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Industrieller
Anwendungsbereich
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Die vorliegende Erfindung bezieht
sich auf ein optisches Material aus synthetischem Quarzglas zur Verwendung
mit hochenergetischer Vakuum-UV-Strahlung;
im Einzelnen bezieht sie sich auf ein optisches Material zur Verwendung
als Linsen, Prismen, Fenster, Reflektoren, Rohre etc., die in einem
Bestrahlungsapparat montiert sind, wobei hochenergetische Vakuum-UV-Strahlung, wie Excimer-Laser,
Excimer-Lampen etc., mit einer Wellenlänge im Bereich von 165 bis
195 nm als Lichtquelle verwendet wird.
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Stand der
Technik
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UV-Strahlung unter Verwendung einer
Quecksilberdampflampe, wie g-Linien-Strahlung und i-Linien-Strahlung, wurde
bisher als Lichtquelle für
Photolithographie-Geräte
zum Abbilden von Mustern elektronischer Schaltungen auf Silizium-Wafern
verwendet. Mit immer feiner werdenden Strukturen in Halbleitervorrichtungen
wiesen jedoch die oben genannte g-Linien-Strahlung und i-Linien-Strahlung
hinsichtlich der Auflösung Grenzen
auf. Dementsprechend haben Excimer-Laser mit einer kürzeren Wellenlänge mehr
Beachtung gefunden, was zur Entwicklung eines Photolithographie-Apparates
unter Verwendung eines KrF-Excimer-Lasers führte. Dieser Apparat befindet
sich bereits in praktischer Anwendung. Trotzdem soll der Integrationsgrad
in Halbleitervorrichtungen weiter erhöht werden, wofür eine Lichtquelle
erforderlich ist, mit der feine Muster mit einer Linienstärke von
0,2 mm oder weniger abgebildet werden können. Die Lichtquellen, die
diesen Anforderungen gerecht werden können, müssen hochenergetische Vakuum-UV-Strahlung
in einem Wellenlängenbereich
von 165 bis 195 nm beinhalten, zum Beispiel hauptsächlich einen
ArF-Excimer-Laser (193 nm), einen Xe2-Excimer-Laser
(172 nm), einen ArCI- Excimer-Laser (175 nm), eine Xe2-Excimer-Lampe
(172 nm) sowie eine ArCI-Excimer-Lampe (175 nm), wobei ihre Entwicklung
bereits angelaufen ist. Da jedoch die oben genannte hochenergetische
Vakuum-UV-Strahlung noch energiereicher ist als die in konventionellen
Photolithographie-Apparaten verwendete UV-Strahlung, wird das der
Strahlung ausgesetzte optische Material stark beschädigt, was
zu einer Abnahme der Lichtdurchlässigkeit,
einer Erhöhung
des Brechungsindexes und zur Deformation führt, wodurch das optische Material
praktisch unbrauchbar wird.
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Des weiteren befindet sich derzeit
eine trockene Reinigung als Reinigungsverfahren für Halbleitervorrichtungen
in der Entwicklung, wobei hochenergetische Vakuum-UV-Strahlung im
Wellenlängenbereich
von 165 bis 195 nm verwendet wird, wie zum Beispiel ein ArF-Excimer-Laser
(193 nm), ein Xe2-Excimer-Laser (172 nm),
ein ArCI-Excimer-Laser (175 nm), eine Xe2-Excimer-Lampe (172
nm) sowie eine ArCI-Excimer-Lampe (175 nm). Diese Reinigungsapparate
erfordern großformatige
optische Materialien zur Verwendung für Fenster und Rohre. Je größer jedoch
die optischen Materialien sind, desto größer ist auch die Schädigung,
die durch die hochenergetische Vakuum-UV-Strahlung verursacht wird,
wodurch die optischen Materialien praktisch unbrauchbar werden.
Konventionelles großformatiges
Quarzglas war in seiner praktisch verfügbaren Größe begrenzt, da seine Herstellung
zuerst durch die Fertigung eines synthetischen Quarzglasblocks erfolgte,
und zwar entweder mittels dem Direktverfahren, umfassend das Einführen einer
hochreinen Siliziumverbindung in eine Knallgasflamme zur Hydrolyse
und zum direkten Abscheiden der so erhaltenen feinen Glaspartikel
auf einem Target, oder mittels VAD-Verfahren, umfassend die Verglasung
und Verfestigung eines weißen
opaken Soot-Körpers
in einem Elektroofen unter Vakuum, der durch Hydrolysieren einer
hochreinen Siliziumverbindung unter Verwendung einer Knallgasflamme
hergestellt wurde. Der auf diese Weise erhaltene synthetische Quarzglasblock
wurde dann durch Warmpressen in einem Elektroofen unter Vakuum unter
Verwendung eines Gießrahmens
aus Graphit gefonnt, in dünnes
Scheibenmaterial geschnitten und poliert. Des weiteren enthielt das
mittels dem oben genannten Direktverfahren erhaltene Quarzglas-Scheibenmaterial
eine derart hohe OH-Gruppen-Konzentration im Bereich von 400 bis
1000 Gew.-ppm und wies bei lang andauernder Bestrahlung mit hochenergetischen
Vakuum-UV-Strahlen
Schädigungen
auf. Dies bedeutet eine Abnahme der Lichtdurchlässigkeit aufgrund von Solarisation.
Außerdem
kam es aufgrund der Scheibenform der Blöcke zu einer Schwankung des
OH-Gruppen-Gehaltes, derart, dass die Schwankungsbreite zwischen
Innen- und Außenbereich
der Scheiben zwischen 100 und 400 Gew.-ppm lag. Dies führte zu
einer Heterogenität
in der Lichtdurchlässigkeit
für Vakuum-UV-Strahlung
und zu Beständigkeit
gegen UV-Strahlung im Inneren des Scheibenmaterials, wodurch das
Material für
einen Apparat zur Verwendung für
trockene Reinigung und Ähnlichem
praktisch unbrauchbar wurde. Das mittels dem letzteren Verfahren,
d.h. dem VAD-Verfahren, erhaltene Quarzglas-Scheibenmaterial weist
im Vergleich zu dem mittels dem Direktverfahren erhaltenen Produkt
einen relativ geringen OH-Gruppen-Gehalt im Bereich von 100 bis
400 Gew.-ppm und eine geringere Schwankung des OH-Gruppen-Gehaltes
mit einer Schwankungsbreite von 50 bis 200 Gew.-ppm auf; dennoch
waren der OH-Gruppen-Gehalt und die Schwankungsbreite der OH-Gruppen-Konzentration
hoch genug, um eine Heterogenität
in der Lichtdurchlässigkeit
für Vakuum-UV-Strahlen
sowie Beständigkeit
gegen UV-Strahlung im Inneren des Scheibenmaterials zu verursachen.
Diese Hindernisse mussten überwunden
werden. Es bestand also der dringende Bedarf der Entwicklung von
großformatigem
Quarzglas, das bei der Bestrahlung mit hochenergetischen Vakuum-UV-Strahlen
sowohl weniger Schädigungen
als auch eine hohe Lichtdurchlässigkeit sowie
eine hervorragende Gleichförmigkeit
aufweist.
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Aufgabe der
Erfindung
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Als optisches Material, das den oben
genannten Anforderungen gerecht wird, schlugen die Erfinder der
vorliegenden Erfindung in JP-B-Hei 6-48734 („JP-B-" bezeichnet hier eine geprüfte veröffentlichte
japanische Patentanmeldung) ein optisches Bauteil für Laser
vor, das Wasserstoffgas in einer Konzentration von mindestens 5 × 1016 (Moleküle/cm3) und OH-Gruppen in einer Konzentration
von 100 Gew.-ppm oder mehr enthält;
und in JP-B-Hei 6-27013 einen optischen Körper aus synthetischem Quarzglas,
der Wasserstoffgas in einer Konzentration von mindestens 5 × 1016 (Moleküle/cm3) und OH-Gruppen in einer Konzentration
von 50 Gew.-ppm oder mehr enthält,
wobei die Schwankungsverteilung im Brechungsindex, die auf die Verteilung
der OH-Gruppen-Konzentration zurückzuführen ist,
aufgehoben wird durch die Verwendung der auf fiktiver Temperatur
basierenden Schwankungsverteilung im Brechungsindex, wodurch ein
optischer Körper
aus synthetischem Quarzglas im Wesentlichen ohne Schwankungsverteilung
im Brechungsindex realisiert wird. Bei maßstabgetreuer Übertragung
des vorgeschlagenen Körpers
in großformatiges
optisches Material mit einem Durchmesser von über 200 mm und einer Dicke
von 30 mm wurde jedoch die Erzeugung einer heterogenen Verteilung
in den Konzentrationen an Wasserstoffmolekülen und OH-Gruppen festgestellt.
