DE69806313T2 - Vorrichtung zum Entfernen einer Folie mit verbessertem Greifer - Google Patents
Vorrichtung zum Entfernen einer Folie mit verbessertem GreiferInfo
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Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft eine Plattenzuführeinrichtung für eine Lithographieplatten-Bearbeitungseinrichtung bzw. eine Plattenbelichtungseinrichtung, und insbesondere eine Vorrichtung zum Entfernen der Schutzfolie von einem Plattenstapel. Eine Lithographieplatten-Belichtungseinrichtung (kurz "Plattenbelichtungseinrichtung") dient der Aufbringung bzw. dem Aufzeichnen von Bildern auf Steinplatten bzw. lithographischen Platten (die gewöhnlich zum Offsetdruck verwendet werden) anhand von digital zugeführten Daten. Zur Benutzung der Plattenbelichtungseinrichtung wird eine neue Platte auf eine Aufzeichnungsoberfläche (normalerweise eine Trommel) aufgebracht, mit einem modulierten Energiestrahl belichtet und wieder abgenommen. Für den Automatikbetrieb kann die Plattenbelichtungseinrichtung mit einer Plattenzuführeinrichtung ausgestattet werden, die jeweils eine Platte von einem Stapel neuer Platten abnimmt und einem Lademechanismus zuführt, der sie auf die Aufzeichnungsoberfläche aufbringt. Bei einigen Plattenbelichtungseinrichtungen können die Plattenzuführeinrichtung und der Lademechanismus ein integriertes System bilden. Der Stapel liegt normalerweise mit horizontaler oder schräger Ausrichtung, und es wird jeweils die oberste Platte zum Zuführen abgenommen. Mit Plattenstapel ist der Inhalt eines Plattenpakets gemeint, wie es vom Hersteller verpackt und versandt wurde. Das Paket enthält Zwischenblätter aus Papier oder Folie, d. h. zwischen zwei aufeinanderfolgenden Platten liegt jeweils ein Blatt Papier. Die Folie hat den Zweck, die empfindliche Oberfläche vor Beschädigungen, beispielsweise durch Kratzer, zu schützen, die durch Reibung mit der Rückseite des benachbarten Bogens entstehen können.
- Dieses Papier muss natürlich nicht in die Plattenbelichtungseinrichtung geladen werden, d. h. es muss von der oberen Platte entfernt werden, bevor diese zum Zuführen abgenommen wird. Die Abnahme der Platte geschieht normalerweise mit Vakuumsaugnäpfen, die an einem bewegbaren Arm angebracht sind. Beim Stand der Technik wird das Schutzpapier in einigen Fällen ebenfalls von diesen Saugnäpfen abgenommen und einer Entsorgungsstelle zugeführt. Eine solche Vorgehensweise hat jedoch mehrere Nachteile:
- i) Das Papier ist oft porös, so dass das Vakuum zur darunterliegenden Platte gelangt und diese zusammen mit dem Papier aufgenommen werden kann, wenn der Vakuumpegel nicht sorgfältig gesteuert wird. Das bedeutet zusätzlichen Aufwand für das Vakuumsystem.
- ii) Bei porösem Papier muss das Vakuumsystem einen hohen Luftdurchsatz haben, was höhere Kosten bedeutet. Es sei darauf hingewiesen, dass Recyclingpapier und recyclingfähiges Papier, das immer häufiger für diesen Zweck eingesetzt wird, normalerweise porös ist, weil eine Beschichtung beim Recycling umweltbelastend ist.
- iii) Manchmal liegt zwischen zwei Platten mehr als ein Bogen. Wenn die Bögen nicht ausreichend porös sind, nehmen die Saugnäpfe jeweils nur einen Bogen auf. Dadurch verlängert sich der Vorgang, und der automatische Betrieb wird erschwert, weil mit Sensoren erfasst werden muss, ob weitere Bögen vorhanden sind.
