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Die vorliegende Erfindung betrifft ein Beschleunigungsmittel, ein Spritz- oder
Sprühmaterial und ein Spritz- oder Sprühverfahren, das dieses Material einsetzt. Insbesondere
betrifft sie ein Beschleunigungsmittel, das die Eigenschaft eines Schnell(ab)bindens oder
Schnellerstarrens oder schnellen Aushärtens oder Festwerdens oder sich Setzens verbessert
und die Adhäsion oder Haftkraft oder das Haftvermögen von Zementbeton, der an eine Decke
oder Wand eines Tunnels oder einer Grube oder eines Lochs oder Vertiefung gespritzt oder
gesprüht ist, und ein Spritz- oder Sprühverfahren für Zementbeton, welches ein solches
Spritz- oder Sprühmaterial verwendet oder einsetzt.
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Für den Zweck oder in der Beschreibung der Erfindung ist Zementbeton ein
allgemeiner Begriff, der eine Zementpaste, einen Zementmörtel und -beton umfasst.
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Bisher war es üblich, dass während des Ausschachtens oder Ausgrabens oder
Aushebens oder der Excavation eines Tunnels Beton auf die ausgeschachtete oder ausgegrabene
oder excavierte Oberfläche gespritzt oder gesprüht wird zum Auskleiden oder Ausgießen oder
Innenüberziehen oder Unterfüttern oder Ausfüttern, um das Ab- oder Herunterfallen der
ausgegrabenen Oberfläche zu vermeiden oder den Kollaps oder das Zusammenbrechen aufgrund
von Quell- oder Brunnenwasser. Ferner ist es üblich, ein Beschleunigungsmittel einem
solchen Beton einzuverleiben, um ihm eine Eigenschaft des Schnell(ab)bindens oder
Schnellerstarrens zu verleihen.
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Beim Tunnelbau war es üblich, ein Verfahren anzuwenden, bei dem auf ein erstes
Spritzen oder Sprühen ein zweites Auskleiden oder Ausgießen folgt. Es gibt jedoch in letzter
Zeit einen Trend dahin, weit verbreitet ein einschaliges System anzuwenden, bei dem der
Tunnelbau nur durch das erste Spritzen oder Sprühen abgeschlossen oder vervollständigt
wird.
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Spritz- oder Sprühverfahren für Zementbeton werden in der Regel in zwei Typen
eingeteilt oder klassifiziert: Das trockene System und das nasse System.
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Das trockene System des Spritz- oder Sprühverfahrens ist ein Verfahren, bei dem eine
trocken gemischte Mischung von Zement, Aggregat oder Betonzuschlag und einem
Beschleunigungsmittel durch komprimierte Luft befördert oder transportiert wird, und während des
Transports oder der Beförderung Wasser zugegeben und gemischt wird, gefolgt von einem
Spritzen oder Sprühen durch eine Düse auf die Oberfläche, die behandelt wird. Das nasse
System des Spritz- oder Sprühverfahrens ist ein Verfahren, bei dem ein mit Wasser gemischter
oder gekneteter Beton transportiert wird, und während des Transports ein
Beschleunigungsmittel zugegeben und gemischt wird, gefolgt von einem Spritzen oder Sprühen aus einer Düse
auf die Oberfläche, die behandelt wird.
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Als Beschleunigungsmittel, das verwendet wird für das Sprüh- oder Spritzverfahren,
wurde eine Zusammensetzung vorgeschlagen, die Calciumaluminat und ein
Alkalimetallcarbonat oder -aluminat umfasst, eine Zusammensetzung, die kalzinierten Alunit, Kalk oder ein
Alkalimetallcarbonat umfasst, oder eine Zusammensetzung, die ein Alkalimetallcarbonat und
Aluminat umfasst (z. B. JP-B-56-27457 oder JP-A-60-260452). Diese Beschleunigungsmittel
enthalten in der Regel einen Alkalimetallbestandteil, wie z. B. Natrium oder Kalium in Form
eines Hydroxids, eines Carbonats, eines Silikats oder eines Aluminats, um ein schnelles
Abbinden oder Erstarren zu erreichen.