Dies verursachte dann unterschiedliche Anfangslichtdurchlässigkeiten,
wodurch die Beständigkeit
bezogen auf Lichtdurchlässigkeit
und Brechungsindex gesunken ist. Außerdem sinkt die Anfangslichtdurchlässigkeit
im Vakuum-UV-Bereich und die Beständigkeit verringert sich, wenn
im optischen Quarzglasmaterial OH-Gruppen in einer Konzentration
von 100 Gew.-ppm oder mehr enthalten sind. Das heißt, dass
bei den in den oben genannten veröffentlichten japanischen Patentanmeldungen
vorgeschlagenen optischen Materialien Probleme wegen geringer Anfangslichtdurchlässigkeit
im Wellenlängenbereich
von 165 bis 195 nm sowie geringer Beständigkeit auftraten.
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Entsprechend wurden von den Erfindern
der vorliegenden Erfindung intensive Studien weitergeführt, die
ergaben, dass ein optisches Material aus synthetischem Quarzglas
mit hoher Lichtdurchlässigkeit
und hervorragender Beständigkeit
durch eine weitere Erhöhung
der Reinheit des optischen Materials erhältlich ist, indem die Konzentration
an Verunreinigungen auf ein Niveau unterhalb dessen der in den oben
genannten veröffentlichten
japanischen Patentanmeldungen vorgeschlagenen optischen Materialien
reduziert wird, wobei die Konzentrationen an OH-Gruppen und Wasserstoffmolekülen in einem spezifizierten
Bereich kontrolliert eingestellt werden, die Konzentrationsverteilung
der OH-Gruppen und der Wasserstoffmoleküle gleichförmig eingestellt und der Chlorgehalt
herabgesetzt wird. Außerdem
wurde festgestellt, dass durch die Begrenzung der OH-Gruppen-Konzentration
auf einen Bereich unterhalb des oben genannten die Anfangslichtdurchlässigkeit und
die Beständigkeit,
insbesondere bezogen auf hochenergetische Vakuum-UV-Strahlung in
einem Wellenlängenbereich
von 165 bis 175 nm, auf hohem Niveau gehalten werden können. Die
vorliegende Erfindung wurde aufgrund dieser Erkenntnisse vollendet.
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Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung
besteht darin, ein optisches Material aus Quarzglas zur Verfügung zu
stellen, das hohe Anfangslichtdurchlässigkeit sowie hervorragende
Beständigkeit
gegen hochenergetische Vakuum-UV-Strahlung
in einem Wellenlängenbereich
von 165 bis 195 nm aufweist.
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Eine weitere Aufgabe der vorliegenden
Erfindung besteht darin, großformatiges
Scheibenmaterial aus Quarzglas zur Verfügung zu stellen, das nicht
nur höhere
Anfangslichtdurchlässigkeit
für hochenergetische
Vakuum-UV-Strahlung im Wellenlängenbereich
von 165 bis 195 nm, sondern auch hervorragende Beständigkeit und
gleichförmige
Eigenschaften in dem Wellenlängenbereich
aufweist.
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Eine weitere Aufgabe der vorliegenden
Erfindung besteht darin, ein optisches Material aus Quarzglas zur
Verfügung
zu stellen, das hohe Anfangslichtdurchlässigkeit sowie hervorragende
Beständigkeit
gegen hochenergetische Vakuum-UV-Strahlung in einem Wellenlängenbereich
von 165 bis 175 nm aufweist.
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Eine weitere Aufgabe der vorliegenden
Erfindung besteht darin, ein Verfahren zur Herstellung des oben
genannten optischen Materials aus Quarzglas zur Verfügung zu
stellen.
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Lösung der
Probleme
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Die oben genannten Aufgaben können durch
die vorliegende Erfindung erfüllt
werden, die aus einem optischen Material aus synthetischem Quarzglas
besteht, zur Verwendung mit hochenergetischer Vakuum UV-Strahlung
nach den Ansprüchen
1 und 2, und aus einem Verfahren für seine Herstellung nach Anspruch 9.
Dieses optische Material aus synthetischem Quarzglas, hergestellt
aus ultrahochreinem synthetischen Quarzglas, das ON-Gruppen in einer
Konzentration von 5 bis 300 Gew.-ppm mit einer Schwankungsbreite
der OH-Gruppen-Konzentration
pro cm in der Richtung der Achse des einfallenden Lichts gesehen
(ΔOH/cm)
von 10 Gew.-ppm oder weniger enthält, das Wasserstoffmoleküle in einer
Konzentration von 1 × 1017 bis 1 × 1019 Moleküle/cm3 mit einer Schwankungsbreite der Wasserstoftmolekül-Konzentration pro
cm in der Richtung der Achse des einfallenden Lichts gesehen (ΔH2/cm) von 1 × 10" Moleküle/cm3 oder
weniger enthält,
und das eine Chlorkonzentration von 50 Gew.-ppm oder weniger enthält.
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Das optische Material aus synthetischem
Quarzglas gemäß der vorliegenden
Erfindung weist hohe Anfangslichtdurchlässigkeit und hervorragende
Beständigkeit
gegen hochenergetische UV-Strahlung auf, aber die oben genannte
hochenergetische UV-Strahlung bezieht sich auf UV-Strahlung im Wellenlängenbereich
von 165 bis 195 nm, wie die von einem ArF-Excimer-Laser (193 nm),
einem Xe2-Excimer-Laser (172 nm), einem ArCI-
Excimer-Laser (175 nm), einer Xe2-Excimer-Lampe
(172 nm) sowie einer ArCI-Excimer-Lampe (175 nm) emittierten Strahlung.
Außerdem
bedeutet die oben genannte ultrahohe Reinheit, dass die Konzentration
jedes der Alkalimetalle Li, Na und K 5 Gew.-ppb oder weniger beträgt, die
Konzentration jedes der Erdalkalimetalle Mg, Ca und Sr 1 Gew.-ppb
oder weniger beträgt
und die Konzentration jedes der Übergangsmetalle
Ti, Cr, Mn, Fe, Co, Ni und Cu 0,1 Gew.-ppb oder weniger beträgt.
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Das optische Material aus synthetischem
Quarzglas gemäß vorliegender
Erfindung ist von oben beschriebener ultrahoher Reinheit, enthält OH-Gruppen
in einer Konzentration von 5 bis 300 Gew.-ppm, hat eine Schwankungsbreite
der OH-Gruppen-Konzentration pro cm in der Richtung der Achse des
einfallenden Lichts gesehen (ΔOH/cm)
von 10 Gew.-ppm oder weniger, enthält Wasserstoffmoleküle in einer
Konzentration von 1 × 1017 bis 1 × 1019 Moleküle/cm3 mit einer Schwankungsbreite der Wasserstoftmolekül-Konzentration pro
cm in der Richtung der Achse des einfallenden Lichts gesehen (ΔH2/cm) von 1 × 1017 Moleküle/cm3 oder weniger, und enthält eine Chlorkonzentration
von 50 Gew.-ppm oder weniger.