- Bei einigen bekannten Plattenzuführeinrichtungen ist ein eigenes Vakuumansaugsystem zur Entfernung des Papiers vorgesehen. Dadurch entfällt der erste der genannten Nachteile, aber es bleiben die zwei weiteren. Außerdem ist eine solche Folienentfernungsvorrichtung relativ komplex und damit teuer. Ein derartiges System ist in der US- A-4,178,097 offenbart. Bei anderen bekannten Zuführeinrichtungen wird ein System sich drehender Bürsten verwendet, um die Schutzfolien zu entfernen und einer Entsorgungsstelle zuzuführen. Ein solches System braucht viel Platz und ist damit unvorteilhaft.
- Eine ähnliche Plattenzuführeinrichtung kann auch für andere Maschinen verwendet werden, beispielsweise für Offsetdruckmaschinen, die in der Lage sind, ein Farbbild direkt in der Maschine auf eine Platte aufzubringen, und die außerdem mit einer automatischen Plattenladeeinrichtung ausgestattet sind. Die vorliegende Erfindung lässt sich auch auf solche Zuführeinrichtungen anwenden.
- Als eine Alternative zu einem Vakuum-Bürstensystem können auch bewegbare "Greifer" über der Folie angebracht werden. Diese Greifer werden in Kontakt zur Folie ge bracht, und dann werden die die Greifer bildenden Finger zusammengezogen, so dass die Folie eingeklemmt und von der darunterliegenden Platte entfernt werden kann. Die Finger werden durch einen mechanisch betätigten Ring zusammengezogen, der über die gespreizten Finger gleitet und sie zusammenzieht. Ein solches System ist in der DE-A 21 08 401 offenbart; ein ähnliches System zum Aufnehmen von Stoff ist in den Patentschriften DD 107 649 A und US-A-5,018,715 offenbart. Andere Mittel zum Ergreifen von Stoff durch Einklemmen sind in der Schrift EP-A 0 128 480 offenbart, die dem Oberbegriff von Anspruch 1 entspricht. Diese Greifmechanismen enthalten viele bewegliche Teile, oder sie sind sowohl groß als auch sperrig.
- Somit besteht ein vielfach anerkannter Bedarf an einer wirtschaftlichen, kompakten und zweckmäßigen Vorrichtung für eine Plattenzuführeinrichtung für Plattenbelichtungseinrichtungen, mit der die Schutzfolie von der obersten Platte des Stapels abgenommen werden kann, bevor die Platte der Plattenbearbeitungseinrichtung zugeführt wird.
- Die vorliegende Erfindung beseitigt die Nachteile der bisher bekannten Konfigurationen, indem sie einen wirtschaftlichen Folienentferner gemäß Anspruch 1 für eine Plattenzuführeinrichtung zur Verfügung stellt, der praktisch alle Folien (wie Papierbögen), die auf der Oberseite einer Platte liegen, unabhängig von ihrer Porosität ergreifen und zusammen zu einer Abfallstation bringen kann.
- Die Erfindung offenbart einen Foliengreifer, der ohne Vakuum arbeitet und statt dessen flexible Finger, welche die Folien einklemmen, sowie ein einfaches Mittel zur Aktivierung des Einklemmvorgangs verwendet.
- Im einzelnen besteht der erfindungsgemäße Foliengreifer in einer bevorzugten Ausführungsform aus einem Paar Federlamellen, die an einem Ende miteinander verbunden sind, die am anderen Ende (an dem Spitzen ausgebildet sind) leicht nach außen gekrümmt sind und die zusammen durch den Schlitz in einer Spanneinrichtung gleiten können. Wenn das gemeinsame Ende nahe an der Spanneinrichtung ist, sind die Spitzen weit voneinander entfernt; wenn die Lamellen in Gleitbewegung versetzt werden, so dass die Spitzen sich der Spanneinrichtung nähern, nähern sich die Spitzen einander an.
- In der Praxis können bei einer Vorrichtung zum Entfernen einer Folie bzw. einem Folienentferner mehrere Greifer an einer verfahrbaren Brücke angebracht werden, die die erfassten Folien von einem Stapel neuer Platten zu einer Abfallstation befördern kann. Die Brücke enthält einen Arm, an dem die Spanneinrichtungen der Greifer angebracht sind. Der Arm verläuft parallel zur Kante des Stapels und ist in einer zur Plattenoberseite senkrechten Ebene innerhalb der Stapelkanten bewegbar.
