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DE69820367T2 - Bestimmung von Luftwegwiderstand und Lungennachgiebigkeit - Google Patents

Bestimmung von Luftwegwiderstand und Lungennachgiebigkeit Download PDF

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DE69820367T2
DE69820367T2 DE69820367T DE69820367T DE69820367T2 DE 69820367 T2 DE69820367 T2 DE 69820367T2 DE 69820367 T DE69820367 T DE 69820367T DE 69820367 T DE69820367 T DE 69820367T DE 69820367 T2 DE69820367 T2 DE 69820367T2
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airway
flow rate
gas
pressure
resistance
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DE69820367T
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Robert Q. Madison Tham
Duncan P. L. Madison Bathe
William A. Madison Theisen
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Datex Ohmeda Inc
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Ohmeda Inc
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B5/00Measuring for diagnostic purposes; Identification of persons
    • A61B5/08Measuring devices for evaluating the respiratory organs
    • A61B5/085Measuring impedance of respiratory organs or lung elasticity

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Description

  • HINTERGRUND DER ERFINDUNG
  • Die vorliegende Erfindung betrifft im Allgemeinen die Bestimmung des Luftwegwiderstandes und der Lungennachgiebigkeit und insbesondere die Anwendung eines Lösungswegs für ein Kreislaufmodell zum Auffinden des Luftwegwiderstandes und der Lungennachgiebigkeit, wobei mindestens eine Komponente nicht linear ist.
  • In einem Anästhesieverfahren ist es vorteilhaft, den Luftwegwiderstand und die Lungennachgiebigkeit mit einer bestimmten Gewissheit zu kennen, um die Eignung des Atmungs-Managementsystems zu ermitteln. Obwohl einige Versuche unternommen wurden, den Luftwegwiderstand zu bestimmen, wird dieser zumeist als linear angenommen, wobei er es eigentlich nicht ist. Andere wiederum ziehen die Wirkungen der Lungennachgiebigkeit nicht in Betracht. Somit ermangeln beide Systemtypen in der genauen Bestimmung der Parameter, was in einigen Fällen zu großen Ungenauigkeiten führt.
  • Es wird nachfolgend gezeigt, dass solche Systeme, bei denen eine lineare Widerstands-Beziehung zwischen dem Druck und der Strömung im Luftweg eines Patienten angenommen wird, bei intubierten Patienten nicht richtig funktioniert. Es wird ferner davon ausgegangen, dass derartige lineare Systeme bei direkter Anordnung in dem Luftweg des Patienten nicht geeignet funktionieren, da ein endotracheales Röhrchen dem natürlichen Weg und der natürlichen Form des Luftweges eines Patienten folgt. Der in den Ergebnissen aus derartigen linearen Techniken zur Bestimmung des Widerstands und der Nachgiebigkeit gefundene Fehler erhöht sich dramatisch mit Variieren der Atmungs-Strömungsraten. Eine Veränderung der Strömungsraten ist bei Anästhesieverfahren üblich und kann durch Veränderungen der Atmungsparameter der Tidalvolumen, der Einatmungsströmungen oder der Frischluftzufuhr in den Atmungskreislauf verursacht werden. Um von einer derartigen linearen Beziehung ausgehen zu können, muss eine konstante Strömungsrate aufrecht erhalten werden. Eine derartig unerwünschte Abhängigkeit auf dieses Erfordernis einer konstanten Strömungsrate kann jedoch auch Fehler gerade bei diesen veranschlagten Parametern verursachen, weil sich die Strömungsrate auch während eines jeden Atmungszykluses verändert.
  • Einige Systeme im Stand der Technik erfordern das Einblasen einer Stimulationsströmung in den Atmungskreis oder eine Einatmungspause, um den Luftwegwiderstand und die Lungennachgiebigkeit zu berechnen. Derartige Techniken sind jedoch während eines Anästhesieverfahrens nicht praktikabel. In der Tat kann eine Einatmungspause in keinem Atmungssystem eingehalten werden, bei dem Frischluft aus einer anderen Gasquelle als dem Ventilationsgerät konstant zugeführt wird.
  • Andere bekannte Systeme verwenden eine erzwungene hochfrequente Oszillation zur Bestimmung des Luftwegwiderstandes und der Lungennachgiebigkeit. Das Problem bei diesem System liegt darin, dass eine einzige gute Resonanzfrequenz nicht für alle Patienten bestimmt werden kann. Der Versuch, die genaue Frequenz für jeden Patienten zu finden, würde viel Zeit in Anspruch nehmen und wäre nicht praktikabel.
