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Gebiet der Erfindung
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Diese Erfindung bezieht sich auf
selektive Rufempfänger,
und besonders auf selektive Rufempfänger, die angepasst sind, um
Nachrichten zu empfangen, während
sie von einer Reichweitenzone in eine andere Reichweitenzone wandern.
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Hintergrund
der Erfindung
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In einem typischen RF-(Radiofrequenz-)Nachrichtensystem
werden Nachrichten an einen oder mehrere selektive Rufempfänger (oder Sende-/Empfangsgeräte) gesendet,
die bei dem System angemeldet sind. Diese angemeldeten selektiven
Rufempfänger
(oder Sende-/Empfangsgeräte) werden
hier als SUs (Teilnehmereinheiten) bezeichnet.
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Wenn eine lange Nachricht an eine
SU zu senden ist, wird die Nachricht in nummerierte Fragmente aufgeteilt
be vor sie gesendet wird. Die Fragmente werden dann sequentiell gesendet,
und die angesprochene bzw. adressierte SU hängt jedes empfangene Fragment
an ein unmittelbar vorausgehendes Fragment an, um eine vollständige Nachricht für den Benutzer
der SU zusammenzustellen bzw. zu kompilieren.
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Einer SU ist es typischerweise gestattet
zu wandern, d. h., sich von einer Reichweitenzone zu einer anderen
Zone zu bewegen. wenn die SU in einer ersten Zone ist, empfängt sie
Nachrichten auf einem ersten Kanal; wenn die SU sich zu einer anderen Zone
bewegt, empfängt
die SU Nachrichten auf einem anderen Kanal. Ein potentielles Problem
entsteht, wenn die SU ein oder mehrere Fragmente von einer langen
Nachricht empfängt,
während
sie in der ersten Zone ist, und sich dann zu einer zweiten Zone bewegt,
bevor sie die vollständige
Nachricht empfangen hat. Wenn das Kommunikationssystem weiß, welche
Fragmente von der SU empfangen wurden während es in der ersten Zone
war, kann das System einen Basisstationssender in der zweiten Zone
anweisen, die verbliebenen Fragmente der Nachricht zu senden. Auf
diese Weise werden von der SU keine Fragmente verpasst und es werden
keine doppelten Fragmente übertragen.
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In einem Zwei-Wege-Nachrichtensystem,
in dem die SU Informationen empfangen und senden kann, sendet die
SU jedes Mal, wenn sie ein vollständiges Fragment empfängt, eine
Empfangsbestätigung
(ACK). Auf diese Weise weiß das
Nachrichtensystem, welche Fragmente von der SU empfangen oder nicht
empfangen worden sind. Wenn diese SU zu einer anderen Zone wandert,
können
die verbliebenen Fragmente an die SU wie oben beschrieben gesendet
werden.
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Das Problem des Wanderns in einem Ein-Weg-Nachrichtensystem
ist nicht so einfach zu beheben. In einem Ein-weg-System empfängt die
SU nur, sie sendet nicht. Das System stellt eine Abdeckung für mehrere
Zonen durch Platzieren eines Basis-Stations-Senders in jeder Zone
bereit, wobei die Sender gleichzeitig auf verschiedenen Kanälen senden.
Das bedeutet, dass dieselbe Nachricht (identifiziert durch dieselbe
Nachrichtennummer) von jedem Basis-Stations-Sender auf seinem eigenen Kanal
gesendet wird, diese Sendungen sind aber nicht miteinander synchronisiert.
Die Nachricht kann in einer Zone Sekunden oder Minuten später gesendet
werden, als dieselbe Nachricht in einer anderen Zone gesendet wird.
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Die Fragmentgröße kann ebenfalls von Zone zu
Zone variieren. Selbst wenn die Infrastrukturausrüstung in
jeder Zone die gleichzeitig zu sendende Nachricht in ähnlich nummerierte
Fragmente aufteilt, kann die Fragmentgröße von Zone zu Zone in Abhängigkeit
vom Nachrichtenverkehr in einer Zone variieren.
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Betrachtet man die oben erwähnten Unterschiede,
die von Zone zu Zone vorkommen, und die Tatsache, dass das Einweg-Nachrichten-System nicht
wissen kann welche Fragmente tatsächlich durch eine angesprochene
SU empfangen wurden, kann man verstehen, dass es dort keine Sicherheit gibt,
dass eine wandernde SU eine vollständige Nachricht empfangen wird,
und dass gleichermaßen keine
Sicherheit gegeben ist, dass die wandernde SU nicht einige Informationen
doppelt empfangen hat.
