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DE69831841T2 - Filteranordnung mit Steuerschaltung und elektrische Vorrichtung mit einer solchen Anordnung - Google Patents

Filteranordnung mit Steuerschaltung und elektrische Vorrichtung mit einer solchen Anordnung Download PDF

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DE69831841T2
DE69831841T2 DE69831841T DE69831841T DE69831841T2 DE 69831841 T2 DE69831841 T2 DE 69831841T2 DE 69831841 T DE69831841 T DE 69831841T DE 69831841 T DE69831841 T DE 69831841T DE 69831841 T2 DE69831841 T2 DE 69831841T2
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DE
Germany
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filter
current
signal
electrical
filter device
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Expired - Lifetime
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DE69831841T
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English (en)
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DE69831841D1 (de
Inventor
Miao-Xin Wang
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Schneider Electric Industries SAS
Original Assignee
Schneider Electric Industries SAS
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by Schneider Electric Industries SAS filed Critical Schneider Electric Industries SAS
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Publication of DE69831841T2 publication Critical patent/DE69831841T2/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02JCIRCUIT ARRANGEMENTS OR SYSTEMS FOR SUPPLYING OR DISTRIBUTING ELECTRIC POWER; SYSTEMS FOR STORING ELECTRIC ENERGY
    • H02J3/00Circuit arrangements for AC mains or AC distribution networks
    • H02J3/01Arrangements for reducing harmonics or ripples
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02EREDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
    • Y02E40/00Technologies for an efficient electrical power generation, transmission or distribution
    • Y02E40/40Arrangements for reducing harmonics

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
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  • Power Conversion In General (AREA)

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Filtereinrichtung nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1, sowie ein elektrisches Schaltgerät, das mindestens eine solche Einrichtung umfasst.
  • Filtereinrichtungen werden zur Unterdrückung oder Dämpfung von Oberschwingungsströmen und -spannungen in elektrischen Verteilernetzen eingesetzt. Diese Oberschwingungsströme werden durch nichtlineare Lasten verursacht, die an das Verteilernetz angeschlossen sind. Die am weitesten verbreiteten Störquellen sind Schaltnetzteile, Stromrichter oder Regler mit leistungselektronischen Bauteilen.
  • Ein vermehrter Strom- oder Spannungs-Oberschwingungsgehalt im Leitungsnetz kann Fehlfunktionen oder Beschädigungen empfindlicher elektrischer Verbraucher zur Folge haben. Zur Begrenzung von Oberschwingungsströmen und -spannungen werden bekanntermaßen Filtereinrichtungen in die Netzleitungen geschaltet.
  • Filtereinrichtungen umfassen im Allgemeinen passive und aktive Filter. Passive Filter arbeiten wie Stromsenken und filtern Oberschwingungen heraus, deren Frequenz annähernd der jeweiligen Resonanzfrequenz der genannten Filter entsprechen. Aktive Filter erlauben die Wiederherstellung eines sinusförmigen Stroms im Netz durch die Kompensation der durch nichtlineare Lasten verursachten Stromverzerrungen. Die Kompensation erfolgt dadurch, dass ein Kompensationsstrom parallel in das Netz injiziert wird. Der Netzstrom ergibt sich dann aus der Summe des verzerrten Laststroms und des Kompensationsstroms.
  • Passive Filter umfassen im Allgemeinen Filterglieder, die eine Reihenschaltung aus einer Spule und einem Kondensator enthalten. Jedes Filterglied ist auf eine bestimmte Oberschwingungsfrequenz der Störstrome abgestimmt. Um wirksam arbeiten zu können, müssen diese Filter genau auf die genannte Oberschwingungsfrequenz abgestimmt sein. Es ist jedoch sehr schwierig, passive Komponenten mit großer Genauigkeit für hohe Leistungen zu finden. Außerdem können sich die Kennwerte dieser Komponenten durch Alterung oder Temperaturschwankungen verändern. Eine weitere Schwierigkeit im Zusammenhang mit der Verwendung passiver Filter besteht in ihrer Parallelschaltung. Die Kombination mehrerer passiver Filterglieder hat nämlich Wechselwirkungen zwischen diesen zur Folge und verändert die Abstimmfrequenz der genannten Filterglieder. Darüber hinaus verursachen an das Leitungsnetz angeschlossene Kondensatoren zur Blindleistungskompensation Störungen in diesen Filtereinrichtungen, da sie die Abstimmfrequenzen verändern. Schwankungen der Grundfrequenz des Netzes, selbst innerhalb geringer Toleranzen, können ebenfalls die Wirksamkeit von passiven Schmalbandfiltern beeinträchtigen.
  • Aktive Filter reagieren weniger empfindlich auf Veränderungen in einer elektrischen Installation, da sie im Allgemeinen über Regelschaltungen verfügen. Allerdings ist die Leistung von aktiven Filtern aufgrund der in ihnen enthaltenen elektronischen Bauteile begrenzt. Elektronische Bauteile mit linearem Leistungsverhalten wie Transistoren sind nämlich strom- und spannungsbegrenzt.
  • Es gibt hybride Filtereinrichtungen mit passiven und aktiven Filtern. Diese Einrichtungen sind jedoch komplex und teuer. Sie sind im Allgemeinen für sehr spezielle Anwendungen bestimmt.
  • In der Druckschrift EP-A-O- 645 866 wird eine Einrichtung mit den kennzeichnenden Merkmalen des Oberbegriffs von Patentanspruch 1 beschrieben.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, eine Filtereinrichtung anzugeben, die eine geringe Empfindlichkeit gegenüber Widerstandsänderungen in einem Netz sowie gegen Kennwertabweichungen von Bauteilen aufweist.