  • Ein früher Versuch zur nichtlinearen Bestimmung des Lungen-Luftwegwiderstandes ist in dem US-Patent 3,036,569 aufgezeigt. Das Auffinden von bloß einem Widerstand bei einer Strömungsrate liefert jedoch nicht ausreichende Daten, die für Anästhesieverfahren von Nutzen wären. Es wurde ferner herausgefunden, dass der Druck nicht nur eine Funktion des Widerstandes ist, sondern ebenso eine Funktion der Nachgiebigkeit. Ferner ist gemäß dieser Quellenangabe eine Vorrichtung erforderlich, die Luft in die Lunge drückt, um die Berechnung auszuführen, was einen normalen Atmungsvorgang und eine Narkosemittelströmung beeinträchtigen würde.
  • In BELA S ET AL „Partitioning of lang tissue response and inhomogeneous airway constriction at the airway opening" JOURNAL OF APPLIED PHYSIOLOGY, vol. 82, no. 4, April 1997, Seiten 1349–1359, XP002087895, ist ein Apparat aufgezeigt, um den Luftwegwiderstand und die Lungennachgiebigkeit (das Inverse der Lungenelastanz) zu bestimmen, die einen Luftweg aufweist, mit dem eine Kommunikation von externem Gas mit den Lungen des Patienten möglich ist, wobei ein Gas-Strömungsraten-Sensor zur Messung der Gasströmung hier hindurch und zur Abgabe eines Strömungssignales an dem Luftweg befestigt ist, mit ferner einem in dem Luftweg zur Messung eines Gasdrucks darin und zur Erzeugung eines Drucksignals davon in dem Luftweg angeordneten Gasdrucksensor, sowie einem an dem Gasströmungs- und Drucksensor angeschlossenen Prozessor zur Aufnahme der Strömungs- und Drucksignale, wobei der Prozessor zur Berechnung des Luftwegwiderstandes und der Lungennachgiebigkeit unter Verwendung eines nicht linearen Modells mit mindestens einer nicht linearen Komponente programmiert ist.
  • Es ist daher ein System erwünscht, bei dem eine Beeinflussung der normalen Atmung nicht auftritt, das sich der normalen Strömung und dem normalen Druck während eines Anästhesieverfahrens nicht überbestimmt, das den Druck und die Strömung bei der Ausatmung messen kann, das auf keine Weise das Atmungsmuster unterbricht oder beeinflusst, und das sowohl den Luftwiderstand als auch die Lungennachgiebigkeit feststellen kann, während noch über den nicht linearen Luftwiderstand bei einer standardisierten Strömungsrate informiert wird.
  • ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
  • Die vorliegende Erfindung schafft ein System zum Bestimmen des nicht linearen Luftwegwiderstandes und der Lungennachgiebigkeit unter Verwendung einer Kreislauf-Modell-Näherung, mit der die oben erwähnten Probleme überwunden sind.
  • Gemäß der Erfindung ist eine Vorrichtung zur Bestimmung des Luftwegwiderstandes und der Lungennachgiebigkeit einer Person unter Anwendung eines nicht linearen Kreislaufmodells vorgesehen, wobei die Person Atmungsgase durch einen Luftweg ein- und ausatmet, welche Vorrichtung aufweist:
    einen an dem Luftweg befestigbaren Atmungsgas-Strömungsraten-Sensor zur Messung einer Gasströmung hier hindurch und zur Erzeugung eines Strömungsraten-Signals davon;
    einen in dem Luftweg anordbaren Atmungsgas-Drucksensor zur Messung eines Gasdrucks darin und zur Erzeugung eines Drucksignals davon; und
    einen an dem Gasströmungs- und Drucksensor angeschlossenen Prozessor zum Empfangen der Strömungs- und Drucksignale, wobei der Prozessor zur Berechnung eines durch den Luftweg strömenden Gasvolumens unter Einsatz eines unveränderlichen Exponenten basierend auf den physikalischen Eigenschaften des Luftweges programmiert ist, um einen Luftwegwiderstand und eine Lungennachgiebigkeit unter Verwendung der Gasströmungsrate, des Gasdrucks, des Gasvolumens und des unveränderlichen Exponenten zu berechnen.
  • Der Prozessor kann ein Computer, eine zentrale Rechnereinheit, ein Mikrokontroller oder jeder andere Typ einer Prozessoreinheit sein.
  • Das vorliegende System macht ein Einblasen von Stimulationsgasen in den Atmungskreis oder eine Einatmungspause zur Berechnung des Luftwegwiderstandes und der Lungennachgiebigkeit nicht erforderlich, wie das im Stand der Technik nötig ist. Gemäß der vorliegenden Erfindungen werden Druck- und Gasströmungssignale von Druck-Messumwandlern erhalten, die den relativen Luftweg-Druck und den Druck über ein laminares Strömungselement ohne Unterbrechung oder Beeinflussung der normalen Gasströmung messen.
