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Die
Erfindung bezieht sich auf die Verarbeitung von Telekommunikationsdienstdaten
in einem Telekommunikationsnetz, insbesondere in einem intelligenten
Netz.
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Zum
leichteren Verständnis
der folgenden Beschreibung werden zuerst einige nachstehend verwendete
Ausdrücke
definiert. Ein Kunde und ein Teilnehmer bezeichnen eine Person oder
eine Gemeinschaft, die einen (intelligenten Netz)-Dienst kauft und
ihn verwendet. Ein Dienstanbieter oder Benutzer bezeichnet eine
Person oder eine Gemeinschaft, die den Dienst entsprechend den Anforderungen
des Kunden oder des Teilnehmers erzeugt. Ein Betreiber bezeichnet
eine Person oder eine Gemeinschaft, die ein Telekommunikationsnetz
betreibt. Ein Hersteller bezeichnet eine Person oder eine Gemeinschaft,
die die Hardware und Software herstellt, mittels der der Betreiber
oder der Dienstanbieter den (intelligenten Netz)-Dienst erzeugt.
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In
Telekommunikationsnetzes bezieht sich Intelligenz auf die Fähigkeit,
auf gespeicherte Daten zuzugreifen, sie zu verarbeiten und auf deren
Grundlage Entscheidungen zu treffen. Gegenwärtige Telekommunikationsnetze,
wie das öffentliche
Telefonnetz (PSTN) sind bis zu einem gewissen Grad intelligent,
da sie gespeicherte Daten beispielsweise in Verbindung mit dem Leiten
eines Rufs verarbeiten können.
Eine typische „intelligente" Einrichtung oder ein
intelligenter Dienst in den gegenwärtigen Telekommunikationsnetzen
ist eine bedingte Rufweiterleitung, die eine Analyse des Rufzustands
und das Weiterleiten des Rufs entsprechend dem gespeicherten Dienstprofil
der Rufweiterleitung erfordert. In Abhängigkeit vom Telekommunikationssystem
sind diese Einrichtungen und mit diesen verbundene Teilnehmerdienstprofile
in verschiedenen Netzelementen, wie Teilnehmerdatenbanken in Mobilkommunikationsnetzen
enthalten.
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Allerdings
sind intelligente Einrichtungen dieses Typs ein integrierter Teil
des Primärnetzes,
weshalb die Änderung
der Einrichtung oder die Erhöhung ihrer
Anzahl beispielsweise eine Softwareaktualisierung in jeder Netzvermittlungsstelle
erfordert. Dies ist der Grund für
die Entwicklung eines intelligenten Netzes (IN). Das intelligente
Netz ist eine mit dem Primärnetz
verbundene Netzarchitektur, die eine schnellere, einfachere und
flexiblere Dienstimplementierung und Dienststeuerung ermöglicht.
Dies wird durch Übertragung
der Dienststeuerung von der Telefonvermittlungsstelle auf eine separate
Funktionseinheit des intelligenten Netzes durchgeführt. Die Dienste
werden somit vom primären
Netzbetrieb unabhängig,
und die primäre
Netzstruktur und Software müssen
nicht verändert
werden, wenn Dienste verändert
oder hinzugefügt
werden. Zusätzlich
zum tatsächlichen
Netzbetreiber kann ein intelligentes Netz mehrere Dienstbereitsteller
bzw. Dienstanbieter umfassen.
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Die
intelligente Netzarchitektur kann bei den meisten Telekommunikationsnetzen
angewendet werden, wie bei öffentlichen
Telefonnetzen (PSTN), paketvermittelten öffentlichen Datennetzen (PSPDN) und
Digitalnetzen mit integrierten Diensten (ISDN) und Breitband-ISDN
(B-ISDN). Unabhängig
von der Netztechnologie soll die intelligente Netzarchitektur die
Erzeugung, Steuerung und Verwaltung neuer Teledienste ermöglichen.
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In
Festnetzen ist die intelligente Netzstandardisierung in den vergangenen
Jahren stark voran geschritten. Beispielsweise sind CCITT Q.1290
und prETS 300 374-1, Intelligent Network Capability Set 1 (CS1)
auf intelligente Netze bezogene Spezifikationen. Diese Standards
definieren ein bestimmtes funktionelles und hierarchisches Modell
für das
intelligente Netz. 1 veranschaulicht das Prinzip
des intelligenten Netzes und einiger seiner Komponenten. Das intelligente
Netz umfasst auch weitere funktionelle oder physikalische Einheiten,
die aber für
die vorliegende Erfindung nicht relevant sind.