  • Dieses Ziel wird durch eine Filtereinrichtung nach dem Patentanspruch 1 erreicht.
  • Die Resonanzfrequenz des mindestens einen passiven Filterglieds ist höher als mindestens eine bestimmte Oberschwingungsfrequenz.
  • Die Einschaltsteuerung der Schaltmittel erfolgt vorzugsweise durch Impulssignale und die Ausschaltsteuerung durch einen Stromnulldurchgang eines über die Schaltmittel fließenden Filterstroms.
  • Die Schaltmittel umfassen insbesondere zwei in Anti-Parallelschaltung betriebene Thyristoren.
  • Das erste und das zweite Impulssignal sind vorzugsweise annähernd gegenphasig.
  • Die Steuermittel umfassen vorzugsweise Impulsgeneratormittel, die das erste und das zweite Impulssignal liefern, sowie Synchronisiermittel, die an die Netzleitung sowie an die genannten Impulsgeneratormittel angeschlossen sind, um die Impulssignale mit einem, die Leitungsspannung des Netzes abbildenden Signal zu synchronisieren.
  • Zur Steuerung der Amplitude des Filterstroms umfassen die Steuermittel Modulationsmittel zur Anpassung der Phasenverschiebung zwischen dem ersten und dem zweiten Impulssignal in Abhängigkeit von einem die Spannung in der genannten mindestens einen Leitung des Netzes abbildenden Signal.
  • Nach einer besonderen Ausgestaltung umfassen die Steuermittel Signalverarbeitungsmittel, die an die ersten Messmittel zur Messung einer elektrischen Leitungsgröße angeschlossen sind, um daraus ein Signal abzuleiten, das die genannte, mindestens eine Oberschwingungsfrequenz des genannten Signals der elektrischen Leitungsgröße abbildet.
  • Die Filtereinrichtung umfasst vorzugsweise an die Signalverarbeitungsmittel angeschlossene zweite Strommessmittel zur Lieferung eines Signals, das einen über mindestens ein Filterglied fließenden Filterstrom abbildet, wobei die genannten Signalverarbeitungsmittel das einen Filterstrom abbildende Signal mit dem Signal vergleichen, das die genannte, mindestens eine Oberschwingungsfrequenz des Signals der elektrischen Leitungsgröße abbildet.
  • Die Signalverarbeitungsmittel bestimmen eine Amplitudendifferenz zwischen dem Signal, das die genannte mindestens eine Oberschwingungsfrequenz des Signals der elektrischen Leitungsgröße abbildet, und dem einen Filterstrom abbildenden Signal, um die Schaltmittel so anzusteuern, dass die genannte, mindestens eine Amplitudendifferenz vermindert wird.
  • Die Signalverarbeitungsmittel bestimmen eine Phasenabweichung zwischen dem Signal, das die genannte mindestens eine Oberschwingungsfrequenz des Signals der elektrischen Leitungsgröße abbildet, und dem einen Filterstrom abbildenden Signal, um die Schaltmittel so anzusteuern, dass die genannte Phasenabweichung vermindert wird.
  • Zur Linearisierung des Filterstroms umfasst die Filtereinrichtung eine Spule, die parallel zu den Schaltmitteln geschaltet ist.
  • Nach einer Weiterbildung der Erfindung umfasst die Filtereinrichtung mehrere, auf unterschiedliche Frequenzen abgestimmte und durch jeweils unterschiedliche Schaltmittel angesteuerte passive Filterglieder, wobei die Steuermittel jedes Schaltmittel in Abhängigkeit von unterschiedlichen Oberschwingungsfrequenzen ansteuern.
  • Nach einer ersten Ausführungsvariante umfassen die ersten Messmittel zur Messung einer elektrischen Leitungsgröße Strommessmittel, die zwischen einer elektrischen Störquelle und einem Filterglied in die genannte Leitung des Netzes geschaltet sind.
  • Nach einer zweiten Ausführungsvariante umfassen die ersten Messmittel zur Messung einer elektrischen Leitungsgröße Strommessmittel, die zwischen einer elektrischen Energiequelle und dem genannten, mindestens einem Filterglied in die genannte, mindestens eine Leitung des Netzes geschaltet sind.
  • Nach einer dritten Ausführungsvariante umfassen die ersten Messmittel zur Messung einer elektrischen Größe Spannungsmessmittel, die an die genannte, mindestens eine Leitung des Netzes angeschlossen sind.
  • Nach anderen Ausgestaltungen der Erfindung kann die Filtereinrichtung an eine Leitung des elektrischen Netzes angeschlossene aktive Filtermittel, eine an die genannten Schaltmittel und die aktiven Filtermittel angeschlossene gemeinsame Steuereinrichtung sowie Messmittel umfassen, die ein, einen Gesamtfilterstrom abbildendes Signal liefern, wobei die genannte gemeinsame Steuereinrichtung die an die Schaltmittel angeschlossenen Steuermittel umfasst.
  • Ein elektrisches Schaltgerät umfasst mindestens eine erfindungsgemäße Filtereinrichtung nach der vorausgegangenen Beschreibung.
  • Das elektrische Schaltgerät kann auch eine aktive Filtereinrichtung umfassen. Bei dieser Ausgestaltung umfasst das Schaltgerät vorteilhaft eine gemeinsame Steuereinrichtung zur Ansteuerung der aktiven Filtereinrichtung und der Schaltmittel.
