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TECHNISCHES
GEBIET DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung, wie sie in den anliegenden Patentansprüchen definiert
ist, betrifft Anordnungen, die in einem ersten Zustand die Phase
eines Wechselstromsignals verschieben und in einem zweiten Zustand
das Signal ohne Phasenverschiebung weiterleiten. Insbesondere betrifft
die Erfindung Schaltungen, die das gleichzeitige Beeinflussen anders
als durch Phasenverschiebung des Signals erlauben. Ferner betrifft
die Erfindung Verfahren zum gleichzeitigen Phasenverschieben und
aktiven Beeinflussen eines Signals durch Verwenden einer erfindungsgemäßen Vorrichtung.
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BESCHREIBUNG
DES VERWANDTEN STANDS DER TECHNIK
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Bei
bestimmten Verarbeitungseinheiten elektrischer Signale gibt es zum
Beispiel funktionale Forderungen, die die Möglichkeit verlangen, in willkürlichen
Kombinationen Wechselstromsignale zu einer Anzahl verschiedener
externer Signalquellen hinzuzufügen
und abzuziehen. Ein Abziehen eines Signals von einem anderen Signal
erfolgt vorzugsweise durch Hinzufügen eines Signals zu einer
Version des anderen Signals, das die entgegengesetzte Phase hat.
Für diese
Signalverarbeitungseinheiten ist es daher erforderlich, dass sie
in der Lage sind, die relative Phase des Signals um 180 Grad zu
verschieben.
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Eine
180-Grad-Phasenverschiebungsschaltung ist in US5334959 beschrieben.
Vier Feldeffekttransistoren wirken als Stromschalter, so dass Steuersignale
zu Paaren von Transistoren einen Signalweg zwischen einem nicht-phasenverschiebenden und
einem um 180 Grad phasenverschiebenden Weg umschalten.
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Ein
weiteres Beispiel wird in EP-A-0 226 154 offenbart.
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Das
Problem mit der in US5334959 beschriebenen Erfindung liegt darin,
dass die aktiven Einheiten, nämlich
die Feldeffekttransistoren, nur als Umschalter wirken. Ferner ist
es in US5334959 erforderlich, dass die Anzahl der Schalter in der
Form von Transistoren vier beträgt.
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Ein
weiteres Problem mit der in US5334959 beschriebenen Erfindung liegt
darin, dass alle vier Schalter in der Form von Transistoren auf
einen verbundenen Zustand oder auf einen abgetrennten Zustand gesetzt
werden müssen,
was bedeutet, dass vier Steuersignale erforderlich sind.
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Noch
ein weiteres Problem bei der in US5334959 beschriebenen Erfindung
wird offensichtlich, wenn eine Situation in Betracht gezogen wird,
bei der die Erfordernis besteht, dass die Signalverarbeitungseinheiten
das Signal in anderen Arten beeinflussen als nur durch Phasenverschieben.
Um das mit der aus US5334959 bekannten Technik zu vollbringen, ist
es erforderlich, die Phasenschiebereinheit mit einer externen Signalverarbeitungseinheit in
Serie zu schalten. Das bedeutet jedoch, dass zwei getrennte Einheiten
miteinander zwischengeschaltet sind, was zu Problemen mit der Eingangs- und Ausgangs-Impedanzfehlerabstimmung
der jeweiligen Einheit führt.
Das wiederum führt
zur Erfordernis von Impedanzabstimmschaltungen.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung soll die Probleme in Zusammenhang mit dem
Stand der Technik wie oben beschrieben, die Einzelfunktion als Schalter und
das Problem der Impedanzabstimmung überwinden.
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Ein
Ziel der vorliegenden Erfindung besteht daher darin, mit einer einzigen
Schaltung, die wenige Bauteile umfasst, das Phasenverschieben eines
Signals zu erlauben und eine andere Beeinflussung des Signals zu
erlauben, wie zum Beispiel Ändern
der Amplitude des Signals. Die Phasenverschiebung sollte in der
Lage sein, zwischen mindestens den Werten 0 und 180 Grad umgeschaltet
zu werden.
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Eine
Phasenverschiebung eines Signals um eine bestimmte Anzahl von Graden
erfordert im Idealfall, dass das Signal eine gut definierte Frequenz hat.
Hat das Signal eine bestimmte Bandbreite, das heißt, wenn
es eine Überlagerung
von Signalen mit verschiedenen Frequenzen umfasst, ist die Phasenverschiebung
nicht so gut für
alle Frequenzen in dem Signal definiert. Die angegebenen Werte der
Phasenverschiebung, 0 und 180 Grad, sollten daher nicht als genaue
Werte ausgelegt werden. Diese Werte sollten als für die Phasenverschiebung
der Frequenzen in dem betreffenden Frequenzintervall, für die Anwendung,
in der die Erfindung verwendet wird, typisch angesehen werden.
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Lösungen für die oben
beschriebenen Probleme, die dem Stand der Technik inhärent sind,
erzielt man mit der vorliegenden Erfindung durch ein Parallelschließen von
zwei aktiven Einheiten, wobei eine der Einheiten mit einer Phasenschiebereinheit
in Serie geschaltet ist. Durch Steuern des Verbindens und Abtrennens
der aktiven Einheiten kann das Signal dazu gebracht werden, einen
von zwei Signalwegen zu durchlaufen, wobei ein vorausbestimmter
Unterschied in der Phasenverschiebung des Signals besteht, das durch
die zwei Wege läuft.
