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DE69811186T2 - Verfahren zur Herstellung eines Polgewebes mit groben Kettpolfaden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Polgewebes mit groben Kettpolfaden

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DE69811186T2
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Germany
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pile
weft insertion
warp threads
weft
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DE69811186T
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Johnny Debaes
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D27/00Woven pile fabrics
    • D03D27/02Woven pile fabrics wherein the pile is formed by warp or weft
    • D03D27/10Fabrics woven face-to-face, e.g. double velvet

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Woven Fabrics (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

  • Diese Erfindung betrifft allgemein ein Verfahren zur Herstellung eines Polgewebes mit aus groben Polfäden gebildeten Polschleifen. Insbesondere betrifft diese Erfindung ein neues Verfahren zur Herstellung von Teppichen, wobei grobe Polkettfäden verwendet werden, wie beispielsweise der Typ von Teppichen mit einer niedrigen Polreihendichte, die bisher mittels einer Axminster-Webmaschine hergestellt werden. Nachfolgend werden diese Teppiche als Axminster Teppiche bezeichnet.
  • Die bekannten Axminster-Greiferwebmaschinen weisen einen Schusseintragemechanismus für das Eintragen von Schussfäden zwischen Kettfäden auf, so dass ein Grundgewebe gebildet ist, mit einem Polgreifermechanismus mit mehreren aufwärts und abwärts schwenkbaren Polgreifern, und mit Pol-Ladevorrichtungen, in denen einige Polkettfäden übereinander vorgesehen sind und in die Polgreifer eingespeist werden können. Vor jedem Schusseintrag können die Polkettfäden der gewünschten Farbe (entsprechend dem zu webenden Muster) mittels eines Jacguard-Mechanismus zu den entsprechenden Polgreifern gebracht werden, wenn diese Polgreifer in ihre obere Stellung geschwenkt werden. Während die Polgreifer abwärts schwenken, werden die Polkettfäden über eine bestimmte Länge aus der Ladevorrichtung gezogen. Der herausgezogene Teil der entsprechenden Polkettfäden wird abgeschnitten, durch die weitere Abwärtsbewegung der Polgreifer zum Gewebeende gebracht und dort in einer Einwebstellung gehalten, um schließlich nach dem Eintrag von Schussfäden als Polschleife in das Grundgewebe eingewebt zu werden.
  • Die nebeneinander angeordneten Polgreifer müssen eine Mindestdicke aufweisen, um über ausreichende Stabilität zu verfügen. Dies führt dazu, dass die Rietdichte bei Axminster-Webmaschinen eher niedrig gehalten werden muss. Allgemein ist diese Rietdichte auf höchstens 7 pro Zoll (276/Meter) begrenzt. In Ausnahmefällen werden auch Rietdichten von 8 bis 10 pro Zoll verwendet, doch auch in diesen Fällen erhält man Polgewebe mit einer eher niedrigen Polreihendichte.
  • Um dennoch ein gewisses Volumen an Polgarn bei den mit diesen Axminster- Webmaschinen gewebten Polgeweben zu erhalten, werden in der Regel eher dicke Polgarne verwendet. Vorzugsweise werden Polgarne des kardierten Typs in einem Garnnummernbereich von Nm 3,2/2 bis Nm 3,6/2 verwendet.
  • Ein Nachteil der bekannten Verfahren zur Herstellung von durch grobe Polfäden gebildeten Polschleifen besteht darin, dass die zu diesem Zweck verwendeten Axminster-Webmaschinen aufgrund ihrer mechanischen Komplexität eher langsam laufen. Die Produktivität der bekannten Verfahren ist folglich eher gering.
  • Es wurde versucht, dem zuvor genannten Nachteil durch Verwendung einer Doppelstück-Webmaschine abzuhelfen. Eine solche Webmaschine wird z. B. bei DE- A-22 53 262 verwendet. Die Betriebsgeschwindigkeit dieser Webmaschinen (z. B. 120 Umdrehungen pro Minute) liegt in der Tat sehr viel höher als bei Axminster- Webmaschinen (z. B. 65 Umdrehungen pro Minute). Darüber hinaus ist der Schusseintragemechanismus dieser Webmaschinen für das gleichzeitige Eintragen von jeweils zwei Schussfäden in aufeinanderfolgenden Schusseintragezyklen vorgesehen.
