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Diese
vorliegende Erfindung bezieht sich auf Peptide, die vom Gen env
des FIV (Virus der felinen Immuneffizienz) abgeleitet sind sowie
auf ihre immunprotektiven Anwendungen (Prävention und Behandlung der felinen
Immundefizienz).
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Feline
Immuneffizienz wird durch ein Lentivirus verursacht, das Virus der
felinen Immundefizienz (FIV), das eine genetische Struktur aufweist,
die der der Lentiviren der Primaten (HIV und SIV) ähnlich ist.
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Einige
Fragmente wurden selektioniert und erlaubten die Entwicklung empfindlicher
und spezifischer Tests für
die Detektion seropositiver Tiere, wie es in den europäischen Patentanmeldungen
Nr. 0 564 477 vom 20. November 1991, Nr. 0 577 458 vom 16. Juni
1993 und in der französischen
Patentanmeldung Nr. 94 07062 vom 9. Juni 1994 im Namen der Anmelderin
beschrieben ist; diese basieren in der Mehrheit auf dem Protein Env
des FIV, das 854 Aminosäuren
umfasst und dessen Sequenz in der europäischen Patentanmeldung Nr. 0
577 458 beschrieben ist.
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Das
Protein Env liefert nach Spaltung zwei Glycoproteinfragmente, die
SU (Oberflächenglycoprotein) und
TM (Transmembranglycoprotein) genannt werden, in denen neun Domänen definiert
wurden, die zusammenhängende
B-Epitope der Hüllglycoproteine
des FIV umfassen und die während
der natürlichen
Infektion erkannt werden (G. Pancino et al., J. Virol., 1993, 67,
664–672).
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Unter
diesen neuen Domänen
wurden fünf
(SU1–SU5)
auf der Ebene des Oberflächenglycoproteins und
vier davon (TM1–TM4)
auf der Ebene des Transmembranglycoproteins lokalisiert.
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Genauer
ausgedrückt,
die Positionen der Domänen
TM1–TM4
im Protein TM sind die folgenden:
- – Die Domäne TM1 (51
Aminosäuren)
entspricht den Positionen 595–647
des Env-Proteins von FIV;
- – die
Domäne
TM2 (31 Aminosäuren)
entspricht den Positionen 681–711
des Env-Proteins von FIV; diese Domäne enthält ein Epitop, das die Sequenz:
Cys697-Asn-Gln-Asn-Gln-Phe-Phe-Cys-Lys705 einschließt (Peptid, das P237 genannt
wird),
- – die
Domäne
TM3 (45 Aminosäuren)
entspricht den Positionen 744–788
des Env-Proteins von FIV und
- – die
Domäne
TM4 (29 Aminosäuren)
entspricht den Positionen 826854 des Env-Proteins von FIV.
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Während auf
dem Gebiet der Detektion nun eine Kombination von Reagenzien zur
Detektion des FIV zur Verfügung
steht, ist die Situation auf dem Gebiet der Immunprotektion komplexer.
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Das
Peptid TM2 beispielsweise kann die Bildung von Antikörpern induzieren,
die einen zu dem gesuchten entgegengesetzten Effekt haben, d.h.
den Effekt der Verstärkung
der viralen Infektion anstelle eines Schutzeffektes.
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Man
hat insbesondere beobachtet, dass Impfungen mit Hüllpräparaten
des FIV eine Beschleunigung oder klinische Verschlimmerung der viralen
Infektion mit sich ziehen.
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Obgleich
es üblicherweise
bekannt ist, dass die Funktion der Antikörper herkömmlicherweise durch Neutralisationsversuche
der Virusinfektion in Zellkultur ermittelt wird, haben die beobachteten
Resultate gezeigt, dass die Mehrzahl der neutralisierenden Antikörper gegen
die Virus-Hüllproteine
gerichtet sind, dass aber eine Impfung mit lentiviraler Hülle trotz
Induktion von neutralisierenden Antikörpern nicht den Erhalt eines zweckdienlichen
Schutzes gegenüber
experimentellen Infektionen erlaubt (R.P. Johnson, Curr. Opinion
in Immunol. 1996, 8, 554–560).
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Nach
einer Immunisierung mit dem Hüllglycoprotein
des FIV und einer virulenten Belastung hat man insbesondere entweder
eine Verringerung der Viruslast (M.J. Hosie et al., Vaccine, 1996,
14, 405–411)
oder eine Verschlimmerung der Primärinfektion (K.H. Siebelink
et al., J. Virol., 1995, 69, 3, 3704–3711) bei den Katzen beobachtet.
In dieser zuletzt genannten Untersuchung (K.H. Siebelink et al.,
1995, vorher zitiert) wird die Verschlimmerung der Infektion durch
das FIV auch bei den Tieren beobachtet, die einer passiven Übertragung von
Plasma von immunisierten Katzen unterzogen worden waren; solche
Resultate weisen auf die Möglichkeit hin,
dass es die Antikörper
sind, die eine Verstärkung
der in vivo beobachteten Infektion induzieren.
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Die
Möglichkeit,
dass die gegen die Hülle
des FIV gerichtete Immunantwort für den Wirt schädlich ist, wurde
von den Erfindern in einem Impfungsexperiment mit dem Gen env bestätigt, das
zu einer Beschleunigung der Infektion führte.
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Jedenfalls
sind sowohl die Existenz einer Kausalitätsverbindung zwischen der Verschlimmerung
der Infektion und dem Vorliegen von Antikörpern als auch die Existenz
einer Ver bindung zwischen dem erreichten Schutzgrad und dem Vorliegen
von Antikörpern
schwer zu begründen
und zeigen die Komplexität,
auf die man bei der Entwicklung von Zusammensetzungen trifft, die
gegenüber
dem Lentivirus und insbesondere gegen FIV wirksam schützen. In
der Tat wurde das Vorliegen von Antikörpern im Serum von Patienten,
die mit HIV-1 infiziert waren, in bestimmten Untersuchungen mit
dem Fortschreiten der Krankheit in Korrelation gebracht (G. Fust
et al., AIDS, 1994, 8, 603–609,
J. Homsy et al., J. Virol., 1990, 64, 1437–1440).
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Es
ist insbesondere stark möglich,
dass die Antikörper,
die die lentivirale Infektivität
erhöhen,
gleichermaßen
den Grad der Schutzimmunität,
der während
der natürlichen
Infektion erhalten wird, nach Impfung mit Untereinheiten des Hüllproteins
verringern können.
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Obwohl
die Induktion von Antikörpern,
die die virale Infektion in vitro neutralisieren, bis dato als guter Indikator
angesehen wurde, um die Sequenzen zu selektionieren, die geeignet
sind, eine Schutzimmunität
zu induzieren, zeigen die vorstehend angeführten Resultate, dass es tatsächlich keine
Korrelation neutralisierende Aktivität/Schutz gibt (D. Matteuci
et al., J. Virol., 1996, 70, 617–622).
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Außerdem greifen
die Bedingungen bei der Messung der Aktivität und die Wahl der Viren, mit
denen die Tests durchgeführt
werden, in die Interpretation der Resultate ein.