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Im
intelligenten Netzmodell ist die Dienststeuerung von der Vermittlungsstelle
des primären Netzes
(SW) auf einen Dienststeuerpunkt (SCP) im intelligenten Netz übertragen.
Der SCP umfasst die erforderliche Datenbank und Dienstlogikprogramme (SLP),
das heißt,
die Software zur Bereitstellung der logischen Struktur eines bestimmten
Dienstes (Dienstlogik). Ein Dienstvermittlungspunkt (SSP) ist eine
Vermittlungsstelle, beispielsweise eine primäre Netzvermittlungsstelle (SW),
die die Dienstvermittlungsfunktion (SSF) erfüllt, das heißt, die
Identifizierung des intelligenten Netzdienstes und das Auslösen einer
Interaktion mit dem Dienststeuerpunkt (SCP). 1 zeigt
auch die Teilnehmereinrichtung (SE) des primären Netzes.
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Nachstehend
sind die Funktionen hinsichtlich der intelligenten Netzdienstverwaltung
beschrieben.
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Ein
Dienstdatenpunkt (SDP) umfasst Kunden- und Netzdaten, die während der
Durchführung eines
Dienstes verwendet werden. Funktionsgemäß umfasst der SDP eine Dienstdatenfunktion
(SDF). Sie umfasst von den Dienstlogikprogrammen zum Bereitstellen
individueller Dienste verwendete Daten. Der SCP oder SMP/SMS hat
einen direkten Zugang zum SDP.
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Der
Dienstverwaltungspunkt (SMP) oder das Dienstverwaltungssystem (SMS)
führen
eine Dienstverwaltungssteuerung, Dienstbereitstellungssteuerung
und Dienstentwicklungssteuerung durch. Beispiele seiner Funktionen
sind eine Datenbankverwaltung, ein Netztest, eine Netzverkehrsverwaltung
und Netzdatensammlung. Funktionsgemäß umfasst der SMP eine Dienstverwaltungsfunktion
(SMF) und optional eine Dienstverwaltungszugangsfunktion (SMAF)
und eine Diensterzeugungsumgebungsfunktion (SCEF).
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Die
Diensterzeugungsumgebung (SCEP) wird zum Definieren, Entwickeln
und Testen eines intelligenten Netzdienstes und für dessen
Eingabe in den SMP verwendet. Funktionsgemäß umfasst sie eine Diensterzeugungsumgebungsfunktion
(SCEF). Die SCEP kann direkt mit dem SMP interagieren.
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Der
Dienstverwaltungszugangspunkt (SMAP) stellt einigen ausgewählten Benutzern,
wie Dienstverwaltern und Kunden eine Verbindung zum SMP bereit.
Funktionsgemäß umfasst
der SMAP eine Dienstverwaltungszugangsfunktion (SMAF). Der SMAP
interagiert direkt mit dem SMP.
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Teilnehmerdienstdaten
intelligenter Netze wurden bisher über die Kundendatensystem des
Betreibers oder über
den SMAP oder durch Endeinrichtungen oder Arbeitsplatzstationen
verwaltet, die direkt mit dem SMP oder dem SMS des intelligenten Netzes
verbunden sind, wie Arbeitsplatzstationen WS1 und WS2 in 1.
Die Internationalen PCT Anmeldungen WO9211724, WO9325035 und WO9405111
zeigen Beispiele dieser Art von Implementierung.
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Mit
dem Anstieg der Verwendung von intelligenten Netzdiensten ist auch
das Erfordernis zum häufigen
Aktualisieren von dienstbezogenen Daten gestiegen. Dies hat zu einer
wachsenden Belastung des Betreiberpersonals und von Kundenbetreuungssystemen
geführt,
wenn herkömmliche
Lösungen verwendet
werden. Das Erfordernis ist daher gestiegen, externen Benutzern,
wie Teilnehmern und Dienstanbietern die selbstständige Aktualisierung ihrer
Dienstdaten zu ermöglichen.
