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DE698057C - Zugzuender fuer Landminen - Google Patents

Zugzuender fuer Landminen

Info

Publication number
DE698057C
DE698057C DE1937D0076899 DED0076899D DE698057C DE 698057 C DE698057 C DE 698057C DE 1937D0076899 DE1937D0076899 DE 1937D0076899 DE D0076899 D DED0076899 D DE D0076899D DE 698057 C DE698057 C DE 698057C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
detonator
mine
ignition
mines
detonators
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1937D0076899
Other languages
English (en)
Inventor
Otto Dillmann
Dr Wilhelm Goeller
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
OTTO DILLMANN
Original Assignee
OTTO DILLMANN
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by OTTO DILLMANN filed Critical OTTO DILLMANN
Priority to DE1937D0076899 priority Critical patent/DE698057C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE698057C publication Critical patent/DE698057C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42CAMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
    • F42C14/00Mechanical fuzes characterised by the ammunition class or type
    • F42C14/08Mechanical fuzes characterised by the ammunition class or type for land mines

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Portable Nailing Machines And Staplers (AREA)

Description

  • Zugzünder für Landminen Zünder für Spreng-, Brand-, Rauch-, Gasusw. Minen, welche auslösen durch Druck, Zug, auch Zerschneiden oder Zerreißen von Auslösungsdrähten, sind in mannigfaltigen Arten bekannt.
  • Zu den Grunderfordernissen derartiger Zünder gehören gute Sicherungsvorrichtungen, von welchen. auch wiederum mannigfaltige Arten bekannt sind, die insbesondere darin bestehen, daß durch Verriegelungsvorrichtungen verschiedener Art die Zündauslösung erst nach Freimachen dieser Verriegelung, etwa nach Durchdrücken oder Abscheren; eines Widerstandes, erfolgen kann.
  • Bei allen bisher@verwendeten -Zündern für Minen ist aber der größte Mangel an Sicherheit darin zu erblicken, daß trotz aller Verriegelungssicherungen des Zündmechanismus die- gebrauchsfertige Mine das Zündmittel, d. h. die Sprengkapsel, schon enthält und gerade, dadurch Gefahren für Lagerung, für Transport wie auch grobe Handhabung in sich trägt.
  • Meist ist bei diesen Zündern die Konstruktion so, daß die Sprengkapsel unter den Zündereinrichtungen steckt und mit diesen zusammen' in die Mine oder das Minengehäuse eingeführt, meist eingeschraubt, werden. muß, zudem vielfach mit nicht gerade sehr einfachen Hangriffen und sogar unter Zuhilfenahme von Werkzeugen.
  • Grundsätzlich sollte jedoch von den Sicherheitsvorschriften nicht abgegangen werden, wonach Sprengmunition, so auch Minen u. dgl., überhaupt ,nicht zusammen mit Zündmitteln gelagert, transportiert und grob gehandhabt werden dürfen.
  • Bei' den bisher üblichen Minenzündern mußte demnach aus Sicherheitsgründen die Mine, d. h. die Sprengladung, im Minengehäuse ohne Zünder gelagert, transportiert und verlegt werden. Erst nach Verlegung durfte der Zünder mit dem Zündmittel vereinigt werden und dann in die Mine kommen.
  • Dies ist an sich meist möglich, jedoch praktisch bei den bisher üblichen Minen untragbar, weil viel zu langwierig, insbesondere bei der Schnellminenverlegung zu eiligen Sperrungen gegen Kampfwagenangriffe.
  • Diesem Mangel der bisher üblichen Minenzünder wurde auch schon versucht abzuhelfen.
  • Es ist eine gewisse Parallele zu finden in der deutschen Patentschrift Nr. 202 485, wOrin beschrieben ist, daß eine Handgranate (also nicht Mine) erst zuletzt, wenn der Sturmangriff unternommen wird, durch Einbringen einer Zündschraube mit Zündladung scharf gemacht werden soll. Gleichzustellen mit Minenzündern, die zumeist für Mehrfacheinstellung ausgebildet sein sollen, ist aber dieser Handgranatenzünder nicht, dagegen ist er im wesentlichen ähnlich wie die unzulänglichen, bekannten Mineneinschraubzünder mit dem Zündmittel unter der Verschraubung.
  • Weitere, jedoch auch unzulängliche Vorschläge sind bekanntgeworden in bezug auf Sicherheitszünder für Minen, wobei das im Zünder und im Minengehäuse an der Sprengmunition schon untergebrachte Zündmittel nicht unmittelbar mit Sprengmunition in Berührung gebracht wird, sondern in einem Hohlraum sozusagen zur Sicherheit isoliert sein soll. .Bei der Verlegung der Mine erst soll dann, etwa durch Drehen des Zünders, die mit ihm vereinigte Sprengkapsel in die zur Detonation nötige Berührung reit der Sprengmunition gebracht werden. Diese Sicherheitsmaßnahme erscheint mangelhaft, weil immerhin das gefährliche Zündmittel schon bei der Sprengtnunition ist und die Hohlraumisolierung erfahrungsgemäß nicht immer genügt.