- Im Betrieb sind die Spitzen der Lamellen anfangs voneinander getrennt. Der Arm wird auf den Stapel zugefahren. Sobald die Spitzen die obere Folie (die auf der obersten Platte liegt) berühren, werden die Lamellen zwangsweise nach oben in die Spanneinrichtung geführt, wobei sich die Spitzen einander annähern. Dadurch klemmen wiederum, die Spitzen die Folien ein und ergreifen sie auf diese Weise. Dann wird der Arm angehoben und die Brücke mit den Folien zur Abfallstation verfahren, wo die Folien aus den Greifern entfernt und in einen Sammelbehälter gegeben werden.
- Mit der Erfindung wird eine Vorrichtung zum Entfernen einer Folie bzw. ein Folienentferner gemäß Anspruch 1 zur Verfügung gestellt.
- Entsprechend den weiteren Merkmalen von im folgenden beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen enthält der Folienentferner eine Spanneinrichtung mit mindestens einer Durchgangsöffnung, wobei die Finger elastisch sowie gleitbar in der Öffnung montiert und gebogen sind, so dass sich die Spitzen, wenn die Finger in eine erste Richtung entlang der Öffnung gleiten und die Spitzen näher an die Spanneinrichtung kommen, gegenseitig nähern, und wenn die Finger eine Gleitbewegung in die entgegengesetzte Richtung ausführen, voneinander wegbewegen. Es sind zwei Finger vorhanden, wobei jeder der Finger als Lamelle ausgebildet ist. Es sind eine oder zwei Öffnungen vorhanden, die jeweils als Schlitz ausgebildet sind.
- Entsprechend weiteren Merkmalen der beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen ist jede der Spanneinrichtungen fest mit einem Träger verbunden, der entlang eines zur harten Oberfläche annähernd senkrechten Wegs bewegbar ist. Außerdem hat der Folienentferner einen Anschlag für jeden Greifer, wobei die Anschläge mit dem Träger dergestalt zusammenwirken, dass die Lamellen des jeweiligen Greifers in die erste Richtung gestoßen werden, wobei sich die Spitzen voneinander trennen.
- Mit der Erfindung wird außerdem ein Verfahren gemäß Anspruch 13 zum Entfernen einer oder mehrerer Folien zur Verfügung gestellt, die auf einem Plattenstapel liegen.
- Die harte Oberfläche ist die Oberseite der Platte, welche die oberste Platte eines Stapels ist, und die Folie ist eine weiche Trennfolie, die zwischen den Platten liegt. Der Folienentferner ist ein Teil einer Plattenzuführeinrichtung, und die bevorzugte Ausführungsform des Folienentferners enthält außerdem eine Abfallstation und bewegt den Träger auch zu dieser hin, wobei die Abfallstation vorzugsweise ein Paar Klemmwalzen aufweist, die die vom Träger gehaltenen Folien entfernen.
- Die Erfindung wird hier nur anhand eines Beispiels und unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, die folgendes zeigen:
- Fig. 1A und 1 B: von oben bzw. von der Seite gesehene Querschnittsbilder eines Greifers in einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung;
- Fig. 2A: eine isometrische Darstellung eines Klemmfingers;
- Fig. 2B: eine isometrische Darstellung von zwei miteinander verbundenen Klemmfingern, die Teil des Greifers von Fig. 1A sind;
- Fig. 3A, 3B und 3C: schematische Querschnittsbilder des Greifers von Fig. 1A, die drei Betriebsstufen zeigen;
- Fig. 4: eine isometrische Darstellung eines Folienentferners, der den Greifer von Fig. 1 A enthält;
- Fig. 5A bis 5E: die Arbeitsweise des Folienentferners von Fig. 4.
- Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Entfernen einer Folie bzw. einen Folienentferner als Teil einer Plattenzuführeinrichtung zum Entfernen von Schutzfolien von der Oberseite von Druckplatten, bevor diese einer Plattenbelichtungseinrichtung zugeführt werden.