Herkömmliche
Lösungen
sind allerdings hauptsächlich
aufgrund der Sicherheit, Kapazität
und Personal dafür
ungeeignet.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Benutzer und Kunden mit
der Fähigkeit
zur Eingabe, Betrachtung und Aktualisierung ihrer dienstbezogenen
Daten auf sichere und gesteuerte Art und Weise auszustatten.
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Eine
weitere Aufgabe der Erfindung ist die Ausstattung der Betreiber
in einem Verwaltungszugangssystem mit einer offenen Schnittstelle,
die das flexible Hinzufügen
verschiedener Dienstverwaltungs- und Abrechnungssystemen ermöglicht.
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Dies
wird durch ein System zur Verarbeitung von Dienstdaten in Telekommunikationsdienste
des Telekommunikationsnetzes verwaltenden Netzelementen erreicht.
Das System ist dadurch gekennzeichnet, dass das System mit einem
oder mehreren die Telekommunikationsdienste verwaltenden Netzelementen
verbunden ist, und das System eine offene Protokollschnittstelle
zu einem öffentlichen
Datennetz umfasst, über
das die Kunden und Dienstanbieter auf ihre Dienstdaten im Telekommunikationsnetz wahlweise
zugreifen können.
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Die
Erfindung stellt ein von den tatsächlichen, die Telekommunikationsdienste
verwaltenden Netzelementen separates Zugangssystem bereit, das die
Kunden und Dienstanbieter mit einer offenen Schnittstelle zu diesen
Netzelementen über
ein öffentliches
Datennetz versorgt. Gesteuert durch das Zugangssystem der Erfindung
können
sie auf ihre Dienstdaten über
diese offene Schnittstelle in die Daten verwaltenden Netzelementen
zugreifen. Das Zugangssystem der Erfindung und eine für die Verwendung
offene Schnittstelle geben den Kunden und Dienstanbietern die Gelegenheit,
auf ihre Dienstdaten zuzugreifen und sie auf einem üblichen
Computer und über
ein öffentliches
Datennetz zu verarbeiten. Spezielle, in herkömmlichen Lösungen verwendete Endgeräte können so
vermieden werden, und die Selbstbedienungsfunktion einer Dienstdatenmodifikation
und Aktualisierung kann derart erweitert werden, dass sie bei einer
beinahe unbegrenzten Anzahl von Kunden oder Dienstanbietern angewendet
werden kann. Allerdings besteht das erfindungsgemäße Zugangssystem
immer zwischen dem Kunden und dem die Dienstdaten verwaltenden tatsächlichen Netz;
es ist unmöglich,
eine direkte und unkontrollierte Verbindung zu errichten. Das Zugangssystem steuert
den Zugang zu den tatsächlichen
Netzelementen beispielsweise mittels einer Authentisierung des einen
Zugang anfordernden Teilnehmers, indem verifiziert wird, ob der
anfordernde Teilnehmer mit den Daten assoziiert ist, die er manipulieren
möchte, und/oder
indem verifiziert wird, zu welchen Verarbeitungsoperationen der
anfordernde Teilnehmer berechtigt ist. Eine typische Implementierung
ist die, dass ein Betreiber Zugang zu allen Daten hat, ein Dienstanbieter
Zugang zu den Daten seiner Kunden hat, und schließlich ein
Kunde lediglich Zugang zu seinen eigenen Daten hat. Viele andere
Lösungen können zusätzlich oder
alternativ zur Garantie der Sicherheit verwendet werden.
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Bei
einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der
Erfindung ist eine Benutzerschnittstelle mittels eines WWW-Verfahrens
in einem WWW-Server implementiert, der den Kunden und Dienstanbietern
Zugang zu ihren Dienstdaten mittels eines üblichen WWW-Browsers bereitstellt.
Diese Schnittstelle ist die bevorzugte Wahl, wenn große Mengen
an Daten, wie Nummerierungspläne
und Routinglisten aktualisiert werden.
