-
Die
Erfindung betrifft Rotary-Blattmeißel für eine Verwendung beim Bohren
oder Kernbohren von Löchern
in unterirdischen Formationen und von der Ausführung, die aufweist: einen
Meißelkörper mit
einer Stirnfläche
und einem Schaft für
das Verbinden mit einem Bohrgestänge;
eine Vielzahl von Flügeln, die
von der Stirnfläche
des Meißelkörpers aufrechtstehen
und sich nach außen
weg von der Mittelachse der Drehung des Meißels erstrecken; eine Vielzahl von
Schneidwerkzeugen, die an jedem Flügel montiert sind; und eine
Vielzahl von Düsen
im Meißelkörper für das Zuführen von
Flüssigkeit
zu dessen Stirnfläche
für das
Kühlen
und Reinigen der Schneidwerkzeuge. Jedes Schneidwerkzeug kann ein
Vorformschneidelement der Ausführung
umfassen, die eine vordere Belagplatte aus superhartem Material
aufweist, die mit einem weniger harten Träger verbunden ist. Das Schneidelement
kann auf einem Halter montiert werden, ebenfalls aus einem Material,
das weniger hart ist als das superharte Material, das am Körper des
Bohrmeißels
montiert ist, beispielsweise gesichert innerhalb einer Innenaussparung
im Meißelkörper. Alternativ
kann das Schneidelement direkt am Meißelkörper montiert werden; beispielsweise kann
der Träger
von einer ausreichenden axialen Länge sein, so daß er selbst
innerhalb einer Innenaussparung im Meißelkörper gesichert werden kann.
-
Bei
Blattmeißeln
dieser Ausführung
kann der Meißelkörper aus
Metall, im allgemeinen Stahl, gefertigt werden, und die Innenaussparungen
für das Aufnehmen
der Halter oder der Schneidelemente selbst werden im Meißelkörper spanend
bearbeitet. Alternativ kann der Meißelkörper aus Wolframkarbidgrundmaterial
bei Anwendung eines Pulvermetallurgieverfahrens geformt werden.
-
Bei
Blattmeißeln
nach dem bisherigen Stand der Technik, wo die Schneidwerkzeuge an
Flügeln montiert
sind, die sich nach außen
weg von der Drehungsachse des Meißels erstrecken, ist es üblich, daß jeder
Flügel
an seinem äußeren Ende
mit einer entsprechenden Stoßeinrichtung
verbunden ist, die bei Benutzung mit der umgebenden Wand des zu bohrenden
Bohrloches in Eingriff kommt. Die Stoßeinrichtungen sind um einen
peripheren Dickenabschnitt des Meißels so beabstandet, daß zwischen den
Stoßeinrichtungen
Abfallschlitze definiert werden, durch die Bohrflüssigkeit
von der Stirnfläche
des Meißels
aus zum Kreisring zwischen dem Bohrgestänge und den Wänden des
Bohrloches fließt.
Da es wünschenswert
ist, daß die
Schneidwerkzeuge auf den Flügeln
ein Schnittprofil definieren, das sich über im wesentlichen die gesamte
untere Fläche
des Bohrloches erstreckt, ist es erforderlich, daß sich mindestens
einige der Flügel
im wesentlichen über die
gesamte Strecke von der Mitte der Stirnfläche des Meißels nach außen bis
zur Dicke des Meißels
erstrecken. Eine derartige Anordnung behindert jedoch den Fluß der Bohrflüssigkeit über die
Flügel
in der Umfangsrichtung. Ebenfalls, wenn die Gesamtanzahl der Flügel verringert
wird, um den Schneidwirkungsgrad zu verbessern, kann die Stabilität des Meißels gefährdet werden.
Die vorliegende Erfindung erklärt daher
die Bereitstellung einer neuartigen Anordnung von Flügeln bei
einem Blattmeißel,
wobei die Nachteile der Konstruktionen nach dem bisherigen Stand der
Technik verringert oder überwunden
werden können.