  • Die so erhaltenen analogen Signale werden digitalisiert und einem Prozessor zugeführt, der zur Berechnung des nicht linearen Luftwegwiderstandes und der Lungennachgiebigkeit gemäß einem elektrischen Kreislaufmodell programmiert ist. Der gesamte Luftweg-Druck entspricht der Summe des Drucks aufgrund der Strömungsrate, des Drucks aufgrund des Volumens, einer Druckkonstanten, und dem Druck aufgrund der Strömungsveränderung, die in den meisten Fällen minimal ist und vernachlässigt werden kann: Der Druck aufgrund der Strömungsrate, oder Widerstand, wird empirisch als nicht linear bestimmt. Verschiedene Luftwege, wie beispielsweise endotracheale Röhrchen werden analysiert und an eine allgemeine Gleichung angepasst, um einen unveränderlichen Exponenten zu bestimmen. An drei geeigneten Punkten entlang des Atmungskreises werden Daten aufgenommen, um die Gleichung des Kreislaufmodells durch allgemeine linear algebraische Techniken zu lösen. Der Widerstand kann dann in eine standardisierte Strömungsraten-Angabe konvertiert werden. Eine derartige Konversion ist jedoch optional, da der berechnete Widerstand bei jeder beliebigen Strömungsrate unabhängig von linearen Widerstandsmodellen exakt ist.
  • Verschiedene andere Merkmale, Aufgaben und Vorteile der vorliegenden Erfindung gehen aus der folgenden detaillierten Beschreibung und den Zeichnungen hervor.
  • KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG
  • Die Zeichnungen veranschaulichen den optimalen Lösungsweg, der zur Umsetzung der Erfindung gegenwärtig empfohlen wird.
  • In den Zeichnungen zeigt
  • 1 ein Schaltbild eines erfindungsgemäßen Systems mit Anwendung an einem Menschen;
  • 2 ein schematisches Kreislaufdiagramm der Kreislauf-Modellannäherung, wie sie in dem System von 1 umfasst ist;
  • 3 einen Graphen, bei dem die Strömung gegen den Druck über den Widerstand für verschiedene Luftweg-Röhrchen dargestellt ist;
  • 4 ein zur Ausführung des Systems von 1 verwendetes Fliessbild.
  • DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM
  • 1 zeigt ein System 10, das eine Vorrichtung zur Bestimmung des Luftwegwiderstandes und der Lungennachgiebigkeit in einem Patienten 12 umfasst. In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung fungiert ein endotracheales Röhrchen 14 als Luftweg zwischen einer externen Sauerstoffquelle (nicht gezeigt), die ein Narkosemittel-Bestandteil enthalten kann, und der Lunge 16 des Patienten 12. Das System 10 weist einen Gas-Strömungsraten-Sensor 18 auf, der an dem Luftweg 14 zur Messung einer Gasströmung hier hindurch und zur Erzeugung eines Strömungssignals 20 angebracht ist. Ein Gasdruck-Sensor 22 ist ebenso in dem Luftweg 14 angeordnet, um einen Gasdruck darin zu messen und ein Drucksignal 24 von dem gemessenen Gasdruck in dem Luftweg 14 zu erzeugen. Die Strömungs- und Drucksignale 20, 24 können durch Druck-Messumwandler in dem Strömungssensor 18 und dem Drucksensor 22 abgegeben werden, die jeweils den relativen Druck über ein laminares Strömungselement und den relativen Luftweg-Druck messen. Die Signale 20, 24 sind zu dem Druck und der Strömung proportional und werden zur Eliminierung eines Rauschens und von Fehlersignalen durch den A/D- und Signalwandler 26 gefiltert, der auch die Analogsignale in digitale Form wandelt, um sie durch eine CPU 28 verrechnen zu können. Die Datenaufnahme findet für eine diskrete Zeit statt; d.h. dass der A/D-Wandler 26 einen Datenwert für das entsprechende Signal über dessen Datenaufnahme-Intervall festlegt, was nachfolgend mit der Datenaufnahmezeit bezeichnet wird.
  • Die CPU 28 ist an dem Gasströmungs-Sensor 18 und dem Drucksensor 22 über den A/D-Wandler 26 angeschlossen, um die digitalisierten Strömungs- und Drucksignale 30 zu erhalten. Die CPU 28 ist zur Berechnung des Luftwegwiderstandes RP und der Lungennachgiebigkeit CL unter Verwendung eines nicht linearen Kreislaufmodells mit mindestens einer nicht linearen Komponente programmiert, wie das nachfolgend mit Bezug auf die 24 beschrieben wird. Wenn der Luftwegwiderstand RP und die Lungennachgiebigkeit CL bekannt sind, können entsprechende Signale 32 an eine externe Anzeigevorrichtung 34 übertragen werden, um das Atmungs-Managementsystem zu überwachen. Obwohl das System 10 in 1 der vorliegenden Erfindung in Anwendung an einen Luftweg in der Form eines endotrachealen Röhrchens 14 gezeigt ist, ist die vorliegende Erfindung nicht darauf beschränkt. Beispielsweise kann dem Patienten eine Maske mit einem daran befestigten externen Luftweg 14 verordnet sein.