  • Bei der Herstellung eines Polgewebes mit einer Doppelstück-Webmaschine werden ein oberes und ein unteres Grundgewebe gewebt, indem Schussfäden in zwischen Kettfäden gebildete Fächer eingetragen werden, während Pol-bildende Polkettfäden so bezüglich der Schusseintrageniveaus positioniert werden, dass diese abwechselnd um einen oder mehrere Schussfäden im oberen und im unteren Grundgewebe geführt werden. Die Pol-bildenden Polkettfäden werden anschließend zwischen den zwei Grundgeweben durchgeschnitten, so dass zwei Polgewebe erhalten werden.
  • Die Herstellung eines Polgewebes mit durch grobe Polfäden gebildeten Polschleifen auf einer Doppelstück-Webmaschine, wie beispielsweise eines Axminster-Teppichs, erschien jedoch bislang unmöglich. Die groben Polkettfäden schienen in der Tat, auf Doppelstück-Webmaschinen nicht webbar zu sein, da sie sich bei der Fachbildung zu leicht ineinander verwickeln. Dies führt zu einem Fach, das nicht fehlerfrei gebildet ist. Dadurch werden Polkettfäden beschädigt oder von einem sich in dem Fach bewegenden Webeintragemittel abgerissen, und eingewebte nicht-Pol-bildende Polkettfäden werden umgeschlagen, so dass sie sowohl entlang der Rückseite als auch entlang der Polseite des Gewebes ungewollte Polschleifen bilden. Aus diesem Grund galt es bislang als unmöglich, Polgewebe mit groben Polkettfäden, wie beispielsweise Axminster-Teppiche auf Doppelstück-Webmaschinen zu weben, um die Produktivität zu erhöhen.
  • Ein Ziel dieser Erfindung ist es, ein neues Verfahren zur Verfügung zu stellen, demgemäß Polgewebe mit durch grobe Polfäden gebildeten Polschleifen mit einer höheren Produktivität hergestellt werden kann als mit den bekannten Verfahren.
  • Ein zusätzliches Ziel liegt darin, dass das erfindungsgemäß vorgesehene Verfahren ermöglicht, Polgewebe herzustellen, die fast genauso aussehen und sich fast genauso anfühlen wie die bekannten Polgewebe, die mittels einer Axminster- Webmaschine hergestellt werden.
  • Die oben genannten Ziele werden dadurch erreicht, dass ein Verfahren vorgesehen ist, bei dem auf einer Doppelstück-Webmaschine, die für den Eintrag von Schussfäden zwischen Kettfäden auf drei Schusseintrageniveaus vorgesehen ist, ein oberes und ein unteres Grundgewebe gebildet wird, wobei in aufeinanderfolgenden Schusseintragezyklen in jedem Fall zwei Schussfäden eingetragen werden, so dass in einem ersten beziehungsweise einem zweiten Schusseintragezyklus auf dem oberen und dem unteren Schusseintrageniveau kein Schussfaden eingetragen wird, während Pol-bildende grobe Polkettfäden während jedes ersten Schusseintragezyklus über dem oberen Schusseintrageniveau vorgesehen sind und während jedes zweiten Schusseintragezyklus unter dem unteren Schusseintrageniveau vorgesehen sind, und während diese Polkettfäden anschließend zwischen den zwei Grundgeweben durchgeschnitten werden, um zwei Polgewebe zu erhalten.
  • Durch dieses neue Verfahren ist es nun dennoch möglich, mit groben Polkettfäden auf einer Doppelstück-Webmaschine zu weben, und dadurch zu einer beträchtlich höheren Produktivität zu gelangen. Es wurde erkannt, dass die Verwicklungen zwischen Polkettfäden vorwiegend dort stattfinden, wo sich Polkettfäden kreuzen und dass die meisten Probleme durch die Verwicklung von nicht-Pol-bildenden und Polbildenden Polkettfäden entstehen.
  • Gemäß dem neuen erfindungsgemäßen Verfahren werden Pol-bildende Polkettfäden entweder über das obere Schusseintrageniveau gebracht, wenn kein Schussfaden auf diesem oberen Schusseintrageniveau eingetragen wird, oder unter das untere Schusseintrageniveau gebracht, wenn kein Schussfaden auf diesem unteren Schusseintrageniveau eingetragen wird. Das Fach, zu dem die Pol-bildenden Polkettfäden gehören, wird daher in jedem Fall auf einem Schusseintrageniveau gebildet, auf dem kein Schussfaden eingetragen wird. In diesem Fach werden daher keine Schussfäden eingetragen. Daher wird ein problematischer Webeintrag in einem Fach, das durch eine Verwicklung von Polkettfäden fehlerhaft sein kann, verhindert. Insbesondere können Beschädigung oder Bruch von Polkettfäden, die aus der Bewegung eines Schusseintragemittels in diesem Fach herrühren, verhindert werden, da das fragliche Schusseintragemittel wegfallen kann.