-
Das
US 1914734 beschreibt eine
Anordnung mit scharfen Schneidflügeln,
deren primäre
Flügel sich
bis zu einer Dicke erstrecken, deren sekundäre Flügel in Positionen kurz vor
der Dicke enden. Das
US 5361859 ,
GB 2294712 und
US 4714120 beschreiben gleichermaßen Anordnungen,
bei denen sekundäre
Flügel
an Stellen kurz vor oder lange vor der Dicke enden.
-
Entsprechend
der Erfindung wird ein Blattmeißel
für das
Bohren von Löchern
in unterirdischen Formationen bereitgestellt, der aufweist: einen
Meißelkörper mit
einer Stirnfläche
und einem Schaft für das Verbinden
mit einem Bohrgestänge;
eine Vielzahl von Flügeln,
die von der Stirnfläche
des Meißelkörpers aufrechtstehen
und sich nach außen
weg von der Mittelachse der Drehung des Meißels erstrecken; und eine Vielzahl
von Düsen
im Meißelkörper für das Zuführen von
Flüssigkeit
zu dessen Stirnfläche,
wobei die Flügel
eine Vielzahl von primären
Flügeln,
deren äußeren Enden
um einen peripheren Dickenabschnitt des Meißels beabstandet sind, und eine
Vielzahl von sekundären
Flügeln
umfassen, die peripher zwischen benachbarten primären Flügeln beabstandet
sind, wobei jeder sekundäre
Flügel
ein äußerses Ende
aufweist, das an einer Stelle nach innen vom Dickenabschnitt des
Meißels
endet; und dadurch gekennzeichnet, daß die sekundären Flügel jeweils
am äußeren Umfang
der Stirnfläche
des Meißelkörpers enden,
wenn axial vom Bohrmeißel
betrachtet wird, wobei eine Vielzahl von Schneidwerkzeugen an jedem
Flügel
montiert ist, wobei eine der vorangehend erwähnten Düsen benachbart einem jeden
der primären
und sekundären
Flügel
angeordnet ist, um so Flüssigkeit
zu liefern, um die Schneidwerkzeuge darauf abzukühlen und zu reinigen.
-
Die äußeren Enden
der primären
Flügel
können
sich mit entsprechenden Stoßeinrichtungen
verbinden, die bei Verwendung mit der umgebenden Wand des zu bohrenden
Bohrloches in Eingriff kommen. Zwischen den Stoßeinrichtungen können Abfallschlitze
definiert werden, durch die Bohrflüssigkeit von der Stirnfläche des
Meißels
aus fließt.
-
Daher
können
jeder primäre
Flügel
und ein dazugehörender
sekundärer
Flügel,
obgleich sie peripher beabstandet sind, hinsichtlich ihres kombinierten
Beitrages zum Schnittprofil einem einzelnen Flügel äquivalent sein, der sich kontinuierlich
von der Mitte des Meißelkörpers zur
Dicke erstreckt, aber die Trennung der Flügel erleichtert den Fluß der Bohrflüssigkeit über die
und zwischen den Flügeln.
Ebenfalls wird das Bohrklein, das vom sekundären Flügel durch den Fluß der Bohrflüssigkeit
weggewaschen wird, zu einem anderen Bereich des dazugehörenden Abfallschlitzes
abgelenkt als das Bohrklein vom dazugehörenden primären Flügel, wodurch der Fluß des Bohrkleins
nach oben durch den Abfallschlitz begünstigt wird. Ebenfalls kann
die vergrößerte Anzahl von
Flügeln
die Stabilität
des Bohrmeißels
verbessern und die Schwingung verringern.
-
Die
Anzahl der sekundären
Flügel
kann gleich der Anzahl der primären
Flügel
sein, wobei sich die sekundären
Flügel
mit den primären
Flügeln um
die Drehungsachse des Meißelkörpers abwechseln.
Bei bevorzugten Anordnungen sind zwei oder drei primäre Flügel und
die gleiche Anzahl von sekundären
Flügeln
vorhanden.
