DE69811833T2 - Gerät zum Zuführen und Kochen von Produkten - Google Patents
Gerät zum Zuführen und Kochen von ProduktenInfo
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Description
- Die Erfindung betrifft ein Gerät zum Kochen roher Produkte, wie beispielsweise Muscheln oder ähnliches, und insbesondere einen Mechanismus zur genauen Steuerung einer Produktmenge, die auf ein Förderband aufgebracht wird, um sie von einem Zuführbehälter in eine Kochkammer zu fördern.
- Krabben und andere Schalentiere in einem ununterbrochenen Kochverfahren zu kochen, ist allgemein bekannt. Beim Kochen von Krabben, zum Beispiel, werden in einem Zuführbehälter befindliche rohe Krabben auf ein endloses Förderband aufgebracht, das die Krabben aus dem Behälter und dann in und durch eine Kochkammer befördert, in welcher die Krabben gekocht werden. Am Ausgangsende der Kochkammer fallen die Krabben vom Förderband zur weiteren Verarbeitung. Sie können beispielsweise in ein Schälgerät fallen, das die Schalen durch die Einwirkung von gegenläufigen Rollen entfernt. Ein solches Koch-/Schälgerät wird im U. S. Patent Nr. Re. 34,646, "APPARATUS FOR CONTROLLING PRE-COOKING AND MACHINE PEELING SHRIMP" [Gerät zur Steuerung des Vorkochens und Schälens von Krabben] beschrieben, herausgegeben am 28. Juni 1994. Das Patent beschreibt auch einen Zuführmechanismus für einen mit Flüssigkeit gefüllten Tank, der eine sich hin- und herbewegende Zuführschaufel beinhaltet, die an einer Schwingwelle befestigt ist. Ein Schwinghebel erstreckt sich von der Schwingwelle zu einer Gelenkverbindung mit einem längenverstellbaren Hebelarm. Das andere Ende des Hebelarms ist gelenkig an einem Drehantrieb angebracht. Die Drehbewegung des Drehantriebs erzeugt über die Arme eine Schwingbewegung der Schaufel. Der Schwingbereich jeder Schwingung der Schaufel wird gesteuert, indem die Länge des Hebelarms verstellt wird. Der Schwingbereich bestimmt die Menge an Krabben, die durch die Schwingwirkung auf das Förderband aufgebracht wird.
- Bei vielen Anwendungen ist es aus gesundheitlichen Gründen wünschenswert, rohe Produkte von gekochten Produkten zu trennen. Das mit reinem Dampf betriebene Kochgerät mit geteilter Haube, Modell CTSH, beispielsweise, das von der Firma Laitram Machinery, Inc. in Harahan, Louisiana, USA, hergestellt wird, ist so ausgelegt, daß es durch eine Trennplatte oder eine Wand zu installieren ist, um das Produkt in Zonen mit hohem und niedrigem Risiko aufzuteilen. Das Kochgerät wird so aufgestellt, daß der Rohprodukt-Zuführbehälter und das Eingangsende des Kochgeräts in der Zone mit niedrigem Risiko auf der einen Seite der Trennplatte aufgestellt ist, und das Ausgangsende des Kochgeräts, durch welches die Krabben passieren, sich in der Zone mit hohem Risiko auf der gegenüberliegende Seite der Trennplatte befindet. Auf diese Weise wird eine Verunreinigung des gekochten Produktes in der Zone mit hohem Risiko durch Wanderung von Bakterien oder anderen im Rohprodukt auftretenden Fremdstoffen in die Zone mit niedrigem Risiko fast gänzlich ausgeschlossen.
- Dennoch erhöht sich die Möglichkeit einer übergreifenden Verunreinigung zwischen den Zonen durch den Gehverkehr der Beschäftigten. Ein solcher Gehverkehr ist oft beim Verstellen der Durchflußrate des Produktes erforderlich. Da sich der Arbeitsplatz der Bedienungsperson gewöhnlich in der Zone mit hohem Risiko befindet und die Durchflußrate typischerweise in der Zone mit niedrigem Risiko verstellt wird, indem die Länge des Hebelarms verstellt wird, ist ein Gehverkehr zwischen den beiden Zonen unvermeidlich. Eine fernbediente Schaufelverstellung mit einem Stellhebel in der Zone mit hohem Risiko, der die Länge des Hebelarms hydraulisch verstellt, um die Schaufel und den Produktfluß zu steuern, ist ein Zusatzgerät des Laitram Kochgerätes, Modell CTSH. Ein solches Stellwerkzeug zur Fernbedienung eignet sich gut zur Verhinderung der übergreifenden Verunreinigung, es ist aber ziemlich teuer. Wie bei allen hydraulischen Systemen können sich auch hier Luftblasen und andere Störstoffe in den hydraulischen Leitungen sowie Flüssigkeitslecks und Veränderungen in den Einstellungen der Temperatur und der Kochzeit ergeben. Diese Nachteile machen fernbediente, genaue, wiederholbare Einstellungen des Produktflusses schwierig.