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Bei
einem anderen Ausführungsbeispiel
der Erfindung umfasst das Zugangssystem ferner eine interaktive
Sprachausgabevorrichtung, die mit der Vermittlungsstelle des Telekommunikationsnetzes verbunden
ist, um eine Schnittstelle für
die Kunden bereitzustellen, über
die sie auf ihre Dienstdaten im Telekommunikationsnetz mittels eines
festen oder mobilen Teilnehmerendgeräts zugreifen können. Die Sprachausgabevorrichtung
kann beispielsweise sprachgeführte
Menüs für einen
Kunden bereitstellen, auf die der Kunde durch Frequenzwahlantworten antworten
soll, die von einer Teilnehmerendgerättastatur erzeugt werden. Die
Sprachausgabevorrichtung kann daraufhin die Frequenzwahlantwort
des Kunden empfangen und die Antwort in der gewünschten Form zu zumindest einem
der Telekommunikationsdienste verwaltenden Netzelemente leiten.
Diese Schnittstelle wird zum Aktualisieren einer begrenzten Datenmenge
bevorzugt, wie wenn Dienstmerkmale aktiviert/deaktiviert werden,
oder wenn eine Auswahl zwischen Abschirmlisten und Routingalternativen
getroffen wird, usw.
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Bei
dem bevorzugten Ausführungsbeispiel der
Erfindung umfasst das Zugangssystem ferner eine generische Schnittstelle
auf hohem Niveau zwischen den Zugangssystemanwendungen und den die
Telekommunikationsdienste verwaltenden Netzelementen und optional
zwischen Kundenbetreuungs- und Abrechnungssystemen der Betreiber.
Diese Schnittstelle wird hier auch als Dienstverwaltungsschnittstelle
(SMI) bezeichnet. Gemäß der Erfindung kann
diese SMI von einer WWW-Anwendung in einem WWW-Server und einer
interaktiven Sprachausgabeanwendung in einer interaktiven Sprachausgabeeinheit
zum Bereitstellen eines Zugangs zu der SMP-Datenbank oder einem
entsprechenden Element verwendet werden. Bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel
der Erfindung ist die Datentransferarchitektur über die SMI eine verteilte
Kunden/Server-Lösung
beruhend auf einer gemeinsamen Objektanforderungs-Brokerarchitektur
(CORBA). Diese Architektur ermöglicht
den Anwendungen, miteinander unabhängig davon zu kommunizieren,
wo sie sich befinden und wer sie entwickelt hat. Diese Architektur bietet
eine grobe Basis für
offene, verteilte Umgebungen, die auf Standards beruhen und wachsen
können,
wenn Betreiberanforderungen steigen.
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Die
Erfindung ermöglicht
eine Dienstdatenmodifikation auf Selbstbedienungsbasis, was die
Belastung von Betreiberpersonal und Kundenbetreuungssystemen vermindert.
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Ein
Vorteil der Erfindung besteht darin, dass die Dienstdaten verwaltenden
Netzelemente eine minimale Anzahl von Änderungen erfordern, wenn ein neuer
Dienst im Netz eingeführt
wird, da dienstbezogene Daten über
das Zugangssystem der Erfindung eingegeben und aktualisiert werden
können.
Die Erfindung wird nachstehend anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele
unter Bezugnahme auf die beiliegende Zeichnung näher beschrieben. Es zeigen:
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1 ein
Blockschaltbild der intelligenten Netzarchitektur,
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2 das
Grundprinzip des erfindungsgemäßen Zugangssystems,
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3 das
Zugangssystem gemäß dem bevorzugten
Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
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Prinzipiell
kann die Erfindung bei einem beliebigen Telekommunikationssystem
angewendet werden, wann immer externe Benutzer, wie Diensterzeuger,
Dienstteilnehmer und Dienstbenutzer mit einem Zugang zu ihren eigenen
Dienstdaten in einem Telekommunikationssystem versehen werden sollen. Das
typischste Ausführungsbeispiel
der Erfindung ist mit dem Dienstverwaltungspunkt (SMP), das heißt, einem
Dienstverwaltungssystem (SMS) eines intelligenten Netzes verbunden.
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Alternativ
oder gleichzeitig kann ein Zugang auch zu Dienstdaten anderer Telekommunikationssystem
verwaltenden Netzelementen bereitgestellt werden, wie den Teilnehmerregistern
mobiler Netze.
