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Die
vorliegende Erfindung betrifft die Förderung von Gegenständen, welche
einen Kragen oder ähnliches
aufweisen, der einen Vorsprung bildet und ihr Aufhängen während des
Transports ermöglicht. Sie
hat insbesondere eine Fördereinrichtung
zum Gegenstand, bei der die Gegenstände transportiert werden, indem
sie mit Hilfe ihres Kragens an zwei Unterhals-Führungen aufgehängt sind,
die als Führungsschienen
dienen, und indem sie insbesondere mit Hilfe eines Luftstrahls hintereinander
vorwärtsgetrieben
werden. Die Erfindung wird hauptsächlich angewendet zum Transport
von leichten Gegenständen aus
Kunststoff, wie z. B. Behälter
(Flakons oder Flaschen, usw.) aus PET, PVC, usw., insbesondere bei den
Behandlungsvorgängen
dieser Gegenstände, wobei
die Fördereinrichtung
zum Beispiel genutzt wird, um leere Behälter in Reihe von einer stromaufwärts liegenden
Maschine zur Herstellung dieser Behälter (Blaseinrichtung) bis
zu einer stromabwärts
liegenden Maschine zum Füllen
dieser Behälter
(Füllmaschine)
zu transportieren.
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Auf
dem Gebiet des Abfüllens
von Flaschen ist es bis heute weit verbreitet, Druckluft-Fördereinrichtungen
zu verwenden, bei denen leere Flaschen, oder allgemeiner Gegenstände, hintereinander
zwischen zwei Unterhals-Führungen
geführt
werden, indem sie mit Hilfe eines Vorsprungs (Kragens) ihres Halses
gehalten werden. Die Gegenstände
werden unter der Wirkung von Luftstrahlen einzeln hintereinander
oder in ganzen Zügen
von Flaschen in Bewegung versetzt. Solche Fördereinrichtungen wurden zum
Beispiel bereits in der internationalen Patentanmeldung
WO 90/10587 und in der
britischen Patentanmeldung
GB
2.092.981 beschrieben. In diesen beiden Veröffentlichungen
werden die Transport-Luftstrahlen
hauptsächlich
auf den Hals der Gegenstände
oberhalb ihres Kragens gerichtet. Bei anderen bekannten Arten von
Fördereinrichtungen
können
die Luftstrahlen auch auf den Körper
der Gegenstände
unterhalb der Höhe
des Kragens gerichtet sein.
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Während ihres
Transports haben die Gegenstände,
die nur an ihrem Kragen gehalten werden, die Neigung, in Bezug auf
die Senkrechte zu kippen. Das Kippen der Behälter in Bezug auf die Senkrechte in
einer Richtung quer zu ihrer Transportrichtung beeinträchtigt ihre
Förderbarkeit
und verursacht außerdem
Gefahren des Loslösens
oder des Verhakens der Gegenstände.
Bisher wurde also vorgeschlagen, dieses Kippen in einer Richtung
quer zur Transportrichtung dadurch zu begrenzen, dass die Fördereinrichtungen
mit seitlichen Führungen
ausgestattet wurden, die zu beiden Seiten der Transportstrecke der
Gegenstände
angeordnet waren. In der Praxis befinden sich diese seitlichen Führungen
in Höhe
eines zylindrischen Abschnitts des Körpers der Gegenstände, wobei
sie einen Abstand zueinander aufweisen, der geringfügig größer ist
als der Durchmesser dieses zylindrischen Abschnitts. Die Gegenstände werden
also an ihrem Kragen getragen und während ihres Transports mit
Hilfe dieser Führungen
in einer senkrechten Ebene quer zu ihrer Transportrichtung im wesentlichen
senkrecht gehalten. Die oben erwähnten
Führungen
sind aber nicht ausreichend, um einen guten Transport der Gegenstände zu erhalten. Insbesondere
ermöglichen
es diese Führungen
nicht, ein Blockieren der Gegenstände während ihres Transports zu vermeiden.