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Ein solcher Alkalimetall-Bestandteil ist stark alkalisch, und wenn er einem
Zementbeton einverleibt wird, kann er eine Alkali-Aggregat-Reaktion verursachen in Abhängigkeit
von dem Typ des verwendeten Aggregats oder Betonzuschlags. Daher wurde bisher darauf
hingewiesen, dass er manchmal nachteilig eine Betonstruktur beeinflusst.
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Ferner ist eine solche stark alkalische Substanz in Wasser löslich, und wenn sie direkt
oder unmittelbar die Haut eines Arbeiters kontaktiert, verursacht sie einen schwerwiegenden
Schaden auf der Haut, wobei die Arbeitsumgebung an der Aushöhlungs- oder
Ausschachtungsstelle beträchtlich nachteilig beeinflusst oder verschlechtert wird. Ferner gab es ein
Problem der Art, dass sie sich leicht im Grundwasser löst, was auf diese Weise zur
Umweltverschmutzung der umgebenden Gegend führt.
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Um ein solches Problem zu lösen, wurde als Beschleuniger zum Spritzen oder Sprühen
ein Abbindebeschleuniger oder Erstarrungsbeschleuniger oder Verfestigungsbeschleuniger
vorgeschlagen, der Calciumaluminat, Calciumsulfoaluminat und ein basisches Aluminiumsalz
umfasst, der im Wesentlichen kein oder wenig von einem Alkalimetall-Bestandteil umfasst
(JP-A-8-48553).
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Ein solches Beschleunigungsmittel wies jedoch Probleme der Art auf, dass die
Eigenschaft des schnellen Abbindens oder Erstarrens nicht zufriedenstellend war und ein Abfallen
oder Zurückfallen oder Wiederherunterfallen des gespritzten oder gesprühten Zementbetons
beträchtlich war, und demzufolge der Verlust an Material beträchtlich war, und Staub leicht
gebildet wurde.
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Die Erfinder der vorliegenden Erfindung führten eine umfangreiche Untersuchung
durch, um solche Probleme zu lösen, und fanden als Ergebnis, dass es durch Verwendung
eines gewissen speziellen Beschleunigungsmittels möglich ist, einen Spritz- oder Sprühbeton
zu erhalten, der eine hervorragende Adhäsion oder Haftkraft und Schnell(ab)binde- oder
Schnellerstarrungseigenschaft bereitstellt ohne Beeinträchtigung der Arbeitsumgebung oder
der umgebenden Umwelt. Die vorliegende Erfindung wurde fertiggestellt oder vollendet auf
der Basis dieser Entdeckung.
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Das heißt, die vorliegende Erfindung stellt ein Beschleunigungsmittel bereit, das
Calciumaluminiumsilikatglas oder Calciumaluminosilikatglas und Aluminiumsulfat als wirksame
Bestandteile, wie in Anspruch 1 definiert, umfasst, ein Spritz- oder Sprühmaterial, das Zement
und ein solches Beschleunigungsmittel als wirksame Bestandteile umfasst, ein Spritz- oder
Sprühbeton, der ein solches Spritz- oder Sprühmaterial enthält, und ein Spritz- oder
Sprühverfahren für Zementbeton, das die Verwendung eines solchen Spritz- oder Sprühmaterials
umfasst.
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Die vorliegende Erfindung wird nun in Einzelheiten in Bezug auf bevorzugte
Ausführungsformen beschrieben.
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Das Calciumaluminiumsilikatglas oder Calciumaluminosilikatglas (im Folgenden als
CAS-Glas bezeichnet), das gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet wird, ist notwendig,
um die Eigenschaft des Schnell(ab)bindens oder Schnellerstarrens zu verleihen oder
einzuverleiben, und ist in der Regel dasjenige, das verfestigt wird durch schnelles Kühlen einer
Schmelze, die gebildet wird bei einer hohen Temperatur von z. B. von 1.200 bis 1.700ºC
durch z. B. einen elektrischen Ofen unter Verwendung von CaO-Material, Al&sub2;O&sub3;-Material und
SiO&sub2;-Material. Das CaO-Material kann z. B. Brandkalk oder erhitzter Kalk (Engl.: quick lime),
Löschkalk, Kalkstein oder Calciumcarbonat sein. Das Al&sub2;O&sub3;-Material kann z. B.