  • Darüber hinaus können die Pol-bildenden Polkettfäden und die nicht-Pol-bildenden Polkettfäden auf diese Art gut voneinander getrennt werden, um das Risiko einer Verwicklung dieser Polkettfäden zu verringern.
  • Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren werden vorzugsweise ein erster und ein zweiter Schusseintragezyklus im Wechsel durchgeführt. Auf diese Art erhält man ein Polgewebe mit ¹/&sub2; V-Noppe für die Polkettfäden, in der die Polkettfäden nicht durchgewebt sind.
  • Weiterhin ist es ebenfalls vorzuziehen, die nicht-Pol-bildenden (Teile der) Polkettfäden in das Grundgewebe einzuweben und sie dadurch auf das obere und das untere Grundgewebe aufzuteilen. Auf diese Weise erhält man durch das erfindungsgemäße Verfahren zwei fast identische Polgewebe.
  • Gemäß einem stark bevorzugten erfindungsgemäßen Verfahren ist ein (Teil von einem) Polkettfaden, der in das obere Grundgewebe einzuweben ist, während jedes ersten Schusseintragezyklus über dem oberen Schusseintrageniveau vorgesehen und während jedes zweiten Schusseintragezyklus zwischen den zwei Schusseintrageniveaus, auf denen ein (Teil von einem) Schussfaden eingetragen wird, vorgesehen; und ist ein (Teil von einem) Polkettfaden, der in das untere Grundgewebe einzuweben ist, während jedes ersten Schusseintragezyklus zwischen den zwei Schusseintrageniveaus, auf denen ein Schussfaden eingetragen wird, vorgesehen, und während jedes zweiten Schüsseintragezyklus unter dem unteren Schusseintrageniveau vorgesehen.
  • In einem ersten Schusseintragezyklus wird ein Schussfaden nur auf dem mittleren und dem unteren Schusseintrageniveau eingetragen, während sich die Pol-bildenden Polkettfäden und die nicht-Pol-bildenden (toten) Polkettfäden, die in das obere Grundgewebe eingewebt werden müssen, über dem oberen Schusseintrageniveau befinden, und während sich die toten Polkettfäden, die in das untere Grundgewebe eingewebt werden müssen, zwischen dem mittleren und dem unteren Schusseintrageniveau befinden.
  • Die Pol-bildenden Polkettfäden und die toten Polkettfäden, die in das obere Gewebe einzuweben sind, werden auf dieselbe Höhe gebracht und müssen sich daher bei der Fachbildung nicht kreuzen. Folglich kommt es zu keiner Verwicklung dieser Kettfäden. Darüber hinaus wird in dem von diesen Kettfäden gebildeten Fach gar kein Schussfaden eingetragen.
  • Die in das untere Gewebe einzuwebenden toten Polkettfäden befinden sich zwischen dem mittleren und dem unteren Schusseintrageniveau und müssen sich daher auch nicht kreuzen. Darüber hinaus sind sie ebenfalls deutlich von den Pol-bildenden Polkettfäden getrennt, so dass auch bei diesen Polkettfäden keine Verwicklung möglich ist.
  • In einem zweiten Schusseintragezyklus wird ein Schussfaden nur in dem mittleren und dem oberen Schusseintrageniveau eingetragen, während sich die Pol-bildenden Polkettfäden und die toten Polkettfäden, die in das untere Grundgewebe einzuweben sind, unter dem unteren Schusseintrageniveau befinden, und während sich die toten Polkettfäden, die in das obere Grundgewebe einzuweben sind, zwischen dem mittleren und dem oberen Schusseintrageniveau befinden.
  • In der gleichen Weise wie während des ersten Schusseintragezyklus, wird während eines zweiten Schusseintragezyklus das Kreuzen von toten und Pol-bildenden Polkettfäden oder von toten Polkettfäden untereinander verhindert, und die Polbildenden Polkettfäden sind deutlich voneinander getrennt. Während dieses zweiten Schusseintragezyklus ist eine Verwicklung von groben Polkettfäden daher auch ausgeschlossen.