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In
der Praxis treten die Blockierungen der Gegenstände während des Transports am häufigsten in
der Phase des Ansammelns der Gegenstände auf, d. h. in einer Phase,
in der die Gegenstände
einen statischen oder in einer Verschiebung mit sehr geringer Geschwindigkeit
befindlichen Zug bilden, wobei die Gegenstände miteinander in Kontakt
stehen und aneinander gedrückt
sind.
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Diese
Blockierungen der Gegenstände
in der Sammelphase haben mehrere Ursachen. Allgemein gesagt, üben die
Gegenstände,
da sie gegenein ander gedrückt
sind, einen Schub aus, der die Tendenz hat, sie senkrecht in Bezug
auf die Unterhals-Führungen
hochsteigen zu lassen. Es kann in diesem Fall vorkommen, dass mindestens
einer der Gegenstände
aufgrund dieses senkrechten Hochsteigens durch Einklemmen zwischen
den Unterhals-Führungen
in Stellung blockiert wird. Es kommt auch vor, dass die Gegenstände, wenn
sie ein Profil aufweisen, das zu ihrem Einklemmen oder ineinander
Verschachteln beiträgt,
sich bei einem senkrechten Hochsteigen gegenseitig blockieren, ohne
sich unbedingt durch Einklemmen zwischen den Unterhals-Führungen
zu blockieren. Es wurde auch festgestellt, dass die Gefahren der
Blockierung häufiger
beim Transport von Kunststoffgegenständen, und insbesondere Flaschen
aus PET, auftraten, die direkt aus einer Blaseinrichtung kamen.
Dies kann durch die Tatsache erklärt werden, dass das die Wände der
aus der Blaseinrichtung kommenden Kunststoffgegenstände bildende
thermoplastische Harz in einem solchen Zustand ist, dass die Wände dieser
Gegenstände
klebend sind, und dass eine einfache Reibung eines Gegenstands gegen
den anderen beim Hochsteigen der Gegenstände dazu führt, dass die Gegenstände aneinander
kleben. Ein weiterer Grund für
das Blockieren der Gegenstände
in der Sammelphase ist mit der Tatsache verbunden, dass ein mit
großer
Geschwindigkeit mit einem Zug von gesammelten Gegenständen in
Kontakt gelangender Gegenstand die Tendenz hat, in Bezug auf die
Transportrichtung stark zu kippen, indem er sich auf den letzten
Gegenstand des Sammelzugs auflegt. Der folgende Gegenstand kommt
dann gegen die Basis dieses in Transportrichtung geneigten Gegenstands
in Anlage und übt
auf diesen einen mechanischen Schub aus, der die Tendenz hat, ihn
zwischen den Unterhals-Führungen hochsteigen
zu lassen und in der geneigten Stellung zu blockieren.
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Im
Patent
US.5,421,678 wurde
bereits vorgeschlagen, eine Luftfördereinrichtung mit oberen Führungsschultern
(Bezugszeichen
42 in den
4,
7 und
8 dieser
Druckschrift) auszustatten, deren Hauptaufgabe es ist, im Fall eines
Hochsteigens von Gegenständen
als Anschlag zu dienen. Diese Lösung
hat aber die beiden folgenden größeren Nachteile.
Mit dieser Lösung
verringert man zwar das Problem des Blockierens der Gegenstände zwischen den
Unterhals-Führungen,
aber man erzeugt eine neue Gefahr der Blockierung der Gegenstände zwischen
den Führungsschultern,
insbesondere beim Hochsteigen der Behälter in der Sammelphase. Diese
Lösung
ist also in Bezug auf das Problem des Blockierens der Gegenstände in der
Sammelphase nicht zufriedenstellend. Der andere Nachteil dieser
Lösung ist
mit dem Problem der Bestimmung der optimalen Einstellung des Abstands
der Führungsschultern
zueinander verbunden. Indem man auf den Abstand zwischen den Führungsschultern
einwirkt, erlaubt man nämlich
mehr oder weniger das Hochsteigen der Gegenstände; das heißt in der
Praxis, dass, je näher die
Führungsschultern
beieinander liegen, desto besser ist die senkrechte Blockierung
der Gegenstände. Indem
man auf den Abstand der Führungsschultern zueinander
einwirkt, beeinflusst man aber auch den vorderen oder hinteren Kippwinkel
der Gegenstände in
einer senkrechten Ebene in ihrer Transportrichtung; in der Praxis
heißt
das, je geringer der Abstand der Führungsschultern, desto begrenzter
ist der Kippwinkel der Gegenstände.
