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Hintergrund der Erfindung
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1. Gebiet der Erfindung
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Die
Erfindung betrifft allgemein den Aufbau von Druckertreibern, und
insbesondere die Bereitstellung verbesserter Klammeroptionen für computererzeugte
gedruckte Dokumente.
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2. Beschreibung des Standes
der Technik
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Microsoft
Windows erlaubt, wie die meisten gegenwärtigen Betriebssysteme, einem
Benutzer mit irgendeinem einer Anzahl von Druckern zu drucken. Diese
Drucker können
direkt mit dem Computer des Benutzers verbunden sein, oder über ein
Netzwerk zugreifbar sein. Für
jede Marke und jedes Druckermodell und für jedes Betriebssystem ist
ein Druckertreiber erforderlich. Der Druckertreiber unterstützt das
Betriebssystem bei der Verbindung mit dem entsprechenden Drucker.
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Ein
Druckertreiber ist ein Softwareprogramm, welches auf dem Computer,
typischerweise auf der Festplatte des Computers vorhanden ist und im
Speicher (beispielsweise RAM) läuft,
im Gegensatz zum Drucker selbst. Der Zweck eines Druckertreibers
liegt darin, dem Computer ein Verständnis von den Fähigkeiten
des Druckers zu geben, so dass alle Druckereigenschaften verwendet
werden können.
Die meisten Betriebssysteme werden mit Druckertreibern für die bekanntesten
Druckermodelle ausgeliefert, jedoch können Druckertreiber separat erhältlich sein.
Bei einigen Betriebssystemen stehen die Druckertreiber in Zusammenhang
mit bestimmten Anwendungsprogrammen.
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Der
Druckertreiber teilt normalerweise dem Computer mit, welche Druckersprache
der Drucker verwendet, welche Schriftarten zur Verfügung stehen,
wie viele Papierzuführer
vorhanden sind, welche Papiergrößen unterstützt werden
können,
ob im Duplexbetrieb gedruckt werden kann, etc. Wenn ein Computersoftwarepaket
diese Information nicht hat, kann es den Drucker nicht in vollem
Umfang verwenden, oder Befehle senden, die zur Steuerung der Eigenschaften
des Druckers erforderlich sind.
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Die
meisten Drucker haben eine Reihe von Eigenschaften und Optionen,
die Benutzern zur Verfügung
stehen. Diese Optionen können
physikalischer oder logischer Natur sein. Physikalische Optionen
umfassen die Papiergröße, den
Papiertyp, die Papierquelle (Ablage, Einzug) und die Druckauflösung. Logische
Optionen umfassen das Layout (Querformat oder Hochformat), das Schriftartabbilden,
die Verwendung von PCL oder Postscript, Overlays/Wasserzeichen,
die Anzahl an Kopien und Grafikeigenschaften.
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Unter
Windows Betriebssystemen kann, wie bei den meisten Betriebssystemen,
ein Benutzer aus jeder Anwendung heraus einen von verfügbaren Druckern
als Ziel für
Druckaufträge
von der Anwendung auswählen.
Windows erlaubt dem Benutzer ebenfalls den Zugriff auf den Druckertreiber
aus den Anwendungen heraus, so dass der Benutzer Optionen und Eigenschaften,
die für
den ausgewählten
Drucker verfügbar
sind, auswählen
kann.
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Die
Sprache, die von einem Drucker verwendet wird, besteht aus einem
Satz von Befehlen, die befolgt werden, um Daten, die von einem Computer gesendet
werden, zu formatieren. Diese Befehle werden von dem Computer in
die Daten eingebettet, und vom Drucker interpretiert.
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Druckersprachen
lassen sich im allgemeinen in zwei Kategorien unterteilen, in Page
Description Sprachen (PDLs) und Escape Code Sprachen. Die Page Description
Sprachen sind im allgemeinen vielseitiger und höher entwickelt, wodurch komplexere Seiten
und Grafiken erzeugt werden können,
und geeignet für
typografisch vorgesetzte Dokumente, beispielsweise Präsentationsmaterialien,
technische Manuels, Kataloge, Werbebroschüren etc. Die Page Description
Sprachen werden normalerweise verwendet, um höher entwickelte sehr stark
formatierte Ausgaben zu erzeugen, einschließlich grafische Designprogramme,
vorgesetzte Textverarbeitungspakete, Arbeitsblätter mit übermäßigen Diagrammvermögen, und
Desktop-Publishingpakete.
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Escape
Code Sprachen sind im allgemeinen gekennzeichnet durch die Struktur
der Befehle, die sie verwenden, wobei jedem Befehl ein spezieller Code
vorangestellt ist (normalerweise der Escape Code, (1B Hexadezimal,
27 Dezimal), daher der Name), um zu kennzeichnen, dass die folgenden
Zeichen ein Befehl sind, und keine Daten, die zu drucken sind. Die
Escape Code Sprachen bieten nicht die Flexibilität von PDLs, und sind geeignet
für einfache
Dokumente, beispielsweise Briefe, Datenbankausdrucke und Dokumente,
die einfache Grafiken enthalten. Die meisten Escape Code Sprachen
bieten keine hochentwickelten typografischen Eigenschaften, und
obwohl sie einen Bereich von unterschiedlichen Schriftarten verwenden
können,
können die
meisten Escape Code Sprachen nur Text in einer begrenzten Anzahl
von Größen drucken,
und nicht spezielle Effekte handhaben, beispielsweise das Drucken
von Text unter einem Winkel oder auf einer gekrümmten Zeile.
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Laserdrucker
sind aufgrund ihrer Druckqualität
für alle
attraktiv, die mit Grafiken arbeiten. Daher haben einige Laserdrucker
die Fähigkeit,
andere grafische Ausgabegeräte,
beispielsweise einen Zeichenstift-Plotter zu emulieren. Die Mehrheit
der Zeichenstift-Plotter verwendet eine Sprache, die als HPGL (Hewlett-Packard
Graphics Language) bezeichnet wird, und ist für einen Laserdrucker üblich, um
die Fähigkeit
zur Verwendung von HPGL anzubieten.
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Drucker
verwenden normalerweise Einzelblattpapier (es gibt nur wenige Hochgeschwindigkeitsdrucker,
die Endlospapier verwenden). Die Papiergröße, die in den meisten Druckern
verwendet wird, ist auf die Größe der Papiereingabeablage/Kassette
festgelegt – auf
die Papierkassette, die in den Papiereinzugsmechanismus eingeführt wird.
