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1.1. Gebiet der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich im Allgemeinen auf das Gebiet
der Molekularbiologie. Noch bevorzugter betreffen bestimmte Ausführungsformen
Methoden und Zusammensetzungen, welche DNA-Abschnitte umfassen,
und Proteine, die von Bakterienarten abgeleitet wurden. Noch genauer
stellt die Erfindung cna und cna-abgeleitete Nukleinsäurezusammensetzungen
bereit, welche ein Kollagen (Col) -Bindungsprotein (CBT) aus Staphylococcus
aureus und die korrespondierenden Peptid Epitope und Proteinsequenzen
umfassen, welche native und synthetisch modifizierte Col-Bindungsstellendomänen umfassen.
Es sind verschiedene Verfahren ihrer Herstellung und Verwendung
dieser DNA-Segmente,
DNA-Segmente, welche synthetisch modifizierte Liganden-Bindungsstellendomänen kodieren,
und native und synthetische Proteine offenbart, wie zum Beispiel,
beispielsweise die Verwendung von DNA-Segmenten als diagnostische
Sonden und Matrizen für
die Proteinherstellung, und die Verwendung von Proteinen, Fusionsproteinträgern und
Peptiden in verschiedenen pharmakologischen und immunologischen
Anwendungen.
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1.2. Beschreibung des
nächsten
Standes der Technik
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1.2.1. Kolonisation durch
Staphylococcus Aureus
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S.
Aureus Zellen können
viele verschiedene Wirtsgewebe kolonisieren und verschiedene Arten
von Infektionen hervorrufen, wie zum Beispiel Endocarditis, Pneumonie,
Wundinfektionen, Osteomyelitis und septische Arthritis. Die Anhaftung
von Staphylokokken an Wirtsgewebe schließt eine Familie von Adhesinen
ein, die Komponenten der extrazellulären Matrix erkennen und welche
MSCRAMMs (Microbial Surface Components Recognizing Adhesive Matrix
Molecules) genannt werden (Patti et al., 1994a).
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Die
Expression spezifischer MSCRAMMs scheint für die Kolonisation verschiedener
Gewebetypen erforderlich zu sein. Zum Beispiel exprimieren Staphylokokkenstämme, welche
aus den Gelenken von Patienten mit der Diagnose einer septischen
Arthritis oder Osteomyelitis erhalten wurden, fast immer ein CBP,
während signifikant
weniger Isolate, welche aus Wundinfektionen erlangt wurden, dieses
Adhesin exprimieren (Switalski et al., 1993a). In ähnlicher
Weise haben S. Aureus Stämme,
welche aus den Knochen von Patienten mit Osteomyelitis isoliert
wurden, oft ein MSCRAMM, welches das knochenspezifische Protein,
Knochen-Sialoprotein (BSP), erkennt (Rydén et al., 1998).
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Die
Klonierung, Sequenzierung und Expression von einem cna Gen, welches
ein S. Aureus CBP kodiert, wurde kürzlich berichtet (Patti et
al., 1992). Das cna Gen kodiert ein 133-kDa-Adhesin, das strukturelle Merkmale enthält, welche
für Oberflächenproteine
charakteristisch sind, die aus Gram-positiven Bakterien isoliert
wurden. Es ist gezeigt worden, dass das CBP für die Anhaftung von S. Aureus
an Col-beschichtete künstliche
Substrate notwendig und ausreichend ist, ebenso wie an Knorpel,
einem Gewebe, das reich an Typ II Col ist (Switalski et al., 1993).
Alle Stämme,
welche das CBP exprimieren, sind in der Lage an Knorpel anzuhaften, wohingegen
solche Stämme,
welchen die MSCRAMMs fehlen, nicht anhaften. Die Vorinkubation von
S. Aureus mit polyklonalen Antikörpern,
welche gegen das gereinigte Adhesin gerichtet sind, oder die Sättigung
von Knorpelsubstrat mit löslichen
rekombinanten CBP hat eine vollständige Inhibition bakterieller
Anhaftung zur Folge (Switalski et al., 1993a).
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Die
S. Aureus Kolonisation von Gelenkknorpel innerhalb von Gelenkspalten
scheint ein wichtiger Faktor zu sein, welcher zu der Entwicklung
einer septischen Arthritis beiträgt.
Die Bedeutung von dem CBP in der Pathogenese der septischen Arthritis
wurde durch den Vergleich der Virulenz zweier Gruppen isogener Mutanten
von S. Aureus in einem Tiermodel bestimmt (Patti et al., 1994b).
Mehr als 70 % der Mäuse,
welchen die CNA+-Stämme (d. h. einem klinisichen
Isolat, welches das CBP exprimiert oder einen negativen Stamm, in
welchem das cna Gen eingeführt
worden ist) injiziert worden sind, entwickeln klinische Symptome
von Arthritis, wohingegen weniger als 27 % von den Tieren Symptome
der Krankheit zeigten, wenn ihnen CNA– Stämme injiziert
worden sind (d. h. ein Stamm, welchem das cna Gen fehlt oder einem
Stamm, in welchem das cna Gen oder einem Stamm, in welchem das cna
Gen durch homologe Rekombination inaktiviert worden ist).
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Zusammengefaßt zeigen
diese Ergebnisse, dass das CBP eine wichtige Rolle in der Pathogenese
der durch S. Aureus induzierten septischen Arthritis spielt.
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Kürzlich wurde
die Ligandenbindungsstelle innerhalb der N-terminalen Hälfte des
CBP lokalisiert (Patti et al., 1993). Durch die Analyse der Col-Bindungsaktivität rekombinanter
Proteine, welche verschiedenen Segmente des MSCRAMM entsprechen,
wurde ein 168-Aminosäuren langes
Proteinfragment (korrespondierend zu den Aminosäurenresten 151–318), das
eine nennenswerte Col-Bindungsaktivität hat, identifiziert. Kleine Verkürzungen
von diesem Protein im N- oder C-Terminus haben einen Verlust der
Ligandenbindungsaktivität zur
Folge, aber haben auch konformative Änderungen des Proteins zur
Folge, wie durch Zirkular-Dichroismus-Spektroskopie gezeigt wurde.
Diese Ergebnisse haben die Möglichkeit
aufgeworfen, dass die Ligandenbindungsaktivität auch konformative Änderungen
des Proteins zur Folge haben, wie durch Zirkular-Dichroismus-Spektroskopie
gezeigt wurde. Diese Ergebnisse haben die Möglichkeit aufgeworfen, dass
die Ligandenbindungsstelle des MSCRAMM innerhalb eines kurzen Segments
von Aminosäuren
enthalten ist und dass flankierende Sequenzen für eine korrekte Faltung dieser
Reste in der Ligandenbindungsstelle erforderlich sind.
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Die
WO A1 85/05553 offenbart bakterielle Zelloberflächenproteine, welche eine Fibronectin,
Fibrinogen-, Collagen- und/oder Laminin-Bindungsfähigkeit
haben. Dadurch ist gezeigt worden, dass verschiedene Bakterien die
Fähigkeit
haben, an Fibronectin, Fibrinogen, Collagen und/oder Laminin zu
binden.
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In
Bezug auf die Bindung von Collagen an S. Aureus sind einige Studien
berichtet worden (Carret et al., 1985; Holderbaum et al., 1985;
Holderbaum, D., Hall, G.S., und Erhart, L.A., 1986; Infect. Immun.
54: 359–364;
Vercellotti, G.M., McCarthy, J.B., Lindholm, P., Peterson, P.K.,
Jacob, H.S., und Furcht, L.T.; 1985; Am. J. Pathol. 120: 13–21; Speziale,
P.G., Ruacci, L., Switalski, L.M., Timpl, R. und Höök, M. 1986,
J. Bact, 167: 77–81,
Switalski, L.M., Seziale, P. und Höök, M. 1989, J. Biol. Chem.
264: 21080–21086).
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Switalski
et al., 1989 haben von der Isolierung und der Charakterisierung
eines S. Aureus-Oberflächenproteins
berichtet, welches sie als Kollagenrezeptor identifizierten. Indem
Lysostaphin verwendet wurde, um das Protein aus der Zellwand zu
lösen,
gefolgt durch eine Ionen-Austausch-Chromatographie, eine Ammoniumsulfatprezipitation
und eine Gelfiltration war es möglich,
ein Protein mit einem scheinbaren Molekulargewicht von 135 kDa zu reinigen.
Es wurde auch gezeigt, dass Antikörper, welche gegen das 135
kDa Protein gerichtet sind, die Bindung von Kollagen an S. Aureus
Cowan 1 Zellen inhibieren.
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Die
WO 92/07002 bezieht sich auf ein neues rekombinantes Hybrid-DNA-Molekül, welches
eine Nukleotidsequenz aus S. Aureus umfasst, welche für ein Protein
oder Polypeptid kodiert, dass Kollagen Bindungseigenschaften hat.
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1.2.2. Die Rolle von S.
Aureus CBP in humanen Erkrankungen
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Die
hematogen erworbene bakterielle Arthritis bleibt ein ernstes medizinisches
Problem. Diese rasant fortschreitende und stark zerstörende Gelenkserkrankung
ist schwer gänzlich
auszurotten, mit weniger als 50 % der infizierten Patienten erholen
sich nicht ohne schwere Gelenkschäden. S. Aureus ist das vorherrschende Pathogen,
welches aus adulten Patienten mit hematogener (primärer) und
sekundärer
Osteomyelitis isoliert wurde (Waldvogel und Vasey 1980), obwohl
auch bis zu 90 % der Fälle
von akuter hematogener Osteomyelitis in ansonsten gesunden Kindern
verursacht wird (Cole 1982). Rasterelektronen Mikroskopiestudien
haben gezeigt, dass S. Aureus eng mit Knorpel- und Knochengewebe
verknüpft
ist, welches aus der Stelle der Infektion erlangt wurde. Zusätzliche
Mikroskopiehinweise deuten auf eine vorherrschende Anhaftung und
nachfolgende Kolonisation knorpeliger, eher als an synovialen Oberflächen hin
(Voytek et al. 1988). Eine Analyse von S. Aureus-Stämmen, die
aus Patienten mit einer diagnostizierten Osteomyelits und septischen
Arthritis isoliert worden sind, zeigte, dass fast alle von den Isolaten
ein Col-Adhesin enthielten. Demgegenüber exprimierten nur ein Drittel
von den S. Aureus-Stämmen,
welche aus Patienten mit einer Weichteilgewebeinfektion isoliert
worden sind, das Col-Adhesin (Switalski, Patti et al. 1993). Diese
Beobachtungen legen nahe, dass die eine Zelloberflächenexpression
von dem Col-Adhesin
ein wichtiger Virulenzfaktor in der Staphylokokken-mediierten Osteomyelitis
und der septischen Arthritis ist. Darüber hinaus ist beobachtet worden,
dass Knorpelabbau nach einer Staphylokokken-Gelenksinfektion auf
eine direkte Interaktion zwischen Bakterien und Knorpel zurückgeführt werden
kann (Smith et al. 1982), zusätzlich
zu der entzündlichen
Antwort des Wirtes (Smith et al. 1987). Personen, welche mehr als
6 Tage brauchen, um die Synovialflüssigkeit von dem Mikroorganismus
freizubekommen, haben üblicherweise
einen schlechten klinischen Befund (Ho und Su 1982). Schlechte Ergebnisse umfassen
permanente Körperbehinderung
mit eingeschränkter
Bewegung oder ständigem
Schmerz in dem betroffenen Gelenk. Daher kann, durch Inhibition
der anfänglichen
Anhaftung der Bakterien an Knorpel die Wahrscheinlichkeit von anschließender Gelenkzerstörung vermindert
werden.
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1.3. Unzulänglichkeiten
im Stand der Technik
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Es
ist ohne Zweifel, dass, obwohl verschiedene Ansätze der Behandlung von bakteriellen
Erkrankungen einigen Erfolg gezeigt haben, viele Probleme bleiben,
einschließlich
der Antibiotikaresistenz, der Variabilität von Antigenen zwischen Arten
und Artenvariationen durch Mutation von Antigenen, ebenso wie das
Bedürfnis,
anfällige
Gruppen zu schützen,
wie zum Beispiel junge Kinder, ältere
Menschen und andere Immun-suprimierte Patienten. Folglich besteht
ein unmittelbares Bedürfnis
nach einer effektiven Behandlung einer S. Aureus-Infektion und Impfstoffen
gegen diesen Erreger.
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In
einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Zusammensetzung
bereitgestellt, umfassend ein CBP-Peptid, wobei das besagte Peptid
die zusammenhängende
Aminosäuresequenz
von SEQ ID Nr: 2, SEQ ID Nr: 4 oder SEQ ID Nr: 6 aufweist und die
antibakterielle Anhaftung an Collagen inhibiert zur Verwendung in
der Therapie.
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Es
wird weiterhin eine pharmazeutische Zusammensetzung zur Verfügung gestellt,
umfassend ein CBP-Peptid, wobei das Peptid die zusammenhängende Aminosäuresequenz
von SEQ ID Nr: 6 aufweist und die bakterielle Anhaftung an Collagen
inhibiert.
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In
einem weiteren Aspekt wird die Verwendung einer Zusammensetzung
bereitgestellt, umfassend ein CBP-Peptid, wobei das Peptid die zusammenhängende Aminosäuresequenz
von SEQ ID Nr: 2, SEQ ID Nr: 4 oder SEQ ID Nr: 6 aufweist und die
bakterielle Anhaftung Collagen inhibiert, zur Herstellung eines
prophylaktischen Medikaments zur Inhibierung oder der Vorbeugung
einer bakteriellen Kolonisation, einer bakteriellen Infektion, einer
bakteriellen Sepsis, einer Staphylokokken-Infektion oder einer Sepsis
in einem Lebewesen.
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In
einem weiteren Aspekt wird außerdem
eine Zusammensetzung bereitgestellt, umfassend ein isoliertes Nukleinsäuresegment,
das für
ein CBP-Peptid kodiert, wobei das CBP-Peptid die zusammenhängende Aminosäuresequenz
von SEQ ID Nr: 2, SEQ ID Nr: 4 oder SEQ ID Nr: 6 aufweist und die
bakterielle Anhaftung an Collagen inhibiert, zur Verwendung in der
Therapie.
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In
einem weiteren Aspekt wird ferner die Verwendung einer Zusammensetzung
zur Verfügung
gestellt, umfassend ein isoliertes Nukleinsäuresegment, das für ein CBP-Peptid kodiert,
wobei das CBP-Peptid die zusammenhängende Aminosäuresequenz
von SEQ ID Nr: 2, SEQ ID Nr: 4 oder SEQ ID Nr: 6 aufweist und die bakterielle
Anhaftung an Collagen inhibiert, für ein prophylaktisches Medikament
zur Inhibierung oder der Vorbeugung einer bakteriellen Kolonisation,
einer bakteriellen Infektion, einer bakteriellen Sepsis, einer Staphylokokken-Infektion
oder einer Sepsis in einem Lebewesen.
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In
einem noch weiteren Aspekt wird eine Zusammensetzung zur Verfügung gestellt,
umfassend einen Antikörper,
der an ein CBP-Peptid bindet, das CBP-Peptid eine Aminosäuresequenz
aufweist, die in SEQ ID Nr: 4 oder SEQ ID Nr: 6 angegeben ist, wobei
der Antikörper
die bakterielle Anhaftung an Collagen inhibiert, zur Verwendung
in der Therapie.
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Es
wird außerdem
die Verwendung einer Zusammensetzung zur Verfügung gestellt, umfassend einen Antikörper, der
an ein CBP-Peptid bindet, das CBP-Peptid eine Aminosäuresequenz
aufweist, die in SEQ ID Nr: 4 oder SEQ ID Nr: 6 angegeben ist, wobei
der Antikörper
die bakterielle Anhaftung an Collagen inhibiert, für die Herstellung
eines Medikaments zur Verwendung für die Inhibition oder Vorbeugung
einer bakteriellen Kolonisation, einer bakteriellen Infektion, einer
bakteriellen Sepsis, einer Staphylokokken-Infektion oder einer Sepsis in einem
Lebewesen.
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In
einem weiteren Aspekt wird ein Kit zur Verfügung gestellt, umfassend eine
Zusammensetzung gemäß der vorliegenden
Erfindung.
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Auch
wird die Verwendung einer Zusammensetzung zur Verfügung gestellt,
umfassend einen Antikörper,
der an ein CBP-Peptid bindet, das CBP-Peptid eine Aminosäuresequenz
aufweist, die in SEQ ID Nr: 2 angegeben ist, für die Herstellung eines prophylaktischen
Medikaments zur Inhibition der Vorbeugung einer bakteriellen Kolonisation,
einer bakteriellen Infektion oder einer bakteriellen Sepsis in einem
Lebewesen.
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In
einem noch weiteren Aspekt wird die Verwendung einer Zusammensetzung
bereitgestellt, umfassend einen Antikörper, der an ein CBP-Peptid
bindet, das CBP-Peptid eine Aminosäuresequenz aufweist, die in
SEQ ID Nr: 2 angegeben ist, für
die Herstellung eines Medikaments für die Behandlung einer Staphylokokken-Infektion
oder einer Sepsis in einem Lebewesen.
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In
einem weiteren Aspekt wird ein Kit zur Verfügung gestellt, umfassend eine
Zusammensetzung, umfassend einen Antikörper, welcher an ein CBP-Peptid
bindet, das CBP-Peptid
eine Aminosäuresequenz
aufweist, die in SEQ ID Nr: 2 angegeben ist, zur Verwendung in der
Therapie.
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Die
vorliegende Erfindung überwindet
einen oder mehrere dieser und anderer Nachteile, welche dem Stand
der Technik inhärent
sind, durch die Bereitstellung neuer Zusammensetzungen und ihrer
Verwendung in der Behandlung von S. Aureus-Infektionen, durch Verwendung
nicht-antibiotischer Strategien. Offenbart sind Methoden für die Verwendung
von neuen Peptiden und Antikörperzusammensetzungen
in der Behandlung einer S. Aureus-Infektion, mediiert durch die
Inhibition der bakteriellen Anhaftung an die ECM-Komponente der
Wirtszellen, Col. Ferner sind Verfahren für die aktive und passive Immunisierung
gegen S. Aureus und verwandte Arten offenbart, die neue native und
ortsspezifisch veränderte
CBP-Zusammensetzungen und CBP-abgeleitete Epitop-Peptide aus bakteriellen
Arten verwenden. Bestimmte Aspekte der Erfindung beziehen sich auf
neue Nukleinsäuresegmente,
welche diese Peptide und Epitope kodieren, und auf die Verwendung
solcher Nukleinsäuresegmente
in einer Auswahl von diagnostischen und therapeutischen Regime.
Ebenso sind Peptidzusammensetzungen zur Verfügung gestellt, welche von CBP
abgeleitet sind, welches die Col-Bindungsdomäne umfasst. Durch die Verwendung
von Kristallstrukturanalysen haben die Erfinder ortsspezifische
Mutationen in CBP-kodierenden DNA-Segmenten entwickelt, welche veränderte Col-Bindungsdomänen zur
Folge haben. In wichtigen Ausführungsformen
werden Verfahren und Zusammensetzungen zur Verfügung gestellt, zur Inhibition
der Bindung von S. Aureus an Col. Diese Zusammensetzungen sind in
der Prävention
der bakteriellen Adhesion an extrazellulären Matrixkomponenten verwendbar,
wie zum Beispiel Col, und in der Inhibition der bakteriellen Kolonisation
an collagene Substrate. Des weiteren umfasst die Erfindung die Verwendung
von CBP oder cna Gensequenzen, um Antikörper herzustellen, welche gegen
Staphylokokken-Infektionen schützen.
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In
einer weiteren Ausführungsform
offenbart die Erfindung ein Verfahren zur Prävention einer S. Aureus mediierten
Erkrankung in einem Lebewesen. Das Verfahren umfasst im allgemeinen
die Identifikation eines Lebewesens, bei welchem eine S. Aureus-Infektion
vermutet wird, und die Verabreichung eines Collagen-Bindungsproteins
oder einer Antikörperzusammensetzung
an das Lebewesen, welche wirksam ist, die Erkrankung in dem Lebewesen
vorzubeugen.
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In
einer weiteren Ausführungsform
offenbart die Erfindung ein Verfahren der Zunahme der Phagocytose
von S. Aureus-Zellen durch eine Makrophagenzelle. Das Verfahren
umfasst im allgemeinen die Bereitstellung einer pharmazeutisch verträglichen
Zusammensetzung eines Collagen-Bindungsproteins oder Antikörpers für die Makrophagenzelle,
in einer Menge, die wirksam ist, die Phagocytose von den Bakterien
durch die Makrophagen zu erhöhen.
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Bevorzugt
umfasst die Zusammensetzung des Collagen-Bindungsproteins die Aminosäuresequenz von
SEQ ID Nr: 2, SEQ ID Nr: 4 oder SEQ ID Nr: 6, oder der Antikörper bindet
spezifisch an die Aminosäuresequenz
von SEQ ID Nr: 2, SEQ ID Nr: 4 oder SEQ ID Nr: 6.
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In
einer ähnlichen
Ausführungsform
offenbart die Erfindung ein Verfahren zur Erhöhung der intrazellulären Zerstörung einer
S. Aureus Zelle in einer Makrophagenzelle. Dieses Verfahren umfasst
die Bereitstellung einer pharmazeutisch-verträglichen Zusammensetzung eines
Collagen-Bindungsproteins oder eines Antikörpers für die Makrophagenzelle, in
einer Menge, die wirksam ist, die intrazelluläre Zerstörung von der S. Aureus-Zelle
in der Makrophage zu erhöhen.
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2.1. CNA Nukleinsäure-Zusammensetzungen
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Die
Erfindung stellt Nukleinsäuresequenzen
zur Verfügung,
welche CBP kodieren. Wie hierin verwendet, bedeutet ein Gen, welches
für CBP
kodiert, eine Nukleinsäuresequenz,
welche für
das Col-Bindungsprotein kodiert. Eine Nukleinsäuresequenz, die für ein CBP-Gen
kodiert, ist die Nukleinsäuresequenz
von SEQ ID Nr: 1, oder einer Stammvariante oder ein aktives Fragment
davon. Es wird davon ausgegangen, dass das Gen, welches für CBP kodiert,
in der Nukleinsäuresequenz
von Stamm zu Stamm variiert, aber dass die Variation in der Nukleinsäuresequenz
nicht die Hybridisierung zwischen Sequenzen, welche für CBP eines
jeden Stammes kodieren, unter strengen Hybridisierungsbedingungen
verhindern.
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Wie
hierin verwendet, bedeutet eine Stammvariante von CBP jedes Polypeptid,
welches im Ganzen oder teilweise durch eine Nukleinsäuresequenz
kodiert wird, welche unter strengen Hybridisierungsbedingungen an
eine Nukleinsäuresequenz
in irgendeiner der SEQ ID Nr: 1, SEQ ID Nr: 3 und SEQ ID Nr: 5 hybridisiert, welche
jeweils für
die M55-, M31- und M17-Epitope
von S. Aureus kodieren. Die Aminosäuresequenz der M55-, M31- und
M17-Peptide ist jeweils in SEQ ID Nr: 2, SEQ ID Nr: 4 und SEQ ID
Nr: 6 gegeben. Der Fachmann wird verstehen, dass Stammvarianten
von CBP solche Proteine umfassen, welche durch Nukleinsäuresequenzen
kodiert werden, welche durch die Verwendung einer Nukleinsäuresequenz
jeder der SEQ ID Nr: 1, SEQ ID Nr: 3 und SEQ ID Nr: 5 amplifiziert
werden kann.
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In ähnlichen
Ausführungsformen
umfasst die Offenbarung auch Stammvarianten von CBP und dem/den
cna Gen(en), welche für
CBPs kodieren. Stammvarianten sind jene Nukleinsäurezusammensetzungen und Polypeptidzusammensetzungen,
welche von Stämmen
von S. Aureus und ähnlichen
Gram-positiven Bakterien isoliert werden, welche CBPs exprimieren
und welche an Col-Substrate binden.
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Aspekte
der Offenbarung betreffen die Identifikation von solchen Stammvarianten,
indem die hierin beschrieben diagnostischen Methoden und Kits verwendet
werden. Insbesondere sind Methoden, welche cna Gensequenzen als
Nukleinsäure-Hybridisierungsproben
und/oder Anti-CBP-Antikörper
in Western-Blots oder ähnlichen
Analysen verwenden, nützlich
für die
Identifikation von solchen Stammvarianten. Die Identität von möglichen
Stammvarianten von CBP kann durch Col-Bindungsassays bestätigt werden,
wie zum Beispiel durch Blot-Analysen
mit markiertem Col, oder wahlweise durch die Demonstration der Eignung
der Stammvariante CBP die Bindung von S. Aureus und ähnlichen
Bakterien abzuschwächen
oder zu verhindern.
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Wie
hierin verwendet, ist CBP ein Protein, welches Schutz gegen eine
Staphylokokken- oder eine Streptokokken-Infektion verleiht. Ein
CBP, oder Fragmente davon, kann die Bindung von S. Aureus an Col
verhindern oder vermindern, oder die schwere irgendeiner der Erkrankungen
verhindern oder vermindern, welche mit einer S. Aureus Infektion
verbunden sind, einschließlich
Sepsis, Hautlesionen, septische Arthritis, Endokarditis, Mastitis,
Pneumonia, neurologische Störungen
und andere Erkrankungen, welche aus der Kolonisation von S. Aureus
oder ähnlichen
Organismen an Col enthaltende Substrate resultieren.
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Ein
wichtiger Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft isolierte DNA-Segmente
und rekombinante Vektoren, welche CBP kodieren, und die Herstellung
und die Verwendung rekombinanter Wirtszellen durch die Anwendung
von DNA-Methoden, die CBP-Gene und CBP-abgeleitete Genprodukte exprimieren.
Als solche betrifft die Erfindung DNA-Segmente, umfassend ein isoliertes
Gen, das für
ein Protein oder ein Peptid kodiert, das Aminosäuresequenzen umfasst, die im
wesentlichen dargelegt sind durch eine zusammenhängende Sequenz von SEQ ID Nr:
2, SEQ ID Nr: 4 oder SEQ ID Nr: 6. Diese DNA-Segmente sind jeweils
beispielhaft in SEQ ID Nr: 1, SEQ ID Nr: 3 und SEQ ID Nr: 5 dargelegt.
Zusammensetzungen, die ein gereinigtes Protein beinhalten, das eine
Aminosäuresequenz
hat, die im Wesentlichen durch die Aminosäuresequenzen der SEQ ID Nr:
2, SEQ ID Nr: 4 oder SEQ ID Nr: 6 dargelegt ist, sind auch durch
die Erfindung umfasst.
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In
Bezug auf neue Protein-CBP-Epitope betrifft die vorliegende Erfindung
DNA-Segmente, welche aus so gut wie jeder bakteriellen Quelle isoliert
werden kann, die frei von gesamter genomischer DNA sind und die für Proteine
oder Peptide kodieren, welche CBP-ähnliche Aktivität aufweisen.
DNA-Segmente, welche für CBP-ähnliche
Arten kodieren, können
darauf hin untersucht werden, für
Proteine, Polypeptide, Untereinheiten, funktionelle Domänen und ähnliches
zu kodieren.
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Wie
hierin verwendet, bezieht sich der Begriff „DNA-Segment" auf ein DNA-Molekül, das aus
gesamtgenomischer DNA einer einzelnen Art frei isoliert wurde. Daher
bezieht sich ein DNA-Segment, welches für CBP kodiert, auf ein DNA-Segment,
das CBP-kodierende Sequenzen enthält, dennoch frei isoliert wurde
von, oder frei gereinigt wurde, aus der gesamtgenomischer DNA der
Art, von welcher das DNA-Segment erhalten wurde. Inbegriffen in
dem Begriff „DNA-Segment" sind DNA-Segmente
und kleinere Fragmente solcher Segmente, und auch rekombinante Vektoren,
einschließlich,
zum Beispiel, Plasmide, Kosmide, Phagemide, Phagen, Viren und ähnlichem.
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In ähnlicher
Weise bezieht sich ein DNA-Segment, umfassend ein isoliertes oder
gereinigtes CBP-Gen, auf ein DNA-Segment, einschließlich CBP-kodierende
Sequenzen und, in bestimmten Aspekten, regulatorische Sequenzen,
im wesentlichen aus anderen natürlich
vorkommenden Genen oder Protein-kodierenden Sequenzen frei isoliert.
In dieser Hinsicht wird der Begriff „Gen" der Einfachheit halber verwendet, um auf
ein funktionales Protein, Polypeptid oder Peptid-kodierende Einheit
zu verweisen. Wie von jenen auf dem Fachgebiet verstanden werden
wird, umfasst dieser funktionale Begriff sowohl genomische Sequenzen,
extragenomische und Plasmid-kodierende Sequenzen, als auch kleinere
manipulierte Gensegmente, welche Proteine, Polypeptide oder Peptide
exprimieren oder adaptiert werden können, diese zu exprimieren.
Solche Segmente können
natürlich
isoliert werden, oder synthetisch durch die Hand des Fachmanns modifiziert
werden.
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„Im wesentlichen
frei isoliert von anderen kodierenden Sequenzen" bedeutet, dass das Gen von Interesse,
in diesem Fall ein Gen, welches für CBP kodiert, den signifikanten
Teil der kodierenden Region des DNA-Segments bildet, und dass das
DNA-Segment keine großen
Teile von natürlich
vorkommender kodierender DNA enthält, wie zum Beispiel große chromosomale
Fragmente oder andere funktionale Gene oder Polypeptid-kodierende
Regionen. Natürlich
bezieht sich dies auf DNA-Segmente wie ursprünglich isoliert, und grenzt
nicht Gene oder kodierende Regionen aus, welche später durch
Menschenhand an das Segment künstlich
hinzugefügt
wurden.
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In
besonderen Ausführungsformen
betrifft die Erfindung isolierte DNA-Segmente und rekombinante Vektoren,
welche DNA-Sequenzen enthalten, die für eine CBP-Art kodieren, die
innerhalb ihrer Aminosäuresequenz
eine Aminosäuresequenz
enthält,
die im wesentlichen in SEQ ID Nr: 2, SEQ ID Nr: 4 oder SEQ ID Nr: 6
dargestellt ist. In anderen spezifischen Ausführungsformen betrifft die Erfindung
isolierte DNA-Segmente und rekombinante Vektoren, welche DNA-Sequenzen
enthalten, die in ihrer Sequenz eine Nukleotidsequenz enthalten,
die im wesentlichen der entspricht, wie in SEQ ID Nr: 1, SEQ ID
Nr: 3 oder SEQ ID Nr: 5 dargestellt.
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Der
Ausdruck „eine
Sequenz im wesentlichen wie die dargestellt in SEQ ID Nr: 2, SEQ
ID Nr: 4 oder SEQ ID Nr: 6" bedeutet,
dass die Sequenz im wesentlichen einem Teil der SEQ ID Nr: 2, SEQ
ID Nr: 4 oder SEQ ID Nr: 6 entspricht und relativ wenig Aminosäuren hat,
die nicht identisch zu, oder biologisch funktional äquivalent
davon, der Aminosäuresequenz
von SEQ ID Nr: 2, SEQ ID Nr: 4 oder SEQ ID Nr: 6 sind. Der Ausdruck „biologisch
funktional äquivalent" ist auf dem Fachgebiet
selbstverständlich
und wird hierin im Detail weiter definiert (zum Beispiel, siehe
die veranschaulichenden Ausführungsformen).
Folglich sind Sequenzen, die zwischen ungefähr 70 % und ungefähr 80 %;
oder bevorzugter zwischen ungefähr
81 % und ungefähr
90 %; oder noch bevorzugter zwischen ungefähr 91 % und ungefähr 99 %;
Aminosäuren
haben, die identisch oder funktional äquivalent zu den Aminosäuren von
SEQ ID Nr: 2, SEQ ID Nr: 4 oder SEQ ID Nr: 6 sind, Sequenzen, die „im wesentlichen
die sind, wie dargestellt in SEQ ID Nr: 2, SEQ ID Nr: 4 oder SEQ
ID Nr: 6".
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In
einigen anderen Ausführungsformen
betrifft die Erfindung isolierte DNA-Segmente und rekombinante Vektoren,
die innerhalb ihrer Sequenzen eine Nukleinsäuresequenz enthalten, die im
Wesentlichen der in SEQ ID Nr: 1, SEQ ID Nr: 3 oder SEQ ID Nr: 5
dargestellten entspricht. Der Begriff „im wesentlichen wie dargestellt
in SEQ ID Nr: 1, SEQ ID Nr: 3 oder SEQ ID Nr: 5" wird mit der gleichen Bedeutung wie
oben beschrieben verwendet und bedeutet, dass die Nukleinsäuresequenz
im wesentlichen einem Teil von SEQ ID Nr: 1, SEQ ID Nr: 3 oder SEQ
ID Nr: 5 entspricht und relativ wenige Codons hat, die nicht identisch
sind, oder funktional äquivalent,
zu den Codons von SEQ ID Nr: 1, SEQ ID Nr: 3 oder SEQ ID Nr: 5.
Ferner, DNA-Segmente, die Proteine kodieren, welche eine CBP-ähnliche
Aktivität
aufweisen, sind am meisten bevorzugt.
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Es
versteht sich auch, dass Aminosäuren
und Nukleinsäuresequenzen
zusätzliche
Reste enthalten können,
wie zum Beispiel zusätzliche
N- oder C-terminale Aminosäuren,
oder 5'- oder 3'-Sequenzen, und dennoch
nach wie vor im wesentlichen wie in einer von den hierin offenbarten
Sequenzen dargelegt sind, so lange die Sequenzen die oben dargelegten
Kriterien erfüllen,
einschließlich
der Erhaltung der biologischen Proteinaktivität, wo die Proteinexpression
betroffen ist. Die Hinzufügung
von terminalen Sequenzen gilt insbesondere für Nukleinsäuresequenzen, die zum Beispiel
verschiedene, nicht-kodierende Sequenzen enthalten können, die
entweder 5'- oder
3'-Teile der kodierenden
Region flankieren oder können
verschiedene Upstream- oder Downstream- regulatorische oder strukturelle
Gene enthalten.
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Selbstverständlich umfasst
die vorliegende Erfindung auch DNA-Segmente, die komplementär oder im
Wesentlichen komplementär
zu der Sequenz ist, in SEQ ID Nr: 1, SEQ ID Nr: 3 oder SEQ ID Nr:
5 dargestellt ist. Nukleinsäuresequenzen,
die „komplementär" sind, sind jene,
die zur Basenpaarung gemäß der Standard Watson-Crick-Komplemetaritäts-Regeln in der Lage
sind. Wie hierin verwendet, bedeutet der Begriff „komplementäre Sequenzen" Nukleinsäuresequenzen,
die im wesentlichen komplementär
sind, wie durch denselben Nukleotidvergleich, wie oben dargestellt,
beurteilt werden kann, oder definiert als zur Hybridisierung an
Nukleinsäuresegmente
von SEQ ID Nr: 1, SEQ ID Nr: 3, oder SEQ ID Nr: 5 unter relativ
stringenten Bedingungen befähigte,
wie zum Beispiel jenen hierin beschrieben, definiert.
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Die
Nukleinsäuresegmente
der vorliegenden Erfindung können,
ungeachtet der Länge
der kodierenden Sequenz, ihrerseits mit anderen DNA-Sequenzen kombiniert
werden, wie zum Beispiel Promotoren, Polyadenylierungssignale, zusätzliche
Stellen für
Restriktionsenzyme, multiple Klonierungsstellen, andere kodierende
Segmente und Ähnlichem,
so dass ihre Gesamtlänge
um einiges variieren kann. Es ist daher vorgesehen, dass ein Nukleinsäurefragment
von nahezu jeder Länge
verwendet werden kann, mit einer Gesamtlänge bevorzugt eingeschränkt durch
die Leichtigkeit der Präparation
und Verwendung in dem beabsichtigten rekombinanten DNA-Protokoll.
Zum Beispiel können
Nukleinsäurefragmente
hergestellt werden, die eine kurze zusammenhängende Strecke identisch zu
oder komplementär
zu SEQ ID Nr: 1, SEQ ID Nr: 3 oder SEQ ID Nr: 5 einschließen, wie
zum Beispiel 14 Nukleotide, und die bis zu ungefähr 10000 oder ungefähr 5000
Basenpaare lang sind, mit Segmenten von ungefähr 3000, bevorzugt in verschiedenen
Fällen.
DNA-Segmente mit einer Gesamtlänge
von ungefähr
2000, ungefähr
1000, ungefähr
500, ungefähr
200, ungefähr
100 und ungefähr
50 Basenpaare in der Länge
(einschließlich
aller dazwischen liegenden Längen)
sind auch als nützlich
zu betrachten.
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Es
ist leicht zu verstehen, dass „dazwischen
liegende Längen" in diesen Zusammenhängen jede
Länge zwischen
den genannten Bereichen bedeutet, wie zum Beispiel 14, 15, 16, 17,
18, 19, 20, etc.; 21, 22, 23, etc.; 30, 31, 32, etc.; 50, 51, 52,
53, etc.; 100, 101, 102, 103, etc.; 150, 151, 152, 153, etc.; einschließlich aller ganzen
Zahlen bis durch die Bereiche 200–500; 500–1000; 1000–2000; 2000–3000; 3000–5000; 5000–10000, bis zu und einschließlich Sequenzen
von ungefähr
12001, 12002, 13001, 13002 und ähnlichen.
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Es
ist auch selbstverständlich,
dass diese Offenbarung nicht auf die spezifischen Nukleinsäuresequenzen
limitiert ist, die in SEQ ID Nr: 1, SEQ ID Nr: 3 oder SEQ ID Nr:
5 offenbart sind, oder auf die Aminosäuresequenzen, die in SEQ ID
Nr: 2, SEQ ID Nr: 4 oder SEQ ID Nr: 6 offenbart sind. Rekombinante
Vektoren und isolierte DNA-Segmente können daher verschiedenartig
die CBP Epitop-kodierenden Regionen an sich umfassen, kodierende
Regionen, welche ausgewählte Änderungen
oder Modifikationen in der Hauptkodierungsregion tragen, oder sie
können
größere Polypeptide
kodieren, die nichtsdestotrotz CBP-abgeleitete Kodierungsregionen
umfassen oder können
biologisch funktionale Äquivalentproteine
kodieren oder Peptide, welche abweichende Aminosäuresequenzen haben.
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Die
DNA-Segmente der vorliegenden Erfindung umfassen biologisch funktionale
CBP-abgeleitete Proteine
und Peptide, insbesondere jene CBP und ähnliche Proteine, aus prokaryotischen
Quellen, und insbesondere Bakterien isoliert worden sind. DNA-Segmente,
welche aus den Arten Staphylokokki und Streptokokki und ähnlichen
Bakterien isoliert worden sind, für welche gezeigt wurde, an
Col zu binden, sind besonders bevorzugt für die Verwendung in den hierin
offenbarten Methoden. Solche Sequenzen können als Folge einer Codon-Redundanz
und funktionaler Äquivalenz
hervorgehen, für
die bekannt ist natürlicherweise
innerhalb von Nukleinsäuresequenzen
und den dadurch kodierten Proteinen vorzukommen. Wahlweise können funktional-äquivalente
Proteine oder Peptide via der Anwendung von rekombinanter DNA-Technologie
hergestellt werden, in welcher Änderungen
in der Proteinstruktur eingefügt
werden können,
basierend auf der Beachtung von Eigenschaften der Aminosäuren, welche
ausgetauscht werden. Die durch den Menschen konstruierten Änderungen
können
durch die Anwendung von zielgerichteter Mutagenesetechniken eingefügt werden,
wie zum Beispiel um Verbesserungen der Antigenität des Proteins einzufügen oder
Mutanten zu testen, um die Aktivität auf molekularer Ebene zu
bestimmen.
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Wenn
gewünscht,
können
auch Fusionsproteine und Peptide hergestellt werden, zum Beispiel
wo die CBP oder CBP-abgeleiteten Kodierungsregionen in der gleichen
Expressionseinheit mit anderen Proteinen oder Peptiden verbunden
sind, welche gewünschte
Funktionen, haben wie zum Beispiel zur Reinigung oder Immunodetektionzwecke
(zum Beispiel Proteine, die jeweils durch Affinitätschromatographie
und Enzym-markierungs-Kodierungsregionen gereinigt werden können).
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2.2. Rekombinante Expression
von CBP und CBP-abgeleiteten Epitopen
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Die
vorliegende Offenbarung betrifft auch rekombinante Wirtszellen für die Expression
eines isolierten cna Gens, oder für eine DNA-Sequenz, welche
eine oder mehrere epitopische Peptide kodiert, aus einem cna-kodierenden
Protein abgeleitet sind. Es ist vorgesehen, dass so gut wie jede
Wirtszelle für
diesen Zweck verwendet werden kann, aber verschiedene Vorteile bei
Verwendung einer bakteriellen Zelle, wie zum Beispiel E. Coli, S.