-
Jeder
primäre
Flügel
kann ein inneres Ende aufweisen, das nach außen von der Drehungsachse des
Meißels
beabstandet ist, und das innere Ende eines jeden primären Flügels ist
vorzugsweise näher an
der Drehungsachse des Meißels
als das äußere Ende
eines dazugehörenden
sekundären
Flügels. Das
innere Ende eines jeden primären
Flügels
ist ebenfalls vorzugsweise weiter von der Drehungsachse des Meißels entfernt
als das innere Ende des dazugehörenden
sekundären
Flügels.
-
Mindestens
einer der sekundären
Flügel kann
ein inneres Ende aufweisen, das auf der oder benachbart der Drehungsachse
des Meißels
angeordnet ist. Mindestens zwei der sekundären Flügel können an ihren inneren Enden
verbunden sein.
-
Die
primären
und sekundären
Flügel
entsprechend der Erfindung können
die einzigen Flügel am
Meißelkörper bilden.
-
Vorzugsweise
sind die Schneidwerkzeuge auf den Flügeln mit unterschiedlichen
Abständen
von der Drehungsachse des Meißelkörpers angeordnet, um
so ein im wesentlichen kontinuierliches Schnittprofil zu definieren,
das sich über
im wesentlichen die gesamte untere Fläche des zu bohrenden Bohrloches
erstreckt.
-
Bei
jeder beliebigen der vorangehenden Anordnungen entsprechend der
Erfindung kann jedes Schneidelemente ein Vorformschneidelement sein, das
eine vordere Belagplatte aus superhartem Material aufweist, die
mit einem weniger harten Träger verbunden
ist.
-
Das
Schneidelement kann im wesentlichen zylindrisch sein, wobei der
Träger
eine ausreichende axiale Länge
aufweist, um innerhalb einer zylindrischen Innenaussparung im Meißelkörper aufgenommen
und gesichert zu werden.
-
Jedes
Schneidelement kann einen im allgemeinen kreisförmigen Querschnitt aufweisen,
und es kann eine im wesentlichen geradlinige Schneidkante aufweisen,
die durch eine im wesentlichen flache Abschrägung in der Belagplatte und
dem Träger
gebildet wird, die zur Vorderfläche
der Belagplatte geneigt ist, während
sie sich von dort aus nach hinten erstreckt.
-
Bei
jeder beliebigen Anordnung entsprechend der Erfindung können die
Schneidwerkzeuge Schneidwerkzeuge von unterschiedlicher Größe und/oder
Form umfassen. Beispielsweise können
die Schneidwerkzeuge auf mindestens einem Flügel von einer unterschiedlichen
Größe und/oder
Form zu den Schneidwerkzeugen auf mindestens einem anderen Flügel sein.
Die Schneidwerkzeuge auf mindestens einem Flügel können ebenfalls aus dem Meißelkörper in
einem stärkeren
Umfang vorstehen als die Schneidwerkzeuge auf mindestens einem anderen Flügel.
-
Das
Folgende ist eine detailliertere Beschreibung der Ausführungen
der Erfindung als Beispiel, wobei man sich auf die beigefügten Zeichnungen
bezieht, die zeigen:
-
1 eine
zeichnerische perspektivische Darstellung eines Blattmeißels, der
die Erfindung einschließt;
-
2 eine
Stirnseitenansicht des Bohrmeißels
aus 1;
-
3 eine
Seitenansicht des Bohrmeißels aus 1;
-
4 eine
zeichnerische Schnittdarstellung durch eine Schneidkonstruktion
des in 1 bis 3 gezeigten Bohrmeißels;
-
5 und 6 gleiche
Darstellungen wie 2 von alternativen Formen des
Bohrmeißels,
von denen nur der Bohrmeißel
aus 6 die Erfindung einschließt.
