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DE69722986T2 - Verstellbarer Bürostuhl - Google Patents

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DE69722986T2
DE69722986T2 DE69722986T DE69722986T DE69722986T2 DE 69722986 T2 DE69722986 T2 DE 69722986T2 DE 69722986 T DE69722986 T DE 69722986T DE 69722986 T DE69722986 T DE 69722986T DE 69722986 T2 DE69722986 T2 DE 69722986T2
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DE
Germany
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seat
chair
chair according
seat part
gas spring
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
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Application number
DE69722986T
Other languages
English (en)
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DE69722986D1 (de
Inventor
Maarten Middelkoop
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
RUDIMEC BV
Original Assignee
RUDIMEC BV
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Publication date
Application filed by RUDIMEC BV filed Critical RUDIMEC BV
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Publication of DE69722986T2 publication Critical patent/DE69722986T2/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47CCHAIRS; SOFAS; BEDS
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    • A47C1/02Reclining or easy chairs
    • A47C1/031Reclining or easy chairs having coupled concurrently adjustable supporting parts
    • A47C1/032Reclining or easy chairs having coupled concurrently adjustable supporting parts the parts being movably-coupled seat and back-rest
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
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    • A47C1/03261Reclining or easy chairs having coupled concurrently adjustable supporting parts the parts being movably-coupled seat and back-rest characterised by elastic means
    • A47C1/03266Reclining or easy chairs having coupled concurrently adjustable supporting parts the parts being movably-coupled seat and back-rest characterised by elastic means with adjustable elasticity
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    • A47C1/03261Reclining or easy chairs having coupled concurrently adjustable supporting parts the parts being movably-coupled seat and back-rest characterised by elastic means
    • A47C1/03283Reclining or easy chairs having coupled concurrently adjustable supporting parts the parts being movably-coupled seat and back-rest characterised by elastic means with fluid springs

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Dentistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Chairs For Special Purposes, Such As Reclining Chairs (AREA)
  • Seats For Vehicles (AREA)
  • Vibration Prevention Devices (AREA)

Description

  • Die Erfindung betrifft einen Stuhl gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1, siehe US-A-4743065.
  • Ein Stuhl in einem Büro kann für eine Anzahl von unterschiedlichen Sitzaktivitäten, wie beispielsweise Lesen und Schreiben mit einer Blickrichtung von beispielsweise 70° bezogen auf die horizontale Arbeitsfläche, Arbeitsaktivität unter Verwendung eines Monitors und Versammlungen und Besprechungen verwendet werden.
  • Obwohl die Sitzaktivitäten für die Füße und Knie besser als stehende Aktivitäten sind, ist es bekannt, dass die Sitzaktivitäten Rückenprobleme verursachen können. Im Gegensatz zu der stehenden Position besteht die Tendenz, dass beim Sitzen insbesondere der untere Teil des Rückens nach außen gekrümmt wird, wodurch die sog. untere Rückenmuskulatur (und die Gesäßmuskulatur) einer längeren statischen Belastung ausgesetzt sind, was zu Acidose in diesen Muskeln und somit Schmerzsymptomen führen kann. Diese Schmerzsymptome können zu einem Mangel an Bewegung führen, wodurch der Körper nicht mehr genügend Gelenkschmiere erzeugt, die dazu dient, die unteren Wirbel und die Bandscheiben zu schmieren.
  • Im Gegensatz zu dem Fall eines Hohlkreuzes werden im Fall eines nach außen gekrümmten Rückgrades im unteren Teil des Rückens die Wirbel nach außen gedrückt, wodurch ein beträchtlicher höherer Druck auf diese Wirbel (und Bandscheiben) ausgeübt wird. Zusätzlich kann der Blutkreislauf in den Beinen ebenfalls nachteilig durch eine unkorrekte Sitzhaltung beeinflußt werden.
  • Die vorliegende Erfindung hat die Aufgabe, die vorstehend erwähnten Nachteile zu vermeiden und einen ergonomisch optimalen Stuhl zu schaffen.
  • Ein derartiger Stuhl ist durch den anhängenden Patentanspruch 1 definiert.
