgerichtet ist, das während der Anregung mit roter, grüner oder
blauer Beleuchtung von den Lichtquellenmodulen für sichtbares Licht durch jede
Kavität 31 der
ID/AST-Platten 30 durchgelassen wird. Entsprechend wird
sichtbare Fluoreszenzstrahlung von den Kavitäten 31 erfaßt, die
durch das UV-Licht angeregt wird. Wie oben diskutiert, entfernt
das Emissionsfilter 83 unerwünschte Spektralkomponenten,
die unter Umständen
im Ausgangssignal vorhanden sind, vor der Erfassung durch das optische
Meßsystem 100.
In einer anderen Ausführungsform
kann Nahinfrarotlicht (NIR-Licht) verwendet werden, um die optischen Prüfabtastungen
durchzuführen.
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Wie
der Fachmann erkennen wird, können verschiedene
Mittel zur Messung von Änderungen
in den optischen Eigenschaften angewandt werden. Zum Beispiel können Photodioden
oder eine Anordnung von Photosensoren eingesetzt werden.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
werden mehrere CCD-Detektormodule 101 und Linseneinheiten 105 (dargestellt
in den 7 und 8) bereitgestellt, einer) für jede Etage
der Baugruppe 51. Die CCD-Detektormodule 101 und
Linseneinheiten 105 werden von einem Mast 103 des
Meßsystems
getragen. Der Meßmast 103 unterstützt die
Linseneinheiten 105 und die CCD-Detektormodule 101 so,
daß sie
auf die optische Achse einer Kavitätenspalte der ID/AST-Platten 30 ausgerichtet
sind.
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Die
Linseneinheiten 105 enthalten die Objektivlinse 102.
Das Licht von jeder Plattenkavitätenspalte
wird durch die Objektivlinse 102 auf die CCD-Anordnungen 104 fokussiert.
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Jeder
CCD-Detektormodul 101 enthält eine CCD-Anordnung 104.
Zum Beispiel kann eine lineare 2048-Pixel-CCD-Anordnung verwendet
werden. Die CCD-Anordnungen 104 erfassen und messen die Lichtintensität, die durch
jede Kavität 31 durchgelassen
wird, wenn diese durch die roten, grünen und blauen LEDs beleuchtet
wird. Auf ähnliche
Weise wird unter Anregung mit UV-Licht sichtbares Fluoreszenzlicht
durch die CCD-Anordnung 104 erfaßt. Alternativ kann die UV-Lichtanregung
so positioniert werden, daß die
CCD-Anordnungen 104 das reflektierte oder absorbierte sichtbare
Fluoreszenzlicht von den Kavitäten 31 erfassen.
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Die
CCD-Anordnungen 104 sind bezüglich jeder Etage so positioniert,
daß sie
für eine Überabtastung
aller Positionen der Kavitäten 31 in
jeder Spalte der ID/AST-Platten 30 bei reichlicher Beleuchtung
sorgen. Das einzige Licht, das für
die CCD-Anordnungen 104 erfaßbar ist, sind das durch die
Kavitäten 31 hindurchtretende
monochromatische Licht oder die sichtbaren Fluoreszenzemissionen
von den Kavitäten 31.
Daher erfassen und messen die CCD-Anordnungen 104 die Lichtintensität der Kavitäten, aber
keines anderen Objekts, das durch die Lichtquelleneinheiten beleuchtet
wird. Die Spalteninformation in Richtung der Y-Achse, die eine vertikale Informationsscheibe
darstellt, wird elektronisch durch die CCD- Anordnungen 104 abgetastet.
Zur Erfassung und Messung der Lichtintensität von einer Kavitätenspalte
sind mehrere Informationsscheiben erforderlich. Die X-Achsen-Information
wird mit der Drehung der Baugruppe 51 akkumuliert (d. h.
die ID/AST-Platten 30 werden so gedreht, daß die nächste vertikale
Informationsscheibe abgetastet werden kann).
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Die
Empfindlichkeit der CCD-Detektionsmodule 101 wird durch
die für
jede CCD-Anordnung 104 gewählte Integrationszeit bestimmt.