Typhimorium, B. Subtilis, oder S. Aureus, S. Dysgalactiae, S. Pyogenes
oder anderen Gram-positiven Arten gefunden werden können. Auch
die Expression in einer eukaryotischen Zellen ist vorgesehen, wie zum
Beispiel jenen abgeleitet von Hefe-, Insekten-, oder Säugetier-
Zelllinien. Diese rekombinanten Wirtszellen können in Verbindung mit der „Überexpression" des CBP-Proteins verwendet
werden, d.h. Erhöhung
der Menge der Expression über
diejenige, die natürlicherweise
in S. Aureus vorkommt.
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Es
wird für
die Proteine, die abgeleitet sind von, oder ähnlich zu, Aminosäuresequenzen
von CBP erwartet, eine Affinität
für Col
zu haben und können
von anderen Bestandteilen von S. Aureus oder rekombinanten Wirtszellen
durch Chromatographie auf Substanzen, welche Col enthalten, gereinigt
werden, eine sogenannte „Affinitäts-Chromatographie". CBPs können auch
durch Verfahren gereinigt werden, welche nicht auf einer Affinität zu Col
basieren, wie zum Beispiel Ionenaustausch-Chromatographie, der Größen-Ausschluß-Chromatographie,
der Metall-Chelat-Chromatographie, oder ähnlichem. Puffer, Detergentien
und andere Konditionen können
verschieden sein von jenen, die optimal sind für die „Affinitäts-Chromatographie". In einer bevorzugten Ausführungsform
kann eine Affinitäts-Grundsubstanz, umfassend
Typ II Col oder ähnliche Col-Arten
(zum Beispiel, Typ I, Typ III, Typ V, Typ IX, etc.), für die Isolierung
von CBPs aus Lösung
verwendet werden, oder wahlweise der Isolation von intakten Bakterien,
welche CBPs exprimieren, oder sogar Membranfragmente von Bakterien,
welche CBPs exprimieren.
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Ein
besonderer Aspekt der Erfindung stellt neue Arten und Weisen zur
Verfügung,
in welchen rekombinante CBPs oder CBP-abgeleitete Peptide, Nukleinsäuresegmente,
welche diese Peptide kodieren, rekombinante Vektoren und transformierte
Wirtszellen, umfassend cna oder cna-abgeleitete DNA-Segmente, rekombinante
Vektoren und transformierte Wirtszellen, welche cna oder cna-abgeleitete
DNA-Segmente umfassen, und rekombinante Vektoren und transformierte
Wirtszellen, welche S. Aureus cna-abgeleitete DNA-Segmente umfassen,
verwendet werden können.
In besonderen Ausführungsformen
werden gentechnisch manipulierte Nukleinsäuresegmente und CBP-Proteine
erhalten, welche veränderte
Col-Bindungsstellendomänen haben. Durch
die Verwendung der hierin offenbarten Verfahren haben die Erfinder
ortsspezifisch veränderte
CBPs entwickelt, welche eine reduzierte Affinität für Col haben. Wie jenen auf
dem Fachgebiet sehr gut bekannt ist, sind viele solcher Vektoren
und Wirtszellen leicht erhältlich,
ein besonders detailliertes Beispiel von einem geeigneten Vektor
für die
Expression in Säugetierzellen
ist das beschrieben in US-Patent 5,168,050. Dennoch besteht kein
Erfordernis, dass ein stark gereinigter Vektor verwendet wird, solange
wie die verwendeten kodierenden Segmente ein Protein oder Peptid
von Interesse kodieren (zum Beispiel ein CBP, und insbesondere ein CBP
aus S. Aureus, oder ähnlichen
Bakterien, und umfasst nicht jede kodierende- oder regulatorische
Sequenz, die einen nachteiligen Effekt auf die Zellen haben würde). Daher
ist es auch selbstverständlich,
dass geeignete Nukleinsäuresequenzen
zusätzliche
Reste umfassen können,
wie zum Beispiel zusätzliche nicht-kodierende
Sequenzen, welche entweder die 5'-
oder 3'-Teile der
kodierenden Region flankieren, oder verschiedene regulatorische
Sequenzen umfassen können.
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Nach
der Identifikation eines geeigneten Epitop-kodierenden Nukleinsäuremoleküls kann
dieses in einem beliebigen der vielen zur Zeit auf dem Fachgebiet
bekannten Vektoren eingefügt
werden, so dass er die Expression und Produktion von dem Protein-
oder Peptid- Epitop
von Interesse regelt (zum Beispiel von CBP aus S. Aureus), wenn
er in eine Wirtszelle inkorporiert ist. In einem rekombinaten Expressionsvektor
wird der kodierende Anteil von dem DNA-Segment unter der Kontrolle
eines Promotors positioniert. Der Promotor kann in der Art von dem
Promotor sein, welcher natürlicherweise
mit einem CPB-kodierenden Nukleinsäuresegment verbunden ist, wie
durch die Isolation der 5'-nichtkodierenden
Sequenzen, welche upstream der kodierenden Segmente lokalisiert
sind, erhalten werden kann, zum Beispiel, indem rekombinante Klonierungs-
und/oder PCRTM-Technologien verwendet werden,
in Verbindung mit den hierin offenbarten Zusammensetzungen. Direkte
Amplifikation der Nukleinsäuren
durch Verwendung der PCRTM-Technologie der
US-Patente 4,683,195 und 4,683,202 sind insbesondere vorgesehen,
nützlich
in solchen Methodologien zu sein.
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In
einigen Ausführungsformen
ist vorgesehen, dass besondere Vorteile durch die Positionierung
des CBP-kodierenden DNA-Segments unter die Kontrolle eines rekombinanten
oder heterologen Promotor erhalten werden. Wie hierin verwendet,
ist ein rekombinanter oder heterologer Promotor dafür vorgesehen,
sich auf einen Promotor zu beziehen, der üblicherweise nicht mit einem
cna oder cna-ähnlichem
Gensegment in seiner natürlichen
Umgebung verbunden ist. Solche Promotoren können solche umfassen, die normalerweise
mit anderen MSCRAMM-kodierenden Genen verbunden ist, und/oder Promotoren
isoliert aus jeder anderen bakteriellen, viralen, eukaryotischen
oder Säugetierzelle.
Selbstverständlich
ist es wichtig, einen Promotor zu verwenden, der wirksam die Expression
des DNA-Segments in der spezifischen Zelle regelt, welche den Vektor umfasst,
welcher das CBP-kodierende Nukleinsäuresegment umfasst.
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Die
Verwendung von Promotor und Zelltypkombinationen für die Proteinexpression
ist dem Fachmann der Molekularbiologie üblicherweise bekannt, zum Beispiel,
siehe Sambrook et al., 1989. Die verwendeten Promotoren können konstitutiv
oder induzierbar sein, und können
unter den geeigneten Bedingungen verwendet werden, um hohe Expressionsmengen
der eingeführten
DNA-Segmente zu regeln, wie es zum Beispiel in der großtechnischen
Herstellung von rekombinanten Proteinen oder Peptiden vorteilhaft
ist.
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Die
prokaryotische Expression von Nukleinsäuresegmenten der vorliegenden
Erfindung kann durchgeführt
werden, indem Methoden verwendet werden, die jenen auf dem Fachgebiet
bekannt sind, und wird wahrscheinlich Expressionsvektoren und Promotorsequenzen
umfassen, wie zum Beispiel jene erhalten durch tac, trp, lac, lacUV5
oder T7. Wenn die Expression von rekombinanten CBP-Proteinen in
eurkaryotischen Zellen erwünscht
ist, stehen eine Anzahl von Expressionssystemen zur Verfügung und
sind jenen auf dem Fachgebiet bekannt. Ein exemplarisches eukaryotisches
Promotorsystem, welches für
die Verwendung in der Expression hoher Mengen vorgesehen ist, ist
das Pichia-Expressions-Vektorsystem
(Pharmacia LKB Biotechnology).
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In
Verbindung mit Ausführungsformen
der Expression, um rekombinantes CBP und Peptide herzustellen, ist
es vorgesehen, dass oftmals längere
DNA-Segmente verwendet werden, mit DNA-Segmenten, welche das gesamte
CBP oder funktionale Domänen,
Epitope, Liganden-Bindungsdomänen, Untereinheiten,
etc. kodieren, welche am meisten bevorzugt sind. Dennoch wird verstanden
werden, dass die Verwendung von kürzeren DNA-Segmenten, um die
Expression von CBP-Peptiden oder Epitop-Kernregionen zu regeln,
verwendet werden können,
um Anti-CBP-Antikörper
herzustellen, auch in den Schutzumfang der Erfindung fallen. DNA-Segmente,
die Peptid-Antigene von ungefähr
15 bis ungefähr
100 Aminosäuren
in der Länge
kodieren, oder noch bevorzugter, von ungefähr 15 bis ungefähr 50 Aminosäuren in
der Länge,
sind als besonders nützlich
vorgesehen. Beispielhafte DNA-Segmente, welche Peptid-Epitope von
dem Col-Bindungsprotein kodieren, für welche die Erfinder die Nützlichkeit
in der Vorbeugung der Bindung an Col gezeigt haben, umfassen die
Polynukleotide offenbart in SEQ ID Nr: 1, SEQ ID Nr: 3 und SEQ ID
Nr: 5.
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Die
cna Gene und cna-abgeleiteten DNA-Segmente können auch in Zusammenhang mit
der somatischen Expression in einem Lebewesen verwendet werden oder
in der Erschaffung eines transgenen Tieres. Noch einmal, in solchen
Ausführungsformen
ist die Verwendung von einem rekombinanten Vektor, der Expression
von der gesamten Länge
oder einer oder mehrerer aktiver CBP-Epitope regelt, vorzugsweise
vorgesehen. Die Expression von cna-Transgen in Lebewesen ist vorzugsweise
als nützlich
in der Herstellung von Anti-CBP-Antikörpern für die Verwendung
in der Methode der passiven Immunisierung für die Prävention von Staphylokokken-
und Streptokokken-Adhesion an Col vorgesehen.
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Die
Verwendung von rekombinanten Promotoren, um eine Proteinexpression
zu erhalten, ist im allgemeinen den Fachmännern auf dem Gebiet der Molekularbiologie
bekannt, zum Beispiel siehe Sambrook et al. (1989). Die verwendeten
Promotoren können
konstitutiv oder induzierbar sein, und können unter geeigneten Bedingungen
verwendet werden, um hohe Mengen oder eine regulierte Expression
der eingeführten DNA-Segmente
zu regeln. Für
die eurkaryotische Expression sind die derzeit bevorzugten Promotoren
solche, wie zum Beispiel CMV, RSV LTR, der SV40-Promotor alleine,
und der SV40-Promotor in Verbindung mit dem SV40-Enhancer. In bevorzugten
Ausführungsformen
wird die Expression von rekombinanten CBPs ausgeführt, indem
prokaryotische Expressionssysteme verwendet werden, und insbesondere
bakterielle Systeme, wie zum Beispiel E. Coli. Solch eine prokaryotische
Expression von Nukleinsäuresegmenten
der vorliegenden Erfindung kann durchgeführt werden, indem dem Fachmann
bekannte Methoden verwendet werden, und wird wahrscheinlich Expressionsvektoren
und Promotorsequenzen umfassen, wie zum Beispiel jene erhalten durch tac,
trp, lac, lacUV5 oder T7-Promotoren.
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Für die Expression
von CBP oder CBP-abgeleiteten Epitopen kann, sobald ein geeigneter
Klon oder Klone erhalten wurden, ob native Sequenzen oder genetisch
modifizierte, fortgefahren werden, ein Expressionssystem für die rekombinante
Herstellung von CBP oder CBP-abgeleiteten Peptiden zu entwerfen.
Die Herstellung von einem DNA-Segment(en) für die Expression in einem prokaryotischen
oder eukaryotischen System kann durch Techniken durchgeführt werden,
die im Allgemeinen jenen auf dem Gebiet der rekombinanten Expression
bekannt sind. Es wird geglaubt, dass so gut wie jedes Expressionssystem
in der Expression von CBP oder CBP-abgeleiteten Epitopen verwendet
werden kann.
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Alternativ
kann es in einigen Ausführungsformen
wünschenswert
sein, CBP oder CBP-abgeleitete
Epitope in eukaryotischen Expressionssystemen zu exprimieren. Die
DNA-Sequenzen, welche
die gewünschten CBP
oder CBP-abgeleiteten Epitope (entweder nativ oder mutagenisiert)
kodieren, können
separat in bakteriellen Systemen exprimiert werden, mit den kodierten
Proteinen als Fusionen exprimiert werden, als Fusionen mit b-Galactosidase,
Ubiquitin, Schistosoma Japonicum Glutathion S-transferase, S. Aureus-Protein
A, Maltose-Bindungsprotein
und Ähnlichem.
Es wird geglaubt, dass die bakterielle Expression letztendlich Vorteile
gegenüber
der eukaryotischen Expression in Hinblick auf die Einfachheit der
Verwendung und Quantität
des dadurch erhaltenen Materials hat.
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Es
ist beabsichtigt, dass für
Transformationen von Wirtszellen mit DNA-Segmenten, welche solche Epitope
kodieren, ein zweckmäßiges Mittel
für die
Erlangung von CBP oder CBP-abgeleiteten
Peptiden bildet. Genomische Sequenzen sind für die eukaryotische Expression
geeignet, da die Wirtszelle sicherlich das genomische Transkript
prozessiert, um funktionale mRNA für die Translation in Protein
hervorzubringen.
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In
gleicher Weise wird davon ausgegangen, dass nahezu jedes eurkaryotisches
Expressionssystem für
die Expression von CBP und CBP-abgeleiteten Epitopen verwendet werden
kann, zum Beispiel können
auf Baculovirus basierende, auf Glutaminsynthase basierende oder
auf Dihydrofolatreduktase basierende Systeme verwendet werden. In
bevorzugten Ausführungsformen
ist es vorgesehen, dass Plasmidvektoren, welche eine "Origin of replication" umfassen und einen
effizienten eukaryotischen Promotor, wie beispielhaft durch die eukaryotischen
Vektoren der pCMV-Serie veranschaulicht, wie zum Beispiel ein pCMV5,
am meisten gebraucht werden.
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Für die Expression
in dieser Art und Weise würde
man die kodierenden Sequenzen angrenzend an und unter der Kontrolle
von dem Promotor positionieren. Es ist auf dem Fachgebiet selbstverständlich,
dass eine kodierende Sequenz unter die Kontrolle eines solchen Promotors
gebracht wird, man positioniert das 5'-Ende von der Transkriptions-Initiierungsstelle
des Transkriptions-Leserahmens von dem Protein zwischen ungefähr 1 und
ungefähr
50 Nukleotiden „downstream" von (d.h. 3' von) dem gewählten Promotor.
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Wo
eine eukaryotische Expression vorgesehen ist wird man auch üblicherweise
wünschen,
eine Transkriptionseinheit, welche die Nukleotidsäuresequenzen
umfasst, welche für
CBP oder CBP-abgeleitete Peptide kodieren, eine geeignete Polyadenylierungsstelle
(zum Beispiel 5'-AATAAA-3') einzufügen, wenn
nicht eine innerhalb des originalen klonierten Segments enthalten
war. Üblicherweise
wird die Poly-A Additionsstelle ungefähr 30 bis 2000 Nukleotide „downstream" von der Terminationsstelle
von dem Protein in einer Position vor dem Transkriptionsende plaziert.
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Es
ist vorgesehen, dass so gut wie jede allgemein verwendeten Wirtszellen
in Verbindung mit der Expression von dem CBP und dem CBP-abgeleiteten
Epitopen in Übereinstimmung
hiermit verwendet werden kann. Beispiele umfassen Zelllinien, die üblicherweise
für die
eukaryotische Expression verwendet werden, wie zum Beispiel 239,
AtT-20, HepG2, VERO, HeLa, CHO, WI 38, BHK, COS-7, RIN und MDCK-Zelllinien.
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Es
ist weiterhin vorgesehen, dass das CBP oder Epitop-Peptide, welche
von nativen oder rekombinanten CBPs abgeleitet sind, „überexprimiert" werden können, d.h.
in hohen Mengen relativ zu seiner natürlichen Expression in humanen
Zellen exprimiert wird, oder sogar relativ zu der Expression von
anderen Proteinen in einer rekombinanten Wirtszelle, welche CBP-kodierende DNA-Segmente
enthält.
Solch eine Überexpression kann
durch eine Vielfalt an Methoden beurteilt werden, einschließlich durch
radioaktive Markierung und/oder Proteinreinigung. Dennoch sind einfache
und direkte Methoden bevorzugt, zum Beispiel jene, die SDS/PAGE und
Proteinmarkierung oder Western-Blot involvieren, gefolgt durch quantitative
Analysen, wie zum Beispiel eine densitometrische Abtastung des resultierenden
Gels oder Blots. Eine spezifische Erhöhung in der Menge von dem rekombinanten
Protein oder Peptid im Vergleich zu der Menge in den ursprünglich CBP-herstellenden Zellen
ist ein Hinweis für
eine Überexpression,
da es die relative Menge von dem spezifischen Protein in Relation
zu den anderen Proteinen ist, welche durch die Wirtszelle hergestellt
werden und zum Beispiel sichtbar auf einem Gel ist.
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Wie
hierin verwendet, ist es beabsichtigt, dass der Begriff „manipulierte" oder „rekombinante" Zelle sich auf eine
Zelle bezieht, in welcher ein rekombinantes Gen, zum Beispiel ein
Gen, welches ein CBP oder ein CBP-abgeleitetes Epitop kodiert, eingefügt wurde.
Auf diese Weise sind manipulierte Zellen unterscheidbar von ursprünglich vorkommenden
Zellen, welche kein rekombinant eingefügtes Gen enthalten. Manipulierte Zellen
sind solche Zellen, welche ein Gen oder Gene haben, welche durch
Menschenhand eingefügt
worden sind. Rekombinant eingefügte
Gene sind entweder in der Form von einzelnen strukturellen Genen,
einem gesamten genomischen Klon, umfassend ein strukturelles Gen
und flankierende DNA, oder ein Operon oder anderen funktionalen
Nukleinsäuresegementen,
welche auch Gene umfassen, die entweder upstream und/oder downstream
von dem Promotor, regulatorischen Elementen oder strukturellen Genen
an sich, positioniert sind, oder sogar Genen, die nicht natürlicherweise
mit dem spezifischen strukturellen Gen von Interesse verbunden sind.
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Wo
die Einführung
einer rekombinanten Version von einem oder mehreren vorangehenden
Gene benötigt
wird, wird es wichtig sein, das Gen so einzufügen, so dass es unter der Kontrolle
von einem Promotor ist, der effektiv die Expression von dem Gen
in dem für
die Manipulation gewählten
Zelltyp regelt. Im Allgemeinen wünscht
man ein Promotor zu verwenden, der eine konstitutive (konstante)
Expression von dem Gen von Interesse ermöglicht. Üblich verwendete konstitutive
eukaryotische Promotoren umfassen virale Promotoren, wie zum Beispiel
der Cytomegalovirus (CMV)-Promotor, die Rous Sarcoma Long Terminal
Repeat (LTR)-Sequenz, oder der SV40 Early Gene Promotor. Die Verwendung
von diesen konstitutiven Promotoren wird einen hohen konstanten
Grad der Expression von den eingefügten Genen gewährleisten.
Die Erfinder haben bemerkt, dass der Grad der Expression von den
eingefügten
Genen von Interesse in verschiedenen Klonen variieren kann, oder
Genen, isoliert von verschiedenen Stämmen oder Bakterien. Somit
kann der Grad der Expression von einem bestimmten rekombinanten
Gen durch Auswertung verschiedener Klone, die von jeder Transfektionsstudie
erhalten wurden, bestimmt werden; sobald die Linie ausgewählt ist,
gewährleistet
der konstitutive Promotor, dass der gewünschte Grad der Expression
permanent aufrechterhalten wird. Es kann auch in Betracht kommen,
Promotoren zu verwenden, die spezifisch für den für die Manipulation verwendeten
Zelltyp sind, wie zum Beispiel der Insulinpromotor in Insulinoma-Zelllinien,
oder der Prolactin- oder Wachstumshormon-Promotor in älteren hypophysen
Zelllinien.
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2.3. Immunologische Detektion
von CBP und Bakterien, welche CBPs exprimieren
-
Ein
weiterer Aspekt der Erfindung ist die Herstellung von immunologischen
Zusammensetzungen, und insbesondere Anti-CBP-Antikörpern für diagnostische
und therapeutische Verfahren mit Bezug auf die Detektion und Behandlung
von Infektionen, welche durch S. Aureus und ähnlichen Gram-positiven Arten
verursacht worden sind. In bevorzugten Ausführungsformen sind Antikörperzusammensetzungen
offenbart, welche an die ortspezifisch veränderten rekombinanten CBPs,
welche in der vorliegenden Erfindung beschrieben sind, binden. Auch
sind Antikörper
offenbart, welche spezifisch native und synthetisch-mutierte Col-Bindungsdomänen-Epitope
innerhalb der CBPs erkennen. Die Erfinder betrachten solche Antikörper als
nützlich
sowohl in diagnostischen Screening-Assays, Verfahren für die Reinigung von Col, der
Detektion von Anti-CBP-Antikörpern,
als auch ihrer Verwendung für
die passive Immunisierung von Lebewesen, um eine bakterielle Sepsis, die
Kolonisation, oder die Bindung an die ECM-Komponente Col zu verhindern.
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2.4 Methoden für die Auslösung einer
Immunantwort
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Offenbart
ist auch ein Verfahren zur Generierung einer Immunantwort in einem
Lebewesen. Das Verfahren umfasst im Allgemeinen die Verabreichung
einer pharmazeutischen Zusammensetzung an ein Lebewesen, umfassend
eine immunologisch wirksame Menge einer hierin offenbarten Peptidzusammensetzung. Die
Peptidzusammensetzungen umfassen das Peptid, das in einer der Sequenzen
von SEQ ID Nr: 2, SEQ ID Nr: 4 oder SEQ ID Nr: 6 offenbart ist.
-
Die
Erfindung umfasst auch CBP und CBP-abgeleitete Peptid-Antigenzusammensetzungen
zusammen mit pharmazeutisch verträglichen Hilfsstoffen, Trägern, Verdünnungsmitteln, Adjuvantien
und anderen Komponenten, wie zum Beispiel zusätzliche Peptide, Antigene oder
Präparationen
von Außenmembran,
wie es in der Formulierung bestimmter Impfstoffe verwendet werden
kann.
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Die
Nukleinsäuresequenzen
der vorliegenden Erfindung kodieren CBP und sind nützlich,
um reines rekombinantes CBP für
die Verabreichung an einen Wirt herzustellen. Solche Verabreichungen
sind als Impfstoffe nützlich,
um therapeutische Antikörper
zu induzieren, die die Bindung von S. Aureus an das Wirtsgewebe
verhindern.
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Es
ist hierin gezeigt, dass Antiseren, welche gegen CBP erzeugt wurden
und reaktiv sind mit CBP, die Bindung inhibieren, die Phagocytose
fördern
und die intrazelluläre
Zerstörung
durch Makrophagen erhöhen. Somit
ist es vorgesehen, dass die Verabreichung von Antikörpern, welche
reaktiv sind mit CBP, an gefährdeten Personen
in der Prophylaxe wirksam sind von, und im Fall von infizierten
Personen für
die Therapie von, bakteriellen Infektionen.
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Die
Antikörper
können
von verschiedener Art sein, einschließlich jenen, die in heterologen
Spenderlebewesen oder humanen Freiwilligen, welche mit CBPs immunisiert
sind, erzeugt worden sind, monoklonale Antikörpern (mAbs), die aus Hybridomen
resultieren, welche aus der Fusion von B-Zellen aus CBP-immunisierten
Tieren oder Menschen mit kompatiblen Myelom Zelllinien stammen,
sogenannte „humanisierte" mAbs, die aus der
Expression von Genfusionen von Komplementaritäts-determinierenden Regionen
von mAb-kodierenden Genen aus heterologen Arten mit Genen, welche
humane Antikörper
kodieren, resultieren oder CBP-reaktive Antikörper enthaltende Fraktionen
aus Plasma von humanen Spendern. Es ist vorgesehen, dass jede der
Techniken, die oben beschrieben sind, für die Impfung von Personen
zum Zwecke der Antikörperherstellung
angewendet werden kann. Die optimale Dosierung solcher Antikörper ist
in hohem Maße
von der Pharmakinetik der spezifischen Antikörperpopulation in der jeweiligen
zu behandelnden Art abhängig.
Es ist vorgesehen, dass die Dauer der Dosierung, welche Anti-CBP-Mengen
bei diesen inhibitorischen Antikörperkonzentrationen
aufrecht erhält,
mindestens vier bis acht Wochen im Anschluß an einer mutmaßlichen
S. Aureus-Aussetzung beträgt,
oder während
der ganzen Dauer von Symptomen der Erkrankung und für mindestens
vier bis acht Wochen nach Beendigung dieser Symptome.
-
Durch
die Verwendung des hierin beschriebenen Peptidantigene stellt die
vorliegende Erfindung auch Verfahren zur Generierung einer Immunantwort
bereit, wobei die Verfahren im Allgemeinen die Verabreichung einer
pharmazeutisch verträglichen
Zusammensetzung, umfassend eine immunologisch wirksame Menge einer
CBP-Peptidzusammensetzung, an ein Lebewesen umfassen. Bevorzugte
Lebewesen umfassen Säugetiere
und insbesondere Menschen. Andere bevorzugte Lebewesen umfassen
Mäuse,
Rinder, Pferde, Schweine, Hunde und Katzen. Die Zusammensetzungen
können
teilweise oder signifikant gereinigte CBP-Peptid-Epitope umfassen,
die aus natürlichen
oder rekombinanten Quellen erhalten wurden, die Proteine oder Peptide können natürlich erhältlich sein
oder entweder chemisch synthetisiert, oder alternativ in vitro von
rekombinanten Wirtszellen, welche DNA-Segmente exprimieren, die
solche Epitope kodieren, hergestellt. Kleiner Peptide, die solche
reaktiven Epitope umfassen, wie zum Beispiel solche zwischen ungefähr 10 und
ungefähr
50, oder aber zwischen ungefähr
50 und ungefähr
100 Aminosäuren
lang werden meistens bevorzugt sein. Die antigenen Proteine oder
Peptide können
auch mit anderen Wirkstoffen kombiniert werden, wie zum Beispiel
andere Peptide oder Nukleinsäurezusammensetzungen,
wenn erwünscht.
-
Mit „immunologisch
wirksamer Menge" ist
eine Menge einer Peptidzusammensetzung gemeint, die in der Lage
ist, eine Immunantwort in einem Empfängerlebewesen zu generieren.
Dies umfasst sowohl die Generierung einer Antikörperantwort (B-Zell-Antwort)
und/oder die Stimulation einer cytotoxischen Immunantwort (T-Zell-Antwort).
Die Generierung einer solchen Immunantwort ist sowohl für die Herstellung
von nützlichen
Bioreagenzien von Nutzen, zum Beispiel CTLs und, noch spezieller,
reaktiver Antikörper
zur Verwendung in diagnostischen Ausführungsformen, und wird auch
nützlich
in verschiedenen prophylaktischen oder therapeutischen Ausführungsformen
von Nutzen sein. Daher ist es selbstverständlich, dass, obwohl diese
Methoden für die
Stimulation einer Immunantwort Impfungsregime umfassen, welche für die Vorbeugung
oder Verminderung signifikanter Infektionen vorgesehen sind, die
durch Bakterien, welche CBP exprimieren, verursacht werden und die
Behandlungsregime, welche den Grad oder die Dauer einer Infektion
mindern, das Erreichen einer von diesen Endergebnissen nicht für die Ausübung dieser
Aspekte der Erfindung notwendig ist. Solche Behandlungsmethoden
können
insbesondere für
die Behandlung von Infektionen verwendet werden, welche durch Pathogene,
wie zum Beispiel S. Aureus, ähnliche
Arten und anderen Bakterien, welche CBPs exprimieren und an Col
binden, verursacht werden.
-
Weitere
Mittel, welche von den Erfindern für die Generierung einer Immunantwort
in einem Lebewesen vorgesehen sind, umfassen die Verabreichung einer
pharmazeutisch verträglichen Zusammensetzung
an ein Tier oder einer humanen Person, umfassend eine immunologisch
wirksame Menge einer Nukleinsäurezusammensetzung,
welche für
ein CBP-Epitop kodiert, oder einer immunologisch wirksamen Menge
eines abgeschwächten
lebenden Organismus, der solche Nukleinsäurezusammensetzungen umfasst
und exprimiert. Die „immunologisch
wirksamen Mengen" sind
solche Mengen, welche im Stande sind, eine B-Zell- und/oder T-Zell-Antwort zu stimulieren.
-
Die
Immunformulierungen dieser Erfindung, ob für die Impfung, die Behandlung,
oder für
die Generierung von Antikörpern,
welche nützlich
sind in der Detektion von S. Aureus und ähnlichen Bakterien, der Vorbeugung
bakterieller Adhesion, oder im Fall der bakteriellen Kolonisation,
Förderung
der bakteriellen Adhesion an ECM-Komponenten, wie zum Beispiel Col
vorgesehen, können
native oder synthetisch abgeleitete antigene Peptidfragmente von
diesen Proteinen umfassen. Als solche fallen auch antigene funktionale Äquivalente von
den hierin beschriebenen Proteinen und Peptiden in den Umfang der
vorliegenden Erfindung. Ein „antigenes
funktionelles äquivalentes" Protein oder Peptid
ist eines, das ein Epitop umfasst, das immunologisch mit einem oder
mehreren Epitopen kreuzreaktiv ist, abgeleitet aus einer der jeweiligen
offenbarten MSCRAMM-Proteine (zum Beispiel CBPs), und insbesondere
das CBP von S. Aureus. Antigene funktionelle Äquivalente, oder epitopische
Sequenzen, können
zunächst
entworfen oder vorhergesagt und dann getestet werden, oder können einfach
direkt auf Kreuzreaktivität
hin getestet werden.
-
In
noch weiteren Ausführungsformen
betrifft die vorliegende Erfindung Immunodetektionsverfahren und
damit im Zusammenhang stehende Kits. Es ist vorgesehen, dass die
Proteine und Peptide der Erfindung verwendet werden können, um
Antikörper
zu detektieren, welche damit Reaktivität aufweisen, oder, wahlweise,
können
Antikörper,
welche in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung hergestellt worden sind, verwendet
werden, um CBP oder Peptide zu detektieren. Jede Art von Kit kann
in der Immunodetektion von Verbindungen verwendet werden, die innerhalb
klinischer Proben vorhanden sind, die für Infektionen indikativ sind,
welche durch Gram-positive Bakterien verursacht werden, die ein
CBP exprimieren, und insbesondere S. Aureus. Die Kits können auch
für die
Antigen- oder Antikörperreinigung
verwendet werden, soweit erforderlich.
-
Im
Allgemeinen umfassen die bevorzugten Immunodetektionsmethoden zuerst
das Erhalten einer Probe, welche verdächtigt wird, einen CBP-reaktiven
Antikörper
zu enthalten, wie zum Beispiel eine biologische Probe aus einem
Patienten, und das Kontaktieren der Probe mit einem ersten CBP oder
Peptid unter effektiven Bedingungen die Bildung eines Immunokomplexes
zu ermöglichen
(primärer
Immunkomplex). Dann kann man das Vorhandensein eines primären Immunkomplexes,
der gebildet wurde, detektieren.
-
Das
Kontaktieren der ausgewählten
Probe mit dem CBP oder Peptid unter effektiven Bedingungen, um die
Bildung eines (primären)
Immunkomplexes zu ermöglichen,
ist im allgemeinen eine Sache von einfacher Hinzufügung der
Protein- oder Peptidzusammensetzung zu der Probe. Dann inkubiert
man das Gemisch für
eine Zeitdauer, die ausreichend ist, dem hinzugefügten Antigen
zu ermöglichen,
einen Immunkomplex zu bilden mit, d. h. zu binden an, jeden Antikörper, der
innerhalb der Probe ist. Nach dieser Zeit wird die Probenzusammensetzung,
wie zum Beispiel eine Gewebeprobe, eine ELISA-Platte, ein Dot-Blot
oder ein Western-Blot, im Allgemeinen gewaschen, um nicht spezifisch
gebundene Antigen-Arten zu entfernen, somit wird ermöglicht,
dass nur jene spezifisch gebundenen Arten innerhalb des Immunkomplexes
detektiert werden.
-
Die
Detektion von Immunkomplexbildungen ist auf dem Fachgebiet gut bekannt
und kann durch die Anwendung einer Anzahl von Ansätzen erreicht
werden, die dem Fachmann bekannt sind und in verschiedenen Publikationen
beschrieben worden sind, wie zum Beispiel, beispielsweise Nakamura
et al. (1987), durch Bezugnahme hierin aufgenommen. Die Detektion
von Primärkomplexen
basiert im allgemeinen auf der Detektion eines Labels oder eines
Markers, wie zum Beispiel eines radioaktiven, fluoreszierenden,
biologischen oder enzymatischen Labels, mit Enzymtags, wie zum Beispiel
alkaline Phosphatase, Urease, Horseradish Peroxidase, Glukoseoxidase
sind geeignet. Das jeweilig verwendete Antigen kann seinerseits
an ein detektierbares Label geknüpft
sein, wobei man dann einfach dieses Label detektieren würde, dadurch
ermöglichen,
dass die Menge von gebundenem Antigen, welche in der Zusammensetzung
vorhanden ist, bestimmt wird.
-
Wahlweise
kann der primäre
Immunkomplex durch das Mittel eines zweiten Bindungsliganden detektiert
werden, welcher an ein detektierbares Label gebunden ist und Bindungsaffinität für das erste
Protein oder Peptid hat. Der zweite Bindungsligand ist seinerseits
oft ein Antikörper,
welcher somit als „zweiter" Antikörper bezeichnet
wird. Die primären
Immunkomplexe werden mit dem markierten zweiten Bindungsliganden
oder Antikörper
unter Bedingungen kontaktiert und für eine Zeitdauer, welche ausreichend
ist, die Bildung eines zweiten Immunkomplexes zu ermöglichen.
Die zweiten Immunkomplexe werden dann im Allgemeinen gewaschen,
um nicht spezifisch gebundene markierte sekundäre Antikörper zu entfernen und die verbleibenden
gebundenen Label dann zu detektieren.
-
Für diagnostische
Zwecke wird vorgeschlagen, dass so gut wie jede Probe, die verdächtigt wird,
Antikörper
von Interesse zu enthalten, verwendet wird. Beispielhafte Proben
umfassen klinische Proben, erhalten aus einem Patienten, wie zum
Beispiel Blut- oder Serumproben, Bronchoalveolarfluid, Ohrabstriche,
Sputumproben, Mittelohrflüssigkeit
oder sogar auch vielleicht Urinproben können verwendet werden. Dieses
ermöglicht
die Diagnose von Infektionen, welche durch Gram-positive Bakterien,
und insbesondere S. Aureus, verursacht werden. Weiterhin ist es
vorgesehen, dass solche Ausführungsformen
in nicht-klinischen Proben Anwendung finden, wie zum Beispiel zur
Bestimmung des Tites von Antikörperproben,
in der Auswahl von Hybridomen, der Detektion von Anti-CBP-Antikörpern in
Proben, der Reinigung von CBPs, und der Prävention von bakterieller Adhesion
an Col, und Ähnlichem.
Wahlweise können
die klinischen Proben aus Veterinärquellen sein und können solche
einheimischen Tiere umfassen, wie Rinder, Schafe und Ziegen. Proben
von Katzen, Hunden und Pferdequellen können auch in Übereinstimmung
mit den hierin beschriebenen Methoden verwendet werden.
-
In ähnlichen
Ausführungsformen
sieht die vorliegende Erfindung die Herstellung von Kits vor, die
verwendet werden können,
um das Vorhandensein von CBP-spezifischen Antikörpern in einer Probe zu detektieren.
Im Allgemeinen gesprochen, umfassen die Kits in Übereinstimmung mit der vorliegenden
Erfindung ein geeignetes Protein oder Peptid, zusammen mit einem
Immunodetektionsreagenz, und einem Mittel für das Beinhalten des Proteins
oder Peptids und des Reagenz.
-
Das
Immunodetektionsreagenz wird üblicherweise
ein Label umfassen, welches mit einem CBP oder Peptid verbunden
ist, oder mit einem zweiten Bindungsliganden verbunden ist. Beispielhafte
Liganden können einen
sekundären
Antikörper
umfassen, welcher gegen das erste CBP oder Peptid oder Antikörper gerichtet ist,
oder einer Biotin- oder Avidin- (oder Streptavidin)-Liganden, welche
mit einem Label verbunden sein können.
Detektierbare Labels, welche an Antikörper gebunden sind, welche
Bindungsaffinität
für einen
humanen Antikörper
haben, sind auch vorgesehen, zum Beispiel für Protokolle, wo das erste
Reagenz ein CBP-Peptid ist, das verwendet wurde, um an einen reaktiven
Antikörper
aus einer humanen Probe zu binden. Sicherlich sind, wie oben erwähnt, eine
Anzahl von exemplarischen Labels auf dem Fachgebiet bekannt und
all diese Labels können
in Verbindung mit der vorliegenden Erfindung verwendet werden. Die
Kits können
ein Antigen oder ein Antikörper-Label-Konjugat
enthalten, entweder in voller konjugierter Form, in der Form von
Intermediaten, oder als separate, durch den Anwender des Kits zu
konjugierende Teile zu.
-
Das
Behältnismittel
wird im allgemeinen zumindest ein Fläschchen, ein Reagenzglas, einen
Kolben, eine Flasche, eine Spritze oder andere Behältnismittel
umfassen, in welche das Antigen plaziert werden kann, und bevorzugt
und entsprechend gesammelt werden kann. Wo ein zweiter Bindungsligand
erhalten wird, wird das Kit auch üblicherweise ein zweites Fläschchen
oder andere Behältnisse,
in welchen dieser Ligand oder Antikörper plaziert werden kann,
enthalten. Die Kits der vorliegenden Erfindung umfassen auch üblicherweise ein
Mittel für
das Fassen der Fläschchen
in dichtem Verschluss für
den kommerziellen Verkauf, wie beispielsweise Injektion oder geblasene
Plastikbehältnisse,
in welcher die gewünschten
Fläschchen
aufbewahrt werden.
-
2.5 Verfahren für die Inhibition
der bakteriellen Adhesion an Col
-
Des
Weiteren ist das CBP als ein Mittel nützlich, um die Bindung oder
Anhaftung von S. Aureus an Col zu blockieren. In einer bevorzugten
Ausführungsform
der Erfindung wird eine therapeutisch effektive Menge von einem
CBP-abgeleiteten Epitop an eine Person durch herkömmliche
Methoden verabreicht, um der Adhesion von S. Aureus an das Wirtsgewebe
vorzubeugen oder zu blockieren. Die CBP-Zusammensetzung wird bevorzugt
systemisch verabreicht (d.h. auf oralem, intravenösem, und/oder
parenteralen Weg), kann aber auch topisch verabreicht werden, zum
Beispiel auf eine örtlich
begrenzte Gewebestelle, Wunde, Lesion oder jede andere Stelle, wo
eine Prävention
einer S. Aureus-Adhesion erwünscht
ist. Der Begriff therapeutisch effektive Menge bedeutet die Menge
einer CBP-Zusammensetzung, welche ausreichend ist, um die Adhärenz von
S. Aureus an eine Person zu vermindern oder vorzubeugen oder die
bekannten tödlichen
Effekte einer S. Aureus-Infektion zu neutralisieren. Solch eine
Dosis kann einfach durch bekannte klinische, diagnostische und pharmakologische
Methoden bestimmt werden. Eine fehlende Adhesion von den Bakterien
an das Gewebe, die erkrankungsinduzierenden Effekte der Mikroorganismen
sind unterbrochen, somit ist das CBP der vorliegenden Erfindung
nützlich
als ein therapeutisches Agenz, um der Adhesion von S. Aureus vorzubeugen
und dadurch die Erkrankung, welche durch diese Mikroorganismen induziert
wird, zu vermindern oder vorzubeugen.
-
2.6 Verfahren für die Identifikation
von Inhibitoren der Col-Bindung durch CBPs
-
In
einer bevorzugten Ausführungsform
werden neue rekombinante Polypeptide der vorliegenden Offenbarung
in Verfahren verwendet, um Zusammensetzungen zu isolieren, identifizieren
und charakterisieren, welche die Bindung von Col an CBPs inhibieren.
Solche Inhibitoren sind in der Prävention der bakteriellen Adhesion
an Col enthaltende extrazelluläre
Grundsubstanzen nützlich.
