DE69807984T2 - Abgedichteter Schaukasten - Google Patents
Abgedichteter SchaukastenInfo
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Description
- Die Erfindung betrifft einen abgedichteten Schaukasten, d. h. einen Schaukasten, dessen Innenraum vollständig von der Außenwelt getrennt ist.
- Schaukästen der genannten Art werden von Museen, vorübergehenden Ausstellungen und gelegentlich von privaten Sammlern nachgefragt, insbesondere um zerbrechliche Objekte auszustellen, die in einer kontrollierten Atmosphäre aufbewahrt werden müssen. Die Kontrolle kann dabei in einem einfachen Fall ein Fernhalten von Staub und Luftzug sicherstellen oder aber auch komplizierter sein und eine Kontrolle von Temperatur, Feuchtigkeit, etc. einschließen.
- Solche Schaukästen umfassen üblicherweise einen Hauptrahmen, der in den meisten Fällen aus Metallprofilstäben aufgebaut ist, in dem Paneele montiert sind, die den abgedichteten Innenraum des Schaukastens definieren. Im allgemeinen sind alle Paneele fest montiert, außer einer, die so angeordnet ist, dass sie geöffnet werden kann; wenn Wert auf einen geschützten Innenraum gelegt wird, ist selten mehr als eine Paneele so ausgeführt, dass sie geöffnet werden kann.
- Der dicht abschließende Sitz der festen Paneele wird oft durch das Abdichten der Paneele am Hauptrahmen erreicht, wobei der Hauptrahmen so konstruiert ist, dass eine abgedichtete Eckverbindung zwischen benachbarten Paneelen sichergestellt ist. Das bedeutet, dass benachbarte Paneele entweder auf einer einzigen durchgehenden Profilstablänge, die keine Löcher oder Öffnungen aufweist, durch die der Schaukasteninnenraum mit der Außenwelt in Verbindung treten könnte, oder auf mehreren Profilstäben getragen werden, die unter Abdichtung miteinander verbunden sind.
- Ein dichtes Schließen wird für eine zu öffnende Paneele oder Türpaneele im allgemeinen dadurch erreicht, dass eine Elastomerdichtung zwischen dem Hauptrahmen des Schaukastens und der Einfassung der Türpaneele eingesetzt wird; Klemmmittel sind ebenfalls vorgesehen, um die Einfassung gegen den Hauptrahmen zu drücken und so die Dichtung zusammenzudrücken, um den gewünschten festen Sitz zu gewährleisten. Wo ein sehr dicht abschließender Sitz wichtig ist, werden Verbindungselemente mit Gewinde (Schrauben, Muttern, Bolzen oder dergleichen) als Klemmmittel zwischen der Einfassung und dem Hauptrahmen verwendet.
- Solche Mittel sind einfach und kostengünstig herzustellen und ihre Klemmwirkung ist darüber hinaus zweifellos sehr groß. Sie sind jedoch bei den Benutzern (nämlich dem Museumspersonal oder den privaten Sammlern) nicht immer beliebt, da für sie Werkzeuge verwendet werden müssen, mit denen jene Benutzer mitunter nicht umgehen können. Dies gilt insbesondere für große Schaukästen, bei denen mehrere einzelne Klemmpunkte ausgerichtet werden müssen, um ein adäquates Zusammenpressen der Dichtung entlang der gesamten Länge zu erreichen.
- Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Klemmanordnung bereitzustellen, die einfach zu bedienen ist und einen dichten Verschluß sicherstellen kann, d. h. eine angemessene Druckkraft auf die Dichtung ausüben kann.