-
Mit
Bezugnahme auf 1 bis 4 weist der
Blattmeißel
einen Meißelkörper 70 mit
einer Stirnfläche 71 auf
und ist mit einem kegelförmigen
Gewindestift 72 für
das Verbinden des Bohrmeißels
mit einem Bohrgestänge
in bekannter Weise ausgebildet. Die Stirnfläche 71 des Bohrmeißels ist
mit vier aufrechtstehenden Flügeln 73, 74 ausgebildet,
die sich von der mittleren Längsachse
der Drehung des Bohrmeißels
nach außen
weg erstrecken. Die inneren zwei Flügel 74 sind in der
Mitte des Meißels
verbunden, wohingegen die äußeren zwei
Flügel 73 breit getrennt
und mit entsprechenden Stoßeinrichtungen 75 verbunden
sind, die bei Verwendung mit den Wänden des zu bohrenden Bohrloches
in Eingriff kommen, um so den Bohrmeißel innerhalb des Bohrloches
zu stabilisieren. Jeder innere Flügel 74 ist mit zwei
beabstandeten Schneidwerkzeugen 76 und jeder äußere Flügel 73 mit
drei beabstandeten Schneidwerkzeugen 76 ausgebildet.
-
Jedes
Schneidwerkzeug 76 ist im allgemeinen zylindrisch und ist
ein Vorformschneidwerkzeug, das eine vordere Belagplatte 77 (siehe 4)
aus polykristallinem Diamant aufweist, die mit einem zylindrischen
Träger 78 aus
Wolframkarbidhartmetall verbunden ist. Der Träger wird in einer Innenaussparung
im entsprechenden Flügel 73 oder 74 aufgenommen
und gesichert.
-
Jedes
Schneidwerkzeug 76 wird mit einer geneigten Abschrägung 79 gebildet,
die zur Vorderfläche
der Belagplatte 77 geneigt ist, um so eine im allgemeinen
geradlinige Schneidkante 80 zu bilden.
-
Der
Zweck der geneigten Abschrägung 79 am
Schneidwerkzeug 76 ist die Begrenzung der Tiefe des Schnittes
der Schneidwerkzeuge. Dieses charakteristische Merkmal verringert
die Eindringgeschwindigkeit des Bohrmeißels und verringert daher die
Menge des Bohrkleins (Splitter oder Späne), die mit Bezugnahme auf
die Zeit und den Flüssigkeitsstrom
erzeugt wird. Das erleichtert daher das Entfernen des Bohrkleins,
während
es gebildet wird.
-
Die
Schneidwerkzeuge 76 sind in unterschiedlichen Abständen von
der Drehungsachse des Bohrmeißels
angeordnet, so daß,
während
sich der Meißel
dreht, die Schneidwerkzeuge dazwischen über die gesamte untere Fläche des
Bohrloches schwenken, um so ein im wesentlichen kontinuierliches
Schnittprofil zu definieren.
-
Auf
der Vorderseite eines jeden Flügels 73, 74 ist
in der Vorderfläche 71 des
Bohrmeißels
eine Düse 81 für das Zuführen von
Bohrflüssigkeit
zur Oberfläche
des Bohrmeißels
montiert. Wie gut bekannt ist, wird Bohrflüssigkeit unter Druck von der Oberfläche zum
Bohrloch durch das Bohrgestänge und
durch einen mittleren Durchgang im Meißelkörper und Nebendurchgänge zugeführt, die
zu den Düsen 81 führen. Der
Zweck der Bohrflüssigkeit
ist das Abkühlen
und Reinigen der Schneidwerkzeuge und das Zurückführen von Bohrklein oder Splittern
zur Oberfläche,
die durch die Schneidwerkzeuge aus der Formation entfernt werden.
Bohrflüssigkeit,
die aus den Düsen
austritt, fließt
normalerweise nach außen über die
Vorderfläche
des Meißelkörpers, um
so zur Oberfläche
durch den Kreisring zwischen dein Bohrgestänge und der umgebenden Formation
des Bohrloches zurückgeführt zu werden.
-
Bei
einer üblichen
Anordnung nach dem bisherigen Stand der Technik liegen die Schneidwerkzeuge
auf den Flügeln
in die Kanäle
hinein, die zwischen den Flügeln
definiert werden, wobei sich die Schneidwerkzeuge nach außen von
der Achse des Bohrmeißels
zu den Abfallschlitzen am Umfang erstrecken. Die Düsen sind
angeordnet und ausgerichtet, um das Fließen der Flüssigkeit nach außen längs dieser
Kanäle
zu bewirken, und um, wenn das erfolgt, über die Schneidwerkzeuge zu
waschen, um sie zu reinigen und abzukühlen. Entsprechend der vorliegenden
Erfindung wird jedoch eine Einrichtung für das Lenken des Flusses der
Bohrflüssigkeit
spezieller zu den einzelnen Schneidwerkzeugen bereitgestellt.