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Im Allgemeinen bilden OH-Gruppen
den endständigen
Bereich der Struktur des Quarzglas-Netzwerks, und wenn eine geeignete
Menge an OH-Gruppen in dem Quarzglas enthalten ist, beseitigen diese
die innere Spannung der Netzwerkstruktur, so dass der Si-O-Si-Bindungswinkel
sich einem stabilen Wert annähert
und die durchschnittliche Si-O-Bindungsenergie ansteigt. Andererseits
bewirken die OH-Gruppen, die UV-Absorptionskante auf die Seite der
längeren
Wellenlänge
hin zu verschieben, wobei das Vorhandensein hoher Konzentrationen
an OH-Gruppen die Lichtdurchlässigkeit
vermindert. Entsprechend ist die OH-Gruppen-Konzentration in dem
optischen Material aus synthetischem Quarzglas gemäß der vorliegenden
Erfindung auf einen Bereich von 5 bis 300 Gew.-ppm begrenzt. Insbesondere
bei optischem Material für
hochenergetische UV-Strahlung im Wellenlängenbereich von 165 bis 175
nm liegt die OH-Gruppen-Konzentration in einem Bereich von 5 bis
100 Gew.-ppm. Sollte ein Unterschied in der OH-Gruppen-Konzentration
bestehen, werden die Anfangseigenschaften des optischen Materials
aufgrund des Unterschieds in der Lichtdurchlässigkeit, des absoluten Brechungsindexes
und der Konzentration an Wasserstoffmolekülen beeinträchtigt. Des weiteren kommt
es zu einem Unterschied in der Abnahme der optischen Durchlässigkeit
und zu einem Unterschied in der Erhöhung des Brechungsindexes,
was die Beständigkeit
erheblich beeinträchtigt.
So wird die Schwankungsbreite der OH-Gruppen- Konzentration pro cm in der Richtung
der Achse des einfallenden Lichts gesehen (ΔOH/cm) derart kontrolliert eingestellt,
dass sie sich in einem Bereich von 10 Gew.-ppm oder weniger bewegt, und
die Schwankungsbreite der OH-Gruppen-Konzentration des gesamten optischen
Materials (ΔOH)
wird derart kontrolliert eingestellt, dass sie 30 Gew.-ppm oder
weniger beträgt.
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Aufgrund der unterdrückten Erzeugung
von E-Center-Absorptionsbanden durch die Auflösung von Wasserstoffmolekülen in dem
synthetischen Quarzglas wird die Wasserstoffmolekül-Konzentration
in dem optischen Material aus synthetischem Quarzglas gemäß der vorliegenden
Erfindung derart kontrolliert eingestellt, dass sie in einen Bereich
von 1 × 1017 bis 1 × 1019 Moleküle/cm3 fällt.
Selbstverständlich
sollte die Auflösung der
Wasserstoffmoleküle
gleichförmig
sein und somit beträgt
die Schwankungsbreite der Wasserstoffmolekül-Konzentration pro cm in der Richtung
der Achse des einfallenden Lichts gesehen (ΔH2/cm)
1 × 1017 Moleküle/cm3 oder weniger, und die Schwankungsbreite
der Wasserstoffmolekül-Konzentration
des gesamten optischen Materials (ΔH2)
beträgt
vorzugsweise 3 × 1017 Moleküle/cm3 oder weniger.
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Zudem wird die Chlorkonzentration
des optischen Materials aus synthetischem Quarzglas gemäß der vorliegenden
Erfindung auf 50 Gew.-ppm oder weniger kontrolliert eingestellt. Ähnlich wie
die OH-Gruppen bilden Chloratome in Quarzglas den endständigen Bereich
der Struktur des Quarzglas-Netzwerks. Da jedoch die Bindungsenergie
von Si-Cl im Vergleich zu der Bindungsenergie von Si-OH gering ist,
wirkt Si-Cl als Vorläufer für die Erzeugung
der Absorptionsbande bei 210 nm, d.h. der sogenannten E-Center-Absorptionsbande
unter Bestrahlung mit hochenergetischer Vakuum-UV-Strahlung. Um
dies zu unterdrücken,
wird der Chlorgehalt auf den oben genannten Bereich beschränkt.
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Um die Beständigkeit weiter zu verbessern,
wird das optische Material aus synthetischem Quarzglas gemäß vorliegender
Erfindung auf eine fiktive Temperatur im Bereich von 700 bis 1000°C mit einer
Schwankungsbreite von 50°C
eingestellt. Die Beständigkeit
von synthetischem Quarzglas kann durch das Einstellen einer niedrigen
fiktiven Temperatur erhöht
werden. Jedoch erfordert eine niedrige fiktive Temperatur eine längere Prozessdauer;
daher wird aus praktischen Gesichtspunkten die Untergrenze der fiktiven
Temperatur vorzugsweise auf 700°C
eingestellt.
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Wird das synthetische Quarzglas gemäß vorliegender
Erfindung als optisches Material für einen Apparat zur Verwendung
in der Lithographie eingesetzt, ist es vorzuziehen, dass das Material
außer
den oben genannten Eigenschaften auch eine Struktur aufweist, die
in drei Richtungen schlierenfrei ist, und eine Schwankungsbreite
im Brechungsindex (Δn)
von 2 × 10–6 oder
weniger sowie eine Doppelbrechung von 1 nm/cm oder weniger aufweist.
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Zudem kann durch kontrolliertes Einstellen
der Konzentration an Wassermolekülen
auf maximal 1 × 1017 (Moleküle/cm3) das Verschieben der UV-Absorptionskante auf die Seite der längeren Wellenlänge hin, was
den Wassermolekülen
zugeschrieben wird, vorteilhafterweise unterdrückt werden. Allerdings sei
hier angemerkt, dass hier erwähnte
Wassermoleküle
keine an Si gebundene OH-Gruppen sind, sondern Moleküle bezeichnen,
die in den Lücken
der Struktur des Quarzglas-Netzwerks gelöst vorliegen.
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Das optische Material aus synthetischem
Quarzglas für
hochenergetische Vakuum-UV-Strahlung gemäß vorliegender Erfindung kann
anhand folgender Verfahren hergestellt werden. Diese sind:
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(i) Soot-Sinterverfahren
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Eine ultrahochreine Siliziumverbindung
wie SiCl4, HSiCl3,
(CH3)2SiCl2, CH3SiCl3, CH3Si(OCH3)3, HSi(OCH3)3 und Si(OCH3)4, vorzugsweise
chlorfreie Verbindungen, d.h. CH3Si(OCH3)3, HSi(OCH3)3 und Si(OCH3)4, die mittels
Destillation und Ähnlichem
gereinigt wurde, wird der Flammenhydrolyse unterzogen und unter
Verwendung von Knallgas oder Propangas ein weißer opaker Sootkörper hergestellt.
Nach der kontrollierten Einstellung der OH-Gruppen-Konzentration des auf diese
Weise erhaltenen Sootkörpers
in einem Elektroofen wird der resultierende Körper auf eine Temperatur im
Bereich von 1300 bis 1700°C
unter Vakuum in demselben Elektroofen erhitzt zur Herstellung eines
porenfreien Glasblocks aus synthetischem Quarzglas. Der Quarzglasblock
wird dann in eine Stabfonn gezogen, wie beispielsweise in JP-A-Hei
3-88742 (die Bezeichnung „JP-A" bedeutet „ungeprüfte veröffentlichte
japanische Patentanmeldung")
sowie in U.S. Patent Nr. 3.485.613 beschrieben, und wird auf einer
Drehbank angeordnet, so dass er erweicht und danach in einer Zone
geschmolzen wird, um eine Behandlung zur Homogenisierung der OH-Gruppen-Konzentration mittels Zonenschmelzverfahren
durchzuführen,
das das Rotieren und Durchmischen des stabförmigen Quarzglasblocks umfasst.
Eine gleichförmige
OH-Gruppen-Konzentration sowie die Beseitigung von Schlieren wird
aufgrund der Durchführung
des Zonenschmelzverfahrens erreicht. Der resultierende Quarzglasblock
wird im Elektroofen im Temperaturbereich von 600 bis 1200°C mit Wasserstoffgas
unter normalem oder hohen Druck zur Homogenisierung der Wasserstoffmolekül-Konzentration
und fiktiver Temperatur erhitzt, und wird geschnitten, geschliffen
und poliert, um ein optisches Material aus Quarzglas in der vorgegebenen
Abmessung zu erhalten.
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(ii) Direktverfahren
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Die oben genannte ultrahochreine
Siliziumverbindung wird in eine Knallgas- oder Propangasflamme gesprüht, wobei
die auf diese Weise durch Hydrolyse erhaltenen feinen Glaspartikel
auf einem Target abgeschieden werden und so direkt ein transparenter
synthetischer Quarzglasblock erhalten wird. Der resultierende Glasblock
wird der Homogenisierung von OH-Gruppen und der Beseitigung von
Schlieren auf dieselbe Weise wie oben unterzogen, wird weiter hinsichtlich
der Wasserstoffmolekül-Konzentration
homogenisiert und einer Behandlung zur Einstellung der fiktiven
Temperatur unterzogen. Der Glasblock wird dann geschnitten, geschliffen
und poliert, um ein optisches Material aus Quarzglas in der vorgegebenen
Abmessung zu erhalten.
