-
HINTERGRUND
-
1. GEBIET DER ERFINDUNG
-
Diese
Erfindung betrifft ein Punkt-zu-Mehrpunkt-Funkzugangssystem. Die
Erfindung betrifft insbesondere die Konfiguration eines solchen
Systems, das eine Anzahl unterschiedlicher Modulationsverfahren
verwendet, wobei die Modulationsverfahren in bezug auf die Bandbreiteneffizienz,
aber auch in bezug auf die Versorgungsreichweite und die Störfestigkeit
unterscheidbar sind.
-
2. STAND DER TECHNIK UND
ANDERE ERWÄGUNGEN
-
Funkzugangsverfahren
werden vermehrt genutzt, um die schnelle und wirtschaftliche Implementierung
des Zugangsnetzwerks in modernen Telekommunikationsnetzwerken zu
ermöglichen.
Die meisten bisher bekannten Lösungen
beruhen auf herkömmlichen
mobilen zellularen Methoden, bei denen die Teilnehmer Festteilnehmer
und keine Mobilteilnehmer sind. Ein Nachteil der Verwendung zellularer
Methoden für
das Zugangsnetzwerk besteht darin, daß das Funkfrequenzspektrum
begrenzt ist, und das bedeutet, daß diese Systeme normalerweise
eine zu stark begrenzte Kapazität
haben, insbesondere in Großstädten.
-
Kürzlich ist
ein neues Punkt-zu-Mehrpunkt-System vorgeschlagen worden, das Richtfunkstrecken
zwischen einer zentralen Basisstation und Teilnehmer-Endgeräten verwendet.
Die zentrale Basisstation verwendet normalerweise 45°- oder 90°-Sektorantennen
und die Endgeräte
verwenden Richtantennen, die auf die Basisstation gerichtet sind.
-
In
dem vorgeschlagenen System kann die Frequenz-Wiederverwendung durch
die Verwendung abwechselnder vertikaler und horizontaler Polarisation
für die Übertragungsstrecken
in benachbarten Sektoren sehr effektiv sein.
-
Außerdem eignen
sich die Sichtlinien-Funkübertragungsstrecken
gut für
hochqualitative Übertragungsstrecken,
deren Kapazität
einzeln an unterschiedliche Kapazitäten (Bitraten) angepaßt werden
kann.
-
Um
die Frequenzökonomie
dieses Systems weiter zu verbessern, ist vorgeschlagen worden, eine
Anzahl unterschiedlicher Modulationstypen für die Übertragungsstrecken zu verwenden.
Die höchste
Ordnung der Modulation erfordert eine minimale Bandbreite für eine vorgegebene
Bitrate, hat aber auch die minimale Reichweite und ist am empfindlichsten
für Störungen aus
anderen Übertragungsstrecken.
Die niedrigste Ordnung der Modulation ist die robusteste. Sie hat
die größte Versorgungsreichweite
und ist auch die gegenüber Störungen aus
anderen Übertragungsstrecken
am wenigsten empfindliche.
-
Das
Problem bei dieser Art von System besteht dann darin, für jede Übertragungsstrecke
die am besten geeignete Modulation unter Berücksichtigung von Bandbreitenökonomie,
Versorgungsreichweite und der voraussichtlichen Störsituation
auszuwählen.
-
Ein
System dieser Art wird in einem Beitrag unter dem Titel "Link Capacity and
Cellular Planning Aspects of a Point to Point Fixed Radio Access
System" von A. Bollmann,
D. Chicon und M. Glauner, Europäische
Konferenz über
Richtfunksysteme 1996, Bologna, Italien, beschrieben. Jedoch hat
es bis jetzt keine genau beschriebene Prozedur gegeben, um zu einer
geeigneten Strategie zu gelangen, um jedem Endgerät im System
geeignete Modulationstypen und Bandbreite zuzuweisen.
-
In
einem Artikel von Sunil K. Vadgama unter dem Titel "Adaptive Bit Rate
Transmission for Personal Communications", Proc. of the Nordic seminar on digital
fand mobile radio communications (DMR), Oslo, 26.–28. Juni
1990, wird die Idee diskutiert, die Übertragungsbitrate entweder
zugunsten niedrigerer Übertragungsleistung
oder zusätzlicher
Kommunikationsreichweite abzuwägen.
Es wird darauf hingewiesen, daß bei mehrstufiger
Modulation die Bitrate variiert wird, indem die Ordnung der Modulation,
daß heißt, indem
die Anzahl von Bits pro Modulationssymbol, geändert wird, wodurch die nominelle
Bandbreite konstant bleibt, was die Frequenzplanung vereinfacht.
Drei Systemimplementierungen werden für ein persönliches Kommunikationssystem
vorgeschlagen: a) Verwenden einer festen Modulation in einem gegebenen
Zellentyp, b) Einrichten einer Anzahl konzentrischer Zonen unter
Verwendung jeweiliger Modulationsordnungen, und c) dynamisches Variieren
der Modulationsordnung über
jede Zelle hinweg. Es wird jedoch darauf hingewiesen, daß die letzte Implementierung
ziemlich komplexe Signalisierung, Übertragungsstreckenaufbau-Protokolle
und Rahmenformate erfordern würde.
Dieses Dokument bildet den Oberbegriff von Anspruch 1.
-
Was
benötigt
wird, ist daher ein System, das eine richtige Auswahl eines Modulationstyps
unter Berücksichtigung
von Bandbreiten-Effizienz, Versorgungsreichweite und Störsituation
ermöglicht.