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Die
US
4,956,641 lehrt ein Verfahren zum Beseitigen von Fehler
enthaltenden Zeichen von an einen Funkrufempfänger hereinkommenden Nachrichten,
wobei dann die fehlerfreien Zeichen von jeder Nachricht auf Übereinstimmungen
verglichen werden.
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Was deshalb benötigt wird, ist ein Verfahren für eine SU,
um mehrere Fragmente einer Nachricht zu empfangen, die von verschiedenen
Zonen gesendet werden, und um diese Fragmente zu einer vollständigen Nachricht
zusammenzusetzen, ohne Verdoppelung von Informationen.
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Entsprechend der vorliegenden Erfindung wird
ein Verfahren für
eine Teilnehmereinheit bereitgestellt, um eine vollständige Nachricht
für ein
Nachrichtensystem zu kompilieren, wobei lange Nachrichten in Fragmente
aufgeteilt werden, von denen jedes eine Vielzahl von Zeichen enthält, und
wobei die Fragmente an Teilnehmereinheiten gesendet werden, die
von einer Zone zu einer anderen Zone wandern können, wie in Anspruch 1 beansprucht.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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1 veranschaulicht
ein Nachrichtensystem, in dem SUs von Zone zu Zone wandern und Nachrichtenfragmente
von auf verschiedenen Kanälen
arbeitenden Sendern empfangen können;
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2 stellt
Fragmente einer Nachricht dar, die von einer SU von zwei verschiedenen
Sendern, die in verschiedenen Zonen angeordnet sind und auf verschiedenen
Kanälen
arbeiten, empfangen wurde;
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3 ist
ein Blockdiagramm einer SU, die gemäß der Erfindung arbeitet;
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4 veranschaulicht,
wie der Speicher aus 3 Informationen,
die im bevorzugten Betrieb der Erfindung verwendet werden, speichert;
und
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5 und 6 bilden ein Flussdiagramm,
das zeigt, wie die CPU (zentrale Verarbeitungseinheit) aus 3 vorzugs weise programmiert
ist, um die SU zu veranlassen, gemäß der Erfindung zu arbeiten.
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Beschreibung einer bevorzugten
Ausführungsform
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Gemäß 1 umfasst ein RF-(Radiofrequenz-)Nachrichtensystem 10 Sender 12,
die in Zonen A, B und C angeordnet sind. SUs 14 in Zone
A empfangen Nachrichten von dem Sender in Zone A auf einem bestimmten
Kanal (Frequenz). Die Sender in den Zonen B und C senden auf verschiedenen
Kanälen
an die SUs, die in ihren jeweiligen Zonen angeordnet sind.
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Wie vorstehend beschrieben, werden
lange Nachrichten in Fragmenten gesendet. Eine Nachricht, die an
eine angepeilte SU 14 in Zone A zu senden ist, erhält eine
Nachrichtennummer, wird in nummerierte Fragmente aufgeteilt, und
die Fragmente werden sequentiell durch den Sender in Zone A gesendet.
Dieselbe Nachricht, die durch dieselbe Nachrichtennummer identifiziert
wird, wird gleichzeitig ("simulcast") durch die Sender
in den Zonen B und C gesendet, nachdem sie in Fragmente aufgeteilt
worden ist.
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Es wird angenommen, dass die angepeilte SU,
die in Zone A angeordnet ist, sich auf Zone B zubewegt und, dass
die Nachricht, die an sie gesendet wird, fünf Fragmente enthält. Die
angepeilte SU empfängt
die ersten vier Fragmente während
sie in Zone A ist, und dann bewegt sich die SU zu Zone B. Mittlerweile
sendet der Sender in Zone A die verbliebenen Fragmente der Nachricht,
aber die SU empfängt die
verbliebenen Fragmente vom Sender in Zone A nicht, weil die SU sich
in Zone B bewegt hat, jenseits der Reichweite des Senders von Zone
A. Das ist in 2 dargestellt,
die zeigt, dass die angepeilte SU die Fragmente 1, 2, 3 und 4 empfangen
hat, die gemeinsam eine Teilnachricht 13 bilden, vom Sender
in Zone A. Nach dem Empfang von Fragment Nummer 4 hat die angepeilte
SU die Zone A verlassen und Zone B erreicht.