  • Mehrere Ausgestaltungen der Erfindung sind in den beigefügten Zeichnungen beispielhaft dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung unter Angabe weiterer Vorteile und Merkmale näher erläutert. Dabei zeigen
  • 1 das Blockschaltbild einer elektrischen Installation mit einer Filtereinrichtung nach dem bisherigen Stand der Technik;
  • 2 und 3 eine erste und eine zweite Schaltung mit Filtereinrichtungen nach Ausgestaltungen der Erfindung, die Stromverzerrungen erkennen,
  • 4 das Schaltbild einer Filtereinrichtung gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung, die Spannungsverzerrungen erkennt,
  • 5a bis 5d die elektrischen Signale in einer erfindungsgemäßen Einrichtung,
  • 6 das Schaltbild einer Filtereinrichtung mit einer Glättungsdrossel,
  • 7 die Kurve eines Filterstroms einer Einrichtung gemäß 5,
  • 8a bis 8c Stromkurven der Ströme in einer Filtereinrichtung nach einer Ausgestaltung der Erfindung,
  • 9a und 9b mit Oberschwingungen behaftete Stromkurven gemäß 8a und 8c,
  • 10 das Schaltbild einer Filtereinrichtung gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung, die zwei Oberschwingungsfrequenzen herausfiltert,
  • 11a bis 11d Strom- und Spannungskurven einer Filtereinrichtung nach einer Ausgestaltung der Erfindung mit Mitteln zur Modulation des Filterstroms,
  • 12 und 13 ein erstes und ein zweites Schaltbild von Filtereinrichtungen nach Ausgestaltungen der Erfindung, die aktiven Filtern zugeordnet sind.
  • Elektrische Installationen wie die in 1 gezeigte umfassen normalerweise mindestens eine elektrische Energiequelle 1 und mindestens eine elektrische Last 2, die über Leitungen 3 und 4 angeschlossen ist. Weist eine elektrische Last 2 ein nichtlineares Verhalten auf, fließen Störströme in den Verbindungsleitungen 3 und 4. Zur Unterdrückung oder Dämpfung dieser Störströme werden Filtereinrichtungen in die genannten Leitungen 3 und 4 geschaltet. Eine Filtereinrichtung kann wie in 1 ein passives Filterglied mit einer Reihenschaltung aus einer Spule 5 und einem Kondensator 6 umfassen. Diese Schaltung bildet einen Schwingkreis, der die Ströme herausfiltert, deren Frequenz annähernd der Resonanzfrequenz entspricht. Es können auch aktive Filter zur Dämpfung der durch Strom- oder Spannungs-Oberschwingungen verursachten Verzerrungen eingesetzt werden. Um die Verzerrungen der Leitungsströme bzw. Leitungsspannungen zu kompensieren, werden durch die in die Leitungen 3 und 4 geschalteten aktiven Filter Ströme injiziert oder absorbiert.
  • Passive Filter müssen mit sehr genauen Komponenten ausgerüstet sein, um Stromoberschwingungen wirksam zu kompensieren. Diese Genauigkeit ist sehr schwer zu erzielen, da sie eine sehr präzise Einstellung erfordert. Außerdem verändern sich die Kennwerte der Komponenten zeit- und temperaturabhängig.
  • Aktive Filter, die im wesentlichen mit elektronischen Bauteilen wie Transistoren arbeiten, sind für hohe Leistungen nicht geeignet.
  • Nach einer Ausgestaltung der Erfindung umfasst eine Filtereinrichtung mindestens ein passives Filterglied, das mit einer elektronischen Schalteinrichtung zur Steuerung eines über das genannte passive Filterglied fließenden Stroms in Reihe geschaltet ist. Dadurch hängt die Genauigkeit der Filtereinrichtung nicht mehr von der Genauigkeit des Filterglieds, sondern von einer Steuerschaltung der Schalteinrichtung ab.
  • Vorteilhaft kann eine erfindungsgemäße Einrichtung an Widerstands- und Frequenzänderungen des Netzes angepasst werden. Eine erfindungsgemäße Einrichtung kann bei unterschiedlichen Netzfrequenzen, z.B. bei 50 Hz oder 60 Hz arbeiten, ohne das Filterglied ändern zu müssen.
  • Eine erste Ausgestaltung der Erfindung ist in 2 dargestellt. Sie umfasst ein passives Filterglied aus einer Spule 5 und einem Kondensator 6 sowie einen elektronischen Schalter 8, der in Reihe zum genannten Filterglied geschaltet ist.
  • Der Schalter 8 wird über eine Steuerschaltung 9 angesteuert, die Steuersignale in Abhängigkeit von elektrischen Messgrößen liefert, die an mindestens einer Leitung des Netzes gemessen werden.
  • Die Steuerschaltung 9 umfasst eine Signalverarbeitungsschaltung 10, die insbesondere an einen Messstromwandler 11 angeschlossen ist, welcher ein Signal liefert, das einen über die Störquelle 2 fließenden Leitungsstrom IL abbildet. Die Verarbeitungsschaltung 10 bestimmt die Charakteristik eines zu dämpfenden Oberschwingungsstroms und liefert ein Steuersignal an einen Steuersignalgenerator 12. Um die Wirksamkeit der Filterung zu verbessern, umfasst die Einrichtung aus 2 einen Messstromwandler 13, der in Reihe mit dem passiven Filterglied geschaltet ist, um ein Signal an die Verarbeitungsschaltung 10 zu liefern, das einen Filterstrom IF abbildet. Die Verarbeitungsschaltung leitet aus dem Leitungsstromsignal IL einen Wert ab, der die zu dämpfende Oberschwingung HIL abbildet und vergleicht diesen Wert mit dem den Filterstrom IF abbildenden Signal. Anschließend steuert die Schaltung 10 den Signalgenerator 12 so, dass der Filterstrom die umgekehrte Phasenlage und die gleiche Amplitude aufweist wie das Oberschwingungssignal. So arbeitet die Steuerschaltung 9 in dieser Ausgestaltung wie ein Regelkreis, um einen korrekten Eingangsstrom IS wieder herzustellen.
