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DE69804753T2 - Verfahren zur trennung von isomeren der nitrotoluolsaeure - Google Patents

Verfahren zur trennung von isomeren der nitrotoluolsaeure

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Publication number
DE69804753T2
DE69804753T2 DE69804753T DE69804753T DE69804753T2 DE 69804753 T2 DE69804753 T2 DE 69804753T2 DE 69804753 T DE69804753 T DE 69804753T DE 69804753 T DE69804753 T DE 69804753T DE 69804753 T2 DE69804753 T2 DE 69804753T2
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DE
Germany
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nitro
toluic acid
acid
water
toluic
Prior art date
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DE69804753T
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DE69804753D1 (de
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Ikuo Ito
Seiji Takeuchi
Keiichi Yokota
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Air Water Inc
Original Assignee
Sumikin Chemical Co Ltd
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Publication date
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Publication of DE69804753T2 publication Critical patent/DE69804753T2/de
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C201/00Preparation of esters of nitric or nitrous acid or of compounds containing nitro or nitroso groups bound to a carbon skeleton
    • C07C201/06Preparation of nitro compounds
    • C07C201/16Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Trennen von Isomeren der Nitrotoluylsäure. Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren zum Trennen von 3-Nitroo-toluylsäure und 5-Nitro-o-toluylsäure in zwei einzelne Komponenten in hohen Ausbeuten durch Bilden von Salzen mittels der Zugabe einer aromatischen organischen Base zu einem Gemisch aus 3-Nitro-o-toluylsäure und 5-Nitro-o-toluylsäure sowie wirksames Gewinnen von sowohl 3-Nitro-o-toluylsäure und 5-Nitro-o-toluylsäure unter Ausnutzung des Vorteils des Unterschieds zwischen den genannten Salzen bezüglich der Löslichkeit in Wasser oder in einem Gemisch aus Wasser und einer wasserlöslichen organischen Verbindung.
  • STAND DER TECHNIK ALS HINTERGRUND
  • 3-Nitro-o-toluylsäure und 5-Nitro-o-toluylsäure sind äußerst wichtige Verbindungen als Rohstoffe für Arzneimittel, landwirtschaftliche Chemikalien, Farbstoffe usw.
  • Das Verfahren des Nitrierens von o-Toluylsäure zur Herstellung von 3-Nitro-o-toluylsäure und 5-Nitro-o.-toluylsäure war bekannt. Bei einem solchen Nitrierungsverfahren ergibt die Reaktion als Produkt ein Gemisch aus 3-Nitro-o-toluylsäure und 5-Nitro-o-toluylsäure. Diese Isomeren müssen voneinander getrennt werden.
  • 3-Nitro-o-toluylsäure und 5-Nitro-o-toluylsäure haben beide einen hohen Schmelzpunkt und einen hohen Siedepunkt. Daher erweist es sich als sehr schwierig, sie durch Destillation oder ähnliches zu trennen. Als ein Verfahren zum Trennen der Isomeren voneinander ist eine mühsame Methode, z. B. die Methode des fraktionierten Umkristallisierens, die in der japanischen Patentveröffentlichung Nr. 1975-7592 beschrieben ist, erforderlich. Selbst wenn die Umkristallisierungsmethode angewandt wird, ist es noch schwierig, die Trennung in einer einzigen Stufe zu erreichen.
  • Außerdem ist es möglich, durch Ändern der Nitrierungsbedingungen das Bildungsverhältnis zwischen 3-Nitrö-o-toluylsäure und 5-Nitro-o-toluylsäure zu verändern. Wenn beispielsweise harte Reaktionsbedingungen gewählt werden, wird das Verhältnis der Menge der gebildeten 5-Nitro-o-toluylsäure zur Menge der gebildeten 3-Nitro-o-toluylsäure verbessert, und durch Umkristallisieren des so erhaltenen Nitrierungsproduktes kann 5-Nitro-o-toluylsäure in hoher Reinheit erhalten werden. Im Fall des Auswählens milder Reaktionsbedingungen übersteigt jedoch die Menge der gebildeten 3-Nitro-o-toluylsäure nie die Menge der gebildeten 5-Nitro-o-toluylsäure. Deshalb ist es unmöglich, 3-Nitro-o-toluylsäure mit einer hohen Ausbeute herzustellen.
  • Eine andere im Allgemeinen denkbare Methode zum Herstellen von 3-Nitro-o-toluylsäure und 5-Nitro-o-toluylsäure ist das Trennen durch Einstellen des pH-Werts in dem Fällungsverfahren unter Einsatz einer Säure. Es ist jedoch unmöglich, sowohl 3-Nitroo-toluylsäure als auch 5-Nitro-o-toluylsäure in zufriedenstellenden Ausbeuten und Qualitäten herzustellen.