  • Wenn, wie dies der Fall ist, der rückwärtige Sitzteil zusammen mit der Stuhllehne zwischen einem nach vorne gerichteten Neigungswinkel in der Größenordnung von 4° bezogen auf die Horizontale und einem rückwärtigen Winkel des Sitzteils relativ zur Horizontale von grob 15° oder 17° schrägstellbar ist, verhindert der Ort des Eingriffs der Schrägstellmittel, dass die Beine während des nach hinten Kippens gequetscht oder die Füße den Boden nicht mehr berühren, oder die Knie mit der Unterseite der Tischplatte (bei einer feststehenden Höhe der Tischplatte) kollidieren. Es wird ferner verhindert, dass der Benutzer des Stuhls die Tendenz hat, in der nach vorn gekippten Position nach vorne zu rutschen; er/sie muß daher mit den Beinen nur eine geringe Gegenkraft aufwenden. Für die unterschiedlichen Positionen zwischen leicht nach vorne und leicht weiter nach rückwärts schräggestellt, bleibt die Position des Stuhlrücklehnenteils relativ zum Sitzteil im wesentlichen unverändert, wodurch der Benutzer in allen Arbeitspositionen einen Hohlrücken beibehält, wenn das Becken in der korrekten Position ist, wobei die vorstehend angegebene statische Belastung nicht auftritt. Im Gegensatz zu den bestehenden Stühlen benutzt der Stuhl gemäß der vorliegenden Erfindung einen solchen Mechanismus, dass die Wirkung (üblicherweise lineare Wirkung) einer Gasfeder in eine progressive Wirkung umgewandelt wird, wodurch die Verschiebung des Schwerpunktes des Benutzers kompensiert wird und verhindert wird, dass der Benutzer weiter nach rückwärts kippt als dies gewünscht ist. Es ist auch sichergestellt, dass das nach rückwärts Schrägstellen in eine weniger schräg nach rückwärts gestellte Position gleichmäßig stattfindet. Dies ist im Gegensatz zu den bestehenden Stühlen, die im allgemeinen eine Wendelfeder verwenden, bei der das nach rückwärts Schrägstellen häufig ziemlich abrupt stattfindet, was vom ergonomischen Standpunkt aus betrachtet weniger wünschenswert und für den Benutzer gefährlich ist.
  • Vorzugsweise ist die Gasfeder in einer kontinuierlich veränderlichen Position sperrbar, beispielsweise indem eine Gasfeder verwendet wird, in welcher sowohl Flüssigkeit als auch Öl als nicht komprimierbares Medium vorhanden sind.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform des Stuhls gemäß der vorliegenden Erfindung haben die Schrägstellmittel Gewichtseinstellmittel zum Einstellen der Federkraft des Gasfederelementes gemäß dem Gewicht des Benutzers.
  • Der Stitzteil hat zwei Teile, die wenigstens etwas relativ zueinander bewegbar sind und die Trennlinie dieser zwei Teile liegt in der Nähe des Ortes, wo die Schrägstellmittel angreifen. Während des nach rückwärts Schrägstellens bleibt der vordere Teil des Sitzteils feststehend. Dadurch wird verhindert, dass die Beine mit der Unterseite einer Tischplatte kollidieren oder die Füße während des nach rückwärts Schrägstellens den Bodenkontakt verlieren, da die Höhe der Vorderkante des Sitzteils sich während des Schrägstellens des rückwärtigen Sitzteils nach vorne oder rückwärts zusammen mit dem Stuhlrücklehnenteil nicht verändert.
  • Der Stuhl gemäß der vorliegenden Erfindung ist vorzugsweise mit Armauflageteilen versehen, die fest an ein Beinteil gekoppelt sind, welches um eine im wesentlichen vertikale Achse drehbar ist, und die bezüglich ihres Abstandes zueinander und/oder ihrer Höhe in Übereinstimmung mit den Wünschen des Benutzers und der Höhe der Arbeitsfläche eingestellt werden können, so dass die Arme des Benutzers auch während des Schrägstellens des Sitzes und/oder der Stuhlrückenlehne in einer Position bleiben, die für ihn/sie ergonomisch korrekt ist, wobei dies insbesondere während Schreibaktivitäten und Arbeitsaktivitäten an einer Tastatur wichtig ist.
