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Die Erfindung betrifft Satelliten
in der Raumfahrttechnik.
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Im folgenden wird die Erfindung insbesondere
für den
Fall eines Radar-Beobachtungssatelliten beschrieben.
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Wie während der ganzen Beschreibung leicht
zu sehen sein wird, ist sie ebenfalls vorteilhaft auf Telekommunikations-Satelliten anwendbar.
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Ebenso wird die Erfindung für den Fall
einer Umlaufbahn um die Erde beschrieben. Selbstverständlich sind
auch andere Himmelskörper
möglich.
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Darstellung
des bisherigen Stands der Technik
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Wie in den 1 bis 3 dargestellt
ist, besteht ein Radar-Satellit gewöhnlich im wesentlichen aus
einer rechteckigen, planaren Antenne 1, einem Logistikmodul 2 und
Solar-Panels 3.
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Die Solar-Panels 3 sind
in Richtung der Sonne S ausgerichtet, während die Antenne 1 auf
die Erde T ausgerichtet ist und in Bezug zum Geschwindigkeitsvektor
V des Satelliten seitlich abbildet.
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Die verschiedenen Parameter eines
solchen Satelliten sind die folgenden.
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Abmessungen der Radar-Antenne
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Die Abmessung der Antenne 1 in
Richtung des Geschwindigkeitsvektors V des Satelliten oder die Länge L in
der 3 ist über einen
Zusammenhang zwischen 1, 1 und 2 direkt
mit der Bildauflösung entlang
dieser Achse verbunden (Doppler- oder Azimut-Auflösung).
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Senkrecht zum Geschwindigkeitsvektor
V wächst
die Höhe
H der Antenne 1 in Abhängigkeit von
der Erfassungsbreite des Bildes (Breite des Bildes am Boden quer
zum Geschwindigkeitsvektor), vom maximalen Einfallswinkel (Winkelabstand
zwischen der Beobachtungsachse und der Senkrechten der abgebildeten
Stelle am Boden) und von der Höhe und
in Abhängigkeit
von der umgekehrten Proportionalität der Länge L. Außerdem ist für Voraussetzungen,
die auf den vorausgehenden Parametern gegeben sind, die Höhe direkt
proportional zur Radarwellenlänge.
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Daher verwendet ein Radar niedriger
Auflösung
(< 10 m) eine in
Richtung des Geschwindigkeitsvektors langgezogene Antenne (L = 15
m und H = 1,5 m für
RADARSAT), während
eine mittlere oder hohe Auflösung
(< 5 m) zu Antennen
mit H wesentlich größer als
L führen
kann, insbesondere für
niedrige Frequenzen (L oder S) oder in Kombination mehrerer Frequenzen
mit in Richtung der Höhe
H nebeneinander angeordneten Antennen.
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Rollneigung
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Wie in 3 dargestellt,
gestattet die Einstellung um die Rollachse der Beobactungsachse des
Strahlkegels der Antenne 1, die Abbildung mehr oder weniger
entfernt von der Vertikalen des Satelliten zu positionieren (Überdeckung
des Einfallswinkelbereichs). Diese Einstellung wird heutzutage durch
elektronische Strahlsteuerung zwischen zwei Einfallswinkeln imin und imax erreicht,
jedoch wird zur Begrenzung des Bereichs der Strahlsteuerung und der
Höhe der
Antenne 1, die Antenne in der Weise ausgerichtet, daß ihre Normale
N in eine mittlere Richtung im Einfallswinkelbereich zeigt. Der
Rollwinkel r ist typischerweise 30°.
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Leistung und lokale Uhrzeit
der Umlaufbahn
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Im Gegensatz zur optischen Beobachtung benötigt die
Radar-Beobachtung
keine besonderen Bedingungen der Beleuchtung der Szene durch die Sonne.
Dagegen ist sie ein Verbraucher elektrischer Energie im Satelliten.
All dies führt
dazu, eine heliosynchrone Umlaufbahn mit einer lokalen Uhrzeit von 6
h oder 18h beizubehalten, die es den Solar-Panels 3 gestattet,
praktisch ununterbrochen auf die Sonne ausgerichtet und produktiv
zu bleiben (wenig Sonnenverdeckung im Gegensatz zu einer lokalen
Uhrzeit am Tage, wie sie im optischen Fall verwendet werden) (siehe 1).
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Im allgemeinen genügt der von
den Panels 3 gebildete Solargenerator nicht für die Versorgung des
Radars. Der Satellit trägt
außerdem
Batterien, aus denen das Radar Energie entnimmt. Die Batterien werden
wieder aufgeladen, wenn das Radar nicht in Betrieb ist.
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Es ist zu bemerken, daß dieser
Ansatz ebenso aus der Tatsache resultiert, daß Radarsatelliten nicht speziell
konzipierte Logistikmodule verwenden, die für Tag-Umlaufbahnen einsetzbar
sind und die Anwesenheit großer
Batterien erfordern, um lange Sonnenverdeckungsdauern zu ermöglichen.
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Stabilität der Abmessungen
und der Fluglage
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Für
den ordentlichen Betrieb muß die
Antenne 1 eine hohe Planarität und eine hohe Präzision der Ausrichtung
der Normalenachse N ihrer Oberfläche einhalten.
Der klassische Ansatz besteht darin, eine strikte mechanische Stabilität der Gruppe
aus Antenne 1 und Logistikmodul 2 zu fordern und
die Anforderungen zur Ausrichtung durch das Steuerungssystem der
Fluglage des Logistikmoduls 2 sicherzustellen.
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Es wurde zwischenzeitlich bereits
vorgeschlagen, Antennen 1 mit einer elektronischen Strahlsteuerung
zu verwenden, die Planarität
und die Einhaltung der Fluglage des Antennenelements zu lockern
und auf die Phaseneinstellelemente der die Antenne 1 bildenden
elementaren Antennen einzuwirken, um eine perfekte und richtig ausgerichtete Wellenfront
zu erzeugen. Dies erlaubt es, die strukturellen Randbedingungen
der Gesamtheit des Satelliten und der Antenne zu lockern und dem
Steuerungssystem der Fluglage des Moduls 2 lediglich eine
grobe Rolle zuzuordnen.
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Dieses Prinzip der verteilten Anpassung
im Bereich der Antenne 1 beruht wesentlich auf der Fähigkeit
zur Messung zum einen der Deformationen ihrer Planarität und zum
anderen der Lage ihrer mittleren Ebene.
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Jedoch sind die zur Zeit in Betracht
gezogenen Realisierungen auf Basis von Sensoren zur Verformung oder
zur Planarität
(insbesondere optisch) nicht vollständig zufriedenstellend. Außerdem gestatten
diese nicht die Messung der Ausrichtung des Bezugssystems der Antenne 1,
wodurch diese entweder ganz als Aufgabe für das Logistikmodul verbleibt, oder
mit Hilfe von absoluten Lagesensoren, die im Bereich der Antenne 1 plaziert
werden, realisiert wird.
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Wie auch immer der Fortschritt dieser
Techniken zur verteilten Anpassung sein wird, behält das System
zur Fluglage des Logistikmoduls 2 die Aufgabe, die Referenzposition
der Antenne 1 aufrechtzuerhalten. Insbesondere muß die Achse
mit der längsten Abmessung
(oder mit dem kleinsten Trägheitsmoment)
entweder in Richtung des Geschwindigkeitsvektors (Länge L für ein Radar
niedriger Auflösung) oder
senkrecht zum Geschwindigkeitsvektor mit einem im vorhergehenden
erwähnten
Rollwinkel (Abmessung H für
ein Radar hoher Auflösung)
ausgerichtet bleiben, indem das Logistikmodul ständig das Drehmoment bzw. Kräftepaar
der Gravitation ausgleicht. Dieser Ausgleich erfordert ständig ein
vom zentralen System zur Fluglage kommendes Drehmoment sowie eine
minimale mechanische Steifigkeit des gesamten Satelliten und der
Ausfahrmechanismen der Antenne, um die Weiterleitung der Drehmomente
sicherzustellen. Es ist außerdem
zu bemerken, daß die
Anwesenheit des Logistikmoduls 2 eigene Randbedingungen
für die
Trägheitsmomente
mit sich bringt und mit dem Sonnendruck auf die Solar-Panels 3 ein
weiteres störendes
Drehmoment auftritt.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Die Erfindung hat einen neuen Typ
Satelliten als Gegenstand, insbesondere zur Radar-Beobachtung oder
zur Telekommunikation.
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Ein Ziel der Erfindung ist es insbesondere, einen
Satelliten vorzuschlagen dessen Empfindlichkeit besser angepaßt ist als
die der Satelliten des bisherigen Stands der Technik und der bessere
Einsatzleistungen in Bezug auf die Erreichbarkeit und die Wiederkehr
gestattet.
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Ein anderes Ziel der Erfindung ist
es, einen Satelliten mit einer vereinfachten Struktur vorzuschlagen,
was insbesondere eine bedeutende Reduzierung der Kosten für die Antenne,
die Trägerrakete und
für das
Logistikmodul gestattet und ebenso eine Erhöhung der Zuverlässigkeit
und der Lebensdauer.
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Hierzu schlägt die Erfindung einen Satelliten zur
Beobachtung oder Telekommunikation mit niedriger Umlaufbahn bzw.
Orbit vor, der ein Antennenelement mit allgemein ebener Form umfaßt, das
dadurch gekennzeichnet ist, daß sich
das Antennenelement im wesentlichen in einer Ebene erstreckt, die durch
den Erdmittelpunkt verläuft,
insbesondere durch die Ebene seiner Umlaufbahn.
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Vorzugsweise umfaßt der Satellit eine Solarzellengeneratorvorrichtung
und die Zellen der Solarzellengeneratorvorrichtung werden vom Antennenelement
getragen.
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Der von der Erfindung vorgeschlagene
Satellit ist vorteilhafterweise der Art, daß die durch die Abmessung entlang
der Gravitationsachse definierte Höhe des Antennenelements größer als
die senkrechte Abmessung ist, in der Weise, daß der Satellit auf natürliche Weise
durch den Gravitationsgradienten um die Roll- und Nickachsen stabilisiert
wird.
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Insbesondere kann das Antennenelement vorteilhafterweise
einen Abschnitt aufweisen, der nicht als Antenne dient, der eventuell
teilweise hohl ist und der dazu beiträgt, den Satelliten über den
Gravitationsgradienten um die Roll- und Nickachsen auf natürliche Art
zu stabilisieren.
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Vorzugsweise umfaßt der Satellit außerdem ein
Antennenelement, das sich im wesentlichen in einer Ebene erstreckt
und dadurch gekennzeichnet ist, daß das Antennenelement geometrisch
deformierbar ist und auf seiner Oberfläche verteilte Mittel zum Einstellen
der gesendeten oder empfangenen Wellen aufweist und dadurch, daß er eine
Mehrzahl von Positions- und/oder Deformations- und/oder Ausrichtungsfehler-Sensoren
aufweist, die über
das Antennenelement verteilt sind und die die Messung von Deformationen
und/oder Ausrichtungsfehlern sowie ihre Kompensation durch die Steuerungsmittel
ermöglichen.
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Die Sensoren sind vorteilhafterweise
Sensoren zur terrestrischen oder satellitengestützten Funkpositionsbestimmung,
insbesondere GPS, die sowohl die Messung als dann auch die Kompensation von
Abweichungen der absoluten Fluglage durch die Steuerungsmittel gestattet.
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Gemäß einem anderen Aspekt wird
ebenso ein Aufbau zum Abschuß eines
Beobachtungs- oder Telekommunikations-Satelliten gemäß der Erfindung vorgeschlagen,
der wenigstens ein ebenes Element, das wie ein Antennenelement aus
mehreren durch Gelenke miteinander verbundenen Panels bzw. Kacheln
gebildet wird, sowie assoziierte Einrichtungen oder Logistikeinrichtungen aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß der
Satellit eine Trägerhülle umfaßt, die
beim Start in ihrem Inneren die Einrichtungen und die Panels aufnimmt,
und wenigstens eine pyrotechnische Klappe für das Ausfahren der Panels aufweist.
