-
Die vorliegende Erfindung betrifft
eine Montageanordnung zum Befestigen eines Kindersitzes an einem
Fahrrad. Insbesondere betrifft die Erfindung die Befestigung des
Kindersitzes an dem Fahrrad auf eine Weise, bei der die relative
Position des Kindersitzes zu der Längsposition des montierten
Sitzes in Fahrtrichtung des Fahrrads eingestellt werden kann. Eine
solche Montageanordnung nach dem Oberbegriff von Anspruch 1 ist
in US-A-5 104 188 angegeben.
-
Kindersitze werden herkömmlich an
verschiedenen Positionen an einem Fahrrad angebracht, beispielsweise
hinter dem Sitz und über
dem Hinterrad des Fahrrads oder vor dem Sitz, jedoch hinter dem
Lenker. In Abhängigkeit
von der Größe des Erwachsenen,
der das Fahrrad fährt
und/oder der Größe des Kindes
ist es erwünscht,
den Kindersitz in Längs-
bzw. Fahrtrichtung des Fahrrads einzustellen. Einstelleinrichtungen
sind bekannt, diese benötigen
jedoch häufig
komplizierte Manipulationen und manchmal den zusätzlichen Gebrauch von Werkzeugen.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Montageanordnung
für einen
Kindersitz bereitzustellen, die einerseits eine einfache manuelle
Einstellung zuläßt und andererseits
nach dem Einstellen eine zuverlässige
Befestigung des Kindersitzes ermöglicht.
-
Nach der vorliegenden Erfindung wird
eine Montageanordnung zum Abstützen
eines Kindersitzes an einem Fahrrad gemäß der Definition in Anspruch
1 bereitgestellt. Ausführungsformen
der Anordnung sind in den Unteransprüchen angegeben. Die Montageanordnung
weist eine Trageinrichtung auf, die an dem Fahrrad selbst befestigbar
ist und einen Stützträger hat,
der bevorzugt eine horizontale Position einnimmt. Eine Sitzhalterung,
die an der Unterseite des Kindersitzes angebracht ist, ist mit dem Stützträger in Eingriff
bringbar, so daß dadurch
die Sitzhalterung in Längsrichtung
relativ zu dem Stützträger eingestellt werden
kann. Ein Befestigungsschaft ist an dem Kindersitz derart anbringbar,
daß er die
Sitzhalterung und den Stützträger in Eingriff drängt. Der
Befestigungsschaft ist mit exzentrischen Bereichen versehen und
zwischen einer geschlossenen und einer offenen Position drehbar.
In der geschlossenen Position drängen
die Exzenterflächen der
exzentrischen Bereiche die Sitzhalterung und den Stützträger in festen
Eingriff. In der offenen Position gestatten die exzentrischen Bereiche,
daß die Sitzhalterung
und der Stützträger außer Eingriff
voneinander gelangen und relativ zueinander bewegt werden.
-
Durch die Verwendung des Befestigungsschafts
ist es möglich,
eine Neueinstellung der Position des Kindersitzes durch den einfachen
manuellen Vorgang des Drehens des Befestigungsschafts vorzunehmen.
-
Bei einer anderen Ausführungsform
weist die Verriegelungseinrichtung einen am Ende des Schafts angeordneten
Knopf auf, um den Drehvorgang zu erleichtern.
-
Die Montageanordnung der vorliegenden
Erfindung weist sehr wenig Teile auf und hat den Vorteil einer einfachen
Konstruktion. Die Montagestreben für den Befestigungsschaft können beispielsweise durch
Spritzgießen
mit dem Kindersitz selbst einstückig
ausgebildet sein. Die Trageinrichtung weist Tragstangen zum Befestigen
des Stützträgers an dem
Fahrrad auf. Zur Stabilitätsverbesserung
verlaufen die Tragstangen durch Löcher in einer Wand des Kindersitzes
hindurch und setzen sich zur Unterseite des Kindersitzes fort, wo
der Stützträger mit
der Sitzhalterung-in Eingriff ist.
-
Weitere Aufgaben und Vorteile der
vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung
von Ausführungsformen
in Verbindung mit den Zeichnungen.
-
1 zeigt
eine Montageanordnung für
einen Kindersitz nach einer ersten Ausführungsform der Erfindung;
-
2a und 2b zeigen die Montageanordnung
nach einer anderen Ausführungsform,
bei der der Kindersitz hinter dem Fahrradsitz angebracht ist;
-
3a und 3b zeigen Perspektivansichten der
Montageanordnung.
-
Unter Bezugnahme auf 1 wird eine erste Ausführungsform der Erfindung erläutert. Die
Montageanordnung weist eine Trageinrichtung auf, die Verbindungsstangen 5 aufweist,
deren freie Enden durch geeignete Mittel an dem Fahrrad befestigt
werden können.
Wie bei der Ausführungsform
von 2 gezeigt ist, werden
die Verbindungsstangen an dem Rahmen des Fahrrads, der den Fahrradsitz
hält, befestigt.
Die Ausführungsform
betrifft zwar eine Position hinter dem Fahrradsitz, die vorliegende
Erfindung ist jedoch nicht auf diese Konfiguration beschränkt. Die
Montageanordnung könnte
auch dazu verwendet werden, den Kindersitz zwischen dem Fahrradlenker und
dem Fahrradsitz abzustützen.
