DE69800010T2 - WDM faseroptisches Übertragungssystem mit verbesserter Dispersionskompensation - Google Patents
WDM faseroptisches Übertragungssystem mit verbesserter DispersionskompensationInfo
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Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft dispersionskompensierte, wellenlängenmultiplexierte Lichtleitfaserkommunikationssysteme (WDM-Lichtleitfaserkommunikationssysteme).
- Mehrkanälige WDM-Lichtleitfaserkommunikationssysteme sind vielversprechende Kandidaten für zukünftige Systeme mit hohen Bitraten und großen Distanzen. Der wesentliche Beschränkungsfaktor bei Systemen mit hoher Bitrate (z. B. 710 Gbps pro Kanal) und großen Distanzen (z. B. mehrere hundert Kilometer) ist die chromatische Dispersion.
- Bei Fernübertragungssystemen muß folgendes beachtet werden:
- i) wenn die Faser eine von null verschiedene chromatische Dispersion aufweist, dann resultiert eine Impulsverbreitung mit damit verbundenen Störungen zwischen Symbolen;
- ii) wenn die chromatische Dispersion überall entlang der Übertragungsfaser null ist, dann können nichtlineare Effekte wie zum Beispiel Vierwellenmischung zu einer verschlechterten Systemleistung führen.
- Ein wesentlicher Fortschritt bei der Implementierung von mehrkanäligen WDM-Systemen war die Verwendung von "Dispersionsmanagement". Hinsichtlich der oben erwähnten widersprüchlichen Anforderungen ist das Grundprinzip des Dispersionsmanagements, die lokale Dispersion von null verschieden zu halten, die Gesamt- Systemdispersion jedoch im wesentlichen gleich null werden zu lassen. Siehe zum Beispiel A. R. Chraplyvy et al., IEEE Photonics Technology Letters, Band 7, 5.98, 1995.
- Zum Beispiel verwendet ein Dispersionsmanagementverfahren eine herkömmliche Faser mit einer Dispersion (D) von +1-2 ps/nm-km bei den Systemwellenlängen (z. B. etwa 1550 nm); nach einigen hundert Kilometern, wenn die kumulative Dispersion mehrere hundert ps/nm-km erreicht hat, kompensiert man die Dispersion mit einer ungefähr gleichen Länge Faser mit einer Dispersion von -2 ps/nm-km.
- Bei einem weiteren Verfahren wird eine herkömmliche Faser mit einer Dispersion von null bei 1310 nm und einer Dispersion von +16 ps/nm-km bei 1550 nm verwendet. Zur Verwendung in dem 1550-nm-Übertragungsfenster wird eine dispersionskompensierende Faser (DCF) mit hoher negativer Dispersion hinzugefügt, um die chromatische Dispersion zu reduzieren oder zu beseitigen. In der Regel ist die Dispersion der DCF negativer als etwa -90 ps/nm-km, und es wird alle 50-60 km eine entsprechende Länge (z. B. etwa 10 km) der DCF in den Übertragungsweg eingefügt. DCF sind bekannt. Siehe zum Beispiel die US-Patente 5 446 674 und 5 351 319.
- Herkömmliche Dispersionsmanagementverfahren sind zwar wirksam für Einkanal-Faserkommunikationssysteme, weisen aber mindestens eine Unzulänglichkeit in Bezug auf Mehrkanalsysteme auf. Insbesondere ist die völlige Auslöschung der Dispersion in allen Kanälen am Ende des Systems nicht leicht erzielbar, und zwar im wesentlichen, weil die Dispersionssteigung d/D/dΔ auch als D' bezeichnet in den kompensierenden Fasern in der Regel nicht den beiden Anforderungen von großem Betrag und negativem Vorzeichen genügen kann.
- Zum Beispiel weisen derzeitig verfügbare DCFs eine Dispersion D = -96 ps/nm-km und eine Steigung D' = -0,2 ps/nm²-km auf. Für eine völlige Dispersionsauslöschung aller WDM-Kanäle in einem spektralen Bereich von 30 nm und unter der Annahme, daß die Übertragungsfaser herkömmliche 5D®-Faser ist, ist die Anforderung D5D/D'5D DDCF/D'DCF. Da D'5D = 0,07 ps/nm²·km ist, erfordert diese Anforderung, daß D'DCF gleich -0,4 ps/nm²-km ist. Diese Differenz der Steigungen ist für eine ungleichmäßige Kompensation der Kanäle in einem WDM- System verantwortlich.