-
ZUSAMMENFASSUNG
-
Es
wird ein Verfahren zur Zuweisung von Funkübertragungsstreckeneigenschaften
in einem Punkt-zu-Mehrpunkt-Funkzugangssystem
bereitgestellt. Das Punkt-zu-Mehrpunkt-Funkzugangssystem umfaßt eine
Anzahl von Basisstationen einschließlich einer gewählten Basisstation,
die durch eine Vielzahl von Funkübertragungsstrecken
mit einer entsprechenden Vielzahl von Teilnehmer-Endgeräten verbunden
ist, die sich in jeweiligen Versorgungsbereichen der gewählten Basisstation
befinden. Zumindest einige aus der Vielzahl von Funkübertragungsstrecken
sind in einem gleichen Frequenzband.
-
Gemäß dem Verfahren
wird für
die gewählte
Basisstation eine Basisstations-Leistungsdichte gewählt. Die
Basisstations-Leistungsdichte ist für jeden aus einer Vielzahl
von Modulationstypen für
alle Bitraten konstant. In ähnlicher
Weise wird für
jedes aus der Vielzahl von Teilnehmer-Endgeräten, die sich in Versorgungsreichweite
der gewählten
Basisstation befinden, eine Endgerät-Leistungsdichte gewählt. Die
Endgerät-Leistungsdichte
ist für
jeden aus der Vielzahl von Modulationstypen für alle Bitraten konstant. Dann
wird für
jeden aus der Vielzahl von Modulationstypen eine maximale Reichweite
bestimmt. Dann wird für
jedes aus der Vielzahl von Teilnehmer-Endgeräten der entsprechenden Funkübertragungsstrecke
in Abhängigkeit
von der Reichweite der gewählten
Basisstation ein Modulationstyp zugewiesen. Dann wird für jedes
aus der Vielzahl von Teilnehmer-Endgeräten bestimmt, ob am Teilnehmer-Endgerät eine annehmbare
Signalqualität
vorhanden ist. Wenn nicht, wird der Funkübertragungsstrecke entsprechend
dem Teilnehmer-Endgerät,
das keine annehmbare Signalqualität hat, ein Modulationstyp der
nächstniedrigeren
Ordnung zugewiesen.
-
Nachdem
das oben Genannte in bezug auf die Teilnehmer-Endgeräte erfolgt
ist, wird in der gewählten Basisstation
bestimmt, ob in bezug auf jedes aus der Vielzahl von Teilnehmer-Endgeräten eine
annehmbare Signalqualität
vorhanden ist. Wenn nicht, wird der Funkübertragungsstrecke, die dem
Teilnehmer-Endgerät
mit der nicht annehmbaren Signalqualität entspricht, ein Modulationstyp
der nächstniedrigeren
Ordnung zugewiesen. Danach werden jeder aus der Vielzahl von Funkübertragungsstrecken
Frequenzen und Bandbreite zugewiesen.
-
KURZBESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
-
Die
oben genannten und weitere Aufgaben, Merkmale und Vorteile der Erfindung
werden anhand der folgenden ausführlicheren
Beschreibung von bevorzugten Ausführungsformen deutlich, wie
sie in den beigefügten
Zeichnungen dargestellt sind, in denen Bezugszeichen in all den
verschiedenen Ansichten die gleichen Teile bezeichnen. Die Zeichnungen
sind nicht notwendigerweise maßstabsgetreu,
der Schwerpunkt wird stattdessen auf die Darstellung der Prinzipien
der Erfindung gelegt.
-
1 ist
eine schematische Ansicht eines Richtfunk-Versorgungsnetzwerks gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung.
-
1A ist
eine vergößerte schematische
Ansicht eines Abschnitts eines Versorgungsbereichs, der von einem
Basisstations-Standort des Netzwerks von 1 versorgt
wird.
-
2 ist
eine schematische Ansicht einer Basisstation gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung.
-
3 ist
eine schematische Ansicht eines Basisstations-Netzwerks gemäß einer
Ausführungsform der
Erfindung.
-
4 ist
eine schematische Ansicht, die die Beziehung zwischen 4A und 4B darstellt.
-
4A und 4B sind
Ablaufpläne,
die Schritte darstellen, die von einem Netzwerkplanungsprozessor
gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung ausgeführt
werden.
-
AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
-
In
der folgenden Beschreibung werden zum Zweck der Erklärung und
nicht der Begrenzung spezifische Einzelheiten dargelegt, wie etwa
bestimmte Architekturen, Schnittstellen, Methoden usw., um ein umfassendes
Verständnis
der vorliegenden Erfindung zu ermöglichen. Jedoch ist für den Fachmann
offensichtlich, daß die
vorliegende Erfindung in anderen Ausführungsformen in die Praxis
umgesetzt werden kann, die von diesen spezifischen Einzelheiten
abweichen. In anderen Fällen
werden ausführliche
Beschreibungen bekannter Geräte,
Schaltungen und Methoden weggelassen, um die Beschreibung der vorliegenden
Erfindung nicht durch unnötige
Einzelheiten unverständlich
zu machen.
-
1 zeigt
ein Richtfunk-Versorgungsnetzwerk 20. Netzwerk 20 weist
ein regelmäßiges Muster
von Basisstations-Standorten und die entsprechende Zelle oder den
entsprechenden Versorgungsbereich für jeden Basisstations-Standort
auf. In 1 ist die Zelle oder der Versorgungsbereich
für jeden
Basisstations-Standort
als ein Quadrat mit einem Basisstations-Standort dargestellt, der
sich in der Mitte des Quadrats (daß heißt, in der Mitte der Zelle)
befindet. Zum Beispiel befindet sich Basisstations-Standort B1 zentral
in seiner Zelle C1 und Basisstations-Standort B2 befindet sich zentral
in seiner Zelle C2.