-
Die anderen Enden der Verbindungsstangen halten
den Stützträger 3,
wie am besten in den 3a und 3b gezeigt ist. Bevorzugt
erstrecken sich die Verbindungsstangen 5 durch Löcher 6 in
der Vorderwand des Kindersitzes 2. Die Löcher 6 sind
so bemessen, daß sie
einen Reibsitz der Verbindungsstangen zulassen, so daß dadurch
eine Relativbewegung zwischen den Stangen 5 und den Löchern 6 möglich ist.
Die Anordnung bietet zusätzliche
Stabilität
zwischen der Trageinrichtung und dem Kindersitz gegenüber einer
Verdreh- oder Kippbewegung des Kindersitzes 2 in Bezug
auf das Fahrrad.
-
Eine Sitzhalterung 8 ist
an der Unterseite des Kindersitzes 2 angebracht; sie kann
ein separates Element oder mit dem Kindersitz einstückig ausgebildet
sein. Die Sitzhalterung 8 liegt auf dem Stützträger 3 auf,
die Sitzhalterung und der Stützträger sind
jedoch in Längsrichtung
relativ zueinander einstellbar, wenn sie nicht in festen Eingriff
gedrängt
sind.
-
Wie 1 zeigt,
ist ein Befestigungsschaft 1 durch Montagestreben 7 an
dem Kindersitz angebracht. Die Streben 7 sind, wie auch
aus den 3a und 3b ersichtlich ist, mit dem
Kindersitz 2 bevorzugt einstöckig geformt. Die Streben sind
mit Bohrungen versehen, um den Befestigungsschaft 1 dazwischen aufzunehmen.
Wie 1 zeigt, hat der
Befestigungsschaft exzentrische Bereiche 13. Bei Drehung in
die geschlossene Position gemäß 3a, drängen die Exzenterflächen der
exzentrischen Bereiche 13 die Sitzhalterung 8 und
den Stützträger 3 in
festen Eingriff. Wie 1 zeigt,
sind die Sitzhalterung 8 und der Stützträger 3 mit Eingriffsoberflächen ausgebildet,
die Rippen haben, die ineinandergreifen. Bevorzugt ist eine sägezahnartige
Ausbildung von Rippen, die senkrecht zu der Längsrichtung verläuft, sowohl in
der Sitzhalterung 8 als auch in dem Stützträger 3 ausgebildet.
-
Wenn der Befestigungsschaft 1 in
die offene Position gedreht wird, geben die Exzenterflächen der exzentrischen
Bereiche 13 die Sitzhalterung von dem Stützträger frei,
so daß ihre
Eingriffoberflächen
voneinander getrennt werden können.
In der Außereingriffs-
oder geöffneten
Position des Befestigungsschafts 1 können die Sitzhalterung und
der Stützträger dann
relativ zueinander in der Längsrichtung
bewegt werden. Wenn die richtige Einstellung vorgenommen worden
ist, wird dann der Befestigungsschaft 1 einfach manuell
in die geschlossene Position gedreht.
-
Eine Verriegelungsvorrichtung ist
bevorzugt vorgesehen, um nach dem Einstellen eine Drehung des Befestigungsschafts 1 weg
von der geschlossenen Position zu verhindern. Bei der Ausführungsform von 1 weist die Verriegelungseinrichtung
ein Keilelement 4 auf, das durch einen (nicht gezeigten Schlitz)
in der Basis des Kindersitzes 2 eingeführt werden kann. Das Keilelement 4 hat
einen vordersten Bereich 4a, der so ausgebildet ist, daß er mit
einem Schlitz 9 in dem Befestigungsschaft 1 in
Eingriff gelangt, wie in 1 gezeigt
ist. Wenn also die Längsposition
des Kindersitzes eingestellt werden soll, kann das Keilelement manuell
entfernt werden, so daß dadurch
der Befestigungsschaft 1 frei in die geöffnete Position drehen kann.
Nach erneuter Einstellung wird der Befestigungsschaft 1 in
die geschlossene Position zurück gedreht
und das Keilelement 4 eingeführt, um den Befestigungsschaft 1 zu verriegeln.
-
Bei einer anderen Ausführungsform
gemäß den 2a und 2b ist der Befestigungsschaft 1 an
einem äußeren Ende
mit einem Drehknopf 12 versehen. Wie 2a zeigt, wird das Keilelement 4 durch einen
(nicht gezeigten) Schlitz in der Basis des Kindersitzes eingeführt, wie
vorstehend erläutert
wurde. Dabei wird der Schlitz jedoch so positioniert, daß das vordere
Ende 4a des Keilelements 4 mit dem Griff in Eingriff
gelangt, um ihn in der geschlossenen Position gemäß 2a zu halten. Wenn das Keilelement 4 entfernt
wird, kann der Befestigungsschaft 1 durch den Knopf 12 in
die offene Position bewegt werden, wie durch die Strichlinien in 2a gezeigt ist. Das Keilelement 4 und
der Drehknopf 12 können
selbstverständlich
an dem äußeren Ende
des Befestigungsschafts 1 angeordnet sein, wie in 3a gezeigt ist.
-
Wie vorstehend erwähnt, verlaufen
die Tragstangen 5 zum Abstützen des Kindersitzes durch
Löcher 6 in
einer Wand des Kindersitzes, wie am besten aus den 3a und 3b ersichtlich
ist. Diese Anordnung ermöglicht
eine bessere Stabilität
des Kindersitzes gegenüber
Vorwärts-
oder Rückwärtskippen
des Kindersitzes. Zusätzliche
Stabilität
ergibt sich auch gegenüber
einer seitlichen Bewegung des Kindersitzes, was insbesondere dann
wichtig ist, wenn man auf dem Fahrrad abbiegt.