DE69800548T2 - Faseroptisches Ubertragungssystem mit einem verteilten Ramanverstärker und einem ferngepumpten Erbium-dotierten Faserverstärker - Google Patents
Faseroptisches Ubertragungssystem mit einem verteilten Ramanverstärker und einem ferngepumpten Erbium-dotierten FaserverstärkerInfo
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Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft ferngepumpte faseroptische Kommunikationssysteme mit optischen Faserverstärkern.
- Faseroptische Kommunikationssysteme mit ferngepumpten Er-dotierten Faserverstärkern (EDFAs) sind bekannt. Siehe zum Beispiel das US-Patent Nr. 5,323,404, das ein System mit einem einzigen EDFA zeigt, der zwischen Sender und Empfänger angeordnet ist, wobei die Pumpquelle beim Sender liegt und die Pumpstrahlung durch die Übertragungsfaser zu dem EDFA übertragen wird. Siehe außerdem P. B. Hansen, OFC '95, San Diego, Kalifornien, Februar 1995, PD25.
- Faseroptische Kommunikationssysteme mit ferngepumpten EDFAs sind nicht auf den einen in dem Patent mit der Nummer '404 offenbarten EDFA-Typ beschränkt, sondern können eine beliebige Anzahl von EDFAs (oder möglicherweise anderen seltenerddotierten Faserverstärkern) aufweisen. Ein System soll hier als ein "ferngepumptes" faseroptisches Kommunikationssystem betrachtet werden, wenn das System mindestens einen diskreten optischen Faserverstärker (in der Regel einen EDFA) umfaßt, wobei die Quelle von Pumpstrahlung für den diskreten Verstärker von dem diskreten Verstärker beabstandet ist, wobei die Pumpstrahlung durch die Übertragungsfaser so zu dem diskreten Verstärker übertragen wird, daß die Übertragungsfaser als ein verteilter Raman-Verstärker für die Signalstrahlung wirkt. Bekanntlich tritt bei herkömmlicher Einmodenfaser auf Silika-Basis die Spitzen-Raman- Verstärkung für Pumpstrahlung der Wellenlänge λp, von etwa 100 nm weniger als die Signalstrahlungswellenlänge λs, die in der Regel etwa 1,55 um beträgt, auf. Dies entspricht einer Frequenzverschiebung von etwa 13 THz, wie aus der vorliegenden Fig. 3 ersichtlich ist.
- Die Verwendung von Hochleistungspumpquellen in ferngepumpten faseroptischen Kommunikationssystemen kann vorteilhafte Ergebnisse aufweisen, wie zum Beispiel eine rauscharme Verstärkung und hohe Ausgangsleistung. Außerdem kann eine solche Verwendung eine größere Distanz zwischen angrenzenden Zwischenverstärkern ermöglichen, was in der Regel zu niedrigeren Systemkosten und einer höheren Zuverlässigkeit führt.
- Hochleistungspumpquellen (z. B. > 1 W) sind bekannt. Siehe zum Beispiel S. G. Grubb et al., "Optical Amplifiers and Their Applications", Davos, Schweiz, S. 197, Juni 1995.
- Aus K. Aida et al., IEEE Proceedings, Band 137, PtJ, Nr. 4, Seite 225-229, ist ein optisches Übertragungssystem mit ferngepumptem optischem Verstärker und Raman-Verstärker mit einer Pumpwellenlänge von 1,45-1,49 um oder 1,495 um bekannt.
- Aus H. Masuto et al., Electronics Letters, Band 33, Nr. 9, Seite 753-754, ist die optische Breitband-Verstärkung mittels eines zweistufigen Erdotierten Verstärkers und Raman-Verstärkung bekannt.
- Trotz der Vorteile durch die Verwendung von Hochleistungspumpquellen bei ferngepumpten faseroptischen Kommunikationssystemen hat diese Verwendung auch Nachteile, insbesondere bei Systemen mit Zwischenverstärkern. Zum Beispiel stellt man fest, daß eine hohe Pumpleistung zu Mehrwegestörung (MPI) aufgrund der großen Raman-Verstärkung und Rayleigh- Streuung in dem Übertragungsmedium führen kann. Somit wäre es wünschenswert, über ein ferngepumptes faseroptisches Kommunikationssystem zu verfügen, das im wesentlichen die vorteilhaften Eigenschaften vorbekannter Systeme mit hoher Pumpleistung beibehält, aber MPI weniger ausgesetzt ist. Die vorliegende Anmeldung beschreibt solche Systeme.