Diese Inhibitoren bieten eine nicht antibiotische Strategie für die Prävention
einer bakteriellen Infektion in einem Lebewesen, vor allem durch
die Inhibition der Col-Bindung an Proteine, welche auf der bakteriellen
Zelloberfläche
lokalisiert sind. Insbesondere sehen die Erfinder die Verwendung
von CBP und CBP-abgeleiteten Peptide vor, um kleine Molekülinhibitoren zu
bestimmen und zu screenen. Ein besonderer Nutzen dieser Inhibitoren
ist die Prävention
der bakteriellen Adhesion an exponiertes collagenes Gewebe, oder
an eine Col-Ansammlung auf künstlichen
Gelenken, medizinischen Implantaten und anderen chirurgischen Hilfsmitteln,
welche der Col-Beschichtung zugänglich
sind und einer anschließenden
bakteriellen Adhesion an die Col-beschichteten Oberflächen. Gleichermaßen ermöglicht nun
die Verfügbarkeit
der Kristallstruktur des CBPs zum ersten Mal die Gestaltung von
Peptidomimetikern, welche auch dazu dienen können, die Bindung von CBP an
Col zu inhibieren.
-
2.7 Hybridisierungsausführungsformen
-
Zusätzlich zu
ihrer Verwendung in der Regelung der Expression von CBP und CBP-abgeleiteten Epitop-Peptiden
haben die hierin offenbarten Nukleinsäuresequenzen eine Vielzahl
von anderen Verwendungen. Zum Beispiel finden sie Verwendung als
Proben oder Primer in Ausführungsformen
der Nukleinsäurehybridisierungs.
Als solche ist es vorgesehen, dass Nukleinsäuresegmente, welche eine Sequenzregion
umfassen, die aus zumindest einer 14 Nukleotid langen zusammenhängenden
Sequenz besteht, welche die gleiche Sequenz wie, oder komplementär ist zu,
einer 14 Nukleotid langen zusammenhängenden Sequenz einer der Sequenzen
von SEQ ID Nr: 1, SEQ ID Nr: 3 oder SEQ ID Nr: 5 von besonderen
Nutzen sein werden. Längere zusammenhängende identische
oder komplementäre
Sequenzen, wie zum Beispiel von ungefähr 20, 30, 40, 50, 100, 200,
500, 1000 (einschließlich
aller intermediaren Längen)
und bis zu Sequenzen mit voller Länge sind auch von Nutzen in
einigen Ausführungsformen.
-
Die
Fähigkeit
solcher Nukleinsäureproben
spezifisch an CBP-kodierende Sequenzen zu hybridisieren, wird sie
in die Lage versetzen, von Nutzen der bei Detektion des Vorhandenseins
von komplementären
Sequenzen in einer gegebenen Probe zu sein. Dennoch sind andere
Anwendungen vorgesehen, einschließlich die Verwendung der Sequenzinformation
für die
Herstellung von Primern mutanter Art, oder Primern für die Verwendung
in der Herstellung anderer genetischer Konstrukte.
-
Nukleinsäuremoleküle, welche
Sequenzregionen haben, bestehend aus zusammenhängenden Nukleotidstrecken von
10–14,
15–20,
30, 50 oder sogar bis zu 100–200
Nukleotide oder so, identisch oder komplementär sind zu SEQ ID Nr: 1, SEQ
ID Nr: 3, oder SEQ ID Nr: 5, sind insbesondere als Hybridisierungsproben
für die
Verwendung in zum Beispiel Southern und Northern Blotting vorgesehen.
Dieses würde
die Analyse der CBP strukturellen oder regulatorischen Gene ermöglichen,
sowohl in verschiedenen Zelltypen als auch in verschiedenen bakteriellen
Zellen. Die Gesamtgröße von Fragmenten,
als auch die Größe von komplementären Stück(en),
wird letztendlich von der beabsichtigten Verwendung oder Anwendung
von dem jeweiligen Nukleinsäuresegment
abhängen.
Kleinere Fragmente werden im allgemeinen Anwendung in Hybridisierungsausführungsformen
finden, wobei die Länge
von der zusammenhängenden
komplementären
Region variiert werden kann, zum Beispiel zwischen ungefähr 14 und
ungefähr
100 Nukleotiden, aber größere zusammenhängende komplementäre Teile
können
verwendet werden, entsprechend mit der Länge der komplementären Sequenzen,
die man zu detektieren wünscht.
-
Die
Verwendung einer Hybridisierungsprobe von ungefähr 14–25 Nukleotiden in der Länge ermöglicht die
Bildung eines Duplexmoleküls,
das sowohl stabil als auch selektiv ist. Moleküle, welche zusammenhängende komplementäre Sequenzen über Strecken
größer als
14 Basen in der Länge
haben, sind dennoch üblicherweise
bevorzugt, um die Stabilität
und Selektivität
der Hybride zu erhöhen,
und dadurch die Qualität
und den Grad der erhaltenen spezifischen Hybridmoleküle zu verbessern.
Man wird es üblicherweise
bevorzugen, Nukleinsäuremoleküle zu entwerfen,
welche Gen-komplementäre
Teile von 15–25
zusammenhängenden
Nukleotiden haben, oder eben länger,
wenn erwünscht.
-
Hybridisierungsproben
können
aus jedem Teil irgendeiner der hierin offenbarten Sequenzen ausgewählt werden.
Alles was dafür
erforderlich ist, ist die Sequenzen, dargestellt in SEQ ID Nr: 1,
SEQ ID Nr: 3 und SEQ ID Nr: 5, durchzusehen und einen zusammenhängenden
Teil der Sequenz von ungefähr
14–25
Nukleotiden in der Länge
bis zu und einschließlich
der vollständigen
Sequenz auszuwählen,
welche man als Probe oder Primer zu verwenden wünscht. Die Wahl der Probe oder
der Primersequenzen kann durch verschiedene Faktoren bestimmt werden,
wie zum Beispiel, lediglich als Beispiel, kann man wünschen,
Primer in Richtung der Enden der Gesamtsequenz zu verwenden.
-
Das
Verfahren der Auswahl und der Herstellung eines Nukleinsäuresegments,
das eine zusammenhängende
Sequenz innerhalb von SEQ ID Nr: 1, SEQ ID Nr: 3 oder SEQ ID Nr:
5 umfasst, kann alternativ als Herstellung eines Nukleinsäuresegments
beschrieben werden. Sicherlich können
Fragmente auch durch andere Techniken erhalten werden, wie zum Beispiel,
beispielsweise durch mechanisches Scheren oder durch Restriktionsenzymverdauung.
Kleine Nukleinsäuresegmente
oder -fragmente können
einfach durch, zum Beispiel, direktes Synthetisieren des Fragments
durch chemische Mittel hergestellt werden, wie es üblicherweise praktiziert
wird, durch die Verwendung eines automatisierten Oligonukleotidsynthesizers.
Auch können
Fragmente durch die Anwendung von Nukleinsäurereproduktionstechnologien
erhalten werden, wie zum Beispiel der PCRTM-Technologie des US-Patents
4,683,202 (durch Referenz hiermit aufgenommen), durch die Einfügung ausgewählter Sequenzen
in rekombinante Vektoren für
die rekombinante Herstellung und durch andere rekombinante DNA-Techniken,
die im Allgemeinen auf dem Fachgebiet der Molekularbiologie bekannt
sind.
-
Entsprechend
können
die Nukleotidsequenzen der Offenbarung entsprechend ihrer Fähigkeit
verwendet werden, Selektiv-Duplexmoleküle mit komplementären Teilen
des gesamten cna Gens oder Genfragmente zu bilden. In Abhängigkeit
von der vorgesehenen Anwendung wird man wünschen, verschiedene Hybridisierungsbedingungen
zu verwenden, um verschiedene Grade der Selektivität der Probe
gegen die Zielsequenz zu erreichen. Für Anwendungen, die eine hohe
Selektivität
erfordern, wird man üblicherweise
wünschen,
relativ stringente Bedingungen zu verwenden, um die Hybride zu bilden,
zum Beispiel wird man relativ geringe Salz- und/oder hohe Temperaturbedingungen
auswählen,
wie zum Beispiel erzielt durch ungefähr 0,02 M bis ungefähr 0,15
M NaCl bei Temperaturen von 50°C
bis 70°C.
Solche selektiven Bedingungen tolerieren kaum, wenn überhaupt,
Mismatches zwischen der Probe und dem Template oder dem Target-Strang,
und würden
für die
Isolierung von CBP-Genen besonders nützlich sein.
-
Sicherlich
sind für
einige Anwendungen, zum Beispiel, dort wo man die Herstellung von
Mutanten wünscht,
durch Verwendung eines mutanten Primerstranges, welcher an ein zugrundeliegendes
Template hybridisiert ist, oder wo man die Isolierung CBP-kodierender
Sequenzen aus ähnlichen
Arten, funktionalen Aquivalenten oder ähnlichem erstrebt, üblicherweise
weniger stringente Hybridisierungsbedingungen notwendig, um die
Bildung eines Heteroduplex zu ermöglichen. Unter diesen Umständen kann
man wünschen,
Bedingungen anzuwenden, wie zum Beispiel 0,15 M bis ungefähr 0,9 M
Salz, bei Temperaturen sich erstreckend von 20°C bis 55°C. Cross-Hybridisierungsarten
können
mit Bezug auf Kontroll-Hybridisierungen dadurch leicht als positive
Hybridisierungsignale identifiziert werden. Auf jeden Fall wird
es allgemein anerkannt, dass die Bedingungen durch die Hinzufügung von
ansteigenden Mengen von Formamid noch stringenter gemacht werden können, welches
dazu dient, den Hybridduplex in der gleichen Art und Weise wie ansteigende
Temperaturen zu destabilisieren. Auf diese Weise können Hybridisierungsbedingungen
leicht manipuliert werden und werden folglich üblicherweise, in Abhängigkeit
von dem gewünschten
Ergebnis, eine Methode der Wahl sein.
-
In
bestimmten Ausführungsformen
wird es zur Ermittlung der Hybridisierung vorteilhaft sein, Nukleinsäuresequenzen
der vorliegenden Offenbarung in Kombination mit geeigneten Mitteln
zu verwenden, wie zum Beispiel einem Label. Eine große Anzahl
von geeigneten Indikatormitteln sind auf dem Fachgebiet bekannt, einschließlich fluoreszierender,
radioaktiver, enzymatischer oder anderer Liganden, wie zum Beispiel
Avidin/Biotin, welche in der Lage sind, ein detektierbares Signal
zu geben. In bevorzugten Ausführungsformen wird
man voraussichtlich wünschen,
ein fluoreszierendes Label zu verwenden oder ein Enzymtag, wie zum Beispiel
Urease, alkaline Phosphatase oder Peroxidase, anstatt von radioaktiven
oder anderen die Umwelt betreffend unerwünschte Reagenzien. Im Fall
von Enzymtags, sind colorimetrische Indikatorsubstrate bekannt, welche
verwendet werden können,
um ein Mittel bereitzustellen, welches für das humane Auge oder spektrophotometrisch
sichtbar ist, um die spezifische Hybridisierung mit komplementären Nukleinsäure enthaltenden Proben
zu identifizieren.
-
Im
Allgemeinen ist es vorgesehen, dass die hierin beschriebenen Hybridisierungsproben
sowohl als Reagenzien in Lösungs-Hybridisierungs
nützlich
sind, als auch in Ausführungsformen,
die eine feste Phase verwenden. In Ausführungsformen, die eine feste
Phase involvieren, ist die Test-DNA (oder RNA) adsorbiert oder anderweitig
auf der ausgewählten
Substanz oder Oberfläche
fixiert. Diese fixierte, einzelsträngige Nukleinsäure wird
dann einer spezifischen Hybridisierung mit ausgewählten Proben
unter gewünschten
Bedingungen unterworfen. Die ausgewählten Bedingungen hängen von
den jeweiligen Umständen
ab, bezogen auf die jeweiligen erforderlichen Kriterien (beruhend
auf, zum Beispiel, dem G+C Gehalt, der Art von der Target Nukleinsäure, der
Quelle der Nukleinsäure,
der Größe der Hybridisierungsprobe,
etc.). Nach dem Waschen der hybridisierten Oberfläche, um
die nicht spezifisch gebundene Probenmoleküle entfernen, wird die spezifische Hybridisierung
mit Hilfe von dem Label detektiert, oder auch quantifiziert,.
-
2.8 Antikörper-Zusammensetzungen
-
In
einer bevorzugten Ausführungsform
induziert die Verabreichung einer therapeutisch wirksamen Menge
von CBP an ein Lebewesen Antikörper
in dem Lebewesen, welche eine vorhandene S. Aureus binden und neutralisieren,
dadurch den schädlichen
Effekt dieser Mikroorganismen verhindern. Wahlweise bieten Anti-CBP-Epitop-Antikörper, welche
in einem ersten Wirts-Lebewesen generiert wurden, welche einem zweiten Lebewesen
zur passiven Immunisierung oder Behandlung gegen eine S. Aureus-Infektion
verabreicht werden können.
Solche Antiköper
sind auch nützlich
als ein diagnostischer Screen für
das Vorhandensein von S. Aureus in einer Testprobe, indem konventionelle
Immunoassaytechniken verwendet werden.
-
In
der vorliegenden Erfindung werden neue Nukleinsäuresequenzen offenbart, welche
ortsspezifisch modifizierte CBPs von S. Aureus kodieren. Diese synthetischen
Varianten werden durch die hierin offenbarten Methoden hergestellt
und kodieren CBPs, welche modifizierte Col-Bindungsdomänen haben.
-
In
einigen Aspekten betrifft die vorliegende Erfindung neue Antikörperzusammensetzungen,
welche die Col-Bindung an Bakterien inhibieren. Insbesondere wurden
Antikörper
gegen native und synthetisch modifizierte Epitope von CBPs entwickelt,
welche die Col-Bindung an CBPs sowohl in vitro als auch in vivo
inhibieren. Insbesondere wurden Proteine, Peptide und Peptid-Epitope
hergestellt, um Impfstoffzusammensetzungen zur Verfügung zu
stellen, die nützlich
sind in der Prävention
bakterieller Infektionen und Antikörperzusammensetzungen, die
nützlich
sind in der Prävention
der Col-Bindung an solche Organismen.
-
In
anderen Ausführungsformen
umfasst die vorliegende Erfindung Antikörperzusammensetzungen, welche
die Col-Bindung an bakterielle Zellen erhöhen. Diese Aspekte stellen
Methoden und Zusammensetzungen für
die bakterielle Kolonisation eines Wirtslebewesens mit verminderter,
oder avirulenten bakteriellen Stämmen,
welche Zelloberflächen-CBP-Epitope
exprimieren, bereit.
-
In
einem Aspekt offenbart die Erfindung einen Antikörper, der mit einer CBP-Domäne von einem
bakteriellen cna-Genprodukt interagiert, und insbesondere einer
CBP-Domäne
von einem S. Aureus cna-Genprodukt. Solche Antikörper können monoklonal sein, oder
bevorzugt polyklonal. In anderen Aspekten offenbart die Erfindung
einen Antikörper,
welcher die bakterielle Adhesion inhibiert und die Bindung von dem
Genprodukt an Col.
-
Auch
ist ein Verfahren für
die Detektion eines Bakteriums in einer Probe offenbart, welches
ein CBP exprimiert. Das Verfahren umfasst im Allgemeinen die Beschaffung
einer Probe, welche verdächtigt
wird, ein Bakterium zu enthalten, welches solch ein Protein exprimiert,
dann das Kontaktieren der Probe mit einer hierin offenbarten Antikörperzusammensetzung,
und der Detektion der Bildung von Immunkomplexen. In bevorzugten
Ausführungsformen
ist das Bakterium S. Aureus, S. Dysgalactiae, S. Pyogenes, oder ähnliche
Gram-positive Bakterien.
-
Andere
Aspekte der Offenbarung umfassen Verfahren der Inhibition bakterieller
Kolonisation, und insbesondere der Kolonisation durch S. Aureus,
S. Dysgalactiae, S. Pyogenes, oder einer ähnlichen Art von Gram-positiven
Bakterien, in einem Lebewesen, durch Verabreichung eines Antikörpers der
vorliegenden Erfindung an das Lebewesen, welcher die Bindung von
Col an das CBP, welches durch die Bakterien exprimiert wird, verhindert
oder signifikant reduziert. Die Verabreichung der Antikörperzusammensetzung
kann prophylaktisch vor und/oder nach der Diagnose einer Infektion
oder anderer multisystemischer Erkrankungen erfolgen, welche durch
bakterielle Infektion verursacht werden, welche die Haut, Gelenke,
Herz und das zentrale Nervensystem einbeziehen. Die Verabreichung
kann auch gemäß passiver
Immunisierungsprotokolle erfolgen, welche entwickelt worden sind,
um die systemische Infektion durch anfällige Pathogene zu verhindern und/oder
verbessern, und insbesondere, die Auswirkungen einer Infektion durch
pathogene Streptokokken, Staphylokokken und ähnlichen Gram-positiven Bakterien
zu verbessern.
-
2.9 Nukleinsäuresegmente
und Vektoren
-
Die
vorliegende Offenbarung umfasst Proteine, welche von Genen exprimiert
wurden, die ein CBP kodieren, wie zum Beispiel das Protein, welches
von einem DNA Insert eines rekombinanten Klons, umfassend ortsspezifisch
modifizierte CBPs von S. Aureus, exprimiert wurde. Auch umfasst
sind Stammvarianten von dem cna Gen, welches von S. Aureus abgeleitet
ist, welches auch Proteine kodiert, die in der Lage sind, Col zu
binden, welches an cna DNAs unter moderaten oder hochstringenden
Bedingungen hybridisieren kann, oder welches als Template für die Genamplifikation
durch PCRTM dienen kann, indem Oligonukleotidprimer
verwendet werden, die von cna oder cna-abgeleiteten Nukleinsäuresequenzen
abgeleitet sind. Es ist selbstverständlich, dass diese Varianten
Gene umfassen, die Codons enthalten, die nicht identisch in der
Nukleotidsequenz zu jenen von dem cna-Gen von S. Aureus sind, aber
das gleiche kodieren, oder funktionell äquivalente Aminosäuren, wie
durch den Fachmann erwartet wird, der die Degeneration des genetischen
Codes kennt. Diese Varianten können
auch solche Gene umfassen, die dem cna Gen von S. Aureus ähnlich sind,
aber Codons haben, die relativ wenige Aminosäuren spezifizieren, die von
jenen von dem/den Protein(en) verschieden sind, welche durch S.
Aureus kodiert sind, oder ein wenig geringere oder größere Anzahl
von diesen Codons. Folglich umfassen solche Sequenzen solche, die
zwischen ungefähr
60% und ungefähr
80%; oder noch bevorzugter zwischen ungefähr 81% und ungefähr 90%;
oder noch stärker
bevorzugt zwischen ungefähr
91% und ungefähr
99%; an Aminosäuren
haben, die identisch oder funktional äquivalent sind zu jenen Protein(en), die
durch S. Aureus cna kodiert werden.
-
Es
ist auch selbstverständlich,
dass Aminosäuresequenzen
und Nukleinsäuresequenzen
zusätzliche Reste
umfassen können,
wie zum Beispiel zusätzliche
N- oder C-terminale Aminosäuren,
oder 5'- oder 3'-Nukleinsäuresequenzen
und immer noch sind, wie hierin dargestellt, solange die Sequenzen
die oben dargelegten Kriterien erfüllen, einschließlich der
Expression eines CBP-Proteins. Diese zusätzlichen Sequenzen können, zum
Beispiel, verschiedene transkriptionale Promotoren, Enchancer oder
Terminatoren, verschiedene Sekretions-regelnde Leader-Peptide, verschiedene
Aminosäuresequenzen,
die die posttranslationale Modifikationen regeln, Aminosäuren und
Peptide, welche die Isolierung und Reinigung von CBP(s) erleichtern,
und ähnlichem
umfassen. Selbstverständlich
werden Änderungen
und Anhänge
an diese Sequenz mit Rücksicht auf
die Zellart, dem Organismus, oder dem Lebewesen, das für die Expression
von CBP(s) gewählt
werden wird, gemacht.
-
2.10 Impfstofformulierung
-
Es
wird erwartet, dass, um eine „immunologisch
wirksame Formulierung" zu
erhalten, es wünschenswert
ist, CBPs einem humanen oder tierischen Lebewesen zu verabreichen,
in einer pharmazeutisch verträglichen
Zusammensetzung, umfassend eine immunologisch wirksame Menge von
CBPs, gemischt mit anderen Hilfsstoffen, Trägern oder Verdünnungsmitteln,
welche die Stimulation der B-Zell- oder T-Zellantworten verbessern
oder anderweitig verändern
können,
oder immunologische inerte Salze, organische Säuren und Basen, Kohlenhydrate
und ähnliche,
welche einem solchen Gemisch Stabilität verleihen. Immunostimulatorische
Hilfsstoffe, oftmals auch als Adjuvantien bezeichnet, können Salze
von Aluminium umfassen (oftmals als Alaun bezeichnet), einfache
oder komplexe Fettsäuren
und Sterolverbindungen, physiologisch verträgliche Öle, polymere Kohlenhydrate,
chemisch oder genetisch modifizierte Proteintoxine, und verschiedene
korpuskuläre
oder emulgierte Kombinationen davon. Für die CBPs oder Peptide in
diesen Gemischen oder jeder Variante, wenn mehr als eine vorhanden
ist, wird erwartet, ungefähr
0,0001 bis 1,0 Milligramm, oder noch bevorzugter ungefähr 0,001
bis 0,1 Milligramm, oder aber noch bevorzugter weniger als 0,1 Milligramm
pro Dosis zu umfassen.
-
Es
ist auch vorgesehen, dass abgeschwächte Organismen konstruiert
werden können,
um rekombinante CBP-Genprodukte zu exprimieren und ihrerseits Zuführungsmittel
für die
Erfindung sind. Besonders bevorzugt sind abgeschwächte Bakterienarten,
wie zum Beispiel Mycobakterium, und insbesondere M. Bovis, M. Smegmatis,
oder BCG. Wahlweise können
auch Pox-, Polio-, Adeno-, oder andere Viren, und Bakterien, wie zum
Beispiel Salmonella, Shigella, Listeria, Streptokokkus-Arten in
Verbindung mit den hierin offenbarten Verfahren und Zusammensetzungen
verwendet werden.
-
Für die nackte
DNA-Technologie, oftmals als genetische Immunisierung bezeichnet,
wurde gezeigt, dass sie für
den Schutz gegen infektiöse
Organismen geeignet ist. Solche DNA-Segmente können in einer Vielfalt von
Formen verwendet werden, einschließlich nackter DNA und Plasmid-DNA,
und können
der Person in einer Vielzahl von Wegen, einschließlich der
parenteralen, der mukosalen, und die sogenannten Mikroprojektil-basierenden „Genkanonen" Impfungen verabreicht
werden. Die Verwendung von cna-Nukleinsäurezusammensetzungen
der vorliegenden Erfindung in solchen Immunisierungstechniken wird
somit als nützliche Impfstrategie
gegen Streptokokken und Staphylokokken Infektionen vorgeschlagen.
-
Es
ist durch den Fachmann anerkannt, dass ein optimaler Dosierungsplan
einer Impfregimens so viele wie fünf bis sechs, aber bevorzugt
drei bis fünf,
oder noch bevorzugter ein bis drei Verabreichungen einer Immunisierungseinheit
umfassen kann, bei Intervallen von weniger als zwei bis vier Wochen,
bis fünf
bis zehn Jahre, oder gelegentlich auch längeren Intervallen.
-
2.11 Rekombinante Wirtszellen
und Vektoren
-
Besondere
Aspekte der Offenbarung betreffen die Verwendung von Plasmidvektoren
für die
Klonierung und Expression der rekombinanten Peptide, und spezieller
Peptid-Epitope, umfassend entweder native oder ortsspezifisch mutierte
CBP Col-Bindungsstellen-Epitope. Die Generierung von rekombinanten
Vektoren, die Transformation von Wirtszellen, und die Expression
von rekombinanten Proteinen ist jenen auf dem Fachgebiet sehr gut
bekannt. Prokaryotische Wirte sind für die Expression der Peptidzusammensetzungen
der vorliegenden Erfindung bevorzugt. Ein Beispiel eines bevorzugten
prokaryotischen Wirtes ist E. Coli, und insbesondere die E. Coli-Stämme ATCC
69791, BL21(DE3), JM101, XL1-BlueTM, RR1,
LE392, B, χ1776 (ATCC 31537) und W3110 (F–, λ–,
prototrophisch, ATCC 273325). Wahlweise können andere Enterobakterien,
Arten wie zum Beispiel Salmonella Typhimurium und Serratia Marcescens,
oder auch andere Gram-negative Wirte, einschließlich verschiedener Pseudomonas-Arten
in der rekombinanten Expression der hierin offenbarten genetischen
Konstrukte verwendet werden. Wahlweise können Streptokokken und Staphylokokken
Arten verwendet werden, um diese Konstrukte zu exprimieren, und
insbesondere S. Aureus, S. Pyogenes, und S. Dysgalactiae.
-
Üblicherweise
werden in Verbindung mit diesen Wirten Plasmidvektoren verwendet,
welche Replikon und Kontrollsequenzen enthalten, welche abgeleitet
sind aus Arten, die mit der Wirts-Zelle kompatibel sind. Gewöhnlich tragen
die Vektoren einer Replikationsstelle, als auch Markierungssequenzen,
welche in der Lage sind, eine phänotypische
Auswahl der transformierten Zellen bereitzustellen. Zum Beispiel
kann E. coli üblicherweise
durch Verwendung der Vektoren, wie zum Beispiel pBR322 oder irgendeins
seiner Derivate (Boliva et al., 1977) transformiert sein. pBR322
enthält
Gene für
die Ampicillin- und Tetrazyclin-Resistenz
und bietet somit ein einfaches Mittel für die Identifikation der transformierten
Zellen. pBR322, seine Derivate oder andere mikrobielle Plasmide
oder Bakteriophagen können
auch Promotoren enthalten, oder so modifiziert sein, Promotoren
zu enthalten, welche durch den bakteriellen Organismus für die Expression
endogener Proteine verwendet werden kann.
-
Des
Weiteren können
Phagenvektoren, solche, die Replicon und Kontrollsequenzen enthalten,
die mit dem Wirtsmikroorganismus kompatibel sind, als Transformationsvektoren
in Verbindung mit diesen Wirten verwendet werden. Zum Beispiel,
Bakteriophagen, wie zum Beispiel λGEMTM-11 können
in der Herstellung eines rekombinanten Vektors verwendet werden,
welcher verwendet werden kann, um empfängliche Wirtszellen zu transformieren,
wie zum Beispiel E. coli LE392.
-
Jene
Promotoren, die meist üblich
in der rekombinanten DNA-Konstruktion verwendet werden, umfassen
die β-Lactamase
(Penicillinase) und Laktose Promotorsysteme (Chang et al., 1978;
Itakura et al., 1977; Goeddel et al., 1979) oder das Tryptophan
(trp)-Promotorsystem
(Goeddel et al. 1980). Die Verwendung von rekombinanten und nativen
mikrobiellen Promotoren ist jenen auf dem Fachgebiert sehr gut bekannt
und Details, betreffend ihrer Nukleotidsequenzen und spezifischen
Verfahren, sind jedermann zugänglich,
die den Fachmann befähigt,
einen bestimmten rekombinanten Vektor und Expressionssysteme für den Zweck
der Herstellung der Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung zu
konstruieren.
-
Zusätzlich zu
der Expression in Prokaryoten können
eukaryotische Mikroben, wie zum Beispiel Hefekulturen in Zusammenhang
mit den hierin offenbarten Methoden verwendet werden. Saccharomyces
cerevisiae oder bekannt als Bäckerhefe,
ist der meist üblich
verwendete unter den eukaryotischen Mikroorganismen, obwohl eine
Vielzahl von anderen Arten auch für solche eukaryotische Expressionssysteme
verwendet werden kann. Für
die Expression in Saccharomyces wird zum Beispiel das Plasmid YRp7 üblicherweise
verwendet (Stinchcomb et al. 1979; Kingsman et al., 1979; Tschemper
et al., 1980). Dieses Plasmid enthält bereits das trpL-Gene, welches
einen Selektionsmarker für
einen mutanten Stamm der Hefe bereitstellt, welchem die Fähigkeit
fehlt, in Tryptophan zu wachsen, zum Beispiel ATCC 44076 oder PEP4-1
(Jones, 1977). Das Vorhandensein einer trpL-Läsion als charakteristisches
Merkmal des Genoms der Hefewirtszelle stellt dann wirksame Bedingungen
für die
Detektion der Transformation durch das Wachsen in der Abwesenheit
von Tryptophan her.
-
Geeignete,
fördernde
Sequenzen in Hefevektoren umfassen die Promotoren für 3-Phosphoglyceratekinase
(Hitzeman et al., 1980) oder anderer glykolytischer Enzyme (Hess
et al., 1968; Holland et al. 1978), wie zum Beispiel Enolase, Glyceraldehyd-3- phosphatedehydrogenase,
Hexokinase, Pyruvatdecarboxylase, Phosphofruktokinase, Glucose-6-phophatisomerase,
3-Phophoglyceratmutase, Pyruvatkinase, Triosephophateisomerase,
Phophoglukoseisomerase und Glukokinase. Während der Konstruktion geeigneter
Expressionsplasmide werden auch die Terminationssequenzen, welche
mit diesen Genen assoziiert sind, 3' von den gewünschten Sequenzen, die exprimiert
werden sollen, in den Expressionsvektor legiert, um diese mit einer
Polyadenylierung der mRNA und Termination zu versehen. Andere Promotoren,
welche die zusätzlichen
Vorteile einer kontrollierten Transkription durch Wachstumsbedingungen
haben, sind die Promotorregionen für die Alkoholdehydrogenase
2, Isocytochrom C, der sauren Phosphatase, abbauender Enzyme, welche
mit dem Stickstoffmetabolismus verbunden sind, und die oben genannte
Glyceraldehyd-3-phosphatdehydrogenase, und Enzyme, welche für die Maltose-
und Galaktoseverwertung verantwortlich sind. Jeder Plasmidvektor,
welcher einen Hefekompatiblen Promotor, eine Origin of Replication,
und eine Terminationssequenz enthält, ist geeignet.
-
Zusätzlich zu
den Mikroorganismen können
auch Kulturen von Zellen, die aus multizellulären Organismen abgeleitet sind,
als Wirte in der regelmäßigen Anwendung
der offenbarten Verfahren verwendet werden. Im Grunde ist eine solche
Zellkultur praktikabel ob aus vertebraten oder invertebraten Kulturen.
Dennoch war das Interesse an vertebraten Zellen am größten und
die Vermehrung von vertebraten Zellen in Kultur (Gewebekultur) ist
in den letzten Jahren zu einer routinemäßigen Technik geworden. Beispiele
solcher nützlicher WirtsZelllinien
sind VERO und HeLa-Zellen, Chinese Hamster Ovary (CHO) Zelllinien
und W138, BHK, COS-7, 293 und MDCK-Zelllinien. Expressionsvektoren
für solche
Zellen umfassen gewöhnlich
(wenn notwendig) eine Origin of Replication, einen Promotor, welcher
vor den zu exprimierenden Gen lokalisiert ist, zusammen mit jeder
notwendigen Ribosomenbindungsstelle, RNA-Splicestellen, Polyadenylierungsstellen
und Transkriptionsbeendigungssequenzen.
-
Für die Verwendung
in Säugetierzellen
werden die Kontrollfunktionen über
die Expressionsvektoren oftmals durch virales Material erhalten.
Zum Beispiel sind üblicherweise
verwendete Promotoren abgeleitet aus Polyoma, Adenovirus 2, und
am häufigsten
Simian Virus 40 (SV40). Die frühen
und späten
Promotoren von SV40-Viren sind besonders nützlich, da beide einfach als
ein Fragment aus dem Virus, welches auch die SV40 virale Origin
of Replication enthält
(Fiers et al., 1978) erhalten werden. Es können auch kleinere und größere SV40-Fragment
verwendet werden, vorausgesetzt, dass dort die annähernd 250
bp Sequenz enthalten ist, die sich von der HindIII-Stelle bis zur
Bg/I-Stelle erstreckt, welche in der viralen Origin of Replication
lokalisiert sind. Ferner ist es auch möglich, und oft wünschenswert,
Promotoren oder Kontrollsequenzen zu verwenden, die normalerweise
mit der gewünschten
Gensequenz verbunden sind, vorausgesetzt solche Kontrollsequenzen
sind kompatibel mit dem System der Wirtszelle.
-
Die
Origin of Replication kann entweder durch die Konstruktion des Vektors
mit einer exogenen Origin erhalten werden, wie zum Beispiel erhältlich aus
SV40 oder anderen viralen Quellen (zum Beispiel Polyoma, Adeno,
VSV, BPV) oder kann durch den chromosomalen Replikationsmechanismus
der Wirtszelle erhalten werden. Wenn der Vektor in das Wirtszellchromosom
integriert wird, ist letzteres oftmals ausreichend.
-
Es
ist weiterhin selbstverständlich,
dass einige der Polypeptide in Mengen unterhalb des Selektionslimits
der Coomassie-brilliantblau-Anfärbungsverfahren
vorhanden sind, welche üblicherweise
in der Analyse von SDS/PAGE-Gel verwendet wird, oder das ihr Vorhandensein
durch ein inaktives Polypeptid mit ähnlichem Mr verdeckt
wird. Obwohl es in der routinemäßigen Ausführung der
vorliegenden Erfindung nicht notwendig ist, ist es vorgesehen, dass
andere Detektionstechniken zweckmäßigerweise zur Visualisierung
von bestimmten Polypeptiden von Interesse verwendet werden können. Immunologisch-bezogene
Techniken, wie zum Beispiel Western Blots, die enzymatisch-, radioaktiv-
oder fluoreszenzmarkierte Antikörper
verwenden, wie hierin beschrieben, werden als besonders nützlich in
dieser Hinsicht betrachtet. Wahlweise können Peptide der vorliegenden
Erfindung durch Verwendung von Antikörpern der vorliegenden Erfindung
in Kombination mit zweiten Antikörpern,
welche eine Affinität
für die
ersten Antikörper
haben, detektiert werden. Dieser zweite Antikörper kann enzymatisch oder
radioaktiv markiert sein, oder wahlweise fluoreszenz oder colloidal-gold
markiert sein. Mittel für
die Kennzeichnung und Detektion solcher Zwei-schritt sekundärer Antikörpertechniken
sind jenen auf dem Fachgebiet sehr gut bekannt.
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3. Kurze Beschreibung
der Abbildungen
-
Die
Abbildungen stellen einen Teil der vorliegenden Beschreibung dar
und sind eingefügt,
um bestimmte Aspekte der vorliegenden Erfindung unterstützend zu
zeigen. Die Erfindung kann durch Bezugnahme auf eine oder mehrere
dieser Abbildungen in Kombination mit der ausführlichen Beschreibung der hierin
dargestellten spezifischen Ausführungsformen
besser verstanden werden.
-
1 Ein
Faltungsdiagramm von CBD(169–318).
Die Pfeile stellen Stränge
von β-Faltblättern dar,
die Zylinder stellen α-Helices
dar. Stränge
A, B, H, D und E bilden β-Faltblatt I. Die
Stränge
F, G, C, I und J formen β-Faltblätter II.
-
2 Zwei Ansichten der Col-Bindungsdomäne CBD(169–318), dargestellt
als Bänderdiagramm
der Sekundärstruktur.
Die Stränge
von β-Faltblättern sind
in grün,
Helices in blau, Loops und Turns in gold. Stränge A, B, H, D und E bilden β-Faltblatt
I, Stränge
F, G, C, I und J bilden β-Faltblätter II.
N kennzeichnet den Aminoterminus, C kennzeichnet den Carboxyterminus.
-
3A. Connolly's
Molekularoberfläche
der Col-Bindungsdomäne
zeigend die Furche in dem β-Faltblatt
I. Die Reste, welche die Furche abgrenzen und seine „Wände" bilden, sind in
Gelb markiert. Andere relevante Reste sind in Magenta markiert.
Die Textur hebt den Oberflächenbereich
der Reste innerhalb von 6 Å aus
Col-Proben hervor.
-
3B. Ein Modell von gebundenem Col, basierend auf
einer Andoc-Suche. Der gleiche Blick wie in 12A mit
der Col-Triple-Helix in gold; nur Hauptketten sind gezeigt.
-
4 Ein
Stereoblick der Col-Bindungsstelle in dem β-Faltblatt I. Reste mit einem
hohen veränderlichen
Effekt auf die Col-Bindung sind in Magenta. Reste mit einem moderaten
oder gar keinem Effekt sind in gelb. Einige andere Reste sind nur
für die
Klarheit in cyan gezeigt.
-
4. Beschreibung
der erläuternden
Ausführungsformen
-
Die
hierin beschriebene Technologie wird verwendet, um Verfahren und
Zusammensetzungen zu entwickeln, die spezifisch mit der bakteriellen
Adhäsion
und der anschließenden
Kolonisation des Wirtsgewebes interferieren, auf diese Weise zu
einer Prävention
einer Infektion führen,
und der Prävention
von Erkrankungen, welche durch Bakterien verursacht werden, welche
CBPs auf ihrer Zelloberfläche
exprimieren. Die Technologie ist breit anwendbar, hat das Potential,
die Effektivität
von Antibiotika-Therapien in vielen Situationen zu erhöhen und
ersetzt die Antibiotika-Therapie in einer Vielzahl von anderen Anwendungen.
Es wird erwartet, dass die Technologie besonders effektiv in Behandlungsprotokollen
für Staphylokokken-
und Streptokokkeninfektionen ist, und eine kosteneffektive Prophylaxe
für die
Prävention
von ähnlichen
Erkrankungen. Die Aufklärung
der Kristallstruktur des CBPs durch die Erfinder stellt einen ganz
erheblichen Vorteil auf dem medizinischen Fachgebiet dar, und insbesondere
auf dem Gebiet der Diagnose und Behandlung infektiöser Erkrankungen
durch die Bereitstellung von entscheidenden Informationen, die für die Identifikation
von Zusammensetzungen notwendig sind, welche mit der Bindung des
Cols an CPBs interferieren, oder diese vollständig blockieren. Solche Inhibitoren
sind daher in der Prävention
der bakteriellen Adhäsion
an Col-enthaltende Substanzen nützlich.
Die Erfinder haben die Ligandenbindungsstelle in dem S. aureus CBP
identifiziert und ein 25-Aminosäurepeptid
wurde charakterisiert, welches direkt die Bindung von S. aureus
an 125I-markiertes
Typ II Col inhibiert. Weiterhin zeigte eine zielgerichtete Mutagenese
von dem CBP zwei spezifische Reste, welche für die Ligandenbindungsaktivität entscheidend
sind. Die Erfindung hat zum ersten Mal neue Zusammensetzungen für die Verwendung
in Methoden bereit gestellt, um Inhibitoren der Interaktion zwischen
Col und dem CBP sowohl in vitro als auch in vivo zu identifizieren.
-
4.1 Die Rolle von CBP
als Virulenzfaktor
-
Um
die Bedeutung des Col-Adhesins (Adhäsionen?) als Virulenzfaktor
in der Staphylokokken-induzierten septischen Arthritis zu bestimmen,
sind zwei Gruppen von Mutanten konstruiert worden. In der ersten Gruppe
der Mutanten wurde das isolierte Col-Adhesin-Gen, cna, in einem klinischen
Isolat von S. aureus, welches aus einem Patienten mit Osteomyelitis
erhalten wurde, inaktiviert. In dem zweiten Typ von Mutante wurde das
aktive cna-Gen in einen S. aureus-Stamm eingefügt, dem das Gen fehlte.
-
Die
Virulenz der zwei Gruppen der S. aureus Mutanten wurde mit ihren
jeweiligen Vorgängerstämmen verglichen,
indem ein neu entwickeltes und charakterisiertes Mäusemodell
einer septischen Arthritis verwendet wurde (Bremell et al., 1991).
In diesem Modell zeigen die Mäuse
histopatholgoische Anzeichen einer Arthritis, welche den Höhepunkt
mit Hinblick sowohl auf die Intensität als auch der Ausbreitung
der Arthritis nach ungefähr
2–3 Wochen
post-Injektion erreichen, danach abnehmend. Die klinisch beurteilten
Anzeichen der Arthritis korrelieren eng mit der histopathologischen
Beurteilung (Bremell et al., 1992). Schwanzläsionen, mit eindringenden entzündlichen
Zellen und der Zerstörung
vom Diskus und des Knochengewebes, was innerhalb von 4 Wochen nach
der Inokulation in ungefähr
50% der Mäuse
stattfindet. Weiterhin zeigen die arthritischen Mäuse oftmals
eine gewaltige IL-6-angetriebene polyklonale B-Zellaktivierung (Bremell
et al., 1992).
