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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Reagens zur Detektion und Verfolgung
viraler Infektionen, wie z.B. der, die durch das Epstein-Barr-Virus
oder EBV, das das verursachende Agens der infektiösen Mononukleose
ist, durch das Hepatitis-C-Virus (HCV) oder das Virus der humanen
Immundefizienz (HIV) hervorgerufen werden, und seine Anwendungen
zur Detektion einer Virusinfektion bzw. viralen Infektion, insbesondere
einer EBV-Infektion, ganz gleich in welchem Infektionsstadium (Primärinfektion,
gesunde Träger
und induzierte Tumore).
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EBV
ist ein Herpes-Virus, das vorzugsweise B-Lymphozyten und Epithelzellen
infiziert.
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Dieses
lymphozytische Virus entkommt der immunologischen Überwachung.
Im Allgemeinen wird das Virus von gesunden Trägern ohne besondere Symptome
getragen; unter Immundefizienzbedingungen jedoch, wie z.B. SIDA
oder eine Chemotherapie nach Transplantation sowie in den endemischen
Zonen wie in Afrika oder in Asien wird das onkogene Potential des
EBV freigesetzt und führt
zum Auftreten verschiedener Tumore, wie z.B. das afrikanische Burkitt-Lymphom, undifferenziertes
Karzinom des Nasopharynx, bestimmte Lymphome und die Hodgkin-Krankheit.
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Derzeit
wird die EPV-Serumdiagnose entweder mit Hilfe der Paul-Bunnell-Reaktion
(Detektion von heterophilen Antikörpern), ein einfaches und schnelles,
aber nicht spezifisches Verfahren (LINDERHOLM M. et al., J. Clin.
Microbiol., 1994, 32, 1, 259–261)
oder mit Hilfe von Immunfluoreszenz-Tests (IF), die für jede Antigenklasse
(VCA, EA und EBNA) spezifisch sind, durchgeführt.
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Die
Entwicklung eines einfacheren und kostengünstigeren Diagnosetests, der
ein immunenzymatisches Verfahren verwendet, wie das ELISA-Verfahren,
ist in diesem Zusammenhang besonders wünschenswert und so wurden mehrere
Tests vorgeschlagen (M. GORGIEVSKY-HRISOHO et al., J. Clin. Microbiol., 1990,
28, 2305–2311;
JM. MIDDELDORP et al., J. Virol. Methods, 1988, 21, 133–159).
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Die
im Stand der Technik vorgeschlagenen immunenzymatischen Verfahren
zeigen in der Mehrheit den Hauptnachteil, dass es ihnen an Detektionsempfindlichkeit
mangelt (M. GORGIEVSKY-HRISOHO et al., vorstehend genannt; JM. MIDDELDORP
et al., vorstehend beschrieben). Um dieses Problem des Mangels an Empfindlichkeit
zu lösen,
haben verschiedene Autoren vorgeschlagen, verschiedene Antigene
in Kombination zu verwenden; solche Kombinationen erhöhen die
Empfindlichkeit des Tests, in dem diese Kombinationen verwendet
werden, nicht aber die Spezifität.
Die Kombinationen von Antigenen, die im Stand der Technik vorgeschlagen
wurden, umfassen z.B. das Antigen p47–52 (Hauptantigen EA-D, kodiert
durch das offene Leseraster, das BMRF1 genannt wird, Zugangsnummer
SWISS-PROT P03191), das Antigen p38 (kodiert durch das offene Leseraster,
BALF2 genannt, Zugangsnummer SWISS-PROT P03227) und das Antigen
gp125 oder gp110 (kodiert durch das offene Leseraster, BALF4 genannt,
Zugangsnummer SWISS-PROT P03188) (W.M.J. Van GRUNSVEN et al., J.
Virol., 1993, 67, 3908–3916).
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Vor
kurzem wurde gezeigt, dass ein Capsidantigen mit 18 kDa (VCAp18),
das durch das offene Leseraster BFRF3 kodiert wird (Zugangsnummer
SWISS-PROT P14348) in gesunden Trägern des EBV in einer Immunoblotanalyse
erkannt wird; es scheint keine homologen Sequenzen mit den anderen
humanen Herpes-Viren aufzuweisen, und zwar im Gegensatz zu anderen
Hauptproteinen, wie z.B. VCAp40 (Sequenz, die durch das offene Leseraster,
das BdRFl genannt wird, kodiert wird, Zugangsnummer SWISS-PROT P03219) und gp125/110
(R. BAER et al., Nature, 1984, 310, 207–211; M.S. CHEE et al., Curr.
Topics Microbiol. Immunol., 1990, 154, 125–170; A.J. DAVIDSON, J. Gen.
Virol., 1986, 67, 1759–1816).
Die Karte der antigenen Domänen
des Antigens VCAp18 wurde erstellt und die antigene Hauptdomäne wurde
in der C-terminalen Region des Proteins lokalisiert (W.M.J. Van
GRUNSVEN et al., J. Infect. Dis., 1994, 170, 13–18).
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Allerdings
haben die ELISA-Tests, die mit diesem Capsidantigen VCAp18 durchgeführt wurden,
den Nachteil:
- – sie zeigen keine ausreichende
Empfindlichkeit und Spezifität
für die
Menge der produzierten Anti-VCA-Ig zu
detektieren (falsch-positive Resultate und/oder falsch-negative
Resultate); was die falsch-negativen Resultate angeht, so resultieren
sie im Wesentlichen aus der geringen Größe des synthetischen Peptids VCAp18/SEQ
ID NO: 2 (24 Aminosäuren,
SEQ ID NO: 2 des Sequenzprotokolls), das folglich nicht von allen
VCA-positiven Individuen erkannt werden kann, und/oder aus der Heterogenität der Reaktivität der Antikörper gegenüber dem
synthetischen Peptid im Vergleich zu demselben Peptid in seiner
natürlichen
Umgebung;
- – sie
ermöglichen
keine unterschiedliche Diagnose der verschiedenen Stufen der EBV-Infektion
und/oder der durch EBV induzierten Pathologien als Funktion des
isotypischen Profils der produzierten Ig (IgG, IgA und IgM), und
dies trotz der Verwendung des C-terminalen Fragments des Proteins
VCAp18 (SEQ ID NO: 1 des Sequenzprotokolls) als Reagens.
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Auf
eine ähnliche
Situation trifft man mit anderen Viren, z.B. HCV oder HIV; tatsächlich bietet
die Verwendung ei nes oder mehrerer immundominanter Fragmente keine
ausreichende Empfindlichkeit, um falsch-negative Ergebnisse zu vermeiden.
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Deswegen
hat sich die Anmelderin das Ziel gesetzt, ein neues Reagens zur
Detektion viraler Infektionen bereitzustellen, das geeignet ist,
in immunenzymatischen Tests eingesetzt zu werden, das gleichzeitig spezifisch
und empfindlich ist und das es ermöglicht, eine Steigerung der
Empfindlichkeit von mindestens 15 bis 30% im Vergleich zu Reagentien
des Standes der Technik zu erhalten.
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Deshalb
hat sich die Anmelderin auch zum Ziel gesetzt, ein neues Reagens
zur Detektion von Infektionen durch EBV bereitzustellen, das geeignet
ist, in immunenzymatischen Tests verwendet zu werden, das gleichzeitig
spezifisch und empfindlich ist und das eine differentielle Diagnose
des Stadiums der Infektion und/oder der Pathologie in Funktion des
vorherrschenden Isotyps ermöglicht;
in der Tat ist das Vorliegen von humanen Anti-VCA-IgM im Wesentlichen
das Zeichen einer Primärinfektion,
ist das Vorliegen von humanen Anti-VCA-IgG im Wesentlichen ein Hinweis
auf eine vergangene Infektion (im Allgemeinen gesunde Träger), während das
Vorliegen von humanen Anti-VCA-IgA das Auftreten eines Tumors nahe
legt. Ein derartiges Reagens entspricht im Rahmen der immunenzymatischen
Tests, insbesondere des ELISA-Typs, den Anforderungen der Praxis
besser als die Reagentien des Standes der Technik.
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Gegenstand
der vorliegenden Erfindung ist ein Reagens zur Diagnose einer durch
ein Virus hervorgerufenen Infektion, dadurch gekennzeichnet, dass
es im Wesentlichen ein Gemisch umfasst, bestehend aus (1) einem
immundominanten Fragment eines Proteins des Virus, das höchstens
60 Aminosäuren,
vorzugsweise zwischen 20 und 30 Aminosäuren, umfasst und (2) einem
Gemisch (als Mixotop bezeichnet), kombinatorischer, konvergierender
Peptide, die von dem immundominanten Fragment abgeleitet sind, wobei
die Peptide durch vollständige
oder partielle künstliche
Degeneration des immundominanten Fragments mittels systematischem
oder partiellem Ersetzen jeder Aminosäure durch eine andere nach
einer passenden Austauschbarkeitsmatrize erhalten wurden.