Die meisten Drucken werden mit Papierablagen für eine einzelne Größe für Standardgeschäftspapiere
versehen, was in Nordamerika die "Letter"-Größe (8,5'' × 11'') und im Rest der Welt A4 (210 mm × 297 mm)
ist. Andere Papiergrößen können gehandhabt
werden, indem unterschiedliche Papierablagen verwendet werden, die
normalerweise optional sind, oder eine "manuelle Zuführungs"-Einrichtung, die es erlaubt, individuelle
Blätter
einer ungewöhnlichen
Papiergröße zu verwenden.
Der manuelle Einzug ist mühsam, da
jedes Blatt Papier von Hand dem Drucker zugeführt werden muss. Ein paar Druckermodelle
haben eine einstellbare Papierablage, die in der Lage ist, einen
Bereich von Papiergrößen zu verwenden,
entweder als Standardausstattung oder als eine optionale Extraausstattung.
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Zusätzlich zu
Papier können
die meisten Drucker auf andere Materialien drucken, beispielsweise
leichte Karten, Aufkleberlabels und Tageslichtprojektionsfolien.
Individuelle Druckermodelle haben ihre Grenzen bei der Handhabung
dieser Materialien, in Abhängigkeit
vom Designs des Druckmechanismus, wobei diese Grenzen nomalerweise
durch den Druckerhersteller in dem Benutzerhandbuch spezifiziert
sind. Die meisten Drucker können
ebenfalls auf Kuverts drucken, indem der manuelle Einzug verwendet
wird. Die Briefumschlageinzüge
sind oft auch verwendbar, um einen Stapel von Briefumschlägen zu halten
und einzuziehen.
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Die
Anzahl und die Kapazität
von Papiereingabezuführern
in einem Drucker variiert stark, in Abhängigkeit von der Größe und des
Typs des Druckers. Die Mehrheit der privaten Drucker hat einen Eingabezuführer, der
ungefähr
100 Blätter
Standardpapier aufnehmen kann, und eine manuelle Einzugsvorrichtung.
Die Papierzuführer
größerer Drucker sind
entsprechend größer, wobei
Bürodrucker
typischerweise 250 Blätter
pro Ablage aufnehmen, und oft erlauben, dass zwei Ablagen auf einmal
geladen sind. Arbeitgruppendrucker haben manchmal spezielle "Hochkapazitätszuführer", motorbetriebene
Papierzuführer
nehmen ungefähr
1000 Blätter
auf. Großproduktionsdrucker
können
verschiedene motorbetriebene Zuführer
aufweisen, die jeweils bis zu 2500 Blätter aufnehmen (ein 90 p. p.
m. Produktionsdrucker kann 5000 Blätter in der Stunde verwenden).
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Die
Steuerung des Druckers ist ein bestimmter Computer, der ein Bild
von Befehlen erzeugt, die er von dem Host-Computer, der das Dokument
sendet, empfängt.
Eine Steuerung muss verschiedene Prozesse durchführen, enthaltend eine Kommunikation
(mit dem Host-Computer
kommunizieren), Interpretation (die an ihn gesendeten Befehle finden
und verstehen, die normalerweise in den Daten, die zu drucken sind,
eingebettet sind), Formatieren (Vorbereiten, um ein Bild zu erzeugen,
einschließlich
das Einstellen der Papiergröße, der
Ränder,
Auswählen der
Schriftarten etc.), Rastern (Rastern ist die Erzeugung des Bildes
als eine Anordnung von Punkten, fertig für den Laser), und letztendlich
ein Liefern des Bildes an die Druckmaschine. Unterschiedliche Druckersprachen
stellen unterschiedliche Anforderungen an die Steuerung, und unterschiedliche
Hersteller verwenden unterschiedliche Ansätze, um die Steuerungen zu
entwickeln, so dass die Steuerung jedes Marken- und Druckermodells
leicht unterschiedlich arbeitet, jedoch den gleichen Effekt hat. Die
Steuerung ist typischerweise in das Druckergehäuse integriert, kann jedoch
auch ein Zusatz für
das Druckerhauptgehäuses
sein, mit einer separaten Energieversorgung.
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Die
Kommunikationsfunktion einer Druckersteuerung "spricht" mit dem Computer, der das zu druckende
Dokument sendet. Sie empfängt
Daten vom Drucker über
einen Kommunikationsanschluss, und teilt dem Computer mit, wann
das Senden der Daten zu stoppen ist, so dass sie die Daten, die
sie empfangen hat, verarbeiten kann, und wann die Daten erneut gesendet
werden sollen. Dieser Prozess ist als Quittierungsbetrieb bekannt, wobei
verschiedene unterschiedliche Quittierungsprotokolle existieren,
und das verwendete Protokoll vom Computertyp und dem verwendeten
Kommunikationsanschluss abhängt.
Viele Büro-
und Arbeitsgruppendrucker haben verschiedene Anschlüsse, die
eine gleichzeitige Verbindung mit verschiedenen Computern erlauben, in
welchem Fall die Kommunikationsfunktion zu allen gleichzeitig sprechen
muss, ohne durcheinanderzubringen, welche Daten von welchem Computer
stammen, oder die anderen Computer bitten muss zu warten, während es
den gegenwärtigen
Auftrag verarbeitet.
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Wenn
die Daten von dem Computer empfangen werden, liefert die Kommunikationsfunktion
die Daten entweder direkt an den Interpreter oder speichert sie
in einer Warteschlange. Das Warteschlangensystem ist als Job Spooling
bekannt, und wird üblicherweise
von großen
Arbeitsgruppen- und Produktionsdruckern verwendet. Die ankommenden
Daten werden gespeichert, normalerweise auf einer Festplatte, die
sich in dem Drucker befindet, und können gehalten werden, bis der
Druckeroperator sie für
das Drucken aktiviert. Auf Produktionsdruckern ist dies die normale
Arbeitsweise, da der Computer zu jeder Zeit Daten senden kann, und
der Druckeroperator diese nicht drucken muss, solange er oder sie
nicht bereit ist. Bei Arbeitsgruppendruckern werden die Daten normalerweise
in den Job Spool gegeben, der die Zeit reduziert, die der Computer
benötigt,
um die Daten an den Drucker zu senden.
