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Diese Erfindung bezieht sich auf
eine Verbesserung eines Ackerschleppers und insbesondere auf eine
Verbesserung der Fahrerplattform, der Motorhaube und des Treibstofftanks
eines kompakten landwirtschaftlichen Traktors oder Ackerschleppers.
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Ackerschlepper wurden über Jahrzehnte
für eine
Vielzahl von landwirtschaftlichen Arbeiten verwendet. Traktoren
wurden vielseitiger und werden nunmehr für eine größere Anzahl von landwirtschaftlichen
Aufgaben verwendet. Um einen wachsenden Nischenmarkt zu berücksichtigen,
wurde ein kleinerer Traktor oder ein kompakter Traktor, der üblicherweise
im Bereich von 25–35
PS arbeitet, eingeführt. Die
meisten Kleinschlepper werden auf kleineren Bauernhöfen oder
von Autobahn- und Straßendienststellen
verwendet, wo sie eine Vielzahl von Aufgaben, wie z. B. Mähen, Rechen
und Landschaftspflege ausführen.
In letzterer Zeit wurde ein Ladeausleger mit einer Schaufelbefestigung
am vorderen Ende dieser Schlepper befestigt, was es dem Schlepper
ermöglicht,
eine Vielzahl von Lasten zu heben und zu tragen. Um den Ladeausleger
und die Schaufel zu steuern, wurde eine Ladesteuerung in der Nähe des Fahrersitzes
angeordnet, von wo aus der Fahrer den Lader-Ausleger anheben oder
absenken und die an dem Ausleger befestigte Schaufel drehen kann.
Es wurde jedoch festgestellt, dass es häufig für den Fahrer eines Kleinschleppers
schwierig ist, die Schaufel zu beobachten, was Probleme beim sicheren
und wirkungsvollen Betrieb einer Schaufel hervorrufen kann. Dies
ist besonders schwierig, weil der Fahrer eines Kleinschleppers gegebenenfalls
keine umfangreiche Übung
oder Erfahrung beim Betrieb eines Schleppers hat. Typischerweise
versperrt die Motorhaube, die den Motorblock abdeckt, den Blick
auf die Schaufel, wenn sie abgesenkt wurde. Dies macht es für einen
Fahrer schwierig, Material einfach zu schaufeln.
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Ein weiterer Nachteil bei derzeitigen
Schlepperkonstruktionen ist die fehlende Fähigkeit des Fahrers, den Zapfwellenantrieb
(PTO) und die Anbauvorrichtung zu beobachten, die an der Rückseite
des Kleinschleppers angeordnet ist. Typischerweise können vom
Fahrersitz des Kleinschleppers aus die Anbauvorrichtung und die
Zapfwellenkupplung nicht ohne weiteres beobachtet werden, und die
meisten geschleppten Arbeitsgeräte
sind ebenfalls teilweise verdeckt.
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Ein zusätzlicher Nachteil bei vielen
Kleinschleppern ist das Vorhandensein eines Getriebebuckels, der
in der Mitte der Fahrerplattform angeordnet ist. Dies stellt eine
Fallgefahr für
den Fahrer dar.
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Es würde vorteilhaft sein, einen
Kleinschlepper zu haben, auf dem es für einen Fahrer einfacher sein
würde,
die Ladeschaufel, die Anbauvorrichtung, den Zapfwellenantrieb oder
ein geschlepptes Arbeitsgerät
zu betrachten. Es würde
weiterhin vorteilhaft sein, einen Kleinschlepper zu haben, der eine Fahrerplattform
hat, die es dem Fahrer ermöglicht, einfach
auf dem Schlepper Platz zu nehmen und diesen zu verlassen.
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Ein Schlepper gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1 ist aus der US-A-4 268 048 bekannt, aus der es bereits bekannt
ist, den Treibstofftank von einer Stelle hinter dem Motor zu einer
Stelle hinter dem Fahrersitz zu bewegen, um den Zugang an den Fahrerstand
zu verbessern. Hierbei wird jedoch die Sichtbarkeit des unteren
hinteren Teils des Schleppers in schwerwiegender Weise beeinträchtigt.