  • Beispielsweise ist es zwar möglich, 5-Nitro-o-toluylsäure durch das Fällungsverfahren in einer hohen Ausbeute herzustellen. Dies geschieht nach dem Auflösen eines Metallsalzes der Nitrotoluylsäure in einer Lösung durch Einstellen des pH-Werts der Lösung mittels Zugabe einer Säure, da 5-Nitro-o-toluylsäure an erster Stelle abgeschieden wird. Jedoch kann 3-Nitro-o-toluylsäure durch Gewinnen von Kristallen aus der Mutterlauge, aus welcher 5-Nitro-o-toluylsäure bereits abgetrennt worden ist, nicht in hoher Ausbeute gewonnen werden.
  • Nach Untersuchungen von Verfahren zur Überwindung der vorgenannten Schwierigkeiten und zum leichten Abtrennen dieser beiden Isomeren aus einem Gemisch aus 3-Nitro-o-toluylsäure und 5-Nitro-o-toluylsäure mit hohen Ausbeuten, entdeckten die Erfinder der vorliegenden Anmeldung, daß die Salze, welche durch Zugabe einer aromatischen organischen Base zu Nitro-otoluylsäure hergestellt worden sind, ihre naturgemäßen Löslichkeiten in Wasser oder in einem gemischten Lösungsmittel aus Wasser und einer wasserlöslichen organischen Verbindung aufweisen, wobei sich diese Löslichkeiten voneinander in einem hohen Maße unterscheiden. Ferner entdeckten sie, daß sowohl 3-Nitro-o-toluylsäure als auch 5-Nitro-o-toluylsäure leicht und wirksam in hohen Ausbeuten gewonnen werden können, wenn eine solche Lösung in Feststoffe und eine Flüssigkeit aufgetrennt, wird, wodurch die vorliegende Erfindung vervollständigt wurde.
  • Insbesondere bezieht sich die vorliegende Erfindung auf ein Verfahren zum Trennen von Isomeren der Nitrotoluylsäure. Dieses beinhaltet die Zugabe einer aromatischen organischen Base zu einem Gemisch aus 3-Nitro-o-toluylsäure und 5-Nitro-o-toluylsäure zur Herstellung von Salzen hiervon in Gegenwart von Wasser oder eines gemischten Lösungsmittels aus Wasser und einer wasserlöslichen organischen Verbindung, das Auftrennen des erhaltenen Gemisches in Feststoffe und eine Mutterlauge sowie das Gewinnen von 3-Nitro-o-toluylsäure aus der Mutterlauge und von 5-Nitro-o-toluylsäure aus den Feststoffen.
  • BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung besteht der vorteilhafte Weg zum Herstellen des Gemisches aus 3-Nitro-o-toluylsäure und 5-Nitro-o-toluylsäure, welches das Ziel des Trennens der Isomeren darstellt, in der Nitrierungsreaktion unter Einsatz von o-Toluylsäure als Reaktionspartner. Nichts desto weniger ist in der Praxis das Verfahren darauf nicht beschränkt. Als Beispiele für das Nitrierungsmittel können konzentrierte Salpetersäure, rauchende Salpetersäure, gemischte Säure und dergleichen genannt werden. Jedes Nitrierungsmittel wird hinsichtlich seiner Molzahl mit dem 0,5- bis 5-fachen des Ausgangsstoffes eingesetzt.
  • Bezüglich des Reaktionslösungsmittels können Schwefelsäure als Lösungsmittel im Fall einer gemischten Säure und irgendein organisches Lösungsmittel, sofern dieses ein stabiles Fortschreiten der Reaktion nicht behindert, benutzt werden. Einige Beispiele solcher organischer Lösungsmittel sind Essigsäure, Methylenchlorid und Chloroform. Die erforderliche Mindestmenge eines Lösungsmittels ist nicht weniger als diejenige Menge, die ausreicht, um das Gemisch der Nitrierungsreaktion zu rühren. Im Allgemeinen beträgt die Menge das 1 bis 20-fache des Gewichts des Ausgangsstoffes.