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Die
Interpretationsfunktion der Steuerung, normalerweise als Interpreter
bezeichnet, prüft
die Daten, die von dem Computer gesendet werden, und identifiziert
den Befehl, der in den Daten enthalten ist. Die Befehle fallen in
verschiedene Kategorien, beispielsweise Druckersteuerung, Seitenformat,
Schriftartmanagement, Textlayout und Grafiken, und müssen in
der korrekten Reihenfolge und Priorität verwaltet und an den Formatierer
geliefert werden, wobei nicht korrekte oder ungültige Befehle ebenfalls verarbeitet
und dem Benutzer angezeigt werden müssen. Der Interpreter ist normalerweise
verantwortlich für das
Implementieren der Druckersteuerbefehle, welches Befehle sind, die
generische Operationen durchführen,
beispielsweise Auswählen
von Duplex oder Simplex, manueller Einzug und andere Befehle, die
keine Auswirkung auf die Formatierung der Seite haben. Bei einigen
Druckern macht dies alles der Interpreter, in anderen Druckern kann
der Interpreter ebenso die Befehle in eine Kurzform oder "tokenized"-Form bringen, die
der Formatierer effizienter verarbeiten kann. Der Interpreter liefert
die strukturierten Druckdaten an den Formatierer.
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Die
Formatierungsfunktion der Steuerung, als Formatierer bezeichnet, übernimmt
die strukturierten Druckdaten und verwaltet die Seite. Die erste Priorität ist normalerweise
das Einstellen der Papiergröße, und
dann der Ränder,
bis diese eingestellt sind, ist die Zeilenlänge unbekannt. Wenn die Zeilenlänge eingestellt
ist, kann der Formatierer den Text anordnen. Einige Computerprogramme
senden alle Befehle, die zur Positionierung des Textes auf der Seite
erforderlich sind, wobei exakt festgelegt wird, wo welches Zeichen
platziert wird, so dass der Formatierer sehr wenig zu tun hat, andere
Programme senden die minimalen Befehle, und erwarten vom Drucker
sich die Einzelheiten zu erarbeiten. Wenn beispielsweise der Formatierer
einen Befehl empfängt,
um den Text zwischen den Rändern
zu justieren, muss er, unter Verwendung der Schriftartbreiteninformation
für jeden
Buchstaben, die exakte Position jedes Buchstabens in der Zeile verteilen
und berechnen, so dass das Ende der Zeile des Textes das Ende eines
Wortes ist und exakt mit dem rechten Rand bündig abschließt. Wenn
die Schriftart, die durch einen Befehl angefordert wird, in dem
Drucker nicht verfügbar
ist, muss der Formatierer einen Ersatz auswählen und diesen statt dessen
verwenden. Sobald der Formatierer bestimmt hat, wie viel in die
Zeile passt, fügt
er einen neuen Zeilenbefehl ein, um die nächste Zeile zu beginnen. Der
Formatierer legt den Text aus, bis er den unteren Seitenrand erreicht
hat, oder das Ende der Daten. Der Formatierer verarbeitet ebenfalls
irgendwelche Grafiken auf der Seite, konvertiert Vektorgrafikbefehle
in Bitmaps, und prüft die
Gültigkeit
jeder Bitmapgrafik, die an den Drucker gesendet wird. Wenn die komplette
Seite formatiert ist, liefert sie der Formatierer als einen sehr
detaillierten Satz von Befehlen, die den Schriftsatz und die Position
jedes Buchstabens und die Position jeder Bitmapgrafik spezifizieren,
an die Rastervorrichtung.
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Die
Rastervorrichtung ist die Endstufe in dem Prozess zur Vorbereitung
eines Bildes zum Drucken, und wandelt die Befehle, die von dem Formatierer empfangen
werden, in eine Anordnung von Punkten um. Sie nimmt das Bitmap für jedes
Zeichen des Textes, und platziert es an der bestimmten Position
in dem Array, überlagert
dann das Array mit irgendwelchen Bitmapgrafiken, um das Muster zu
bilden, das zu drucken ist.
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Typische
Drucker leisten gute Arbeit beim Drucken von Dokumenten, haben jedoch
schlechte "Finishing" Fähigkeiten,
beispielsweise Sammeln und Heften. Bei einer neueren Druckergeneration, die
auf digitalen Kopierern basieren, sind einige Eigenschaften des
Kopierers während
des Druckens verfügbar.
Eine Anzahl von Druckern erlaubt jetzt einem Benutzer schnell mehrere
Kopien seines Dokuments zu drucken, die Kopien zu sammeln oder zu sortieren,
und ebenfalls die Kopien zu heften.
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Die
Finisher derartiger Drucker und von typischen Kopierern erlauben
ein Klammern nur an einer einzelnen Position, typischerweise in
der oberen linken Ecke des Dokuments. Einige Spezial- oder High-Endkopierer
erlauben ebenfalls ein Broschürenheften,
bei dem zwei Klammern entlang des linken Randes des Dokuments mit
einem bestimmten Abstand zueinander platziert werden. Bei diesen
Kopierern enthält
der Sortierer zwei Hefter an festen Orten, wobei einer der Hefter
in beiden Modi, dem Ein- und Zwei-Klammermodus verwendet werden
kann. Die Heftoptionen sind folglich bestenfalls auf zwei Typen
beschränkt:
Einheftklammern
in der linken oberen Ecke des Dokuments, oder Zweiheftklammern entlang
des linken Randes des Dokuments.
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Es
wurde vorgeschlagen, mehrere flexible Heftoptionen in einem Drucker
bereitzustellen. Gemäß einem
vorgeschlagenen System ist die Position eines Hefters in einer Vorrichtung
bewegbar bezüglich
einer gedruckten Seite. In diesem System kann der Finisher Heftklammern
an irgendeiner der vier Ecken des Dokuments anordnen, sowie unter
irgendeinem von vier Winkeln (horizontal, vertikal, nach links abgewinkelt
oder nach rechts abgewinkelt). Obwohl darüber spekuliert wurde, dass
die Heftklammerposition und der Winkel durch einen Benutzer von
einem Computer, der mit einem Drucker verbunden ist, auswählbar ist,
sind keine Vorrichtungen und Verfahren zur Erzielung der vorgeschlagenen
Enden offenbart.