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Als
Parameter, die besonders Einfluss nehmen, kann man nennen: das zur
Messung der Restinfektivität
verwendete Zellsubstrat und die Passagen des Virus, die Verwendung
von Primärisolaten
im Vergleich zu Viren, die an das Labor angepasst sind.
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Die
Selektion von monoklonalen Antikörpern
mit hohem Neutralisationsvermögen,
die gegen die Konformationsepitope gerichtet sind, hat nahe gelegt,
dass diskontinuierliche Epitope für den Schutz wichtig sind. Aber
die Identifizierung und die Synthese von Mimotopen zur vaccinalen
Verwendung sind besonders schwer zu erreichen.
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Peptide,
die kontinuierliche Epitope darstellen, sind ein Reagens, das ganz
an Impfzwecke angepasst ist. Das am besten untersuchte bekannte
neutralisierende Epitop von HIV-1 ist die Hauptdomäne, die
das Oberflächenglycoprotein
neutralisiert, die Domäne
V3 (J. Goudsmit et al., Proc. Natl. Acad. Sci. USA, 1988, 85, 4478–4482; T.J.
Palker et al., Proc. Natl. Acad. Sci. USA, 1988, 85, 1932–1936; J.R.
Rusche et al., Proc. Natl. Acad. Sci. USA, 1988, 85, 3198–3202).
Diese Region ist jedenfalls hypervariabel, und die Neutralisation ist
im Wesentlichen auf das Virushomologe beschränkt.
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Ein
Peptid, das von der Region V3 des FIV abgeleitet ist, das neutralisierende
Antikörper
induziert, hat bei immunisierten Katzen keinen antiviralen Schutz
induziert (Lombardi, J. Virol., 1994, 68, 8374–8379). Dies zeigt, dass in
vitro-Neutralisation nicht direkt Schutzvermögen bedeutet.
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Unter
Berücksichtigung
der Komplexität
der Reaktivität
des Immunsystems gegenüber
den Lentivirus-Proteinen und der Tatsache, dass nicht alle neutralisierenden
Antikörper
systematisch Schutzaktivität
haben, hatten die Erfinder sich die Aufgabe gestellt, synthetische
Peptide wie die, die in der europäischen Patentanmeldung Nr.
0 577 458 beschrieben sind, zur Herstellung eines Medikaments zu
verwenden, das geeignet ist, einen gewissen Schutzgrad gegen die
Infektion mit FIV aufzubauen, und neue synthetische Peptide zu selektionieren,
die fähig
sind, einen gewissen Schutzgrad gegen die virulente Belastung mit
einem Primärstamm von
FIV zu induzieren; ein derartiger Schutz wird durch Verringerung
oder Unterdrückung
der viralen Belastung während
der akuten Infektion beobachtet.
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Gegenstand
der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung des 19 Aminosäure-Peptids
der folgenden SEQ ID NO: 1:
Lys-Lys-Gly-Leu-Gln-Gln-Leu-Gln-Glu-Trp-Glu-Asp-Trp-Val-Gly-Trp-Ile-Gly-Asn
(SEQ ID NO: 1)
zur Herstellung eines Medikaments für die Behandlung
oder die Prävention
von Infektionen mit FIV
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Gegenstand
der vorliegenden Erfindung ist auch das Peptid der SEQ ID NO: 1,
das fähig
ist, einen gewissen Schutzgrad (präventiv oder therapeutisch)
gegen eine Infektion mit FIV zu induzieren.
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Überraschenderweise
beobachtet man eine Verringerung oder eine Suppression in der Viruslast
während
einer akuten Infektion nur nach Immunisierung mit dem Peptid mit
SEQ ID NO: 1.
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Das
19-Aminosäure-Peptid
mit SEQ ID NO: 1, das auch als TM3-19 bezeichnet wird, ist ein Fragment des
Peptids, das der Domäne
TM3 entspricht.
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Eine
systematische Analyse der funktionellen Aktivität der Antikörper, die gegen die verschiedenen vorher
genannten Domänen
(SU1–SU5
und TM1–TM4)
gerichtet sind, hat nur die Identifizierung einer einzelnen Domäne, SU2,
erlaubt, die in der dritten variablen Region lokalisiert ist, als
eine Domäne,
die fähig
ist, Antikörper
zu induzieren, die die virale Infektivität von Zellen in Kultur neutralisieren
(A. de Ronde et al., Virology, 1994, 198, 257–264; S. Lombardi et al., J.
Virol., 1993, 67, 4742–4749;
J. Richardson et al., J. Gen. Virol., 1996, 77, 759–771).
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Drei
Domänen
(SU2, SU5 und TM3-19), die von der Mehrheit der infizierten Katzen
erkannt werden, wurden von den Erfindern als "Kandidaten" für
Immunogene ausgewählt.
Obgleich die Domäne
SU2 die Produktion von neutralisierenden Antikörpern induziert, so ist doch
nur das Fragment, das die Sequenz SEQ ID NO: 1 enthält, als
Schutzmittel gegen die Infektion wirksam.
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In überraschender
Weise weisen die Sequenz TM3-19 oder die Sequenzen mit weniger als
50 Aminosäuren,
die sie enthalten, eine Schutzaktivität (sowohl präventiv wie
auch schützend
auf), obgleich sie die Produktion von neutralisierenden Antikörpern nicht
induzieren.
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Gegenstand
der vorliegenden Erfindung ist auch eine immunprotektive und/oder
vaccinale Zusammensetzung gegen eine Infektion mit FIV, dadurch
gekennzeichnet, dass sie im Wesentlichen aus wenigstens dem Peptid
der SEQ ID NO: 1 und wenigstens einem pharmazeutisch annehmbaren
Vehikel besteht.
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Gegenstand
der vorliegenden Erfindung ist auch eine immunprotektive Zusammensetzung,
wie sie oben definiert ist, zur Verwendung in der Prävention
(Vakzin) oder der Behandlung von Infektionen mit FIV.
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Die
Beurteilung der Viruslast durch FIV und/oder die Überwachung
der Wirksamkeit der Impfung oder der Behandlung in einer biologischen
Probe kann durch ein Verfahren verwirklicht werden, das umfasst:
- (a) die Extraktion von viraler RNA aus einer
zu analysierenden biologischen Probe;
- (b) Herstellung einer Reihe von Proben, die jeweils eine unterschiedliche
Zahl einer Kompetitions-RNA enthalten, die ausgehend von einer konservierten
Region des Gens gag, in die wenigstens eine Modifikation eingeführt worden
war, erhalten wurde;
- (c) getrenntes Mischen des in (a) erhaltenen RNA-Extrakts mit
jeder Probe der Reihe, die in (b) erhalten wurde;
- (d) inverse Transkription der RNA, die in den verschiedenen
in (c) erhaltenen Gemischen vorliegt, um die entsprechende cDNA
zu erhalten;
- (e) Amplifikation der in (d) erhaltenen cDNA mit Hilfe von Primern,
die in der Gruppe ausgewählt
werden, die aus den Sequenzen SEQ ID NO: 7, SEQ ID NO: 8, SEQ ID
NO: 9 und SEQ ID NO: 10 besteht;
- (f) Trennung der Amplifikationsprodukte und
- (g) Detektion der Anzahl der Kopien von viraler Anfangs-RNA durch zweckdienliche
quantitative Analyse wie z.B. Vergleichsdensitometrie und Entwicklung
des Verhältnisses
Produktdichte der Kompetitions-RNA/Produktdichte der Wild-RNA, die in der Anfangsprobe
vorliegt, als Funktion der Kopienzahl der Kompetitions-RNA, die
jedem Gemisch zugesetzt wird.