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2 zeigt
die Architektur des erfindungsgemäßen Zugangssystems, das im
Folgenden als Dienstverwaltungszugangspunkt (SMAP) bezeichnet wird,
in Verbindung mit einem intelligenten Netz. Gemäß der grundlegenden Idee der
Erfindung bietet der SMAP Dienstbereitstellern oder Kunden 21 Zugang zu
ihren Dienstdaten des Dienstverwaltungspunkts (SMP) über ein öffentliches
Telefonnetz, wie PSTN oder ISDN, ein zellulares Funknetz (wie GSM)
oder ein öffentliches
Datennetz (X.25, das Internet) 22 und eine offene Schnittstelle.
Ferner können
die Dienstdaten der Kundenbetreuung und Abrechnung (CCB) und die
Dienstdaten des Dienststeuerpunktes (SCP) über die interne Dienstverwaltungsschnittstelle
(SMI) des Zugangssystems weiter verarbeitet werden. Des Weiteren
kann der SMAP Zugang zu einem Netzelement eines anderen Telekommunikationsnetzes
bereitstellen, wie der Heimatdatei (HLR), die Telekommunikationsdienst-bezogene
Daten umfasst. Die gestrichelte Linie in 2 stellt
die Grenze zwischen der Ausrüstung
des intelligenten Netzbetreibers und der Außenwelt dar.
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Das
System in 2 kann beispielsweise auf folgende
Art und Weise verwendet werden. Zuerst werden ein neuer Teilnehmer
und die Dienste, an denen er teilnehmen möchte, dem CCB-System zugeführt. Dies
kann durch den Computer 21 des Dienstbereitstellers über ein öffentliches
(Daten-) Netz 22 und das SMAP-Zugangssystem der Erfindung
und die Dienstverwaltungsschnittstelle (SMI) durchgeführt werden.
Dies kann auch lokal über
eine Arbeitsplatzstation oder dergleichen in Verbindung mit dem
CCB durchgeführt
werden. Die Teilnehmerinformationen müssen dem Abrechnungssystem (CCB)
zugeführt
werden, um die Dienste später
in Rechnung stellen zu können.
Das CCB extrahiert die Benutzer und Dienstidentifikationsinformationen
und verwendet diese Informationen zum Registrieren des Teilnehmers
und der Teilnahmen im Dienstverwaltungspunkt (SMP). Der Teilnehmer,
das heißt,
der Kunde, kann nun seine eigenen dienstbezogenen Daten über den
SMAP der Erfindung unter Verwendung eines Personalcomputers (PC)
oder eines Teilnehmerendgeräts
eines festen Telefonnetzes oder mobilen Netzes eingeben. Der Teilnehmer
kann auch das Endgerät
eines festen oder mobilen Netzes beispielsweise zum Aktivieren von
Diensten oder zur Auswahl zwischen einigen Alternativen verwenden.
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3 zeigt
die SMAP-Netzarchitektur der Erfindung in mehr Einzelheiten und
zeigt auch einige SMAP-Netzelemente und ihre Verbindungen. Dieses bevorzugte
Ausführungsbeispiel
der Erfindung ist hier als an ein intelligentes Netz und das GSM-Mobilsystem
angepasst gezeigt.
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In 3 sind
die SMAP-Netzelemente folgende. Ein LAN-Zugangsserver 30 ist ein üblicher LAN-Server,
der Zugang von einem öffentlichen
Datennetz (wie X.25) zu dem lokalen Netz LAN 31 des Betreibers
bereitstellt.
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Der
SMAP-WWW-Server ist ein mit einem LAN 31 verbundenes Netzelement,
wobei das Element auf einer WWW-Serveranwendung
läuft,
die dem Benutzer Zugang zu Dienstdaten über eine graphische Benutzerschnittstelle
unter Verwendung eines üblichen
WWW-Browsers bereitstellt. Die SMAP-WWW-Anwendung umfasst eine HTML-basierte
Schnittstelle, die eine Interaktion über einen WWW-Server 32 und
die SMI hinsichtlich auf dem SMP oder einem anderen Netzelement
gespeicherter Dienstdaten ermöglicht.
Diese Benutzerschnittstelle ist die bevorzugte Wahl, wenn große Datenmengen,
wie Abschirmlisten, Nummerierungspläne und zeitabhängige Routinglisten
aktualisiert werden. Der Server 32 kann beispielsweise
ein UNIX-Server von Hewlett-Packard der Serie 9000 sein.