  • In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist der Stuhl gemäß der vorliegenden Erfindung mit Einstellmitteln zum Einstellen der Stuhlrücklehne versehen, die mit einem Abstand relativ zur hinteren Kante des Sitzes – vorzugsweise unterhalb des Stützpunktes für das Becken – schwenkbar sind, wodurch während der rückwärtigen Einstellung des Stuhlrücklehnenteils verhindert wird, dass der Stützpunkt am Stuhlrücklehnenteil sich re lativ zu dem (unteren) Rücken des Benutzers verschiebt, was den zusätzlichen Vorteil hat, dass verhindert wird, dass ein Hemd durch die Stuhlrücklehne nach oben gezogen wird.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform des Stuhles gemäß der vorliegenden Erfindung können die Kissen des Sitzes und der Stuhlrücklehne leicht unter Verwendung von Schnappmitteln ausgetauscht werden, was vom Standpunkt der Herstellung von Vorteil ist, da die Stühle leicht mit unterschiedlich farbigen Sitzen versehen werden können.
  • Die Steuerhandgriffe für die Schrägstellbewegung, die Einstellbewegung der Stuhlrücklehne bzw. für die Höheneinstellung liegen vorzugsweise an natürlichen Positionen an jeder Seite des Sitzes, so dass ein Benutzer, selbst wenn er sich mit dem Stuhl nicht vertraut fühlt, die Steuerhebel an den beiden Seiten des Stuhls automatisch korrekt bedienen kann, was beispielsweise beim Telefonieren oder während eine oder beide Hände anderweitig beschäftigt sind, von Bedeutung ist.
  • Das heißt, dass der Steuerhebel für die Schrägstellbewegung sichtbar an der linken und rechten Seite am vorderen Teil unterhalb des Sitzes liegt, die Höheneinstellung sich in der Mitte an beiden Seiten des Sitzes erstreckt und der Steuerhebel für das Einstellen der Stuhlrücklehne sich an jeder Seite nahe des rückwärtigen Endes des Sitzes erstreckt. Die Gewichtseinstelleinrichtung liegt vorzugsweise mittig unterhalb des Sitzteils. Die Hebel sind darüberhinaus vorzugsweise in die gleiche Richtung, in welcher die Einstellung stattfindet, betätigbar, beispielsweise für eine Höheneinstellung nach oben. Der Begriff visuell zu manipulierende Komfortzone (VMC) wird in der Ergonomie für Steuerelemente verwendet, die an korrekten Orten angeordnet sind.
  • Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der vorliegenden Erfindung gehen aus der folgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform des Stuhls gemäß der vorliegenden Erfindung unter Bezugnahme auf die anhängenden Figuren im einzelnen hervor, in welchen zeigt:
  • 1A, 1B, 1C jeweils schematische Seitenansichten eines Stuhls gemäß der vorliegenden Erfindung in einer nach rückwärts schräggestellten Position, in der zentralen Position und in einer leicht nach vorwärts schräggestellten Position;
  • 2A bis 2D zeigen jeweils schematische Seitenansichten der Schrägstellung des Sitzes des in der 1A bis 1C gezeigten Stuhles unter Bezugnahme auf unterschiedliche Gewichtseinstellungen;
  • 3 ist eine Draufsicht in perspektivischer Darstellung auf die Schrägstellmittel gemäß
  • 2A bis 2D des Stuhls gemäß der vorliegenden Erfindung;
  • 4 ist eine perspektivische Ansicht des Stuhls gemäß der vorliegenden Erfindung, wie in den 1A bis 3 gezeigt ist; und
  • 5 ist eine perspektivische Teilansicht V gemäß 4.
  • Ein Stuhl 1 (1A, 1B und 1C) und 4 hat einen Stützrahmen 2, der mit einer Anzahl von Rädern 3 versehen ist, die über seitliche Beine 4 an einem mittleren Bein 5 befestigt sind, das unter Verwendung einer Gasfeder höheneinstellbar ist, und zu welchem ein Sitz 6 drehen kann. An dem Sitz 6 ist über die Arme 8 eine Rückenlehne 7 befestigt.