  • Dieses Verfahren wird daher vorzugsweise mittels einer Doppelstück-Webmaschine ausgeführt, die drei Schusseintragemittel umfasst, die vorgesehen sind, um sich in aufeinanderfolgenden Schusseintragezyklen in einem zwischen Kettfäden gebildeten Fach zu bewegen, um einen Schussfaden auf einem entsprechenden Schusseintrageniveau einzutragen, während das Schusseintragemittel bei jedem ersten Schusseintragezyklus von dem oberen Schusseintrageniveau freigegeben wird und das Schusseintragemittel bei jedem zweiten Schusseintragezyklus von dem unteren Schusseintrageniveau freigegeben wird.
  • Die Polkettfäden können am besten mittels einer Vierstellungs-Jacquardmaschine positioniert werden. Die groben Polkettfäden sind vorzugsweise vom kardierten Typ und/oder weisen eine Garnnummer von wenigstens Nm 3,2/2 auf.
  • Die Doppelstück-Webmaschine weist eine Rietdichte von höchstens 10 pro Inch auf. Eine Rietdichte von 7 pro Zoll ist vorzuziehen.
  • Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren kann ein Teppich gewebt werden, der wie ein Axminster-Teppich aussieht und sich auch wie ein Axminster-Teppich anfühlt, wobei die Produktivität beträchtlich höher ist als auf die bekannte Weise mit einer Axminster-Webmaschine.
  • Diese Erfindung wird weiterhin in der folgenden Spezifikation eines bevorzugten Verfahrens zum Weben eines Axminster-Teppichs auf einer erfindungsgemäßen Doppelstück-Webmaschine erläutert. In dieser Spezifikation wird Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen genommen, für die gilt:
  • Fig. 1 ist ein schematischer Querschnitt in Kettrichtung eines Teils eines gemäß dieser bevorzugten Methode hergestellten Axminster-Teppichs, bei dem die Eintragestellen des freigegebenen Schusseintragemittels durch kleine, unausgefüllte Kreise angezeigt werden, um das Verfahren klar darzustellen; und
  • Fig. 2 ist der schematische Querschnitt aus Fig. 1 ohne Angabe der oben genannten Eintragestellen.
  • Gemäß einem stark bevorzugten erfindungsgemäßen Verfahren wird eine Doppelstück-Webmaschine verwendet, mit einem Schusseintragemechanismus, der vorgesehen ist, um während aufeinanderfolgender Schusseintragezyklen (a), (b) in jedem Fall auf drei unterschiedlichen Schusseintrageniveaus Schussfäden (1), (2), (3) in zwischen Kettfäden gebildete Fächer einzutragen. Dieser Mechanismus sieht zu diesem Zweck drei Greifersysteme mit Greifern vor, die sich zwischen den Kettfäden (4-15) gemäß entsprechend übereinander angeordneter Bewegungsbahnen bewegen können.
  • Die oberen und die unteren Greifersysteme werden während der aufeinanderfolgenden Schusseintragezyklen (a), (b) abwechselnd freigegeben.
  • Bei dieser Webmaschine sind Bindungskettfäden (4), (5), (6), (7) Spannungskettfäden (8), (9) und grobe Polkettfäden (10), (11), (12), (13), (14), (15) vorgesehen. Vor jedem Schusseintragezyklus (a), (b) werden die Kettfäden (4-15) mit bekannten Mitteln bezüglich der drei Schusseintrageebenen positioniert. Für die Polkettfäden (10-15) geschieht dies mittels einer bekannten Vierstellungs- Jacquardmaschine.
  • Die Doppelstück-Webmaschine und insbesondere der Schusseintragemechanismus und die Mittel für die Positionierung der Kettfäden (4-15) werden gemäß diesem Verfahren so betrieben,
  • - dass die Bindungskettfäden (4), (5), (6), (7), die Spannungskettfäden (8), (9) und die Schussfäden (1), (2), (3) übereinander zwei Grundgewebe bilden,
  • - dass grobe Polkettfäden (13), (14), (15) im oberen und unteren Grundgewebe abwechselnd um einen Schussfaden (2) gelegt sind, der nicht entlang der Rückseite des Gewebes verläuft, so dass diese Polkettfäden nicht durchgewebt sind und einen Pol gemäß einer ¹/&sub2; V- Noppe bilden, und
  • - dass die nicht-Pol-bildenden (Teile von) Polkettfäden (10-15), die über das obere und untere Grundgewebe aufgeteilt sind, in diese Grundgewebe eingewebt sind.
