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DE69810487T2 - Verfahren zum formen von hohlen körpern, die mindestens eine schicht aus verstärktem kunststoff aufweisen - Google Patents

Verfahren zum formen von hohlen körpern, die mindestens eine schicht aus verstärktem kunststoff aufweisen

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Publication number
DE69810487T2
DE69810487T2 DE69810487T DE69810487T DE69810487T2 DE 69810487 T2 DE69810487 T2 DE 69810487T2 DE 69810487 T DE69810487 T DE 69810487T DE 69810487 T DE69810487 T DE 69810487T DE 69810487 T2 DE69810487 T2 DE 69810487T2
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DE
Germany
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pressure membrane
pressure
mold
membrane
hollow body
Prior art date
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DE69810487T
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Gunnar Westerlund
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Volvo Car Corp
Original Assignee
Volvo Car Corp
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Publication date
Application filed by Volvo Car Corp filed Critical Volvo Car Corp
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Application granted granted Critical
Publication of DE69810487T2 publication Critical patent/DE69810487T2/de
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29DPRODUCING PARTICULAR ARTICLES FROM PLASTICS OR FROM SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE
    • B29D22/00Producing hollow articles
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C70/00Shaping composites, i.e. plastics material comprising reinforcements, fillers or preformed parts, e.g. inserts
    • B29C70/04Shaping composites, i.e. plastics material comprising reinforcements, fillers or preformed parts, e.g. inserts comprising reinforcements only, e.g. self-reinforcing plastics
    • B29C70/28Shaping operations therefor
    • B29C70/40Shaping or impregnating by compression not applied
    • B29C70/42Shaping or impregnating by compression not applied for producing articles of definite length, i.e. discrete articles
    • B29C70/44Shaping or impregnating by compression not applied for producing articles of definite length, i.e. discrete articles using isostatic pressure, e.g. pressure difference-moulding, vacuum bag-moulding, autoclave-moulding or expanding rubber-moulding
    • B29C70/446Moulding structures having an axis of symmetry or at least one channel, e.g. tubular structures, frames
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29LINDEXING SCHEME ASSOCIATED WITH SUBCLASS B29C, RELATING TO PARTICULAR ARTICLES
    • B29L2031/00Other particular articles
    • B29L2031/30Vehicles, e.g. ships or aircraft, or body parts thereof

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Composite Materials (AREA)
  • Casting Or Compression Moulding Of Plastics Or The Like (AREA)
  • Moulding By Coating Moulds (AREA)
  • Blow-Moulding Or Thermoforming Of Plastics Or The Like (AREA)
  • Reinforced Plastic Materials (AREA)

Description

  • Die vorliegende Erfindung kann im Zusammenhang mit dem Formen von hohlen Kunststoffteilen, die Schichten aus verstärktem Kunststoff aufweisen, verwendet werden. Die fraglichen Kunststoffteile werden im Zusammenhang mit der Erfindung als Hohlkörper bezeichnet.
  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Formen von hohlen Körpern, die mindestens eine Schicht aus verstärktem Kunststoff aufweisen.
  • Die Erfindung kann in vielen verschiedenen Gebieten eingesetzt werden, wo ein Bedarf an Hohlkörpern besteht, welche verstärkten Kunststoff aufweisen, z. B. auf dem Gebiet der Herstellung von Fahrzeugkomponenten, die aus verstärktem Kunststoff bestehen.
  • Zur Zeit gibt es verschiedene Herstellungsverfahren für verstärkte Kunststoffteile. Ein solches vorbekanntes Verfahren ist das sogenannte Drucksackverfahren, das bei der Massenproduktion von hohlen verstärkten Kunststoffteilen eingesetzt wird und darin besteht, dass Verstärkungsmaterial in Form von ausgeschnittenen Gewebestücken, Geflecht, SMC (Up-Formmasse oder -Harzmatte) oder vorgeformten Glasfaserverstärkungen in eine zweiteilige Form eingelegt wird. Ein Drucksack o. dgl. bestehend aus einem weichen, flexiblen Material, wird in die Form in das Verstärkungsmaterial eingelegt, danach wird die Form beschlossen. Matrixmaterial in Form von härterinitiiertem Polyesterharz wird dann in die Form eingespritzt, um das Verstärkungsmaterial zu durchtränken, der Drucksack wird einem Druck von 0,5 bis 1 MPa unterworfen. Auf diese Weise wird das Verstärkungsmaterial, das jetzt mit dem Härtermaterial durchtränkt ist, gegen die Innenseite der Form mit gutem Kontakt gedrückt. Nachdem das Matrixmaterial ausreichend ausgehärtet ist, werden die Formhälften geöffnet und der Hohlkörper aus glasfaserverstärktem Polyesterkunststoff kann entnommen werden. Ein Beispiel eines solchen Verfahren ist in US 36 10 563 beschrieben.