Es ist aber bekannt, dass ein zu großer Kippwinkel der Gegenstände während ihres
Transports ein vorderes oder hinteres Blockieren der Gegenstände in Bezug
auf die Unterhals-Führungen
erzeugen kann, dass es aber trotzdem notwendig ist, dass die transportiert
werdenden Gegenstände
in Bezug auf die Senkrechte in ihrer Transportrichtung leicht um
einen Mindestkippwinkel schwanken können müssen, um eine bessere Transportierbarkeit
der Gegenstände
zu erhalten. Mit der Lösung
der oberen Führungsschultern
des Patents
US.5,421,678 muss
man also eine Einstellung des Abstands der Führungsschultern in Abhängigkeit
von zwei Bedingungen wählen:
Gewährleistung
eines wirksamen Anschlags beim Hochsteigen der Gegenstände und
Erhalt einer guten Be grenzung des vorderen oder hinteren Kippwinkels
der Gegenstände während ihres
Transports. Diese beiden Bedingungen erschweren die Wahl der Einstellung
des optimalen Abstands der Führungsschultern.
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Die
vorliegende Erfindung schlägt
eine neue Lösung
vor, die es ermöglicht,
die Gefahren des Blockierens der Gegenstände, insbesondere in der Sammelphase,
zu reduzieren und gleichzeitig die beiden oben erwähnten, der
Verwendung von oberen Führungsschultern
mit Anschlagfunktion, wie sie im Patent
US.5,421,678 gelehrt wird, innewohnenden Nachteile
zu beseitigen. Diese Lösung
wird durch die Fördereinrichtung
des Anspruchs 1 erhalten.
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Ausführungsvarianten
der Erfindung gehen klarer aus der nachfolgenden Beschreibung hervor, welche
als nicht einschränkendes
Beispiel zu verstehen ist und sich auf die beiliegende Zeichnung
bezieht, in der:
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1 ein
schematischer Querschnitt durch eine vereinfachte, nicht beanspruchte
Variante einer Luftfördereinrichtung
ist, die für
den Transport von Flaschen verwendet wird und als oberen Anschlag ein
angesetztes Keilstück
gleichmäßiger Stärke einsetzt;
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2 das
Restspiel (Jr')
schematisch darstellt, das zwischen dem als oberer Anschlag wirkenden
Keilstück
und dem oberen Ende des Halses einer Flasche vorhanden ist, die
um einen Kippwinkel (B) in Bezug auf die Senkrechte und in Transportrichtung
geneigt ist;
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3 ein
Prinzipquerschnitt durch eine erste verbesserte Variante einer erfindungsgemäßen Luftfördereinrichtung
ist, die ein Keilstück
mit einer zentralen Aussparung einsetzt, welche einen Längskanal
bildet;
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4 eine
Prinzipansicht einer zweiten, nicht beanspruchten verbesserten Ausführungsvariante
einer Luftfördereinrichtung
ist, die einen oberen Anschlag mit einstellbarer Höhe einsetzt;
und
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5 ein
Prinzipschnitt durch eine dritte verbesserte Ausführungsvariante
einer erfindungsgemäßen Luftfördereinrichtung
ist, die ein ausgespartes Keilstück
mit einer beweglichen Platte mit einstellbarer Höhe einsetzt.