Wie der Fachmann verstehen wird, setzt sich Licht aus einzelnen Photonen
zusammen. Zu jedem Photon gehört
ein extrem kleiner Energiebetrag. Die Zeit, die zum Laden der Pixel
benötigt
wird, wird als Integrationszeit bezeichnet. Unterschiedliche Photonenmengen,
die von den einzelnen Kavitäten 31 emittiert
oder absorbiert werden, treffen auf einzelne Pixel innerhalb jeder
CCD-Anordung 104 auf und laden die Pixel auf verschiedene
Niveaus auf, die proportional zu dem auftreffenden Licht sind.
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Die
Integrationszeit für
die CCD-Anordnungen 104 bei der vorliegenden Erfindung
ist veränderlich.
Dadurch erhält
die vorliegende Erfindung die Flexibilität, daß sie ID/AST-Platten 30 aufweist,
die Substrate mit verschiedenen optischen Eigenschaften enthalten
(d. h. lichtdurchlässige
oder optisch dichte Substrate). Nach Informationen, die aus dem Strichcode-Etikett
erfaßt
werden, wird die Integrationszeit eingestellt, um die Verstärkung für jede ID/AST-Platte 30 zu
steuern. Die Integrationszeit für die
nächste
ID/AST-Platte 30 wird eingestellt, bevor diese durch die
Lichtquellen beleuchtet wird. In einer Ausführungsform wird eine Standard-Integrationszeit von
annähernd
4,0 ms gewählt.
Andere Integrationszeiten können
nach Bedarf durch den Steuerprozessor 70 während der
Prüfung
der ID/AST-Platten 30 ausgewählt werden.
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Die
Datenverarbeitung der akkumulierten Pixelinformationen erfolgt durch
vier Detektor-Mikrosteuereinheiten
(und Unterstützungsschaltungen) 106,
eine für
jeden CCD-Detektormodul 101. Jede Detektor-Mikrosteuereinheit 106 empfängt und
verarbeitet Daten von den zugehörigen
CCD-Anordnungen 104. Diese Daten werden von jeder Kavität 31 erfaßt, wenn
diese während
der Rotation der ID/AST-Platte 30 mittels der Baugruppe 51 durch
die roten, grünen
und blauen LEDs beleuchtet und durch das UV-Licht angeregt wird.
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Im
Betrieb nutzen die Detektor-Mikrosteuereinheiten 106 das
durch die Plattenpositionssensoren erzeugte Plattenmarkierungssignal,
um die Datenerfassung für
die Platte über
die CCD-Anordnungen 104 auszulösen. Wie oben erwähnt, wird
das Plattenmarkierungssignal erzeugt, wenn während der Rotation der Baugruppe 51 die
Plattenpositionsmarkierungen an den Plattenpositionssensoren vorbeilaufen.
Dieses Signal dient als Startpunkt der Zeitsteuerung für die Erfassung
von Prüfdaten.
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Das
Karussell 50 rotiert stetig, während die Detektor-Mikrosteuereinheiten 106 Testdaten
empfangen, die durch die CCD-Anordnungen 104 erfaßt werden.
In dieser Ausführungsform
messen die CCD-Anordnungen 104 mehr als eine Variable parallel
(Absorption, Trübung
und/oder Fluoreszenz) von im wesentlichen der gleichen räumlichen
Position. Die Messungen werden durch die linearen CCD-Anordnungen aufgenommen,
während
die ID/AST-Platten 30 "vorbeifliegen". Alle Detektor-Mikrosteuereinheiten 106 empfangen
gleichzeitig die Testdaten von den CCD-Anordnungen 104,
während
eine Kavitätenspalte
der ID/AST-Platten 30 durch das Licht von der Lichtquelleneinheit 80 für sichtbares
Licht beleuchtet oder durch die Lichtquelleneinheit 81 für UV-Licht
angeregt wird.