  • Die Verarbeitungsschaltung 10 und der Signalgenerator 12 empfangen vorteilhaft ein Signal, das eine Leitungsspannung VL abbildet, um die Bestimmung der die Phasenlage der zu dämpfenden Oberschwingungen HIL abbildenden Werte und das Absetzen der Steuersignale zur Ansteuerung des Schalters 8 zu synchronisieren.
  • Der elektronische Schalter 8 umfasst vorzugsweise leistungselektronische Bauteile, deren Einschaltvorgang durch Impulssignale gesteuert wird und deren Abschaltung bei einem Stromnulldurchgang des über sie fließenden Stroms erfolgt. Diese Bauteile sind vorteilhaft Thyristoren, die in der Lage sind, hohe Ströme zu schalten und hohe Spannungen zu führen. So umfasst der Schalter 8 nach einer vorzugsweisen Ausgestaltung der Erfindung zwei Thyristoren 14 und 15, die in Anti-Parallelschaltung betrieben werden und in Reihe zu dem passiven Filterglied geschaltet sind. Ein erster Thyristor 14 leitet die positive Halbwelle und ein zweiter Thyristor 15 die negative Halbwelle des Filterstroms IF. Zur Ansteuerung der Thyristoren 14 und 15 beaufschlagt der Signalgenerator 12 die Gateelektroden der genannten Thyristoren mit Steuerimpulsen.
  • Um Probleme durch ungenaue und schwankende Kennwerte der passiven Komponenten 5 und 6 zu vermeiden, wird der Schalter 8 mit einer mittleren Frequenz angesteuert, die annähernd der Frequenz der zu dämpfenden Oberschwingung HIL entspricht. Bei einem Schalter 8 mit zwei Thyristoren weisen die vom Signalgenerator 12 auf jeden Thyristor gegebenen Impulssignale annähernd entgegengesetzte Phasenlagen auf bzw. sind um eine halbe Periodendauer zueinander versetzt.
  • 3 zeigt ein zweite Ausgestaltung, bei der Messstromwandler 11 zwischen die Spannungsquelle 1 und das in Reihe zum Schalter 8 liegende passive Filterglied 5 und 6 in eine Leitung 3 geschaltet ist. In diesem Fall misst der Stromwandler 11 den Eingangsstrom IS, und die Steuerschaltung steuert den Schalter so an, dass die von der Last 2 erzeugten verzerrenden Oberschwingungsströme, die auf den Eingangsstrom zurückwirken könnten, unterdrückt oder gedämpft werden. Die Verarbeitungsschaltung 10 leitet aus dem Eingangstrom IS ein Signal ab, das eine zu unterdrückende Stromoberschwingung HIS abbildet, und steuert den Signalgenerator 12 so, dass das genannte Signal HIS geschwächt wird. Auf diese Weise steuert die Steuerschaltung 9 bei Auftreten eines Signals HIS oder Zunahme seiner Amplitude den Schalter 8 so, dass der Filterstrom IF angepasst und das Signal HIS abgeschwächt wird.
  • 4 zeigt eine dritte Ausgestaltung, bei der die gemessene elektrische Leitungsgröße eine Spannung VL der Leitung 3 ist. Bei dieser Ausgestaltung leitet die Verarbeitungsschaltung 10 aus einem gemessenen Spannungssignal VL ein Signal ab, das eine zu unterdrückende oder zu dämpfende Spannungsoberschwingung HVL abbildet. Eine Oberschwingungsspannung bildet einen über einen Widerstand fließenden Oberschwingungsstrom ab. Bei der in 4 gezeigten Schaltung ist die Oberschwingungsspannung durch einen Oberschwingungs-Spannungserzeuger 16 dargestellt, der in Reihe zur elektrischen Energiequelle 1 geschaltet ist.
  • Bei dieser Ausgestaltung kann die Filtereinrichtung wie in den beiden vorhergehenden, in 2 und 3 gezeigten Ausgestaltungen die durch die Last 2 erzeugten Oberschwingungen, aber auch aus dem Netz eingestrahlte Oberschwingungsstörungen herausfiltern. Die in 4 gezeigte Einrichtung dämpft die durch das nichtlineare Verhalten der Last 2 verursachten Verzerrungen und schützt die genannte Last gegen Störungen, die durch andere Verbraucher im Netz verursacht werden.
  • Bei Auftreten eines Signals HVL oder Zunahme seiner Amplitude steuert die Steuerschaltung 9 den Schalter 8 so, dass der Filterstrom IF verändert und das Signal HVL abgeschwächt wird.
  • Die 5a bis 5d zeigen die Signale einer Filtereinrichtung nach einer Ausgestaltung der Erfindung, mit der eine Stromoberschwingung 5. Ordnung unterdrückt oder gedämpft werden kann. Die vom Signalgenerator 12 gelieferten Impulssignale 17 und 18 zur Ansteuerung der beiden Thyristoren 14 und 15 sind in 5a bzw. 5b dargestellt. 5c zeigt eine Kurve, die eine Leitungsspannung VL abbildet und eine Kurve, die eine Spannung VC des Kondensators 6 abbildet. Der Filterstrom IF ist durch eine Kurve in 5d dargestellt.