- In den bisher beschriebenen Zuführbehälter- und Kochgerätesystemen ist es vorzuziehen, in der Zone mit hohem Risiko Zone einen höheren Luft druck als in der Zone mit niedrigem Risiko vorzusehen. Dadurch wird des weiteren verhindert, daß Verunreinigungen in die Zone mit hohem Risiko wandern. Ein Nachteil dieses Druckunterschieds ist jedoch, daß er einen Luftzug durch das Kochgerät vom Ausgangsende zum Eingangsende hin verursacht, der dazu neigt, Dampf durch den Eingang zum Kochgerät in der Nähe des Zuführbehälters herauszublasen. Durch diesen Dampfverlust wird von der eingesetzten Energie kein guter Gebrauch gemacht.
- Somit besteht ein Bedarf für einen kostengünstigen und genauen Zuführmechanismus, der durch Fernbedienung verstellt werden kann, um den Produktfluß vom Zuführbehälter auf ein Förderbandsystem zur weiteren Verarbeitung zu steuern. Es besteht ein Bedarf für einen Zuführbehälter, der gegenüber dem Kochgerät abgedichtet werden kann, um beispielsweise das Entweichen nützlicher Kochgase über den Zuführbehälter zu verhindern.
- Dieser Bedarf und andere werden durch ein Gerät zum Zuführen und Kochen von Produkten befriedigt, das die Merkmale der Erfindung aufweist, die einen Zuführbehälter, eine Dampfkochkammer und ein Förderband zum Befördern des Produkts aus dem Zuführbehälter und durch die Kochkammer beinhaltet. Der Zuführbehälter ist bis auf ein bestimmtes Niveau mit einem Bad angefüllt, in dem das Rohprodukt eingelagert ist. Das Förderband ist schräg angeordnet, wobei sein Weg unterhalb des Höchststandes des Bads beginnt und aus dem Zuführbehälter herausragt, um das Rohprodukt zur Dampfkammer zu transportieren. Der Zuführbehälter beinhaltet weiterhin einen Zuführmechanismus zur Steuerung des Produktflusses. Der Zuführmechanismus beinhaltet eine Schaufel, die sich allgemein über die Breite des Förderbandes erstreckt und mit einem Abstand zu seiner Förderoberfläche im Bad angebracht ist. Die Schaufel ist mit einem Drehantrieb verbunden, und zwar durch ein Gestänge, das zwei gelenkig verbundene Arme umfaßt - einen Antriebsarm und einen Schwingarm. Der Winkel zwischen dem Antriebsarm und dem Schwingarm bestimmt die Stellung, bei der die Schaufel so nahe wie möglich an die Förderoberfläche herangebracht wird, und die Produktmenge, die bei jedem Hub auf die Förderoberfläche aufgebracht wird. Eine Ausführung eines Verstellmittels für die Schaufel beinhaltet einen be weglichen Halter für den Drehantrieb, wobei er sich am Zuführbehälter entlang verschieben kann, um diesen Referenzwinkel und den Punkt zu verstellen, bei dem die Schaufel so nahe wie möglich an die Förderoberfläche herangebracht wird. Eine Verstellstange wird drehbar an einem Ende an dem beweglichen Halter gehalten und ist an ihrem anderen Ende in einen festen Halter eingeschraubt. Die Verstellstange endet in einem Stellrad, mit dem eine Bedienungsperson die Stange drehen kann, um den Drehantrieb zu verschieben, was den Referenzwinkel verändert und damit den Punkt zu verstellen, bei dem die Schaufel so nahe wie möglich an die Förderoberfläche herangebracht wird, um die Rohproduktmenge einzustellen, die bei jedem Hub der Schaufel