- Die Erfindung wird durch die Ansprüche definiert. Allgemein ausgedrückt wird die Erfindung durch ein ferngepumptes faseroptisches Kommunikationssystem realisiert, das MPI weniger ausgesetzt ist als analoge vorbekannte Systeme. Kurz gesagt, wird dies durch entsprechende Auswahl der Pumpwellenlänge erzielt, nämlich dergestalt, daß die Pumpwellenlänge länger als die optimale Wellenlänge zum Pumpen des Raman-Verstärkers und länger als die optimale Wellenlänge zum Pumpen des EDFA, jeweils für eine gegebene Signalwellenlänge, ist. Die optimale Wellenlänge zum Pumpen des Raman-Verstärkers wird hier als λp,Raman bezeichnet, und die optimale Wellenlänge zum Pumpen des EDFA wird hier als λp,EDFA bezeichnet. Mit "optimaler" Wellenlänge des Pumpens eines Verstärkers ist diejenige Wellenlänge gemeint, die die beste Kombination von Eigenschaften, darunter in der Regel Verstärkung und Rauschzahl, ergibt.
- Bei herkömmlichen Signalwellenlängen von etwa 1,55 um, herkömmlicher Übertragungsfaser auf Silika- Basis und herkömmlichen EDFAs liegt λP,Raman in der Regel bei 1450 nm und λP,EDFA liegt in der Regel bei 1480 nm.
- Die Entwurfsphilosophie ferngepumpter Faserkommunikationssysteme gemäß der Erfindung umfaßt die Auswahl der Pumpe dergestalt, daß die Pumpwellenlänge weder für den EDFA noch den Raman-Verstärker optimal ist, sondern durch verminderte MPI verbesserte Gesamtergebnisse ergibt.
- Genauer gesagt wird die Erfindung in einem faseroptischen Kommunikationssystem (in der Regel ein System mit mehreren Wellenlängen realisiert, das einen Sender, einen Empfänger und eine Übertragungsstrecke umfaßt, die den Sender und den Empfänger signalübertragend verbindet und mindestens einen EDFA und eine Quelle von Pumpstrahlung einer Wellenlänge λp, die kleiner als eine Signalstrahlungswellenlänge λs ist, umfaßt. Die Quelle von Pumpstrahlung ist von dem EDFA beabstandet, wobei die Pumpstrahlung durch mindestens einen Teil der faseroptischen Übertragungsstrecke, der Einmoden-Lichtleitfaser auf Silika-Basis umfaßt, die so gewählt wird, daß sie bei λs eine Raman-Verstärkung bereitstellt, zu dem EDFA gesendet wird. Insbesondere wird λp größer als λp,Raman eine optimale Wellenlänge zur Erzeugung der Raman-Verstärkung, und außerdem größer als λp,EDFA, eine optimale Wellenlänge zum Pumpen des EDFA, gewählt, wobei λp so gewählt wird, daß sich eine verminderte Mehrwegestörung ergibt. Bei herkömmlichen Signalwellenlängen von etwa 1,55 um liegt λp, in der Regel im ungefähren Bereich von 1490-1510 nm.
- Fig. 1 zeigt schematisch ein ferngepumptes faseroptisches Kommunikationssystem mit mehreren Spannen;
- Fig. 2 zeigt schematisch eine Spanne eines Kommunikationssystems des in Fig. 1 gezeigten Typs;
- Fig. 3 zeigt die Raman-Verstärkung als Funktion der Frequenzverschiebung;
- Fig. 4 zeigt beispielhafte Daten über das Signal/Rausch-Verhältnis als Funktion der Pumpwellenlänge für λs = 1558 nm;
- Fig. 5 zeigt Daten über die Verstärkungs- und Rauschzahl als Funktion der Wellenlänge für einen beispielhaften EDFA;
- Fig. 6 zeigt schematisch einen Teil eines beispielhaften mehrstufigen ferngepumpten faseroptischen Kommunikationssystems;
- Fig. 7 zeigt die Signalleistung als Funktion der Distanz für das System von Fig. 6; und
- Fig. 8 und 9 zeigen das gesendete und empfangene Leistungsspektrum für das System von Fig. 6.