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Gemäß einer ersten vorteilhaften
Variante umfaßt
die Trägerhülle zwei
Halbschalen, wobei die eine die verschiedenen assoziierten Einrichtungen und
Logistikeinrichtungen aufnimmt und die andere eine pyrotechnische
Naht hat, die eine Klappe mit zwei Flügeln begrenzt und bei deren
Explosion die beiden Flügel
freigesetzt und aufgestoßen
werden, die danach durch zwei Scharniere in einer offenen Position
gehalten werden, die entlang der Schnittstelle mit der ersten Halbschale
angeordnet sind, so daß die
Panels beim Start in der Aufnahme untergebracht werden können, die
zwischen den Schalen definiert wird, und anschließend auf
einer einzigen Seite des Satelliten durch die Klappe ausgefahren
werden können.
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Gemäß einer anderen möglichen
Variante besteht die Trägerhülle aus
zwei auf einem Mittelteil zusammengesetzten Schalen, wobei das Mittelteil die
verschiedenen assoziierten Einrichtungen und Logistikeinrichtungen
aufnimmt, während
jede der Seitenschalen eine pyrotechnische Naht aufweist, die eine
Klappe mit zwei Flügeln
begrenzt und bei deren Explosion die beiden Flügel freigesetzt und aufgestoßen werden,
die danach durch zwei Scharniere in einer offenen Position gehalten
werden, wobei die Scharniere von dieser selben Halbschale getragen werden
und entlang der Schnittstelle mit dem Mittelteil angeordnet sind,
so daß die
Panels beim Start in den beiden Aufnahmen untergebracht werden können, die
durch die beiden Seitenschalen und das Mittelteil definiert werden,
und anschließend
auf jeder Seite des Satelliten durch die entsprechende Klappe ausgefahren
werden können.
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Ein Satellit, der diese verschiedenen
Eigenschaften einzeln oder in Kombination aufweist, wird vorteilhafterweise
durch die verschiedenen folgenden Eigenschaften komplettiert, die
ebenso einzeln oder gemäß aller
technisch möglichen
Kombinationen eingesetzt werden können:
- – das Antennenelement
verfügt über Antennenfunktionen
auf beiden Seiten;
- – ein
Teil des Antennenelements trägt
keine Solarzellen und arbeitet auf beiden Seiten als Antenne;
- – er
umfaßt
Mittel für
die differenzielle Verarbeitung von Phasenmessungen bei den Signalen
für die
Funkpositionsbestimmung, wobei die Signale von jedem Sensor zur
Messung der relativen Positionierungen der Sensoren sowie der absoluten Fluglage
der durch die Sensoren definierten mittleren Ebene bereitgestellt
werden.
- – er
umfaßt
ein Logistikmodul, das in der Ebene der Umlaufbahn liegt und bei
dem sich das Antennenelement nur auf einer Seite des Logistikmoduls
befindet;
- – er
umfaßt
ein Logistikmodul, das in der Ebene der Umlaufbahn liegt und bei
dem sich das Antennenelement auf beiden Seiten des Logistikmoduls erstreckt;
- – die
beiden Teile des Antennenelements befinden sich in zwei verschiedenen
Ebenen, deren Schnittlinie durch den Erdmittelpunkt verläuft;
- – er
umfaßt
ein Logistikmodul, dessen Schwerpunkt auf der Achse des kleinen
Trägheitsmoments
des Antennenelements in der Weise angeordnet ist, daß das natürliche Gleichgewicht
aufgrund des Gravitationsgradienten entlang der lokalen Vertikalen
des Antennenelements gestärkt wird
und daß die
Drehmomente des Sonnendrucks auf den Satelliten begrenzt werden;
- – er
gestattet zum einen, für
die eine oder mehreren Antennen des Elements eine minimale Verdeckung
durch das Logistikmodul und zum anderen für die Sensoren zur Funkpositionsbestimmung einen
Winkelabstand der Empfangsrichtung für Signale zur Funkpositionsbestimmung
von der Normalen auf dem Element sicherzustellen, wobei es diesseits
von diesem zu keiner Mehrwegausbreitung durch Reflexion am Modul
kommt und jenseits von diesem die Signale unberücksichtigt bleiben;
- – die
Solarzellen gestatten es, den Energiebedarf zumindest einer Antenne
des Antennenelements abzudecken;
- – ein
Teil des Antennenelements arbeitet nicht als Antenne und trägt Solarzellen;
- – die
Solarzellen, die es gestatten, den Energiebedarf der genannten.
Antenne abzudecken, sind auf der Rückseite der genannten Antenne
und eventuell auf nicht als Antenne verwendeten Flächen auf
beiden Seiten der genannten Antenne angeordnet;
- – die
Solarzellen des Antennenelements gestatten es, dessen Energiebedarf
abzudecken;
- – der
oder die nicht als Antenne arbeitenden Teile, die Solarzellen tragen,
stellen wenigstens die Versorgung des Logistikmoduls außerhalb
der Sonnenverdeckungen sicher;
- – eine
Antenne weist ein Netz von elektronischen Elementareinheiten auf
der Oberfläche
auf, wobei jede Elementareinheit direkt an ein Segment aus einer
oder mehreren Solarzellen angeschlossen ist und von dieser versorgt
wird;
- – das
Segment der Solarzelle(n) ist direkt gegenüber der Elementareinheit angeordnet;
- – die
Solarzellen sind Zellen der AsGa- oder Silizium-Technologie;
- – das
Antennenelement umfaßt
mehrere verschiedene Antennen gleicher oder verschiedener Frequenz,
die nebeneinander entlang der Gravitationsachse angeordnet sind;
- – das
Antennenelement umfaßt
zwei Antennen derselben Frequenz, die eine radar-interferometrische
Beobachtung gestatten, wobei die Antennen entlang der lokal vertikalen
Achse separiert sind;
- – während der
Abschußphase
werden die Panel eingefaltet und gegen eine Platte gedrückt, auf der
sie durch Bänder
befestigt sind;
- – jedes
Panel wird von wenigstens einer Muffe durchzogen, die dazu bestimmt
ist, zu seiner Befestigung von einem Band durchzogen zu werden;
- – die
Achse des kleinsten Trägheitsmoments
der Trägerhülle und
der verschiedenen Panels wird beim Abschuß entlang der Achse der Trägerrakete
ausgerichtet und die Achse zum Ausfahren ist senkrecht zur Achse
der Trägerrakete;
- – die äußere Form
in der Abschußanordnung
der Trägerhülle ist
aerodynamisch in der Weise angepaßt, die Abschußhaube zu
ersetzen;
- – die
Trägerhülle und
die assoziierten Elemente und die Logisitkelemente bilden das Logistikmodul,
dessen Achse des kleinsten Trägheitsmoments
parallel zur Ebene der Umlaufbahn ist;
- – das
Ausfahren wird entlang der Vertikalen durchgeführt;
- – ein
Panel weist eine Stapelstruktur auf, die gegebenenfalls eine Antennenkuppel,
ein abstrahlendes Panel, eine NIDA-Zwischenstruktur als Träger für Elektronikeinrichtungen,
eventuell eine thermische Schutzschicht, eine Platte, die die Solarzellen
und/oder abstrahlende Elemente trägt umfaßt, wobei das Panel außerdem Versteifungen,
die auf der Zwischenstruktur angeordnet sind und Träger für die Trägerplatte(n)
der Solarzellen und/oder den abstrahlenden Elementen umfaßt;
- – in
der Nähe
der Kreuzung zweier Versteifungen ist eine Muffe angeordnet;
- – die
Gesamtheit der Teile des Elements, die sich durch ihre Antennenfunktion
oder die gegebene oder fehlende Antennenfunktion unterscheiden, ist
entlang der Entfaltungsachse der Panels derart verteilt, daß jedes
der Panels eine große
funktionelle Homogenität
aufweist;
- – die
Versorgung der Hyperfrequenzverteilung erfolgt in einer Kette, die
bei der Seite des Antennenelements gegenüber dem Himmelskörper begonnen
wird, in dessen Umlaufbahn sich der Satellit befindet, wobei die
Verkabelungskette einen Teil der notwendigen Verzögerungsleitungen
bildet;
- – der
Satellit umfaßt
entlang der Höhenausdehnung
der Antenne ein Netz von Punkten zur Höhensteuerung des Antennendiagramms,
wobei das elementare Höhendiagramm
des zu jedem Steuerungspunkt gehörenden
Antennenabschnitts derart fest ausgerichtet ist, daß der nutzbare
Einfallswinkelbereich abgedeckt ist, und wobei der Abstand zwischen
diesen Punkten entlang der Höhe
H derart ist, daß bei
einer Verstellung der Hauptkeule relativ zu der durch das Elementardiagramm
gegebenen Richtung zum Netz gehörenden
Nebenkeulen auftreten, daß jedoch
die durch das Elementardiagramm ausgeübte Modulation der Amplitude
dieser Nebenkeulen eine sehr geringe Amplitude für diejenigen, welche die Erde
treffen, sicherstellt und für
die Hauptkeule eine minimale Amplitude beibehalten wird;
- – der
zu jedem Steuerungspunkt gehörende
Elementarabschnitt der Antenne wird durch parallele Gruppierung
ausgehend von einem Steuerungspunkt und entlang der Höhe mehrerer
abstrahlender Elemente gebildet, wobei zwischen den zu einem Steuerungspunkt
gehörenden
abstrahlenden Elementen ein Phasenverschiebungsprofil gemäß einer
festen und konstanten Rampe angewendet wird;
Weitere Eigenschaften
und Vorteile der Erfindung gehen aus der folgenden Beschreibung
hervor. Diese Beschreibung dient nur der Veranschaulichung und ist
nicht einschränkend.
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Beschreibung
der Figuren
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1,
die bereits beschrieben wurde, zeigt eine schematische Darstellung
eines Beobachtungssatelliten gemäß dem bisherigen
Stand der Technik;
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2 zeigt
die Fluglage des Satelliten der 1 auf
seiner heliosynchronen Umlaufbahn um die Erde mit einer lokalen
Uhrzeit 6 h/18 h, für
den Fall einer in der Ebene der Umlaufbahn liegenden Antenne;
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3 stellt
schematisch die Ausrichtung der Antenne des Satelliten aus den 1 und 2 dar;
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4 ist
eine schematische seitliche Darstellung eines Satelliten gemäß einer
möglichen
Ausführungsform
der Erfindung für
den Fall einer heliosynchronen Umlaufbahn 6 h/18 h und einer in
der Ebene der Umlaufbahn liegenden Antenne;
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5 ist
eine Sicht auf die Fläche
des Satelliten aus 4;
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6 veranschaulicht
das Höhendiagramm des
zu einem Steuerungspunkt gehörenden
Elementarabschnitts der Antenne;
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7 beschreibt
eine mögliche
Ausführungsform,
die es gestattet, das Diagramm der 6 zu
erhalten;
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8 ist
eine perspektivische Darstellung eines Satelliten gemäß einer
möglichen
Ausführungsform
der Erfindung;
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9 ist
eine schematische Teildarstellung im Schnitt eines Satelliten gemäß einer
möglichen Ausführungsform
der Erfindung;
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10 ist
eine schematische Darstellung im Schnitt der Abschußanordnung
des Satelliten aus 9;
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11 ist
eine Schnittansicht gemäß der Linie
XI-XI der 10;
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12 ist
eine Darstellung im Schnitt eines Satelliten-Panels gemäß einer
möglichen
Ausführungsform
der Erfindung;
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13 ist
eine Draufsicht des Panels aus 12;
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14 ist
eine Schnittansicht eines Details des Panels der 12 und 13.
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Detaillierte
Beschreibung der Erfindung
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Auf den 4 und folgende wird mit 12 das Logistikmodul
des Satelliten gemäß der hier
dargestellten Erfindung bezeichnet. Die Bezugszeichen 11 und 13 bezeichnen
das Antennenelement beziehungsweise die Zellen des Solargenerators.
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Der auf diesen Figuren dargestellte
Satellit ist in verschiedener Hinsicht bemerkenswert.
