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Hintergrund
der Erfindung
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Gebiet der
Erfindung
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Die
Erfindung bezieht sich auf Distraktions-Osteogenese.
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Stand der
Technik
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Distraktions-Osteogenese
bezieht sich auf eine Technik zum Knochenwachstum oder Osteogenesematerial
sowie Gewebe, durch Separieren von zwei Knochensegmenten. Im allgemeinen
wird eine Osteotomie, insbesondere eine Lefort-III-Osteotomie durchgeführt, indem
ein Knochen in zwei Knochensegmente getrennt wird. Externe Distraktions-Osteogeneseapparate
sind dann durch das Gewebe oder durch eine Hautschicht an den Knochensegmenten befestigt.
Diese externen Distraktions-Osteogeneseapparate können Stäbe oder
Ringe oder auch andere sperrige Metallkomponenten aufweisen. Die
Distraktions-Osteogeneseapparate
bilden eine Spalte zwischen den Knochensegmenten, indem sie Druck
zwischen den Knochensegmenten ausüben. Während die Spalte zwischen den
Knochensegmenten sich vergrößert, trägt die natürliche Heilkapazität des Körpers dazu
bei, daß die
entstandene Spalte sich wieder mit neuen Knochen und Gewebe füllt. Sobald
die erwünschte
Knochenbildung erreicht ist, wird es der betroffenen Stelle ermöglicht,
sich zu heilen und wieder zusammenzuwachsen. Oftmals wird der Distraktions-Osteogeneseapparat
dann entfernt.
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Ein
Beispiel eines Distraktions-Osteogeneseapparates ist ein Ilizarov-Distraktor.
Typischerweise wird ein Ilizarov-Distraktor dazu angewandt, ein Glied,
beispielsweise ein Bein, einer Person zu verlängern. Bei dieser Applikation
kann ein Ilizarov-Distraktor externe Ringe aufweisen, die dann an
zwei Knochensegmenten in einem Bein befestigt sind. Diese Metallringe
sind dann an einem Gestänge
angebracht, welches verwendbar ist, um eine Spalte zwischen den
beiden Knochensegmenten zu bilden und somit die Bildung von neuen
Knochen zu erlauben. Eine Beschreibung eines Ilizarov-Distraktors
ist unter der US-Patentnr. 4,615,338, ausgegeben an Ilizarov, et
al. am 07.10.1986 und betitelt mit "Automatic Compression – Distraction
Apparatus" zu finden.
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Distraktions-Osteogeneseapparate
sind auch im wachsenden Knochen in der Kraniogesichtsregion von
jungen Kindern anwendbar. Oftmals werden Distraktions-Osteogeneseapparate
bei kleinen Kindern angewandt, die bedingt durch bei der Geburt aufgetretene
Anomalitäten
oder Unfälle
fehlende Knochen aufweisen. Obwohl Distraktions-Osteogenesisapparate
oft bei Kindern angewandt werden, können sie auch bei Erwachsenen
sowie auch bei Tieren angewandt werden.
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Eine
Vielzahl von Problemen sind bei den derzeitigen Ausführungsformen
von Distraktions-Osteogeneseapparaten aufgetreten. Erstens sind
Distraktions-Osteogeneseapparate im allgemeinen externer Natur,
was zu einer Vielzahl von Problemen oder Komplikationen führen könnte. Oftmals
werden sperrige Metallstäbe
und Ringe, die extern an der Haut angebracht werden, zur Distraktion
oder Trennung von Knochensegmenten angewandt. Personen, insbesondere
kleine Kinder, können
aufgrund der hervor stehenden Metallecken stürzen und sich verletzen. Bei
kleinen Kindern kann es in dem Distraktions-Ostegenesisvorgang zu
Komplikationen führen,
wenn der Osteogenese-Distraktionsapparat unsachgemäß angebracht
wird. Der Distraktions-Osteogeneseapparat kann mehrere Einschnittstellen
in der Haut einer Person erfordern und kann deswegen dazu beitragen,
daß mehrere
Narben auf der Haut entstehen. Distraktions-Osteogeneseapparate,
die mehrere Einschnittstellen erfordern, können anhand der Vielzahl von Öffnungen
in der Haut der Person zu einer höheren Wahrscheinlichkeit von
Infektionen beitragen. Außerdem
müssen
Personen, die sich der Distraktions-Osteogenese unterziehen, sich
mit einem Apparat abfinden, der kosmetisch unansehnlich ist.
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Ein
zweites Problem, das bei Distraktions-Osteogeneseapparaten auftritt,
betrifft die individuelle Aufmachung der Apparate für Einzelpersonen. Im
allgemeinen können
Distraktions-Osteogeneseapparate, die für eine Person bestimmt sind,
nicht bei einer zweiten Person angewandt werden. Bei Distraktions-Osteogeneseapparaten,
die in der Kraniogesichtsregion angewandt werden, müssen diese Apparate
derart abgemessen werden, um zu spezifischen Oberflächen der
kraniofacialen Knochen zu passen. Außerdem können Personen verschiedene Mengen
von Knochen aufweisen, die durch verschiedene Arten an Geburtsdefekten
oder Unfällen
verursacht werden, und somit individuell aufgemachte Distraktions-Osteogeneseapparate
wegen Knochenmängeln
verlangen.
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Drittens
sind Distraktions-Osteogeneseapparate derart an die Knochensegmente
angebracht, daß der
Anschlußpunkt
während
der Aktivierung Kraft überträgt. Beispielsweise
könnte
ein Distraktions-Osteogeneseapparat mit einer Knochenschraube oder
einem Stab an einem Knochenelement angebracht sein, die während der
Akti vierung oder wenn der Distraktions-Osteogeneseapparat Druck
zwischen den beiden Knochensegmenten ausübt, einen großen Teil
der Kraft überträgt. Wenn
die Knochenschraube einen großen
Teil der Kraft während
der Aktivierung überträgt, kann
es vorkommen, daß der
Distraktions-Osteogeneseapparat sich von dem Knochen löst.
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Viertens
werden bei Distraktions-Osteogeneseapparaten gleichbleibende Werte
während
der Aktivierung angewandt, die den Heilungsfähigkeiten jedes einzelnen nicht
entsprechen. Ohne Rücksicht auf
das Alter oder den Zustand des Individuums zu nehmen, werden Distraktions-Osteogeneseapparate derart
aktiviert, um die Spalte zwischen den Knochensegmenten viermal täglich um
0,25-0,50 mm zu erweitern. Diese üblichen Aktivierungsgeschwindigkeiten
können
zu einem Knochenwachstum von nur 20 mm in 20 Tagen führen. Demzufolge
kann es vorkommen, daß eine
Person in diesem Fall bis zu 20 Tagen unter ständiger medizinischer Aufsicht
sein muß.