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Im
Sinn der Erfindung versteht man unter Mixotop das Gemisch aller
kombinatorischen Peptide, die ausgehend von dem ausgewählten immundominanten
Fragment durch künstliche
oder konstruierte Degeneration erhalten werden; sie werden vorzugsweise
im Verlauf einer einzigen Synthese erhalten und stellen das peptidische
Antigen und seine Variabilität
in seiner Funktion der Erkennung einer Antikörperpopulation dar; ausgehend
von demselben Peptid können
verschiedene Mixotope erhalten werden. Die Faktoren, die bei der Konstitution
eines Mixotops eingreifen, sind:
- – einerseits
die prozentuale Degeneration des ausgewählten, nativen, immundominanten
Fragments (vollständige
oder partielle Degeneration); die konservierten Aminosäuren (isoliert
oder eine Sequenz bildend) sind im Fall einer partiellen Degeneration
vorzugsweise, wenn es EBV betrifft, die, die bei der Strukturierung des
Proteins VCAp18 eingreifen, und
- – andererseits
der Auswahlmodus der Substitution der Aminosäuren des nativen immundominanten
Fragments; für
jede Position der gewählten,
nativen, immundominanten Sequenz des Fragments wird der Ersatz von
Aminosäuren
auf der Basis der Austauschmatrize ausgewählt; diese wurde von H.M. GEYSEN
et al. (J. Mol. Recog., 1988, 1, 32–41) entwickelt oder modifiziert,
wie es in 16 dargestellt ist, wobei die
Toleranz der Antikörpererkennung
berücksichtigt
wurde. Dabei wird die Funktion der Substitution der Aminosäuren in
den linearen Epitopen be rücksichtigt:
für eine
gegebene Position wählt
man vorzugsweise die Aminosäuren,
die die höchste
prozentuale "Ersetzbarkeit" aufweisen. Dennoch
ist es vorteilhaft, vor einer Degeneration die Konformation der
natürlichen
Epitope zu berücksichtigen.
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Das
Mixotop im Sinn der vorliegenden Erfindung, das aus konvergierenden
kombinatorischen Peptiden besteht, die aus einem nativen immundominanten
Fragment stammen, stellen somit eine künstliche und nicht-natürliche De-Entartung der nativen
Struktur durch den systematischen oder partiellen Ersatz jeder Aminosäure durch
eine andere auf der Grundlage der Ersetzbarkeitsmatrize von GEYSEN
oder der Matrize von 16 dar.
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Ebenso
versteht man im Sinn der Erfindung unter konstruierter Ersetzbarkeitsmatrize
eine Matrize, die die natürlichen
Variationen oder die häufig
in der Entwicklung beobachteten Variationen nicht reproduziert;
die Ersetzbarkeitsmatrize von GEYSEN oder die Matrize gemäß 16 sind
besonders angepasste Matrices.
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Im überraschender
Weise ermöglichen
die Reagentien gemäß der Erfindung
es, Resultate zu erhalten, die verlässlich, reproduzierbar, sehr
empfindlich und sehr spezifisch sind, und zwar in dem Maße, wie
die Kombinationen gemäß der Erfindung
einen synergistischen Effekt in der Detektion der durch das Virus
induzierten Antikörper
zeigen; insbesondere erhält
man ganz allgemein, um welches Virus es sich auch handelt (z.B.
HIV, HCV, EBV), eine Empfindlichkeitssteigerung von 15 bis 30%.
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Gegenstand
der vorliegenden Erfindung ist auch ein Reagens zur Diagnose gemäß der Erfindung,
dadurch gekennzeichnet, dass es für die Diagnose von Infektionen
durch EBV im Wesentlichen ein Gemisch umfasst, bestehend aus (1)
einem C-terminalen Fragment des viralen Capsidanti gens mit 18 kDA
(Protein VCAp18, SEQ ID NO: 1), des Epstein-Barr-Virus (EBV), das
höchstens
60 Aminosäuren,
vorzugsweise zwischen 20 und 30 Aminosäuren, umfasst, und (2) einem
Gemisch (als Mixotop bezeichnet) kombinatorischer, konvergierender
Peptide, die von dem C-terminalen Fragment oder dem Peptid VCAp18
abgeleitet sind.
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Nach
einer vorteilhaften Ausführungsform
des Reagenses gemäß der Erfindung
ist das C-terminale Fragment des Proteins VCAp18 aus der Gruppe
ausgewählt,
die aus den Peptiden VCAp18/SEQ ID NO:2, VCAp18/SEQ ID NO:3, VCAp18/SEQ
ID NO:4 und VCAp18/SEQ ID NO:5 besteht.
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In
unerwarteter Weise verbessert die Kombination eines C-terminalen Fragments
des Peptids VCAp18 mit einem Mixotop, das von dem Fragment abgeleitet
ist, unabhängig
davon, welche Konfiguration das gewählte C-terminale Fragment hat,
in deutlicher Weise die Empfindlichkeit und die Spezifität der immunenzymatischen
Serumdiagnostik für
EBV; wenn man einen ELISA-Test, der ein Reagens gemäß der Erfindung,
wie es oben definiert ist, verwendet, mit einem ELISA-Test, der
in einzigartiger Weise ein VCAp18-Peptid verwendet, so erhält man mit
dem erfindungsgemäßen Reagens
in effektiver Weise eine Empfindlichkeit von 100% und eine Spezifität von 100%
infolge der Bindung der Gruppe der Ig (G, A und M) gegen VCA an
das Reagens.
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Die
Reagentien gemäß der Erfindung
ermöglichen
es in überraschender
Weise, verlässliche
reproduzierbare, sehr empfindliche und sehr spezifische Resultate
zu erhalten, wobei die Kombinationen gemäß der Erfindung eine synergistische
Wirkung bei der Detektion der Gruppe an produzierten humanen Anti-VCA-Ig zeigen.
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Das
Gemisch degenerierter Peptide, das künstlich produziert wird, wird
im Verlauf einer selben Synthese mit dem nativen Peptid kombiniert.
Eine solche Kombination er laubt es, die Reaktivität des Gemisches von
Antigen, die gegenüber
den natürlicherweise
durch das Virus induzierten Antikörpern produziert wurden, in
unerwarteter weise zu erhöhen.
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Unter
diesen Bedingungen ist es möglich,
Empfindlichkeiten in der Größenordnung
von 100% bzw. 97% in Populationen nach Infektion und Populationen
von Primär-Infizierten und Primär-Infizierten
zu erhalten, wobei in allen durchgeführten Tests eine Spezifität von 100%
verwirklicht wird.
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Beispielsweise:
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- – für das Peptid
VCAp18/SEQ ID NO:2 kann man auf diese weise die drei folgenden Mixotope
erhalten:
– das
Mixotop, das eine Degeneriertheit der Gesamtheit der Sequenz des
Peptids VCAp18/SEQ ID NO:2 entspricht, im Folgenden als Mixotop
MIXO bezeichnet,
– das
Mixotop, in dem die Prolinreste des Peptids VCAp18/SEQ ID NO:2 vorzugsweise
konserviert werden, wobei diese bei der Konformation besonders beteiligt
sind; dieses Mixotop, das im Folgenden Mixotop MIXO(P) genannt wird,
entspricht einer partiellen Degeneration der Sequenz des Peptids
VCAp18/SEQ ID NO:2 und
– das
Mixotop, in dem auf einmal die Prolinreste und die Sequenz Gly Ser
Gly Gly Gly Gly (SEQ ID NO:6) des Peptids VCAp18/SEQ ID NO:2 vorzugsweise
konserviert werden; dieses Mixotop, im Folgenden MIXO(P, G) genannt,
entspricht einer partiellen Degeneration der Sequenz des Peptids
VCAp18/SEQ ID NO:2.
- – für das Peptid
VCAp18/SEQ ID NO:3 kann man auf diese Weise die folgenden Mixotope
erhalten:
– das
Mixotop, das eine Degeneration der Gesamtheit der Sequenz des Peptids
VCAp18/SEQ ID NO:3 entspricht,
– das Mixotop, in dem der Prolinrest
und/oder die Serinreste der repetitiven Sequenz des Peptids VCAp18/SEQ
ID NO:3 vorzugsweise konserviert werden; dieses Mixotop entspricht
einer partiellen Degeneration der Sequenz des Peptids VCAp18/SEQ
ID NO:3,
– das
Mixotop, in dem der Prolinrest und die Alaninreste der repeptiven
Sequenz des Peptids VCAp18/SEQ ID NO:3 vorzugsweise konserviert
sind; dieses Mixotop entspricht einer partiellen Degeneration der
Sequenz des Peptids VCAp18/SEQ ID NO:3 und
– das Mixotop, in dem der Prolinrest,
die Serinreste und die Alaninreste des Peptids VCAp18/SEQ ID NO:3 vorzugsweise
gleichzeitig konserviert sind.
- – für das Peptid
VCAp18/SEQ ID NO:4 kann man auf diese Weise die folgenden Mixotope
erhalten:
– das
Mixotop, das eine Degeneriertheit der Gesamtheit der Sequenz des
Peptids VCAp18/SEQ ID NO:4 entspricht,
– das Mixotop, in dem die Reste
Serin, Prolin und/oder Alanin und/oder die Sequenz Gly Ser Gly Gly
Gly Gly (SEQ ID NO:6) und/oder die Sequenz Ala Ala Ala Ser Ala Ala
Ala Ala (SEQ ID NO:7) des Peptids VCAp18/SEQ ID NO:4 vorzugsweise
konserviert sind; das Mixotop entspricht einer partiellen Degeneration der
Sequenz des Peptids VCAp18/SEQ ID NO:4.
- – für das Peptid
VCAp18/SEQ ID NO:5 kann man auf diese Weise die folgenden Mixotope
erhalten:
– das
Mixotop, das eine Degeneration der Gesamtheit der Sequenz des Peptids
VCAp18/SEQ ID NO:5 entspricht,
– das Mixotop, in dem die Reste
Serin und/oder Alanin des Peptids VCAp18/SEQ ID NO:5 vorzugsweise konserviert
sind; das Mixotop entspricht einer partiellen Degeneration der Sequenz
des Peptids VCAp18/SEQ ID NO:5,
– das Mixotop, in dem die Serinreste
und die Sequenz Ala Ala Ala Ser Ala Ala Ala Ala (SEQ ID NO:7) des Peptids
VCAp18/SEQ ID NO:5 vorzugsweise konserviert sind; das Mixotop entspricht
einer partiellen Degeneration der Sequenz des Peptids VCAp18/SEQ
ID NO:5.