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In diesem Beispiel hat der Sender
in Zone B die Fragmente 1, 2 und 3 gesendet, während die angepeilte SU noch
in Zone A war. Das erste Fragment, das durch die angepeilte SU auf
dem in Zone B verwendeten Kanal empfangen wurde, ist Fragment Nummer
4, das einige, aber nicht notwendiger Weise alle der in Fragment
Nummer 4 enthaltenen Informationen, die vorher, als die SU in Zone
A war, empfangen wurde, verdoppeln kann. Die angepeilte SU empfängt dann
den Rest der Nachricht, Fragment 5, von dem Sender in Zone B. Die
Fragmente 4 und 5 aus Zone B bilden eine weitere Teilnachricht 15.
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In diesem Beispiel hat die angepeilte
SU zwei Fragmente Nummer 4 empfangen, eines aus Zone A und eines
aus Zone B. Identisch nummerierte Fragmente, die aus verschiedenen
Zonen gesendet werden, enthalten wahrscheinlich verschiedene Informationen.
Mit dieser Erfindung ist die SU in der Lage, festzustellen wenn
sie doppelte Kopien derselben Information empfangen hat, eine Kopie
der doppelten Information zu löschen
und die nicht verdoppelte Information zu kombinieren, um eine vollständige Nachricht
zu bilden. Eine SU, die in dieser Weise arbeitet, kann aus konventionellen
Komponenten konstruiert sein und programmiert werden, um erfindungsgemäß zu arbeiten.
Eine solche SU 16 ist in 3 gezeigt.
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Die dargestellte SU 16,
die in Form eines selektiven Rufempfängers gezeigt ist, weist eine
Schaltung auf, die eine Antenne 17, einen RF-Demodulator 18 und
einen digita len Decodierer 19 zum Empfangen und Decodieren
hereinkommender Nachrichten umfasst. Durch die Antenne 17 empfangene
Nachrichten werden durch den konventionellen Demodulator 18 demoduliert,
um demodulierte analoge Daten als ein Eingangssignal für den Decodierer 19 bereitzustellen,
der ebenfalls eine konventionelle Konstruktion aufweisen kann.
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Das Ausgangssignal von dem Decodierer 19 wird
als ein Eingangssignal für
einen Prozessor 20 verwendet, der beispielsweise ein MC68HC05
von Motorola, Inc. sein kann. Der Prozessor 20 kann auch
konventionell sein, aber er ist programmiert, um die SU 16 zu
veranlassen, erfindungsgemäß zu arbeiten,
wie später
diskutiert wird.
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Der Prozessor 20 umfasst
eine CPU 21 und einen ROM 22, der das Anweisungsprogramm
für die CPU
und andere Informationen speichert, die die SU 16 gemäß eines
bevorzugten Aspektes der Erfindung verwendet.
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Der Prozessor beinhaltet auch einen
externen Schnittstellenanschluss 24 zur Kopplung von Signalen
von der CPU 21 an einen Anzeige-Treiber 26. Die
zuletzt genannte Vorrichtung steuert eine Anzeige 28 an,
die eine konventionelle Flüssigkristallanzeige
sein kann, zur Anzeige decodierter Nachrichten.
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Timer 30 sind mit der CPU 21 gekoppelt,
um eine Zeitbasis zum Sammeln von Daten vom Decodierer 19 in
genauen Intervallen zu geben.
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Der Benutzer kann verschiedene Funktionen der
SU kontrollieren, mittels vom Benutzer bedienbarer Tasten, die mit
Lesen (32), Auswählen
(34), Nächste
(36) und Vorhergehende (38) betitelt sind, die
mit der CPU über
eine Tastenschnittstelle 40 und einen externen Schnittstellenanschluss 42 gekoppelt sind.
Die Tasten können
verwendet werden, um zu veranlassen, dass eine empfangene Nachricht
auf der Anzeige 28 angezeigt wird, dass durch die Nachrichten
gescrollt werden kann, dass das Lesen der Nachrichten beendet wird,
und für
verschiedene andere konventionelle Funktionen.
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Der Prozessor 20 umfasst
auch einen RAM (Random Access Memory) 44, der einen Nachrichtenspeicher 46 und
einen Programmspeicher 48 aufweist.