  • Mit Bezug auf 2 ist darin ein schematischer Schaltkreis 36 gezeigt, der zur Verwendung der Schaltkreis-Modellnäherung zur Bestimmung des Luftwegwiderstandes RP und der Lungennachgiebigkeit CL gemäß der vorliegenden Erfindung veranschaulicht ist. Um den Luftwegwiderstand RP und die Lungennachgiebigkeit CL genauer feststellen zu können, ist die Mechanik des Atmungssystems durch ein mathematisches Modell angenähert, mit dem der Luftwege-Druck Paw in der Nähe des Mundes des Patienten zur bidirektionalen Gasströmung in die und aus der Lunge in Relation gesetzt ist. Dieses mathematische Modell ist als das Schaltkreismodell von 2 dargestellt. Die funktionale Beziehung wird beschrieben durch: Paw = P0 + P1 (Volumen) + P2 (Strömung) + P3 (Strömungsänderungen) (1)
  • Jeder der Px-Terme auf der rechten Seite der Gleichung (1) steht für verschiedene Druckverteilungen von dem Lungensystem an den Gesamt-Luftwegedruck Paw 38. P0 ist eine in Bezug auf den Volumen-Offset, den End-Ausautmungsdruck, gravitative Wirkungen, usw. bezogene Konstante und wird daher als eine konstante Spannungsquelle 40 betrachtet. P1 ist eine Funktion des Volumens und auf die Wirkungen der Lungennachgiebigkeit bezogen, und wird daher näherungsweise als Kondensator 42 dargestellt. Die Luftweg-Begrenzung P2 ist als ein Widerstand 44 ausgeführt, wobei jedoch diese mit Bezug auf eine Beschreibung nach 3 eine nicht lineare Funktion der Strömung ist. P3 steht für das Verfahren der Brustkorb-Wand und der Gas-Trägheiteffekte, was durch einen Induktor 46 dargestellt werden kann. Das Kreislaufmodell 36 aus 2 sowie die Gleichung 1 basieren auf dem wohl bekannten Spannungsgesetz nach Kirchhoff, welches besagt, dass die algebraische Summe der Spannungen um einen beliebigen geschlossenen Weg gleich Null ist: Dieses Gesetz findet gleichermaßen Anwendung auf die Drücke in dem Atmungssystem.
  • Während es diskussionswürdig ist, ob die Trägheitskomponente P3 in dem Modell überhaupt erforderlich ist, ist herausgefunden worden, dass sie nur bei Atmungsraten relevant ist, die höher als 66 Atmungen pro Minute (bpm) sind. Bei Anästhesieverfahren liegen die Atmungsraten typischerweise bei 40 bpm oder darunter, womit die Trägheitskomponente, die den Druck zu Veränderungen in den Atmungsströmungs-Raten in Beziehung setzt, unbedeutend ist und vernachlässigt werden kann. Für andere Zwecke erkennt der Fachmann jedoch unmittelbar, dass die Trägheitswirkungen P3 nach Wunsch gemäß der vorliegenden Erfindung in die Berechnungen mit einbezogen werden können.
  • Bei einem Anästhesieverfahren wird die funktionale Beziehung des Begrenzungsterms P2, dargestellt durch den Widerstand 44, durch den Durchfluss-Widerstand in dem endotrachealen Röhrchen 14 dominiert, siehe 1. Mit Ausnahme einer späten Ausatmung ist bekannt, dass die Gasströmung durch ein endotracheales Röhrchen turbulent ist. 3 zeigt die Beziehung zwischen dem Druck in einem endotrachealen Röhrchen auf der Y-Achse mit der Gasströmung durch das Röhrchen auf der X-Achse. Die verschiedenen Kurven zeigen, dass die Beziehung des Drucks aufgetragen gegen die Gasströmung (Widerstand) deutlich nicht linear ist. Jede der Kurven zeigt die Ergebnisse gemäß eines verschieden großen endotrachealen Röhrchens. Die Kurve 48 zeigt die Beziehung zwischen dem Druck und einer Strömung für ein 2,5 mm endotracheales Röhrchen, die Kurve 50 zeigt die Druck/Strömungs-Beziehung für ein 4,5 mm-Röhrchen, die Kurve 52 zeigt die Beziehung für ein 5,0 mm-Röhrchen, die Kurve 54 zeigt die Beziehung für ein 6,0 mm-Röhrchen, und die Kurve 56 zeigt die nicht linearen Eigenschaften für ein 8,5 mm-Röhrchen. Die in 3 dargestellten Daten können ebenso zum Auffinden eines allgemeinen Exponenten verwendet werden, derart, dass jede Kurve durch eine allgemeine Gleichung angenähert wird. Unter Verwendung herkömmlicher Techniken kann diese Druck/Strömungs-Beziehung durch einen Exponenten angenähert werden, wie das in Gleichung 2 oder einer Polynom-Serie gemäß Gleichung 3 gezeigt ist. P2(F) = K1*f(t)n (2) P2(F) = A0 = A1*f(t) + A2*f(t)2 + ... (3)
  • In einem typischen Atmungsdurchlauf während der Narkose bleiben die Parameter K1 und die Ax-Terme innerhalb eines einzelnen Atmungsvorgangs konstant. Der Ausdruck f(t) steht für die momentane bidirektionale Strömung. Aus dem Graphen in 3 können die Daten für den Druck und die Strömung dann zum Auffinden des unbekannten Exponenten n verwendet werden. Für verschiedene, in 3 gezeigte endotracheale Röhrchen wurde herausgefunden, dass ein unveränderlicher Exponentenwert von 1,7 zu jeder dieser Kurven passt.