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Die
Kompetitions-RNA gemäß Stufe
(b) wird in dem Fall erhalten, in dem die Modifikation eine Deletion ist,
und zwar durch:
- (i) Amplifikation der konservierten
Region mit Hilfe der Primer der Sequenz SEQ ID NO: 4 und SEQ ID
NO: 5,
- (ii) Durchführung
der Deletion durch Mutagenese durch PCR des 3'-Teils des in (i) erhaltenen Produkts
mit Hilfe der Primer mit der Sequenz SEQ ID NO: 6 und SEQ ID NO:
5,
- (iii) Ersetzen des 3'-terminalen
Teils des in (i) erhaltenen Produkts durch das Fragment, das die
in (ii) erhaltene Deletion trägt,
und
- (iv) Produktion der Kompetitions-RNA, indem das in (iii) erhaltene
Endprodukt als Matrize verwendet wird.
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Außer den
vorstehenden Ausführungsformen
umfasst die Erfindung noch andere Ausführungsformen, die aus der folgenden
Beschreibung hervorgehen, wobei sich die Beschreibung auf Ausführungsbeispiele
des Verfahrens gemäß der Erfindung
sowie auf die beigefügten
Zeichnungen bezieht; unter den Zeichnungen ist:
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1 eine
Darstellung der Oberflächen
(SU)- und Transmembran (T M)-Glycoproteine der Hülle des FIV in Dia grammform.
Die Peptide SU2, SU5 und TM3-19
werden
als Immunogene eingesetzt. Die proteolytischen Spaltungsstellen,
die das Peptidsignal (♦)
eliminieren und die reifen Hüllglycoproteine
(↓) erzeugen,
sind gekennzeichnet. Die Positionen entsprechen denen der Hüllglycoproteine
des Stamms Wo. Die Zone (-❏-) entspricht der Zwischenmembrandomäne; die
Zone -❏- entspricht dem Peptidsignal;
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2 entspricht
einer Analyse der Untergruppen von Lymphozyten. Die Zahl der zirkulierenden CD4+-Lymphozyten wird in der Form eines Mittelwertes
ausgedrückt,
und zwar während
der Immunisierung und nach virulenter Belastung während der
akuten Infektion;
-
3 veranschaulicht
die Viruslast im Plasma während
der Primärinfektion.
Die Viruslast, bestimmt durch RT-PCR wird mit Hilfe der Zahl der
Kopien der viralen RNA/ml Plasma (Ordinate) als Funktion der Anzahl der
Tage (Abszisse) ausgedrückt.
Die gestrichelte Linie entspricht den Plasmas, in denen virale RNA,
obgleich sie detektiert wird, in Werten unter 30 Kopien/Reaktion
vorhanden ist (
Kopien/ml
Plasma); die punktierte Linie entspricht der Nachweisgrenze (
Kopien/ml
Plasma).
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4 veranschaulicht
die Viruslast in den Geweben. Sie wird als Kopienzahl an viraler
RNA/μg Gesamt-RNA
(Ordinate) für
jede Katze ausgedrückt.
Sie wird durch RT-PCR bestimmt. Die erhaltenen Resultate werden
für die
axillaren Ganglien (∎), die Milz (❏) und die Thymusdrüse (❏)
dargestellt.
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Es
muss ebenfalls selbstverständlich
sein, dass diese Beispiele allein zur Erläuterung des Gegenstands der
Erfindung angeführt
werden, für
den sie in keiner Weise eine Beschränkung darstellen sollen.
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BEISPIEL 1: Material und
Verfahren, die zur Veranschaulichung der Schutzaktivität der Peptide
gemäß der Erfindung
verwendet werden.
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1. Gewebekultur
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Der
Klon ID 10 (R. Osborne, J. Gen. Virol., 1994, 75, 3641–3645) von
Katzen-Nierenfibroblasten (Crandell's-Katzennierenzellen
oder CrFK) wird in DMEM-Medium (Dulbecco's modifiziertes Eagle-Medium), ergänzt mit
10 % fötalem
Kälberserum,
das durch Hitze inaktiviert worden war (Fetal cal-Serum oder FCS), 100
EI/ml Penicillin und 100 μg/ml
Streptomycin, kultiviert. Die feline lymphoide T-Zelllinie FL-4
(J. Yamamoto et al., Intervirology, 1991, 32, 361-375), die in chronischer
Weise mit dem FIV-Stamm Petaluma infiziert ist (N.C. Pedersen et
al., Science, 1987, 235, 790–793)
wird in RPMI-1640-Medium, komplementiert mit FCS und den vorher
genannten Antibiotika (vollständiges
RPMI-Medium) kultiviert.
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Die
einkernigen Zellen von peripherem Katzenblut (Peripheral blood mononuclear
cells oder PBM-Zellen) werden durch Dichtegradienten-Zentrifugation
aus dem Blut von nicht-infizierten
Katzen isoliert und während
3 Tagen in einem vollständigen
RPMI-Medium, das 5 μg/ml
Concanavalin A, 50 μM
2-Mercaptoethanol (2-ME) und 10 mM HEPES enthält, aktiviert.
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2. Virus
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Die
Isolate von FIV-Petaluma (N.C. Pedersen et al., Science, 1987, 235,
790–793)
und Wo (A. Moraillon et al., Vet. Microbiol., 1992, 31, 41–54) werden
jeweils ausgehend von den Überständen der
Zelllinie FL-4 und der infizierten Katzen-PBM-Zellen erhalten. Das
Isolat Wo wurde nur bei einkernigen Zellen (PBMC) einer begrenzten
Zahl an Passagen unterworfen.
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3. Peptide
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Die
Peptide sind in den Domänen
des Hüllglycoproteins
enthalten, die vorher als kontinuierliche Epitope B enthaltend definiert
wurden (G. Pancino et al., J. Virol., 1993, 67, 664–672).
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Sie
weisen die Sequenzen auf, die im Sequenzprotokoll entsprechend der
folgenden Tabelle gezeigt werden:
| SU2 | SEQ
ID NO: 2 |
| SU5 | SEQ
ID NO: 3 |
| TM3-19
(759–777) | SEQ
ID NO: 1 |
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Die
Position dieser Peptide in der Sequenz env ist in 1 dargestellt.
Die Nummerierung entspricht derjenigen der Sequenz Wo (Pancino et
al., Virology, 1993, 192, 659–662).
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4. Immunisierung
und virulente Belastung
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Gruppen
aus vier Katzen mit 4 1/2 Monaten werden subkutan mit 120 μg FIV-Peptid
(etwa 250 μg
Peptid, gebunden an KLH (keyhole limpet haemocyanin = Schlüsselloch-Napfschnecken-Hämocyanin), das in Freunds vollständigem Adjuvans
emulgiert ist, immunisiert.