- Fig. 1 zeigt schematisch ein faseroptisches Kommunikationssystem 10 mit mehreren Spannen, wobei die Bezugszahlen 11-13 den Sender, den Empfänger und den Sender und Empfänger verbindenden faseroptischen Übertragungsweg bezeichnen. Das System ist in der Regel ein System mit mehreren Wellenlängen mit dicht beabstandeten Signalkanälen (z. B. 1 nm Abstand). Somit umfaßt der Sender 11 tatsächlich eine Vielzahl von Sendern mit zugeordneten bekannten Komponenten, z. B. Isolatoren, Polarisationssteuerungen, Modulatoren und Multiplexern. Er umfaßt in der Regel außerdem einen Leistungsverstärker, z. B. einen EDFA. Analog umfaßt der Empfänger 12 in der Regel eine Vielzahl von Empfängern mit Demultiplexierungsmitteln zum Trennen der Signalkanäle.
- Der faseroptische Übertragungsweg umfaßt eine oder mehrere Zwischenverstärkerspannen, die durch gestrichelte vertikale Linien angezeigt werden. In Wegen mit mehreren Spannen sind die Spannen im allgemeinen im wesentlichen identisch. Eine beispielhafte Spanne 20 ist schematisch in Fig. 2 gezeigt, wobei die Bezugszahlen 21-22 den Pumplaser bzw. einen herkömmlichen Richtungskoppler bedeuten (der häufig auch als "WDM" bezeichnet wird), der zur Einkopplung der Pumpstrahlung in den Übertragungsweg, gegebenenfalls dergestalt, daß sich die Pumpstrahlung in der zu der Signalstrahlung entgegengesetzten Richtung ausbreitet, dient. Die Zahlen 23-25 beziehen sich auf die Übertragungsfaser, Er-dotierte Faser bzw. einen wahlweisen optischen Isolator. Die Symbole "x" bedeuten wie üblich Faserspleißstellen.
- Der Pumplaser ist ein Hochleistungslaser, der beispielsweise eine doppelt gemantelte Faser umfaßt, die durch ein Array von 915-nm-Laserdioden gepumpt wird, wobei die Ausgabe der doppelt gemantelten Faser durch kaskadierte Raman-Laser in die gewünschte Wellenlänge umgesetzt wird. Siehe zum Beispiel die oben angeführte Arbeit von S. G. Grubb et al. Pumplaser dieser Art sind handelsüblich und sind in der Lage, bei der gewünschten Wellenlänge in dem ungefähren Bereich von 1450-1500 nm mehr als 1 W Lichtleistung zu liefern. Bei der Übertragungsfaser 23 in Fig. 2 kann es sich um herkömmliche Ge-dotierte Faser auf Silika-Basis handeln, beispielsweise um handelsübliche Faser mit Dispersionsverschiebung mit einer Dispersion von Null bei etwa 1580 nm. Als Beispiel liegt die Länge der Übertragungsfaser in der Größenordnung von 100 km.
- Wenn die Er-dotierte Faser 24 auf bekannte Weise mittels des Pumplasers gepumpt wird, wirkt sie als ein optischer Verstärker für Signalstrahlung der ungefähren Wellenlänge 1,55 um. Die Richtung der Signalausbreitung wird in Fig. 2 durch Pfeile angegeben. Beim Vorliegen von Pumpstrahlung der geeigneten Wellenlänge kann Signalstrahlung in der Übertragungsfaser bekanntlich aufgrund der stimulierten Raman-Streuung (SRS) eine Verstärkung erfahren. Somit enthält die Spanne 20 zwei Verstärkungselemente, nämlich den EDFA 24 und einen verteilten Raman- Verstärker in der Übertragungsfaser 23. Bei der in FTG. 2 gezeigten beispielhaften Konfiguration ist der EDFA 24 ein ferngepumpter Verstärker.
- Fig. 3 zeigt das Raman-Verstärkungsspektrum einer typischen Ge-dotierten Silikafaser. Es ist ersichtlich, daß die Verstärkung bei einer Wellenlängendifferenz zwischen Signal und Pumpe, die einer Frequenzverschiebung von etwa 13 THz entspricht, ein deutliches Maximum aufweist. Bei Signalstrahlung von 1550 nm liefert Pumpstrahlung von etwa 1450 nm Wellenlänge die maximale Raman-Verstärkung.