  • Eine modifizierte Variante des Drucksackverfahren wird bei der Herstellung von länglichen Hohlkörpern, wie Masten und Fahnenstangen verwendet. Hier wird das Verstärkungsmaterial zerschnitten und auf einer Folie angeordnet, welche sowohl als äußere Form als auch als Ablöseschicht dient. Eine Blase aus weichem und flexiblem Material wird oben auf das Verstärkungsmaterial gesetzt, wobei die Blase im aufgeblasenen Zustand etwa die Innenabmessungen des fertigen Produktes haben wird. Die Blase wird dann zu dem gleichen Zeitpunkt, an dem das Verstärkungsmaterial um die aufgeblasene Blase gelegt und in dieser Stellung befestigt wird, einem geringen Druck ausgesetzt. Es kann mit Hilfe vom Klemmvorrichtungen o. dgl. festgelegt werden. Polymerisationsinitiiertes Esterharz mit Härtemittel oder ein anderes ähnliches Matrixmaterial wird dann in die Form gegossen, welche zwischen der rundgefalteten Folie auf der Außenseite und der aufgeblasenen Blase auf der Innenseite gebildet ist, wobei das Verstärkungsmaterial mit dem Matrixmaterial durchtränkt ist. Die Form wird in diesem Zustand belassen, bis das Matrixmaterial ausreichend ausgehärtet ist, um eine Freigabe der Form zu ermöglichen.
  • Ein weiteres bekanntes Herstellungsverfahren für Teile aus verstärktem Kunststoff besteht darin, dass ein Kern aus sich ausdehnendem Thermokunststoff verwendet wird. Dieses Verfahren ist hauptsächlich für die Herstellung kleinerer Bestandteile, wie Gitarrenhälse und Kanupaddel geeignet. Bei diesem Verfahren wird Verstärkungsmaterial in eine zweiteilige Form eingelegt, danach wird ein Kern aus sich unter Wärme ausdehnendem Thermokunststoff in das Verstärkungsmaterial gesetzt, die Formhälften werden zusammengepresst und gleichzeitig beheizt, der Thermokunststoff dehnt sich aus und füllt den Hohlraum in der Form zur gleichen Zeit aus, wie der geschmolzene Thermokunststoff das Verstärkungsmaterial durchtränkt. Nach dem Abkühlen erhält man ein Kunststoffteil mit einem Kern aus expandiertem Thermokunststoff, der von dem Matrixmaterial auf der Oberseite der Komponente umschlossen ist.
  • Bei einem weiteren vorbekannten Herstellungsverfahren können Hohlkörper durch Warmformen hergestellt werden, wobei massive Kerne verwendet werden, die entweder entfernt werden können oder als bleibender Bestandteil des fertigen Kunststoffteils bestehen bleiben können. Dieses Verfahren kann auch für die Herstellung von Teilen aus verstärktem Kunststoff verwendet werden, wobei das Verstärkungsmaterial in Form eines fertiggewebten Strumpfes, welcher über den Kern gezogen wird, oder in Form von ausgeschnittenen Verstärkungsmaterialstücken, welche um den Kern drapiert sind, zu dem Kern hinzugefügt wird. Verschiedene Arten von Polyurethanschaumstoff sind das am häufigsten verwendete Material für diese Permanentkerne. Als entfernbare Kerne kommen als mögliche Materialien Wachs, Paraffin, Sand mit Binder und Metalllegierungen mit niedrigem Schmelzpunkt in Betracht.
  • Ein weiteres vorbekanntes Herstellungsverfahren für einfachere Hohlkörper aus verstärktem Kunststoff ist das sogenannte Wickeln. Bei diesem Verfahren können blasgeformte, feste Hohlkörper als Permanentkern verwendet werden und harzimprägniertes Verstärkungsmaterial in Form von sogenannten Rovings wird in einem vorgegebenen Muster um den Kern gewickelt und anschließend ausgehärtet.
  • Bei der Herstellung von Golfschlägerschäften z. B. wird das sogenannte Profilextrudieren oder Strangpressen verwendet. Dieses Verfahren erzeugt starkes, längs ausgerichtetes Material hinsichtlich der Verstärkungsfasern oder Fäden. Um verbesserte Materialeigenschaften zu erhalten, kann dieses Verfahren mit dem oben beschriebenen Wickeln kombiniert werden.
  • Ein weiteres Herstellungsverfahren zur Herstellung hohler Artikel ist in der US 50 80 850 beschrieben, bei dem in einem ersten Verfahrensschritt ein vorgeformter zusammenfaltbarer hohler Kern mit einer über den Umfang veränderlichen Dicke hergestellt wird. In einem zweiten Verfahrensschritt werden fasern um den Kern gewickelt. Um dem Druck beim Wickeln standzuhalten kann der Kern während des Wickelns unter Druck gesetzt werden.
  • Die vorbeschriebenen Herstellungsverfahren zur Herstellung hohler Körper aus verstärktem Kunststoff weisen verschiedene Nachteile auf.