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Seine Umlaufbahn ist eine niedrige
Umlaufbahn und das Antennenelement 11 erstreckt sich in etwa
in einer Ebene, die durch den Erdmittelpunkt verläuft (Rollwinkel
r von 90°).
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Er hat die eventuelle Fähigkeit,
auf beiden Seiten abzustrahlen.
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Darüber hinaus ist die Höhe H dieses
Elements 11, gegeben durch seine Abmessung entlang der
Gravitationsachse, entweder natürlicherweise sehr
viel größer als
seine Abmessung L in der dazu senkrechten Richtung (Richtung des
Geschwindigkeitsvektors V in den 4 und 5, die den Fall darstellen,
in dem die Satellitenebene mit der Ebene seiner Umlaufbahn zusammenfällt) oder
entlang der Höhe
H wird eine nicht als Antenne arbeitende Fläche, die teilweise hohl sein
kann, in der Weise angefügt,
daß der
Satellit auf natürliche
Weise durch den Gravitationsgradienten stabilisiert wird.
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Ebenso sind die Solarzellen 13 auf
einer Seite des Antennenelements 11 angeordnet, eventuell auf
beiden Seiten.
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Außerdem umfaßt das Element 11 über seine
Oberfläche
verteilt Punkte zur Steuerung der Phase und Amplitude der gesendeten
oder empfangenen Welle.
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Es verträgt eine biegsame Struktur,
deren Verformung und absolute Fehler in der Ausrichtung durch eine
Verarbeitung von Phasenmessungen, die von auf der Oberfläche verteilten
GPS- Sensoren bereitgestellt
werden, gemessen und anschließend durch
die Steuerungsmittel kompensiert werden.
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Diese verschiedenen Aspekte, ebenso
wie weitere, werden nun in detaillierter Form beschrieben.
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Antennenelement 11 in
der Ebene der niedrigen Umlaufbahn des Satelliten
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Unter einer niedrigen Umlaufbahn
versteht man im allgemeinen eine Umlaufbahn unterhalb von 2000 km.
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Für
denselben angestrebten Einfallswinkelbereich muß die elektronische Verstellung
der Höhe des
Strahlkegels, d. h. um eine Achse in der Ebene der Antenne und senkrecht
zur Gravitationsachse, gegenüber
einer Antenne des bisherigen Stands der Technik erhöht werden,
was gegenüber
diesem bisherigen Stand der Technik und unter der Randbedingung
des Nichtauftretens von mit dem Netz von abstrahlenden Elementen
verbundenen Nebenkeulen dazu führt,
die Abstände
zwischen den abstrahlenden Elementen zu verringern (etwa das 0,5-fache
der Wellenlänge
anstatt des 0,7-fachen der Wellenlänge).
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Indessen entspricht damit der maximale
Verstellwinkel der Antenne oder der Antennen des Elements 11 den
minimalen Ausbreitungsabständen (geringer
Einfallswinkel), wodurch die klassischerweise für die abstrahlenden Elemente
in den großen Verstellungen
gestellte Forderung nach geringen Verlusten gelockert werden kann
und somit ähnliche Technologien
der abstrahlenden Elemente wie im Fall der Standardgeometrie beibehalten
werden können.
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Wie im folgenden Kapitel genauer
beschrieben wird, gestattet der vorgeschlagene Aufbau des Satelliten
dank seiner Toleranz gegenüber
den Keulen des Steuerungsnetzwerks außerdem die Erhöhung der
Abstände
der Punkte, die das Diagramm der Antenne in seiner Höhe steuern,
entlang der Höhe
H der Antenne bis zu 2λ,
sogar 2,5λ,
wogegen im bisherigen Stand der Technik für eine um wenigstens 30° oder 35° geneigte
Antenne eine Begrenzung auf etwa 0,7λ notwendig ist.
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Aus all dem folgt eine Verringerung
der Dichte der Elektronik entlang der Höhe in einem Verhältnis, das
bis 2/0,7 oder sogar 2,85 gehen kann.
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Außerdem gilt für die Verbindungsbilanz, daß die Zunahme
der Distanz mit dem Einfallswinkel von nun an bei weitem durch die
Zunahme der effektiven Höhe
der Antenne in der angestrebten Richtung (Reduzierung der Verstellung)
kompensiert werden kann. Insbesondere für den Fall eines Radars verbessert
sich die Empfindlichkeit mit dem Einfallswinkel, ebenso wie die
Anforderungen der zu messenden geophysikalischen Phänomene,
wohingegen der bisherige Stand der Technik klassischerweise umgekehrte
Empfindlichkeitsprofile liefert.
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Weiterhin mit Bezug auf den bisherigen Stand
der Technik einer um 30° oder
35° geneigten Antenne
erfordert das Erreichen eines gegebenen Einfallswinkels eines bestimmten
Strahls der Antenne und damit einer bestimmten effektiven Höhe eine größere Höhe der Antenne
in einem Verhältnis,
das sich umgekehrt zum Einfallswinkel verändert (nur 10% bei 60°). Da insbesondere
beim Radar die Erweiterung des Einfallswinkelbereichs in Richtung
der hohen Einfallswinkel die Möglichkeiten
der Leistungsfähigkeit
im Betrieb bezüglich
der Erreichbarkeit oder der Wiederkehr (vom Satelliten benötigte Zeitspanne,
um über
einen Punkt mit Sichtbarkeit der Antenne zu gelangen oder um zu
diesem Punkt zurückzukehren)
bedingt, ist der Nachteil der Antennenhöhe sehr gering, insbesondere
für sehr
leistungsfähige
Systeme, die einen maximalen Einfallswinkel von mehr als 60° erlauben.
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Die Komplexität, die Masse und die Kosten der
Netz-Antenne (insbesondere für
eine aktive Antenne) werden hauptsächlich durch die Gesamtanzahl
der Steuerungspunkte bestimmt, man sieht daher, daß das neue
Konzept sehr günstig
ist, da es eine Reduzierung dieser Anzahl in einem Verhältnis von
bis zu 2,85/1,1 also 2,7 gestattet (für ein System, das die starken
Einfallswinkel abdeckt).
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Im Gegensatz zum bisherigen Stand
der Technik verfügt
man zur Anordnung der abstrahlenden Elemente der Antenne auf dem
Element 11 über zwei
geometrisch gleichwertige Seiten. Durch die gleichzeitige Verwendung
beider Seiten kann der Einfallswinkelbereich verdoppelt werden,
zum großen
Vorteil der Leistungsfähigkeit
im Betrieb, die bereits infolge der Abdeckung der starken Einfallswinkel
sehr gut ist und damit außergewöhnlich wird.
Dies kann durch die einfache Verdopplung der abstrahlenden Elemente
erreicht werden, selbstverständlich
unter Wiederverwendung derselben Struktur, aber auch derselben elektronischen
Einrichtungen, die integraler Bestandteil einer Antenne mit elektronischer Strahlsteuerung
sind, während
im bisherigen Stand der Technik diese Verdopplung von großen Einfallswinkelbereichen
eine vollständige
Verdopplung der Antenne mit zwei entgegengesetzten Rollwinkeln erfordert.
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Das Modul 12 kann ebenso
in der Ebene des Elements 11 angeordnet sein, zum Beispiel
unter der Antenne.
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In diesem Fall umfaßt das Element 11 vorteilhafterweise
an seiner Basis auf der Seite des Moduls 12 ein Panel 14a,
das nicht als Antenne arbeitet (siehe 9),
eventuell hohl ist und als eine seiner Funktionen für schwache
Einfallswinkel die Freigabe des Sichtfelds der eigentlichen Antennen
gegenüber
dem Logisitkmodul 12 hat.
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Es ist zu bemerken, daß das bisher
Gesagte sich in analoger Weise auf Telekommunikationssatelliten
bezieht.
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Außerdem ist in den Figuren das
Antennenelement 11 nur auf einer Seite des Logistikmoduls 12 dargestellt.
Es kann sich selbstverständlich
auch auf beiden Seiten des Logistikmoduls 12 erstrecken,
obwohl die Anwesenheit von Antennen unterhalb des Moduls 12 eine
besondere Ausrüstung
mit Mitteln zur Fernmessung erfordert.
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Abstand der Steuerungspunkte
der Antenne
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Der Abstand der Steuerungspunkte
entlang der Höhe
H der Antenne 11 bestimmt die Anordnung der Nebenkeulen
des Steuerungsnetzes, wenn die Hauptkeule – d. h. die Nutzkeule – in der
Höhe verstellt
wird. Die Amplituden der Hauptkeule und der Nebenkeulen werden bei
der Verstellung durch das feste Abstrahlungshöhendiagramm des zu einem Steuerungspunkt
gehörenden
Antennenabschnitts moduliert.
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6 stellt
eine kombinierte Anordnung der Nebenkeulen und des Diagramms eines
Elementarabschnitts dar, das ausgehend von einer klassischen Antenne
erhalten wird (wobei die Ebene Pc1 einem Rollwinkel von weniger
als 30° oder
35° entspricht)
und bei der der Abstand zwischen den Steuerungspunkten gelockert
ist.
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Das Diagramm des Elementarabschnitts
(die keulenförmigen
Formen DE in der 6)
beinhaltet ein Hauptblatt senkrecht zur Antennenebene und ausgerichtet
auf den Nutzbereich der Einfallswinkel. Die mit Pfeilen versehenen
Geraden bezeichnen die Positionen der Nebenkeulen (lobe parasite,
LP) in Abwesenheit einer Verstellung Θ der Hauptkeule relativ zur
Hauptachse des Diagramms des Elementarabschnitts, die hier die Senkrechte
auf der Antenne ist. Die punktierten Geraden bezeichnen dieselben Positionen
nach einer Verstellung Θ.
Ohne Verstellung verschwinden die Nebenkeulen, da sie in die Lücken des
Diagramms des Elementarabschnitts fallen. Die Nebenkeulen und die
Blätter
des Diagramms des Elementarabschnitts liegen um so näher beieinander, je
größer der
Abstand der Steuerungspunkte des Diagramms entlang der Antenne ist.
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In der 6 wird
auch die Erdlinie dargestellt.
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Für
eine korrekte Funktionsweise müssen
für die
Strahlsteuerung Θ entlang
des Einfallswinkelbereichs zwei Bedingungen erfüllt sein.
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Keine Nebenkeule darf den Horizont
berühren
oder nur mit einer sehr geringen Amplitude (–30 bis –40 dB unter der Amplitude
der Hauptkeule), damit das Niveau der Mehrdeutigkeiten nicht beeinflußt wird.
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Die Amplitude der Hauptkeule (in
der Figur mit 0 bezeichnet) darf nicht zu tief sinken, damit die Verbindungsbilanz
nicht beeinflußt
wird.
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Im Falle der Satelliten des bisherigen
Stands der Technik, bei denen die Antennen einen Rollwinkel von
weniger als 30° oder
35° aufweisen,
gibt es keine Lösung,
wenn die Keulen –1
und +1 nicht durch eine hinreichend kleine Wahl des Abstands zwischen
den Steuerungspunkten in die unmittelbare Nähe der Antennenebene oder darüber hinaus
gedrückt
werden, da sehr schnell ein Wert Θ erreicht wird, der Nebenkeulen
(+1, +2, ..., +N) bedingt, die mit großer Amplitude gegen die Erde
gerichtet sind.
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Im Gegensatz dazu erlaubt dieselbe
Anordnung, so wie abgebildet, mit Nebenkeulen und nahe beisammen
liegenden Blättern
des Diagramms des Elementarabschnitts, wenn sie für eine Antenne
entsprechend der neuen Geometrie verwirklicht wird, eine Lösung für das Problem.
In diesem Fall sind die Abschnitte starker Amplitude der Nebenkeulen
+1, +2, +n irreal, da sie sich hinter der Antenne befinden. Es wird
hier ein Vorteil aus der Tatsache gezogen, daß das durch die Geometrie der
Antenne gegebene terrestrische Gesichtsfeld das abzubildende Gesichtsfeld
eng umschließt.