  • Die Reaktion wird entweder durch Auftropfen einer gemischten Säure oder von Salpetersäure als Nitrierungsmittel auf den Ausgangsstoff, mit dem der Reaktionsbehälter beschickt worden ist, oder durch Zugabe von o-Toluylsäure als Ausgangsstoff in den Reaktionsbehälter, der mit einem Nitrierungsmittel beschickt worden ist, gesteuert. Die Reaktionstemperatur kann innerhalb des Bereichs von 0 bis 100ºC eingestellt werden. Die Dauer des Eintropfens oder Zugebens kann auf eine Größe eingestellt werden, welche für die Kühlungskapazität geeignet ist, z. B. zwischen 0,5 und 24 h. Obwohl die Reaktion unmittelbar nach dem Ende der Stufe des Eintropfens oder der Zugabe beendet werden kann, ist es möglich, die Umsetzung vorzugsweise nach einem weiteren Rühren während 0,5 bis 5 h zu beenden.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung wird das Produkt der Nitrierungsreaktion, welches der Ausgangsstoff für die Stufe der Isomerentrennung wird, nach dem Beenden der Nitrierungsreaktion durch eine konventionelle Methode, z. B. durch eine Trennung mittels Zentrifuge, die Filtration unter vermindertem Druck und die Druckfiltration, abgetrennt, und der dadurch erhaltene nasse Kuchen wird weiterverarbeitet, und zwar so wie er ist oder in der trockenen Form oder in einigen Fällen nach dem Waschen mit Wasser.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung wird die Bildung von Salzen in Gegenwart von Wasser oder eines gemischten Lösungsmittels aus Wasser und einer wasserlöslichen organischen Verbindung (das nachfolgend einfach als "gemischtes Lösungsmittel" bezeichnet wird) verursacht. Dies geschieht durch Zugabe einer aroma tischen organischen Base zu dem so erhaltenen Gemisch der Nitrotoluylsäuren. Die 3-Nitro-o-toluylsäure und die 5-Nitroo-toluylsäure werden dadurch voneinander getrennt, daß von dem Vorteil der verschiedenen Löslichkeiten der dadurch hergestellten Salze gegenüber Wasser oder dem gemischten Lösungsmittel Gebrauch gemacht wurde. Es ist deshalb vorteilhaft, die aromatische organische Base in Gegenwart von Wasser oder des für die Trennungsstufe verwendeten gemischten Lösungsmittels zuzugeben, obwohl das Lösungsmittel nach der aromatischen organischen Base zugefügt werden kann.
  • Obwohl es bezüglich der für die Herstellung der Salze eingesetzten aromatischen organischen Base keine Beschränkung gibt, solange die Bildung von Salzen mit Nitrotoluylsäure möglich ist, können als Beispiele für die aromatischen organischen Basen, die für den genannten Zweck verwendet werden können, Aniline, wie Anilin, Alkylanilin und N-Alkylanilin, Pyridine, wie Pyridin und Alkylpyridin, sowie Chinoline, wie Chinolin, Isochinolin und Chinaldin, genannt werden. Von den genannten aromatischen organischen Basen sind monocyclische aromatische organische Basen, d. h. Aniline und Pyridine, insbesondere Anilin und Pyridin, bevorzugt.
  • Die Menge der einzusetzenden aromatischen organischen Base beträgt vorzugsweise 0,9 bis 5 Mol bezüglich der Gesamtsäure in dem Nitrierungsreakticinspartner, der zum Ausgangsstoff für die Behandlung zur Isomerentrennung wird. Wenn die aromatische organische Base in einer überschüssigen Menge verwendet wird, verschlechtert sich die Wirtschaftlichkeit. Wenn im Gegensatz dazu die Menge zu gering ist, findet die Salzbildung nicht in einem ausreichenden Ausmaß statt und die Abtrennung geschieht nur unzureichend mit dem Ergebnis, daß die Qualitäten der 3-Nitro-o-toluylsäure und der 5-Nitro-o-toluylsäure verschlechtert sind.
  • Die Behandlungstemperatur wird entsprechend den Behandlungsbedingungen festgelegt, da die Mengen der durch die Reaktion zwischen der Nitrotoluylsäure und der aromatischen organischen Base gebildeten Salze mit der Lösungsmittelmenge und dem Mischungsverhältnis zwischen Wasser und der in Wasser löslischen organischen Verbindung variieren. Die Behandlung erfolgt im Allgemeinen bei einer Temperatur von höchstens 50ºC. Wenn die Temperatur zu hoch ist, findet die Salzbildung zwischen der Nitrotoluylsäure und der aromatischen organischen Base nicht statt und die Trennung der 3-Nitro-o-toluylsäure und der 5-Nitro-o-toluylsäure voneinander kann nicht in einem ausreichenden Ausmaß durchgeführt werden. Das Ergebnis ist, daß die Qualitäten sowohl der 3-Nitro-o-toluylsäure als auch der 5-Nitro-o-toluylsäure verschlechtert sind.
  • Die Behandlung kann durch Fortsetzen des Rührens während 0,5 bis 24 Stunden nach der Zugabe der aromatischen organischen Base erfolgen.
  • Die genannte Behandlung kann nach dem Neutralisieren von restlicher Schwefelsäure und Salpetersäure in dem Nitrierungsreaktionspartner mit chemischen Stoffen, wie Natriumhydroxid, Kaliumhydroxid und Ammoniak, durchgeführt werden.
  • Das in der Stufe der Isomerentrennung verwendete Lösungsmittel ist Wasser oder ein Gemisch aus Wasser und einer wasserlöslichen organischen Verbindung. Obwohl die Trennung der Isomeren der Nitrotoluylsäure unter Einsatz von jedem dieser Lösungsmittel durchgeführt werden kann, sind die Löslichkeiten der durch die Reaktion zwischen der Nitrotoluylsäure und der aromatischen organischen Base gebildeten Salze im Falle des gemischten Lösungsmittels höher. Deshalb wird das gemischte Lösungsmittel vorzugsweise in solchen Fällen benutzt, in denen es erwünscht ist, die Lösungsmittelmenge auf einem Minimum zu halten und das Ansteigen des auf das Volumen bezogenen Nutzeffekts zu erhöhen.