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Der Programmspeicher 48 arbeitet
als ein Zwischenspeicher ("scratch
pad memory") für eine vorübergehende
Speicherung von neuen Nachrichten (bevor sie im Nachrichtenspeicher 46 gespeichert werden)
oder von durch die CPU 21 gelieferten Rechenergebnissen.
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Die CPU 21 ist programmiert,
um es der SU 16 zu gestatten, gemäß der Erfindung in der folgenden
Weise zu arbeiten. Die SU 16 empfängt mindestens ein erstes Fragment
einer Nachricht von einem Sender, der auf einem ersten Kanal arbeitet
und in einer ersten Zone angeordnet ist, beispielsweise in Zone
A in 1. Die SU speichert
die empfangenen Fragmente im Speicher. Die SU empfängt dann
mindestens ein zweites Fragment von derselben Nachricht von einem
Sender, der auf einem zweiten Kanal arbeitet und in einer zweiten
Zone angeordnet ist, beispielsweise in Zone B. Vorzugsweise wird
das Fragment/werden die Fragmente, die vom Sender in der zweiten
Zone empfangen werden, ebenfalls im Speicher gespeichert. Die SU
korreliert mindestens einige der Zeichen im zweiten Fragment mit
Zeichen im ersten Fragment, um übereinstimmende
Zeichen zu identifizieren. Wenn keine Übereinstimmung gefunden wird,
bedeutet dies, dass doppelte Kopien eines Fragmentes nicht empfangen
wurden, und die SU kombiniert die Fragmente, die von der ers ten
und zweiten Zone als Teil einer Nachricht empfangen wurden, die
auf der Anzeige 28 (3)
angezeigt werden kann. Wenn die SU eine doppelte Information findet,
wird sie gelöscht;
nicht doppelte Fragmente werden kombiniert, um eine vollständige Nachricht zu
bilden. Diese Technik erlaubt es den SUs von Zone zu Zone zu wandern,
während
Fragmente, die von verschiedenen Sendern empfangen wurden, zu einer
vollständigen
Nachricht zusammengefügt
werden. Dies ist besonders nützlich
bei selektiven Rufempfängern,
die nicht in der Lage sind, den Empfang von Nachrichtenfragmenten
zu bestätigen.
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Die Art, in der die SU vorzugsweise
Nachrichtenfragmente im Speicher speichert und andere Gesichtspunkte
der Erfindung werden jetzt zuerst mit Bezug auf 4 beschrieben. Die Tabelle, die in 4 gezeigt ist, stellt einen
Teil des Speichers der SU und vorzugsweise einen Teil des Speichers 44 (3) dar. Die veranschaulichte
Tabelle zeigt, dass die SU 16 zwei Nachrichten, Nummer
1 und 2, empfangen hat, wie in der ersten Spalte der Tabelle gezeigt.
Die zweite Spalte der Tabelle zeigt einen Kanal ID (hier auch als
Markierung bezeichnet) und eine dritte Spalte enthält, den
Text der empfangenen Nachrichtenfragmente. In dem veranschaulichten Beispiel
ist ein erster Teil der Nachricht Nummer 1 eine Teilnachricht, die
von einem Sender empfangen wurde, der auf einem bestimmten Kanal
arbeitet; der zweite Teil der Nachricht Nummer 1 ist eine Teilnachricht,
die von einem anderen Sender empfangen wurde, der auf einem anderen
Kanal arbeitet.
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Die SU kennt den Kanal auf dem sie
eine Nachricht erhält,
und sie markiert die Fragmente, die sie auf jedem Kanal empfängt, mit
einem Markierer oder einer Kanal-ID. In diesem Fall markiert die
SU den ersten Teil der Nachricht Nummer 1 als von einem Sender stammend,
der auf einem als A ausgewiesenen Kanal arbeitet. Der zweite Teil
der Nachricht Nummer 1, der von einem Sender stammt, der auf einem
anderen Kanal arbeitet, wird als von einem Sender, der auf einem
als B ausgewiesenen Kanal arbeitet, markiert. Somit werden Nachrichtenfragmente,
die auf verschiedenen Kanälen
empfangen werden, verschiedene Markierungen durch die SU zugeordnet.