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Es ist daher ein Ziel der vorliegenden
Erfindung, einen Ackerschlepper zu schaffen, der dem Fahrer eine
maximale Betrachtungsmöglichkeit
nach hinten trotz des Vorhandenseins eines auf der Rückseite
befestigten Treibstofftanks mit ausreichender Kapazität ermöglicht.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung
wird ein Ackerschlepper geschaffen, der folgendes umfasst:
- – ein Paar
von Vorderrädern;
- – ein
Paar von Hinterrädern,
die teilweise durch ein Paar von Kotflügeln abgedeckt sind;
- – eine
Fahrerplattform mit einem Lenkrad und einem Fahrersitz;
- – eine
hintere Anbauvorrichtung zur Anbringung von Arbeitsgeräten an den
Schlepper;
- – einen
Zapfwellenantrieb; und
- – einen
Treibstofftank, der sich zwischen dem Paar von Kotflügeln hinter
dem Fahrersitz befindet.
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Der Schlepper ist dadurch gekennzeichnet, dass
der Treibstofftank folgendes umfasst:
- – einen geneigten Bereich,
der von dem Fahrersitz nach unten in Richtung auf das hintere Ende
des Schleppers geneigt ist, um es dem Fahrer zu ermöglichen,
den Zapfwellenantrieb und die Anbauvorrichtung zu beobachten;
- – abgeschrägte Bereiche,
die auf jeder Seite des geneigten Abschnittes angeordnet sind; und
- – einen
gestreckten Abschnitt zwischen jedem abgeschrägten Bereich und einen hinteren
Kotflügel,
der es einem Fahrer ermöglicht,
ein gesamtes geschlepptes 2-Meter-Arbeitsgerät zu beobachten.
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Die Erfindung beseitigt die Mängel des
Standes der Technik durch Schaffung einer kompakten Schlepper-Fahrerplattform-,
Motorhauben- und Treibstofftank-Konstruktion,
die dem Fahrer eine maximale Beobachtungsmöglichkeit der Ladeschaufel, der
Anbauvorrichtung, des Zapfwellenantriebs und eines geschleppten
Arbeitsgerätes
ermöglicht.
Der Schlepper weist eine geneigte Motorhaube mit einer oberen Konsole,
einer unteren Konsole und einer Motorhaubenöffnung auf. Der Fahrersitz
wurde gegenüber
bekannten Konstruktionen auf der Fahrerplattform nach vorne bewegt.
Die geneigte Art des Treibstofftanks sowie die Neuanordnung des
Fahrersitzes in Vorwärtsrichtung
auf der Fahrerplattform ermöglicht
es dem Fahrer, einfacher den hinteren Teil des Schleppers zu beobachten.
Bei der Fahrerplattform ist weiterhin das Getriebe in der Mitte
der Plattform angeordnet. Der Getriebebuckel wurde verringert, um
einen einfacheren Zugang des Fahrers an die Fahrerplattform zu ermöglichen.
Ein elastischer Schwingungsisolator wurde unter der Fahrerplattform
angeordnet, um die Schwingungen des Schleppers zu dämpfen.
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Die Vorteile dieser Erfindung werden
aus einer Betrachtung der folgenden ausführlichen Offenbarung der Erfindung
ersichtlich, insbesondere bei Betrachtung in Verbindung mit den
beigefügten Zeichnungen,
in denen:
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1 eine
Seitenansicht des Kleinschleppers mit einem Fahrer ist, der sich
auf dem Fahrersitz befindet,
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2 eine
Seitenansicht des Kleinschleppers ohne dem Fahrer, jedoch mit einem
Lader-Ausleger und einer Schaufel ist,
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3 eine
seitliche Rückansicht
des Schleppers ist, die Einzelheiten des geneigten Treibstofftanks
zeigt, und
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4 eine
Rückansicht
des Schleppers ist, die die Einzelheiten des geneigten Treibstofftanks zeigt.
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Unter Bezugnahme auf die Zeichnungen
ist es möglich,
die Hauptelemente und den allgemeinen Betrieb der vorliegenden Erfindung
zu beobachten. Bezugnahmen auf links und rechts werden aus Bequemlichkeitsgründen verwendet
und werden so bestimmt, als ob man an der Rückseite des Schleppers steht
und in Richtung auf das vordere Ende in der normalen Fahrtrichtung
blickt. In ähnlicher
Weise werden Ausdrücke
wie z. B. „vorwärts" und „rückwärts" durch
die normale Fahrtrichtung des Schleppers bestimmt. Nach oben oder
nach unten gerichtete Richtungen sowie horizontale oder vertikale
Ebenen beziehen sich auf den Boden oder die Arbeitsoberfläche.