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Falls man diese Antennengeometrie
mit dem Rest der vorgeschlagenen Architektur für den Satelliten verbindet,
wird überdies
diese physikalische Schutzbarriere gegen die Nebenkeulen vor die
Antenne geschoben, da die sehr schwachen Einfallswinkel durch das
Logistikmodul 12 maskiert werden, ohne daß dies Mehrdeutigkeiten
erzeugen kann, da das vom Modul reflektierte Signal während der
Emission empfangen wird.
-
Mit der neuen Antennengeometrie reicht
es aus, für
das Verstellen in Richtung der minimalen Einfallswinkel das Erreichen
des Horizonts durch die Nebenkeule –1 sicherzustellen und einen
maximalen Abfall der Amplitude der Hauptkeule zu berücksichtigen.
Indem die Keule –1
auf der Horizontlinie gehalten wird, begrenzt die Verringerung des
Abstands zwischen den der Keule 0 gegenüberliegenden festen Steuerungspunkten
den unteren Nutzeinfallswinkel.
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Durch die zusätzliche Verschiebung des Diagramms
des Elementarabschnitts in eine Richtung in der Mitte zwischen der
Horizontlinie und dem minimalen Einfallswinkel wird ein minimaler
Abfall von 3,7 dB für
den minimalen Einfallswinkel und ein gut darunter liegender Abfall
für starke
Einfallswinkel garantiert, wenn diese letzteren bezüglich der
Horizontlinie zurückgezogen
sind. Dieser Abfall ist zulässig,
dä das
neue Satellitenkonzept oft eine überschüssige Energieproduktion
aufweist. Wenn dies nicht der Fall ist, muß hinter diesem höchsten Abstand
zurückgeblieben
oder die untere Grenze des Einfallswinkels angehoben werden.
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Mit der neuen Geometrie kann somit
der Abstand zwischen den Steuerungspunkten bis auf 2λ gelockert
werden (sogar bis 2,5λ entsprechend
den Bedingungen der Höhe
und des Einfallswinkelbereichs), während für die klassische Geometrie
mit einer um wenigstens 30° oder
35° geneigten
Antenne dieser Abstand unterhalb von 0,7λ oder 0,75λ bleibt, d. h. daß die Schrittweite
der Steuerung mit der Schrittweite der abstrahlenden Elemente gleichgesetzt
werden kann (ein Steuerungspunkt pro abstrahlendem Element).
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Ausgehend von einer Antenne gemäß der neuen
Geometrie, kann ein solches Diagramm des Elementarabschnitts, dessen
Hauptblatt zur Ausrichtung auf den Nutzbereich des Einfallswinkels
gegenüber
der Normalen der Antenne verstellt ist, dadurch erzielt werden,
daß der
Elementarabschnitt durch eine Gruppierung mehrerer abstrahlender
Elemente mit sehr offenen Elementardiagrammen gebildet wird, wobei
zwischen diesen eine Phasenverschiebung gemäß einer Rampe (entsprechend
der Höhe) mit
fester Phase auftritt.
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Dies wird in 7 dargestellt, in der die durch zwei
aufeinander folgende Steuerungspunkte PC1 und PC2 gesteuerten abstrahlenden
Elemente R dargestellt sind. Die Rampe fester Phase, die für alle PC übereinstimmt,
wird zum Beispiel durch das Fortschreiten der Kabellänge zwischen
dem Modul M zur Phasenverschiebung/Emission/Empfang und den Elementen
R realisiert.
-
Mit dieser neuen Geometrie könnte auch
der Abstand zwischen den abstrahlenden Elementen gelockert werden
auf die Gefahr hin, daß Nebenkeulen des
Netzes der abstrahlenden Elemente und neue Verluste auf der Hauptkeule
(für schwache
Einfallswinkel) auftreten. Da jedoch von nun an dieser Abstand unabhängig von
demjenigen der Steuerungspunkte ist und daher nicht mehr die Dichte
der Elektronik der Antenne bedingt, wird es bevorzugt einen Abstand
(nahe bei 0,5λ)
zu verwenden, der diesen anderen Typ von Nebenkeulen ausschließt.
-
Gruppierung mehrerer elementarer
Antennenabschnitte durch Sektionen mit gesteuerter Verzögerung
-
Die von jedem der elementaren Antennenabschnitte
gesendeten Signale stammen alle von demselben Quellensignal und
werden einzeln in ihrer Phase, Amplitude und ebenso ihrer zeitlichen
Verzögerung
angepaßt.
Diese Anpassung der Verzögerung
gestattet es, eine zeitliche Verzögerung von der Quelle bis zum
anvisierten Punkt am Boden zu garantieren und dies unabhängig vom
durchlaufenen Antennenabschnitt. Ebenso geschieht beim Empfang die
Zusammensetzung der verschiedenen Signale zu einem einzigen nach
einer spezifischen Anpassung der Phase, der Amplitude und ebenso
der zeitlichen Verzögerung.
Die Anpassung der Verzögerung
beim Empfang gestattet es, eine zeitliche Verzögerung des anvisierten Punktes
am Boden gegenüber
dem Punkt des Zusammenfügens
der unabhängigen
Signale des durchlaufenen Antennenabschnitts sicherzustellen. Eine
Verzögerungsdifferenz
hat zwei Effekte, der eine besteht in einer Verteilung der Impulsantwort
(für ein
Radar), der andere besteht in der Einführung eines Nebenstrahls bezüglich der
Höhe des
Strahlkegels entsprechend der Frequenzzusammensetzung des Signals.
-
Wenn die Antennenebene senkrecht
zur ausgesuchten Richtung ist, ist die zeitliche Bedingung erfüllt, wenn
die Verteilung der Signale zu (und ausgehend von) den Elementarabschnitten
der Antenne über
Kabel gleicher Länge
geschieht. Im anderen Fall, insbesondere wenn die Steuerung der
Fluglage durch eine elektronische Verstellung steuerbar ist, ist
die Einführung
von programmierbaren Verzögerungsleitungen
notwendig, um die Verteilungslängen
der Signale im Inneren der Antenne in der Weise anzupassen, daß die Unabhängigkeit
des zurückgelegten
Gesamtwegs bis zum anvisierten Punkt (und vom anvisierten Punkt
ausgehend) beibehalten bleibt. Mit der Absicht, die Anzahl der programmierbaren
Verzögerungsleitungen
zu verringern, erlaubt man die Gruppierung mehrerer Antennenabschnitte in
einer Sektion mit gesteuerter Verzögerung. Daraus ergibt sich
eine begrenzte verbleibende Desynchronisation auf der Skala der
Sektionen, wobei die Amplitude mit der Ausdehnung der Sektionen
und dem Verstellwinkel mit der Normalen der Antenne wächst.
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Die neue Antennengeometrie könnte durch die
große
Verstellung der Höhe
nachteilig bezüglich der
Anzahl der Sektionen mit gesteuerter Verzögerung sein. Diese Verstellung
wird jedoch in der Umgebung eines von Null verschiedenen mittleren
Wertes eingesetzt, es genügt
daher im Inneren der Sektion eine feste Längenanpassung, die dieser mittleren
Verstellung entspricht, einzuführen,
um die residuellen Effekte nur mit der inkrementalen Verstellung zu
beiden Seiten der mittleren Verstellung zu verbinden und so die
Ausdehnung der Sektion stark vergrößern zu können. All dies geschieht in
etwa in der Weise, als sei die Ausrichtung der Antenne physikalisch in
die mittlere Richtung verstellt.
-
Stabilisierung durch den
Gravitationsgradienten
-
Unter der Annahme, daß die Höhe H des Elements 11 viel
größer als
seine Abmessung L ist – eventuell
durch die nicht funktionale Erweiterung 14a – befindet
sich die Achse des kleinsten Trägheitsmoments
des Satelliten in ihrer natürlichen
Gleichgewichtsposition, da sich das Element 11 in einer
Ebene befinden soll, die durch den Mittelpunkt der Erde geht, zum
Beispiel die Ebene der Umlaufbahn.
-
Daraus ergibt sich eine Stabilisierung
des Roll- und Nickwinkels des Satelliten durch den Gravitationsgradienten.
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Die Abmessungen des Antennenelements 11 gestatten
ein natürliches
rückführendes
Drehmoment, das den in der Umlaufbahn erwarteten Störungen des
Nick- oder Rollwinkels entgegenwirkt.
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Die Position des Logisitkmoduls 12 in
der Ausrichtung des Elements 11 stört nicht und trägt sogar
durch dessen hohe Dichte dazu bei, das rückführende Drehmoment, das auf
dem Unterschied zwischen dem großen und dem kleinen Trägheitsmoment
der Einheit beruht, zu vergrößern.
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Der nicht als Antenne arbeitende
Abschnitt 14a, möglicherweise
teilweise hohl, kann so eingestellt werden, daß die Bedingungen des Gravitationsgradienten
erreicht werden, falls das durch den Gravitationsgradienten gegebene
rückführende Drehmoment
nicht ausreichend ist, insbesondere im Fall einer nicht ausreichenden
Höhe H.
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Dieses rückführende Drehmoment ist gegenüber den
Störungen
des Roll- und Nickwinkels effizient, kompensiert aber in keiner
Weise die Störungen um
die Kursachse.
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Die Steuerung bezüglich des Kurswinkels wird
durch das Steuersystem für
die Fluglage und die Umlaufbahn des Moduls 12 realisiert.
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Die Aufgabe von diesem bezüglich der
Störungen
des Rollund Nickwinkels ist gegenüber seiner üblichen Aufgabe vereinfacht,
da es sich darauf beschränken
kann, die Pendeleffekte der Rückstellung durch
den Gradienten zu dämpfen.
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Das hauptsächliche permanente Stördrehmoment
um die Kursachse wird durch den Solardruck bewirkt.
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Es ist zu bemerken, daß die Gestaltung
einer sehr hohen Homogenität
des Satelliten, dargestellt in den Figuren, die Ursache dieses störenden Drehmoments
weitgehend begrenzt, insbesondere die Verschiebung des Schwerpunkts
und des Schubzentrums entlang des Geschwindigkeitsvektors.
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Solarzellen 13 auf
einer oder beiden Seiten des Antennenelements 11
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Die Antenne des Satelliten befindet
sich vorzugsweise in der Ebene der Umlaufbahn und die Umlaufbahn
des Satelliten ist vorzugsweise heliosynchron, so daß ein minimaler
Sonneneinfallswinkel für die
auf einer bestimmten Seite des Antennenelements 11 angeordneten
Solarzellen beibehalten wird. Die Antennenseite belegt daher die
Schattenseite des Elements 11 und kann auch die andere
Seite in den Teilen belegen, die nicht von Solarzellen genutzt werden.
Eine lokale Uhrzeit von 6h oder 18h ist optimal, da die Winkelabweichung
auf etwa 30° begrenzt ist
(kumulierter Effekt der Umlaufbahnneigung und des Sonnenstands).
Die so realisierbare große
Solarzellenoberfläche
gestattet jedoch auch größere Abweichungen
von der Umlaufbahnebene 6 h/18 h.
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Wenn auch die Heliosynchronizität mit fester lokaler
Uhrzeit die thermische Konzeption des Elements 11 erleichtert,
kann der Satellit trotzdem dafür konzipiert
werden, die lokale Uhrzeit zu ändern,
eingeschlossen beide Seiten der Ebene 12/24 h, oder sogar mit einer
veränderlichen
lokalen Uhrzeit arbeiten (keine Heliosynchronizität, sondern
eine stets geneigte Umlaufbahn). Hierfür reicht es aus, daß die beiden
Seiten des Elements 11 über
einen mit Solarzellen bedeckten Platz verfügen, allerdings um den Preis
der Vergrößerung der
Gesamtfläche
der Solarzellen. Es ist jedoch sicher, daß jedesmal, wenn die lokale
Uhrzeit nahe bei 12 h/24 h ist, der Betrieb nicht gewährleistet
werden kann.
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Die Dichte der Solarzellen 13 auf
der Rückseite
des Elements 11 kann so gewählt werden, daß der Energiebedarf
der Antenne ohne Inanspruchnahme einer Batterie abgedeckt wird.