- Fasern mit hoher negativer Dispersion und hoher negativer Steigung sind hauptsächlich deshalb nicht verfügbar, weil die Herstellung schwierig ist. Kleine Schwankungen des Faserentwurfs mit diesen Eigenschaften führen in der Regel zu großen Änderungen von Fasereigenschaften, und solche Entwürfe sind daher in der Regel nicht zuverlässig herstellbar.
- Bei einem weiteren Beispiel mit abwechselnder Dispersion von +2 und -2 ps/nm-km sind die Dispersionssteigungen beider Fasern positiv, was somit zu ähnlichen Konsequenzen führt.
- Hinsichtlich der oben besprochenen Unzulänglichkeiten des Standes der Technik ist es klar, daß ein Dispersionssteigungskompensator höchst wünschenswert wäre. Ein solcher Kompensator würde beispielsweise am Ende eines Faserabschnitts eingefügt und hätte bei einer Wellenlänge (die als λm bezeichnet wird) eine Dispersion von null, bei der eine vollständige Dispersionskompensation durch herkömmliche Mittel und eine hohe negative Steigung D' um λm erzielt wird.
- Vorrichtungen, die als Dispersionssteigungskompensatoren dienen können, sind bekannt. Zum Beispiel beschreiben J. A. R. Williams et al., IEEE Photonics Technology Letters, Band 8, S. 1187, (1996), einen Steigungskompensator auf Gitterbasis und K. Takiguchi et al., Electronics Letters, Band 32, S. 755 (1996) planare Lichtleiterschaltungen. Der Kompensator auf Gitterbasis weist in der Regel jedoch eine begrenzte Bandbreite auf, die nicht das gesamte Verstärkungsspektrum (~30 nm) von Er-dotierten Faserverstärkern abdeckt, ihre Herstellung erfordert enge Toleranzen bei der Phasenmaskenherstellung, und nach der Herstellung liefern sie eine feste Dispersionssteigung. Der planare Lichtleiterkompensator hat ebenfalls Nachteile. Er erfordert eine aktive Steuerung in Form von thermooptischen Phasenschiebern und weist eine relativ kleine Bandbreite und relativ hohe Einfügungsverluste auf.
- Hinsichtlich der Wichtigkeit der Dispersionskompensation in WDM-Lichtleitfaserkommunikationssystemen wäre es höchst wünschenswert, über einen einfachen, robusten, relativ kostengünstigen, passiven Dispersionssteigungskompensator mit relativ großer Bandbreite und relativ geringen Einfügungsverlusten zu verfügen. Die vorliegende Anmeldung offenbart einen solchen Kompensator und WDM-Lichtleitfaserkommunikationssysteme, die den Kompensator umfassen.
- Die Erfindung wird durch die Ansprüche definiert. In einem allgemeinen Aspekt wird die Erfindung durch ein verbessertes WDM-Lichtleitfaserkommunikationssystem realisiert. Das System hat N Kanäle (N > 1) und umfaßt einen Abschnitt dispersionssteigungskompensierender Faser, der so ausgewählt wird, daß im Empfänger des Systems im wesentlichen alle N Kanäle nominal frei von Dispersion sind.
- Genauer gesagt umfaßt das System einen Sender, einen Empfänger und einen Lichtleitfaserübertragungsweg, der den Sender und den Empfänger signalübertragend verbindet. Das System ist für eine Signalübertragung in N Übertragungskanälen der Wellenlängen λ&sub1; ......λN ausgelegt. Der Übertragungsweg umfaßt eine erste Einmoden- Lichtleitfaser mit von null verschiedener chromatischer Dispersion eines ersten mathematischen Vorzeichens bei den Wellenlängen λ&sub1;......λN und umfaßt weiterhin dispersionskompensierende zweite Einmoden-Lichtleitfaser mit von null verschiedener chromatischer Dispersion eines zweiten mathematischen Vorzeichens bei den Wellenlängen λ&sub1;......λN.