-
Wie
es am besten in 1 und in 4 zu sehen
ist, ist jede Düse 81 benachbart
den stromabwärts
gelegenen Enden der zwei oder drei Nuten 82 angeordnet,
die in der Vorderfläche
des dazugehörenden
Flügels 73 oder 74 ausgebildet
sind, und die ausgerichtet sind, um die Flüssigkeit von der Düse 81 zu
den entsprechenden Schneidwerkzeugen 76 auf dem Flügel zu lenken.
-
Wie
am besten in 4 zu sehen ist, wird die aus
der Düse 81 austretende
Flüssigkeit
längs einer jeden
der Nuten 82 gelenkt, wie durch die Pfeile 83 gezeigt
wird, um so auf ein Bohrklein 84 aufzutreffen, das aus
der Formation 85 durch das Schneidwerkzeug 76 gehoben
wird. Der Flüssigkeitsdruck
des Flüssigkeitsstrahles
dient dazu, das Bohrklein 84 in kleinere Splitter aufzubrechen,
so daß es
leichter von der Oberfläche
der Formation gelöst
und im Fluß der Bohrflüssigkeit
mitgerissen wird.
-
Die
Anordnung aus 1 bis 4 ist besonders
bei Bohrmeißeln
für das
Bohren von weichen und haftenden Formationen vorteilhaft, wie beispielsweise
plastischem Schiefer. Die Bereitstellung der Nuten 82 konzentriert
die Wasserkraft in der Bohrflüssigkeit,
die aus jeder Düse
austritt, direkt auf die einzelnen Schneidwerkzeuge. Die Nuten spalten den
Fluß von
jeder Düse
auf und bilden einzelne Flüssigkeitsstrahle,
die auf das Bohrklein der Formation auftreffen, das durch das Schneidwerkzeug
entfernt wird.
-
Obgleich
die Anordnung eine separate Nut 82 zur jedes Schneidwerkzeug
zeigt, sind Anordnungen möglich,
wo eine Nut zwei oder mehr dicht benachbarte Schneidwerkzeuge bedienen
kann, obgleich die beschriebene Anordnung bevorzugt wird. Obgleich
die in 1 bis 3 gezeigte Schneidwerkzeuganordnung
bevorzugt wird, kann die Anzahl und der Typ des Schneidwerkzeuges
bei jedem Flügel
variiert werden.
-
5 ist
eine zeichnerische Stirnseitendarstellung einer Form des Blattmeißels, die
nicht die Erfindung einschließt.
Der Bohrmeißel
weist einen Meißelkörper 100 mit
einer Stirnfläche 101 auf,
auf der drei aufrechtstehende Flügel 102 gebildet
werden, die in der Nähe
der Achse des Meißels
verbunden werden und sich nach außen weg von der mittleren Längsachse
erstrecken, um sich im Dickenbereich des Meißels mit entsprechenden Stoßeinrichtungen 103 zu
verbinden, die um die Dicke des Meißels beabstandet sind, um dazwischen
Abfallschlitze 104 zu definieren. Auf jedem Flügel sind
vier beabstandete Schneidwerkzeuge 105 montiert, die Vorformschneidwerkzeuge
der vorangehend bechriebenen Ausführung sein können. Wie
bei der vorhergehenden Anordnung sind die Schneidwerkzeuge 105 mit unterschiedlichen
Abständen
von der Drehungsachse des Meißels
angeordnet, so daß,
während
sich der Meißel
dreht, die Schneidwerkzeuge dazwischen über die gesamte untere Fläche des
Bohrloches schwenken, um so ein im wesentlichen kontinuierliches
Schnittprofil zu definieren.