-
In
der dargestellten Ausführungsform
umfaßt
jede Zelle C vier dreieckige Sektoren. Zum Beispiel umfaßt Zelle
C1 die Sektoren S1C1, S2C1,
S3C1 und S4C1, und
Zelle C2 umfaßt
die Sektoren S1C2, S2C2,
S3C2 und S4C2.
-
1A zeigt
eine Vergrößerung der
Mitte von Zelle C1, die vom Basisstations-Standort B1 versorgt wird.
Wie in 1A zu sehen, weist jeder Basisstations-Standort,
wie etwa Basisstations-Standort B1, vier Basisstationen auf (Basisstationen
B1-1, B1-2, B1-3, und B1-4, die in 1A als
im Basisstations-Standort
B1 enthalten dargestellt sind).
-
Wie
sowohl in 1 als auch in 1A dargestellt,
haben abwechselnde Sektoren S einer Zelle C unterschiedliche Polarisationen.
Das heißt,
direkt benachbarte Sektoren empfangen Übertragungen in orthogonalen
Polarisationen, um eine Entkopplung in den einander überlappenden
Bereichen der Antennendiagramme zu erzielen. Zum Beispiel haben
in Zelle C1 die Sektoren S1C1 und S3C1 horizontale Polarisation (wie durch den
Buchstaben "H" gekennzeichnet),
während
die Sektoren S2C1 und S4C1 vertikale
Polarisation haben (wie durch den Buchstaben "V" gekennzeichnet).
-
In 1 sind
zwei Endgeräte
T1 wird T2 dargestellt. Endgerät
T1 befindet sich im Sektor S4C1, der durch
Basisstation B1-4 versorgt wird; T2 befindet sich im Sektor S4C1, der durch Basisstation B2-4 versorgt wird.
Die Endgeräte
T1 und T2 werden somit durch Basisstationen versorgt, die die gleiche
Polarisation verwenden.
-
In
der in 1 dargestellten speziellen Konfiguration haben
die Basisstationen B1, B2 ungefähr
90° breite
Antennen. Die Endgeräte
T1 und T2 hingegen haben weitaus kleinere Antennenstrahlbreiten,
normalerweise 4 bis 8 Grad. Obwohl in 1 nur zwei
Endgeräte
T1 und T2 dargestellt sind, versteht es sich, daß sich in jedem Sektor S normalerweise
viele Endgeräte
befinden. Die Endgeräte
befinden sich in Räumlichkeiten
der Teilnehmer, wobei jedes Endgerät über Übertragungsstrecken (zum Beispiel
POTS- oder ISDN-Übertragungsstrecken)
mit vielen Fernsprechteilnehmern verbunden ist. Jedes Endgerät ist für eine Basisstation
bestimmt und an diese angepaßt
(zum Beispiel ist Endgerät
T1 für
Basisstation B1-4 bestimmt).
-
Obwohl
es in jedem Sektor mehrere Endgeräte gibt, wird für einen
gegebenen Sektor jedem Endgerät T
seine individuelle Frequenz aus einem Bereich von in jenem Sektor
verfügbaren
Frequenzen zugewiesen. Es kann vorkommen, daß die gleiche Frequenz sowohl
in Sektor S4C1 als auch in Sektor S4C2 genutzt wird. Somit würde, wenn den Endgeräten T1 und
T2 die gleiche Frequenz zugewiesen wäre, ein potentielles Störungsproblem
entstehen. In diesem Fall würde
ein Signal, das auf einer Frequenz f1 zum Endgerät T1 von einer Basisstation
B1-4 am Standort B1 übertragen
wird, wegen des breiten Antennenwinkels von Basisstation B1-4 auch
das Endgerät
T2 treffen, wie durch Linie 30 gekennzeichnet. Wenn Endgerät T2 ebenfalls
Frequenz f1 verwendet, würde
es zu Störungen
kommen. Somit könnte
Basisstation B1-4 Störungen
am Endgerät
T2 verursachen.
-
Ebenso
könnte
Endgerät
T2 Störungen
in Basisstation B1-4 verursachen. In dieser Hinsicht hat Endgerät T2 einen
schmalen Antennenstrahl, der auf seine eigene Basisstation B2-4
gerichtet ist. Normalerweise würde
das vom Endgerät
T2 auf die Basisstation B2-4 gerichtete Signal nicht die Basisstation
B1 treffen. Jedoch können
Störungen
auftreten, wenn das Endgerät
T2 in der in 1 dargestellten Weise mehr oder
weniger auf einer Linie sowohl mit Basisstation B2-4 als auch mit
Basisstation B1-4 liegt. In dieser Situation kann die Antenne von
Endgerät
T2 nicht zwischen Basisstation B2-4 und Basisstation B1-4 unterscheiden,
und es kommt zu Störungen.
-
Es
versteht sich, daß die
Verwendung von vier Sektoren S pro Zelle, wie in 1 dargestellt,
lediglich als Beispiel dienen soll. Wenngleich 1 jeden
Sektor einer Zelle C mit neunzig Grad in bezug auf die bestimmte
verwendete Antenne darstellt, können
die Zellen mit anderen Winkeln (zum Beispiel Winkel von fünfundvierzig
Grad oder fünfzehn
Grad) gemäß den Winkeln
der für
die Basisstationen gewählten
Antennen sektoriert werden.