- Ein ferngepumptes faseroptisches Kommunikationssystem umfaßt definitionsgemäß einen herkömmlichen erbiumdotierten Faserverstärker und einen verteilten Raman-Verstärker, der zwischen der Pumpquelle und dem Faserverstärker angeordnet ist, wobei herkömmliche Übertragungsfaser auf Silika-Basis das Medium für die Raman-Verstärkung liefert.
- Wie bereits erwähnt, arbeiten herkömmliche EDFAs in der Regel optimal, wenn sie mit 1480-nm- Strahlung gepumpt werden.
- Die Verfasser haben entdeckt, daß sich wesentliche Leistungsverbesserungen erzielen lassen, wenn die Wellenlänge in einem ferngepumpten System so gewählt wird, daß sie größer als die Wellenlängen ist, die zu optimaler Leistung für den EDFA oder für einen Raman-Verstärker führen. Genauer gesagt ist es durch Auswahl der Pumpstrahlungsquelle dergestalt, daß λp > 1490 nm ist, möglich, die schädliche MPI zu vermindern und dadurch eine verbesserte Gesamtleistung zu erzielen. Dies gilt insbesondere für mehrstufige ferngepumpte faseroptische Kommunikationssysteme wie zum Beispiel unterseeische Systeme mit einer Länge ≥ 1000 km.
- Wellenlänge 1558 nm die maximale Raman-Verstärkung in einer gegebenen herkömmlichen Ge-dotierten Übertragungsfaser auf Silika-Basis mit einer Pumpwellenlänge von etwa 1458 nm erzielt. Die Leistung herkömmlicher Er-dotierter Verstärkerfaser ist optimal, wenn sie mit 1480 nm gepumpt wird. Somit unterscheidet sich Pumpstrahlung der Wellenlänge 1490 nm wesentlich von den optimalen Pumpwellenlängen für entweder einen EDFA oder bzw. einen Raman-Verstärker. Die Verwendung von 1490-nm-Pumpstrahlung kann jedoch zumindest teilweise aufgrund verminderter MPI zu einer verbesserten Leistung eines ferngepumpten faseroptischen Kommunikationssystems führen.
- Fig. 4 verdeutlicht die obigen Ausführungen. Die Daten von Fig. 4 gehören zu den kombinierten Raman- und erbiumdotierten Verstärkern in einem beispielhaften ferngepumpten faseroptischen Kommunikationssystem mit 22 identischen Stufen, wobei die Stufen den nachfolgend beschriebenen gleichen. Die Figur zeigt das Signal/Rausch-Verhältnis als Funktion der Pumpwellenlänge (Pumpleistung 1,1 Watt) für zwei beitragende Rauschmechanismen, nämlich die verstärkte spontane Emission oder ASE (Kurve 41) und MPI (Kurve 42). Aus der Figur geht hervor, daß das Rauschen aufgrund der ASE relativ unabhängig von der Pumpwellenlänge ist, das Signal/Rausch-Verhältnis aufgrund von MPI jedoch stark mit zunehmender Pumpwellenlänge zunimmt, zumindest bis zu etwa 1490 nm. Fig. 4 zeigt somit deutlich einen · Nutzen, der sich aus der Verstimmung der Pumpwellenlänge auf die oben beschriebene Weise ergibt. Bei höheren Pumpleistungen können sogar noch längere Pumpwellenlängen eine verbesserte Leistung ergeben.
- Fig. 5 zeigt die Verstärkung (Kurve 51) und die Rauschzahl (Kurve 52) als Funktion der Pumpwellenlänge für einen beispielhaften EDFA (Länge 22 Meter, Pumpleistung 10 mW, Signalleistung -6 dBm). Es ist ersichtlich, daß sich die Verstärkung und die Rauschzahl relativ langsam als Funktion der Pumpwellenlänge ändern, wodurch der Entwurf "verstimmter" ferngepumpter faseroptischer Kommunikationssysteme gemäß der Erfindung erleichtert wird.
- Fig. 6 zeigt schematisch eine Stufe 60 in einem weiteren beispielhaften ferngepumpten System. Das System wurde in einem Testbett implementiert, das die Übertragung über 5280 km mit 8 Kanälen von jeweils 2,5 Gbit/s simuliert. Jede Zwischenverstärkerspanne war 240 km lang. Das System erzielte eine Leistung, die mit der eines ähnlichen Systems vergleichbar ist, das herkömmliche lokalgepumpte EDFAs mit einer Zwischenverstärkerspanne von 80 km verwendet, wodurch die Ersparnis bei Zwischenverstärkerkosten und die Verbesserung der Zuverlässigkeit demonstriert wird, die mit ferngepumpten Systemen erzielbar sind.