In diesem Fall könnte
eine Person zwar von dem Krankenhaus entlassen werden, müßte aber dazu
viermal täglich
zur Verstellung des Distraktions-Osteogeneseapparates zurückkehren.
Derzeitige Distraktions-Osteogeneseapparat-Aktivierungsmethoden
berücksichtigen
nicht, daß das
Knochenwachstumstempo bei jedem einzelnen verschieden ist. Bei diesem
gleichbleibenden Tempo kann es vorkommen, daß Knochen zu schnell wachsen
und dabei den Distraktions-Osteogeneseapparat einklemmen. Es besteht
auch die Möglichkeit,
daß der
Knochen zu langsam wächst,
und daß es
dann erforderlich ist, den Distraktions-Osteogeneseapparat länger anzuwenden
als sonst.
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Demzufolge
ist es erwünscht,
einen Distraktions-Osteogeneseapparat
anzugeben, der versenkbar ist, d. h., der sich unterhalb der Haut
oder dem Gewebe befindet. Der Distraktions-Osteogeneseapparat könnte perma nent
innerhalb einer Person angebracht werden, und dabei die Notwendigkeit
einer Operation zur Entfernung des Distraktions-Osteogeneseapparates,
einschließlich
der entstehenden Kosten und Nebenwirkungen verhindern. Der Distraktions-Osteogeneseapparat
wäre dann
ansehbarer und die Wahrscheinlichkeit, an einer Infektion, Verletzung,
und/oder Vernarbung zu leiden, wäre
geringer. Weiterhin ist es erwünscht,
einen Distraktions-Osteogeneseapparat
anzugeben, bei dem es nicht erforderlich ist, für jeden einzelnen angepaßt zu werden.
Herstellung und medizinische Kosten wären bei der Anwendung eines
standardisierten Distraktions-Osteogeneseapparates und deren Ausführung dann
deutlich reduziert. Der Distraktions-Osteogeneseapparat sollte derart
an den Knochen angebracht werden, daß ein erheblicher Anteil der
erforderlichen Kraft während
der Aktivierung nicht durch eine Befestigungsvorrichtung, beispielsweise
eine Schraube oder einen Stab, übertragen
wird. Schließlich
sollte der Distraktions-Osteogeneseapparat derart aktiviert werden,
um ein optimiertes Knochenwachstumsverhältnis zu erzeugen.
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US 5 364 396 gibt einen
Apparat zur Distraktion eines ersten Knochensegments von einem zweiten
Knochensegment an, aufweisend:
- (a) eine implantierbare
erste Platte 52 zum Ankoppeln des ersten Knochensegments;
- (b) eine implantierbare zweite Platte 54 zum Ankoppeln
des zweiten Knochensegments; und
- (c) versenkbares Mittel 16, 18, 20,
gekoppelt an eine erste Platte und eine zweite Platte, zur Positionierung
der ersten Platte in Distanz zu einer zweiten Platte als Reaktion
auf eine Kraft.
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Eine ähnliche
Anordnung ist in der "Journal of
Oral and Maxillofacial Surgery" Vol.
54, Nr. 1 (Jan. 1996), S. 45-53, angegeben.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Dementsprechend
stellt die derzeitige Erfindung bereit einen Apparat zur Distraktion
eines ersten Knochensegments von einem zweiten Knochensegment, aufweisend:
(a) eine implantierbare erste Platte zum Ankoppeln des ersten Knochensegments; (b)
eine implantierbare zweite Platte zum Ankoppeln des zweiten Knochensegments;
und (c) versenkbares Mittel, gekoppelt an die erste Platte und die
zweite Platte, zur Positionierung der ersten Platte in Distanz zu
einer zweiten Platte als Reaktion auf eine Kraft; gekennzeichnet
durch: (d) Aktivierungsmittel, koppelbar an die versenkbaren Mittel,
zur Übertragung
einer Kraft; wobei das Aktivierungsmittel beinhaltet: (e) eine Kanüle; (f)
einen Drehmomentschlüsseladapter,
der in die Kanüle
eingesetzt werden kann; und (g) einen Drehmomentschlüssel.
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Bevorzugt
ist, wenn die Versenkungsmittel eine Gewindestange aufweisen.
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Die
Versenkungsmittel können
einen Palettenerweiterer mit einer Mehrzahl von Stangen aufweisen.
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Bevorzugt
ist, wenn der Apparat Entfernungsmittel für die Aktivierungsmittel aufweist.
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Bevorzugt
ist auch, wenn die ersten und zweiten Platten eine erhebliche Menge
der Kraft übertragen.
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Die
Aktivierungsmittel können
derart angeordnet werden, um eine Kraft zu übertragen, die einen maximalen
Druck erzeugt, um dabei eine maximale Entfernung zu erreichen.
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Einer
Ausführungsform
der derzeitigen Erfindung zufolge ist eine versenkbare Vorrichtung
zur Distrak tion eines ersten Knochensegments des Alveolus von einem
zweiten Knochensegment des Alveolus zur Knochengeneration vorgesehen,
aufweisend: (a) eine Stange, die mindestens teilweise ein Gewinde,
ein Ende und ein Aktivierungsende aufweist; (b) ein erstes Element
zum Ankoppeln an das erste Segment des Alveolus, mit einer Öffnung zum
Einfügen von
dem Stangenende; (c) ein zweites Element zum Ankoppeln an das zweite
Segment des Alveolus mit einer Öffnung
zur Positionierung des geänderten
Bereichs der Stange, wobei die Stange eine erste Kraft gegen das
zweite Element überträgt und dabei
eine Distanz zwischen den ersten und zweiten Alveolussegmenten erzeugt;
gekennzeichnet durch eine Vorrichtung zur Übertragung der ersten Kraft,
aufweisend; (d) eine Kanüle
zum Einfügen über das
Aktivierungsende der Stange; (e) einen Drehmomentschlüsseladapter
mit einem Aktivierungsende zur Einfügung in die Kanüle; und
(f) einen Drehmomentschlüssel
zur Übertragung
der ersten Kraft zu dem zweiten Element.
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Vorteile
der Erfindung werden anhand der Figuren, der ausführlichen
Beschreibung und der Ansprüche
näher erläutert.
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Figurenkurzbeschreibung
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1 beschreibt
einen Distraktions-Osteogeneseapparat entsprechend der erfindungsgemäßen Lehre.
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2 beschreibt
einen Distraktions-Osteogeneseapparat mit einem eingesetzten Distraktions-Osteogeneseapparat,
einer Kanüle,
einem Drehmomentschlüsseladapter
und einem Drehmomentschlüssel,
die der erfindungsgemäßen Lehre
entsprechen.
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3 gibt
eine Untersicht an von einem Distraktions-Osteogeneseapparat mit
Halteplatten, einer Kanüle und
einem Drehmomentschlüsseladapter entsprechend
der erfindungsgemäßen Lehre.