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Die
verschiedenen Mixotope, die einer partiellen Degeneration des gewählten Peptids
VCAp18 entsprechen, konservieren eine native Sequenz, die vorzugsweise
in die Strukturierung des Proteins VCAp18 eingreift.
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Nach
einer anderen vorteilhaften Ausführungsform
ist das Reagens gemäß der vorliegenden
Erfindung auf einem festen Träger,
vorzugsweise auf Mikrotiterplatten, fixiert.
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Nach
einer anderen vorteilhaften Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Reagenses
liegt das Verhältnis
C-terminales Peptid
zu Mixotop in dem Gemisch zwischen 1:10 und 1:100.
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Gegenstand
der vorliegenden Erfindung ist auch ein Verfahren zur Diagnose einer
viralen Infektion durch ein immunenzymatisches Verfahren, dadurch
gekennzeichnet, dass es ein Reagens zur Diagnose gemäß der Erfindung
umfasst.
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Insbesondere,
wenn die vorliegende Erfindung Infektionen durch EBV betrifft, ist
Gegenstand der Erfindung auch ein Verfahren zur Diagnose durch ein
immunenzymatisches Verfahren, umfassend:
- – Inkontaktbringen
eines zu analysierenden Serums mit einem Reagens, wie es oben definiert
wurde,
- – Zusatz
von humanen Anti-Ig-Antikörpern,
die an ein Enzym gebunden sind, und
- – qualitative
und/oder quantitative Entwicklung von Anti-VCA-Antikörpern, die
gegebenenfalls in dem zu analysierenden Serum vorliegen, durch Zusatz
des Substrats des Enzyms.
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Nach
einer vorteilhaften Ausführungsform
des Verfahrens umfasst es:
- – die Fixierung eines Reagenses
gemäß der Erfindung
auf einem Träger,
z.B. einer Mikrotiterplatte,
- – Zusatz
des zu analysierenden Serums und
- – Detektion
der Fixierung der Anti-VCA-Antikörper,
die in dem Serum vorliegen, durch Zusatz von humanen Anti-Ig-Antikörpern (G-A-M),
die an ein Enzym gebunden sind, und
- – qualitative
und/oder quantitative Entwicklung durch Zusatz des Substrats des
Enzyms mittels Spektralphotometer.
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Gegenstand
der vorliegenden Erfindung ist auch ein Verfahren zur Überwachung
und differentiellen Detektion der Stadien einer Infektion durch
EBV durch ein immunenzymatisches Verfahren, dadurch gekennzeichnet,
dass es umfasst:
- – Fixierung eines Reagenses
gemäß der Erfindung
auf einem Träger,
wie einer Mikrotiterplatte,
- – Zusatz
des zu analysierenden Serums,
- – Detektion
der Fixierung der Anti-VCA-Antikörper,
die gegebenenfalls in dem Serum vorliegen, durch Zusatz von humanen
Anti-Ig-Antikörpern,
die an ein Enzym gebunden sind, wobei die Antikörper aus der Gruppe, bestehend
aus humanen Anti-IgG-Antikörpern,
humanen Anti-IgM-Antikörpern
und humanen Anti-IgA-Antikörpern
ausgewählt
sind, und
- – qualitative
oder quantitative Entwicklung durch Zusatz des Substrates des Enzyms
mittels Spektralphotometer.
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Die
Primärinfektion
induziert die Bildung von Antikörpern,
die gegen die verschiedenen Antigene des EBV gerichtet sind; es
handelt sich insbesondere um Antikörper, die gegen das virale
Capsidantigen (VCA) gerichtet sind, um Antikörper, die gegen das Kernantigen
(EBNA) gerichtet sind, Antikörper
die gegen das frühreife
Antigen (EA) gerichtet sind, und Antikörper, die gegen das Membranantigen
(MA) gerichtet sind.
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Diese
unterschiedlichen Antikörper
treten nicht in demselben Stadium der Infektion auf; insbesondere die
Anti-VCA-Ig sind
sehr frühreife
Produkte und bleiben während
der gesamten Dauer des Lebens des Wirts vorhanden. Dies impliziert,
dass die Detektion der IgM und IgG gegen VCA im humanen Serum den
diagnostischen Wert (besonders interessant) erhöht, um eine Primärinfektion
durch EBV zu begründen.
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Nach
dem Isotyp der Anti-VCA-Ig, die in dem zu analysierenden Serum detektiert
werden, ist es möglich,
die gesunden Träger
des Virus (Vorherrschen der IgG), die Primärinfektionen (Vorherrschen
der IgM) oder das Auftreten eines Tumors, insbesondere von Krebs
des Nasopharynx (Vorherrschen der IgA) zu unterscheiden.
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In überraschender
Weise ermöglicht
es das erfindungsgemäße Reagens,
die Anti-VCA-IgA zu detektieren.
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Gegenstand
der vorliegenden Erfindung ist auch ein Verfahren zur frühen Detektion
von Krebs des Nasopharynx durch ein immunenzymatisches Verfahren,
dadurch gekennzeichnet, dass es umfasst:
- – Fixierung
eines Reagenses gemäß der Erfindung
auf einem Träger,
wie einer Mikrotiterplatte,
- – Zusatz
des zu analysierenden Serums,
- – Detektion
der Fixierung der Anti-VCA-Antikörper,
die gegebenenfalls in dem Serum vorliegen, durch Zusatz von humanen
Anti-IgA-Antikörpern,
die an ein Enzym gebunden sind, und
- – qualitative
oder quantitative Entwicklung durch Zusatz des Substrates des Enzyms
mittels Spektralphotometer.
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Gegenstand
der vorliegenden Erfindung ist außerdem ein Kit oder eine Kassette
zur Diagnose einer viralen Infektion, dadurch gekennzeichnet, dass
er/sie mindestens ein Reagens zur Diagnose gemäß der Erfindung umfasst.
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Außer den
vorstehenden Ausführungsformen
umfasst die Erfindung noch andere Ausführungsformen, die aus der folgenden
Beschreibung, die sich auf Beispiele zur Durchführung des Verfahrens der vorliegenden Erfindung
sowie auf die angefügten
Zeichnungen bezieht, hervorgehen. Bei den Figuren:
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stellt 1 die
Reaktivität
des Ig-G-A-M von 46 Seren, die EBV-positiv (-⎕- ) sind,
und von 28 Seren, die EBV-negativ (-O-) sind, dar, wobei diese durch
Immunfluoreszenz charakterisiert wurden, mit dem Peptid SEQ ID NO:2,
das auf einem festen Träger
mit 0,1 μg/Vertiefung
(1A und 1B)
oder mit 1 μg/Vertiefung (1C) fixiert ist, dar. Die horizontale
Linie stellt den Schwellenwert dar, der dem Mittelwert entspricht,
welcher mit den negativen Seren (EBV-negativen) + 3 Abweichungsstandards
(SD) erhalten wurde. Die 1B veranschaulicht
den Vergleich zwischen den Titern, die für Anti-VCA-IgG durch einen
Immunfluoreszenztest (IF) erhalten wurden, mit dem Extinktionswert
(A492), der mit einem ELISA unter Verwendung eines Peptids SEQ ID
NO:2 erhalten worden war. In der 1B stellt
das Symbol -∎ - die Seren dar, die EBV-positiv, SEQ ID
NO:2-negativ sind.
Die 1A und 1C tragen
auf der Abszisse die Nummer der Seren und auf der Ordinate die Extinktion
bei 492 nm, während
die 1B auf der Abszisse die IF-Titer
und auf der Ordinate die in ELISA erhaltenen Extinktionen trägt.
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Die 2 stellt
den Effekt der Mixotope MIXO, MIXO(P) und MIXO(P, G) auf die Reaktivität der IgG-A-M der EBV-positiven
(-⎕ -)-Seren und der EBV-negativen (-O-)-Seren bei zwei unterschiedlichen
Konzentrationen dar: 0,1 μg/Vertiefung
(2A, 2C und 2E) oder 10 μg/Vertiefung (2B, 2D, 2F) in
einem ELISA-Test. Die horizontale Linie stellt den Schwellenwert
dar, der dem Mittel aus drei Serumkontrollen + 3 SD entspricht.
Diese verschiedenen Figuren umfassen auf der Abszisse die Nummer
der Seren und auf der Ordinate die Extinktion bei 492 nm.
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Die 3 veranschaulicht
den Vergleich des Verhaltens von EBV-positiven Seren gegenüber dem Peptid
VCAp18/SEQ ID NO:2 (3A) und unterschied lichen
Mixotopen: MIXO (3B), MIXO(P) (3C), MIXO(P, G) (3B)
dar; die falschnegativen Ergebnisse, die mit dem Peptid VCAp18/SEQ
ID NO:2 erhalten wurden (3A, -∎-),
definieren den Schwellenwert. Die Angaben dieser 3 stellen
die Extinktionswerte, die durch ELISA erhalten wurden, für alle EBV-positiven Seren als
Funktion ihres IFA-Titers dar. Das Peptid VCAp18/SEQ ID NO:2 und
die Mixotope werden in fester Phase in den Konzentrationen 0,1 bzw.
10 μg/Vertiefung
verwendet.