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Die
WO 92/11596 offenbart ein Drucksystem mit einer automatischen Steuerung
eines rekonfigurierbaren Druckers basierend auf Benutzerdruckauftragseigenschaften,
beispielsweise die Heftposition, die Papiergröße, etc., was in einem Dokumentenkopf spezifiziert
ist. Wenn die Druckauftragsanforderungen durch den Drucker nicht
realisiert werden können,
werden die Druckerauftragsanforderungen automatisch derart geändert, dass
die bestmögliche Übereinstimmung
zwischen den Druckauftragsanforderungen und der Druckerfähigkeit
erreicht wird.
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Die
GB-A-2 264 560 offenbart ein Abbildungsgerät, welches Mittel aufweist,
zum Identifizieren der Orientierung des Bildes auf jeder Seite,
und wenn eine fehlerhafte Orientierung erkannt wird, wird die Orientierung
durch elektronisches Drehen des digital gespeicherten Bildes korrigiert.
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Aufgabe
der Erfindung ist folglich die Schaffung von verbesserten Druckerheftfähigkeiten.
Es ist eine weitere Aufgabe, die Anzahl der möglichen Heftpositionen zu erhöhen, ohne
zusätzliche
Hefter dem Finisher hinzuzufügen.
Es ist eine weitere Aufgabe, die Heftfähigkeiten eines Druckers allen
Papiertypen und Zuführungsrichtungen
verfügbar
zu machen. Es ist eine weitere Aufgabe, die Druckerfähigkeiten
zu verbessern, ohne das Modifikationen des Druckers oder des Finishers
erforderlich sind.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Die
im vorangegangenen beschriebenen Aufgaben werden durch ein System
und ein Verfahren zum Drucken von Dokumenten gelöst, welche einem Benutzer erweiterte
Heftpositionsoptionen bereitstellen. Gemäß der Erfindung, die im einzelnen
in den beigefügten
unabhängigen
Ansprüchen
definiert ist, kann ein Benutzer eines Druckers festlegen, wo Heftklammern
in seinem Dokument zu platzieren sind. Der Benutzer erhält eine
Ansicht eines Blatt Papiers auf seinem Computerschirm, und kann
mit seiner Maus auswählen,
wo er die Heftklammern haben möchte.
In Kenntnis der Papiergröße, der
Zuführungsorientierung
und der Bildorientierung kann der Druckertreiber dann die ausgewählten Heftklammerpositionen
des Benutzers auf die physikalischen Fähigkeiten des Druckers abbilden.
Der Druckertreiber informiert die Druckersteuerung über die
Heftposition für
den Auftrag, und wie viel (falls überhaupt) die Steuerung das
Bild vor dem Drucken drehen soll.
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Gemäß dem Verfahren
der Erfindung wird eine Objektinstanz bereitgestellt, die mindestens eine
Seite aufweist, die zu drucken ist, von einer Computerarbeitsstation
an einen Drucker. Die Computerarbeitsstation enthält eine
Anzeige, eine Benutzereingabevorrichtung und einen Druckertreiber.
Der Drucker enthält
eine Stapeleinheit, die in der Lage ist, Zusammenhaltvorrichtungen
an mindestens zwei Positionen zu platzieren. Das Verfahren weist
dann die Schritte auf, einem Benutzer an der Computerarbeitsstation
anzuzeigen, dass die Objektinstanz zu drucken ist; Aufrufen des
Druckertreibers; Gewinnen von Zusammenhaltevorrichtungspositionsvermögen, Papiergrößevermögen und
Zuführungsorientierungsvermögen des
Druckers; Gewinnen eines gewünschten
Papiertyps und einer gewünschten
Bildorientierung der Objektinstanz durch den Druckertreiber; Bestimmen
als logische Heftpositionen, wo auf den bedruckten Seiten der Objektinstanz
die Hefteinheit Zusammenhaltevorrichtungen anbringen kann, durch
den Druckertreiber; Anzeigen einer Darstellung von mindestens einer
Seite der Objektinstanz und der logischen Heftpositionen auf der
Anzeige durch den Druckertreiber; durch den Benutzer, der die Eingabevorrichtung
verwendet, dem Druckertreiber die logischen Heftpositionen zu erkennen
geben, denen der Benutzer wünscht,
dass der Drucker die Zusammenhaltevorrichtungen auf einer gedruckten Kopie
der Objektinstanz platzieren soll; und Senden eines Befehls oder
mehrerer Befehle an den Drucker durch den Druckertreiber, um ein
Ausmaß an
Drehung der Objektinstanz anzuzeigen, und wo die Zusammenhaltevorrichtungen
zu platzieren sind, um die logischen Heftpositionen, die von dem
Benutzer angezeigt worden sind, zu erfüllen.
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Weitere
Aufgaben und Vorteile der Vorrichtung und seiner Verwendung und
ein Betrieb werden einem Fachmann auf diesem Gebiet durch die folgende
Beschreibung offensichtlich.
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Beschreibung
der Figuren
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Weitere
Aufgaben dieser Erfindung, zusammen mit zusätzlichen Eigenschaften, die
dazu beitragen, und Vorteilen, die davon kommen, werden durch die
folgende Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung
offensichtlich, welches in den beigefügten Zeichnungen gezeigt ist,
wobei gleiche Bezugsziffern entsprechende Teile durchgehend kennzeichnen,
und die in Verbindung mit den folgenden Zeichnungen zu lesen ist.
Es zeigen:
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1 ein Blockdiagramm eines
Computernetzes zur Verwendung in Verbindung mit der Erfindung;
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2 ein repräsentatives
Bildschirmbild, welches einen Schritt zum Auswählen einer Druckerkonfiguration
gemäß der Erfindung
zeigt;
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3 ein repräsentatives
Bildschirmbild, welches einen anderen Schritt zeigt zum Auswählen einer
Druckerkonfiguration gemäß der Erfindung;
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4A und 4B repräsentative Teilbildschirmbilder,
die Heftoptionen gemäß der Erfindung zeigen;
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5A und 5B mögliche
physikalische Heftpositionen für
eine gedrehte Seite;
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6A und 6B mögliche
physikalische Heftpositionen für
eine nichtgedrehte Seite;
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7 ein Flussdiagramm eines
Verfahrens des Auswählens
von Heftpositionen für
ein gedrucktes Dokument gemäß der Erfindung.
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Diese
und zusätzliche
Ausführungsbeispiele der
Erfindung werden durch die folgende detaillierte Beschreibung, wobei
ein dargestelltes Ausführungsbeispiel
beschrieben werden, besser verstanden.