-
Der
Fachmann wird anerkennen, daß die
weltwinklig sektorierten Basisstations-Antennen einen niedrigeren
Gewinn haben als die stark richtenden Endgeräte-Antennen (die einen schmaleren
Strahl haben). Zum Beispiel kann eine Antenne an einem Endgerät T einen
Acht-Grad-Hauptstrahl mit hohem Antennengewinn (zum Beispiel 22
dB bei 10 GHz) haben.
-
2 stellt
ein Blockschaltbild einer Basisstation 40 dar (Basisstation 40 ist
zum Beispiel für
die oben beschriebenen Basisstationen B1-4 und B2-4 repräsentativ).
Basisstation 40 weist in ihrem Senderteil eine Vielzahl
von Übertragungskanälen 41 auf,
wobei ein solcher Kanal 41A in 2 vollständig dargestellt
ist. Jeder Kanal 41 hat einen Modulator 42 und
einen Aufwärtsumsetzer 44,
um die Signale in RF-Frequenz umzusetzen, Alle Übertragungskanäle 41 sind
mit dem Leistungsverstärker 46 verbunden,
wie durch die Leitungen 47 gekennzeichnet. Basisstation 40 hat
auch einen Empfängerteil
oder eine Empfängerseite
mit Empfängerkanälen 51,
von denen in 2 nur Kanal 51A vollständig dargestellt
ist. Alle Empfängerkanäle 51 teilen
sich einen gemeinsamen RF-Verstärker 52.
Verstärker 52 ist
durch Leitungen 53 mit jedem Empfängerkanal 51 verbunden.
Jeder Empfängerkanal 51 weist
einen Abwärtsumsetzer 54 und
einen Demodulator 56 auf. Duplexer 60 von Basisstation 40 verbindet
den Sender und den Empfänger
mit einer gemeinsamen Antenne 62. Der Modulator 42 und
Demodulator 56 jedes Kanals (allgemein als Modem bekannt)
werden von einer Steuereinheit 70 gesteuert. Steuereinheit 70 ist
mit allen Sende- und Empfangskanälen
verbunden. Steuereinheit 70 legt die grundlegenden Übertragungsstreckenparameter
für das
Modem fest, daß heißt, Modulationstyp,
Sendeleistungsdichte und Bitrate. In einer Betriebsart zur dynamischen
Bandbreitenzuweisung (DBA) nimmt Steuereinheit 70 auch
jederzeit Bandbreitenzuweisungen für die einzelnen Endgeräte vor.
-
3 zeigt
eine Übersicht
eines Basisstations-Netzwerks 100. Eine Anzahl von Basisstationen 400 , 401 , 402 , usw. ist mit einem Netzwerk-Verwaltungssystem
(NMS) 102 verbunden. Insbesondere sind die Steuereinheiten 70 der
Vielzahl von Basisstationen 40 mit Netzwerk-Verwaltungssystem
(NMS) 102 verbunden.
-
Netzwerk-Verwaltungssystem
(NMS) 102 wiederum ist mit einem Netzwerkplanungsprozessor
(NPP) 110 verbunden. Netzwerkplanungsprozessor (NPP) 110 kann
verschiedene Formen haben, wie etwa die eines selbständigen Personalcomputers
(PC). Arbeitsschritte und Berechnungen, die vom NPP 110 ausgeführt werden,
sind weiter unten ausführlicher
beschrieben. Ergebnisse und Ausgaben des Netzwerkplanungsprozessors 110 werden
zum Netzwerk-Verwaltungssystem 102 übertragen. Die Ausgabeoperationen
des Netzwerkplanungsprozessors 110 zum Netzwerk-Verwaltungssystem 102 können die
Form einer einfachen Dateiübertragung
haben, Eingaben in das Netzwerk-Verwaltungssystem 102 weisen
die erlaubten Modulationstypen für jedes
Endgerät
T auf. Wenn eine Steuereinheit 70 einer Basisstation 40 einen
Kanal einem bestimmten Endgerät
T zuweist, weiß die
Steuereinheit 70 aufgrund der Störsituation somit schon vorher,
welche Modulationstypen erlaubt sind.
-
Die
Eingaben des Netzwerkplanungsprozessors 110 weisen folgendes
auf die Standorte der Basisstationen B und der Endgeräte T, die
jeweils angewendeten Antennendiagramme, grundlegende Übertragungsstreckenparameter,
wie etwa die verfügbaren
Leistungsdichten, und Modulationsempfindlichkeiten, wie etwa C/N-
und C/I-Anforderungen. Zusätzlich
weisen die Eingaben in einer Betriebsart zur festen Bandbreitenzuweisung
(FBA) die pro Endgerät
benötigten
Kapazitäten
(Bitraten) auf.
-
Da
der Begriff "Betriebsarten" oben angesprochen
wurde, sollte erwähnt
werden, daß die
Erfindung in einer von zwei Betriebsarten arbeiten kann. In der
Betriebsart zur festen Bandbreitenzuweisung (FBA) sind jedem spezifischen
Endgerät
ein für
allemal eine spezifische Kapazität
(Bitrate), Modulationstyp, Bandbreite und Frequenz zugewiesen. In
der Betriebsart zur dynamischen Bandbreitenzuweisung (DBA) werden
durch Steuereinrichtung 70 jedem Endgerät zu jedem Zeitpunkt Kapazität, Modulationstyp
und Bandbreite gemäß dem tatsächlichen
Bedarf zugewiesen. In der DBA-Betriebsart
kann jedes Endgerät
mit der Zeit die zugewiesene Frequenz ändern, wenn das System versucht,
die Nutzer zu veranlassen, optimalen Gebrauch von der Gesamt-Bandbreite
zu machen.