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Die 4 veranschaulicht
die Wirkung der Assoziation Peptid VCAp18/SEQ ID NO:2 + Mixotope: MIXO
(4A), MIXO(P) (4B)
oder MIXO(P, G) (4C) auf die Reaktivität von IgG-A-M
der Seren, die EBV-positiv (-⎕-) und EBV-negativ (-O-)
sind, in den ELISA-Tests. Jede Vertiefung der Mikrotiterplatten
wird nacheinander mit 0,1 μg
Peptid VCAp18/SEQ ID NO:2 und 10 μg
eines der vorstehend genannten Mixotope überzogen und mit den Seren
in Kontakt gebracht.
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Die 5A und 5B veranschaulichen
die Entwicklung der humanen serologischen Antworten des Peptids
VCAp18/SEQ ID NO:2 (-∎-) und der drei vorstehend genannten
Mixotope (MIXO (-⟡- ) MIXO(P) (-∆-) und MIXO(P, G) (-O-)
auf zwei unterschiedliche Konzentrationen des Überzugs; die 5C veranschaulicht die
Entwicklung der serologischen Reaktionen des Peptids VCAp18/SEQ
ID NO:2 (-∎-) und der drei vorher erwähnten Mixotope in Kombination
mit dem Peptid VCAp18/SEQ ID NO:2: VCAp18/SEQ ID NO:2 + MIXO (-⟡-), VCAp18/SEQ
ID NO:2 + MIXO(P) (-∆-)
und VCAp18/SEQ ID NO:2 + MIXO(P, G) (-O-). Für jedes Experiment wurden die
Seren, die mit dem Peptid VCAp18/SEQ ID NO:2 eine Extinktion bei
492 nm unter 1,3 zeigen, selektioniert und die senkrechte Linie
stellt die Grenze zwischen den EBV-positiven und EBV-negativen Seren dar.
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Die 6 veranschaulicht
die Bindungsinhibierungen der Antikörper verschiedener EBV-positiver
Seren (Serum 298 6967, Serum 298 7943, Serum 299 0723 und Serum
299 1372) an einer festen Phase, die das Peptid VCAp18/SEQ ID NO:2
(-⎕-), MIXO (-⟡-),
MIXO(P) (-∆-)
oder MIXO(P, G) (-O-) enthält,
bei steigenden Konzentrationen des Peptids VCAp18/SEQ ID NO:2. Diese
Figur umfasst auf der Abszisse die Konzentration an Peptid VCAp18/SEQ
ID NO:2 und auf der Ordinate das Verhältnis A/Ao.
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Die 7 stellt
Klotz-Diagramme dar, die die Bindung des Antikörpers verschiedener EBV-positiver Seren (Serum
298 6967, Serum 298 7943, Serum 299 0723 und Serum 299 1372) an
feste Phasen, die das Peptid (VCAp18/SEQ ID NO:2 (-⎕-),
MIXO (-⟡-), MIXO(P) (-∆-) oder MIXO(P, G) (-O-)
enthalten.
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8 veranschaulicht
die Reaktivität
von IgG-A-M (8A) und die getrennten Reaktivitäten der
verschiedenen Isotypen G, A und M (8B)
von EBV-positiven Seren (Personen, die in der Vergangenheit eine Infektion
hatten, -⎕-) und von EBV-negativen Seren (-O-) gegenüber dem
erfindungsgemäßen Reagens VCAp18/SEQ
ID NO:2 + MIXO(P, G).
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Die 9 erläutert die
Reaktivitäten
des Isotyps IgM gegenüber
dem erfindungsgemäßen Reagens VCAp18/SEQ
ID NO:2 + MIXO (P, G) bei EBV-positiven Seren (Infektion in der
Vergangenheit, -⎕-) und bei negativen Seren (-O-), die
nicht behandelt wurden (9A), die mit
Anti-IgG-Antikörpern behandelt
wurden (9B) oder die durch Vor-Adsorption der IgG
behandelt wurden (9C).
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Die 10 stellt
den Vergleich der Reaktivitäten
IgG-A-M (10A und 10B)
und IgG (10C und 10D)
von humanen Seren von Patienten, die in der Vergangenheit eine Infektion
hatten, gegenüber
dem erfindungsgemäßen Reagens
VCAp18/SEQ ID NO:2 + MIXO(P, G) mit einem IFA-Test zur Detektion
der Anti-VCA-IgG und einem Behring-ELISA-Test zur Detektion der
Anti-(VCA-EBNA-EA)-IgG dar. Die Angaben sind die Extinktionswerte,
die mit ELISA für
alle EBV-positiven Seren erhalten wurden, als Funktion ihrer IFA-Titer oder
der Extinktionswerte, die mit dem Behring-ELISA-Test erhalten wurden.
-
Die 11 erläutert die
IgG-A-M-Reaktivität
(11A) und die getrennten Reaktivitäten der
verschiedenen Isotypen G, A und M (11B)
EBV-positiver Seren
(Primärinfektion,
-⎕-) und EBV-negative
Seren (-O-), gegenüber
dem erfindungsgemäßen Reagens
VCAp18/SEQ ID NO:2 + MIXO(P, G).
-
Die 12 erläutert die
Reaktivitäten
des Isotyps IgM gegenüber
dem erfindungsgemäßen Reagens VCAp18/SEQ
ID NO:2 + MIXO(P, G) in EBV-positiven Seren (Primärinfektion,
-⎕-) und EBV-negativen Seren (-O-), die nicht behandelt
(12A), durch Anti-IgG-Antikörper (12B) oder durch Vor-Adsorption der IgG behandelt
sind (12C).
-
Die 13 veranschaulicht
den Vergleich der IgM-Reaktivität
in Seren von primär-infizierten
Patienten gegenüber
dem erfindungsgemäßen Reagens
VCAp18/SEQ ID NO:2 + MIXO(P, G) mit einem Behring- ELISA-Test für die Detektion
der Anti-(VCA-EBNA-EA)-IgG.
-
Die 14 veranschaulicht
den Vergleich der Detektion der IgG in den Seren von Personen, die
in der Vergangenheit infiziert waren, erhalten durch IFA (14A) oder durch einen ELISA-Test, der
das erfindungsgemäße Reagens
VCAp18/SEQ ID NO:2 + MIXO(P, G) verwendet (14B)
mit der Reaktivität
von IgM in Seren von Patienten, die in der Vergangenheit eine Infektion
hatten, erhalten mit einem ELISA-Test unter Verwendung eines erfindungsgemäßen Reagenses
VCAp18/SEQ ID NO:2 + MIXO(P, G).
-
Die 15 veranschaulicht
den Vergleich des Extinktionswertes, der durch Detektion der IgG
in den Seren von primär-infizierten
Personen erhalten wurde, mit einem Behring-ELISA-Test VCA-EBNA-EA
oder einem ELISA-VCAp18/SEQ ID NO:2 + MIXO(P, G)-Test gemäß der Erfindung mit der IgM-Reaktivität, die mit Hilfe
eines ELISA-Tests erhalten wurde, der das erfindungsgemäße Reagens
VCAp18/SEQ ID NO:2 + MIXO(P, G) verwendet.
-
Die 16 stellt
eine Ersetzungsmatrize für
Aminosäuren
dar, die bezüglich
der von H.M. GEYSEN (vorher zitierte Literaturstelle) modifiziert
ist und der Symmetrie Rechnung trägt; die fettgedruckten Werte
sind in der Matrize von GEYSEN angegeben, die Werte 0, die statistisch
nicht signifikant sind, werden willkürlich beibehalten oder durch
den Wert ersetzt, der durch die symmetrische Ersetzung erhalten
wird.
-
Es
ist jedoch selbstverständlich,
dass diese Beispiele nur zur Erläuterung
des Gegenstands der Erfindung ange führt werden und für diese
keinerlei Beschränkung
darstellen.
-
BEISPIEL 1: Herstellung
von Reagentien gemäß der Erfindung
-
a) Synthese des Peptids:
-
Das
Peptid VCAp18/SEQ ID NO:2 wird synthetisiert, indem die herkömmliche
Strategie in fester Phase des Boc- Benzyl- (oder Fmoc-)Typs in der automatischen
Peptidsynthese verwendet wurde (Modell 430A, Applied Biosystems
Inc.). Die Schutzgruppen der Seitenketten sind die Folgenden: Asn
(Trt), Gln (Trt), Asp (OChx), Glu (OChx), Ser (Bzl), Thr (Bzl),
Arg (Tos), Cys (4-MeBzl) und His (Dnp) (siehe R.C. SHEPPARD, Peptide
Synthesis, Comp. Org. Chem., 1979, 5, 321–363).
-
Die
Aminosäuren
werden eingeführt,
indem das Aktivierungsprotokoll HBTU/HOBt mit einer systematischen
doppelten Kopplung auf einem Boc-Gln-Pam-Harz verwendet wird (Applied
Biosystems). Nach Thiolyse der Dinitrophenyl-Dnp-Gruppe, gefolgt von einer abschließenden Entschützung und
der Spaltung mit Fluorwasserstoffsäure wird das gespaltene und
entschützte
Peptid präzipitiert
und mit kaltem Diethylether gewaschen, dann in 5%iger Essigsäure gelöst und lyophilisiert.
-
Das
Peptid wird an einer 5 mm × 250
mm-Säule,
100 A Nucleosil C18, für
präparative
RP-HPLC (Macherey Nagel, Düren,
Deutschland) auf über
90% gereinigt und das Peptid wird danach charakterisiert.