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Eine
konkretere Beschreibung einer erfindungsgemäßen Schaltung ist die, dass
die Signaleingänge
zweier aktiver Einheiten mit einem Hauptsignaleingang der Schaltung
verbunden werden. Die erste Einheit wird direkt mit dem Hauptsignaleingang verbunden,
und die zweite Einheit wird über
eine Phasenverschiebereinheit verbunden. Der Signalausgang beider
aktiven Einheiten ist jeweils an einen Hauptsignalausgang der Schaltung
angeschlossen. Diese Verbindungen bedeuten, dass es von dem Hauptsignaleingang
zu dem Hauptsignalausgang zwei verschiedene Signalwege durch die
Schaltung gibt. Die zwei aktiven Einheiten haben mindestens zwei
verschiedene, benutzerkonfigurierbare Zustände: einen verbundenen Zustand
und einen abgetrennten Zustand. Diese Zustände können zum Beispiel durch ein
Steuersignal zu einem Steuersignaleingang jeder Einheit gesteuert
werden.
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Ein
Wechselstromeingangssignal zu dem Hauptsignaleingang der Schaltung
wird durch ein Verfahren des Auswählens einer Kombination verbundener
und abgetrennter Zustände
dazu gebracht, durch einen der zwei Signalwege zu laufen. Durch den
ersten Signalweg, ohne eine Phasenverschiebung durch die Schaltung
zu erhalten, oder durch den zweiten Signalweg durch die Phasenverschiebereinheit
mit einer Phasenverschiebung im Vergleich zu dem Eingangssignal.
Durch Einstellen beider Einheiten auf ihren jeweiligen abgetrennten
Zustand können
beide Signalwege geschlossen werden, wodurch die Schaltung wie ein
Isolator zwischen dem Hauptsignaleingang und dem Hauptsignalausgang wirkt.
Jedes Lecken durch die aktiven Einheiten annulliert sich gegenseitig,
weil die Lecks zueinander phasenverschoben sind. Natürlich kann
man das Signal gleichzeitig durch beide Signalwege laufen lassen,
indem man beide aktiven Einheiten auf ihren jeweiligen verbundenen
Zustand setzt. In einem solchen Fall annullieren sich die Signale
durch die Signalwege gegenseitig, ähnlich wie bei der Situation, bei
der eventuelle Lecks annulliert werden, wenn beide aktiven Einheiten
in ihrem abgetrennten Zustand sind.
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Ein
Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass die Impedanzabstimmung
mit externen Schaltungen zu beiden Signalwegen durch die Schaltung
gemeinsam gehören
kann, wenn die Phasenverschiebung durch einen der Wege bei 180 Grad liegt.
Es brauchen daher nicht zwei verschiedene Impedanzabstimmschaltungen
unabhängig
je nach dem welcher Signalweg verwendet wird, angeschlossen zu werden.
Von der Form her ist die Impedanz, auf die ein Signal entlang des
ersten Signalwegs trifft, nicht die gleiche Impedanz wie die, auf
die es entlang des zweiten Signalwegs trifft. Das ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass
es verschiedene Anzahlen von Einheiten gibt, die das Signal entlang
der zwei Wege beeinflussen. Ungeachtet dessen ist es möglich, eine gemeinsame
Impedanzabstimmung für
beide Signalwege zu haben. Die Phasenverschiebereinheit entlang
des zweiten Wegs bewirkt eine Phasenverschiebung von 360 Grad des
Signals, das aufgrund irgendeines Abstimmungsfehlers von der zweiten
aktiven Einheit reflektiert wird. Das bedeutet zwei Phasenverschiebungen
um 180 Grad, eine vor dem Reflektieren und eine zweite nach dem
Reflektieren.
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Ein
weiterer Vorteil besteht darin, dass es durch die 180-Grad-Phasenverschiebung
entlang eines der Wege möglich
ist, zwischen dem Eingang und dem Ausgang der Schaltung eine komplette elektrische
Isolierung zu erhalten. In einem Zustand, in dem beide Signalwege
geschlossen sind, erzielt man diese Isolierung durch die Tatsache,
dass die aktiven Einheiten entlang der zwei Signalwege die Amplitude
der Signale in gleicher Weise beeinflussen. Jedes Leck durch die
zwei Wege hat eine relative Phasenverschiebung um 180 Grad, was
bedeutet, dass sich die Lecks gegenseitig annullieren.
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Ein
weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass der Aufbau mit
wenigen Komponenten implementiert werden kann, da es möglich ist,
aktive Einheiten zu verwenden, die sowohl als Verstärker als auch
als Umschalter funktionieren.
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Die
Erfindung wird unten für
bevorzugte Ausführungsformen
beschrieben und bezieht sich auf die anliegenden Zeichnungen.
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KURZBESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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1 zeigt
ein schematisches Blockschaltbild einer erfindungsgemäßen Schaltung.
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2 zeigt
ein schematisches Signaldiagramm mit drei Signalen, die Phasenverschiebungen zueinander
haben.
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3 zeigt
ein schematisches Blockschaltbild einer erfindungsgemäßen Schaltung.
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4 zeigt
ein schematisches Schaltungsdiagramm einer erfindungsgemäßen Schaltung.
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5 zeigt
ein schematisches Flussdiagramm eines erfindungsgemäßen Verfahrens.
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6 zeigt
ein schematisches Blockschaltbild einer erfindungsgemäßen Schaltung.
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7 zeigt
ein schematisches Schaltungsdiagramm einer erfindungsgemäßen Schaltung.