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Vier
Wiederholungen werden subkutan in Freunds unvollständigem Adjuvans
verabreicht, und zwar im Allgemeinen in Intervallen von 2 bis 3
Wochen, obgleich der Zeitraum zwischen den zwei letzten Injektionen
7 Wochen beträgt.
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Als
negative Kontrolle verwendet man vier Katzen, die dem selben Protokoll
an subkutanen Injektionen nur mit Adjuvans unterworfen werden.
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Die
Entwicklung der Immunantwort wird regelmäßig überwacht.
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Die
Katzen werden einer virulenten Belastung bzw. einem Virus-Belastungstest
1 Woche nach der letzten Immunisierung durch intraperitonale Inokulation
mit 10 CID50 FIV-Wo-Isolat unterzogen, wobei der CID50-Wert der Dosis entspricht, die geeignet
ist, um 50 % der Katzen zu infizieren.
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Mit
dem Blut, das jede Woche entnommen wird, werden die folgenden Tests
durchgeführt:
Zählung
der T CD4+-Lymphozyten, Isolierung des Virus, Bestimmung
der viralen RNA im Plasma (kompetitive RT-PCR) und serologische
Analysen.
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Die
Katzen werden 5 Wochen nach der virulenten Belastung getötet. Die
lymphoiden Organe (Milz, Thymusdrüse, axillare lymphatische Ganglien)
werden isoliert und in flüssigem
Stickstoff für
die Extraktion der RNA gefroren.
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5. Serologische
Analysen
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Die
Produktion von Antikörpern
wird vor der Belastung durch einen ELISA beurteilt, wobei ein immobilisiertes
Peptid (SU2, SU5, TM2 oder TM3-19) und eine Immunpräzipitation
verwendet wurden. Nach der Belastung wird die Serokonversion durch
einen ELISA überwacht,
der immobilisierte Hüllpeptide
und ein rekombinantes Capsid-Protein von FIV verwendet.
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6. ELISA
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Der
ELISA mit den immobilisierten Hüllpeptiden,
die den immogenen Domänen
entsprechen, SU2 und TM2, und mit dem rekombinanten Protein p25
(Capsidprotein von FIV), das immobilisiert ist, wird durchgeführt, wie
es bei A. Avraméas
et al. (Res. Virol., 1993, 144, 209–218) beschrieben ist.
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Mikroplatten
(Immunolon II, Dynatech) werden mit 0,5 μg/Vertiefung für die Peptide
und mit 0,1 μg/Vertiefung
für das
Protein p25 überzogen.
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Die
Tests werden zweifach durchgeführt,
und die Resultate werden als Mittelwerte ausgedrückt.
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Die
Anti-Peptid-Titer vor der Belastung werden als Logarithmus des Kehrwerts
der letzten Verdünnung des
Serums, die eine Extinktion (405 nm) von über 0,1 liefert, ausgedrückt.
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Nach
der Belastung wird die Serokonversion gegen die Hüllpeptide
und das Protein p25 für
Serumverdünnungen
von 1:25 und 1:100 beurteilt.
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Die
Extinktionswerte (405 nm) werden durch Subtraktion der Extinktionswerte,
die durch Bindung mit einem immobilisierten Kontrollpeptid erhalten
werden, korrigiert.
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Die
Assays werden bezüglich
der Bindung eines Gemisches von Seren von FIV-infizierten Katzen
mit einem Peptid, das die immundominante Domäne des Transmembranglycoproteins
von FIV darstellt (TM2), normalisiert (A. Avraméas et al., Res. Virol., 1993,
144, 209–218).
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7. Immunpräzipitation
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Die
am Tag des Versuchs (mit einer Verdünnung 1/40) gesammelten Seren
werden verwendet, um die von den FL-4-abgeleiteten Hüllproteine, die metabolisch
markiert sind, und einkernige feline Zellen (PBM-Zellen), die mit
dem FIV-Stamm Wo
infiziert wird, einer Immunpräzipitation
zu unterwerfen, wie es in G. Pancino et al. (Virology, 1995, 206,
796–806)
beschrieben ist.
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8. Tests auf Neutralisation
und Reduktion der viralen Infektivität
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Die
Detektion der Antikörper,
die die Infektion der CrFK durch den FIV-Stamm Petaluma neutralisieren, wird
wie vor her beschrieben durchgeführt
(J. Richardson et al., J. Gen. Virol., 1996, 77, 759–771).
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Für den Test
auf Reduktion der viralen Infektivität werden Reihenverdünnungen
(1/50, 1/100, 1/200, 1/400) einer Stammsuspension von Isolat Wo
und eine einzelne Serumverdünnung
(1/5) in vollständigem
RPMI-Medium, das 50 μM
2-ME und 10 mM HEPES enthält,
hergestellt.
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Das
Katzenserum wird mit einem gleichen Volumen der Reihenverdünnungen
des Virus vermischt und in einem Endvolumen von 100 μl während 1
Stunde bei 37°C
inkubiert.
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Die
Konzentration an PBM-Zellen, die durch ein Mitogen aktiviert sind,
wird auf 4·106 ml in vollständigem RPMI-Medium, das 2-ME, HEPES und 200 E/ml
humanes rekombinantes IL-2 enthält,
eingestellt. In die Röhrchen
gibt man 0,1 ml Zellsuspension (4·105 Zellen).
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Nach
Inkubation über
Nacht wird virales Inokulum gewonnen, indem man die Zellen zweimal
mit 0,5 ml vollständigem
RPMI-Medium wäscht.
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Die
Zellen werden dann in 0,2 ml Katzenserum, verdünnt in vollständigem RPMI-Medium,
das 2-ME, HEPES und 100 E/ml IL-2 umfasst, wieder in Suspension
gebracht, dann in die Vertiefungen von Mikrotiterplatten mit 96
Vertiefungen übertragen.
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Die
Hälfte
des Mediums wird 4 Tage nach der Infektion ersetzt.
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Aliquots
von 10 μl
werden 7 Tage nach der Infektion für eine Analyse der inversen
Transkriptase-Aktivität
gewonnen.
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9. Analyse
der Untergruppen von Lymphozyten
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Die
Zählung
der TCD4+-Lymphozyten wird in regelmäßigen Intervallen
vor der Belastung, am Tag der Belastung und in regelmäßigen Intervallen
während
der akuten Infektion durchgeführt.
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Die
TCD4+-Lymphozyten werden durch Strömungszytometrie
unter Verwendung von monoklonalen Antikörpern (Clinisciences) gezählt.
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10. Isolierung
des Virus
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Die
Plasmavirämie
wird durch Kultur der Zellen PBM bestimmt (D.D. Ho et al., N. Engl.
J. Med., 1989, 321, 1621–1625).
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Die
Infektion wird durch Bestimmung des p25 durch ELISA (Petcheck IDEXX)
in den Kulturüberständen bestimmt,
die 14 und 21 Tage nach Inokulierung verschiedener Plasmavolumina
(0,2, 2, 10, 40, 200 oder 1000 μl)
erhalten worden waren. Die erste Plasmaverdünnung, die eine positive Kultur
ergibt, wird als Grenzpunkt angesehen.