- Insbesondere betrifft die Erfindung einen Greifer innerhalb eines Folienentferners, der zum Aufnehmen der Folien und zu ihrer Freigabe an einer Abfallstation dient.
- Grundgedanke und Funktionsweise eines erfindungsgemäßen Folienentferners werden aus den Zeichnungen und der beiliegenden Beschreibung deutlich.
- Fig. 1A und 1B zeigen einen Greifer in einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung. Zu sehen ist ein Arm 13, der Teil eines Trägers (nicht eingezeichnet) ist und im folgenden beschrieben wird. An dem Arm 13 sind mehrere Greifgruppen befestigt, die als Greifer 10 bezeichnet werden.
- Jeder Greifer 10 besteht aus einer Spanneinrichtung 14, die fest mit dem Arm 13 verbunden ist, und einem Paar Klemmfinger 12. Jeder der Klemmfinger 12 ist als leicht gekrümmte Federlamelle aus einem geeigneten elastischen Material, vorzugsweise aus rostfreiem Federstahl vom Typ 302/304, ausgebildet. Vorzugsweise sind beide Lamellen eines Paars identisch und so geformt, dass sie an ihrem einen Ende 16 miteinander verbindbar sind, beispielsweise in der in Fig. 2A gezeigten Weise. Fig. 2B zeigt sie miteinander verbunden. Jeder Finger bzw. jede Lamelle 12 hat an einem Ende (gegenüber dem Verbindungsende) eine Spitze 11, die vorzugsweise mit einem Material mit hohem Reibungskoeffizienten wie Neoprenkautschuk (RTM) beschichtet ist.
- Die Spanneinrichtung 14 ist vorzugsweise aus einem haltbaren Material wie Acetal (RTM) gefertigt, das einen niedrigen, aber begrenzten bzw. finiten Reibungskoeffizienten hat, und ist mit einer Öffnung in Form eines Schlitzes 15 ausgebildet, der in Längsrichtung in das Material eingeschnitten ist. Sie hat eine deutlich geringere Länge als die Finger 12. Zweckmäßigerweise wird die Spanneinrichtung 14 aus zwei Hälften zu sammengebaut, bei denen der Schlitz 15 in einer oder in beiden der aneinandergrenzenden Flächen ausgebildet ist. Der Schlitz 15 ist so ausgebildet, dass das zusammengefügte Paar Finger 12 hindurchgleiten kann. Der Greifer 10 setzt sich aus dem Paar Finger 12 zusammen, die Rücken an Rücken miteinander verbunden sind (vorzugsweise miteinander verhakt, wie in Fig. 2B gezeigt) und die von oben in den Schlitz 15 in der Spanneinrichtung 14 eingeführt werden, so dass ihre Spitzen 11, wenn die Finger so weit wie möglich eingeschoben sind, deutlich überstehen und weit auseinanderstehen, wie in Fig. 1 B gezeigt. Die flexible Krümmung der Finger 12 ist so gestaltet, dass die Finger einen gewissen Druck gegen die Wände des Schlitzes 15 ausüben und damit eine gewisse gegenseitige Reibungskraft erzeugen. Bei einer anderen Ausführungsform sind zwei parallele Schlitze vorhanden, in die jeweils ein lamellenförmiger Finger eingesetzt ist.