  • Es wurde ferner herausgefunden, dass innerhalb eines einzelnen Atmungsvorgangs die Druckverteilung des Nachgiebigkeits-Terms P1 proportional zu dem Volumen in der Lunge ist. Der Druck aufgrund der Volumenerweiterung in der Lunge wirkt wie ein elektrisch geladener Kondensator, wobei ein Erhöhen des Volumens in der Lunge den Druck erhöht. Gemäß der vorliegenden Erfindung wird die folgende Gleichung zur Modellierung und zur Berechnung der Atmungsmechanik des Patienten verwendet: Paw = L + 1/CL*v(t) + KP*f(t)n (4)
  • Gleichung 4 ist die spezielle Gleichung, die sich auf die allgemeine Gleichung 1 bezieht, wobei der unbedeutende Trägheitsterm P3 mit Null angenommen wird. Der Term L ist der konstante P0 Term. CL wird als die Nachgiebigkeit der Lunge modelliert, wobei v(t) das momentane Volumen in der Lunge ist. Das Lungenvolumen v(t) wird durch Integrieren der bidirektionalen Strömungsrate gefunden, wie das nachfolgend in größerem Detail mit Bezug auf 4 beschrieben ist. Das Produkt aus der inversen Lungennachgiebigkeit und dem Volumen ist der P1-Volumenterm in Gleichung 1. Der KP-Term ist eine Konstante, mit der die exponentielle Strömung mit der durch die Luftweg-Begrenzung bewirkten Druckdifferenz und den Veränderungen für jedes Luftweg-Röhrchen in Beziehung gesetzt wird. Wiederum ist f (t) die bidirektionale Strömung, wobei n der empirisch bestimmte unveränderliche Exponent ist, der a priori bestimmt wird. Das Produkt aus der Strömung und der KP-Konstante für jedes Röhrchen entspricht dem P2-Strömungsterm in Gleichung 1 und entspricht dem Druck aufgrund der Strömung über den Widerstand.
  • Die Kurven aus 3 werden ausgewertet, indem eine konstante Gasströmung durch jedes Röhrchen angenommen und die Strömungsraten-Ausgabe genauso wie die Veränderung des Drucks durch das Röhrchen gemessen wird. Der unveränderliche Exponent wird durch Anpassen einer jeden Kurve an eine allgemeine Funktion ermittelt, wobei der Exponent derselbe bleibt, obwohl sich die KP-Terme für jedes Röhrchen oder jeden Widerstand verändern. In diesem Fall wird für alle rohrförmigen Luftwege der unveränderliche Exponent mit 1,7 angenommen, was die Krümmung in dem endotrachealen Röhrchen widerspiegelt. Es ist zu beachten, dass verschiedene Geometrien von Luftwege-Konfigurationen den unveränderlichen Exponenten verändern können. Während der Narkose dominiert jedoch das endotracheale Röhrchen den Luftwegwiderstand. Diese Röhrchen entsprechen denen zur Ermittlung des Exponenten in Versuchen verwendeten. In Fällen mit einer Maske, bei denen Patienten nicht intubiert werden, bleibt der endotracheale Widerstand der dominante Luftweg-Widerstand. Demzufolge ist der unveränderliche Exponentenwert von 1,7 in den meisten Anästhesiefällen anwendbar.