  • Bezüglich der Art der wasserlöslichen organischen Verbindung, die in Form eines Gemisches mit Wasser, soweit sie wasserlöslich ist, verwendet wird, besteht keinerlei Beschränkung. Einige Beispiele für geeignete wasserlösliche organische Verbindungen sind Methanol, Ethanol, Isopropanol, Aceton, Tetrahydrofuran und Dioxan.
  • Das Mischungsverhältnis zwischen Wasser und der wasserlöslichen organischen Verbindung wird gemäß den angewandten Behandlungsbedingungen festgelegt, da die Salzmengen, welche durch die Umsetzung zwischen der Nitrotoluylsäure und der aromatischen organischen Base gebildet werden, mit der Temperatur und der Lösungsmittelmenge variieren. Im Allgemeinen wird die wasserlösliche organische Verbindung im Verhältnis des 0- bis 50- fachen des Gewichts des Wassers eingesetzt. Obwohl der auf das Volumen bezogene Nutzeffekt im Fall des Einsatzes einer überschüssigen Menge der wasserlöslichen organischen Verbindung verbessert wird, ist die Benutzung einer überschüssigen wasserlöslichen Verbindung nicht erwünscht, da dies zu einer Reduzierung der Ausführbarkeit und zu einer Verschlechterung der Qualität der aus der Mutterlauge herzustellenden 3-Nitroo-toluylsäure führt.
  • Die Menge des Lösungsmittels wird gemäß den Behandlungsbedingungen festgelegt, weil die in dem Lösungsmittel gelöste Menge an Salzen, welche durch die Umsetzung zwischen Nitrotoluylsäure und der aromatischen organischen Base gebildet werden, mit dem Mischungsverhältnis zwischen Wasser und der wasserlöslichen organischen Verbindung variiert. Die wasserlösliche organische Verbindung wird im allgemeinen in einem Verhältnis des 1- bis 30-fachen des Gewichts bezüglich des Nitrierungsreaktionsprodukts eingesetzt, welches der Ausgangsstoff für die Stufe der Isomerentrennung wird. Falls das Lösungsmittel im Überschuß vorliegt, ist es wegen der Abnahme des auf das Volumen bezogenen Nutzeffekts unwirtschaftlich. Noch schlechter ist es, wenn in einigen Fällen ein Eluieren von 5-Nitro-o-toluylsäure in die Mutterlauge bis zu einem Ausmaß zunimmt, daß die Qualität der 3-Nitro-o-toluylsäure verschlechtert wird. Im Gegensatz dazu nimmt dann, wenn die Lösungsmittelmenge zu gering ist, die Ausführbarkeit ab und der restliche Gehalt an 3-Nitro-o-toluylsäure der Feststoffe verschlechtert die Qualität der 5-Nitro-o-toluylsäure, was als Konsequenz in keiner Weise erwünscht ist.
  • Da die in Gegenwart von Wasser oder eines gemischten Lösungsmittels gebildeten Salze in Form einer Aufschlämmung vorliegen, wird eine solche Aufschlämmung einer üblichen Trennungsmethode unterworfen, beispielsweise der Trennung mittels Zentrifuge, der Filtrierung unter vermindertem Druck, der Druckfiltration und dem Dekantieren, um die Feststoffe von der Mutterlauge zu trennen.
  • Die Feststoffe und die Mutterlauge, die dadurch getrennt worden sind, können beide als Ausgangsstoffe benutzt werden, ohne daß sie einem weiteren Verfahren unterworfen werden, soweit sich kein zu beanstandendes Ergebnis einstellt.
  • Bei dem Verfahren zum Gewinnen von 3-Nitro-o-toluylsäure und 5-Nitro-o-toluylsäure werden Kristalle aus der Mutterlauge abgetrennt oder es werden die in Wasser dispergierten Feststoffe durch Zugabe von Schwefelsäure, Salzsäure oder einer anderen Säure zu jedem hiervon abgetrennt. Durch das Gewinnen der so erhaltenen Kristalle mittels einer üblichen Methode, z. B. durch die Trennung mittels Zentrifuge, die Filtration unter vermindertem Druck, die Druckfiltration oder das Dekantieren, wird 3-Nitro-o-toluylsäure aus der Mutterlauge und 5-Nitro-o-toluylsäure aus den Feststoffen erhalten.
  • In dem Fall, in welchem 3-Nitro-o-toluylsäure und 5-Nitro-otoluylsäure mit höheren Reinheiten erwünscht sind, können die erhaltenen Kristalle leicht durch ein Umkristallisierungsverfahren und dergleichen gereinigt werden.
  • BESTE ART DER AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG
  • Die vorliegende Erfindung wird ferner unter Bezugnahme auf die folgenden Beispiele speziell erläutert. Die Analyse für die Reinheit der Nitrotoluylsäure erfolgte zuerst durch ein Methylverestern von Nitrotoluylsäure mit Diazomethan und Behandeln der erhaltenen Probe mittels Gaschromatographie mit einem internen Standard (interner Standard: Naphthalin). Das Symbol "%", das in jedem Beispiel angegeben ist, bedeutet "Gew.-%", soweit nicht anders angegeben ist.