Falls notwendig kann das Element 11 Abschnitte beinhalten,
die nicht als Antenne arbeiten, sondern Solarzellen tragen.
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Somit gestattet es bereits die Wiederverwendung
der mechanischen Struktur des Elements 11, einen sehr leistungsfähigen Solargenerator
zu erhalten, sogar wesentlich leistungsfähiger als die von den leistungsfähigsten
Standard-Logistikmodulen
verwendeten. Sie gestattet außerdem
die extreme Vereinfachung des Subsystems zur Versorgung des Logistikmoduls 12,
wenn dieses nur noch für
seinen eigenen Bedarf aufkommen muß.
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Jede Einrichtung oder Gruppe von
Einrichtungen des Elements 11 kann nämlich direkt mit seiner Energiequelle
verbunden werden, so daß die
Vorrichtungen zum Transport und zur Konversion der Energie vereinfacht
werden und das Logistikmodul 12 und selbst eine Verbindung
mit diesem nicht mehr benötigen.
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Dieses Prinzip der Energieautonomie
ist für den
Fall einer oder mehrerer aktiver Antennen von noch größerer Bedeutung,
da diese bereits ein großes
elektronisches Netzwerk umsetzen, d. h. eine Aufteilung in identische
elektronische Einheiten, die Kriterien für die Produktion und den Test
in Serie genügen.
Zu diesen Einheiten müssen
lediglich die Solarzellen und die Vorrichtungen zur Konversion und Speicherung
(eventuell eine einfache elektrische Kapazität) der Energie hinzugefügt werden,
was einen im Vergleich zu den anderen Vorrichtungen geringen Aufwand
darstellt. Dieser Ansatz des vollständigen Netzwerks schließt den beidseitigen
Betrieb als Antenne aus, dieser muß über eine Verdopplung und umgekehrte
Anordnung von wenigstens einem Teil der Antenne erreicht werden.
Es versteht sich, daß diese
Verdopplung, wenn sie entlang der Höhe durchgeführt wird, nebenbei auch zur
Erhöhung
des Gravitationsgradienten dient und somit den Bedarf für die erwähnten, nicht
als Antenne arbeitenden Abschnitte verringert.
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Das Prinzip der Energieautonomie
der Antenne ohne den Rückgriff
auf zentralisierte Batterien schließt den Betrieb während einer
Sonnenverdeckung aus und ist daher eher für eine lokale Uhrzeit von 18
h (oder 6 h) vorzusehen, für
die die Sonnenverdeckung nur für
weniger als 20% der Umlaufbahn und während einiger Monate des Jahres
am Südpol (oder
Nordpol) auftritt, was für
die meisten Einsätze keinen
Nachteil darstellt.
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Dagegen ist der Betrieb außerhalb
der Sonnenverdeckungen durchgehend.
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Daraus resultiert eine Bedeutung
für den
Betrieb. Außerdem
sind die Elektronik und die Zellen einer geringen thermischen Schwankung
ausgesetzt. Man gewinnt somit an thermischer Dimensionierung, Zuverlässigkeit
und Lebensdauer.
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Das bisher Gesagte kann auch auf
den Fall angewendet werden, daß die
Ebene des Elements 11 sich nicht in der Ebene der Umlaufbahn
befindet, sondern lediglich das Erdzentrum einschließt. Eine Abweichung,
die eventuell entlang der Umlaufbahn variiert, der Ebene des Elements 11 im
Kurswinkel bezüglich
derjenigen der Umlaufbahn, kann einen zusätzlichen Freiheitsgrad zur
Optimierung der Beleuchtung durch die Sonne liefern, insbesondere
falls die Umlaufbahn nicht fest bei 6 h/18 h liegt oder sogar nicht
heliosynchron ist.
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Verformbares (oder biegsames)
Antennenelement 11 und GPS-Sensoren
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So wie genauer in den 7 und 8 dargestellt, wird das Element 11 aus
einer Mehrzahl von Panels 14 gebildet, die untereinander
durch Gelenke verbunden und in etwa in einer Reihe angeordnet sind,
wenn sie auf der mittleren Ebene des Elements 11 ausgefahren
werden. Das Ausfahren wird entlang der Höhe H des Elements 11 durchgeführt. Seine
verschiedenen Panels 14 sind beim Abschuß im Logistikmodul 12 zusammengefaltet.
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Die zu den Panels gehörenden Mechanismen
werden so klein wie möglich
dimensioniert, um das Ausfahren und, wenn die vorgesehene Fluglage erreicht
ist, eine grobe Ausrichtung (Abweichung der Positionierung von 10
cm auf eine Höhe
von 10 bis 15 m oder sogar mehr zwischen den äußersten Panels, Abweichung
zwischen zwei benachbarten Panels von 1 cm) sicherzustellen.
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In der Routinephase oder ausgefahren
sind die von ihnen zu übertragenden
Kräfte
sehr gering und auf die Reaktionen der Drehmomente durch den Gravitationsgradienten,
den Sonnendruck und die Lagesteuerung (ausgeübt vom Logistikmodul) beschränkt. Diese
Störungen
treten im Rhythmus des Umlaufs auf und können daher leicht von den Eigenschwingungen
des Elements 11 entkoppelt werden, wobei diese gleichzeitig
hinreichend langsam gehalten werden, um die Messung der Verformungen
und Abweichungen und deren Berücksichtigung
durch die Steuermittel der gesendeten oder empfangenen Welle zu
ermöglichen.
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Die vorübergehenden Kräfte während der Schübe und der
daraus folgenden Kompensation der Fluglagesteuerung und ebenso während der
anfänglichen
Phase der Einnahme der Fluglage sind größer, es können dabei jedoch Fehlausrichtungen
mit größerer Amplitude
zugelassen werden (der Einsatz wird in diesen Schubphasen unterbrochen),
verringert und gedämpft
durch die Mechanismen und/oder die Verbindungen zwischen den Panels.
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Auf den verschiedenen Panels 14 sind GPS-Sensoren 15 verteilt.
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Jeder der Sensoren 15 umfaßt zumindest eine
GPS-Antenne, die Aufgaben der Demodulation und der Messung der GPS-Signale
können
physikalisch für
mehrere Sensoren zusammengefaßt
werden, zum Beispiel im Bereich des Panels 14. Die Gesamtheit
der Aufgaben der Demodulation und der Messung der GPS-Signale kann
denselben Oszillator verwenden, der zum Beispiel im Logistikmodul 12 angeordnet
ist.
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Die Messung der relativen Position
zweier Sensoren 15 des Elements 11 wird durch
interferometrische Messungen erreicht, die aus dem Unterschied der
Phasenmessung zwischen den beiden Sensoren besteht, für ein Signal,
das von einem einzigen GPS-Satelliten
ausgesendet wird. Die Messung der relativen Position zweier Sensoren 15 benötigt wenigstens
zwei interferometrische Messungen von zwei verschiedenen Satelliten,
falls die Distanz zwischen den Sensoren bekannt ist, wenigstens
drei im gegenteiligen Fall. In der Praxis unterscheidet man jede
der interferometrischen Messungen gegenüber einer von einem zusätzlichen
Satelliten ausgehenden Messung, um unabhängig von den zu jeder der Sensorbasen
gehörenden
Umwegen zu sein (Prinzip der doppelten Differenz der Phase).
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Im allgemeinen geht es bei diesen
GPS-Sensoren darum, die relative Position der Sensoren und die absolute
Lage der von ihnen gebildeten mittleren Ebene zu messen. Dies kann
durch eine zentrale Verarbeitung, zum Beispiel im Bereich des Logistikmoduls 12,
der von den verschiedenen Sensoren 15 ausgehenden Phasenmessungen
erreicht werden. Zur Verringerung der Zentralisierung der Daten,
kann auch ein Verarbeitungsschritt im Bereich jedes Panels 14 eingeführt werden,
der die relative Positionsbestimmung der Sensoren 15 eines
bestimmten Panels 14 behandelt, wobei die Positionsbestimmung aus
der absoluten Lage des Panels besteht, falls dieses keine internen
Verformungen aufweist, und der zentralisierten Verarbeitung nur
die Berechnung der relativen Position zwischen den für jedes
Panel definierten Referenzsensoren als Aufgabe bleibt.
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Jedes der Panel 14 umfaßt wenigstens
drei GPS-Sensoren 15, was für den Fall fehlender interner
Verformungen des Panels ausreicht. Das Bestreben nach struktureller
Erleichterung kann dazu führen,
daß thermoelastische
Verformungsmoden im Inneren der Panels 14 zugelassen werden.
Zur Messung dieser Verformungen ist wenigstens ein zusätzlicher
GPS-Sensor 15 pro Panel 14 notwendig.
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Die quasi-ebene Geometrie des Satelliten reduziert
die Ursachen für
Mehrwegausbreitung, die die Haupteinschränkung des GPS zur genauen relativen
Positionsbestimmung bilden. Die einzige Ursache für Mehrwegausbreitung
stellt tatsächlich
das Logistikmodul 12 dar und dies kann zumindest in seinen Haupteffekten
beseitigt werden.
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Wie im Vorhergehenden aufgezeigt
wurde, arbeiten das oder die mit dem Logistikmodul 12 verbundenen
Panels 14a nicht als Antenne. Sie sind daher nicht mit
GPS-Sensoren ausgerüstet.
Wie in 9 dargestellt,
reicht es zur Beseitigung der Ursachen für Mehrwegausbreitung für die Sensoren
der anderen Panels 14 aus, die unterhalb eines minimalen
Einfallswinkels empfangenen GPS-Satelliten nicht zu berücksichtigen.
Dieser minimale Einfallswinkel liegt zumindest unterhalb des minimalen
Einfallswinkels für
den Betrieb des Satelliten (typischerweise 25°), bedingt durch die von allen
oder einem Teil der Panels 14a ausgeübten Funktion der Freigabe
des Sichtfeldes. Diese sehr begrenzte Maskierung beläßt für den Betrieb
hinreichend viele Satelliten. Die Mehrwegausbreitung wird so auf
die Beugung an der Kante 20a der Platte 20 begrenzt.
Diese Beugung bevorzugt keine bestimmte Richtung und kann daher
nicht maskiert werden.
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Die Kompensation der Verformungen
des Elements 11 werden im Bereich jeder der Oberflächeneinheiten
durchgeführt,
die über
ein Mittel zur Phasenverschiebung der gesendeten oder empfangenen
Welle verfügen,
wobei die Phasenverschiebung die Verstellung des Strahlkegels gegenüber der mittleren
Ebene ebenso wie die Position der Oberflächeneinheit in der Umgebung
und in dieser mittleren Ebene berücksichtigt. Die Positionen
der Oberflächeneinheiten
werden über
die Positionen der benachbarten GPS-Sensoren bestimmt.
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Ebenso wie der Vorgang der Messung
der Verformungen kann der Vorgang der Kompensation einen lokalen
Verarbeitungsschritt im Bereich jedes Panels ausführen. Die
Phasenverschiebung berücksichtigt
eine mittlere Ebene im Bereich des Panels und die damit zusammenhängenden
Verstellungen und Positionsabweichungen. Es wird für jedes
einzelne Panel in gemeinsamer Weise einen Phasenterm eingeführt, der
der Abweichung des Referenzpunkts des Panels von der Wellenfront
des resultierenden Strahlkegels der ganze Antenne beim Durchgang durch
den Referenzpunkts eines Panels entspricht.
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Durch die vorausgehenden Maßnahmen, insbesondere
die GPS-Mehrwegausbreitung
betreffend, kann die Kompensation der Planarität mit weniger als einem Millimeter
Abweichung durchgeführt und
die Lage der mittleren Ebene genauer als 1/10 Grad bestimmt werden.