-
Die
Ergebnisse zeigten, dass die Mäuse,
welchen intravenös
S. aureus-Stämme
injiziert wurde, welche des Col-Adhesin exprimieren, mit höherer Wahrscheinlichkeit
Arthritis entwickelten, verglichen mit Mäusen, denen die S. aureus-mutanten
Stämme
injiziiert wurden. Darüber
hinaus waren die Serumlevel von IgG1 und IL-6 dramatisch in Mäusen erhöht, denen
das CNA+ klinische Isolat injiziert worden
ist, verglichen mit Mäusen,
denen die CNA-Mutante oder Saline injiziert worden war (Patti et
al. 1994). Zusammen genommen zeigen diese Daten, dass das Col-Adhesin
ein wichtiger Virulenzfaktor in der durch Staphylokokken induzierten
septischen Arthritis ist.
-
4.2 MSCRAMMs
-
Die
bakterielle Anheflung an Wirtsgewebe ist mit spezifischen mikrobiellen
Oberflächenadhesinen
verknüpft,
von denen einer Subfamilie, genannt MSCRAMMs (Patti et al., 1994;
Patti und Hook, 1994) spezifisch ECM-Komponenten erkennt. Für viele
pathogene Bakterien ist gezeigt worden, spezifisch verschiedene
Komponenten der ECM in einer Interaktion zu erkennen und zu binden,
welche scheinbar, einen Kolonisationsmechnismus des Wirtsgewebes
darstellen.
-
MSCRAMMs
(auf der bakteriellen Zelloberfläche)
und Liganden (innerhalb des Wirtsgewebes) sind Moleküle, die
in einer Art und Weise von Schlüssel-und-Schloss
interagieren, mit der Folge der Anheftung von Bakterien an den Wirt.
Vollständige
Blockierung der mikrobiellen Adhäsion
ist nicht erforderlich, um eine Infektion vorzubeugen. Es ist nur
notwendig, dass bakterielle Inokulum unterhalb einer kritischen
Masse zu halten. Einige Strategien sind entwickelt worden, welche
vor allem in der Bekämpfung
bakterieller Infektionen nützlich waren,
wie zum Beispiel Infektionen durch Streptokokken und Staphylokokken
Arten, durch Verhinderung der bakteriellen Adhäsion an Col-Substrate, einschließlich der
ECM von empfänglichen
Wirtszellen. Solche Strategien sind als nützlich in der Diagnose, Behandlung
und Prophylaxe solcher Infektionen vorgesehen.
-
4.3 Extrazelluläre Matrix
-
Die
ECM enthält
eine Vielzahl von Glykoproteinen und Proteoglykanen, welche durch
inter- und intramolekulare
Wechselwirkung unlösliche
Grundsubstanzen bilden. Die ECM hat in den Geweben eine strukturelle
Funktion, aber beeinflusst auch die zelluläre Physiologie des Organismus.
Vielleicht stehen die am besten charakterisierten biologischen Funktionen
der ECM zu seiner Fähigkeit
in Beziehung, als ein Substrat für
die Adhäsion
von Wirtsgewebezellen zu dienen. Dieser Prozeß involviert die Integrine,
eine Familie von heterodimären
(α/β) Zelloberflächenrezeptoren,
welche spezifische Strukturen in vielen von den ECM-Proteinen erkennen.
Es ist eindeutig, dass viele der Bakterien auch den Vorteil der
ECM als Substrat für
die Adhäsion
nutzen. Wie die meisten eukaryotischen Gewebezellen haben auch viele
Bakterien etliche parallele Adhäsionsmechanismen
entwickelt und diese offensichtliche Redundanz mag die Wichtigkeit
der Adhärenz
an Wirtsgewebe für den
Erfolg der Bakterien widerspiegeln.
-
Die
Adhärenz
von Mikroben an verschiedene Zelloberflächen und ECM-Komponenten wurde
weithin berichtet (Abraham et al., 1983, Coburn et al., 1993; Fröman et al.
1984; Isaacs, 1994; Maxe et al., 1986; Van Nhieu und Isber, 1993).
Die vorliegende Erfindung hat ein neues bakterielles MSCRAMM identifiziert,
welches die bakterielle Adhäsion
an Col und anderer Proteoglkane fördert, welche zu Col strukturell ähnlich sind,
welche im Zusammenhang mit ECM-Komponenten gefunden worden sind,
wie zum Beispiel Col.
-
4.4 Kollagen
-
Kollagene
Proteine sind die Hauptbestandteile der ECM (Bornstein und Sage,
1980). Die meisten Cols werden intrazellulär als Vorläufermoleküle synthetisiert und sind einer
beträchtlichen
posttranslationalen Bearbeitung vor der Sekretion und Einfügung in
die ECM oder anderen Col-reichen Geweben, wie zum Beispiel Knorpel
(Ramachandran und Reddi, 1976) ausgesetzt. Bis heute wurden über 18 Arten
von Cols bestimmt und sie sind lose in fünf Gruppen kategorisiert (Vanderrest
und Garrone, 1991). Diese Gruppen sind:
- 1)
Col-Typen I, II, III, V und XI, welche sich an Quarter-Stagger-Fibrilen
beteiligen;
- 2) Col-Typen XII, XIV und IX, welche Fibrilen-assoziiert sind
mit unterbrochenen Dreifach-Helices;
- 3) Col-Typen IV, VIII und X, welche Blätter formen;
- 4) Col-Typ VI, welche perlenschnurartige Filamente formen; und
- 5) Col-Typ VII, welche verankernde Fibrilen formen.
-
Das
Col-Netzwerk in der Haut ist hauptsächlich aus den Col-Typen I
und Typ III zusammengesetzt. Col kann die Aktivität des Transforming
Growth Factor Beta (TGF-β)
inhibieren (Yamaguchi et al., 1990) und die Komplementkomponente
Clq inaktivieren (Krumdieck et al., 1992) und es wurde vorgeschlagen,
das es als ein anti-inflammatorisches Agens zwischen diesen Interaktionen
zu agieren.
-
4.5 CNA-kodierende Nukleinsäuresegmente
-
Wie
hierin verwendet, wird der Begriff „CBP-Gen" verwendet, um auf ein cna-Gen zu verweisen,
oder eine DNA-kodierende Region, die ein Protein, Polypeptid oder
Peptid kodiert, welches in der Lage ist, Col zu binden, oder eine ähnliche
ECM-Komponente.
-
Die
Definition von einem „CBP-Gen", wie hierin verwendet,
ist ein Gen, das unter relativ stringenten Hybridisierungsbedingungen
(siehe auch zum Beispiel Maniatis et al., 1982) an DNA-Sequenzen
hybridisiert, derzeit bekannt dafür, CBP-kodierende Gensequenzen
zu umfassen.
-
Es
wird sicherlich verstanden, dass eins, oder mehr als eins, für CBP kodierende
Gene oder Peptide in den Verfahren und den Zusammensetzungen der
Erfindung verwendet werden können.
Die hierin offenbarten Zusammensetzungen und Verfahren können die
Verabreichung von ein, zwei, drei, oder mehreren Genen oder Gensegmenten
bedingen. Die maximale Anzahl von Genen, die verwendet werden können, ist
nur durch praktische Erwägungen
begrenzt, wie zum Beispiel der benötigte Aufwand der simultanen
Vorbereitung einer großen
Anzahl von Genkonstrukten oder auch der Möglichkeit der Hervorrufung
einer signifikanten nachteiligen zytotoxischen Wirkung.
-
Bei
der Verwendung mehrerer Gene können
diese auf einem einzelnen genetischen Konstrukt unter der Kontrolle
von einem oder mehrerer Promotoren kombiniert werden, oder sie können als
separate Konstrukte des gleichen oder verschiedener Typen hergestellt
werden. Auf diese Weise kann eine nahezu endlose Kombination verschiedener
Gene und genetischer Konstrukte verwendet werden. Bestimmte Genkombinationen
können
entwickelt sein um, oder deren Verwendung kann andererseits resultieren
in der Erreichung synergetischer Effekte auf die Bildung einer Immunantwort,
oder der Entwicklung von Antikörpern
gegen Genprodukte, kodiert durch solche Nukleinsäuresegmente, oder der Herstellung
diagnostischer Behandlungsprotokolle für Streptokokken oder Staphylokokken
Infektionen, und insbesondere der Infektion mit S. Aureus, S. Dysgalactiae
und S. Pyogenes. Jede und alle solcher Kombinationen sind vorgesehen,
innerhalb des Umfangs der vorliegenden Erfindung zu fallen. In der
Tat sind in der wissenschaftlichen Literatur viele synergetische
Effekte beschrieben worden, so dass ein gewöhnlicher Fachmann leicht in
der Lage ist, voraussichtlich synergistische Genkombinationen, oder überhaupt
Gen-Proteinkombinationen zu identifizieren.
-
Es
ist auch selbstverständlich,
dass, wenn erwünscht,
das Nukleinsegment oder Gen in Kombination mit weiteren Wirkstoffen
verabreicht werden kann, wie beispielsweise Proteine oder Polypeptide
oder verschiedenen pharmazeutischen aktiven Wirkstoffen. Solange
genetisches Material einen Teil der Zusammensetzung bildet, gibt
es so gut wie keine Beschränkung
für andere
Komponenten, welche eingefügt
werden könne,
vorausgesetzt, dass die zusätzlichen
Wirkstoffe keine signifikanten nachteiligen Effekte auf den Kontakt mit
den Zielzellen oder Geweben hervorrufen.
-
4.6 Therapeutische und
diagnostische Kits, umfassend CBP-Zusammensetzungen
-
Therapeutische
Kits, umfassend, in einem geeigneten Behältermittel, eine CBP-Zusammensetzung der
vorliegenden Erfindung in einer pharmazeutisch verträglichen
Formulierung, stellen einen anderen Aspekt der Erfindung dar. Die
CBP-Zusammensetzung kann aus natives CBP, verkürztes CBP, ortsspezifisch mutiertes
CBP, oder CBP-kodierende Peptid-Epitope, oder wahlweise Antikörper, welche
natives CBP, verkürztes CBP,
ortsspezifisch mutiertes CBP, oder CBP-kodierte Peptid-Epitope binden,
bestehen. In anderen Ausführungsformen
kann die Zusammensetzung aus Nukleinsäuresegmente bestehen, welche
für natives
CBP, verkürztes
CBP, ortsspezifisch mutiertes CBP, oder CBP-kodierte Peptid-Epitope kodieren.
Solche Nukleinsäuresegmente
können
DNA oder RNA sein, oder können
entweder nativ, rekombinant oder mutagenisierte Nukleinsäuresegmente
sein.
-
Die
Kits können
ein einzelnes Behältermittel
umfassen, welches die CBP-Zusammensetzung enthält. Die Behältermittel können, wenn
erwünscht,
pharmazeutisch verträgliche
sterile Hilfsstoffe enthalten, welche hiermit im Zusammenhang stehen,
die CBP-Zusammensetzung und, wahlweise, eine detektierbare Kennzeichnung
oder ein Imaging Mittel. Die Containermittel ihrerseits können eine
Spritze, eine Pipette, oder andere ähnliche Vorrichtungen sein,
aus welchen die CBP-Zusammensetzung in die Gewebestelle, der Hautlesion, dem
Wundgebiet oder anderen Stellen der bakteriellen Infektion verabreicht
werden kann. Wie auch immer, das einzelne Behältermittel kann ein trocknes
oder lyophilisiertes Gemisch einer CBP-Zusammensetzung enthalten,
welche eine Vorbenetzung vor der Verwendung erfordern kann oder
nicht erfordern kann.
-
Wahlweise
können
die Kits der Erfindung verschiedene Behältermittel für jede Komponente
umfassen. In solchen Fällen
würde ein
Container die CBP-Zusammensetzung enthalten, entweder als steriles
Protein, RNA- oder DNA-Lösung
oder in einer lyophilisierten Form, und der andere Container würde den
Träger
beinhalten, welcher seinerseits fest oder nicht fest sein kann oder
in einer sterilen Lösung,
oder in einer Gelatinartigen, liquiden oder anderen Form.
-
Die
Kits können
auch ein zweites oder drittes Behältermittel für die Aufnahme
eines sterilen, pharmazeutisch verträglichen Puffers, Verdünnungsmittel
oder Lösemittel
umfassen. Solch eine Lösung
kann erforderlich sein, um die CBP-Komponente in einer noch geeigneteren
Form für
die Verabreichung in den Körper zu
formulieren, zum Beispiel als eine topische Zubereitung, oder wahlweise
in oraler, parentaler oder intravenöser Form. Es sollte dennoch
erwähnt
werden, dass alle Komponenten von einem Kit in einer trockenen Form (lyophilisiert)
bereitgestellt werden können,
was ein „Benetzen" bei Kontakt mit
Körperflüssigkeit
ermöglichen würde. Somit
ist das Vorhandensein irgendeines Typs von pharmazeutisch verträglichen
Puffern oder Lösemittel
keine Voraussetzung für
die Kits der Erfindung. Die Kits können auch ein zweites oder
drittes Behältermittel
für die
Aufnahme eines pharmazeutisch verträglichen detektierbaren Imaging
Mittels oder Zusammensetzung umfassen.
-
Das
Behältermittel
wird üblicherweise
ein Container sein, wie zum Beispiel ein Fläschchen, ein Proberöhrchen,
ein Behälter,
eine Flasche, eine Spritze oder andere Behältermittel, in welche die Komponenten
des Kits plaziert werden können.
Die Komponenten können
auch in kleinere Container aliquotiert werden, sollte dieses erwünscht sein.
Die Kits der vorliegenden Erfindung können auch ein Mittel für das Beinhalten
der einzelnen Behälter
für den
gründlichen
Verschluß,
für den
kommerziellen Verkauf umfassen, wie beispielsweise Injektion oder
geblasene Plastikcontainer, in welchen die gewünschten Fläschchen und Spritzen aufbewahrt werden
können.
-
Unabhängig von
der Anzahl der Behälter
können
die Kits der Erfindung auch ein Mittel für das Einbringen der CBP-Zusammensetzung
in den Körper
des Lebewesens umfassen, oder damit verpackt sein. Solch ein Mittel
kann einer Spritze, eine Pipette, Zangen, oder jede solcher medizinisch
zugelassener Zuführungsvehikel
sein.
-
4.7 Affinitätschromatographie
-
Die
Affinitätschromatographie
basiert im Allgemeinen auf der Erkennung eines Proteins durch eine Substanz,
wie zum Beispiel einem Liganden oder einem Antikörper. Das Säulenmaterial kann künstlich
durch die kovalente Bindung eines Bindungsmoleküls hergestellt werden, wie
zum Beispiel ein aktivierter Farbstoff beispielsweise an eine unlösliche Grundsubstanz.
Dem Säulenmaterial
wird dann ermöglicht,
an die gewünschte
Substanz aus einer Lösung
zu adsorbieren. Als nächstes
werden die Bedingungen zu jenen Bedingungen verändert, unter welchen eine Bindung
nicht stattfindet und das Substrat eluiert wird. Die Voraussetzungen
für eine
erfolgreiche Affinitätschromatographie
sind:
- 1) dass die Matrix spezifisch die Moleküle von Interesse
adsorbiert;
- 2) dass andere Konterminanten unadsorbiert bleiben;
- 3) dass der Ligand gebunden werden muss, ohne seine Bindungsaktivität zu ändern;
- 4) dass der Ligand ausreichend fest an die Matrix bindet; und
- 5) dass es möglich
ist, die Moleküle
von Interesse zu eluieren, ohne sie zu zerstören.
-
Eine
bevorzugte Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist ein Affinitätschromatographieverfahren
für die
Reinigung von Antikörpern
aus Lösungen,
wobei die Matrix CBPs oder Peptid-Epitope, abgeleitet aus CBPs,
umfasst, welche kovalent an Sepharose CL6B oder CL4B gebunden sind.
Diese Matrix bindet die Antikörper
der vorliegenden Erfindung direkt und ermöglicht ihre Trennung durch
Eluierung durch einen geeigneten Gradienten, wie zum Beispiel Salz,
GuHCl, pH oder Harnstoff. Eine andere bevorzugte Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung ist ein Affinitätschromatographieverfahren
für die
Reinigung von CBPs und Peptid-Epitopen aus einer Lösung. In
diesem Fall kann die Matrix ein Antikörper sein, welcher spezifisch
für CBP ist,
oder wahlweise eine Zusammensetzung, welche Affinität für CBPs hat.
Die Aminosäurezusammensetzungen
der vorliegenden Erfindung werden somit direkt gebunden, dies ermöglicht ihre
anschließende
Reinigung durch Eluierung von der Säule mit einem geeigneten Puffer,
wie oben beschrieben.
-
4.8 Verfahren der Nukleinsäurezuführung und
DNA-Transfektion
-
In
einigen Ausführungsformen
ist es vorgesehen, dass die hierin offenbarten Nukleinsäuresegment verwendet
werden, um geeignete Wirtszellen zu transfizieren. Die Methode für die Einführung von
DNA in Zellen ist jenen auf dem Fachgebiet wohl bekannt. Vier übliche Verfahren
für die
Zufuhr eines Nukleinsegmentes in Zellen sind beschrieben worden:
- (1) chemische Methoden (Graham und VanDerEb,
1973);
- (2) physikalische Methoden, wie zum Beispiel Mikroinjektion
(Capecchi, 1980), Elektroporation (Wong und Neumann, 1982; Fromm
et al., 1985) und die Genkanone (Yang et al., 1990);
- (3) virale Vektoren (Clapp, 1993; Eglitis und Anderson, 1988);
und
- (4) Rezeptor-vermittelte Mechanismen (Curiel et al., 1991; Wagner
et al., 1992).
-
4.9 Liposomen und Nanokapseln
-
Auch
ist die Verwendung von Liposomen und/oder Nanokapseln für die Einführung der
jeweiligen Peptide oder Nukleinsäuresegmente
in die Wirtszellen offenbart. Insbesondere können die Malonyltyrosyl- und Phosphotyrosyl-Peptide
der vorliegenden Erfindung für
die Zufuhr in einer Lösung
mit DMSO oder in Liposomen eingekapselt formuliert werden.
-
Solche
Formulierungen können
für die
Einführung
einer pharmazeutisch verträglichen
Formulierung der hierin offenbarten Nukleinsäuren, Peptide und/oder Antikörper bevorzugt
sein. Die Zusammensetzung und Verwendung von Liposomen ist im Allgemeinen
jenen auf dem Fachgebiet bekannt (siehe zum Beispiel Couvreur et
al., 1977; 1988 welcher die Verwendung von Liposomen und Nanokapslen
in der gezielten Antibiotikatherapie von intrazellulären bakteriellen
Infektionen und Erkrankungen beschreibt). In letzter Zeit wurden
Liposomen mit verbesserter Serumstabilität und Zirkulationshalbzeit
entwickelt (Gabizon und Papahadjopoulos, 1988; Allen und Choun,
1987).
-
Liposomen
sind bei einer Vielzahl von Zelltypen, die normalerweise gegenüber einer
Transfektion durch andere Verfahren resistent sind, verwendet worden,
einschließlich
T- Zellsuspensionen,
primäre
Hepatozytenkulturen und PC 12-Zellen (Muller et al., 1990). Darüber hinaus
sind Liposomen frei von DNA-Längenbeschränkungen,
die typisch sind für
auf Viren basierende Zuführungssysteme.
Liposomen sind wirksam verwendet worden, um Gene, Arzneistoffe (Heath
und Martin, 1986; Heath et al., 1986; Balazsovits et al., 1989), radiotherapeutische
Mittel (Pikul et al., 1987), Enzyme (Imaizumi et al., 1990a; 1990b),
Viren (Faller und Baltimore, 1984), Transkriptionsfaktoren und allosterische
Effektoren (Nicolau und Gersonde, 1979) in eine Vielzahl von kultivierten
Zelllinien und Lebewesen einzuführen.
Darüber
hinaus sind etliche erfolgreiche klinische Studien abgeschlossen
worden, die die Wirksamkeit von Liposomen-mediierter Arzneizufuhr
untersuchen (Lopez-Berestein et al., 1985a; 1985b; Coune, 1988;
Sculier et al., 1988). Des Weiteren schlagen etliche Studien vor,
dass die Verwendung von Liposomen nicht mit einer Autoimmunantwort,
Toxizität
oder einer Lokalisation in den Gonaden nach einer systemischen Zufuhr
verbunden ist (Mori und Fukatsu, 1992).
-
Liposomen
werden aus Phospholipiden gebildet, die in einem wässrigen
Medium dispergiert sind und spontan multilamellare konzentrische
Doppelschicht-Vesikel bilden (auch multilamellare Vesikel genannt (MLVs).
MLVs haben im Allgemeinen einen Durchmesser von 25 nm bis 4 μm. Die Beschallung
von MLVs führt zu
einer Bildung von kleinen unilamellaren Vesikeln (SUVs) mit einem
Durchmesser in dem Bereich von 200 bis 500 Å, in ihrem Kern eine wässrige Lösung enthaltend.
-
Liposomen
weisen viele Ähnlichkeiten
mit zellulären
Membranen auf und sind für
die Verwendung in Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung als
Träger
für die
Peptidzusammensetzungen vorgesehen. Sie sind weitgehend geeignet,
da sowohl wasser- als auch lipidlösliche Substanzen verpackt
werden können, d.h.
jeweils in den wässrigen
Zwischenräumen
und innerhalb der Doppelschicht selbst. Es ist möglich, dass die Arzneimittel
enthaltenden Liposomen auch für
die ortsspezifische Zufuhr von aktiven Mitteln durch selektive Modifikation
der liposomalen Formulierung verwendet werden können.
-
Zusätzlich zu
den Lehren von Couvreur et al. (1977; 1988) können die folgenden Informationen
für die Herstellung
liposomaler Formulierungen verwendet werden. Phospholipide können eine
Vielzahl von anderen Strukturen als Liposomen bilden, wenn sie in
Wasser dispergiert sind, in Abhängigkeit
von dem molaren Verhältnis
von Lipid zu Wasser. Ist das Verhältnis klein, ist das Liposom
die bevorzugte Struktur. Die physikalischen Charakteristika von
Liposomen hängen
vom pH, der Ionenstärke
und dem Vorhandensein von zweiwertigen Cationen ab. Liposomen können für ionische
und polare Substanzen eine geringe Durchlässigkeit aufweisen, aber unterliegen
bei erhöhten
Temperaturen einem Phasenübergang,
welcher ihre Permeabilität
merklich verändert.
Der Phasenübergang
involviert eine Änderung
von einer dicht gepackten, geordneten Struktur, bekannt als Gel-Zustand, zu einer
locker gepackten, weniger geordneten Struktur, bekannt als Fluid-Zustand. Dieses
ist bei einer charakteristischen Phasenübergangstemperatur zu beobachten
und resultiert in einer Erhöhung
der Permeabilität
für Ionen,
Zucker und Arzneimitteln.
-
Zusätzlich zu
der Temperatur kann die Einwirkung von Proteinen die Permeabilität von Liposomen
verändern.
Bestimmte lösliche
Proteine, wie zum Beispiel Cytochrom C, binden, deformieren und
penetrieren die Doppelschicht, dadurch werden die Änderungen
in der Permeabilität
bewirkt. Cholesterin inhibiert diese Penetration der Proteine, scheinbar
durch das noch straffere Packen der Phospholipide. Es ist vorgesehen,
dass die meisten nützlichen
Liposomen Zusammensetzungen für
die Zufuhr von Antibiotika und Inhibitoren Cholesterin umfassen.
-
Die
Fähigkeit,
gelöste
Substanzen einzuschließen
variiert zwischen verschiedenen Typen von Liposomen. Zum Beispiel
sind MLVs beim Einschluß von
gelösten
Stoffen moderat wirksam, aber SUVs sind außerordentlich unwirksam. SUVs
bieten dennoch den Vorteil von Homogenität und Reproduzierbarkeit in
der Größenverteilung,
und ein Kompromiß zwischen
Größe und Einschlußeffizienz
wird durch große
unilamellare Vesikel (LUVs) geboten. Diese werden durch Ether Evaporation
hergestellt und sind drei bis vier Mal effizienter in dem Einschluß von gelösten Stoffen
als MLVs.
-
Zusätzlich zu
den Liposomencharakteristika sind beim Einschluß von Verbindungen die physiko-chemikalischen
Eigenschaften der Substanz selber ein wichtiger bestimmender Faktor.
Polare Verbindungen werden in den wässrigen Räumen eingeschlossen und nicht
polare Verbindungen binden an die Lipiddoppelschicht der Vesikel.
Polare Verbindungen werden durch Permeation freigelassen, oder wenn
die Doppelschicht gebrochen wird, aber nicht polare Bindungen verbleiben
an die Doppelschicht angeschlossen, es sei denn, sie ist durch die
Temperatur oder der Einwirkung von Lipoproteinen zerstört. Beide
Typen zeigen bei der Phasenübergangstemperatur
maximale Ausflussraten.
-
Liposomen
wechselwirken mit den Zellen via vier verschiedenen Mechanismen:
Endocytose durch phagocytierende Zellen des reticuloendothelialen
Systems, wie zum Beispiel Makrophagen und Neutrophile; Adsorption
an die Zelloberfläche,
entweder durch nicht spezifische schwache hydrophobe oder elektrostatische
Kräfte,
oder durch spezifische Interaktionen mit Zelloberflächenkomponenten;
Fusion mit der Plasmazellmembran durch Insertion der Lipiddoppelschicht
des Liposoms in die Plasmamembran, mit gleichzeitiger Freisetzung
des liposomalen Inhalts in das Cytoplasma; und durch Transfer von
liposomalen Lipiden zu zellulären oder
subzellulären
Membranen, oder vice versa, ohne jede Verbindung des liposomalen
Inhalts. Es ist oft schwierig zu bestimmen, welcher Mechanismus
wirksam ist und mehr als einer kann zur gleichen Zeit wirksam sein.
-
Das
Schicksal und der Verbleib von intravenös injiziertem Liposomen hängen von
ihren physikalischen Eigenschaften ab, wie zum Beispiel Größe, der
Fluidität
und Oberflächenladungen.
Sie können
für Stunden oder
Tage in Geweben verbleiben, in Abhängigkeit von ihrer Zusammensetzung,
die Halbzeiten im Blut variieren von Minuten bis mehreren Stunden.
Größere Liposomen,
wie zum Beispiel MLVs und LUVs, werden schnell durch phagocytierende
Zellen des reticuloendothelialen Systems aufgenommen, aber die Physiologie des
zirkulatorischen Systems hält
den Austritt solcher großen
Arten an den meisten Stellen zurück.
Sie können lediglich
an Stellen austreten, wo große Öffnungen
oder Poren in den Kapillaren des Endotheliums bestehen, wie zum
Beispiel der Sinusoide der Leber oder der Milz. Auf diese Weise
sind diese Organe die vorherrschenden Stellen der Aufnahme. Auf
der anderen Seite zeigen SUVs eine breitere Gewebeverteilung, aber
nach wie vor werden sie stark in der Leber und der Milz abgesondert.
Im Allgemeinen schränkt
dieses in vivo-Verhalten das potentielle Targeting von Liposomen
in nur jene Organe und Gewebe, die für die Größe zugänglich sind, ein. Diese umfassen
Blut, Leber, Milz, Knochenmark und die lymphoiden Organe.
-
Targeting
ist im allgemeinen keine Beschränkung
im Hinblick auf die vorliegende Erfindung. Dennoch sollte spezielles
Targeting erwünscht
sein, sind Verfahren für
dieses verfügbar,
um durchgeführt
zu werden. Antikörper
können
verwendet werden, um an die Liposomenoberfläche zu binden und den Antikörper und
seinen Arzneimittelinhalt auf spezifische antigene Rezeptoren, welche
auf bestimmten Zelloberflächen
lokalisiert sind, auszurichten. Kohlenhydratfaktoren (Glykoprotein
oder Glykolipidzelloberflächenkomponenten,
welche eine Rolle in der Zell-Zell-Erkennung spielen, Interaktion
und Adhesion) können
auch als Erkennungsstellen verwendet werden, da sie das Potential
haben, die Liposomen auf bestimmte Zelltypen auszurichten. Meistens ist
es vorgesehen, dass die intravenöse
Injektionen des liposomalen Präparats
zum Einsatz gelangen würde, aber
andere Arten der Verabreichung sind auch denkbar.
-
Wahlweise
sieht die Erfindung pharmazeutisch verträgliche Nanokapselzubereitungen
der Peptide der vorliegenden Erfindung vor. Nanokapseln können im
Allgemeinen Verbindungen in einer stabilen und reproduzierbaren
Art einschließen
(Henry-Michelland et al., 1987). Um Nebenwirkungen aufgrund intrazellulärer polymerer Überlastung
zu vermeiden, sollten solche ultrafeinen Partikel (ungefähr 0, 1μm groß) so gestaltet
werden, indem Polymere, die in vivo abgebaut werden können, verwendet
werden. Bioabbaubare Polyalkylcyanoacrylat Nanopartikel, die diese
Voraussetzungen erfüllen,
sind für
die Verwendung in der vorliegenden Erfindung vorgesehen und solche
Partikel können
leicht gemacht werden, wie beschrieben worden ist (Couvreur et al.,
1984; 1988).
-
4.10 Verfahren für die Herstellung
von Antikörperzusammensetzungen
-
In
einem noch anderen Aspekt sieht die vorliegende Erfindung einen
Antikörper
vor, der immunoreaktiv mit einem Polypeptid der Erfindung ist. Wie
oben angegeben, ist eine der Verwendungen für CBPs und CBP-abgeleitete
epitopische Peptide gemäß der vorliegenden
Erfindung Antikörper
zu generieren. Der Verweis auf Antikörper innerhalb der Beschreibung
umfasst die gesamten polyklonalen und monoklonalen Antikörper (mAbs),
und Teile davon, entweder allein oder mit anderen Teilen konjugiert.
Antikörperteile
umfassen Fab und F(ab)2-Fragmente und einzelkettige Antikörper. Die
Antikörper
können
in vivo in geeigneten Laborlebewesen durch Immunisierung des Donors
(bevorzugt Menschen) oder in vitro durch Verwendung rekombinanter
DNA-Techniken hergestellt werden. In einer bevorzugten Ausführungsform
ist der Antikörper
ein polyklonaler Antikörper.
Mittel für
die Herstellung und Charakterisierung der Antikörper sind auf dem Fachgebiet sehr
gut bekannt (siehe zum Beispiel Harlow und Lane, 1988).
-
In
Kürze,
ein polyklonaler Antikörper
wird durch Immunisierung eines Lebewesens mit einem Immunogen hergestellt,
umfassend ein Polypeptid der vorliegenden Erfindung und das Sammeln
der Antiseren aus dem immunisierten Lebewesen. Eine große Auswahl
von Lebewesenspezien kann für
die Herstellung von Antiseren verwendet werden. Üblicherweise ist ein für die Herstellung
von Antiseren verwendetes Lebewesen ein Kaninchen, eine Maus, eine
Ratte, ein Hamster, eine Ziege, oder ein Meerschweinchen. Aufgrund
des relativ großen Blutvolumens
von Kaninchen, ist ein Kaninchen die bevorzugte Auswahl für die Herstellung
von polyklonalen Antikörpern.
-
Antikörper, sowohl
polyklonale als auch monoklonale, welche spezifisch sind für CBP und
CBP-abgeleiteten Epitopen, können
hergestellt werden, indem herkömmliche
Immunisierungstechniken verwendet werden, wie im allgemeinen jenen
auf dem Fachgebiet bekannt sein wird. Eine Zusammensetzung, umfassend antigene
Epitope bestimmter CBPs kann verwendet werden, um eine oder mehrere
Versuchstiere zu immunisieren, wie zum Beispiel ein Kaninchen oder
eine Maus, welche dann fortfahren, spezifische Antikörper gegen CBP-Peptide
herzustellen. Polyklonale Antiseren können nach der Einräumung von
Zeit für
die Antikörperherstellung,
einfach durch Blutung des Lebewesens und Herstellung von Serumproben
aus dem gesamten Blut erhalten werden.
-
Die
in der Herstellung von polyklonalen Antikörpern verwendete Menge von
immunogenen Zusammensetzungen variiert in Abhängigkeit von der Natur des
Immunogens, als auch des für
die Immunisierung verwendeten Tieres. Eine Vielzahl von Routen kann
verwendet werden, um das Immunogen zu verabreichen (subkutan, intramuskulär, intradermal,
intravenös,
und intraperitoneal). Die Herstellung von polyklonalen Antikörpern kann
durch das Entnehmen von Blut des immunisierten Tieres zu verschiedenen
Zeitpunkten nach der Immunisierung überwacht werden. Es kann auch
eine zweite, Boosterinjektion gegeben werden. Das Verfahren des
Boosting und des Titerns wird wiederholt, bis ein geeigneter Titer
erreicht wird. Wenn ein gewünschter Grad
von Immunogenität
erhalten wird, kann das immunisierte Tier ausgeblutet werden und
das Serum isoliert und gelagert werden, und/oder das Tier kann verwendet
werden, um mAbs (unten) zu generieren.
-
Eines
der wesentlichen Merkmale, welches durch die vorliegende Erfindung
erhalten wurde, ist ein polyklonales Serum, das relativ homogen
in Bezug auf die Spezifität
der darin enthaltenen Antikörper
ist. Üblicherweise
werden polyklonale Antiseren von einer Vielzahl von verschiedenen „Klonen" abgeleitet, d.h.
B-Zellen von verschiedener Abstammung. Im Gegensatz dazu werden
mAbs als aus Antikörper-produzierenden Zellen
mit einem gemeinsamen B-Zellenvorläufer herrührend definiert, demzufolge
ihre „Mono"klonalität.
-
Wenn
Peptide als Antigene verwendet werden, um polyklonale Seren zu erzeugen,
würde man
um einiges weniger Variationen in der klonalen EIgenschaft der Seren
erwarten, als wenn ein ganzes Antigen verwendet wird. Unglücklicherweise
kann, wenn unvollständige Fragmente
eines Epitops präsentiert
werden, das Peptid sehr wohl mehrere (wahrscheinlich nicht native)
Konformationen annehmen. Als Ergebnis können auch kurze Peptide polyklonale
Antiseren mit relativ vielen Spezifitäten ergeben und unglücklicherweise
ein Antiserum, das nicht reagiert oder schlecht mit den nativen
Molekülen
reagiert.
-
Polyklonale
Antiseren gemäß der vorliegenden
Erfindung werden gegen Peptide hergestellt, für die vorhergesagt wird, ganze,
intakte Epitope zu umfassen. Es wird davon ausgegangen, dass diese
Epitope deswegen im immunologischen Sinne stabiler sind und auf
diese Weise ein noch konsistenteres immunologisches Target für das Immunsystem
bilden. In diesem Modell wird eine Anzahl von potentiellen B-Zellklonen,
die auf dieses Peptid reagieren, um einiges kleiner sein und, infolgedessen
wird die Homogenität
des resultierenden Serums oder der resultierenden Sera größer sein.
In verschiedenen Ausführungsformen
stellt die vorliegende Erfindung polyklonale Antiseren zur Verfügung, in
denen die Klonalität,
d.h. Prozent der Klone, welche mit der gleichen molekularen Determinante
reagieren, mindestens 80 % ist. Auch eine höhere Klonalität, bis 90
%, 95 % oder größer ist
vorgesehen.
-
Um
mAbs zu erhalten, würde
man auch zunächst
Versuchstiere, oftmals bevorzugt eine Maus, mit einer CBP enthaltenden
Zusammensetzung immunisieren. Man würde dann, nach einer Zeitdauer
ausreichend, um die Generierung von Antikörpern zu ermöglichen,
eine Population von Milz- oder Lymphzellen aus dem Tier gewinnen.
Die Milz- oder Lymphzellen können
dann mit Zelllinien fusioniert werden, wie zum Beispiel humane oder
Maus-Myeloma-Stämme, um
Antikörper
absondernde Hybridome herzustellen. Diese Hybridome können isoliert
werden, um einzelne Klone zu erhalten, welche dann auf die Herstellung
von Antikörpern
gegen das gewünschte
Peptid hin untersucht werden können.
-
Nach
der Immunisierung werden Milzzellen entfernt und fusioniert, indem
ein Standardfusionsprotokoll mit Plasmazytomzellen verwendet wird,
um mAbs absondernde Hybridome gegen CBP herzustellen. Hybridome,
welche mAbs gegen die ausgewählten
Antigene herstellen, werden identifiziert, indem Standardtechniken verwendet
werden, wie zum Beispiel ELISA und Westernblotverfahren. Hybridomklone
können
dann in flüssigen
Medien kultiviert werden und die Kulturüberstände gereinigt, um die CBP-spezifischen
mAbs bereitzustellen.
-
Es
wird vorgeschlagen, dass die mAbs der vorliegenden Erfindung auch
eine nützliche
Anwendung in den immunochemischen Verfahren finden, wie zum Beispiel
ELISA und Westernblotverfahren, als auch anderen Verfahren, wie
zum Beispiel Immunoprezipitation, immunocytologische Verfahren,
etc., welche für CBP-spezifische
Antikörper
verwenden können.
Insbesondere können
CBP-Antikörper
in den immunoabsorbierenden Protokollen verwendet werden, um native
oder rekombinante CBPs oder CBP-abgeleitete Peptidarten oder synthetische
oder natürliche
Varianten davon zu reinigen.
-
Die
hierin offenbarten Antikörper
können
in Antikörperklonierungsprotokollen
verwendet werden, um cDNAs oder Gene erhalten, die CBPs von anderen
Arten oder Organismen kodieren, oder um Proteine zu identifizieren,
die signifikante Homologie zu CBP aufweisen. Sie können auch
in Inhibitionsstudien verwendet werden, um die Effekte von CBP in
Zellen, Geweben oder ganzen Tieren zu analysieren. Anti-CBP-Antikörper können auch
in Immunolokalisationsstudien nützlich
sein, um die Verteilung von Bakterien, die CBPs während einer
zellulären
Infektion exprimieren, zu analysieren, zum Beispiel um die zelluläre oder
gewebespezifische Verteilung von Streptokokken und Staphylokokken
unter verschiedenen physiologischen Bedingungen zu bestimmen. Eine
besonders nützliche
Anwendung solcher Antikörper
ist in der Reinigung nativer oder rekombinanter CBPs gegeben, zum
Beispiel bei der Verwendung einer Antikörperaffinitätssäule. Das Verfahren all dieser
immunologischen Techniken wird jenen auf dem Fachgebiet im Lichte
der vorliegenden Offenbarung bekannt sein.
-
4.11 Rekombinante Expression
von CBP
-
Rekombinante
Klone, welche die cna Nukleinsäuresegmente
exprimieren, können
verwendet werden, um gereinigte rekombinante CBP (rCBP), gereinigte
rCBP-abgeleitete Peptid-Antigene,
als auch Mutanten oder abweichende rekombinante Proteinarten in
signifikanten Mengen herzustellen. Es wird vorgeschlagen, dass die
ausgewählten
Antigene und Varianten davon einen signifikanten Nutzen für die Diagnose
und Behandlung von Infektionen haben, die durch S. Aureus, S. Pyogenes
und S. Dysgalactiae verursacht werden. Zum Beispiel wird vorgeschlagen,
dass rCBPs, Peptidvarianten davon, und/oder Antikörper gegen
solche rCBPs auch in Immunoassays verwendet werden können, um
S. Aureus-, S. Pyogenes- und S. Dysgalactiae-Zellen zu detektieren,
oder als Impfstoffe oder Immunotherapeutika, um S. Aureus-, S. Pyogenes-
und S. Dysgalactiae-Infektionen zu behandeln, und um einer bakteriellen
Adhesion an ECM-Komponenten, wie zum Beispiel Col in der gleichen
Art und Weise wie native CBP-Zusammensetzungen vorzubeugen.
-
Zusätzlich ermöglicht die
vorliegende Erfindung, durch Anwendung von Techniken, wie zum Beispiel DNA-Mutagenese,
die Fertigherstellung von Molekülen
der sogenannten "zweiten
Generation", welche
modifizierte oder vereinfachte Proteinstrukturen haben. Proteine
zweiter Generation werden üblicherweise
eine oder mehrere Eigenschaften gemeinsam mit dem vollständigen Antigen
teilen, wie zum Beispiel eine bestimmte antigene/immunogene epitopische
Kernsequenz. Epitopische Sequenzen können von relativ kurzen Molekülen erhalten
werden, hergestellt mit der Kenntnis des Peptids, oder der kodierenden
DNA-Sequenzinformation.
Solche abweichenden Moleküle
können
nicht nur aus ausgewählten
immunogenen/antigenen Regionen der Proteinstruktur erhalten werden,
sondern können
zusätzlich,
oder wahlweise, eine oder mehrere funktionell äquivalente Aminosäuren umfassen,
ausgewählt
auf der Basis von Ähnlichkeiten
oder auch Unterschieden im Hinblick auf die ursprüngliche
Sequenz. Dies ist besonders wünschenswert
bei der Herstellung von Blockierungsantikörpern, welche der bakteriellen
Adhesion an Col, wie hierin umrissen, vorbeugen.