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(ii) Herstellung eines
synthetischen Quarzglas-Zylinders und großformatigen Scheibenmaterials
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Ein synthetischer Quarzglas-Zylinder
wird anhand des Soot-Sinterverfahrens hergestellt. Ein großer, weißer, opaker
Sootkörper
wird auf einem stabförmigen
Target hergestellt, wobei die OH-Gruppen-Konzentration derart kontrolliert
eingestellt wird, dass sie in axialer Richtung gleichförmig ist,
und zwar mittels „Brenner – Schaukelbewegung" gemäß dem Herstellungsverfahren
wie, zum Beispiel, in JP-A-Hei4-260618 und U.S. Patent Nr. 5.609.666
beschrieben. Während
der Bildung des großen
Sootkörpers
wird die OH-Gruppen-Konzentration
durch Einstellen der Temperatur im Inneren des Elekroofens, der
Zeitdauer und des Vakuumgrades kontrolliert. Der resultierende Körper wird
dann auf eine Temperatur im Bereich von 1500 bis 1700°C in demselben
Elektroofen unter Vakuum erhitzt, um durch Schmelzen einen hohlzylinderförmigen Körper herzustellen,
der einen Außendurchmesser
von 80 bis 200 mm und eine Wandstärke von etwa 20 bis 70 mm aufweist. Ein
großes
Rohr mit einem Außendurchmesser
von 200 bis 400 mm und einer Wandstärke von etwa 3 bis 10 mm wird
durch Erhitzen und Rohrziehen geformt, wobei der Innendruck des
oben genannten hohlzynderförmigen
synthetischen Quarzglaskörpers
unter Verwendung von gasförmigem
N2 kontrolliert eingestellt wird. Das auf
diese Weise erhaltene große
Rohr wird über
eine vorgegebene Breite in axialer Richtung des Rohres eingeschnitten,
und während
des Erhitzens und des darauffolgenden Erweichens des Rohres auf
der Innen- und der Außenseite
des Schnittbereiches entlang der Rohrwandung mit einem Linear-Brenner wird das
Rohr entlang seiner Tangente auseinandergezogen, um durch die Öffnung des
Rohres eine flache Scheibe herzustellen, wie in 1 abgebildet, wobei großformatiges
Scheibenmaterial aus synthetischem Quarzglas erhalten wird. 1 zeigt ein Quarzglasrohr 1,
die Richtung 2, in der das Scheibenmaterial gezogen wird,
ein Heizelement 3 und einen Schnittbereich 4.
Das auf diese Weise erhaltene großformatige Scheibenmaterial
aus synthetischem Quarzglas wird dann der Behandlung zur Beseitigung
von Schlieren, dem Ätzen,
dem Reinigen und der Wärmebehandlung
unterzogen, worauf anschließend
das Spiegelpolieren folgt, um ein Scheibenmaterial aus synthetischem
Quarzglas mit den Abmessungen 300 × 300 mm bis 1000 × 1000 mm
und einer Dicke von 2 bis 8 mm zu erhalten. Das resultierende großformatige
Scheibenmaterial umfasst eine Scheibenfläche entsprechend der axialen
Richtung mit einer kontrolliert eingestellten OH-Gruppen-Konzentration.
So wird eine gleichförmige
Schwankungsbreite in der OH-Gruppen-Konzentration von 10 Gew.-ppm oder weniger
für die ebene
Fläche
erhalten. Andererseits bleibt die große Schwankungsbreite in der
OH-Gruppen-Konzentration, die
in Richtung des Rohrdurchmessers vorhanden war, als Schwankungsbreite
in Richtung der Dicke des großformatigen
Scheibenmaterials erhalten. Da das Scheibenmaterial nur eine Dicke
von 2 bis 8 mm aufweist und die OH-Gruppen-Konzentration allmählich gleichförmig steigt
oder fällt,
ist die Ungleichheit für
die Durchlässigkeit
von hochenergetischer Vakuum-UV-Strahlung
und für
den ihr zugeschriebenen Solarisationsgrad gering. Somit kann ein
Scheibenmaterial mit gleichförmigen
Eigenschaften in Richtung der Ebene erhalten werden.
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Bevorzugte
Ausführungsform
der Erfindung
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Die vorliegende Erfindung wird anhand
der folgenden praktischen Ausführungsbeispiele
im Einzelnen beschrieben, jedoch ist die vorliegende Erfindung nicht
nur darauf beschränkt.
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Kurzbeschreibung
der Zeichnungen
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1 ist
die schematische Darstellung des Verformungsprozesses beim Öffnen eines
Rohres zur Herstellung von Scheibenmaterial.
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Ausführungsbeispiele 1 bis 4
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(1) Herstellung eines
Sootkörpers
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Es wurde ein Sootkörper hergestellt,
indem ultrahochreines gasförmiges
CH3Si(OCH3)3, das durch Destillationsreinigung erhalten
wurde, mit einer festgelegten Flussrate von insgesamt 100 l/min
zusammen mit Sauerstoff- und Wasserstoffgas, deren Flussrate 10
bis 100 l/min und 30 bis 300 l/min betrug, einer Vielzahl von Brennern
zugeführt
wurde. So wurde ein weißer
Sootkörper
erhalten, der mehrere Hundert Gew.-ppm von OH-Gruppen enthielt.
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(2) Herstellung eines
Quarzglasblocks
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Der auf die oben genannte Weise erhaltene
Sootkörper
wurde in einem Elektroofen aus Edelstahl mit eingebautem zylinderförmigen Heizer
aus hochreinem Graphit angeordnet, und eine Wärmebehandlung in einem Temperaturbereich
von etwa 600 bis 900°C
wurde daran durchgeführt,
während
im Inneren des Elektroofens ein Vakuum von etwa 103 Pa oder weniger
angelegt wurde, um dadurch die OH-Gruppen-Konzentration kontrolliert
einzustellen. Die OH-Gruppen-Konzentration wurde durch die Einstellung
des Vakuumgrades, der Temperatur und der Prozessdauer kontrolliert.
Dann wurde der resultierende Körper
erhitzt und im Elektroofen unter Vakuum in einem Temperaturbereich
von etwa 1400 bis 1600°C
aufgeschmolzen, um dadurch einen transparenten Quarzglasblock zu
erhalten.
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(3) Behandlung zur Homogenisierung
der OH-Gruppen-Konzentration und Behandlung zur Beseitigung von Schlieren
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Der Quarzglaskörper wurde als stabförmiger Körper mit
einem Durchmesser von etwa 60 mm hergestellt, und der resultierende
Block wurde auf einer Drehbank unter Erhitzen mit einem Knallgas-Brenner
dem Zonenschmelzen unterzogen zur Durchführung der Behandlung zur Homogenisierung
der OH-Gruppen-Konzentration
und der Behandlung zur Beseitigung von Schlieren. Der resultierende
Block wurde dann zu einem zylinderförmigen Körper mit einem Durchmesser
von 300 mm und einer Dicke von 60 mm geformt.
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(4) Behandlung zur Homogenisierung
der Wasserstoffmolekül-Konzentration
und Behandlung zum Einstellen der fiktiven Temperatur
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Der zylinderförmige Quarzglasblock wurde
in einen mit einem Edelstahlmantel und einem Wolframmaschen-Heizer
ausgestatteten Elektroofen eingeführt. Die Behandlung wurde unter
einer internen Atmosphäre von
100 % Wasserstoffgas bei einem Druck von 1 kgf/cm2 (etwa
0,1 MPa) in Ausführungsbeispiel
1, und 100% Wasserstoffgas bei einem Druck von 10 kgf/cm2 (etwa 1 MPa) in Ausführungsbeispiel 2 durchgeführt, indem zuerst
auf 1100°C
erhitzt und für
eine Dauer von 50 Stunden die Temperatur gehalten wurde, allmählich über einen
Zeitraum von 200 bis 1000 Stunden auf 800°C gekühlt und dann durch Selbstkühlung auf
Raumtemperatur gebracht wurde, wobei dieselbe Atmosphäre erhalten
blieb. Der resultierende zylinderförmige Quarzglasblock wurde
dem Schleifen der Oberfläche
unterzogen sowie dem Schleifen paralleler Flächen, um ein optisches Material
aus Quarzglas mit einem Durchmesser von 250 mm und einer Dicke von
50 mm zu erhalten.