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Die
Plasmavirämie
wird in TCID50/ml Plasma ausgedrückt (→Dosen, die
geeignet sind, 50 % der Gewebekulturen zu infizieren).
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11. Herstellung der RNA
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- Plasma-RNA
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Das
Plasma wird filtriert (0,45 μm)
und die nicht an Zellen gebundene RNA wird direkt mit Hilfe des Kits
Viral RNA (Qiagene) aus dem filtrierten Plasma extrahiert und in
50 μl Wasser
nach Instruktionen des Herstellers eluiert, dann wird die RNA in
Aliquots aufgeteilt und bei –80°C gelagert.
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- Gewebe-RNA
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Die
gefrorenen Gewebe von Milz und Thymusdrüse werden pulverisiert und
unverzüglich
in dem Lysepuffer, der mit dem RNA-Extraktions-Kit geliefert wurde
(RNeasy, Quiagene) mit Hilfe eines Gewebehomogenisators (Ultra-Turrax)
dispergiert. Die axillaren lymphatischen Ganglien, die gefroren
waren, werden direkt in Lysepuffer dispergiert; RNA wird dann unter
Verwendung des RNeasy-Kits nach den Instruktionen des Herstellers
extrahiert.
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Die
kontaminierende DNA wird durch Hydrolyse mit DNAse 1 (RQ1.RNase-freie
DNase, Promega) eliminiert.
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12. Kompetitive
RT-PCR
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Eine
konservierte Region des Gens gag des FIV wird als Zielsequenz für die inverse
Transkription der kompetitiven RNA und die ineinandergeschaltete
PCR-Amplifikation ausgewählt.
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Die
Amplifikation der nativen Zielsequenz liefert ein Anfangsprodukt
aus 312 Basenpaaren und ein verschachteltes Produkt aus 165 Basenpaaren,
das den Nucleotiden 1059–1370
und den Nucleotiden 1157–1321
des FIH-Klons 34TF10 entspricht (R.L. Talbott et al., Proc. Natl.
Acad. Sci. USA, 1989, 86, 5743–5747).
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- Molekulare
Konstruktionen
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Die
Zielsequenz mit 312 Basenpaaren wird ausgehend von einem Plasmid
(pKSgag), das das Gen gag des FIH-Stamms Wo enthält (G. Pancino et al., Virology,
1993, 67, 664–672),
amplifiziert, indem als 5'-Primer
die Sequenz SEQ ID NO: 4 (SKWoG107) verwendet wurde, welche die
5'-Sequenz der Zielmatrize
und eine KpnI-Stelle umfasst, und als 3'-Primer die Sequenz SEQ ID NO: 5 (RXWoG139)
verwendet wurde, die die Sequenz 3' der Zielmatrixe und eine XbaI-Stelle
enthält,
und unter denselben Bedingungen wie nachfolgend angegeben gearbeitet
wurde, um die durch Deletion modifizierte Sequenz zu erhalten.
-
Das
Amplifikationsprodukt wird in die Stellen, die dem Plasmid pBluescript
KS+ entsprechen, subkloniert, was zu dem Plasmid pBSQCgag führt.
-
Um
eine Matrize für
die Synthese der Kompetitions-RNA herzustellen, beseitigt man 31
Nucleotide in der gag-Sequenz durch PCR.
-
Der
3'-Teil der nativen
Sequenz wird amplifiziert, indem man einen 5'-Primer, SHΔWoG128 (SEQ ID NO: 6), komplementär zur natürlichen
HindIII-Stelle (Nucleotide 1241–1246)
und eine Diskontinuität
von 31 Nucleotiden aufweisend, verwendet und einen 3'-Primer, RXWoG139
(SEQ ID NO: 5), der die 3'-Sequenz
der Zielmatrize und eine XbaI-Stelle umfasst, verwendet, und zwar
unter den folgenden Bedingungen: Die native Sequenz (10 ng pBSQCgag)
wird in einem Endvolumen von 100 μg
amplifiziert, das 2,5 mM MgCl2, 200 μM dNTP, 1
x handelsüblichen
Puffer und 2,5 E Taq-Polymerase (GibcoBRL) und 0,2 μM jedes Primers
enthält. Die
DNA wird während
3 min bei 94°C
denaturiert, 30 Amplifikationszyklen unterworfen (94°C 30 s/55°C 30 s/72°C 30 s) und
einer Verlängerung
bei 72°C
während
7 min in Gegenwart der Primer der SEQ ID NO: 6 und SEQ ID NO: 5
unterworfen.
-
Das
Amplifikationsprodukt wird gereinigt, durch die Enzyme HindIII und
XbaI verdaut und an die Stelle des Fragments, das pBSQCgag entspricht,
eingesetzt, was zu dem Plasmid pBSQCΔgag führt.
-
- Synthese
der Kompetitions-RNA
-
Die
Kompetitions-RNA wird ausgehend vom Transkriptionsprodukt des Plasmids
pBSQCΔgag,
das durch XbaI linearisiert worden war, synthetisiert, wobei die
T3-RNA-Polymerase verwendet wird (Promega Gemini-Kit).
-
Die
DNA-Matrize wird mit der RQ1 Rnase-freien DNase (Promega) hydrolysiert.
Die Kompetitions-RNA wird durch Absorption an Siliziumdioxid (Rneasy,
Qiagene) gereinigt und durch Messung der Extinktion bei 260 nm quantitativ
bestimmt. Die RNA wird in Aliquots aufgeteilt und bei –80°C gelagert.
-
- Kompetitive
RT-PCR
-
Für die cDNA-Synthese
werden 2,5 μl
virale RNA mit 2,5 μl,
die verschiedene Kopienzahlen an Kompetitions-RNA enthalten, gemischt;
typischer Weise stellt man verschiedene Proben von Kompetitions-RNA ausgehend
von 5 halblogarithmischen Verdünnungen,
die die in der biologischen Proben geschätzten Kopienzahlen einrahmen,
her.
-
Die
RNA wird bei 65°C
während
5 min denaturiert und unverzüglich
auf Eis gestellt. Es werden die Reagenzien für die inverse Transkription
(15 μl)
zugesetzt.
-
Die
Endreaktionsgemische enthalten 0,3 E/ml aleatorische Hexanucleotide
(Sequenzen aus sechs Nucleotiden, die zufallsbedingt angeordnet
sind, die theoretisch die Amplifikation jedes RNA-Fragments ermöglichen)
(Pharmacia), 0,5 mM dNTP, 10 mM DTT, 1x Handelspuffer (Gibco BRL)
und 100 E Superscript II (Gibco BRL) in einem Volumen von 20 μl enthalten.
-
Die
Reaktionen werden zunächst
für 10
min bei 25°C
durchgeführt,
um eine Hybridisierung der Primer zu begünstigen, danach werden sie
bei 42°C
während
50 min durchgeführt.
Die inverse Transkriptase wird durch Inkubation bei 95°C für 5 min
inaktiviert.