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DETAILLIERTE
BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN
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1 stellt
schematisch eine erfindungsgemäße Schaltung
mit der Hilfe von Funktionsblöcken und
mit Signalen V1, V2, V1',
V2' dar, die weiter
in Zusammenhang mit 2 erklärt werden. Ein Eingangssignal
V1 kommt auf einem Hauptsignaleingang 12 der Schaltung 1 von
einer externen, nicht dargestellten Schaltung an. Der Signaleingang 12 ist mit
der Signalerde 17 über
eine erste Impedanzabstimmeinheit 15 verbunden. Ebenso
hat die Schaltung 1 einen Hauptsignalausgang 11 mit
einer zweiten Impedanzabstimmeinheit 16. Von dem Ausgang 11 ausgegebene Signale
V1' oder V2' werden zu anderen,
nicht gezeigten Schaltungen geleitet.
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Die
Schaltung 1 hat zwei verschiedene Signalwege 18, 19 von
dem Hauptsignaleingang 12 zu dem Hauptsignalausgang 11.
Einen ersten Signalweg 18 mit einer ersten aktiven Einheit 3,
und einen zweiten Signalweg 19 mit einer Phasenschiebereinheit 2 und
einer zweiten aktiven Einheit 4. In diesem Beispiel sind
die aktiven Einheiten 3, 4 Verstärkereinheiten,
die Einheiten 3, 4 können natürlich auch andere Typen aktiver
Einheiten sein, die andere Funktionen als nur Verstärkung haben
können.
Beide aktiven Einheiten 3, 4 haben zusätzlich zu
den Signaleingängen 7, 9 und
Signalausgängen 8, 10 auch
jede einen Steuersignaleingang 13, 14. Ein Steuersignal
U1 zu dem Steuersignaleingang 13 der ersten Einheit 3 setzt
die Einheit 3 auf einen verbundenen Zustand, wodurch der
erste Signalweg 18 offen ist. Ein Steuersignal U2 zu dem
Steuersignaleingang 14 der zweiten Einheit 4 setzt
die Einheit 4 auf einen verbundenen Zustand, wodurch der
zweite Signalweg 19 offen ist. Die Steuersignale U1, U2
können
in externen Schaltungen 20, 21 erzeugt werden,
die die Form von Schaltern oder Signalgeneratoren haben können.
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Beide
aktiven Einheiten 3, 4 können unabhängig voneinander das Signal
V1 und das Signal V2 senden. Es gibt daher vier verschiedene Kombinationen
von Signalwegen durch die Schaltung: nur durch den ersten Signalweg 18,
nur durch den zweiten Signalweg 19, gleichzeitig durch
beide Signalwege 18, 19 und einen Zustand, in
dem sowohl der erste 18 als auch der zweite 19 Signalweg
geschlossen sind.
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2 zeigt
Diagramme, die die Wechselstromsignale V1 und V2 darstellen. Die
Signale V1, V2 sind als Spannungsniveaus V dargestellt, die mit der
Zeit T in einem Zeitdiagramm TD variieren. Eine Phasenverschiebung
FF zwischen den Signalen V1 und V2 ist in dem Phasendiagramm PD
derart dargestellt, dass die Signale, die jeweils durch Signalvektoren
V1V und V2V dargestellt sind, mit einem Winkelunterschied FF in
unterschiedliche Richtungen gerichtet sind. Der Phasenunterschied
FF kann auch in dem Zeitdiagramm TD gesehen werden. Es sollte jedoch
beachtet werden, dass auf der Zeitachse T keine spezielle Skala
angegeben ist, weil die Beziehung zwischen der Phase eines Signals
und dem Momentanwert der Phase direkt von der Frequenz des Signals
abhängt.
Das ist absichtlich, denn die Erfindung kann, wie sie in 1 und 2 beschrieben
ist, in einem willkürlichen
Frequenzintervall verwendet werden.
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In
dem Zeitdiagramm TD ist das Signal V1, das in dem Hauptsignaleingang 12 empfangen
wird, durch die massive Kurve dargestellt und in dem Phasendiagramm
PD durch den massiven Vektor V1V. Die gepunktete Kurve und der gepunktete
Vektor V2V stellen das phasenverschobene Signal V2 dar. Im Vergleich
zu dem Eingangssignal V1 hat das Signal V2 eine Phasenverschiebung
FF von 180 Grad.
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Wie
unten in Zusammenhang mit Signalfrequenzen detaillierter besprochen
wird, kann es Phasenverschiebungen mit Werten geben, die nicht genau
180 Grad betragen. Dazu ist in dem Zeitdiagramm TD eine zusätzliche
Kurve V3 gezeigt. Diese Kurve V3 stellt das Auftreten eines Signals
dar, das im Vergleich zum Eingangssignal V1 eine andere Phasenverschiebung
hat als 180 Grad. Dieses Signal V3 ist jedoch nur in 2 dargestellt.
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Indem
ausgewählt
wird, welchen Signalweg 18, 19 das Signal V1 durch
die Schaltung 1 einschlagen soll und durch Verwenden der
Steuersignale U1, U2 zum Verbinden und Abtrennen der aktiven Einheiten 3, 4,
wird das Signal V1' oder
das Signal V2' auf dem
Hauptsignalausgang 11 gemäß einer der folgenden vier
Alternativen erzielt:
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Die
erste Alternative besteht darin, dass keine der aktiven Einheiten 3, 4 in
ihrem verbundenen Zustand ist. Die Schaltung 1 wirkt dann
als Isolator zwischen dem Hauptsignaleingang 12 und dem Hauptsignalausgang 11.