Aluminiumoxid, Bauxit, Diaspor, Feldspat oder Ton sein. Das SiO&sub2;-Material kann z. B. Silicamaterial,
Sand, Ton, Diatomeenerde oder Siliciumoxid sein. Es ist bevorzugt, Calciumcarbonat,
Aluminiumoxid oder Silicimoxid zu verwenden, welche im Wesentlichen keine Alkalimetall-
Komponete oder keinen Alkalimetall-Bestandteil enthalten. Die Zusammensetzung des CAS-
Glases umfasst vorzugsweise von 40 bis 50 Gew.-% CaO, von 40 bis 50 Gew.-% Al&sub2;O&sub3; und
von 10 bis 20 Gew.-% SiO&sub2;. Wenn CaO oder Al&sub2;O&sub3; außerhalb eines solchen Bereichs liegt,
kann manchmal keine angemessene oder ausreichende Eigenschaft des schnellen Abbindens
oder Erstarrens erreicht werden. Wenn die Menge von SiO&sub2; in einem Bereich von weniger als
10 Gew.-% vorliegt, hält eine gute Festigkeit nicht über einen langen Zeitraum hin an, und
wenn sie 20 Gew.-% überschreitet, ist die Anfangsfestigkeit manchmal niedrig.
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Für den Zweck oder in der Beschreibung der vorliegenden Erfindung steht Glas für
"ein solches, das einen Glasübergangs- oder Glasumwandlungspunkt" aufweist, wie es
üblicherweise auf dem Gebiet von Glas verwendet wird, und es ist nicht notwendigerweise
vollständig Glas oder in Glasform und kann ein solches sein, das ein Glasbildungs- oder
Glasumwandlungsverhältnis von mindestens 60% aufweist.
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Als Verfahren zur Bestimmung oder Messung des Glasumwandlungsverhältnisses
kann ein Verfahren eingesetzt werden, bei dem eine Probe 2 Stunden lang bei 1.000ºC
erwärmt
oder erhitzt wird und dann allmählich oder schrittweise abgekühlt wird, bei einer
Abkühlungsrate von 5ºC/min. und das Glasumwandlungsverhältnis wird erhalten unter
Anwendung der Formel des Glasumwandlungsverhältnises = (1-S/S&sub0;) · 100, wobei die Fläche S&sub0; des
Haupt-Peaks des Kristall- oder Quarzminerals erhalten wird durch eine Pulver-
Röntgendiffraktionsmethode, und von dieser S&sub0; und die Haupt-Peakfläche S des Kristalls oder
Quarzes in der Probe.
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Die Partikelgröße von CAS-Glas der vorliegenden Erfindung ist nicht besonders
beschränkt, aber sie liegt vorzugsweise bei einem Wert mit einem Blaine-Wert von 3.000 bis
9.000 cm²/g.
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Aluminiumsulfat wird vorzugsweise in einer Menge von 20 bis 50 Gew.-Teilen,
besonders bevorzugt von 30 bis 40 Gew.-Teilen, pro 100 Gew.-Teile CAS-Glas verwendet.
Wenn die Menge von Aluminiumsulfat außerhalb dieses Bereichs liegt, kann manchmal keine
angemessene oder ausreichende Eigenschaft eines Schnell(ab)bindens oder Schnellerstarrens
erreicht werden.
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Das Beschleunigungsmittel der vorliegenden Erfindung umfasst CAS-Glas und
Aluminiumsulfat als wirksame Bestandteile, und es kann Alkalimetall-Bestandteile, wie z. B.
Natrium und Kalium, enthalten. Die Gesamtmenge solcher Alkalimetall-Bestandteile beträgt
vorzugsweise höchstens 0,05 Gew.-%, berechnet als Natriumoxid (Na&sub2;O).