auf das Förderband aufgebracht wird. Bei einer Ausführung des Gerätes ist die Länge des Antriebsarms fest und nicht verstellbar, um die Konstruktion zu vereinfachen. Um die genaue Ferneinstellung des Rohproduktflusses aus dem Zuführbehälter zu ermöglichen, beinhaltet der Zuführmechanismus ein Mittel zum Kalibrieren des Produktflusses. Der Kalibriermechanismus umfaßt sichtbare Anzeigemarkierungen, wie beispielsweise eine Skala, die in der Nähe des Stellrads angeordnet sind, so daß eine Bedienungsperson die Anzeigemarkierungen beim Einstellen des Produktflusses leicht lesen und sie als Bezug benutzen kann, ohne dabei in den Zuführbehälter schauen zu müssen, um die Schaufelstellung zu prüfen. Eine Ausführung beinhaltet ein Rohrstück, das die Stange in der Nähe des Handrads umgibt. Das Rohrstück hat eine Zählerskala auf seinem Umfang angebracht. Eine grobe Zählerskala ist entlang der Stellstange fest angeordnet. Die Zählerskala ist von der Stange in einem Abstand angeordnet, der nur etwas größer als der Radius des Rohrstücks ist. Wenn die Stange und das Rohrstück sich drehen, verschieben sie sich in bezug auf die feststehende grobe Skala und stellen damit eine mikrometer-ähnliche Einstellung des Produktflusses bereit. All diese Ausführungen helfen der Bedienungsperson beim Einstellen des Produktflusses, und zwar selbst bei relativ großen Entfernungen vom Zuführbehälter.
- Eine andere Ausführung der Erfindung, die sich besonders bei Kochkammern als nützlich erweist, die durch eine Wand oder eine Trennplatte installiert sind, beinhaltet eine Haube über dem Zuführbehälter. Die Haube erstreckt sich mindestens von der Schwingwelle der Schaufel bis zum Eingangsende des Kochgerätes, um den oberen Bereich des Bads zwischen der Schaufel und der Kochkammer abzudecken. Die Seiten des Tanks und der Schaufel und der Flüssigkeitsstand des Bads stellen eine Wasserdichtung bereit, um Kochdampf daran zu hindern, aus der Kochkammer über den Zuführbehälter zu entweichen, um somit ein energiesparendes Kochen sicherzustellen.
- Diese und andere Merkmale, Aspekte und Vorteile der Erfindung lassen sich besser mit Bezug auf die folgende Beschreibung, die angefügten Ansprüche und die beigelegten Zeichnungen verstehen, in denen:
- Fig. 1 eine perspektivische Ansicht der Kochgerät- und Zuführbehälteranordnung ist, welche die Merkmale der Erfindung verkörpert;
- Fig. 2 eine Seitenansicht der Anordnung in Fig. 1 ist, bei der die Kochgerätedeckel geschlossen sind und die durch eine Barriere in zwei Zonen aufgeteilt ist, und sie zeigt eine vergrößerte Ansicht einer Ausführung eines kalibrierten Zuführeinstellmechanismus, der Merkmale der Erfindung aufweist;
- Fig. 3 eine Teilseitenansicht des Zuführbehälterbereichs in Fig. 1 ist, die zwei verschiedene Schaufeleinstellungen darstellt;
- Fig. 4 eine perspektivische Ansicht eines Zuführbehälters und des Eingangsbereichs eines in Fig. 2 dargestellten Kochgerätes ist, wobei eine Dichtabdeckung über dem Zuführbehälter gezeigt ist; und
- Fig. 5 eine Seitenansicht des Zuführbehälters und des Kochgeräteeingangs wie in Fig. 4 ist, wobei ein abgedichteter Bereich der Anordnung gezeigt ist.