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Im
LAN-Netz 31 gibt es vorzugsweise einen Abschirm-Router 33 zwischen
dem Zugangsserver 30 und dem WWW-Server 32. Der
Zweck dieses Routers 33 besteht darin, dass kein Nicht-HTTP-Verkehr Zugang
zu dem WWW-Server 32 erhält. Der Vorteil dabei ist,
dass das SMAP-System beispielsweise lediglich durch HTTP-Verkehr
unter Verwendung eines WWW-Browsers
attackiert werden kann (beispielsweise durch einen nichtautorisierten
Zugriff). Jeglicher Verkehr anderen Typs ist zum Einbrechen in das
System ungeeignet.
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Obwohl
die WWW-Technologie in der in 3 gezeigten
SMAP-Architektur
verwendet wird, heißt
das nicht, dass die Verbindung des SMAP zum Internet selbst zwingend
ist. Aus Sicherheitsgründen kann
der Betreiber einen Intranetansatz bevorzugen, wobei der SMAP mit
dem betreibereigenen Intranet verbunden werden kann.
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Der
Zugangsserver 30 kann im LAN-Netz des Betreibers bereits
vorhanden sein. Alternativ dazu kann der Zugangsserver 30 als
Teil eines vorhandenen Netzelementes implementiert werden. Beispielsweise
kann der Nokia Datacommunications Server (DaCS), der in der Nokia
Mobilvermittlungsstelle DX200 MSC integriert werden kann, als Server 30 arbeiten.
Ferner gibt es viele Produkte von anderen Herstellern, die für feste
und zellulare Netze erhältlich
sind.
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Im
LAN-Netz 31 zwischen dem SMP/SMS und dem WWW-Server 32 befindet
sich ein Zugangsschutzsystem 37, das einen nichtautorisierten
Zugriff auf SMP-Daten verhindert. Das Zugangsschutzsystem 37 kann
beispielsweise durch einen DEC Alpha UNIX-Server implementiert werden.
Das Zugangsschutzsystem 37 bietet die höchste Sicherheitsstufe. Es
kann derart konfiguriert werden, dass lediglich anwendungsspezifischer
Verkehr erlaubt ist. Es leitet Verkehr zwischen einem öffentlichen
und einem privaten Netz derart, dass lediglich zuverlässiger Verkehr
in das private lokale Netz eintreten kann. Das Zugangsschutzsystem 37 ändert die
IP-Adressen der Datenkommunikationspakete derart, dass die Hosts und
Kunden keine Kenntnis von der wahren Quellenadresse eines Pakets
haben. Zur Erfassung eines versuchten Einbruchs kann das Zugangsschutzsystem
auch jeden Zugangsversuch zum SMP protokollieren.
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Eine
interaktive Sprachausgabeeinheit (IVR) 34 erzeugt eine
interaktive Sprachausgabeschnittstelle, die dem Benutzer das Interagieren
mit dem SMAP-System mittels Sprachaufforderungen und Frequenzwahl
(DTMF) -antworten ermöglicht.
Wie in 3 gezeigt, ist die interaktive Sprachausgabeeinheit
mit einer GSM-Mobilvermittlungsstelle (MSC) über eine ISUP-Schnittstelle
durch ein Signalisierungssystem 7 (SS7) verbunden. Die
SMAP-Architektur
ist sowohl für
feste als auch für
mobile Netze entwickelt. Die MSC kann auch durch eine Festnetzvermittlungsstelle
ersetzt werden. Ein SMAP-Benutzer
kann eine Endeinrichtung eines Festnetzes, wie eine PSTN-Endeinrichtung 35,
oder eine Mobilstation, wie eine GSM-Endeinrichtung 36 verwenden,
um eine Verbindung mit der interaktiven Sprachausgabeeinheit 34 aufzubauen.
Dies wird derart durchgeführt, dass
beispielsweise die Endeinrichtung 35 oder 36 eine
bestimmte Verzeichnisnummer ruft, die den Ruf zu der Mobilvermittlungsstelle
(MSC) leitet, die wiederum die rufbezogene Signalisierung zu der
interaktiven Sprachausgabeeinheit 34 schaltet. Ist der
Ruf zu der interaktiven Sprachausgabeeinheit 34 geschaltet,
führt sie
den Benutzer durch Sprachaufforderungen, die beispielsweise in der
Form eines Menüs
erscheinen, wodurch der Benutzer die gewünschte Auswahl durch die Verwendung
der Tasten der Endeinrichtung 35 oder 36 beim
Durchführen
geeigneter DTMF-Antworten treffen kann. Die interaktive Sprachausgabeeinheit 34 empfängt und
erfasst die DTMF-Antwort
und wandelt sie in eine von der SMI verstandene Form um. Diese Benutzerschnittstelle
kann bei der Aktualisierung einer begrenzten Datenmenge verwendet
werden, beispielsweise wenn Dienstmerkmale aktiviert oder deaktiviert
werden, eine Wahl zwischen Abschirmlisten oder Routingalternativen
getroffen wird, usw.