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Eine
Justiermarke (nicht dargestellt) an jeder der ID/AST-Platten 30 wird
lokalisiert, indem an der Serie von Datenabtastungen der linearen
Anordnung eine algorithmische Suche durchgeführt wird. Zusätzlich zu
dem ersten Pixel der CCD-Anordnung 104, wo die Justiermarke
beginnt, liefert die Kenntnis der Schrittzahl des Schrittmotors
des Antriebssystems 56, die zwischen dem Startpunkt der
Zeitsteuerung und der Justiermarke aufgetreten ist, die benötigte Information
zur präzisen
Lokalisierung jeder Kavität 31 auf
der abgetasteten ID/AST-Platte 30.
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Während des
Prüfdatenerfassungsvorgangs treten
zwei Normierungsprozesse der Lichtquellen auf. Der erste vermindert
die Auswirkungen räumlicher
Inhomogenitäten
von einer Kavität
zur anderen. Der zweite Normierungsprozeß beinhaltet die Überwachung
der momentanen Lichtquellenintensität gleichzeitig mit der Erfassung
der Prüfdaten
durch die CCD-Anordnung 104.
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Eine
Normierungsplatte dient als Bezugsplatte für die Gerätekorrektur des optischen Meßsystems 100.
Jede Etage der Baugruppe 51 enthält eine Normierungsplatte,
die sich in der Position null auf jeder Etage befindet. Die Normierungsplatte
enthält eine
Matrix von Absorbern im Kavitätenformat
der ID/AST-Platte.
Die Normierungsplatte ist so konstruiert, daß sie eine den ID/AST-Platten 30 äquivalente Nominalgeometrie
aufweist. Die Anzeigewerte von der Normierungsplatte ändern sich
nicht mit der Zeit, und die Platte läßt die gleiche Lichtintensität durch, wenn
sie gleichmäßig beleuchtet
wird. Durch Messung des Ausgangssignals von jeder Kavität der Normierungsplatte
wird ein Korrekturfaktor für
jede Kavität
erzeugt, um etwaige Ungleichmäßigkeiten
in der Lichtquellenintensität
von einer Kavität
zur anderen zu eliminieren, im optischen System auftretende Verluste
in Signalen von individuellen Kavitäten zu korrigieren und die
im Lauf der Zeit auftretende Verminderung der LED-Ausgangsleistung
zu kompensieren. Prüfdaten,
die von jeder ID/AST-Platte 30 in einer Etage der Baugruppe 51 erfaßt werden,
werden bezüglich
etwaiger Änderungen
im optischen System seit der letzten Ablesung der Normierungsplatte
für diese
Etage korrigiert (normiert).
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In
einer Ausführungsform
liefert eine wählbar eingeschaltete
monochromatische Lichtquelle eine lineare Beleuchtung für eine Spalte
von einheitlichen Kavitäten
der Normierungsplatte. Das Profil der Beleuchtungsstärke entlang
der Spalte wird stückweise reguliert,
um eine einheitliche Detektor-Reaktion für alle Kavitäten in der
Spalte der Normierungsplatte bereitzustellen. Die Spalten aller
ID/AST-Platten 30 werden dann mit diesem Profil beleuchtet.
Die optische Normierungsreaktion jeder Kavität in der ID/AST-Platte 30 wird
dadurch für
alle Kavitätenpositionen
innerhalb jeder Spalte mit einheitlicher Empfindlichkeit gemessen.
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Wie
oben erwähnt,
wird das Signal von der Lichtquellenmonitor-Photodiode 84 benutzt,
um etwaige Änderungen
in der Lichtintensität
der Lichtquelieneinheit 81 für sichtbares Licht zu bestimmen, während die
Karussellbaugruppe 51 rotiert. Während die Normierungsplatte
verwendet wird, um relative räumliche
Intensitätsänderungen
zu überwachen,
ermöglicht
die Lichtquellenmonitor-Photodiode 84 bei der vorliegenden
Erfindung die Überwachung
der quasi-absoluten Intensität,
während
diese im Verlauf einer einzelnen Rotation der Karusselleinheit 51 schwankt
oder während
eines längeren
Zeitraums variiert. Die Lichtquellenmonitor-Photodiode 84 wird gleichzeitig
mit jeder Erfassung durch die CCD-Anordnung überwacht. Die Detektor-Mikrosteuereinheit 106 weist
zwei Korrekturfaktoren auf, die auf jeden Satz von erfaßten Testdaten
anzuwenden sind, so daß etwaige
Differenzen zwischen Testdatenabtastungen allein auf die optischen
Eigenschaften der Reagenzien in den Kavitäten 31 zurückzuführen sind.