-
Die
Homogenität
wird durch analytische HPLC an einer Vydac-C18-Säule, die mit einem Lösungsmittelsystem
(TFA-Acetonitril-Wasser)
eluiert wurde, in einem Shimatsu-Gerät bestätigt. Die
Identität
wird durch Bestimmung der Aminosäurezusammensetzung
und durch Massenspektrometrie, aufgezeichnet mit einem Massenspektrometer
Bio Ion 20 Plasma (Bio Ion AB, Uppsala, Schweden) bestätigt ([M
+ H]– errechnet: 2494,7;
gefunden: 2495,4).
-
b) Herstellung verschiedener
Mixotope:
-
Diese
werden hergestellt, wie es in H. GRAS-MASSE et al., Peptide Research,
1992, 5, 4,211–216 beschrieben
ist.
-
Kurz
ausgedrückt, äquimolare
Mengen an geschützten
Aminosäuren
werden abgewogen und in Kopplungsreaktionen eingesetzt.
-
Um
die Kinetikdifferenzen bei den Reaktivitäten der verschiedenen Aminosäuren auszugleichen,
wird eine erste Kopplung mit 1 mmol (Gesamtmenge) Boc-Aminosäure (oder
einem Gemisch von Boc-Aminosäuren)
durchgeführt.
Eine zweite Kopplung, die 2 mmol (Gesamtmenge) verwendet, wird danach
systematisch durchgeführt.
Nach einer Spaltung mit Fluorwasserstoffsäure wird das rohe Peptid in
TFA (30 ml) gelöst
und durch Zugabe des Peptids in eine kalte Diethyletherlösung (300
ml) präzipitiert.
-
Nach
Zentrifugation wird das Präzipitat
in Wasser gelöst
und lyophilisiert. Nach Oxidation der Lösung bei neutralem pH mit Luft
werden die Mixotope durch Filtration auf Gel auf einer TSK HW40S-Säule (Merck, Darmstadt,
Deutschland) gereinigt. Ein Aliquot jedes gereinigten Mixotops wird
dann während
24 Stunden mit einem Gemisch aus 6N HCl:Phenol (10:1) einer Säurehydrolyse
unterworfen um eine Bestimmung der Zusammensetzung aus Aminosäuren durchzuführen.
-
c) Beispiele für verschiedene
Reagentien gemäß der Erfindung:
-
Die
Sequenz des Peptids SEQ ID NO:2 und der Mixotope, die daraus abgeleitet
sind, sind in der folgenden Tabelle I dargestellt. TABELLE
I
- – Reagens 1: Gemisch aus Peptid
SEQ ID NO:2 + Mixotop MIXO (vollständige Degeneration der Struktur, wie
sie in Tabelle I dargestellt ist),
- – Reagens
2: Gemisch aus Peptid SEQ ID NO:2 + Mixotop MIXO(P),
- – Reagens
3: Gemisch aus Peptid SEQ ID NO:2 + Mixotop MIXO(P, G).
-
Diese
Reagentien sind vorzugsweise in einer Konzentration von 0,1 μg/Vertiefung
für das
Peptid VCAp18/SEQ ID NO:2 und in einer Konzentration von 10 μg/Vertiefung
für die
Mixotope auf einem festen Träger
(Mikroplatte) fixiert.
-
BEISPIEL 2: Immunenzymatischer
Test, der ein Reagens gemäß der Erfindung
zur Serumdetektion des EBV verwendet.
-
A. Material und Verfahren:
-
– ELISA:
-
Vertiefungen
von Mikrotiterplatten (Nunc, Maxisorb, Rocksilde, Dänemark)
werden während
einer Nacht bei 4°C
entweder mit 0,2 ml Peptid VCRp18/SEQ ID NO:2 oder mit einem Mixotop
(0,5 μg/ml
in 50 mM NaHCO3, pH 9,6) oder nacheinander
mit 0,2 ml Peptid VCAp18/SEQ ID NO:2 (0,5 μg/ml) und 0,2 ml Mixotop (50 μg/ml) überzogen.
-
Jede
Vertiefung wird dann mit 0,1 M Phosphatpuffer, der 1,8% NaCl enthält, pH 7,4,
(PBS) gewaschen und ihre überschüssigen Bindungsstellen
werden durch Albumin blockiert (Zusatz von 0,3 ml 2% BSA (Rinderserumalbumin)
in PBS, bei 37°C,
für 60
Minuten).
-
Nach
3 Waschgängen
mit 0,3 ml 0,5% PBS-Tween 20 (Sigma) (PBS-Puffer T) werden die zu
untersuchenden humanen Seren in PBS-T, das Rinderserumalbumin (BSA)
2% enthält,
verdünnt
und in den Vertiefungen, die das erfindungsgemäße Reagens, wie es oben präzisiert
wurde, enthalten, 120 Minuten lang bei 37°C in einer befeuchteten Atmosphäre inkubiert.
-
Nach
4 Waschgängen
werden die Konjugate Peroxidase-Ziegeanti-humane-IgG-A-M-Antikörper (Diagnostic
Pasteur), die in dem Puffer PBS-T, der 2% BSA enthielt, 1:10000
verdünnt
waren, 60 Minuten lang bei 37°C
inkubiert.
-
Der
konjugierte Antikörper,
der sich an Ig, die an dem Träger
fixiert sind, bindet, wird auf seine Peroxidaseaktivität unter
Verwendung als Substrat o-Phenylendiamindihydrochlorid und H2O2 in einem 0,05
M-Citratpuffer, pH 5,5, während
30 Minuten in der Dunkelheit und bei Umgebungstemperatur entwickelt.
-
Die
Reaktion wird durch Zusatz von 4 N H2SO4 (50 μl)
blockiert. Die Extinktion wird mit einem automatischen Mehrkanal-Lesegerät (MR 5000, Dynatech) gegen einen Blindwert bei
492 nm (A492) aufgezeichnet.
-
Der
Mittelwert A492 + 3 Standardabweichungen
(SD) der EBV-negativen
Proben wird in dem ELISA-Test als Schwellenwert verwendet.
-
– Messung der Affinität der Bindung
an den Antikörper:
-
Die
Bindungsspezifität
der positiven Seren an verschiedene Mixotope in fester Phase wird
durch die Absorption der Antikörper
durch das native Antigen VCAp18/SEQ ID NO:2 in Lösung beurteilt, wobei das Verfahren
von B. FRIGUET et al. (J. Immunol. Methods, 1985, 77, 305–319) verwendet
wurde.
-
Grundlage
dieses Verfahrens ist die Messung der Konzentration an freiem Antikörper durch
ein indirektes ELISA-Verfahren,
wenn das Antigen VCAp18/SEQ ID NO:2 und die Antikörper in
Lösung
in einem Gleichgewicht vorliegen.
-
Das
Antigen VCAp18/SEQ ID NO:2 wird in verschiedenen Konzentrationen
(10–10 M
bis 2·10–6 M)
zunächst
in Lösung
(PBS-T-Puffer +
2% BSA) mit einem EBV-positiven Serum in konstanter Konzentration
(1/50) bis zum Erreichen des Gleichgewichtszustands inkubiert.
-
Nach
18-stündiger
Inkubation bei 4°C
werden 200 μl
jedes Gemisches in Vertiefungen einer Mikrotiterplatte, die vorher
mit dem Peptid VCAp18/SEQ ID NO:2 (0,2 ml, entspricht 0,5 μg/ml) oder
einem Mixotop (50 μg/ml,
0,2 ml) in 50 mM NaHCO3, pH 9,6, überzogen
wurden, transferiert und 60 Minuten bei 20°C inkubiert.
-
Nach
Waschen mit dem PBS-T-Puffer werden die gebundenen Immunglobuline
durch Zugabe von Ziege-Antikörpern
gegen humane IgG-A-M, die an Peroxidase gebunden sind, detektiert.
-
Der
konjugierte Antikörper,
der an Ig bindet, wird durch die Peroxidaseaktivität entwickelt,
wie es oben beschrieben wurde. Dieses Verfahren liefert die Verdrängungskurven
der Bindung A/Ao als log(ao). Eine genaue Bestimmung der mittleren
Affinität
des Serums, das die anti-VCAp18-Antikörper enthält, wird
durch die folgende Gleichung angegeben Ao/(Ao – A) – 1/ν = 1 + Kd/ao, in der ao die
Konzentration an gesamtem löslichen
Antigen ist, A und Ao die Extinktionen bei 492 nm mit oder ohne
blockierendes Antigen sind und ν die Fraktion
gebundener Antikörper
ist, wenn die verschiedenen, bei FRIGUET et al. dargelegten Bedingungen erfüllt sind.
-
B. Resultate
-
a) Bindung Serumantikörper-C-terminale
Domäne
des Peptids VCAp18/SEQ ID NO:2 (ELISA VCAp18/SEQ ID NO:2):
-
Die
Reaktivität
der humanen Anti-VCA-Ig-G-M-A gegenüber dem Peptid VCAp18/171–194 wird
durch einen ELISA-Test für
verschiedene Seren analysiert: 46 EBV-positive Seren und 28 EBV-negative
Seren, die nach Durchführung
eines Behring-ELISA-Tests selektioniert und durch IFA bestätigt worden
waren (Detektion der Anti-VCR-IgG, Immunoconcept, USA).
-
Wie
in W.M.J. Van GRUNSVEN, J. Infect. Dis, 1994, 170, 13–19 präzisiert
wurde, zeigt die C-terminale Domäne
des Proteins VCAp18 eine wichtige Immunreaktivität (1A).
-
Wenn
die Mikrotiterplatten mit einer Konzentration von 0,1 μg/Vertiefung überzogen
werden, wird dieses Peptid VCAp18/SEQ ID NO:2 von den Antikörpern der
Mehrzahl der EBV-positiven Seren erkannt.