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Die
Datenübertragungsarchitektur
zwischen der interaktiven Sprachausgabeeinheit 34 und dem WWW-Server 32 und
dem SMP/SMS ist eine verteilte Kunden/Server-Lösung beruhend auf einer gemeinsamen
Objektanforderungs-Brokerarchitektur (CORBR). CORBA ist eine die
Objektverwaltungsgruppe definierende Architektur. Einfach ausgedrückt ermöglicht CORBA
die Kommunikation von Anwendungen untereinander unabhängig davon,
wo sie sich befinden, oder wer sie entwickelt hat. Diese Architektur
liefert eine grobe Basis für
offene, verteilte Umgebungen beruhend auf Standards, die mit dem Anstieg
der Anforderungen des Betreibers wachsen können.
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Der
Eckstein der SMAP-Architektur des bevorzugten Ausführungsbeispiels
der Erfindung ist die Dienstverwaltungsschnittstelle (SMI). Die
SMI ist eine generische Schnittstelle auf hoher Ebene, die externen
Anwendungen, wie dem CCB-System, Zugang zu der SMP-Datenbank bereitstellt.
Die kommerziell erhältlichen
Nokia IN/SMS-Produkte umfassen die Dienstverwaltungsschnittstelle.
Hier wird diese SMI durch die WWW-Anwendung im WWW-Server 32 und
die IVR-Anwendung in der interaktiven Sprachausgabeeinheit 34 und
das Kundenbetreuungs- und Abrechnungssystem (CCB) zum Erhalten eines
Zugangs zu der SMP-Datenbank verwendet.
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Der
graphische Benutzerschnittstellenabschnitt (die WWW-Anwendung) der SMAP-Architektur
ist unter Verwendung einer üblichen
WWW-Technik im Server 32 implementiert. Ein Benutzer kann
so auf seine Daten auf dem SMP unter Verwendung eines üblichen
WWW-Browsers auf seinem Personalcomputer (PC) zugreifen. Die graphische
Benutzerschnittstelle besteht aus einem Satz von WWW-Seiten, die im HTML-Quellenformat
bereitgestellt sind. Dadurch erhält
der Betreiber eine Flexibilität
bei der Einführung
der Eingabe/Ausgabeformulare unter Verwendung einer Standard-HTML-Sprache.
Der Betreiber kann beispielsweise die Bilder und Textteile auf den
Seiten hinzufügen
und modifizieren. Der Betreiber kann auch auswählen, welche Informationen dem
Benutzer gezeigt werden, und auf die intelligenten Netzteilnehmerdaten
bezogene Datenfelder entfernen und hinzufügen. Der Server 32 kommuniziert mit
dem SMP/SMS über
die SMI unter Verwendung einer Objektanforderungsbroker- (ORB) Kundenanwendung.
Der SMP/SMS kommuniziert über
die SMI unter Verwendung einer ORB-Serveranwendung.
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Gleichermaßen kommuniziert
die interaktive Sprachausgabeeinheit 34 mit dem SMP/SMS über die
SMI unter Verwendung einer ORB-Kundenanwendung.
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Das
zwischen den verschiedenen Komponenten der SMRP-Architektur der Erfindung verwendete
Telekommunikationsprotokoll ist vorzugsweise TCP/IP.