Die SU vergleicht diese Markierungen, um festzustellen, ob die empfangenen
Nachrichtenfragmente durch in verschiedenen Zonen arbeitende Sender
gesendet wurden. Es ist auch zu beachten, dass bestimmte Informationen
in der Teilnachricht "der
Bericht ist fertig" in
der anderen Teilnachricht "der
Bericht ist fertig für
Ihre Unterschrift" dupliziert sind.
Mit dieser Erfindung werden diese duplizierten Informationen gelöscht, und
nicht dupliziertete Informationen werden kombiniert, um eine vollständige Nachricht
zu bilden.
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Unter erneuter Bezugnahme auf 4 kann festgestellt werden,
dass die SU 16 auch eine vollständige kurze Nachricht empfangen
hat, die als eine Nachricht Nummer 2 ausgewiesen ist, von demselben
Sender, der auf dem als B ausgewiesenen Kanal arbeitet.
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Die Verwendung von Markierungen,
um Fragmente einer Nachricht einem besonderen Kanal zuzuordnen,
wird vorteilhafterweise durch die SU 16 verwendet, wie
es nun unter Bezugnahme auf das in 5 gezeigte
Flussdiagramm beschrieben wird. Die Schritte des dargestellten Flussdiagramms
werden vorzugsweise auf einer Fragment-für-Fragment-Basis ausgeführt, d.
h. sie werden einmal für
jedes empfangene Fragment ausgeführt.
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Im ersten Schritt 50 wird
eine hereinkommende Nachricht durch die SU empfangen. Wenn die Nachricht
kurz und nicht fragmentiert (Schritt 52) ist, fährt das
Programm mit Schritt 54 fort, in dem die hereinkommende
Nachricht in konventioneller weise bearbeitet wird (ein geeigneter
Alarm wird erzeugt, und die Nachricht wird für die Anzeige vorbereitet).
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Wenn die hereinkommende Nachricht
fragmentiert ist (was durch den Status eines bestimmten mit der
Nachricht gesendeten Bits angezeigt wird), rückt das Programm zu Schritt 56 vor.
An diesem Punkt wird eine Markierung angebracht oder dem empfangenen
Nachrichtenfragment zugeordnet, das hier als "gegenwärtiges" Nachrichtenfragment bezeichnet ist.
Zum Beispiel zeigt 4 eine
Markierung A (als Kanal-ID bestimmt), die an die Anfangsfragment(e)
der Nachricht Nummer 1 angebracht ist und eine Markierung B, die
an das/die verbleibende(n) Fragment e) der Nachricht Nummer 1 angebracht
sind.
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Zurückkehrend zu 5, bestimmt Schritt 58, ob die
Nachricht andere Fragmente aufweist, die vorher empfangen worden
sind. Wenn die Antwort "Nein" ist, bedeutet dies,
dass das untersuchte Fragment das erste Fragment einer neuen Nachricht
ist, und das Programm schreitet zu Schritt 60 weiter, um das
Fragment zu speichern.
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Wenn Schritt 58 ergeben
hat, dass andere Fragmente vorhanden waren, wird Schritt 62 ausgeführt, um
festzustellen, ob diese anderen Fragmente und das gegenwärtige Fragment
alle von demselben Kanal oder derselben Zone stammen. Diese Entscheidung
wird durch Vergleichen der Markierung, die dem vorher empfangenen
Fragment zugeordnet ist, mit der Markierung getroffen, die durch
Schritt 56 dem gegenwärtigen
Fragment zugeordnet wurde.
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Wenn das gegenwärtige Fragment und das vorher
empfangene Fragment von dieser Nachricht von demselben Kanal oder
derselben Zone stammen, zeigt dies an, dass alle Fragmente der Nachricht
von derselben Zone gesendet worden sind. Alle Fragmente werden dann
durch Schritt 59 kombiniert (aneinander angefügt). Das
Programm fährt
dann mit Schritt 61 fort, um zu bestimmen, ob eine vollständige Nachricht
empfangen wurde. Wenn das letzte Fragment der Nachricht empfangen
worden ist, geht das Programm zu Schritt 54 weiter, um
die Nachricht für die
Anzeige vorzubereiten. Wenn das letzte Fragment nicht empfangen
worden ist, fährt
das Programm mit Schritt 60 fort, um das Fragment oder
die kombinierten Fragmente zu speichern und erwartet die Ankunft
des nächsten
Fragmentes.