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4 beschreibt
einen Distraktions-Osteogeneseapparat nach der Aktivierung und der
Entfernung von einer Kanüle
entsprechend der erfindungsgemäßen Lehre.
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5a-c
beschreiben einen Distraktions-Osteogeneseapparat mit einer hinteren
kranialen Aktivierung entsprechend der erfindungsgemäßen Lehre.
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6 beschreibt
eine Kanülenentfernungsvorrichtung
entsprechend der erfindungsgemäßen Lehre.
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7-9 beschreiben
die Vorgehensweise zur Anwendung eines Distraktions-Osteogeneseapparates
entsprechend der erfindungsgemäßen Lehre.
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10 beschreibt
einen Alveolar-Distraktions-Osteogeneseapparat
mit einem Alveolar-Distraktionsapparat, einer Kanüle, einem
Drehmomentschlüsseladapter
und einem Drehmomentschlüssel entsprechend
der erfindungsgemäßen Lehre.
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11a-b beschreiben einen Alveolar-Distraktionsosteogenesestab,
Kanüle
und Drehmomentschlüsseladapter
entsprechend der erfindungsgemäßen Lehre.
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12a-c beschreiben Alveolar-Distraktions-Osteogeneseplatten
entsprechend der erfindungsgemäßen Lehre.
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13a-b beschreiben die Schritte zum Einfügen eines
Alveolar-Distraktions-Osteogeneseapparats entsprechend der erfindungsgemäßen Lehre.
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14a beschreibt die Aktivierung eines eingefügten Alveolar-Distraktions-Osteogeneseapparats
entsprechend der erfindungsgemäßen Lehre.
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14b beschreibt einen eingefügten aktivierten Alveolar-Distraktions-Osteogeneseapparat entsprechend
der erfindungsgemäßen Lehre.
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15 beschreibt
einen Mandibular-Distraktions- Osteogeneseapparat,
der nicht der erfindungsgemäßen Lehre
entspricht.
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16a beschreibt einen eingefügten Mandibular-Distraktions-Osteogeneseapparat
in einer aktivierten Position.
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16b beschreibt einen eingefügten Mandibular-Distraktions-Osteogeneseapparat
in einer aktivierten Position und einen Allen-Schlüssel.
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17a beschreibt einen eingefügten Mandibular-Distraktions-Osteogeneseapparat
in einer nicht aktivierten Position.
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17b beschreibt eine Mittelansicht eines Mandibular-Distraktions-Osteogeneseapparats
mit selbsthaltenden Flanschen.
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18 beschreibt
einen eingefügten
Mandibular-Distraktions-Osteogeneseapparat
in einer nicht aktivierten Position.
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Ausführliche Beschreibung der Erfindung
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I. Distraktions-Osteogeneseapparat
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1 beschreibt
einen Distraktions-Osteogeneseapparat 10 entsprechend der
erfindungsgemäßen Lehre.
In einer bevorzugten Ausführungsform wird
der Distraktions-Osteogeneseapparat 10 aus Titan hergestellt.
In alternativen Ausführungsformen können rostfreier
Stahl oder andere gehärtete
Materialien angewendet werden. Der Distraktions-Osteogeneseapparat 10 ist
implantierbar oder einfügbar unter
dem Gewebe und/oder der Hautschicht eines Menschen oder eines Tieres.
In einer Ausführungsform
ist der Distraktions-Osteogeneseapparat
ein LeFort-III-Distraktor für
das Zygoma.
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Der
Distraktions-Osteogeneseapparat 10 weist eine Stange 11,
eine Zygoma-Posteriorplatte 16 und eine Zygoma-Anteriorplatte 15 auf.
Die Stange 11 weist einen gewundenen Bereich 12,
einen Fuß 13 und
ein Aktivierungsende 14 auf. In einer Ausführungsform
hat der gewundene Bereich 12 einen Durchmesser von ca.
2,5 mm und eine Schraubensteigung von 0,45 mm pro Umdrehung und
einen Fuß 13 mit
einem Durchmesser von ca. 4,7 mm (0,1875 Zoll). In einer Ausführungsform
ist der Durchmesser des Aktivierungsendes 14 ca. 2,37 mm (0,0932
Zoll). Das Aktivierungsende 14 wird zur Aktivierung des
Distraktions-Osteogeneseapparates 10 angewendet. Knochensegmente,
die an dem Osteogeneseapparat 10 befestigt sind, werden
als Antwort auf eine Trennungskraft getrennt, welche einen Druck
zwischen den Knochensegmenten erzeugt. Das Aktivierungsende 14 weist
einen kegelförmigen Bajonettenbereich 14a mit
einem Winkel 21 vom Lot auf. In einer Ausführungsform
ist der Winkel 21 ca. 3°.
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Die
Zygoma-Anteriorplatte 15 hat eine Mehrzahl von Öffnungen.
Die Öffnung 18 hat
einen Durchmesser 24. In einer Ausführungsform ist der Durchmesser 24 ca.
2,39 mm (0,094 Zoll). Die Öffnung 24 wird
zur Positionierung vom Aktivierungsende 14 der Stange 10 angewendet.
Die Öffnungen 19 werden
für die
Einfügung
von Schrauben 20 angewandt, die die Zygoma-Anteriorplatte 15 an
das Zygoma befestigen, wie beschrieben in 2-4.
Obwohl zwei Öffnungen 19 illustriert
sind, können
alternative Ausführungsformen
mehr oder weniger Öffnungen
zur Befestigung der Zygomaplatte 15 aufweisen, abhängig von
der Positionierung der Zygomaplatte 15 und der verfügbaren Fläche der
Zygoma. Wie unten näher
erläutert,
ist die Zygoma-Anteriorplatte 15 derart geformt, daß während der
Aktivierung ein erheblicher Druck gegen oder durch die Zygoma-Anteriorplatte 15 und
nicht durch die Schrauben 20 ausgeübt wird. Genauer gesehen wird
die Aktivierungskraft von der im Stangenfuß 13 gegen die Plattform 29 übertragen. Die
Schrauben 20 werden hauptsächlich zur Befestigung der
Zygoma-Anteriorplatte 15 angewandt und nicht um einen großen Anteil
der Kraft während
der Aktivierung zu übertragen.
In einer Ausführungsform sind
die Schrauben 20 von Pfizer Pharmaceuticals, Inc., ansässig in
Valley Lab, Inc., P.O. Box 9015, 5920 Longbow Drive, Boulder, CO
80301-9015. In einer Ausführungsform
haben die Schrauben 20 einen Durchmesser von ca. 1,5-2,0
mm. In einer Ausführungsform
sind die Durchmesser von den Schrauben 20 derart gestaltet,
daß sie
etwas größer als
die Öffnungen 19 sind,
um dabei die Platten 15 und 16 durch Selbstgewindung
durch die Öffnungen 19 zu befestigen.