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Ausführungsbeispiele 5 und 6
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(1) Herstellung eines
Quarzglasblocks
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Ultrahochreines gasförmiges CH3Si(OCH3)3, das durch Destillationsreinigung erhalten
wurde, wurde mit einer festgelegten Flussrate von 150 l/min zusammen
mit Sauerstoff- und Wasserstoffgas mit einer Flussrate von 10 bis
100 l/min und 100 bis 300 l/min zugeführt. So wurde ein transparenter
Quarzglasblock mit dem Direktverfahren hergestellt.
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(2) Behandlung zur Homogenisierung
der OH-Gruppen-Konzentration und Behandlung zur Beseitigung von Schlieren
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Der oben genannte Quarzglasblock
wurde als stabförmiger
Körper
mit einem Durchmesser von etwa 60 mm hergestellt, und der resultierende
Körper
wurde auf einer Drehbank angeordnet, um die Behandlung zur Homogenisierung
der OH-Gruppen-Konzentration und die Behandlung zur Beseitigung
von Schlieren mittels dem Zonenschmelzverfahren unter Verwendung
eines Knallgas-Brenners durchzuführen.
So wurde ein zylinderförmiger
Körper
mit einem Durchmesser von 300 mm und einer Dicke von 60 mm erhalten.
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(3) Behandlung zur Homogenisierung
der Wasserstoffmolekül-Konzentration
und Behandlung zum Einstellen der fiktiven Temperatur
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In Ausführungsbeispiel 5 wurde der
zylinderförmige
Quarzglasblock in einen mit einem Edelstahlmantel und einem Wolframmaschen-Heizer
ausgestatteten Elektroofen eingeführt. Die Behandlung wurde unter
einer internen Atmosphäre
von 100 % Wasserstoffgas und einem Druck von 10 kgf/cm2 (etwa
1 MPa) durchgeführt,
indem für
eine Dauer von 50 Stunden die Temperatur gehalten wurde, allmählich über einen
Zeitraum von 100 bis 500 Stunden auf 800 °C gekühlt und durch Selbstkühlung auf
Raumtemperatur gebracht wurde, wobei dieselbe Atmosphäre erhalten
blieb. In Ausführungsbeispiel
6 wurde der zylinderförmige
Quarzglasblock in einem Edelstahl-Autoklauen angeordnet, dessen
Innenatmosphäre
auf 100% gasförmigen
Wasserstoff bei einem Druck von 500 kgf/cm2 (etwa
50 MPa) kontrolliert eingestellt war, wobei die Temperatur unter Verwendung
eines externen Heizers auf 1100°C
erhöht
und für
eine Dauer von 50 Stunden die Temperatur gehalten wurde, allmählich über einen
Zeitraum von 100 bis 500 Stunden auf 800°C und schließlich auf Raumtemperatur gesenkt
wurde, während
die Atmosphäre
erhalten blieb. Danach wurde das auf diese Weise erhaltene zylinderförmige Quarzglas
einem Schleifen der Oberfläche
sowie der parallelen Flächen
unterzogen, um ein optisches Material aus Quarzglas mit einem Durchmesser
von 250 mm und einer Dicke von 50 mm zu erhalten.
-
Die oben erhaltenen optischen Matenalien
aus Quarzglas wurden Messungen unterzogen, wobei die durchschnittliche
OH-Gruppen-Konzentration, Schwankungsbreite der OH-Gruppen-Konzentration
(ΔOH/cm), Schwankungsbreite
der OH-Gruppen-Konzentration des gesamten optischen Materials (ΔOH), die
durchschnittliche Wasserstoffmolekül-Konzentration, Schwankungsbreite
der Wasserstoffmolekül-Konzentration (ΔH2/cm), Schwankungsbreite der Wasserstoffmolekül-Konzentration
des gesamten optischen Materials (ΔH2),
Chlorgehalt, fiktive Temperatur (Tf) und
Schwankungsbreite der fiktiven Temperatur (ΔTf),
der Unterschied im Brechungsindex (Δn), Doppelbrechung bei sichtbarer
Strahlung (nm/cm) und Lichtdurchlässigkeit und Ähnliches
für die
Bestrahlung mit ArF-Excimer-Laser und Xe2-Excimer-Laser
erhalten wurden. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 aufgeführt.
-
Die Konzentration an Verunreinigungen
wurde für
das optische Material aus Quarzglas erhalten, das in Ausführungsbeispiel
3 und Ausführungsbeispiel
5 beschrieben ist. In Ersterem waren 1 Gew.-ppb Li, 4 Gew.-ppb Na,
weniger als 1 Gew.-ppb K, jeweils weniger als 1 Gew.-ppb Mg und
Ca, weniger als 0,1 Gew.-ppb Sr
und jeweils weniger als 0,1 Gew.-ppb Ti, Cr, Mn, Fe, Co, Ni und
Cu enthalten. In letzterem Material waren 1 Gew.-ppb Li, 2 Gew.-ppb
Na, weniger als 1 Gew.-ppb K, jeweils weniger als 1 Gew.-ppb Mg
und Ca, weniger als 0,1 Gew.-ppb Sr und jeweils weniger als 0,1
Gew.-ppb Ti, Cr, Mn, Fe, Co, Ni und Cu enthalten.
Tabelle
1
-
Anmerkung: „Sintern" bedeutet „ Soot-Sinterverfahren" „DQ-Verfahren" bedeutet „Direktverfahren"
-
Vergleichsbeispiel 1
-
Ein Sootkörper wurde hergestellt unter
Verwendung der ultrahochreinen Siliziumverbindung von Ausführungsbeispiel
1, und es wurde ein ultrahochreiner synthetischer Quarzglasblock
unter Chlorwasserstoffgas-Atmosphäre mittels Soot-Sinter-Prozess
inclusive Dehydratisierungsbehandlung hergestellt. So wurde ein optisches
Material mit einem Durchmesser von 250 mm und einer Dicke von 50
mm auf dieselbe Weise wie in Ausführungsbeispiel 1 erhalten,
außer
dass die Behandlung zur Homogenisierung der OH-Gruppen-Konzentration und
der Wasserstoffmolekül-Konzentration
nicht durchgeführt
wurde. Das oben erhaltene optische Material aus Quarzglas wurde
Messungen unterzogen, wobei die durchschnittliche OH-Gruppen-Konzentration, Schwankungsbreite
der OH-Gruppen-Konzentration (ΔOH/cm),
Schwankungsbreite der OH-Gruppen-Konzentration des gesamten optischen
Materials (ΔOH),
die durchschnittliche Wasserstoffmolekül-Konzentration, Schwankungsbreite
der Wasserstoffmolekül-Konzentration
(ΔH2/cm), Schwankungsbreite der Wasserstoffmolekül-Konzentration
des gesamten optischen Materials (ΔH2),
Chlorgehalt, fiktive Temperatur (T}) und Schwankungsbreite der fiktiven
Temperatur (ΔTf),
der Unterschied im Brechungsindex (Δn), Doppelbrechung bei sichtbarer
Strahlung (nm/cm) und Lichtdurchlässigkeit und Ähnliches
für die
Bestrahlung mit ArF-Excimer-Laser und Xe2-Excimer-Laser
erhalten wurden. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 aufgeführt.
-
Vergleichsbeispiel 2
-
Ein synthetischer Quarzglaskörper frei
von OH-Gruppen wurde auf dieselbe Weise wie in Vergleichsbeispiel
1 hergestellt, wobei er nach der Durchführung einer Behandlung zur
Beseitigung von Schlieren, der Behandlung zur Homogenisierung der
Wasserstoffmolekül-Konzentration
und der Einstellung der fiktiven Temperatur in ein Stück mit einem
Durchmesser von 250 mm und einer Dicke von 50 mm geschnitten wurde.