  • Bei den Herstellungsverfahren, die ein aufblasbares Rohr, eine Blase oder eine weiche Membrane als Kern verwenden, kann die Anbringung des Verstärkungsmaterials auf der Außenseite des Kernes als schwierig angesehen werden, da das weiche Rohr oder die Blase keine stabile Unterstützung darstellt, wenn das Verstärkungsmaterial angebracht wird. Außerdem weist eine weiche Membrane dieser Art keine definierte Form im drucklosen Zustand auf, d. h. wenn das Verstärkungsmaterial aufgebracht wird.
  • Verfahren, welche Kerne aus sich ausdehnendem Thermokunststoff verwenden, bringen oft teure Endprodukte hervor und bei Anwendungen, bei denen ein geringes Gewicht wichtig ist, können sie Probleme verursachen, weil das Gewicht des Endprodukts im Vergleich zu Hohlkörpern zu groß ist.
  • Massive Kerne herkömmlicher Art ergeben eine ausgezeichnete Unterstützung für die Aufbringung von Verstärkungsmaterial, aber sie sind relativ teuer. Außerdem wird die Druckkraft, die das Verstärkungsmaterial formen muss, von außen zugeführt, was die Ausgestaltung des Formwerkzeugs und den Herstellungsvorgang verkomplizieren kann.
  • Verfahren, welche massive Kerne verwenden, können auch Probleme hinsichtlich der Tatsache verursachen, dass das Verstärkungsmaterial nicht in zufriedenstellenden Kontakt mit den Innenwänden des Formwerkzeugs gedrückt wird.
  • Somit besteht eine erste Aufgabe der Erfindung darin, ein Verfahren zum Formen von hohlen Körpern, die mindestens eine Schicht aus verstärktem Kunststoff aufweisen, anzugeben, wobei das Verfahren die obengenannten Schwierigkeiten beseitigt, die in der Anbringung von Verstärkungsmaterial an weichen Druckmembranen nach dem Stand der Technik bestehen.
  • Diese Aufgabe wird durch das Verfahren nach dem beigefügten Anspruch 1 gelöst.
  • Vorteilhafte Weiterbildungen des Verfahrens ergeben sich aus den Unteransprüchen.
  • Die Erfindung wird im folgenden in allen Einzelheiten mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben. Es zeigen:
  • Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer Druckmembrane zur Verwendung bei der Ausführung der Erfindung,
  • Fig. 2 eine Abbildung eines Verfahrens nach der Erfindung, welche die wichtigsten Teile und Verfahrensschritte zeigt,
  • Fig. 3 einen Querschnitt eines Hohlkörpers, hergestellt nach der. Erfindung.
  • Bei einer ersten vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung wird eine Druckmembrane gemäß Fig. 1 in Form eines vorgeformten hohlen Kerns, bestehend aus einem steifen, dünnwandigen jedoch gleichwohl dehnbaren Matetrial, verwendet.
  • Eine selbsttragende Druckmembrane 1 dieser Art kann nach einem geeigneten Herstellungsverfahren hergestellt werden, welches Fachleuten für die Herstellung hohler Kunststoffteile bekannt ist, zum Beispiel durch Blasformen oder Pressformen.
  • Die Wände 2, 2' der Druckmembrane 1 können aus einer Anzahl verschiedener Kunststoffmaterialien bestehen, solange das Wandmaterial in einen hohlen, dünnwandigen Kern mit der gewünschten Form geformt werden kann und so lange das verwendete Material in der Lage ist, sowohl eine ausreichende Steifheit als auch Dehnbarkeit/Elastizität für die Anwendung zu gewährleisten und das Wandmaterial die Eigenschaften aufweist, welche für eine Druckbeaufschlagung der Druckmembrane erforderlich sind.
  • Bei der ersten Ausführungsform der Erfindung bestehen die Wände 2, 2' der Druckmembrane 1 aus einem thermoplastischen Polyestermaterial, welches zu der gewünschten und im wesentlichen hohlen Form und in die gewünschten Abmessungen blasgeformt ist.
  • Gemäß der Erfindung weist die Druckmembrane 1 wenigstens eine zweckmäßig ausgebildete Öffnung o. dgl., d. h. einen Druckanschluss 3, zur Verbindung mit einem Druckerzeuger auf.
  • Fig. 2 ist eine Abbildung einer Anordnung und eines Verfahrens nach der Erfindung. Die wichtigsten Schritte nach einer ersten bevorzugten Ausführungsform eines Verfahrens nach der Erfindung werden im folgenden beschrieben, zusammen mit der Beschreibung einer ersten bevorzugten Ausführungsform einer Vorrichtung nach der Erfindung.
  • Nach der ersten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist eine Materialbeschichtung 5, bestehend aus einem gewebten Textilmaterial mit 50 Gewichts-% Glasfasern als Verstärkungsfasern und einem Matrixmaterial in Form von 50 Gewichts-% Polyesterfasern, auf die Außenseite der Druckmembrane 1 aufgebracht 4. Obwohl dies für die beschriebene Ausführungsform zutrifft, kann die Zusammensetzung der Materialbeschichtung auf viele andere Arten variiert werden, wie im folgenden beschrieben wird.