- Ein mit Rohprodukt in einem Flüssigkeitsbad 11, typischerweise Wasser, bis zu einem oberen Niveau 12 gefüllter Zuführbehälter 10 ist in Fig. 1 und 2 dargestellt, wie er an einem Kocher 14 befestigt ist, wie beispielsweise einem Dampfkocher oder Blanchierer. Der Zuführbehälter 10 beinhaltet ein schräges Förderband 16 zum Befördern von Produkten aus dem Behälter auf einer Förderoberfläche 18 des Bandes. Das endlose Band, das aus Metall oder Kunststoff sein kann und typischerweise Öffnungen als Abtropfen oder Durchströmen von Dampf hat, wird von einer motorisierten Rolle oder einem motorisierten Zahnkranz (nicht dargestellt) angetrieben und im Rücklauf über eine Leerlaufrolle oder Zahnkränze 20 geführt. Der Zuführbehälter 10 beinhaltet weiterhin eine Pendelschaufel 22, die sich oberhalb der Förderoberfläche 18 über die Breite des Förderbandes erstreckt. Die Schaufel ist an einer Schwingwelle 24 befestigt, die in den Seitenplatten 25 gelagert ist. Ein Schwingarm 26 erstreckt sich von einem Ende der Schwingwelle 24 zu einer gelenkigen Verbindung mit einem Ende des Antriebsarms 28. Der Antriebsarm kann eine Längsverstellung beinhalten, hat jedoch vorzugsweise eine feste Länge. Das andere Ende des Antriebsarms 28 ist gelenkig mit einem Drehantrieb 30 verbunden. Der gezeigte Drehantrieb beinhaltet einen Motor 31, der an ein Untersetzungsgetriebe 32 gekoppelt ist, das seinerseits an einen Antriebsumsetzer 33 gekoppelt ist. Der Antriebsumsetzer hat eine sich drehende Abtriebswelle, an die ein Pleuelblock 34 gekoppelt ist, der gelenkig in der Nähe des einen Endes mit dem Antriebsarms 28 verbunden ist. Der Drehantrieb 30 erzeugt eine Hin- und Herbewegung der Schaufel 22, und zwar über ein Gestänge, das die Arme 26 und 28 umfaßt, was durch den Doppelpfeil 36 angezeigt ist.
- Die Menge an Rohprodukt, die bei einem gegebenen Schaufelhub auf das Band 16 aufgebracht wird, wird von der Stellung bestimmt, bei der die Vorderkante der Schaufel 22 so nahe wie möglich an die Förderoberfläche 18 herangebracht wird. Je größer die Annäherung, desto mehr Rohprodukt wird auf das Band aufgebracht und desto größer ist der Produktfluß aus dem Behälter 10. Wie in Fig. 3 dargestellt, kann die nächstmögliche Stellung eingestellt werden, indem der Referenzwinkel α zwischen den beiden Armen verändert wird. Wenn der Winkel auf einen Wert 0,1 eingestellt ist, wird die Referenzstellung der Schaufel in Richtung der Bandbewegung verschoben, aber weiter von der Förderoberfläche 18 abgehoben als bei einer Winkeleinstellung α&sub2;, was durch die gestrichelten Linien für Arme und Schaufel angedeutet ist. Für einen Antriebsarm 28 fester Länge und derselben Stellung für den Pleuelblock 34 kann eine Winkelverstellung erreicht werden, indem der Drehantrieb 30 wie in Fig. 3 angedeutet verschoben wird. Somit bringt die Schaufel in der gestrichelten Stellung mit Referenzwinkel α&sub2; durch die Wellenaktion mehr Produkt auf die Förderoberfläche 18 als in der durch den Referenzwinkel α&sub1; bestimmten Stellung. Auf diese Weise kann der Produktfluß gesteuert werden.
- Verschieben des Drehantriebs 30 kann über den in Fig. 1 und 2 gezeigten Vorschubmechanismus erreicht werden. Der Antrieb ist auf einem beweglichen Halter 38 angeordnet. Der Halter sitzt auf einem Paar Rollenlagern 40, die gleitend an eine Gleitstange 42 gekoppelt sind, die durch Halter 44 getragen wird, die am Gestell 46 des Zuführbehälters befestigt sind. Die Gleitverbindung des Halters 38 mit der festen Gleitstange 42 ermöglicht es dem Antrieb, sich zu verschieben, wie es durch den Doppelpfeil 48 angedeutet ist, wodurch der Referenzwinkel α verstellt wird, um den Produktfluß zu steuern.
- Ein Flansch 50, der sich vom beweglichen Halter 38 nach oben erstreckt, beinhaltet das Lager 52, das ein Ende einer Stellstange 54 drehbar festhält. Das andere Ende der Stellstange weist ein Gewinde auf und endet in einem Handrad 56. Der Gewindeteil der Stange greift in eine Gewindekupplung 58 ein, die an einem Halter 60 befestigt ist, der insbesondere relativ zur Schwingwelle 24 und allgemein relativ zum Gestell 46 in einer festen Position gehalten wird. Der Halter 60 ist in Fig. 2 gezeigt, wo er an eine Trennwand 62 oder andere Barriere angeordnet ist. Der Halter 60 könnte ebenso am Gestell des Kochers 14 angebracht sein, um ihn relativ zur Schwingwelle in einer stationären Position zu halten. Eine Bedienungsperson stellt die Durchflußrate ein, indem sie das Handrad 56 der Stellstange 54 verdreht. Beim Drehen der Stange schiebt sie sich durch die Gewindekupplung 58 vor, um den gleitenden Drehantrieb 30 zu verschieben und dabei den Referenzwinkel α zu verstellen, um so den Produktfluß zu erhöhen oder zu verringern.