- Insbesondere umfaßt der Übertragungsweg weiterhin dritte Einmoden-Lichtleitfaser, die als dispersionssteigungskompensierende Faser oder DSCF bezeichnet wird, wobei die besagte Faser in dem Wellenlängenbereich λ&sub1;......λN eine Dispersionssteigung aufweist, wobei die Dispersion, Dispersionssteigung und Länge der DSCF in dem Übertragungsweg so gewählt werden, daß die gesamte chromatische Dispersion des Übertragungswegs bei im wesentlichen allen Wellenlängen λ&sub1;......λN nominal null ist. Der spektrale Bereich λ&sub1;......λN ist beispielsweise mindestens 12 nm.
- Die Dispersionssteigung der DSCF ist in der Regel negativer als -0,1 ps/nm²·km und ist vorzugsweise negativer als -0,5 oder sogar -1,0 ps/nm²·km. Die DSCF mit einer Dispersionssteigung von weniger negativ als -0,1 ps/nm²·km haben in der Regel keine kommerzielle Bedeutung.
- Die gesamte chromatische Dispersion eines Kanals ist "nominal null", wenn die Dispersion im wesentlichen nur auf unbeabsichtigte Entwurfs- oder Herstellungsmängel zurückzuführen ist. In vielen Fällen wird die dispersionskompensierende Faser so gewählt, daß die gesamte chromatische Dispersion eines Kanals (beispielsweise des Mittenkanals) nominal null ist. Die Wellenlänge dieses Kanals wird als 4 bezeichnet.
- Allgemeiner ist 4 die Wellenlänge des Kanals, der bei Abwesenheit von Dispersionssteigungskompensation einen minimalen (absoluten) Gesamtwert der chromatischen Dispersion aufweist.
- Fig. 1 zeigt schematisch ein WDM-Lichtleitfaserkommunikationssystem gemäß der Erfindung;
- Fig. 2 zeigt die Dispersion einer beispielhaften dispersionssteigungskompensierenden Faser (DSCF);
- Fig. 3 zeigt die Dispersion von drei Kanälen einer beispielhaften dispersionskompensierten Faser;
- Fig. 4 zeigt das Brechungsindexprofil einer DSCF für das System von Fig. 3;
- Fig. 5 zeigt die Dispersion von 3 Kanälen einer weiteren beispielhaften dispersionskompensierten Faser; und
- Fig. 6 zeigt das Brechungsindexprofil einer DSCF für das System von Fig. 5.
- Fig. 1 zeigt schematisch ein beispielhaftes WDM-Lichtleitfaserkommunikationssystem 10 gemäß der Erfindung. Das System umfaßt einen WDM-Sender 11, einen WDM-Empfänger 12 und einen Lichtleitfaserübertragungsweg, der den Sender und den Empfänger signalübertragend verbindet. Der Übertragungsweg umfaßt herkömmliche Einmoden- Übertragungsfaser und in der Regel eine entsprechende Länge von DCF (die zusammen als 13 bezeichnet werden) und eine vorbestimmte Länge dispersionssteigungskompensierender Faser (DSCF) 14.
- Der Sender empfängt eine Vielzahl (z. B. N) Eingangssignale und besitzt eine Vielzahl von optischen Ausgangskanälen der Wellenlängen λ&sub1;, λ&sub2;......λN (wobei N eine ganze Zahl größer als 1 ist). Der Empfänger nimmt die Vielzahl von optischen Eingangskanälen an und besitzt eine Vielzahl von demultiplexierten Ausgangssignalen. Der Faserübertragungsweg umfaßt in der Regel eine Vielzahl herkömmlicher Bauelemente und/oder Merkmale (z. B. optische Verstärker, Add/Drop-Knoten, dispersionskompensierende Faser, Gitter, Isolatoren, Koppler, Abgriffe), die in Fig. 1 nicht gezeigt sind. Die DSCF wird in der Regel an dem signalabwärts liegenden Ende des Übertragungswegs oder in dessen Nähe angeordnet und auf herkömmliche Weise mit der Übertragungsfaser verbunden, was durch ein "X" gekennzeichnet ist. Wie nachfolgend ausführlicher besprochen wird, ist die DSCF (bei der Wellenlänge des Systems, z. B. etwa 1,55 um) eine Einmoden-Lichtleitfaser mit einer Dispersion von null bei der Wellenlänge λm (in der Regel, aber nicht unbedingt die Wellenlänge des Mittenkanals) und einem relativ großen (absoluten) Wert der negativen Dispersionssteigung D', wie schematisch in Fig. 2 gezeigt.
- Die Erfindung wird nun anhand von Beispielen weiter erläutert.