  • Die Stellungen der Kettfäden (4-15) bezüglich der drei Schusseintrageniveaus sind am besten in Fig. 1 zu sehen. In dieser Figur sind die Schusseintragestellen (20) der freigegebenen Greifersysteme angegeben (mit anderen Worten die Stellen (20), an denen ein Schussfaden in das Gewebe eingetragen worden wäre, wenn das betreffende Greifersystem gearbeitet hätte). In den Figuren sind die Schussfäden, die von dem oberen, bzw. dem mittleren oder dem unteren Greifersystem eingetragen wurden, jeweils mit Bezugszeichen 1, 2, und 3 bezeichnet.
  • Während der aufeinanderfolgenden Schusseintragezyklen (a), (b) sind das obere und das untere Greifersystem abwechselnd freigegeben. Ein erster Eintragezyklus (a) und ein zweiter Eintragezyklus (b) werden daher abwechselnd durchgeführt.
  • Bei jedem ersten Schusseintragezyklus (a) ist das obere Greifersystem freigegeben, während das mittlere und das obere Greifersystem einen entsprechenden Schussfaden (2), (3) eintragen. Während jedes ersten Eintragezyklus (a) werden die Polkettfäden (13), (14), (15), die Pol bilden müssen, über die Bewegungsbahn des oberen (freigegebenen) Greifersystems gebracht. Die Polkettfäden (10), (11), die keinen Pol bilden müssen, aber in das obere Grundgewebe eingewebt werden müssen, werden ebenfalls über die Bewegungsbahn des oberen Greifersystems gebracht. Die Pol-bildenden Polkettfäden (13), (14), (15) und die toten Polkettfäden (10), (11) müssen sich daher nicht kreuzen, so dass eine Verwicklung zwischen diesen groben Polkettfäden verhindert wird. In diesem Fach, das von den oberen Polkettfäden gebildet ist, wird überhaupt kein Schussfaden eingetragen, da das betreffende Greifersystem freigegeben ist. Die Greifer können also die Polkettfäden (10),(11), (13-15) weder beschädigen noch zerreißen.
  • Alle nicht-Pol-bildenden Polkettfäden (12), (13), (14), (15), die in das untere Grundgewebe einzuweben sind, werden während dieses ersten Schusseintragezyklus (a) zwischen die Bewegungsbahnen der arbeitenden Greifersysteme (d. h. das mittlere und das untere Greifersystem) gebracht. Daher gibt es dort auch keine sich kreuzenden Polkettfäden und eine Verwicklung wird daher verhindert.
  • Während jedes zweiten Schusseintragezyklus (b) ist das untere Greifersystem freigegeben, während ein entsprechender Schussfaden (1), (2) von dem oberen und dem mittleren Greifersystem eingetragen wird. Die Pol-bildenden Polkettfäden (13), (14), (15) und auch die nicht-Pol-bildenden Polkettfäden (12-15), die in das untere Grundgewebe einzuweben sind, werden unter die Bewegungsbahn des unteren (freigegebenen) Greifersystems gebracht, während sich die nicht-Pol-bildenden Polkettfäden (10), (11), die in das obere Grundgewebe einzuweben sind, zwischen den Bewegungsbahnen der arbeitenden Greifersysteme (d. h. das mittlere und das obere Greifersystem) befinden. Auch hier ist ein Kreuzen der Polkettfäden verhindert, so dass keine Verwicklung auftritt und ein fehlerfreies Fach gebildet werden kann.
  • Die Pol-bildenden (Teile von) Polkettfäden (13-15) und die nicht-Pol-bildenden (Teile von) Polkettfäden (10-15) sind gemäß diesem Verfahren darüber hinaus bei jedem Schusseintrag deutlich voneinander getrennt. Das Risiko einer Verwicklung dieser Polkettfäden ist daher noch geringer.
  • Aufgrund dieses Verfahrens können grobe Polkettfäden auf Doppelstück- Webmaschinen gewebt werden, und es ist daher auch möglich, Axminster- Polgewebe auf Doppelstück-Webmaschinen zu weben und dadurch eine höhere Produktivität zu erzielen.
  • Die gemäß dieser Methode hergestellten Teppiche sehen fast so aus und fühlen sich fast so an wie Axminster-Teppiche, die auf einer Axminster-Webmaschine gewebt wurden.