  • Bei der Arbeitsweise gemäß 5a bis 5d steuert zu einem Zeitpunkt t1 ein Impuls des Signals 17 die Durchschaltung des Thyristors 14. Da die Spannung VL größer ist als die Spannung VC, fließt ein Strom über das passive Filterglied. Dieser Strom weist die Form einer Sinus-Halbwelle auf, deren Periodendauer hauptsächlich von den Werten des Kondensators 6 und der Spule 5 abhängt. Der durch die Spule 5 induzierte Strom IF lädt den Kondensator 6 auf eine über der Spannung VL liegende Spannung VC auf, und dieser Strom kommt anschließend beim Stromnulldurchgang zum Erliegen, so dass der Thyristor zum Zeitpunkt t2 in den Sperrzustand schaltet.
  • Zu einem Zeitpunkt t3 steuert ein Impuls des Signals 18 das Durchschalten des Thyristors 15. Da die Spannung VC größer ist als die Spannung VL, fließt ein Strom IF mit umgekehrter Polarität über das passive Filterglied 5 und 6 und kommt zu einem Zeitpunkt t4 zum Erliegen, bevor der nächste Impuls des Signals 17 erfolgt.
  • Die Taktfrequenz jedes Impulssignals 17 bzw. 18 entspricht annähernd der Frequenz der zu dämpfenden Oberschwingung, und die Signale 17 und 18 sind annähernd um eine halbe Periodendauer entsprechend der Frequenz der genannten, zu dämpfenden Oberschwingung gegeneinander verschoben. Der über einen Thyristor des Filterglieds fließende Strom wird unterbrochen, bevor ein neuer Impuls die Durchschaltung des anderen Thyristors bewirkt. Die Resonanzfrequenz des passiven Filterglieds 5 und 6 ist daher vorzugsweise höher als die Taktfrequenz jedes Impulssignals 14 bzw. 15 und höher als die zu dämpfende Oberschwingungsfrequenz. So endet gemäß 5 jeder einer halben Periodendauer entsprechende Sinuswellenbogen bevor die Leitung des nächsten Bogens beginnt, und die entsprechenden Thyristoren schalten automatisch in den Sperrzustand.
  • Die Unterbrechung des Stroms zwischen zwei Halbwellen des Filterstroms IF gewährleistet eine wirksame Frequenzsteuerung des Stroms, erzeugt jedoch leichte Störungen beim Stromnulldurchgang. Zur Vermeidung dieser Störungen kann eine Filtereinrichtung nach einer Ausgestaltung der Erfindung gemäß 6 eine Glättungsdrossel 19 umfassen, die parallel zum Schalter 8 geschaltet wird. 7 zeigt eine Kurve, die einen Filterstrom IF einer Filtereinrichtung gemäß 6 abbildet.
  • Der Strom IF hat in diesem Fall einen gleichmäßigeren Verlauf über zwei aufeinander folgende Halbwellen entgegengesetzter Polarität.
  • Die 8a bis 8c zeigen Kurven, die in einer elektrischen Schaltung mit einer erfindungsgemäßen Filtereinrichtung fließende Ströme abbilden. 8a zeigt einen Strom IL, der in einer Störquelle 2 fließt. 8b zeigt einen Filterstrom IF, der dazu dient, die von diesem Laststrom erzeugten Störungen mit einer bestimmten Oberschwingungsfrequenz zu kompensieren. 8c zeigt einen gefilterten Eingangsstrom entsprechend der Summe aus dem Leitungsstrom IL und dem Filterstroms IF.
  • Der Strom IL aus 8a hat bei dieser Ausgestaltung eine Grundfrequenz von 50 Hz entsprechend der Frequenz der elektrischen Spannungsquelle 1. Die Last 2, die im wesentlichen aus einem Gleichrichter besteht, erzeugt in der Leitung 3 eine Oberschwingung 5. Ordnung in Bezug auf die Grundfrequenz. Der in 8a gezeigte, verzerrte Strom IL weist zwei flache Abschnitte 20, in denen der Strom null ist, sowie sinusförmige Spitzen auf, die durch diese Stromlöcher 21 verzerrt werden.
  • Die Verarbeitungsschaltung 10 analysiert den Strom aus 8a und leitet daraus die Amplitude und die Phasenlage der verzerrenden Stromoberschwingung 5. Ordnung ab. Anschließend sendet der Steuersignalgenerator zur Erzeugung eines Filterstroms IF Impulse an den Schalter 8. Die in 8b dargestellte Filterstrom kompensiert den Strom der verzerrenden 5. Oberschwingung.
  • Der Filterstrom IF stellt erneut einen Eingangsstrom IS her, der annähernd sinusförmig ist, wie 8c zeigt. Auf diese Weise wird verhindert, dass sich die von der Last erzeugten Oberschwingungsstörungen 5. Ordnung über das elektrische Leitungsnetz ausbreiten.
  • In den 9a und 9b sind die Kurven der Spektralanalyse in Abhängigkeit von der Frequenz des Laststroms IL bzw. des Eingangsstroms IS dargestellt. Der Strom IL hat eine Grundschwingung F und eine Oberschwingung 5. Ordnung mit hoher Amplitude, sowie weitere Oberschwingungen, insbesondere siebter (H7), elfter (H11) und dreizehnter (H13) Ordnung.