Durch Schleifen und Polieren des resultierenden geschnittenen Blocks
wurde auf diese Weise ein optisches Material erhalten. Das oben
erhaltene optische Material aus Quarzglas wurde Messungen unterzogen,
wobei die durchschnittliche OH-Gruppen-Konzentration, Schwankungsbreite
der OH-Gruppen-Konzentration (ΔOH/cm), Schwankungsbreite
der OH-Gruppen-Konzentration des gesamten optischen Materials (ΔOH), die
durchschnittliche Wasserstoffmolekül-Konzentration, Schwankungsbreite
der Wasserstoffmolekül-Konzentration (ΔH2/cm), Schwankungsbreite der Wasserstoffmolekül-Konzentration
des gesamten optischen Materials (ΔH2),
Chlorgehalt, fiktive Temperatur (Tf) und Schwankungsbreite der fiktiven
Temperatur (ΔTf),
der Unterschied im Brechungsindex (Δn), Doppelbrechung bei sichtbarer
Strahlung (nm/cm) und Lichtdurchlässigkeit und Ähnliches
für die
Bestrahlung mit ArF-Excimer-Laser und Xe2-Excimer-Laser
erhalten wurden. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 aufgeführt.
-
Vergleichsbeispiele 3
und 4
-
Synthetische Quarzglasblöcke wurden
auf dieselbe Weise wie in Ausführungsbeispiel
3 hergestellt, wobei die Behandlung zur Homogenisierung der OH-Gruppen-Konzentration,
Behandlung zur Beseitigung von Schlieren und Behandlung zum Einstellen
der fiktiven Temperatur durch Erhitzen unter Umgebungsatmosphäre im Vergleichsbeispiel
3 durchgeführt
wurden, während
die Behandlung zur Homogenisierung der Wasserstoffmolekül-Konzentration
und die Behandlung zum Einstellen der fiktiven Temperatur in Vergleichsbeispiel
4 durchgeführt
wurden. Die Blöcke
wurden in Stücke
mit einem Durchmesser von 250 mm und einer Dicke von 50 mm geschnitten,
geschliffen und poliert, um die optischen Materialien zu erhalten.
Das oben erhaltene optische Material aus Quarzglas wurde Messungen
unterzogen, wobei die durchschnittliche OH-Gruppen-Konzentration, Schwankungsbreite
der OH-Gruppen-Konzentration (ΔOH/cm),
Schwankungsbreite der OH-Gruppen-Konzentration des gesamten optischen
Materials (ΔOH),
die durchschnittliche Wasserstoftmolekül-Konzentration, Schwankungsbreite der
Wasserstoffmolekül-Konzentration
(ΔH2/cm), Schwankungsbreite der Wasserstoffmolekül-Konzentration
des gesamten optischen Materials (ΔH2),
Chlorgehalt, fiktive Temperatur (Tf) und Schwankungsbreite der fiktiven
Temperatur (ΔTf),
der Unterschied im Brechungsindex (Δn), Doppelbrechung bei sichtbarer
Strahlung (nm/cm) und Lichtdurchlässigkeit und Ähnliches
für die
Bestrahlung mit ArF-Excimer-Laser und Xe2-Excimer-Laser
erhalten wurden. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 aufgeführt.
-
Vergleichsbeispiele 5
und 6
-
Synthetische Quarzglasblöcke wurden
auf dieselbe Weise wie in Ausführungsbeispiel
5 hergestellt, wobei die Behandlung zur Homogenisierung der Wasserstoffmolekül-Konzentration
und die Behandlung zum Einstellen der fiktiven Temperatur in Vergleichsbeispiel
5 durchgeführt
wurden, während
die Behandlung zur Homogenisierung der OH-Gruppen-Konzentration,
Behandlung zur Beseitigung von Schlieren, die Behandlung zur Homogenisierung
der Wasserstoffmolekül-Konzentration
und die Behandlung zum Einstellen der fiktiven Temperatur in Vergleichsbeispiel
6 durchgeführt
wurden. Die Blöcke
wurden in Stücke
mit einem Durchmesser von 250 mm und einer Dicke von 50 mm geschnitten,
geschliffen und poliert, um die optischen Materialien zu erhalten.
Das oben erhaltene optische Material aus Quarzglas wurde Messungen
unterzogen, wobei die durchschnittliche OH-Gruppen-Konzentration,
Schwankungsbreite der OH-Gruppen-Konzentration (ΔOH/cm), Schwankungsbreite der
OH-Gruppen-Konzentration des gesamten optischen Materials (ΔOH), die durchschnittliche
Wasserstoffmolekül-Konzentration,
Schwankungsbreite der Wasserstoffmolekül-Konzentration (ΔH2/cm), Schwankungsbreite der Wasserstoffmolekül-Konzentration
des gesamten optischen Materials (ΔH2),
Chlorgehalt, fiktive Temperatur (Tf) und Schwankungsbreite der fiktiven
Temperatur (ΔTf),
der Unterschied im Brechungsindex (Δn), Doppelbrechung bei sichtbarer
Strahlung (nm/cm) und Lichtdurchlässigkeit und Ähnliches
für die
Bestrahlung mit ArF-Excimer-Laser und Xe2-Excimer-Laser
erhalten wurden. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 aufgeführt.
-
-
Anmerkung: „Sintern" bedeutet „Soot-Sinterverfahren" „DQ-Verfahren" bedeutet „Direktverfahren"
-
Auswertung
-
Aus den Tabellen 1 und 2 ist ersichtlich,
dass die optischen Materialien gemäß vorliegender Erfindung hervorragende
Beständigkeit
gegen die Bestrahlung mit Excimer-Laser aufweisen, auch wenn das
Material in großem
Format vorliegt. Insbesondere die in den Ausführungsbeispielen 3 und 4 beschriebenen
optischen Materialien zeigen hervorragende Beständigkeit gegen ArF-Excimer-Laser, während diejenigen
der Ausführungsbeispiele
1 und 2 eine bessere Beständigkeit
gegen die Xe2-Excimer Lampe aufweisen. Außerdem zeigen
die optischen Materialien gemäß Ausführungsbeispielen
3 und 4 auch nach der Bestrahlung mit ArF-Excimer-Laser keine Schwankung
im Brechungsindex, sondern eine stabile Verteilung mit Δn von 2 × 10–6.
-
Andererseits zeigen die in den Vergleichsbeispielen
1 bis 6 beschriebenen optischen Materialien aus synthetischem Quarzglas
eine geringere Beständigkeit
gegen ArF-Excimer-Laser und Xe2-Excimer
Lampe. Außerdem
wird die Verteilung im Brechungsindex nach der Bestrahlung mit ArF-Excimer-Laser
heterogen.
-
Das optische Material aus synthetischem
Quarzglas gemäß vorliegender
Erfindung ist als optisches Material für hochenergetische Vakuum-UV-Strahlung
geeignet, da es nicht nur hervonagende Anfangsdurchlässigkeit
für hochenergetische
Vakuum-UV-Strahlung im Wellenlängenbereich
von 165 bis 195 nm aufweist, sondem auch hohe Beständigkeit.
Außerdem
ist das optische Material gemäß vorliegender
Erfindung für
die Industrie sehr wertvoll, weil es mit einer ultrahochreinen Siliziumverbindung
als Ausgangmaterial durch eine konventionelle, gut bekannte Flammenhydrolyse
und Ähnlichem
einfach herzustellen ist.
-
Im Folgenden wird die Herstellung
von großformatigem
Scheibenmaterial aus einem synthetischen Quarzglaszylinder genauer
beschrieben: Es wurde ein großer,
weißer
Sootkörper
hergestellt, indem ultrahochreines gasförmiges CH3Si(OCH3)3, das durch Destillationsreinigung
erhalten wurde, mit einer festgelegten Flussrate von insgesamt 150
l/min zusammen mit Sauerstoffgas und Wasserstoffgas, deren Flussrate
10 bis 100 l/min und 30 bis 300 l/min betrug, einer Vielzahl von
Brennern zugeführt
wurde. Der weiße,
große
Sootkörper
enthielt mehrere Hundert Gew.-ppm an OH-Gruppen und wurde mittels
Außenabscheide-Verfahren
unter Schaukelbewegung der Brenner gebildet, wie in JP-A-Hei4-260618
beschrieben. Der große
Sootkörper wurde
in einem Elektroofen aus Edelstahl mit eingebautem, zylinderförmigen,
hochreinen Heizer aus Graphit angeordnet und einer Wärmebehandlung
im Temperaturbereich von etwa 600 bis 900°C unterzogen, wobei im Inneren
des Elektroofens ein Vakuum von etwa 103 Pa oder weniger erzeugt
wurde, um dadurch die OH-Gruppen-Konzentration kontrolliert einzustellen.