  • Bei der ersten Ausführungsform besteht die Materialbeschichtung 5 mit dem Verstärkungsmaterial und dem Matrixmaterial aus einem aus Textilmaterial bestehenden Netz, das auf die Druckmembrane 1 aufgebracht wird 4. Dies geschieht bei der beschriebenen Ausführungsform dadurch, dass die Materialbeschichtung 5 um die Druckmembrane 1 drapiert und befestigt wird, zum Beispiel mit einem thermoplastischen Band 6.
  • Auf Grund der Tatsache, dass die Druckmembrane 1 bereits im drucklosen Zustand selbsttragend ist, bildet sie eine zuverlässige Unterstützung für die Anbringung 4 der Materialbeschichtung 5.
  • Die mit der Materialbeschichtung überzogene selbsttragende Druckmembrane 7 wird dann in ein zweiteiliges, sich in einer Öffnungsstellung befindliches Formwerkzeug (nicht dargestellt) eingelegt 8, danach wird der Druckanschluss 3', 3" der Druckmembrane mit einem Druckerzeuger 9 verbunden, welcher in der beschriebenen Ausführungsform ein Druckluftkompressor ist.
  • Danach werden die Hälften 11, 11' des Formwerkzeugs 10 um die von der Materialbeschichtung 5 umgebene Druckmembrane 7 geschlossen.
  • Die selbsttragende Druckmembrane wird dann mit Hilfe eines Druckmediums 12 unter Druck gesetzt, welches in der beschriebenen Ausführungsform Druckluft von dem Kompressor 9 ist. Als Folge davon wird das elastische Wandmaterial der selbsttragenden Druckmembrane 1 ausgedehnt und presst dadurch die äußere Materialbeschichtung 5 gegen die Innenwände des geschlossenen Formwerkzeugs 10. Die Wände des Formwerkzeugs 10 sind in diesem Fall auf eine Temperatur aufgeheizt, welche die Erweichungstemperatur der thermoplastischen Matrixfasern übersteigt, in der beschriebenen Ausführungsform ungefähr 220ºC. Als Folge davon erweicht das thermoplastische Matrixmaterial oder schmilzt teilweise und eine Verschmelzung und Formung der Materialbeschichtung wird erreicht. Der Druck in der Druckmembrane 1 beträgt in der beschriebenen Ausführungsform ungefähr 5 bar, aber er kann auf der Basis der gewünschten Anwendung und auf der Basis der Ergebnisse von Warmformversuchen angepasst werden.
  • Nach dem Formvorgang wird das Formwerkzeug 10 auf etwa Zimmertemperatur abgekühlt, der Innendruck in der Druckmembrane wird abgelassen und der Anschluss 3" zum Druckerzeuger 9 wird getrennt. Nachdem das zweiteilige Formwerkzeug 10 geöffnet worden ist, kann der Hohlkörper aus verstärktem Kunststoff entnommen werden 13.
  • Nach einem alternativen Verfahren wird die Materialbeschichtung bereits aufgeheizt, bevor die Materialbeschichtung und die Druckmembrane in das Formwerkzeug eingesetzt werden, anstatt dass ein Heizen in dem Formwerkzeug stattfindet.
  • Nach einer ersten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung hat der fertige Hohlkörper 14 einen bestimmten Aufbau, bei dem die selbsttragende Druckmembrane einen integralen Teil bildet.
  • Fig. 3 zeigt einen Querschnitt eines Hohlkörpers 14, der mit dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt wurde.
  • Bei der ersten bevorzugten Ausführungsform bestehen die Wände des Hohlkörpers 14, vom Inneren des Innenhohlraums 15 aus gezählt, aus einer ersten Schicht 16 aus thermoplastischem Material, entstanden aus der vorgeformten, selbsttragenden Druckmembrane. Auf der Außenseite der ersten Schicht folgt eine zweite Schicht 17, entstanden aus der Textilmaterialbeschichtung, wobei diese zweite Schicht 17 Verstärkungsmaterial in Form von Glasfasern und Matrixmaterial in Form von Polyesterfasern enthält. Während des Formens sind die thermoplastischen Polyesterfasern wenigstens teilweise geschmolzen und fungieren im fertigen Hohlkörper im wesentlichen als Binder für die Verstärkungsfasern. Die thermoplastischen Matrixfasern in der zweiten Schicht 17 geben der ersten Schicht 16 durch thermische Bindung zusätzlich einen bestimmten Grad an Haftfähigkeit an der ersten Schicht 16.
  • Durch die Verwendung der vorgeformten, selbsttragenden Druckmembrane beim Verfahren nach der Erfindung ist es möglich, einen Hohlkörper aus verstärktem Kunststoff mit einer größeren Dicke in einem gewünschten Wandbereich des Hohlkörpers 14 herzustellen. Ein solcher Bereich 18 ist in Fig. 3 gezeigt. Diesen Bereich 18 hat man dadurch erhalten, dass die selbsttragende Druckmembrane während ihrer Vorformung mit einer inneren Krümmung 19 an einer Stelle versehen wurde, wo an dem fertigen Hohlkörper 14 eine größere Materialdicke gewünscht wird. Durch die Anwendung eines geeigneten Druckes in der Druckmembrane während des Formens des Hohlkörpers 14 wird die innere Krümmung 19 in der Druckmembrane während des Formvorganges an der Stelle bleiben und als Folge davon wird sich mehr Verstärkungsmaterial und Matrixmaterial an dieser Stelle sammeln. Dies erzeugt eine größere örtliche Materialdicke in diesem Wandbereich des fertigen Hohlkörpers 14.