Jedes Leck durch die aktiven Einheiten 3, 4 hat
die gleiche Größe, denn
die aktiven Einheiten 3, 4 sind vorzugsweise identisch
und beeinflussen daher die Signale identisch. Aufgrund der Tatsache,
dass jedes Leck durch den unteren Signalweg 19 in der Phasenverschiebereinheit 2 um 180
Grad phasenverschoben wird, annullieren sich die Lecks gegenseitig
an dem Hauptsignalausgang 11.
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Die
zweite Alternative besteht darin, dass beide aktiven Einheiten 3, 4 sich
jeweils im verbundenen Zustand befinden. Obwohl diese Alternative
als mehr oder minder unverwendbar gesehen werden kann, muss beschrieben
werden, was in der Schaltung 1 vor sich geht, falls diese
Alternative in Betracht gezogen werden sollte. Es gibt nichts, was
den Gebrauch dieser zweiten Alternative ausschließt. Die Schaltung 1 wirkt
in diesem Fall wie ein „virtueller
Isolator". Analog
zu dem möglichen
Leck in der ersten oben genannten Alternative, wird das Signal V1' durch den ersten
Signalweg 18 an dem Hauptsignalausgang 11 durch
das um 180 Grad phasenverschobene Signal V2' annulliert, das den unteren Signalweg 19 einschlägt. Auch
wenn beide Signalwege offen sind und die Schaltung 1 daher
nicht als Isolator zwischen dem Hauptsignaleingang 12 und
dem Hauptsignalausgang 11 wirkt, läuft kein Signal durch die Schaltung 1.
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Die
dritte Alternative besteht darin, dass nur der erste Signalweg 18 offen
ist, weil sich die erste aktive Einheit 3 in ihrem verbundenen
Zustand befindet und weil sich die zweite aktive Einheit 4 in
ihrem abgetrennten Zustand befindet. Das Eingangssignal V1 wird
in diesem Fall zu dem Hauptsignalausgang 11 übertragen,
ohne phasenverschoben zu werden. Unter Bezugnahme auf das Zeitdiagramm
DT in 2, ist das Ausgangssignal V1' durch das Signal V1 dargestellt, das
in dem Diagramm TD gezeigt ist.
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Die
vierte Alternative besteht darin, dass nur der zweite Signalweg 19 offen
ist, weil sich die zweite aktive Einheit 4 in ihrem verbundenen
Zustand befindet und sich die erste aktive Einheit in ihrem abgetrennten
Zustand befindet. Das Eingangssignal V1 wird in diesem Fall durch
die Phasenverschiebereinheit 2 zu dem Hauptsignalausgang 11 übertragen. Unter
Bezugnahme auf das Zeitdiagramm TD in 2, ist das
Ausgangssignal V2' in
dem Diagramm TD durch das Signal V2 dargestellt, das im Vergleich zu
dem Eingangssignal V1 um 180 Grad phasenverschoben ist.
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Bei
den zwei letzten Alternativen, bei welchen nur einer der Signalwege 18, 19 offen
ist, kann Störsignalrauschen
an dem Hauptsignaleingang 12 aufgrund der Tatsache auftreten,
dass das Eingangssignal V1 mindestens teilweise an den Eingängen 7, 9 der
aktiven Einheiten 3, 4 reflektiert werden kann. Das
Reflektieren kann auftreten, weil die zwei Signalwege 18, 19 jeweils
mit dem Hauptsignaleingang 12 verbunden sind, und weil
die erste Impedanzabstimmeinheit 15 einen Impedanzwert
hat, der gemeinsam mit der Gesamtimpedanz entlang des ersten Signalwegs 18 einen
anderen Wert haben kann als die Summe der Impedanzen entlang des
zweiten Signalwegs 19. Wenn die erste Impedanzabstimmeinheit 15 einen
fixen Impedanzwert hat, ist mindestens einer der Signalwege 18, 19 im
Vergleich zu den externen Schaltungen, die nicht dargestellt sind,
die mit dem Hauptsignaleingang 12 verbunden sind, falsch
abgestimmt.
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Dieses
potenzielle Problem mit Reflektieren/Impedanzfehlabstimmung ist
bei den ersten oben genannten Alternativen kein Problem, bei welchen das
Lecken und Signale durch die aktiven Einheiten 3, 4 einander
an dem Hauptsignalausgang 11 annullieren. Dieses Problem
wird jedoch in den zwei letzten Alternativen aufgrund der Tatsache
vermieden, dass die Phasenverschiebereinheit 2 die Phase
des Eingangssignals V1 um 180 Grad verschiebt. Wenn nur der erste
der Signalwege 18 offen ist, stört ein Bruchteil des Eingangssignals
V1, der an dem Sinaleingang 9 der zweiten aktiven Einheit 4 reflektiert wird,
welche sich in ihrem abgetrennten Zustand befindet, das Eingangssignal
V1 nicht. An dem Hauptsignaleingang 12 besteht eine 360-Grad-Phasenverschiebung
zwischen dem reflektierten Bruchteil des Eingangssignals V1 und
dem Eingangssignal V1 selbst, weil der reflektierte Bruchteil zweimal
durch die 180-Grad-Phasenverschiebereinheit
läuft.