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Detaillierte
Beschreibung der Erfindung
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In
dieser Beschreibung sollen die bevorzugten Ausführungsbeispiele und Beispiele
als beispielhaft betrachtet werden, und nicht als Beschränkungen
auf die Vorrichtung und die Verfahren der Erfindung.
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In 1 ist ein Blockdiagramm
eines LAN 100 gemäß der Erfindung
gezeigt. Das LAN 100 enthält einen Dateiserver 120,
Computerarbeitsstationen 150, und Drucker 180a, 180b,
die miteinander über
Netzwerkverbindungsleitungen 160 miteinander verbunden
sind. Der Dateiserver 120 und die Computerarbeitsstationen 150 sind
vorzugsweise allgemein bekannt, beispielsweise Computer mit Prozessoren der
Firma Intel (Santa Clara, Kalifornien) und Windows Betriebssystemen
der Firma Microsoft (Redmond, Washington). Auf den Computerarbeitsstationen,
beispielsweise Computerarbeitsstationen 150 befinden sich
typischerweise mehrere Anwendungsprogramme, mit welchen ein Benutzer
Objektinstanzen erzeugen, bearbeiten und drucken kann, indem Eingabe/Ausgabe-Vorrichtungen,
beispielsweise eine Anzeige 150a, eine Maus und eine Tastatur (nicht
gezeigt) verwendet werden. Diese Anwendungsprogramme können für eine Textverarbeitung, für Grafiken,
für Arbeitsblätter, Präsentationen
und viele andere Zwecke sein.
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Das
LAN 100 kann ebenfalls Hubs, Routers und andere Vorrichtungen
(nicht gezeigt) aufweisen. Ferner können die Drucker direkt mit
dem Dateiserver 120 und den Computerarbeitsstationen 150 verbunden
sein. Weitere Drucker und andere Vorrichtungen, beispielsweise multifunktionale
Peripheriegeräte
(MFPs) und Faxgeräte,
können
mit dem oben beschriebenen LAN 100 gekoppelt werden.
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Bevor
es weitergeht, werden ein paar Begriffe definiert. Mit "Server" ist eine Hardware
oder eine Software gemeint, die Netzdienste bereitstellt. Mit "Dateiserver" ist ein Computer gemeint,
der den Zugriff auf Datei- und Plattenressourcen in einem Netz steuert,
und Sicherheit und Synchronisation in dem Netz durch ein Netzbetriebssystem
gewährleistet.
Mit "Computerarbeitsstation" ist ein Client Computer
gemeint, der Befehle entweder an sein lokales Betriebssystem oder
an einen Netzschnittstellenadapter zur Verarbeitung und Übertragung
an das Netz leitet. Eine Computerarbeitsstation kann also Server
dienen, indem eine entsprechende Software verwendet wird, und kann
beispielsweise ein Druckserver, ein Archivserver oder ein Kommunikationsserver
sein. Eine Computerarbeitsstation kann ferner in einer nichtvernetzten
Umgebung verwendet werden, wobei beispielsweise ein Drucker eine
direkte Verbindung zu der Computerarbeitsstation hat. Mit "Software" ist ein oder sind
mehrere computerinterpretierbare Programme und Module gemeint, die
sich auf die Durchführung
einer bestimmten Funktion beziehen und vorzugsweise integriert ausgebildet
sind. Mit "Objektinstanz" ist eine Instanz
eines logischen Konstrukts gemeint, welches eine vorhandene Anwendung
erzeugt und bearbeitet, beispielsweise die Objektinstanz eines Textverarbeitungsdokuments
ist ein Dokument, die Objektinstanz eines Tabellenkalkulationsprogramms
ist ein Arbeitsblatt.
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Mit "Druckertreiber" ist (1) ein Programm
gemeint, welches die physikalischen Eigenschaften eines Druckers
berücksichtigt,
und welches verwendet wird, um Grafiken und Text in gerätespezifische
Daten zum Zeitpunkt des Ausdrucks umzuwandeln, oder (2) eine Datei,
die die physikalischen Eigenschaften eines Druckers beschreibt,
und die von einem Betriebssystem oder einer anderen Software verwendet
wird, um Text und Grafiken in gerätespezifische Daten zum Zeitpunkt
des Ausdruckens umzuwandeln.
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Mit "Drucker" ist eine Ausgabevorrichtung gemeint,
die einen Ausdruck eines Datensatzes erzeugt, typischerweise auf
Papier, und Laserdrucker, Tintenstrahldrucker und druckfähige Multifunktionsperipheriegeräte enthält. Ein
Drucker gemäß der Erfindung
enthält
eine Hefteinheit. Mit "Hefteinheit" ist eine elektromechanische
Vorrichtung gemeint, die mit einem Drucker integriert ist, entweder
intern oder als Zusatz über
beispielsweise einen Heft-Sortierer oder
Finisher, und die auf Anweisungen antwortet, die an den Drucker
gesendet werden, um biegbare Zusammenhaltevorrichtungen, beispielsweise
eine Heftklammer, an einem Ausdruck, der von dem Drucker ausgegeben
wird, anzubringen.
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Fachleute
auf diesem Gebiet kennen den Betrieb von objektorientierten Betriebssystemen,
beispielsweise MS Windows und von Anwendungsprogrammen, die designed
sind, um damit zu arbeiten. Das meiste in den Zeichnungen, einschließlich der Funktionalität, die durch
die in den Zeichnungen gezeigte Objekte dargestellt ist, wird von
Fachleuten auf diesem Gebiet ohne große Beschreibung verstanden.
Eine Erklärung
der Verwendung von MS Windows und verschiedener Anwendungsprogramme sind
in Veröffentlichungen
leicht verfügbar,
beispielsweise in Windows 95 "Für Dummies", zweite Ausgabe,
und WordPerfect 8 für
Windows für
Dummies (beide veröffentlicht
von IDG Bücher).
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Das
Verfahren zur Konfigurierung eines Druckers gemäß der Erfindung wird unter
Bezugnahme auf 7 erklärt, die
ein Flussdiagramm des Verfahrens zeigt, und die 2 bis 6,
die Bildschirmabbildungen und Teilbildschirmabbildungen zeigen.
In dem ersten Schritt kennzeichnet ein Benutzer eine Objektinstanz
zum Drucken und aktiviert einen Druckertreiber an einer der Computerarbeitsstationen 150 (Schritt 700).