-
Erwähnung finden
hier oft auch "Modulationstypen". Fünf verschiedene
Beispiele von Modulationstypen und entsprechenden Eigenschaften
sind in Tabelle 1 dargestellt.
-
TABELLE
1
Beispiel-Modulationstypen und entsprechende Eigenschaften
-
In
Tabelle 1 ist das C/I-Verhältnis
der Wert für
eine Verschlechterung des Rausch-Schwellwerts um 3 dB. Diese Differenz,
die bei C/N und bei C/I notwendig ist, beträgt für die beiden Extreme 11,5 dB.
Die Bandbreiten-Anforderungen unterscheiden sich um einen Faktor
von 3 und die Reichweite um einen Faktor von nahezu 4 zwischen der
robustesten und der bandbreiteneffizientesten Modulation.
-
4A und 4B zeigen
ausgewählte
allgemeine Operationen oder Schritte, die vom Netzwerkplanungsprozessor 110 gemäß der vorliegenden
Erfindung ausgeführt
werden. Es wird angenommen, daß vor der
Ausführung
der in 4A und 4B dargestellten
Schritte vier einleitende Schritte erfolgt sind.
-
Als
eine erste Vorbereitungsmaßnahme
werden die Standorte und die benötigten
Kapazitäten
in einer Anzahl von 64-kb/s-Leitungen pro Standort definiert. Als
eine zweite Vorbereitungsmaßnahme
werden die Basisstations-Standorte B unter umfassender Berücksichtigung
von Kapazität
und Versorgung gefunden. Zur Auswahl geeigneter Standorte wird im
Netzwerkplanungsprozessor 110 von Sichtlinien(LOS-)Versorgungsdiagrammen
Gebrauch gemacht. Die Basisstations-Standorte werden in Sektoren
aufgeteilt und den verschiedenen Sektoren werden verschiedene Polarisationen
zugewiesen. Als eine dritte Vorbereitungsmaßnahme werden den verschiedenen
Basisstationen Endgeräte-Standorte
zugewiesen. Als eine vierte Vorbereitungsmaßnahme werden die Regenzone
und die Anforderungen bezüglich
Nichtverfügbarkeitszeit
(UAT) und Übertragungsstreckenqualität definiert.
Weitere typische Anforderungen an die Übertragungsstreckenqualität sind in
ITU-T:s REC G 821 definiert. Für
Berechnungen von Funkübertragungsstrecken
werden verschiedene Regenzonen verwendet, wie es ebenfalls durch
die ITU definiert wurde.
-
Angenommen,
daß die
oben genannten Vorbereitungen durchgeführt worden sind, dann führt Netzwerkplanungsprozessor 110 die
in 4A und 4B gezeigten
allgemeinen Schritte aus. Die Ausführung beginnt mit der Auswahl
einer Leistungsstrategie, wie durch die Schritte 400 und 402 dargestellt.
-
In
Schritt 400 wird eine Basisstations-Sendeleistungsdichte
(daß heißt, pro
Hz Bandbreite übertragene Leistung)
so gewählt,
daß sie
für alle
Bitraten und Modulationstypen konstant ist. Dies bedeutet, daß alle Bitraten,
die mit einem spezifischen Modulationstyp übertragen werden, die gleiche
Reichweite haben. Jedoch hat ein Modulationstyp mit höherer Bandbreiteneffektivität eine kürzere Reichweite,
da er weniger robust ist [er ein höheres Signal-Rausch-Verhältnis C/N
oder Signal-zu-Rauschen-und-Störung-Verhältnis C/(N
+ I) erfordert].
-
In
Schritt 402 wird die Sendeleistungsdichte eines Endgeräts so gewählt, daß sie für alle Bitraten
und für
alle Modulationstypen, an der Reichweitengrenze des jeweiligen Modulationstyps
gemessen, konstant ist. Mit abnehmender Entfernung vom Endgerät zu seiner
Basisstation wird die Leistungsdichte verringert, so daß die an
der Basis empfangene Leistungsdichte für alle Entfernungen konstant
ist. Die Leistungsdichte, die von den Endgeräten übertragen und auch an der Basis
empfangen wird, unterscheidet sich für die verschiedenen Modulationstypen
um die Differenz im für
die jeweiligen Modulationstypen erforderlichen C/(N + I).
-
Unter
Berücksichtigung
der Leistungsauswahlschritte 400 und 402 könnte eine
typische Leistungsdichte für
eine Basisstation zum Beispiel –60
dBm pro Hz Bandbreite für
alle Modulationstypen sein. Für
ein Endgerät
variiert die Leistungsdichte in Abhängigkeit von seiner Entfernung
zur Basisstation, zum Beispiel könnte
die Leistungsdichte für
eine QPSK-1/2-modulierte Übertragungsstrecke –70 dBm/Hz
an der Reichweitengrenze sein und würde dann mit der Entfernung
abnehmen, um zu einer konstanten Empfangsleistungsdichte an der
Basis zu führen
(die Leistungsdichte würde
normalerweise bei der halben Entfernung um 6 dB abnehmen). Für eine 16-TCM-3/4-Übertragungsstrecke
wäre die
Leistungsdichte 11,5 dB höher,
entsprechend der Differenz in den C/I-Anforderungen für ein 16-TCM-Endgerät im gleichen
Abstand wie ein Endgerät,
das QPSK 1/2 verwendet. Dies bedeutet, daß die an der Basisstation empfangene
Leistungsdichte für
das 16-TCM-Endgerät
11,5 dB höher
wäre.