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Jede
Detektor-Mikrosteuereinheit 106 empfängt außerdem Daten von einer CCD-Dunkelstromabtastung.
Die Dunkelstromkorrektur wird pixelweise auf die Daten angewandt.
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In
einer alternativen Ausführungsform
können
eine Quelle für
sichtbares Fluoreszenzlicht und ein Filterrevolver (nicht dargestellt)
anstelle der oben diskutierten für
sichtbares Licht verwendet werden. Der Filterrevolver enthält mehrere
Spektralfilter. In dieser Ausführungsform
werden zum Beispiel Absorptions- und
Trübungsmeßwerte in
drei aufeinanderfolgenden Drehungen der Baugruppe 51 erfaßt, während Fluoreszenzmeßwerte während einer
vierten Umdrehung erfaßt
werden. Nach Abschluß der ersten
Umdrehung zur Normierung und zur Lokalisierung der Justiermarken
(diese erfolgt etagenweise für
jede Platte) schaltet der Filterrevolver zu seinem ersten Spektralfilter
um. Bei Erreichen der Normierungsplatte schaltet der Filterrevolver
weiter zum zweiten Spektralfilter. Testdatenerfassung, Normierung
und der Berechnungsprozeß,
wie oben beschrieben, werden für
jedes Spektralfilter im Filterrevolver wiederholt. Nach Durchführung von
kolorimetrischen Messungen wird die Quelle für sichtbares Fluoreszenzlicht
abgeschaltet. Der Filterrevolver schaltet zu einem Emissionsfilter
um, und Fluoreszenzmessungen werden auf ähnliche Weise durchgeführt.
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Um
die Belastung bei der Nachverarbeitung zu reduzieren, werden alle
Pixelinformationen eliminiert, die nicht mit den Kavitäten der
ID/AST-Platte verbunden sind. Zum Beispiel kann das Analogsignal von
der CCD-Anordnung 104 digitalisiert werden, und die Detektor-Mikrosteuereinheit 106 kann
dann das digitalisierte Signal entsprechend verarbeiten. Die Testdaten
für jede
Kavität 31 (d.
h. die Lichtintensitäts-Informationen)
werden dann gemittelt. Die Mittelung erfolgt auf der Basis eines
Wertes pro Pixel, der von der CCD-Anordnung 104 für jede Kavität 31 empfangen
wird. Die Mittelung erzeugt einen einzigen ganzzahligen Wert für jede Kavität 31.
Für jeden Datenakkumulationszyklus
(d. h. rote, grüne
und blaue Beleuchtung und Anregung mit UV-Licht) wird ein Zahlenwert
erzeugt. Diese Information wird dann über ein busfähiges serielles
Datenübertragungsprotokoll
zum Steuerprozessor 70 übermittelt.
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In
einer Ausführungsform
wird durch die Detektions-Mikrosteuereinheit 106 eine räumliche
Mittelung eines Analogsignals von den CCD-Anordnungen 104 durchgeführt, um
unerwünschte
optische und elektrische Artefakte aus Probenspaltendaten zu eliminieren.
Die räumliche
Mittelung wird unter Anwendung einer partiellen analogen Dekommutation der
Pixelintensität
des Analogsignals durchgeführt.
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Wie
in 4 dargestellt, ist der Steuerprozessor 70 im
Elektronikfach 62 des Gerätegehäuses 60 installiert.