In einer alternativen Ausführungsform sind
die Durchmesser der Schrauben 20 derart gestaltet, daß eine geringfügige Bewegung
zwischen den Platten und dem Knochen nachweisbar ist. Die Zygoma-Anteriorplatte 15 ist
derart geformt, daß sie bei
der Mehrzahl von Menschen abgesehen von Größe oder Alter anwendbar ist.
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In ähnlicher
Weise weist die Zygoma-Posteriorplatte 16 eine Mehrzahl
von Öffnungen 19 auf.
Die gewundene Öffnung 17 wird
zur Einfügung
des gewundenen Bereichs 12 vom Stab 10 angewandt.
Die Öffnungen 19 werden
zur Einfügung
der Schrauben 20 zur Positionierung der Zygoma-Posteriorplatte 16 angewandt.
Die Zygoma-Posteriorplatte 16 ist derart gestaltet, daß ein erheblicher
Teil der Kraft während der
Aktivierung durch die Platte und nicht durch die Schrauben 20 übertragen
wird. Wie in den 2-4 beschrieben,
werden die Schrauben 20 zur Befestigung der Zygoma-Posteriorplatte 16 angewandt.
Wie oben beschrieben, wird der Durchmesser der Schrauben 20 so
ausgewählt,
um Selbstgewindung der Öff nung 19 oder
leichte Bewegung zwischen den Platten und dem Knochensegment zu
erlauben. Der gewundene Abschnitt der Öffnung 17 hat einen
Durchmesser von 2,5 mm und eine Schraubensteigung von 0,45 mm.
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Die
Zygoma-Posteriorplatte 16 und die Zygoma-Anteriorplatte 15 sind
derart gestaltet, um bei der Mehrzahl der Menschen anwendbar zu
sein, ohne Rücksicht
auf Alter oder Größe nehmen
zu müssen. Insbesondere
wurde nach mehreren klinischen Auswertungen festgestellt, daß ein Distraktions-Erzeugungsapparat 10 mit
einer bestimmten Größe und Konfiguration
bei einer großen
Mehrzahl der Menschen angewendet werden kann. Genauer gesehen wurde
der Winkel 23 zwischen ca. 65° bis 75° und der Winkel 22 ca.
zwischen 15° bis
25° festgestellt.
In einer bevorzugten Ausführungsform
ist der Winkel 22 ca. 20°.
Die Entfernung 28 wurde zwischen 2,5 und 7,5 mm (0,1-0,3
Zoll) festgestellt. In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Entfernung 28 5
mm (0,2 Zoll).
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2-4 illustrieren
einen eingesetzten und aktivierten Distraktions-Osteogeneseapparat 10. Wie
von der 2 zu entnehmen ist, ist die
Zygoma-Anteriorplatte 50 mittels der Schraube 20 an
Zygoma-Segment 35 angebracht und die Zygoma-Posteriorplatte 16 ist
mittels der Schraube 20 an das Zygoma-Segment 36 angebracht.
Aktivierung oder Spaltung der Knochensegmente 36 und 35 ist
durch die Kanüle 31,
den Adapter 32 und den Drehmomentschlüssel 30 vollendet.
Der Drehmomentschlüssel 30,
der Adapter 32 und die Kanüle 31 sind auch in
der 10 illustriert. Der Adapter 32 weist
einen Stab 32a mit einem kegelförmigen Bajonettenende 32b zum
Anbringen vom Aktivierungsende 14a des Stabs auf. 10 illustriert
eine Kanülenlänge, die
wesentlich kürzer
ist als die in den 2-4 beschriebene.
Die Kanüle 31 ist
erst über
dem Stab 11 positioniert, insbesondere über dem Aktivierungsende 14. Der
Adapter 32 wird dazu angewandt, den Stab 11 mit
dem Stab 32a zu verbinden, indem man den Stab 32a durch
die Kanüle 31 einfügt. Ein
Hammer wird dann dazu angewandt, um das kegelförmige Ende 32b des
Adapters 32 mit dem Aktivierungsende 14 des Stabs 11 zu
befestigen. Der Drehmomentschlüssel 30 ist
dann an die Schnittstelle 32c des Adapters angebracht.
In einer Ausführungsform
kann der Drehmomentschlüssel 30 von
Interpore International, 181 Technology Drive, Irvine, Kalifornien
92618, zur Verfügung
gestellt werden.
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Eine
vorgegebene Drehmomenteinstellung, die einem Distraktionsdruck entspricht,
wird dann an dem Drehmomentschlüssel 30 eingestellt.
Der Drehmomentschlüssel 30 wird
dann gedreht, was eine Kraft erzeugt, die die Platten 16 und 15 trennt
und auf diese Weise Knochensegmente 36 und 35 trennt.
Die Einstellung des Drehmomentschlüssels 30 entspricht einem
Druck der vom Distraktions-Osteogeneseapparat 10 ausgeübt wird.
Die Beziehung zwischen der Einstellung des Drehmomentschlüssels 30 und
dem ausgeübten
Druck des Distraktions-Osteogeneseapparates 10 wird im
voraus festgelegt. Beispielsweise wurde es nach mehreren klinischen
Auswertungen entdeckt, daß eine
Drehmomentschlüsseleinstellung von
14 Newton cm und 18 Newton cm, einem ausgeübten Druck von 7 kg und 9 kg
des Distraktions-Osteogeneseapparates 10 entspricht. Das
Maß des
angebrachten Drehmoments basiert auf dem maximalen Druck, dem Knochensegmente
standhalten können
ohne zu brechen. Dieses wird nach dem Einsetzen und vor der Schließung wahrgenommen.
Bevor das Gewebe oder die Haut genäht wird, wird der Distraktions-Osteogeneseapparat 10 aktiviert,
bis die betroffenen Knochensegmente sich zu biegen scheinen. Diese
maximale Drehmomenteinstellung wird dann angewandt, um einen maximalen
Druck zwischen den Knochensegmenten aufrechtzuerhalten. Während des
Distraktionsvorgangs wird ein maximaler Druck aufrechterhalten,
im Gegensatz zu konventionellen Aktivierungsgschwindigkeiten. Dieser
maximale Druck erlaubt es, ein optimiertes Knochenwachstum zu erzeugen.
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3 beschreibt
eine Unteransicht des Distraktions-Osteogeneseapparats 10,
verbunden mit der Kanüle 31 und
dem Adapter 32 für
die linke und die rechte Seite des Zygomas.