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In
allen vier oben beschriebenen Alternativen wurde nur der Einfluss
der verschiedenen Signalwege 18, 19 auf die jeweilige
Phase zwischen den Ausgangssignalen V1', V2' und
dem Eingangssignal V1 besprochen. Die einzige Funktion der aktiven
Einheiten 3, 4, die bisher besprochen wurde, sind
ihre jeweilige Verbindungs- und Abtrennfähigkeit und bis zu einem gewissen
Ausmaß ihre
Verstärkung.
Natürlich können die
aktiven Einheiten 3, 4 zusätzlich zu der Fähigkeit
des Verbindens/Abtrennens und der Verstärkung weitere Fähigkeiten
zum Beeinflussen der Signale, die durchlaufen, besitzen, wie zum
Beispiel Filtern, Modulation usw.
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Die
oben stehende Beschreibung der Erfindung mit Blöcken mit verschiedenen Funktionen
stellt zwei der offenbarten Vorteile dar: den Vorteil einer gemeinsamen
Impedanzabstimmeinheit 15 an dem Hauptsignaleingang 12 und
den Vorteil der Tatsache, dass sich jedes Leck von Signalen an dem
Hauptsignalausgang 11 annulliert.
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In 5 ist
ein erfindungsgemäßes Verfahren
gezeigt, bei dem durch Verwenden der oben beschriebenen Schaltung 1 das
Eingangssignal V1 von dem Hauptsignaleingang 12 zu dem
Hauptsignalausgang 11 mit einer Phasenverschiebung von
180 Grad übertragen
wird. Das Verfahren umfasst die folgenden Schritte:
- – In
einem ersten Schritt 501 erfolgt eine Auswahl des zweiten
Signalwegs 19. Diese Auswahl erfolgt mit dem Zweck des Übertragens
des Eingangssignals V1 durch die Schaltung 1 gemäß der vierten
der oben beschriebenen Alternativen. Die Auswahl kann zum Beispiel
derart sein, dass ein Benutzer der Schaltung 1 einen Beschluss fasst.
Die Auswahl kann aber auch automatisch sein, so dass die externen
Schaltungen 20, 21 die Steuersignale U1, U2 in
Abhängigkeit
von der Funktion der externen Schaltungen 20, 21 erzeugen.
- – Je
nach der im vorhergehenden Schritt 501 getroffenen Auswahl
wird die erste aktive Einheit 3 in dem nächsten Schritt 502 auf
ihren abgetrennten Zustand gesetzt, und die zweite aktive Einheit 4 wird
auf ihren verbundenen Zustand gesetzt. Das Einstellen der aktiven
Einheiten 3, 4 auf ihren jeweiligen verbundenen
und abgetrennten Zustand kann zum Beispiel durch Senden von Steuersignalen
U1, U2 zu ihrem jeweiligen Steuersignaleingang 13, 14 erfolgen.
- – In
dem nächsten
Schritt 503 wird das Eingangssignal V1 an dem Hauptsignaleingang 12 empfangen.
Das Eingangssignal V1 kann vor diesen Schritt 503 bereits
von externen, nicht dargestellten Schaltungen zu dem Hauptsignaleingang 12 gesendet
worden sein.
- – In
dem nächsten
Schritt 504 wird das Signal V1 in der Phasenverschiebereinheit 2 um
180 Grad phasenverschoben. In der Praxis kann das wie oben beschrieben
bedeuten, dass das Signal V1 in der Phasenverschiebereinheit 2 verzögert wird. Wenn
das Signal V1 durch die Einheit 2 gelaufen ist, wird das
phasenverschobene Signal V2 zu der zweiten aktiven Einheit 4 geleitet.
- – In
dem nächsten
Schritt 505 wird das Signal V2 durch die zweite aktive
Einheit 4 geleitet, wobei das Signal V2 verstärkt wird.
- – In
einem abschließenden
Schritt 506 wird das Signal V2' zu anderen, nicht dargestellten Schaltungen
geleitet, indem das Signal V2' von
dem Hauptsignalausgang 11 gesendet wird.
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3 und 4 zeigen
eine bevorzugte Ausführungsform,
bei der die Erfindung mittels diskreter Bauteile implementiert wird. 3 zeigt
ein Blockschaltbild und 4 zeigt das entsprechende Schaltungsdiagramm,
in dem die Bauteile gezeigt sind.
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Eine
erste Impedanzabstimmeinheit 31 mit einem Hauptsignaleingang
IN ist mit einer kombinierten Phasenverschiebereinheit und aktiven
Einheit 30 verbunden. Die kombinierte Phasenschiebereinheit und
aktive Einheit 30 umfasst drei Einheiten: eine Phasenschiebereinheit 32,
eine nicht-phasenverschiebende Einheit 33 und eine Verstärkereinheit 34. Eine
zweite Impedanzabstimmeinheit 35 ist mit der Verstärkereinheit 34 verbunden
und umfasst einen Hauptsignalausgang UT. Mit der Verstärkereinheit 34 sind
ferner zwei Steuersignalgeneratoren 36, 37 verbunden,
die jeweils das Steuersignal U1 und U2 erzeugen können.
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Die
erste Impedanzabstimmeinheit 31 umfasst zwei Kapazitätseinheiten
C2, C5, die in Serie geschaltet sind. Eine Impedanzeinheit Z2 ist
mit den zwei Kapazitätseinheiten
C2, C5 mit der Signalerde GND parallel geschaltet.