- Im folgenden wird die Funktionsweise des Greifers unter Bezugnahme auf Fig. 3 erläutert, in der eine Folie (z. B. ein Blatt Papier) 24 zu sehen ist, das auf der Oberseite einer Platte 23 liegt. Wenngleich die Platte 23 bei der bevorzugten Ausführungsform als horizontal liegend dargestellt ist, kann man sich sicher vorstellen, dass die hier beschriebene erfindungsgemäße Vorrichtung gleichermaßen für eine andere Plattenausrichtung geeignet ist. Zu Beginn befinden sich die Finger 12 an ihrer tiefsten Stelle bezogen auf die Spanneinrichtung 14, wobei ihre Spitzen 11 voll gespreizt sind, wie in Fig. 1 B gezeigt. Der Arm 13 mit dem daran befestigten Greifer 10 wird abgesenkt, bis die Spitzen 11 die Folie 24 berühren. Der Arm 13 mit der daran befestigten Spanneinrichtung wird weiter abgesenkt, jedoch werden die Finger 12 ab diesem Punkt durch die mechanische Einwirkung der Platte 23 auf die Spitzen 11 gegenüber der Spanneinrichtung 14 nach oben geschoben. Dadurch werden die unteren Enden der Finger 12 und die Spitzen 11 nach und nach zusammengedrückt, wie in Fig. 3A gezeigt. Die endliche Reibung zwischen den Fingern 12 und den Wänden des Schlitzes 15 bewirkt, dass die Spitzen 11 einen gewissen Druck auf die Folie 24 und die Platte 23 ausüben. Durch diesen Druck und die Seitenkräfte 5 (Fig. 3A) durch die sich einander annähernden Enden der Finger 12 klemmen die Spitzen 11 einen bestimmten Teil der Folie 24 ein (wie in Fig. 3A gezeigt). Wenn der Arm 13 seine unterste Position erreicht hat, befinden sich die Finger 12 relativ weit oben in der Spanneinrichtung 14, so dass nur noch relativ kurze Enden nach unten überstehen. Dadurch üben die Spitzen 11 ihre maximale Klemmkraft auf den Teil der zwischen ihnen eingeklemmten Folie aus, wie in Fig. 3B gezeigt, so dass die Folie ergriffen wird. In diesem Zustand kann die Folie durch Be wegen des Arms 13 entfernt werden. Durch die Reibung zwischen den Fingern 12 und der Spanneinrichtung 14 ändert sich ihre Relativposition zueinander nicht, so dass die Folie festgeklemmt bleibt. Wenn der Greifer an der Abfallstation ist (wie noch beschrieben wird), werden die Finger 12 schließlich durch einen geeigneten äußeren Mechanismus relativ zur Spanneinrichtung 14 so weit wie möglich nach unten gedrückt (Fig. 3C). Dadurch spreizen sich die Enden und die Spitzen 11 und geben die Folie frei.
- Es sei darauf hingewiesen, dass die beschriebene Klemmwirkung der Fingerspitzen auf die Folie bei vielen Folienarten und -stärken wirksam und von deren Struktur wie Porosität oder Oberflächenglätte unabhängig ist. Wenn mehrere Folien auf der Platte liegen, werden außerdem meist alle zusammen eingeklemmt. Wie man sieht, beseitigt ein Greifer mit dieser Klemmwirkung, der das Hauptmerkmal der Erfindung ist, alle drei Nachteile des Standes der Technik, die eingangs aufgeführt wurden, und stellt eine sehr billige und zuverlässige Lösung dar.
- Nun zu Fig. 4, die einen erfindungsgemäßen Folienentferner zeigt, wie er in den Zuführabschnitt einer Plattenbelichtungseinrichtung eingebaut werden kann. Zu sehen ist ein Stapel neuer Platten 25 mit einer obenliegenden Platte 23 und einer auf dieser liegenden Folie 24. Seitlich von der Kante 25' des Stapels 25 befindet sich eine Brücke 26, die im wesentlichen parallel zur Oberseite der Platte 23 und senkrecht zu der Kante 25' - beispielsweise auf den Schienen 36 - verfahren werden kann. Am Ende des Verfahrwegs befindet sich eine Abfallstation 27, die im wesentlichen aus einem Paar Klemmwalzen 27' besteht, und parallel zur Stapelkante 25' ausgerichtet ist. An vertikalen Schienen auf der Brücke 26 ist der Arm 13 angebracht, der relativ zur Brücke vertikal verfahrbar ist. Das Verfahren der Brücke 26 und des Arms 13 auf ihren jeweiligen Verfahrwegen erfolgt durch geeignete Motoren oder Betätigungseinrichtungen (nicht eingezeichnet). Die Einheit aus Brücke 26 und Arm 13 wird als Träger bezeichnet. An dem Arm 13 sind mehrere Greifer 10 angebracht, die die oben beschriebene Konstruktion aufweisen. Unmittelbar über den einzelnen Greifern 10 ist ein starr mit der Brücke 26 verbundener Anschlag 28, der als horizontal ausgerichtetes Plättchen ausgestaltet und so angeordnet ist, dass die oberen Enden 16 der Finger 12 an ihm zur Anlage kommen, wenn sie nach oben fahren. Bei einer anderen Konfiguration sind die Anschläge stationär über der Abfallstation 27 angebracht, so dass sie relativ zu den entsprechenden Greifern dieselbe Position einnehmen wie bei der ersten Konfiguration, wenn der Träger sich an der Abfallstation befindet.