Der Steuerprozessor 70 umfaßt die Gerätefrontplatte 71,
eine Tastatur 72, ein Laufwerk 73 mit einem computerlesbaren
Medium (z. B. ein Disketten- oder CD-ROM-Laufwerk) und einen Lautsprecher/akustischen
Alarm. Der Steuerprozessor 70 umfaßt außerdem eine E/A-Schnittstellenleiterplatte, eine
Zentraleinheit (CPU), einen Speicher, eine Ethernet-Schnittstellenschaltung,
eine Sichtanzeige-Treiberschaltung (keines dieser Elemente ist dargestellt).
Der Steuerprozessor 70 kann außerdem mit einer Maus ausgestattet
sein.
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Im
Betrieb führt
der Steuerprozessor 70 durch Abarbeiten von Anweisungen,
die in einem computerlesbaren Medium gespeichert sind, die folgenden
Funktionen aus. Der Steuerprozessor 70 erfaßt den Markierungsmagneten
für die
Ausgangsstellung am Antriebsring 52 durch den Hallsensor 55. Dies
erfolgt, um die auf der Baugruppe 51 montierten ID/AST-Platten 30 während der
Rotation richtig weiterzuschalten. Befehle in einer höheren Programmiersprache
werden zu den Detektor-Mikrosteuereinheiten 106 übermittelt,
um die Prüfung
der ID/AST-Platten 30 zu starten oder zu stoppen. Die Intensität der UV-Lichtquelleneinheit 81 wird
auf der Basis des Signals von der UV-Lichtquellenmonitor-Photodiode 86 gesteuert.
Der Steuerprozessor 70 beleuchtet die Zustandsanzeige-LEDs 54 auf
den Plattenträgern 53.
Die Anzeige-LEDs 54 kennzeichnen, wie oben diskutiert,
welche ID/AST-Platten 30 geprüft worden sind und aus der
Baugruppe 51 entfernt werden können. Die Inkubationstemperatur
wird gleichfalls über
Signal-/Steuerleitungen, die funktionsfähig mit dem Inkubationsheizer
verbunden sind, durch den Steuerprozessor 70 gesteuert.
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Der
Steuerprozessor 70 empfängt
außerdem die
von den Strichcodescannern, dem Strichcodeleser und dem Strichcodelesestift 72 erzeugten
Daten. Wie oben diskutiert, werden die Daten von den Strichcodescannern
benutzt, um die erfaßten
Daten mit einer bestimmten ID/AST-Platte 30 zu korrelieren. In
jedem Datenakkumulationszyklus (d. h. in einer Umdrehung der Baugruppe 51)
erwartet der Steuerprozessor 70 den Empfang von Daten,
die sich auf die Strichcodeetiketten jeder ID/AST-Platte 30 in
der Baugruppe 51 beziehen, und von Testdaten für jede ID/AST-Platte 30.
Wenn die einen oder die anderen empfangen werden, stellt der Steuerprozessor 70 fest,
daß eine
ID/AST-Platte 30 in dieser Plattenposition logisch vorhanden
ist. Wenn jedoch beide Datentypen nicht empfangen werden, verwirft
der Steuerprozessor 70 die Daten für diesen Akkumulationszyklus.
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Nach
Abschluß eines
Datenakkumulationszyklus empfängt
der Steuerprozessor 70 seriell die Daten von den Detektor-Mikrosteuereinheiten 106. Diese
Daten werden im Speicher abgelegt. Der Steuerprozessor 70 interpretiert
dann die Daten von den ID-Kavitäten 31 (d.
h. von den Kavitäten,
die zum ID-Abschnitt (Identifikationsabschnitt) der ID/AST-Platten 30 gehören, wie
weiter unten diskutiert), um eine Identifikation des Organismus
zu erzeugen. Der Steuerprozessor 70 interpretiert außerdem die
Daten von AST-Kavitäten 31,
um entweder MIC-Ergebnisse zu erzeugen, oder erzeugt, nach Richtlinien
des National Committee for Laboratory Standard (NCCLS), ein Ergebnis 'empfindlich', 'dazwischenliegend' (neutral) oder 'resistent' (SIR-Ergebnis),
das sich auf den Umschlagpunkt für AST-Kategorien
bezieht. Die Endergebnisse der ID/AST-Platten 30 werden
im Speicher abgelegt und können
auf eine Diskette heruntergeladen werden, zum Beispiel, um Speicherplatz
im Speicher zu sparen.