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Die
nicht-phasenverschiebende Einheit 33 besteht aus dem Signalweg
von der ersten Impedanzabstimmeinheit 31 zu der Verstärkereinheit 34. Trotz
der Tatsache, dass diese Einheit 33 keine besonderen Bauteile
umfasst, ist sie dennoch als ein getrennter Block in 4 dargestellt.
Die Phasenverschiebereinheit 32 besteht aus einer Impedanzeinheit
Z1, die bei einer einfachen Implementierung aus einer Verzögerungsleitung
bestehen kann. Aufgrund der Tatsache, dass die Länge des Signalwegs durch die
Phasenschiebereinheit 32 genügend länger ist als der Signalweg
durch die nicht-phasenverschiebende
Einheit 33, wird das Signal V1 um eine Zeitspanne verzögert, die
der Phasenverschiebung FF von 180 Grad entspricht, die in dem Zeitdiagramm TD
in 2 gezeigt ist. Die genaue Länge der Verzögerungsleitung
(die Impedanzeinheit Z1) hängt
daher von der Frequenz des Signals V1 ab. Die Frequenzabhängigkeit
der Erfindung wird weiter unten besprochen.
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Die
Verstärkereinheit 34 hat
zwei Feldeffekttransistoren F1, F2 mit Doppelgattern, jeweils ein
erstes Gatter G11 und G21 und ein zweites Gatter G12 und G22. Die
nicht-phasenverschiebende
Einheit 33 ist mit dem ersten Gatter G11 des ersten Transistors F1
verbunden, und die Phasenverschiebereinheit 32 ist mit
dem ersten Gatter G21 des zweiten Transistors F2 verbunden. Das
zweite Gatter G12 des ersten Transistors F1 ist über einen ersten Steuersignaleingang
P0 verbunden und das zweite Gatter G22 des zweiten Transistors F2
ist mit einem zweiten Steuersignaleingang P1 verbunden. Mit diesen
zwei Steuersignaleingängen
P0, P1 sind zwei externe Signalgeneratoren 36 und 37 verbunden,
die jeweils die Steuersignale U1 und U2 erzeugen können. Der
erste Transistor F1 hat einen Drain D1, der mit einem Drain D2 des
zweiten Transistors F2 verbunden ist. Diese zwei Drains D1, D2 sind
mit einer Gleichstromquelle DC über
eine Impedanzeinheit Z3 verbunden. Die Gleichstromquelle DC ist
mit der Kapazitätseinheit C6
mit der Signalerde GND parallel geschaltet. Die zwei Transistoren
F1, F2 haben jeder eine Quelle, S1 und S2, die miteinander und mit
der Signalerde GND über
einen Widerstand R1 in Parallelschluss mit einer Kapazitätseinheit
C1 verbunden sind.
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Der
Hauptsignalausgang UT ist durch die zweite Impedanzabstimmeinheit 35 mit
den gegenseitig verbundenen Drains D1, D2 der zwei Transistoren
F1, F2 verbunden. Diese zweite Impedanzabstimmeinheit 25 umfasst
zwei Kapazitätseinheiten C3,
C4, die mit der Signalerde GND in Serie geschaltet sind. Die Impedanzeinheit
Z3 gehört
zu dieser zweiten Impedanzabstimmeinheit 35 und auch zu
der Verstärkereinheit 34,
wie oben beschrieben.
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Die
zwei Transistoren F1, F2 können
jeder durch eine positive Spannung in Form der Steuersignale U1
und U2, die von den Signalgeneratoren 36 und 37 an
das zweite Gatter G12 und G22 der jeweiligen Transistoren F1 und
F2 angelegt werden, auf einen verbundenen Zustand gesetzt werden.
In ihrem verbundenen Zustand ist ein Signal, das an das erste Gatter
G11, G21 jedes der Transistoren F1, F2 angelegt wird, in der Lage,
einen Strom durch den jeweiligen Transistor von der Quelle S1, S2
zu dem Drain D1, D2 zu steuern. Ein Spannungsniveau auf dem Drain
D1, D2 des jeweiligen Transistors F1, F2 ist zu dem Eingangssignal
V1 proportional, mit einem Verstärkungsfaktor
gegeben durch die Merkmale der Transistoren F1, F2, die Impedanz
Z3 und den Widerstand des Widerstands R1.
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Die
Transistoren F1, F2 können
durch ein negatives Spannungspotential, das jeweils an das zweite
Gatter G12, G22 des Transistors F1, F2 angelegt wird, auch auf einen
abgetrennten Zustand gesetzt werden. In dem abgetrennten Zustand
fließt
von der Quelle S1, S2 zu dem Drain D1, D2 des jeweiligen Transistors
F1, F2 kein Strom, wodurch der Hauptsignaleingang IN von dem Hauptsignalausgang
UT isoliert ist.
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Das
Eingangssignal V1 trifft auf dem Hauptsignaleingang IN ein, läuft durch
die erste Impedanzabstimmeinheit 31 und dann zu der Phasenverschiebereinheit 32 und
der nicht-phasenverschiebenden Einheit 33.
Je nach dem welcher der Transistoren F1, F2 sich in der Verstärkereinheit 34 in
seinem verbundenen Zustand befindet, fließt das Signal V1 mit einem
Verstärkungsfaktor
verstärkt
wie oben besprochen durch die Transistoren F1, F2. Die zweite Impedanzabstimmeinheit 35 ist
mit den Drains D1, D2 der Transistoren F1 und F2 verbunden. Eines
der Ausgangssignale V1' oder
V2' stammt in Abhängigkeit davon,
welches der Signale V1 oder V2 von der Verstärkereinheit 34 kommt,
von dem Hauptsignalausgang UT dieser zweiten Impedanzabstimmeinheit 35.