  • Wie das nun zu ersehen ist, reduziert sich die Berechnung des Luftwegewiderstandes, RP, und der Lungennachgiebigkeit, CL auf ein Problem der Werte-Identifizierung für CL und KP und schließlich des linearen Luftweg-Widerstandes RP, wenn man den Wert für den Exponent, die Messungen für die bidirektionale Strömungsrate, f (t), den Luftwegdruck, Paw und das berechnete Volumen, v (t) hat. In der bevorzugten Ausführungsform werden bei der dargestellten Lösung gleichzeitig Gleichungen von drei Datenpunkt-Sätzen verwendet, um die Unbekannten CL und KP zu ermitteln. Insbesondere werden drei geeignete Punkte zum Erhalten von Daten ausgewählt. Der erste ist bei einer Zeit T1, wenn die Strömungsrate beim Beginn eines Ausatmens gleich Null ist. Der zweite zu einer Zeit T2, wenn die Strömungsrate nach der Zeit T1 minimal ist, und der dritte bei einer Zeit T3 nach T2, wenn die Strömungsrate 50% des Minimums beträgt. Mit anderen Worten werden die drei Datenpunktsätze am Ende des Einatmens, bei einer minimalen Ausatmungsströmung und bei einer 50%igen Ausatmungsströmung genommen.
  • In diesem Fall wird die Ausatmung oder der Ausstrom des Patienten negativ gesetzt. Die Gleichungen und die Datenpunkte können dann in Matrizenschreibweise dargestellt und durch verschiedene, bekannte Techniken gelöst werden. Beispielsweise können eine Basis-Matrix-Extrapolation und eine Reihenreduktions-Annäherung zur Vereinfachung verwendet werden. Der Fachmann wird jedoch erkennen, dass verschiedene andere Techniken zur Lösung der unbekannten Lungennachgiebigkeit CL und des nicht linearen Luftweg-Widerstandes KP, wie beispielsweise eine Regression oder ein digitales Filtern herangezogen werden können. Derartige Verfahren sind weniger empfindlich auf Störgeräusche der Messungen, jedoch sind sie in rechnerischer Hinsicht aufwändig.
  • In der Praxis sind Anwender damit vertraut und schätzen eine Widerstandsdarstellung RP, die den Luftwegdruck und die Strömungsrate linear in Beziehung setzt. Um diese Annahme zu erfüllen, werden all die nicht linearen Luftweg-Widerstände auf lineare Widerstände mit Bezug auf eine standardisierte Gasströmungsrate vor deren Wiedergabe abgebildet. Dieser lineare Luftwegwiderstand variiert mit der Strömungsrate und sollte nur mit der bezogenen Strömungsrate verglichen werden. Die folgende Beziehung wird zur Angabe des Luftwegwiderstandes bei einer referenzierten Strömungsrate verwendet: Rp = Kp*Fref n –1 (5),wobei RP der lineare Luftwegwiderstand bei einer referenzierten Strömungsrate Fref ist. In der Praxis ist es zweckdienlich, den Luftwegwiderstand bei einer standardisierten Strömungsrate von 30 Litern pro Minute anzugeben.
  • Obwohl die bevorzugte Ausführungsform die zuvor erwähnten Beziehungen für eine Narkoseanwendung beschreibt, ist die vorliegende Erfindung in geeigneter Weise auf andere Atmungsbedingungen oder -umgebungen anwendbar, wobei die sich auf den Luftwegdruck beziehenden Terme durch verschiedene Beziehungen oder Konstanten beschrieben sein können.
  • Mit Bezug auf 4 ist ein Software-Algorithmus in einem Fliessbild-Schema beschrieben. Das Fliessbild von 4 umfasst eine Datenaufnahme an drei Punkten während eines Ausatmens, eine Volumenbestimmung, eine Berechnung von Unbekannten, sowie eine Konversion des Luftwegewiderstands in eine standardisierte Strömungsrate. Nach einem Start 58 werden alle Werte mit „1" initialisiert, 60 und 62. Die Analogwerte für den Druck und die Strömung werden von dem Druck- und dem Strömungssensor gelesen 64, wobei die Analogsignale dann digitalisiert werden, 66. Die Strömungs- und Druckwerte bei der minimalen Strömung (F_null) werden durch ein kontinuierliches Überwachen der gegenwärtigen und der vorangehenden Strömungsraten bestimmt, um zwischen einer Einatmung und einer Ausatmung zu unterscheiden, 68, 70. Wenn die gegenwärtige Strömung (F_neu) Null oder geringer als Null und die vorangehende Strömung (F_letzt) größer als Null ist, dann wurde die minimale Strömung (F_min) gefunden, 72, was den Beginn eines Ausatmungszykluses anzeigt, für den die Werte für die Strömung und den Druck bestimmt und als die minimalen Strömungswerte (V_null, P_null) 74 gespeichert werden können. Wenn die gegenwärtige Strömung (F_neu) bei Null liegt, dann werden die Strömungs-, Volumen- und Druckwerte einfach gespeichert. Ist jedoch die gegenwärtige Strömung kleiner als Null, dann werden die Werte auf eine Nullströmung interpoliert und die interpolierten Werte werden für V_null und P_null gespeichert. Ist in einem Ausatmungszyklus. eine Nullströmung noch nicht erreicht worden, wird der Volumenwert aktualisiert, 76, in dem der vorangehende Wert für das Volumen zum Produkt der letzten Strömungsrate und dessen entsprechender Datenaufnahmezeit addiert wird.