- Dementsprechend wird erfindungsgemäß ein abgedichteter Schaukasten vorgeschlagen, umfassend einen Hauptrahmen, eine Mehrzahl von Paneelen, die so am Hauptrahmen befestigt sind, dass sie einen Innenraum dicht einschließen, wobei zumindest eines der Paneele ein zu öffnendes Paneel ist, das gegenüber dem Hauptrahmen beweglich ist, eine Einfassung des aufmachbaren Paneels, eine Dichtung, die zwischen der Einfassung und dem Hauptrahmen vorgesehen ist, sowie Dichtungspreßmittel, die so angeordnet sind, dass sie zwischen der Einfassung des aufmachbaren Paneels und dem Hauptrahmen wirken, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtungspreßmittel folgendes umfassen:
- eine Verschlußstange, die Segmente mit weitem Querschnitt und Segmente mit engem Querschnitt aufweist und zur axialen Beweglichkeit am Hauptrahmen in Längsrichtung entlang einer Seite des Hauptrahmens zwischen einer Öffnungsposition und einer Schließstellung geführt wird;
- zumindest ein Verbindungselement, wobei jedes eine Verschlußstangen- Aufnahmehülse aufweist, deren Querschnitt die Segmente mit weitem Querschnitt aufnehmen kann, wobei die Verschlußstangen-Aufnahmehülsen mit einem seitlichen Spalt ausgebildet sind, um die Verschlußstange aufzunehmen, wobei die Größe des Spaltes so dimensioniert ist, dass die Segmente mit engem Querschnitt, jedoch nicht die Segmente mit weitem Querschnitt hindurchgelassen werden, wobei die Verbindungselemente so an der Einfassung befestigt sind, dass sie mit der Stange zusammenwirken, wenn das Paneel nahe vor den Hauptrahmen gebracht wird, wobei sie insbesondere mit den Segmenten mit weitem Querschnitt zusammenwirken, wenn sich die Stange in der Schließstellung befindet und mit den Segmenten mit engem Querschnitt, wenn die Stange in der Öffnungsposition ist.
- Bei einem Schaukasten dieser Art wird die Klemmwirkung durch das Zusammenwirken der Verschlußstange mit ihren jeweiligen Aufnahmehülsen erreicht, die in den an der aufmachbaren Paneele befestigten Verbindungselementen ausgebildet sind. Die auf die Dichtung einwirkende Preßkraft kann nach Wunsch eingestellt werden, indem die relativen Abmessungen der weiten und engen Querschnitte gewählt werden. Zum Öffnen und Schließen wird die Stange einfach längs verschoben, um die gesamte Seite der aufmachbaren Paneele, ungeachtet der Anzahl der vorhandenen Klemmpunkte (Klemmelemente), gleichzeitig festzuklemmen.
- Die Querschnittsform der Stange kann variiert werden. Zur leichten Herstellbarkeit und zum einfachen Zusammenbauen weist die Verschlußstange vorzugsweise koaxiale kreisförmige Querschnitte auf, wobei ein kleiner Durchmesser bei den Segmenten mit engem Querschnitt und ein großer Durchmesser bei den Segmenten mit weitem Querschnitt vorliegt.
- Vorzugsweise ist die Verschlußstange mit konischen Abschnitten zwischen den Segmenten mit engem und mit weitem Querschnitt ausgebildet. Diese konischen Abschnitte ermöglichen eine leichtgängigere Schiebebewegung der Stange in die Verschlußposition und sind vorzugsweise kegelstumpfförmig.
- An den Stellen, wo die Stange kreisförmige Querschnitte hat, weist die Hülse in den Verbindungselementen vorzugsweise einen im wesentlichen kreisförmigen Querschnitt auf, der geringfügig größer ist, als der große Durchmesser der Stange. Der Ausdruck "im wesentlichen kreisförmig" wird hier verwendet, um anzudeuten, dass der Querschnitt kreisförmig ist, abgesehen von einem fehlenden Stück im Spalt. Der Ausdruck "geringfügig größer" wird verwendet, um anzudeuten, dass der Unterschied minimal ist und als Spiel zwischen der Hülse und der Stange erforderlich ist, damit diese gegeneinander verschiebbar sind. Dadurch wird ein wirksamer Sitz der Stange in den Befestigungselementen gewährleistet.
- Die Verschlußstange kann am Hauptrahmen auf mehrere unterschiedliche Arten befestigt und geführt sein. Vorzugsweise umfaßt der Hauptrahmen für die Stange eine Führungsschiene, die aus U-Profilstücken gebildet wird, die einen Durchmesser aufweisen, der geringfügig größer ist als der große Durchmesser der Stange. Auch hier bezieht sich der Ausdruck "geringfügig größer" darauf, dass der Unterschied ein erforderliches Minimum für das Spiel zwischen den U-Profilstücken und der Stange ist, damit diese gegeneinander verschoben werden können.