Dies genügt
sehr gut den Anforderungen eines Radareinsatzes, Einsätze für hohe Frequenzen
(X-Band) eingeschlossen, für
die die Anforderungen der Planarität die höchsten sind. Zur weiteren Verbesserung
dieser Situation für
den anspruchsvollen Fall der hohen Frequenzen, ist es vorteilhaft,
die Panels für
die hohen Frequenzen am Ende des Elements 11 gegenüber dem
Modul 12 zu plazieren, um den Einfluß dieser vom Modul 12 ausgehenden,
verbleibenden Mehrwegausbreitung zu verringern. Diese Maßnahme ist
immer möglich,
da, wie im folgenden noch ausgeführt
wird, das Element 11 niemals vollständig aus Panels für hohe Frequenzen
bestehen wird (niedrige Frequenz, Panels 14a).
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Selbstverständlich ist die Kompensation
auf Basis von Messungen der Phase der GPS-Sensoren in gleicher Weise
auf den Fall anwendbar, daß das Antennenelement
aus nur einem sich verformenden Panel besteht.
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Logistikmodul und Trägerrakete
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Es wird nun das Logistikmodul 12 genauer beschrieben.
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Das Logistikmodul 12 trägt die verschiedenen
Einrichtungen außer
der Antenne, insbesondere die zentrale Elektronik des Radar, Speichermittel
zur Speicherung der Bilddaten, Mittel zur Fernmessung und die verschiedenen
Einrichtungen zur Steuerung, darunter das System zur Steuerung der
Fluglage und der Umlaufbahn, das Magnetometer, Magnetkoppler, einen
Tank und eine Düse
umfaßt,
und Mittel zur Fernsteuerung und zur Bordverwaltung.
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Das Modul 12 umfaßt außerdem eine
Batterie, deren Kapazität
auf dessen Eigenbedarf reduziert ist, falls das Prinzip der Energieautonomie
des Elements 11 angewendet wird.
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Diese verschiedenen Einrichtungen
sind in ihrer Gesamtheit in den 9 und 10 mit 16 bezeichnet.
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Im Fall der Energieautonomie des
Elements 11 trägt
das erste an das Modul 12 angehängte Panel 14a einen
unabhängigen
Solargenerator, der den Betrieb des Logistikmoduls 12 außerhalb
der Sonnenverdeckungen sicherstellt. Während der Sonnenverdeckungen
wird der Solargenerator von der Batterie abgelöst, damit die Speicherung der
Daten an Bord und der Betrieb der Steuereinrichtungen gewährleistet
ist. Die Batterie wird auch während
der Einnahme der Einsatzstelle benötigt.
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So wie in den 10 und 11 dargestellt, dient
das Logistikmodul 12 auch für die mechanische Aufnahme
des Pakets der Panels 14 während des Abschusses.
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Hierfür ist das Logistikmodul 12 aus
einer Trägerhülle zylindrischer
Form gebildet, in deren Innerem die Panels zusammengefaltet sind
und die eine pyrotechnische Klappe zum Ausfahren der Panels aufweist.
Diese zylindrische Form verlängert
die kreisförmige
Schnittstelle 17 mit der Trägerrakete und erleichtert die
Berücksichtigung
der von der Trägerrakete
gestellten Steifigkeitsansprüche.
Die Abmessung des Satelliten entlang der Achse der Trägerrakete
entspricht der Länge
L des Elements 11. Die Länge des Zylinders wird direkt
durch die Länge L
der Antenne bestimmt, während
der Durchmesser durch die elementare Höhe eines Panels 14 bestimmt
ist.
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Die zylindrische Hülle wird
durch zwei Schalen 18 und 19 gebildet, die nach
der Aufnahme des Pakets der Panels und der Einrichtungen des Logistikmoduls 12 zusammengesetzt
werden. Die eine 18 der Schalen nimmt die verschiedenen
Einrichtungen des Logistikmoduls 12 auf. Die andere Schale 19 trägt eine
pyrotechnische Naht, die eine Klappe aus zwei Flügeln abgrenzt. Die Explosion
dieser Naht gibt die beiden Flügel
frei und wirft sie auf, wobei diese von zwei Scharnieren in der
offenen Position gehalten werden, wobei die Scharniere von der Schale 19 getragen
werden und entlang der Schnittstelle mit der Schale 18 angeordnet
sind.
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Während
des Abschusses sind die verschiedenen Panels 14 eingefaltet,
eines auf dem anderen, und mit Hilfe von Bändern, die die Gesamtheit der Panels
durchlaufen, gegen eine fest mit der Schale 18 verbundene
Platte 20 gedrückt.
Die andere Seite der Platte trägt
die restlichen Einrichtungen des Satelliten.
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Dieser Aufbau gestattet die leichtere
Berücksichtigung
der verschiedenen Anforderungen der Massenzentrierung. Die Zentrierung
entlang der Achse der Trägerrakete
beim Abschuß wird
durch eine geeignete Verschiebung der Platte 20 gegenüber der mittleren
Ebene des Zylinders erreicht, wobei der Zylinder selber auf der
Achse der Trägerrakete
zentriert ist. Die beiden Zentrierungstypen im ausgefahrenen Zustand,
nämlich
die Ausrichtung des Schwerpunkts des Moduls 12 in der Ebene
der Antenne und gleichzeitig auf die Mittelsenkrechte der Antenne
entlang der Richtung L (Unterstützung
der natürlichen
Ausrichtung durch den Gravitationsgradienten der Achse mit dem kleinsten
Trägheitsmoment
des Elements 11 entlang der lokalen Senkrechten und Begrenzung der
Drehmomente durch den Sonnendruck auf den Satelliten), werden durch
das Auswuchten der Einrichtungen auf der Platte 20 erreicht.
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Die offene Stellung der Flügel 19a und 19b bildet
keine Quelle für
störende
Reflexionen der GPS-Signale in Richtung der Antenne 11 über diejenigen
der Platte 20 hinaus, während
das erforderliche Sichtfeld für
die von der Schale 18 getragene Antenne zur Fernmessung
nicht beeinträchtigt
wird.
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Die hier vorgeschlagene zylindrische
Form für
den Satelliten in der Abschußposition
gestattet außerdem
in vorteilhafter Weise, die Haube der Trägerrakete einzusparen.
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Die Anbringung einer Kappe, die Einsparung des
einzigen, von der Antenne zur Fernmessung gebildeten, äußeren Anhangs
durch die Verwendung einer an die Schale gedrückten oder in der Umlaufbahn ausfahrenden
Antenne, die mögliche
Anbringung einer Abdeckung an der Basis des Zylinders, die die Verbindung
zur Trägerrakete
bedeckt, gestattet die Konstruktion eines Aerodynamischen Aufbaus,
der gleichwertig mit einer Haube ist. Diese Möglichkeit gestattet es durch
Verhandlung mit dem Betreiber der Trägerrakete, die zulässige Masse
und den maximalen Raumbedarf des Satelliten zu erhöhen.
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Solange die Länge L unterhalb von 5,5 m bleiben
kann, ist sie kompatibel mit den Hauben der geplanten kleinen Trägerraketen
(LLV3 von Lockheed Martin, DELTA-LITE von McDonnell Douglas) oder
denjenigen der existierenden mittleren Trägerraketen, wie etwa DELTA 2,
wenn die Dicke des eingefalteten Antennenelements 11 und
des Logistikmoduls 12 kompatibel mit einem Durchmesser
von weniger als 2 m bleibt. Dies ist insbesondere der Fall für eine Gesamthöhe des Antennenelements 11 von
unter 13 m oder 15 m (8 oder 9 Panels mit einer Höhe von 1,7
m). Solche Abmessungen der Antenne erlauben Einsätze, die einem klassischen
Ansatz folgend (mit einer klassischen Geometrie und einem Standard-Logistikmodul)
zu höheren
Massen und größeren Volumen
führen
würden
und somit zu teureren Trägerraketen
(Ariane 5, Atlas II AS).
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Allgemeiner Aufbau eines
Panels
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Der allgemeine Aufbau eines Satellitenpanels
gemäß einer
möglichen
Ausführungsform
der Erfindung für
den Fall der Abstrahlung von nur einer Seite des Panels ist in 12 dargestellt.
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Dieses Panel weist eine Sandwichstruktur auf,
in der je nach Bedarf eine Antennenkuppel 21, ein abstrahlendes
Panel 22, eine NIDA-Zwischenstruktur (eingetragene Marke) 23 aus
Aluminium als Träger
für Elektronikmittel 27,
thermische Schutzschichten 24, und eine Platte 25,
die die Solarzellen 13 trägt, aufeinandergestapelt sind.
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Senkrechte und horizontale Versteifungen 26 mit
einem I-Querschnitt
sind auf der Zwischenstruktur 23 angeordnet und tragen
die Platten 25.
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Wie in der 13 dargestellt, ist das Panel in eine
Mehrzahl von Funktionseinheiten 28 aufgeteilt.
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Die elektronischen Mittel 27 für den Betrieb der
Einheiten 28 sind zwischen der Struktur 23 und den
thermischen Schutzschichten 24 angeordnet. Sie umfassen
Mittel zum Senden/Empfangen und zur Phasenverschiebung sowie die
zugehörigen
Mittel zur Bedienung. Sie umfassen auch die Verarbeitung der von
ihnen benötigten
Energie, die ihnen von den auf der Rückseite des Panels angebrachten
Solarzellen 13 geliefert wird.
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Außerdem wird jedes Panel von
wenigstens einer Muffe 29 durchzogen, die dazu bestimmt
ist, zur Befestigung in der Trägerhülle während des
Abschusses von einem Band durchzogen zu werden.
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Da ein Element 29 und ein
GPS-Sensor 15 beide die Antennenfunktion aufheben, können sie vorteilhafterweise
in einer gemeinsamen funktionellen Einheit 28 gruppiert
werden, für
die teilweise die Antennenfunktion aufgehoben ist. Dieses Element 29 und
dieser GPS-Sensor 15 werden dann vorteilhafterweise an
Bord der Einheit 28 in der Nähe der Kreuzung zweier Versteifungen 26 angeordnet,
so wie in 14 dargestellt
ist.
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Die Energieversorgung der Hyperfrequenzeinrichtungen
der Panels geschieht direkt durch die zu diesem Panel gehörenden Solarzellen,
wobei die Autonomie entweder im Bereich jeder Einheit oder im Bereich
einer Gruppierung mehrerer Einheiten erreicht wird.
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Die Versorgung jedes Panels oder
Halbpanels mit einem Hyperfrequenz-Signal ist mit Hilfe von optischen
Fasern oder mit Hilfe von Koaxialkabeln möglich, die ausgehend vom Logistikmodul 12 sternförmig oder
ausgehend vom oberen Panel (dem am weitesten von der Erde entfernten)
in Reihe verlegt sind, damit die physikalische Länge der Kabelkette als ein
Teil der notwendigen Verzögerungsleitungen verwendet
werden kann.
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Die Verarbeitungsmodule (BFN, Primärmodul,
Sekundärmodul)
werden über
einen Steuer/Befehlsbus mit dem Logistikmodul verbunden.
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Die im Bereich einer einzigen funktionellen Einheit 28 gruppierten
elektronischen Mittel 27 werden mit einer integrierten
oder hybriden Technologie realisiert.
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Im Falle eines auf beiden Seiten
abstrahlenden Panels besteht eine mögliche Realisierung darin, die
Trägerplatte 25 der
Solarzellen durch eine Trägerplatte
für abstrahlende
Elemente zu ersetzen. In beiden Fällen ist es zum leichteren
Zusammenbau und zur Anbindung an die elektronischen Einrichtungen 27 vorzuziehen,
die Oberfläche
dieser Platten zu begrenzen, wobei eine Platte nach dem Zusammenbau
jede der von den Versteifungen 26 gebildeten Zellen verschließt. So bleibt
die teilweise Zerlegung und Reparatur des Panels möglich.
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Dimensionierung des Solargenerators
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Die Solarzellen 13 sind
zum Beispiel Zellen vom GaAs/Ge-Typ,
die den notwendigen Strom im schlechtesten Fall (d. h. am Ende der
Lebensdauer, mit dem ungünstigsten
Einfallswinkel der Sonne und bei 120°C) bei 10 V liefern. Pro funktionaler
Einheit des Elements 11 ist eine Kette aus 16 Zellen dieses Typs
vorgesehen.