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Die 1–4 zeigen
einen üblichen
Ackerschlepper, der die vorliegende Erfindung enthält. Ein typischer
Ackerschlepper 1 weist ein Paar von Vorderrädern 9 (von
denen lediglich eines gezeigt ist) und ein Paar von Hinterrädern 6 (von
denen lediglich eines gezeigt ist) für eine Bewegung und eine Abstützung des übrigen Teils
des Schleppers auf. Es gibt einen Motorraum 8 zur Lieferung
von Leistung und einen Treibstofftank 40. Eine Fahrerplattform 20 enthält einen
Fahrersitz 4, von dem aus der Fahrer eine Vielzahl von
landwirtschaftlichen Arbeiten beobachten und steuern kann. Ein von
einer Lenksäule
getragenes Lenkrad 5 befindet sich vor dem Fahrersitz 4. Es
ist ein Satz von rechten und linken (nicht gezeigten) Steuereinrichtungen
zur Steuerung der Anbauvorrichtung 7, des Zapfwellenantriebs
(PTO) 12 und verschiedener anderer landwirtschaftlicher
Systeme vorgesehen. Die Anbauvorrichtung 7 kann eine Vielzahl
von geschleppten und getragenen Arbeitsgeräten ziehen und tragen, wie
z. B. einen Kastenabstreifer, eine Mähvorrichtung, einen Rechen
oder einen Pflug. Der Zapfwellenantrieb und/oder die Schlepper-Hydraulik
kann dazu verwendet werden, Leistung an das Arbeitsgerät zu liefern,
wenn dies erforderlich ist. Die Hinterräder sind durch einen Kotflügel 13 abgedeckt,
während
der Fahrer durch ein Überroll-Schutzsystem
(ROPS) 2 geschützt
ist. Bei manchen Schleppern ist dieser Schutz jedoch in eine geschlossene
Kabinenstruktur eingefügt.
Neben einer Anbauvorrichtung haben viele Schlepper einen Lader-Ausleger 10 und
eine Ladeschaufel 11 zur Ausführung einer Vielzahl von landwirtschaftlichen
Aufgaben. Der Lader-Ausleger 10 kann angehoben und abgesenkt
werden, wodurch die Schaufel, die schwenkbar an den Ausleger befestigt
ist, ebenfalls in Verbindung mit dem Ausleger angehoben und abgesenkt
wird. Die Schaufel kann weiterhin gegenüber dem Ausleger gedreht werden,
um es zu ermöglichen,
dass Material aufgeschürft
und mitgenommen wird.
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Die Oberseite der Motorhaube 30 weist
eine Neigung 31 auf, was es einem Fahrer mit mittlerer Statur
und Körperbau
ermöglicht,
in der Lage zu sein, die Oberseite 11a der Lader-Schaufel
zu sehen. Die Sichtlinie 50 dieses Fahrers ist in 1 gezeigt. Dadurch, dass
er in der Lage ist, die Oberseite 11a der Lader-Schaufel
zu sehen, ist der Fahrer in der Lage, die Schaufel sicher zu handhaben,
wenn sie sich in einer abgesenkten Position befindet.
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Die Motorhaube 30 hat weiterhin
mehrere zusätzliche
Verbesserungen. Die Motorhaube weist eine obere Konsole 33 auf,
die an der Oberseite der Haube in der Nähe des Lenkrades 5 und
der Lenksäule
angeordnet ist. Eine untere Konsole 34 ist unterhalb der
oberen Konsole 33 angeordnet, und es gibt eine Motorhauben-Öffnung 35 vor und
unter der unteren Konsole 34, die es dem Fahrer ermöglicht, einen
einfachen Zugang an dem Motorraum 8 zu erhalten. Speziell
sind eine häufige
Wartung erfordernde Teile, wie z. B. der Ölfilter 14, leicht
zu erreichen, ohne dass die Motorhaube entfernt oder neu angebracht
wird. An der Vorderseite der Motorhaube 30 befindet sich
ein Satz von „umlaufenden"
Hauptscheinwerfern 15. Unter den Hauptscheinwerfern befindet
sich ein Gitter 36 zum Kühlen des Motors, wobei das
Gitter mehrere Halterungen oder Wülste aufweist, um die Luftströmung zu
unterstützen
und um dazu beizutragen, dass sich eine Steifigkeit für das Gitter
und die Motorhaube ergibt.