Die OH-Gruppen-Konzentration
wurde durch Einstellen des Vakuumgrades, der Temperatur und der
Prozessdauer kontrolliert. Danach wurde der resultierende Körper im
Temperaturbereich von etwa 1500 bis 1700 °C im Elektroofen unter Vakuum
erhitzt und aufgeschmolzen, um dadurch einen Hohlzylinder aus synthetischem
Quarzglas mit einem Außendurchmesser
von 150 mm und einer Dicke von 40 mm zu erhalten. Der Hohlzylinder
aus Quarzglas wurde mit einem Graphitheizer erhitzt, wobei der Innendruck
des Zylinders unter Verwendung von Stickstoffgas kontrolliert eingestellt
wurde, und daraus wurde durch transversales Rohrziehen ein großes Quarzglasrohr
mit einem Durchmesser von 250 mm, einer Länge von 160 mm und einer Dicke
von 7 mm hergestellt. Wie in 1 gezeigt,
wurde in axialer Richtung des großen auf diese Weise erhaltenen
Quarzglasrohres 1 ein Schnitt 5 mit vorgegebener
Breite ausgeführt,
und während
das Rohr über
die gesamte Breite in Richtung der Rohrachse erhitzt und erweicht
wurde, indem das Erhitzen entlang der Rohrwandung auf der Innen-
und Außenseite
des Schnittbereiches unter Verwendung eines Linear-Brenners 3 im Temperaturbereich
von 1800 bis 2000°C
erfolgte; wurde das Rohr entlang seiner Tangente auseinandergezogen
und so eine flache Scheibe hergestellt, wobei großformatiges
Scheibenmaterial aus synthetischem Quarzglas mit den Abmessungen
670 × 600
mm und einer Dicke von 7 mm erhalten wurde. Das resultierende großformatige
Scheibenmaterial aus synthetischem Glas wurde dann in einem Elektroofen
bei 1150°C
30 Minuten lang einer Temperbehandlung unterzogen, um die Spannung
zu beseitigen, sowie 30 Minuten lang unter Verwendung von 5% Fluorwasserstoff
einer Ätzreinigung
unterzogen. Des weiteren wurde das Scheibenmaterial 2 Stunden
lang in einem Elektroofen bei 1200°C weiter erhitzt und gepresst,
wobei eine Quarzglasscheibe zwischen die Last (Pressstempel) und
das Scheibenmaterial geschoben wurde und hochreine Karbonscheiben
auf die Ober- und die Unterseite des Scheibenmaterials gelegt wurden,
um die Kontamination des Scheibenmaterials zu vermeiden. Schließlich wurden
beide Flächen
des großformatigen Scheibenmaterials
spiegelpoliert, um ein großformatiges
endbehandeltes Scheibenmaterial aus synthetischem Quarzglas mit
den Abmessungen 650 × 550
mm und einer Dicke von 5 mm zu erhalten.
-
Dann wurden die Muster der Ausführungsbeispiele
7 bis 9 unter Wasserstoftgas-Atmosphäre bei einem
Druck von 105 Pa (1 atm) und einer Temperatur
von 600 °C
3 Stunden lang der Temperbehandlung unterzogen. In Ausführungsbeispiel
10 wurde unter Wasserstoffgas-Atmosphäre bei einem Druck von 107 Pa (100 atm) und einer Temperatur von 600°C 3 Stunden
lang die Temperbehandlung durchgeführt, um ein mit Wasserstoffmolekülen dotiertes
Muster zu erhalten. Die so in Ausführungsbeispielen 7 bis 10 erhaltenen
Muster wurden Messungen unterzogen, um die OH-Gruppen-Konzentration,
Schwankungsbreite der OH-Gruppen-Konzentration
pro 1 cm (ΔOH/cm),
Schwankungsbreite der OH-Gruppen-Konzentration
des gesamten Scheibenmaterials (ΔOH),
Wasserstoffmolekül-Konzentration,
Konzentration an Wassermolekülen,
Chlorgehalt, und die Lichtdurchlässigkeit
und Ähnliches
bei der Bestrahlung mit Xe2-Excimer-Laser
und ArF-Excimer-Laser zu erhalten. Die Ergebnisse sind in Tabelle
3 aufgeführt.
-
-
Vergleichsbeispiele 7
bis 10
-
In den Vergleichsbeispielen 7 und
8 wurde der weiße
Sootkörper
jeweils unter Verwendung der in Ausführungsbeispiel 7 benutzten
hochreinen Siliziumverbindung hergestellt, und nach der Dehydratisierungsbehandlung
der resultierenden Sootkörper
im Elektroofen wurden diese unter Vakuum verglast und verfestigt,
um jeweils einen synthetischen Quarzglaszylinder herzustellen (Soot-Verfahren).
Aus dem resultierenden Quarzglaszylinder wurde durch transversales
Rohrziehen ein großes
Rohr aus synthetischem Quarzglas geformt, gefolgt vom Öffnen des
Rohres, Pressformen und Spiegelpolieren, um großförmatiges Scheibenmaterial aus synthetischem
Quarzglas mit den Abmessungen 650 × 550 mm und einer Dicke von
5 mm zu erhalten. In Vergleichsbeispiel 8 wurde des weiteren das
großformatige
Scheibenmaterial aus synthetischem Quarzglas unter Wasserstoffgas
der Temperbehandlung unterzogen, um es mit Wasserstoffmolekülen zu dotieren.
Das auf diese Weise erhaltene großformatige Scheibenmaterial
aus synthetischem Quarzglas wurde Messungen unterzogen, um die OH-Gruppen-Konzentration,
Schwankungsbreite der OH-Gruppen-Konzentration pro 1 cm (ΔOH/cm), Schwankungsbreite
der OH-Gruppen-Konzentration
des gesamten Scheibenmaterials (ΔOH), Wasserstoffmolekül-Konzentration,
Konzentration der Wassermoleküle,
Chlorgehalt, und die Lichtdurchlässigkeit
und Ähnliches
bei der Bestrahlung mit Xe2-Excimer-Laser
und ArF-Excimer-Laser zu erhalten. Die Ergebnisse sind in Tabelle
5 aufgeführt.
-
In Vergleichsbeispiel 9 wurde unter
Verwendung von ultrahochreinem SiCl4 als
Ausgangsmaterial mittels Direktverfahren unter Einsatz der Knallgasflammenhydrolyse
ein Glasblock hergestellt; und in Vergleichsbeispiel 10 wurde zuerst
mittels VAD-Verfahren unter Einsatz der Knallgasflammenhydrolyse
ein Glasblock hergestellt und dann der auf diese Weise erhaltene
Block durch Warmpressen in einem Elektroofen unter Vakuum unter
Verwendung eines Gießrahmens
aus Graphit geformt, in dünnes
Scheibenmaterial geschnitten und spiegelpoliert, um ein großformatiges
Scheibenmaterial aus synthetischem Quarzglas zu erhalten. Die auf diese
Weise erhaltenen Muster wurden jeweils Messungen unterzogen, um
die OH-Gruppen-Konzentration, Schwankungsbreite
der OH-Gruppen-Konzentration pro cm (ΔOH/cm), Schwankungsbreite der
OH-Gruppen-Konzentration des gesamten Scheibenmaterials (ΔOH), Wasserstoffmolekül-Konzentration,
Konzentration der Wassermoleküle,
Chlorgehalt, und die Lichtdurchlässigkeit
und Ähnliches
bei der Bestrahlung mit Xe2-Excimer-Laser
und ArF-Excimer-Laser zu erhalten. Die Ergebnisse sind in Tabelle
5 aufgeführt.