- Obwohl der Zuführbehälter 10 eingesetzt werden könnte, um verschiedene Produkte zu unterschiedlichen Verarbeitungsmaschinen zu fördern, ist er in den Figuren im Zusammenhang mit einem Dampfkocher 14 dargestellt. Insbesondere ist er mit einem Dampfkocher mitgeteilter Haube gezeigt, wie beispielsweise einem Laitram Dampfkocher Modell CTSH, der von Laitram Machinery, Inc. of Harahan, Louisiana, USA, hergestellt wird. Wie in Fig. 2 und 4 dargestellt, ist der Kocher 14 durch eine Barriere 62 oder eine andere Barriere installiert, um den Verarbeitungsweg in zwei Zonen aufzuteilen: eine Zone mit niedrigem Risiko 64 auf der Zuführbehälterseite der Wand und eine Zone mit hohem Risiko 65 auf der anderen Seite der Wand, wo gekochte Produkte den Kocher 14 verlassen. In der Zone mit niedrigem Risiko 64 wimmeln Rohprodukte, insbesondere Schalentiere wie beispielsweise Krabben, von Bakterien und anderen Fremdstoffen, die vom gekochten Produkt in der Zone mit hohem Risiko 65 isoliert werden müssen. Die Barriere 62 stellt eine solche Isolierung bereit. Weiterhin hat die Zone mit hohem Risiko oft mit Bezug auf die Zone mit niedrigem Risiko einen Überdruck, um so das Wandern von Fremdstoffen in die Zone mit hohem Risiko weiter zu unterbinden. Der Gehverkehr der Beschäftigten zwischen den Zonen ist auch begrenzt, um Verunreinigung zu vermeiden.
- Wie schon vorher erwähnt, ist der in den Figuren dargestellte Kocher 14 ein Dampfkocher, dessen Kocharbeitsweise im US Patent Nr. Re. 34,646, "APPARATUS FOR CONTROLLING PRE-COOKING AND MACHINE PEELING SHRIMP" beschrieben ist, das hier als Referenz mit aufgenommen ist. Allgemein ist der Dampfkocher an seinen Enden zur Atmosphäre hin offen. Das Förderband 16 fördert Produkt aus dem Flüssigkeitsbad 11 in das Eingangsende 66 des Kochers. Das Band fördert das Produkt dann weiter durch die Kochkammer 67, wo es mit Dampf in einem kontinuierlichen Kochprozeß gekocht wird, und aus dem Ausgangsende 68 heraus, wo das Produkt auf ein angebautes Schäl- oder Verarbeitungsgerät anderer Art fallen kann (nicht dargestellt). Für leichten Zugang zur Kochkammer 67 beinhaltet die Haube des Kochers zwei aufklappbare Abdeckungen 69, 70 - jeweils eine auf einer Seite der Barriere 62. Während des Kochens sind die Abdeckungen in der unteren Stellung; während des Reinigens sind sie angehoben, wie in Fig. 1 dargestellt.