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Die
schematisch in 1 dargestellte Fördereinrichtung
wird verwendet, um mit Hilfe von Druckluft Flaschen 1 in
Reihe hintereinander zu transportieren. Jede Flasche 1 hat
einen Hals 1a, der dem Flaschenhals entspricht, welcher
im besonderen dargestellten Beispiel im wesentlichen zylindrisch ist
und einen Durchmesser d aufweist, und ist in Höhe ihres Halses 1a mit
einem äußeren Kragen 2 versehen,
der einen Vorsprung bildet. Jede Flasche 1 weist außerdem einen
Hauptkörper 1c von
im wesentlichen zylindrischer Form auf, der sich in einem sich verengenden
Abschnitt 1b verlängert,
welcher sich bis zum Hals 1a erstreckt und dessen Querschnitt
in Richtung des Kragens 2 abnimmt. Die Flaschen 1 werden
an zwei Führungsschienen 3, üblicherweise
Unterhals-Führungen
genannt, aufgehängt
transportiert. Im besonderen in 1 dargestellten
Beispiel weist die Fördereinrichtung
einen Blaskasten 4 auf, der einen im wesentlichen rechteckigen
Querschnitt hat und in üblicher
Weise mit Druckluft versorgt wird, die vorzugsweise vorher gefiltert
wurde. Im Inneren des Blaskastens 4 ist ein Blaskanal 5 mit
kleinerem Querschnitt in Form eines umgekehrten U ausgebildet, der
von einer oberen Wand 5a zwei Seitenwänden 5b begrenzt wird.
Der Blaskanal 5 steht mit dem Blaskasten 4 über Schlitze 5c in
Verbindung, die in den Seitenwänden 5b ausgebildet
und über
die ganze Länge
des Blaskanals 5 regelmäßig verteilt
sind. Die Druckluft innerhalb des Kastens 4 dringt ins
Innere des Blaskanals 5 ein, indem sie auf die Flaschen 1 oberhalb
ihres Kragens 2 gerichtet ist, und treibt dadurch die Flaschen
hintereinander in einer Richtung quer zur Ebene der 1 an,
wobei die Flaschen 1 während
ihres Transports von den Unterhals-Führungen 3 geführt und
gehalten werden. In einer anderen Ausführungsvariante könnte die
Transportluft auch in Richtung des Körpers der Flaschen unterhalb
ihres Kragens 2 geblasen werden, indem sie zum Beispiel
zwischen zwei seitlichen senkrechten Wanden kanalisiert wird, die
sich zu beiden Seiten der Transportstrecke der Flaschen befinden.
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In
der Variante der 1 ist die Fördereinrichtung mit einem angesetzten,
länglichen
Keilstück 6 mit
einer konstanten Stärke
e versehen. Dieses Keilstück 6 ist
durch ein beliebiges bekanntes Mittel an der Innenseite der oberen
Wand 5a des Blaskanals 5 befestigt. Dieses Keilstück 6 erstreckt
sich in Längsrichtung über die
ganze Länge
des Blaskanals 5. Dieses Keilstück 6 dient als oberer
Anschlag und ermöglicht
es, das Hochsteigen der Flaschen zwischen den Unterhals-Führungen 3 zu
begrenzen. Die Wahl der Stärke
e des Keilstücks 6 ermöglicht es, den
Abstand H festzulegen, der die Unterseite 6a des als oberer
Anschlag wirkenden Keilstücks 6 von
der Oberseite 3a der Unterhals-Führungen 3 trennt,
und dadurch die Höhe
des oberen Anschlags in Abhängigkeit
von den zu transportierenden Gegenständen zu regeln. Vorzugsweise
wird die Stärke
e des Keilstücks 6 (d.
h. in anderen Worten der Abstand H) so festgelegt, dass zwischen
der Unterseite 6a des Keilstücks 6 und dem oberen
Ende 1d einer in senkrechter Stellung von den Unterhals-Führungen 3 getragenen
Flasche (1) ein Restspiel Jr verbleibt,
das strikt unter der Kontakthöhe
Hc liegt, d. h. dem Abstand, der die Unterhals-Führungen 3 vom Kontaktquerschnitt
Sc der Flasche trennt. Dieser Kontaktquerschnitt Sc entspricht dem
Querschnitt des Verengungsabschnitts 1b der Flasche, dessen
Durchmesser gleich dem Abstand Eg der Unterhals-Führungen 3 ist.