  • HERSTELLUNGSBEISPIEL 1
  • 68 g o-Toluylsäure und 176,5 g 98%ige Schwefelsäure wurden in einen Kolben mit einem inneren Fassungsvermögen von 500 ml eingebracht. Der Kolben war mit einem Rührer, einem Thermometer und einem Rückflußkühler ausgestattet. Während die Kolbeninnentemperatur bei 50ºC gehalten wurde, wurden 62 g einer 61%igen Salpetersäure während eines Zeitraums von 2,3 h in den Kolben eingetropft. Nachdem das Eintropfen beendet war, wurde der Kolbeninhalt 2 h bei 50ºC gerührt.
  • Nach dem Vervollständigen der Reaktion wurden der Kolben abgekühlt und das Reaktionsprodukt wurde zu 250 g Wasser gegeben. Anschließend wurden durch Abfiltrieren der Kristalle 155,6 g eines Produkts der Nitrierungsreaktion in Form eines nassen Kuchens erhalten. Ein Teil dieses Nitrierungsreaktionsprodukts wurde getrocknet und durch Gaschromatographie bezüglich seiner Komponenten analysiert. Die Analysenergebnisse zeigten, daß die Konzentrationen an o-Toluylsäure, 3-Nitro-o-toluylsäure und 5-Nitro-o-toluylsäure in dem nassen Kuchen bei 2,4%, 23,3% bzw. 27,6% lagen. Das Verhältnis der Menge der erhaltenen 3-Nitro-o-toluylsäure zur Menge der erhaltenen 5-Nitro-otoluylsäure betrug 5 bis 6.
  • BEISPIEL 1
  • 64 g Wasser wurden zu 8,01 g des gemäß dem Herstellungsbeispiel 1 erhaltenen nassen Kuchens gegeben. Nachdem die Aufschlämmung mit 3,77 g Anilin versetzt worden war, wurde das Gemisch 1 h bei Raumtemperatur gerührt. Anschließend wurde das Gemisch filtriert, um es in eine Mutterlauge und Feststoffe aufzutrennen. Der pH-Wert der Mutterlauge wurde mit Schwefelsäure auf 1 eingestellt, und die dadurch ausgefällten Kristalle wurden abfiltriert und zu 2,11 g eines Kuchens getrocknet. Der erhaltene Kuchen wurde mittels der Gaschromatographie bezüglich seiner Komponenten analysiert. Die Analyse ergab 6,0% o-Toluylsäure, 78,6% 3-Nitro-o-toluylsäure und 9,5% 5-Nitro-o-toluylsäure. Das Verhältnis der Menge der erhaltenen 3-Nitro-otoluylsäure zur Menge der erhaltenen 5-Nitro-o-toluylsäure betrug 8 : 1. Die erhaltene Ausbeute an 3-Nitro-o-toluylsäure lag bei 88,9 Mol%.
  • Andererseits wurden zu den Feststoffen 20 g Wasser gegeben und durch Einstellen des pH-Werts der Aufschlämmung mit Schwefelsäure Kristalle ausgefällt. Man erhielt durch Abfiltrieren und Trocknen der ausgefällten Kristalle 2,04 g eines Kuchens. Der erhaltene Kuchen wurde mittels der Gaschromatographie bezüglich seiner Komponenten analysiert. Die Analyse ergab 0,7% o-Toluylsäure, 6,5% 3-Nitro-o-toluylsäure und 91,1% 5-Nitroo-toluylsäure. Das Verhältnis der Menge der erhaltenen 3-Nitroo-toluylsäure zur Menge der erhaltenen 5-Nitro-o-toluylsäure betrug 1 : 13. Das Gewinnungsverhältnis der 5-Nitro-o-toluylsäure lag bei 84,2 Mol%. Die Prüfungsergebnisse sind in der Tabelle 1 angegeben.
  • BEISPIEL 2
  • In der gleichen Weise wie im Beispiel 1 wurden Salze gebildet, mit der Ausnahme, daß Pyridin als aromatische organische Base anstelle von Anilin eingesetzt wurde sowie 16 g Wasser und 3,83 g Pyridin zu 8,05 g eines nassen Kuchens gegeben wurden. Entsprechend dem gleichen Verfahren wie in Beispiel 1 wurden dann aus der Mutterlauge 2,13 g Kuchen und aus den Feststoffen 2,08 g Kuchen erhalten.
  • Die Analyse des aus der Mutterlauge erhaltenen Kuchens ergab 5,6% o-Toluylsäure, 80,8% 3-Nitro-o-toluylsäure und 11,5% 5-Nitro-o-toluylsäure. Das Verhältnis der Menge der erhaltenen 3-Nitro-o-toluylsäure zur Menge der erhaltenen 5-Nitro-otoluylsäure lag bei 7 : 1. Das Gewinnungsverhältnis der 3-Nitroo-toluylsäure betrug 91,8 Mol%.