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Können externe
Benutzer Zugang zu ihren Dienst- und Teilnehmerdaten in einem intelligenten Netz
erhalten, muss den Sicherheitsaspekten des Systems eine spezielle
Aufmerksamkeit geschenkt werden. Bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel der
Erfindung gemäß 3 ist
die erste Sicherheitsstufe durch die Art und Weise vorgesehen, wie
Daten gespeichert werden, und wie auf sie zugegriffen wird. Kritische
Daten im System (d. h., die Dienst- und Teilnehmerdatenbank) ist
vollständig
im Dienstverwaltungspunkt (SMP) des intelligenten Netzes platziert. Die
Daten sind nicht in einem anderen SMAP-Architekturelement repliziert. Kein
externer Benutzer kann direkten Zugriff auf den SMP erhalten. Stattdessen wird
auf den SMP über
einen Zwischenserver zugegriffen, entweder einen WWW-Server 32 oder
den IVR-Server 34.
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Die
nächste
Sicherheitsstufe wird durch bestimmte Sicherheitselemente bereitgestellt,
wie den Abschirmrouter 33 und das Zugangsschutzsystem 37.
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Der
WWW-Server 32 und die interaktive Sprachausgabeeinheit 34 führen vorzugsweise
auch eine Benutzerauthentisierung beruhend auf der Überprüfung der
Benutzer-ID eines Passworts und einer Zugangsautorisierung durch.
Die interaktive Sprachausgabeeinheit 34 kann die Authentisierung auch
beruhend auf einer Rufleitungs-ID oder einer MSISDN-Nummer unterstützen.
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Ferner
kann eine Verschlüsselung
zwischen dem WWW-Browser an der Benutzereinrichtung und dem WWW-Server 32 angewendet
werden.
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Außerdem kann
eine anwendungsbasierte Sicherheitskontrolle an der SMI verwendet
werden. Jede Anforderung, die entweder vom WWW-Server 32 oder
von der interaktiven Sprachausgabeeinheit 34 zugeführt wird,
wird im SMP/SMS durch den ORB-Server überprüft. So wird sichergestellt,
dass der Benutzer zur Durchführung
der Operation autorisiert ist. Die Operation wird vorzugsweise auf
zweierlei Arten überprüft: jedes
Benutzerprofil umfasst eine Definition der für Benutzer dieses bestimmten
Profils erlaubten Operationen. Das andere Überprüfungsverfahren stellt sicher,
dass der Benutzer mit den Daten assoziiert ist, die er zu manipulieren
versucht. Typischerweise sollte ein Teilnehmer Zugang zu den auf
diesen bestimmten Teilnehmer bezogenen Dienstdaten erhalten, jedoch
kann er beispielsweise Dienstdaten von jemand anderem nicht modifizieren.
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Gemäß 3 ist
der SMAP der Erfindung auch mit der Teilnehmerdatenbank eines mobilen Netzes
verbunden, in diesem Fall einer Heimatdatei (HLR). Wird die vorstehende
CORBA-Architektur angewendet, umfasst die HLR eine ORB-Serveranwendung,
mit der der ORB-Kunde des WWW-Servers 32 oder der interaktiven
Sprachausgabeeinheit 34 über die SMI kommuniziert. Teilnehmerdaten,
die in der HLR über
den SMAP durch die Benutzer verarbeitet werden können, sind beispielsweise übliche GSM-Netzdienstdaten.
Die zu verarbeitenden Daten können
auch einen intelligenten Netzdienstauslöser umfassen, der in der HLR
teilnehmerspezifisch gehalten wird. Der Auslöser und seine Verwendung sind in
der PCT/FI95/00601 beschrieben.
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Auf ähnliche
Weise wie vorstehend in Verbindung mit der HLR beschrieben kann
ein beliebiges Telekommunikationsnetzelement, bei dem Zugang zu
vorhandenen Daten externen Benutzern zu erlauben ist, mit dem SMAP-System
verbunden sein. Obwohl die Erfindung vorstehend in Verbindung mit
intelligenten Netzdiensten beschrieben wurde, kann die Erfindung
auch bei der Verarbeitung herkömmlicher
Telekommunikationsnetzdienstdaten unabhängig vom Vorhandensein eines
intelligenten Netzes angewendet werden. Im Fall von 3 kann
das SMAP-System der Erfindung beispielsweise auch zur Verarbeitung
von lediglich HLR-Dienstdaten
angewendet werden.
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Die
Zeichnung und die Beschreibung dienen lediglich der Veranschaulichung
der Erfindung. Hinsichtlich Einzelheiten kann das Zugangssystem
der Erfindung innerhalb des Schutzbereichs der beigefügten Patentansprüche variieren.