  • Wie klar in den 1A bis 1C zu sehen ist, liegt die Drehachse 10 ungefähr bei einem Drittel der Länge des Sitzes 6 von der Vorderkante entfernt. 1A zeigt die Position, in welcher der Sitze 6 und die Rückenlehne 7 relativ zur Schwenkachse 10 leicht nach rückwärts schräggestellt sind, wobei infolge der Position der Schwenkachse 10 verhindert wird, dass ein Benutzer unter Beibehaltung eines Hohlrückens seine Knie gegen die Unterseite einer Arbeitsfläche stößt oder seine/ihre Füße den Kontakt zum Boden verlieren. Die in der 1A gezeigte Position wird beispielsweise während Besprechungen und Versammlungen verwendet. In der in der 1B gezeigten Position, die beispielsweise für die Arbeit an einem Bildschirm geeignet ist, sind die Rückenlehne und der Sitz weniger weit nach rückwärts in der 1A gezeigt, schräggestellt, wobei der Benutzer automatisch eine korrekte ergonomische Haltung mit hohlem Rücken beibehält. Die Position der Schrägstellung des Sitzes und der Stuhlrückenlehne ist durch die gewünschte Blickrichtung bestimmt, d. h. grob gesagt 70° relativ zu den durchzuführenden Aktivitäten. In der in der 1C gezeigten Position, die insbesondere für Lesen und Schreiben geeignet ist, hat der Benutzer daher die Tendenz, sich weiter nach vorne zu beugen. In dieser Position ist der Sitz mit einem kleinen Winkel nach vorne schräggestellt, um sicherzustellen, dass der Benutzer einen hohlen Rücken beibehält, und wobei die Position der Schwenkachse 10 ein Erreichen einer Schrägstellung des Sitzes verhindert, die so ist, dass der Benutzer eine starke Gegenkraft ausüben muß, um zu verhindern, dass er/sie nach vorne rutscht.
  • Wie ebenfalls in den 1A bis 1C klar zu ersehen ist, ist der Stuhl vorzugsweise mit Armauflageteilen versehen, die feststehend zu einem drehbaren Beinteil angeordnet sind und vorzugsweise eine solche Form haben, dass sie gut an einer Tischplatte T anschlagen (nachdem sie vom Benutzer in einer korrekten Höhe eingestellt worden sind) und deren Form der ergonomisch korrekten Position der Ellenbogen sowohl während der nach rückwärst gerichteten Schrägstellung des Sitzes zusammen mit der Stuhlrückenlehne als auch während der nach vorne gerichteten und rückwärts gerichteten Einstellung der Stuhlrückenlehne relativ zum Sitz, folgen. Die Bogenform folgt annähernd einem Kreisbogen relativ zu der Schwenkachse 10, wobei ein Teil, der an der Tischplatte anstößt, vorzugsweise leicht abgeflacht ist, um an dieser exakt anzuschlagen. Weil die Armauflageteile sich nicht zusammen mit der Schrägstellbewegung bewegen, wird auch verhindert, dass die Finger des Benutzers möglicherweise zwischen Tischplatte und Armauflageteilen eingeklemmt werden.
  • In der in der 1A gezeigten Position des Sitzes, die der in der 1A gezeigten Position entspricht, in welcher der rückwärtige Teil des Sitzes 6 um einen Winkel von beispielsweise ungefähr 10° bis 15° oder 17° nach rückwärts schräggestellt ist, ist eine Gasfeder 11 zwischen einem ersten Drehpunkt 12 und einem zweiten Drehpunkt 13 angeordnet, wobei der zweite Drehpunkt an einem schwenkbaren Arm 14 angeordnet ist. Die Gasfeder 11 liegt in einem spitzen Winkel α relativ zu der Horizontalen. Der Arm 14 ist über eine drehbare Hülse 35 fest mit Führungsarmen 36 und 37 verbunden (siehe auch 3, 4 und 5) in welchen die jeweiligen Achsenenden 30 und 31 geführt sind. Die Achsenenden 30 und 31 ragen durch entsprechende Schlitze 32 und 33 der Komponente 34, die an einer Hülse rund um die Schwenkachse 10 angeordnet ist, wobei diese Hülse einen Teil des Sitzrahmens bildet.