Aufgrund dieses Merkmals wird vorteilhaft erweise beim Aufsteigen
der Flasche 1 in senkrechter Stellung zwischen den Unterhals-Führungen 3 vermieden,
dass der Kontaktquerschnitt Sc die Unterhals-Führungen 3 erreicht,
wodurch nämlich
ermöglicht
wird, ein Blockieren der Flasche in senkrechter Stellung durch Einklemmen
zwischen den beiden Unterhals-Führungen 3 zu
verhindern. Allgemeiner gesagt, ermöglicht das Keilstück 6 durch
Begrenzung des Hochsteigens einer Flasche 1 die Reduzierung
der Gefahren des Blockierens der Flaschen 1 in der Sammelphase,
wenn die Flaschen hintereinander unter der Wirkung des Zusammendrückens hochsteigen,
das sie aufeinander ausüben, oder
wenn die Flaschen in der Ankunftsphase kippend hochsteigen.
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Man
versteht, das in der Sammelphase der Flaschen 1 die Wirksamkeit
des als oberer Anschlag wirkenden Keilstücks 6 umso besser
ist, je geringer das Restspiel Jr (1) ist.
In der Variante der 1 muss dieses Spiel Jr aber
ausreichend groß vorgesehen
werden, um die Bewegung der Flaschen 1 während ihres
Transports nicht zu stören,
wie dies klarer aus 2 hervorgeht.
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Unter
Bezugnahme auf 2 haben die Flaschen 1 während ihres
Transports die Tendenz, nach vorne und nach hinten um ihre Stellung
des senkrechten Gleichgewichts in ihrer Transportrichtung gemäß einem
in dieser Figur mit B bezeichneten Kippwinkel zu schwanken. Der
maximale Wert dieses Winkels B kann zum Beispiel vorteilhafterweise
mit Hilfe von Längsführungen 7 (1)
geregelt werden, die zu beiden Seiten der Transportstrecke der Flaschen
in Höhe
des Verengungsabschnitts 1b der Flaschen positioniert sind,
und deren Abstand E einstellbar ist. Bei der Einstellung des Abstands
E der Längsführungen 7 regelt
man vorteilhafterweise den vorderen oder hinteren maximalen Kippwinkel
B der Flaschen 1 in ihrer Transportrichtung. Vorzugsweise werden
die beiden Längsführungen 7 derart
eingestellt, dass der Winkel B geringer als oder gleich 30° ist, was
es ermöglicht,
die Gefahren des Blockierens einer Flasche 1 durch Kippen
nach vorne oder nach hinten während
des Transports wirksam zu begrenzen. Außerdem werden die beiden Führungen 7 vorzugsweise
so eingestellt, dass dieser Winkel B größer als oder gleich 10° ist. Es
wurde klargestellt, dass jenseits eines Werts von 10° für den Kippwinkel
B die Flaschen die Tendenz hatten, in einer ihre gute Förderung
beeinträchtigenden
Weise stoßweise
und zu schnell um ihre Gleichgewichtsstellung schwankend transportiert
zu werden.
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Wenn
eine Flasche 1 in ihrer Transportrichtung um einen Winkel
B nach vorne oder nach hinten kippt, steigt ein Abschnitt ihres
oberen Endes 1d aufgrund dieses Kippens hoch, wie dies
in 2 zu sehen ist. Um eine Störung der Bewegung der Flaschen 1 zu
vermeiden, ist es also wichtig, dass im Fall eines Kippens einer
Flasche 1 um einen Winkel B das Ende 1d nicht
mit der Unterseite 6a des Keilstücks 6 in Kontakt gelangt,
wie dies in 2 durch ein Restspiel Jr' dargestellt ist.