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4 illustriert
einen aktivierten oder distraktierten Distraktions-Osteogeneseapparat 10,
bei dem die Kanüle 31 und
der Adapter 32 entfernt wurden. Wie aus der Zeichnung zu
entnehmen ist, kann der Distraktions-Osteogeneseapparat 10 unterhalb vom
Gewebe oder der Hautschicht versenkt oder implantiert werden. Insbesondere
können
die Platte 16, die Platte 15 und der gewundene
Bereich 12 der Stange 11 unterhalb der Haut versenkt
werden. Bemerkenswert ist auch, daß die Schrauben 20 nicht dazu
geeignet sind, eine erhebliche Menge der Kraft von dem Drehmomentschlüssel 30 während der
Aktivierung zu übertragen.
Die Schrauben 20 sind zur Positionierung der Platten 16 und 15 vorgesehen
und sind im wesentlichen senkrecht zu der Kraft, die durch den Stab 11 übertragen
wird, angeordnet. Die Platten 16 und 15 sind selbsthaltend
in dem Sinn, daß eine
erhebliche Menge der Kraft durch die Platten übertragen wird, anstatt durch
die Schrauben oder die Fixierungspunkte. Demzufolge besteht eine geringere
Wahrscheinlichkeit, daß der
Distraktions-Osteogeneseapparat 10 sich vom Knochen löst. Bemerkenswert
ist auch, daß eine
größere Kraft
angebracht werden kann, denn die Schrauben übertragen keinen erheblichen
Anteil der Kraft.
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5a-c
illustrieren eine Methode für
die Ein setzung eines Distraktions-Osteogeneseapparats 10 in
einem posterioren Verfahren. Anstatt den Distraktions-Osteogeneseapparat 10 durch
eine Öffnung
in dem Gesicht zu aktivieren, wird der zygomatische Distraktions-Osteogeneseapparat 10 posterior aktiviert. 5a illustriert
eine Platte 16, die an ein Zygoma-Segment 36 und
eine Platte 15, die an einem Zygoma-Segment 35 angebracht
sind. In dieser Ausführungsform
würde der
Stab 10 ein ähnliches keilförmiges Ende 14 am
Ende des gewundenen Bereichs 12 für die Aktivierung aufweisen.
Der posterior angebrachte Aktivierungsstab tritt von der chirurgischen
Inzision hervor, ohne eine separate Hautpenetration zu erfordern. 5a illustriert
eine Kanüle 31, einen
Drehmomentschlüsseladapter 32 und
einen Drehmomentschlüssel 30. 5b und 5c beschreiben
einen zygomatischen Distraktions-Osteogeneseapparat 10 ohne
einen Drehmomentschlüssel bzw.
von einer Unteransicht. Diese Ausführungsform bietet den Vorteil,
keine fazialen Vernarbungen zu hinterlassen.
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6 beschreibt
einen Kanülen-
und Stabentfernungsapparat 44 entsprechend der derzeitigen Erfindung.
Der Kanülen-
und Stabententfernungsapparat 44 wird anhand eines Allen-Schlüssels 40 angewandt,
um eine Kanüle 31 und
einen Aktivierungsstab 32a nach der Aktivierung zu entfernen.
Der Drehmomentschlüssel-Schnittstellenadapter 32c wird,
wie in den 2, 3 und 10 beschrieben,
vor der Benutzung des Kanülen-
und Stabentfernungsapparats 44 angewandt. Der Drehmomentschlüssel-Schnittstellenadapter 32c ist
mit dem Aktivierungsstab 32 mit einer Schraube verbunden,
die lockerbar ist, um die Adapterschnittstelle 32c zu entfernen.
Die Kanüle 31 ist
mit der Klammer 42 durch einen drehbaren Allen-Schlüssel 40 gesichert.
Nachdem die Kanüle 31 gesichert
ist, kann die Kanüle
wieder entfernt werden, indem der Knopf 43 rotiert wird und
der zylinderförmige
Abschnitt 41 gehalten wird. Dies zwingt einen Kolben gegen
den Aktivierungsstab 32a in der Kanüle 31. Die Kanüle 31 und
der Stab 32 werden dann getrennt und können entfernt werden.
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II. Einsetzungs- und Aktivierungsverfahren
des Distraktions-Osteogeneseapparats
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7-9 beschreiben
die Vorbereitung von Knochensegmenten, beispielsweise der Zygoma-Knochen,
für die
Einsetzung des Distraktions-Osteogeneseapparats 10 entsprechend
der erfindungsgemäßen Lehre. 2-4 illustrieren
die Aktivierung des eingesetzten Distraktions-Osteogeneseapparats 10,
während 6 die
Entfernung einer Kanüle 31 und
einen Stab 32a beschreibt.
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In
einer Ausführungsform
können
eine Computertomographie der betroffenen Fläche für Distraktions-Osteogenese erhalten
werden. Der Distraktions-Osteogeneseapparat 10 kann dann
anhand der Informationen von der Computertomographie entsprechend
hergestellt werden. Beispielsweise kann die Länge des Stabs 11 anhand
dieser Informationen festgelegt werden. Außerdem kann die Knochenmenge
und/oder die erforderliche Zahl der Schrauben, die zum Anbringen
des Distraktions-Osteogeneseapparats erforderlich sind, anhand dieser
Information festgelegt werden. In der bevorzugten Ausführungsform
wird ein speziell angefertigter Distraktions-Osteogeneseapparat nicht angewandt.
Stattdessen wird ein Distraktions-Osteogeneseapparat 10 mit der
oben genannten Konfiguration und Größe, die bei einer Mehrzahl
von Menschen anwendbar ist, benutzt.
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Eine
Osteotomie wird dann durchgeführt,
um zwei Knochensegmente 35 und 36 zu bilden, die dann
distraktiert werden, um neuen Knochen zu bilden. 7 be schreibt
die Erzeugung einer Inzision 54 in dem Zygoma. Indente 51 und 52 werden
dann in dem Knochensegment 36 bzw. Knochensegment 35 mit
einer Bohrmaschine 56 geformt. Wie aus der Zeichnung zu
entnehmen ist, ist die Einschneidung 51 etwas größer als
die Einschneidung 52.
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8 beschreibt
die Erzeugung eines Schlitzes 53 für die rundförmige Portion 15a der
Zygoma-Anteriorplatte 15. 9 beschreibt
die Erzeugung der Einschneidung 51 durch die Bohrmaschine 56.
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Eine
Zygoma-Posteriorplatte 16 wird dann in die Einschneidung 51 eingesetzt
und mit den Schrauben 20 an das Zygoma 36, wie
beschrieben in 2, angebracht. Die erforderliche
Zahl der angewandten Schrauben hängt
von der verfügbaren
Knochenmenge ab. Die Zygoma-Anteriorplatte 15 wird dann
durch die Einschneidung 52 und den Schlitz 53 eingesetzt und
mit den Schrauben 20 befestigt. In der bevorzugten Ausführungsform
wird die Anteriorplatte 15 eingesetzt, indem die Plattform 29 in
die Inzision 54 oder zwischen den Einschneidungen 51 und 52 festgeklemmt
wird. Die Anteriorplatte 15 wird dann gedreht, um gegen
den Zygoma-Knochen 35 zu passen. In ähnlicher Weise hängt die
Zahl der angewandten Schrauben von dem verfügbaren Knochenmaterial ab.