  • Wenn der rückwärtige Teil des Sitzes 6 von der in der 2A gezeigten Position nach oben bewegt wird, beispielsweise weil die Person aufsteht, wird er durch die Gasfeder 11 über den Arm 14 und die Führungsarme 36 und 37 nach oben gedrückt. Weil in der in der 2B gezeigten Position die Achsenenden 30, 31 von der Hülse 15 weiter entfernt als in der in der 2 gezeigten Position sind und die Richtung der Kraft, welche durch die Gasfeder ausgeübt wird, einen kleineren Winkel relativ zum Arm 14 bewirkt, ist das Drehmoment, welches durch die Gasfeder 11 auf den Sitz 6 ausgeübt wird, in der in der 2B gezeigten Position kleiner als in der in der 2A gezeigten Position. Der Winkel α' in der 2B ist darüberhinaus kleiner als der Winkel α. Die progressive Wirkung der Gasfeder wird jedoch hauptsächlich durch Änderung der Hebellänge der Führungsarme 36, 37 relativ zu der feststehenden Länge des Armes 14 erzielt. Das Drehmoment auf dem Sitz 6 wird daher während des nach rückwärts Schrägstellens des rückwärtigen Teils des Sitzes 6 fortschreitend erhöht. Somit findet eine gleichmäßige Aufwärtsbewegung des Sitzteiles 6 statt, während der umgekehrten Bewegung, d. h. dem nach rückwärts Schrägstellen eine größerwerdende Gegenkraft ausgeübt wird.
  • Beispielsweise ist in der horizontalen Position des Sitzteils 6, wie in der 2C und 2D gezeigt, die Position der Achsenenden 30, 31 (siehe unten bezüglich 3) durch die Position eines Gewichtseinstellschraubknopfes 16 bestimmt, wobei in der in der 2D gezeigten, extremen Position das Drehmoment, welches durch die Gasfeder 11 ausgeübt wird, während des Schrägstellens kleiner ist, und für eine leichte Person geeigneter als in der in der 2C gezeigten extremen Position ist, die mehr für eine schwere Person geeignet ist.
  • Die Gasfeder 11 ist vorzugsweise eine Gasfeder, die kontinuierlich auf variable Art und Weise in jeder Position sperrbar ist, wobei ein nicht komprimierbares Medium, beispielsweise eine Flüssigkeit, verwendet wird, die in dieser enthalten ist.
  • 3 zeigt weiterhin, dass durch Drehen des Knopfes 16 die Achsenenden oder Rollen 30 bzw. 31 in den Führungsarmen 36 und 37 verschoben werden können, die fest an die dreh bare Hülse 35 gekoppelt sind, an welcher der Arm 14, an welchem die Gasfeder 11 angreift, ebenfalls feststehend angeordnet ist.
  • Beispielsweise ist in der horizontalen Position des Sitzes die Position der Arme 36 und 37, in welchen die Stifte 30 bzw. 31 geführt sind, durch das Drehen des Drehknopfes 16 nicht geändert, welcher vorzugsweise zentral unterhalb des Sitzes angeordnet ist, und somit wird weder die Position des Armes 14 noch der Hülse 35 geändert, und die Gasfeder 11 wird daher nicht länger oder kürzer gestellt. Diese Einstellung kann daher unter Verwendung von einer sehr geringen Energie stattfinden. Dies ist ein bedeutender Vorteil des Stuhls gemäß der vorliegenden Erfindung verglichen mit bestehenden Gewichtseinstellsystemen, bei denen die Kraft einer Wendelfeder, die auf das Gewicht eines Benutzers ausgerichtet ist, üblicherweise eingestellt werden muß und bei dem zu diesem Zweck eine große manuelle Kraft erforderlich ist.
  • Um den Widerstand weiter zu senken, können eine oder mehrere drehbare Achsen oder andere Komponenten mit Nadellagern (oder Kugellagern) vorgesehen sein.