  • Bei dieser Ausgestaltung dämpft die Filtereinrichtung die Oberschwingungsströme 5. Ordnung H5, so dass die genannte Oberschwingung H5 im Frequenzspektrum des Stroms IS aus 9b nicht mehr auftritt. Der Strom mit der Grundfrequenz F und die übrigen Oberschwingungen H7, H11 und H13 sind nach wie vor im Eingangsstrom IS vorhanden.
  • Um die Herausfilterung von Oberschwingungsströmen weiter zu verbessern, kann eine erfindungsgemäße Filtereinrichtung mehrere passive Filterglieder umfassen, die über entsprechende Schalter und eine Steuerschaltung 9 angesteuert werden. So kann eine Filtereinrichtung beispielsweise ein Filterglied zur Dämpfung der Oberschwingungen 5. Ordnung H5 und ein weiteres Filterglied zur Dämpfung der Oberschwingungen 7. Ordnung H7 umfassen, wobei diese beiden Ordnungen in der Spektralanalyse gemäß 9a die stärksten Oberschwingungen darstellen.
  • Eine Ausgestaltung einer Filtereinrichtung, mit der zwei Oberschwingungsordnungen gedämpft oder unterdrückt werden können, ist in 10 dargestellt. Diese Einrichtung umfasst ein erstes Filterglied mit einer Spule 5a und einem Kondensator 6a, die in Reihe zu einem Schalter 8a geschaltet sind, um einen ersten Oberschwingungsstrom zu kompensieren, sowie ein zweites Filterglied mit einer Spule 5b und einem Kondensator 6b, die in Reihe zu einem Schalter 8b geschaltet sind, um einen zweiten Oberschwingungsstrom zu kompensieren. Die Steuerschaltung umfasst eine erste Verarbeitungsschaltung 10a und einen ersten Signalgenerator 12a zur Ansteuerung des Schalters 8a sowie eine zweite Verarbeitungsschaltung 10b und einen zweiten Signalgenerator 12b zur Ansteuerung des Schalters 8b.
  • Bei dieser Ausgestaltung fließt ein erster Filterstrom IF1 mit einer ersten Frequenz zur Kompensation einer ersten Oberschwingung über das erste Filterglied 5a6a und ein zweiter Filterstrom IF2 mit einer zweiten Frequenz zur Kompensation einer zweiten Oberschwingung über das zweite Filterglied 5b6b. Der Filterstrom IF ist dann die Summe aus den beiden Strömen IF1 und IF2 mit unterschiedlichen Frequenzen.
  • Jede Verarbeitungsschaltung 10a und 10b empfängt Signale, die den Leitungsstrom IL, den Filterstrom IF und die Leitungsspannung VL abbilden. Die erste Schaltung 10a leitet aus den empfangenen Stromsignalen Signale ab, die eine erste Oberschwingungsfrequenz abbilden. Diese Signale werden auf den Eingang eines ersten Phasen-Steuermoduls 22a zur Steuerung der Phasenlage des ersten Filterstroms IF1 mit der ersten Oberschwingungsfrequenz gegeben. Ein erstes Amplituden-Steuermodul 23a empfängt die durch die erste Verarbeitungsschaltung 10a gebildeten Signale. Diese Schaltung steuert die Amplitude des ersten Filterstroms IF1. Diese Amplitude kann vorteilhaft in Abhängigkeit von der Leitungsspannung VL moduliert werden. Zu diesem Zweck erhält die Schaltung 23a ein die Leitungsspannung Vl abbildendes Signal.
  • Die Phasen- und Amplituden-Steuermodule 22a und 23a steuern den ersten Signalgenerator 12a. Dadurch liefert der Signalgenerator 12a Steuerimpulse in Abhängigkeit von der Amplitude und Phasenlage der Signale mit der ersten Oberschwingungsfrequenz. Die vom Signalgenerator 12a gelieferten Impulssignale 17 und 18 können mit der Spannung VL synchronisiert werden. Zu diesem Zweck wird ein Synchronisiermodul 24a zwischen die Leitungsspannung VL und den Signalgenerator 12a geschaltet.
  • Die Steuerung des zweiten Filterstroms IF2 erfolgt auf die gleiche Weise wie die Steuerung des ersten Filterstroms. Die zweite Schaltung 10b leitet aus den empfangenen Stromsignalen Signale ab, die eine zweite Oberschwingungsfrequenz abbilden. Ein zweites Phasen-Steuermodul 22b und ein zweites Amplituden-Steuermodul 23b sind zwischen die Verarbeitungsschaltung 10b und den Signalgenerator 12b geschaltet. Die Synchronisation der vom Signalgenerator 12b gelieferten Impulse wird durch ein zweites Synchronisiermodul 24b gewährleistet.
  • Die 11a bis 11d zeigen die Signale einer Filtereinrichtung mit Steuerung der Amplitude des Filterstroms IF. Zur Steuerung der genannten Amplitude sind die Impulssignale 17 und 18 nicht genau gegenphasig, sondern können in Bezug auf eine Mittellage voraus- oder nacheilen. 11a zeigt einen ersten Referenzimpuls 17 und einen zweiten, bezüglich seiner Normalstellung vorauseilenden Impuls 17. 11b zeigt einen, bezüglich seiner normalen Mittellage nacheilenden Impuls 18. 11c zeigt die Leitungsspannung VL und die Kondensatorspannung VC in Abhängigkeit von den Normalimpulsen (Kurve 26) bzw. den modulierten Impulsen (Kurve 27). 11d zeigt den amplitudengesteuerten Strom IF. In diesem Diagramm hat der Strom IF eine in Bezug zu einer unmodulierten Anfangskurve 29 verminderte Amplitude (Kurve 28).