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Die Partikelgröße des Beschleunigungsmittels ist verschieden in Abhängigkeit von
dem Zweck oder der Art und Weise der Verwendung, aber sie liegt in einem Bereich von
einem Blaine-Wert von 3.000 bis 9.000 cm²/g. Wenn der Blaine-Wert weniger als 3.000 cm²/g
beträgt, kann die Eigenschaften des schnellen Abbindens oder Erstarrens manchmal
verschlechtert sein, und selbst wenn er 9.000 cm²/g überschreitet, können keine zusätzlichen
Effekte erwartet werden.
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Das Beschleunigungsmittel wird vorzugsweise in einer Menge von 3 bis 15 Gew.-
Teile, besonders bevorzugt von 4 bis 10 Gew.-Teile, in 100 Gew.-Teilen des Spritz- oder
Sprühmaterials, das Zement und das Beschleunigungsmittel umfasst, verwendet. Wenn die
Menge des Beschleunigungsmittels weniger als 3 Gew.-Teile beträgt, neigt die Eigenschaft
des schnellen Abbindens oder Erstarrens dazu, nicht angemessen oder ausreichend zu sein,
und selbst wenn sie 15 Gew.-Teile überschreitet, können keine zusätzlichen Effekte erhalten
werden.
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Der Zement, der gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet wird, ist hier nicht
besonders beschränkt und kann z. B. einer von verschiedenen Portland-Zementen sein, wie z. B.
normale Portland-Zemente, Portland-Zemente mit einer hohen anfänglichen Festigkeit, mit
einer ultrahohen anfänglichen Festigkeit oder mäßige erhitzte Portland-Zemente (Engl.:
moderate heat Portland cements), verschiedene gemischte Zemente, die Hochofenschlacke oder
Flugasche gemischt mit solchen Portland-Zementen aufweisen, ausdehnbare Zemente, die
einen Porenbildner oder ein Treib- oder Ausdehnungsmittel gemischt zu solchen Portland-
Zementen aufweisen, und spezielle Zemente, wie z. B. Aluminiumoxid-Zemente, wie z. B.
Alumiumoxid-Zement, weißer Zement und kolloidaler Zement.
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Ferner können verschiedene andere Additive dem Beschleunigungsmittel oder dem
Spritz- oder Sprühmaterial der vorliegenden Erfindung einverleibt werden.
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Zum Beispiel ist es möglich, ein oder mehrere Additive oder Zuschlagmittel
einzuverleiben, die ausgewählt sind aus Mitteln, die das Abbinden oder Erstarren einstellen,
Aggregate oder Betonzuschlag, wie z. B. Silicamaterial- oder Siliciumoxid-Sand, natürlicher
Sand und Kies, Fasermaterialien, wie z. B. Glasfasern, Carbon- oder Kohlenstofffasern und
Stahlfasern, Zumischungen, die sich unter Wasser nicht trennen, wie z. B. Polymeremulsionen
(Latexe), Farbstoffe (Pigmente), AE-Mittel (Engl.: AE agents), Wasser-reduzierende Mittel,
AE Wasser-reduzierende Mittel (Engl.: AE water-reducing agents), Fließmittel,
Rostschutzmittel und Methylcellulose, Verdickungsmittel, Blähmittel, Schäummittel,
Calciumverbindungen, wie z. B. Calciumhydroxid, und Frostschutz- oder Gefrierschutzmittel, innerhalb eines
Bereichs, der den Zweck der vorliegenden Erfindung nicht beeinträchtigt.
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Um das Beschleunigungsmittel für das Spritz- oder Sprühmaterial der vorliegenden
Erfindung zuzubereiten oder bereitzustellen, kann ein herkömmlicher Misch- und
Rührapparat, wie z. B. ein geneigter oder schräggestellter Fass- oder Trommelmischer, ein Alles- oder
Omni-Mischer, ein Zwillingstrommelmischer, ein Henshel-Mischer oder ein Naughter-
Mischer verwendet werden.