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Unter erneuter Bezugnahme zu auf
Schritt 62 zeigt, wenn die Markierungen des gegenwärtigen Fragmentes
und des vorhergehenden Fragmentes nicht zusammenpassen, dies an,
dass die Fragmente aus verschiedenen Zonen sind, und das Programm
fährt mit
Schritt 62A fort. Die SU bestimmt, ob alle vorhergehenden
Fragmente aus dieser Zone (die Zone aus der das gegenwärtige Fragment
gesendet wurde) durch Schritt 75 (6) kombiniert worden sind. Wenn sie so
kombiniert worden sind, als ein Ergebnis eines früheren Programmdurchlaufes,
dann fährt
das Programm mit Schritt 59 fort. Alle Fragmente werden
kombiniert und, wenn die Nachricht vollständig ist (Schritt 61),
wird die Nachricht durch Schritt 54 zur Anzeige vorbereitet.
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Unter erneuter Bezugnahme auf Schritt 62A läuft das
Programm, wenn nicht alle vorhergehenden Fragmente von die ser Zone
durch Schritt 75 vorhergehend kombiniert wurden, mit Schritt 63 weiter,
wo die SU Fragmente mit denselben Markierungen kombiniert. Zum Beispiel
haben in 2 die Fragmente
1 bis 4, die die Teilnachricht 13 bilden, alle dieselbe Markierung,
so dass diese Fragmente miteinander kombiniert werden. In ähnlicher
Weise würden
die Fragmente 4 und 5 der Teilnachricht 15 miteinander kombiniert,
wenn sie ebenfalls zu diesem Zeitpunkt empfangen worden wären.
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Im nächsten Schritt 64 (6) bestimmt die SU, ob dies
der erste Versuch ist, um die in der gegenwärtigen Nachricht empfangenen
Informationen zu korrelieren. (Nur eine den nächsten Schritt 65 verwendende
Korrelation findet für
jede Nachricht statt.) Wenn die Antwort "Ja" ist,
fährt das
Programm mit Schritt 65 fort.
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Bei Schritt 65 vergleicht
die SU eine ausgewählte
Gruppe von N (N ist eine ganze Zahl, die im Schritt 65 gleich
dem Wert 10 gesetzt wurde) Zeichen in dem gegenwärtigen Fragment mit einer Gruppe ähnlicher
Größe von Zeichen
in dem/den vorangehenden Fragment(en), wobei mit dem letzten in
dem vorangehenden Fragment empfangenen Zeichen begonnen wird und
sich auf den Anfang der Nachricht zu vorgearbeitet wird, wie es
detaillierter anhand des Beispiels aus 2 beschrieben wird.
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Angenommen, die SU hat die Fragmente
mit den Nummern 1 bis 4 aus Zone A empfangen und nur Fragment Nummer
4 aus Zone B. Bei Ausführung von
Schritt 62, wird die SU festgestellt haben, dass ein Fragment
Nummer 4 aus einer Zone und das andere Fragment Nummer 4 von einer
anderen Zone stammt. Die Fragmente 1 bis 4 aus Zone A werden kombiniert
(Schritt 63). Weil dies der erste Versuch ist, die Nachricht
zu korrelieren (Schritt 64), fährt das Programm damit fort,
den Vergleich auszuführen,
der durch Schritt 65 aufgerufen wird.
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Wenn Fragment Nummer 4 der Teilnachricht 15 beim
Ausführen
von Schritt 65 das gegenwärtige Fragment ist, dann werden
vorzugsweise die ersten 10 Zeichen des Fragmentes im Vergleichsschritt
verwendet. Diese ersten 10 Zeichen sind durch den schraffierten
Bereich von Fragment 4, das das Bezugszeichen 66 trägt, gekennzeichnet.
Die Zeichengruppe 66 wird verglichen mit einer Gruppe ähnlicher Größe aus Zeichen
des vorhergehenden Fragmentes, dem Fragment Nummer 4 der Teilnachricht 13, wobei
mit den letzten 10 Zeichen (Bezugszeichen 67) des
vorhergehenden Fragmentes begonnen wird. Das heißt, Gruppe 66 wird
mit Gruppe 67 verglichen, um festzustellen, ob sie identisch
sind. wenn keine Übereinstimmung
gefunden wird, wird Gruppe 66 mit der nächsten der vorhergehenden Gruppe
von 10 Zeichen in demselben Fragment verglichen. Der Vergleich
wird fortgeführt,
wobei ein Zeichen zur Zeit rückwärts in Richtung
auf den Anfang der Teilnachricht 13 zu bearbeitet wird,
bis eine Übereinstimmung gefunden
ist oder bis die Gruppe 66 mit den Zeichen in jedem Fragment
der Teilnachricht 13 verglichen worden ist. Im Beispiel,
das in 2 gezeigt ist,
ist angenommen, dass eine Übereinstimmung
gefunden wurde, wenn die Gruppe 66 mit der Gruppe 69 verglichen
wird.