-
Als
Vergleich werden alle RNA-Proben auch direkt durch PCR amplifiziert,
um die vollständige
Eliminierung der DNA, die gegebenenfalls in der biologischen Probe
vorliegt, zu bestätigen.
-
Die
in hohem Maße
konservierten Sequenzen werden als Primer ausgewählt. Die komplementäre DNA wird
durch ineinandergeschachtelte PCR amplifiziert, wobei verwendet
werden:
als externe Primer:
SWoG107 5'-CAATATGTAGCACTTGACCCAAAAAT-3' (1059–1084; SEQ
ID NO: 7) und RWoG139 5'-TCTTGCTTCTGCTTGTTGTTCTTGAG-3' (1370-1345; SEQ ID NO:
8) und
als interne Primer:
SWoG116 5'-CTCTGCAAATTTAACACCTACTGACA-3' (1157–1182; SEQ
ID NO: 9) und RWoG133 5'-GCTGCAGTAAAATAGGGTAATGGTCT-3' (1321-1296; SEQ ID NO:
10)
-
Für die erste
Amplifikation werden die PCR-Reagenzien (80 μl) im Gemisch mit 20 μl cDNA zugesetzt.
-
Genauer
ausgedrückt,
das Reaktionsgemisch enthält:
200 μM dNTP,
1,5 mM MgCl2, 0,1 μM jedes externen Primers, 0,8x
Handelspuffer (Gibco BRL) und 0,25 E Taq-Polymerase.
-
Die
DNA wird während
3 min bei 94°C
denaturiert, 28 Amplifikationszyklen (94°C 30 s/55°C 30 s/72°C 30 s) und eine Verlängerung
bei 72°C
während
7 min unterworfen.
-
Für die ineinandergeschachtelte
Amplifikation werden 2 μl
des Produktes der ersten Amplifikation in 98 μl Reaktionsgemisch, das 200 μM dNTP, 1,5
mM MgCl2, 0,5 μM jedes internen Primers, 1x
Handelspuffer (Gibco BRL) und 0,25 E Taq-Polymerase (Gibco BRL) enthält, transferiert.
-
Die
DNA wird während
3 min bei 94°C
denaturiert, 28 Amplifikationszyklen (94°C 30 s/52°C 30 s/72°C 30 s) und einer Verlängerung
bei 72°C
während
7 min unterworfen.
-
- Analyse
-
Die
Amplifikationsprodukte (10 μl)
werden einer Elektrophorese auf 2,75 % Agarosegel unterworfen.
-
Die
digitalen Bilder der mit Ethidiumbromid gefärbten Gele werden mit Hilfe
des Appligene-Bildgebers erhalten und die densitometrischen Analysen
werden mit der Software Image NIH durchgeführt. Die Dichte des Kompetitionsproduktes
wird als Funktion des Unterschiedes zwischen der Länge der
nativen Sequenz und der Kompetitionssequenz eingestellt.
-
Der
Logarithmus des Verhältnisses
Dichte des Kompetitionsproduktes/Dichte des nativen Produktes wird
als Funktion des Logarithmus der Kopienzahl von Kompetitions-RNA,
die jeder Reaktion zugesetzt wird, gezeichnet.
-
Die
beste Einstellung wird durch das Verfahren der kleinsten Quadrate
bestimmt und die Zahl der Kopien nativer RNA entspricht dem Schnittpunkt
der X-Achse (M. Piatak et al., Biotechniques, 1993, 14, 70–80).
-
13. Statistische
Analyse
-
Die
Fläche
unter der Kurve (J. Dawson, Drug Information J., 1994, 28, 723–732) wird
aus den Diagrammen, welche das Verhältnis Kopien viraler RNA/ml
Plasma/Zeit darstellen, errechnet und durch Test von Mann-Whitney
verglichen.
-
Beispiel 2: Beurteilung
der humoralen Reaktion, die mit TM3-19 erhalten wird und ihre Schutzwirkungen
-
1. Entwicklung einer humoralen
Antwort bzw. Reaktion gegen Hüllpeptide
-
Um
den Einfluss der humoralen Immunität gegen besondere Domänen der
Hüllglycoproteine
während einer
Primärinfektion
mit FIV zu beurteilen, werden Katzen mit den Peptiden (1),
die den Hülldomänen entsprechen,
welche die fortlaufenden Epitope B, die während einer natürlichen
Infektion erkannt werden, umfassen, immunisiert.
-
Alle
immunisierten Katzen entwickeln mit den als Immunogene verwendeten
Hüllpeptiden
eine starke Antikörperreaktion,
die durch ELISA bestimmt wird.
-
Die
Resultate dieser ELISA sind in der folgenden Tabelle I zusammengefasst:
-
TABELLE
I Antikörperantwort
während
der Immunisierung
-
- a: Titer, ausgedrückt
durch den Logarithmus des Kehrwerts der letzten Serumverdünnung, für die die
Extinktion bei 405 nm über
0,1 liegt.
- b: Immunpräzipition
der Hüllglycoproteine
aus FL-4-Zellen,
die metabolisch markiert sind (Gruppen SU2 und SU5), oder infizierten
PBM-Zellen (Gruppe TM3-19).
-
Am
Tag des Versuchs bzw. der Belastung liegen die Titer, ausgedrückt durch
den Kehrwert des Logarithmus der Serumverdünnung, zwischen 4,40 und 5,61.
-
Die
Erkennung der Hüllglycoproteine
wird durch Immunpräzipition
des biosynthetisch markierten Hüllglycoproteins
mit den Seren, die am Tag des Versuchs bzw. der Belastung ge sammelt
wurden, bestimmt, was in Tabelle I zusammengefasst ist.
-
Die
Seren aller mit dem Peptid SU5 immunisierten Katzen und drei der
vier Katzen (324, 325 und 327), die mit dem Peptid SU2 immunisiert
waren, immunpräzipitieren
die Glycoproteine des Stamms Petaluma, die ausgehend von den Lysaten
der Zellen FL-4, die chronisch infiziert waren, erhalten wurden.
-
In
dem Maß,
in dem das Peptid TM3-19, das sich von der Sequenz Env des FIV Wo
ableitet, vier unterschiedliche Reste von 19 bezüglich der Petaluma-Sequenz
umfasste, wurde die Fähigkeit
der Seren zur Immunpräzipitation
vor Belastung der durch das Peptid TM3-19 immunisierten Katzen gegen
die Hüllglycoproteine
des Stamms Wo getestet, welche aus Lysaten der PBM-Zellen nach akuter
Infektion durch das FIV Wo erhalten worden waren.
-
Obgleich
lediglich die Seren von 2 Katzen (346, 347), die mit dem Peptid
TM3-19 immunisiert waren, das Hüllprotein
des Stamms Wo präzipitieren,
ist die Immunpräzipitation
der viralen Hülle
ausgehend von akut infizierten PBM-Zellen weniger wirksam als ausgehend
von lymphoblastenartigen Zelllinien, die chronisch infiziert sind.
-
2. Aktivität der Antikörper, die
gegen die Hüll
eptide gerichtet sind, in einem biologischen Test
-
Um
die Funktion der Antikörper
zu ermitteln, werden die Katzenseren, die gegen das Peptid SU2 gerichtet
sind, auf ihren neutralisierenden Wert gegenüber der Infektion der CrFK
durch den FIV-Stamm Petaluma getestet.