- Es sei darauf hingewiesen, dass der Träger dazu da ist, die Greifer zu tragen, die ihrerseits dazu dienen, die Folie festzuhalten, während der Träger sie zur Abfallstation befördert. Es versteht sich, dass auch andere Konfigurationen des Trägers möglich sind und dass diese in den Schutzumfang der Erfindung fallen, solange die am Träger befestigten Greifer der obigen Beschreibung entsprechen. Ebenso sind andere Konfigurationen der Abfallstation möglich.
- Die Arbeitsweise des Folienentferners von Fig. 4 kann unter Bezugnahme auf die Abbildungen von Fig. 5 (in der die nicht ausgefüllten Pfeile die grundsätzliche Bewegungsrichtung anzeigen) wie folgt beschrieben werden:
- Im Normal- oder Ruhe- bzw. Leerlaufszustand befinden sich der Arm 13 in seiner obersten Position und alle Finger 12 in ihrer untersten Position relativ zu den zugehörigen Spanneinrichtungen 14, wobei die Spitzen 11 maximal gespreizt sind. Die Brücke 26 befindet sich vorzugsweise an der Abfallstation 27 oder in deren Nähe, damit der Raum beim Stapel 25 zum Ergreifen und Zuführen der Platten frei ist.
- Die Folienentfernung beginnt damit, dass die Brücke 26 verfahren wird, um die Greifer 10 über den Abschnitt 29 der Folie 24 zu bringen, der in der Nähe der Kante 25' liegt, wie in Fig. 5A gezeigt.
- Dann wird der Arm 13 nach und nach bis zu seiner untersten Position abgesenkt, so dass die Greifer 10 die Folie bzw. die Folien 24 einklemmen und den Abschnitt 29 erfassen, wie in Fig. 5B gezeigt und oben erläutert wurde.
- Dann wird der Arm 13 nur so weit angehoben, dass die Enden 16 der Finger 12 die jeweiligen Anschläge 28 nicht berühren; dadurch bleibt die Klemmwirkung erhalten, und der Folienabschnitt 29 wird von der Platte 23 abgehoben, wie in Fig. 5C gezeigt.
- Jetzt wird die Brücke 26 zur Abfallstation 27 verfahren, wobei das ganze Blatt 24 mitgezogen wird, wie in Fig. 5D gezeigt.
- Dann wird der Arm 13 teilweise abgesenkt, bis eine Kante des Blatts 24 von den Klemmwalzen 27' erfasst ist. Diese Walzen ziehen das Blatt 24 aus den Spitzen 11 des Greifers 10 heraus und lassen es in den Sammelbehälter 30 fallen, wie in Fig. 5E gezeigt.
- Zuletzt wird der Arm 13 in die oberste Stellung verfahren, in der die oberen Enden 16 der Finger 12 an den entsprechenden Anschlägen 28 zur Anlage kommen und die Finger dadurch in den entsprechenden Spanneinrichtungen 14 nach unten geschoben werden. Dadurch werden die Spitzen 11 auseinandergespreizt (wie oben erläutert), und die ganze Baugruppe befindet sich wieder im Wartezustand.
- Bei einer anderen Ausführungsform werden die letzten beiden Schritte wie folgt ersetzt: Der Arm 13 wird in seine höchste Position verfahren, in der die oberen Enden 16 der Finger 12 an den jeweiligen Anschlägen 28 zur Anlage kommen und damit die Spitzen 11 gespreizt werden, wodurch der Folienabschnitt 29 freigegeben wird. Letzterer fällt dann auf die Klemmwalzen 27' und wird von diesen erfasst, weitertransportiert und mit dem übrigen Blatt bzw. den übrigen Blättern 24 in den Sammelbehälter 30 befördert.