  • In Fällen, in denen eine örtlich größere Materialdicke gewünscht wird, besteht ein alternatives Verfahren zum Beispiel darin, doppelte Schichten von Materialverstärkungen im Bereich 18 vor dem Formen anzuordnen.
  • Nach einer zweiten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, die unter Hinweis auf Fig. 2 beschrieben ist, wird in einem ersten Schritt eine Materialbeschichtung 5 auf die Außenseite einer selbsttragenden Druckmembrane 1 aufgebracht, ähnlich wie bei der ersten Ausführungsform.
  • Bei der zweiten Ausführungsform besteht die Materialbeschichtung 5 ausschließlich aus Verstärkungsmaterial, in diesem Fall aus Glasfasern in Form eines Gewebes, welches in geeigneter Weise um die selbsttragende Druckmembrane 1 drapiert und an ihr befestigt wird. Auch bei dieser zweiten Ausführungsform erfolgt dies mittels der Materialverstärkung 5, die um die Druckmembrane 1 drapiert und durch geeignete Mittel 6, z. B. eine Klebeband, befestigt wird.
  • Die selbsttragende Membrane 1 wird dann mit der umgebenden Materialverstärkung 5 in ein sich in Öffnungsstellung befindliches zweiteiliges Formwerkzeug (nicht gezeigt) eingesetzt. Danach wird die Druckmembrane an einen Druckerzeuger 9 angeschlossen, in der beschriebenen Ausführungsform ein Druckluftkompressor.
  • Danach werden die Hälften 11, 11' des Formwerkzeugs 10 um die von der Materialbeschichtung 5 umgebene selbsttragende Druckmembrane 7 geschlossen und ein wärmeaushärtbarer Kunststoff, hier ein Polyesterharz, wird über ein Einspritzelement 20, welches für diesen Fall vorgesehen ist (gestrichelt dargestellt), in das Formwerkzeug 10 eingespritzt, um die aus Verstärkungsmaterial bestehende Materialverstärkung 5 zu durchtränken. Bei der beschriebenen Ausführungsform wird das Aushärten des wärmeaushärtbaren Kunststoffs schon eingeleitet, wenn er in das Formwerkzeug 10 gespritzt wird.
  • Die selbsttragende Druckmembrane wird dann in der gleichen Weise wie bei der ersten Ausführungsform mit Hilfe von Druckluft aus einem Kompressor 9 unter Druck gesetzt. Als Folge davon werden die Wände der Druckmembrane ausgedehnt und dadurch wird die äußere Materialbeschichtung 5 gegen die Innenwände des Formwerkzeugs 10 zum Formen gepresst. Falls erforderlich kann durch ein Beheizen der Innenwände des Formwerkzeugs 10 die Verschmelzung und Formung beschleunig werden.
  • Nachdem der wärmeaushärtbare Kunststoff, hier Polyester, ausreichend ausgehärtet ist, wird der Druck in der Druckmembrane abgelassen und der Anschluss 3' zum Druckerzeuger 9 gelöst. Nach dem Öffnen des Formwerkzeugs 10 kann der Hohlkörper 14 aus dem Formwerkzeug entnommen werden.
  • Auch bei dieser zweiten Ausführungsform hat der fertige Hohlkörper nach der Erfindung einen bestimmten Aufbau, bei dem die selbsttragende Druckmembrane einen integralen Teil bildet.
  • Wie schon erwähnt zeigt Fig. 3 einen Querschnitt durch einen nach der Erfindung hergestellten Hohlkörper 14. Bei der zweiten bevorzugten Ausführungsform besteht der Hohlkörper 14 von innen nach außen aus einer ersten Schicht 16 aus thermoplastischem Material, entstanden aus der vorgeformten, selbsttragenden Druckmembrane. Auf deren Außenseite folgt eine zweite Schicht 17, entstanden aus der Textilmaterialbeschichtung, wobei diese zweite Schicht 17 bei der beschriebenen Ausführungsform Verstärkungsmaterial in Form von Glasfasern und ausgehärtetem Polyesterharz als Matrixmaterial enthält, welches im wesentlichen als Binder für die Verstärkungsfasern dient und zumindest einen bestimmten Grad an Haftfähigkeit an der ersten Schicht 16 erzeugt.
  • Auf die gleiche Weise wie bei der ersten Ausführungsform kann der nach der zweiten Ausführungsform hergestellte Hohlkörper 14 mit einem Wandbereich 18 mit größerer örtlicher Materialdicke versehen sein.