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Dieses
Beispiel einer Implementierung zeigt wie kompakt, das heißt wie wenig
Bauteile enthaltend eine erfindungsgemäße Anordnung gemacht werden kann.
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Eine
andere Anordnung, bei der die Erfindung unter Verwendung diskreter
Bauteile implementiert wird, ist in 6 und 7 gezeigt. Ähnlich wie bei
dem vorhergehenden Beispiel zeigt 6 ein Blockschaltbild
und 7 das entsprechende Schaltungsdiagramm, in dem
die Bauteile gezeigt sind.
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Eine
erste Impedanzabstimmeinheit 61 mit einem Hauptsignaleusgang
IN ist mit einer kombinierten Phasenverschiebereinheit und aktiven
Einheit 60 verbunden. Die kombinierte Phasenverschiebereinheit
und aktive Einheit 60 umfasst drei Einheiten: eine Phasenschiebereinheit 62,
eine nicht-phasenverschiebende Einheit 63 und eine Diodeneinheit 64.
Eine zweite Impedanzabstimmeinheit 65 ist mit der Diodeneinheit 64 verbunden
und umfasst einen Hauptsignalausgang UT. Mit der Diodeneinheit 64 sind
auch zwei Steuersignalgeneratoren 66, 67 verbunden,
die jeweils die Steuersignale U1 und U2 erzeugen können.
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Die
erste Impedanzabstimmeinheit 61 umfasst zwei Kapazitätseinheiten
C7, C8, die in Serie geschaltet sind. Eine Induktanzeinheit L1 ist
mit den zwei Kapazitätseinheiten
C7, C8 mit der Signalerde GND parallel geschaltet.
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Die
Phasenverschiebereinheit 62 besteht aus einer Impedanzeinheit
Z4, die wie in dem vorhergehenden Beispiel bei einer einfachen Implementierung
aus einer Verzögerungsleitung
bestehen kann. Die nicht- phasenverschiebende
Einheit 63 besteht einfach aus dem Signalweg von der ersten
Impedanzabstimmeinheit 61 zu der Diodeneinheit 64. Trotz
der Tatsache, dass diese Einheit 63 keine besonderen Bauteile
enthält,
wurde sie in 6 und 7 aus Klarheitsgründen als
getrennter Block gezeigt.
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Die
Diodeneinheit 64 umfasst eine erste Photodiode FD1 und
eine zweite Photodiode FD2. Mit der Anode A1 der ersten Diode FD1
ist die nicht-phasenverschiebende Einheit 63 über eine
Kapazitätseinheit
C9 verbunden. Mit der Anode A2 der zweiten Diode FD2 ist die Phasenverschiebereinheit 62 durch
eine Kapazitätseinheit
C10 verbunden. Die Anoden A1, A2 der zwei Dioden FD1, FD2 sind ferner durch
die Widerstandseinheiten R2 und R3 mit einem ersten Steuersignaleingang
P2 und einem zweiten Steuersignaleingang P3 verbunden. Die externen
Signalgeneratoren 66, 67, die Steuersignale U1,
U2 erzeugen können,
sind jeweils mit dem ersten und dem zweiten Steuersignaleingang
P2, P3 verbunden. Beide Steuersignaleingänge P2, P3 sind ferner jeweils mit
der Signalerde GND durch Kapazitätseinheiten C11
und C12 verbunden. Die Dioden FD1, FD2 haben Kathoden, jeweils K1
und K2, die miteinander und auch mit einer zweiten Impedanzabstimmeinheit 65 verbunden
sind.
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Der
Hauptsignalausgang UT ist mit den Kathoden K1, K2 der Dioden FD1,
FD2 über
die zweite Impedanzabstimmeinheit 65 verbunden. Diese zweite
Impedanzabstimmeinheit 65 umfasst zwei Kapazitätseinheiten
C13, C14, die in Serie mit der Signalerde GND verbunden sind und
mit einer zweiten Induktanzeinheit L2, die mit diesen zwei Impedanzeinheiten
C13, C14 parallel geschaltet ist.
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Die
zwei Photodioden FD1, FD2 können
jede durch eine positive Spannung in der Form der Steuersignale
U1 und U2, die von den Signalgeneratoren 66 und 67 an
die Steuersignaleingänge
P2, A3 angelegt werden, die ihrerseits mit den jeweiligen Dioden FD1
und FD2 verbunden sind, in einen verbundenen Zustand gesetzt werden.
In ihrem jeweiligen verbundenen Zustand lassen die Dioden FD1, FD2
die Signale V1, V2, die an der Anode A1, A2 der jeweiligen Diode
FD1, FD2 ankommen, durchlaufen. Sind die Photodioden FD1, FD2 mit
unterschiedlichem Licht, nicht dargestellt, eingeschaltet, kann
das durch die jeweilige Diode laufende Signal V1, V2 in Übereinstimmung
mit der Lichtvariation moduliert werden. Eine weitere Beschreibung
des Einsatzes der Photodioden FD1, FD2 als Lichtdetektoren liegt
außerhalb des
Geltungsbereichs der Erfindung und wird hier nur mit dem Zweck der
Darstellung einer elektrisch aktiven Einheit 64 angegeben.
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Die
Dioden FD1, FD2 können
auch durch eine negative Spannung, die an der Anode A1, A2 der jeweiligen
Diode FD1, FD2 über
die Steuersignaleingänge
P2, P3 und die Widerstände
R2 und R3 angelegt wird, auf einen abgetrennten Zustand gesetzt werden.