  • Obwohl die Impulse 17 und 18 zur Ansteuerung der Thyristoren keinen regelmäßigen Takt aufweisen, bleibt die mittlere Frequenz jedes Signals identisch mit der zu dämpfenden Oberschwingungsfrequenz.
  • Bei diesen Ausgestaltungen der Erfindung können Signalgeneratoren 12, 12a und 12b auch Impulse in Abhängigkeit von der Spannung an Kondensatoren 6, 6a und 6b von Filtergliedern liefern.
  • Die erfindungsgemäßen Filtereinrichtungen können mit aktiven Filtern betrieben werden. In diesem Fall dämpfen beispielsweise Filtereinrichtungen nach einer Ausgestaltung der Erfindung Störsignale hoher Leistung, und ein aktives Filter dämpft die übrigen Oberschwingungen unterschiedlicher Frequenzen Die aktive Filterung kann demzufolge für niedrige Leistungen ausgelegt sein.
  • Ein Beispiel einer solchen Schaltung ist in 12 dargestellt. Bei dieser Ausgestaltung ist ein aktives Filter mit einer leistungselektronischen Schaltung 33 an die Versorgungsleitungen 3 und 4 angeschlossen. Die Ansteuerung der Schaltung 33 erfolgt durch eine Regelschaltung 32, die an die genannte Schaltung 33, einen Messstromwandler 30, der ein den Leitungsstrom IL abbildendes Signal liefert, sowie an einen Messstromwandler 31 angeschlossen ist, welcher ein Signal liefert, das einen aktiven Filterstrom IFA abbildet. Die Schaltung 32 kann auch ein Signal empfangen, das die Leitungsspannung VL abbildet.
  • Aktive Filter können vorteilhaft in erfindungsgemäße Filtereinrichtungen integriert werden. 13 zeigt eine Schaltung zu einer Ausgestaltung einer Filtereinrichtung mit integriertem aktiven Filter. Bei dieser Ausgestaltung ist eine Steuerschaltung 34 zur Steuerung der beiden Filterarten mit dem Schalter 8 und dem aktiven Filter 33 verbunden. Um insbesondere die Anzahl der Messstromwandler zu reduzieren, wird die Schaltung 34 mit Signalen beaufschlagt, die vom Messstromwandler 11 gelieferte Leitungsströme IL, die Leitungsspannung VL und den Gesamt-Filterstrom IFT abbilden, welcher von einem Messstromwandler 35 geliefert wird, der den über das aktive Filter fließenden Strom IFA und den über das Filterglied mit der Spule 5 und dem Kondensator 6 fließenden Strom IF misst. Bei dieser Ausgestaltung umfasst die Schaltung 34 insbesondere die Funktionen der Schaltungen 9 und 34, um sämtliche Signale zu verarbeiten und den gesamten Filtervorgang zu steuern.
  • Die Schaltungen der Steuereinrichtungen 9 können als diskrete Schaltungen mit analogen oder digitalen Bauteilen oder als teilweise oder vollständig integrierte Schaltungen in Form von programmierten Funktionen in einer Mikroprozessoreinrichtung ausgeführt sein.
  • Einrichtungen nach Ausgestaltungen der Erfindung können in einer elektrischen Installation parallel geschaltet sein. Dabei kann jede Einrichtung zur Dämpfung gleicher oder unterschiedlicher Oberschwingungen ausgelegt sein. Sie können auch mit anderen aktiven oder passiven Filtereinrichtungen oder mit Einrichtungen zur Blindleistungskompensation kombiniert werden.
  • In einem elektrischen Dreiphasennetz können erfindungsgemäße Filtereinrichtungen in Stern- oder Dreieckschaltung betrieben werden.
  • Die Schalter 8 umfassen vorzugsweise Thyristoren, die in der Lage sind, hohe elektrische Leistungen bei geringen Verlusten zu schalten, wobei jedoch ohne weiteres auch andere Leistungshalbleiter an ihrer Stelle verwendet werden können.

Claims (20)

  1. Filtereinrichtung mit – mindestens einem passiven Filterglied (5, 6, 5a, 6a, 5b, 6b), das an eine Leitung (3) eines elektrischen Netzes angeschlossen ist, über die verzerrende Oberschwingungsströme fließen können, – elektronischen Schaltmitteln (8), die zu dem genannten Filterglied in Reihe geschaltet sind, sowie – mit Steuermitteln (9), die an die genannten Schaltmittel und an erste Messmittel (11) zur Messung elektrischer Leitungsgrößen (IL, IS, VL) angeschlossen sind, wobei die Steuermittel die Schaltmittel in Abhängigkeit von mindestens einer bestimmten Oberschwingungsfrequenz (H5, H7) eines Signals ansteuern, das die von den ersten Messmitteln gelieferte elektrische Leitungsgröße abbildet, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuermittel (9) die Schaltmittel (8) mit einem ersten Impulssignal (17) zur Steuerung der Leitung der positiven Halbwellen eines Filterstroms (IF) sowie mit einem zweiten Impulssignal (18) zur Steuerung der Leitung der negativen Halbwellen des genannten Filterstroms (IF) beaufschlagen, derart dass mit der mindestens einen Oberschwingungsfrequenz behaftete Störströme gedämpft werden.