-
4.12 Antikörperzusammensetzungen
und Formulierungen davon
-
Mittel
für die
Herstellung und Charakterisierung von Antikörpern sind auf dem Fachgebiet
sehr gut bekannt (siehe zum Beispiel Harlow und Lane (1988); hierin
durch Referenz inkorporiert). Die Verfahren für die Generierung von mAbs
beginnen im Allgemeinen analog zu jenen für die Herstellung von polyklonalen
Antikörpern.
In Kürze,
ein polyklonaler Antikörper
wird durch Immunisierung eines Lebewesens mit einer immunogenen
Zusammensetzung in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung und dem Sammeln der Antiseren aus
dem immunisierten Lebewesen hergestellt. Eine große Auswahl
von Tierarten kann für
die Herstellung von Antiseren verwendet werden. Üblicherweise ist das für die Herstellung
von Antiseren verwendete Tier ein Kaninchen, eine Maus, eine Ratte,
ein Hamster, ein Meerschweinchen oder eine Ziege. Aufgrund der relativ großen Blutvolumen
von Kaninchen, ist ein Kaninchen die bevorzugte Auswahl für die Herstellung
von polyklonalen Antikörpern.
-
Wie
auf dem Fachgebiet sehr gut bekannt ist, kann eine bestimmte Zusammensetzung
in seiner Immunogenität
variieren. Deshalb ist es oftmals notwendig, das Immunsystem des
Wirtes zu fördern,
was durch die Kuppelung eines Peptid oder Polypeptid-Immunogens
an ein Träger
erreicht werden kann. Beispielhafte und bevorzugte Träger sind
Keyhole-Limpet-Hemocynain
(KLH), und Rinderserum-Albumin (BSA). Andere Albumine, wie zum Beispiel
Ovalbumin, Mausserum-Albumin oder Rattenserum-Albumin können auch
als Träger
verwendet werden. Mittel für
die Konjugierung eines Polypeptids an ein Trägerprotein sind auf dem Fachgebiet
sehr gut bekannt und umfassen Glutaraldehyd, m-Maleimidobenzoyl-N-hydrosysuccinimidester,
Carbodiimid und bis-biazotizides Benzidin.
-
mAbs
können
einfach durch die Verwendung von sehr gut bekannten Techniken hergestellt
werden, wie zum Beispiel jenen beispielhaft erläuterten in US-Patent Nr. 4,196,265,
hierin durch Referenz inkorporiert. Üblicherweise umfasst diese
Technik die Immunisierung eines geeigneten Lebewesens mit einer
ausgewählten
immunogenen Zusammensetzung, zum Beispiel einem gereinigten oder
teilweise gereinigten Protein, Polypeptid oder Peptid. Die Immunisierungszusammensetzung
wird in einer Art und Weise verabreicht, die wirksam ist, um Antikörper produzierende
Zellen zu stimulieren. Nagetiere, wie zum Beispiel Mäuse und
Ratten, sind bevorzugte Tiere, dennoch ist die Verwendung von Kaninchen-,
Schaf- oder Froschzellen auch möglich. Die
Verwendung von Ratten bietet einige Vorteile (Goding, 1986), aber
Mäuse sind
bevorzugt, mit der BALB/c Maus als meistbevorzugte, da diese am meisten
routinemäßig verwendet
wird und üblicherweise
einen höheren
Prozentsatz von stabilen Fusionen ergibt.
-
Nach
der Immunisierung werden somatische Zellen mit dem Potential für die Herstellung
von Antikörpern,
speziell B-lymphozyten (B-Zellen), für die Verwendung im Protokoll
für die
Generierung von mAb, ausgewählt.
Diese Zellen können
aus Biopsin von Milz, Mandeln oder Lymphknoten, oder aus peripheren
Blutproben erhalten werden. Milzzellen und periphere Blutzellen
sind bevorzugt, die ersteren, da sie eine reichhaltige Quelle für Antikörper produzierenden
Zellen sind, die in der Plasmablasten Teilungsphase sind, die letzteren, da
peripheres Blut einfach zugänglich
ist. Oftmals wird ein Panel von Tieren immunisiert worden sein und
die Milz der Tiere mit den höchsten
Antikörperlitern
entfernt werden, und die Milzlymphozyten durch Homogenisierung der
Milz mit einer Spritze erhalten werden. Üblicherweise enthält eine
Milz von einer immunisierten Maus ungefähr annährend 5 × 107 bis
ungefähr
2 × 108 Lymphozyten.
-
Die
Antikörper-produzierenden
B-Lymphozyten aus den immunisierten Tieren werden dann mit Zellen einer
unsterblichen Myelomazelle fusioniert, üblicherweise einer der gleichen
Art wie das Tier, was immunisiert wurde. Myeloma Zelllinien, welche
für die
Verwendung in Hybridoma Herstellungs-Fusionsverfahren geeignet sind,
sind bevorzugt nicht Antikörperproduzierend,
haben eine hohe Fusionseffizienz und einen Enzymmangel, der sie
unfähig
macht, in verschiedenen Selektionsmedien zu wachsen, welche nur
das Wachstum der gewünschten
Fusionszellen (Hybridoma) unterstützen.
-
Eine
jede von einer Vielzahl von Myelomzellen kann verwendet werden,
die jenen auf dem Fachgebiet bekannt ist (Goding, 1986; Campbell,
1984). Zum Beispiel, dort wo das immunisierte Tier eine Maus ist,
kann man P3-X63/Ag8, X63-Ag8.653, NS1/1.Ag 4 1, Sp210-Ag14, FO,
NSO/U, MPC-11, MPC-11-X45-GTG 1,7 und S194/5XX0 Bul verwenden; für Ratten
kann man R210.RCY3, Y3-Ag 1.2.3, IR983F und 4B210 verwenden; und
U266, GMI500-GRG2, LICR-LON-HMy2 und UC729-6 sind nützlich in
Verbindung mit menschlichen Zellfusionen.
-
Eine
bevorzugte murine Myelomzelle ist die NS-1 Myelom-Zellinie (auch
genannt P3-NS-1-Ag4-1), welche
leicht von der NIGMS Human Genetic Mutant Cell Depot auf Anfrage
nach der Zellinie mit der Lagernummer GM3573 erhältlich ist. Eine noch andere
Maus- Myelomzellinie,
die verwendet werden kann, ist die 8-Azaguanin-resistente Maus Murine
Myeloma SP2/0 nicht-Hersteller Zelllinie.
-
Verfahren
für die
Generierung von Hydriden von Antikörper-produzierenden Milz- oder
Lymphknotenzellen und Myelomzellen umfassen üblicherweise das Mischen somatischer
Zellen mit Myelomazellen in einem 2:1-Verhältnis, obwohl das Verhältnis jeweils
von ungefähr
20:1 bis ungefähr
1:1 variieren kann, in der Gegenwart von einem Mittel oder Mitteln
(chemisch oder elektrisch), die die Fusion der Zellmembranen fördern. Fusionsmethoden,
die den Sendai-Virus verwenden, sind beschrieben worden (Kohler
und Milstein, 1975; 1976), und solche, die Polyethylenglykol verwenden
(PEG), wie zum Beispiel 37 % (v/v) PEG, sind durch Gefter et al.
(1977) beschrieben worden. Die Verwendung von elektrisch induzierten
Fusionsmethoden ist auch geeignet (Goding, 1986).
-
Die
Fusionsverfahren ergeben üblicherweise
lebensfähige
Hybride in geringer Dichte, ungefähr 1 × 10–6 bis
ungefähr
1 × 10–8.
Dennoch stellt dies kein Problem dar, da die lebensfähigen, fusionierten
Hybride von den elterlichen, unfusionierten Zellen (besonders die
unfusionierten Myelomazellen, die normalerweise fortfahren würden, sich
unendlich zu teilen) durch Kultur in einem selektiven Medium abgrenzt
werden. Das selektive Medium ist im Allgemeinen eines, das ein Mittel
enthält,
das die de novo-Synthese von Nukleotiden in Gewebekulturmedien blockiert.
Beispielhafte und bevorzugte Mittel sind Aminopterin, Methotrexat
und Azaserin. Aminopterin und Methotrexat blockieren die de novo-Synthese
von sowohl Purin als auch Pyrimidin, wohingegen Azaserin nur die
Purin-Synthese blockiert. Wo Aminopterin oder Methotrexat verwendet
wird, wird das Medium mit Hypoxanthin und Thymidin als einer Quelle
von Nukleotiden (HAT-Medium) ergänzt.
Wo Azasarin verwendet wird, wird das Medium mit Hypoxanthin ergänzt.
-
Das
bevorzugte Selektionsmedium ist HAT. Nur Zellen, welche in der Lage
sind, Nukleotidhilfspfade anzuwenden, sind in der Lage im HAT-Medium
zu überleben.
Die Myelomazellen haben einen Defekt in den Schlüsselenzymen der Hilfstoffwechselwege,
zum Beispiel Hypoxanthin-phosphoribosyl-transferase (HPRT), und
sie können
nicht überleben.
Die B-Zellen können
diesen Stoffwechselweg betreiben, aber die haben eine beschränkte Lebensspanne
in Kultur und sterben ungefähr
innerhalb von zwei Wochen. Daher sind jene Hybride, die aus Myeloma-
und B-Zellen gebildet wurden, die einzigen Zellen, die in den selektiven
Medien überleben
können.
-
Dieses
Kultivieren liefert eine Population von Hybridomen, aus welchen
spezifische Hybridome gewählt
werden können. Üblicherweise
wird die Selektion der Hybridome durch das Kultivieren der Zellen
durch Einzelklon-Verdünnung
in Mikrotiterplatten durchgeführt,
gefolgt durch das Testen der einzelnen klonalen Überstände auf die gewünschte Reaktivität (nach
ungefähr
zwei bis drei Wochen). Der Assay sollte sensitiv, einfach und schnell
sein, wie zum Beispiel Radioimmunoassays, Enzymimmunoassays, cytotoxische
Assays, Plaque-Assays,
Dot Immunobindungsassays und Ähnliches.
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Die
ausgewählten
Hybridome werden dann serienmäßig verdünnt und
in einzelne Antikörperproduzierende
Zelllinien kloniert, die Klone können
dann unbegrenzt vermehrt werden, um mAbs bereitzustellen. Die Zelllinien
können
für die
mAb-Herstellung auf zwei einfache Art und Weisen genutzt werden.
Eine Probe der Hybridome kann in ein histokompatibles Tier injiziert
werden (oft in die peritoneale Kavität), von der Art, die verwendet
wurde, um die somatischen und Myeloma Zellen für die ursprüngliche Fusion bereitzustellen.
Die injizierten Tiere entwickeln Tumore, die die spezifischen mAb
absondern, die durch die fusionierten Zellhybriden hergestellt werden.
Die Körperflüssigkeiten
von dem Tier, wie zum Beispiel Serum oder Aszitesfluid, können dann
angezapft werden, um die mAbs in hoher Konzentration bereitzustellen.
Die einzelnen Zelllinien können
auch in vitro kultiviert werden, wobei die mAbs natürlicherweise
in das Kulturmedium abgesondert werden, von welchem sie leicht in
hohen Konzentrationen erhalten werden können. Die durch beide Wege
hergestellten mAbs können,
wenn erwünscht,
durch die Verwendung von Filtration, Zentrifugation und verschiedener
chromatographischer Methoden, wie zum Beispiel HPLC oder Affinitätschromatographie,
weiter gereinigt werden.
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4.13 Immunoassays
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Wie
erwähnt,
ist es beabsichtigt, dass native und synthetisch abgeleitete Peptide
und Peptid-Epitope der
Erfindung Anwendung als Immunogene finden werden, zum Beispiel in
Verbindung mit der Impfstoffentwicklung, oder als Antigene in Immunoassays
für die
Detektion von reaktiven Antikörpern.
Als erstes zu den Immunoassays wendend, in ihrem einfachsten und
direkten Sinn, umfassen bevorzugte Immunoassays der Erfindung die
verschiedenen Typen von 'Enzym
linked Immunosorbent Assays' (ELISAs),
wie sie jenen auf dem Fachgebiet bekannt sind. Jedoch ist es leicht
zu verstehen, dass die Verwendung von CBP-abgeleiteten Proteinen
und Peptiden nicht auf solche Assays eingeschränkt ist, und dass andere nützliche
Ausführungsformen
RIAs und andere nicht-Enzym geknüpften
Antikörper
Bindungsassays und Verfahren umfassen.
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In
einem bevorzugten ELISA-Assay werden Proteine oder Peptide, die
CBP, rCBP, oder CBP-abgeleitete Proteinantigensequenzen umfassen,
auf eine ausgewählte
Oberfläche
immobilisiert, bevorzugt auf einer Oberfläche, welche eine Proteinaffinität aufweist,
wie zum Beispiel die Löcher
einer Polystyrol-Mikrotiterplatte. Nach dem Waschen, um unvollständig adsorbiertes
Material zu entfernen, wünscht
man dann im allgemeinen ein nicht spezifisches Protein, das bekannt
dafür ist,
eine neutrale Antigenität
mit Hinblick auf die Test-Antiseren aufzuweisen, wie zum Beispiel
Rinderserum-Albumin (BSA) oder Casein, in die Löcher zu binden oder zu beschichten.
Dies ermöglicht
die Blockierung von nicht-spezifischen Adsorbtionsstellen auf der
immobilisierten Oberfläche
und reduziert somit den Hintergrund, der durch nicht-spezifische
Bindung von Antiseren auf der Oberfläche verursacht wird.
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Nach
der Bindung von antigenem Material in das Loch, der Beschichtung
mit einem nicht reaktiven Material, um den Hintergrund zu reduzieren,
und dem Waschen, um ungebundenes Material zu entfernen, wird die
immobilisierte Oberfläche
mit den zu testenden Antiseren oder klinischen oder biologischen
Extrakt in einer Art und Weise kontaktiert, um die Bildung eines
Immunkomplexes (Antigen/Antikörper)
zu fördern.
Solche Bedingungen umfassen bevorzugt das Verdünnen der Antiseren mit Verdünnungsmitteln,
wie zum Beispiel BSA, Rinder-Gamma-Globulin (BGG) und Phosphat-gepufferte
Saline (PBS)/TweenTM. Diese zugesetzten
Mittel neigen auch dazu, die Reduktion des nicht spezifischen Hintergrunds
zu unterstützen.
Den aufgeschichteten Antiseren wird es dann ermöglicht, für zum Beispiel von 2 bis 4
Stunden, bei Temperaturen bevorzugt in der Höhe von ungefähr 25° C bis ungefähr 27° C zu inkubieren.
Nach der Inkubation wird die Antiseren-kontaktierte Oberfläche gewaschen,
um nicht immunokomplexiertes Material zu entfernen. Eine bevorzugte
Waschprozedur umfasst das Waschen mit einer Lösung, wie zum Beispiel PBS/TweenTM oder Borat-Puffer.
-
Nach
der Bildung eines spezifischen Immunkomplexes zwischen der Testprobe
und dem gebundenen Antigen, und anschließendem Waschen, kann die Haufigkeit
und die Menge der Immunkomplexbildung bestimmt werden, indem der
Komplex einem zweiten Antikörper
unterzogen wird, welcher Spezifizität für den ersten aufweist. Natürlich dadurch,
dass die Testprobe üblicherweise
von humaner Herkunft sein wird, wird der zweite Antikörper bevorzugt
ein Antikörper
mit Spezifizität
für humane
Antikörper
sein. Um ein Detektionsmittel zu bieten, wird der zweite Antikörper bevorzugt
eine verknüpfte detektierbare
Markierung haben, wie zum Beispiel eine Enzymmarkierung, die ein
Signal generiert, wie zum Beispiel Farbentwicklung nach Inkubation
mit einem geeigneten chromogenen Substrat. Somit wird man zum Beispiel
wünschen,
die Antiseren-gebundene Oberfläche
mit einem Urease- oder Peroxidase-konjugierten Anti-humanen IgG
für eine
Zeitdauer und unter Bedingungen, die die Entstehung der Immunkomplexbildung
fördern
(zum Beispiel Inkubation für
2 Stunden bei Raumtemperatur in einer PBS enthaltenden Lösung, wie
zum Beispiel PBS-TweenTM) zu kontaktieren
und zu inkubieren.
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Nach
der Inkubation mit dem zweiten Enzym-markierten Antikörper und
dem nachfolgenden Waschen, um ungebundenes Material zu entfernen,
wird die Menge an Markierung durch Inkubation mit einem chromogenen
Substrat quantifiziert, wie zum Beispiel Urea und Bromocresol-purpur
oder 2,2'-azino-di-(3-ethyl-benzothiazolin)-6-sulfonsäure (ABTS)
und H2O2, in dem
Fall, wo Peroxidase die Enzymmarkierung ist. Die Quantifizierung
wird dann durch das Messen des Ausmaßes der Farbbildung erreicht,
zum Beispiel durch Verwendung eines Spektrophotometers im sichtbaren
Spektrum.
-
ELISAs
können
in Verbindung mit der Erfindung verwendet werden. Mit einem solchen
ELISA-Assay können
Proteine oder Peptide, welche die antigenen Sequenzen der vorliegenden
Erfindung umfassen, auf eine ausgewählte Oberfläche immobilisiert, werden bevorzugt
einer Oberfläche,
welche eine Proteinaffinität aufweist,
wie zum Beispiel die Löcher
einer Polysterol-Mikrotiterplatte. Nach dem Waschen, um die unvollständig adsorbierten
Stoffe zu entfernen, ist es wünschenswert,
die Löcher
der Assayplatte mit einem nicht-spezifischen Protein zu binden oder
zu beschichten, welches bekannt dafür ist, eine neutrale Antigenität mit Hinblick auf
die Test-Antiseren aufzuweisen, wie zum Beispiel Rinderserum-Albumin
(BSA), Casein oder Lösungen
von Milchpulver. Dies ermöglicht
die Blockierung der spezifischen Adsorptionsstellen auf der immobilisierten
Oberfläche
und reduziert somit den Hintergrund, der durch nicht-spezifische
Bindung von Antiseren auf die Oberfläche verursacht wird.
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4.14 Immunopräzipitation
-
Die
Anti-CBP-Antikörper
der vorliegenden Erfindung sind für die Isolierung von CBP-Antigen durch Immunoprezipitation
besonders nützlich.
Die Immunopräzipitation
umfasst die Separation der Target-Antigenkomponenten aus einem Komplexgemisch,
und wird verwendet, um minimale Mengen von Proteinen zu unterscheiden
oder zu isolieren. Für
die Isolierung von auf Zelloberflächen lokalisierten Proteinen,
wie zum Beispiel CBP, müssen
die Peptide aus der bakteriellen Zellwand durch Behandlung mit Enzymen,
wie zum Beispiel Lysozyme, Lysostaphin oder Mutanolysin, gelöst werden,
oder wahlweise in Detergenz-Mizellen. Nicht-ionische
Salze sind bevorzugt, da andere Wirkstoffe, wie zum Beispiel Gallensalze,
bei saurem pH oder in der Gegenwart von zweiwertigen Kationen präzipitieren.
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In
einer alternativen Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung sind die Antikörper für die enge Nebeneinanderstellung
von zwei Antigenen nützlich.
Dies ist besonders nützlich
für die
Erhöhung
der lokalen Konzentrationen von Antigenen, wie zum Beispiel Enzym-Substrat-Paaren.
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In
einer ähnlichen
Ausführungsform
sind die Antikörper
der vorliegenden Erfindung für
die Förderung der
Bindung von Col an cna Genprodukte nützlich. Solch eine Bindung
ist einfach durch die Kontrolle der Ligandenbindung zu messen, indem
gut bekannte Verfahren angewendet werden. Die Detektion der Bindung kann
durch Verwendung radioaktiv-markierter
Antikörper
erreicht werden oder alternativ radioaktiv-markiertes Col. Als Alternative
sind Assays, die Biotin markierte Antikörper verwenden, auf dem Fachgebiet
sehr gut bekannt, wie beschrieben (Bayer und Wilchek, 1980).
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4.15 Western-Blots
-
Die
Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung finden einen bedeutenden
Einsatz in Immunoblot- oder Western-Blot-Analysen. Die Anti-CBP-Antikörper können als
hoch affine primäre
Reagenzien für
die Identifikation von Proteinen verwendet werden, welche auf eine
feste Trägersubstanz
immobilisiert sind, wie zum Beispiel Nitrozellulose, Nylon oder
Kombinationen davon. In Verbindung mit der Immunopräzipitation,
gefolgt durch eine Gel-Elektrophorese,
können
diese als ein Einzelschritt-Reagenz für die Verwendung in der Detektion
von Antigenen verwendet werden, gegen welche die in der Detektion
von den Antigenen verwendeten zweiten Reagenzien einen ungünstigen
Hintergrund verursachen.
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Dies
ist besonders nützlich,
wenn die untersuchten Antigene Immunoglobuline sind (ausgeschlossen die
Verwendung von Immunoglobulinen, die Komponenten der Bakterienzellwand
binden), die untersuchten Antigene mit dem Detektionsmittel kreuz
reagieren oder sie bei dem gleichen relativen Molekulargewicht wandern,
wie ein kreuzreagierendes Signal. Immunologisch gestützte Detektionsverfahren
werden im Zusammenhang mit Western Blotting (einschließlich enzymatisch-,
radioaktiv-, oder fluoreszens- markierter Sekundärantikörper gegen den Toxinrest) in
dieser Hinsicht als besonders nützlich
betrachtet.
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4.16 Impfstoffe
-
Die
vorliegende Erfindung sieht Impfstoffe für sowohl aktive als auch passive
Immunisierungsausführungsformen
vor. Die immunogenen Zusammensetzungen, welche als für die Verwendung
als Impfstoff geeignet vorgeschlagen wurden, können sehr einfach direkt von
den hierin beschriebenen neuen immunogenen Proteinen und/oder Peptid-Epitopen
hergestellt werden. Bevorzugt wird das antigene Material umfangreich
dialysiert, um unerwünschte
Moleküle
mit geringem Molekulargewicht zu entfernen, und/oder lyophilisiert
für eine
noch besser vorbereitete Formulierung in ein gewünschtes Vehikel.
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Die
Herstellung von Impfstoffen, die Peptidsequenzen als wirksamen Bestandteil
umfassen, ist im Allgemeinen auf dem Fachgebiet sehr gut verstanden,
wie beispielhaft erläutert
in US-Patenten 4,608,251; 4,601,903;
4,599,231; 4,599,230; 4,596,792; und 4,578,770. Üblicherweise werden solche
Impfstoffe für
die Injektion hergestellt, entweder als flüssige Lösungen oder Suspensionen, sie
können
auch in fester Form hergestellt werden, welche geeignet ist für die Lösung in,
oder Suspension in, Flüssigkeit
vor der Injektion. Die Zubereitung kann auch emulgiert sein. Der
wirksame immunogene Bestandteil wird oft mit Hilfsstoffen gemischt,
die pharmazeutisch verträglich
und kompatibel mit dem wirksamen Bestandteil sind. Geeignete Hilfsstoffe
sind, zum Beispiel, Wasser, Saline, Dextrose, Glyzerol, Ethanol,
oder Ähnliches
und Kombinationen davon. Darüber
hinaus können
die Impfstoffe, wenn erwünscht,
geringe Mengen von Zusatzstoffen enthalten, wie zum Beispiel benetzende
oder emulgierende Mittel, pH-puffernde Mittel oder Adjuvantien,
die die Wirksamkeit der Impfstoffe erhöhen.
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Eine
Zusammensetzung, welche CBP oder CBP-abgeleitete Proteine und/oder
native oder modifizierte epitopische Peptide davon enthält, kann
auch die Grundlage für
humane Impfstoffe sein. Die Herstellung solcher Zusammensetzungen,
die im wesentlichen frei sind von Endotoxin, kann durch die folgenden
veröffentlichten
Methoden erfolgen, zum Beispiel, US-Patent 4,271,147 (durch Referenz
hierin inkorporiert) offenbart Verfahren für die Herstellung von Neisseria
Meningitidis Membranproteine für
die Verwendung in Impfstoffen.
-
Auf
CBP und CBP-abgeleitete Epitope basierende Impfstoffe können herkömmlich parenteral,
durch Injektion verabreicht werden, zum Beispiel entweder subkutan
oder intramuskulär.
Weitere Formulierungen, die für
andere Arten der Verabreichung geeignet sind, umfassen Zäpfchen,
und in einigen Fällen
orale Formulierungen. Für
Zäpfchen
können
Bindemittel und Trägerstoffe
eingesetzt werden, zum Beispiel Polyalkalenglykol oder Triglyceride:
solche Zäpfchen
können
aus Gemischen gebildet werden, die die wirksamen Bestandteile in
dem Bereich von 0,5% bis 10%, bevorzugt 1–2% enthalten. Orale Formulierungen
umfassen solch gewöhnlich
verwendete Hilfsstoffe, wie zum Beispiel pharmazeutische Grade von
Mannitol, Laktose, Stärke,
Magnesiumstearat, Natriumsaccharin, Zellulose, Magnesiumkarbonat
und Ähnliches.
Diese Zusammensetzungen haben die Form von Lösungen, Suspensionen, Tabletten,
Pillen, Kapseln, Formulierungen verzögerter Freisetzungen oder Puder
und enthalten 10–95%
der wirksamen Bestandteile, bevorzugt 25–70%.
-
Die
Proteine können
in die Impfstoffe als neutrale oder Salzformen formuliert werden.
Pharmazeutisch wirksame Salze umfassen Säurezusatzsalze (mit freien
Aminogruppen der Peptide gebildet) und jenen, die mit inorganischen
Säuren
gebildet werden, wie zum Beispiel, beispielsweise, Salzsäure oder
Phosphorsäure,
oder solche organischen Säuren
wie Essigsäure,
Oxasäure,
Weinsäure,
Mandelsäure,
und Ähnlichem.
Salze, die mit freien Carboxylgruppen gebildet werden, können aus
anorganischen Basen abgeleitet werden, wie zum Beispiel, beispielsweise
Natrium, Kalium, Ammonium, Kalzium oder Eisenhydroxid, und solchen
organischen Basen wie Isopropylamin, Trimethylamin, 2-ethylaminoethanol,
Histidin, Procain und Ähnlichem.
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Die
Impfstoffe können
in einer Art und Weise verabreicht werden, die mit der Dosierungsformulierung kompatibel
ist, und in solch einer Menge, wie sie therapeutisch wirksam und
immunogen sein wird. Die zu verabreichende Menge hängt von
dem zu behandelnden Subjekt ab, einschließlich, zum Beispiel der Leistungsfähigkeit
des individuellen Immunsystems Antikörper zu bilden, und den Grad
des gewünschten
Schutzes. Die genauen erforderlichen Mengen der zu verabreichenden
wirksamen Bestandteile sind durch den qualifizierten Fachmann einfach
zu bestimmen. Wie auch immer, geeignete Dosierungsbereiche sind
in dem Bereich von einigen hundert Mikrogramm wirksamer Bestandteile
pro Impfung. Auch die geeigneten Regime für die Initialverabreichung
und Boosterspritzen sind unterschiedlich, aber können durch eine anfängliche
Verabreichung exemplifiziert werden, gefolgt durch anschließende Impfungen
oder andere Verabreichungen.
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Die
Art und Weise der Verabreichung kann weitgehend verschiedenartig
sein. Jede der konventionellen Methoden der Verabreichung eines
Impfstoffes ist anwendbar. Diese umfassen vermutlich die orale Applikation
auf einem festen physiologisch verträglichen Trägermaterial oder in einer physiologisch
verträglichen Dispersion,
parenteral durch Injektion oder ähnliches.
Die Dosierung von dem Vaccin wird von der Route der Verabreichung
abhängen
und wird gemäß der Größe des Empfängers variieren.
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Verschiedene
Verfahren für
die Erzielung von einem Zusatzeffekt des Impfstoffs umfassen die
Verwendung von Mitteln, wie zum Beispiel Aluminiumhydroxid oder
Phosphat (Alaun), üblicherweise
verwendet als 0,05–0,1
prozentige Lösung
in Phosphat-gepufferter Saline, als Zusatz mit synthetischen Polymeren
von Zuckern (Carbopol®), verwendet als 0,25%-Lösung, Aggregation
von dem Protein in dem Impfstoff durch Wärmebehandlung mit Temperaturen
in dem Bereich zwischen ungefähr
70° und
ungefähr
101°C für jeweils
Perioden von 30 Sekunden bis 2 Minuten. Die Aggregation durch Reaktivierung
mit Pepsin-behandelten F(ab)-Antikörpern an Albumin, Gemische
mit bakteriellen Zellen, wie zum Beispiel C. Parvum oder Endotoxine
oder Lipopolysaccharid-Komponenten von Gram-negativen Bakterien,
Emulsion in physiologisch verträglichen Ölvehikel,
wie zum Beispiel Mannidmonooleat (Aracel-ATM)
oder Emulsionen mit 20%-igen Lösungen
von Perfluorcarbon (Fluosol-DATM) verwendet
als Blockersatz können
auch verwendet werden.
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In
vielen Fällen
kann es wünschenswert
sein, multiple Verabreichungen von dem Impfstoff zu haben, üblicherweise
6 Impfungen nicht überschreitend,
noch üblicher
nicht 4 Impfungen überschreitend,
bevorzugt ein oder mehrere, üblicherweise
mindestens ungefähr
3 Impfungen. Die Impfungen erfolgen für gewöhnlich in Intervallen von 2
bis 12 Wochen, noch üblicher
in 3 bis 5 Wochen-Intervallen. Periodische Booster in Intervallen von
1 bis 5 Jahren, üblicherweise
3 Jahre, sind wünschenswert,
um die schützenden
Mengen der Antikörper aufrechtzuerhalten.
Der Verlauf der Immunisierung kann durch Assays für Antikörper für die Überstand-Antigene
verfolgt werden. Die Assays können
durch Kennzeichnungen mit herkömmlichen
Markierungen durchgeführt
werden, wie zum Beispiel Radionukleotiden, Enzymen, Fluoreszenzen
und Ähnlichem.
Diese Techniken sind sehr gut bekannt und können in einer großen Anzahl
von Patenten gefunden werden, wie zum Beispiel US-Patente 3,791,932;
4,174,384 und 3,949,064 (jedes speziell durch Referenz hierin inkorporiert,
als Veranschaulichung dieser Arten von Assays).
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Gewiß wird im
Licht der neuen Technologie der DNA-Impfung verstanden, dass so
gut wie alle solcher Impfungsregime für die Verwendung mit DNA-Vektoren
und Konstrukten, wie beschrieben (Ulmer et al., 1993; Tang et al.,
1992; Cox et al., 1993; Fynan et al., 1993; Wang et al., 1993; Whitton
et al., 1993, alle hierin durch Referenz inkorporiert) geeignet
sind. Zusätzlich
zu den parenteralen Routen der DNA-Impfung, einschließlich intramuskulärer und
intravenöser
Injektionen, ist eine mucosale Impfung vorgesehen, wie durch die
Verabreichung von Drops der DNA-Zusammensetzungen in die Nasenhöhlen oder
Luftröhre
erreicht werden kann. Es ist insbesondere vorgesehen, dass eine
Genkanone verwendet werden kann, um eine wirksame immunisierende
Menge der DNA auf die Epidermis abzugeben (Fynan et al., 1993).
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Die
vorliegende Erfindung sieht Impfstoffe für sowohl aktive als auch passive
Immunisierungsausführungsformen
vor. Immunogene Zusammensetzungen, welche für die Verwendung als Vaccin
als geeignet vorgeschlagen wurden, können am einfachsten direkt
aus immunogenen Peptiden hergestellt werden, die in der hierin offenbarten
Art und Weise hergestellt worden sind. Bevorzugt wird das antigene
Material umfangreich dialyisert, um unerwünschte Moleküle mit geringem
Molekulargewicht zu entfernen und/oder lyophilisiert, für eine noch
besser vorbereitete Formulierung in ein gewünschtes Vehikel. Die Herstellung
von Impfstoffen, welche Peptidsequenzen als aktive Bestandteile
enthalten, ist im allgemeinen auf dem Fachgebiet sehr gut verstanden,
wie beispielhaft erläutert
durch US-Patente
4,608,251; 4,601,903; 4,599,231; 4,599,230; 4,596,792; und 4,578,770,
alle hierin durch Referenz aufgenommen. Üblicherweise werden solche
Impfstoffe als Injektionen hergestellt. Entweder als flüssige Lösung oder
Suspensionen: feste Formen, geeignet für die Lösung oder Suspension in Flüssigkeit
vor der Injektion, können
auch hergestellt werden. Die Zubereitung kann auch emulgiert werden.
Der wirksame immunogene Bestandteil wird oft mit Hilfsstoffen gemischt,
welche pharmazeutisch verträglich
und kompatibel mit den wirksamen Bestandteilen sind. Geeignete Hilfsstoffe
sind, zum Beispiel, Wasser, Saline, Dextrose, Glyzerol, Ethanol
oder Ähnliches
und Kombinationen davon. Darüber
hinaus können
die Impfstoffe, wenn erwünscht,
geringe Mengen von Zusatzsubstanzen umfassen, wie zum Beispiel benetzende
oder emulgierende Mittel, pH-puffernde Mittel oder Adjuvantien,
welche die Wirksamkeit der Impfstoffe erhöhen.
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4.17 Pharmazeutische Formulierungen
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Die
hierin offenbarten pharmazeutischen Zusammensetzungen können oral
verabreicht werden, zum Beispiel mit einem inerten Verdünnungsmittel
oder mit einem vergleichbaren verzehrbaren Träger, oder sie können in
einer harten oder weichen Gelatine Hüllkapsel verkapselt werden,
oder sie können
in Tabletten komprimiert werden, oder sie können direkt mit Diätnahrung
aufgenommen werden. Für
die orale therapeutische Verabreichung kann die wirksame Substanz
mit Hilfsstoffen inkorporiert sein und in Form von einnehmbaren Tabletten,
Mundtafeln, Pastillen, Kapseln, Elixieren, Suspensionen, Sirups,
Waffeln, und ähnlichem
verwendet werden. Solche Zusammensetzungen und Zubereitungen sollten
zumindest 0,1% der wirksamen Verbindung enthalten. Der prozentuale
Anteil der Zusammensetzung und Zubereitung kann sicherlich verändert werden und
kann geeigneterweise zwischen ungefähr 2 bis ungefähr 60% des
Gewichts der Einheit betragen. Die Menge der wirksamen Verbindungen
in solchen therapeutisch nützlichen
Zusammensetzungen ist so, dass eine geeignete Dosierung erhalten
wird.
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Die
Tabletten, Pastillen, Pillen, Kapseln und Ähnlichem können auch das folgende enthalten:
ein Bindemittel, als Tragantgummi, Akazie, Speisestärke, oder
Gelatine; sonstige Bestandteile, wie zum Beispiel Dikalziumphosphat;
sich auflösende
Mittel, wie zum Beispiel Speisestärke, Kartoffelmehl, Alginsäure und Ähnliches;
ein Gleitmittel, wie zum Beispiel Magnesiumstearat; und ein süßendes Mittel,
wie zum Beispiel Saccharose, Laktose oder Saccharin können hinzugefügt werden
oder ein Aromastoff wie zum Beispiel Pfefferminze, Öle von Wintergrün, oder
Kirsch-Aromastoff. Wenn die Dosierungseinheit eine Kapsel ist, kann
sie zusätzlich zu
den Materialien der oben genannten Art einen flüssigen Träger enthalten. Verschiedene
andere Stoffe können
als Beschichtung enthalten sein oder um physikalische Formen der
Dosierungseinheit anderweitig zu modifizieren. Zum Beispiel können Tabletten,
Pillen oder Kapseln mit Schellack, Zucker, oder beidem beschichtet sein.
Ein Sirup eines Elixiers kann die wirksamen Verbindungen Saccharose
als ein süßendes Mittel,
Methyl und Propylparabens als Konservierungsmittel, einen Farbstoff
und einen Aromastoff wie zum Beispiel Kirsch- oder Orangen- Aroma
enthalten. Sicherlich sollte jeder in der Herstellung der Dosierungseinheit
verwendeter Stoff pharmazeutisch rein und im Wesentlichen nicht
toxisch in den verwendeten Mengen sein. Des Weiteren können die
wirksamen Verbindungen in Retardpräparaten und Formulierungen
eingearbeitet werden.
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Die
wirksamen Verbindungen können
auch parenteral oder intraperitoneal verabreicht werden. Lösungen der
wirksamen Verbindungen als freie Basen oder pharmazeutisch verträglichen
Salzen können
in Wasser hergestellt werden, entsprechend mit einem Oberflächen-aktiven
Stoff gemischt werden, wie zum Beispiel Hydroxypropylzellulose.
Dispersionen können
auch in Glycerol, liquidem Polyethylenglykol und Gemischen davon
und in Ölen
hergestellt werden. Unter normalen Bedingungen der Lagerung und
Verwendung enthalten diese Zubereitungen ein Konservierungsmittel,
um dem Wachstum von Mikroorganismen vorzubeugen.
-
Die
pharmazeutischen Formulierungen, die für die einspritzbare Verwendung
geeignet sind, umfassen sterile wässrige Lösungen oder Dispersionen und
sterile Puder für
die improvisierte Herstellung einer sterilen injizierbaren Lösung oder
Dispersion. In allen Fällen
muß die
Art steril sein und muß in
dem Ausmaß fluid
sein, dass eine leichte Einspritzbarkeit besteht. Sie muß unter
den Bedingungen der Herstellung und Lagerung stabil sein und muß gegen
den kontaminierenden Einfluß der
Mikroorganismen, wie zum Beispiel Bakterien und Pilze, konserviert
werden. Der Trägerstoff
kann ein Lösungsmittel
sein oder ein Dispersionsmedium, was zum Beispiel Wasser, Ethanol,
Polyalkohole (zum Beispiel Glycerol, Propylenglykol, und liquides
Polyethylenglykol, und ähnliches),
geeignete Gemische davon, und pflanzliche Öle enthält. Die geeignete Fluidität kann zum
Beispiel durch die Verwendung einer Beschichtung erhalten werden,
wie zum Beispiel Lecithin, durch die Aufrechterhaltung der benötigten Partikelgröße im Fall
von Dispersion und durch die Verwendung von oberflächenaktiven
Stoffen. Die Vorbeugung der Wirkung von Mikroorganismen kann durch
verschiedene antibakterielle und antimykotische Mittel erzietl werden,
wie zum Beispiel, Paraben, Chlorbutanol, Phenol, Sorbinsäure, Thimerosal
und ähnlichem.
In vielen Fällen
ist es bevorzugt, isotonische Mittel mit einzusetzen, wie zum Beispiel
Zucker oder Natriumchlorid. Eine anhaltende Absorption der injizierbaren
Zusammensetzung kann durch die Verwendung von Mitteln verzögerter Absorption
in den Zusammensetzungen hergestellt werden, zum Beispiel Aluminium-monostearat
und Gelatine.
-
Sterile
injizierbare Lösungen
werden durch die Aufnahme der wirksamen Verbindungen in der erforderlichen
Menge in dem geeigneten Lösemittel
mit verschiedenen anderen der oben einzeln genannten Inhaltsstoffe,
wie benötigt
hergestellt, gefolgt durch sterile Filtration. Im Allgemeinen werden
Dispersionen durch die Aufnahme der verschiedenen sterilisierten
wirksamen Inhaltsstoffe in ein steriles Vehikel hergestellt, welches
das Grunddispersionsmedium enthält
und die erforderlichen anderen Ingredienzien aus den oben einzeln genannten.
Im Falle des sterilen Puders für
die Herstellung einer sterilen injizierbaren Lösung sind die bevorzugten Herstellungsmethoden
die Vakuumtrocknungs- und Gefriertrocknungstechniken, welche ein
Puder der aktiven Inhaltsstoffe ergeben, die zusätzliche erwünschte Inhaltstoffe aus einer
zuvor hiervon steril filtrierten Lösung.
-
Wie
hierin verwendet umfasst „pharmazeutisch
verträgliche
Träger" jede und alle Lösungsmittel,
Dispersionsmedium, Beschichtungen, antibakterielle und antimykotische
Mittel, isotonische und absorptionsverzögernde Mittel und ähnliches.
Die Verwendung solcher Medien und Mittel für pharmazeutisch aktive Substanzen
ist auf dem Fachgebiet sehr gut bekannt. Mit Ausnahme der konventionellen
Medien oder Mitteln, die inkompatibel mit den wirksamen Inhaltsstoffen
sind, ist ihre Verwendung in der therapeutischen Zusammensetzung
vorgesehen. Ergänzende
wirksame Inhaltsstoffe können
auch in den Zusammensetzungen umfasst sein.