  • Infolge der Gewichtseinstellung wird die Änderung der Länge des Hebels, der durch den Arm 14 und die Führungsarme 36 und 37 definiert ist, eingestellt, wenn dieser Hebel geschwenkt wird.
  • Die 4 und 5 zeigen eine weitere Gasfeder 40, die an einer Schwenkachse 41 angreift, an welcher die Arme 8 der Stuhlrückenlehne 7 schwenkbar befestigt sind. Die Handgriffe 42 betätigen einen Steuermechanismus 43 für die Gasfeder und liegen an jeder Seite des Sitzes 6 an einer natürlichen Position zum Einstellen der Rückenlehne 7, d. h. in der Nähe der äußeren Enden der Arme B. Die Handgriffe 44 erstrecken sich grob bis zur Mitte des Sitzes 6 an jeder Seite unterhalb desselben, um einen Steuermechanismus 49 der Gasfeder (nicht dargestellt) in dem zentralen Bein 5 zu betätigen. Die Steuerhebel 45 liegen in der Nähe der vorderen Seite des Sitzes, um die Betätigung über die Stange 46 des Steuermechanismus 47 für das Schrägstellen (Gasfeder 11) zu bewerkstelligen.
  • Die beiden Armauflageteile 20 können durch Steuerknöpfe 48 auseinander und aufeinander zu eingestellt werden, während in einer An und Weise, die nicht weiter gezeigt ist, sie beide höheneinstellbar und lösbar sind.
  • Auf eine nicht gezeigte Art und Weise sind die Kissen für den Sitz und die Stuhlrücklehne in einer bevorzugten Ausführungsform an einem Kunststoffschalenteil angeordnet, und die Kissen können an Ort und Stelle eingeschnappt werden, so dass unterschiedliche Farben angeordnet werden können und beispielsweise für die Stuhlrückenlehne ein flaches oder hohes Kissen angeordnet werden kann. Das Sitzkissen kann beispielsweise auch für eine Vorwärts- und Rückwärts-Einstellung verschoben werden, um die sog. Sitztiefe einzustellen, während das Kissen der Stuhlrückenlehne vorzugsweise für eine Höheneinstellung zusammen mit der Schale, an welcher es an Ort und Stelle eingeschnappt ist, bewegbar ist.
  • Das Sitzkissen muß so ausgebildet sein, dass es den in den 1A bis 1C gezeigten Positionen folgen kann, d. h. es muß entweder aus einem so weichen und flexiblen Material sein, dass es den Bewegungen, welche durch die Schwenkachse 10 ausgeübt werden, folgen kann, oder es muß eine geteilte Form mit einer intern schwenkbaren Konstruktion mit einem extrem weichen, flexiblen Material an der Position der Schwenkachse, haben.
  • Wie insbesondere klar aus den 4 und 5 zu ersehen ist, erstrecken sich die Arme 8 unterhalb des Sitzes und über die rückwärtige Kante des Sitzes hinaus, wodurch weiterhin verhindert wird, dass während der rückwärtigen Einstellung der Stuhllehne der untere Teil derselben relativ zum unteren Teil des Rückens des Benutzers verschoben wird und die korrekte ergonomische Position beibehalten wird und der Benutzer nicht die Tendenz verspürt, seinen/ihren Rücken nach außen zu krümmen.
  • Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die vorstehend beschriebene, bevorzugte Ausführungsform begrenzt, sondern nur innerhalb des Schutzumfanges der vorliegenden Patentansprüche begrenzt.

Claims (17)

  1. Stuhl (1), mit: – einem oder mehreren Beinteilen (5); – einem schrägstellbaren Sitzteil (6), der auf den Beinteilen (5) angeordnet ist, und der einen Vorderteil und einen Rückteil aufweist, wobei der Sitz nach oben und unten schrägstellbar ist, und – einem Stuhlrücklehnenteil (7), der einstellbar am Rückteil des Sitzteils befestigt ist und der zusammen mit dem Rückteil schrägstellbar ist, wobei die Schrägstellmittel zum Schrägstellen des Sitzrückteils zusammen mit dem Stuhlrücklehnenteil an einem Ort (10) unterhalb des Sitzteils, welcher vor dem Mittelpunkt des Sitzteils liegt, in Eingriff stehen, und wobei die Schrägstellmittel wenigstens ein Federelement (11) aufweisen, das in einem relativ kleinen Winkel zur Horizontalen unterhalb des Sitzteils (6) so angeordnet ist, dass wenn der Sitzteil und der Stuhlrücklehnenteil nach unten und rückwärts schräggestellt werden, die Gegenkraft welche durch das Federelement (11) ausgeübt wird, steigt, dadurch gekennzeichnet , dass der Vorderteil in einem vorbestimmten Winkel fixiert ist und der Winkel zwischen Stuhlrücklehnenteil und Sitzrückteil während des Schrägstellens im wesentlichen konstant ist.