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Die Wahl der GaAs-Technologie (anstatt
der Silizium-Technologie)
ermöglicht
die Tolerierung höherer
Temperaturen der Solarzellen.
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Die so erzeugte Energie wird in elektrochemischen
und keramischen Kondensatoren gespeichert, die in den Mitteln 27 enthalten
sind und die das Absinken der Spannung während des Radarimpulses auf
ein Maß begrenzen,
das von den Einrichtungen und zur Aufrechterhaltung der Leistungen
toleriert wird (typischerweise 10%).
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Die Spannung wird auf 10 Volt begrenzt.
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Steuerung der Fluglage
und der Umlaufbahn
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In der einfachsten Version wird eine
einzige Antriebsdüse
verwendet; die entlang der Rollachse angeordnet ist. Die Steuerung
der Fluglage wird dann im wesentlichen durch die zeitweiligen Störungen des
Kurswinkels dimensioniert, die während
der Schübe
(entlang V) zur Einnahme und Beibehaltung der Umlaufbahn auftreten
und von der Fehlausrichtung der einzigen Düse herrühren. Die Korrekturen zur Einnahme
der vorgesehenen Stellung werden in elementare Impulse von sehr
begrenzter Dauer aufgeteilt, damit sie unter Berücksichtigung der erzeugten
Verstellung des Kurswinkel effizient bleiben. Auf diese elementaren
Impulse folgt eine Wiederherstellung des Kurswinkels. Die Dauer
zur Einnahme der vorgesehenen Stellung kann lang sein, jedoch bleiben
zwischen zwei elementaren Impulsen die Bedingungen der Beleuchtung
durch die Sonne und thermischen Bedingungen der Antenne gesichert.
Während
der Beibehaltung der vorgesehenen Stellung sind für diesen
Satellitentyp aufgrund der geringen Reibung (stark verringerter
Querschnitt entlang V) die Schübe
schwächer
und vor allem weniger häufig. Dasselbe
Verfahren der Aufteilung und der Ausdehnung der Reaktionszeit kann
für das
Systems zur Lagesteuerung angewendet werden, selbst wenn dies die
Unterbrechung des Einsatzes während
eines oder mehrerer Umläufe
bedingt. Falls dies notwendig ist, kann um den Preis einer erhöhten Komplexität durch
die Verwendung mehrerer, in ihrer Öffnungszeit gesteuerter Düsen eine
Reaktion auf störende Drehmomente
um die Kursachse in Echtzeit erfolgen und so die Gesamtdauer des
Schubmanövers
reduziert werden. Die Besonderheiten des Satelliten gestatten die
Verwendung eines Antriebs mit gekühltem Gas, wobei die erhöhte Masse
des Tanks im Vergleich zu einer Hydrazinlösung entweder im akzeptablen
Rahmen bleibt, auch für
eine Einsatzdauer von 10 Jahren unter Berücksichtigung der geringen Reibung,
oder zur Erhöhung
des Gravitationsgradienten sogar erwünscht ist.
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Während
der Einsatzzeit kann es notwendig sein, die Ebene der Umlaufbahn
zu korrigieren, insbesondere für
Umlaufbahnen mit einer von 6 h/18 h verschiedenen lokalen Uhrzeit.
Dieser Manövertyp unterscheidet
sich entlang V in den Schüben
durch die Anwendung einer vorhergehenden Drehung des Satelliten
um die Kursachse um 90°,
um die Düse
in eine zur Ebene senkrechte Position zu bringen.
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Vor dem Ausfahren der Antenne kann
die Lagemessung durch eine Filterung der magnetometrischen Messungen
erreicht werden und sie erlaubt eine Genauigkeit in der Größenordnung
von 1°.
Nach dem Ausfahren werden die im Bereich der Antenne angeordneten
GPS verwendet und die Genauigkeit wird besser als 1/10 Grad.
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Die Magnetkoppler erzeugen die Drehmomente,
die insbesondere zur Dämpfung
der Pendeleffekte des Gradienten um die Nick- und Rollachse notwendig
sind und auch zur Reaktion auf die ständigen Einwirkungen (Sonnendruck)
und zur Korrektur der vorübergehenden
Einwirkungen um die Kursachse während
der Schübe.
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Zur Einnahme der anfänglichen
Fluglage des Antennenelements 11 wird vorteilhafterweise
wie folgt vorgegangen.
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Das Element 11 wird ausgefahren
und anschließend
wird auf die Magnetkoppler eine Regelung zur Verringerung der Rotationsgeschwindigkeit angewendet,
wobei nur die Messungen der Magnetometer verwendet werden.
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Der Satellit stabilisiert sich in
einer durch den Gravitationsgradienten gegebenen Gleichgewichtsposition.
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An diesem Punkt sind zwei Gleichgewichtspositionen
möglich,
eine mit dem Element 11 unterhalb und eine mit dem Element 11 oberhalb
des Moduls 12.
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Für
den Fall, daß das
Antennenelement 11 ausgefahren wird, wenn es sich unterhalb
des Logistikmoduls 12 befindet, wird eine Drehung des Satelliten
um die Kursachse in der Weise ausgeführt, daß die Solargeneratoren zum
Laden der Batterien und zur Gewährleistung
einer unabhängigen
Betriebszeit des Satelliten zur Sonne hin ausgerichtet sind, worauf
eine neue Regelung der Magnetkoppler angewendet wird, durch die
eine Drehung um alle Achsen wieder aufgenommen wird, wonach wieder
die Regelung zur Verringerung der Geschwindigkeit aufgenommen wird,
um erneut in eine durch den Gravitationsgradienten gegebenen Gleichgewichtsposition
zu gelangen
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Der Vorgang der Wiederaufnahme der
Drehung und dem anschließenden
Halt der Drehung wird wiederholt, bis die Antenne die richtige Position
einnimmt.
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Nach jeder Wiederaufnahme der Drehung befindet
sich die Antenne 11 in einem von zwei Versuchen in der
gewünschten
Fluglage.
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All dies führt im einfachsten Fall zu
einem System zur Steuerung der Fluglage und zum Antrieb mit den
Komponenten (ohne Redundanzen zu zählen): drei Magnetkoppler,
ein Dreiachsen-Magnetometer, ein Bordrechner, ein Empfänger zur GPS-Verarbeitung
und vier Antennen zum GPS-Empfang (es werden hier diejenigen der
Antennen auf den Panels, die am weitesten voneinander entfernt liegen
verwendet), ein auf einer einzigen Düse basierendes Antriebssubsystem.
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Es ist zu bemerken, daß die vorliegende
Lagesteuerung keinen optischen Sensor gleich welcher Sorte (terrestrisch,
solar oder stellar) verwendet und daher einen Betrieb unabhängig von
der lokalen Uhrzeit oder deren Veränderung im Laufe des Einsatzes gestattet.
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Satellit umgekehrter Fluglage
(Element 11 unterhalb des Logistikmoduls) oder indifferenter
Fluglage
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Die vorgesehene Fluglage des Satelliten kann
gegenüber
der bisher beschriebenen Fluglage umgedreht werden, d. h. das Antennenelement
befindet sich unterhalb des Logistikmoduls 12.
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Als Vorteil hieraus ergibt sich die
Beseitigung der Einschränkungen
des Radarsichtfelds für
niedrige Einfallswinkel. Die Panels 14a zur Freigabe des Sichtfeldes
können
trotzdem notwendig bleiben, um für
die oberhalb liegenden Panels 14 eine zu große Maskierung
der GPS-Satelliten zu verhindern, wobei dies nur von der für den Betrieb
minimal notwendigen Anzahl an GPS-Satelliten abhängt. Die Maskierung der GPS-Einfallsrichtungen,
die Mehrwegausbreitung durch Reflexionen an der Platte 20 des
Logistikmoduls verursachen können,
wird nun auf natürliche Weise
von der Erde durchgeführt.
Die Versorgung in Reihe der Panels mit den Hyperfrequenzsignalen wird
beginnend beim ersten Panel in der Nähe des Moduls 12 durchgeführt und
nicht beim entgegengesetzten Panel, wie dies für die zuvor beschriebene Fluglage
der Fall ist.
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Die Antenne zur Fernmessung muß dagegen
verschieden eingerichtet werden, so daß Behinderungen ihres Sichtfelds
durch das Element 11 vermieden werden. Eine Lösung kann
aus zwei Antennen im Bereich des Logistikmoduls bestehen, die auf beiden
Seiten des Elements 11 in der Weise angeordnet sind, daß zu jeder
Zeit eine Antenne in direkter Sicht liegt, unabhängig von der Lage der Station
gegenüber
der Ebene der Umlaufbahn. Pro Durchflug ist maximal eine einzige
Umschaltung der Antenne notwendig, wobei eine Verschiebung der Antennen zur
Fernmessung aus der Ebene beim Durchflug der Station durch die Ebene
der Umlaufbahn die Überdeckung
der Sichtbereiche mit beiden Antennen und so einen fließenderen Übergang
bei der Umschaltung gestattet.
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Ebenso kann der Satellit dafür ausgelegt werden,
in der ersten Gleichgewichtsposition, die nach dem Ausfahren eingenommen
wird, arbeiten zu können
und so die zuvor beschriebenen Vorgänge der Wiederaufnahme der
Drehung zu vermeiden. Hierfür
reicht es auf der Materialseite aus, beide Typen der Fernmessungsverbindung,
die den beiden Geometrien entsprechen, eine Dimensionierung der Panels 14a zur
Freigabe des Sichtfelds für
den schlechtesten Fall, die beiden umschaltbaren Möglichkeiten
für den
Anfang der Versorgungskette der Panels für die Hyperfrequenz und eine
thermische Kontrolle des Moduls, die mit beiden Geometrien kompatibel
ist, vorzusehen. Der Rest der Anpassungen an die tatsächliche
Geometrie benötigt
nur kleine Maßnahmen,
im wesentlichen in Form von Programmen.
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Alles zuvor Gesagte gilt auch für den Fall, daß sich das
Element 11 in zwei Teilen oberhalb und unterhalb des Moduls 12 befindet.
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Anwendung auf Einsätze mit
niedriger Frequenz oder hoher Frequenz oder Multifrequenz
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Alle weiteren Eigenschaften werden
für den Einsatz
identisch beibehalten, die funktionale Höhe des Antennenelements 11 ist
direkt proportional zur Wellenlänge,
so daß die
Bedingungen für
den Gravitationsgradienten für
Einsätze
mit hohen Frequenzen (X oder C) nicht natürlich erreicht werden, wogegen dies
für Einsätze mit
niedrigen Frequenzen (S, L oder P) öfters der Fall ist. Das Anfügen von
vollen oder hohlen Panels 14a an das GS-Panel des Logistikmoduls
ist vor allem bei hohen Frequenzen notwendig.
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Angewendet auf die Kombination von
Frequenzen, die eine der Herausforderungen für die neuen Radargenerationen
darstellt, behält
das System alle seine optimalen Eigenschaften, da die Gesamtheit
der Panels der verschiedenen Frequenzen zum Gravitationsgradienten
der Gesamtheit beitragen und es weniger oder gar nicht notwendig
ist Panels 14a hinzuzufügen.
Insbesondere für
einen Einsatz im L-Band mit 8 funktionalen Panels 14 ist
es ausreichend, ein Panel gleicher Größe im X-Band hinzuzufügen, um
einen Zweifrequenzeinsatz zu erhalten und dies mit einer vernachlässigbaren
Umarbeitung des Logistikmoduls im Vergleich zum Einfrequenzfall.
Die verschiedenen Frequenzen können verschiedene
funktionale Längen
L der Antenne verwenden, wobei die Einhaltung einer Standardlänge für die Panels
durch nichtfunktionale Oberflächenerweiterungen
der kürzesten
Panels möglicherweise die
Vereinfachung der Einstellung der Zentrierbedingungen (Massen, Schwerpunkt
des Schubs, des Sonnendrucks etc.) gestattet.