-
Für die orale
Prophylaxe können
die Polypeptide mit Hilfsstoffen enthalten sein und in Form von
nicht verdaubaren Mundwassern und Zahnpasten verwendet werden. Ein
Mundwasser kann durch Einfügung
der Wirksubstanz in der erforderlichen Menge in einem geeigneten
Lösungsmittel
hergestellt werden, wie zum Beispiel Natriumboratlösung (Dobell's Lösung). Wahlweise
kann die Wirksubstanz in eine antiseptische Spülung eingefügt werden, welche Natriumborat,
Glyzerin und Kaliumbikarbonat enthält. Die Wirksubstanz kann auch in
Zahnpasten dispergiert sein, einschließlich: Gelen, Pasten, Pudern
und Breien. Die wirksamen Bestandteile können in einer therapeutisch
wirksamen Menge einer Zahnpasta hinzugefügt werden, die Wasser, Bindemittel,
Poliermittel, Aromastoffe, Schäumungsmittel
und Befeuchtungsmittel enthalten kann.
-
Der
Ausdruck „pharmazeutisch
verträglich" bezieht sich auf
molekulare Stoffe und Zusammensetzungen, die keine allergischen
oder ähnliche
bedauerliche Reaktionen hervorrufen, wenn sie einem Menschen verabreicht
werden. Die Herstellung einer wässrigen
Zusammensetzung, die ein Protein als aktiven Bestandteil enthält, ist
auf dem Fachgebiet sehr wohl verstanden. Üblicherweise werden solche
Zusammensetzungen als Injektionen hergestellt, entweder als liquide
Lösungen
oder als Suspensionen; feste Formen, geeignet für die Lösung in, oder Suspension in,
Flüssigkeit
vor der Injektion können
auch hergestellt werden. Die Zubereitung kann auch emulgiert sein.
-
Die
Zusammensetzung kann in einer neutralen oder Salzform formuliert
werden. Pharmazeutisch verträgliche
Salze umfassen die Säureadditionssalze
(gebildet mit der freien Aminogruppe von dem Protein) und welche
mit anorganischen Säuren
gebildet werden, wie zum Beispiel, beispielsweise, Salzsäure und
Phosphorsäuren,
oder solchen organischen Säuren
wie Essigsäure,
Oxasäure,
Weinsäure,
Mandelsäure
und Ähnlichen.
Salze, die mit der freien Carboxylgruppe gebildet werden, können aus
anorganischen Basen abgeleitet werden, wie zum Beispiel, beispielsweise,
Natrium, Kalium, Ammonium, Kalzium, oder Eisenhydroxid, und solchen
organischen Basen wie Isopropylamin, Trimethylamin, Histidin, Procain
und Ähnlichen.
Nach der Formulierung, werden die Lösungen in einer Art und Weise
verabreicht, die mit der Dosierungsformulierung kompatibel ist und
in solch einer Menge, wie sie therapeutisch wirksam ist. Die Formulierungen
sind leicht in einer Vielzahl von Dosierungsformen verabreichbar,
wie zum Beispiel injizierbare Lösungen,
Arzneimittelfreisetzungskapseln und Ähnlichen.
-
Zum
Beispiel sollte die Lösung
für die
parenterale Verabreichung in einer wässrigen Lösung entsprechend gepuffert
sein, wenn erforderlich, und die flüssigen Verdünnungsmittel zunächst isotonisch
mit ausreichend Saline oder Glukose gemacht werden. Diese besonderen
wässrigen
Lösungen
sind besonders für
die intravenöse,
intramuskuläre,
subkutane und intraperitoneale Verabreichung geeignet. In diesem
Zusammenhang, sterile wässrige
Mittel, welche verwendet werden können, werden jenen auf dem
Fachgebiet im Lichte der bisherigen Offenbarung bekannt sein. Zum
Beispiel kann eine Dosierung in 1 ml einer isotonischen NaCl-Lösung gelöst sein
und entweder zu 1000 ml einer Hypodermoclysis-Flüssigkeit zugefügt werden,
oder an der vorgesehenen Stelle der Infusion injiziert werden (siehe
zum Beispiel „Remington's Pharmaceutical
Sciences" 15. Ausgabe,
S. 1035–1038
und 1570–1580).
Einige Veränderungen
in der Dosierung werden sicherlich in Abhängigkeit von den Bedingungen
der zu behandelnden Person erforderlich sein. Die für die Verabreichung
verantwortliche Person wird in jedem Fall die geeignete Dosis für die einzelne
Person bestimmen. Darüber
hinaus sollten die Zubereitungen für die humane Verabreichung
die Sterilitäts-,
die Pyrogenen, die allgemeinen Sicherheits- und Reinheitsstandards
erfüllen,
wie durch die FDA Office of Biologics Standards gefordert.
-
4.18 Screening Assays
-
Wirtszellen,
die transformiert worden sind, können
in dem Screening von natürlichen
und künstlich
abgeleiteten Verbindungen oder Gemischen verwendet werden, um solche
auszuwählen,
die in der Lage sind, mit den CBP und CBP-abgeleiteten Proteinen
der vorliegenden Erfindung zu komplexieren. Dieses könnte auf der
Suche nach Verbindungen, die inhibieren oder anderweitig die Fähigkeit
der Mikroorganismen an Col zu binden zu unterbrechen oder auch erhöhen, nützlich sein.
Es ist vorgesehen, dass wirksame pharmazeutische Mittel durch die
Identifikation von Verbindungen, die mit den jeweiligen CBP-Epitopen
komplexieren, entwickelt werden können, zum Beispiel Verbindungen,
die aus natürlichen
Quellen isoliert worden sind, wie zum Beispiel Pflanzen, Tiere und
marinen Quellen und verschiedenen synthetischen Verbindungen. Natürliche oder
künstlich
hergestellte Verbindungen, die in dieser Art und Weise getestet
werden können,
können
auch verschiedene Mineralien und Proteine, Peptide oder Antikörper umfassen.
-
4.19 Epitopische Kernsequenzen
-
Die
vorliegende Erfindung ist auch auf Proteine oder Peptidzusammensetzungen
gerichtet, die frei von ganzen Zellen sind und anderen Peptiden,
welche ein gereinigtes Protein oder Peptid umfassen, welches ein Epitop
umfasst, das immunologisch kreuzreaktiv ist mit einem oder mehreren
der Antikörper
der vorliegenden Erfindung.
-
Wie
hierin verwendet, ist es beabsichtigt, dass sich der Begriff „umfassend
ein Epitop, das immunologisch mit einem oder mehreren Anti-CBP-Antikörpern kreuzreaktiv
ist" auf ein Peptid
oder Protein-Antigen bezieht, welches eine primäre, sekundäre oder tertiäre Struktur
umfasst, die ähnlich
ist zu dem Epitop, welches innerhalb eines CBP-Polypeptid lokalisiert
ist. Der Grad der Ähnlichkeit
wird im allgemeinen von solch einem Ausmaß sein, dass monoklonale oder
polyklonale Antikörper,
welche gegen die CBP-Polypeptide gerichtet sind, auch an das kreuzreaktive
Peptid oder Protein-Antigen binden, damit reagieren, oder anderweitig
erkennen. Verschiedene Immunoassaymethoden können in Zusammenhang mit solchen
Antikörpern
verwendet werden, zum Beispiel, beispielsweise, Western-Blots, ELISA,
RIA, und Ähnliche,
alle, die auf dem Fachgebiet bekannt sind.
-
Die
Identifikation von CBP-Epitopen, wie zum Beispiel jenen, die von
cna oder cna-ähnlichen
Genprodukten und/oder ihren funktionellen Äquivalenten abgeleitet sind,
welche für
die Verwendung in Impfstoffen geeignet sind, ist eine relativ einfache
Angelegenheit.
-
Zum
Beispiel kann man die Methoden von Hopp verwenden, wie in US-Patent
4,554,101 gelehrt wird, hierin durch Referenz aufgenommen, welche
die Identifikation und Herstellung von Epitopen aus Aminosäuresequenzen
auf der Basis von hydrophilen Eigenschaften lehrt. Auch die in vielen
anderen Veröffentlichungen beschriebenen
Methoden und darauf basierenden Softwareprogramme, können verwendet
werden, um epitopische Kernsequenzen zu identifizieren (siehe zum
Beispiel Jameson und Wolf, 1988; Wolf et al., 1988; US-Patent 4,554,101).
Die Aminosäuresequenz
dieser "epitopischen
Kernsequenzen" kann
in einfache Peptide inkorporiert werden, entweder durch die Anwendung
der Peptidsynthese oder rekombinanter Technologie.
-
Die
für die
Verwendung in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung bevorzugte Peptide werden allgemein
im Bereich von ungefähr
5 bis 25 Aminosäure
Länge sein,
und noch bevorzugter zwischen ungefähr 8 bis ungefähr 20 Aminosäure Länge. Es
ist beabsichtigt, dass kürzere
antigene Peptidsequenzen in verschiedenen Fällen Vorteile verleihen, zum
Beispiel in der Herstellung von Impfstoffen oder immunologischen
Detektionsassays. Exemplarische Vorteile umfassen die Leichtigkeit
der Herstellung und Reinigung, die relativ geringen Kosten und eine
verbesserte Reproduzierbarkeit der Herstellung und eine vorteilhafte
Bioverteilung.
-
Es
ist beabsichtigt, dass die jeweiligen Vorteile der vorliegenden
Erfindung durch die Herstellung von synthetischen Peptiden realisiert
werden können,
welche modifizierte und/oder erweiterte epitopische/immunogene Kernsequenzen
umfassen, welche ein „universelles" Epitop-Peptid zur
Folge haben, welches gegen CBP und CBP-ähnliche Sequenzen gerichtet
ist, oder anderen Domänen,
welche Col binden oder ähnliche Proteoglykane.
Es ist beabsichtigt, dass diese Regionen jene darstellen, welche
am wahrscheinlichsten die T-Zell- oder
B-Zell-Stimulation in einem Tier fördern, und demzufolge eine
spezifische Antikörperherstellung
in solch einem Lebewesen auslösen.
-
Eine
epitopische Kernsequenz, wie hierin verwendet, ist ein relativ kurzes
Stück von
Aminosäuren, das „komplementär" zu Antigenbindungsstellen
auf CBP Epitop-spezifischen Antikörpern ist, und diese daher binden
wird. Zusätzlich
oder wahlweise ist eine epitopische Kernsequenz ein, die Antikörper auslösen wird,
die mit Antikörpern
kreuzreaktiv sind, welche gegen die Peptidzusammensetzung der vorliegenden
Erfindung gerichtet sind. Es ist ersichtlich, dass im Zusammenhang
mit der vorliegenden Offenbarung, sich der Begriff „komplementär" auf Aminosäuren oder
Peptide bezieht, die eine Anziehungskraft zueinander zeigen. Auf
diese Weise können
bestimmte Epitopkernsequenzen der vorliegenden Erfindung in Hinblick
auf ihre Fähigkeit,
um die Bindung von dem gewünschten
Proteinantigen mit den entsprechenden Protein-gerichteten Antiseren
zu konkurrieren oder vielleicht zu verdrängen, operativ definiert werden.
-
Im
allgemeinen wird nicht davon ausgegangen, dass die Größe des Polypeptid-Antigens
besonders kritisch ist, solange es mindestens lang genug ist, um
die identifizierten Kernsequenz oder Kernsequenzen tragen. Die kleinste
verwendbare Kernsequenz, welche durch die vorliegende Erfindung
erwartet wird, wird im allgemeinen in der Ordnung von ungefähr 5 Aminosäuren in
der Länge
liegen, wobei Sequenzen in der Ordnung von 8 oder 25 noch bevorzugter
sind. Auf diese Weise wird die Größe im allgemeinen zu den kleinsten Peptid-Antigenen
korrespondieren, welche in Übereinstimmung
mit der Erfindung hergestellt wurden. Jedoch kann die Größe des Antigens
größer sein,
wo erwünscht,
solange es die wesentliche epitopische Kernsequenz enthält.
-
Die
Identifikation von epitopischen Kernsequenzen ist jenen auf dem
Fachgebiet bekannt, zum Beispiel, wie beschrieben in US-Patent 4,554,101,
hierin durch Referenz aufgenommen, welches die Identifikation und
Herstellung von Epitopen aus Aminosäuresequenzen auf der Basis
der hydrophilen Eigenschaften lehrt. Darüber hinaus sind zahlreiche
Computerprogramme für
die Verwendung in der Prophezeiung antigener Teile von Proteinen
verfügbar
(siehe zum Beispiel Jameson und Wolf, 1988; Wolf et al., 1988).
Computergestützte Peptidsequenzanalyseprogramme
(zum Beispiel DNAStar® software, DNAStar, Inc.,
Madison, WI) können auch
beim Entwurf synthetischer CBP-Peptide und Peptidanaloge in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Offenbarung nützlich sein.
-
Durch
diese Erfindung erhaltene Peptide sind ideale Targets für die Verwendung
als Impfstoffe oder Immunoreagenzien für die Behandlung von verschiedenen
Staphylokokken- oder
Streptokokken-ähnlichen
Erkrankungen, und insbesondere jenen, die durch die Arten, welche
CBP und CBP-kodierende Gene enthalten, verursacht sind, folglich
jenen, welche entweder cna oder cna-ähnliche Genprodukte auf der
Zelloberfläche
exprimieren und wiederum mit ECM-Komponenten interagieren, wie zum
Beispiel Col, um die bakterielle Adhesion an Wirtszellen zu fördern. In
diesem Zusammenhang, können
bestimmte Vorteile durch die Herstellung von synthetischen Peptiden
realisiert werden, die epitopische/immunogene Kernsequenzen umfassen.
Diese epitopischen Kernsequenzen können als hydrophile und/oder
mobile Regionen der Polypeptide identifiziert werden, oder jene,
die ein T-Zell-Motiv umfassen. Es ist auf dem Fachgebiet bekannt,
dass solche Regionen jene darstellen, die am wahrscheinlichsten
die B-Zell- oder T-Zell-Stimulation fördern und infolgedessen eine spezifische
Antikörperproduktion
auslösen.
-
Im
Fall der Prävention
bakterieller Adhesion ist die Bereitstellung von Epitopen, welche
Antikörper
erzeugen, welche die Interaktion von einem Col-spezifischen Genprodukt
und Col oder Proteoglycanen, welche dem Col strukturell ähnlich sind,
inhibieren, besonders wünschenswert.
-
Um
zu bestätigen,
dass ein Protein oder Peptid immunologisch kreuzreaktiv ist mit,
oder ein biologisches funktionales Äquivalent von, einem oder mehrere
Epitope der offenbarten Peptide ist auch eine einfache Angelegenheit.
Dies kann einfach, durch Verwendung spezifischer Assays bestimmt
werden, zum Beispiel von einer einzigen vorgeschlagenen epitopischen
Sequenz, oder durch die Verwendung mehrerer allgemeiner Screens,
zum Beispiel von einem Pool wahllos generierter synthetischer Peptide
oder Proteinfragmente. Die Screening-Assays können verwendet werden, um entweder äquivalente
Antigene oder kreuzreaktive Antikörper zu identifizieren. In
jedem Fall ist das Prinzip das gleiche, d.h. es basiert auf der
Kompetition der Bindungsstellen zwischen Antikörpern und Antigenen.
-
Geeignete
Kompetitionsassays, die verwendet werden können, umfassen Protokolle,
welche auf immunohistochemischen Assays basieren, ELISAs, RIAs,
oder Dot-Blots und Ahnliche. In jedem der kompetitiven Assays wird
eine der Bindungskomponenten, üblicherweise
das bekannte Element, wie zum Beispiel das CBP-abgeleitete Peptid,
oder ein bekannter Antikörper,
mit einer detektierbaren Kennzeichnung markiert und die Testkomponente,
die üblicherweise
unmarkiert bleibt, wird auf ihre Fähigkeit hin getestet, die Menge
an Markierung, die an den korrespondierenden reaktiven Antikörper oder
das Antigen gebunden ist, zu reduzieren.
-
Als
eine beispielhafte Ausführungsform,
um eine Kompetitionsstudie zwischen einem CBP und einem Testantigen
durchzuführen,
würde man
zunächst
CBP mit einer detektierbaren Markierung kennzeichnen, wie zum Beispiel
Biotin oder ein enzymatisches, radioaktives oder fluorogenes Label,
um die nachfolgende Identifikation zu ermöglichen. Man würde dann
das markierte Antigen mit dem anderen zu bestimmenden Testantigen
in verschiedenen Verhältnissen
inkubieren (zum Beispiel 1:1, 1:10 und 1:100), und nach dem Mischen würde man
dann dem Gemisch einen Antikörper
der vorliegenden Erfindung hinzufügen. Bevorzugt würde der bekannte
Antikörper
immobilisiert sein, zum Beispiel durch Bindung an eine ELISA-Platte.
Die Fähigkeit
des Gemischs einen Antikörper
zu binden würde
durch die Detektion des Vorhandenseins eines spezifisch gebundenen
Labels bestimmt werden. Dieser Meßwert würde dann mit einem Kontrollmeßwert verglichen
werden, in welchem kein potentiell kompetitierendes (Test) Antigen
im Inkubationsansatz hinzugefügt
worden ist.
-
Der
Assay kann einer aus dem Bereich der immunologischen Assays sein,
welche auf Hybridisierung basieren, und das reaktive Antigen würde mit
Hilfe der Detektion ihrer Markierung detektiert werden, zum Beispiel
durch die Verwendung von Streptavidin im Fall von biotynilierten
Antigenen oder durch Verwendung eines chromogenen Substrats in Verbindung
mit einem enzymatischen Label oder durch einfache Detektion einer radioaktiven
oder fluoreszierenden Markierung. Ein Antigen, das beispielsweise
an den gleichen Antikörper wie
CBP bindet, ist in der Lage wirksam um die Bindung zu konkurrieren
und wird somit die CBP-Bindung signifikant reduzieren, wie durch
eine Reduktion der Menge an detektiertem Markierung nachgewiesen
werden kann.
-
Die
Reaktivität
von dem markierten Antigen, zum Beispiel einer CBP-Zusammensetzung,
würde beim Fehlen
irgendeines Testantigens den hohen Kontrollwert bilden. Der nierdige
Kontrollwert würde
durch die Inkubation des markierten Antigens mit einem Überschuß von unmarkiertem
CBP-Antigen erhalten werden, wenn die Kompetition erfolgen würde und
die Bindung reduziert. Eine signifikante Reduktion markierter Antigenreaktivität in Gegenwart
eines Testantigens ist ein Beispiel für ein Testantigen, welches „kreuzreaktiv" ist, d. h. das es
Bindungsaffinität
für den
gleichen Antikörper
hat. „Eine
signifikante Reduktion" kann
im Sinne der vorliegenden Anmeldung definiert werden als eine reproduzierbare
(d. h. eine immer wieder beobachtbare) Reduktion in der Bindung.
-
Zusätzlich zu
den hierin beschriebenen Peptidyl-Verbindungen ziehen die Erfinder
auch in Erwägung, dass
andere sterisch ähnliche
Verbindungen formuliert werden können,
um die Schlüsselteilbereiche
der Peptidstruktur nachzuahmen. Solche Verbindungen, welche als
Peptidomimetica bezeichnet werden können, können in der gleichen Art und
Weise verwendet werden, wie die Peptide der Erfindung und sind deshalb
auch funktionale Äquivalente.
Die Herstellung einer strukturellen funktionalen Äquivalenz
kann durch die Techniken des Modelling und chemischen Designs erreicht
werden, welche jenen auf dem Fachgebiet bekannt sind. Es ist ersichtlich,
dass alle solche sterisch ähnlichen
Konstrukte in den Umfang der vorliegenden Erfindung fallen.
-
Die
Synthese von epitopischen Sequenzen, oder von Peptiden, welche ein
antigenes Epitop innerhalb ihrer Sequenz umfassen, sind leicht auszuführen, indem
herkömmliche
Synthesetechniken verwendet werden, wie zum Beispiel die Feste-Phasen-Methode
(zum Beispiel durch die Verwendung eines kommerziell erhältlichen
Peptidgenerators, wie zum Beispiel ein Applied Biosystems Model
430A Peptide Synthesizer). Peptidantigene, welche in dieser Art
und Weise synthetisiert worden sind, können dann in vorher festgelegten
Mengen aliquotiert werden und in üblicher Art und Weise gelagert
werden, wie zum Beispiel in wässrigen
Lösungen oder,
noch bevorzugter, in einem Puder oder lyophilisierten Zustand, in
Abhängigkeit
von der Verwendung.
-
Im
allgemeinen können
aufgrund der relativen Stabilität
der Peptide diese leicht in wässrigen
Lösungen
für eine
ziemlich lange Zeitdauer gelagert werden, wenn es erwünscht ist,
zum Beispiel bis zu sechs Monaten oder mehr, in so gut wie jeder
wässrigen
Lösung
ohne nennenswerten Abbau oder Verlust der antigenen Aktivität. Dennoch,
wo eine verlängerte
wässrige
Lagerung vorgesehen ist, wird es im allgemeinen wünschenswert
sein, Mittel einzusetzen, einschließlich Puffer, wie zum Beispiel
Tris oder Phosphatpuffer, um den pH von ungefähr 7,0 bis ungefähr 7,5 aufrechtzuerhalten.
Darüber
hinaus kann es wünschenswert
sein, Mittel einzusetzen, welche das mikrobielle Wachstum inhibieren,
wie zum Beispiel Natriumazid oder Merthiolat. Für eine verlängerte Lagerung in wässrigem
Zustand wird es wünschenswert
sein, die Lösungen
bei 4° C
zu lagern oder, noch bevorzugter, eingefroren. Sicherlich, wo die
Peptide in einem lyophilisierten oder Puderzustand gelagert werden,
können
sie so gut wie auf unbestimmte Zeit gelagert werden, zum Beispiel
in dosierten Aliquots, die mit einer vorbestimmten Menge an Wasser
(bevorzugt destilliert) oder Puffer vor der Verwendung dehydriert
werden können.
-
4.20 Ortspezifische Mutagenese
-
Die
ortspezifische Mutagenese ist eine Technik die in der Herstellung
von individuellen Peptiden oder biologisch funktionalen äquivalenten
Proteinen oder Peptiden, durch spezifische Mutagenese der zugrundeliegenden
DNA nützlich
ist. Die Technik, die jenen auf dem Fachgebiet gut bekannt ist,
bietet weiterhin eine betriebsbereite Fähigkeit, Sequenzvarianten herzustellen
und zu testen, zum Beispiel unter Berücksichtigung einer oder mehrerer
der vorangehenden Überlegungen,
durch die Einführung
einer oder mehrerer Nukleotidsequenzänderungen in die DNA. Ortspezifische
Mutagenese ermöglicht
die Herstellung von Mutanten durch die Verwendung von spezifischen
Oligonukleotidsequenzen, welche die DNA-Sequenz mit der erwünschten
Mutation kodieren, als auch eine ausreichende Anzahl von angrenzenden
Nukleotiden, um eine Primersequenz von ausreichender Größe und Sequenzumfang
bereitzustellen, um einen stabilen Duplex auf beiden Seiten der
Deletionslücke
zu bilden, welche überbrückt wird. Üblicherweise
ist ein Primer von ungefähr
14 bis ungefähr
25 Nukleotiden in der Länge
bevorzugt, mit ungefähr
5 bis ungefähr
10 Resten an beiden Seiten der Bindung der veränderten Sequenz.
-
Im
Allgemeinen ist die Technik der ortspezifischen Mutagenese auf dem
Fachgebiet sehr gut bekannt, wie durch verschiedene Publikationen
veranschaulichend dargestellt wird. Wie verstanden werden wird,
verwendet die Technik üblicherweise
einen Phagenvektor, welcher sowohl in einzelsträngiger als auch in doppelsträngiger Form
existiert. Typische Vektoren, welche in der ortspezifischen Mutagenese
verwendbar sind, umfassen Vektoren, wie zum Beispiel den M13-Phagen.
Diese Phagen sind leicht kommerziell erhältlich und ihre Verwendung
ist dem Fachmann im Allgemeinen sehr gut bekannt. Auch doppelsträngige Plasmide
werden in der ortspezifischen Mutagenese routinemäßig verwendet,
welche den Schritt des Transfers des Gens von Interesse aus einem
Plasmid in einen Phagen vermeiden.
-
Im
Allgemeinen wird die ortspezifische Mutagenese in Übereinstimmung
hiermit durchgeführt,
indem zuerst ein einzelsträngiger
Vektor erhalten wird oder die zwei Stränge des doppelsträngigen Vektors
auseinander geschmolzen werden, welcher in seiner Sequenz eine DNA-Sequenz
umfasst, welche die gewünschten Peptide
kodiert. Ein Oligonukleotidprimer, welcher die gewünschte mutierte
Sequenz trägt,
wird üblicherweise synthetisch
hergestellt. Dieser Primer wird dann mit dem Einzelstrangvektor
annealed und DNA-polymerisierenden Enzymen unterworfen, wie zum
Beispiel E. Coli Polymerase-I Klenow-Fragment, um die Synthese des mutationstragenden
Stranges zu vervollständigen.
Auf diese Weise wird ein Heteroduplex gebildet, wobei ein Strang
die originale, nicht mutierte Sequenz kodiert und der zweite Strang
die gewünschte
Mutation trägt.
Dieser Heteroduplexvektor wird dann verwendet, um geeignete Zellen
zu transformieren, wie zum Beispiel E. Coli Zellen, und Klone, welche
die rekombinanten Vektoren umfassen, welche die mutierten Sequenzarrangements tragen,
werden ausgewählt.
-
Die
Herstellung von Sequenzvarianten der ausgewählten Peptid-kodierenden DNA-Segmente
durch Verwendung ortspezifischer Mutagenese wird, als ein Mittel
der Herstellung, aus potenziell nützlichen Arten erhalten und
wird nicht als limitiert betrachtet, da es andere Wege gibt, auf
welchen Sequenzvarianten von Peptiden und die sie kodierenden DNA-Sequenzen
erhalten werden können.
Zum Beispiel können
rekombinante Vektoren, welche die gewünschten Peptidsequenzen kodieren,
mit mutagenen Mitteln behandelt werden, wie zum Beispiel Hydroxylamin,
um Sequenzvarianten zu erhalten. Einzelne Details im Hinblick auf
diese Methoden und Protokolle können
in den Lehren von Maloy, 1990; Maloy et al., 1994; Segal, 1976;
Prokop und Bajpai, 1991; Kuby, 1994; und Maniatis et al., 1982,
gefunden werden, jede hierin mit Referenz mit aufgenommen, für den Zweck.
-
Die
PCRTM-basierte Strangüberhangverlängerung (SOE) (Ho et al., 1989)
für die
ortspezifische Mutagenese ist besonders bevorzugt für die ortspezifische
Mutagenese der Nukleinsäurezusammensetzungen
der vorliegenden Erfindung. Die Techniken der PCRTM sind
jenen auf dem Fachgebiet sehr gut bekannt, wie hierin oben beschrieben
wurde. Die SOE-Prozedur umfasst ein Zwei-Schritt-PCR-Protokoll,
in welchem ein komplementäres
Paar von internen Primern (B und C) verwendet werden, um die entsprechenden
Nukleotidänderungen
in die Wild-Typ-Sequenz einzufügen.
In zwei separaten Reaktionen werden der flankierende PCRTM-Primer A (eine Restriktionsstelle wurde
in das Oligo eingefügt)
und der Primer D (eine wurde in das Oligo eingeführt) jeweils in Verbindung
mit den Primern B und C verwendet, um die PCRTM-Produkte
AB und CD zu generieren. Die PCRTM-Produkte werden durch Agarosegel-elektrophorese
gereinigt und die zwei überhängenden PCRTM-Fragmente AB und CD werden mit den flankierenden
Primern A und D kombiniert und in einer zweiten PCRTM-Reaktion
verwendet. Das amplifizierte PCRTM-Produkt wird in einem
Agarosegel gereinigt, mit den entsprechenden Enzymen verdaut, in
einen Expressionsvektor ligiert und in E. Coli JM101, XL1-BlueTM (Stratagene, La Jolla, CA), JM105 oder
TG1 (Carter et al., 1985) Zellen transformiert. Klone werden isoliert
und die Mutationen werden durch Sequenzierung der isolierten Plasmide
bestätigt.
-
4.21 Biologisch-funktionale Äquivalente
-
In
der Struktur der Peptide der vorliegenden Erfindung können Modifikationen
und Änderungen
erzeugt werden, und den DNA-Segmenten, welche sie kodieren, und
nach wie vor ein funktionales Molekül ergeben, das ein Protein
oder Peptid mit den gewünschten
Charakteristika kodiert. Nachstehend ist eine Diskussion, welche
auf Änderungen
der Aminosäuren
eines Proteins basieren, um ein Äquivalent
zu bilden, oder auch Moleküle
einer verbesserten zweiten Generation. Die Aminosäureänderungen
können
durch Änderung der
Codons der DNA-Sequenz, gemäß der folgenden
Codon-Tabelle erreicht werden:
-
-
Zum
Beispiel können
bestimmte Aminosäuren
an die Stelle von anderen Aminosäuren
in der Proteinstruktur gesetzt werden, ohne einen merklichen Verlust
der wechselwirkenden Bindungseigenschaft mit Strukturen, wie zum
Beispiel Antigen-Bindungsregionen von Antikörpern oder Bindungsstellen
auf Substratmolekülen,
zu haben. Da es die wechselwirkende Eigenschaft und Natur von einem
Protein ist, welche die biologischfunktionale Aktivität des Proteins
definiert, können
bestimmte Aminosäuresequenzsubstitutionen
in einer Proteinsequenz gemacht werden und sicherlich seiner zugrunde
liegenden kodierenden DNA Sequenz, und nichtsdestotrotz ein Protein
mit ähnlichen
Eigenschaften erzielen. Daher ist es durch die Erfinder vorgesehen, dass verschiedene Änderungen
in der Peptidsequenz der offenbarten Zusammensetzungen gemacht werden können, oder
der korrespondierenden DNA-Sequenzen, welche besagte Peptide kodieren,
ohne nennenswerten Verlust ihres biologischen Nutzens oder Aktivität.
-
Bei
der Anfertigung solcher Änderungen
wird der hydropatische Index der Aminosäuren bedacht. Die Bedeutung
des hydropatischen Aminosäureindex
für die
Verleihung interaktiver biologischer Funktionen eines Proteins ist
im Allgemeinen auf dem Fachgebiet verstanden (Kyte und Doolittle,
1982, hierin durch Referenz aufgenommen). Es ist anerkannt, dass
der relative hydropatische Charakter der Aminosäure zu der sekundären Struktur
des resultierenden Proteins beiträgt, welche wiederum die Interaktion
von dem Protein mit anderen Molekülen definiert, zum Beispiel
Enzymen, Substraten, Rezeptoren, DNA, Antikörpern, Antigenen und Ähnlichem.
Jeder Aminosäure
wurde ein hydropatischer Index auf der Basis ihrer Hydrophobizität und Ladungscharakteristika
zugeteilt (Kyte und Doolittle, 1982), und dies sind: Isoleucin (+4,5);
Valin (+4,2); Leucin (+3,8); Phenylalanin (+2,8); Cystein/Cystin
(+2,5), Methionin (+1,9); Alanin (+1,8); Glycin (–0,4); Threonin (–0,7); Serin
(–0,8);
Tryptophan (–0,9);
Tyrosin (–1,3);
Prolin (–1,6),
Histidin (–3,2);
Glutamat (–3,5);
Glutamin (–3,5);
Aspartat (–3,5);
Aspargin (–3,5);
Lysin (–3,9);
und Arginin (–4,5).
-
Es
ist auf dem Gebiet bekannt, dass einige Aminosäuren durch andere Aminosäuren ersetzt
werden können,
welche einen ähnlichen
hydropatischen Index oder Score haben und dennoch in einem Protein
mit ähnlicher
biologischer Aktivität
resultieren, d.h. weiterhin ein biologisch funktionelles Äquivalent
des Proteins ergeben. In der Herstellung solcher Änderungen
sind die Substitutionen von Aminosäuren, deren hydropatischer
Index innerhalb von ±2
ist, bevorzugt, jene, bei welcher er innerhalb von +1 ist, sind
besonders bevorzugt, und jene, bei welcher er innerhalb von ±0,5 ist,
sind am meisten bevorzugt. Es ist auf dem Gebiet auch selbstverständlich,
dass die Substitution von ähnlichen
Aminosäuren
in wirksamer Weise auf der Basis der hydrophilen Eigenschaften gemacht
werden kann. US-Patent 4,554,101, hierin durch Referenz eingefügt, gibt an,
dass die größte lokale
durchschnittliche hydrophile Eigenschaft eines Proteins, wie durch
die hydrophilen Eigenschaften seiner benachbarten Aminosäuren beeinflußt, mit
einer biologischen Eigenschaft von einem Protein korreliert.
-
Wie
ausführlich
in US-Patent 4,554,101 dargelegt, sind die folgenden hydrophilen
Werte den Aminosäureresten
zugeteilt worden: Arginin (+3,0); Lysin (+3,0); Aspartat (+3,0 f
1); Glutamat (+3,0 ± 1);
Serin (+0,3); Asparagin (+0,2); Glutamin (+0,2); Glycin (0); Threonin
(– 0,4);
Prolin (–0,5 ± 1); Alanin
(–0,5);
Histidin (–0,5); Cystin
(–1,0);
Methionin (–1,3);
Valin (– 1,5);
Leucin (–1,8),
Isoleucin (–1,8);
Tyrosin (–2,3);
Phenylalanin (–2,5); Tryptophan
(–3,4).
Es ist ersichtlich, dass eine Aminosäure durch eine andere substituiert
werden kann, welche einen ähnlichen
hydrophilen Wert hat und dennoch ein biologisches Aquivalent ergibt,
und insbesondere ein immunologisch äquivalentes Protein. Bei solchen Änderungen
sind die Substitutionen der Aminosäuren bevorzugt, deren hydrophiler
Wert innerhalb von ±2
ist, jene, bei welchen er innerhalb von ±1 ist, sind besonders bevorzugt,
und jene, bei welchen er innerhalb von ±0,5 ist, sind am meisten
bevorzugt.
-
Wie
oben umrissen wurde, basieren deswegen Aminosäuresubstitutionen im Allgemeinen
auf der relativen Ähnlichkeit
der Aminosäure
Seitenketten Substituenten, zum Beispiel ihrer Hydrophobizität, ihrer
hydrophilen EIgenschaft, ihrer Ladung, ihrer Größe und Ähnliches. Exemplarische Substitutionen,
welche die verschiedenen der vorangehenden Charakteristika berücksichtigen,
sind dem Fachmann gut bekannt und umfassen: Arginin und Lysin; Glutamat
und Aspartat; Serin und Threonin; Glutamin und Asparagin; und Valin,
Leucin und Isoleucin.
-
4.22 Bakterielle MSCRAMMs
(Adhesine) als Impfstoffkandidaten
-
Historisch
fokussierten Untersuchungen der bakteriellen Adhärenz hauptsächlich auf Gramnegative Bakterien,
welche eine breitgefächterte
Vielfalt von fimbrialen adhesiven Proteinen (Adhesine genannt) auf
ihrer Zelloberfläche
exprimieren (Falkow et al., 1992). Diese Adhesine erkennen spezifische
Glycokonjugate, die auf der Zelloberfläche der Wirtszellen exponiert
sind (insbesondere epithelialen Schichten). Die Verwendung von Lectin-ähnlichen
Strukturen bei der Anhaftung ermöglicht
den Mikroorganismen die epithelialen Oberflächen effizient zu besiedeln,
diese bieten den Bakterien einen excellenten Ort für die Replikation
und auch die Möglichkeit,
sich in benachbarten Wirts-Geweben zu verbreiten. In vielen Fällen ist
gezeigt worden, dass die Immunisierung mit Pilus-Adhesinen Schutz
gegen mikrobielle Probleme auslösen
kann, wie zum Beispiel in Hemophilus Influenza induzierter Mittelohrentzündung (Otitis
Media) in einem Chinchilla Modell (Sirakova et al., 1994), Moraxella
Bovis in einer experimentell induzierten infektiösen Rinder-Keratokonjunktivitis
(Lepper et al., 1995) und E. Coli induzierter Diarrhö in Kaninchen
(McQueen et al., 1993). In den meisten Fällen führt die Immunisierung mit Adhesinen
zu der Produktion von Immunantikörpern,
die einer Infektion durch Inhibition der bakteriellen Anhaftung
und Kolonisation vorbeugen, als auch durch die Erhöhung bakterieller
Opsonophagocytose und Antikörper
abhängiger
Komplement mediierter Zerstörung.
-
Die
Verwendung von Molekülen
als Komponenten eines Impfstoffs, die die Adhesion von pathogenen Mikroben
an Wirtsgewebekomponenten mediieren, bildet sich als kritischer
Schritt in der Entwicklung zukünftiger
Impfstoffe heraus. Da die bakterielle Anhaftung der entscheidende
erste Schritt in der Entwicklung der meisten Infektionen ist, ist
dies ein attraktives Ziel für
die Entwicklung von neuen Impfstoffen. Ein verbessertes Verständnis der
Wechselwirkung zwischen MSCRAMMs und den Komponenten des Wirtsgewebes
auf molekularer Ebene, gekoppelt mit neuen Techniken in der rekombinanten
DNA-Technologie, haben zu einer Grundlage für eine neue Generation von
Spaltvakzinen geführt.
Die gesamte oder spezifische Domänen
von MSCRAMMs, entweder in ihrer nativen oder ortspezifisch veränderten
Form, können
nun hergestellt werden. Darüber
hinaus bildet die Fähigkeit
MSCRAMMs aus verschiedenen Mikroorganismen zu mischen und anzupassen
die Möglichkeit
der Entwicklung eines einzelnen Impfstoffs, der gegen multiple Bakterien
schützt.
Die neuesten klinischen Studien mit einem neuen Spaltvakzine gegen
Keuchhusten, bestehend aus gereinigten Bordatella Pertussis MSCRAMMs
faserartigem Hemagglutinin und Pertactin, zusätzlich zu inaktivierten Pertussis-Toxin,
sind ein wichtiges Beispiel für
den Erfolg dieser Art des Ansatzes. Für mehrere Versionen der neuen
azellulären
Impfstoffe ist gezeigt worden, dass sie sicher und effektiver sind,
als die alten Impfstoffe, welche gesamte bakterielle Zellen enthielten
(Gerco et al., 1996; Gustaffson et al., 1996).
-
4.23 Derzeitige S. Aureus-Impfstoffkomponenten
-
Die
Entwicklung von Penicillin, um S. Aureus zu bekämpfen, war ein großer Fortschritt
in der Kontrolle und Behandlung von Infektionen. Unglücklicherweise
tauchten sehr schnell Penicillin-resistente Organismen auf und der
Bedarf nach neuen Antibiotika war überragend. Mit jeder Einführung von
neuen Antibiotika war S. Aureus imstande, dem mit Beta-Lactamasen, veränderten
Penicillin-Bindungsproteine und mutierten Zellmembranproteinen entgegenzuwirken,
was dem Bakterium ermöglichte
zu bestehen. Somit haben sich Methicillin-resistente S. Aureus (MRSA)
und Multidrug-resistente Organismen gebildet und bedeutende Stützen in
den Hospitälern
und Schwesternheimen rund um die Welt gebildet.
-
Die
Immunität
gegenüber
S. Aureus-Infektionen bleibt schlecht verstanden. Üblicherweise
zeigen gesunde Menschen und Tiere einen hohen Grad von angeborener
Resistenz gegenüber
S. Aureus-Infektionen. Der Schutz wird dem intakten Epithel und
Mucosabarierren und normalen zellulären und humoralen Antworten zugeschrieben.
Titer von Antikörpern
gegen S. Aureus-Komponenten sind nach einer schlimmen Infektion
erhöht
(Ryding et al. 1995), dennoch sind bis heute keine serologischen
Beweise einer Korrelation zwischen Antikörperlitern und humaner Immunität vorhanden.
-
Über die
letzten verschiedenen Jahrzehnte sind lebende, Hitze-getötete und
Formalin-fixierte Präparate
von S. Aureus Zellen als Impfstoffe getestet worden, um Staphylokokken-Infektionen vorzubeugen.
Eine multizentrische klinische Studie wurde geplant, um die Effekte
von kommerziellen Impfstoffen, bestehend aus einem Staphylokokken
Toxoid und gesamten getöteten
Staphylokokken, auf die Inzidenz von Peritonitis, Ausstrittsstelleninfektionen
und dem nasalen Transport von S. Aureus unter ständigen peritoneale Dialysepatienten
(Poole-Warren et al., 1991). Obwohl die Immunisierung mit dem Impfstoff
eine Erhöhung
der Menge von spezifischen Antikörpern
gegen S. Aureus auslöste,
war die Inzidenz der Peritonitis unbeeinflußt. In ähnlicher Weise konnte die Immunisierung
von Kaninchen mit gesamten Zellen von S. Aureus nicht die Entwicklung
der experimentellen Endokarditis vorbeugen oder irgendeine Phase ändern, die
Inzidenz von Nierenabzeß reduzieren
oder die bakterielle Last in infizierten Nieren vermindern (Greenberg
et al., 1987).