In dem abgetrennten Zustand läuft
kein Signal V1, V2 durch die jeweilige Diode FD1, FD2, wodurch der
Hauptsignaleingang IN von dem Hauptsignalausgang UT isoliert ist.
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Das
Eingangssignal V1 kommt an dem Hauptsignaleingang IN an, läuft durch
die erste Impedanzabstimmeinheit 61 und weiter zu der Phasenverschiebereinheit 62 und
zu der nicht-phasenverschiebenden
Einheit 63. In Abhängigkeit
davon, welche der Photodioden FD1, FD2 sich in der Diodeneinheit 64 in
ihrem verbundenen Zustand befindet, fließt das Signal V1 moduliert
durch die Variation in dem auf der jeweiligen Diode FD1, FD2 einfallenden
Licht. Die zweite Impedanzabstimmeinheit 65 ist jeweils
mit den Kathoden K1, K2 der Dioden FD1 und FD2 verbunden. Eines
der Ausgangssignale V1' oder
V2' stammt von dem
Hauptsignalausgang UT dieser zweiten Impedanzabstimmeinheit 65,
je nachdem, welches der Signale V1 oder V2 von der Diodeneinheit 64 kommt.
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Ein
relevanter Parameter für
die Erfindung, wie in den oben stehenden Beispielen beschrieben, ist
die Frequenz des Signals V1. Bisher wurde dennoch kein Frequenzwert besprochen,
so dass keine absoluten Zahlen der Impedanz, des Widerstands und
der Kapazitätswerte
gegeben wurden. Das erfolgt absichtlich, wobei man beachten muss,
dass es verschiedene Anwendungsbereiche gibt, zwischen welchen die
Frequenz der Signale um mehrere Dekaden anders sein kann. Wie oben
besprochen, kann die Phasenverschiebereinheit 32, 62 die
Form einer Verzögerungsleitung
haben. Um eine zeitliche Verzögerung
eines elektrischen Signals, die einer Phasenverschiebung um 180
Grad entspricht, zu erzielen, während
die physikalischen Maße
innerhalb vernünftiger
Limits gehalten werden, sollte die Frequenz des Signals mindestens
einige Hundert Megahertz (MHz) betragen. Die Beschränkung ist
jedoch kein Problem, wenn die 180-Grad-Phasenverschiebung durch
ein anderes Verfahren als durch eine Verzögerungsleitung erzielt werden
kann.
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Ein
Beispiel für
eine Schaltung, die für
eine 180-Grad-Phasenverschiebung
und Verstärkung
von Signalen mit Frequenzen von etwa 890 MHz bestimmt ist, die gemäß 4 verbunden
ist, kann die folgenden Bauteile enthalten:
Feldeffekttransistoren:
F1:
3SK240, F2: 3SK240
Kapazitätseinheiten:
C1:
33 pF, C2: 2,7 pF, C3: 1 pF, C4: 4,7 pF, C5: 2,7 pF, C6: 33 pF
Impedanz-
und Widerstandseinheiten:
R1: 470 Ohm
Z1: 69 Ohm 94,5
mm lange Verzögerungsleitung
Z2:
69 Ohm, Z3: 69 Ohm
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Eine
Schaltung, die für
andere Frequenzen bestimmt ist, hat natürlich Bauteile mit anderen
Werten als den oben stehenden.
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Ein
Beispiel für
eine Anwendung, zu der eine Schaltung gemäß einem beliebigen der oben
stehenden Beispiele gehören
kann, ist ein Funkempfänger. Das
Signal V1 zu dem Hauptsignaleingang IN kann in einem solchen Fall
ein Signal von einer Antenne sein, die mit dem Hauptsignaleingang
IN verbunden ist. Das Eingangssignal V1 kann in einem solchen Fall eine Überlagerung
von Signalen sein, die eine Anzahl verschiedener Frequenzen innerhalb
des Frequenzintervalls DF haben. Das Frequenzintervall DF wird durch
eine untere Frequenz F0 und eine obere Frequenz F1 abgegrenzt. Um
eine Phasenverschiebung um etwa 180 Grad wie in den oben stehenden Beispielen
zu erzielen, ist es erforderlich, dass das Frequenzintervall DF
viel kleiner ist als die niedrigste Frequenz F0 in dem Intervall
DF. Frequenzen außerhalb
des Intervalls DF werden um mehr als 180 Grad oder weniger als 180
Grad je nachdem phasenverschoben, ob die Frequenz jeweils höher ist
das obere Limit F1 oder niedriger als das untere Limit F0.
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Aus
dieser Schlussfolgerung ergibt sich, dass es innerhalb des Geltungsbereichs
der Erfindung nicht erforderlich ist, den Absolutwert des Frequenzintervalls
DF und die Limits F0 und F1 zu spezifizieren. Unterschiedliche Auflagen
können
in der Anwendung vorliegen, zu der die Erfindung gehört, und
zwar hinsichtlich der Frage, ob es Frequenzen, in der Nähe der Intervalllimits
F0, F1 erlaubt werden soll, mit Phasenverschiebungen, die anders
sind als 180 Grad, durch die Schaltung zu laufen. Wenn die Auflagen
streng sind, kann nur ein kleines Intervall DF erlaubt werden, wenn
die Auflagen weniger streng sind, kann ein relativ größeres Intervall
DF erlaubt werden.