  • Nachfolgend wird eine minimale Strömung bestimmt. Nachdem der Wert der Nullströmung gefunden wurde, überwacht das System das Strömungssignal kontinuierlich, um zu bestimmen, wenn ein Minimalwert erreicht wird, 78. Das wird vollzogen; indem die gegenwärtige Strömungsrate (F_neu) mit dem zuvor gespeicherten Minimum (F_min) kontinuierlich verglichen wird. Wenn der gegenwärtige Wert kleiner als das vorausgehende Minimum ist, dann wird das Minimum auf diesen gegenwärtigen Wert bei 80 gesetzt, wobei das Volumen und der Druck für diesen Strömungsraten-Wert als V_min und P_min gespeichert werden. Wiederum wurde bei der Bestimmung dieser Werte zuvor angenommen, dass die Strömungsrate aus dem Patienten negativ ist. Die Strömungsrate könnte mit entsprechenden Veränderungen in der vorangehenden Terminologie als positiv angenommen werden.
  • Die letzten Datenpunkte werden bei einer 50%igen Strömungsrate bestimmt. Um F_50 zu finden, überwacht das System kontinuierlich das Strömungssignal, um zu bestimmen, wenn 50% des zuvor gefundenen minimalen Strömungsratenwertes (F-min) erreicht sind. Das wird vollzogen, indem der gegenwärtige Strömungsraten-Wert (F_neu) mit 50% des minimalen Strömungsraten-Wertes (F_min) bei 82 verglichen wird. Wenn der gegenwärtige Wert kleiner als die Hälfte des minimalen Wertes 84 ist, werden das auf diesen 50%igen Strömungsratenwert bezogene Volumen und der Druck als V_50 und P_50 abgespeichert, 86.
  • Am Ende eines Ausatmungszyklus 88, 90 können die Unbekannten KP, CL und L bei 92 gefunden werden, wie das zuvor dargelegt ist. Dann wird der Widerstand standardisiert, 94, und er kann an eine externe Überwachungseinrichtung 96 gegeben werden, wobei das System dann wiederholt beginnen kann, 98.
  • In der Praxis können Gase aus der Lunge verloren gehen, womit das Lungenvolumen tatsächlich kleiner ausfällt, als die integrierte bidirektionale Strömung. Der Verlust in dem Gesamtvolumen innerhalb eines Atmungszyklus kann durch die Differenz des eingeatmeten Tidalvolumens mit dem ausgeatmeten Tidalvolumen bestimmt werden. Die momentanen Volumenverluste können durch Messung des Verhältnisses aus dem Gesamtvolumenverlust in diesem Atmungsgang zu dem Moment der Volumenmessung geschätzt werden. Das Verhältnis würde empirisch bestimmt werden. Das würde dann den Einfluss eines Volumenverlustes in der Berechnung des Widerstands und der Nachgiebigkeit gemäß der vorliegenden Erfindung minimieren.
  • Demgemäß umfasst die vorliegende Erfindung auch ein nicht lineares Verfahren zur Feststellung des Luftwegwiderstandes und der Lungennachgiebigkeit unter Verwendung eines Kreislaufmodells. Das Verfahren umfasst die Schritte einer Messung der Gasströmungsrate durch einen Luftweg und einer Messung des Gasdrucks in dem Luftweg. Das Verfahren umfasst ferner eine Berechnung eines Gasvolumens aus der Gasströmungsrate und eine Bestimmung eines unveränderlichen Exponenten auf der Grundlage physikalischer Eigenschaften des Luftweges. Der Luftwegwiderstand und die Lungennachgiebigkeit können dann auf der Grundlage der Gasströmungsrate, des Gasdrucks, des Gasvolumens, und des unveränderlichen Exponenten berechnet werden, wie das zuvor aufgezeigt wurde.
  • Wie das in Bezug auf 4 beschrieben ist, umfasst der Schritt einer Berechnung des Gasvolumens ein Differenzieren der Aus- und Einatmungs-Strömungsraten und ein Multiplizieren jeder gemessenen Ausatmungs-Gasströmungsrate mit einer entsprechenden Datenaufnahmezeit für eine gegenwärtige Gasvolumen-Datenaufnahme. Die Ergebnisse werden dann als eine Serie gegenwärtiger Gasvolumen-Daten während des Ausatmungszyklus integriert. Nachdem zumindest drei Datensätze erhalten sind, können der Luftwegwiderstand und die Lungennachgiebigkeit entweder durch Bildung einer Matrix der erhaltenen Daten und Lösung der Matrix oder unter der Verwendung regressiver Techniken berechnet werden, die allgemein bekannt sind.