Stab 11 kann dann durch die Öffnungen 17 und 18 eingesetzt
werden. Insbesondere wird der gewundene Bereich vom Stab 11 in
die Öffnung 17 eingeschraubt,
während
der Stabfuß 13 gegen
die Plattform 29 von der Platte 15 positioniert
wird, welches es erlaubt, das keilförmige Ende 14 durch
die Öffnung 18 einzusetzen.
Die Kanüle 31 und
der Adapter 32 mit einem Aktivierungsstab 32a sind
dann positioniert wie in 2 beschrieben. Anhand eines
dünnen Positionierungsstabs
kann die Kanüle über das
keilförmige
Ende 14 positioniert werden. Der Drehmomentschlüssel 13 ist
dann an den Adapter 32 ge schraubt. Der Drehmomentschlüssel 30 wird
dann gedreht bis zu einer vorbestimmten Drehmomenteinstellung, die
einem maximalen Druck entspricht. Anstatt eine gleichbleibende Aktivierungsgeschwindigkeit
anzuwenden, übt
der Distraktions-Osteogeneseapparat einen maximalen Druck zwischen
den Zygoma-Segmenten 35 und 36 aus. Der Druck
wird während
des Tages kontrolliert und erforderliche zusätzliche Drehkraft wird angebracht,
um einen maximalen Druck aufrechtzuerhalten. Dieser maximale Druck auf
das Zygoma optimiert Knochenwachstum und erfordert die kürzeste Aktivierungszeit.
Konventionelle Aktivierungszeiten tragen dazu bei, daß der ausgeübte Druck
von einem Maximum absteigt. Die Aufrechterhaltung von einem maximalen
Druck auf den Knochensegmenten 35 und 36 erlaubt
es, ein maximales Knochenwachstum und eine minimale Aktivierungszeit
zu erzeugen.
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Kanüle 31 und
Adapter 32 können
dann entfernt werden, wie oben beschrieben und in der 6 illustriert.
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Auf
diese Weise ist der Distraktions-Osteogeneseapparat 10 unterhalb
des Gewebes und/oder einer Hautschicht versenkt. Der versenkte Distraktions-Osteogeneseapparat
reduziert die Wahrscheinlichkeit von Infektion, sowie auch Trauma,
welches durch einen Sturz oder eine unsachgemäße Aktivierung des Distraktionsapparats
erfolgen könnte.
Darüber
hinaus sind bei einem versenkten Distraktions-Osteogeneseapparat
die Risiken von Vernarbungen geringer und die kosmetische Ansehnlichkeit ist
höher als
bei externen Distraktions-Osteogeneseapparaten. Indem man ein Aktivierungstempo
anwendet, welches auf der Knochenerzeugungsfähigkeit eines Einzelnen basiert,
können
höhere
Knochenwachstumsraten erzeugt werden. Während der klinischen Studien
wurde ein Knochenwachstum von 20 mm innerhalb von zwei Tagen erzeugt,
im Gegensatz zu den konventionell erforderlichen Aktivierungszeiten
von bis zu 25 Tagen.
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III. Alveolar-Distraktions-Osteogeneseapparat
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10 illustriert
einen Alveolar-Distraktions-Osteogeneseapparat 68.
Der Alveolar-Distraktions-Osteogeneseapparat 68 ist zur
Formung von Knochen in dem Alveolus einsetzbar, die wegen eines
Unfalls oder eines Geburtsdefekts fehlen. Oftmals muß der Alveolus
erst geformt werden, bevor Zahnimplantate einsetzbar sind. Ähnlich wie
bei dem Distraktions-Osteogeneseapparat illustriert in den 1 und 2,
weist der Alveolar-Distraktions-Osteogeneseapparat 68 einen
Drehmomentschlüssel 30,
einen Adapter 32 und eine Kanüle 31 auf.
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Der
Alveolar-Distraktions-Osteogeneseapparat 68 weist auch
eine Alveolar-Distraktions-Osteogenesevorrichtung 69 auf.
Die Alveolar-Distraktions-Osteogenesevorrichtung 69 weist
eine Stange 60 mit einem Fuß 61, ein Aktivierungsende 62 und ein
Ende 60a auf. Die Alveolar-Distraktions-Osteogenesevorrichtung 69 weist
auch eine Transportplattensegmentplatte 63 und eine Stabilisierungsplatte 64 auf.
Die Platten 63 und 64 sind mit den Schrauben 66 bzw. 65 sicherbar.
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Die 11a-b illustrieren zwei Ausführungsformen einer Alveolar-Distraktions-Osteogenesevorrichtung 69 wie
in der 10 dargestellt. 11a illustriert eine nichtversenkbare Alveolar-Distraktions-Osteogenesevorrichtung,
während
die 11b eine versenkbare Alveolar-Distraktions-Osteogenesevorrichtung
illustriert. Die nicht-versenkbare Alveolar-Distraktions-Osteogenesevorrichtung
in der 11a weist eine Stange 70,
eine Kanüle 72 und
einen Adapter 73 auf. Die Stange 70 weist einen
Fuß 71 und
ein Ende 78 auf. Die versenkbare Alveolar-Distraktions-Osteogenesevorrich tung,
beschrieben in der 11, weist eine
Stange 74, eine Kanüle 76 und
einen Adapter 77 auf. Die Stange 74 weist einen
Fuß 75 und
ein Ende 79 auf. Der nicht versenkbare Alveolar-Distraktions-Osteogeneseapparat,
illustriert in der 11a, weist eine Stange 70 mit
einem Fuß 71 auf
und ist im wesentlichen über
der Haut und/oder dem Gewebe positionierbar, während der Fuß 75 von
dem Stab 74 unterhalb des Gewebes und/oder der Hautschicht
positioniert ist. Der Alveolar-Distraktions-Osteogeneseapparat in 11b hat einen Durchmesser von ca. 1,6 mm und eine
Schraubensenkung von 0,35 mm pro Umdrehung, während der Alveolar-Distraktions-Osteogeneseapparat
von der 11a einen Durchmesser von 2,0
mm und eine Schraubensenkung von 0,4 mm pro Umdrehung hat.
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Die 12a-c illustrieren die Transportknochensegmentplatte 63 und
die Stabilisierungsplatte 64, die in der 10 beschrieben
ist. In einer Ausführungsform
besteht die Stabilisierungsplatte 64 aus einem Titanelement
und weist die Öffnungen 81, 82 und 83 auf.