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Derzeit
gibt es keine FDA-zugelassenen Impfstoffe für die Prävention von S. Aureus-Infektionen (Foster
1991). Dennoch wird ein S. Aureus-Impfstoff (StaphVAX), der auf
Kapselpolysacchariden basierent, derzeit durch die NABI (North American
Biologicals Inc.) entwickelt. Dieser Impfstoff besteht aus Typ 5
oder Typ 8 Kapselpolysacchariden, die an Pseudomonas Aeruginosa
Exotoxin A (rEPA) konjugiert worden sind. Der Impfstoff ist entwickelt
worden, um typspezifische Opsonin-Antikörper zu induzieren und die
Opsonophagocytose zu erhöhen
(Karakawa et al., 1988). Durch die Verwendung eines raffiniert tödlichen
Test Mausmodells (refined lethal challenge mouse model) (Fattom
et al. 1996) ist gezeigt worden, dass die intraperitoneale Infusion
von Typ 5 spezifischen IgG die Mortalität von Mäusen reduziert, die intraperitoneal
mit S. Aureus beimpft worden sind. Die Typ 5 Kapselpolysaccharide-rEPA-Impfstoffe
sind auch verwendet worden, um 17 Patienten mit Endstadium-Nierenerkrankungen
zu impfen (Welch et al. 1996). Das Geometrische Mittel (GM) der
IgG-Antikörpermengen
gegen Typ 5-Konjugate stieg zwischen das 13 und 17-fache nach der
ersten Immunisierung an, dennoch konnten keinen zusätzlichen
Zunahmen nach zusätzlichen
Injektionen detektiert werden. Interessanterweise waren die GM IgM-Mengen
der geimpften Patienten signifikant niedriger als die der Kontrollpersonen.
Unterstützt
durch Tierstudien haben die Impfstoffe kürzlich eine Phase II Studie
in ständig
ambulanten peritoneal Dialysepatienten beendet. Die klinische Studie
zeigte, dass die Vaccine sicher sind, aber ineffektiv in der Prävention
der einer Staphylokokken Infektion (NABI SEC FORM 10-K405, 12/31/95).
Zwei mögliche
Erklärungen für die Unfähigkeit
von StaphVAX den Infektionen, die zu peritonealer Dialyse in den
geimpften Patienten in Beziehung stehen, vorzubeugen, sind, dass
die Immunogenität
der Impfstoffe aufgrund suboptimaler Impfstoffdosierung zu gering
war oder dass Antikörper
im Blutkreislauf nicht in der Lage waren, die Infektion in bestimmten
anatomischen Gebieten anzugreifen, wie zum Beispiel dem Peritoneum.
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4.24 Die Verwendung von
S. Aureus-CBP als eine Impfstoffkomponente 4.24.1 Sepsis
-
Die
mit Gram-positiven Bakterien in Beziehung stehende Sepsis nimmt
zu. In der Tat werden zwischen einem Drittel und der Hälfte aller
Fälle von
Sepsis durch Gram-positive Bakterien verursacht, insbesondere S. Aureus
und S. Epidermidis. In den Vereinigten Staaten wird geschätzt, dass über 200.000
Patienten eine mit Gram-positiven in Beziehung stehende Sepsis indiesem
Jahr entwickeln. Durch die Verwendung eines Mausmodells (Bremell
et al. 1991) haben die Erfinder deutlicht gezeigt, dass die aktive
Immunisierung mit M55 Domänen
(SEQ ID Nr: 2) der Col-bindenden MSCRAMM Mäuse gegen Sepsis-induzierten
Tod schützen
kann. Die Mäuse
wurden subkutan entweder mit M55 oder mit einem Kontrollantigen
(Rinderserum-Albumin) immunisiert und dann mit intravenösem S. Aureus
befallen. 83 % (35/42) der mit M55 immunisierten Mäuse überlebte
im Vergleich zu nur 27 % der BSA-immunisierten
Mäuse (12/45).
Dies ist eine Zusammenstellung von drei separaten Studien.
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4.25 Herstellung eines
Prototypen eines auf MSCRAMM basierenden multivalenten Impfstoffs
-
Eine
Serie von rekombinanten Proteinen, welche die Domänen von
Col, Fn und Fbg-bindenden MSCRAMMs
darstellen, wurden in E. Coli überexprimiert
und durch Metallchelat-bildende Chromatographie, wie vorher beschrieben
wurde, gereinigt (Joh et al., 1994; McDevitt et al., 1994; Patti
et al., 1995): (1) Aminosäuren,
enthalten in der rekombinanten CBP M17; SEQ ID Nr: 6); (2) Aminosäuren, enthalten
in den rekombinanten Fib-bindenden MSCRAMM (pCF33), und (3) Aminosäuren, enthalten
in dem rekombinanten Fibronectin-bindenden MSCRAMM (pQD).
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5. Beispiele
-
Die
folgenden Beispiele sind eingefügt
worden, um bevorzugte Ausführungsformen
der Erfindung darzustellen. Es sollte von jenen auf dem Fachgebiet
verstanden werden, dass die in den Beispielen offenbarten Techniken,
welche Folgen, um die durch die Erfinder aufgefundenen Techniken
darzustellen, sehr gut in der Ausübung der Erfindung funktionieren,
und somit in Betracht kommen, bevorzugte Verfahren für seine
Ausübung
darzustellen. Dennoch sollten die Fachmänner im Lichte der vorliegenden
Offenbarung verstehen, dass viele Änderungen in den spezifischen
Ausführungsformen
gemacht werden können,
welche offenbart sind und dennoch ein gleiches oder ähnliches
Ergebnis ergeben, ohne sich vom Geist und Umfang der Erfindung zu entfernen.
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5.1 Beispiel 1 – Entscheidende
Reste in der Liganden-Bindungsstelle von S. Aureus-CBP
-
Eine
separate Col-Bindungsstelle ist innerhalb des S. Aureus-Col-Adhesin
identifiziert worden, welches in einer Region zwischen den Aminosäuren Asp20 9 und Tyr233 lokalisiert ist. Polyklonale Antikörper, die gegen
eine rekombinante Form des Col-Adhesins erzeugt worden sind, inhibieren
die Bindung von Typ II-Col an S. Aureus. Wenn überlappende synthetische Peptide,
die die Segmente von den Adhesinfragmenten imitieren, auf ihre Fähigkeit
hin getestet wurden, die inhibitorische Aktivität von dem Antikörper zu
neutralisieren, wurde nur ein Peptid, CBD4 gefunden, das aktiv war.
CBD4 hat direkt an Col gebunden und inhibitierte in hohen Konzentrationen
die Bindung von Col an S. Aureus. Ein synthetisches Peptidderivat
von CBD4, welchem die 2 Carboxyl-terminalen Reste (Asn232,
Tyr233) fehlen, hatte eine nur minimale
inhibitorische Aktivität.
Die Bedeutung dieser Reste für
die Col-Bindung wurde durch biospezifische Interaktionsanalysen
bestätigt.
Mutante Adhesinproteine N232 → A und Y233 → A
zeigten drastische Änderungen
in der Col-Bindungsaktivität.
Die dominante Dissoziationsrate für die Bindung von mutanten
Adhesinproteinen N232 → A an immobilisiertes Col II
geht nahezu um das zehnfache zurück,
während
die Y233 → A und die Doppelmutante eine
noch signifikantere Abnahme in der Affinität und dem scheinbaren Bindungsverhältnis zeigte,
im Vergleich zu dem Wild-Typ-Protein.
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5.1.1 Polyklonales IGG
gegen MSCRAMM-Fragmente inhibieren die Col-Bindung an S. Aureus
-
Studien
wurden durchgeführt,
um die Ligandenbindungsstelle von S. Aureus CBP durch Bestimmung der
Bindungsaktivität
von rekombinanten MSCRAMM-Fragmenten mit stufenweise abnehmender
Größer zu identifizieren.
Verkürzungen über ein
168-Aminosäuren
langes Segment (CBD(151–318)
hinaus haben einem Verlust der Col-Bindungsaktivität zur Folge,
aber betrafen auch die Faltung der resultierenden Proteine, wie durch
CD-Spektroskopie
gezeigt worden ist. Somit ist es möglich, dass die Ligandenbindungsstelle
auch innerhalb des kurzen Segments von CBD(151–318) enthalten ist, aber aufgrund
der ungenügenden
Faltung von dem Protein die Col-Bindungsstelle nicht in aktiver
Form ist. Um diese Möglichkeit
zu untersuchen wurde ein Antikörper-Inhibitions-Neutralisiationsansatz
entwickelt. Eine ähnliche
Strategie wurde erfolgreich verwendet, um die Reinigung des nativen
CBP aus S. Aureus Zellen zu überwachen
(Switalski et al., 1989). Um einen inhibierenden Antikörper zu
generieren, CBD(151–297),
wurde eine rekombinante Version von dem größten Segment, das nicht an
Col bindet und eine geänderte
Konfirmation zeigte, als Antigen verwendet. Auf diesem Wege wurde
die Generierung inhibierender Antikörper, welche die konformativen
abhängigen
Epitope erkennen, minimiert. Ein inhibierender monoklonaler Antikörper, der
gegen ein biologisch aktives CBP generiert worden ist, erkannte
ein von der Konformation abhängiges
Epitop und wurde auf die Verwendung in der Identifikation der Bindungsstelle
eingeschränkt.
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Kaninchen
wurden mit CBD(157–297)
wie beschrieben immunisiert. Seren wurden auch vor der Immunisierung
gesammelt und auf Reaktivität
gegenüber
CBD(151–297)
getestet. Die Reaktivität
des Antiserums mit verschiedenen Segmenten von CBD(151–297) wurde
in einem ELISA getestet, indem eine Serie von acht 25 Aminosäure langen
synthetischen Peptiden mit teilweise überlappenden Sequenzen als
Targets verwendet wurde. Gereinigtes IgG reagierte stark mit den
Peptiden 2, 3, 5, 6 und 7, und schwach mit den Peptiden 1,4 und
8. Wenn das Vorimmun-IgG mit den CBP-Peptiden getestet wurde, konnte
nur eine geringe Reaktion detektiert werden. Die relative immunologische
Reaktivität
der verschiedenen Peptide korrelierte eng mit ihren Antigenindex,
unter Verwendung des Algorithmus von Jameson und Wolf (1988).
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Gereinigtes αCBD(151–297) IgG
inhibierte die Bindung von S. Aureus an 125I-markierten
Col in einer Dosis-abhängigen
Art und Weise. Die Menge von 125I-Col, gebunden
durch 108 bakterielle Zellen, wurde über 50 %
durch 5 μg
reduziert und im Wesentlichen vollständig durch 10 μg von dem
gereinigten Immun-IgG inhibiert. Umgekehrt hatten Antikörper aus
gereinigten Präimmunseren
keine signifikante inhibitorische Aktivität. Diese Ergebnisse legen nahe,
dass die αCBD(151–297)-Antikörper ein
Epitop an oder nahe der aktiven Stelle von MSCRAMM erkennen, dadurch
die Col-Bindung inhibieren oder sterisch in die Col-Bindung eingreifen.
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5.1.2 Synthetische Peptide
neutralisieren die inhibitorische Aktivität von αCBD(151–297) IGG
-
Die
verschiedenen oben beschriebenen synthetischen CBD-Peptide, für welche
gezeigt wurde, mit dem αCBD(151–297) IgG
zu reagieren, wurden auf ihre Fähigkeit
hin untersucht, die inhibitorische Aktivität von dem Antikörper zu
neutralisieren. Das αCBD(151–297) IgG
(12 μg)
wurde mit einer einzigen Dosis (100 μg) von jedem Peptid in einem
Schritt vorinkubiert. Die S. Aureus-Zellen wurden dann hinzugefügt und die
Vorinkubation fortgesetzt. Schließlich wurde das 125I-markierte
Typ-II-Col hinzugefügt.
Das Peptid CBD4 neutralisierte 68% der inhibitoriscen Aktivität des αCBD(151–297) IgG,
während
die anderen untersuchten Peptide nur einen geringen oder gar keinen
Effekt hatten. Diese Ergebnisse zeigen, dass nur Antikörper, welche
Epitope erkennen, die in CBD4 vorhanden sind, fähig sind, die Col-Bindung an
Bakterien zu inhibieren. Obwohl andere Peptidsequenzen noch immunogener
sind als CBD4, waren die Antikörper,
welche die korrespondierenden Epitope erkennen, nicht inhibitorisch.
Diese Daten zeigen an, dass die Ligandenbindungsstelle des MSCRAMM
nahe oder innerhalb der Sequenz lokalisiert ist, welche in dem Peptid
CBD4 enthalten ist.
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Um
die Interaktion zwischen dem Peptid CBD4 und αCBD(151–297) IgG und seine Beeinflussung
auf die Col-Bindung zu untersuchen, wurde eine festgelegte Konzentration
von dem Antikörper
mit einer zunehmenden Menge des Peptids CBD4 inkubiert. Um den Assay
noch sensitiver zu gestalten, wurde eine αCBD(151–297) IgG-Konzentration (12 μg/ml) gewählt, welche
in einer 50%-igen Reduktion der Col-Bindung an 108 S.
Aureus Zellen resultiert. Auf diese Weise konnte eine relativ geringe
Reduktion in der Inhibition leicht detektiert werden. Bei geringen
Konzentrationen scheint das Peptid die inhibitorische Aktivität zu neutralisieren,
und in dieser Studie stellten 100 μg des Peptids CBD4 die Level
der Col-Bindung an S. Aureus wieder her, die in Abwesenheit von αCBD(151–297) IgG
beobachtet wurden. Ein wenig überraschend
hatte die Zugabe von mehr CBD4Peptid eine dosisabhängige Abnahme
der Col-Bindung an S. Aureus zur Folge.
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5.1.3 Das Peptid CBD4
inhibiert direkt die Col-Bindung an S. Aureus
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Um
die Rolle der Aminosäuren
209–233
in der Col-Bindung zu bestimmen, wurde das Peptid CBD4 auf seine
Fähigkeit
hin getestet, direkt die Bindung von 125I-Col
an S. Aureus zu inhibieren. Auch das Peptid CBD7, welches stark
mit αCBD(151–297) IgG
in dem ELISA-Assay
reagierte, wurde getestet. Wenn zunehmende Mengen von dem Peptid
CBD4 mit 125I-Col vor der Zugabe von S. Aureus inkubiert
wurden, wurde die Bindung an Col in einer dosisabhängigen Art
und Weise inhibiert. 5 μM
CBD4 inhibierten die Bindung über 50%.
Das Peptid CBD7 hatte keinen inhibitorischen Effekt, wenn es mit 125I-Col vorinkubiert wurde. Diese Daten
legen nahe, dass das Peptid CBD4 lösliches 125I-Col
binden kann und das CBD4 Reste enthält, die die Col-Bindungsstelle
innerhalb des MSCRAMM-Proteins darstellen.
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5.1.4 Kritische CBD4-Reste,
die für
die Col-Bindungsaktivität
erforderlich sind
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Um
die Reste innerhalb des CBD4 zu identifizieren, welche für die Col-Bindung
notwendig sind, wurden mehrere synthetische kleinere, überlappende
Peptide synthetisiert. Eine Serie von Peptiden, die 2-Amino-terminalen
Reste umfasst und ein Peptid, das eine Deletion von 2-Aminosäuren am
Carboxyl-Terminus umfasst, wurden hergestellt. Die Peptide (10 μM) wurden
auf ihre Fähigkeit
hin untersucht, die Bindung von 125I-markierten
Col an S. Aureus zu inhibieren. Das Peptid CBD4 inhibierte die Col-Bindung
zu 76 %, wohingegen alle Peptide, welche die aminoterminale Verkürzung umfassen,
nur eine geringe Aktivität
bei den untersuchten Konzentrationen zeigten. Diese Daten zeigen,
dass, wenn weniger als 5 Reste aus Peptiden mit einer aktiven Stelle
entfernt werden, die Fähigkeit,
Col zu binden, verlorenen geht. Darüber hinaus hat die Deletion von
2 Carboxyl-terminalen Aminosäuren
einen vollständigen
Verlust der biologischen Aktivität
zur Folge. Das zeigt, dass die Aminosäuren am C-Terminus von CBD4,
Asn232 und Tyr233 oder
beide integrale Elemente der aktiven Stelle von CBP sind.
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5.1.5 Col-Bindungsaktivität von definierten
MSCRAMM-Mutanten
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Die
Bedeutung der Aminosäurereste
Asn232 und Tyr233 in
dem MSCRAMM für
die Col-Bindung
wurde durch den Entwurf spezifischer Mutanten von CBD (30–529) und
durch die Charakterisierung der Wechselwirkung dieser Mutanten mit
immobilisierten Typ-II-Col durch Verwendung von BIAcore untersucht.
In den hergestellten Mutationen wurden die identifizierten Aminosäurereste
einzeln durch Alanin (N232 → A, Y233 → A)
oder als ein Paar, (N232 → Y233 → A)
ersetzt, einem Rest, von dem nicht erwartet wird, mit der bestehenden
Sekundärstruktur
zu interferieren. Die korrespondierenden Basenänderungen wurden durch Verwendung
der beschriebenen Overlap Extensions PCRTM gemacht
und die Sequenzänderungen
wurden experimentell bestätigt.
Die rekombinanten Proteine, welche die Mutationen enthalten, wurden
bis zur Homogenität
mit Metal-Ionen-Chelatbildungs-Chromatographie
gereinigt. Strukturelle Analysen von dem isolierten Protein durch
Nah- und Fern-UV CD-Spektroskopie weist darauf hin, dass keine signifikanten
Anderungen in der Sekundär-
oder Tertiärstruktur
als Folge der Mutation aufgetreten sind.
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Unter
den beschriebenen Bedingungen zeigte CBD (30–529) eine komplexe multiphasische
Wechselwirkung, wenn durch Verwendung des BIAcore analysiert wurde.
Ein echtes Gleichgewicht wurde während
der Zeitdauer der Injektion aufgrund der geringen Dissoziationsrate
(koff) nicht erreicht. Die Assoziationsphase zeigte
eine multiphasische Bindung mit einer Interaktion, die durch einen
schnellen koff, sichtbar beim Start der Injektion, charakterisiert
ist, gefolgt durch eine zweite Phase, charakterisiert durch einen
viel langsameren koff. Die Dissoziationsphase
gibt Informationen über
den koff, diese Rate ist unabhängig von
der Anzahl der Bindungsstellen, der Analytkonzentration und der
Flußrate.
Die Analyse dieser Daten zeigt zumindest eine Drei-Komponenten-Dissoziation
mit den zwei schnellsten Raten größer als 10–2 s–1 an
und die langsamste koff bei 5 × 10–4 s–1.
Die Assoziationsphase enthält
die Information um die Assoziationsrate koff der
Interaktion zu bestimmen, wird aber auch durch die Dissotiationsrate,
der Anzahl der Bindungsstellen für
jede Interaktion und der Konzentration des Analyts beeinflußt. Auf
Grund der Komplexität
dieser Interaktion und der Abwesenheit von meßbaren Gleichleichgewichtsdaten,
war es nicht möglich,
die Bindungskonstante (KD), scheinbare Bindungsverhältnis (BRapp) und kon zu bestimmen.
-
Im
Vergleich der drei mutanten Proteine mit dem Wildtyp CBD(30–529) ist
es leicht ersichtlich, dass jede von den eingefügten Mutationen die Col Bindungsfähigkeiten
der generierten Proteine beeinflußt. Während die Form des Bindungssensogram
im Wesentlichen das Gleiche für
die Mutante N232 → A bleibt, weist die Analyse
der Dissotiationsphase darauf hin, dass die langsamste Dissotiationsrate
auf das nahezu 10fache angestiegen ist. Obwohl eine Dissasotiationskonstante
(KD) nicht bestimmt werden konnte, scheint
es, dass die Affinität
dieser Mutante für
Typ II Col auch durch diese Mutation beeinflußt worden ist. Sowohl die Y233 → A
als auch die Doppelmutante binden immobilisiertes Typ II. Die Analyse
der Daten, die mit der Doppelmutante erhalten wurden, ergeben eine
monophasische Bindungskonstante, wenn durch entweder Scatchard-Analyse oder
Equation 1 bewertet wurde. Darüber
hinaus hat das BRapp um annähernd 2
bis 3 hoch affine Stellen abgenommen.
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Aus
den Biosensor Ergebnissen ist ersichtlich, dass die Reste Asn232 und Tyr233 sehr
wichtig für
sowohl die Affinität,
als auch der Spezifität
der CBD(30–529)
Bindung an Typ II Col sind. Jedoch scheint kein additiver Effekt
der Doppelmutation vorhanden zu sein, wenn mit den einfachen Mutationen
verglichen wird.
-
5.2 Beispiel 2 – Struktur
der Col-Bindungsdomäne
aus dem S. Aureus CBP
-
Die
hier dargestellte strukturelle Basis für das Trageting auf Wirtsgewebe
durch S. Aureus zeigt, dass die Col-Bindungsdomäne CBP (151–318) sehr gut konstruiert
wurde, um mit den dreifach helikalen Col-Strukturen zu intergieren.
Die Bindungsgrenzfläche
der Domäne
ist entlang einer Furche auf einem konkaven β-Faltblatt eingebaut und hat
eine erhebliche geometrische und chemische Komplementarität zu dem
Col helikalen Segment, welches vier Repeats von Gly-Pro-Hyp oder
Gly-Pro-Pro pro Kette enthält.
Mutationsanalysen haben die vermeindlichen Col-Bindungsstellen bestätigt und
weisen darauf hin, dass das einfache Andockmodel eine breitere Bedeutung
haben kann. In diesem Model ist die Col-Trippel-Helix ihrerseits
ein wichtiges Erkennungselement für das bakterielle Adhesin,
welches die komplementären
Bindungsstellen enthält. Dieses
liefert eine strukturelle Erklärung
für die
früheren
Beobachtungen der MSCRAMM Spezifität für tripel-helikale Strukturen
(Speziale et al., 1986). Darüber
hinaus scheinen die vorgeschlagenen Bindungsstellen auf dem Adhesin
vielseitig zu sein, da sie eine entsprechende Vielfältigkeit
ermöglichen,
aber beschränkt
durch strukturelle Komplementarität. Die allgemeine Gültigkeit
dieses Models muß strukturelle
Analysen der anderen Proteine, die an die Col-Tripel-Helix binden,
abwarten.
-
5.2.1 Methoden
-
5.2.1.1 Kristallisation
und Datenerhebung
-
Das
rekombinante Polypeptid CBD (151-318) wurde durch die „hanging
drop vapor" Diffusionsmethode
durch Verwendung von PEG 4000 als Fällungsmittel, 50 mM HEPES Puffer
zwischen pH 6,2 und 6,9 und dem Detergens n-Oktoyl-β-D-Glukopyranosid
kristallisiert. Die Kristalle gehören zu der trigonalen Raumgruppe
P3221 oder dem Enatiomorph P3121.
Die Parameter der Elementarzelle sind a = 74,0 Å, b = 74,0 Å, c = 56,7 Å, α = 90°, β = 90°, γ = 120°. Es gibt
ein Molekül
pro asymmetrischer Einheit mit einem geschätzten solvent content von 44
%. Die Diffraktionsdaten wurden bei Raumtemperatur in einem Siemens
Histar Area Detektor erhoben und mit einem X-GEN von Molecular Simulations
Inc. bearbeitet. Eine Anzahl Datensets von potentiell schweren Atomabkömmlingen
(potential heavy atom derivative data Sets) wurden erhoben, dennoch waren
nur HgCL2 und K2PtCl4 Derivative für das MIR Phasing verwendbar.
-
5.2.1.2 Strukturauflösung und
Verbesserung
-
Die
Phasenauflösung
(phasing solution) mit der Rechtshändigkeit war konsistent mit
der Raumgruppe P3221 und stellte eine interpretierbare
Abbildung bereit. Die solvent flattened MIR Abbildungen bei 3 Å Auflösung zeigte
wichtige Merkmale der Struktur und war für sowohl die Kettenverfolgung
als auch des Sequenzabgleichs geeignet. Von der abgeleiteten Sequenz
von 168 Aminosäuren
wurden 150 Reste zwischen 169–318
mit der Abbildung abgeglichen. Das anfängliche Model wurde bei einer
2,4 Å Auflösung mit
X-PLOR (Brunger, 1992) verfeinert, indem ein Konjugatgradient-Minimierung,
MIR Phasenbeschränkung
(MIR phases constraints) und F > 2σF verwendet
wurde. Auf dieser Stufe war der R-Faktor und R-Free jeweils 34,3 % und 41,4 %. Das
Model wurde durch einige Zyklen von simulierter Annealingverbesserung
und manuellem Model-Building weiter verbessert. Vor der Zugabe von
Wassermolekülen
wurde die isotropischen Temperaturfaktoren der einzelnen nichthydrogenen
Atome verfeinert und der R-Faktor und R-Free auf jeweils 25,3 %
und 31,3 gesenkt, für
die Auslösungsrandzone
(resolution shell) 10,0 bis 2,0 Å. Wassermoleküle wurden
in die FO-FC Abbildung bei 3σ Level
eingepasst. Einige finale Runden der Konjugatgradient-Minimierung
und manuellem Model-Building resultierten in einem R-Faktor von 20,0 %
und einem R-Free von 24,9 %. Die Atomkoordinaten der Kristallstruktur
werden in der Proteindatenbank hinterlegt.
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5.2.1.3 Dockingsuche
-
In
Kürze,
Punktoberflächen
(Connolly, 1993) mit normalen Vektoren wurden für das Target und die Probe
jeweils kalkuliert und in Flächenwürfel (surface
cubes) und internen Würfeln
(interior cubes) geteilt. Das nächste
Atom zu jedem Punkt bestimmt die chemische Neigung, dargestellt
durch einen einfachen sechsfarbigen Kode. Der Rotationsraum der „gewürfelten" (cubed) Probe wird
abgetastet und für
jeden Rotationsschritt werden alle integeren Translationen der Probenwürfel (probe
cubes) zu dem stationären
Würfel
(stationary cube) kalkuliert. Jede Translation der Probe wird gemäß der Übereinstimmung
mit dem normalen Vektor, der Kompatibilität der Farbkodes und der überlappenden
interner Würfel
(interior cubes) gepunktet. Gebündelte Auflösungen mit
den besten Punkten sind gemittelt und die korrespondierenden Rotationen
und Translationen den Atomkoordinaten der Probe angelegt.
-
5.2.1.4 CD Spektren
-
Alle
CD Spektren wurden durch Verwendung eines Jasco J720 Spektropolarimeters
gesammelt, welcher mit einer 0,1 % (wt./vol.) 10-Kamphorsulfonsäure-D Lösung kalibriert
wurde. Die Spektren wurden bei 25° C
gemessen und 5 Scans wurden gemittelt. Eine 0,05 cm Weg lange Zelle
wurde für
das Nah-UV (250–320 nm)
CD verwendet und eine 1 cm Weg lange Zelle wurde für das Fern-UV
(190–250
nm) CD verwendet.
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5.2.2 Strukturdeterminanten
-
Die
Kristallstruktur von CBD (151–318)
wurde durch Verwendung üblicher
heavy atom/multipler Isomorphous Replacement Verfahren (MIR) bestimmt
und wurde zu einem kristallograpischen R-Faktor von 20 % (RFrce = 24,9 %) durch Verwendung von Difraktionszahlen
zwischen 10,0 und 2,0 Å Auflösung (Tabelle
2) verfeinert. Die verfeinerten Modelle umfassen 150 Aminosäuren zwischen
den Resten 169–318
und 74 Wassermoleküle.
Die mittlere quadratische Abweichung (RMS) aus der idealen Bindungslänge ist
0,012 Å und
die RMS Abweichung der idealen Winkel ist 1,625°. Das Model erreicht eine hohe
in PROCHECK (Laskowski et al., 1993) Analyse und ein Ramachandran
Plot von φ, Ψ Konformationswinkel
hat keinen Ausreißer.
Die Elektrondichte war von guter Qualität durch die Struktur und es
waren acht ungeordnete (disordered) Seitenketten in dem finalen
Model. Keine Elektronendichte wurde für die N-terminalen Reste 151–168 beobachtet.
-
5.2.3 Strukturbeschreibung
-
Die
Molekülstruktur
der rekombinanten Col-Bindungsdomäne ist sehr kompakt mit ungefähren Dimensionen
von 55 × 35 × 25 Å. Die Polypeptidkette
von CBD (169–318)
ist zu einem topologischen Model einer „Biskuitrolle" („Jelly-roll") gefaltet (1)
(Richardson, 1981). Die Sekundärstruktur
der Domäne
besteht aus 53 % β-Faltblättern, 39
% Coil-Strukturen
und 8 % Helix. Es sind keine Disulfidbrücken oder freie Zysteine vorhanden.
Die gesamte Domäne
ist im Wesentlichen aus zwei β-Faltblättern zusammen
gesetzt, die parallel zueinander, und zwei kleinen α-Helices
(2). Die β-Faltblätter I und II bilden ein Sandwich
mit einem großen hydrophoben
Innenbereich. Die exponierte Seite des β-Faltblatts I hat einen konkaven
Verlauf, wo hingegen das β-Faltblatt
II eine konvexe Oberfläche
hat. Es gibt fünf
antiparallele Stränge
in jedem β-Faltblatt;
die Stränge
D und J zeigen Auflockerungen mit einer weniger definierten Sekundärstruktur.
Eine kleine Zwei-Turn α- Helix ist in dem
crossover zwischen den Strängen
E und F auf der breiteren Seite des Sandwichs vorhanden. Ein einzelner α-helikaler
Turn ist in der Verbindung zwischen den Strängen G und H. Andere Verbindungen
nehmen verschiedene Formen der gecoilten Struktur an. Drei geladene
Reste, K176, D209 und E301, sind in dem Inneren des Moleküls verdeckt
und sind in der Elektronendichtedarstellung wohl definiert. K176
und D209 werden durch N293 durch Wasserstoffbrücken überbrückt und der Rest E301 durch
eine Wasserstoffbrücke
an S199 gebunden. Die Kristall-Packung resultiert in großen solventen
Kanälen
(solvent channels), ungefähr
35 Å im
Durchmesser, entlang der dreifachen Schraubenachsen (screw axes).
Die Domänen
sind entlang der Schraubenachsen gepackt, wobei das meiste des β-Faltblattes
II den solventen Kanälen
ausgesetzt ist.
-
Die
Connollys Molekularoberfläche
(Connolly, 1983) der CBD (169–318)
Kristallstruktur zeigt eine sichtbare Furche auf dem β-Faltblatt
I (3A), was auf eine mögliche Col-Bindungsdomäne hinweist. Diese Furche ist
ungefähr
10 Å breit
und erstreckt sich diagonal quer durch die Stränge D, H und B in ungefährer Richtung
von T221-N196. Mit Ausnahme der ungeordneten N-terminalen Reste
169 und 170 eines Symmetrie-ähnlichen
Models, gibt es keine signifikanten kurzen intermolekularen Kontakte
der Reste in und um die Furche herum. Die äußeren Reste auf dem β-Faltblatt
I, insbesondere K280, R189, F191, Y175, E197, S235, Y233, N225,
T227 und K198 (3A) begrenzen und bilden die
Wände der
Furche. Die Reste N193, N223, S274 und N278, mit einem zugänglichen
Oberflächengebiet
kleiner als 20 Å2, sind in der Furche bedeckt; wo hingegen
N196 und S276 sich auch innerhalb der Furche befinden, aber relativ
mehr exponiert (3A). Die einzigen hydrophoben
Reste in der vermeidlichen Col-Bindungsregion sind V172, L181 und
F191. Die geladenen Rest D179, E197, K198, D218 und K280 sind rund
um die Ränder
der Furche zusammen mit Y175 und Y233 lokalisiert, deren Phenolringe
in Richtung auf das Innere der Furche gerichtet sind. Die Konformationen einiger
Seitenketten sind durch Wasserstoffbrücken-Verbindungen stabilisiert,
zum Beispiel R189 ist durch eine Wasserstoffbrücke an D179 gebunden, und K198
an S274. Es werden keine fest gebundenen Wassermoleküle auf dem β-Faltblatt
I gefunden.
-
Für die Peptidsequenz
D290–Y233
wurde zuvor gezeigt, dass sie wesentlich ist für die Col-Bindungsaktivität (Patti et al., 1995). In
der Kristallstruktur erstreckt sich diese Sequenz über Strang
D und Teilen von den Strängen
C und E mit den äußeren Resten
T221, N223, N225, T227 und Y233 in der vermeintlichen Col-Bindungsregion.
Darüber
hinaus zeigte die Mutation des Restes 233Y → A in der 55-kDa Domäne A des Col
MSCRAMM eine dramatisch reduzierte Col-Bindungsaktivität (Patti
et al., 1995).
-
5.2.4 Col-Docking
-
Bisherige
Studien haben gezeigt, dass das Col bindende MSCRAMM von S. Aureus
verschiedene Stellen in verschiedenen Col-Typen bindet (Patti et
al., 1993), aber Kollagene in dreifach helikaler Form erkennt (Speziale
et al., 1986); daher sollte die Col-Bindungsstelle innerhalb des
MSCRAMM Vorkehrungen für die
direkte Wechselwirkung mit einem tripelhelikalen Motiv haben. Kollagene
sind in verschiedenen Graden in Abhängigkeit von dem Gewebe glykosyliert.
Die Möglichkeit
der Col-Bindung wurde durch die Kohlenhydrate durch ko-Kristallisation
und dem Eintauchen von CBD (151–318)
in jeweils Glukose, Galaktose und Laktose getestet. Obwohl ein isomorpher
Kristall mit hoher Qualität
erhalten wurde, zeigten abweichende Fourier-Darstellungen nicht
jede nennenswerte Bindung der Kohlenhydrate. Die grundlegende tripel-helikale
Konformation, ungefähr
15 Å im
Durchmesser, besteht aus drei supergecoilten Polyprolin II Helices,
die das Vorhandensein von Glyzinresten in jeder dritten Position
der Sequenz erfordern. Dieses resultiert in ein (GLY-X-Y)n Wiederholungsmuster, in welchem die X und
Y Positionen häufig
durch Prolin und 4-Hydroxyprolin (Hyp) Reste jeweils besetzt sind.
Die Hydroxylgruppen der Hyp-Reste, die essentiell für die Strukturierung
des Wassernetzwerks um die dreifachen Helices herum sind, spielen
eine entscheidende Rolle bei der Stabilisierung des Col (Bella et
al., 1994). Andere Aminosäuren
in der X und Y Position folgen keinem klaren Muster. Das S. Aureus Col
bindende MSCRAMM erkennt die synthetischen Peptide (Gly-Pro-Pro)n und (Gly-Pro-Hyp)10 (Speziale
et al., 1986), welche dafür
bekannt sind, eine Col-ähnliche
dreifache Helix in Lösung
zu bilden (Sakakibara et al., 1973; Heidemann und Roth, 1982). Umgekehrt
erkennt der Rezeptor nicht Polyprolin, welches nicht die Col dreifach
Helix bilden kann, oder (Gly-Ala-Pro)n, welches in Lösung gecoiled ist (Segal und
Traub, 1969). Vor der Biosensoranalyse der MSCRAMM Bindung an Typ
II Col wurden viele Bindungsstellen mit verschiedenen Affinitäten für Col angedeutet.
Insbesondere CBD (151–318)
scheint zwei Klassen von Bindungsstellen zu erkennen mit den scheinbaren
Dissotiationskonstanten von jeweils 3 × 10- und 3 × 10–5 M
(Patti et al., 1993). Es ist wahrscheinlich, dass das MSCRAMM mit
einer höheren
Affinität
an spezifische Col Sequenzen bindet, aber die dreifach helikalen
Strukturen der sich wiederholenden Gly-Pro-Pro/Hyp scheint ein allgemeines
Bindungsmotiv darzustellen.
-
Die
Kompaktheit und relativ geringen Größen der CBD (169-318) Domäne, die
scheinbar enge Verbinding seiner β-Faltblätter, und
zusätzlichen
Informationen über
die Adhesin-Spezifität für die dreifach
helikalen Strukturen (Speziale et al., 1986) stellen eine einmalige
Gelegenheit für
systematische Dockingstudien zur Verfügung. Proben mit Gly-Pro-Pro/Hyp Wiederholungen
wurden in der Durchsicht der gesamten molekularen Oberfläche der
Col-Bindungsdomäne für Regionen
mit geometrischer und chemischer Kompatibilität verwendet. Ein vorläufiges manuelles
Docking des Col Models an CBD (169–318) weist darauf hin, dass
die Oberfläche
des β-Faltblatts
I ein Fragment von bis zu vier Wiederholungen von Gly-Pro-Hyp oder Gly-Pro-Pro
pro Kette aufnehmen kann. Vier Col Proben wurden aus der Proteindatenbank
für die
Dockingkalkulationen abgeleitet: IBBE (Nemethy et al., 1992), ein
theoretisches Model von [(Gly-Pro-Pro)4]3, wo die Acetyl und Methylamin terminalen
Gruppen beseitigt worden waren; 2CLG (Chen et al., 1991), ein theoretisches
Model von [(Gly-Pro-Hyp)12]3,
das zu [(Gly-Pro-Hyp)4]3 und
zu [(Gly-Pro-Hyp)6]3 gekürzt worden
war; und 1CAG (Bella et al., 1994), der Kristallstruktur eines Col ähnlichen
Peptids [(Pro-Hyp-Gly)4 Pro-Hyp-Ala (Pro-Hyp-Gly)5]3 gekürzt
zu dem C-Terminalen [(Gly-Pro-Hyp)4]3. Das Andockziel (Docking Target) war die
verbesserte Kristallstruktur von CBD (172–318), wobei die ungeordneten
N-Terminalen Reste 169–171
ausgeschlossen waren. Das Docking wurde als eine vollständige sechsdimensionale
Suche durchgeführt,
in dem die Algorithmen der gepaarten Würfel (matching cubes algorithm)
(Jiang und Kim, 1991) in das Programm SoftDock implementiert wurden.
Die besten 16 Auflösungen
wurden in jeder Suche beurteilt und Auflösungen mit den besten Punktzahlen
wurden durchweg entlang der Furche auf dem β-Faltblatt I in Richtung T221-N196
gefunden. Col-Helices waren immer in dieser Richtung von N- zum
C-Terminus orientiert. Die Docking Punktzahl wurde dramatisch schlechter,
wenn in die Gegenrichtung forciert wurde. Scheinbar entspricht an
dieser Stelle die Col-„Schraube" (Screw) dem Adhesin- „Gewinde" (Nut) (3B). Veränderungen
der Probenlängen,
der helikalen Parameter und der Prolinringkonfirmationen und das
Vertauschen von Pro und Hyp an der Y-Position der Probe haben nur
geringe Effekte auf die endgültigen
Dockpositionen (docked positions). Sowohl die bildlichen als auch
die berechneten Analysen weisen nicht auf beträchtliche Konflikte in den chemischen
Neigungen und Atomabständen
zwischen den Bindungsstellen und Col-Proben hin. Alle erfolgreich
angedockten Komplexe sind Energie-minimierbar in X-PLOR (Brunger,
1992) mit einem geringen Verlust von regulärer Helizität und subtiler konformativen Änderungen
in den Rezeptorseitenketten.
-
5.2.5 Mutationsanalysen
-
Mutationsanalysen
wurden verwendet, um die putative Bindungsstelle, die durch die
Dockingsuche definiert wurde, zu beurteilen. Oberflächenreste,
die eine Abnahme in ihrer solvent accessible area zeigten, wurden
als Ziel gesetzt (Tabelle 3 und 4). Das Oberflächengebiet,
das durch das angedockte Col bedeckt wurde, ist ungefähr 1630 Å2, was ungefähr 22 % der gesamten solvent
accessible area von CBD (172–318) ausmacht.
Es gibt 19 Reste an der Berührungsfläche, die
eine Abnahme in der solvent accessible area über mehr als 10 Å2 zeigten. Neun dieser Reste waren mutiert,
als auch zwei zusätzliche
Reste außerhalb
der putativen Bindungsregion. Die Lysin und Alanin Mutationen an
den Einzelmutationsorten wurden entwickelt, um die Oberfläche der
putativen Col-Bindungsfurche des Wildtyps CBD (151–318) zu
zerstören.