  • Die vorliegende Erfindung wurde mit der Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform erläutert, wobei zu erkennen ist, dass Äquivalente, Alternativen und Modifikationen neben solchen, die explizit angegeben sind, möglich sind und innerhalb des Umfangs der beigefügten Ansprüche liegen.

Claims (12)

  1. Vorrichtung zur Bestimmung des Luftwegwiderstandes und der Lungennachgiebigkeit einer Person unter Anwendung eines nicht linearen Kreislaufmodells, wobei die Person Atmungsgase durch einen Luftweg ein- und ausatmet, welche Vorrichtung aufweist: – einen an dem Luftweg befestigbaren Atmungsgas-Strömungsraten-Sensor (18), zur Messung einer Gasströmung hier hindurch und zur Erzeugung eines Strömungsraten-Signals davon; – einen in dem Luftweg anordbaren Atmungsgas-Drucksensor (22) zur Messung eines Gasdrucks darin und zur Erzeugung eines Drucksignals davon; und – einen an dem Gasströmungs- und Drucksensor (18, 22) angeschlossenen Prozessor (28) zum Empfangen der Strömungs- und Drucksignale, wobei der Prozessor zur Berechnung eines durch den Luftweg hindurch strömenden Gasvolumens unter Einsatz eines unveränderlichen Exponenten basierend auf den physikalischen Eigenschaften des Luftweges programmiert ist, um einen Luftwegwiderstand und eine Lungennachgiebigkeit unter Verwendung der Gasströmungsrate, des Gasdrucks, des Gasvolumens und des unveränderlichen Exponenten zu berechnen.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei das nicht lineare Modell auf einer Kreislaufmodellannäherung basiert und der unveränderliche Exponent in einer nicht linearen Komponente einer Widerstandseigenschaft gefunden ist.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei der Prozessor zur Annahme einer Eingabe eines externen unveränderlichen Exponenten programmiert ist, wobei die Eingabe des Exponenten für eine bestimmte Luftweg-Konfiguration vorbestimmt ist.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei der Luftweg rohrförmig ausgebildet und der unveränderte Exponent näherungsweise 1,7 ist.
  5. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Prozessor ferner zur Lösung der folgenden Gleichung programmiert ist: Paw = L + 1/CL*v(t) + KP*f(t)n,wobei Paw der gemessene Luftwegdruck, v(t) das berechnete Luftwegvolumen, f(t) die Strömungsrate, n der unveränderliche Exponent, L ein konstanter Term, CL die Lungennachgiebigkeit, und KP der Luftwegwiderstand ist.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 5, wobei der Luftwegwiderstand auf eine Standard-Strömungsrate normalisiert ist, die gegeben ist durch: RP = KP*Fref n–1,wobei Fref n–1 eine referenzierte Strömungsrate und RP der normalisierte Luftwegwiderstand ist:
  7. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, die ferner aufweist: – einen Signalaufbereiter (26) zur Filterung von Fehler- und Geräuschsignalen, die von den Sensoren empfangen werden; und – einen A/D-Wandler (26), der zum Aufnehmen analoger Signale von dem Gasströmungsraten-Sensor und dem Gasdruck-Sensor und zur Erzeugung digitaler Signale in Antwort darauf angeschlossen ist.
  8. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Prozessor zunächst ein Gasvolumen aus den erhaltenen Signalen berechnet.
  9. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche 1–7, wobei der Prozessor das Gasvolumen berechnet durch: – Differenzieren der Aus- und Einatmungsströmungsraten; – Multiplizieren jeder gemessenen Ausatmungs-Gasströmungsrate mit einer entsprechenden Datenaufnahmezeit für eine gegenwärtige Gasströmungsvolumen-Datenaufnahme; und – Integrieren einer Serie von gegenwärtigen Gasvolumendaten, während eines Ausatmungszyklus.
  10. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, die ferner den Luftweg aufweist, der ein endotracheales Röhrchen ist.
  11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1–10, wobei der Prozessor ferner Tor Berechnung des Luftwegwiderstandes und der Lungennachgiebigkeit unter Verwendung von zumindest drei Datensätzen sowie zur Bildung einer Matrix aus den Daten definiert ist.
  12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1–10, wobei der Prozessor ferner zum Berechnen des Luftwegwiderstandes und der Lungenachgiebigkeit unter Verwendung von zuminderst drei Datensätzen und zur regressiven Berechnung des Luftwegwiderstandes und der Lungennachgiebigkeit unter Verwendung dieser Daten definiert ist.
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