Da es bekannt ist, dass das Hochsteigen des Endes 1d der
Flasche 1 maximal ist, wenn der vordere oder hintere Kippwinkel
B der Flasche 1 45° beträgt, wird
die Stärke
des Keilstücks vorzugsweise
so gewählt,
dass im Fall eines Kippens der Flasche um einen Winkel B der Größenordnung von
45° ein
Restspiel Jr verbleibt.
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In
der Variante der 3 wurde das Keilstück 6 dahingehend
verbessert, dass es eine zentrale Längsaussparung 6b in
seiner Unterseite 6a aufweist, die einen zentralen Längskanal
bildet. In erfindungsgemäß wesentlicher
Weise ist die Breite L der Aussparung 6b strikt kleiner
als der Durchmesser D des oberen Endes 1d der Flasche.
Durch dieses Merkmal kann die Unterseite 6a des Keilstücks 6 ihre Funktion
als oberer Anschlag, insbesondere in der Sammelphase der Flaschen,
wenn eine Flasche 1 in senkrechter Stellung in Bezug auf
die Führungsschienen 3 nach
oben steigt, ausüben.
Der zentrale ausgesparte Bereich 6b des Keilstücks 6 ermöglicht vorteilhafterweise
das Kippen der Flasche 1 um einen Winkel B nach vorne oder
nach hinten, so dass ein Abschnitt des Endes 1d der Flasche
in den von der Aussparung 6b gebildeten Kanal hochsteigt, ohne
mit dem Keilstück 6 in
Kontakt zu kommen. Aufgrund der Struktur des Keilstücks 6 der 3 ist
es also vorteilhafterweise möglich,
einerseits die Stärke e
des Keilstücks
derart zu wählen,
dass ein geringes Restspiel Jr erhalten wird, wenn die Flasche 1 in senkrechter
Stellung ist, und andererseits die Geometrie der Aussparung 6b (d.
h. hauptsächlich
die Breite L der Aussparung 6b und ihre Höhe h) so
anzupassen, dass ein Restspiel Jr (3) zwischen
der Bodenwand 6c der Aussparung 6b und dem unteren Ende 14 einer
Flasche 1 verbleibt, die von den Unterhals-Führungen 3 gemäß einem
gegebenen vorderen oder hinteren Kippwinkel B gehalten wird. Vorzugsweise
wird die Geometrie der Aussparung 6b so gewählt, dass
ein Restspiel Jr' vorhanden
ist, wenn die Flasche 1 gemäß einem vorderen oder hinteren Kippwinkel
B geneigt ist, der in der Größenordnung von
45° liegt.
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Im
Rahmen dieser Variante der 3 kann man
in Betracht ziehen, kein angesetztes Keilstück, sondern von vorneherein
eine Fördereinrichtung
vorzusehen, deren Blaskanal 5 eine obere Wand 5a aufweist,
in der ein gleichwertiger Längskanal
vorgesehen ist, der die gleiche Funktion erfüllt wie die zentrale Aussparung 6b des
Keilstücks 6.
In diesem Fall wird die Höhe
des Blaskanals ausreichend gering vorgesehen, damit die Unterseite
der Wand 5a zu beiden Seiten des zentralen Kanals dieser
Wand die Funktion des oberen Anschlags erfüllt. In einer anderen Variante
kann ebenfalls in Betracht gezogen werden, ein angesetztes Keilstück 6 zu
verwenden, das kein massives Keilstück ist, in dessen Stärke eine Aussparung
ausgebildet wurde, sondern zum Beispiel ein Blech, das so in Form
gebracht wurde, dass es einen einspringenden Kanal aufweist, der
die gleiche Funktion wie die zentrale Aussparung 6b erfüllt. Schließlich ist
es auch möglich,
ein aus zwei einzelnen Längselementen gebildetes
Keilstück
zu verwenden, die an der Innenseite der oberen Wand 5a des
Blaskanals 5 befestigt und voneinander durch einen Kanal
einer Länge
L getrennt sind, der die gleiche Funktion wie die zentrale Aussparung 6b des Keilstücks 6 der 3 erfüllt.