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Weitere
vom Steuerprozessor 70 ausgeführte Funktionen sind unter
anderem die Kommunikation mit extern angeschlossenen Netzgeräten (z.
B. einem lokalen Kommunikationsnetz (LAN) und dergleichen), die
Bereitstellung eines Druckerausgangs, die Ausführung von Inbetriebnahme- und
Selbstdiagnosetests, um sicherzustellen, daß das Gerät 20 richtig arbeitet,
und die Erzeugung entsprechender Alarmsignale. Der Steuerprozessor 70 bietet
außerdem
dem Bediener eine graphische Anwenderschnittstelle (nicht dargestellt) über die
Frontplatte 71 des Geräts und
nimmt über
die Tastatur 72 Anwenderbefehle und Eingaben an.
-
Wie
wieder aus den 3A–3C erkennbar,
werden ID/AST-Platten 30 in einem Kombinationsformat geliefert.
Jede ID/AST-Platte 30 weist Reagenskavitätspositionen
auf, die ID- und AST-Tests auf der gleichen Platte ausführen können. Wie
oben diskutiert, enthalten die ID/AST-Platten 30 die Kavitäten 31 und
die Strichcode-Etiketten. Die Kavitäten 31 sind in einen
ID-Abschnitt 33 und einen AST-Abschnitt 34 getrennt.
Der ID-Abschnitt 33 der ID/AST-Platte 30 besteht
aus einundfünfzig
Kavitäten 31.
Der AST-Abschnitt 34 der ID/AST-Platte 30 besteht
aus fünfundachtzig
Kavitäten 31.
Zum Beispiel können
die Kavitäten 31 des
AST-Abschnitts 34 getrocknete Antibiotika enthalten.
-
Die
ID/AST-Platten 30 enthalten außerdem eine Unterlage 35,
ein Chassis bzw. einen Baugruppenträger 36, einen Deckel 37 und
Celluloseacetat-Polster 38. Jede ID/AST-Platte 30 weist
außerdem
ein Plattenetikett auf (nicht dargestellt), das Informationen zur
Kennzeichnung der vollständigen Fertigungsvorgeschichte
der jeweiligen ID/AST-Platte 30 enthält.
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Das
Strichcode-Etikett liefert Informationen bezüglich des Typs der ID/AST-Platte
und weist außerdem
zu Identifikationszwecken eine eindeutige laufende Nummer auf. Das
Strichcode-Etikett kann im Code 128, im numerischen Format
oder in irgendeinem anderen geeigneten Strichcodeformat bereitgestellt
werden.
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Jede
ID/AST-Platte 30 wird mit einem in Kulturlösung suspendierten
Organismus beimpft, bevor sie in das Gerät 20 eingesetzt wird.
In der Praxis ist der Mikroorganismus eine verarbeitete und erneut suspendierte
Verdünnung
eines mikrobiologischen Wachstums aus einer Primärkultur entweder in einer ID-Impfflüssigkeit
oder in einer AST-Impfflüssigkeit, die
dann in die Testplatte gegossen wird. Die ID/AST-Platten 30 werden zum Füllen mit
den Impföffnungen 39 an
der Oberseite schräggestellt.
Getrennte Impfkulturen werden von Hand in die ID- und AST-Öffnungen 39 eingefüllt. Jede
Kavität 31 im ID-Abschnitt 33 wird
mit der ID-Impfflüssigkeit beimpft,
während
die Impfkultur an der Platte abwärts zum
Polster 38 fließt.