- Die Verbindungselemente haben eine kürzere axiale Länge als die Stangensegmente mit engem Querschnitt, damit sie zusammenwirken können. Vorzugsweise ist jeweils ein Stangensegment mit engem Querschnitt pro Verbindungselement vorgesehen, wobei die axiale Länge des Segments mit engem Querschnitt geringfügig die axiale Länge des Verbindungselements übersteigt. Das Wort "geringfügig" wird wiederum verwendet, um anzudeuten, dass der Unterschied so klein wie möglich sein sollte. Auf diese Weise kann die axiale Ausdehnung der Klemmpunkte oder -bereiche maximiert werden.
- Eine Vielzahl von Mitteln kann vorgesehen sein, um die Stange in Axialrichtung zu verschieben. In einer besonders einfachen Ausführungsform können solche Mittel folgendes umfassen:
- ein separates äußeres Schiebeelement, das mit einem Handgriff und einer Angel ausgebildet ist, die einstückig miteinander ausgeführt sind;
- eine Angelpfanne, die seitlich in der Stange ausgebildet ist, um die Angel darin lösbar aufzunehmen;
- eine Pfannenzugangsöffnung, die im Hauptrahmen und/oder in der Einfassung der aufmachbaren Paneele vorgesehen ist.
- Die Verschlußstange kann auch nützliche Hilfsfunktionen ausüben. Beispielsweise kann der Hauptrahmen eine Mehrzahl von aneinandergefügten Profilstäben umfassen und die U-Profilstücke, die die Führungsschiene für die Stange am Hauptrahmen bilden, können an unterschiedlichen Profilstäben befestigt sein, so dass die Verschlußstange dazu beiträgt, die verschiedenen Stäbe zusammenzuhalten.
- Weitere Merkmale und Vorteile eines erfindungsgemäßen Schaukastens werden durch die folgende Beschreibung der bevorzugten Ausführung deutlich, die unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen erfolgt.
- Fig. 1 ist eine Vorderansicht eines erfindungsgemäßen Schaukastens;
- Fig. 2 ist eine Schnittansicht einer aufmachbaren Paneele und von Teilen zweier fester, sich an diese anschließende Paneele im Schaukasten nach Fig. 1, wobei die aufmachbare Paneele in ihrer geöffneten Position dargestellt ist;
- Fig. 3 ist eine vergrößerte Schnittansicht eines Profilstabs, der für die Verbindungselemente und die Führungsschiene der Verschlußstange des in Fig. 1 dargestellten Schaukastens verwendet wird;
- Fig. 4 ist eine Schnittansicht von Teilen zweier benachbarter Paneele des Schaukastens nach Fig. 1, die auch die Betätigungsmittel für die Verschlußstange darstellen;
- Fig. 5 ist eine Seitenansicht der Verschlußstange und ihrer Betätigungsmittel;
- Fig. 6 und 7 sind perspektivische Teilansichten einer beweglichen Paneele des Schaukastens nach Anspruch 1 im offenen und im geschlossenen Zustand, die die Funktion der Verschlußstange illustrieren;
- Fig. 8 ist eine Schnittansicht von Teilen zweier benachbarter Paneele im Schaukasten nach Fig. 1;
- Fig. 9 ist eine vergrößerte Schnittansicht eines Profilstabs, der in der Detailansicht der Fig. 8 gezeigt ist.
- In Fig. 1 ist ein im allgemeinen mit 1 bezifferter Schaukasten dargestellt, der in dem gezeigten Beispiel quaderförmig ist und ein Untergestell umfaßt, auf dem ein Hauptrahmen 3 aufgestellt ist, in dem sechs Paneele 4 luftdicht montiert sind. Auf diese Weise wird ein Innenraum I definiert, der durch Abdichtung vom Außenraum E getrennt ist.
- Der Hauptrahmen 3 wird aus einer Mehrzahl von Strangpreßprofilstäben gebildet, die miteinander verbunden sind.
- Die Paneele 4 können fest montiert oder aufmachbar sein; um Zugang zum Innenraum I zu haben, muß natürlich zumindest eine der Paneele 4 zu öffnen sein, wie bei 4a angedeutet ist. Die zu öffnende Paneele 4a umfaßt eine Glasscheibe 5, die in einer Einfassung 6 montiert ist, die aus stranggepressten Profilstäben besteht. Die festen Paneele können mit oder ohne Einfassung vorgesehen sein, wie später erläutert wird (Fig. 8).