- Man betrachte ein WDM-System mit einer Abschnittlänge von 640 km, das herkömmliche True Wave®- Übertragungsfaser mit positiver und negativer Dispersion verwendet. Die erstere hat eine Dispersion von +2 ps/nm·km bei λm, die letztere hat eine Dispersion von -2 ps/nm·km bei λm, beispielsweise 1556 nm. Die ersten 320 km des Abschnitts sind Faser mit positiver Dispersion, die zweiten 320 km sind Faser mit negativer Dispersion. Der Mittenkanal (λm) ist somit perfekt kompensiert, d. h. er weist eine Gesamtdispersion von nominal null auf.
- Man nehme an, daß die Kanäle gleichförmig beabstandet sind und die Gesamt-Kanalabdeckung 30 nm beträgt. Die Dispersion des ersten Mitten- und letzten Kanals wird als D1, Dm bzw. DN bezeichnet, und es wird angenommen, daß λ&sub1;λm< λN ist. Somit ist λ&sub1; = λm - 15 nm und λN = λm + 15 nm.
- Typische Dispersionswerte (in ps/nm·km) für True Wave-Fasern mit positiver (und negativer) Dispersion sind D&sub1; = 1 (-3), Dm = 2(-2) und DN = 3 (-1). Die Dispersionsübersicht für ein solches System ist in Fig. 3 gezeigt, die die Dispersion als Funktion des Abstands von dem Sender zeigt. Wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, haben die Kanäle 1 und N am Empfängerstandort -640 ps/nm bzw. +640 ps/nm akkumuliert.
- Das Vorliegen von Restdispersion in allen anderen Kanälen als dem Mittenkanal würde (zumindest für die erwarteten hohen Bitraten, z. B. > 10 Gb/s) zu unerwünschten Einbußen bei der Systemleistung führen. Dies wird durch Einführung einer DSCF vermieden.
- Die erforderliche Dispersionssteigung der DSCF wird ohne weiteres aus den obigen Daten bestimmt. Sie ist die Summe der Restdispersionen der beiden äußersten Kanäle λ1 und λN, dividiert durch die Wellenlängendifferenz zwischen den äußersten Kanälen, nämlich ((-640)- (+640))ps/nm·km/30 nm. Dies ergibt D'- -43 ps/nm²·km.
- Bekanntlich existieren rechnerische Verfahren, durch die der Praktiker Lichtleitfaser mit gewünschten Wellenleitungskenngrößen, darunter einem gewünschten Wert von D', entwerfen kann. Siehe zum Beispiel T. Lenahan, Beil System Technical Journal, Band 62, S. 2663 (1983).
- Fig. 4 zeigt das normierte Brechungsindexprofil einer beispielhaften Einmoden-Lichtleitfaser mit den in dem obigen Beispiel erforderlichen Kenngrößen der DSCF. Die Faser kann unter Verwendung eines herkömmlichen Verfahrens zur Faser-Vorformherstellung hergestellt werden, wobei MCVD das bevorzugte Verfahren ist. Die Faser ist eine Faser auf Siliziumdioxidbasis mit Germaniumdioxid in den Bereichen mit gehobenem Index (Δ > 0) und Fluor in den Bereichen mit erniedrigtem Index (Δ < 0), wobei die normierte Brechungsindexdifferenz (ni - no)/no ist, wobei ni und no der Brechungsindex einer gegebenen Schicht bzw. der Brechungsindex von reinem glasartigen Siliziumdioxid sind. In dem Profil von Fig. 4 sind die Δ-Werte für die verschiedenen Schichten (vom Faserkern nach außen) 0,29, -0,60, 0,07, -0,06 bzw. 0,0%. Die entsprechenden Radien sind 4,06, 6,496, 8,607 und 10,028 um oder in Bezug auf den Kernradius a, 1,6a, 2,12a, 2,47a, wobei a = 4,06 um ist. Diese Faser hat ein D' = -1,129 ps/nm²·km bei 1556 nm. Somit kompensieren ungefähr 38 km dieser Faser, die mit dem signalabwärts liegenden Ende des Übertragungswegs verbunden sind, die Restdispersion in den äußeren Kanälen (λ1, ......λm-1, λm+1, ......λN) des beispielhaften WDM-Systems mit 640 km. Faser wie die oben beschriebene kann Verluste von etwa 0,25 dB/km aufweisen. Somit können die gesamten hinzugefügten Verluste sogar nur 9,5 dB betragen.