Jede Kavität 31 im
AST-Abschnitt 34 wird mit der AST-Impfflüssigkeit
beimpft. Die Impfkulturen fließen
serpentinenartig die ID/AST-Platte 30 hinab und füllen die
Kavitäten 31, während die
Flüssigkeitsfront
sich vorwärts
zum Polster 38 bewegt. Jede Kavität 31 wird entlüftet, wodurch
die Kavität 31 mit
Flüssigkeit
gefüllt
werden kann. Jede Kavität 31 weist
einen scharfen, runden Rand auf, um eine gleichbleibende Flüssigkeitsmenge
vom Überschuß zu trennen
und jede Kavität 31 von
Flüssigkeit
in benachbarten Kavitäten 31 zu
isolieren. Das Polster 38 saugt überschüssige Flüssigkeit auf.
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Die
ID/AST-Platten 30 werden in einer Plattenimpfstation (nicht
dargestellt) mit den Impfflüssigkeiten
beimpft. Jede Station enthält
zwei Röhren
mit Impfflüssigkeit
(d. h. die ID-Impfflüssigkeit
und die AST-Impfflüssigkeit)
und unterstützt
eine ID/AST-Platte 30. Unter Schwerkrafteinwirkung fließen die
Impfflüssigkeiten
durch die ID/AST-Platten 30.
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Die
ID-Impfflüssigkeit
und die AST-Impfflüssigkeit
weisen das Reagens-Teilsystem auf, das alle Reagenzien einschließt, die
zur Verarbeitung von isolierten Bakterienkolonien zu präparierten
Impfkulturen zum Einbringen in den ID-Abschnitt 33 und
den AST-Abschnitt 34 der ID/AST-Platten 30 erforderlich sind.
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Die
ID-Impfflüssigkeit
wird zur Identifikation von Organismen verwendet. Es können verschiedene
ID-Impfflüssigkeiten
eingesetzt werden, obwohl eine physiologische Kochsalzlösung bevorzugt
wird. Um das Füllen
der ID/AST-Platte 30 in der Plattenimpfstation zu verbessern,
kann ein Reinigungsmittel zugesetzt werden. Vorzugsweise beträgt die Impfgutdichte
für das
Beimpfen der ID-Platte mindestens 1 × 105 koloniebildende
Einheiten pro Milliliter (cfu/ml). Es können Identifikationsmittel
verwendet werden, zu denen Phenolrot und Iod-Nitro-Tetrazolium (INT)
gehören.
Außerdem
können
verschiedene Substrate verwendet werden, zu denen 4-Methylumbelliferron-(4-MU-)Derivate,
Methylaminocumarin-(4-AMC-)Derivate, Paranitrophenol-Derivate und Äskulin gehören.
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Die
zur AST-Bestimmung verwendete AST-Impfflüssigkeit ist eine modifizierte
Formulierung von Mueller-Hinton-Kulturflüssigkeit. Vorzugsweise beträgt die Impfdichte
für das
Beimpfen von AST-Platten mindestens 1 × 105 cfu/ml.
Für andere Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung, wie z. B. für "schnelle" AST-Testergebnisse, können andere
Impfdichten verwendet werden. Dabei handelt es sich um AST-Testergebnisse,
die innerhalb von 16 Stunden nach dem Beimpfen von ID/AST-Platten 30 gewonnen
werden.
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Es
können
verschiedene AST-Indikatoren verwendet werden. Der bevorzugte Indikator
für AST-Bestimmungen bei
der vorliegenden Erfindung ist alamarBlueTM,
ein redox-gepufferter Oxidations-Reduktions-Indikator.
Der Indikator wird unmittelbar vor der Zugabe der Mikroorganismenprobe, die
durch das Gerät 20 geprüft werden
soll, der AST-Impfflüssigkeit
zugesetzt und vermischt.
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Wie
oben erwähnt,
interpretiert der Steuerprozessor 70 die Daten von den
Kavitäten 31 zum Zweck
des Nachweises, der Identifikations- und Empfindlichkeitsprüfung. Der
Steuerprozessor benutzt drei variable Schwellwerte zur Interpretation dieser
Daten: einen absoluten, einen dynamischen und einen relativen Schwellwert.