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Bezüglich 6 führt
die SU nun Schritt 70 aus, um festzustellen, ob eine Korrelation
gefunden wurde. Im Beispiel, das in 2 gezeigt
ist, wurde eine Übereinstimmung
zwischen den Zeichengruppen 66 und 69 gefunden.
Wenn eine derartige Übereinstimmung
nicht gefunden worden ist, fährt
das Programm mit Schritt 68 fort. Durch Schritt 68 werden keine
Fragmente gelöscht.
Alle empfangenen Fragmente werden separat gehalten, bis die ganze
Nachricht empfangen worden und bereit ist, um angezeigt zu werden.
An diesem Punkt werden die empfangenen Fragmente in der Reihenfolge
ihres Empfangs aneinander gehängt.
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Wenn eine Korrelation bei der Ausführung von
Schritt 70 gefunden wird, geht das Programm zu Schritt 72,
wo ein zusätzlicher
Vergleich durchgeführt wird.
Allgemein gilt, wenn eine Übereinstimmung
zwischen einer ausgewählten
Gruppe von Zeichen (beispielsweise Gruppe 66) in einem
Fragment und einer Gruppe von Zeichen ähnlicher Größe (beispielsweise Gruppe 69)
in einem Fragment einer anderen Teilnachricht gefunden wird, dann
werden die verbleibenden Zeichen in dem einen Fragment mit den verbleibenden
Zeichen in dem Fragment der anderen Teilnachricht verglichen, um
festzustellen, ob eine vollständige Übereinstimmung
zwischen den Fragmenten vorliegt. Gemäß 2 erfordert, wenn eine Übereinstimmung
zwischen der Zeichengruppe 66 und der Zeichengruppe 69 gefunden
wird, Schritt 72, dass die Korrelation bis zum Ende des
vorhergehenden Nachrichtenfragmentes erweitert wird, d. h., dass
die verbleibenden Zeichen 71 in Fragment Nummer 4 der Teilnachricht 15 als
eine Gruppe zu vergleichen sind, mit den verbleibenden Zeichen 73 im
Fragment Nummer 4 der Teilnachricht 13. Wenn für all die
verbleibenden Zeichen 73 in der Teilnachricht 13 (Schritt 74)
keine vollständige Übereinstimmung
nicht gefunden wird, kehrt das Programm zu Schritt 68 zurück. Wenn
eine vollständige Übereinstimmung
gefunden wird, dann besagt dies, dass Fragment Nummer 4 der Teilnachricht 13 nicht
in der Teilnachricht 15 dupliziert ist. Keine Zeichen werden gelöscht.
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Wenn eine vollständige Übereinstimmung für jedes
Zeichen in der Zeichengruppe 69 und für jedes Zeichen in den verbleibenden
Zeichen 73 gefunden wird (Schritt 74), dann fährt das
Programm mit Schritt 75 fort, wo eine Kopie der doppelten
Zeichen gelöscht
wird; die anderen Fragmente der Nachricht werden kombiniert, um
eine Nachricht zu bilden, und das Programm fährt mit Schritt 59 fort
(5).
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Wenn die Ausführung von Schritt 74 nicht
die vollständige Überlappung
ergibt, nach der gesucht wird, fährt
das Programm mit Schritt 68 fort. Es wird kein weiterer
Versuch zur Korrelation der Teilnachrichten für diese bestimmte Nachricht
mehr unternommen.
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Zurückkehrend zu Schritt 64 würde, wenn
die in Schritt 65 angeforderte Korrelation versucht worden
ist, aber keine Übereinstimmung
gefunden worden ist, das Programm beim Empfang des nächsten Fragmentes
wieder die Schritte 50 bis 63 und dann Schritt 64 ausführen. Weil
das nicht die erste Korrelation ist, geht das Programm weiter zu
Schritt 76, wo die SU bestimmt, ob beim letzten Programmdurchlauf
eine Korrelation gefunden wurde, als Schritt 65 ausgeführt wurde,
jedoch eine unvollständige
Korrelation gefunden wurde, als Schritt 72 ausgeführt wurde.