In MS Windows können
Objektinstanzen zum Drucken von innerhalb einer bestimmten Anwendung
aus ausgewählt
werden, während
die Objektinstanz bearbeitet wird, beispielsweise als ein Wortprozessor,
oder aus Ansichten von Listen von Dateien, beispielsweise Windows
Explorer. Die Objektinstanz kann beispielsweise ein Dokument sein, oder
eine oder mehrere ausgewählte
Seiten eines Dokuments.
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2 zeigt ein Bildschirmbild
eines typischen Textverarbeitungsanwendungsprogramms, WordPerfect.
WordPerfect ist veröffentlicht
von Corel Corporation (Ottawa, Kanada). In 2 ist die Bearbeitung eines Dokuments
mit WordPerfect gezeigt. Wie viele MS Windows Anwendungen, um ein
Dokument in WordPerfect zu drucken, wählt der Benutzer "File" 210 aus
der Menüleiste
im oberen Bereich des Bildschirms aus, und dann "Print" 220. Abkürzungswege sind ebenfalls typischerweise
bereitgestellt und beispielsweise über Makros, Abkürzungstasten
und Bildschirm-Icons/Schaltflächen
implementiert.
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Sobald
der Benutzer die Druckfunktion ausgewählt hat, erzeugt WordPerfect,
wie die meisten MS Windows Anwendungen, ein Dialogfenster 300, wie
in 3 gezeigt. In dieser
Dialogbox kann der Benutzer aus einer Liste 320 einen bestimmten
Drucker, auf dem zu drucken ist, auswählen, falls mehr als einer
verfügbar
ist. 1 zeigt zwei Drucker 180a, 180b,
die von Computerarbeitsstationen 150 zugreifbar sind.
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Das
Dialogfenster 300 erlaubt typischerweise dem Benutzer den
Druckertreiber des ausgewählten
Druckers zu aktivieren, um bestimmte standardmäßige Eigenschaften für Druckaufträge, die
an den ausgewählten
Drucker gesendet werden, zu verändern,
oder um die Vorteile bestimmter Fähigkeiten des Druckers zu nutzen.
Dies erfolgt typischerweise durch Drücken der "Properties"-Schaltfläche 310 mit der Maus.
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Diese
Möglichkeit
zur Modifizierung der Eigenschaften des Druckers von dem Druckertreiber sollte
nicht verwechselt werden mit der Fähigkeit, Druckeigenschaften
der Objektinstanz zu modifizieren. Beispielsweise erlaubt WordPerfect
dem Benutzer, unterschiedliche Papiertypen, Zeichensätze und viele
andere Druckausgabeeigenschaften auszuwählen. Diese Optionen sind jedoch
unabhängig
von den Fähigkeiten
des ausgewählten
Druckers verfügbar,
oder unabhängig
von irgendeinem Drucker, der verfügbar sein könnte. Wenn der Benutzer eine
bestimmte Ausgabeeigenschaft ausgewählt hat, die der Drucker nicht
unterstützt,
versucht der Drucker die ausgewählte
Eigenschaft mit den ausgewählten
tatsächlichen
Fähigkeiten
des Druckers abzustimmen.
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Sobald
der Druckertreiber aufgerufen ist, sammelt er zwei Typen von Information.
Der erste Typ betrifft die Fähigkeiten
des ausgewählten
Druckers. Der zweite Typ an Information betrifft die Objektinstanz,
die zu drucken ist.
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In
Schritt 710 erhält
der Druckertreiber die Heftklammerpositionsfähigkeiten, die Papiergrößefähigkeiten
und die Zuführungsorientierungsfähigkeiten
des ausgewählten
Druckers. Es gibt allgemein bekannte Techniken für Druckertreiber, um die Fähigkeiten
des Druckers zu erhalten, und keine bestimmte Technik soll hier
ausgeschlossen sein. Diese umfassen eine Befragung des Druckers,
und ein Vertrauen auf die Installationsstandardeinstellungen oder
andere Standards. Da ein Drucker mit einer Hefteinheit notwendig
ist, um das Verfahren durchzuführen,
wird für
die gegenwärtigen
Zwecke angenommen, dass der ausgewählte Drucker eine Hefteinheit aufweist.
Mit "Heftpositionsvermögen" sind die Stellen
auf gedruckten Seiten gemeint, wo die Hefteinheit Heftklammern platzieren
kann, und dies kann Papiergrößenabhängig sein.
Mit "Papiergrößefähigkeiten" sind die Typen und
die Größen von
Papier gemeint, für
die der Drucker konfiguriert ist, um zum Drucken verfügbar zu
sein. Eine leere oder ungeeignet gefüllte Papierquelle kann dies
beeinträchtigen.
Mit "Zuführungsorientierung" ist die Richtung
gemeint, in welcher der Drucker den Ausdruck ausgibt, und ist typischerweise
als "Long edge"-Zufuhr oder "Short edge"-Zufuhr definiert.
Long Edge Zufuhr ("LE") bedeutet, dass
beispielsweise für
Papier der Lettergröße, das
Papier entlang des 11''-Randes zugeführt und
ein 8½''-Rand ausgegeben wird.
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Als
nächstes
erhält
in Schritt 720 der Druckertreiber eine Papiertypauswahl
und eine Bildorientierungsauswahl für die Objektinstanz. Viele
Anwendungsprogramme haben Mittel, um dem Benutzer zu erlauben, den
Papiertyp und die Bildorientierung auszuwählen. Da einige Anwendungsprogramme
keine derartige Funktion aufweisen, liefern die meisten Druckertreiber
eine ähnliche
Funktion. Typischerweise wird eine Auswahl, die durch einen Druckertreiber
vorgenommen wird, von einer Auswahl von einem Anwendungsprogramm überschrieben. Der
Benutzer oder der Druckertreiber versichert, dass die Anwendungspapiergrößeeinstellungen
und die Orientierung gleich denen sind, die von dem Druckertreiber
ausgewählt
werden.