In einer alternativen Ausführungsform kann
eine größere oder
kleinere Zahl von Öffnungen benutzt
werden. Die Platte 64 wird mittels der durch die Öffnungen 82 und 83 eingesetzten
Schrauben an den Knochen angebracht. Darüber hinaus ist es nicht erforderlich,
die Platte 64 einzusetzen, wenn das vorhandene Knochenmaterial
ausreichend hart ist. Das Titanelement kann zwischen den Öffnungen 81 und 82 bis
ca. 90° gebogen
werden, wie aus der 10 zu entnehmen ist, um am Alveolus
zu passen. In einer Ausführungsform
ist die Öffnung 83 eine
ca. 1 mm breite Öffnung,
die dazu dient, eine Stange aufzunehmen, beispielsweise das Stangenende 79,
wie in der 11b beschrieben.
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In
einer Ausführungsform
ist die Transportknochen segmentplatte 63 auch ein Titanelement
mit den Öffnungen 84, 85 und 86,
wie in den 12b-c beschrieben. In einer
alternativen Ausführungsform können eine
größere oder
kleinere Anzahl von Öffnungen
benutzt werden. Die Transportknochensegmentplatte 63 wird
mittels durch die Öffnungen 85 und 86 eingesetzte
Schrauben an den Knochen angebracht. In einer Ausführungsform
sind beide Platten 64 und 63 von der Firma Pfizer
Pharmaceuticals, Inc., ansässig
in Valley Lab, Inc., P.O. Box 9015, 5920 Longbow Drive, Boulder,
CO 80301-9015 erhältlich.
Die Schrauben, beispielsweise die Schrauben 66 und 65,
wie in 10 dargestellt, sind auch von
Pfizer Pharmaceuticals, Inc., erhältlich. In einer Ausführungsform
ist der Durchmesser des unterlegscheibenförmigen Elements 87,
welches die Öffnung 84 umgibt,
ca. 4,45 mm (0,175 Zoll), während
die Öffnungen 85 und 86 ca.
1 mm breit sind. In einer Ausführungsform
beträgt
die Breite des unterlegscheibenförmigen
Elements 87 ca. 5 mm. Der gewundene Bereich der Öffnung 84 hat
einen Durchmesser von ca. 2 mm und eine Schraubensenkung von 0,4
mm pro Umdrehung für
den Stab 70 und ca. 1,6 mm mit einer Schraubensenkung von
0,35 mm pro Umdrehung für
den Stab 74. Die gewundene Öffnung 84 dient zur
Positionierung des Stabs 60. Ähnlich wie bei der Platte 64 ist
die Transportknochensegmentplatte 63 zwischen den Öffnungen 85 und 84 um
ca. 90° biegbar,
wie aus der Transportknochensegmentplatte 63 der 10 zu
entnehmen ist, um den Alveolus anzupassen.
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Wie
bei der oben beschriebenen Zygoma-Distraktion ist der Alveolar-Distraktions-Osteogeneseapparat
implantierbar und auf diese Weise unterhalb einer Gewebeschicht
versenkbar.
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Demzufolge
ist die Wahrscheinlichkeit von Vernarbungen geringer und die kosmetische
Attraktivität
und die Bequemlichkeit bei dem Alveolar-Distraktions-Ostgeogeneseapparat
höher als
bei externen Distraktions-Osteogeneseapparaten.
Die Wahrscheinlichkeit von Infektionen ist bei versenkten Alveolar-Distraktions-Osteogeneseapparaten
geringer als bei externen Apparaten. Bemerkenswert ist auch, daß die Fixierungspunkte,
insbesondere die Schrauben, welche die Platten mit den Knochen verbinden, keinen
großen
Anteil der Kraft während
der Aktivierung übertragen.
Die Schrauben werden angewandt, um die Platten festzusetzen, und
sind im wesentlichen senkrecht zu dem Druck, der die Knochensegmente
teilt, angebracht. Der Alveolar-Distraktions-Osteogeneseapparat ist auch bei einem
maximalen Druck aktivierbar, im Gegensatz zu konventionell gleichbleibenden
Aktivierungszeiten, wie oben beschrieben.
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IV. Einsetzungs- und Aktivierungsvorgang
eines Alveolar-Distraktions-Osteogeneseapparats
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Die 13a-b illustrieren eine chirurgische Ansicht von
einer Osteotomie und einen eingesetzten Alveolar-Distraktions-Osteogeneseapparat
entsprechend der erfindungsgemäßen Lehre.
Genauer beschrieben, illustrieren die 13a-b
eine Stange 60, eingesetzt in eine Stabilisierungsplatte 64 und eine
Transportknochensegmentplatte 63.
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Nachdem
die Größe des Stabs 60 festgelegt ist,
wird eine Osteotomie an dem Alveolus durchgeführt, um das obere Alveolussegment 88 und
das untere Alveolussegment 89 zu gestalten. Eine Öffnung 100 wird
dann in das untere Alveolussegment 89 gebohrt. In einer
Ausführungsform
ist eine ca. 2 mm breite Öffnung
geformt. Die Stabilisierungsplatte 64 ist dann auf dem
oberen Alveolussegment 88 positioniert, während die
Knochentransportsegmentplatte 63 auf dem unteren Alveolusseg ment
positioniert ist. Knochenschrauben sind dann durch die Öffnungen 81, 82, 85 und 86 positionierbar,
um die Platten 63 und 64 an die Alveolussegmente
anzubringen. Die 13a-b illustrieren eine Platte 64 ohne
eine Schraube in der Öffnung 81.
Stab 60 ist dann in die Öffnung 100 durch das
Alveolussegment 89 und durch die Öffnung 84 der Platte 63 eingesetzt.
Das Stabende 60a ist dann in der Öffnung 83 der Platte 64 positioniert.
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Wie
oben in Bezug auf den zygomatischen Distraktions-Osteogeneseapparat
beschrieben, ist der Alveolar-Distraktions-Osteogeneseapparat
anhand des Drehmomentschlüssels 30 und
des Adapters 32, wie in der 14a beschrieben,
aktivierbar. Wie oben beschrieben, kann ein maximaler Druck zwischen
dem oberen Alveolus 88 und dem unteren Alveolus 89 ausgeübt werden,
indem die Einstellung des Drehmomentschlüssels an eine vorbestimmte Position
gebracht wird. Auf diese Weise kann ein relativ gleichbleibender
Druck erhalten werden, und ein optimiertes Knochenwachstumsverhältnis erzeugt werden.
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14b illustriert einen versenkten Alveolar-Distraktions-Osteogeneseapparat,
wo nur der Fuß 61 von
dem Stapel sichtbar ist. In einer Ausführungsform ist der Fuß 61 zur
Positionierung einer vorübergehenden
Zahnprothese anwendbar. Auf diese Weise wird der Alveolar-Distraktions-Apparat
implantiert und hat ein kosmetisch attraktiveres Aussehen.