In 2 zum Beispiel, wenn
eine Übereinstimmung
zwischen Gruppe 66 und einer Gruppe von Zeichen (z. B.
Gruppe 69) in irgendeinem Fragment von der Teilnachricht 13 gefunden
wurde, fanden alle der verbleibenden Zeichen, die zwischen Gruppe 69 und
dem Ende der Teilnachricht 13 angeordnet sind, auch eine
identische Übereinstimmung
in der Teilnachricht 15? Wenn eine Übereinstimmung mit allen Zeichen
bis zum Ende der Teilnachricht 13 gefunden wurde, dann
ist die Antwort auf die Frage in Schritt 76 "NEIN", und das Programm
fährt mit Schritt 68 fort. Wenn
die in Schritt 76 gefundene Antwort "JA" ist, dann
bedeutet dies, dass dort zusätzliche
Zeichen in der Teilnachricht 13 sind, die auf eine Korrelation
zu untersuchen sind. Diese Bedingung tritt zum Beispiel auf, wenn
die Zeichengruppe 66 eine Übereinstimmung mit einer Gruppe
von Zeichen im Fragment 3 der Teilnachricht 13 findet
und die verbleibenden Zeichen 71 mit den nächsten 10 Zeichen
in der Teilnachricht 13 übereinstimmen, aber zusätzliche
Zeichen auf das Ende der Teilnachricht 13 zu vorhanden
sind, für
die keine Übereinstimmung
versucht wurde. In diesem Fall geht das Programm zu Schritt 78.
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Bei Schritt 78 kehren wir
zum Punkt in der Teilnachricht 13 zurück, an dem die Korrelation
zuletzt gefunden wurde. Zum Beispiel, wenn Fragment 4 der Teilnachricht 15 vollkommen
die letzte Hälfte von
Fragment 3 und die erste Hälfte
von Fragment 4 der Teilnachricht 13 überlappt, dann verursachen
die Schritte 78 und 72 eine Korrelation, die zwischen Fragment
5 und der letzten Hälfte
von Fragment 4 zu versuchen ist. Wenn eine vollständige Überlappung (Übereinstimmung)
gefunden wird (Schritt 74), wird die doppelte Information
gelöscht
und die nicht doppelte Information kombiniert (Schritt 75).
Dieser Vorgang wird solange fortgeführt, bis das letzte Fragment
der Nachricht empfangen worden ist, und die Korrelation versucht
worden ist, woraufhin Schritt 59 ausgeführt wird. Alle nicht gelöschten Fragmente werden
dann in der Reihenfolge ihres Empfangs angehängt und die korrigierte Nachricht
ist fertig, um angezeigt zu werden.
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Es wird Situationen geben, wo mindestens ein
Zeichen nicht richtig decodiert ist, und ein Fehlerindikator den
Platz von dem fehlenden undecodierten Zeichen einnimmt.
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vorzugsweise wird ein solcher Fehler
als eine Übereinstimmung
zu jedem Zeichen angesehen, das zu Zwecken der Ausführung dieser
Erfindung verglichen wird.
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Es wird nachvollzogen werden, dass
das vorliegende Verfahren zum Zusammenfügen bzw. Kompilieren von Nachrichtenfragmenten
erlaubt, dass SUs in einem Ein-weg-Nachrichtensystem von Zone zu Zone wandern
können
und dennoch eine Nachricht ohne Verdoppeln der Information richtig
zusammenfügen
können.
Alles was erforderlich ist, ist eine Modifikation der Software der
SU, wie oben beschrieben. Für
die Infrastruktur des Nachrichtensystems ist keine Modifikation
erforderlich.
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Obwohl die Erfindung anhand einer
bevorzugten Ausführungsform
beschrieben worden ist, ist es für
Fachleute offensichtlich, dass verschiedene Modifikationen und Änderungen
durchgeführt
werden können,
ohne die Erfindung zu verlassen. Entsprechend ist es beabsichtigt,
dass alle derartigen Änderungen
und Variationen als innerhalb des Schutzumfangs der Erfindung liegend
angesehen werden, wie er durch die angefügten Ansprüche definiert ist.