- In Fig. 2 ist eine zu öffnende Paneele 4a dargestellt, die eine Glasscheibe 5 umfaßt, die in einer Einfassung 6 montiert ist, wobei die letztere aus Längen von Profilstäben 7 besteht. Der Profilstab 7 ist im Grunde ein Winkelprofil und so gegenüber der Glasscheibe 5 angeordnet, dass er sie an der Innenseite an ihrem Umfang umklammert.
- Der Querschnitt des Stabes 7 umfaßt eine Nut 8, eine Nut 9, eine Nut 10 sowie eine Vertiefung 11.
- Die Nut 8 ist der Scheibe 5 zugewandt und soll (nicht-dargestellte) Eckstücke aufnehmen, um zwei Profilstäbe 7 an den Ecken der Einfassung 6 im 90º-Winkel zu verbinden. Die Nut 9 weist in die der Scheibe 5 entgegengesetzte Richtung und hat einen schwalbenschwanzförmigen Querschnitt, um darin axial eingesetzte Elemente sicher in Querrichtung zu halten. Die Nut 10 verläuft im 90º-Winkel zur Nut 9 (d. h. sie erstreckt sich in imaginärer Fortsetzung des Randes der Scheibe 5 in der Paneele 4a) und weist ebenfalls einen schwalbenschwanzförmigen Querschnitt auf. Die Vertiefung 11 ist einstückig mit der Nut 8 und überlappt sie zum Teil; die Vertiefung 11 wäre mit einem (nicht in den Figuren dargestellten) Klebstoff gefüllt, um die Scheibe 5 durch Klebemittel gegenüber der Einfassung 6 abzudichten.
- An der Stelle, wo sich die zu öffnende Paneele 4a befindet, besteht der Hauptrahmen 3 aus Stücken eines Profilstabes 17. Der Profilstab 17 umfaßt einen Abschnitt, der die gleiche Querschnittsform aufweist wie der Profilstab 7, d. h. mit Nuten 18, 19, 20 sowie einer Vertiefung 21 ausgebildet ist, die mit denen des Profilstabes 7 identisch sind. Der Profilstab 17 umfaßt darüber hinaus einen querverlaufenden Abschnitt, der schräg vor der Nut 20 verläuft und mit drei Nuten 22, 23 und 24 ausgebildet ist. Die Nut 22 hat die gleiche Form wie Nut 20 und ist auf sie mit einem Neigungswinkel von 45º ausgerichtet; die Nut 23 weist einen schwalbenschwanzförmigen Querschnitt auf und verläuft so, dass sie in die der Nut 22 entgegengesetzte Richtung weist; die Nut 24 weist eine enge Zinkung im Querschnitt auf und verläuft am Ende des querverlaufenden Abschnitts des Profilstabes 17 parallel zu Nut 19 in Richtung zur aufmachbaren Paneele 4a. Die Vertiefung 21 ist mit einem (nicht in den Figuren dargestellten) Klebstoff gefüllt, um die Scheibe 5 durch Klebemittel gegenüber ihrer jeweiligen Wand 4 abzudichten.
- Eine Dichtung 25 aus Gummi oder dergleichen (vorzugsweise Silikon oder VitonTM) ist in der Nut 24 eingesetzt, um einen Paßsitz des Profilstabs 7 zu erreichen, der die Einfassung 6 für den Profilstab 17 bildet, der wiederum den Hauptrahmen 3 bildet, wenn die zu öffnende Paneele 4a in der geschlossenen Position ist.
- Der Schaukasten 1 umfaßt darüber hinaus eine Verschlußstange 12, die in Axialrichtung beweglich am Hauptrahmen 5 geführt wird. Die Stange 12 ist im wesentlichen zylindrisch und kreisförmig im Querschnitt, weist aber einen nicht-konstanten Durchmesser auf. Die Stange 12 umfaßt eine Abfolge von Segmenten 13 mit weitem Querschnitt und Segmenten 14 mit engem Querschnitt, die durch konische Abschnitte voneinander getrennt sind. Die Stange hat den gleichen großen Durchmesser bei allen Segmenten 13 mit weitem Durchmesser und den gleichen kleinen Durchmesser bei allen Segmenten 14 mit engem Durchmesser, an den konischen Abschnitten ist die Stange kegelstumpfförmig ausgebildet. Alle Stangensegmente liegen koaxial zueinander.