Bei Verwendung des absoluten Schwellwerts wird eine Positivitätsbewertung
durchgeführt,
indem ermittelt wird, ob der normierte Anzeigewert der Kavität 31 über (positiv) oder
unter (negativ) einem bestimmten vorgegebenen Wert liegt. Bei Verwendung
des dynamischen Schwellwerts wird unter Verwendung von ersten und zweiten
Differenzen oder anderen mathematischen Manipulationen von Nachweisdaten,
die sich auf die Änderungsgeschwindigkeit
des Signalanstiegs als Funktion von der Zeit beziehen, eine Reaktionsbestimmung
des Reagens berechnet, indem ermittelt wird, wann bestimmte Parameter
der berechneten ersten und/oder zweiten Differenzen überschritten worden
sind. Bei Verwendung des relativen Schwellwerts wird eine Reaktionsbestimmung
des Reagens durchgeführt,
indem ein Schwellwert festgesetzt wird, der um einen vorgegebenen
Prozentsatz über dem
Startsignalpegel der betreffenden Kavität 31 liegt.
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Im
Betrieb werden die ID/AST-Platten 30 in dem Karussell 50 des
Geräts 20 montiert
und inkubiert. Während
nacheinander die Lichtquelleneinheit 80 für sichtbares
Licht und die UV-Lichtquelleneinheit 81 eingeschaltet
werden, wird ein Anzeigewert erfaßt, der den roten, grünen, blauen
und Fluoreszenz-Lichtwellenlängen
entspricht. Auf der Basis der Rotationsgeschwindigkeit des Karussells 50 werden Lichtintensitätsmeßwerte in
vorgegebenen Intervallen durch das optische Meßsystem 100 erfaßt.
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Wenn
zum Beispiel das Karussell 50 durch das Antriebssystem 56 mit
einer Winkelgeschwindigkeit von 2,0 Umdrehungen pro Minute (U/min)
angetrieben wird, erfordert eine Umdrehung des Karussells 50 30
Sekunden. Daher sind zur Akkumulation von Daten für rote,
grüne,
blaue und UV-Wellenlängen
zwei Minuten erforderlich. Dementsprechend kann bei der vorliegenden
Erfindung alle zwei Minuten ein vollständiger Datensatz erfaßt werden.
Da es möglich
ist, die Winkelgeschwindigkeit zu variieren, kann für verschiedene
Tests eine unterschiedliche Winkelgeschwindigkeit verwendet werden.
Zum Beispiel kann es wünschenswert
sein, UV-Daten mit 1,0 U/min zu akkumulieren (während andere Testdaten mit
2,0 U/min akkumuliert werden). In diesem Fall würde ein vollständiger Datensatz
bis zum Abschluß 2,5
Minuten erfordern.
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Bei
der vorliegenden Erfindung kann man nach einer Inkubationsdauer
von 18–24
Stunden AST-Endpunktergebnisse
erhalten, die auf den Meßwerten
der Kavität 31 basieren.
In einer alternativen Ausführungsform
kann man AST-Ergebnisse innerhalb von 16 Stunden nach dem Beimpfen
der Platte erhalten.
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In
Bezug auf die Identifikationsgenauigkeit enthält der Steuerprozessor 70 eine
ID-Taxa-Datenbank
(Gruppendatenbank), die mehr als 126 Spezies für gramnegative Organismen und
130 Spezies für grampositive
Organismen umfaßt.
Der Steuerprozessor 70 enthält außerdem eine AST-Taxa-Datenbank, die
der ID-Taxa-Datenbank sowohl für
grampositive als auch gramnegative Organismen äquivalent ist. Für die Zwecke
der AST-Prüfung
schließt
die vorliegende Erfindung außerdem
eine Datenbank mit allen gegenwärtig
bekannten human- und tiermedizinischen antimikrobiellen Mitteln
ein.
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Nachdem
die vorliegende Erfindung oben anhand konkreter Ausführungsformen
beschrieben worden ist, versteht es sich, daß die Erfindung nicht auf die
hierin offenbarten Ausführungsformen
eingeschränkt
oder begrenzt sein soll.