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Das Mischen kann in einer solchen Art und Weise durchgeführt werden, dass die
entsprechenden Materialien gemischt werden zum Zeitpunkt der Anwendung, oder einige oder
alle der Materialien können zuvor gemischt werden.
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Ferner ist das Alterungsverfahren nicht besonders begrenzt, und ein herkömmliches
Alterungsverfahren kann verwendet werden.
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Für die Arbeitsschritte des Spritzens oder Sprühens des Spritz- oder Sprühmaterials
der vorliegenden Erfindung kann entweder ein Trockenspritzverfahren oder
Nassspritzverfahren eingesetzt werden.
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Die vorliegende Erfindung wird nun in weiteren Einzelheiten in Bezug auf Beispiele
beschrieben. Bei den Beispielen steht "%" für "Gew.-%".
BEISPIEL 1
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CaO-Material, Al&sub2;O&sub3;-Material und SiO&sub2;-Material wurden gemischt und in einem
elektrischen Ofen bei 1.600ºC geschmolzen. Die Schmelze, die dadurch erhalten wurde, wurde
abgekühlt oder abgeschreckt durch ein Hochdruckluftverfahren, gefolgt von einem Pulverisieren,
um CAS-Glas zu erhalten, das einen Blaine-Wert von 5.000 ± 200 cm²/g aufweist, wie es
in Tabelle 1 angegeben ist.
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100 Gew.-Teile des hergestellten CAS-Glases und 35 Gew.-Teile von
Aluminiumsulfat α wurden gemischt, um ein Beschleunigungsmittel zu erhalten. Die Alkalimetall-
Bestandteile in diesem Beschleunigungsmittel wurden analysiert, wobei Na&sub2;O äq., d. h. die
Gesamtmenge von Alkalimetall-Bestandteilen, nicht mehr als 0,05% betrug.
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Dieses Beschleunigungsmittel wurde mit Zement gemischt, um ein Spritz- oder
Sprühmaterial zu erhalten, wobei die Menge des Beschleunigungsmittels 7 Gew.-Teile in 100
Gew.-Teilen des Spritz- oder Sprühmaterials, umfassend Zement A und das
Beschleunigungsmittel, betrug.
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700 g des erhaltenen Spritz- oder Sprühmaterials und 2.100 g von feinem oder
feinstverteiltem Aggregat oder Betonzuschlag wurden gemischt und trocken gemischt über
einen Zeitraum von 30 Sekunden bei einer niedrigen Geschwindigkeit mit Hilfe eines
Mörtelmischers vom Typ eines Tischmischers geringer Größe. Dann wurden 350 g Wasser
dazugegeben, und die Mischung wurde 10 Sekunden lang bei einer hohen Geschwindigkeit
verknetet, um Zementmörtel zu erhalten, wobei die Abbindeeigenschaft des Zementmörtels
bewertet wurde durch einen Proctor-Penetrationswiderstand. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2
gezeigt.
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Für den Zweck des Vergleichs wurde ein Versuch durchgeführt, in der Art und Weise,
wie oben unter Verwendung eines kommerziell erhältlichen Beschleunigungsmittels an Stelle
des Beschleunigungsmittels der vorliegenden Erfindung. Die Ergebnisse sind ebenso in
Tabelle 2 gezeigt.
Verwendete Materialien
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CaO-Material: Calciumcarbonat, Reagenz erster Klasse oder Güte
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Al&sub2;O&sub3;-Material: Aluminiumoxid, Reagenz erster Klasse
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SiO&sub2;-Material: Siliciumoxid, Reagenz erster Klasse
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Aluminiumsulfat α: Anhydrid, Reagenz erster Klasse, Na&sub2;O äq. 0,04%
Kommerziell erhältliches
Beschleunigungsmittel: Hauptbestandteil: Calciumaluminat, Na&sub2;O äq. 15,8%
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Zement A: Normaler Portland-Zement, Blaine-Wert: 3.300 cm²/g, Na&sub2;O äq.