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Die
Verwendung eines angesetzten Keilstücks 6 mit einer berechneten
Stärke
e ermöglicht es
vorteilhafterweise, die existierenden Fördereinrichtungen auf einfache
Weise auf einen gegebenen Typ von Flaschen anzupassen, indem die
Stärke
des Keilstücks
präzise
gewählt
wird, um die Gefahren des Blockierens der Flaschen bei einem Hochsteigen
der Flaschen in Bezug auf die Führungsschienen 3 der Fördereinrichtung
zu reduzieren. In den besonderen, dargestellten Beispielen hat die
Geometrie der zentralen Aussparung 6b des Keilstücks 6 die
Form eines umgedrehten U, wobei die Seitenwände des U im wesentlichen senkrecht
zum Boden 6c der Aussparung liegen. Diese Geometrie schränkt die
Erfindung aber nicht ein. Die zentrale Aussparung 6b könnte eine
beliebige gekrümmte
geometrische Form aufweisen, und beispielsweise bogenförmig mit einem
Krümmungsradius
sein, der dem Krümmungsradius
des oberen Endes 14 der Flaschen 1 angepasst ist.
Auch weist das Keilstück 6 der
Variante der 1 in diesem Beispiel einen Querschnitt
von rechteckiger Form auf. Die Erfindung ist natürlich nicht auf diese besondere
Form des Keilstücks 6 beschränkt, da
der Querschnitt des Keilstücks 6 beliebig
sein kann, da es ausreicht, wenn es eine Kontaktmantellinie zwischen
der Flasche und dem Keilstück gibt.
Das Keilstück 6 in
der Variante der 1 könnte zum Beispiel einen zylindrischen
oder halbzylindrischen Querschnitt aufweisen.
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In 4 ist
eine weitere nicht beanspruchte, verbesserte Ausführungsvariante
dargestellt, bei der die Fördereinrichtung 4 mit
einem länglichen
Keilstück 6 geringer
Stärke
ausgestattet ist, dessen Stellung in der Höhe einstellbar ist. Im dargestellten
Beispiel kann das Keilstück 6 zwischen zwei
Stellungen, einer oberen und einer unteren, mittels eines Druckluftzylinders 8 mit
zwei Positionen höhenverstellt werden.
In der oberen Stellung, wie sie in durchgezogenen Strichen in 4 dargestellt
ist, kommt das Keilstück 6 zum
Beispiel mit der oberen Wand 5a Blaskanals 5 in
Kontakt. In dieser Stellung ist das zwischen den Flaschen 1 und
dem Keilstück 6 existierende
Restspiel maximal; die Flaschen 1 können frei transportiert werden,
ohne dass ihr oberes Ende 1d mit dem Keilstück 6 in
Kontakt kommt. In der unteren Stellung (wie sie zum Beispiel gestrichelt
in 4 dargestellt ist) ist das Restspiel zwischen
den Flaschen und dem Keilstück 6 auf
einen Mindestwert eingestellt. In der Praxis ist die Luftfördereinrichtung in
mehrere aufeinanderfolgende Abschnitte unterteilt, wobei jeder Abschnitt
ein Keilstück 6 aufweist,
dessen Höhe
unabhängig
von den Keilstücken 6 der
anderen Abschnitte eingestellt werden kann. Die Abschnitte der Fördereinrichtung,
in denen die Flaschen sich in der Transportphase befinden, sind
so konfiguriert, dass ihr Keilstück 6 in
der oberen Stellung eingestellt ist. In den Fördereinrichtungsabschnitten,
die Sammelzonen der Flaschen 1 entsprechen, werden die
Keilstücke 6 dieser
Abschnitte dagegen vorteilhafterweise in der unteren Stellung eingestellt,
um die Gefahren des Blockierens der Flaschen beim Ansammeln zu verringern.