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V. Mandibular-Distraktions-Ostenogeneseapparat
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15 beschreibt
einen Mandibular-Distraktions-Osteogeneseapparat,
der nicht der erfindungsgemäßen Lehre
entspricht. Der Mandibular-Distraktions-Osteogeneseapparat 93 weist
einen Gaumenerweiterer 90 mit selbsthaltenden Platten 91 und 92 auf,
wie aus den 15-18 zu
entnehmen ist. In einer Ausführungsform
wird der Distraktions-Osteogeneseapparat 93 aus rostfreiem
Stahl hergestellt. In einer Ausführungsform
ist der Gaumenerweiterer 90 ein Lariat-Gaumenerweiterer
der von der Firma Easy Access Orthodontics, ansässig in 2701 LaPaz Road, #236,
Mission Viejo, Kalifornien 92691, erhältlich. Der Gaumenerweiterer 90 weist
zwei Erweiterungskomponenten 90a und 90b auf,
die sich als Antwort auf eine Drehkraft an der Allen-Schlüsselöffnung 101 des
Gaumenerweiterers 90 ausstrecken. Die 16a-b illustrieren einen Mandibular-Extraktionsapparat 93 in
einer aktivierten Position. Ein Allen-Schlüssel 102 ist in die
Allen-Schlüsselöffnung 101 eingefügt. Eine
Drehkraft expandiert die extrahierenden Komponenten 90a, 90b.
Die ausdehnbaren Komponenten 90a und 90b sind
mit den Stabpaaren 94 bzw. 95 verbunden, wie aus
der 16b zu entnehmen ist. Das Stangenpaar 94 und 95 ist dann
mit den selbsthaltenden Platten 92 und 91 verbunden.
Die selbsthaltenden Platten 91 und 92 sind im
wesentlichen U-förmig
gestaltet, mit einer Vielzahl von Öffnungen, wie in den 17a-b illustriert. Die selbsthaltenden Platten 91 und 92 weisen
Flansche auf, um sich an den Knochensegmenten halten zu können. Die Öffnungen
in den Platten 91 und 92 dienen auch dazu, die
Platten 91 und 92 an die mandiblen Knochensegmente
mittels Schrauben zu befestigen. Beispielsweise wird die Schraube 115 angewandt,
um die selbsthaltende Platte 92 zu befestigen, wie aus
der 18 zu entnehmen ist.
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Wie
bei den oben beschriebenen Distraktions-Osteogeneseapparaten weist
der versenkbare Mandibular-Distraktions-Osteogeneseapparat 93 Platten
auf, die einen erheblichen Teil des Drucks zwischen den Knochensegmenten übertragen,
anstatt den Druck durch die Fixierungspunkte zu übertragen. Während die
Extrahierungskompo nenten 90b und 90c sich als
Antwort auf eine angebrachte Drehkraft bewegen, wird die Kraft durch
die selbsthaltenden Platten 91 und 92 und nicht
durch die Schrauben, die die Platten 91 und 92 an
dem Gebiß befestigen, übertragen.
Insbesondere wird Druck auf die Plattformen 91a und 92a von
den Platten 91 bzw. 92 ausgeübt, wie aus den 16a und 17a zu entnehmen.
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VI. Einsetzung und Aktivierungsvorgang
eines Mandibular-Distraktions-Osteogeneseapparats
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Wie
bei den oben beschriebenen Distraktions-Osteogeneseapparaten kann
eine Computertomographie der betroffenen Region vor der Einsetzung
und Aktivierung angefertigt werden, um den relevanten Knochengehalt
festzustellen. Eine Osteotomie wird dann durchgeführt, um
die mandibularen Knochensegmente 110 und 120 zu
gestalten, wie in der 16b beschrieben
ist. Die selbsthaltenden Platten 91 und 92 werden
dann auf den Stangenpaaren 94 und 95 positioniert,
indem die Stangen durch die Öffnungen
der hervorstehenden Ränder 98 bzw. 99 der
Platten 92 und 91 positioniert werden, wie aus den 17b und 18 zu
entnehmen ist. Der mandibulare Distraktions-Osteogeneseapparat 93 weist einen
Gaumenerweiterer 90 auf, der mit den selbsthaltenden Platten 91 und 92 verbunden
ist, der dann zwischen den mandibularen Knochensegmenten 110 und 120 eingesetzt
wird. Knochenschrauben können dann
in die Öffnungen
der selbsthaltenden Platten 91 und 92 eingesetzt
werden.
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Der
mandibulare Distraktions-Osteogeneseapparat 93 ist dann
mittels eines Allen-Schlüssels
aktivierbar, der in die Allen-Schlüsselöffnung 101 des Gaumenerweiterers 90 eingesetzt
wird, wie in der 16b beschrieben ist. Eine volle
Umdrehung der Aktivierungs-Allen-Schlüsselöffnung 101 im
Uhrzeigersinn entspricht 0,2 mm Expandierung. Ein Druck ist dann
produzierbar, der die ausdehnbare Komponenten 90a und 90b von
dem Gaumenerweiterer 90 treibt, und auf diese Weise den
mandibularen Knochensegment 110 von dem mandibularen Knochensegment 120 treibt.
Die Allen-Schlüsselöffnung 101 des
Gaumenerweiterers 90 ist durch den Mund oder eine Öffnung im
Gesicht erreichbar.
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Wie
oben beschrieben, ist der versenkbare mandibulare Distraktions-Osteogeneseapparat 93 bei
einem maximalen Druck aktivierbar, im Gegensatz zu konventionellen
Aktivierungsgeschwindigkeiten. Der mandibulare Distraktions-Osteogeneseapparat 93 bietet
die gleichen Vorteile wie oben bei den zygomatischen und alveolaren
Distraktions-Osteogeneseapparaten beschrieben.
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Die
vorhergehende Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung
wurde zum Zweck der Illustration und Beschreibung zur Verfügung gestellt.
Es wurde nicht beabsichtigt, die Erfindung auf die beschriebenen
genauen Beispiele zu beschränken.
Deutlich ist, daß eine
Mehrzahl von Modifikationen und Variationen für den Fachmann offensichtlich
ist. Die Ausführungsformen
wurden erwählt
und beschrieben, um die Grundlagen der Erfindung und deren praktische
Anwendungen bestmöglich
zu erläutern,
um es dabei dem Fachmann zu ermöglichen,
die Erfindung für
verschiedene Ausführungsformen
und mit verschiedenen Modifikationen weitgehend zu verstehen. Es
wird beabsichtigt, daß der
Schutzbereich der vorliegenden Erfindung anhand der folgenden Ansprüche definiert
wird.