  • Andererseits ergab die Analyse des Kuchens durch Gaschromatographie 0,7% o-Toluylsäure, 5,1% 3-Nitro-o-toluylsäure und 93,2% 5-Nitro-o-toluylsäure. Das Verhältnis der Menge der erhaltenen 3-Nitro-o-tolylsäure zur Menge der erhaltenen 5-Nitro-o-toluylsäure lag bei 1 : 18. Das Gewinnungsverhältnis der 5-Nitro-o-toluylsäure betrug 87,4 Mol%. Die Prüfungsergebnisse sind in der Tabelle 1 angegeben.
  • HERSTELLUNGSBEISPIEL 2
  • 272 g o-Toluylsäure, 196 g 98%ige Schwefelsäure und 1000 ml Methylenchlorid wurden in einen Kolben mit einem inneren Fassungsvermögen von 2 l eingebracht, der mit einem Rührer, einem Thermometer und einem Rückflußkühler ausgerüstet war. Während die Kolbeninnentemperatur auf 40ºC gehalten wurde, wurden während eines Zeitraums von 1,3 h 154 g 98%ige Salpetersäure in den Kolben eingetropft. Nach dem vollständigen Eintropfen wurde der Kolbeninhalt während 1 h bei 40ºC gerührt.
  • Nach der Vervollständigung der Umsetzung wurde die Reaktionsflüssigkeit durch Verdampfen von Methylenchlorid konzentriert. Nach der Zugabe von 1000 g Wasser zu der erhaltenen Flüssigkeit wurden die Kristalle abfiltriert und zu 390 g eines Nitrierungsreaktionsprodukts getrocknet.
  • Die Analyse des Nitrierungsreaktionsprodukts ergab 0,5% o-Toluylsäure, 36,2% 3-Nitro-o-toluylsäure und 54,1% 5-Nitroo-toluylsäure. Das Verhältnis der Menge der erhaltenen 3-Nitroo-toluylsäure zur Menge der erhaltenen 5-Nitro-o-tolylsäure lag bei 2 : 3:
  • BEISPIEL 3
  • Nach der Zugabe von 20 g Wasser, 10 g Methanol und dann 7,03 g Anilin zu 10 g des gemäß dem Herstellungsbeispiel 2erhaltenen Nitrierungsreaktionsprodukts wurde das Gemisch 1 h bei 20ºC gerührt. Dann wurde das Gemisch filtriert, um es in eine Mutterlauge und Feststoffe aufzutrennen. Der pH-Wert der Mutterlauge wurde mit Schwefelsäure auf 1,4 eingestellt, und die dadurch abgeschiedenen Kristalle wurden abfiltriert und zu 4,60 g eines Kuchens getrocknet. Der erhaltene Kuchen wurde mittels Gaschromatographie bezüglich seiner Komponenten analysiert. Die Analyse ergab 0,8% o-Toluylsäure, 74,7% 3-Nitro-o-toluylsäure und 8,9% 5-Nitro-o-toluylsäure. Das Verhältnis der Menge der erhaltenen 3-Nitro-o-toluylsäure zur Menge der erhaltenen '5-Nitro-o-toluylsäure betrug 8 : 1. Die gewonnene Ausbeute an 3-Nitro-o-toluylsäure lag bei 95,1 Mol%.
  • Andererseits wurden durch Zugabe von 40 g Wasser zu den Feststoffen und durch Einstellen des pH-Werts der Aufschlämmung auf 1,3 sowie nachfolgendes Abfiltrieren und Trocknen der abgeschiedenen Feststoffe 4,79 g eines Kuchens erhalten. Der erhaltene Kuchen wurde durch Gaschromatographie bezüglich seiner Komponenten analysiert. Das Analysenergebnis zeigte, daß die Konzentrationen an 3-Nitro-o-toluylsäure und 5-Nitro-o-toluylsäure in dem Kuchen bei 2,0 und 94,5% lagen. Das Verhältnis von 3-Nitro-o-toluylsäure und 5-Nitro-o-toluylsäure betrug 1 : 47. Die gewonnene Ausbeute an 5-Nitro-o-toluylsäure lag bei 83,7 Mol%. Die Prüfungsergebnisse sind in der Tabelle 2 angegeben.
  • BEISPIELE 4, 5 und 6
  • Mit der Ausnahme, daß die Mengen an Wasser, Methanol und Anilin sowie die Temperatur in die in der Tabelle 2 angegebenen Werte abgeändert wurden, wurden gemäß dem gleichen Verfahren wie im Beispiel 3 die Isomeren getrennt. Die Prüfungsergebnisse sind in der Tabelle 2 angegeben.