  • Die Nachteile der bisherigen Zünderkonstruktionen werden ganz ausgeschaltet durch den neuartigen Minenzünder, der den Grundsatz verfolgt, daß die Sprengladungen der Minen mit ihren Zündereinrichtungen gefahrlos vereinigt bleiben können bei Lagerung, Transport, grober Handhabung und daß auch das Einstellen des Zünders auf seine verschiedenen Wirkungsweisen gefahrlos bei der Verlegung geschehen kann, aber in einfacher Weise erst ganz zuletzt das gefährliche Zündmittel von außen erst zur Ladung hinzukommen kann. Für kriegsbrauchbare Minen bedeutet dies eine wesentliche Neuerung. Demnach ist bei der Erfindung ein an sich bekannter Sprengladungszünder, insbesondere Minenzünder, benutzt.
  • Neu ist zweckmäßige Ausbildung solcher Zünder zur praktischen Sicherheit derart, daß der für die Sprengmunitionsladung gefährlichste Teil, wie etwa Sprengkapsel, erst ganz zuletzt mit dem schon auf der Sprengladung befindlichen und verbleibenden Zünder sowie der Sprengmunition selbst erst vereinigt werden kann, weil das Schlagstück des Zümders nur durch Spannen des Auslösezugorgans spannbar ist und die Einsetzöffnung für das Zündmittel (Sprengkapsel) zum Einsetzen desselben freigibt. In den Abbildungen ist als Beispiel eine für Streckminen erprobte mechanische Zünderart schematisch in Schnitten dargestellt. Solche Zünder, auf Druck und auf Zug zur Zündauslösung einstellbar, können als Schlagbolzen-, Hahn.-, ,Kontakt- usw. Zünder für geballte oder gestreckte Ladungen entwickelt sein.
  • Die Abb. z und 2 zeigen, einen Zünder vor dem Spannen; die Abb. g und q. zeigen den Zünder gespannt.
  • Mit Zündergehäuse a ist durch Spanndraht b und Spannfeder c eine aus durchbohrten Einzelteilen zusammengesetzte Streckmine d, an welcher das Zündergehäuse anliegt, in die nötige starre Form gebracht. Die Spannung erfolgt bei Verlegung der Streckmine alsdann bis zum Anschlag, zugleich Sicherung e. Der Schlagbolzen f wird beim Spannen der Streckmine gleichzeitig durch Spanndraht g über die Rollen la und i mittels des Spanndrahtes b zurückgezogen gegen die Kraft der Feder k.
  • Bei noch nicht überzogener Sicherung bei Anschlag e ist dann Schlagbolzen f mit etwas Spielraum so weit zurückgezogen, daß als zweite Sicherung Verriegelungssplint l eingesteckt werden kann: .
  • Nun ist ein Raum m frei geworden, und jetzt erst kann die Einführung der Sprengkapsel n in den Zündkanal o erfolge.
  • Nach Überprüfung evtl. Spannungsausgleich der Sicherung bei 1, die nicht verklemmt sein darf, und der Sicherung bei e, die nicht durchgezogen sein darf, wird Splintsicherung 1 herausgezogen und Abschlußdeckel p gegen Verschmutzen über den Raum in gezogen.
  • Die Mine ist nun zündfertig und löst aus, wenn durch kräftigerer-' Zug oder Druck, welcher sich in Zug überträgt, bei Sicherungsanschlag e (evtl. eingerichtet für Abscherung) weiter durchgezogen wird. Dadurch zieht sich Ausklinkvorrichtung q, die in Verbindung mit Schlagbolzen war, so weit aus der zusammenhaltenden Führung, daß Ausklinken erfolgt, Feder k mit Schlagbolzengehäuse vorschnellt und Schlagbolzenspitze die Sprengkapsel zündet, wodurch dann die Detonation der Sprengmunition veranlaßt wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Zugzünder mit Schlagzündung für Landminen, dadurch gekennzeichnet, daß das Schlagstück (f) nur durch Spannen des Zugorgans (b) spannbar ist und die Einsetzöffnung (o) für die Initialzündung (zz) zum Einsetzen freigibt.
DE1937D0076899 1937-06-20 1937-06-20 Zugzuender fuer Landminen Expired DE698057C (de)

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DE1937D0076899 DE698057C (de) 1937-06-20 1937-06-20 Zugzuender fuer Landminen

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DE1937D0076899 DE698057C (de) 1937-06-20 1937-06-20 Zugzuender fuer Landminen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE698057C true DE698057C (de) 1940-11-06

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DE1937D0076899 Expired DE698057C (de) 1937-06-20 1937-06-20 Zugzuender fuer Landminen

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