- Da der Kocher 14 beiderseits der Barriere 62 liegt und die Bedienungsperson, die den Ausstoß des Kochers kontrolliert, gewöhnlich in der Zone mit hohem Risiko 65 stationiert ist, ist es sowohl unpraktisch als auch unhygienisch für sie, sich zwischen den Zonen hin- und herzubewegen, um den Produktfluß zu verstellen. Um das Einstellen des Produktflusses zu vereinfachen, erstreckt sich die Stellstange 54 durch eine Öffnung in der Wand 62, so daß sich das Handrad 56 in der Zone mit hohem Risiko 65 befindet, wo die Bedienungsperson stationiert ist. Der Zuführmechanismus beinhaltet ein zusätzliches Merkmal, bei dem es sich um ein Mittel zur genauen und wiederholbaren Kalibrierung des Produktflusses handelt. Ein Mittel zur Kalibrierung, wie in Fig. 2 und der Vergrößerung in Fig. 2A dargestellt, beinhaltet eine mikrometer-ähnliche Einstellung. Die Gewinde 72 der Stellstange 54 und die Gewinde der Gewindekupplung 58 sind mit engen Toleranzen hergestellt, um beim Drehen der Stange einen genauen Vorschub bereitzustellen. Sichtbare Anzeigemarkierungen, die den Vorschub der Stange und damit den Punkt repräsentieren, bei dem die Schaufel 22 so nahe wie möglich an die Förderoberfläche 18 herangebracht wird, sind in der Nähe des Handrads angeordnet, um es der Bedienungsperson zu ermöglichen, den Produktfluß zu verstellen, ohne sich dabei zwischen den Zonen mit hohem und niedrigen Risiko hin- und herbewegen zu müssen. Analoge, mikrometer-ähnliche Anzeigemarkierungen sind in Fig. 2 dargestellt, wo ein Rohrstück 74 an der Stange 54 befestigt ist. Eine deutlich sichtbare Noniusskala ist auf dem Umfang des Rohrstücks aufgedruckt oder eingeätzt. Wie bei einer Schraublehre ist in der Nähe eine Grobskala 76 entlang der Stangenachse in einem Abstand angeordnet, der etwas größer als der Umfang des Rohrstücks ist. Ein Anzeiger, wie beispielsweise ein Band 78, um den Umfang des Rohrstücks verschiebt sich beim Drehen zusammen mit der Stange. Der Anzeiger gibt den Wert auf der Grobskala an, und die mit Zahlen versehene Noniusskala gibt den Wert der Feinskala an. Eine Umdrehung der Stange verschiebt das Rohrstück und seinen Anzeiger um eine Grobeinteilung. Die mit Zahlen versehene Grobskala 76 kann auf einer Platte 80 aufgedruckt oder eingeätzt sein, die an der Seite des Kochers 14 an dem Stützhalter 60 befestigt ist, oder auf jede beliebige Art, bei der sie sich in der Nähe der Noniusskala befindet. Die Skalen könnten verschiedene Einheiten aufweisen. Als Beispiel könnte die lineare Skala als Zoll- oder Zentimetermaß des Vorschubs des Drehantriebs 30 dargestellt sein. Als ein anderes Beispiel könnte die Skala mit Produktfluß-Einheiten markiert sein, wie beispielsweise Pfund pro Minute.
- Auch wenn Schraublehren analoge Skalen des hier dargestellten Typs haben, so haben doch viele auch eine digitale Anzeige, wie beispielsweise ein Flüssigkeitskristall-Display. Eine digitale Anzeige in Verbindung mit einer elektronischen Messung der Stangendrehung wäre nur ein Beispiel einer entsprechenden Art, der Bedienungsperson sichtbare Anzeigemarkierungen der Schaufelstellung bereitzustellen. Ein anderes Beispiel einer entsprechenden Anzeige ist eine kreisrunde Uhr mit einer Drehnadel- Anzeige. Somit kann der Zuführmechanismus genau und mit Fernbedienung durch eine Bedienungsperson ohne den Zwang nachgestellt werden, die tatsächliche Schaufelstellung beim Einstellen des Produktflusses zu beobachten.
- Wie vorher erwähnt, ist es allgemeine Praxis, in der Zone mit hohem Risiko 65 einen Überdruck vorzusehen, um die Zuwanderung von Fremdstoffen noch weiter zu unterbinden. Wenn jedoch bei einem Standard- Dampfkocher in der Zone mit hohem Risiko ein Überdruck herrscht, wird Zugluft verursacht, die sich durch die Kochkammer 67 vom Ausgangsende 68 zum Eingangsende 66 bewegen kann. Diese Zugluft kann Arbeitsdampf aus dem Eingang des Kochers in die Atmosphäre drücken, wobei Kochenergie verschwendet wird. Um diese Dampfverschwendung zu verhindern, ist eine Ausführung des Zuführbehälters, die am besten in Fig. 4 und 5 dargestellt ist, mit einer Abdeckung 82 ausgestattet, die sich vom Eingangsende 66 des Kochers 14 bis mindestens zur Schwingwelle 24 des Zuführmechanismus erstreckt. Ausschnitte in den Seiten der Abdeckung, die mit Dichtungen ausgestattet ist, wie beispielsweise aus TEFLON, nehmen die Schwingwelle auf und ermöglichen es der Abdeckung 82, im abgedichteten Zustand darauf zu sitzen.