- An der Einfassung 6 sind Verbindungselemente 16 vorgesehen, um mit der Verschlußstange 12 lösbar zusammenzuwirken. Die Verbindungselemente 16 bestehen aus Stücken von stranggepressten Profilstäben 26 aus Metall (dargestellt in Fig. 3) und weisen im Querschnitt im wesentlichen die Form eines Omega mit einer schwalbenschwanzförmigen Basis 27 und einem offenen Ringkörper 28 auf. Die Querschnittsform der Basis 27 paßt mit dem Querschnitt der Nuten 10 zusammen (sowie mit dem der Nuten 20 und 22, da diese die gleiche Querschnittsform aufweisen wie die Nuten 10), so dass sie darin eingesetzt werden kann. Der Ringkörper 28 ist mit einer kreisrunden Innenhülse ausgebildet, deren Durchmesser kaum größer ist, als der große Durchmesser der Stange 12, d. h. der Durchmesser der Segmente 13 mit weitem Durchmesser; die Hülse 29 ist durch einen seitlichen Spalt an der Seite offen, dessen Breitenabmessung zwischen dem kleinen und dem großen Durchmesser der Stange 12 liegt. In der Praxis kann die Stange 12 nur durch den Spalt 30 in die Hülse 29 eingeführt und herausgenommen werden, wenn eines ihrer Segmente 14 mit engem Durchmesser mit dem Spalt 30 ausgerichtet ist; dagegen wird, je nachdem, wo sich die Stange 12 befindet, diese in der Hülse 29 festgehalten bzw. kann die Stange 12 nicht in die Hülse 29 eingeführt werden, wenn ein Segment mit weitem Durchmesser mit dem Spalt 30 ausgerichtet ist.
- Die Stange 12 wird in einer Schiene geführt, die am Hauptrahmen 3 unter Verwendung von U-Profilstücken 31 ausgebildet ist, die vom gleichen Profilstab 26 abgeschnitten sind, der für die Verbindungselemente 16 verwendet wird, und die in die Nuten 21 und/oder 22 eingesetzt sind.
- Ferner sind Mittel zum Betätigen der Verschlußstange 12 in axialer Richtung vorgesehen. Diese Mittel umfassen, wie in den Fig. 4 und 5 gezeigt, ein Schiebeelement 31a, das sich außen am Schaukasten 1 befindet, von dem Schaukasten getrennt und mit einem Handgriff 32 und einer Angel 33 ausgebildet ist, die steif miteinander verbunden sind; eine Angelpfanne 34, die seitlich in der Stange 12 ausgebildet ist, um die Angel 33 beweglich aufzunehmen sowie eine Öffnung, die in den Hauptrahmen 3 geschnitten ist, um Zugang zur Angelpfanne 34 zu erhalten.
- Um die aufmachbare Paneele 4a zu schließen, wird die Stange 12 - mittels des Schiebeelements 31a - so positioniert, dass ihre Segmente mit engem Querschnitt zu den Verbindungselementen 16 ausgerichtet sind. Auf diese Weise kann die Stange, wie in Fig. 8 gezeigt, durch die seitlichen Spalte 30 in die Hülsen 29 der Verbindungselemente 16 eingelegt werden, und die Paneele 4a kann vollständig am Hauptrahmen 3 anliegen.
- Sobald die Stange 12 in den Hülsen 29 aufgenommen ist, kann sie - mittels des Schiebeelements 31a - axial verschoben werden, um die Segmente 13 mit weitem Durchmesser mit den Verbindungselementen 16 auszurichten. Dafür ist es vielleicht erforderlich, etwas Druck auf die aufmachbare Paneele 4a auszuüben, um die Dichtung 25 zusammenzupressen. Auf jeden Fall beginnt die Stange 12, nachdem sie um eine genügend große Weglänge verschoben wurde, mit ihren Segmenten 13 mit weitem Durchmesser sowohl in den Hülsen 29 der Verbindungselemente 16 als auch in den Hülsen 29 der U-Profilstücke 31 anzuliegen. Aufgrund des minimalen Abstandes, der zwischen der Stange 12 und den Hülsen 29 zugelassen wird, wird die aufmachbare Paneele 4a fest am Hauptrahmen 3 gehalten, um den gewünschten Preßdruck auf die Dichtung 25 auszuüben.
- Der Öffnungsvorgang erfolgt in umgekehrter Reihenfolge.