  • Die Erfindung wurde oben mit Hinweis auf die beigefügten Figuren und auf der Basis bevorzugter Ausführungsformen beschrieben. Es ist jedoch klar, dass die Erfindung in keiner Weise auf diese Beispiele beschränkt ist und stattdessen ihr Umfang durch die beigefügten Patentansprüche bestimmt ist.
  • Somit ist es unter bestimmten Umständen, zum Beispiel, wenn ein möglichst niedriges Gewicht gefordert wird und es die Form des Hohlkörpers zulässt, möglich, die Druckmembrane aus dem fertigen Hohlkörper zu entfernen.
  • Da der bei der Erfindung benutzten Druckmembrane eine Form gegeben werden kann, welche den Innenabmessungen eines im Formwerkzeug herzustellenden Hohlkörper bestens angepasst ist, wird eine Zahl von Vorteilen erzielt. Einer der Vorteile besteht darin, dass eine verbesserte Überwachung und ebenso Steuerung und Regelung der Dicke einer aufgebrachten Materialverstärkung durch eine Anpassung der Form und der Abmessungen der Druckmembrane bezüglich der Form und der Abmessungen des Innenhohlraums in dem Formwerkzeug bezüglich der Dicke der Materialverstärkung und bezüglich der gewünschten Materialdicke des fertigen Hohlkörpers möglich ist.
  • Wenn die Druckmembrane ein Innenteil des fertigen Hohlkörpers bilden söll und nicht entfernt zu werden braucht, bestehen keine großen Beschränkungen hinsichtlich der Form der vorgeformten Druckmembrane. Die Form der Druckmembrane kann in diesem Fall auf der Form des herzustellenden Hohlkörpers basieren und auch an die Innenabmessungen des Formwerkzeugs angepasst werden, so dass die Außenabmessungen der Druckmembrane nur geringfügig kleiner sind als die Innenabmessungen des Innenhohlraums des Formwerkzeugs, abhängend von der gewünschten Materialdicke und dem gewünschten örtlichen Formdruck.
  • Die bei der Erfindung verwendete Druckmembrane unterscheidet sich von bisher gebräuchlichen Membranen in einer Vielzahl von Punkten, welche schon erklärt worden sind.
  • Ein solcher wesentlicher Unterschied im Vergleich zum Stand der Technik besteht darin, dass die Druckmembrane schon im drucklosen Zustand eine Form aufweist, die im Grunde mit dem zu bildenden Hohlkörper übereinstimmt. Dies kann auch dadurch ausgedrückt werden, dass man sagt, dass die imaginären Mittelachsen von Schwerpunkten der Druckmembrane im drucklosen Zustand im wesentlichen mit den zugehörigen imaginären Mittelachsen von Schwerpunkten des Innenhohlraums des verwendeten Formwerkzeugs zusammenfallen, wenn das Formwerkzeug geschlossen ist.
  • In den Fig. 1 und 2 sind diese imaginären Längsmittelachsen von Schwerpunkten der Druckmembrane mit den Positionsziffern a, b und c bezeichnet.
  • Ein typisches Merkmal der beim Ausführen der Erfindung verwendeten Druckmembrane besteht darin, dass bei der Herstellung der verstärkten Kunststoffbestandteile mit einer komplizierten Form die imaginären Längsmittelachsen von Schwerpunkten in verschiedenen Bereichen der Druckmembrane sowohl im drucklosen Zustand der Druckmembrane als auch im druckbeaufschlagten Zustand im wesentlichen miteinander zusammenfallen und dass die imaginären Fortsetzungen der imaginären Längsmittelachsen von Schwerpunkten sowohl im drucklosen Zustand der Druckmembrane als auch im druckbeaufschlagten Zustand parallel zueinander verlaufen oder sich kreuzen.
  • Polyester ist das am meisten bevorzugte Kunststoffmaterial zur Verwendung als Wandmaterial für die Druckmembrane, obwohl es auch Vorstellbar ist, andere geeignete Polymere wie Polypropylen, Polyamid oder Weichpolystyren zu verwenden.
  • Warmblasen gemäß dem Stand der Technik wird vorteilhafterweise zum Formen der selbsttragenden Druckmembrane zur Verwendung bei der vorliegenden Erfindung verwendet, obwohl auch andere bekannte Formverfahren, wie Thermoformen, verwendet werden können.
  • In Fällen, bei denen aus irgendeinem Grund eine zusätzliche Stabilisierung der Druckmembrane gewünscht wird, kann der Hohlraum innerhalb der Druckmembrane mit Sand oder anderem pulverigen Material ausgefüllt werden, das nach Abschluss des Formvorgangs entfernt werden kann.
  • Das Material für die Wände der Druckmembrane muss so gewählt werden, dass die Wände für das bei der Ausführung der Erfindung verwendete Druckmedium im wesentlichen undurchlässig sind. Mögliche Druckmittel sind verschiedene wässrige oder Kohlenwasserstoff enthaltende Flüssigkeiten, Luft, Stickstoff oder Wasserdampf, obwohl auch andere Druckmedien vorstellbar sind. So können sowohl Druckluft als auch Hydraulik zum Erzeugen des Drucks verwendet werden. Der Druck kann in Übereinstimmung mit der Anwendung und den verwendeten Materialien ausgewählt werden.