- Es versteht sich, dass die Trägerbaugruppe in der oben beschriebenen oder einer anderen Konfiguration Bauteile mit dem Plattenaufnahme- und -transportmechanismus gemeinsam haben kann oder vollständig in diesen integriert sein und gleichzeitig in den in den Ansprüchen definierten Schutzumfang der Erfindung fallen kann. Insbesondere kann der Arm 13 mit Saugnäpfen zum Aufnehmen und Zuführen der Platten versehen sein.
- Ganz allgemein gilt, dass die Erfindung anhand einiger Ausführungsbeispiele beschrieben worden ist, dass aber selbstverständlich im Rahmen der Ansprüche viele Abwandlungsmöglichkeiten und weitere Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung gegeben sind.
Claims (16)
1. Vorrichtung zum Entfernen zumindest einer Folie (24), die einen Artikelstapel (25)
überdeckt, enthaltend:
zwei flexible Elemente (12), die jeweils ein erstes und ein zweites Ende (11)
aufweisen, wobei die beiden flexiblen Elemente (12) im Hinblick auf die zweiten
Enden (11) so zusammenwirkend ausgestaltet sind, dass sie sich relativ zueinander
seitlich bewegen; und
eine Spanneinrichtung (14), die die beiden flexiblen Elemente (12) verschiebbar
aufnimmt,
dadurch gekennzeichnet, dass die beiden flexiblen Elemente zwei leicht
gekrümmte elastische Elemente (12) sind, wobei die zweiten Enden (11)
voneinander getrennt sind, und dass die Spanneinrichtung (14) die beiden elastischen
Elemente (12) in einem lösbaren Eingriff durch Reibwirkung zwischen den beiden
elastischen Elementen (12) und der Spanneinrichtung (14) hält, so dass die
elastischen Elemente (12), wenn die zweiten Enden (11) in Kontakt mit der oberen
Folie (24) gelangen, durch die Spanneinrichtung (14) zwangsweise verschoben
werden, wodurch die zweiten Enden (11) veranlasst werden, sich einander
anzunähern und die zumindest eine Folie (24) einzuklemmen.
2. Vorrichtung zum Entfernen einer Folie nach Anspruch 1,
weiterhin enthaltend einen Träger (26), der in eine erste Richtung bewegbar ist,
wobei die Spanneinrichtung (14) mit dem Träger (26) verbunden ist und wobei die
ersten Enden der elastischen Elemente (12) in der Weise angeordnet sind, dass
sie sich in eine zweite Richtung gegenüber der Spanneinrichtung (14)
verschieben, wobei die zweite Richtung im wesentlichen senkrecht zu der ersten Richtung
verläuft.
3. Vorrichtung zum Entfernen einer Folie nach Anspruch 1 oder 2,
bei der jedes elastische Element (12) einen nach außen sich erstreckenden
Abschnitt (11) enthält, der zumindest einen Abschnitt des zweiten Endes (11) bildet.
4. Vorrichtung zum Entfernen einer Folie nach Anspruch 1 oder 2,
bei der ein Abschnitt (11) jedes der zweiten Enden (11) ein Material mit einem
Reibungskoeffizienten enthält, der größer als der Reibungskoeffizient des
Materials des jeweiligen elastischen Elements (12) ist.
5. Vorrichtung zum Entfernen einer Folie nach Anspruch 4,
bei der das Material mit einem höheren Reibungskoeffizienten Spitzen an den
entsprechenden zweiten Enden (11) bildet.
6. Vorrichtung zum Entfernen einer Folie nach Anspruch 3,
bei der jedes der elastischen Elemente (12) einen Körperabschnitt und einen
Spitzenabschnitt (11) enthält, der dadurch definiert ist, dass er einen höheren
Reibungskoeffizienten als der Körperabschnitt aufweist.