-
Lediglich
eine Katze (327), die durch das Peptid SU2 immunisiert ist, entwickelt
neutralisierende Antikörper:
die letzte Verdünnung,
die die Infektion um wenigstens 50 % reduziert, ist 1/160.
-
Die
Seren der Katzen, die mit den Peptiden SU5 und TM3-19 immunisiert
wurden, neutralisieren das FIV Petaluma nicht (gemessen bei der
Zelllinie CrFK).
-
Infolge
der Diversität
der Sequenz der Hüllglycoproteine
der Stämme
Petaluma und Wo und insbesondere auf dem Niveau der Domäne TM3 wurde
auch die funktionelle Aktivität
in einem homologen Test untersucht.
-
In
dem Maße,
in dem der Stamm Wo nicht zur Passage auf CrFK-Zellen angepasst
war, wurde der Einfluss der Antikörper auf die Infektion der
felinen PBMC-Zellen untersucht.
-
In
einem Test auf Verringerung der Infektivität, der durch ein Mitogen aktivierte
PBMC-Zellen verwendet, modifizieren die Seren, die gegen die Peptide
SU2 und TM3-19 gerichtet sind, die Infektion durch FIV Wo nicht,
obwohl neutralisierende Aktivität
für eines
der Seren, das gegen das Peptid SU2 gerichtet ist, beobachtet wird,
wenn die Zellen CrFK als Zellsubstrat verwendet werden.
-
3. Isolierung des FIV
nach virulenter Belastung
-
Nach
dem Versuch bzw. der Belastung sind alle Katzen infiziert, wie es
durch Isolierung des FIV in den PBM-Zellen nach Inokulation des
entnommenen Plasmas 2 und 3 Wochen nach der Belastung bestimmt wurde.
-
4. Serokonversion nach
virulenter Belastung
-
Nach
Belastung mit dem FIV-Stamm Wo zeigt die Mehrzahl der Katzen eine
humorale Antwort gegenüber
den viralen Bestandteilen, wie es durch den ELISA mit den Peptiden
SU2 und TM2, abgeleitet von den externen Glycoproteinen und den
Transmembranglycoproteinen des rekombinanten Capsidproteins veranschaulicht
wird.
-
Die
Resultate sind in der folgenden Tabelle II dargestellt.
-
-
- a Werte, erhalten durch ELISA, der
mit den Hüllpeptiden
SU2 und TM2 und dem rekombinanten Capsidprotein von FIV p25 für Reihenverdünnungen
von 1/25 (Peptide) und 1/00 (p25) durchgeführt wurde; diese Werte werden
als optische Dichte (siehe Beispiel 1) ausgedrückt;
- b Werte, nicht dargestellt für die Katzengruppe,
die mit SU2 geimpft war (Seropositive vor virulenter Belastung).
-
Die
Entwicklung einer humoralen, antiviralen Antwort ist bei drei Katzen
(346, 348, 349), die mit dem Peptid TM3-19 immunisiert waren, im
Vergleich zur Antwort der Kontrollkatzen schwächer und verzögert, obgleich
die letzte Katze (347) dieser Gruppe eine starke und schnelle Antwort
in Form von Antikörpern
entwickelt hat.
-
Fünf Wochen
nach dem Versuch bzw. der Belastung hat keine der Katzen, die mit
dem Peptid TM3-19 immunisiert waren, eine nachweisbare Antikörperantwort
gegenüber
dem Peptid SU2 entwickelt, obgleich die Kontrollkatze detektierbare
Antworten aufweisen.
-
Während die
meisten (11/12) der Katzen, die mit den Peptiden SU2 und SU5 immunisiert
worden waren, und der Katzen, die einmal Adjuvans erhalten hatten,
nach 4 Wochen eine bedeutende Antwort gegen das Peptid TM2 entwickeln,
weisen alle Katzen außer
einer (347), die mit dem Peptid TM3-19 immunisiert waren, eine schwache
oder nicht detektierbare Antwort auf.
-
Obgleich
nach 5 Wochen alle Kontrollkatzen gut auf das Protein p25 reagieren,
reagiert eine Katze (348), die mit dem Peptid TM3-19 immunisiert
war, nicht und unter den drei anderen Katzen entwickeln zwei Tiere
(346, 349) nur schwache Antworten.
-
5. Hämatologische
Modifikationen während
der akuten Infektion
-
Um
den Immunisierungseffekt auf die mit einer Primärinfektion verbundene Pathologie
zu beurteilen, werden die zirkulierenden CD4+-Lymphozyten
vor und nach der Belastung mit dem FIV-Stamm Wo gezählt.
-
Die
Zahl der CD4+-Lymphozyten ist in 2 dargestellt.
-
Obgleich
die Tendenzen durch eine individuelle Heterogenität maskiert
sind, zeigen die Mehrzahl der Katzen, die mit den Peptiden SU2 und
SU5 immunisiert sind, sowie die Katzen, die nur das Adjuvans erhalten haben,
eine progressive Verringerung der CD4+-Lymphozytenzahl
nach der Infektion (2).
-
Trotz
eines gewissen Schwankungsgrades zeigt die Zahl der CD4+-Lymphozyten
bei den Katzen der Gruppe TM3-19 keine bedeutende Verringerung,
wie sie bei den anderen Gruppen während der akuten Infektion
beobachtet wird (2).
-
6. Plasmatische Viruslast,
bestimmt durch RT-PCR
-
In
dem Maße,
wie man erwarten konnte, eine bedeutende Immunität durch Impfung mit nur einer
Domäne
der Hüllglycoproteine
zu erhalten, war es notwendig, ein quantitatives Verfahren zur Beurteilung
der Viruslast zu entwickeln, das die Detektion moderater Verringerungen,
der viralen Disseminierung ermöglicht,
die aber eine besonders wichtige Bedeutung haben.
-
Daher
haben die Erfinder eine kompetitive RT-PCR entwickelt, die die quantitative
Bestimmung der viralen RNA im Plasma und in den Geweben ermöglicht.
-
Dieser
Assay ermöglicht
die Detektion von 10 RNA-Kopien während einer Reaktion, was die
untere Grenze der Detektion auf 1430 RNA-Kolonien/ml Plasma festlegt,
wenn virale RNA aus 140 μl
Plasma extrahiert wird.
-
Nach
Belastung mit 10 CID50 Wo-Isolat ist die
virale RNA 2 Wochen nach der Infektion im Plasma durch RT-PCR detektierbar.
-
Bei
den Katzen, die nur das Adjuvans erhalten haben, beobachtet man
einen Peak der Zahl der viralen RNA-Kopien bei 3 Wochen, der bis
zu 2,5 × 109 Kopien pro ml Plasma erreichen kann (3).
-
Das
Vorliegen von Antikörpern,
die gegen eine Domäne
gerichtet sind, von der bekannt ist, dass sie neutralisierende Antikörper SU2,
induziert, vor der Belastung scheint den Verlauf der Primärinfektion
nicht zu modifizieren.