0,48%
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Feiner Betonzuschlag: Flusssand, hergestellt in Himekawa, Niigata-ken, Japan, relative
Dichte: 2,62
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Wasser: Stadtwasser
Messverfahren
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Alkalimetall-Analyse: Mit Hilfe der Atomabsorptionsspektroskopie wurden zusätzlich
zu Natrium auch andere Alkalimetall-Komponenten oder -Bestandteile als Na&sub2;O berechnet,
und die Gesamtmenge von Alkalimetall-Bestandteilen wurde als Na&sub2;O äq. dargestellt.
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Proctor-Penetrationswiderstand: Die Mischung wurde bei einer konstanten
Kammertemperatur von 20ºC geknetet, und dann unmittelbar in zwei Phasen oder Schichten in
Formwerkstücke geteilt und schnell verpackt, während der Mörtel durch eine Schubstange
geschoben wurde, wobei der Proctor-Penetrationswiderstand gemessen wurde immer nach einer
vorherbestimmten Zeitspanne, nachdem Wasser zugesetzt wurde, mit Hilfe einer Nadel, die eine
Nadelkopffläche von 1/40 Inch² aufwies, gemäß ASTM C 403-65 T.
Tabelle 1
Tabelle 2
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*1 in der Spalte für "CAS-Glas" zeigt an, dass das kommerziell erhältliche
Beschleunigungsmittel verwendet wurde.
Das Symbol "-" bei dem Proctor-Penetrationswiderstand zeigt an, dass keine
Messung durchgeführt wurde.
BEISPIEL 2
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Ein Beschleunigungsmittel wurde auf die gleiche Art und Weise wie in Beispiel 1
hergestellt unter Verwendung von CAS-Glas g und Aluminiumsulfat β. Na&sub2;O äq. betrug in dem
hergestellten Beschleunigungsmittel 0,04%.
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Der Test wurde auf die gleiche Art und Weise durchgeführt wie in Beispiel 1, außer
dass dieses Beschleunigungsmittel verwendet wurde. Die Ergebnisse sind in Tabelle 3
gezeigt. Ferner wurde zugleich der Test auf die gleiche Art und Weise durchgeführt wie oben,
außer dass Gips verwendet wurde anstelle von Aluminiumsulfat. Die Ergebnisse sind ebenso
in Tabelle 3 gezeigt.
Verwendete Materialien
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Aluminiumsulfat β: 14 bis 18 Hydrat, Reagenz erster Güte, Na&sub2;O äq. 0,04%
Gips: Wasserfreier Gips vom Typ II, Blaine-Wert: 5.900 cm²/g
Tabelle 3
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"Aluminiumsulfat" steht für Gew.-Teile pro 100 Gew.-Teile CAS-Glas.
*1 gibt an, dass Gips verwendet wurde anstelle von Aluminiumsulfat.
Das Symbol "-" für den Proctor-Penetrationswiderstand zeigt an, dass
keine Messung durchgeführt wurde.
Beispiel 3
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Ein Beschleunigungsmittel wurde auf die gleiche Art und Weise wie in Beispiel 1
hergestellt unter Verwendung von CAS-Glas g und Aluminiumsulfat α, wie es in Tabelle 4
angegeben ist. Na&sub2;O äq. betrug in dem hergestellten Beschleunigungsmittel 0,04%.
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Der Test wurde auf die gleiche Art und Weise wie in Beispiel 1 durchgeführt, außer
dass dieses Beschleunigungsmittel verwendet wurde. Die Ergebnisse sind ebenso in Tabelle 4
gezeigt.
Tabelle 4
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"Aluminiumsulfat" steht für Gew.-Teile pro 100 Gew: Teile CAS-Glas.
Das Symbol "-" für den Proctor-Penetrationswiderstand zeigt an, dass
keine Messung durchgeführt wurde.
BEISPIEL 4
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Ein Beschleunigungsmittel wurde auf die gleiche Art und Weise wie in Beispiel 1
hergestellt unter Verwendung von CAS-Glas g und Aluminiumsulfat α. Na&sub2;O äq. betrug in dem
hergestellten Beschleunigungsmittel 0,04%.