- Die Abdeckung könnte am einen oder anderen Ende ein Scharnier aufweisen oder auch mit den Griffen 84 gänzlich abnehmbar sein, um Zugang für Instandhaltung bereitzustellen. Ihr Gewicht würde allgemein ausreichen, um das Entweichen von Dampf zu verhindern. Die unteren Kanten der Abdeckung könnten Dichtungsmaterial beinhalten, um eine noch bessere Dichtung mit dem Rand des Zuführbehälters zu gewährleisten. Wegen der Abdeckung, der Schaufel 22 und der Seiten des Zuführbehälters 14 schafft das obere Niveau 12 des Bads 16 eine Wasserdichtung, die den Dampf daran hindert, über den Zuführbehälter zu entweichen. Das Ergebnis ist ein abgedichteter Raum, der durch die gestrichelten Linien 86 angedeutet ist, der die Wirtschaftlichkeit des Kochers bezüglich Kochen und Energieverbrauch verbessert.
- Obwohl die Erfindung im Detail in bezug auf bevorzugte Ausführungen beschrieben worden ist, sind andere Ausführungen möglich. Zum Beispiel könnte sich die Dampfdichtungs-Abdeckung über einen größeren Bereich des Zuführbehälters erstrecken. Als anderes Beispiel könnte das Verstellmittel, das hier ausführlich als sich vom Handrad zum beweglichen Antriebshalter erstreckende Verstellstange beschrieben ist, durch ein Ra dio oder anderes elektronisches Gerät mit Fernbedienung ersetzt werden, das am Zuführbehälter einen Empfänger und einen Antriebsmechanismus aufweist, um den Antrieb mit entsprechendem Ergebnis zu verschieben. Die beschriebene, fernbediente Zuführmechanismus-Einrichtung könnte auch bei anderen Kochgeräten eingesetzt werden, um den Produktfluß zu anderen Verarbeitungsanlagen zu steuern. Daher ist der Schutzbereich der Ansprüche nicht auf die Beschreibung der bevorzugten Ausführung begrenzt.
Claims (10)
1. Gerät zum Kochen roher Produkte, wie beispielsweise Muscheln
oder Ähnliches, in einem ununterbrochenen Kochverfahren, wobei
das Gerät beinhaltet einen Zuführbehälter, der Rohprodukte in
einem Bad enthält, die den Zuführbehälter zum Teil bis zu einem
Höchststand füllen; eine in der Nähe des Zuführbehälters
angeordnete Dampfkochkammer; einen Bandförderer, der eine
Förderoberfläche aufweist, die einer ansteigenden Strecke folgt, die unter
dem Höchststand des Bads im Zuführbehälter beginnt und den
Zuführbehälter verläßt, um Rohprodukte auf der Förderoberfläche
aus dem Zuführbehälter zu fördern und dann ununterbrochen durch
die Kochkammer zum Dampfkochen zu transportieren; und einen
Zuführsteuerungsmechanismus umfassend eine Pendelschaufel,
die sich allgemein über die Breite der Förderoberfläche erstreckt
und über der Förderoberfläche unterhalb des Badhöchststands
angeordnet ist, einen Drehantrieb, ein Gestänge, das den Drehantrieb
mit der Schaufel verbindet, um die Drehbewegung des Antriebs in
eine Pendelbewegung der Schaufel umzuwandeln, und zwar durch
einen Hub, der eine Einstellung ermöglicht, bei der die Schaufel so
nahe wie möglich an die Förderoberfläche herangebracht wird,
wobei das Gestänge ein Paar Arme beinhaltet, die angelenkt
miteinander verbunden sind und dabei einen Referenzwinkel zwischen
den den Armen bilden, wobei der Zuführsteuerungsmechanismus
dadurch gekennzeichnet ist, daß ein beweglicher Halter für den
Antrieb gleitbar am Zuführbehälter angeordnet ist und ein
Verstellmittel zum gleitbaren Verstellen der Position des beweglichen
Halters und des Antriebs, wodurch sich der Referenzwinkel verändert,
um die Einstellung zu verstellen, bei der die Schaufel so nahe wie
möglich an die Förderoberfläche herangebracht wird, um die
Menge an Rohprodukt zu steuern, die bei jedem Hub auf die
Förderoberfläche aufgebracht wird.