-
Unter
Verwendung von 3 Standardabweichungen über dem Mittelwert, die mit
negativen Serenkontrollen erhalten wurden, als untere Detektionsgrenze,
werden eine erhöhte
Bindungsempfindlichkeit (89%) und eine optimale Spezifität (100%)
in der Analyse der Anti-VCAp18-Reaktion beobachtet (1A).
-
Um
die Möglichkeit
der Erhöhung
der Empfindlichkeit des Tests als Funktion der Menge der Peptide, die
die Platten überziehen,
zu bewerten, wurde eine andere Konzentration für die Beschichtung (Menge,
die die Platten überzieht),
d.h. 1 μg/Vertiefung
untersucht; in einem solchen Fall beobachtet man eine Verringerung
der Spezifität
auf 98% (1C).
-
Der
Vergleich der Titer, die bei IF erhalten wurden, und der Extinktionswerte,
die bei ELISA erhalten wurden, zeigte für kein Serum eine klare Korrelation,
im Wesentlichen aufgrund einer deutlichen Variabilität der Extinktionen,
die für
die Seren, die schwache oder Zwischen-IF-Titer aufweisen, mit ELISA erhalten
wurden (1B).
-
Die
EBV-positiven Seren, die der Detektion durch ELISA (-∎-
in 1B) entkommen, zeigen durch IF nachweisbare
Titer bei der 160. oder der 320. (Verdünnungsgrenzen), was bestätigt, dass
das Antigen VCA durch diese vier Seren, die für das Peptid VCAp18-negativ
sind, erkannt wird.
-
b) Bindung Serumantikörper-Mixotope
(ELISA VCA-Mixotop):
-
Die
Mixotope wurden als Antigene in fester Phase in zwei Konzentrationen,
d.h. 0,1 μg
und 10 μg/Vertiefung,
getestet (2).
-
Nach Überziehen
der Vertiefungen mit einer Konzentration von 0,1 μg ist die
Empfindlichkeit klar unzureichend: nur 26, 10 und 10 der 46 IgG-A-M-positiven
Seren reagieren mit MIXO, MIXO(P) bzw. MIXO(P, G) (2A,
C, E).
-
Nach Überziehen
mit den Mixotopen in einer Konzentration von 10 μg/Vertiefung ist die Detektion
der positiven Seren bei Erhöhung
der Extinktionen viel empfindlicher. Mit den Mixotopen MIXO, MIXO(P)
bzw. MIXO(P, G) werden 46, 36 und 27 der 46 EBV-positiven Seren
detektiert (2B, D, F). Jedoch ist
der Schwellenwert infolge einer gewachsenen Schwankung der Extinktionen,
die mit den negativen Kontrollseren beobachtet werden, erhöht.
-
In überraschender
Weise wird der Verlust der Bindungsspezifität (11 Seren falsch positiv)
nur beobachtet, wenn man das Antigen MIXO verwendet (2B, D, F); mit den zwei anderen Mixotopen
wird kein falsch-positives Ergebnis beobachtet.
-
Der
Vergleich der IF-Titer und der Extinktionswerte, die durch ELISA
erhalten wurden, ist für
jedes der 46 IFA-positiven
Seren in 3 dargestellt. Die bei ELISA
beobachteten Extinktionen sind bezüglich der Resultate, die mit
dem IF-Test erhalten werden, erhöht;
diese Resultate sind insbesondere für die Seren interessant, die
bezüglich
IFA schwache Titer oder Titer im Zwischenbereich aufweisen.
-
Die
Tests, die VCAp18-negativ, IF-positiv sind, sind durch ausgefüllte Quadrate
in 3 symbolisiert.
-
c) Bindung Serumantikörper-erfindungsgemäßes Reagens
(Kombinationen Peptid VCAp18/SEQ ID NO:2 + Mixotop) (ELISA VCAp18/SEQ
ID NO:2 + Mixotop):
-
Um
die Erhöhung
der Empfindlichkeit der Detektion mit Hilfe des erfindungsgemäßen Reagenses
zu zeigen, verwendet man Kombinationen, die das Peptid VCAp18/SEQ
ID NO:2, das eine Mikrotiterplatte mit 0,1 μg/Vertiefung bedeckt, mit verschiedenen
Mixotopen, die die Mikrotiterplatte mit 10 μg/Vertiefung bedecken, umfassen.
-
Wie
es in 4 (A, B, C) dargestellt ist, werden alle EBV-positiven
Seren mit den drei Kombinationen detektiert.
-
Beim
ELISA-Test wird eine Heterogenität
der Resultate mit den EBV-negativen Seren beobachtet, wenn die Degeneration
des Mixotops steigt. Wie in den 4A und 4B gezeigt ist, ziehen die Kombinationen MIXO
und MIXO(P) mit dem Peptid VCAp18/SEQ ID NO:2 das Vorliegen von
4 oder 5 Seren mit sich, die fälschlich
positiv sind. Dennoch liefert die Kombination mit dem Antigen MIXO(P,
G) eine optimale Bindungsgempfindlichkeit (100%) und eine optimale
Spezifität
(100%) bei der enzymatischen Sero-Diagnose von VCA-EBV (4C).
-
Die
erhaltenen Resultate sind in der folgenden Tabelle II angegeben.
-
-
d) Relevanz der Kombinationen
Peptid VCAp18/Mixotope für
die Serumdiagnose des EBV:
-
Eine
genauere Analyse der Verteilung der individuellen Reaktionen auf
das Peptid VCAp18/SEQ ID NO:2, seine Mixotope und ihre Kombinationen
(erfindungsgemäßes Reagens)
ist in 5 dargestellt.
-
Alle
Seren, die einen Extinktionswert von unter 1,3 in einem ELISA-Test,
der nur das Peptid VCAp18/SEQ ID NO:2 verwendet, zeigen, wurden
selektioniert. Jedes Serum wird durch 4 Symbole dargestellt, die
den Extinktionen entsprechen, die erhalten werden, wenn man es mit
den verschiedenen Antigenen in fester Phase reagieren lässt.
-
In
bestimmten Fällen
ist das Signal deutlich erhöht,
wenn man die Mixotope als Antigene in fester Phase verwendet, einschließlich für die IF-positiven
VCAp18-SEQ ID NO:2-negativen
Seren.
-
Wie
es in 5C dargestellt ist, liegen fast
alle erhaltenen Extinktionen, wenn man die positiven Seren mit dem
erfindungsgemäßen Reagens
testet, über
den Extinktionen, die mit dem Peptid VCAp18/SEQ ID NO:2 allein erhalten
werden.
-
Die
3 Kombinationen detektieren in wirksamer Weise alle EBV-positiven
Seren, die mit den Mixotopen ein schwaches Signal zeigen.
-
Das
Signal, das mit den negativen Seren bei den erfindungsgemäßen Kombinationen
erhalten wird, ist im Allgemeinen schwächer, als wenn diese Seren
mit dem Peptid VCAp18/SEQ ID NO:2 allein getestet werden, außer man
verwendet die vollständig
degenerierte Konstruktion MIXO.
-
Die
vollständig
degenerierten Mixotope, die ausgehend von den Peptiden am Ende des
C-terminalen Teils des Proteins VCAp18 erhalten wurden und kein
Prolin enthalten, verleihen dem erfindungsgemäßen Reagens wirksam die gesuchten
Eigenschaften.
-
e) Beurteilung der Affinität der Mixotope
für die
Serumantikörper
im Vergleich zu Peptid VCAp18/SEQ ID NO:2 mittels ELISA:
-
Das
Peptid VCAp18/SEQ ID NO:2 wird in diesen ELISA-Inhibierungsexperimenten verwendet um
seine Fähigkeit,
die Bindung der humanen, EBV-positiven Seren an verschiedene Mixotope,
die in fester Phase verwendet werden, zu inhibieren, zu beurteilen.
-
6 stellt
einige Inhibierungsassays dar.
-
Wie
in dieser 6 dargestellt ist, kann die
Bindung der humanen Seren an 3 Mixotope spezifisch und stark inhibiert
werden, indem die Konzentrationen an Peptid VCAp18/SEQ ID NO:2 erhöht werden.
-
Außerdem geben
das Peptid VCAp18/SEQ ID NO:2 in fester Phase und die verschiedenen
Mixotope in fester Phase Kurven einer parallelen Verschiebung, was
das Vorliegen einer gemeinsamen Antikörperpopulation anzeigt, die
gegenüber
dem nativen Peptid und den degenerierten Peptiden empfindlich ist.
-
7 stellt
Klotz-Diagramme der Bindung der EBV-positiven Seren an Antikörper dar,
gemessen durch ELISA nach dem Verfahren von FRIGUET et al., das
vorher beschrieben wurde. Die Werte für die Dissoziationskonstanten
werden ausgehend von der linearen Regression der Resultate, die
in 6 ausgedrückt sind,
abgeleitet. Man beobachtet eine Erhöhung der Affinitätskonstanten
um ei nen Faktor von 10 bis 400 für die
verschiedenen Mixotope, verglichen mit dem Peptid VCAp18/SEQ ID
NO:2.
-
Der
Mittelwert von Kd für
VCAp18/171–194,
MIXO, MIXO(P) und MIXO(P, G) ist in diesen Experimenten 0,81 ± 0,62
mM, 0,06 ± 0,01
mM, 2,40 ± 1,54
nM bzw. 4,75 ± 3,75
nM.