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In
typischen Anwendungsprogrammen, wenn ein Benutzer ein Dokument erzeugt,
weist das Anwendungsprogramm einen Standardpapiertyp und eine Standardbildorientierung
dem Dokument zu, und dies wird als Teil des Dokuments gespeichert. Die
Papiergrößen, die
typischerweise von Anwendungsprogrammen angeboten werden, sind Letter, Legal
und A4. Die Bildorientierungen, die von Anwendungsprogrammen angeboten
werden, sind Hochformat und Querformat. Die Bildorientierung sollte
nicht verwechselt werden mit der Zuführungsausrichtung. Die Zuführungsausrichtung
bezieht sich darauf, wie das Papier aus dem Drucker kommt, wohingegen
die Bildorientierung sich darauf bezieht, wie die Objektinstanz
auf der ausgewählten
Papiergröße erscheint.
Typische Anwendungsprogramme enthalten ein Mittel, das dem Benutzer
erlaubt, den Papiertyp und die Bildorientierung zu ändern. Selbst
für nicht Windows
Betriebssysteme gibt es üblicherweise
eine Standardpapiergröße und -bildorientierung.
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Da
ein Druckertreiber typischerweise mehr über die Fähigkeiten eines in Verbindung
stehenden Druckers weiß,
erlaubt ein Druckertreiber typischerweise einem Benutzer Einstellungen
auszuwählen, die
näher an
dem physikalischen Vermögen
des in Zusammenhang stehenden Druckers liegen. Typische Druckertreiber
liefern einem Benutzer eine Liste von verfügbaren Papierquellen, beispielsweise
Kassetten, und der Benutzer wählt
aus dieser Liste aus. Typische Druckertreiber liefern einem Benutzer ebenfalls
eine Liste von verfügbaren
Papiertypen, und der Benutzer wählt
aus dieser Liste aus. Typische Druckertreiber liefern einem Benutzer
ebenfalls eine Liste von verfügbaren Bildausrichtungen,
und der Benutzer wählt
aus dieser Liste aus. Die bevorzugten Druckertreiber enthalten diese
Fähigkeiten.
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Wenn
der Benutzer eine Papierquelle von dem Druckertreiber auswählt, beschränkt der
Druckertreiber vorzugsweise die Liste von Papiertypen auf nur diejenigen,
die der Druckertreiber als für
die ausgewählte
Papierquelle verfügbar
kennt. Wenn der Benutzer beispielsweise eine Papierkassette mit
einem Papier der Legal-Größe auswählt, dann
beschränkt
der Druckertreiber die Auswahl des Benutzers für Papiertypen auf Legal.
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Mit
dem jetzt ausgewählten
Papiertyp und der Bildorientierung, und den bekannten Fähigkeiten des
Druckers in Bezug auf Papiertypen, Zuführungsausrichtung und Heften,
bestimmt der Druckertreiber, an welchen Stellen die Hefteinheit
Heftklammern auf eine ausgedruckte Kopie der Objektinstanz anbringen
kann (Schritt 740). Diese potentiellen Heftpositionen werden
hier als "logische
Heftpositionen" bezeichnet.
Wenn der Benutzer keine Papierquelle auswählt, dann wählt der Druckertreiber vorzugsweise standardmäßig eine
Papierquelle mit Long Edge Zufuhr aus. Die Bestimmung von logischen
Heftpositionen kann entweder gemäß einem
Algorithmus oder durch Suchen der logischen Heftpositionen in einer Tabelle
sein. Die Tabelle kann beispielsweise in den Druckertreiber oder
in den Drucker integriert und für den
Druckertreiber verfügbar
sein.
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Der
Druckertreiber zeigt als nächstes
auf der Anzeige 150a der Computerarbeitsstation eine Darstellung
mindestens einer Seite der Objektinstanz an (Schritt 760)
und die logischen Hefterpositionen (Schritt 765). Vorzugsweise
wird nur die erste Seite angezeigt. Der Druckertreiber gemäß der Erfindung kann
einen Dialog 400A, 400B, wie beispielsweise in 4A und 4B gezeigt, erzeugen.
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Für dieses
Beispiel sei angenommen, dass ein Papier mit Letter-Größe und eine
Quelle ausgewählt
worden sind, und dass der Drucker Heftklammern an drei Stellen entlang
des linken Randes des Papiers anbringen kann. Es sei ebenfalls angenommen,
dass das Papier in Längsrichtung
zugeführt wird.
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In 4A ist auf einer "Stapling" Registerkarte 410A eine
Darstellung 420A reduzierter Größe einer Seite der ausgewählten Objektinstanz
gezeigt (die erste Seite dieser Patentanmeldung). Auf der Darstellung 420A überlagert
der Druckertreiber vorzugsweise eine oder mehrere Ankreuzfelder 430A an jeder
logischen Heftposition. Die Darstellung 420 ist Letter-Größe, Hochformat
orientiertes Dokument. Die Darstellung 420A ist vorzugsweise
proportional zu dem, was ausgedruckt wird, und vorzugsweise mit der
oberen Seite nach oben (anstelle von der oberen Seite nach unten
oder anderweitig gedreht).
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In 4B ist eine "Stapling"-Registerkarte 410B gezeigt,
mit einer Darstellung 420B reduzierter Größe einer
Seite eines Dokuments in Querformatausrichtung. Die Ankreuzfelder 430B zeigen
logische Heftpositionen.
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Unter
der Annahme, dass zwei Dokumente mit dem gleichen Drucker auszudrucken
sind, indem die gleiche Kassette und die gleiche Papiergröße verwendet
werden, jedoch nur ihre Bildausrichtungen unterschiedlich sind,
sollten die logischen Heftpositionen relativ zu der Seite gleich
sein. Dies ist in den 4A und 4B gezeigt. In 4A sind die logischen Heftpositionen
an drei Stellen auf jedem der langen Ränder des Papiers angeordnet.
In 4B sind die logischen
Heftpositionen ebenfalls an drei Stellen jeweils an den langen Rändern des
Papiers angeordnet.
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Der
hypothetische Drucker gemäß dem Beispiel
kann Heftklammern nur an drei Positionen auf der linken Seite eines
in Längsrichtung
zugeführten Papiers
der Letter-Größe anbringen.
Der Druckertreiber erkennt jedoch, dass wenn das Bild vor dem Drucken
um 180° gedreht
werden würde,
ein gespiegelter Satz von Heftpositionen entlang des rechten Randes
des Papiers erhalten wird.
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In 4A ist das Ankreuzfeld 431A als
angekreuzt gezeigt. Dies wird vorzugsweise erreicht, indem der Benutzer
einen Mauscursor über
das Ankreuzfeld 431A bewegt und die Maus klickt (Schritt 770).