-
Unter
den Katzen, die mit dem Peptid SU5 immunisiert wurden, folgt die
akute Infektion von drei Katzen einer ähnlichen Kinetik wie die der
Kontrollkatzen, obgleich die Infektion bei einer der Katzen verzögert auftritt.
-
Der
Verlauf der Infektion bei den Katzen, die mit dem Peptid TM3-19
immunisiert wurden, unterscheidet sich im Allgemeinen von dem, der
bei den Kontrollkatzen beobachtet wird.
-
Obgleich
die Infektion bei einer der Katzen (347) schnell auftritt, tritt
die Infektion bei den drei anderen Katzen dieser Gruppe verzögert auf.
-
Außerdem war
es nicht möglich,
eine plasmatische Virämie
bei einer der Katzen (348) während
des Messzeitraums zu detektieren.
-
Die
Zahl der Kopien viraler RNA, die bei den mit dem Peptid TM3-19 immunisierten
Katzen beobachtet wird, übersteigt
niemals 3,1 × 106 Kopien pro ml, was eine deutliche Verringerung
im Vergleich zu der in der Gruppe der Kontrollkatzen beobachteten
Virämie
anzeigt.
-
Diese
Werte wurden analysiert und mit der vereinigten Fläche unter
der Kurve (J.D. Dawson, Drug Information J., 1994, 28, 723–732) für 3 und
4 Wochen nach der Belastung verglichen.
-
Nach
dem Test von Mann-Whitney ist die Verringerung der Viruslast, die
bei den mit dem Peptid TM3-19 immunisierten Katzen im Vergleich
zu den Kontrollkatzen beobachtet wird, sowohl nach 3 wie auch nach
4 Wochen signifikant (p=0,02).
-
7. Plasmatische
Virämie
-
Für die Katzen,
die mit dem Peptid TM3-19 immunisiert wurden, und die Kontrollkatzen
wird die plasmatische Viruslast 3 Wochen nach der Belastung durch
Virusisolat beurteilt.
-
Die
Zahl der Kopien viraler RNA, bestimmt durch kompetitive RT-PCR,
wird mit der plasmatischen Virämie,
bestimmt durch Kultur der PBM-Zellen, verglichen.
-
Die
Resultate sind in der folgenden Tabelle III angegeben.
-
-
- α:
Die plasmatische Virämie
wird durch kompetitive RT-PCR gemessen und als Zahl der Kopien viraler
RNA/ml Plasma ausgedrückt.
- β:
Die plasmatische Virämie
wird durch Kultur der PBM-Zellen
gemessen und in TCID50/ml Plasma ausgedrückt.
-
Die
Immunisierung mit dem Peptid TM3-19 vor der virulenten Belastung
zieht eine deutliche Verringerung (etwa 3 logs) des infektiösen Viruswertes
im Plasma von 3/4 der Katzen sehr früh im Verlauf der Primärinfektion
mit sich.
-
Diese
Werte bestätigen,
dass die reduzierten Werte für
virale RNA, die für
die Katzen, die mit dem Peptid TM3-19 immunisiert wurden, im Vergleich
zu denen, die mit den Kontrollkatzen erhalten werden, gut die Verringerung
des plasmatischen Titers des infektiösen Virus widerspiegeln.
-
8. Viruslast in den Geweben,
bestimmt durch kompetitive RT-PCR
-
Die
Viruslast in den Geweben wird 5 Wochen nach der Belastung durch
Zählung
der Zahl der Kopien viraler RNA in den lymphatischen axillaren Ganglien
und der Thymusdrüse
durch kompetitive RT-PCR beurteilt.
-
In
dem Maß,
wie das amplifizierte Fragment (Amplicon) im Intron der subgenomischen
viralen RNA lokalisiert ist, stellen die gezählten Kopien viraler RNA vollständige Transkripte,
entweder intrazelluläre
oder in den viralen Partikeln verkapselte extrazelluläre, dar.
-
Die
virale RNA wird in allen untersuchten Geweben und bei allen Katzen
detektiert (4).
-
Die
Werte für
virale RNA in den axillaren lymphatischen Ganglien sind bei drei
Katzen (346, 348 und 349), die mit dem Peptid TM3-19 immunisiert
wurden, schwächer
als bei den Katzen, die mit den Peptiden SU2 und SU5 immunisiert
wurden, und bei den Kontrollkatzen.
-
Der
Wert für
virale RNA in der Milz ist bei einer Katze (348), die mit dem Peptid
TM3-19 immunisiert worden war, besonders schwach.
-
Dagegen
ist die Virusbelastung in der Thymusdrüse in den vier Virusgruppen ähnlich und
ist im Allgemeinen höher
als in den anderen untersuchten Geweben.
-
Eine
erhöhte
Viruslast in der Thymusdrüse
wurde auch in einer frühreifen
Phase der Infektion durch in situ- Hybridisierung beobachtet (A.M. Beebe
et al., J. Virol., 1994, 68, 3080–3091).
-
Es
ist nicht möglich,
zu wissen, ob die stärker
auftretende Infektion der Thymusdrüse (i) ihren Reichtum an Zellen,
die vorzugsweise zu Beginn der Infektion infiziert werden, (ii)
eine wichtige Fähigkeit,
virale Partikel einzufangen, oder (iii) die sequenzielle Natur der
Kolonisation (Gewebe, untersucht vor Ausbrechen der akuten Infektion)
widerspiegelt.
-
Diese
Resultate zeigen, dass die Immunisierung mit zwei Peptiden, die
sich vom Oberflächenglycoprotein
ableiten (SU2 und SU5), den Verlauf der Infektion nicht modifiziert,
die Immunisierung mit dem Peptid TM3-19, das aus der proximalen,
membranären,
extrazellulären
Domäne
des Transmembranglycoproteins abgeleitet ist, die virale Disseminierung
in signifikanter Weise verzögert.
-
Diese
Resultate zeigen auch, dass die Induktion von Antikörpern, die
die virale Infektion in vitro neutralisieren, nicht unbedingt eine
gute Korrelation mit dem gesuchten immunitären Schutz darstellen.
-
Die
Korrelation neutralisierender Aktivität/Schutz ist problematisch,
insbesondere in dem Maße,
wie die gemessene Aktivität
von den Bedingungen des eingesetzten Assays und insbesondere von
dem zur Messung der Rest-Infektivität verwendeten Zellsubstrat
abhängt.
-
In
der Tat unterscheidet sich die Neutralisation der lentiviralen primären Isolate
grundsätzlich
von der Neutralisa tion des Virus, das an einer Vermehrung in Zellkultur
angepasst ist.
-
Die
Resultate, die mit den Peptiden gemäß der Erfindung erhalten werden,
zeigen auch, dass sie die Infektion in deutlicher Weise verzögern.
-
Aus
dem Vorstehenden geht hervor, dass sich die Erfindung keineswegs
auf die Durchführungsformen,
die Ausführung
und die Anwendung, die explizit beschrieben wurden, beschränkt; sie
umfasst im Gegenteil alle Varianten, die dem Fachmann einfallen,
ohne den Rahmen und den Umfang der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
-
-