-
BEISPIEL 3: Immunenzymatischer
Test, der ein erfindungsgemäßes Reagens
verwendet, für
die differentielle Serumdetektion der humanen Anti-VCA-IgG, -IgM
und -IgA und seine Rolle in der Diagnostik verschiedener Pathologien.
-
a) Bindung Serumantikörper-erfindungsgemäßes Reagens
VCAp18/SEQ ID NO:2 + MIXO(P, G) bei gesunden Trägern:
-
Die
Reaktivität
der humanen IgG-A-M, IgG, IgA und IgM gegen VCA mit dem erfindungsgemäßen Reagens
VCAp18/SEQ ID NO:2 + MIXO(P, G) wird mit Hilfe eines ELISA-Tests
analysiert, wobei die Seren, die durch IF als EBV-negativ und EBV-positiv
charakterisiert worden waren (46 EBV-positive und 28 EBV-negative)
verwendet werden.
-
Der
Schwellenwert wird als drei Variationsstandards über dem Mittelwert der EBV-negativen
Seren, die für
jeden Isotyp bestimmt wurden, definiert.
-
Mit
diesem Kriterium wird in keinem ELISA ein falsch positives Serum
beobachtet.
-
Wie
in Beispiel 1, c) oben (siehe auch 4C)
dargestellt wurde, zeigt das Reagens Peptid VCAp18/SEQ ID NO:2 +
MIXO(P, G), das als Antigen in fester Phase verwendet wurde, eine
optimale Bindungsempfindlichkeit von 100 und eine Spezifität von 100
in der serologischen Diagnostik von EBV mittels IgG-A-M durch ein
immunenzymatisches Verfahren.
-
Dieselbe
Gruppe an Seren, die durch IF positiv sind, wurde auf ihre IgM-,
IgG- und IgA-Reaktivität
mit einem ELISA-Test untersucht, wobei als Reagens ein VCAp18/SEQ
ID NO:2 + MIXO(P, G)-Gemisch verwendet wurde.
-
Um
die Isotyp-spezifischen Tests durchzuführen, geht man wie folgt vor:
Man
arbeitet wie in Beispiel 1 zur Herstellung der Mikrotiterplatten
beschrieben.
-
Jedoch
können
die Seren, die zur Analyse der IgM verwendet werden, vor Inkubation
der zu analysierenden Seren unter den in Beispiel 1 angegebenen
Bedingungen wie folgt behandelt werden:
- – um die
IgG zu eliminieren (Voradsorption der IgG oder Vorbehandlung mit
einem humanen Anti-IgG-Serum
(Diagnostic Pasteur, Marnes-La-Vallée, Frankreich)) oder
- – um
die IgM mit einer Lösung
zu resolubilisieren, die den rheumatoiden Faktor absorbiert (Behringwerke AG,
Marburg, Deutschland),
entsprechend den Anweisungen der
Hersteller.
-
Zur
Entwicklung geht man wie folgt vor:
Nach 4 Waschgängen werden
die konjugierten Ziege-Antikörper (auch
sekundäre
Antikörper
genannt), die gegen die humanen Ig(G-A-M), die IgG, die IgA und
die IgM (Diagnostic Pasteur, Marnes-La-Coquette, Frankreich) gerichtet
sind, 1/10.000 in einem PBS-T-Puffer + 2% BSA verdünnt, 60
Minuten bei 37°C
inkubiert.
-
Die
zweiten konjugierten Antikörper,
die an Serum Ig binden, die auf dem Träger fixiert sind, werden wie
in Beispiel 1 beschrieben entwickelt.
-
Wie
in 8B gezeigt ist, reagieren alle
Seren außer
2 mit den IgG positiv; jedoch haben diese zwei IgG-negativen Seren erhöhte IgA-
und IgM-Reaktivitäten,
wie es durch die ausgefüllten
Quadrate in 8B angezeigt wird. Diese
Resultate stehen in Übereinstimmung
mit der Bindungsempfindlichkeit von 100% und der in IgG-A-M-Test
erhaltenen Spezifität
(4C oder 8A)
und mit der Tatsache, dass die Seren von gesunden Trägern (eine
in der Vergangenheit erfolgte Infektion) eine schwache IgA- und
IgM-Reaktivität
zeigen (8B).
-
Jedoch
sind 91% dieser Seren von Personen, die in der Vergangenheit infiziert
waren (gesunde Träger),
IgM-positiv, unter
diesen haben 78% einen Restgehalt an IgM (DO unter 1), verglichen
mit dem Extinktionswert, der für
die IgG erhalten wurde; nur 39% der Seren sind IgA-negativ; dies ist
in dem Maße
ein überaschendes
Resultat, als die Mehrzahl der Patienten als Gesunde oder Genesende,
d.h. IgM- und IgA-Negative, angesehen wurden.
-
Es
wurde lediglich ein Serum detektiert, das gleichzeitig erhöhte Gehalte
an IgM und an IgG hatte, während
es IgA-negativ war, was wahrscheinlich einen reinfizierten oder
primär-infizierten
Patienten anzeigt.
-
Um
die Spezifität
der IgM-Reaktion zu zeigen, wurden die Seren der gesunden Trägern mit
den Präzipitationsreagentien
der IgG behandelt: Serum, behandelt mit einem Anti-IgG-Serum oder
mit Resolubilisierungsreagentien der IgM oder Reagentien, die eine
Dekomplexierung der IgM ermöglichen:
Serum, behandelt mit einer Lösung, die
geeignet ist, den rheumatoiden Faktor zu absorbieren.
-
9 vergleicht
die drei durchgeführten
ELISA (nicht-behandeltes Serum, Serum, das mit einem Absorptionsmittel
behandelt war, und Serum, das mit Anti-IgG-Serum behandelt war). Man weist keine
signifikante Differenz nach, ein schwächeres Signal wird für ELISA
beobachtet, der an Seren durchgeführt wurde, die mit den Präzipitierungsreagentien
für IgG
behandelt worden waren.
-
Der
ELISA-Test mit VCAp18/SEQ ID NO:2 + MIXO(P, G) zur Detektion der
Ig(G-A-M) oder der IgG wurde mit einem herkömmlichen Immunfluoreszenzverfahren
verglichen, das als Antigen VCA oder eine Kombination VCA-EBNA-EA
zur Detektion der IgG in jedem der 46 IFA-positiven Seren (Behring-Verfahren)
verwendet wurde, wie es in 10 dargestellt
ist.
-
Wie
in den 10A und 10C dargestellt
ist, entsprechen erhöhte
IFA-Titer erhöhten
Extinktionswerten, wenn ELISA-Tests VCAp18/SEQ ID NO:2 + MIXO(P,
G) zur Detektion der Ig(G-A-M) oder der IgG durchgeführt werden.
-
Im Übrigen wird
eine deutliche Erhöhung
der Werte, die bei dem ELISA-Test mit VCAp18/SEQ ID NO:2-MIXO(P,
G) erhalten werden, für
IF-Titer, die schwach oder im Zwischenbereich liegen, beobachtet.
-
Diese
Situation ist für
die Detektion der IgG-A-M besonders wichtig und zeigt die Relevanz
der Detektion von IgG-A-M (10A, C).
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Derselbe
Typ eines Resultats wird für 10D beobachtet, der einen ELISA-Test,
der das Reagens VCAp18/SEQ ID NO:2 + MIXO(P, G) verwendet und einen
han delsüblichen
Behring-ELISA für
die Detektion der IgG vergleicht.
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Die
zwei EBV-positiven Seren, die der Detektion mit Hilfe des Reagenses
VCAp18/SEQ ID NO:2-MIXO(P, G) entkommen, zeigen IF-Titer, die schwach
sind oder im Zwischenbereich liegen (80. und 320.) und liegen unter
dem Mittelwert, der im Behring-ELISA-Test zur Detektion der IgG
beobachtet wurde.
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Dieses
Resultat ist in dem Maße
haltbar, wie eine andere Antigengruppe, einschließlich EA
und EBNA, im Behring-Test verwendet wird.
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Die 10B vergleicht den ELISA-Test mit VCAp18/SEQ
ID NO:2 + MIXO(P, G) zur Detektion der IgG-A-M gemäß der Erfindung
und dem Behring-ELISA-Test für
die Detektion der IgG. Zwischen den Reaktivitäten von IgG und IgG-A-M wird
keine klare Korrelation beobachtet, was nahe legt, dass die erfindungsgemäße Kombination
sehr spezifisch ist und zur Bindung aller humanen Isotypen beiträgt, einschließlich des Typs
M, der als der Isotyp angesehen wird, der die geringste Affinität hat und
der ganz zu Beginn der Infektion produziert wird.
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b) Untersuchung der Bindung
der Serumantikörper
an das erfindungsgemäße Reagens
VCAp18/SEQ ID NO:2 + MIXO(P, G), bei primär-infizierten Patienten
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Die
Reaktivität
der humanen IgG-A-M, IgG, IgA und IgM gegen VCA mit dem erfindungsgemäßen Reagens
VCAp18/SEQ ID NO:2 + MIXO(P, G) wird mit Hilfe eines ELISA-Tests
analysiert, wobei 28 EBV-negative Seren, die als Kontrollen selektioniert
wurden, und 40 EBV-positive Seren, die von primär-infizierten Patienten erhalten
wurden, und mit einem ELISA-Test (EBNA-VCA-EA) positive Resultate
auf Detektion der IgM liefern und negative Resultate mit einem Behring-ELISA-Test
auf die Detektion von humanem IgG gegen EBNA1 liefern, erhalten
wurden.