Claims (10)

1. Verfahren zur Herstellung eines Polgewebes mit aus groben Polfäden gebildeten Polschleifen, bei dem auf einer Doppelstückwebmaschine, die für den Eintrag von Schussfäden (1), (2), (3) zwischen Kettfäden (4-15) auf drei Schusseintrageniveaus vorgesehen ist, ein oberes und ein unteres Grundgewebe gebildet werden, wobei in aufeinanderfolgenden Schusseintragezyklen (a), (b) in jedem Fall zwei Schussfäden (2), (3); (1), (2) eingetragen werden, sodass in einem ersten (a) beziehungsweise einem zweiten Schusseintragezyklus (b) auf dem oberen und dem unteren Schusseintrageniveau kein Schussfaden eingetragen wird, und Polbildende grobe Polkettfäden (13), (14), (15) während jedes ersten Schusseintragezyklus (a) über dem oberen Schusseintrageniveau vorgesehen sind und während jedes zweiten Schusseintragezyklus (b) unter dem unteren Schusseintrageniveau vorgesehen sind und diese Polkettfäden (13), (14), (15) anschließend zwischen den zwei Grundgeweben durchgeschnitten werden, um zwei Polgewebe zu erhalten.
2. Verfahren zur Herstellung eines Polgewebes nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein erster (a) und ein zweiter Schusseintragezyklus (b) abwechselnd durchgeführt werden.
3. Verfahren zur Herstellung eines Polgewebes nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass nicht-Pol-bildende (Teile von) Polkettfäden (10-15) in das Grundgewebe eingewoben werden und zudem zwischen dem oberen und dem unteren Grundgewebe aufgeteilt sind.
4. Verfahren zur Herstellung eines Polgewebes nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein (Teil von einem) Polkettfaden (10), (11), der in das obere Grundgewebe einzuwebend ist, während jedes ersten Schusseintragezyklus (a) über dem oberen Schusseintrageniveau vorgesehen ist und während jedes zweiten Schusseintragezyklus (b) zwischen den zwei Schusseintrageniveaus, auf denen ein (Teil von einem) Schussfaden (2), (3) eingetragen wird, vorgesehen ist, und dass ein (Teil von einem) Polkettfaden (12-15), der in das untere Grundgewebe einzuwebend ist, während jedes ersten Schusseintragezyklus (a) zwischen den zwei Schusseintrageniveaus, auf denen ein Schussfaden (2), (3) eingetragen wird, vorgesehen ist und während jedes zweiten Schusseintragezyklus (b) unter dem unteren Schusseintrageniveau vorgesehen ist.
5. Verfahren zur Herstellung eines Polgewebes nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Doppelstück-Webmaschine drei Schusseintragemittel umfasst, die vorgesehen sind, um sich in aufeinanderfolgenden Schusseintragezyklen (a) , (b) in einem zwischen Kettfäden (4-15) gebildeten Fach zu bewegen, um einen Schussfaden (1), (2), (3) auf einem entsprechenden Schusseintrageniveau einzutragen, dass das Schusseintragemittel in jedem ersten Schusseintragezyklus (a) von dem oberen Schusseintrageniveau freigegeben wird und dass das Schusseintragemittel in jedem zweiten Schusseintragezyklus (b) von dem unteren Schusseintrageniveau freigegeben wird.
6. Verfahren zur Herstellung eines Polgewebes nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Polkettfäden (10-15) mittels einer Vierstellungs-Jacquardmaschine positioniert werden.
7. Verfahren zur Herstellung eines Polgewebes nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die oben genannten groben Polkettfäden (10-15) vom kardierten Typ sind.
8. Verfahren zur Herstellung eines Polgewebes nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die oben genannten groben Polkettfäden (10-15) eine Garnnummer von wenigstens Nm 3,2/2 aufweisen.
9. Verfahren zur Herstellung eines Polgewebes nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Doppelstück-Webmaschine eine Rietdichte von höchstens 10 pro Zoll aufweist.
10. Verfahren zur Herstellung eines Polgewebes nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das oben genannte Polgewebe ein Teppich ist, der wie ein Axminster-Teppich aussieht.
DE69811186T 1997-12-01 1998-11-30 Verfahren zur Herstellung eines Polgewebes mit groben Kettpolfaden Expired - Lifetime DE69811186T2 (de)

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