  • HERSTELLUNGSBEISPIEL 3
  • 13,6 g o-Toluylsäure und 35,3 g 98%ge Schwefelsäure wurden in einen Kolben mit einem inneren Fassungsvermögen von 100 ml eingebracht, der mit einem Rührer, einem Thermometer und einem Rückflußkühler ausgerüstet war. Während die Innentemperatur des Kolbens auf 90 bis 100ºC gehalten wurde, wurden während eines Zeitraums von 2 h 15,5 g 61%ige Salpetersäure in den Kolben eingetropft. Nach dem vollständigen Eintropfen wurde der Kolbeninhalt während 2 h bei 100ºC gerührt.
  • Nach der Vervollständigung der Reaktion wurde die Reaktionsflüssigkeit abgekühlt. Nach der Zugabe von 100 g Wasser zu der erhaltenen Flüssigkeit wurden die Kristalle abfiltriert und zu 17,6 g eines Nitrierungsreaktionsprodukts getrocknet. Das erhaltene Nitrierungsreaktionsprodukt wurde durch Gaschromatographie bezüglich seiner Komponenten analysiert. Die Analyse des dadurch erhaltenen Nitrierungsreaktionsprodukts ergab 0,6% o-Toluylsäure, 22,7% 3-Nitro-o-toluylsäure und 46,6% 5-Nitroo-toluylsäure. Das Verhältnis der Menge der erhaltenen 3-Nitroo-toluylsäure zur Menge der erhaltenen 5-Nitro-o-toluylsäure betrug 1 : 2.
  • VERGLEICHSBEISPIEL 1
  • 6 g Ethanol wurden zu 2,97 g des im Herstellungsbeispiel 3 erhaltenen Nitrierungsreaktionsprodukts gegeben, das dann durch Erhitzen geschmolzen wurde. Die nach dem Abkühlen der Flüssigkeit auf 0ºC abgeschiedenen Kristalle wurden abfiltriert und zu 0,54 g eines Kuchens getrocknet.
  • Der erhaltene Kuchen wurde durch Gaschromatographie bezüglich seiner Komponenten analysiert. Das Analysenergebnis ergab, daß. die Konzentrationen an o-Toluylsäure, 3-Nitro-o-toluylsäure und 5-Nitro-o-toluylsäure in dem Kuchen bei 0,2%, 2, 2% bzw. 97,2% lagen. Das Verhältnis der Menge der erhaltenen 3-Nitroo-toluylsäure zur Menge der erhaltenen 5-Nitro-o-toluylsäure betrug 1 : 44. Das Gewinnungsverhältnis von 5-Nitro-o-toluylsäure betrug 37,9 Mol%. Obwohl die 5-Nitro-o-toluylsäure mit einer solchen Reinheit über die Umkristallisierungsstufe durch Ausführen der Nitrierungsreaktion unter harten Bedingungen, wie 90 bis 100ºC, erhalten worden ist, war das Gewinnungsverhältnis sehr niedrig, und das Verfahren ergab keine Bildung von 3-Nitro-o-toluylsäure mit einer hohen Reinheit.
  • VERGLEICHSBEISPIEL 2
  • 40 g Wasser wurden zu 8,04 g des im Herstellungsbeispiel 1 erhaltenen nassen Kuchens gegeben. Die erhaltene Aufschlämmung wurde 1 h bei Raumtemperatur gerührt, wobei der pH-Wert mit 48%igem Natriumhydroxid auf 11 eingestellt war. Anschließend wurde Kristalle ausgeschieden, und zwar durch Einstellen des pH-Werts der Aufschlämmung auf 4, 5 durch Zugabe von 10%iger Schwefelsäure. Die dadurch ausgeschiedenen Kristalle wurden dann abfiltriert und zu 1,65 g eines Kuchens getrocknet. Der erhaltene Kuchen wurde mittels Gaschromatographie bezüglich seiner Komponenten analysiert. Das Analysenergebnis zeigte Konzentrationen an o-Toluylsäure, 3-Nitro-o-toluylsäure und 5-Nitro-o-toluylsäure in dem Kuchen von 3,9%, 1, 1% bzw. 91,2%. Das Verhältnis der Menge der erhaltenen 3-Nitro-otoluylsäure zur Menge der erhaltenen 5-Nitro-o-toluylsäure lag bei 1 : 83. Das Gewinnungsverhältnis der 5-Nitro-o-toluylsäure betrug 6T,8 Mol%.
  • Andererseits wurde zu dem Filtrat Schwefelsäure gegeben, um den pH-Wert auf 1,9 einzustellen. Es wurden Kristalle abgeschieden. Die dadurch ausgefällten Kristalle wurden abfiltriert und zu 2,59 g eines Kuchens getrocknet. Der erhaltene Kuchen wurde durch Gaschromatographie hinsichtlich seiner Komponenten analysiert. Das Analysenergebnis zeigte, daß die Konzentrationen an o-Toluylsäure, 3-Nitro-o-toluylsäure und 5-Nitro-o-toluylsäure in dem Kuchen bei 5,3%, 68,6% bzw. 22,6% lagen. Das Verhältnis der Menge der erhaltenen 3-Nitro-o-toluylsäure zur Menge der erhaltenen 5-Nitro-o-toluylsäure betrug 3 : 1. Die Prüfungsergebnisse sind in der Tabelle 1 im Vergleich mit den Prüfungsergebnissen der Beispiele 1 und 2 angegeben.