  • Die Dicke der Wände der Druckmembrane und die Auswahl des Materials ist sehr flexibel, aber muss einerseits so angepasst werden, dass die Druckmembrane eine stabile Unterstützung für die Anbringung eine Materialverstärkung darauf bildet, aber andererseits auch so, dass die Wände gleichzeitig elastisch genug sind, um eine äußere Materialverstärkung in guten Kontakt mit dem umgebenden Formwerkzeug zu pressen. Zusätzlich muss das Wandmaterial, wie bereist erwähnt, für das verwendete Druckmedium im wesentlichen undurchlässig sein. Wenn die Druckmembrane aus einem fertigen Hohlkörper entfernt werden muss, sind die Wände der Druckmembrane zweckmäßigerweise mit einer Ablöseschicht o. dgl. Überzogen.
  • Das in der Materialverstärkung verwendete Verstärkungsmaterial braucht nicht in Form eines gewebten Stoffes vorzuliegen, sondern kann stattdessen in vielen anderen Formen vorlegen, zum Beispiel in Form von Fasersträngen, in Form eines nichtgewebten Materials oder in Form von individuellen Verstärkungsfasern. Verschiedene Arten von Verstärkungen, die vorgeformt sind, z. B. durch Blasen oder Spritzen von Verstärkungsfasern auf vorgeformte Schirme, können ebenfalls verwendet werden.
  • Das Verstärkungsmaterial muss nicht zwingend aus Glasfasern bestehen, sondern kann stattdessen aus irgendeiner geeigneten Faser bestehen, die eine ausreichend hohe Haftfähigkeit mit dem verwendeten Matrixmaterial aufweist und welche in der Lage ist, die gewünschten Eigenschaften des fertigen Hohlkörpers zu gewährleisten. Kohlenstofffasern sind ein Beispiel einer der möglichen Verstärkungsfasern.
  • Die Verstärkungsfasern können entweder Stücke mit einer definierten Länge sein oder ununterbrochene Fäden aufweisen. Der Durchmesser der Fasern oder Fäden kann innerhalb eines großen Bereichs von Mikrofasern mit einem Faserdurchmesser von weniger als 1 u bis zu äußerst groben Fasern, die Durchmesser von mehreren 100 u haben, variieren. Die Faserabmessungen können somit in Abhängigkeit der Anwendung in einem sehr großen Bereich variieren.
  • Zusätzlich zu verschiedenen synthetischen Verstärkungsfasern oder Mineralfasern, wie Glasfasern oder Kohlenstoffasern, ist es auch möglich, Naturfasern, wie Flachs oder Chinagras, zu verwenden. Mischungen verschiedener Verstärkungsfasern können auch als Materialverstärkung verwendet werden. Der Gehalt von Verstärkungsmaterial in der Materialverstärkung liegt vorteilhafterweise zwischen 25 und 60 Gewichts-%.
  • Um die Haftfähigkeit an dem verwendeten Matrixmaterial zu erhöhen, können die Verstärkungsfasern oder das Verstärkungsmaterial verschiedenen chemischen oder physikalischen Behandlungsverfahren unterzogen werden. Beispiele solcher Verfahren sind Oxydation mit chemischen Sauerstoffträgern, Koronabehandlung oder Plasmabehandlung.
  • Die Anbringung einer Materialverstärkung oder eines Verstärkungsmaterials muss nicht durch manuelles Drapieren und Befestigen eines gewebten Stoffes oder einer nicht gewebten Lage um die vorgeformte und selbsttragende Druckmembrane erfolgen, sondern kann stattdessen durch das Herumwickeln eines Faserstrangs von Verstärkungsmaterial oder eines gewebten Stoffes aus Verstärkungsmaterial um die Druckmembrane erfolgen, indem das Verstärkungsmaterial um die Druckmembrane geflochten wird oder indem einzelne Verstärkungsfasern auf die Druckmembrane geblasen oder gespritzt werden und diese darauf mit einem geeigneten Binder befestigt werden.
  • Die Materialbeschichtung erfolgt vorteilhafterweise so, dass zum Beispiel die Faserausrichtung und die Materialdicke des Verstärkungsmaterials derart gesteuert wird, dass die Tragfähigkeit des Verstärkungsmaterials optimal in dem fertigen Hohlkörper genutzt werden kann.
  • Die Anbringung einer Materialverstärkung auf einer Druckmembrane, die bei der Anordnung nach der Erfindung verwendet wird, kann vorteilhafterweise automatisiert werden, zum Beispiel derart, dass ein gewebter, gestrickter oder geflochtener ununterbrochener Strumpf maschinell über die Druckmembrane gezogen und auf eine geeignete Länge abgeschnitten wird oder dass Verstärkungsfasern mit einem geeigneten Binder auf die vorgeformte, selbsttragende Druckmembrane gespritzt werden. Wenn Verstärkungsfasern mit einem Binder aufgespritzt werden, besteht der Binder vorteilhafterweise ebenfalls aus Matrixmaterial, zum Beispiel einem härterinitiierten Polyesterharz.