-
In
der Vorderfläche 101 des
Meißelkörpers kann
eine Düse 106 für das Zuführen von
Flüssigkeit zu
den Schneidwerkzeugen auf dem dazugehörenden Flügel montiert werden. Um Flüssigkeit
von jeder Düse 106 zu
den dazugehörenden
Schneidwerkzeugen 105 zu lenken, kann die Vorderfläche eines
jeden Flügels 102 mit
einer Gruppe von Nuten für
das Lenken der Flüssigkeit
von einer einzelnen Düse
zu einer Vielzahl von Schneidwerkzeugen ausgebildet sein.
-
6 zeigt
eine abgewandelte und verbesserte Form der Flügelanordnung für einen
Blattmeißel,
die die Vorteile der Anordnung aus 5 liefert, während die
Nachteile eines derartigen Meißels
verringert oder eliminiert werden, wie er vorangehend beschrieben
wird.
-
In Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung ist die Vorderfläche 108 des Meißelkörpers 107 in 6 mit
sechs aufrechtstehenden Flügeln ausgebildet,
die drei primäre
Flügel 109 aufweisen, zwischen
denen peripher beabstandet drei sekundäre Flügel 110 vorhanden
sind, von denen ein jeder mit einem speziellen primären Flügel verbunden
ist. Jeder Flügel
trägt zwei
Schneidwerkzeuge 111, und eine Düse (nicht gezeigt) ist mit
jedem Flügel
verbunden, um Bohrflüssigkeit
zu den zwei Schneidwerkzeugen auf dem Flügel zu lenken, wobei eine Anordnung
von Nuten in der Vorderfläche
des Flügels
benutzt wird, um die Flüssigkeit
zu den Schneidwerkzeugen zu lenken, wie bei den vorangehend beschriebenen
Anordnungen.
-
Die
primären
Flügel 109 verbinden
sich mit Stoßeinrichtungen 112,
die mit den Wänden
des Bohrloches in Eingriff kommen und um den Dickenabschnitt des
Meißels
beabstandet sind, um zwischen sich Abfallschlitze 113 zu
definieren, durch die Bohrflüssigkeit
dem Kreisring zwischen dem Bohrgestänge und den Wänden des
Bohrloches zugeführt wird.
Jeder primäre
Flügel 109 erstreckt
sich über
nur einen kurzen Abstand nach innen von seiner dazugehörenden Stoßeinrichtung
in Richtung der Achse des Bohrmeißels.
-
Bei
dem in 6 gezeigten Bohrmeißel ist jeder sekundäre Flügel 110 mit
dem primären
Flügel verbunden,
der nach hinten davon mit Bezugnahme auf die normale Drehungsrichtung
des Bohrmeißels angeordnet
ist. Andere Anordnungen sind jedoch möglich, und der primäre Flügel könnte nach
vorn von seinem dazugehörenden
sekundären
Flügel
angeordnet werden oder tatsächlich
in irgendeiner anderen relativen peripheren Position auf der Fläche des
Bohrmeißels.
-
Jeder
sekundäre
Flügel
ist in einer radialen Position, die die radiale Position seines
dazugehörenden
primären
Flügels überdeclt,
und jedes Schneidwerkzeug auf dem sekundären Flügel ist näher zur Drehungsachse des Meißels angeordnet
als das entsprechende Schneidwerkzeug auf dem dazugehörenden primären Flügel. Jeder
sekundäre
Flügel endet
am äußeren Umfang
des Meißelkörpers 107 und
nach innen von den äußeren formationseingreifenden
Flächen
der Stoßeinrichtungen 112.