-
In
Schritt 404 wird eine maximale Reichweite für jeden
der verschiedenen Modulationstypen berechnet. Bei dieser Berechnung
ist eine Verschlechterung des Rausch-Schwellwerts um 3 dB für Störungen aus anderen Übertragungsstrecken
gestattet (dies bedeutet für
das Verhältnis
C/(N + I), daß I
= N). Die Versorgungsberechnungen von Schritt 404 sind
einfache Berechnungen in der Richtfunk-Übertragungsstreckentechnik,
die der Fachmann kennt und die folglich an dieser Stelle nicht mit
weiteren Einzelheiten beschrieben werden. Typische Versorgungsreichweiten
variieren mit dem Frequenzband. Bei 10,5 GHz, was ein typisches,
von der ITU für
Punkt-zu-Mehrpunkt-Dienste zugewiesenes Band ist, sind die Entfernungen
für den
Modulationstyp QPSK 1/2 ungefähr
10 km und für
die empfindlicheren Modulationstypen kürzer, zum Beispiel 2–3 km für 16 TCM
3/4. In höheren
Frequenzbändern,
zum Beispiel 18 und 26 GHz, sind die Reichweiten aufgrund des Dämpfungseffekts
des Regens (der bei höheren
Frequenzen stärker
ist) kürzer.
Ein Sonderfall wäre,
wenn der Zellradius so klein gewählt
wird, daß alle
Modulationstypen genügend
Reichweite haben.
-
In
Schritt 406 wird jedem Endgerät in Abhängigkeit von seiner Entfernung
von der Basisstation der Modulationstyp mit der minimalen Bandbreite
zugewiesen. Abhängig
von der Entfernung der Endgeräte-Standorte
wird somit den unterschiedlichen Übertragungsstrecken ein Modulationsprinzip
zugewiesen, das die maximale Reichweite für diese Modulation einhält und eine
minimale Bandbreite verwendet.
-
In
Schritt 408 wird für
jedes Endgerät
eine Berechnung des C/I-Verhältnisses
durchgeführt,
wobei C das erwünschte
Signal aus dem eigenen Basisstationssektor und I die Störung aus
jedem anderen Basisstationssektor darstellt. Die Störung aus
allen anderen (Sektor-)Basisstationen wird unter Berücksichtigung
der Polarisation, Antennendiagramme (diese weisen Diagramme sowohl
für kopolare
als auch für
Kreuzpolarisation auf) und der zugewiesenen Leistungsdichte berechnet.
Diese Störungen
werden addiert, um das "I" des C/I-Verhältnisses
zu erhalten.
-
In
Schritt 410 wird für
jedes Endgerät
das berechnete C/I überprüft, um zu
bestimmen, ob es größer als
das minimal erforderliche C/I ist. Hier sollten die C/I-Werte verwendet
werden, die eine Verschlechterung des Rausch-Schwellwerts um 3 dB
darstellen, um die Versorgungsberechnung von Schritt 404 einzuhalten. Wenn
das erforderliche C/I die Überprüfung in
Schritt 410 nicht besteht, dann wird für jedes Endgerät, das die Überprüfung nicht
besteht, der nächstniedrigere
(robustere) Modulationstyp für
dieses Endgerät
gewählt (Schritt 412).
Wenn eine weitere Überprüfung (Schritt 414),
ob das C/I-Verhältnis
größer als
das Minimum ist, nicht bestanden wird, dann wird bestimmt, daß kein Modulationstyp
die Bedingung erfüllt,
und das Endgerät wird
in Schritt 416 als problematisches Endgerät gekennzeichnet,
das gesondert zu handhaben ist (zum Beispiel könnte einem solchen problematischen
Endgerät
der Dienst verweigert oder eine gesonderte Frequenz aus der gesamten
verfügbaren
Bandbreite zugewiesen werden).
-
Als
ein Beispiel für
das oben Genannte wird angenommen, daß in Schritt 410 ein
C/I von 13 berechnet wird. Ein solches C/I-Verhältnis ist zulässig, wenn
der gewählte
Modulationstyp QPSK 1/2 ist, was 9,5 dB erfordert. Wenn hingegen
der gewählte
Modulationstyp 16 TCM 3/4 wäre,
was 21 dB erfordert, dann wäre
der nächstrobusteste
mit C/I = 13 dB kompatible Modulationstyp QPSK 3/4. Somit würde QPSK
3/4 anstelle von 16 TCM 3/4 gewählt
werden. In Übertragungsstrecke
mit Schritt 412 sollte man beachten, daß ein Wechsel von einem Modulationstyp
zu einem anderen die gerade durchgeführten C/I-Berechnungen nicht beeinflußt, da alle
Modulationstypen mit der gleichen Leistungsdichte übertragen
werden.
-
In
Schritt 418 (siehe 4B) werden
die C/I-Verhältnisse
an den Basisstationen berechnet (daß heißt, es werden C/I-Berechnungen
von jedem Endgerät
zu seiner Basis vorgenommen). Für
jedes Endgerät
wird das erwünschte
Signal C mit den empfangenen Störsignalen
I von anderen Endgeräten
verglichen. Man beachte hier, daß in jedem Sektor nur ein Endgerät auf einer
spezifischen Frequenz arbeitet. Somit wird eine Übertragungsstrecke an der Basisstation
nur von höchstens
einem Endgerät
in jedem Sektor gestört.
Bei normalen Zellenplänen
ist es nicht wahrscheinlich, daß mehr
als zwei Endgeräte
signifikant zur Störung
beitragen. Somit ist es im schlimmsten Fall hinreichend, einen Grenzbereich
von 3 dB zum Störpegel
vom schlechtesten Endgerät
hinzuzufügen.