  • Das Matrixmaterial in der Materialverstärkung kann im Fall von thermoplastischem Matrixmaterial aus einer Vielzahl von thermoplastischen Polymeren ausgewählt werden, solange ihr Erweichungspunkt auf einem geeigneten Niveau liegt.
  • Geeignetes Niveau bedeutet, dass der Erweichungspunkt (Schmelzpunkt) auf einem ausreichend hohen Niveau liegen sollte, um die Hitzewiderstandsanforderungen, die an den fertigen Hohlkörper gestellt werden, zu befriedigen und gleichzeitig auf einem ausreichend niedrigen Niveau, um ein realistisches Erweichen/Schmelzen in einem wirkungsvollen Verfahren sicherzustellen.
  • Beispiele von Polymeren, die diese Anforderungen erfüllen können und die einen vernünftigen Preis haben, sind thermoplastische Polyester und Polypropylene, aber es gibt auch viele andere mögliche Polymere, die zur Verwendung als Matrixmaterial beim Ausführen der Erfindung geeignet sind.
  • Bei Ausführungsformen der Erfindung, welche die Einspritzung von härtbarem oder polymerisierbarem Harz u. dgl. verwenden, gibt es eine große Anzahl von chemischen Verbindungen, die als Matrixmaterial verwendet werden können. Beispiele solcher wärmeaushärtbarer Kunststoffe sind Polyester und Vinylester. Bei Anwendungen der Erfindung, bei denen wärmeaushärtbare Kunststoffe verwendet werden, ist es möglich, neben Zusätzen von Polymerisationsinitiatoren, Beschleunigern und Härtemitteln andere Zusätze zu verwenden, zum Beispiel Pigmente oder UV- Stabilisatoren. Solche Zusätze werden vorzugsweise zugegeben, bevor das aushärtbare Matrixmaterial zu dem Verstärkungsmaterial zugegeben wird, obwohl die Zugabe auch im Formwerkzeug stattfinden kann.

Claims (9)

1. Verfahren zum Formen von hohlen Körpern, die wenigstens eine Schicht aus verstärktem Kunststoff aufweisen, bei dem eine zweiteilige Form (10) mit Formhälften (11, 11'), eine Materialbeschichtung (2) mit Verstärkungsmaterial, eine Druckmembran (1) und eine Druckeinrichtung (9) verwendet wird, wobei die Druckmembran (1) im nichtdruckbeaufschlagten Zustand vorgeformt und selbsttragend ist und aus einem steifen, dünnen, jedoch gleichwohl dehnbaren Wandmaterial besteht, das einen internen Hohlraum bildet, wobei die Materialbeschichtung (5) auf die Druckmembran (1) aufgebracht (4) wird, wonach die internen Wände des Formwerkzeugs (10) in eine Formstellung gebracht (8) werden, in der sie die Druckmembran (7) mit der darauf aufgebrachten Materialbeschichtung (5) umgeben, wobei ein Innendruck im Inneren der Druckmembran mit Hilfe der Druckeinrichtung (9) erzeugt wird, und wobei die Druckmembran nach außen durch den Innendruck gedehnt wird und dadurch die aufgebrachte Materialbeschichtung (5) in guten Kontakt gegen die Innenflächen des Formwerkzeugs (10) drückt.
2. . Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Materialbeschichtung (5) sowohl Verstärkungsmaterial als auch ein thermoplastisches Matrixmaterial aufweist, und dass die Innenflächen des Formwerkzeugs (10) auf eine die Erweichungstemperatur des Matrixmaterials übersteigende Temperatur zur selben Zeit erhitzt werden, wenn sich die Druckmembran unter Innendruck befindet.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Materialbeschichtung (5) vor dem Einführen in das Formwerkzeug (10) auf eine Temperatur erhitzt wird, die die Erweichungstemperatur des Matrixmaterials übersteigt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Beschichtungsmaterial (5) ein Verstärkungsmaterial aufweist und dass ein härtbares Matrixmaterial zu dem Verstärkungsmaterial hinzugefügt wird, nachdem das Verstärkungsmaterial auf die Druckmembran aufgebracht worden ist.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Materialbeschichtung (5) ein gewebtes, geflochtenes oder gestricktes Textilmaterial, vorzugsweise mit kontinuierlichen Fasern, aufweist.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass in einem drucklosem Zustand imaginäre Längsachsen von Schwerpunkten (a, b, c) in verschiedenen Bereichen der Druckmembrane (1) im wesentlichen mit entsprechenden imaginären Achsen von Schwerpunkten in einem fertigen hohlen Körper (14) zusammenfallen.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckmembrane (1) mit einem pulverförmigen oder granularen Material vor dem Aufbringen der Materialbeschichtung gefüllt wird, und dass das pulverförmige oder granulare Material von einem fertiggestellten hohlen Körper (14) entfernt wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckmembran als integraler Bestandteil des fertigen Hohlkörpers (14) belassen wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckmembran von dem fertiggestellten hohlen Körper (14) entfernt wird.
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