-
Daher
ist jeder primäre
Flügel 109 in
Kombination mit seinem dazugehörenden
sekundären
Flügel 110,
so weit wie es seinen Beitrag zum Schnittprofil betrifft, einem
der Flügel 102 der
Anordnung aus 5 äquivalent. Der Bohrmeißel aus 6 ist in
anderer Hinsicht ein sechsflügeliger
Meißel,
der Vorteile hinsichtlich der Stabilität und des Fehlens einer Schwingung
liefert. Ebenfalls, da die sekundären Flügel sowohl peripher als auch
radial mit Bezugnahme auf ihre dazugehörenden primären Flügel verschoben werden, kann
Bohrflüssigkeit
leichter über die
und zwischen den Flügeln
in der peripheren Richtung fließen,
wodurch das Reinigen und Abkühlen der
Schneidwerkzeuge verbessert wird. In der Anordnung in 5 wird
das Bohrklein, das von jedem der Flügel 102 abgelenkt
wird, dazu neigen, durch den gleichen Bereich des damit verbundenen
Abfallschlitzes 104 hindurchzugehen. In der Anordnung in 6,
da die primären
und sekundären
Flügel
peripher beabstandet sind, wird das Bohrklein, das von jenen Flügeln abgelenkt
wird, durch unterschiedliche Bereiche des damit verbundenen Abfallschlitzes 113 hindurchgehen,
wodurch wiederum das Entfernen des Bohrkleins vom Meißel verbessert
wird.
-
Gleiche
Bemerkungen betreffen die Flügelanordnung
des in 1 bis 3 gezeigten Bohrmeißels, wobei
die äußeren Flügel 73 primäre Flügel und die
inneren Flügel 74 sekundäre Flügel sind,
so daß der
vierflügelige
Meißel
in bestimmter Hinsicht einem zweiflügeligen Meißel äugivalent ist, wo sich jeder Flügel kontinuierlich
von einer Stoßeinrichtung 75 nach
innen in Richtung der Drehungsachse des Meißels erstreckt.
-
In
den vorangehend beschriebenen Anordnungen sind alle Schneidwerkzeuge
auf allen Flügeln von
gleichem Typ, gleicher Größe und Form.
Es sind jedoch Anordnungen möglich,
wo die Schneidwerkzeuge hinsichtlich Größe, Typ und/oder Form variieren.
Daher können
kreisförmige
Schneidwerkzeuge, wie in 6 gezeigt wird, mit teilkreisförmigen abgeschrägten Schneidwerkzeugen
der Ausführung
kombiniert werden, die in der Anordnung in 1 bis 3 zur
Anwendung kommt. Es können
ebenfalls Schneidwerkzeuge von unterschiedlichem Durchmesser eingesetzt
werden. Schneidwerkzeuge von unterschiedlichen Formen, anders als
kreisförmig oder
teilkreisförmig,
können
ebenfalls eingesetzt werden. Es können ebenfalls Schneidwerkzeuge
in der Erfindung eingesetzt werden, die nicht Vorformschneidwerkzeuge
der Ausführung
sind, die mit Bezugnahme auf 1 bis 6 beschrieben
wird.
-
Beispielsweise
können
bestimmte Schneidwerkzeuge von der bekannten Ausführung sein,
die Teilchen oder kleine Körper
aus natürlichem
oder synthetischem Diamant aufweist, die in den Körpern aus
weniger hartem Material imprägniert
sind, wie beispielsweise Wolframkarbid.
-
Bohrmeißel entsprechend
der Erfindung können
Schneidwerkzeuge eines unterschiedlichen Typs, einer unterschiedlichen
Größe und/oder
Form auf verschiedenen Flügeln
aufweisen. Beispielsweise können
die Schneidwerkzeuge auf den primären Flügeln von einem Typ, einer Größe oder
Form sein, wobei die Schneidwerkzeuge auf den sekundären Flügeln von
einem anderen Typ, einer anderen Größe oder Form sind.
-
Bei
den Anordnungen entsprechend der Erfindung können ebenfalls einige der Schneidwerkzeuge
in einem stärkeren
Maß aus
dem Meißelkörper herausragen
als andere Schneidwerkzeuge. Das heißt, einige der Schneidwerkzeuge
können
niedriger als andere eingesetzt werden, so daß ihre Schneidkanten nach innen
von dem Schnittprofil liegen, das durch die Schneidkanten der anderen Schneidwerkzeuge
definiert wird. Beispielsweise können
die Schneidwerkzeuge auf den primären Flügeln in einem stärkeren Maß aus dem
Meißelkörper herausragen
als die Schneidwerkzeuge auf den sekundären Flügeln.