Die Steuerung der jedem Keilstück 6 zugeordneten
Zylinder 8 kann ausgehend von Erfassungssignalen automatisiert
werden, die von kontaktlosen Messfühlern von der Art Photozellen
oder Ultraschallmessfühler
ausgesendet werden, die sich in Höhe jedes Abschnitts befinden,
und die die automatische Erfassung einer Ansammlung von Flaschen
in einem gegebenen Abschnitt ermöglichen.
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Wenn
man die Variante der 4 mit derjenigen der 3 vergleicht,
entspricht die untere Stellung des Keilstücks 6 der 4 der
Höhe der
Unterseite 6a des Keilstücks 6 der 3,
und die obere Stellung ent spricht der Höhe des Bodens 6c der
zentralen Längsaussparung 6b des
Keilstücks 6 der 3.
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In
einer anderen Ausführungsvariante
kann in Betracht gezogen werden, die Variante der 4 so
zu verändern,
dass das Keilstück 6 mehrere
Stellungen einnehmen kann. Insbesondere ist es in einer verbesserten
Variante möglich,
indem zum Beispiel ein Druckluftzylinder 8 mit drei Positionen
verwendet wird, eine zusätzliche
Stellung für
das Keilstück 6 vorzusehen,
die sich unter der Höhe
der unteren Stellung der 4 befindet und einer sogenannten
Freisetzungsstellung entspricht. Diese Freisetzungsstellung wird
in Abhängigkeit
von der Geometrie der Flaschen 1 so festgelegt, dass in
dieser Stellung das Keilstück 6 sich
nahe genug bei den Unterhals-Führungen 3 befindet,
um das Freisetzen einer zum Beispiel in der nach vorne oder nach
hinten geneigten Stellung unabsichtlich blockierten Flasche 1 zu
ermöglichen.
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In
der Variante der 5 findet man wieder das Keilstück 6 mit
zentraler Aussparung der Variante aus 3. In dieser
Variante der 5 weist der obere Anschlag außerdem eine
Längsplatte 6d auf, die
in der Längsaussparung 6b des
Keilstücks 6 angeordnet
ist und die in einer senkrechten Ebene translationsbeweglich ist,
um in der Höhe
eingestellt werden zu können.
Genauer gesagt, kann die Höhenstellung
dieser Platte 6d mittels eines Zylinders 8' mit zwei Stellungen
zwischen einer oberen Stellung (in durchgezogenen Strichen dargestellt),
in der die Platte 6d sich nahe dem Boden 6c der
Längsaussparung 6b befindet,
eingestellt werden. Diese obere Stellung entspricht der oberen Stellung
des Keilstücks 6 der
Variante der 4. Die untere Stellung (gestrichelt
dargestellt) entspricht einer Stellung des Freisetzens der Flaschen 1.
Diese Stellung des Freisetzens der Platte 6d befindet sich
auf einer Zwischenhöhe
zwischen einerseits der Unterseite 6a des Keilstücks 6 und
dem oberen Ende 1d einer Flasche 1, die von den
Unterhals-Führungen 3 in senkrechter
Stellung gehalten wird. In anderen Worten, wenn man sich auf die 5 bezieht,
wenn die Platte 6d in der Freisetzungsstellung ist, befindet
sie sich in einem Abstand H' in
Bezug auf die Oberseite 3a der Unterhals-Führungen 3,
der zwischen einerseits der Höhe
H und andererseits der Höhe
Hb liegt, die der Höhe
des oberen Bereichs der Flasche 1 entspricht, üblicherweise
Mündungslippe
genannt, der sich zwischen dem oberen Ende 1d der Flasche 1 und
dem Kragen 2 (einschließlich Kragen) erstreckt. Vorzugsweise
wird die Höhe
H' geringfügig größer als
die Höhe
Hb vorgesehen. Es sollte hier betont werden, dass die der Freisetzungsstellung
der Platte 6d entsprechende Höhe H' vorzugsweise strikt größer sein muss
als die Höhe
Hb der Flaschen 1, um bei den Freisetzungsvorgängen einen
klemmenden Kontakt der Flaschen 1 zwischen der Platte 6d und
den Unterhals-Führungen 3 zu
verhindern.