Andere Techniken für
den Benutzer zur Auswahl der Heftpositionen liegen innerhalb des
Schutzbereichs der Erfindung, und können enthalten ein Bewegen
von "logischen Heftklammern" auf der Seite an
die gewünschten
Positionen, den Namen der Positionen, Radiobuttons, etc. über eine
Tastatur eingeben. In einem Ausführungsbeispiel,
wenn der Mauscursor über
den Bitmapbereich bewegt wird, der die logische Ansicht der Seite
darstellt, ändert
sich der Pfeil in eine Hand an jeder logischen Heftposition. Wenn
der Benutzer die linke Maustaste drückt, wenn er über den
logischen Heftpositionen ist, dann wird die Position ausgewählt, sowie
das entsprechende Datenstück
in der Radiobuttongruppe.
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Gemäß anderen
Ausführungsbeispielen kann
die Auswahl einer logischen Heftposition andere vorwegnehmen. Beispielsweise
kann die Hefteinheit nur die Fähigkeit
aufweisen, Heftklammern an einem Rand der Seite anzubringen. Wenn
die Seite um 180° gedreht
wird, könnte
jedoch die Hefteinheit auf dem gegenüberliegenden Rand der Seite
anbringen. In derartigen Fällen,
vorzugsweise wenn der Benutzer eine logische Heftposition auswählt, die
andere logische Heftpositionen vorwegnimmt, führt der Druckertreiber die
Vorwegnahme der logischen Heftpositionen unauswählbar durch. Dies erfolgt vorzugsweise
durch Grauhinterlegung der Ankreuzfelder 430A, und des
Nichtankreuzens, wenn der Benutzer versucht sie auszuwählen. Alternativ
könnten
die Ankreuzfelder 430A nicht angezeigt werden. In den in den 4A und 4B gezeigten Beispiele nimmt die Auswahl
irgendeiner logischen Heftposition 430A, 430B alle
logischen Heftpositionen auf der gegenüberliegenden Seite der Seite
vorweg.
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Obwohl
die 4A und 4B Darstellungen einer Seite
einer Objektinstanz in reduzierter Größe zeigen, können andere
Darstellungen innerhalb des Schutzbereichs der Erfindung liegen.
Beispielsweise wird ein großer
Buchstabe (beispielsweise "T" oder "A") als Darstellung verwendet, da dies
eine leichtere Implementierung liefert. Alternativ könnte eine
Grafik verwendet werden. Das wichtige Merkmal der Darstellung, liegt
darin, dass sie dem Benutzer die logischen Heftpositionen in Bezug
auf die gedruckte Erscheinung der Objektinstanz darstellt.
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Der
Benutzer bestätigt
dann seine Auswahl durch Klicken der Maustaste auf eine "OK"-Schaltfläche 440A, 440B oder
eine "Apply"-Schaltfläche 445A, 445B.
Ohne jede weitere Benutzerinteraktion bestimmt der Druckertreiber
dann, ob, damit die Stapeleinheit Heftklammern an die ausgewählten logischen
Heftpositionen anbringen kann, das Bild der Objektinstanz gedreht
werden muss, und ebenfalls die physikalischen Heftpositionen, die
den ausgewählten
logischen Heftpositionen auf der Seite, rotiert oder nicht rotiert,
entsprechen.
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Der
Druckertreiber gibt dann in Schritt 780 Anweisungen an
den Drucker, um die Objektinstanz zu drucken, wie durch den Benutzer
ausgewählt,
einschließlich
Anweisungen, welche physikalischen Heftpositionen ausgewählt wurden,
und ob das Bild vor dem Drucken zu drehen ist.
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Wie
in 5A gezeigt, wurde
das Bild 520A der gedruckten Objektinstanz um 180° gedreht,
so dass eine Heftklammer 531A an einer logischen Heftposition 431A (4A) angebracht werden kann.
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In ähnlicher
Weise, wie in 5B gezeigt, wurde
das Bild 520B der gedruckten Objektinstanz um 180° gedreht,
so dass eine Heftklammer 531B an der logischen Heftposition 431B angebracht
wird (4B). Ein derartiges
Ergebnis kann beispielsweise erreicht werden, indem ein Druckerbefehl
zur Drehung des Bildes um 180° und
zur Anbringung einer Heftklammer an der Position "3" gesendet wird.
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Wie
in den 6A und 6B gezeigt, wenn die Heftklammern 631A, 631B an
der gegenüberliegenden
Seite der Seiten anzubringen sind, im Gegensatz zu den 5A und 5B, dann wird das Bild ohne Drehung ausgedruckt,
und die Heftklammern an den entsprechenden gedruckten Seiten ohne
Drehungen angebracht 631A, 631B.
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Es
gibt viele andere mögliche
Kombinationen von Druckfähigkeiten
in bezug auf die Ausrichtung, Papiertyp, Zuführungsrichtung und physikalische
Heftpositionen. Es ist folglich denkbar, dass es notwendig oder
vorteilhaft sein kann, das Bild der Objektinstanz um 90°, 180°, 270° oder um
irgendeinen anderen Winkel zu drehen. All diese Drehungen liegen
innerhalb des Schutzbereichs der Erfindung. Das wichtige Merkmal
liegt darin, dass der Druckertreiber in der Lage ist, alle möglichen
logischen Heftpositionen dem Benutzer zur Verfügung zu stellen, und sobald
der Benutzer die Heftpositionen ausgewählt hat, sendet der Druckertreiber
entsprechende Anweisungen an den Drucker, die die physikalischen Heftpositionen
identifizieren, und ein Vordruckbilddrehen, um dies zu erreichen.
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Obwohl
Ausführungsbeispiele
der Erfindung gezeigt und beschrieben wurden, ist es offensichtlich für einen
Fachmann auf diesem Gebiet, dass viele Änderungen, Modifikationen oder
Abwandlungen der Erfindung vorgenommen werden können, ohne den Schutzbereich
zu verlassen. All solche Änderungen, Modifikationen
und Abwandlungen sollen folglich als innerhalb des Schutzbereiches
der Erfindung liegend angesehen werden. Beispielsweise, obwohl die
Erfindung in Bezug auf ein LAN 100 beschrieben wurde, können Merkmale
der Erfindung, neben den Ansprüchen
definiert, ebenfalls von Vorteil sein, in einer nichtvernetzten
Umgebung.