- In Fig. 6 bedeuten die Zahlen 61 und 62 einen ersten bzw. einen benachbarten zweiten Zwischenverstärker. Die Zahlen 631-636 bedeuten jeweils 80 km Übertragungsfaser, wobei die Übertragungsfaser handelsübliche Faser mit Dispersionsverschiebung ist, wobei entsprechende Längen dispersionskompensierter Faser hinzugefügt wurden. Dies ist in der Figur nicht gezeigt. Die Zahlen 641 und 642 bedeuten jeweils 80 km rauscharme Übertragungsfaser mit einem Kern aus reinem Silika, die zur Bereitstellung der Pumpleistung für die entfernt angeordneten EDFAs 652 und 655 verwendet wird. Die Zahlen 651-655 bedeuten Er-dotierte Faser, die Zahlen 661-664 bedeuten WDMs und die Zahlen 671-674 bedeuten Pumplaser. Fig. 6 zeigt außerdem mehrere optische Isolatoren, zeigt jedoch keine Spleißstellen.
- Durch Pumpstrahlung (1485 nm) aus der Pumpquelle 672 wird der EDFA 652 durch 80 km verlustarme Faser 641 mit Kern aus reinem Silika und den WDM 662 ferngepumpt. Pumpstrahlung (1495 nm) aus der Pumpe 673 (entsprechend der Pumpe 671 im Zwischenverstärker 61) wird den EDFAs 654 und 653 zugeführt, wobei zwischen den EDFAs 80 km Übertragungsfaser 634 liegen. Die Übertragungsfaser liefert Raman-Verstärkung an die Signalstrahlung, die sich in der Richtung von dem Zwischenverstärker 61 zu dem Zwischenverstärker 62 ausbreitet.
- Die Übertragungsfaser bestand aus Faser mit Dispersionsverschiebung mit einer Dispersion von Null bei einer Wellenlänge von etwa 1580 nm und einer chromatischen Dispersion von etwa -2 ps/nm·km bei der Signalwellenlänge. Die akkumulierte Dispersion wurde alle 480 km mit herkömmlicher Einmodenfaser mit einer chromatischen Dispersion von etwa 17 ps/nm·km kompensiert. Eine zusätzliche Dispersionskompensation wurde im Empfänger bereitgestellt (nicht gezeigt). Die Verstärkungsentzerrung wurde alle 480 km bereitgestellt (nicht gezeigt). Drei herkömmliche Isolatoren in jeder Spanne dienten zur Verminderung der durch Doppel- Rayleigh-Reflexionen verursachten MPI.
- Die Pumplaser wurden durch Pumpen einer doppelt gemantelten Faser mit 915-nm-Strahlung aus einem Laserdiodenarray gebildet, so daß Pumpstrahlung einer gewünschten Wellenlänge auf bekannte Weise gebildet wurde. Jede Pumpquelle war in der Lage, etwa 1,2 W Lichtleistung in eine Einmodenfaser einzukoppeln.
- Fig. 7 zeigt die Entwicklung der Signalleistung während der Übertragung durch eine Spanne, beginnend an dem EDFA 651 und endend mit der Raman-Verstärkung in der Übertragungsfaser 635.
- Fig. 8 zeigt das übertragene Leistungsspektrum und Fig. 9 zeigt das Empfangsspektrum nach 5280 km Übertragung. Im Empfänger betrug das Signal/Rausch- Verhältnis ungefähr 11 dB.
- Das oben beschriebene ferngepumpte beispielhafte faseroptische System umfaßt Merkmale, die zur Verminderung der MPI dienen. Es lagen jedoch weiterhin zu einem gewissen Grad MPI vor. Diese kann in einem Kommunikationssystem gemäß der Erfindung weiter vermindert werden, wobei die Pumpstrahlung wie oben beschrieben weiter von der Wellenlänge der maximalen Raman-Verstärkung verstimmt wird.