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In der Ausführung mit der Energieautonomie jeder
der Antennen des Elements 11 muß das auf der Rückseite
durchgeführte
Auslegen mit Solarzellen für hohe
Frequenzen dichter erfolgen, da im allgemeinen der Energiebedarf
höher ist
(dies ist der Fall für das
Radar) und die Höhe
der Antenne geringer ist. Für
den Fall, daß die
Energie nicht ausreicht und auf zusätzliche Flächen an anderen Stellen des
Elements 11 als der Rückseite
der Antenne zurückgegriffen
werden muß,
ist es vorzuziehen, diese Oberflächen
in unmittelbarer Nähe
und zu beiden Seiten der Antenne anzuordnen, um die Verbindungen
zum Energietransport zu begrenzen und eventuell das Konzept des
zuvor beschriebenen vollständigen Elektroniknetzes
beizubehalten.
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Anwendung auf Einsätze mit
Radar-Interferometrie in einem Überflug
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Die Radar-Interferometrie in einem Überflug zielt
hauptsächlich
darauf ab, topographische Informationen zu erhalten und besteht
in der gleichzeitigen Aufnahme zweier Bilder mittels zweier räumlich getrennter
Antennen, wobei eine Antenne sendet und die beiden empfangen. Die
Genauigkeit der Information hängt
von der Relation der Länge
der durch die beiden Antennen gebildeten Basis senkrecht zum Geschwindigkeitsvektor
zur Wellenlänge
ab, so daß für Antennen,
die zum selben Satelliten gehören,
die Interferometrie im allgemeinen nur für hohe Frequenzen (X oder C)
in Betracht gezogen wird, mit Basisabständen der Antennen von mehr
als 10 oder 15 m.
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Ein interferometrischer Einsatz auf
einem Radarsatelliten auf Basis der vorliegenden Erfindung ist leicht
zu verwirklichen. Die zweite der nur empfangenden Antennen kann
im allgemeinen mit nur einem Panel 14 ausgeführt werden,
da zum einen der Betrieb für
hohe Einfallswinkel, die die Abmessung der Antennenhöhe bestimmen,
möglicherweise
nicht notwendig ist, zum anderen die Anforderungen an den Solargenerator
auf der Rückseite
der Antenne wesentlich verringert sind, da die Antenne nur empfängt und
somit wenig oder keine Energie verbraucht. Wenn der Einsatz nur
für hohe
Frequenzen ist, wird dieses Panel zwischen das Panel 14a,
das zum Freigeben des Sichtfelds dient (und eventuell als Solargenerator
für das
Modul), und die anderen, speziell für den Gravitationsgradienten
hinzugefügten
Panels 14a, eingefügt.
Wenn diese letzteren fehlen oder ihre Anzahl nicht ausreicht, werden
weitere angefügt,
um die gewünschte
Höhe der
Basis zu erreichen. Im Fall von Multifrequenzeinsätzen betrifft
der interferometrische Einsatz im allgemeinen nur eine einzige hohe Frequenz,
wobei das Panel 14 zum interferometrischen Empfang 14 zum
einen und die Hauptantenne dieser hohen Frequenz zum anderen an
den beiden Enden des Elements 11 angeordnet sind, wobei
beide dennoch vom Logistikmodul durch das Panel 14a für die Freigabe
des Sichtfelds getrennt sind. Die so gebildete interferometrische
Basis kann bei Bedarf durch zusätzliche,
nicht funktionale Panels 14a vergrößert werden.
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Zur weiteren Verminderung der durch
die interferometrische Funktion bedingten Auswirkungen können innerhalb
eines Panels 14a die Funktion des Solargenerators für das Modul
und für
die interferometrische Empfangsantenne kombiniert werden. Zum einen
erhält
der sehr geringe Energiebedarf letzterer die Generatorfunktion für das Modul,
zum anderen benötigt
die Empfangsantenne keine Freigabe eines Sichtfelds, da sie die
niedrigsten Einfallswinkel nicht verwendet oder nur den oberen Teil
belegen kann und somit besser durch das Panel freigelegt wird, wenn
die benötigte
Höhe weniger
als ein Panel beträgt,
was insbesondere der Fall sein kann, wenn die sehr hohen Frequenzen
nicht verwendet werden.
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Die Umsetzung der interferomentrischen Funktion
wird so mit vernachlässigbaren
Kosten durchgeführt,
wohingegen es für
einen klassischen Satelliten notwendig ist, speziell einen ausfahrbaren Mast
einzubauen, der an seinem Ende die Empfangsantenne trägt.
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Geteilte und ausgeglichene
Nutzung im Kontext internationaler Kooperationen
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Die internationale Kooperation im
Bereich der Raumfahrt muß,
falls sie Erfolg haben will, auf eine ausgeglichene Aufteilung des
Beitrags der verschiedenen Länder
achten, nicht nur in der Entwicklung, sondern auch in der Nutzung.
Leider muß für ein Beobachtungssystem
die Schlüsselaufgabe
zur Nutzung, nämlich
die Programmierung des Instruments, zentralisiert werden, um eine
optimale Bedienung ohne Konflikte zwischen den Anforderungen und
die Integrität
des Satelliten sicherzustellen. Dies stellt ohne einen führenden
Partner ein unlösbares Problem
dar, wobei der führenden
Partner selbstverständlich
die Aufgabe hat, die Zentrale für
die Planung des Einsatzes und die Steuerung des Satelliten bei sich
unterzubringen, und diese Aufgaben können im allgemeinen nicht von
diesem Partner getrennt werden.
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Das Vorgehen, bei dem jeder Partner
Herr über
die Verwendung des Satelliten für
die Bildgebung in seiner, durch das Sichtfeld seiner Station begrenzten
Region ist, analog zur Praxis für
die Telekommunikations-Satelliten vom Typ INTELSAT (Mieten einer Übertragungseinrichtung
oder eines Strahls) ist bis heute nicht in Betracht zu ziehen. Tatsächlich beeinflußt die Verwendung
von Ressourcen in einem Teil der Umlaufbahn immer deren Verfügbarkeit
an anderen Stellen, so daß die
zentrale Koordination unabdingbar bleibt. Im optischen Bereich können die
Zeitspannen zur Änderung
der Ausrichtung sehr lang sein (Kippbewegungen des Satelliten oder
der Spiegel), während
für ein
modernes Radar mit schneller Auslenkung das Problem in der Einhaltung
der Ladezeiten der Batterien, in Begrenzungen im Start/Stop der
Sender oder auch in Beschränkungen
der thermischen Bedingungen für
die Einrichtungen liegt.
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Das in den 4 und folgende dargestellte Satellitenkonzept
gestattet durch die Anwendung der Energieautonomie des Elements 11 außerhalb
der Sonnenverdeckungen einen ununterbrochenen Betrieb des Radars.
Unter der Annahme, daß in
dem Konzept der geographischen Aufteilung die gesammelten Daten
nicht an Bord gespeichert, sondern in Echtzeit zur Bodenstation
zurückgesendet
werden (kein Rückgriff
auf eine Speicherungs- und Wiederfreigabefunktion), kann das Problem
der gemeinsamen Nutzung des Satelliten auf ein einfaches Problem
der Aufteilung des Sichtfeldkreises unter den Partnern reduziert
werden, wobei jedem Partner die Autonomie und die Diskretion in
der Planung und im Empfang der Daten garantiert ist.
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Trotzdem ist diese neue Fähigkeit
zur geographischen Aufteilung des Zugangs zum Satelliten nicht ausreichend,
damit jeder Partner in seinem Sektor vollständig über den Satelliten verfügen kann. Es
sind auch die gemeinsamen Ansprüche
in der Bedienung und der Sicherung des Zustands des Satelliten zu
berücksichtigt.
Hierzu ist zu bemerken, daß die
Architektur des vollständigen
Elektroniknetzes des Elements 11 eine Hürde gegenüber jeder aus einer x-beliebigen
Planung folgenden Verschlechterung darstellt. Tatsächlich muß jede zusammengesetzte
funktionale Einheit aus einer Radiofrequenzmodulgruppe und einem
zugehörigen
Solarzellenbaustein selber praktisch die ganze von den Zellen gelieferte
Energie verbrauchen, unabhängig
von ihrem funktionalen Beitrag zum Gesamten, so daß die Einheit
nur eine einzige thermische Regelung kennt, die vom aktuellen Zustand
der Solarzellen und der Elektronik bedingt und unabhängig vom
Aktivierungszustand und der Programmierung der Einheit ist. Das
Element 11 verfügt über keinerlei
Redundanz, sondern erfährt
durch Pannen oder Verschlechterungen seiner funktionalen Einheiten
einfach eine zunehmende Verschlechterung seiner Leistungen. Jeder
kann entsprechend seinen Bedürfnissen
in optimaler Weise auf diese Verschlechterung reagieren (durch die
Wahl der abgeschalteten Einheiten und des gebildeten Antennendiagramms),
ohne daß dies
den Vorgang der Verschlechterung selber beeinflußt (kein Ausbreitungsvorgang
der Pannen).
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Außerhalb der Echtzeitplanung
der Bildgebung, der technischen Nutzung des Elements 11 und des
Typs des erzeugten Bildes (Erfassungsbreite, Wellenform, Auflösung, Einfallswinkel),
kann jeder entsprechend seiner lokalen Bedürfnisse und Vorlieben eine
Radarkomponente entwickeln und einsetzen. Auch der im Logistikmodul
angeordnete Teil der Nutzladung profitiert von einer permanenten
Energiequelle, er wird jedoch nicht wie das Antennenelement 11 durch
die Ansammlung einer großen
Anzahl funktional identischer Einheiten gebildet. Die geringe Anfälligkeit
im Betrieb der eingesetzten Technologien (keine Röhren, keine
Mechaniken, keine Verzögerung
bei der Konfigurationseinstellung ...) und die verringerte Abmessung
der Funktionen gestattet das Vorsehen eines blockweisen Redundanzsystems
mit einer reduzierten Anzahl von Schaltern, die unterschiedslos
von jedem Partner aktivierbar sind. Auf diese Weise kann das Konzept
zur Aufteilung auf die gesamte Nutzladung ausgedehnt werden.
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Der Betrieb des Satelliten verwendet
selbstverständlich
eine Reihe von Funktionen zur Umlaufbahn (Einhalten der Umlaufbahn
und der ungefähren Fluglage
des Segels), die eine Kontrolle vom Boden aus benötigen. Nicht
betroffen von der Verwendung der Nutzladung, können diese Funktionen jedoch
zu, normalerweise vorhersagbaren und seltenen, Einschränkungen
des Zugangs führen,
die alle Partner betreffen (Beispiel: Manöver und Zeitdauer der Stabilisierung).
Sie sollten zentralisiert und nur einem Partner anvertraut werden,
der die nutzenden Partner informiert, jedoch ohne Rücksprache
mit diesen agiert.
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Das zuvor geschilderte Konzept der
Aufteilung ist gemäß dem statischsten
Modus beschrieben in der Absicht, die vollständige Beseitigung gegenseitiger
Verbindungen und Abhängigkeiten
darzustellen (Aufteilung von Abschnitten der Umlaufbahn oder Überdeckungen)
und eine Aufwertung durch die leichtere Umsetzung eines Programms
mit einer großen
Anzahl kleiner Partner zu erreichen. Auf dieser Basis können auch
andere Übereinkünfte in
Betracht gezogen werden: Übereinkünfte zwischen
Partnern im engen Kreis, punktuell oder allgemein, für eine dynamische
Zuteilung von Umlaufbahnabschnitten oder auch die Einführung eines
zentralen Partners, der speziell für die gespeicherten Aufnahmen
und die Verwaltung des Bordspeichers auf den nicht betroffenen oder
von den lokalen Partnern verwalteten Abschnitten der Umlaufbahn
zuständig
ist.
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Es ist wichtig zu bemerken, daß dieses
Konzept der Aufteilung zuerst von der überall vorhandenen Energieressource
abhängt.
Dies kann auch mit einem klassischen Satelliten durch Überdimensionierung
des Solargenerators erreicht werden, was zu schweren Logistikmodulen
und damit zu schweren Trägerraketen
führt.
Der besondere Vorteil eines Satelliten, wie in den 4 und folgende dargestellt, ist das inhärente und
kostenlose Vorhandensein dieser Fähigkeit.