  2. Filtereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Resonanzfrequenz des genannten mindestens einen passiven Filterglieds (5, 5a, 6a, 5b, 6b) höher ist als mindestens eine bestimmte Oberschwingungsfrequenz (H5, H7).
  3. Filtereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einschaltsteuerung der Schaltmittel (8) durch Impulssignale und die Ausschaltsteuerung durch einen Stromnulldurchgang eines über die Schaltmittel fließenden Filterstroms (IF) erfolgt.
  4. Filtereinrichtung nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltmittel (8) zwei in Anti-Parallelschaltung betriebene Thyristoren (14, 15) umfassen.
  5. Filtereinrichtung nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und das zweite Impulssignal (17, 18) annähernd gegenphasig sind.
  6. Filtereinrichtung nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuermittel Impulsgeneratormittel (12, 12a, 12b), die das erste und das zweite Impulssignal (17, 18) liefern, sowie Synchronisiermittel umfassen, die an die Netzleitung sowie an die genannten Impulsgeneratormittel angeschlossen sind, um die Impulssignale mit einem, die Leitungsspannung (VL) des Netzes abbildenden Signal zu synchronisieren.
  7. Filtereinrichtung nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuermittel Modulationsmittel (23a, 23b) zur Anpassung der Phasenverschiebung zwischen dem ersten und dem zweiten Impulssignal (17, 18) in Abhängigkeit von einem die Spannung (VL) in der genannten mindestens einen Leitung (3) des Netzes abbildenden Signal umfassen.
  8. Filtereinrichtung nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuermittel Signalverarbeitungsmittel (10, 10a, 10b) umfassen, die an die ersten Messmittel zur Messung einer elektrischen Leitungsgröße angeschlossen sind, um ein Signal zu gewinnen, das die genannte, mindestens eine Oberschwingungsfrequenz (H5, H7) des genannten Signals der elektrischen Leitungsgröße abbildet.
  9. Filtereinrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass sie an die Signalverarbeitungsmittel (10) angeschlossene zweite Strommessmittel (13) zur Lieferung eines Signals umfasst, das einen über das mindestens eine Filterglied fließenden Filterstrom (IF) abbildet, wobei die genannten Signalverarbeitungsmittel das einen Filterstrom abbildende Signal mit dem Signal vergleichen, das die genannte, mindestens eine Oberschwingungsfrequenz des Signals der elektrischen Leitungsgröße abbildet.
  10. Filtereinrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Signalverarbeitungsmittel (10, 10a, 10b) eine Amplitudendifferenz zwischen dem Signal, das die genannte mindestens eine Oberschwingungsfrequenz (H5, H7) des Signals der elektrischen Leitungsgröße abbildet, und dem einen Filterstrom (IF) abbildenden Signal bestimmen, um die Schaltmittel (8) so anzusteuern, dass die genannte, mindestens eine Amplitudendifferenz vermindert wird.
  11. Filtereinrichtung nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Signalverarbeitungsmittel eine Phasenabweichung zwischen dem Signal, das die genannte mindestens eine Oberschwingungsfrequenz (H5, H7) des Signals der elektrischen Leitungsgröße abbildet, und dem einen Filterstrom (IF) abbildenden Signal bestimmen, um die Schaltmittel (8) so anzusteuern, dass die genannte Phasenabweichung vermindert wird.
  12. Filtereinrichtung nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Spule (19) umfasst, die parallel zu den Schaltmitteln (8) geschaltet ist.
  13. Filtereinrichtung nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass sie mehrere, auf unterschiedliche Frequenzen abgestimmte und durch jeweils unterschiedliche Schaltmittel (12, 12a, 12b) angesteuerte passive Filterglieder (5, 6, 6a, 5b, 6b) umfasst, wobei die Steuermittel jedes Schaltmittel in Abhängigkeit von unterschiedlichen Oberschwingungsfrequenzen (H5, H7) ansteuern
  14. Filtereinrichtung nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Messmittel zur Messung einer elektrischen Leitungsgröße Strommessmittel (11) umfassen, die zwischen einer elektrischen Störquelle (3) und mindestens einem Filterglied (5, 6) in die genannte Leitung des Netzes geschaltet sind.
  15. Filtereinrichtung nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Messmittel zur Messung einer elektrischen Leitungsgröße Strommessmittel (11) umfassen, die zwischen eine elektrische Energiequelle (1) und das genannten mindestens eine Filterglied (5, 6) in die genannte Leitung des Netzes geschaltet sind.
  16. Filtereinrichtung nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Messmittel zur Messung einer elektrischen Größe Mittel zur Messung einer Spannung (VL) umfassen, die an die genannte, mindestens eine Leitung des Netzes angeschlossen sind.
  17. Filtereinrichtung nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass sie an eine Leitung (3) eines elektrischen Netzes angeschlossene aktive Filtermittel (33), eine an die genannten Schaltmittel und die aktiven Filtermittel angeschlossene gemeinsame Steuereinrichtung sowie Messmittel umfasst, die ein, einen Gesamtfilterstrom (IFT) abbildendes Signal liefern, wobei die genannte gemeinsame Steuereinrichtung die an die Schaltmittel angeschlossenen Steuermittel umfasst.
  18. Elektrisches Schaltgerät, dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens eine Filtereinrichtung nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 17 umfasst.
  19. Elektrisches Schaltgerät nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass es eine aktive Filtereinrichtung (30, 31, 32, 33) umfasst.
  20. Elektrisches Schaltgerät nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass es eine gemeinsame Steuereinrichtung (34) zur Ansteuerung der aktiven Filtereinrichtung und der Schaltmittel (8) umfasst.
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