-
-
Auswertung
-
Aus den Tabellen 3 und 5 ist ersichtlich,
dass die großformatigen
Scheibenmaterialien aus synthetischem Quarzglas eine hervorragende
Beständigkeit
gegen die Bestrahlung mit Excimer-Laser und ausgezeichnete Gleichförmigkeit
aufweisen. Insbesondere die in den Ausführungsbeispielen 7, 8 und 10
beschriebenen Materialien zeigen hervorragende Beständigkeit
gegen Excimer-Strahlungen wegen ihrer geringen OH-Gruppen-Konzentration
und der hohen H2-Molekül-Konzentration.
-
Andererseits sind die in den Vergleichsbeispielen
7 und 8 beschriebenen großformatigen
Scheibenmaterialien aus synthetischem Quarzglas hinsichtlich der
Anfangseigenschaften sowie der Beständigkeit gegen Excimer-Strahlung
minderwertiger; die in den Vergleichsbeispielen 9 und 10 beschriebenen
Materialien zeigen nicht nur eine geringere Beständigkeit gegen Excimer-Strahlung, sondern
auch eine große
Schwankungsbreite in der OH-Gruppen-Konzentration und eine heterogene Verteilung
in der Lichtdurchlässigkeit.
-
Das großformatige Scheibenmaterial
aus synthetischem Quarzglas für
hochenergetische Vakuum-UV-Strahlung weist nicht nur eine bessere
Anfangsdurchlässigkeit
für hochenergetische
Vakuum-UV-Strahlung im Wellenlängenbereich
von 165 bis 195 nm auf, sondem zeigt auch hervorragende Beständigkeit
und gleichförmige
Eigenschaften in diesem Wellenlängenbereich
und ist deshalb als Fenstermaterial eines Apparates für trockene
Reinigung unter Verwendung von hochenergetischer Vakuum-UV-Strahlung
gut geeignet.
-
Die oben in den Ausführungsbeispielen
1 bis 10 und den Vergleichsbeispielen 1 bis 10 beschriebenen physikalischen
Eigenschaften wurden anhand folgender Verfahren gemessen:
-
(i) Messung der OH-Gruppen-Konzentration
-
Die Messung wurde gemäß D. M.
DODD und D. B. FRASER, Optical determination of OH in fused silica,
Journal of Applied Physics (Optische Bestimmung von OH in Quarzglas,
Journal der Angewandten Physik), Bd. 37 (1966), S. 3911, durchgeführt.
-
(ii) Messung der Schwankungsbreite
der OH-Gruppen-Konzentration
-
Bei einem zylinderförmigen optischen
Material aus Quarzglas mit einem Durchmesser von 250 mm und einer
Dicke von 50 mm wurde die OH-Gruppen- Konzentration an 25 Punkten in Abständen von
10 mm entlang des Durchmessers, in Richtung der Rotationsachse gesehen,
gemessen. Die Schwankungsbreite der OH-Gruppen-Konzentration pro
cm (ΔOH/cm)
wurde aufgrund der Werte der OH-Gruppen-Konzentration zweier benachbarter
Punkte erhalten; die Schwankungsbreite der OH-Gruppen des gesamten
optischen Materials (ΔOH)
wurde durch den für
die 25 Punkte erhaltenen Maximal- und Minimalwert der OH-Gruppen-Konzentration
erhalten; und die durchschnittliche OH-Gruppen-Konzentration wurde
durch das für
die 25 Punkte erhaltene arithmetische Mittel der OH-Gruppen-Konzentration
erhalten.
-
(iii) Messung der Wasserstoffmolekül-Konzentration
-
Die Messung wurde gemäß V. K.
KHOTIMCHENKO, et. al., Determining the content of hydrogen dissolved
in quartz glass using the methods of Raman scattering and mass spectrometry,
Journal of Applied Spectroscopy (Bestimmung des in Quarzglas gelösten Wasserstoffgehaltes
anhand des Raman-Streuung-Verfahrens und der Massenspektrometrie,
Journal der Angewandten Spektroskopie), Bd. 46, Nr. 6 (1987), S.
632 bis 635, durchgeführt.
-
(iv) Messung der Schwankung
der Wasserstoffmolekül-Konzentration
-
Bei einem zylinderförmigen optischen
Material aus Quarzglas mit einem Durchmesser von 250 mm und einer
Dicke von 50 mm wurde die H2-Konzentration an
25 Punkten in Abständen
von 10 mm entlang des Durchmessers, in Richtung der Rotationsachse
gesehen, gemessen. Die Schwankungsbreite in der H2-Konzentration
pro cm (ΔH2/cm) wurde aufgrund der Werte der H2-Konzentration zweier benachbarter Punkte
erhalten; die Schwankungsbreite von N2 des
gesamten optischen Materials (ΔH2) wurde durch den für die 25 Punkte erhaltenen
Maximal- und Minimalwert der H2-Konzentration erhalten;
und die durchschnittliche H2-Konzentration
wurde durch das für
die 25 Punkte erhaltene arithmetische Mittel der H2-Konzentration
erhalten.
-
(v) Messung der Chlorkonzentration
-
Nach dem Auflösen in wässriger Fluorwasserstoff-Lösung wurde
AgNO3 zugefügt und eine Nephelometrie durchgeführt.
-
(vi) Messung von in Quarzglas
enthaltenen Verunreinigungen
-
Die Analyse von Na, K, Mg, Ca, Ti
und Fe wurde mittels Atom-Absorptionsspektrometrie
durchgeführt, und
Li, Sr, Cr, Mn, Co, Ti und Cu wurden mittels Induktions-Plasma-Massenspektrometrie
(ICP-MS) analysiert.
-
(vii) Messung der Schwankungsbreite
im Brechungsindex (Δn)
-
Die Messung wurde mittels dem optischen
Interferenzverfahren mit einem H-Ne-Laser (633 nm) als Lichtquelle durchgeführt.
-
(viii) Messung der Doppelbrechung
-
Die Messung wurde durch Messen des
Gangunterschieds unter Einsatz eines Spannungsmessgerätes mit
Polarisatorplatte durchgeführt.
-
(ix) Messung der fiktiven
Temperatur
-
Die Messung wurde gemäß A. E.
Geissberger und F. L. Galeener, Raman studies of vitreous SiO2 versus fictive temperature , Physical Review
B, (Raman-Studien
von glasigem SiO2 im Verhältnis zur
fiktiven Temperatur, Physikalischer Review B), Bd. 28, No. 6 (1983),
S. 3266 bis 3271, durchgeführt.
-
(x) Messung der fiktiven
Temperatur und ihrer Schwankungsbreite
-
In einem optischen Material aus Quarzglas
mit einem Durchmesser von 250 mm und einer Dicke von 50 mm wurde
die Messung an zwei Punkten im zentralen Bereich und im Bereich
der Außenwandung
durchgeführt,
und die fiktive Temperatur wurde aus ihrer Differenz berechnet.
Des weiteren bildete das arithmetische Mittel der beiden Werte die
durchschnittliche fiktive Temperatur.
-
(xi) Messung der Lichtdurchlässigkeit
für eine
Strahlung von 193 nm vor und nach Bestrahlung mit ArF-Excimer-Laser
-
Es wurde die Lichtdurchlässigkeit
für eine
Strahlung mit einer Wellenlänge
von 193 nm erhalten, indem ein Muster mit den Abmessungen 30 × 20 mm,
einer Dicke von 10 mm und beidseitig endbehandelten Flächen mit
einem Laserlicht mit einer Wellenlänge von 193 nm, einer Halbwertsbreite
von 3 nm, einer halben Pulsdauer von 17 nsec und einer Energiedichte
von 50 mJ/cm2/Impuls bestrahlt wurde, wobei
die Bestrahlungsimpulse von 1 × 106 Impulsen mit einer Frequenz von 100 Hz
wiederholt wurden.
-
(xii) Messung der Lichtdurchlässigkeit
für eine
Strahlung von 172 nm vor und nach Bestrahlung mit Xe2-Excimer-Lampe
-
Es wurde die Lichtdurchlässigkeit
für eine
Strahlung mit einer Wellenlänge
von 172 nm erhalten, indem ein Muster mit den Abmessungen 30 × 20 mm,
einer Dicke von 10 mm und beidseitig endbehandelten Flächen mit
einem Licht mit einer Wellenlänge
von 172 nm, einer Halbwertsbreite von 14 nm und einer Energiedichte von
50 mW/cm2 über einen Zeitraum von 14 Tagen
bestrahlt wurde.