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Bei der Fahrerplattform 20 ist
das Getriebe 21 am Mittelpunkt des Schleppers angeordnet.
Typischerweise ist bei Kleinschleppern der Getriebebuckel ziemlich
hoch. Bei der vorliegenden Erfindung liegt der Getriebebuckel 22 ungefähr 70 mm über der Fahrerplattform.
Dies macht das Besteigen und Verlassen des Schleppers durch den
Fahrer einfacher, der nunmehr nicht über einen großen Getriebebuckel klettern
muss. Die Sitzposition bei der vorliegenden Erfindung wurde ungefähr 240 mm
auf der Fahrerplattform nach vorne bewegt, verglichen mit bekannten
Kleinschleppern. Die Fahrerplattform weist weiterhin einen elastischen
Schwingungsisolator 24 auf, der unterhalb der Fahrerplattform
angeordnet ist.
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Der Treibstofftank 40 (wie
er in den 3 und 4 gezeigt ist), der eine
Kapazität
von angenähert 50
Litern hat, ist hinter der Fahrerplattform 20 und allgemein
zwischen dem Überroll-Schutzsystem (ROPS) 2 angeordnet.
Der untere Teil des Überroll-Schutzsystems 2 ist
an drei Seiten durch den Treibstofftank 40 umgeben, um
die Kapazität
des Tanks soweit wie möglich
zu vergrößern. Beim
Stand der Technik war der Treibstofftank zwischen dem Fahrer und
dem Motor hinter dem hinteren Teil der Motorhaube angeordnet. Durch
Entfernen des Treibstofftanks und dessen Anordnung hinter dem Fahrer wird
mehr Raum an der Vorderseite der Fahrerplattform geschaffen. Der
Tank 40 hat einen Treibstoff-Fülldeckel 41, der hinter
dem Überroll-Schutzsystem 2 angeordnet
ist. In einer alternativen nicht gezeigten Ausführungsform kann jedoch der
Fülldeckel
auf einen der hinteren Kotflügel 13 angeordnet sein.
Die Position des hinteren Kotflügels
würde eine geringfügig einfachere
Füllposition
ergeben. Der Tank 40 hat ein allgemein geneigtes Aussehen,
das mehrere geneigte Flächen
umfasst. Es gibt einen geneigten Abschnitt 42 mit einer
nach unten geneigten Gradierung vom Fahrersitz 4 aus zur
Rückseite
des Schleppers hin, was es dem Fahrer ermöglicht, die Anbauvorrichtung 7 und
den Zapfwellenantrieb 12 leicht zu sehen. Zwei abgeschrägte Bereiche 43a (rechts)
und 43b (links) sind auf jeder Seite des geneigten Bereiches 42 angeordnet,
während
ein gestreckter Bereich 45 zwischen dem geneigten Bereich 42 und
jedem hinteren Kotflügel 13 angeordnet ist.
Der Streckbereich 45 ist ein Bereich, der es einem mittleren
Fahrer ermöglicht,
durch Strecken seines Halses um ungefähr 10 cm die Seiten der Anbauvorrichtung 7 zu
betrachten. Die Basis des Treibstofftanks 40 ist oberhalb
der Anbauvorrichtung 7 und des Zapfwellenantriebs 12 sowie
oberhalb eines Hydraulik-Füllpunktes 16 angeordnet.
Der Treibstofftank 40 kann mit einer Glasfaserabdeckung
abgedeckt sein, um den Tank weiter zu schützen.
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Es ist zu erkennen, dass die geneigten
und abgeschrägten
Bereiche des Treibstofftanks 40 so ausgelegt sind, dass
sie es einem Fahrer mit mittlerer Statur und Körperbau ermöglichen, sehr einfach die linken
und rechten Seiten eines geschleppten Arbeitsgerätes von zwei Metern zu betrachten,
wenn er entlang der Sichtlinie 51 nach unten blickt. Wie
dies bereits erwähnt
wurde, sind die geneigten und abgeschrägten Bereiche weiter so ausgelegt,
dass sie es einem mittleren Fahrer ermöglichen, ohne weiteres die
Anbauvorrichtung 7 und den Zapfwellenantrieb 12 zu
betrachten. Die nach vorne verlegte Position des Fahrersitzes 20 trägt weiterhin
dazu bei, dass der Fahrer in der Lage ist, sowohl die Anbauvorrichtung und
den Zapfwellenantrieb als auch einen Frontlader mit größter Einfachheit
zu betrachten.