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Die
Resultate, die mit dem ELISA-Test, der das erfindungsgemäße Reagens
VCAp18/SEQ ID NO:2 + MIXO(P, G) verwendet, für die Detektion der IgG-A-M
erhalten wurden, werden in 11A dargestellt
und eine Studie der isotypischen Reaktion der verschiedenen Seren
wird in 11B dargestellt.
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Nur
sechs der EBNA1-negativen Seren zeigen ein Resultat über dem
Schwellenwert (cut off) für
die Reaktivität
gegenüber
den IgG-A-M (11A).
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Alle
diese Seren gehören
zu der Gruppe, die aus IgG- negativen
Seren (40%) besteht. Zwei von diesen reagieren mit einem Test und
werden als falsch-negativ angesehen.
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Darüber hinaus
gibt es zwei einzelne, die IgM-negativ sind (11B).
Als Folge dieser IgM-Negativität wurden
diese zwei Seren zur Bestätigung
ihrer Seropositivität
durch Immunfluoreszenz (IF) getestet. Die erhaltenen Titer entsprechen
den Werten im 10. und im 40. Diese sehr schwachen Titer zeigen ein
frühreifes
Stadium der Infektion durch EBV an. Eine Erklärung könnte die Detektion eines Antigens
als EA, das in den handelsüblichen
Kits enthalten ist, oder wahrscheinlicher eine Kreuzreaktion mit
einem anderen Virus der Herpes-Gruppe
(CMV, HSV ...) sein.
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Im Übrigen weisen
die 4 anderen Seren, die ebenfalls IgG-negativ sind, einen schwachen
IgM- und IgA-Wert auf, was ein frühreifes Stadium einer Primärinfektion
anzeigt.
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Die
Spezifität
der IgM-Reaktivität
wurde untersucht, indem die IgG-Reaktivität durch die Fällmittel
neutralisiert wurde.
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Wie
in den 12A und 12B dargestellt
ist, zeigen die nicht-behandelten Seren und die behandelten Seren
(RF-Absorptionsmittel) keinen Reaktivitätsunterschied.
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Dagegen
induziert die Voradsorption der IgG zwei falsch negativ Resultate
(12B). Jedoch sind diese zwei letzten
Seren IgG-A-M-positiv. Das eine von diesen wird nur IgA-positiv
entwickelt, während
das andere eine starke IgG-Reaktion und eine schwache IgA-Reaktion
liefert.
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13 vergleicht
einen ELISA-Test, der ein erfindungsgemäßes Reagens (VCAp18/SEQ ID
NO:2 + MIXO(P, G)) für
die Detektion der IgG verwendet, und einen Behring-ELISA-Test zur spezifischen
Detektion der Anti-EBV-IgM, bei dem ein Kernextrakt der durch EBV
infizierten Zellen als Antigen verwendet wird.
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Man
beobachtet keine Korrelation zwischen den mit diesen zwei ELISA-Tests
erhaltenen Werten. Mit dem erfindungsgemäßen Reagens wird eine Verschiebung
der Extinktionswerte beobachtet. Ein Serum, das ein schwer zu interpretierendes
Resultat mit dem Behring-Test zeigt, wird mit dem ELISA, der ein
erfindungsgemäßes Reagens
verwendet, wirksam detektiert, ebenso wie die spezifische Detektion
der IgM und der IgG gegen VCA erfolgt.
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c) Relevanz des erfindungsgemäßen Reagenses
VCAp18/SEQ ID NO:2 + MIXO(P, G) für die differentielle Serumdiagnostik
der durch eine Infektion mit EBV produzierten Isotypen.
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Die
Unterscheidung zwischen einer vergangenen Infektion (gesunder Träger) und
einer Primärinfektion
die bisher auf der IgM- und IgG-Reaktivität beruht, die mit den Behring-ELISA-Tests
erhalten wurden, verwendet das Reagens VCA + EBNA + EA für die Detektion
der IgM und IgG.
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Die 14 und 15 veranschaulichen
die Vergleichsresultate, die mit dem erfindungsgemäßen Reagens
VCAp18/SEQ ID NO:2 + MIXO(P, G) für die Detektion der humanen
IgM-Reaktion in zwei EBV-positiven Populationen, untersucht bezüglich ihres
IgG-Wertes, bestimmt durch das erfindungsgemäße Verfahren und durch klassische
Verfahren, erhalten wurden.
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Die
Extinktionswerte, die mit den Patienten, die in der Vergangenheit
eine Infektion gezeigt haben (gesunde Träger), erhalten werden, werden
auf der X-Achse aufgetragen (14A).
Diese Situation stimmt mit den Resultaten überein, die in der klassischen
Serologie mit diesem Patiententyp erhalten wurden (IgM-negative
und IgG-positive, wie sie mit einem Immunfluoreszenztest bestimmt
wurden).
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Lediglich
eines dieser Seren hat ein starkes IgM-positives Signal mit dem erfindungsgemäßen Reagens
VCAp18/SEQ ID NO:2 + MIXO(P, G) gegeben, was eine Primärinfektion
(14A) anzeigt. Außerdem erhält man während der Immunfluoreszenz
ein wichtiges IgG-Signal, man beobachtet nur ein schwaches IgG-Signal.
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Dieses
Resultat bestätigt
eine Reinfektion (oder eine Konvaleszenzphase) in dem Maße, wie
die IgA-Reaktion negativ ist; dieses Resultat zeigt das Interesse
des erfindungsgemäßen Reagenses
in der Detektion verschiedener Isotypen.
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Außerdem beobachtet
man im ELISA-Test, der mit dem erfindungsgemäßen Reagens durchgeführt wird,
eine Verschiebung entlang der X-Achse nach rechts.
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Im
Fall von primär-infizierten
Patienten sind die Werte, die mit den ELISA-Tests erhalten werden,
entlang der Y-Achse verstreut.
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In
der Tat zeigen die 15 (A und B) eine Verteilung
in der Diagonalen.
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Die
Isotypen M und G treten nach Beginn der Infektion nacheinander,
aber fast gleichzeitig auf.
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Folglich
ist es nicht überraschend,
den Isotyp G in den Seren von primär-infizierten Patienten zu
detektieren.
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Eine
relativ wichtige Untergruppe von Seren, die weder in der Diagonalen,
noch entlang der Y-Achse, aber nahe der X-Achse liegt, zeigt eine
latente oder persistente Phase der Infektion für diese Seren in dem Maße an, wie
die meisten von ihnen IgA-positiv sind. Diese Situation scheint
weniger für
die 15B zuzutreffen, in der man einen
Rückgang
der Anzahl von Seren entlang der X-Achse beobachtet.
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In überraschender
Weise ermöglichen
die erfindungsgemäßen Reagentien
auch die Detektion der globalen Ig-Reaktivität (IgG-A-M), wie auch die Detektion
der Reaktivität
jedes Isotyps (IgG, M oder IgA).
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Die
oben beschriebenen Resultate sind in der folgenden Tabelle III angegeben.
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Diese
Tabelle zeigt die Resultate, die für 86 Seren von Personen, die
gesunde Träger
sind, oder primärinfizierten
Personen erhalten werden, wenn nur das Peptid VCAp18/SEQ ID NO:2
verwendet wird; für
diese zwei Populationen beobachtet man 60% bzw. 51% positive Antworten
ohne Spezifitätsverlust.
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Legende
der Tabelle III: nb = nicht bestimmt; L = Seren von gesunden Trägern (IgM-negativ
und IgG-positiv); P = Seren von primär-infizierten Patienten (IgM-positiv
und in den meisten Fällen
IgG-positiv). Es gibt keine Hinweis bezüglich der IgA mit konventionellen
ELISA.
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Wenn
das erfindungsgemäße Reagens
VCAp18/SEQ ID NO:2 + MIXO(P, G) verwendet wird, erreichen die Prozentwerte
der positiven Resultate, die in den zwei Populationen erhalten werden,
97% bzw. 100%. Dieses letzte Resultat (Tabelle III, *) hängt von
den selektionierten Verwendungskonzentrationen für das Peptid VCAp18/SEQ ID
NO:2 ab und betrifft die Gesamt-IgG-A-M-Reaktivität.
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Wenn
man die Gesamtheit der Resultate betrachtet, so wird zwischen dem
klassischen Verfahren und dem Verfahren, das ein erfindungsgemäßes Reagens
verwendet (gute Empfindlichkeit) eine gute Korrelation (98,8%) beobachtet.
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Dies
beweist die Relevanz der IgG-A-M-Serumdetektion, die gewöhnlich als
wenig empfindlich und nur IgG-spezifisch
angesehen wird.
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Wenn
man die einzelnen Empfindlichkeiten von IgG, IgA und IgM mit den
Resultaten vergleicht, die bei der IgG-A-M-Detektion gemäß der Erfindung erhalten werden,
so entspricht die Letztgenannte etwa der Summe der Resultate, die
für jeden
Isotyp erhalten werden; insbesondere war keines der Isotyp-positiven
Seren negativ, wenn eine globale Reaktivität von Ig(GAM) nach dem erfindungsgemäßen Verfahren
nachgewiesen wurde.
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Diese
Resultate zeigen die Spezifität
und die Empfindlichkeit des erfindungsgemäßen Reagenses.
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Außerdem zeigen
diese Resultate, dass die Seren der Personen, die in der Vergangenheit
eine Infektion hatten, Restwerte an IgM aufweisen.
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Die
IgM-Reaktivitäten
sind überraschend,
da sie zu den Resultaten im Gegensatz stehen, die mit den Tests
des Standes der Technik beobachtet wurden.
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Diese
Resultate legen insbesondere nahe, dass die IgM zusammen mit den
IgG während
eines langen Zeitraums nach der Infektion noch vorliegen.
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