  • Obwohl 5-Nitro-o-toluylsäure mit einer hohen Ausbeute aus den Kristallen erhalten wurde, die an erster Stelle abgetrennt worden sind, konnte 3-Nitro-o-toluylsäure in hoher Ausbeute aus dem Filtrat, aus dem die 5-Nitro-o-toluylsäure abgetrennt worden war, nicht gewonnen werden.
  • VERGLEICHSBEISPIEL 3
  • 10 g Methanol wurden zu 10 g des gemäß dem Verfahren im Herstellungsbeispiel 1 erhaltenen Nitrierungsreaktionsprodukts in Kuchenform (2,5% o-Toluylsäure, 24,6% 3-Nitro-o-toluylsäure und 31,2% 5-Nitro-o-toluylsäure) gegeben. Nach dem Schmelzen des Nitrierungsreaktionsprodukts durch Erhitzen wurde die Lösung auf Raumtemperatur abgekühlt, um Kristalle abzuscheiden. Diese wurden dann abfiltriert und zu 4,04 g eines Kuchens getrocknet. Das Analysenergebnis zeigte, daß die Konzentrationen an o-Toluylsäure, 3-Nitro-o-toluylsäure und 5-Nitroo-toluylsäure in dem Kuchen bei 1,0%, 43,7% bzw. 59,1% lagen. Das Verhältnis der Menge der erhaltenen 3-Nitro-otoluylsäure zur Menge der erhaltenen 5-Nitro-o-toluylsäure betrug 5 : 7. Die Prüfungsergebnisse sind in der Tabelle 3 angegeben.
  • VERGLEICHSBEISPIELE 4, 5 und 6
  • Die Isomeren wurden gemäß dem Verfahren im Vergleichsbeispiel 3 getrennt, mit der Ausnahme, daß die Arten und Mengen der für die Umkristallisation eingesetzten Lösungsmittel in jene gemäß der Tabelle 3 abgeändert wurden. Die Prüfungsergebnisse sind in der Tabelle 3 angegeben. Das Verfahren des Umkristallisierens unter Verwendung von Lösungsmitteln ergab keine wesentliche Verbesserung der Verhältnisse der gebildeten Isomeren trotz der mit verschiedenen Lösungsmitteln unternommenen Versuche.
  • INDUSTRIELLE ANWENDBARKEIT DER ERFINDUNG
  • Das Trennen von 3-Nitro-o-toluylsäure und 5-Nitro-o-tvluylsäure aus deren Gemisch war üblicherweise von Schwierigkeiten begleitet und konnte durch Umkristallisieren oder Einstellen des pH- Werts in dem Fällungsverfahren unter Einsatz einer Säure nicht erreicht werden. Gemäß der vorliegenden Erfindung können beide Isomeren mit hohen Ausbeuten und hohen Gewinnungsverhältnissen mittels der Bildung von Salzen durch Zugabe einer aromatischen organischen Base zu dem Gemisch jener Isomeren getrennt werden, wobei der Vorteil des Unterschieds in den Löslichkeiten der dabei gebildeten Salze in Wasser oder in einem Gemisch aus Wasser und einer wasserlöslichen organischen Verbindung genutzt wurde. Somit ist das Verfahren, das durch die vorliegende Erfindung beschrieben wird, eine hervorragende Methode zum Gewinnen von 3-Nitro-o-toluylsäure und 5-Nitro-o-toluylsäure, die beide wertvolle Rohstoffe für Arzneimittel, landwirtschaftliche Chemikalien und Farbstoffe sind. Tabelle 1
  • * Nach der Zugabe von NaOH bis zum pH 11 Wurde der pH-Wert mit Schwefelsäure auf 4,5 eingestellt. Tabelle 2 Tabelle 3

Claims (3)

1. Verfahren zum Trennen von Isomeren der Nitrotoluylsäure durch Zugabe einer aromatischen organischen Base zu einem Gemisch aus 3-Nitro-o-toluylsäure und 5-Nitro-o-toluylsäure zur Herstellung von Salzen hiervon in Gegenwart von Wasser oder eines gemischten Lösungsmittels, das aus Wasser und einer wasserlöslichen organischen Verbindung besteht, Trennen des erhaltenen Gemisches in Feststoffe und eine Mutterlauge und Gewinnen von 3-Nitro-o-toluylsäure aus der Mutterlauge und 5-Nitro-o-toluylsäure aus den Feststoffen.
2. Verfahren zum Trennen von Isomeren der Nitrotoluylsäure nach Anspruch 1, worin die aromatische anorganische Base Anilin oder Pyridin ist.
3. Verfahren zum Trennen von Isomeren der Nitrotoluylsäure nach Anspruch 1 und 2, worin die wasserlösliche organische Verbindung Methanol ist.
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