Die mutanten Proteine zeigten keine signifikanten Änderungen
in einer der beiden, der Kurz-UV oder der Lang-UV, Zirkulardichroismusspektren,
im Vergleich zu dem rekombinanten Wildtyp; bestätigend, dass die verschiedenen
Mutationen keinen meßbaren
Effekt auf die Gesamtkonfirmation haben. Das MSCRAMM erkennt gewöhnliche dreifach
helikale Strukturen (Speziale et al., 1986; Sakakibara et al., 1973;
Heidemann und Roth, 1982), daher wurden Änderungen in der low Affinity
Dissotiationskonstante verwendet, um Änderungen in der Bindung der mutanten
Proteine zu beurteilen (House-Pompeo et al., 1994).
-
Für die Mutanten
212Q → A,
232N → A,
221T → K
und 225N → K
(Tabelle 3) unterschied sich die Col-Bindungsaktivität, als scheinbare
Dissotiationskonstante KD (apparent dissociation
constant KD) ausgedrückt, nicht signifikant von
der eines Wildtyps CBD (151–218).
Der Rest Q212 ist auf dem β-Faltblatt
II lokalisiert, weit entfernt von der vorgeschlagenen Bindungsstelle
und wurde als Kontrollrest mutiert. Dieses zeigte keine signifikante Änderung
in der Affinität
für das
Col. Die Seitenkette von N232 ist nicht Teil der Bindungsprobe (3A und 4) und
zeigt keine Abnahme in der solvent accessible area auf das Andocken
von dem Col. Im Einklang hiermit hatte die Mutation 232N → A in CBD
(151–318)
einen sehr kleinen Effekt auf die Col Bindung. Die Reste T221 und
N225 sind am Rande befindliche Reste der Bindungsfurche mit relativ
kleinen Seitenketten. Modellierungsstudien zeigen, dass die Lysin-Seitenketten
an den Positionen 221 und 225 Konformationen einführen, welche
keine Auswirkungen auf Col-Proben haben und in die solvent region
zeigen.
-
Mutationsort
spezifische Änderungen
der Reste N193, N223 und N278 in Lysin-Reste resultierten in rekombinante
Proteine mit einer signifikant verminderten Affinität für Col. Diese
Stellen befinden sich im Inneren der BindungsFurche und, gemäß dem Andockmodel,
sind sie praktischer Weise durch das gebundene Col verdeckt. Infolgedessen
haben die Lysin-Seitenketten
an diesen Stellen weniger Konformationsfreiheit und können das
Adhesin sterisch von der Annahme einer geeigneten Position entlang
der Col-Helix abhalten. Eine signifikant höhere Dissotiationskonstante
für 193N → K, verglichen
mit zwei anderen Mutationen, können
seiner Nähe
zu der putativen „Wand" der Col Bindungsfurche
und den kritischen Resten Y175 und F191 zugeschrieben werden.
-
Mutationen
in den Positionen Y233, F191, R189 und Y175 resultieren in Proteine
mit einer extrem geringen Affinität für Col, verglichen zum Wildtyp
CBD (151–318),
was darauf hindeutet, dass diese einige der wichtigen bestimmenden
Faktoren für
die Col-Bindung sind. Alle vier Mutationsstellen umfassen große, relative
exponierte Reste, welche die Seitenwände der putativen Bindungsfurche
bilden. Die größte Abnahme
in der solvent accessible area auf das Col-Docking ist für Y233 zu
beobachten und Modelierungsstudien haben eine Anzahl von Kontakten
mit Col-Sonden für
diesen Rest nahegelegt. Obwohl die Reste R189 und Y175 relativ wenige
Kontakte mit den angedocken Col-Sonden zeigten, zerstört die Mutation
dieser Reste im Wesentlichen die Col-Bindung mit KD Werten
annähernd
dem Millimolar Bereich. Die Ergebnisse für diese beiden Reste können die
Einfachheit der Sonden wiedergeben, die in dem Modelling verwendet
wurden und eventuelle Optimierungen in ihrem Docking. Es ist wichtig
zu erwähnen,
dass obwohl gewöhnliche
Peptide in den Andockstudien verwendet wurden, die Biosensoranalysen
der Orts-spezifischen Mutationen einen hohen Grad der Korrelation mit
nativem Col-Typ II zeigen.
-
Die
Mutationsanalyse zeigt zwei allgemeine Trends. Die Lys/Ala Mutation
der großen
Reste, welche die Wände
der Bindungsfurche bilden, beeinflußt dramatisch die Affinität des Adhesins
an Col. Die Mutation kleiner Reste, die innerhalb der Furche oder
nahe seiner Wände
gefunden werden, zeigten moderate bis gar keinen Effekt auf die
Bindung. Insgesamt sind die Ergebnisse der Mutationsanalysen in
guter Übereinstimmung
mit den Wechselwirkungen, die in dem Col-Bindungsmodel gesehen wurden,
abgeleitet aus dem systematischen Andocken der gewöhnlichen
Col-Sonden. Die Bindung des nativen Col wird einige nicht-prolin
Reste in X/Y Positionen umfassen. Weitere Modellierungsstudien weisen
darauf hin, dass, zusätzlich
zu der Erkennung der generischen Triplets, die Bindungsstelle von
CBD (151–318)
auch andere kleine nicht-Prolin Reste aufnehmen kann. Die vorherrschende
Verteilung der kleinen polaren Reste (Thr, Asn und Ser) in der Bindungsfurche
könnten
möglicherweise
die notwendige Hydration in stabilisierende Hydroxyproline imitieren. Darüber hinaus
können
sie sterisch die Bindung der vorgeschlagenen diversen Reste in der
Col-Sequenz vereinfachen. Somit ist es möglich, dass spezifische Col-Sequenzen
besser binden können
als die generischen Tripletts, die in den Andockungsstudien verwendet wurden,
und können
die beobachtete höher
affinen Bindungsstellen in Col II bedingen (Patti et al., 1993).
-
-
- 1 RSYM = ΣhΣi|I(h) – Ii(h)|/Σh Σi I(h),
wobei Ii(h) und I(h) die i-th und die arithmetischen
Messungen der Intensität der
Reflekion h sind.
- 2 RMERGE = in Σh|Fp(h) – FPH(h)|Σ Fp(h), wobei Fp(h)
und FPH(h) beobachtete nativ und skalierte
Derivative Struktur Faktoren (scaled derivative factors) der Reflexion
h sind.
- 3 Phasung Power ist das Verhältnis mttleren
quadratischen Abweichung (root mean square 'RMS' deviation) der
kalkulierten heavy-atom Struktur Amplitude z dem RMS des Mangels
an Auflösung
(lack of closure).
- 4 RCULLIS = Σ|||FPH|OBS – |FP|OBS – |FH|CALC|/Σ||FPH|OBS + |FP|OBS|, wobei FPH und FP die beoachteten
Struktur Faktor Amplituden für
die heavy atom Derivative und das nativen Daten-Set sind, mit Summe
aller zentrischen Reflexionen und FH der
heavy atom Struktur Faktor ist.
- 5 RKRAUT = Σ||FPH|OBS – Σ|FPH|CALC|/Σ|FPH|OBS mit der Summe
aller azentrischen Reflexionen
- 6 Gesamtleistungszahl (figure of merit)
ist 0,662.
-
-
Die
scheinbare Dissotiationskonstante (KD) (apparent
dissociation constant KD) und die ungefähren Bindungsverhältnisse
(BR) für
die Bindung von CBD (151–318)
und die korrespondierenden Mutanten zu dem Col-Typ II, wie durch
Biosensoranalysen bestimmt worden ist. Eine Reihe von Verdünnungen
eines jeden Proteins, jeweils Wildtyp und Mutanten, wurden über covalent
immobiliertes Typ II Col [Sigma] gegeben. Die Equilibrium-Bindungsantwort nach
10 Sekunden Injektion wurde verwendet, um die Konstanten zu kalkulieren
(Patti et al., 1995; House-Pompeo et al., 1994).
-
5.3 Beispiel 3 – Passive
Immunisierung durch Verwendung von Epitopen von MSCRAMMs
-
Unterstrichene
Aminosäuren
wurden in dem Vektor pQETM-30 (Qiagen Inc.
Chatsworth, CA) kodiert.
-
5.3.1
S. Aureus Col bindendes MSCRAMM Derivat M17 (SEQ ID NO: 2)
-
5.3.2
S. Aureus CBP Epitope M17 DNA (SEQ ID NO: 1)
-
5.3.3
S. Aureus Col bindendes MSCRAMM Derivat M31 (SEQ ID NO: 4)
-
5.3.4
S. Aureus CBP Epitope M31 DNA (SEQ ID NO: 3)
-
5.3.5
S. Aureus Col bindendes MSCRAMM Derivat M55 (SEQ ID NO: 6)
-
5.3.6
S. Aupeus CBP Epitope M55 DNA (SEQ ID NO: 5)
-
5.3.7
S. Aureus FIB bindendes MSCRAMM Derivat
PCF33
(SEQ ID NO: 7)
-
5.3.8
S. Aureus Fibronektin bindendes MSCRAMM Derivat
PQD
(SEQ ID NO: 8)
-
5.3.9 Verwendung der gereinigten
Polyclonalen Kaninchen Hyperimmun anti-MSCRAMM IgG in der passiven Immunisierung
-
5.3.9.1 Rindermastitis
-
Einige
Studien haben nahe gelegt, dass die Zerstörung der Epithelzellen und
die Exposition der ECM Moleküle
innerhalb der Brustwarzenkanalöffnung
und der Brustwarze kritische Faktoren sind, die zu der Entwicklung
einer Mastitis führen
(Gudding et al. 1984; Olmsted and Norcross 1992; Cifrian et al.
1995). Die S. Aureus Adhesion an Brustdrüsengewebe wird als erster Schritt
in der Entwicklung einer Mastitis angesehen. Daher sind Adhesine,
die die S. Aureus Bindung an das Rinderbrustdrüsengewebe vermitteln, entscheidende Ziele
für die
Entwicklung von blockierenden Antikörpern. Polyklonale Hyperimmun
Antikörper,
die gegen einige MSCRAMMs generiert worden sind, sind auf ihre Fähigkeit
hin analysiert worden, die Bindung des S. Aureus Stammes M60 an
kultivierte Rinderbrustsekretions-Epithelzellen zu inhibieren. Eine
Dosisabhängige
Abnahme in der Anhaftung von S. Aureus wurde mit dem polyklonalen
Kaninchen Anti-MSCRAMM IgG gegen die CBPs der SEQ ID NO: 2, SEQ
ID NO: 7 und SEQ ID NO: 8 gezeigt.
-
5.3.9.2 Experimentelle
Details
-
In
Kürze,
5 × 104 sekretorische Epithelzellen wurden in 100 μl Kulturmedium
einer flachbodigen, Col-beschichteten 96-Lochplatte hinzugefügt und bis
zur Konfluenz bei 37° C
gezüchtet.
Die S. Aureus Stämme
wurden über
Nacht in Tryptikasesojabroth (TSB) bei 37° C gezüchtet. Die Über-Nacht-Kultur wurde mit
frischem TSB verdünnt
und wachsen gelassen, bis die Kultur die exponentielle Phase erreichte,
die Organismen wurden geerntet und in 3 ml fischem Kulturmedium
suspendiert. Die Bakterien (3,1 × 108)
wurden mit zunehmenden Mengen von Anti-MSCRAMM IgG für 30 Minuten
bei 37° C
inkubiert. Die vorbehandelten Bakterien wurden dann dem Zell-Monolayern
hinzugefügt
(4,1 × 106 Epithelzellen) und für 3 Stunden bei 37° C inkubiert. Die
Monolayer wurden dann fünfmal
mit Phosphat gepufferter Saline gewaschen. Die Monolayer wurden
mit Methanol fixiert und mit Giemsa angefärbt. Zwanzig Felder (100X Objektiv)
wurden in jedem Monolayer auf die Präsenz von adherenten Bakterien
hin untersucht.
-
5.3.10 Peritonitis
-
Dialyse
Patienten (kontinuierliche ambulante peritoneale Dialyse, Hemodialyse)
haben ein erhöhtes Risiko
für die
Entstehung einer Staphylokokken Infektion. Durch Verwendung eines
Tiermodels einer Peritonitis (Menzies und Kernodle 1996) hatten
wir gezeigt, dass die passive Immunisierung mit einer einzigen subkutanen
Dosis eines anit-MSCRAMM IgGs die Mäuse gegen eine intraperitoneale
S. Aureus Befall schützen. Wenn
die Mäuse
mit S. Aureus befallen werden, bekommen nur 27 % (10/37) der Mäuse, die
passiv mit anti-MSCRAMM IgG immunisiert worden sind, eine Infektion.
Umgekehrt bekamen 76 % der Mäuse,
die passiv mit normalem Kaninchenserum immunisiert worden sind,
eine Infektion. *Erfassung von drei seperaten Studien.
-
Männliche
NIH Swiss-Mäuse,
im Alter von 6–8
Wochen, mit einem Gewicht von 18–22 g (Harlan Sprague Dawley,
Indianapolis, IN) wurden verwendet. Anti-MSCRAMM IgG wurde in Form
einer 0,25 ml subkutanen (s.c.) Injektion in die Schenkel der Mäuse verabreicht.
Kontrollmäuse
erhielten eine äquivalente
Menge von normalen Kaninchen IgG (Sigma Chemical Co. St. Louis,
MO). 48 Stunden nach der Immunisierung wurden die Mäuse intraperitoneal
(i.p.) mit S. Aureus befallen. Die bakteriellen Stämme wurden
durch das Wachstum über
Nacht in einem Gehirn-Herz-Infusionsbroth (Becton Dickinson Microbiology
System, Cockeysville, MD) hergestellt, zweimal in PBS gewaschen
und in PBS resuspendiert, und durch die Lichtdurchlässigkeit auf
eine Konzentration von 6 × 108 cfu/ml eingestellt. Mäuse wurden mit 0,5 ml der bakteriellen
Suspension beimpft. Ein Aliquot der bakteriellen Suspension wurde
auf Schafsblut-Agar plattiert, um die exakte cfu/ml zu bestimmen.
-
Die
Mäuse wurden
48 Stunden nach der bakteriellen Beimpfung getötet. Es wurden beide Nieren
wurden aus jeder Maus aseptisch entfernt, gewogen und in einer sterilen
Tüte, welche
0,5 ml PBS enthält,
plaziert und 30 Sekunden durch Verwendung eines Tekmar Tissumizer
(Tekmar, Chincinnati, OH) homogenisiert. Das Homogenat wurde serienmäßig mit
sterilem Wasser verdünnt
und auf Schafsblut-Agar-Platten plattiert und bei 37° C inkubiert.
Die Platten wurden 18–24
Stunden später
gezählt.
Die Homogenate der Nieren aus Mäusen, welche < 100 cfu/ml enthalten,
wurden als negativ betrachtet. Die Ergebnisse sind in Tabelle 4
gezeigt.
-
-
5.3.11 Demonstration der
therapeutischen Wirksamkeit in einem Pneumonie-Model
-
Staphylocokkus
Aureus ist ein lebensbedrohlicher Erreger der nosokomialen Pneumonie
in immunsupprimierten Patienten. Häufig zeigt aus diesen Patienten
isoliertes S. Aureus eine Resistenz gegen ein breites Spektrum Antibiotika,
insbesondere Methizillin. Ein experimentelles Mausmodell einer Staphylocokken Pneumonie
(Ramisse et al., 1993) wurde verwendet, um die Fähigkeit von Anti-MSCRAMM IgG
neutropenische Mäuse
gegen eine S. Aureus mediierte Pneumonie zu schützen, zu beurteilen. Mäuse, die
3 Stunden nach der bakteriellen Beimpfung intranasal mit anti-MSCRAMM
IgG behandelt worden sind, zeigten eine 1000-fache Abnahme der Menge
an Bakterien, die in ihren Lungen gefunden worden waren (p < 0,01), verglichen
zu den PBS Kontrollbehandelten Tieren.
-
5.3.11.1 Experimentelle
Details
-
Weibliche,
4 Wochen alte BALB/c Mäuse
wurden intravenös
mit Cyklophosphamid, mit 150 mg/kg am Tag 4 und 75 mg/kg am Tag
1 vor dem baktiellen Befall behandelt. Cyklophosphamid induziert
eine transiente Neutropenie in den Mäusen. S. Aureus wurde über Nacht
bei 37° C
in einen Tryptikase Soja Broth (TSB) wachsen gelassen. Die Kulturen
wurden gewaschen und dann auf 6,3 × 106 cfu/ml
in PBS eingestellt. Ein Aliquot der bakteriellen Suspension wurde
auf Schaftsblut-Agar plattiert, um die exakte cfu/ml zu bestimmen.
Die Mäuse
wurden anästhesiert
und mit 15 μl
der bakteriellen Suspension beimpft. 3 Stunden nach dem bakteriellen Befall
erhielt jede Maus intranasal entweder 7,5 μg anti-MSCRAMM IgG, 75 μg anti-MSCRAMM
IgG, oder PBS. Um die Kolonisation der Lungen durch die Bakterien
zu kontrollieren wurden 5 Mäuse
pro Zeitpunkt getötet.
Die bakterielle Auszählung
wurde aus Homogenaten der Lungen bestimmt (die Lungen wurden vorsichtig aus
den Hauptbronchien präpariert),
welche serienmäßig in PBS
durch das Ausplattieren von 100 μl
Aliquots auf Tryptikase Soja Agar verdünnt wurden und die cfu nach
der 24 Stunden Inkubation bei 37° C
gezählt
wurden. Die bakterielle Auszählung
wurde als arithmetisches Mittel (± SE) ausgedrückt. Die
statistische Signifikanz wurde durch den Student's t-Test bestimmt. Die Ergebnisse sind
in Tabelle 5 gezeigt.
-
-
5.3.12 Passive Immunisierung
durch Verwendung von CBP Epitopen
-
In
separaten Studien wurden, wie hierin beschrieben, Ratten mit M55
oder BSA als Kontrolle immunisiert. Sie wurden ausgeblutet und die
IgG Fraktion durch eine Amoniumsulfat Präzipitation erhalten. Die IgG Fraktion
(16 mg) wurde Mäusen
einen Tag vor dem IV Befall mit S. Aureus verabreicht. Diese passiven
Immunisierungsdaten bestätigen
die Wirksamkeit der aktiven Immunisierung – d. h., Antikörper gegen
M55 des CBP gerichtet schützen
gegen lethale Dosen von S. Aureus (8).
-
5.4. Beispiel 4 – Tierstudien,
welche S. Aureus CBP involvieren
-
Die
korneale Infektion ist eine Hauptursache des optischen Verlusts
und ist ein bedeutendes Problem der öffentlichen Gesundheit in den
United States. Bakterielle Keratitis entsteht, wenn mikrobielle
Virulenzfaktoren den Abwehrmechanismus des Wirtes bewältigen.
Das erfolgreiche korneale Pathogen bindet an die korneale Oberfläche, dadurch
den Reinigungsmechanismus des Tränenfilms
vermeidend. Spezifische bakterielle Oberflächenproteine binden an spezifische
Komponenten der Kornea, wie z.B. Fibronektin, Fibrinogen und Col.
Spezifische mikrobielle Adhesine mediieren diese Adherenz durch
eine ausgeklügelte
Interaktion mit den Molekülen
des Wirtes.
-
Die
S. Aureus MSCRAMMs sind durch Verwendung verschiedener tierischer
Modelle untersucht worden. Diese MSCRAMMs sind auf der Oberfläche von
S. Aureus lokalisiert und wechselwirken mit den ECM Komponenten
mit hoher Affinität
und hoher Spezifität.
MSCRAMMs die Fibronektin, Fibrinogen und Col erkennen, sind zuvor
mit Hinsicht auf ihre strukturelle Organisation, Liganden-Bindungsdomänen, Bedeutung
in der Kolonisation und Invasion des Wirtes, und ihrer biologischen
Rolle als Virolenzfaktoren beschrieben worden.
-
Die
Erfinder haben wohl in vitro als auch in vivo Studien angewendet,
um die Rolle von CBP in der Pathophysiologie der infektiösen Keratitis
zu bestimmen.
-
5.4.1 Col-Bindung durch
okulare Isolate
-
20
klinische Isolate von S. Aureus aus dem Cullen Eye Institut am Baylor
College of Medicine (Houston, TX) wurden zufällig ausgewählt. Jedes wurde aus aus Fällen mit
einer vorherigen bakterieller Keratitis mit klinischen Standard
Techniken isoliert. Typ II Col wurde mit 125I
durch die Chloramin-T-Methode markiert. Eine 5 ml Kultur von jedem
Stamm wurde über
Nacht in einem Gehirn-Herz Infusions-Broth wachsen gelassen. Die Zellen
wurden zentrifugiert und in 1 ml PBS resuspendiert. Für jeden
Assay wurden 50 μl
der bakteriellen Zellen (annähernd
5 × 108 cfu/ml) mit 400 μl PBS mit 0,1 % BSA und 0,1
% Tween 80® und
5 × 104 cpm von dem 125I
markierten Typ II Col inkubiert. Die Röhrchen wurden bei Raumtemperatur
für 1 Stunde
inkubiert und end-over rotiert. Die Reaktion wurde durch Zugabe
von 3 ml eisgekühltem
PBS, welches 0,1 % Tween 80® enthält, gestoppt und die Röhrchen wurden
unverzüglich
bei 1500 × g
für 20
Minuten zentrifugiert. Nach dem Absaugen des Überstands wurden die Pellets,
die die bakteriellen Zellen enthalten, auf ihre Radioaktivität in einem
Gamma-Counter hin analysiert. Die Proben wurden in dreifacher Ausführung analysiert
und die Hintergrundwerte, welche die Radioaktivität, die in
den Röhrchen
wieder erlangt wurde, die in Abwesenheit von Bakterien inkubiert
worden sind, wurde subtrahiert.
-
Die
Analyse der klinischen Isolate deutet darauf hin, dass die Bindung
an Col ein „Alles
oder gar Nichts" Phänomen ist.
30 % (6/20) der S. aureus-Isolate haben an markiertes Col gebunden.
Zusätzlicher
18S. aureus Stämme,
die aus dem Glaskörper
der Patienten mit bakterieller Keratitis isoliert worden sind, wurden auch
auf die Col-Bindung hin analysiert. Interessanterweise haben 72
% (13/18) von jenen Stämmen
an Col gebunden. Zusammen genommen deuten diese Daten darauf hin,
dass die Col-Bindung ein wichtiger, die Virulenz bestimmender Faktor
in der Pathogenese der S. aureus-Augeninfektionen ist.
-
5.4.2 Tierstudien, die
eine S. Aureus-Keratitis involvieren
-
In
nachfolgenden Studien haben die Erfinder untersucht, ob die Fähigkeit
an Col zu binden, von großer Bedeutung
in der Entwicklung von mikrobieller Keratitis im Kaninchen war.
Die vorhergehenden Tiermodelle der S. aureus-Keratitis erforderten
eine direkte intrastromale Injektion, um die Infektion zu induzieren.
Mikrobielle Adhäsion
an zerstörtes
korneales Gewebe ist das höchst
wahrscheinliche auslösende
Ereignis in der Entstehung von Keratitis, daher wurde, um noch genauer
den natürlichen
Verlauf der Erkrankung zu imitieren, ein Tiermodell entwickelt,
das keine intrastromale Injektion erfordert. Um zu bestimmen, ob
das S. aureus-Col MSCRAMM als Virulenzfaktor in der Keratitis betrachtet
werden kann, wurde für
diese Studie ein Kaninchenmodell entwickelt. Weiche Kontaktlinsen
wurden in Kulturmedien von dem S. aureus-Stamm Phillips (CBP+) und seinen isogenen Mutations Derivat
PH 100 (CBP–)
plaziert. Die Kontaktlinsen wurden 24 Stunden in den Kulturmedien
inkubiert, welche annähernd
108-Bakterien enthielten. Dieses resultierte
in 1 × 106- an den Kontaktlinsen gebundenen Bakterien
für PH
100 und 2 × 105 an die Linsen gebundene Organismen für den Stamm Phillips.
Dieser Unterschied war statistisch nicht signifikant. Die weichen
Kontaktlinsen wurden mit PBS gewaschen, um jegliche locker gebundenen
Organismen zu entfernen und wurden dann auf die de-epithelialisierten Kornea
von New Zealand weißen
Kaninchen plaziert. Die Nickhautmembranen der Kaninchen wurden entfernt,
um eine Dislokation der Kontaktlinsen zu vermeiden und die Augenlider
wurden mit 7-0 Vicryl zugenäht. In
einer Blindstudie wurde eine Gesamtzahl von 16 Kaninchen, 8 in jeder
Gruppe verwendet. Die Augen wurden 48 Stunden nach der Plazierung
der Kontaktlinsen geöffnet.
Korneale Abschabungen wurden durchgeführt und auf einen Blutagar
plaziert, um das Vorhandensein einer Infektion zu bestätigen und
die Korneas wurden für
histologische Bestimmungen entfernt. Eines der Kaninchen, welches
der CBP–-Gruppe
zugeordnet war, entwickelte eine spontane Dehiszenz der Tarsorrhaphie-Schließung und
Verlust der Kontaktlinsen, so dass das Tier aus der Studie entfernt
wurde. 75 % (6/8) der Kaninchen mit Kontaktlinsen, welche mit dem
Phillipsstamm (CBP+) inkubiert worden waren,
entwickelten eine klinische mikrobielle Keratitis, wie durch eine dichte,
zentrale eitrige stromale Keratitis gezeigt wurde. Kulturen bestätigten das
Vorhandensein von S. aureus in allen infizierten Fällen. Umgekehrt,
0/7 Kaninchen mit Kontaktlinsen, die mit PH100 inkubiert worden
waren, entwickelten eine eitrige Keratitis, obwohl in allen Fällen der
epitheliale Defekt zurückblieb.
-
Dieser
Unterschied in dem Anteil der Keratitis war statistisch signifikant.
(Fisher's Exakt
Test p = 0,006).
-
Die
Wirksamkeit eines kleinen Molekülinhibitors,
basierend auf der 3-D-Struktur von CBC(151–318) kann durch Verwendung
des bakteriellen Keratitismodells getestet werden. Nach dem die
Kontaktlinsen mit S. aureus inkubiert worden sind und gewaschen
worden sind, um jegliche locker gebundenen Organismen zu entfernen,
werden die kontaminierten Kontaktlinsen in einer Lösung gebracht,
die den Inhibitor enthält.
Der Inhibitor wird an die aktiven Stellen binden, dadurch die Col
MSCRAMM sättigen,
dadurch die Bakterien von der Anheftung an exponierte Col-Fasern
in der zerstörten
Kornea abhalten. Zusätzlich
zu der Vorbeugung der S. aureus bakteriellen Keratitis würde der
Inhibitor zu den Lösungen
hinzugefügt,
die im Allgemeinen durch Augenbanken verwendet werden, um Infektionen
des Empfängers
der Donorlinsen zu verhindern.
-
5.5 Beispiel 5 – Mausmodell
einer septischen Arthritis
-
Durch
die Verwendung eines Mausmodells einer septischen Arthiritis (Bremell
et al., 1992) haben die Erfinder die Verwendung von rekombinanten
Domänen,
CBD(151–297)
und CBD(61–343)
des S. aureus Col MSCRAMM als eine Impfstoffkomponente untersucht.
18 Mäuse
wurden mit 100 μg
von dem Protein (GST-61-343) im Freund'schen kompletten Adjuvants (FCA) an
den Tagen -34, -21, -9 geimpft. 25 Kontrollmäusen wurde PBS-FCA am gleichen
Tag injiziert. Die Mäuse
wurden mit einer intravenösen
Injektion vom S. aureus-Stamm
Phillips am Tag 0 befallen. Die Mäuse, die mit GST-61-343 immunisiert
worden waren, zeigten eine 50 %ige Reduktion in der Arthritis, im
Vergleich zu den Kontrollmäusen.
Zusätzliche
Studien sind auch durchgeführt
worden, welche verschiedene Domänen
des S. aureus Col MSCRAMM verwenden.
-
5.6 Beispiel 6 – Nachweis,
dass nur bestimmte CBP-Epitope Schutz gegen eine S. aureus-Infektion verleihen
-
Die
folgenden Beispiele zeigen die wirksame Verwendung von CBP-Epitopen
als Impfstoffkomponenten, und Zusammensetzungen, die in der Verleihung
von Schutz an ein Tier gegen die Infektion durch S. aureus nützlich sind.
-
5.6.1 Maus Sepsis Modell – verwendete
CBP-Epitope
-
- M17 umfasst die Aminosäuren
151–297
des vollständigen
CBP (SEQ ID Nr. 2).
- M31 umfasst die Aminosäuren
61–343
des vollständigen
CBP (SEQ ID Nr. 4).
- M55 umfasst die Aminosäuren
30–531
des vollständigen
CBP (SEQ ID Nr. 6).
- Die DNA-Segmente, welche die M17, M31 und M55 Epitope kodieren,
sind jeweils in den Sequenzen SEQ ID Nr. 1, SEQ ID Nr. 3 und SEQ
ID Nr. 5 offenbart.
-
5.6.2 Immunisierungsplan
-
- Tag -31: 100μg/Maus
eines CBP-Epitops (d. h. M17, M31 oder M55) oder BSA emulgiert mit
Freund'schen komplette
Adjuvants (Difco Laboratories) als Kontrolle.
- Tag -18: 100μg/Maus
eines CBP-Epitops (d. h. M17, M31 oder M55) oder BSA gelöst ist steril
Phosphat gepufferter Saline (PBS)
- Tag -7: 100μg/Maus
eines CBP-Epitops (d. h. M17, M31 oder M55) oder BSA gelöst in PBS
Tag 0: Intravenöse Beimpfung
mit S. aureus-Stamm Phillips (welcher CBP exprimiert) (Dosis: 2,8 × 107 cfu/Maus)
- Tag 14: Ende der Studie; alle überlebenden Mäuse wurden
eingeschläfert.
-
5.6.2 Ergebnisse
-
- 10/15 Mäuse
starben in der Gruppe M17 Col bindendes MSCRAMM-
- 12/14 Mäuse
starben in der Gruppe M31 Col bindendes MSCRAMM
- 4/11 Mäuse
starben in der Gruppe M55 Col bindendes MSCRAMM
- Alle 15 von 15 Mäusen
starben in der BSA-Kontrollgruppe.
-
In
einer Kontrollstudie wurden M55 und BSA-immunisierte Mäuse mit
einem Stamm von S. aureus befallen, der nicht die das Col-bindende
MSCRAMM exprimiert. Die Mortalität
in der M55-Gruppe war 50 %, im Vergleich zu 30 % in der BSA-Gruppe.
Wichtig ist, dass diese Daten darauf hinweisen, dass der Schutz
direkt in Beziehung zu den Antikörpern
steht, die gegen den M55-Teil des Col-bindenden MSCRAMM generiert
wurde.
-
Im
scharfen Kontrast zu der zuvor identifizierten vollständigen Sequenz,
welche keinen Schutz gegen Sepsis in einem in vivo Tiermodell verleiht,
zeigen diese Daten klar, dass M55 (nur die A-Domäne umfassend) sehr effektiv
in der Vorbeugung gegen Sepsis war.
-
Überraschenderweise
ist nur M55 hochprotektiv, obwohl alle der CBP-Fragmente (M17 und
M31) innerhalb der M55-Proteinsequenz umfasst sind.
-
5.7 Beispiel 7 – Opsonierung,
Phagocytose und intrazelluläre
Zerstörung
von Bakterien
-
Der
Phagocytosetest wurde durch eine Modifikation einer zuvor beschriebenen
Methode gemacht (Lissner et al., 1983). In Kürze, peritoneale Makrophagen
wurden aus der Peritonealhöhle
durch i.p. Injektion von 3 ml eiskaltem Medium (Iscovés Medium,
welches 10 % fetales Kälberserum
und 100 μg/ml
von Gentamycin enthält)
gesammelt, nach einer Minute Massage des Abdomens wurde das Macrophagen-enthaltende Medium
abgesaugt. Die Macrophagen wurden gewaschen und auf 2 × 106 Zellen/ml eingestellt, in 200 μl Volumen
in eine 24-Lochplatte gesät
(Nunc, Roskilde, Denmark) und bei Raumtemperatur für 90 Minuten
gelassen. 500 μl
des Zellkulturenmediums wurde jedem Loch hinzugefügt und die
Zellen wurden für
24 Stunden bei 37°C
inkubiert. Das Medium wurde dann entfernt und durch 500 μl eines Mediums,
welches frei von Antibiotika ist, ersetzt und die Zellen wurden
dann über
Nacht bei 37°C
inkubiert. Am nächsten
Tag wurden die Staphylokokken für
30 Minuten bei 4°C
opsoniert mit entweder a) 50 % Hitze-inaktivierten Seren von Mäusen, die
mit M55 hyperimmunisiert worden sind, oder b) mit Seren aus BSA
hyperimmunisierten Mäusen,
oder wahlweise c) mit Seren aus Mäusen, die eine Infektion mit
dem Stamm Phillips ohne vorherige Immunisierung durchgemacht haben.
500 μl von
opsonierten Staphylokokken wurden zu jedem Loch in einer Konzentration
von 1,4 × 107 Bakterien/ml hinzugefügt. Nach 50 Minuten Inkubation
wurden die Macrophagen dreimal in Iscovés gewaschen, um nicht aufgenommene
Bakterien zu entfernen. Danach wurden die Macrophagen analysiert,
entwerder direkt nach der bakteriellen Inkubation oder 4 Stunden
später.
Zu den Kulturen, die für
4 Stunden inkubiert worden waren, wurde Iscoves-Medium mit einer
minimalen inhibitorischen Konzentration von Gentamycin, passend
für den
S. aureus-Stamm Phillips (5 μg/ml),
zugefügt,
um eine extrazelluläre
Reproduktion der Bakterien zu vermeiden. Die Macrophagen wurden
mit destilliertem Wasser für
20 Minuten lysiert, und das Lysat 1/1, 1/10, 1/100 und 1/1000 verdünnt, wurde
auf 5 % Pferdeblut Agarplatten kultiviert. Die Platten wurden über Nacht
inkubiert und die Anzahl der Bakterien gezählt.
-
5.7.1 In Vitro Assays
-
In
vitro Assays wurden durchgeführt,
um den Einfluß spezifischer
Antikörper
gegen Kollagenadhäsion auf
die Phagocytose und die intrazelluläre Zerstörungskapazität zu beurteilen.
Kollagenadhäsions
exprimierender Phillips-Stamm wurde mit entweder Serum, welches
M55-spezifische Antikörper
enthält
oder Serum, welches BSA-Antikörper
enthält,
oder wahlweise Serum aus natürlichen
Mäusen,
welche eine Infektion durch Phillips durchgemacht haben, opsoniert.
-
Die
Ergebnisse (5A) zeigen deutlich, dass die
intrazelluläre
Zerstörung
von S. aureus Phillips-Stamm moderat durch eine vorherige Infektion
mit demselben Stamm erhöht
ist (p = 0,037). Im Gegensatz dazu, Opsonierung von Staphylokokken
mit Serum aus M55-immunisierten
Mäusen
(aber nicht infiziert) zeigten eine signifikant erhöhte intrazelluläre Zerstörungskapazität, im Vergleich
zu Kontrollserum (p = 0,009). Die Phagocytosekapazität war durch
die Opsonierung von Bakterien mit Serum, welches M55-Antikörper enthält, nur
bescheiden betroffen und signifikant betroffen, wenn die Bakterien
mit Serum vom Phillips-Stamm-infizierten
Mäusen
opsoniert waren (5B).
-
5.8 Beispiel 8 – Detektion
von CBP-Antikörpern
in S. aureus-infizierten Mäusen
-
In
dieser Studie wurden 15 Mäuse
experimentell mit einer sub-lethalen Dosis von S. aureus infiziert, welche
das Col-bindende MSCRAMM exprimiert. Anti-M55 (Col MSCRAMM) IgG
konnte nicht in den Seren von den infizierten Tieren detektiert
werden. Umgekehrt, Tiere, welche mit M55 immunisiert worden waren
und mit einer sub-lethalen Dosis S. aureus infiziert worden waren,
hatten einen anti-M55 IgG (Col MSCRAMM)-Titer von 32 × 109 Units/ml.
-
Diese
Daten deuten darauf hin, dass während
des normalen Verlaufs einer Infektion das CBP vor einer immunologischen
Erkennung geschützt
ist. Die Induktion einer polyklonalen B-Zellaktivierung, als Konsequenz einer
Infektion mit S. aureus, wird die spezifische Immunantwort auf viele
bakterielle Zellwandkomponenten runter regulären, einschließlich des
nativen CBP.
-
5.8.1 Experimentelle Details
-
Die
Serummengen von spezifischen Antikörpern gegen das Kollagenadhäsionspeptid
M55 wurde durch einen Enzyme Linked Immunosorbent Assay (ELISA)
gemessen. 96-Loch-Mikroplatten
(Nunc) wurden über
Nacht bei 4°C
mit 2 μg/ml
des M55-Peptids beschichtet. Blockiert wurde mit 0,5 % Ovalbumin
(Sigma Chemical Co., St. Louis, MO) welches in 0,05 M Tris (pH 7,7)
gelöst
war. Seren, biotinylierte Antikörper
und ExtrAvidin-Peroxidase (Sigma) wurden alle in 0,05 M Tris (pH
7,4)-0,015 M NaCl verdünnt.
Die Platten wurden über
Nacht bei 4°C
mit den Seren inkubiert, gewaschen und schrittweise mit biotinyliertem
Ziege-Anti-Maus IgG-Antikörper
(Jackson Immuno Research Laboratories, Inc., West Grove, PA), ExtrAvidin-Peroxidase
(0,5 μg/ml;
Sigma) und ABTS-Substrat inkubiert. Das A405 wurde in einem Titertec
Multiscan-Photometer (Flow Laboratories, McLean, VA) gemessen. Ein ähnliches
ELISA-Verfahren, wie oben beschrieben, wurde verwendet, um Antikörper gegen
M19, M31, als auch gegen die B1-Domäne der Kollagen-Adhäsion zu
detektieren. OVA wurde als solides Kontroll Antigen verwendet.
-
Darüber hinaus
wurden 96-Lochplatten mit Poly-L-Lysin (Sigma) beschichtet und dann
mit entweder 1,5 × 107 S. aureus Stämmen Phillips oder LS-1 beschichtet.
Nach der Blockierungsprozedur wurden die Seren aus immunisierten
Mäusen
und nicht-immunisierten, aber infizieren Mäusen, als auch natürlichen
Maus-Seren inkubiert. Die Entwicklungsschritte wurden dann wie oben
beschrieben gemacht. Die Daten sind in 6 gezeigt.
-
5.9 Beispiel 9 – Detektion
der Antikörper
gegen Col bindendes MSCRAMMs in mit S. aureus infizierten Menschen
-
Dieses
Beispiel beschreibt die Ergebnisse von Studien, um Antikörper gegen
Col bindendes MSCRAMM zu detektieren.
-
Seren
aus 34 Patienten, bei welchen klinisch eine S. aureus Infektion
diagnostiziert wurde, wurden durch einen ELISA bestimmt. IgG, das
das immobilisierte M55 erkennt (Col MSCRAMM) konnte nur detektiert werden,
wenn außerordentlich
hohe Mengen von Antigenen in dem Assay verwendet wurden. Somit konnten, trotz
der Tatsache, dass diese Patienten eine klinisch diagnostiziere
S. aureus Infektion hatten, nur eine geringe Erhöhung im α-CBP-Titer detektiert werden.
Diese Daten (7A und 7B)
legen nahe, dass eine S. aureus-Infektion eine polyklonale B-Zell
Aktivierung induzieren, die die humane Immunantwort gegen einige mikrobielle
Zellwandkomponenten runterreguliert, einschließlich des CBP.
-
6. Referenzen
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Sämtliche
der hierin offenbarten und beanspruchten Zusammensetzungen und Methoden
können ohne übermäßiges Experimentieren
im Lichte der vorliegenden Offenbarung hergestellt und ausgeführt werden.
Während
die Zusammensetzungen und die Verfahren der Erfindung im Hinblick
auf bevorzugte Ausführungsformen
beschrieben worden sind, ist es für jene auf dem Fachgebiet ersichtlich,
dass Abweichungen der Zusammensetzung, der Verfahren und in den
Schritten oder der Sequenz von Schritten der hierin beschriebenen
Methoden angewandt werden können,
ohne von dem Konzept, dem Geist und dem Umfang der Erfindung abzuweichen.
Noch spezieller, es ist ersichtlich, dass bestimmte Mittel, welche
sowohl chemisch als auch physiologisch ähnlich sind, für die hierin
beschriebenen Agentien substituiert werden können, während die gleichen oder ähnlichen
Ergebnisse erreicht werden. Alle solche ähnlichen Ersatzstoffe und Modifikationen,
die jenen auf dem Fachgebiet ersichtlich sind, werden als Inhalt
des Geistes, des Umfangs und des Konzeptes der Erfindung betrachtet,
wie durch die anhängenden
Ansprüche
definiert wurde. Dementsprechend sind die exklusiven Rechte, für die Patentschutz
begehrt wird, in den Ansprüchen
beschrieben.