  2. Stuhl nach Anspruch 1, wobei der Ort (10) ungefähr bei einem Drittel der Länge des Sitzteils liegt.
  3. Stuhl nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Schrägstellmittel eine Gasfeder aufweisen.
  4. Stuhl nach Anspruch 3, wobei die Gasfeder in kontinuierlich änderbaren Positionen sperrbar ist.
  5. Stuhl nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Schrägstellmittel Gewichtseinstellmittel für die Gasfeder aufweisen.
  6. Stuhl nach Anspruch 5, wobei die Gewichtseinstellmittel zum Verstellen eines Angriffspunktes der Kraft des Gasfederelementes geeignet sind.
  7. Stuhl nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei dieser mit Armauflageteilen versehen ist, die fest an einen Beinteil gekoppelt sind, welcher um die vertikale Achse drehbar ist.
  8. Stuhl nach Anspruch 7, wobei die Schrägstellmittel Gewichtseinstellmittel aufweisen.
  9. Stuhl nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei die Einstellmittel zum Einstellen der Stuhlrücklehne mit einer Schwenkachse in Eingriff stehen, die sich nahe der Unterseite des Sitzteils mit einem Abstand gegenüber dessen rückwärtiger Kante erstreckt.
  10. Stuhl nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei ein zentraler Beinteil höheneinstellbar ist.
  11. Stuhl nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der Sitzteil ein Sitzkissen aus relativ weichem Material aufweist, welches für die Einstellung in Richtung nach vorne und rückwärts verschiebbar ist.
  12. Stuhl nach Anspruch 11, wobei der Stuhlrücklehnenteil ein Stuhlrücklehnenkissen aus relativ weichem Material aufweist, welches für eine Höheneinstellung verschiebbar ist.
  13. Stuhl nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Kissen für den Sitzteil und/oder den Stuhlrücklehnenteil unter Verwendung von Schnappmitteln lösbar befestigt sein können.
  14. Stuhl nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei ein Steuerhebel für das Schrägstellen sich unter dem Sitzteil im wesentlichen horizontal in der Nähe der Schwenkachse für dieses Schrägstellen erstreckt.
  15. Stuhl nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei ein Steuerhebel zum Einstellen der Position der Stuhlrücklehne relativ zum Sitz sich unter dem Sitzteil in der Nähe der Schwenkachse für diese Einstellung erstreckt.
  16. Stuhl nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei ein Steuerhebel für die Höheneinstellung des Sitzteils sich ungefähr in der Mitte unterhalb des Sitzes erstreckt.
  17. Stuhl nach Anspruch 14, 15 oder 16, wobei der oder jeder Steuerhebel sich unterhalb des Sitzes an einer Seite desselben erstreckt.
DE69722986T 1996-03-04 1997-02-27 Verstellbarer Bürostuhl Expired - Lifetime DE69722986T2 (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
NL1002523 1996-03-04
NL1002523A NL1002523C2 (nl) 1996-03-04 1996-03-04 Kantelbare kantoorstoel.

Publications (2)

Publication Number Publication Date
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DE69722986T2 true DE69722986T2 (de) 2004-06-09

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DE69722986T Expired - Lifetime DE69722986T2 (de) 1996-03-04 1997-02-27 Verstellbarer Bürostuhl

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EP (1) EP0793929B1 (de)
AT (1) ATE243446T1 (de)
DE (1) DE69722986T2 (de)
DK (1) DK0793929T3 (de)
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Also Published As

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