-
In
Schritt 420 wird in der Basisstation eine Überprüfung vorgenommen,
ob die empfangene Störleistungsdichte
für jedes
Endgerät
unterhalb dieses Maximums liegt. Wenn nicht, wird dem Endgerät in Schritt 422 der
nächstrobustere
Modulationstyp zugewiesen, was bedeutet, daß das Endgerät seine Sendeleistungsdichte
verringert. Nach einer weiteren Überprüfung für ein solches
Endgerät
in Schritt 424 wird jedes Endgerät, das nicht zur Erfüllung der
Bedingung der maximalen Störleistung
veranlaßt
werden kann, als problematisches Endgerät markiert (Schritt 426)
und, wie oben beschrieben, gesondert behandelt.
-
Die
vorliegende Erfindung führt
nicht zu einer großen
Anzahl von Berechnungen. Aus der Beobachtung, daß (1) das empfangene erwünschte Signal
C von jedem Endgerät
für einen
spezifischen Modulationstyp konstant ist (siehe Schritt 402)
und daß (2)
der Unterschied im empfangenen Signalpegel für die verschiedenen Modulationstypen
dem Unterschied im erforderlichen Verhältnis C/I entspricht, kann
abgeleitet werden, daß der
maximal erlaubte Störpegel
für alle
Modulationstypen konstant ist.
-
In Übertragungsstrecke
mit den geradzahlig numerierten Schritten 418 bis 426 ist
zu beachten, daß das
gewünschte
Signal an einer Basisstation bei jedem spezifischen Modulationstyp
immer mit dem gleichen Pegel empfangen wird. Für eine 16-TCM-3/4-modulierte Übertragungsstrecke
ist jedoch der empfangene Pegel 11,5 dB höher als für eine QPSK-1/2-modulierte Übertragungsstrecke.
Da das erlaubte Träger-Stör-Verhältnis C/I
für die
16-TCM-3/4-Übertragungsstrecke
11,5 dB höher
ist als für
die QPSK-Übertragungsstrecke, kann
geschlußfolgert
werden, daß der
maximal erlaubte Störpegel
für alle
Modulationstypen gleich ist. Somit ist es hinreichend, das empfangene
Störsignal
an der Basisstation zu berechnen, um das C/I für die Aufwärtsverbindung von den Endgeräten zu den
Basisstationen zu prüfen.
Zum Beispiel wäre,
wenn das nominelle gewünschte
Signal C an der Basis –140
dBm/Hz für
eine QPSK-1/2-Übertragungsstrecke
ist, der maximale Störsignalpegel –140 – 9,5 = –149,5 dBm/Hz
für alle
Modulationstypen. Wenn der berechnete Störsignalpegel vom Endgerät T2 –145 dBm/Hz
wäre, müßte er somit
verringer werden. Wenn der Modulationstyp für Endgerät T2 zum Beispiel 16 TCM 3/4
wäre, könnte der
Störpegel
verringer werden, indem ein robusterer Modulationstyp gewählt wird,
der eine geringere Leistungsdichte bei der gleichen Reichweite hat.
Um nicht höher
als die maximalen –149
dBm/Hz zu sein, muß der
Störsignalpegel
um 4,5 dB verringert werden. Dies kann geschehen, indem die Modulation
8 TCM 2/3 gewählt
wird, was den Störpegel
um 6,5 dB verringern würde
(Entkopplung durch Modulationstyp). Wenn es nicht möglich wäre, eine
robustere Modulation zu finden, die den Störpegel genügend senkt, würde das
Endgerät
als problematisches Endgerät
markiert werden (Schritt 426) und ihm könnte zum Beispiel ein spezielles,
im störenden
Sektor nicht verwendetes Frequenzband zugewiesen werden (Entkopplung
durch Frequenz).
-
Ein
spezielles Problem für
die Aufwärtsverbindung
(Endgerät
zu Basis) besteht darin, daß Endgeräte aus verschiedenen
Sektoren Störsignale
hinzufügen
können
und es schwer ist zu erkennen, welche Endgeräte beteiligt sind (auf den
gleichen Frequenzen arbeiten). Dies ist typisch für die DBA-Betriebsart. Jedoch
ist es nicht wahrscheinlich, daß mehr
als zwei Endgeräte
gleichzeitig beteiligt sind. Somit findet das Problem Beachtung,
wenn ein 3 dB-Grenzbereich im maximal erlaubten Störpegel verwendet
wird. Überdies
sollte, statt die Angabe –149,5
dBm/Hz als maximal erlaubten Störsignalpegel
zu verwenden, die Zahl –152,5
dBm/Hz verwendet werden.
-
Nach
Abschluß von
Schritt 420 oder 424 stehen die Bitrate und der
Modulationstyp für
jedes Endgerät fest.
Dann wird in Schritt 428 in der FBA-Betriebsart jeder Übertragungsstrecke
eine spezifische Frequenz und Bandbreite zugewiesen, was angemessene
Schutzfrequenzbänder
zwischen den Übertragungsstrecken
ermöglicht.
Die Übertragungsstrecken
sollten grundsätzlich
von schmalen zu breiteren Kanälen
geordnet werden. Es versteht sich, daß Schritt 428 ausschließlich bei
der FBA-Betriebsart ausgeführt
wird. Bei der DBA-Betriebsart wird die Zuweisung von Bitrate, Modulationstyp
und Bandbreite jederzeit durch die Steuereinheit 70 im
Sektor vorgenommen.