- Die Verbindungselemente 16 (und dementsprechend die Segmente 14 mit engem Querschnitt) können in beliebiger Anzahl entlang jeder Seite der aufmachbaren Paneele 4a des Schaukastens 1 vorgesehen sein. Verständlicherweise wird diese Anzahl um so größer sein, je stärker die geforderte Arretierkraft sein soll, die auf die Paneele 4a wirken soll, z. B. im Hinblick auf die Paneelengröße, der Art der verwendeten Dichtung und des auszuübenden Drucks. Für kleine Schaukästen, die mit einer richtig über Scharniere aufgehängten aufmachbaren Paneele versehen sind und nur einen mittleren Abdichtungsgrad erfordern, können schon eine Verschlußstange entlang der den Scharnieren gegenüberliegenden Seite und ein oder zwei Verbindungselemente ausreichend sein. Eine große Türpaneele, die strengen Abdichtungsanforderungen unterliegt, würde normalerweise mit vier Verschlußstangen entlang der vier Seiten der Paneele versehen sein und jeweils eine große Anzahl von Verbindungselementen aufweisen.
- Die Fig. 8 und 9 zeigen ein weiteres Detail eines Schaukastens gemäß der vorliegenden Erfindung; insbesondere zeigt Fig. 8 einen Abschnitt des Hauptrahmens 3, an dem zwei Paneele 4b, die beide mit einer Einfassung 6 versehen sind, aneinanderstoßen. Dementsprechend besteht der Hauptrahmen nicht aus Längen von Profilstäben 17, sondern aus Längen eines Profilstabes 37, der in seiner Form im wesentlichen dem querverlaufenden Abschnitt des Profilstabes 17 entspricht. Insbesondere hat der Profilstab 37 (der genauer in Fig. 9 dargestellt ist) eine im Querschnitt symmetrische Form, die zwei identische Endnuten 38 und zwei zueinander entgegengesetzt angeordnete Mittelnuten 39 und 40 umfassen. Die Endnuten 38 haben im Querschnitt eine enge Zinkung, ähnlich wie Nut 24, um die Dichtung 25 aufzunehmen; die Nut 39 ist ähnlich der Nut 22 und die Nut 40 ähnelt der Nut 23.
- Beide Paneele 4b könnten aufmachbare Paneele sein, wobei dann die Nut 39 die erforderlichen U-Profilstücke 31 aufnehmen würde. Wenn jedoch nur eine der Paneele 4b zum Öffnen vorgesehen ist, können die U-Profilstücke 31 in vorteilhafter Weise in beiden Nuten 39 und 10 der Einfassung 6 der festen Paneele 4b aufgenommen sein. Auf diese Weise trägt die Stange 12, sobald sie in die U- Profilstücke 31 eingeführt ist, im wesentlichen dazu bei, den Profilstab 37 des Hauptrahmens 3 und den Profilstab 7 der Einfassung aneinander zu befestigen.
- Ein Schaukasten, der gemäß der vorliegenden Erfindung konstruiert ist, stellt bereits eine hochwirksame Abdichtungsanordnung bereit, die im Vergleich zu dem "passiven" Charakter von herkömmlichen Anordnungen als "aktiv" bezeichnet werden kann. Tatsächlich erfüllt hier die Dichtung ihre Abdichtungsaufgabe aufgrund der Kompressionskraft, die durch eine Zugkraft entsteht, die von innen auf die Türpaneele wirkt und über den Stangenmechanismus aufgebracht wird. In den konventionellen Anordnungen wurde die Dichtung statt dessen direkt durch die Türpaneele zusammengedrückt, die gegen den Hauptrahmen gedrückt wurde.