- Als weiteres Beispiel betrachte man ein WDM- Lichtleitfaserkommunikationssystem, das herkömmliche 5D-Übertragungsfaser mit einer Dispersion von null bei 1310 nm und einer Dispersion von 16 ps/nm·km im Mittenkanal (λm = 1545 nm) und außerdem die oben erwähnte DCF verwendet. Die gesamte Kanalabdeckung ist wiederum 30 nm, und der Mittenkanal wird durch die DSF perfekt kompensiert. Die Dispersionskenngrößen von 5D-Faser und der DCF sind bekannt und ergeben die folgenden jeweiligen Dispersionswerte (in ps/nm·km):
- D&sub1; = 15, Dm = 16, DN = 17; und D&sub1; = -93, Dm = -96, DN = -99, wobei die Indizes 1, m und N wiederum den Kanal mit der kürzesten Wellenlänge, den Mittenkanal bzw. den Kanal mit der längsten Wellenlänge bezeichnen.
- Man nehme an, daß das beispielhafte System Abschnittlängen von 60 km aufweist, denen 10 km DCF folgen. Die Dispersionsübersicht für einen Abschnitt eines solchen Systems ist in Fig. 5 gezeigt, wobei die Bezugszahlen 51-53 λ&sub1;, 4 bzw. λN bezeichnen. Wie durch Fig. 5 gezeigt, wird die Dispersion für 4 perfekt kompensiert, λ&sub1; und λN weisen jedoch eine Restdispersion von -30 bzw. +30 ps/nm auf. Bei einem System mit großen Distanzen würde sich die Restdispersion auf Kosten der Systemleistung akkumulieren. Die Restdispersion kann mittels einer DSCF kompensiert werden.
- Wenn das System 1800 km lang ist, dann hat unter Verwendung des Ansatzes des vorherigen Beispiels die entsprechende DSCF ein D' = -60 ps/nm²·km.
- Diese Steigung kann durch eine Einmodenfaser auf Siliziumdioxidbasis mit dem in Fig. 6 gezeigten Brechungsindexprofil bereitgestellt werden. Die Figur zeigt den normierten Brechungsindex Δ als Funktion des Radius, im wesentlichen wie in Fig. 4. Die Werte von Δ sind 0,30, -0,60, 0,00 und -0,60% vom Kern zur äußeren Ummantelung, und die entsprechenden Radien sind a, 1,62a, 2,09a und 2,44a, wobei der Kernradius a = 4,04 um. Die Faser hat ein D' = -1,607 ps/nm²·km. Somit kompensieren 37 km der Faser, die am signalabwärts liegenden Ende des 1800-km-Systems hinzugefügt werden, die Restdispersion in den äußeren Kanälen. Die hinzugefügten Verluste können wiederum nur 9 dB betragen.
- Die obigen Beispiele sind beispielhaft für die Erfindung. Fachleute werden ohne weiteres in der Lage sein, die Beispiele für bestimmte Situationen zu modifizieren.
- Die Dispersionssteigungskompensation gemäß der Erfindung ist nicht auf WDM-Systeme beschränkt, die so dispersionskompensiert sind, daß sie einen Kanal mit einer Dispersion von nominal null aufweisen. Zum Beispiel kann ein System partiell kompensiert werden, d. h. eine solche Kompensation aufweisen, daß alle Kanäle eine wesentliche Dispersion aufweisen, wobei der Kanal mit minimaler Dispersion der Kanal mit λm ist.
- Unter Verwendung des oben offenbarten Ansatzes ist es einfach, die Dispersion eines Kanals (in der Regel λm) und die Dispersionssteigung zu bestimmen, durch die die Dispersion aller Kanäle am Empfänger nominal gleich null wird, und eine DSCF zu entwerfen, die diese Dispersionssteigung aufweist.
- Außerdem versteht sich, daß es nicht erforderlich ist, daß der Übertragungsweg die gesamte erste Einmodenfaser als fortlaufende Länge enthält, die gesamte zweite Einmodenfaser als fortlaufende Länge enthält und/oder die gesamte DSCF als fortlaufende Länge enthält. Tatsächlich können alle diese Fasern auf jede beliebige gewünschte Weise gemischt werden, solange sich die Stücke zu der jeweils erforderlichen Länge addieren.