-
In
Schritt 430 wird bestimmt, ob ein neues Endgerät zum System
hinzuzufügen
ist. Wenn ein neues Endgerät
zum System hinzugefügt
wird, werden die Schritte 432, 434 und 436 ausgeführt. Diese
Schritte ähneln
den oben erläuterten
Abläufen
darin, daß für das neue
Endgerät:
(1) ein Modulationstyp in Hinblick auf die Reichweite bestimmt wird
[Schritt 432], (2) das C/I von allen Basisstationssektoren überprüft und der
Modulationstyp bei Bedarf angepaßt wird [Schritt 434],
und (3) in jedem Basisstationssektor der Störpegel vom neuen Endgerät überprüft und der
Modulationstyp bei Bedarf angepaßt wird, um die maximal erlaubte
Stördichte
an der Basis einzuhalten [Schritt 436]. Netzwerkplanungsprozessor 110 kann
in einer Schleife weiterarbeiten und dabei auf das Hinzufügen anderer
Endgeräte
warten, wie in 4B dargestellt.
-
Die
oben beschriebenen Operationen und Berechnungen von 4A und 4B werden
vom Netzwerkplanungsprozessor 110 ausgeführt und
ihre Ergebnisse an die Steuereinheiten 70 der verschiedenen
Basisstationen weitergegeben. In der DBA-Betriebsart wird für jedes
Endgerät
der höchstmögliche Modulationstyp
festgelegt. Es obliegt dann der Steuereinheit 70, über die
tatsächlich
zu verwendende Modulation, Bandbreite und Frequenz zu entscheiden.
Die vorgeschlagenen höchstmöglichen
Modulationstypen werden vorzugsweise über das Netzwerk-Verwaltungssystem 102 in
die Steuereinheiten 70 eingegeben.
-
Somit
betrifft die Erfindung ein Punkt-zu-Mehrpunkt-Funkzugangssystem
mit einer Anzahl sektorierter Basisstations-Standorte und einer
Anzahl von Teilnehmer-Endgeräten,
die sich im Versorgungsbereich der Basisstations-Standorte befinden.
Die Funkübertragungsstrecken
zwischen Teilnehmer-Endgeräten
und Basisstationen arbeiten alle im gleichen Frequenzband. Von Sektor
zu Sektor wechseln die Basisstations-Antennen systematisch zwischen
vertikaler und horizontaler Polarisation, um die potentiellen Störbereiche
zu minimieren. Gemäß der Erfindung
können
den Übertragungsstrecken,
die einen Basisstations-Standort mit den Teilnehmer-Endgeräten verbinden,
unterschiedliche Kapazitäten
und unterschiedliche Modulationsprinzipien zugewiesen werden, die
aus einer Vielzahl von Möglichkeiten
gewählt
werden. Von den Modulationsprinzipien entspricht das robusteste
Modulationsprinzip der größten für eine spezifische
Bitrate benötigten
Bandbreite und auch der größten möglichen
Reichweite. Das am wenigsten robuste Modulationsprinzip entspricht
der kleinsten für
eine spezifische Bitrate benötigten
Bandbreite und auch der minimal möglichen Reichweite.
-
Merkmale
des Systems und des Verfahrens weisen somit folgendes auf:
- (1) Die Basisstationen senden mit konstanter
Leistungsdichte bei allen spezifischen Modulationstypen;
- (2) die Endgeräte
senden mit konstanter Leistungsdichte bei allen Bitraten und bei
allen Modulationstypen, gemessen an der Reichweitengrenze des jeweiligen
Modulationstyps, und verringern die Leistungsdichte mit abnehmendem
Abstand zu den Basisstationen, so daß die an der Basisstation empfangene
Leistungsdichte für
alle Entfernungen bei einem spezifischen Modulationstyp konstant
ist;
- (3) bei gegebenem Abstand unterscheidet sich die von einem Endgerät übertragene
Leistungsdichte bei unterschiedlichen Modulationstypen entsprechend
den Unterschieden in C/(N + I); und
- (4) den einzelnen Übertragungsstrecken
zu den Endgeräten
wird ein Modulationstyp zugewiesen, der vereinbar ist mit ihrem
Abstand zur Basisstation, dem C/(N + I) von den verschiedenen Basisstationen
und einem an den Basisstationen empfangenen maximal erlaubten Störpegel,
der mit dem erforderlichen C/(N + I) vereinbar ist und die geringste
Bandbreite einnimmt.
-
Somit
stellt die vorliegende Erfindung vorteilhafterweise ein einfaches
Verfahren bereit, um jeder Funkübertragungsstrecke
in einem Punkt-zu-Mehrpunkt-System Modulationstyp, Leistungsstrategie
und Bandbreite zuzuweisen, einschließlich des Merkmals der möglichen
Einbeziehung verschiedener Modulationstypen unter Berücksichtigung
der erforderlichen Versorgungsreichweite, der Forderung nach minimaler
Bandbreite und der vorhergesehenen Störsituation ermöglicht.
Der Betrieb und die Zuweisung gemäß der vorliegenden Erfindung
erfolgt ohne übermäßige Berücksichtigung
anderer Übertragungsstrecken,
was leicht zu wiederholtem Hin- und Her führen könnte, bevor eine befriedigende
Lösung
erzielt wird. Die vorliegende Erfindung unterstützt auch ein System mit dynamischer
Kanalzuweisung.
-
Wenngleich
die Erfindung insbesondere mit Bezug auf ihre bevorzugten Ausführungsformen
dargestellt und beschrieben worden ist, wird man zum Beispiel verstehen,
daß das
Polarisationsprinzip für
die Antennen nicht unbedingt systematisch sektorweise zwischen vertikaler
und horizontaler Polarisation wechseln muß. Überdies können die Funkübertragungsstrecken
in mehr als einem Frequenzband, zum Beispiel in zwei Frequenzbändern, arbeiten.