Claims (11)
1. Abgedichteter Schaukasten, umfassend einen Hauptrahmen (3), eine
Mehrzahl von Paneelen (4), die so am Hauptrahmen befestigt sind, daß sie
einen Innenraum (I) dicht einschließen, wobei zumindest eines der Paneele
(4a) ein zu öffnendes Paneel ist, das gegenüber dem Hauptrahmen (3)
beweglich ist, eine Einfassung (6) des aufmachbaren Paneels, eine Dichtung
(25), die zwischen der Einfassung (6) und dem Hauptrahmen (3)
vorgesehen ist, sowie Dichtungspreßmittel, die so angeordnet sind, daß sie
zwischen der Einfassung des aufmachbaren Paneels und dem Hauptrahmen
wirken,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Dichtungspreßmittel folgendes umfassen:
eine Verschlußstange (12), die Segmente mit weitem Querschnitt (13) und
Segmente mit engem Querschnitt (14) aufweist und zur axialen
Beweglichkeit am Hauptrahmen (3) in einer Längsrichtung entlang einer Seite des
Hauptrahmens zwischen einer Öffnungsposition und einer Schließstellung
geführt wird;
zumindest ein Verbindungselement (16), wobei jedes eine
Verschlußstangen-Aufnahmehülse (29) aufweist, deren Querschnitt die Segmente mit
weitem Querschnitt (13) aufnehmen kann, wobei die Verschlußstangen-
Aufnahmehülsen (29) mit einem seitlichen Spalt (30) ausgebildet sind, um
die Verschlußstange aufzunehmen, wobei die Größe des Spaltes (30) so
dimensioniert ist, daß die Segmente mit engem Querschnitt (14), jedoch
nicht die Segmente mit weitem Querschnitt (13) hindurchgelassen werden,
wobei die Verbindungselemente (16) so an der Einfassung (6) befestigt
sind, daß sie mit der Stange (12) zusammenwirken, wenn das Paneel (4a)
nahe vor den Hauptrahmen (3) gebracht wird, wobei es insbesondere mit
den Segmenten mit weitem Querschnitt (13) zusammenwirkt, wenn sich die
Stange in der Schließstellung befindet und mit den Segmenten mit engem
Querschnitt, wenn die Stange in der Öffnungsposition ist.
2. Schaukasten nach Anspruch 1, wobei die Verschlußstange (12) koaxial
kreisförmige Querschnitte aufweist, wobei ein kleiner Durchmesser bei den
Segmenten mit engem Querschnitt (14) und ein großer Durchmesser bei
den Segmenten mit weitem Querschnitt (13) vorliegt.
3. Schaukasten nach Anspruch 2, wobei die Verschlußstange (12) mit
konischen Abschnitten (15) zwischen den Segmenten mit engem (14) und mit
weitem (13) Querschnitt ausgebildet ist.
4. Schaukasten nach Anspruch 3, wobei die konischen Abschnitte (15)
kegelstumpfförmig sind.
5. Schaukasten nach Anspruch 2, wobei die Hülsen (29) der
Verbindungselemente (16) einen im wesentlichen runden Querschnitt aufweisen, wobei der
Durchmesser geringfügig größer ist als der große Durchmesser der Stange.
6. Schaukasten nach Anspruch 2, wobei der Spalt (30) in den
Verbindungselementen (16) eine Breite aufweist, die zwischen der Abmessung des
kleinen Durchmessers und der des großen Durchmessers der Stange liegt.
7. Schaukasten nach Anspruch 2, wobei der Hauptrahmen (3) eine
Führungsschiene für die Stange aufweist, die aus U-Profilstücken (31) gebildet wird,
die einen Durchmesser aufweisen, der geringfügig größer als der große
Durchmesser der Stange ist.
8. Schaukasten nach Anspruch 1, wobei jeweils ein Stangensegment mit
engem Querschnitt (14) pro Verbindungselement (16) vorgesehen ist und
wobei die axiale Länge der Segmente mit engem Querschnitt (14) geringfügig
die axiale Länge der Verbindungselemente (16) übersteigt.
9. Schaukasten nach einem der vorhergehenden Ansprüche, umfassend
Betätigungsmittel (31a), um die Verschlußstange (12) in ihrer Axialrichtung zu
verschieben.
10. Schaukasten nach Anspruch 9, wobei die Betätigungsmittel (31a) für die
Verschlußstange folgendes umfassen:
ein separates äußeres Schiebeelement, das mit einem Handgriff (32) und
einer Angel (33) ausgebildet ist, die einstückig miteinander ausgeführt sind;
eine Angelpfanne (34), die seitlich in der Stange ausgebildet ist, um die
Angel darin lösbar aufzunehmen;
eine Pfannenzugangsöffnung, die im Hauptrahmen (3) und/oder in der
Einfassung (6) der aufmachbaren Paneele (4a) vorgesehen ist.
11. Schaukasten nach Anspruch 7, wobei der Hauptrahmen (3) eine Mehrzahl
von aneinandergefügten Profilstäben (7) umfaßt und die U-Profilstücke (31),
die die Führungsschiene für die Stange am Hauptrahmen bilden, an
unterschiedlichen Profilstäben befestigt sind, so daß die Verschlußstange (12) so
wirkt, daß sie die verschiedenen Stäbe zusammenhält.
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