Claims (10)
1. Wellenlängenmultiplexiertes Lichtleitfaser-
Kommunikationssystem (10) mit einem Sender (11), einem
Empfänger (12) und einem Lichtleitfaserübertragungsweg,
der signalübertragend den Sender und Empfänger
verbindet, wobei das System für die Signalübertragung
in N Übertragungskanälen der Wellenlängen λ&sub1;,... λN
ausgelegt ist, wobei N eine ganze Zahl größer als 1
ist, wobei der Übertragungsweg erste
Einmodenlichtleitfaser mit von null verschiedener chromatischer
Dispersion eines ersten mathematischen Vorzeichens bei
den Wellenlängen λ&sub1;, .....λN umfaßt und weiterhin
dispersionskompensierende zweite Einmodenlichtleitfaser
mit von null verschiedener chromatischer Dispersion
eines zweiten mathematischen Vorzeichens bei den
Wellenlängen λ&sub1;, ......λN umfaßt (die kollektiv mit 13
bezeichnet werden);
dadurch gekennzeichnet, daß
der Übertragungsweg weiterhin eine dritte
Einmodenlichtleitfaser (14) umfaßt, die als
dispersionssteigungskompensierende Faser oder DSCF bezeichnet
werden soll, wobei die DSCF eine Dispersionssteigung im
Wellenlängenbereich λ&sub1;, ...... λN aufweist, wobei die
Dispersionssteigung und die Länge der DSCF in dem
Übertragungsweg so gewählt werden, daß die gesamte
chromatische Dispersion des Übertragungswegs bei im
wesentlichen allen der Wellenlängen λ&sub1;, ...... λN nominal
gleich null ist.
2. System nach Anspruch 1, wobei die
dispersionskompensierende zweite Einmodenlichtleitfaser
eine Gesamtlänge aufweist, die so gewählt ist, daß die
gesamte chromatische Dispersion des Übertragungswegs
bei einer der Wellenlängen λ&sub1;, ......λN nominal gleich
null ist, wobei die Wellenlänge als λm bezeichnet werden
soll und wobei die DSCF so ausgewählt ist, daß sie bei
λm, eine chromatische Dispersion von nominal gleich null
aufweist.
3. System nach Anspruch 1, wobei von der ersten
Einmodenlichtleitfaser, der dispersionskompensierenden
zweiten Einmodenlichtleitfaser und der DSCF mindestens
eine in dem Übertragungsweg nicht als ein
kontinuierlicher Abschnitt Lichtleitfaser vorliegt.
4. System nach Anspruch 1, wobei die
Dispersionssteigung in dem Wellenlängenbereich λ&sub1;, ......λN
negativer als -0,1 ps/nm² · km ist.
5. System nach Anspruch 4, wobei die
Dispersionssteigung in dem Wellenlängenbereich λ&sub1;, ......λN
negativer als -0,5 ps/nm² · km ist.
6. System nach Anspruch 5, wobei die
Dispersionssteigung in dem Wellenlängenbereich λ&sub1;, ......λN
negativer als -1,0 ps/nm² · km ist.
7. System nach Anspruch 1, wobei N größer als 2
ist.
8. System nach Anspruch 1, wobei die DSCF ein
Brechungsindexprofil aufweist, das der Reihe nach von
einer Längsachse der DSCF aus einen Kern mit einem
Brechungsindex von mehr als n&sub0;, einen inneren gesenkten
Mantelbereich mit einem Brechungsindex von weniger als
n&sub0;, einen Indexring mit einem Brechungsindex von größer
oder gleich n&sub0; und einen äußeren gesenkten
Mantelbereich mit einem Brechungsindex von weniger als
n&sub0; umfaßt, wobei n&sub0; der Brechungsindex von glasartigem
Silika ist.
9. Dispersionssteigungskompensierende
Lichtleitfaser mit einem Brechungsindexprofil, das so ausgewählt
ist, daß die Faser bei einer vorbestimmten Wellenlänge
mit einer chromatischen Dispersion D von nominal
gleich null und einer Dispersionssteigung D'
ausgestattet wird, die über einen Wellenlängenbereich
λ&sub1;, ...... λN hinweg, der λn, enthält, negativer als -0, 1
ps/nm² · km ist, wobei der Wellenlängenbereich
mindestens 12 nm beträgt.
10. Dispersionskompensierende Lichtleitfaser nach
Anspruch 9 mit einem D', das negativer als -0,5 ps/nm² ·
km ist.
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