Claims (6)
1. Faseroptisches Kommunikationssystem (10) mit
einem Sender (11) zum Senden eines Signals, einem
Empfänger (12), einer faseroptischen
Übertragungsstrecke (13), die den Sender und den Empfänger
signalübertragend verbindet und mindestens einen
erbiumdotierten optischen Faserverstärker (24) umfaßt,
und einer Quelle von Pumpstrahlung einer Wellenlänge λp,
die kleiner als die Wellenlänge λs des Signals ist,
wobei die Quelle (21) von Pumpstrahlung von dem
erbiumdotierten optischen Faserverstärker beabstandet
ist, wobei die Pumpstrahlung durch mindestens einen
Teil der faseroptischen Übertragungsstrecke, der
Einmoden-Lichtleitfaser auf Silika-Basis umfaßt, die so
gewählt wird, daß sie bei der Signalwellenlänge eine
Raman-Verstärkung bereitstellt, zu dem erbiumdotierten
optischen Faserverstärker gesendet wird;
wobei λP größer als eine optimale Wellenlänge
λp,Raman für die Erzeugung der Raman-Verstärkung und
außerdem größer als eine optimale Wellenlänge λp,EDFA für
das Pumpen des Er-dotierten optischen Faserverstärkers
gewählt wird,
dadurch gekennzeichnet, daß
λp im Bereich von 1490-1510 nm, aber nicht bei
den Wellenlängen 1490 und 1495 nm liegt, wobei λs
ungefähr gleich 1,55 um ist, wodurch sich eine geringe
Mehrwegestörung ergibt.
2. System nach Anspruch 1, wobei die faseroptische
Übertragungsstrecke eine Vielzahl im wesentlichen
identischer Zwischenverstärkerspannen umfaßt.
3. System nach Anspruch 2, wobei eine gegebene der
Zwischenverstärkerspannen mehr als 100 km lang ist.
4. System nach Anspruch 3, wobei die Quelle von
Pumstrahlung der gegebenen Zwischenverstärkerspanne ein
diodengepumpter Faserlaser ist.
5. Verfahren zur Bereitstellung von optischer
Pumpleistung für ein faseroptisches
Kommunikationssystem (10) mit einem Übertragungsweg, der mindestens
einen seltenerddotierten optischen Faserverstärker (24)
enthält, der
mit einer ersten Pumpwellenlänge arbeitet,
wodurch für sich ein Systemansprechverhalten auf einem
gegebenen Optimierungsniveau bereitgestellt wird, mit
den folgenden Schritten:
Fernpumpen des Kommunikationssystems durch
mindestens einen Teil des Übertragungswegs, um in dem
Übertragungswegteil eine Raman-Verstärkung und bei
einer zweiten Pumpwellenlänge eine stimulierte
Verstärkung in dem seltenerddotierten optischen
Faserverstärker zu erzeugen;
wobei die zweite Pumpwellenlänge größer als die
erste Pumpwellenlänge und größer als eine dritte
Pumpwellenlänge gewählt wird, die einen im wesentlichen
maximalen Betrag Raman-Verstärkung in dem
Übertragungswegteil erzeugt, wobei die zweite
Pumpwellenlänge kleiner als eine Signalwellenlänge ist;
dadurch gekennzeichnet, daß
die zweite Pumpwellenlänge im Bereich von
1490-1510 nm, aber nicht bei den Wellenlängen 1490 und
1495 nm liegt, wobei die Signalwellenlänge ungefähr
gleich 1,55 um ist.
6. Verfahren zur Bereitstellung von optischer
Pumpleistung für ein faseroptisches
Kommunikationssystem (10) mit einem seltenerddotierten optischen
Faserverstärker (24) und einem Raman-Verstärker, so daß
ein gegebener Pegel der Mehrwegestörung (MPI) erzeugt
wird, wenn die Verstärker mit einer ersten Wellenlänge
gepumpt werden, die kleiner als eine Signalwellenlänge
ist;
wobei das Verfahren die folgenden Schritte
umfaßt:
Wählen einer Pumpwellenlänge, die größer als
die erste Wellenlänge ist;
Fernpumpen des seltenerddotierten optischen
Faserverstärkers und des Raman-Verstärkers mit der
Pumpwellenlänge,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Pumpwellenlänge im Bereich von
1490-1510 nm, aber nicht bei den Wellenlängen 1490 und
1495 nm liegt und die Signalwellenlänge ungefähr gleich
1,55 um ist, wodurch MPI mit einem Pegel erzeugt wird,
der unter dem gegebenen Pegel der MPI liegt.
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