7. Vorrichtung zum Entfernen einer Folie nach Anspruch 1 oder 2,
bei der die elastischen Elemente (12) so ausgestaltet sind, dass sie miteinander
an ihren entsprechenden ersten Enden verriegelt sind.
8. Vorrichtung zum Entfernen einer Folie nach Anspruch 1 oder 2,
enthaltend einen Anschlag (28), der an dem Träger (26) über der
Spanneinrichtung (14) und den elastischen Elementen (12) angebracht ist.
9. Vorrichtung zum Entfernen einer Folie nach Anspruch 2,
weiterhin enthaltend eine Abfallstation (27) zur Aufnahme der entfernten
Folie (24).
10. System nach Anspruch 9,
bei dem die Abfallstation (27) ein Paar Klemmwalzen (27) aufweist, um die
Folien (24) von dem Träger (26) zu entfernen.
11. Vorrichtung zum Entfernen einer Folie nach Anspruch 1 oder 2,
bei der die elastischen Elemente (12) lediglich durch die Spanneinrichtung (14)
gehalten werden.
12. Vorrichtung zum Entfernen einer Folie nach Anspruch 8,
bei der die Schiebebewegung der elastischen Elemente (12) gegenüber der
Spanneinrichtung (14) in die eine Richtung die zweiten Enden (11) veranlasst,
sich gegenseitig anzunähern, und bei der die Schiebebewegung der elastischen
Elemente (12) gegenüber der Spanneinrichtung (14) in die entgegengesetzte
Richtung den zweiten Enden (11) erlaubt, sich voneinander zu entfernen.
13. Verfahren zum Entfernen einer oder mehrerer Folien (24), die über einem Stapel
Platten (25) liegen, wobei ein bewegbarer Wagen vorgesehen ist, der zumindest
eine Vorrichtung zum Entfernen einer Folie in Übereinstimmung mit Anspruch 8
aufweist, wobei das Verfahren die folgenden Schritte enthält:
a. Bewegen des bewegbaren Wagens zu einer Aufnahmeposition über dem
Stapel (25);
b. Bewegen der Spanneinrichtung (14) und der elastischen Elemente (12) in
Richtung des Stapels (25), bis die zweiten Enden (11) der elastischen
Elemente (12) in Kontakt mit den Folien (24) gelangen, daraufhin Weiterbewegen
der Spanneinrichtung (14), wodurch die zweiten Enden (11) der beiden
elastischen Elemente (12) veranlasst werden, sich einander anzunähern und die
Folien (24) zwischen sich zu erfassen;
c. Bewegen der Spanneinrichtung (14), während die elastischen Elemente (12)
die Folien (24) festhalten, weg von dem Stapel Platten (25);
d. Bewegen des Wagens weg von der Aufnahmeposition; und
e. Bewegen der Spanneinrichtung (14) in eine Richtung, bis die ersten Enden
(16) der beiden elastischen Elemente (12) an dem Anschlag (28) anstoßen,
und Weiterbewegen der Spanneinrichtung (14) in der eingeschlagenen
Richtung, so dass die beiden elastischen Elemente (12) veranlasst werden, sich
innerhalb der Spanneinrichtung (14) zu verschieben, so dass den zweiten
Enden (11) ermöglicht wird, sich voneinander wegzubewegen und dabei die
Folien (24) freizugeben.
14. Verfahren nach Anspruch 13,
bei dem die Vorrichtung zum Entfernen einer Folie weiterhin eine Abfallstation
(27) aufweist und bei dem das Verfahren folgenden Schritt enthält:
f) Nach dem Schritt d) Bewegen des Wagens, so dass die Spanneinrichtung
(14) sich über der Abfallstation (27) befindet.
15. Verfahren nach Anspruch 13,
bei dem die elastischen Elemente (12) der Vorrichtung zum Entfernen einer Folie
lediglich durch die Spanneinrichtung (14) gehalten werden.
16. Verfahren nach Anspruch 13,
bei dem ein Abschnitt jedes der zweiten Enden (11) ein Material mit einem
höheren Reibungskoeffizienten als das Material des entsprechenden elastischen
Elementes enthält.
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