2. Gerät nach Anspruch 1, bei dem die Kochkammer ein
Eingangsende in der Nähe des Zuführbehälters und ein gegenüberliegendes
Ausgangsende aufweist, und das Gerät umfaßt weiterhin eine
Zuführbehälter-Abdeckung, die sich mindestens von der Schaufel bis
zum Ausgangsende der Dampfkochkammer erstreckt, um
zusammen mit der Schaufel und dem Höchststand des Bads eine
Dichtung zu bilden, um ein Entweichen des Dampfs aus der
Kochkammer durch den Zuführbehälter hindurch ins Freie zu verhindern.
3. Gerät nach Anspruch 1, weiterhin umfassend eine Barriere und bei
dem die Kochkammer ein Eingangsende in der Nähe des
Zuführbehälters und ein gegenüberliegendes Ausgangsende aufweist,
und bei dem der Zuführbehälter und das Eingangsende der
Kochkammer, wo Rohprodukt gehandhabt wird, von dem Ausgangsende
der Kochkammer, wo gekochtes Produkt gehandhabt wird, durch
eine Barriere getrennt sind, die um die Kochkammer herum
zwischen dem Eingangsende und dem Ausgangsende angeordnet ist,
und weiterhin Mittel zum Kalibrieren der Menge an Rohprodukt
umfaßt, das bei jedem Schaufelhub auf die Förderoberfläche
aufgebracht wird, wobei das Kalibriermittel mit dem Einstellmittel in
Verbindung steht und an der Seite des Ausgangsendes der
Barriere angeordnet ist.
4. Gerät nach Anspruch 1 oder 2, weiterhin umfassend Mittel zum
Kalibrieren der Menge an Rohprodukt, das bei jedem Schaufelhub auf
die Förderoberfläche aufgebracht wird, wobei das Kalibriermittel
sichtbare Anzeigemarkierungen enthält, welche die Einstellung
anzeigen, bei der die Schaufel so nahe wie möglich an die
Förderoberfläche herangebracht wird, wobei die Anzeigemarkierungen so
angeordnet sind, daß sie von einer Bedienungsperson beim
Einstellen des Produktdurchsatzes leicht zu lesen sind.
5. Gerät nach Anspruch 1, bei dem die Anzeigemarkierungen in
Einheiten dargestellt sind, die der Einstellung entsprechen, bei der die
Schaufel so nahe wie möglich an die Förderoberfläche
herangebracht wird.
6. Gerät nach Anspruch 1 oder 2, bei dem das Einstellmittel umfaßt
einen feststehenden Halter und eine Einstellstange, die an einem
Ende des beweglichen Halters für den Antrieb angelenkt ist und an
dem anderen Ende mit dem feststehenden Halter verschraubt ist,
wobei die Einstellstange einen Einstellgriff beinhaltet, um die
Stange zu drehen und den beweglichen Halter mit dem Drehantrieb zu
verschieben, um die Menge an Rohprodukt zu steuern, die bei
jedem Hub auf die Förderoberfläche aufgebracht wird.
7. Gerät nach Anspruch 6 weiterhin umfassend Mittel zum Kalibrieren
des Punkts, bei dem die Schaufel so nahe wie möglich an die
Förderoberfläche herangebracht wird, wobei das Mittel ein Rohrstück
beinhaltet, das in der Nähe des Griffs an der Einstellstange
befestigt ist und sie umgibt, wobei das Rohrstück sich beim Verstellen
der Stange mit der Stange dreht und verschiebt und eine erste
Zählerskala beinhaltet, die um den Umfang des Rohrstücks
angeordnet ist, wobei das Kalibriermittel weiterhin eine Fläche umfaßt,
die auf dem feststehenden Halter befestigt ist und eine zweite
Zählerskala entlang einer Kante der Fläche aufweist, und zwar
parallel zur Einstellstange und mit einem Abstand von der Stange, der
gerade etwas größer als der Radius des Rohrstücks ist, um eine
präzise, mikrometer-ähnliche mechanische Einstellung des
Produktdurchsatzes bereitzustellen.
8. Gerät nach Anspruch 3, 4, 5 oder 7, bei dem das Kalibriermittel in
einem Abstand vom Zuführbehälter separat angeordnet ist.
9. Gerät nach Anspruch 2, bei dem die Zuführbehälter-Abdeckung
schwenkbar angeordnet ist.
10. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das
Armpaar eine feste, nicht einstellbare Länge hat.
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Representative=s name: SCHROETER, M., DIPL.-ING., PAT.-ANW., 58636 ISERLOH |
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