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Der Test wurde auf die gleiche Art und Weise durchgeführt wie in Beispiel 1, außer
dass dieses Beschleunigungsmittel und Zement, wie in Tabelle 5 angegeben, verwendet
wurden. Die Ergebnisse sind ebenso in Tabelle 5 gezeigt.
Verwendete Materialien
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Zement B: Mäßig erhitzter Portland-Zement, Blaine-Wert: 3.100 cm²/g, Na&sub2;O äq.
0,46%
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Zement C: Portland-Zement mit hoher Anfangsfestigkeit, Blaine-Wert: 4.400
cm²/g, Na&sub2;O äq. 0,43%
Tabelle 5
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Symbol "-" für den Proctor-Penetrationswiderstand zeigt an, dass keine
Messung durchgeführt wurde.
BEISPIEL 5
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Ein Beschleunigungsmittel wurde auf die gleiche Art und Weise wie in Beispiel 1
hergestellt unter Verwendung von CAS-Glas g und Aluminiumsulfat α. Na&sub2;O äq, in dem
hergestellten Beschleunigungsmittel betrug 0,04%.
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Der Test wurde auf die gleiche Art und Weise wie in Beispiel 1 durchgeführt, außer
dass dieses Beschleunigungsmittel verwendet wurde in einer Menge, die gezeigt ist in Gew.-
Teilen in Tabelle 6 in 100 Gew.-Teilen des Sprüh- oder Spritzmaterials. Die Ergebnisse sind
ebenso in Tabelle 6 gezeigt.
Tabelle 6
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Symbol "-" für den Proctor-Penetrationswiderstand zeigt an, dass keine
Messung durchgeführt wurde.
BEISPIEL 6
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Unter Verwendung von Einheitsmengen der Materialien, die 360 kg/m³ an Zement A,
1.130 kg/m³ an feinem Aggregat oder Betonzuschlag, 756 kg/m³ an grobem Aggregat und 162
kg/m³ an Wasser betrugen, wurde ein Beschleunigungsmittel, welches nicht mehr als 0,05%
an Na&sub2;O äq., wie in Tabelle 7 gezeigt, gemischt in einer Menge von 7 Gew.-Teilen in 100
Gew.-Teilen des Sprüh- oder Spritzmaterials, um Beton zu erhalten, bei dem die maximale
Aggregatgröße oder Betonzuschlaggröße 10 mm betrug, und der Anteil von feinem Aggregat
60% betrug. Dieser Beton wurde in oder auf einen simulierten Tunnel gespritzt oder gesprüht,
der eine Höhe von 3,5 m und eine Breite von 3 m aufwies, mit Hilfe einer
Trockenspritzmaschine und einer Nassspritzmaschine, woraufhin die Menge des Betons, der in den Tunnel
fiel, gemessen wurde, und das Rückfall-Verhältnis oder Herunterfall-Verhältnis oder das
Verhältnis von Heruntergefallenem wurde berechnet. Die Ergebnisse sind in Tabelle 7 gezeigt.
Verwendete Materialien
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Grobes Aggregat: Flusskies, hergestellt in Himekawa, Niigata-ken, Japan, relative
Dichte: 2,66
Messverfahren
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Rückfall-Verhältnis: Das Verhältnis der heruntergefallenen oder zurückgefallenen Menge zum
Zeitpunkt des Sprühens des Betons, die herunterfiel, ohne an den simulierten Tunnel befestigt
zu sein, zu der Menge des Betons, die zum Spritzen oder Sprühen verwendet wurde.
Tateile 7
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*1 In Test Nr. 6-3 wurde das kommerziell erhältliche Beschleunigungsmittel anstelle von CAS-Glas und Aluminiumsulfat verwendet.
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Wie vorstehend beschrieben, wird das Beschleunigungsmittel der vorliegenden
Erfindung im Wesentlichen keine Alkalimetall-Bestandteile auf, so dass es dadurch keinen
nachteiligen Effekt auf die Arbeitsumgebung oder die umgebende Umwelt haben wird, und es
stellt eine hervorragende Eigenschaft eines Schnell(ab)bindens oder Schnellerstarrens bereit.